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leo-ende

BetrifftUnschöne Wörter291 Antworten    
Kommentar
Hallo liebe LEOs,

seit einigen Wochen taucht ein Wort immer wieder in den Medien auf,bei dem ich das Gefühl habe jemand spuckt gerade aus:


Fiskalpakt


Liegt das nur an mir oder habt ihr auch so Wörter, die euch rein akustisch piesacken ?

VerfasserMagena (701158) 06 Feb 12, 08:23
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Oh ja! Allerdings funktioniert mein Hirn glücklicherweise so, dass ich mir nur die Wörter merke (und für solche Sammelzwecke parat halte), die in meinen Ohren besonders süß klingen. Aber jetzt weiß ich zumindest, wo ich die Kotzbrocken unter den Wörtern loswerden kann, wenn mir mal wieder ein solches unterkommt.
#1VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 12:49
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Wir hatten da schon mal so 'ne Sammlung : Siehe auch: A word you'd prefer never to hear again
:-)
#2Verfasserno me bré (700807) 06 Feb 12, 13:06
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Rettungsschirm piesackt mich. Dieses Ding ist weder Fallschirm noch Regenschirm.
Und wen das Ding retten soll?
#3VerfasserUljae (831733) 06 Feb 12, 13:08
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Lady Greys "Kotzbrocken unter den Wörtern" hat mich gerade daran erinnert: Als Kind fand ich das Wort Lodenkotze unglaublich ekelhaft. Als mir eine wohlmeinende Tante so ein (eigentlich praktisches) Kleidungsstück schenkte, gab es zuhause jede Menge Streit und Tränen, weil ich mich weigerte, es anzuziehen.

Heute ist es z.B. chillen, killern (für kitzeln), Luller (für Schnuller), überhaupt viele Wörter, die Erwachsene gegenüber Kleinkindern benutzen wie Quackquack für Ente, Huschhusch für Eisenbahn etc.

Meine Oma konnte Bad Salzuflen nicht hören, ohne Gänsehaut zu bekommen. Sie war nie dort, hatte keine schlechten Assoziationen zu dem Ort, es war einfach der Klang des Wortes.
#4Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 13:17
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Minima, die Tränen und den Widerwillen gab es bei mir, als mein gemeiner Cousin mir im Restaurant meine Miesmuscheln mit dem Trick abgeluchst hat, mir kurz vor dem Essen beizubringen, dass die in Italien "Kotze" (cozze) heißen.
#5VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 13:23
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Mir stellen sich regelmäßig die Nackenhaare hoch, wenn von "Hausis" (statt Hausaufgaben), "Kindi" (statt Kindergarten) und ähnlichen Pseudo-Verniedlichungen mehr die Rede ist. Irgendwann schreiben die Kleinen wahrscheinlich auch "Klassis" (Klassenarbeiten), haben "Sporti" und gehen in die "Tanzi" (Tanzschule). Mit 16 fahren sie dann "Rolli" (oder auch "Vespi"), bevor sie mit 17 oder 18 den "Führi" machen, um dann "Auti" oder "Moti" fahren zu dürfen ....
#6Verfasserneutrino (17998) 06 Feb 12, 13:32
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Den Gipfel dieses Phänomens fand ich neulich in einem Kochforum: Da stellte jemand seinen Brotteig in den "Kühli"!
#7VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 13:34
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Oh ja, "Ellis", "Kindi", "Konzi" & Co. sorgen bei mir auch für abstehende Nackenhaare und aufgerollte Zehennägel.

Und diese Kindersprache, die manche Eltern verwenden, "Hast du Deinen Nucki/Nulli/Schnulli/Lulli? Komm, Du musst jetzt Heia machen. Mach mal Ei bei der Tina, die hat Aua!" *würg*
#8VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 13:40
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Da hätte ich auch noch einen. Supercoole Kulturberliner zu Besuch gehabt, die, zusätzlich zu ihren zum Zwanghaften neigenden Preisvergleichen im Lebensmittelbereich, entgeistert waren, dass es hier in München gar keine "Spätis" gibt.
#9Verfasserigm (387309) 06 Feb 12, 13:43
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total behämmert aber ist so:

"schlachten"

da schüttelts mich einmal komplett durch wenn ich das Wort höre
#10VerfasserNefertit (584922) 06 Feb 12, 13:44
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igm, keine WAS bitte ???
#11VerfasserMarkus<de> (236386) 06 Feb 12, 13:45
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Öhm, was sind denn Spätis?
#12VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 13:47
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#13VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 13:49
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Mir wurde das als "Spätkauf" übersetzt, und ein bisschen peinlich war ihnen der Ausdruck dann doch auch ;o)
#14Verfasserigm (387309) 06 Feb 12, 13:50
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Letztens in einer Pressemeldung : Es gibt mehr Nachfrage nach "Bufis" ...
#15Verfasserno me bré (700807) 06 Feb 12, 13:52
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"Bufdis", oder? Das sind doch die vom Bundesfreiwilligendienst.

Also ist ein Späti ein Supermarkt mit langer Öffnungszeit? Ah ja.
#16VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 13:54
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Späti .... *kopf-->tischplatte*

"Bufdi" klingt zwar erst mal seltsam, aber das wird sich genauso schnell einschleifen wie der "Zivi" vergessen sein wird. Für mich ist das auch eine andere Kategorie. Ein aussprechbares Akronym aus einem Beamtendeutschungetüm zu machen ist etwas anderes, als wenn Eltern mit der Geburt ihres Kindes in ihrer Sprachentwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen werden.
#17VerfasserMarkus<de> (236386) 06 Feb 12, 13:59
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Stimmt, -d- vergessen ... das macht den Ausdruck aber auch nicht besser ...
#18Verfasserno me bré (700807) 06 Feb 12, 13:59
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#8 und #17 Ammensprache ist aber etwas Normales, das man kaum unterdrücken kann, und schadet dem Kind zumindest nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Babysprache
#19VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 14:04
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Ich sehe das wie Markus. Schön ist "Bufdi" nicht, aber es gehört zur gleichen Kategorie wie "Zivi" oder "BAFöG" und dient nicht zur Verniedlichung ohnehin einfacher und kurzer normaler Begriffe, sondern zur Verkürzung eines langen Begriffs auf Amtschinesisch.
#20VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 14:06
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Ammensprache ist aber etwas Normales, das man kaum unterdrücken kann

Ich kenne genug Menschen, die nicht auf diese Weise mit ihren Kindern reden, also gehe ich davon aus, dass man das sehr wohl unterdrücken kann, wenn man will. Zumindest, was die speziellen Vokabeln angeht. Dass man, wie im von Dir verlinkten Artikel beschrieben, eine andere Tonhöhe verwendet und weniger verschachtelte Sätze baut, ist OK und tut auch mir nicht weh.

und schadet dem Kind zumindest nicht

Vielleicht nicht, aber den erwachsenen Zuhörer gruselt's. Und im Wikipedia-Artikel steht auch:
Allerdings ist der Spracherwerb nicht gestört, wenn, wie in einigen Kulturen üblich, mit Kindern nicht gesprochen wird oder die Merkmale der Motherese schwächer ausgeprägt sind. Sie ist für den Spracherwerb nicht notwendig. Auf der anderen Seite wird zum Teil auch vertreten, dass ausgeprägte Motherese Kinder in ihrem natürlichen Drang hemmt, die Welt der Erwachsenen samt ihrer Sprache kennenzulernen

Eine sprachliche Frage am Rande: Ich hätte "Motherese" als sächlich angesehen, hier im Artikel scheint es allerdings weiblich verwendet zu sein. Was meint ihr?
#21VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 14:15
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@Lady Grey: Es mag dem Kind nicht schaden, aber das heißt noch lange nicht, das ich mir den Unsinn auch unwidersprochen anhören muss. Ich kann leider eine erwachsene Frau*) nicht ernst nehmen, die mir erzählt, sie müsse sich jetzt beeilen, weil sie ihre Tochter vom Kindi abholen müsse und ihr Sohn noch Hausi auf habe.

Vollkommen daneben finde ich das offizielle Hinweisschild Waldkindi in meinem Wohnort.. Da hat die Hirnerweichung wohl schon auf die Stadtverwaltung übergegriffen ...

*)(Das selbe würde auch für einen Mann gelten, da ist mir das Phänomen aber bislang zum Glück nicht begegnet)
#22VerfasserMarkus<de> (236386) 06 Feb 12, 14:16
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Ich denke, es gibt einen Unterschied zwischen der Anpassung an das Kind und dem Übernehmen in die eigene Sprache.
Ich finde es schön, wenn das Kind weiß, dass es OK ist, dass es noch nicht "Ich will Dir (Mama) jetzt die Wange streicheln" sagen können muss, sondern sich auch mit "Ei ei" verständlich machen kann, und dafür muss es eben einen Präzedenzfall geben, von allein kommt das Kind nicht auf solche Vereinfachungen (oder vielleicht versucht es das sogar, aber das wird von Erwachsenen wiederum nicht verstanden).
Im Verkehr mit anderen Erwachsenen sollte man sich das natürlich nicht angewöhnen.
#23VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 14:22
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Hm, "Bufdi" ist fast schon wieder gut. Klingt irgendwie leicht nach Humptata.
Auch der Euro-Rettungsschirm könnte vielleicht eine Verniedlichung gebrauchen. Statt "Europäische Finanzstabilisierungsfazilität" (EFF..., nein, ESF..., nein EFS..) einfach "Eufimis" für europäische Finanzmittel ("... haben wir leider festgestellt, dass die Eufimis doch nicht ganz reichen")?
#24Verfasserigm (387309) 06 Feb 12, 14:26
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Klar ist es für das Kind gut, wenn "ei ei" verstanden wird.
Aber ich würde nicht zurückfragen "Will tu ei ei mache??", wie man es dann oft hört, sondern "Willst du meine Wange streicheln?". Irgendwann (vermutlich eher früher als später) wird das Kind das gelernt haben und nachahmen, auch wenn erst mal statt "Ich will Deine Wange streicheln!" wohl eher ein prägnantes "Treicheln !!!" kommen wird ;-)
Und dass jegliche Art von verniedlichender Sprache im Umgang mit anderen Erwachsenen tabu sein sollte, darüber scheinen wir uns ja einig zu sein.
#25VerfasserMarkus<de> (236386) 06 Feb 12, 14:29
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@Lady Grey #5: Ist aber auch gemein!!!

Sorry, leicht OT, da keine einzelnen Wörter:

Schütteln tut's mich auch jedesmal bei diesen Unterhaltungen, die man gern (bzw. ungern) morgens im Zug hört:
"Gestern haben wir ein tolles Audit performt." und darauf
"Ja, aber der Chef meinte, man müsste das Package im nächsten Meeting nochmals kommunizieren."

Wäre es denn so viel weniger wert, wenn man eine Überprüfung durchgeführt hätte und über das (Produkt-/Programm-/Wasauchimmer-)Paket bei der nächsten Besprechung nochmals reden müsste? *augenroll*

Aber: gerade spaßhalber mal im Duden nachgeschaut: Alle Wörter stehen drin! *seufz*

Bitte nicht falsch verstehen: ich bin ganz bestimmt kein Sprachpurist. Aber bei dieser "Business"-Sprache kommt es mir immer wieder vor, als wolle man bestimmte Arbeitsvorgänge künstlich aufwerten oder gar verhindern, dass Nichteingeweihte der Unterhaltung folgen können.
#26Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 14:43
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"Also ist ein Späti ein Supermarkt mit langer Öffnungszeit? Ah ja."


Soweit ich das beurteilen kann, eher kleine Läden oder Kioske.


Da ist auch die 'Mutti' nicht weit, die auch erwachsene Personen ins Feld führen, wenn sie von ihrer Mutter sprechen.
#27Verfassercorbie (745439) 06 Feb 12, 14:44
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Ammensprache:

Nichte (damals ca. 3 Jahre) trifft auf der Strasse die Nachbarin, die sich einen kleinen Hund neu zugelegt hat. Nichte staunt. Nachbarin: "Ja, das ist ein neuer Wauwau, ein neuer Wauwau!" Nichte, ganz empärt: "Das ist ein HUND!" :)
#28Verfasservirus (343741) 06 Feb 12, 15:05
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Bei "die Menschen" kriege ich Pickel, wenn der Ausdruck aus dem Mund von Talkshowinsassen kommt: Die Menschen sind verunsichert, XY muss bei den Menschen ankommen, die Menschen spüren, dass...
#29VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 06 Feb 12, 15:12
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Dass ein Kind von drei Jahren der Ammensprache längst entwachsen ist, sollte der Nachbarin natürlich klar sein :-)
#30VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 15:26
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Zu minimas #26:
Du sprichst mir aus der Seele - ich wollte mich gerade darüber aufregen, wie das Wort "kommunizieren" seit einiger Zeit verwendet ("missbraucht") wird.

Für mich kommuniziert man immer noch miteinander - noch besser unterhält man sich oder tauscht sich aus oder bespricht etwas.

Aber wenn ich höre: "Das ist noch nicht gründlich kommuniziert worden", "Das müssen wir noch einmal kommunizieren", "Das wurde mir noch nicht kommuniziert" (!), brauche ich ganz schnell meine Bluthochdruckpillen!

#31VerfasserFragezeichen (240970) 06 Feb 12, 15:31
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Eine Zeit lang war die Ammensprache verpönt und man hat Eltern nahegelegt, mit ihren Kleinkindern wie mit Erwachsenen zu sprechen. Inzwischen hat sich gezeigt (auch wenn ich jetzt auf die Schnelle keine Links präsentieren kann), dass die Ammensprache sehr wohl vorteilhaft für das Kind ist (natürlich nur bis zu einem gewissen Alter).

Vielleicht nicht, aber den erwachsenen Zuhörer gruselt's.
Ja mei, das ist dann halt Pech, dann darf er halt nicht zuhören. Wenn ich mich mit einem Kollegen in unserem Fachjargon unterhalte, wird es unbeteiligte Zuhörer auch gruseln.
#32VerfasserRE1 (236905) 06 Feb 12, 15:33
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@corbie #27 (Mutti):

Meine Mutter sagt noch heute zu ihrer Mutter Mutti. Ich habe das als Kind auch so gelernt und fand es ganz extrem peinlich, wenn jemand über 4 Jahren "Mama" gesagt hat. Wie nennst Du Deine Mutter ?

Früher zu meiner Kindheit war es üblich, Männer und Frauen vor Kindern Tante und Onkel zu nennen. Mir ist das erspart geblieben. Heute ist das offenbar nicht mehr so verbreitet. Gott sei Dank.
#33VerfasserCaptain Albern (744380) 06 Feb 12, 16:18
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Ich glaube corbie meinte, egal wie man seine Mutter nennt, wenn man sie direkt anspricht, solle man als Erwachsener vor Anderen von ihr als von seiner "Mutter" sprechen.

Früher zu meiner Kindheit war es üblich, Männer und Frauen vor Kindern Tante und Onkel zu nennen.
Wo das?
#34VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 16:23
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Die Mama-Mutti-Diskussion gab es hier schon öfter. Aber weil's so schön ist...

Ich habe zu meinen Eltern nie "Mutti" bzw. "Vati" gesagt, das waren immer Mama und Papa und sind es auch heute noch. In meinem Umfeld waren diejenigen, die von "Mutti" sprachen, eher die Kinder, die buchstäblich bemuttert wurden, alles abgenommen bekamen etc.. Ich fand es ganz extrem peinlich, wenn jemand "Mutti" gesagt hat; vor allem Erwachsene, die mich fragten, wo denn "meine Mutti" sei oder wie es denn "der Mutti" gehe, bekamen sofort erklärt, ich hätte keine Mutti, sondern eine Mama.

Ich kann mich auch nicht mehr erinnern, ob das Mama/Mutti-Ding ein Ost/West-, Nord/Süd- oder sonstiges Phänomen war. Vielleicht hat die Uni Augsburg das ja schon einmal abgefragt...

@Lady Grey: Das kenne ich aber auch noch. Freunde meiner Eltern waren nicht einfach "Hans" oder "Elfriede", sondern "Onkel Hans" und "Tante Elfriede" (Serviervorschlag). Der "Onkel Doktor" und die "Kindergartentante" waren auch ein Begriff (ich ging allerdings zu einer Kinderärztin, die war dann keine "Tante Doktorin". Go figure) Und manche Erwachsenen sagten auch sonst "guck mal, der Onkel da" oder "geh mal zu der Tante und kauf Dir einen Luftballon" o.ä., wenn von irgendwelchen Männern und Frauen die Rede war.
#35VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 16:28
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Mir rollen sich bei "supi" die Zehennägel auf.
Und bei der hier in Berlin üblichen Verniedlichung:

Cotti - Cottbusser Tor
Stutti - Stuttgarter Platz
Rüdi - Rüdesheimer Platz, etc.

Und das obercoole "Prenzlberg".

Ich warte auf
Funki - Funkturm
Gedi - Gedächtniskirche
Checky - Checkpoint Charly



#36VerfasserJule (236478) 06 Feb 12, 16:36
Kommentar
Ich kenn' das nur aus Nesthäkchen, die ihre Kindergärtnerin "Tante" nennen sollte.
geh mal zu der Tante und kauf Dir einen Luftballon
über eine Fremde finde ich geradezu unverschämt!
#37VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 16:37
Kommentar
Meine Kindergartentanten wurden als "Tante Dagmar" und "Tante Monika" (Namen von der Red. geändert) angeredet. Bei anderen Personen fand ich das auch immer befremdlich (und meine Eltern haben das auch nie gemacht). Wie werden Kindergärtnerinnen, pardon, Erzieherinnen, denn heute angeredet? Und wie ist das bei einer Krankenschwester, darf ich die "Schwester" nennen, auch wenn sie nicht meine leibliche Schwester ist?
#38VerfasserRE1 (236905) 06 Feb 12, 16:46
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unschön = ein grausiges Wort
#39Verfassernoli (489500) 06 Feb 12, 16:47
Kommentar
Über "heute" und Krankenschwestern kann ich nichts sagen, aber wir haben damals unsere Kindergärtnerinnen mit Sie, Frau/Fräulein und ihrem Nachnamen angesprochen, und Praktikantinnen mit Du und Vornamen.
#40VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 16:48
Kommentar
@#36
Oje, da gibt's noch mehr von? (Siehe oben "Späti")
Wie wär's noch mit "Brandi" und "Reichi" oder gar "Holi" (wer kriegt's raus)?
#41Verfasserigm (387309) 06 Feb 12, 16:56
Kommentar
Ich glaube, meine Kindergärtnerinnen waren auch "Tante plus Vorname", aber dafür möchte ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Ich weiß nicht einmal mehr, wie sie hießen. Scheinen also keinen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
Auch die Nachbarin meiner Oma war für mich "Tante plus Vorname" ebenso wie gute Freunde meiner Eltern eben "Tante/Onkel plus Vorname" waren, auch wenn ich mit allen diesen Personen eben nicht verwandt bin. Aber selbst Großcousinen von mir oder meiner Mutter oder von wem auch immer in der Familie habe ich als Tante betitelt - alles andere wäre viel zu kompliziert gewesen.

Ich habe früher "Mutti" gesagt, habe mir das dann aber abgewöhnt, eben weil man dadurch mittlerweile gleich in eine Schublade gesteckt wird. Und damit meine ich jetzt nicht die Ossi-Schublade (auch wenn das ja angeblich ein ziemlich eindeutiger Indikator für die Herkunft aus dem Osten sein soll).
Komisch finde ich in dem Zusammenhang übrigens (auch wenn das jetzt gar nicht mehr zum Thema gehört), dass meine Schwester, die Kinder hat, mir gegenüber immer von "Oma und Opa" spricht, wenn sie unsere Eltern meint. Sehr befremdlich.
#42Verfasserskye (236351) 06 Feb 12, 16:59
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Tja, skye, manche Eltern können wohl nicht mehr zwischen sich und ihren Kindern differenzieren. Vermutlich sind das die gleichen, die auch gegenüber Erwachsenen in Kindersprache sprechen und die "wir waren letzte Woche krank" sagen, wenn das Kind Bauchweh hatte (ganz zu schweigen von "Wir wiegen schon 10kg." oder "Wir zahnen gerade!").
#43VerfasserMarkus<de> (236386) 06 Feb 12, 17:47
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# 34: "Ich glaube corbie meinte, egal wie man seine Mutter nennt, wenn man sie direkt anspricht, solle man als Erwachsener vor Anderen von ihr als von seiner "Mutter" sprechen."


Genau so ist es. Wenn mir wildfremde Menschen erzählen, ihre "Mutti" habe dies oder jenes getan/gesagt, weiß ich gleich: Ossi :-)(bitte nicht als Schimpfwort verstehen).

#33: Ich nenne sie bis heute 'Mama' (nur in der Anrede naturlich), was dir bei deinen Kategorien wahrscheinlich befremdlich vorkommen wird. :-)
#44Verfassercorbie (745439) 06 Feb 12, 17:50
Kommentar
Ganz dämlich finde ich auch einen Verwandten, der von seinen Eltern immer als "die Mutter" und "der Vater" spricht, als ob es auf der Welt keine anderen Mütter und Väter gäbe. "Die Mutter hat einen Kuchen gebacken und der Vater war letzte Woche erkältet."
#45VerfasserRussisch Brot (340782) 06 Feb 12, 18:03
Kommentar
Dafür kannte ich jemanden, der niemals "Rüdiger" (Abb.ähnlich) oder "mein/unser Sohn" sagte, sondern grundsätzlich "der Sohn": Der Sohn schreibt jetzt seine Diplomarbeit, am Wochenende kommt der Sohn zu Besuch, der Sohn sucht einen Praktikumsplatz...
#46VerfasserDragon (238202) 06 Feb 12, 18:07
Kommentar
*thematischer Rücksprung*
Auch der Euro-Rettungsschirm könnte vielleicht eine Verniedlichung gebrauchen. Statt "Europäische Finanzstabilisierungsfazilität" (EFF..., nein, ESF..., nein EFS..) einfach "Eufimis" für europäische Finanzmittel ("... haben wir leider festgestellt, dass die Eufimis doch nicht ganz reichen")?

@24: igm, das finde ich genial, denn bei Eufimis wird lautmalerisch gleich der Euphemismus deutlich. Wo kann ich die Umbenennung unterstützen?!?!
*thematischer Rücksprung - Ende*



Was ich übrigens ganz grauselig finde, sind Erwachsene, die sich gegenseitig mit Mutti und Vati anreden, nur weil sie Kinder haben!
#47VerfasserGutelaune (519354) 06 Feb 12, 18:09
Kommentar
@36 Stutti: Als ich mal Praktikum in Stuttgart machte, nannten es die (nicht auf Repräsentativität geprüften) Einwohner "Stuggi".
Und unsere Erstis (also die Studis frisch vom Gymmi) beschweren sich immer über die vollen Öffis, wo sie aufgrund der Enge ihre Schleppis nicht verwenden können. Lustigerweise finde ich ausgerechnet den "Kühli" noch fast normal (auch wenn ich es nicht aktiv verwende).
#48VerfasserMondschaf (244271) 06 Feb 12, 18:13
Kommentar
http://en.wikipedia.org/wiki/Sturzstrom
ist nicht nur ein hässliches, sich entspannter Aussprache widersetzendes Wort, sondern auch ein deutsches Lehnwort im Englischen, das es im Deutschen eigentlich gar nicht gibt.
#49Verfasserarcus (267523) 06 Feb 12, 18:41
Kommentar
@Jule #36: Oh ja, supi - ganz gruselig!
Für mich ebenso schlimm wie Tschüssikowski oder Tschauiiiii!

Nochmal zur "Tante":
Meine Großtante, deren eigene Kinder sehr früh gestorben waren und für die ich daher so eine Art "Ersatzkind" war, nahm mich oft mit zu Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen. Die wurden mir alle als "Tante Soundso" vorgestellt. Hat mich schon als kleines Kind sehr befremdet, weil mir irgendwie klar war, dass das keine wirklichen Tanten von mir waren. Außerdem hätten meine echten Tanten nicht erwartet, dass ich einen Knicks vor ihnen mache oder ihnen die "schöne Hand" gebe (*grrr*). Und keine meiner echten Tanten hätte mir einen Kuchengabel voll Torte in den Mund gesteckt, mit der sie selbst vorher gegessen hatte (die hatten auch alle keinen Damenbart wie einige meiner Großtante-Tanten *würg*). Und keine meiner echten Tanten hätte jemals in ein Taschentuch gespuckt, um mir damit einen Schokoladenfleck von der Wange zu wischen (*doppelgrrr*). Waren schon eine ziemlich eklige Sache, diese Kaffeekränzchen mit all diesen Tanten ... :/

Sorry, dass das jetzt leicht OT war!


Was ich auch nicht mag: Etwas "funzt". Ich weiß, das wird auch hier in LEO ab und zu verwendet, auch von Leuten, deren Beiträge und Stil ich gerne mag. Keine Ahnung, was mich so daran stört ...


Und noch zwei ganz fürchterliche Wörter: Schleim. Besonders schlimm: Haferschleim
(gut, da kenne ich den Grund meiner Abneigung: Letzteres galt bei uns früher als DAS Allheilmittel gegen Magenverstimmungen aller Art, obwohl es mir davon regelmäßig noch schlechter ging)

und "schlotzig" (gerne verwendet von Tim Mälzer in einer Kochsendung, z.B. für Kartoffelbrei: "Ich gebe so viel Butter dazu, dass der Brei schön schlotzig wird." Ich mach das selbst auch, mag auch die Konsistenz von Kartoffelbrei, die damit erreicht wird und die er mit schlotzig meint, aber das Wort!!! *schüttel*)

Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht: dass es relativ viele Wörter mit "schl" gibt, die etwas (für mich) eher Negatives bezeichnen:
Schleim, Schlamm, Schlick, schlagen, schlachten (siehe #10), schlecht, schlimm, schlaff, schlampig, schludrig ...

Allerdings gibt es auch eine ganze Menge Wörter mit "schl" für etwas Positives:
schlau, schlummern, schlichten, schlecken ...
Trotzdem ... irgendwas hat dieses "schl" ...
#50Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 18:50
Kommentar
gruselig finde ich die ganzen neuen Abverben:

abtanzen, abtelefonieren, abhängen, ...
#51Verfassermordnilap (835133) 06 Feb 12, 19:08
Kommentar
Ich wollte Dich gerade auf den Savant mit den Knödeln verweisen, der so ähnliche Erkenntnisse gesammelt hat, wie Du, aber es gibt natürlich nichts, das auf Leo noch nicht bekakelt worden wäre: http://pda.leo.org/trainer/viewGeneraldiscussion.php?idThread=684634&idForum=4&l...
(Blödes Wort, bekakelt! Auch so ein Kandidat für ein Ekel-Wort)
#52VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 19:13
Kommentar
Ja, geht mir auch so, mordnilap!
Wobei ich abdancen (abdäänzn) noch schlimmer finde.
#53Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 19:15
Kommentar
@Mondschaf #48: Nein, nicht alle Einwohner Stuttgarts sagen Stuggi. Manche sagen auch Stuggitown ...

Egal, mich (immerhin auch dort bzw. hier wohnhaft) schüttelt es bei jeder der beiden Varianten. Ach ja, dann gibt es noch die, die Stuttgart Benztown nennen, was ja nun völlig daneben ist.
#54Verfasserneutrino (17998) 06 Feb 12, 19:25
Kommentar
Is it time to wheel out Monty Python again?
http://www.youtube.com/watch?v=-gwXJsWHupg
#55Verfasserlaalaa (238508) 06 Feb 12, 19:44
Kommentar

Bisher vieles mit i hier!

Dagegen mal was mit uuu, zwei Wörter immer im Doppelpack, leider viel zu oft zu hören:

verkrustete Strukturen

und die müssen dann auch noch 'aufgebrochen' werden. Wie Krusten von Wunden. Uh!

#56VerfasserBraunbärin (757733) 06 Feb 12, 19:45
Kommentar
Danke, laalaa. Und gleich noch ein anderer hübscher Beitrag, der gleich daneben stand: http://www.youtube.com/watch?v=HgGcwbtQTss&feature=related
Was mir auch gefällt, dass Miranda die gleiche Erkenntis über Worte hat (auf Englisch), die wir schon als Kinder gemacht haben. Egal welches Wort, wenn man es zu oft denkt, ausspricht oder zu lange darüber nachdenkt, hört es sich komisch an. (seltsam komisch, nicht lustig komisch - obwohl, das auch manchmal).
#57VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 19:50
Kommentar
@52: Wow, dankeschön, Lady Grey! :)
Solche Sachen interessieren mich sehr! Hatte zu "Wortstämmen" sogar schon einmal einen Faden eröffnet, den ich aber gerade nicht mehr finde.

@Teilchen: Äibörg als Versuch, Aschaffenburg abgekürzt zu anglisieren, ruft bei mir auch immer leichte Gänsehaut hervor. ;)
Dann doch lieber Aschebersch in hessisch angehauchtem Dialekt!
(Das ist geradezu eine Steilvorlage! Du weißt schon ... Vorort von Frankfurt etc. ;))


Edith @Lady Grey: Miranda ist ja klasse! Nie vorher gesehen ... muss gleich mal ein paar mehr Ausschnitte anschauen!
Ist das eine englische Serie?
#58Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 19:53
Kommentar
http://pda-nue.leo.org/trainer/viewGeneraldiscussion.php?idThread=1099092&idForu...
Ja, sehr lustige britische Serie, wenn man den (slapstick) Humor mag. Spaltet die Leute genauso in zwei Lager wie Marmite.
Bitte in der chronologisch richtigen Reihenfolge anschauen, der Ausschnitt ist aus einer späteren Folge!
#59VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 20:01
Kommentar
OT: minima, echt? Aschaffenburg ist ein Vorort von Frankfurt? Muss ich mir merken ... ;-)
#60Verfasserneutrino (17998) 06 Feb 12, 20:15
Kommentar
#54, neutrino: blöde Städtenamen sind auch "Millionendorf" für München und "Mainhattan" für Frankfurt.

Ist eigentlich einer kleiner Minipli ein Miniminipli (5 i! Zählt nach: 5!)? Und wieviele Wörter mit Doppel-au außer Donauaue oder Blauauge mag es geben?

Wieviel häßliche Vokale kommen zusammen, wenn ich mich unterm Bug der Junkers Ju zwischen Jalalabad und Antananarivo, Madagaskar, an einem Glas Ananassaft labe?
#61VerfasserGart (646339) 06 Feb 12, 20:47
Kommentar
Gart: 5 Buchstaben, 4 Vokale, davon 3 "e"? Na?

Klar, das Teeei.
#62Verfasserneutrino (17998) 06 Feb 12, 20:50
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Zwölf Buchstaben, dreiviertel davon "ker"?

Klar, der Völkerkerker.
#63VerfasserGart (646339) 06 Feb 12, 20:53
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OT @Teilchen: Aach, hab vergessen, das als Dein Zitat kenntlich zu machen ... ;)

@Lady Grey: Der Humor passt auf alle Fälle! Ich find' den gar nicht slapstickhaft. Für Slapstick hielt ich bisher immer diese alten Filme mit "Torte ins Gesicht" a la "Dick und Doof". Vielleicht lieg ich da aber auch daneben.

Du hast ja meinen alten Faden schneller gefunden als ich selbst! Wonach suchst Du denn da?
Ich hab zuerst in "Suche in alten Foren" gesucht, mit verschiedenen Wörtern, an die ich mich erinnerte: kein Ergebnis. Wollte gerade schon unter "Betrifft LEO" eine Anfrage starten, was man denn in der Forensuche beachten muss, aber vielleicht weißt Du oder sonst jemand hier eine Antwort?


Edith @Teilchen und Gart: Ein Satz mit 3 x der?
Hessisch macht's möglich:
Wenn de den Blummestock nit rischdisch gießt, dann verderderder!
(verdörrt er dir) :)
#64Verfasserminima (507790) 06 Feb 12, 21:01
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Minima, leih' Dir mal die Serie aus, dann verstehst Du, was ich meine, da wird in einer Tour gestolpert, in Essen gefallen, Leute umgeschubst, usw.

Suche nach alten Fäden funktioniert am besten so: in die Google-Suche Deine Stichwörter, Deinen Nick (oder den der Teilnehmenden) und "site:leo.org" eingeben.
#65VerfasserLady Grey (235863) 06 Feb 12, 21:50
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Ich hab noch einen für den schönen Business-Talk: „aushäusig“.
Ich weigere mich standhaft, den zu verwenden. Der Kollege ist ja auch nicht besprechig (höchstens gesprächig *Schenkelklopfer*), zutischig, geschäftsreisig oder nachhausig, auch wenn ihm feierabendig ist oder er sich geburnoutet fühlt. Ja, auch dieses Wort musste ich mal hören *grusel*

Mutti finde ich nicht schlimm - ok, erwischt, Osten. Ich sage auch „kosten“ statt probieren zum Naschen aus dem Topf. Aber wenn die megahippen Girls über 30 von ihrer Mum sprechen und es wie Mäm betonen, muss ich mir öfter eine fiese Bemerkung verkneifen. Der Herr Papa ist übrigens Däd, oder Dädi.
#66VerfasserTolkinist (823931) 06 Feb 12, 21:52
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Mein absoluter Hass-Satz:
Hilfe, ich hab' ein PROB mit meinem KOMPI, der FUNZT nicht.
*Grusel*

Und außerdem die Steigerung von lecker: leckerer. Das kann man ja kaum aussprechen.
Oder die Steigerung von mehr. Ich musst neulich in einer Anleitung beschreiben: Bei Verwendung MEHRERER Geräte ...
Bin mir immer noch nicht sichter ob's so richtig ist, je länger man drauf guckt, desto schlimmer sieht es aus.

#67Verfasserbibo (268371) 06 Feb 12, 23:31
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@bibo (67): gern eingeleitet von "Ich hab da mal ne Frage."
Und was funzt nicht am Compi? "Na alles, dieses eine Programm da." Ist vor allem schön, wenn es sich um mehrere Probs handelt ;)

Lecker ist doch generell so langsam ein Unwort, oder? Zumindest das einzige Wort, dass für die Beschreibung von Essbarem noch zugelassen wird.
#68VerfasserTolkinist (823931) 06 Feb 12, 23:43
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#8 und #17 Ammensprache ist aber etwas Normales, das man kaum unterdrücken kann, und schadet dem Kind zumindest nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Babysprache


Hilft aber auch nichts. Ich habe mit meinen Kindern von Anfang an korrektes Deutsch gesprochen, und das führte dazu, dass die Kindergartenköchin meine Dreijährige durch den Gang brüllen hörte: "So, das Essen ist vorbereitet!!!"


Ein paar Hasswörter noch dazu:
Pubertät. Ein Wort mit einem einfach widerwärtigen Klang. Puh-Bär-Täääääät. Und es zu durchleben war auch nicht toll.
Innerhalb. Das prolligste Pompwort von Ingenieuren und Konstrukteuren. Diese Leute sind nicht fähig, einfach "in" zu sagen. Nein, es muss mindestens "innerhalb von" sein!
Irgendwie. Mir dreht sich alles irgendwie heute, ich glaube, ich habe irgendwie was Falsches gegessen. - Nee, liebe Ute, du bist nur irgendwie so hohlköpfig heute. Deswegen kam das irgendwie auch gleich dreihundertmal in dein Selbstverlegermanuskript rein.
#69VerfasserRestitutus (765254) 06 Feb 12, 23:43
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Mach Dir nichts draus - Kinder, mit denen Ammensprache gesprochen wurde, brüllen im Kindergarten sicher auch ab und zu.
#70VerfasserLady Grey (235863) 07 Feb 12, 00:11
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@Lady Grey #65: Danke! Achja! *Hand vor Stirn patsch* Hat mir sogar neulich schon mal jemand beschrieben! Dachte nur, das ginge mit der Forensuche auch, wenn ich ungefähr den Titel des Fadens weiß ...


@Tolkinist #68: "Ich hab da mal ne Frage."
Übertroffen nur noch von Bodo Bach: Ich hätt' gern e Problem
Ich hab das immer für reinen Witz gehalten, bis ich meinen derzeitigen Job mit viel Telefondienst antrat ...
"Ich hätte da gern mal ein Problem" ist an der Tagesordnung ... ;)
#71Verfasserminima (507790) 07 Feb 12, 03:26
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@ Lady Grey: If you like Miranda Hart, you might also like "Not Going Out"
http://www.youtube.com/watch?v=T5WM711VnXE&feature=related
#72Verfasserlaalaa (238508) 07 Feb 12, 09:29
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Dem Satz "Ich hab da mal ne Frage" schließen sich zwingend die beiden Worte "und zwar" an.

@Restitutus und "irgendwie": ist das nicht eine Berufskrankheit bestimmter Geisteswissenschaftler? Schön ist auch die Geschichte, in der ein Jurist ein Zweitstudium in Soziologie aufgenommen hatte. Zwar versuchte er sich mit Rollkragenpullover, Rauschebart, permissiven Ansichten und dem einen oder anderen Button zu tarnen, doch flog er auf, weil er in der Lage war, seine Gedanken strukturiert vorzutragen. *wegduck*
#73VerfasserGart (646339) 07 Feb 12, 09:39
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Nr. 70: Das Gebrüll war nicht der Punkt. Die Köchin amüsierte sich über die hochsprachliche Wendung "... ist vorbereitet" aus dem Mund einer Dreijährigen. Sie hätte "... iss ferdisch" oder so etwas erwartet.
#74VerfasserRestitutus (765254) 07 Feb 12, 09:40
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@54 Benztown ist nicht nur schrecklich, sondern verkennt auch die Tatsachen und geht daher gar nicht für Stuttgart (und für die Stadt, der es zusteht, habe ich es noch nie gehört). Auch wenn nach meiner Erfahrung die Schwaben die Beteiligung von Nichtschwaben an der Erfindung des Automobils gerne leugnen.

Mich macht in letzter Zeit die zunehmende Verwendung von "genfrei" wahnsinnig. Ich weiß nicht, ob ich "genfreie" Dinge wirklich essen möchte.
#75VerfasserMondschaf (244271) 07 Feb 12, 10:12
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Aushäusig finde ich völlig in Ordnung, mein persönliches Hasswort ist 'Altersteilzeit' und nicht nur, weil ich immer 'Altsteinzeit' lese, wenn es in der Zeitung steht.

Wir haben seinerzeit auch versucht, die Kleinkindsprache wenig zu verwenden, aber unsere Älteste hatte ihr eingenes System, Gaga für alles, was flog, bis hin zur 747, und Wauwau für alle Vierbeiner, wobei mein Chef auf dem Fahrrad auch darunter fiel.

Zu genfrei (völlig sinnfrei, m.E.) fällt mir ein Schild am Weg ein (unterhalb vom Hanstein: "Echt biologische Eier aus freilaufender Haltung", ist aber bestimmt 20 Jahre her.
#76Verfasserkrazy_mom (D) (238333) 07 Feb 12, 10:26
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Mondschaf, sagte ich doch: völlig daneben.

Und sei im übrigen nicht so hart mit uns, gell. Ich sage es hier jetzt ganz laut und deutlich: auch Nichtschwaben waren an der Entwicklung des Automobils beteiligt. Allerdings muss man immer bedenken, dass Benz sein Auto wohl nur mittels der Verletzung des Glührohrpatents Daimlers zum Laufen gekriegt hatte ... ;-).

#77Verfasserneutrino (17998) 07 Feb 12, 10:31
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zu "Stutti" und "Stuggi" - kein Mensch über 25 der das so benutzt ist mir je begegnet. außerdem ist weder das eine noch das andere kürzer oder leichter auszusprechen als "Stuttgart" Der wahre Schwabe sagt allenfals "Schduagerd"
Ansonsten find ich das ab und an auf AFN verwendete "the Stu" (gesprochen mit sch) ganz witzig
#78VerfasserNefertit (584922) 07 Feb 12, 10:49
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Zeitnah. Wird in meinem Umfeld höchstens ironisch verwendet, aber wehe es verwendet jemand ernsthaft, z. B. im Polizeibericht: " Der Einsatz erfolgte zeitnah".

Und die Phrase: Ich grüsse Sie. Da will ich immer antworten: dann tun Sie's doch einfach!
#79VerfasserJule (236478) 07 Feb 12, 10:52
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"freilaufende Haltung" erinnert mich an das Schild neulich im Bioladen: Socken aus biologischem Anbau. Seither wünsche ich mir auch einen Sockenbaum für meinen Vorgarten. :-)
Im übrigen gehöre ich auch zu der Fraktion derer, die die seltsamen Verkleinerungsformen hassen: Tschüssi, Hausi, Ösi, Audi.


Äh, nein, Audi gehört nicht in die Reihe.
Aber Stuggi????
Ich bin sicher, die Mehrheit der dortigen sagt das nicht, sondern "Schtuggrrt".
#80VerfasserIrene (236484) 07 Feb 12, 10:52
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Im übrigen hat Gottlieb Daimler sein erstes Auto nicht in Stuttgart gebaut sondern in seiner Heimatstadt Schorndorf. Erst später ist er mit der Firma umgezogen
#81VerfasserNefertit (584922) 07 Feb 12, 10:52
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@ Nefertit #81: jetzt kommen wir aber weit in OT-Gefilde: Daimler wurde zwar in Schorndorf geboren und ist dort aufgewachsen, seine Versuchswerkstatt befand sich jedoch in Cannstatt (und befindet sich, heute als Denkmal, immer noch im dortigen Kurpark). Okay, damals gehörte Cannstatt noch nicht zu Stuttgart .... allerdings auch nicht zu Schorndorf .-)
#82Verfasserneutrino (17998) 07 Feb 12, 11:01
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#80, wofür ist den Kolibri dann kurz, Kolibraten?

Ich finde diese Merkelismen lästig, mir fallen gerade nur "etwas stemmen" (meistens größere Summen...) oder "ein Stück weit" (ist zwar nicht Original von ihr, wird aber seit Beginn ihrer Regentschaft wieder inflationär gebraucht). Was haben wir denn früher mit Investitionen gemacht - getätigt? Jedenfalls, das ist Schnee von gestern, jetzt wird gestemmt. Ich habe da immer osteuropäische Kugelstoßerinnen vor dem inneren Auge...

"Fiskalpakt" aus dem Anfangsposting hört sich wie eine schmerzhafte Hautveränderung an, so in der Art wie Hämmorhoiden. Uärgs. "Mein Fiskalpakt ist wieder aufgeblüht, ich muss mal schauen, ob ich noch etwas von der Creme da habe, es ist wirklich schmerzhaft"...
#83VerfasserSpinatwachtel (341764) 07 Feb 12, 11:02
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Wir müssen die Bevölkerung - die Mitarbeiter - die Schüler - die Lehrer - oder wen auch immer - abholen und mitnehmen!

Danach folgt meistens unhörbar, weil nur in Gedanken:
...weil die selbst zu blöd sind unsere "guten" Absichten zu verstehen.
#84VerfasserWoerns (117226) 07 Feb 12, 11:04
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@Spinatwachtel: und der Minipli ist dann der Newspeak-Ausdruck für das "Ministry of Pliocene", weil diese Lockentracht in etwa seit so langer Zeit aus der Mode ist?
#85VerfasserGart (646339) 07 Feb 12, 11:07
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nee, Minipli ist kurz für Ausgeburtderhölle...
#86VerfasserSpinatwachtel (341764) 07 Feb 12, 11:13
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Wir müssen die Bevölkerung - die Mitarbeiter - die Schüler - die Lehrer - oder wen auch immer - abholen und mitnehmen!
Danach folgt meistens unhörbar, weil nur in Gedanken:
...weil die selbst zu blöd sind unsere "guten" Absichten zu verstehen.


Nein, keineswegs. Die Schule meines Sohnes wirbt mit dem Slogan: "Wir holen jeden Schüler dort ab, wo er steht". Was bedeutet, das er ein individuelles Förderprogramm bekommt. Da das eine inklusive Schule ist, ist das auch eine gute Sache!

Noch so ein Hasswort - in jedem größeren deutschen Betrieb um 12:00 Uhr auf der Herrentoilette:

Maaaahlzeit!!!!!
#87VerfasserRestitutus (765254) 07 Feb 12, 11:17
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#84, genau, das ist auch so ein Merkelismus. Sind wir alle Fahrbereitschaft oder was, das wir permanent abholen müssen?

#87: interessanter wäre es doch, wohin sie ihn dann bringen wollen, oder? Diese Abholerei genau von dort, wo jemand steht (von woanders geht es doch gar nicht, oder?) ist nichts als eine hohle Phrase, im Schulkontext gerne auch kombiniert mit "individueller Förderung" - die möchte ich wirklich einmal sehen.
#88VerfasserSpinatwachtel (341764) 07 Feb 12, 11:20
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re #84:
Politiker sagen: Wir müssen die Menschen mitnehmen. Ja, wohin denn, wohin denn, viele sehen schon sehr mitgenommen aus...
(Funny van Dannen: Humankapital)
#89VerfasserRE1 (236905) 07 Feb 12, 11:23
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Humankapital (#89)

... and "human resources".
#90VerfasserStravinsky (637051) 07 Feb 12, 11:25
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auch abscheulich die ganzen Fußballerverletzungen, die plötzlich ohne Rücksicht in alle Welt posaunt werden - Mittelgesichtsbruch? Schambeinreizung? Wollen wir das wirklich so genau wissen? Und wo zum Teufel sind eigentlich die Adduktoren, und warum hatten Sportler bis noch vor einem Jahr damit nie Probleme?
#91VerfasserSpinatwachtel (341764) 07 Feb 12, 11:30
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Pff, Sportlerverletzungen sind sowieso ein Kapitel für sich. Kann nicht sporteln, ok, aber der Grund ist doch wirklich eine Ladung für den Wayne Train, um im einschlägigen Jargon zu bleiben...
#92Verfassertigger (236106) 07 Feb 12, 11:44
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Restitutus, Nr. 69: "Pubertät" ist doch halb so schlimm. Schlimm finde ich die Schreibweise, die ich immer wieder in einem grossen Eltern-Forum antreffe: Pupertät !!!

(OT: Eure Links sehen bei mir ganz komisch aus, wenn ich draufklicke. Seltsam.)
#93Verfasservirus (343741) 07 Feb 12, 11:51
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Mich schüttelt es immer, wenn in den Verkehrsnachrichten von "kaputten" Fahrzeugen die Rede ist. Ist so ugs. Defekt finde ich angenehmer (solange es nicht meins ist).
Dafür sind leider die Geisterfahrer gestorben.
#94Verfasserkehd (353378) 07 Feb 12, 13:02
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Ihr sprecht mir aus der Seele, vor allem, was Ausdrücke angeht, wie:
funzen *grrr*,
schlonzig *pfui Deifi!* ("glaub's mir, das sagt man in der Küchensprache so") *würg*
Eklat - Was neuerdings so alles als Eklat bezeichnet wird, sind größtenteils Belanglosigkeiten, die zwar in der jeweiligen Situation peinlich sind, aber bei den meisten Menschen nur ein 'Na und?' oder irritiertes Stirnrunzeln hervorrufen.
Kita, für alles von Kinderkrippe über Kindergarten bis hin zu Hausaufgabenbetreuung und Hort.
Enbeha für "Nachbarschaftshilfe" = NBH
Schulaufgaben als Synonym für Hausaufgaben, weil eine Schulaufgabe erstens im Unterricht angefertigt und zweitens benotet wird.
Die nachgeschobene Redewendung sowas von, z. B. "Der ist soooo dooof, sowas von, das kannst du dir nicht vorstellen."
Ich geh dann mal schnell für kleine Königstiger - da kann man manchmal nur hoffen, dass auf dem Herren-WC eine große Königspython dem armen kleinen Königstiger auflauert.
sich ein Käffchen holen (erinnert mich immer an "sich einen Schnupfen holen");
Halbsätze ohne Verb, wie z. B. "Kann ich mal eine Tüte Gummibärli???" (was denn jetzt? - essen, wegschmeißen, stehlen, lutschen, kaufen, verschenken?);
besonders arg finde ich noch sich beömmeln und den Spruch ich mach mich gleich nass
#95VerfasserLeseratz (238114) 07 Feb 12, 13:52
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Lustig wie "out of the loop" man sich fühlt, wenn man ein paar Jährchen ausgewandert ist. Aber die unglaublich deutschen Wortschöpfung vermiß (schreibt man das noch mit scharfen s?!) ich nicht. Weiß irgendjmd was Bodenbalkenwölbung (Gitare) auf engl sein könnte?
#96Verfasserwales_is_tidy (850800) 07 Feb 12, 14:05
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Achselnässe und Körpergeruch

achsel = tinny
nässe = tinny
körper = tinny

geruch = woody, but not strong enough to battle the tin.
#97Verfasserdreadful_tin_thing (850803) 07 Feb 12, 14:12
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Schulaufgaben als Synonym für Hausaufgaben, weil eine Schulaufgabe erstens im Unterricht angefertigt und zweitens benotet wird.

In Bayern, ja, wo man ja auch bei einer Ex keinen Unterschleif begehen darf. Der Rest des deutschen Sprachraums darf gerne weiterhin Schul- und Hausaufgaben gleichsetzen :).
#98VerfasserJanZ (805098) 07 Feb 12, 14:13
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Und dann gibt es da noch die Frau im Radio, die immer von "Augenpipi" spricht, wenn von Tränen die Rede sein sollte (z.B. bei einer besonders rührenden Geschichte).
*Würg*
#99VerfasserIrene (236484) 07 Feb 12, 14:39
Kommentar
Der Rest des deutschen Sprachraums tut das aber nicht ganz, JanZ. In Österreich gibt es z.B. (Haus)Aufgaben und Schularbeiten.

Augenpipi, oh Gott. Oder Pipi in den Augen.
Beömmeln finde ich allerdings nett - das habe ich als Zuwanderin im Ruhrgebiet gelernt. :-)
#100Verfassertigger (236106) 07 Feb 12, 14:43
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wo man ja auch bei einer Ex keinen Unterschleif begehen darf

Gibt es dazu bitte eine Übersetzung für Nichtbayern?

Ich habe in NRW übrigens nach der Schule stets Hausaufgaben gemacht und nicht Schulaufgaben (*hust* na ja, "stets" ist vielleicht nicht das richtige Wort...)

funzen finde ich auch ganz übel.
Was mir aber gerade auch noch einfällt: In einem anderen Forum wurde oft der GöGa erwähnt, das verursacht bei mir auch schlimme Pusteln.

Beömmeln kann ich mich hingegen auch, das tut überhaupt nicht weh. Und das Käffchen nach dem Mittagessen schmeckt mir auch genauso gut wie der Kaffee.
#101VerfasserDragon (238202) 07 Feb 12, 14:51
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Man darf bei einer Extemporale (= nicht vorher angekündigte Klassenarbeit) nicht abschreiben, Dragon.

Nun hätt ich aber gern auch eine Aufklärung: Was ist GöGa? Oder wer?
#102VerfasserIrene (236484) 07 Feb 12, 14:54
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OT: Rheinland-Pfalz hat zu Hause Hausaufgaben gemacht und in der Schule Klassenarbeiten oder Tests (meist nur ca 15 min) geschrieben.
#103VerfasserJule (236478) 07 Feb 12, 14:57
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102: GöGa heisst wohl "Göttergatte". Falls meine Liebste mich je so nennt, lass ich mich scheiden.

Hausaufgaben: war auch schon mal hier dran: http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/a...
#104Verfasserzirp_ (703877) 07 Feb 12, 15:04
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Wie heißt die Liebste vom zirp_? Zirpse oder Zibebe? (Ansonsten haben wir bei LEO ja Kerli, Cowboy, Spacemaus, Co-Neutrino, lyra, Zoodirektor etc. etc.)
GöGa ist jedenfalls noch schlimmer als LAP (Lebensabschnittspartner).
#105Verfassertigger (236106) 07 Feb 12, 15:07
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Korrekt, GöGa ist der Göttergatte. Die Nichtverheirateten schreiben dagegen oft über ihren LAG, sie scheinen das für seriöser zu halten als "Freund". Nun ja.

Danke für die Erläuterung, Irene, woher kommt denn, bitte, "Unterschleif" für "abschreiben"?
(Und das Abschreiben war bei uns im Übrigen bei jeder Art von Klassenarbeit verboten...)
#106VerfasserDragon (238202) 07 Feb 12, 15:10
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Frau Zirp heisst natürlich Frau Zirp. ;)
(Und ihre Mutter nenne ich NICHT Schwimu.)
#107Verfasserzirp_ (703877) 07 Feb 12, 15:13
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Oh ja, die Schwiemu hatte ich noch vergessen!
#108VerfasserDragon (238202) 07 Feb 12, 15:14
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Soweit ich weiß, ist auch in Bayern das Abschreiben bei jeder Art von Klassenarbeit verboten; ich wollte nur die beiden für mich exotischen Ausdrücke in einen Satz bringen. Als nichtbayerischer Leser der Jugendzeitschrift "Stafette" wurde ich schon früh ohne jede Erklärung mit diesen Ausdrücken konfrontiert :).
#109VerfasserJanZ (805098) 07 Feb 12, 15:19
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Für mich schon fast ins Geschmacklose geht: bei dem Anblick bekommt man ja Augenkrebs!

Als Kind hats mich übrigens immer vor der Schlachtplatte gegruselt.
#110VerfasserJule (236478) 07 Feb 12, 15:20
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Ganz aktuell bei diesen Temperaturen: der Fasi.
#111Verfasserzirp_ (703877) 07 Feb 12, 15:22
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Nicht zu vergessen: der Schwiegertiger. (Glücklicherweise selbst in meiner Familie nicht gebräuchlich.)
Schlachtplatte finde ich noch immer gruselig... aber zum grusligen Augenkrebs fällt mir noch ein: Charakteraids. Nicht ganz unberechtigt bei gewissen Leuten.
#112Verfassertigger (236106) 07 Feb 12, 15:27
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Wie, Jule, Eure Tests haben nicht länger gedauert als 15 Minuten ::: (das sind meine Augen, die gerade auf die Tastatur gekullert sind) (oder waren Klassenarbeiten die langen, Tests die kurzen Prüfungen?)

Wenn wir schon dabei sind: Ex(temporal)en hießen in Bayern offiziell "Stegreifaufgaben".
#113VerfasserLady Grey (235863) 07 Feb 12, 15:28
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Genau. Tests in 'Lernfächern' (Geschichte, Geographie, Physik etc.) 20 Minuten, Schularbeiten in den 'Schularbeitenfächern' (Deutsch, Mathe, Sprachen) 1 Schulstunde, in der Oberstufe 2-4 Schulstunden. Das für ein atisches Gymnasium, an anderen Lehranstalten schreibt man sehr wohl auch Schularbeiten in Physik, Chemie, Biologie, Pädagogik etc.

A propos Pädagogikschularbeiten, da fällt mir noch ein unschönes Wort ein: BAKIPÄD aka Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik.
#114Verfassertigger (236106) 07 Feb 12, 15:31
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Soweit ich mich in die 70er zurückerinnere, Lady Grey, waren Tests meistens unangekündigt und dauerten wirklich nicht länger als 10-15 Minuten. Das galt bei Lehrern immer als gutes Mittel um laute Klassen etwas zu disziplinieren. Die Tests durften aber m. W. eine bestimmte Anzahl im Schuljahr nicht überschreiten.
Klassenarbeiten waren stets angekündigt und dauerten von 1 Schulstunde bis 5 (je nach Klassenstufe).
Aber jetzt wo ich tiggers Beitrag lese.....gab es Klassenarbeiten nur in den Hauptfächern und Tests nur in den Nebenfächern.....keine Ahnung...

Charakteraids klingt ja auch schaurig.
#115VerfasserJule (236478) 07 Feb 12, 16:17
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Charakteraids Ich dachte gerade, das sei ein fürchterlich denglisches Wort für "Hilfmittel für den Charakter" im Plural, analog zu hearing aids und wurde nicht schlau daraus, was das sein sollte ...
Nun schwant mir, dass es noch viel schlimmer ist.
#116VerfasserLady Grey (235863) 07 Feb 12, 16:20
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Als ich eben nach unten auf den Hof fuhr, um ein "Rettchen" zu rauchen (auch so ein garstiges Wort!), las ich im Aufzug folgenes "Inhouse-Seminar" (Thema blablabla für Institution A im 3. Stock der Institution B. Wie stelle ich mir ein Inhouse-Seminar vor? Ich dachte immer, das sei eine Veranstaltung für Kollegen im eigenen Haus, aber hier kommen ja wohl Gäste eines anderen Betriebes.
#117VerfasserJule (236478) 07 Feb 12, 16:30
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Zu 111: Was ist denn ein Fasi?

Klassenarbeiten/Tests: Erstere gab es in NRW nur in den Hauptfächern (Deutsch, Fremdsprachen, Mathe). Sie dauerten mindestens eine Schulstunde und waren ein maßgeblicher Teil der Zeugnisnote. Tests gab es de facto nur in den anderen Fächern, Hier gab es weniger strenge Vorgaben, wie sie abgenommen werden mussten, dafür gingen sie auch nur zu einem kleineren Teil in die Note ein. In der Oberstufe gab es statt Klassenarbeiten Klausuren, diese aber potenziell in allen Fächern (je nachdem, ob man sie "schriftlich" gewählt hatte).
#118VerfasserJanZ (805098) 07 Feb 12, 16:40
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@118: Ich stimme in fast allem zu, aber Tests gab es de facto nur in den anderen Fächern kann ich nicht bestätigen, denn es gab in den Fremdsprachen zumindest Vokabeltests.
#119VerfasserDragon (238202) 07 Feb 12, 16:48
Kommentar
Unschön; ungut; ungeil (???) lässt mich immer erschaudern, vielleicht bin ich aber auch einfach nur uncool ;-)
#120Verfassermike.be (324545) 07 Feb 12, 16:58
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Stimmt, da hast du mich :). Jetzt fallen mir auch die wöchentlichen Latein-Vokabeltests ein, für die ich mir eigens ein von einem Freund programmiertes Computerprogramm zugelegt habe.
#121VerfasserJanZ (805098) 07 Feb 12, 16:59
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118: eine Faserpelzjacke. Der Yogi von Welt trägt Fasi [fam.][infant.].
#122Verfasserzirp_ (703877) 07 Feb 12, 17:49
Kommentar
Unschön; ungut; ungeil (???) lässt mich immer erschaudern, vielleicht bin ich aber auch einfach nur uncool ;-) (#120)

http://orwell.ru/library/essays/politics/english/e_polit
"One can cure oneself of the not un- formation by memorizing this sentence: A not unblack dog was chasing a not unsmall rabbit across a not ungreen field."
(letzte Fußnote - siehe Link)
#123VerfasserStravinsky (637051) 07 Feb 12, 19:44
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#106 et. al

OOh ja, GöGa und Schwimu ... auf der Stelle hab' ich Aknepusteln vom bloßen Lesen.
Kann jemand bestätigen, dass es fast immer die GöGa-Sagerinnen sind, die eine Schwimu haben anstatt einer Schwiegermutter?

In meinem anderen Forum wimmelt es leider auch von GöGa-Gattinnen und somit von Schwitos ;-)

Und ich hab' den Eindruck, dass sich die GöGa-Sageinnen auch noch die Botschaft mittransportieren, dass sie so eine Art wichtigen Code verwenden, den bloß Eingeweihte (Eingeweihte in was?) verwenden.

Nee, ich mag die nicht.

Ich vermute weiterhin, dass, wer GöGa sagt, auch Pizzasuppe kocht. Und rituell mit kleinen, unschuldigen Magenbitterfläschchen auf Kneipentische eindrischt. Gemeinsam mit GöGa und Schwiemu (die ja auch GöGaMu geheißen werden könnte).

Aaaaaaaaaaaaaargh
#124VerfasserSerendipity_4 (677936) 07 Feb 12, 19:57
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#87: interessanter wäre es doch, wohin sie ihn dann bringen wollen, oder? Diese Abholerei genau von dort, wo jemand steht (von woanders geht es doch gar nicht, oder?) ist nichts als eine hohle Phrase, im Schulkontext gerne auch kombiniert mit "individueller Förderung" - die möchte ich wirklich einmal sehen.


Ist bei meinem Sohn der Fall. Er geht auf eine Privatschule, und die hat eigens für ihn und eine körperbehinderte Klassenkameradin einen eigenen Inklusionshelfer eingestellt, der der ganzen Tag im Klassenraum zur Verfügung steht. Mit unserem Sohn alleine wäre der nicht ausgelastet, darum ist das die perfekte Lösung.

Das Käffchen ist bei uns in Hessen die Tass Kaff.

funzen finde ich auch ganz übel.
Verflixt, und ich habe es gerade heute erst benutzt...

Passend zum GöGa habe ich für ein Literaturforum mal den Linopret erfunden - weil es mir zu aufwändig war, ständig "Literaturnobelpreisträger" zu schreiben.

P.S.: Mich gruselt es immer, wenn ich ahnungslose Dreijährige einander nachkreischen höre: Fang mich doch, du Eierloch! Meinen Kindern habe ich das nicht erlaubt.
#125VerfasserRestitutus (765254) 07 Feb 12, 19:59
Kommentar
zirp in 111 Ganz aktuell bei diesen Temperaturen: der Fasi.
?
Ich dachte erst: Familiensinn.

...ist aber nun geklärt :-)
#126VerfasserBraunbärin (757733) 07 Feb 12, 20:03
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125: Linopret tönt wie ein preiswerter Bodenbelag. Gibts den auch in Hertamüller-Optik?

126: Oh, ist Fasi bei Euch unbekannt? Warts nur ab, dieser Fluch wird auch noch über Euch kommen!
#127Verfasserzirp_ (703877) 07 Feb 12, 20:25
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Fasi?????? Tellmetellmetellme!
#128Verfasserlaalaa (238508) 07 Feb 12, 21:49
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laalaalaalaalaalaa: Die Fasi wurde in # 122 ge-/erklärt. ;-)

Ich schmunzle ja inzwischen darüber, dass immer wieder dieselben Igittigitts auftauchen. - Aber ich finde es auch gut, denn es beweist doch auch, dass z.B. manche Verniedlichungsformen oder manche (die meisten?) Bizznizz-Sprech-Formen gruselig sind ...
Oder jedenfalls bei immerhin (!) einigen Lesern so ankommen.

----------

Wörter, die ich nicht mag, gibt's auch einige. Nur fallen mir im ach-so-seltenen "Bedarfsfall" genau diese nicht so wirklich ein. :-/

Gerade fallen mir nur zwei ein, beide aus dem Küchenbereich: Schmand, Mehlschwitze. *schüttel*
#129VerfasserIgelin DE (467049) 08 Feb 12, 03:40
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P.S.: Mich gruselt es immer, wenn ich ahnungslose Dreijährige einander nachkreischen höre: Fang mich doch, du Eierloch! Meinen Kindern habe ich das nicht erlaubt.

???? Ich bin da wohl eine ahnungslose 20+-erin, was ist denn daran verbietenswert?


und wegend der Schule, diese "individuelle Förderung" schreibt sich doch inzwischen jede Feld- Wald- und Wiesenschule ins Programm, weil es so schön tönt, auch wenn man gar nicht genau weiß, was das eigentlich darstellen soll (oder könnte). Die hatte ich gemeint.
#130VerfasserSpinatwachtel (341764) 08 Feb 12, 08:19
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Spinatwachtel, überleg dir doch mal, worauf sich das Wort anatomisch gesehen bezieht. Wenn du nicht von selbst darauf kommst, frag Thomas Gottschalk nach einer Diagnose. Und verkühl dir bloß nichts dabei...


#131VerfasserRestitutus (765254) 08 Feb 12, 09:08
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Thanks, Igelin, for putting laalaa's antenna onto Fasi. Think I'll stick with fleecy, though :)
#132Verfasserlaalaa (238508) 08 Feb 12, 09:17
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131, nee, ich komm' einfach nicht darauf. Das Loch, was das Küken ins Ei pickt, um zu schlüpfen? Das Loch an jedem Ende, um ein Hühnerei auszublasen?

Das ist für mich wie "Bahn frei, Kartoffelbrei", Spaß am Nonsensreim.

Und lustig auch, wie sich das ominöse Eierloch zumindest über die Generationen gehalten hat - aber nur in diesem Kontext (Fang mich doch...). Wäre es tatsächlich ein Schimpfwort, würde man es doch auch noch anderweitig hören, oder?
#133VerfasserSpinatwachtel (341764) 08 Feb 12, 09:30
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@Irene (#80):
Den Spruch mit den Socken merk' ich mir! Sowas Ähnliches habe ich kürzlich an einem Marktstandl gelesen. Sinngemäß war dort ordentlich mit Kreide auf eine Wirtshaustafel geschrieben: "knackige, rotwangige Bio-Äpfel von glücklichen, freilaufenden bayerischen Bauern".

Bei Bufzi ('Bundesfreiwilligenzivildiener' oder so ähnlich, vgl. weiter vorn im Faden) muss ich aus unerfindlichen Gründen an Wuffzi denken.

Völlig daneben ist auch die Frage "Na, wie geht's uns denn heute?" eines Arztes an einen erwachsenen Krankenhauspatienten. Eine Bekannte parierte gerne mit: "Mir geht's gut und wie's Ihnen geht, will ich gar nicht wissen."

In die Rubrik der unschönen Wörter fallen für mich auch
- die Rückantwort (wohin sollte eine Antwort denn sonst gehen?)
- die proaktive Ansprache (Obacht, Worthülsengeklingel! Einen anderen kann man doch schon rein logisch nicht 'passiv ansprechen')
- die Euphemismen Nullwachstum und negatives Wachstum
- aus gesundheitlichen Gründen geschlossen/abgesagt etc., wenn man auch "wegen Krankheit" oder "krankheitsbedingt" schreiben könnte

Der "Akad-AküWa" aka "Uni-AküWa" (= "Akademischer Abkürzungswahn) treibt immer neue Blüten. Da ist der folgende Satz fast schon allgemeinverständliches Deutsch:
Ein Studi geht zum Prof, weil er seine Magi (ohne 'e') besprechen will, wird aber vom Hiwi darauf hingewiesen, dass der Prof samt Assi gerade in der StaBi sei, wo beide das neueste Paper fürs e-Skript der nächsten Vorlesung einscannen. Alles klar?

@ Spinatwachtel:
Das ist für mich wie "Bahn frei, Kartoffelbrei", Spaß am Nonsensreim.
Die lustige Version kannte ich noch nicht. Wir haben beim Schlittenfahrn immer "Aus der Bahn, Kartoffelschmarrn" gerufen, wenn jemand im Weg herumstand.

#134VerfasserLeseratz (238114) 08 Feb 12, 09:51
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Ein unglaublich schlimmes Wort (schlimmer ist nur noch
der Sachverhalt selbst):

Nichtraucherschutz


Vor allem, denkt mal nach, wo dieser
"gesundheitswahn" herkommt!

[Link vom LEO-Team gelöscht, wir wollen keine Werbung für irgendwelche dubiosen WWII-Paraphernalien-Shops machen. Und Verzeihung, aber das ist schon eine sehr böse Unterstellung an alle Nichtraucher, die gerne gesunde Lungen haben möchten.]
#135Verfasserdreadful_tin_thing (850803) 08 Feb 12, 10:07
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Proaktiv sein, genau. Ich bin doch kein Joghurt...
#136Verfassertigger (236106) 08 Feb 12, 11:57
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@ Spinatwachtel, es ist das Loch gemeint, mit dem Vögel die Eier legen. Ist der gleiche Ausgang wie für den Kot.
#137VerfasserIrene (236484) 08 Feb 12, 12:07
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Irene, von Restitutus vielleicht, aber nicht von meinen Kindern...und von mir vor all den Jahren auch nicht... Ich finde im Netz keinen glaubwürdigen Hinweis darauf, dass das tatsächlich ein Synonym zu Hühnerpopo wäre. Was sich ja nun überhaupt nicht auf "doch" reimt...
#138VerfasserSpinatwachtel (341764) 08 Feb 12, 12:10
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#139Verfassertigger (236106) 08 Feb 12, 12:13
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edit: und selbst wenn, wäre ein Verbot nicht so, als dürfte man auch nicht Scheibenkleister sagen? Das ist doch der Witz an diesen Verballhornungen, dass man "böse" Wörter entschärft und somit eben doch sagen darf. Wie auch "sugar" auf Englisch.
#140VerfasserSpinatwachtel (341764) 08 Feb 12, 12:15
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"angsteinflößend".

mir flößt alleine dieses Wort viel Angst ein!!
#141Verfasserbeatricja (851057) 08 Feb 12, 15:06
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Weil hier so oft Verniedlichungen auf "i" endend angesprochen wurden: Ich muss ehrlich gestehen, ich mag manche (!) Verniedlichungen. Als eine Stuttgarter Freundin mir zum ersten Mal von den Öffis erzählte, fand ich das "irgendwie" süß. In meiner Heimatstadt sagt man nur schnöde "StraBa" für Straßenbahn. Das klingt viel härter, hässlicher. Öffis hingegen - das klingt liebevoll.

Und jetzt muss ich mal eine Lanze für den Späti brechen: Da, wo ich lebe (große ostdeutsche Stadt) sind Spätis besonders in den alternativen Stadtvierteln an jeder Ecke zu finden. Es steht für "Spätkauf" und sie haben auch am Sonn- und Feiertag auf, die Lebensmittel sind aber dann auch entsprechend teuer. Ähnlich, wie wenn man schnell bei der "Tanke" (brrrrr ) noch was einkauft.

Apropos: Kennt Ihr auch Menschen, die permanent "Spaßkasse" für Sparkasse und "McDoof" für die große Fastfood-Kette mit dem goldenen Buchstaben sagen?!? Furchtbar!
#142VerfasserWater Lily (746008) 08 Feb 12, 15:19
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Spinatwachtel, sehe ich genauso. Wo bliebe denn sonst der Spaß :-)
#143VerfasserBirgila/DE (172576) 08 Feb 12, 16:15
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Ach, Spinatwachtel, kommst du denn wirklich nicht drauf, was ein Eierloch ist? Wirklich nicht? Überleg doch mal. Das Mädchen hat das A... hinten und das E... vorne. Und das zu einem Jungen zu sagen, ist eine böse Beleidigung, denn es impliziert, dass er keiner ist. Das wussten wir spätestens in der Mittelstufe alle, und die Kleinen lernen es wieder von den großen Geschwistern. Jetzt klar?!



Apropos: Kennt Ihr auch Menschen, die permanent "Spaßkasse" für Sparkasse und "McDoof" für die große Fastfood-Kette mit dem goldenen Buchstaben sagen?!? Furchtbar!
Mein Rechner läuft sowieso nur unter Microshit-Windoof.
#144VerfasserRestitutus (765254) 08 Feb 12, 22:54
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Also, ich bin ein Mädchen, und bis eben war mir nicht klar, dass ich ein Eierloch habe. Für mich war das seit jeher genau wie von Spinatwachtel in#3 beschrieben ein Nonsensreim. Allerdings kenne ich das auch nicht aus meiner Kindheit, sondern habe das erst irgendwo aufgeschnappt, als ich bereits erwachsen war (zumindest dem Alter nach). Aber auch da habe ich das nicht wie von Dir beschrieben aufgefasst, sondern eher als sinnfreies Reimwort verstanden.
Und dass Dreijährige beim Fangen spielen mit diesem Wort andeuten wollen, die Jungs seien in Wirklichkeit keine, glaubst Du doch selbst nicht.
#145VerfasserDragon (238202) 09 Feb 12, 07:30
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Genauso sehe ich das auch, Dragon und Spinatwachtel.
Ich war extrem unschuldig bis in meine mittleren Teenagerjahre und verwendete "Fang mich doch, Eierloch" völlig ohne Hintergedanken.

Ach, Spinatwachtel, kommst du denn wirklich nicht drauf, was ein Eierloch ist? Wirklich nicht? Überleg doch mal.
@114 Stülp mal nicht den Kindern, gar Kleinkindern, Interpretationen über, die sie noch nicht haben können. Projektion lauert überall, sag' ich da
#146VerfasserBraunbärin (757733) 09 Feb 12, 08:58
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Die Dreijährigen natürlich nicht. Wir haben den Spruch damals kritiklos von den Älteren aus der Nachbarschaft übernommen, wenn wir draußen auf der Straße gespielt haben (damals haben Eltern das noch erlaubt), und erst später den Sinn verstanden.

Hier noch ein Wort, das ich einfach fürchterlich finde:

Achselschweiß.
#147VerfasserRestitutus (765254) 09 Feb 12, 09:07
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Mutterkuchen weckt bei mir ganz ekelhafte Assoziationen, die ich euch erspare.
Ebenso Bänderriß, Analfissur, Dammschnitt und andere "nette" Sachen.
#148Verfassereastworld (238866) 09 Feb 12, 09:14
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Charlotte Roche gelesen? :-)

Spaßkasse finde ich auch blöd, allerdings spricht ein mir bekannter Sparkassenfachwirt gerne von der Spardose.
#149Verfassertigger (236106) 09 Feb 12, 09:18
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Nee, nicht gelesen - allein schon deswegen nicht ;-))
#150Verfassereastworld (238866) 09 Feb 12, 09:20
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ganz schlimm finde ich

- soziale Gerechtigkeit
- artgerechte Tierhaltung
#151VerfasserSamsonRocks (849446) 09 Feb 12, 10:15
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"besondere Kinder" *kotz*
#152VerfasserBirgila/DE (172576) 09 Feb 12, 10:36
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Steuergeschenk. Ganz egal, ob mir ein japanischer Autohändler "die Mehrwertsteuer schenkt" oder mir eine Partei Steuergeschenke machen möchte. Klingt für mich immer irgendwie anrüchig. Teilt ja auch schon viele Laute mit "Gschmäckle".
#153VerfasserMondschaf (244271) 09 Feb 12, 10:50
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"Schlemmen" hat mir noch nie gefallen. Auch nicht Ableitungen wie "Schlemmerfilet" usw.
#154VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 09 Feb 12, 10:56
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Rachenkatarrh

ob das wohl oneomatopäisch ist?

#154: seit wir im Bierklause-Faden von der Schlemmeroase gelesen haben, dem Restaurant für LKW-Fahrer, bin ich mit dem Wort wieder ziemlich versöhnt. Schnitzel von der Größe des Saarlandes, eimerweise Kartoffelsalat mit Mayonnaisedressing, Rindsrouladen und dergleichen mehr erscheinen vor meinem inneren Auge...
#155VerfasserSpinatwachtel (341764) 09 Feb 12, 11:02
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Ha! Ich hab's gefunden, das Eierloch!

Ein Loch in einem Frühstücksbrettchen, als Halterung für das Frühstücksei ... also ein Loch, das den Eierbecher ersetzt.

Weil es sich aber auf "Fang mich doch" so schlecht reimt und weil kein dreijähriges Kind sagen würde: "Du Loch in einem Frühstücksbrettchen, als Halterung für das Frühstücksei ... also Du Loch, das den Eierbecher ersetzt" ... ;)
#156Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 11:25
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Du...du...du Möchtegerneierbecher, du! Miserabliger!
LOL!
#157VerfasserSpinatwachtel (341764) 09 Feb 12, 11:26
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*pruuuuust*
#158Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 11:30
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Ich hoffe, jetzt glaubt ihr mir's endlich:

http://www.dictionaryslang.com/egg%20hole
#159VerfasserRestitutus (765254) 09 Feb 12, 13:00
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Restitutus, und die Dreijährigen auf den Spielplätzen, die „Eierloch“ rufen, können alle Englisch und kennen Slangausdrücke, die sie übersetzt verwenden?
#160Verfasserneutrino (17998) 09 Feb 12, 13:11
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Ich glaub Dir ohne Weiteres, dass das Wort manchmal so verwendet wird (allerdings der bescheuertste Ausdruck für Vagina, der mir jemals untergekommen ist - wie kommt man denn auf so etwas???)
Ich glaube allerdings (wie in #144 - 147 ja schon erwähnt), dass kein dreijähriges Kind diese Bedeutung meint. Für Kinder ist das einfach nur ein lustiger Nonsens-Reim. Ganz sicher sagen Kinder so etwas auch nicht zu einem Jungen, um ihn als "Mädchen" zu hänseln. Dafür gibt es andere Ausdrücke.

Ich würde Kindern das Wort nicht verbieten, das macht es nur unnötig interessant.
#161Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 13:15
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100%ige Zustimmung für Minima.
#162VerfasserLady Grey (235863) 09 Feb 12, 13:26
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Anwesend waren Karl, August, Beate und meine Wenigkeit
Im Nachsatz wird typischerweise darauf hingewiesen das meine Wenigkeit einen entscheidenden Anteil am positiven Geschehen hatte.

Da könnte ich jedesmal einen Schreikrampf bekommen. Eine Taste die z.B. von Lokführern regelmässig gedrückt werden muß um zu beweisen daß sie
1. noch leben
2. wach sind
3. aufmerksam sind


Mich macht in letzter Zeit die zunehmende Verwendung von "genfrei" wahnsinnig. Ich weiß nicht, ob ich "genfreie" Dinge wirklich essen möchte
Und was mittlerweile alles laktosefrei ist.
Meist steh ich konsterniert vor dem Produkt und frag mich, wie da denn Laktose reinkommen sollte, außer sie wird künstlich zugesetzt.
#163VerfasserMasu (613197) 09 Feb 12, 14:39
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Hä, was hat denn die Sifa mit dem Ausdruck "meine Wenigkeit" zu tun *verwirrtguck*?
#164VerfasserJanZ (805098) 09 Feb 12, 14:49
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Frag ich mich auch gerade, aber was ist denn die Sifa? *doppelhä*

Naja, über den Hinweis "laktosefrei" freu ich mich mittlerweile.
Lange Zeit, bevor die genauen Auswirkungen einer Laktoseunverträglichkeit festgestellt wurden, gab es Laktose (Milchzucker) in bestimmten Würstchen/Leberkäse (nicht nur von der in dem Link genannten Firma http://www.laktoseintoleranz-blog.de/tag/bratwuerstchen/ ), nach deren Verzehr ich regelmäßig Kopfschmerzen hatte. Nicht, dass ich generell Milchzucker nicht vertragen würde ... es ist wohl eine Kombination aus Milchzucker und irgendetwas, das in dem Produkt noch enthalten ist.


Leicht OT:
Was mich sehr ärgert, ist der Hinweis auf Produkten: "Mit extra Vitamin C". Mein Ärger-Favorit: Mehl mit Vitamin C! Gefunden in einem Supermarkt-Regal - das Mehl war um etliches teurer als das "normale"!

Also:
Erstens will ich Mehl mit nix drin außer gemahlenem Getreide!
Wenn ich Vitamin C will, esse ich Obst und Gemüse.

Zweitens erinnere ich mich an eine Unterhaltung mit einem befreundeten Arzt. Der sagte, Ascorbinsäure (Vitamin C) sei extrem billig herzustellen und trete sogar als Abfallprodukt von irgendetwas (vergessen) auf.

Drittens wird Ascorbinsäure sowieso vielen gängigen Mehlsorten zugesetzt, weil sie dadurch länger haltbar werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Mehl#Ascorbins.C3.A4ure

Aha, da kauft man also billig Ascorbinsäure ein, mischt sie unter das Mehl und verkauft uns das dann auch noch teurer als besonders gesundes Lebensmittel "mit der Extraportion Vitamin C"???

*seufz* Noch etwas, das mich auf die Palme bringt: "Die Extraportion gesunde Milch" in überzuckerten Schokoriegeln mit Milchtrockenmasse und Pflanzenfett.
Ja, ich esse so ein Ding auch mal gern, aber bitte hört doch damit auf, es uns als besonders gesund zu verkaufen!
#165Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 15:40
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Der unschöne Ausdruck für die Sifa ist vielleicht "Totmanntaste"?

Schade übrigens, dass die Milchschnitte nicht mehr mit "so wertvoll wie ein kleines Steak" beworben wird. Auch wenn es so groß wie das Saarland gewesen sein sollte.
#166Verfassertigger (236106) 09 Feb 12, 15:51
Kommentar
Die Sifa ist die Sicherheitsfahrschaltung, also die von Masu erwähnte Taste. Der Ausdruck "Totmanntaste" ist meines Wissens eher bei Laien gebräuchlich, unter Eisenbahnern und -freunden heißt es einfach Sifa.
#167VerfasserJanZ (805098) 09 Feb 12, 16:01
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OT: Minima - in meinem grundschulinduzierten Vitamin-Gesundheits-Wahn habe ich damals Vaters Ascorbinsäure-Pulver in die Zuckerdose gemischt, um meiner Familie hinter deren Rücken etwas Gutes zu tun. Wenn schon Zucker, dann wenigstens ein bisschen gesund, merkt ja keiner!
Am nächsten Tag beim Frühstück schrien alle, die Milch sei sauer! Ich hatte schon total vergessen, was ich getan hatte, hatte nur gedacht, das würden den Zucker aufwerten. Meine Mutter erklärte es sich dann so: sie habe wohl aus Versehen Gelierzucker in die Zuckerdose gefüllt ... erst ein paar Tage später begriff ich, was ich da angestellt hatte ...
#168VerfasserLady Grey (235863) 09 Feb 12, 16:04
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#166 Das waren Fruchtzwerge. Sind aber genauso scheußlich wie Milchschnitten.
#169VerfasserRussisch Brot (340782) 09 Feb 12, 16:06
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Nochmal OT:
Schöne Geschichte, Lady Grey!
Ich kann mir so richtig gut die Gesichter der Familie Grey am Frühstückstisch vorstellen! ;D
#170Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 16:16
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OT: Aber mein Gesicht, als ich das eine Woche später meiner Mutter gebeichtet hab, kannst Du Dir wahrscheinlich nicht vorstellen. Rote Beete sind nichts dagegen. Glücklicherweise hat sie meine gute Absicht anerkannt :-)
#171VerfasserLady Grey (235863) 09 Feb 12, 16:18
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Das bedeutet [..], nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Benamsen -> benennen.
Es tut -> es funktioniert.
Das geht ja gaanich
Ein Stück weit nicht zu vergessen !
Und irgendwo habt ihr ja recht. Nur wo ?

Stuggitown habe ich auch schon gehört, aber nur von Knappdanebenstuttgartern. Aussagekräftiger ist da Heilbronx.

Das mit dem "irgendwie" erinnert mich halt irgendwie an einen Kollegen von mir, der halt, ich weiß nicht, halt irgendwie immer, in jeden Satz halt irgendwie zwanzig oder so Füllwörter halt irgendwie einbaut, die da halt irgendwie auch, ich weiß nicht, keinen richtigen Sinn machen und halt alle irgendwie "halt" oder "irgendwie" lauten. Und wenn man halt was dagegen sagt, dann erwidert er halt irgendwie was mit: "Ja gut, aber ...", was irgendwie noch viel schlimmer ist.

@84: Richtig, abgeholt und mitgenommen wurde zu meiner Schulzeit schon. In den Raum gestellt wird heute Gott sei Dank nicht mehr soviel.

Human resources heißt doch auf deutsch Menschenmaterial, oder nicht ? Also ich fand "Personal" klingt besser.

Lebensabschnittspartner habe ich lange nicht gehört. Ich dachte, das wäre abgeschafft. Es klingt immer so nach: "Den bin ich sowieso bald wieder los."

@117: Das bedeutet: Das Seminar ist nicht auf dem Hof. Und das ist bei diesen Temperaturen auch gut zu wissen.

Meine Wenigkeit geht ja noch, aber ich habe letztens jemanden Ihre Wenigkeit (nicht zu mir) sagen gehört !
#172VerfasserCaptain Albern (744380) 09 Feb 12, 16:26
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Restitutus (Nr. 147): Manche Leute heissen so, wie der eine oder andere Kevin- und Chantal-Faden gezeigt hat...
#173Verfasservirus (343741) 09 Feb 12, 16:49
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@Lady Grey :D)


@Captain Albern:
Das bedeutet [..], nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Erinnert das nur mich vor allem an Politiker-Sprech? *Gänsehaut*
Schön dargestellt von Loriot: http://www.youtube.com/watch?v=Sgn0dWnfFx4

Ihre Wenigkeit (bzw. Euer W.) verzeihe ich immer gerne, wenn das Teilchen (Name der Redaktion bekannt) so kontert ;)

Lebensabschnittspartner habe ich lange nicht gehört. Ich dachte, das wäre abgeschafft. Es klingt immer so nach: "Den bin ich sowieso bald wieder los."
Stimme zu, absolut gruselig! LAP und LAG ohnehin, die verschlimmern das m.M.n. nur noch.
#174Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 17:01
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Rumpf
Pfropfen
Schmalz

Das sind ganz schlimme Wörter.
#175Verfasseranneanne (236305) 09 Feb 12, 17:22
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Captain, 152: Das mit dem "irgendwie" erinnert mich halt irgendwie an einen Kollegen von mir, der halt, ich weiß nicht, halt irgendwie immer, in jeden Satz halt zwanzig oder so Füllwörter halt irgendwie einbaut, die da halt irgendwie auch, ich weiß nicht, keinen richtigen Sinn machen und halt alle irgendwie "halt" oder "irgendwie" lauten. Und wenn man halt was dagegen sagt, dann erwidert er halt irgendwie was mit: "Ja gut, aber ...",...

Captain Albern
wenn Du mal platzen solltest und den anschreist: "Hör auf! Was denkst Du wirklich!!?" kommt endlich das raus, was eh drunter sein dürfte - z.B. ein klares JA oder ein klares NEIN.
Entscheidung und Standkraft.
Statt dieses furchtbaren Geschwurbels, das es jedem recht machen soll oder Differenziertheit vorgaukeln soll.

Sehr erfrischende Aktion, kann ich nur sagen. Für beide.
#176VerfasserBraunbärin (757733) 09 Feb 12, 17:31
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wenn Du mal platzen solltest und den anschreist: "Hör auf! Was denkst Du wirklich!!?" kommt endlich das raus, was eh drunter sein dürfte - z.B. ein klares JA oder ein klares NEIN.
Ich kenn das. Die Antwort wird entweder beleidigtes Schweigen sein oder ein gequältes "jjein".
#177Verfasserzirp_ (703877) 09 Feb 12, 19:32
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Vitamin C:
@Minima: Meine Frau, eine Biochemikerin, beliebt hinzuzufügen, dass die Extraportion Vitamin C ernährungsphysiologisch überhaupt keinen Sinn hat, weil der Körper nur eine bestimmte Menge davon pro Tag aufnehmen kann und jeder Überschuss ungenutzt durch diverse Eierlöcher wieder davonläuft. Und NATÜRLICH wissen die Dreijährigen nicht, was das Eierloch wirklich ist. Aber sie schnappen es immer wieder von den Größeren in der Nachbarschaft auf, die es sehr wohl wissen.

Zur Totmanneinrichtung, auch Totmann, Totmannwarner, Totmannschalter, Totmannpedal oder Totmannknopf
http://de.wikipedia.org/wiki/Totmanneinrichtung

Ich sehe es kommen: Pirates of the Caribbean V: Dead Man's Switch.
#178VerfasserRestitutus (765254) 09 Feb 12, 20:01
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Restitutus, ich bin Ende 40 und ich wusste bis zu diesem Faden nicht, dass Eierloch etwas bedeuten soll, erst recht nicht die Bedeutung, die Du dem Ausdruck beilegst. Mein Unterprimaner hier, der das früher selber gerufen hat, wusste auch nichts anderes, als dass das ein "Spaßwort" sei und seines Erachtens keine Bedeutung habe. Auch die "Größeren" wissen das nicht, zumindest die im Alter bis 10, 11 Jahren, so zumindest die auf Anfrage soeben gemachte Angabe des an einer Grundschule lehrenden Co-neutrino. Die 12-bis 16jährigen kann ich im Moment leider nicht empirisch belegen.

Ich glaube tatsächlich, dass hier von Älteren und Eltern in einen sinnfreien Reim etwas hineingeheimnist wird.
#179Verfasserneutrino (17998) 09 Feb 12, 21:26
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Anderes Thema:
Heute seit langer Zeit wieder mal gehört, von meinem Steuerberater:
Adjektiv zu Buchhalter: buchhal-te-risch
#180Verfassermanni3 (305129) 09 Feb 12, 21:36
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@manni #180:
Ohja! Ganz fürchterlich für mich!

Und noch etwas: "vorstellig werden"
Meine Mutter verwendet das gerne für "sich vorstellen" (bewerben), aber auch für "in einer Behörde etwas beantragen/erledigen".

Neulich war mein Personalausweis abgelaufen.
"Da musst Du möglichst früh vorstellig werden!"
*auuuuutsch*
#181Verfasserminima (507790) 09 Feb 12, 21:53
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Und noch was ganz anderes. Kita-Slang. "Die Kinder kommen morgen bitte um halb neun gefrühstückt in die Kita."

Wer so was sagt, frisst auch kleine Kinder. Aber vielleicht ist das außerhalb von Neukölln auch nicht verbreitet.
#182Verfasserwupperwolf (411909) 09 Feb 12, 21:55
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wupperwolf #182

Doch ... das gab es leider auch schon im niedersächsisch-ostwestfälischen Grenzland in den 70ern. Grauenhaft. Wie gut, dass der Vorname Jonas für kleine Jungs damals gerade nicht en vogue war ;-))
#183VerfasserSerendipity_4 (677936) 09 Feb 12, 22:01
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Neutrino, ich bin auch Ende Vierzig, und es mag sein, dass die ursprüngliche Bedeutung inzwischen in Vergessenheit geraten ist, aber bei uns haben das ab der Sexta alle gewusst - denn es hat eine Menge albernes Gekicher ausgelöst bei jenen, die sich in der Situation fanden, die Bedeutung irgend so einer völlig unaufgeklärten Nachtmütze auseinandersetzen zu müssen.
#184VerfasserRestitutus (765254) 09 Feb 12, 22:22
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Restitutus, wo hast du damals gelebt?

Die Verbindung Eierloch/Vagina kann ich (heute!) noch einigermaßen nachvollziehen, aber dass ich das als Kind so gesehen hätte ...?
Nein. Absolut nicht.
Als Pubertierende auch nicht.
Ich habe diese Deutung gerade erst gelernt.

Nix für ungut, aber: Kann es sein, dass ein einziger "versauter" Schüler deiner Schule diese Bedeutung in deiner Gegend aufgebracht hat?
#185VerfasserIgelin DE (467049) 10 Feb 12, 04:21
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Restitutus, wo hast du damals gelebt?

In einem gutbürgerlichen Viertel einer westdeutschen Großstadt mit noch geringem Ausländeranteil, an einem staatlichen Gymnasium unter einer stramm marxistisch-leninistischen Lehrerschaft, an der CDU-Wähler so verdächtig waren wie NPD-Wähler.

Nix für ungut, aber: Kann es sein, dass ein einziger "versauter" Schüler deiner Schule diese Bedeutung in deiner Gegend aufgebracht hat?

Dafür war diese Weisheit zu verbreitet. Das denke ich nicht. Zumal die hochanständige Generation von damals keine Gelegenheit ausließ, mit roten Ohren und schamhaft verbrämter Begeisterung um sexuelle Themen herumzureden.
#186VerfasserRestitutus (765254) 10 Feb 12, 09:04
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@#180:
buchhal-tee-risch *grusel* - grad gestern wieder in einem Interview gehört.
In einem Leo-Faden wurde kürzlich ausführlich darüber diskutiert, dass scheinbar ein semantischer Unterschied zwischen buchhal-tee-risch und buchhalterisch besteht.

@#182:
Mit Formulierungen wie frisch gefrühstückt wird offenbar versucht, einen sprachlichen Bezug herzustellen, der grammatikalisch / semantisch streng genommen in der deutschen Sprache gar nicht möglich ist. Schon in einem Jugendbuch aus den 1970er Jahren heißt es sinngemäß: "Die kommen alle frisch gefrühstückt von zuhause in die Schule und nach der ersten Stunde geht die Rennerei los." Ein ähnliches Phänomen (oder grammatikalische Anglizismen?) sind Konstruktionen wie "stehender Applaus" oder "konspirative Wohnung".

@#142:
Ja, diese Zeitgenossen sind häufig anzutreffen, einige sagen zu den anderen großen Fastfoodfirmen auch "Würger-King" und "Kentucky schreit F...". Mir gefällt immer noch "Schachterlwirt" am besten.
#187VerfasserLeseratz (238114) 10 Feb 12, 10:33
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Zum Thema Verniedlichung muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich (laut Personalausweis hinreichend erwachsen) regelmäßig "zu Pferdi" gehe (auch wenn aus Pferdi gerne mal "der Drecksgaul" wird, wenn's nicht tut, wie es soll ;-))
#188VerfasserLex (245342) 10 Feb 12, 11:34
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Schachterlwirt! :-D
Was ist denn um alles in der Welt eine konspirative Wohnung - die Wände haben Ohren?
#189VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 11:42
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Der Schachtelwirt ist auch in AT sehr verbreitet. Finde ich schön. :-)

Lady Grey, eine konspirative Wohnung ist eine, die nur zu geheimdienstlichen Zwecken angemietet wurde. Dort können sich die Spione in Ruhe treffen oder auch untertauchen.
#190Verfassertigger (236106) 10 Feb 12, 12:02
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konspirative Wohnung: Wort des Jahres 1978.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wort_des_Jahres_%28Deutschland%29
#191VerfasserStravinsky (637051) 10 Feb 12, 12:35
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Kein Wunder, dass ich mich daran nicht "erinnern" kann ... Schachterlwirt ist jedenfalls mein Wort des Tages!
#192VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 12:38
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Noch ein "mag ich" für den Schachterlwirt! :)
#193Verfasserminima (507790) 10 Feb 12, 12:39
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Helft mir bitte mal vom Schlauch, wer oder was soll ein Schachterlwirt sein?
#194VerfasserRussisch Brot (340782) 10 Feb 12, 12:49
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Ein schönes Anagramm von Schlachterwirt (traditionell klingender Wirtshausname à la Metzgerwirt) für einen großen Fastfoodkonzern, dessen "Speisen" in gefalteten Papierschachteln daherkommen.
#195VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 12:53
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"Kentucky schreit F...".

Da frage ich mich aber doch, ob die das nicht vorher hätten merken können...
#196VerfasserRestitutus (765254) 10 Feb 12, 13:46
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Wow, über das Anagramm hab ich ja noch nie nachgedacht! Für mich war das einfach der Wirt, der sein Essen in Schachteln verpackt. Nämlich der mit den goldenen Bögen.
#197Verfassertigger (236106) 10 Feb 12, 13:50
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Aus dem Kindergarten stammen folgende schöne Wörter (und ich bin froh wenn ich sie nicht mehr hören muss):

Stuhlkreis (bäh!)
Elternstammtisch (klar gehe ich da nach 10 Stunden Büro hin)
Kuchenspende (Geld geht nicht, muss schon ein Kuchen sein)

Auf der Arbeit nerven mich folgende DEUTSCHE Begriffe:
Low Performer (gepaart mit Burn Out)
Junior Manager (Pimpf mit Führungsverantwortung)
ASAP, FYI, LG (boah, so wenig Zeit haben wir...)

Und ein Wort, dass mich immer wieder allein wegen der richtigen Schreibweise nervt, ist:
necessary - ich habe es mir schon auf den Desktop geschrieben, damit ich dafür nicht den Leo öffnen muss!!
#198VerfasserNyota Uhura (796577) 10 Feb 12, 13:52
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Tigger, es kann auch sein, dass ich da ein Eierloch draus gemacht habe! ;-)
#199VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 13:52
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Volle ..verbale.. Kraft vorraus .. Uhura!
#200Verfasserla.ktho (236390) 10 Feb 12, 14:10
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Low Performer (#198)

... geht mit Lean Competence einher.
#201VerfasserStravinsky (637051) 10 Feb 12, 14:47
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Lean Competence :-)))

a coining of your very own?
#202Verfassermikefm (760309) 10 Feb 12, 14:55
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@Nyota: auch wenn ich Dich enttäuschen muss - in der Schule wird das noch schlimmer. Der Stuhlkreis wird um den Morgenkreis erweitert, den Stammtisch gibt es auch, erweitert um Elternabende und Elternsprechtage, Kuchenspenden und Getränkespenden sind weiterhin erwünscht und kannst Du vielleicht das Dosenwerfen beim Sommerfest beaufsichtigen, das Klassenzimmer muss gestrichen werden (und alle schauen auf Dich), Mineralwasser muss angeschleppt werden, die Schulblumen wollen versorgt werden, Ampeldienst, Mittagsbetreuung und das alles, damit die armen Mütter die Möglichkeit haben, einem geregelten Broterwerb nachzugehen.
#203Verfasserkrazy_mom (D) (238333) 10 Feb 12, 15:01
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#199 Na, jetzt mach da aber mal kein Eierloch draus! *Grins*. Sehr gute Idee. Ich kann an dem Eierloch-Reim nämlich auch nur mit sehr viel Mühe und Anleitung was Bedenkliches finden.
#204VerfasserRussisch Brot (340782) 10 Feb 12, 15:32
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#205Verfassertigger (236106) 10 Feb 12, 15:45
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@Krazy Mom: Ja, mach mir nur Mut. Ob die irgendwann merken, dass ich den Kuchen beim Bäcker kaufe? Ist man dann immer noch Rabenmami, wenn man sich für den xten "Spielnachmittag" keinen Urlaub nimmt?
Da komme ich gleich auf das nächste unschöne Wort: "Betreuungsangebot".

Edith: Und was zum Teufel ist "Ampeldienst"??
#206VerfasserNyota Uhura (796577) 10 Feb 12, 15:46
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Spätestens seit der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht gibt es wohl endgültig zu wenig Zivis für nervtötende Jobs wie Schülerlotsen.
#207Verfassertigger (236106) 10 Feb 12, 15:50
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*patsch*
Und ich war so naiv und dachte Ampeln funktionieren automatisch.

Und noch ein schönes Wort: "Reschedulen" - bei uns in der Firma ein normales deutsches Wort.
#208VerfasserNyota Uhura (796577) 10 Feb 12, 16:03
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Grundschule in Dresden. In einer ruhigen Straße in einem Wohngebiet gelegen. Gefühltes Verkehrsaufkommen 3.142 Autos pro Stunde. Aber an beiden Ende eine mehrköpfige Schülerlotsenbrigade in voller Montur, um gegebenfalls eine Vollsperrung der Straße zu ermöglichen. Ich habe es beim ersten Mal, an dem ich meine Tochter zur Schule brachte, doch tatsächlich gewagt, die Straße direkt vor der Schule zu überqueren anstatt brav in der Schülerlotsenschutzzone auf ein Auto zu warten, das dann vom Schülerlotsen angehalten werden könnte. Die haben mich behandelt wie einen Massenmörder.

... Ansonsten möchte ich noch meine Abneigung gegenüber den Wörtern Denkungsart und bussieren zu Protokoll geben.
#209Verfasserafterhours (758017) 10 Feb 12, 16:08
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@Nyota Uhura: Kennst Du das Buch "I don't know how she does it" von Allison Pearson? Der "deutsche" Titel ist "Working Mum", glaube ich. Gleich am Anfang ist eine wunderbare Szene: Die berufstätige Mutter muss für die Schulfeier Kuchen mitbringen und steht deshalb am späten Abend oder frühen Morgen in der Küche und bearbeitet gekaufte Törtchen mit dem Nudelholz, siebt Puderzucker darüber etc., damit sie hausgemacht aussehen. Nur um irgendwie gegen die perfekten Hausfrauen unter den Schulmuttis ankommen zu können...
#210VerfasserDragon (238202) 10 Feb 12, 16:09
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@Dragon: Willkommen in meinem Leben. Wer kennt das Gefühl, das man hat, wenn man abends nach einer vierstündigen Telecon auf winzig kleinen Kinderstühlen sitzt und darüber diskutieren soll, warum eine Quarkspeise in der Frühstücksdose verboten ist, ein Joghurt aber nicht?
("Quarkspeise" ist auch so ein schönes Wort, nur um beim Thema zu bleiben)
Wer kennt die Blicke anderer Mütter, wenn man keine Zeit hat, den Zaun vom Kindergarten zu streichen und vorschlägt, Geld für einen Maler zu spenden?
Der Kuchenvorschlag wird morgen am Kinderfasching getestet!!
#211VerfasserNyota Uhura (796577) 10 Feb 12, 16:42
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#211 zieh' nach England. Erstens wirst Du mehr Verständnis bekommen, weil es mehr Vollzeit arbeitende Mütter gibt, und zweitens schießen gerade Kleinstbäckereien wie Hefepilze aus der Zuckerlösung, von der Du Dir tolle "hausgemachte" Whoopie-Pies, cupcakes und andere Köstlichkeiten auf Wunsch backen lassen kannst. Garantiert mit dem Selbstgebacken-Faktor!
#212VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 16:47
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*kicher* Sehr schönes Bild, Lady Grey. Kleinstbäckereien übrigens ein Trend, den es auch in Wien gibt. Aber in Großstädten haben es working mums sowieso ein bisschen leichter mit der Akzeptanz. Naja, je nach Wohngegend.
#213Verfassertigger (236106) 10 Feb 12, 16:53
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@afterhours #209:
... Ansonsten möchte ich noch meine Abneigung gegenüber den Wörtern Denkungsart und bussieren zu Protokoll geben.

Ohja! Da weiß ich gar nicht, was ich hässlicher finde: Denkungsart oder Denke.
Wobei Denke eine Spur prolliger ist ... hat ein bisschen was von Tanke.

Aber was ist bussieren? Mit dem Bus fahren oder Bussi geben? *grybel*


@tigger: Kleinstbäckereien in Wien:
Kennst Du den Cupcake-Laden schräg gegenüber vom Theater in der Josefstadt? Sooo leckere Cupcakes! *mich jetzt nach Wien wünsche*
#214Verfasserminima (507790) 10 Feb 12, 17:21
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Was bussieren ist, wollte ich auch schon fragen.

Meine Frau schickt übrigens immer mich auf die Elternabende, damit nur niemand auf die Idee kommt, sie habe Zeit zum Kuchenbacken.
#215VerfasserRestitutus (765254) 10 Feb 12, 19:44
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When I went to school, our equivalent of Elternabende were called mothers' meetings and were staged in the morning or afternoon.
#216VerfasserStravinsky (637051) 10 Feb 12, 19:49
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Kleinstbäckereien? Ich wohne in einem Quartier, wo ich 3 renommierte Bäckereien innert 4 Gehminuten habe. Und zwar Einzel-, keine Kettenbäckereien. Kleinstbäckereien hätten hier soviel Chancen zum überleben wie der sprichwörtliche Schneeball in der Holle.
#217Verfasserzirp_ (703877) 10 Feb 12, 19:55
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Bussieren bedeutet einen Freund/eine Freundin haben. Meine Eltern haben das jedenfalls so benutzt ("Bussierst Du jemand?" "Als ich damals die XY bussiert habe" etc). Ich glaube aber nicht, dass es ein Familiolekt ist. Als Jugendlicher fand ich es jedenfalls immer peinlich wenn meine Eltern das Thema angeschnitten haben - und den Begriff bussieren fand ich einfach oberpeinlich.
#218Verfasserafterhours (758017) 10 Feb 12, 19:58
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bussieren? Nie gehört. Kommt das von poussieren?
lt. Duden:
den Hof machen, flirten, liebäugeln, schäkern; (gehoben) Avancen machen; (umgangssprachlich) [schöne] Augen machen; (umgangssprachlich scherzhaft) balzen; (veraltend) tändeln; (veraltet) liebeln; (landschaftlich, sonst veraltet) scharmutzieren

Scharmutzieren - auch nicht übel.
#219VerfasserBraunbärin (757733) 10 Feb 12, 20:04
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@Braunbärin: Ja, das klingt wahrscheinlich. In der Pfalz ist dann wohl aus poussieren, bussieren geworden.
#220Verfasserafterhours (758017) 10 Feb 12, 20:32
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Na ja, von Flirten zu Bussi-Geben ist es auch nicht so weit...
(Wieder so ein Wort auf -i.)
#221VerfasserBraunbärin (757733) 10 Feb 12, 21:04
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Und mit dem Bussi-Bär ist die Infantilisierung dieses Fadens dann hoffentlich abgeschlossen.
#222VerfasserRestitutus (765254) 10 Feb 12, 22:48
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Mich erinnert das entzückende "bussieren" auch an das "Gschbusi" - und mit #221 willst Du hoffentlich nicht sagen, "Bussi" sei ein "unschönes" Wort, Braunbärin! ;-)
#223VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 22:51
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Infantilisierung dieses Fadens

Was für eine unschöne Bezeichnung für eine Freitag-Abend-Entspannung von der alltäglichen Leo-(Über-)Korrektheit ...
:-)
#224Verfasserno me bré (700807) 10 Feb 12, 23:22
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*hüstel*

Kann sich niemand an die unsäglichen Augenfarbenreime erinnern?

Blaue Augen Himmelsstern
küssen und bussieren (possieren) gern.

Hätte es damals farbige Kontaktlinsen gegeben, ich hätte sie haben wollen. Es ist nicht lustig, wenn braunäugige Kinder hämisch lachend auf einen zeigen und sagen: Hihi, Himmelsstern.
Damals wäre ich gerne ein Frosch gewesen..oder vielleicht auch ein Eierloch :-)
#225VerfasserLeberwurstnektar (828656) 10 Feb 12, 23:31
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Genau, ich kannte den mit possieren. Hat mir aber gar nichts ausgemacht. Küssen ist doch was Schönes!
#226VerfasserLady Grey (235863) 10 Feb 12, 23:32
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Also mir war es damals sehr peinlich:-)

Dritte Schulklasse, ungefähr. Und das damiteinhergehende dubistdochverliebtinxyz natuerlich ....
#227VerfasserLeberwurstnektar (828656) 10 Feb 12, 23:34
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Oh, wie schön. Hier kann ich endlich mal loswerden, dass sich mir die Nägel biegen, wenn meine beste Freundin was gerallerthat. Oder sie langer Rede, gar kein Sinn sagt.
#228VerfasserDieIane (844603) 11 Feb 12, 10:05
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Gerallert? Was ist das denn? (Und lange Rede - gar kein Sinn passt doch wieder schön auf viele unserer Politgrössen...)

no me bré, sei doch nicht so streng. :)
#229Verfasservirus (343741) 11 Feb 12, 11:44
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Gerallert ist ein anderes Wort für vollgekotzt.
#230VerfasserRestitutus (765254) 11 Feb 12, 12:07
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Restitutus, wäre das nicht eher gereihert?

Ich kenne gerallert im Sinne von begriffen, kapiert ... aber gebräuchlicher ist m.M.n. gerallt.
#231Verfasserminima (507790) 11 Feb 12, 13:30
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Genau, Minima. Ich kenne auch reihern = sich übergeben, allerdings nur schnallen = verstehen, rallern war mich nicht bekannt.
#232VerfasserLady Grey (235863) 11 Feb 12, 13:36
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Genau, bei ihr bedeutet gerallert=kapieren. Wie es minima wohl auch schon mal gehört hat.
#233VerfasserDieIane (844603) 11 Feb 12, 18:53
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Und das hat mich vorhin an noch ein Wort erinnert, das ich abscheulich finde: jemandem eine schallern (eine Ohrfeige geben)!

Das ist für mich so hässlich, weil ich damit etwas Lautmalendes verbinde: Entweder ist die Ohrfeige so heftig, dass man sie (schallen) hört oder dem Geohrfeigten schallen danach die Ohren.

Wie auch immer: scheußliches Wort!
#234Verfasserminima (507790) 11 Feb 12, 19:01
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#234: Da sei mal froh, dass du nicht in Österreich wohnst, wo man statt schallern fotzen sagt.
#235Verfassernaka-naka (629692) 12 Feb 12, 15:49
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Noch so ein Wort, das meinen Ohren Schmerzen zufügt: Märchensteuer
Wie kann man das originell finden???
#236VerfasserDieIane (844603) 13 Feb 12, 10:59
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Noch ein paar 'unschöne' Begriffe und Redewendungen:

Adda! als Grußformel unter Erwachsenen aus der Babysprache übernommen

die in einer ganz normalen Unterhaltung meistens verschämt grinsend und mit rotem Kopf ausgesprochenem Wörter pupsen und popeln; man kann doch auch einfach von "einen lassen" und "in der Nase bohren" sprechen, ohne gleich schief angeschaut zu werden

"himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt" - Das Zitat ist als Antwort auf die Frage nach dem Befinden inzwischen derart abgedroschen und fad, dass ich's einfach nicht mehr hören kann.

Schnulleralarm, Windelalarm, Küchenalarm und all die anderen, sich inflationär ausbreitenden 'alarmierenden' Doku-Soap-Titel. Fällt den Programmverantwortlichen tatsächlich nicht mehr ein?

Wieedaaaa.... anstelle von "Wiederhörn" oder "Wiedersehn";
Tschüssikowski

Must-Have, Eyecatcher und Hotspot in deutschsprachigen Zeitungsartikeln oder Werbebroschüren

früscher Füsch

etepetete, am besten noch eeetepeteeete ausgesprochen

urlauben, z. B. "das britische Königshaus urlaubt in Schloss Balmoral" *grrr*

patentes Mädchen, kleine Sekretärin, Nur-Hausfrau

Moppel in allen Zusammenstellungen, wie Moppel-Ich, mein Moppelchen, moppelig, Moppelhase etc.

sich nackig machen
#237VerfasserLeseratz (238114) 14 Feb 12, 16:23
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Etepetete ist aber schon seit dem 18. Jahrhundert im Berlinerischen nachweisbar.
http://www.bz-berlin.de/archiv/warum-sind-manche-etepetete-article1312707.html


#238VerfasserRestitutus (765254) 14 Feb 12, 18:56
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Danke, Restitutus, für den hochinteressanten etymologischen Link.
Trotzdem kann ich das Wort einfach nicht hören ohne Gänsehaut zu bekommen.

Gestern gelesen: Tabuecke ("Einen Sachverhalt aus der Tabuecke holen.")
Klingt grauslig und schaut orthographisch einfach scheußlich aus.
#239VerfasserLeseratz (238114) 15 Feb 12, 10:12
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Begegnete mir heute in einem Text:

Sinkgeschwindigkeitsäquivalentdurchmesser

Los, zehnmal schnell hintereinander aufsagen!
#240VerfasserRestitutus (765254) 15 Feb 12, 11:44
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Aus einer Seminararbeit über Amtsdeutsch:
Rindfleischettikettierungsdurchführungsverordnung
#241VerfasserLeseratz (238114) 15 Feb 12, 14:29
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@237: Also, ich finde ja "einen (fahren/gehen) lassen" wesentlich unschöner als "pupsen" oder "furzen" (wobei Flatulenzen natürlich generell unschön sind).

@240, 241: Die Wörter sind ganz schön lang, das ja, aber unschön?
#242VerfasserDragon (238202) 15 Feb 12, 14:39
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@Dragon:
So unschön finde ich diese ultralangen Wörter gar nicht, solange es sich nicht um leere Worthülsen handelt, unschön ist höchstens, dass man sich leicht vertippt oder Buchstaben verdreht oder beim Vorlesen leichter hängen bleibt als an kürzeren Begriffen.

Im Zusammenhang mit Glatteis und Schneetreiben kommt in Zeitungsberichten neuerdings immer wieder verunfallt/verunfallen und der/die Verunfallte vor. Beides finde ich wirklich grauslig, schon rein grammatikalisch. Man kann doch auch weniger 'amtsdeutsch' stattdessen er/sie hatte einen Unfall/ er/sie ist verunglückt schreiben bzw. von Unfallopfern/-gegnern/-beteiligten oder Verunglückten sprechen.
#243VerfasserLeseratz (238114) 16 Feb 12, 09:32
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Eines der hässlichsten deutschen Wörter:

Existenzberechtigung

#244VerfasserUljae (831733) 16 Feb 12, 10:48
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Da im "schöne Wörter"- Thread Eidam gennant wurde:

Muhme. Das klingt fast schon wie "Hexe Schrumpeldei".
#245Verfassereastworld (238866) 16 Feb 12, 11:22
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Hieß nicht sogar die fiese Wetterhexe in "Die kleine Hexe" von Ottfried Preußler die Muhme Rumpumpel?
#246VerfasserLeberwurstnektar (828656) 16 Feb 12, 11:27
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Stimmt, wahrscheinlich kommt die negative Konnotation daher, hatte ich schon vergessen!
#247Verfassereastworld (238866) 16 Feb 12, 11:52
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tunlichst - ein unnützes Wort (habe es in der ersten Hälfte meines Lebens nie gehört oder gebraucht), wird meist in unangenehmen Situationen oder von unangenehmen Gesprächspartnern verwendet.
#248VerfasserCaptain Albern (744380) 20 Feb 12, 14:18
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Die Füllwörter schlechthin, eigentlich, und nachgerade, denn nachgerade sind eigentlich alle drei in den meisten Sätzen schlechthin überflüssig, sodass man nachgerade eigentlich schlechthin so gut wie immer auf sie verzichten könnte. (Auch kein gutes Beispiel, aber ihr wisst schon, was ich meine.)

schlechterdings

wegen baulicher Veränderung(en) anstatt: wegen Umbau(ten)
aus gesundheitlichen Gründen anstatt: wegen Krankheit oder krankheitsbedingt

definitiv, überall dort, wo's weggelassen werden kann, ohne den Sinn des Satzes zu verändern

Individuationskapazität

Presskopf als Bezeichnung für Sülzwurst oder Pressack. Die Assoziation kann sich jeder selber denken.
#249VerfasserLeseratz (238114) 20 Feb 12, 16:50
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Der Presskopf ist immerhin eine gute Eselsbrücke zum head cheese.
#250VerfasserLady Grey (235863) 20 Feb 12, 16:55
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Bei Muhme liegt mir lautlich wie inhaltlich einfach die Mumie zu nahe.
#251VerfasserRestitutus (765254) 20 Feb 12, 19:17
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Leseratz, "eigentlich" & Co sind doch eigentlich ganz wichtige Wörter (nur nicht, wenn man sie inflationär gebraucht) Man braucht sie zur "Abtönung" einer Aussage, ohne diese zu verändern.

Er ist eigentlich ein ruhiger Mensch.
Wo ist eigentlich deine Frau abgeblieben?
Eigentlich habe ich ja Hunger
usw.


Was bedeutet "eigentlich" eigentlich eigentlich?
:-)
#252VerfasserBirgila/DE (172576) 20 Feb 12, 20:53
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Wenn wir "eigentlich" aus unserem Wortschatz streichen, dann bleibt uns für "eigentlich nicht" nur noch "nicht wirklich". *würg*

#253VerfasserRestitutus (765254) 20 Feb 12, 21:42
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Für 'eigentlich' kann man im Grund genommen oft im Grunde genommen verwenden. :-)

Er ist im Grunde genommen ein ruhiger Mensch (auch wenn das im Moment nicht so aussieht).

Wo ist eigentlich deine Frau/was heißt eigentlich eigentlich?:

auch eine Frage nach dem Grund, dem Kern der Sache (in einer bestimmten Situation)
#254Verfassercorbie (745439) 21 Feb 12, 09:11
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Individuationskapazität (#249): LOL! Fast so gut wie human resources.
#255VerfasserStravinsky (637051) 21 Feb 12, 09:35
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Birgila, nichts spricht gegen die Verwendung von eigentlich & Co. zur Nuancierung von Aussagen. Mir geht nur die inflationäre Verwendung als sinnentleerte, reine Füllwörter gegen den Strich. Man kann's aber auch übertreiben: Ein Bekannter gibt jedesmal, wenn sein Gesprächspartner 'eigentlich' sagt, zurück: "Und uneigentlich??"

Ähnliches gilt für irgendwie und 'Kollegen' in allen Fällen, in denen sie ersatzlos weggelassen werden können.

Lady Grey, was ist denn head cheese??
#256VerfasserLeseratz (238114) 21 Feb 12, 10:19
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Hoffentlich nicht das Gegenteil von Zehenkas...
#257Verfassertigger (236106) 21 Feb 12, 10:34
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Siehe auch: head cheese

Komisch, scheint nicht im Wörterbuch zu stehen - immerhin gibt es alte Diskussionen dazu. Das ist (A?)E für Presssack.
#258VerfasserLady Grey (235863) 21 Feb 12, 10:34
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Ach, da gibt es noch einen anderen? Ich hatte die ganze Zeit gemeint, es ginge um diesen:

http://moonsayles.net16.net/declaration_of_ownership.jpg
#259VerfasserRestitutus (765254) 21 Feb 12, 11:03
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Heute morgen im SWR-Radio: "Die Atomgespräche zwischen Iran und der IAEA..." *seufz*
#260Verfasservirus (343741) 22 Feb 12, 08:38
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Ein Wort, das genau so hässlich ist wie das, was es bezeichnet:

Aknepickel.
#261VerfasserRestitutus (765254) 22 Feb 12, 10:24
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@tigger (#257): ... solang's keine Kniaschwammerl sind...


Authentizitätserklärung - besser bekannt als: Antiplagiatserklärung

Unterschleif - grausliger, amtsdeutscher Begriff für "Spicken" bzw. "Verwendung unerlaubter Hilfsmittel bei Prüfungen"

ein Must-Have und Eye-Catcher; warum eigentlich nicht - viel schöner: Objekt der Begierde oder Herzenswunsch (je nach Kontext) und Blickfang??
#262VerfasserLeseratz (238114) 22 Feb 12, 12:07
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Hör bloß auf - dieses Must-Have ist so ein Lieblingswort meiner näheren Verwandtschaft. Irgendwann schmeiß ich mit Objekten der Begierde nach ihnen!
#263VerfasserRestitutus (765254) 22 Feb 12, 17:29
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Eines dieser must-haves sind/waren ja im langsam vergehenden Winter diese "Uggs". Sind die nicht noch zu weich zum Schmeissen? ;o)

"Uggs" ist ja auch schon hübsch hässlich. In dem Zusammenhang fällt mir "trendig" ein, hatten wir das schon?
#264Verfasservirus (343741) 22 Feb 12, 18:33
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@virus:
Zu 'trendig' fällt mir noch das unerträgliche stylish ein.
Was, bitte, soll das denn überhaupt bedeuten?? stilsicher? im Stil der Zeit? stilbewußt? - am ehesten vielleicht noch 'angesagt', aber das ist den Modemachern vermutlich wieder zu brav und nicht unverständlich genug.

weitere Kandidaten für die lange Liste:

Pampelmuse
Spacko
Sale ("Säääl")
Katastrophentourismus
Ringelpiez
Eklat
Clorinda
Urinal
Pissoir
Inauguraladresse (statt: Antrittsrede o. ä.) erinnert mich an eine unbehandelbare Krankheit
Sottisen
Rundecksofa
Magerrasen
Golf-Tee
#265VerfasserLeseratz (238114) 23 Feb 12, 12:42
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man

Erschreckend viele Leute trauen sich nicht "ich" zu sagen, auch wenn dies der einzig richtige Ausdruck ist.
Das ist mir besonders aufgestoßen, als C.Wulff ein Interview gegeben hat, mit dem er seine Verhalten erklären wollte.
Ständig kam "man" obwohl "ich" richtig gewesen wäre.


zu "trendig" und "stylish" kommt noch "sportiv" - auch wenn ich das schon länger nicht mehr gehört habe.
#266VerfasserMasu (613197) 24 Feb 12, 13:04
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Grad gefunden
OT

Kartonverschluss: geglued
aaaaaaargh kann "man" nicht einfach geklebt schreiben?

Boden- und Deckelklappe getaped
#267VerfasserMasu (613197) 24 Feb 12, 13:06
Kommentar
Etwas OT:
"zu "trendig" und "stylish" kommt noch "sportiv" - auch wenn ich das schon länger nicht mehr gehört habe"

Früher im Quelle-Katalog war das "flott". :)
#268Verfasservirus (343741) 24 Feb 12, 13:36
Kommentar
Huuuu, flott!!!
Eines der bestgehassten Wörter meiner Teenagerzeit!
So wie frech oder pfiffig bei Mode oder Frisuren.

Das bedeutete, dass es gerade noch bieder genug war, um bei Eltern, Großeltern oder älteren Verwandten durchzugehen.
Wenn meine Mutter mir eine "pfiffige" Frisur oder ein "flottes" Kleid aus einer Zeitschrift vorschlug, konnte sie sicher sein, dass ich das nie, nie niemals tragen würde! ;)
#269Verfasserminima (507790) 25 Feb 12, 12:00
Kommentar
minima, wie nennst du dann eine Frisur oder ein Kleid, das eben nicht "nett, aber fad", sondern eben, nunja, "flott" oder "frech" aussieht? ("Schön" oder "cool" trifft's ja nicht wirklich)
#270VerfasserBirgila/DE (172576) 25 Feb 12, 13:24
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minima, peppig hast Du noch vergessen, das gehört für mich auch in die Kategorie!

Und, um noch mal den Teenager-Ratgeber meiner Mutter aus den 50er Jahren zu zitieren: "Das sieht toll gut aus!" :-)
#271VerfasserLady Grey (235863) 25 Feb 12, 13:26
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@Birgila: Gute Frage ... gar nicht so einfach zu beantworten.
Damals (TM) wäre das höchste zu vergebende Lob "verdammt abgefahren" oder "oberafffengeil" gewesen. Diese Wörter hätte meine Mutter natürlich nie benutzt. Aus ihrem Munde "Das ist aber sehr gewagt!" wäre für mich ein Kompliment gewesen. ;)

Hmm ... wie würde ich jetzt heute ein Kleidungsstück oder eine Frisur nennen, die nicht bieder, sondern etwas gewagt oder ausgefallen ist?
Gewagt geschnitten, interessant, klasse, toll, super, oder auch immer noch abgefahren. ;)


@Lady Grey: Stimmt, peppig war auch ein Grund, das Kleidungsstück sofort in die Kleidersammlung zu geben!
Und Backfisch. Das kommt nur auf dem Hamburger Fischmarkt über meine Lippen! ;)
#272Verfasserminima (507790) 25 Feb 12, 13:53
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Der Backfisch war der Halbstarke, der noch nicht zum teetrinkenden Nagetier mutiert war, nicht wahr?

Das ist mir besonders aufgestoßen, als C.Wulff ein Interview gegeben hat, mit dem er seine Verhalten erklären wollte.
Ständig kam "man" obwohl "ich" richtig gewesen wäre.

Als Bundespräsident IST man "man"! Wer sonst, wenn nicht er?
#273VerfasserRestitutus (765254) 25 Feb 12, 18:31
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Wasn't a "Backfisch" originally a "flapper" - actually a 1920s term?
#274Verfassermikefm (760309) 25 Feb 12, 21:24
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Mike, das haben wir hier schon mal besprochen: Siehe auch: Flapper
#275VerfasserLady Grey (235863) 25 Feb 12, 21:55
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Gestern in einem Roman entdeckt und sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch für unschön befunden: choker bzw. Kropfband.
Und tragen möchte ich so etwas auch nicht!
#276VerfasserLe Chat (489415) 26 Feb 12, 10:22
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Ein Kropfband ist an sich ein wunderschönes Schmuckstück und wichtiger Bestandteil alpenländischer Trachten; nur der Ausdruck dafür ist so grauslig.

fieselige Arbeit
krisselige Haare
herztausige Frisur
Kleinmädchenfrisur
mausfarben (was für einen Farbton soll das beschreiben? Mäuse können doch von weiß über braun bis gescheckt und tiefschwarz so ziemlich jede Farbe haben, je nach Mauseart)
Fingernagelklapperl
etwas handeln, gehandelt haben etc.
Trippelschrittchen
garnierte Schnittchen


#277VerfasserLeseratz (238114) 27 Feb 12, 11:08
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Und schon wieder schreibst Du in einer Sprache, die ich nicht verstehe, Leseratz. Was ist, bitte, eine "herztausige Frisur"? "Frisur" verstehe ich, habe ich auch manchmal, aber "herztausig" habe ich noch nie gehört oder gelesen. Und was ist ein "Fingernagelklapperl"? Meine Fingernägel haben keine Klappen.

Und: Mag sein, dass "mausfarben" unklar bestimmt ist, aber ist das Wort deswegen unschön?
#278VerfasserDragon (238202) 27 Feb 12, 11:54
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mausfarben (was für einen Farbton soll das beschreiben? Mäuse können doch von weiß über braun bis gescheckt und tiefschwarz so ziemlich jede Farbe haben, je nach Mauseart)

How about katzfarben?
#279VerfasserStravinsky (637051) 27 Feb 12, 12:54
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Bei den eindeutigen Farben würde man dann z. B. eindeutig "weiße Maus" sagen können, aber für dieses unbestimmte Graubraun, das spezifisch mausig ist, braucht man das Wort eben.

Die menschliche Entsprechung wäre "straßenköter" als Haarfarbe. :-)
#280Verfassercorbie (745439) 27 Feb 12, 13:09
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Und was ist ein "Fingernagelklapperl"? Meine Fingernägel haben keine Klappen.
Ich kenn' das Wort zwar auch nicht, aber wahrscheinlich handelt es sich dabei um diese unsäglichen Zangen, die einem, unter dem Vorwand, sie "schneiden" zu wollen, die Fingernägel erst verbiegen und dann zerquetschen. Hieß (zuhause, wo es einen gab) glaube ich "Nagelknipser" und auf englisch "nail clippers".
#281VerfasserLady Grey (235863) 27 Feb 12, 13:15
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Ah, danke, Lady Grey. Nagelknipser und nail clippers kenne ich. Aber wo kommt das "-klapperl" her bzw. was bedeutet das?
#282VerfasserDragon (238202) 27 Feb 12, 13:18
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Aber wo kommt das "-klapperl" her bzw. was bedeutet das?

Weil man einen Teil dieser unsäglichen, winzigen Geräte ausklappen kann - soll wohl eine Art Griff sein.

How about katzfarben?
katzenfellfarben ist ein durchaus gebräuchlicher Ausdruck für 'gescheckte', melierte, in Rottönen gesträhnt gefärbtes Haar

herztausig bedeutet in etwas niedlich, herzig, kindlich, süßlich, püppchenhaft, engelhaft - von 'das Herz taut auf'; entsprechende Frisuren lassen die Trägerin kindlicher oder püppchenhafter als gewünscht oder passend erscheinen


Simplfransen (so ein Pony wie Oliver Hardy ihn trägt)
Schlammschlachtenbummler (heute in der Zeitung)
#283VerfasserLeseratz (238114) 29 Feb 12, 09:27
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katzenfellfarben ist ein durchaus gebräuchlicher Ausdruck für 'gescheckte', melierte, in Rottönen gesträhnt gefärbtes Haar Nie gehört.

Schlammschlachtenbummler Finde ich eigentlich sehr originell und als Wort auch nicht unschön.
#284VerfasserDragon (238202) 29 Feb 12, 11:42
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Dragon, du hast recht, je öfter ich Schlammschlachtenbummler lese, desto schöner, rollender und leicht über die Lippen fließend finde ich das Wort; es kommt so gemütlich daher wie die Isar im Spätherbst und man merkt erst hintennach die wenig schmeichelhafte Bedeutung.

Resterampe
Beamtenbesoldung
Lehrlingsvergütung
Pauschbetrag (*grummel*)
Pompon
Kroppzeug
#285VerfasserLeseratz (238114) 01 Mär 12, 12:36
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Nebennierenrindeninsuffizienz (Addison's disease is less of a mouthful)
#286VerfasserLady Grey (235863) 02 Mär 12, 19:43
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@ 210: Ha, Dragon, vielen Dank! An Autorin und Titel dieses Buches versuche ich mich seit Monaten zu erinnern. Ich hatte es mal verschenkt, gerade wegen der Kuchenszene, aber die damals Beschenkte hat es weiterverliehen und konnte sich auch nicht erinnern. Jetzt kann ich es noch mal verschenken- aus gegebenem Anlaß. Hätte doch bei Leo nachfragen sollen!

P.S.Habe keine Zeit, den ganzen Faden zu lesen. Zum Thema hätte ich noch "dementsprechend" anzubieten, dass manche Leute ungefähr so oft wie das schon erwähnte "irgendwie" einstreuen.
#287VerfasserPaperweight (298297) 03 Mär 12, 16:02
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Das - eh - unschönste Wort der - eh - deutschen - eh-eh-eh-eh - also unserer Sprache - eh - ist dieses - eh - also ihr wisst, was ich - eh-eh-eh - meine?
#288VerfasserRestitutus (765254) 03 Mär 12, 20:51
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... nicht zu vergessen das äh... ehm....äh, mit dem einige Politiker ihre Reden anreichern

Redaktionssschluss
Wiedereingliederungsmaßnahme
Proporz (das klingt als wenn jemand heftig r...t, pardon, kräftig die Nase hinaufzieht)
Quallofill-Schlafsack
(F)rostschutzmittel

#289VerfasserLeseratz (238114) 06 Mär 12, 09:37
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Achtet doch auch mal bitte auf das Wort "genau". Das wird heutzutage von jungen Menschen in jedem mir unerklärlichen Zusammenhang benutzt ...
Das Wort geht mir langsam immer mehr auf den Geist (um es mal höflich auszudrücken).
#290VerfasserWolfman (236211) 14 Mär 12, 01:36
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Genau, genau fällt mir vor allem in der Lehrer-Schüler-Kommunikation auf.
Fast jeder Satz, jede Erklärung wird mit "genau" abgeschlossen oder mit "genau genommen" eingeleitet. *grrr*

"proaktiv" hatten wir wahrscheinlich schon, von "proaktive Kundenansprache" bis "proaktive Bewerbung" zum "proaktiven Waschmittel" gruselts einen aller(w)orten.
Da sei die Frage gestattet, ob es denn "kontra-aktiv" gibt oder "aktiv" nicht sowieso immer einen Impuls voraussetzt.
#291VerfasserLeseratz (238114) 14 Mär 12, 13:14
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