| Kommentar | Hallo Minima (@163), Du nimmst mir die - schönen - Worte aus dem Mund und kommst sicher aus dem mittelbairischen Sprachraum.
Schlingel, Schlawiner, Haderlump, Hallodri, Larifari und Lausbua/Lausdeandl Holunder, Hollerbusch und Hollerküachal Quasselstrippe und Ratschkathl Vogerlsalat (österreichisch: "Feldsalat") genau! mit Paradeiser, Gugumere, schwarzen und roten Radi und Radieserl Krawuzi Kapuzi - Petzi Bär und Kasperl lassen grüßen Schabrackentapir, Rhinozeros und Tüpfelhyäne Schwammerl (finde ich viel schöner als das hochdeutsche "Pilze") - geht mir genauso, nur Kniaschwammerl brauch I ned Wammerl (gegartes oder gebackenes Schweinebauchfleisch) und schöne, saftige Ripperl (nix 'spareribs' *brrr*); bacherne Gickerlflügel (nix 'chicken wings') Tausendschönchen, Feinsliebchen Schandmaul (die Musikgruppe?), Saitensprung floribund, moribund, Moritatensänger, zwirbeln, schwurbeln, saugut (dagegen mag ich gar nicht dieses aufgesetzte "saulecker" in einer Wurstwarenwerbung) - "saulecker" hört sich dermaßen grauslig an, saugut hat dagegen einen sauguaten Klang; schmauchen (z.B. Pfeife rauchen), schmökern (rauchen und/oder lesen), schmachten/anschmachten, Schmachtfetzen schmausen, Katzenschmaus, Schmankerl, Gassenschänke, Schankbursch, Buschenschank störrisch, gstarrig modrig, Moderhöhle grummeln, verkrumpfeln/verkrumpfelt, Grummelfümferl! Zimtzicke (eine der schönsten Beleidigungen für ... hmmm ... naja, eben eine Zimtzicke ;) - vor allem, wenn es sich um eine altmodische Zimtzicke handelt schmurgeln (leicht vor sich hin braten), schlenzen, Schlawiner, Dreiquartelprivatier, Schachterlwirtmenü Glühwürmchen, Marienwürmchen, Egerling und Engerling Knuddeltier, knuddeln, knarzen, knorzig, knorrig, Kuddelmuddel Zilpzalp schiach (österreichisch "hässlich", aber ich finde das Wort schön) - a schiache Hüttn! a sauberner Saubär
Schön fand ich als Kind auch: "Ein goldenes Warteweilchen und ein silbernes Nixchen" (auf Gequengel, weil ich irgendetwas haben wollte: "Das kannst du haben: Ein ..." Hat mich zwar nicht zufriedengestellt, aber ich fand die Wörter bzw. den Satz so schön, dass ich mich meist damit abgefunden habe.) Der Spruch ist so wunderschön, den merk' ich mir! Ich kenne nur die Version A Wartaweil und a laars [leeres] Schachterl. auch schön: A Schachterl Ibidum, a weng Haumiblau und a Flascherl Schbeibaweng/Speibaweng.
Eines meiner Lieblingsworte in meinem heimischen Dialekt: Äppelränzje Das ist eine in Ausbackteig gewendete Apfelscheibe, in der Pfanne oder Friteuse gebacken. In meiner Familie/meinem engeren Bekanntenkreis auch ein liebevoller Ausdruck für eine rotwangige, rundliche Person. Da kriegt man ja schon beim Lesen Appetit. Mein Favorit ist Apfelschnee.
Unter anderem meine liebsten Wortschöpfungen stammen von Loriot: Krawehl! Krawehl! Taubtrüber Ginst am Musenhain! Trübtauber Hain am Musenginst! Krawehl!
Und dann sind mir noch die verschiedenen regionalen Begriffe für "Brötchen" eingefallen. Meine persönliche "Schönheitsskala" von 1 = sehr schön bis 7 = hässlich: Da geb ich Dir recht! 1. Weckerl 2. Semmel , Sternsemmel, Loawal 3. Brötchen (naja, nichtssagend halt) 4. Weck, Wecken, Wasserweck 5. Stöllchen 6. Schrippe (liebe Hamburger und Berliner, bitte nicht böse sein! Hab in beiden Städten schon gelebt und viele schöne Wörter kennengelernt, aber "Schrippe" klingt fast so nach ausgebissenem Zahn wie 7. ;) 7. Kornbeißer, Kornecke, Knacki, Krusti (da gibt's durchaus welche drunter, die mir schmecken, aber ich finde, die hören sich schon nach Zahnarzt an ...)
Kastanie oder Brezensemmel anstatt *Laugenbrötchen (brrr, bei dem Ausdruck denk' ich entweder an ausgelaugt oder an Seifenlauge und es schüttelt mich)
Kerndlbrot
(Quark-/Topfen-)Maus/-Mais = kleine fettgebackene süße Quarkteignocken vom Bäcker
Tabaktrafik ("Tabaktarrafik")
lilablassblau kohlrabenschwarz gackerlgelb lindgrün
Krokodilstränen Rabenaas Kolkrabenkolonie Lingerie Kolonialwarenhändler
Hinterpfuideifi
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