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TopicHallo! - Wie melde ich mich am Telefon?69 replies    
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In Deutschland gilt es als unhöflich, sich bei einem Anruf einfach mit Jaaa? oder Hallo! zu melden.

Ändern sich die Zeiten oder übernimmt man Sitten aus dem Ausland? Ich habe gestern mit jemand (geschäftlich) telefoniert, der ist ein Einwanderer und hat aber einen deutschen Pass. Er meldete sich einfach mit "Ja?"

Ich war fast versucht zu sagen, "Hallo hier ist auch Ja." In Schottland fand ich es schon nervig, nur immer ein fröhliches Hello! zu hören. Ich kann doch nicht einfach drauflosreden ohne zu wissen wer da dran ist. Jeder von uns hat sich doch schon einmal verwählt.

Haben unsere lieben natives da einfach andere Regeln, finden sie die deutsche Gewohnheit sich mit Namen zu melden als zu Prussian?

Entschuldigt bitte wenn das hier nicht so gut aufgehoben ist, dann verziehe ich mich in ins QZ und betätige die Dampfpfeife.
AuthorPuppengesicht (807439) 24 Feb 12, 11:09
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Da, wo sich im Ausland mit "hello" gemeldet wird, fragt die anrufende Partei üblicherweise (wenn die Stimme nicht erkannt wird), ob die erwartete Person am Telefon ist. Hello - is this Peter?

Hier in Deutschland halte ich es für eine Unsitte, sich nicht mit Namen zu melden, aber da in der Öffentlichkeit jedes Gespräch mitgehört wird, fällt mir, älteres Semester, schon lange auf, dass die meisten Mobiltelefonnutzer dieser Unsitte anhängen. Aber wir älteren Semester müssen nicht jeder Unsitte anhängen; ich melde mich mit Namen.
#1AuthorWerner (236488) 24 Feb 12, 11:14
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Wenn ich die Nummer des Anrufers am Mob oder privat nicht erkenne, gibt's ein "Hallo" - könnt ja sonstwer sein. Im Büro melde ich mich dagegen natürlich in diesen Fällen mit Name und Firma. Erkenne ich die Nummer des Anrufers, begrüße ich ihn/sie mit "Hallo/Grüß Dich/whatever, Klaus/Bärbel/Hinnerk ..."
#2AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Feb 12, 11:18
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Naja, beim Mobiltelefon ist ja auch klar wer drangeht, das gilt fürs Festnetz nicht (verwählen gibts da ja auch paraktisch nicht mehr, da ja jeder alle Nummer speichert...und die Zeiten von "falsch verbunden" sind eh vorbei).
Da fände ich es auch etwas übertrieben, sich mit Namen zu melden.

Aber sobald mehrere Leute rangehen könnten, finde ich es schon hilfreich, zumal ich am Telefon spontan schlecht Stimmen auseinanderhalten kann...ich muss aber zugeben, dass ich mich meist auch nur mit "Hallo" melde...
#3AuthorYora Unfug (694297) 24 Feb 12, 11:19
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traditionell wird in Deutschland erwartet, dass sich der Angerufene mit Namen meldet. Es gibt aber auch immer mehr Menschen, die das bewusst nicht so halten.

Ich melde mich mit absicht immer mit "hallo" oder "ja". Seitdem jeder ein Mobiltelefon besitzt weicht sich dieser strenge Brauch immer mehr auf.
#4AuthorUljae (831733) 24 Feb 12, 11:19
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Doppelprost...wollte nur editen, dass es am Handy ja fast kein verwählen mehr gibt
#5AuthorYora Unfug (694297) 24 Feb 12, 11:19
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Vielleicht sind die alle nur fürchterlich gereizt und meinen "Hallo?" im Sinne von "geht's noch?"....:-)

Sich nur mit hingebelltem Namen melden ist auch nicht so toll, da muss man doch bei Unbekannten praktisch jedesmal noch einmal nachfragen, wer da jetzt spricht, oder versteht ihr auf Anhieb jeden Namen am Telefon?
#6AuthorSpinatwachtel (341764) 24 Feb 12, 11:23
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#1: Bei Mobiltelefonen könnte ich es noch verstehen, da verwählt man sich selten weil man den Namen drückt und automatisch wählen lässt. Und der Angerufene sieht meinen Namen auf der Anzeige.

Es wäre ja auch Unsinn, nur weil die Öffentlichkeit zuhört meinen Namen zu verschweigen aber dann munter die geheimsten Verabredungen zu besprechen.

Wie auch immer, ich melde mich immer kurz mit Nachnamen. Dann ist dem Anrufer klar, mich am Telefon zu haben und nicht den Arbeitskollegen. Das ist für mich erstens höflich und zweitens sicher.
#7AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 11:25
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Ich kann doch nicht einfach drauflosreden ohne zu wissen wer da dran ist.
A typical phone conversation in the UK goes something like this:

ring ring
a: Hello?
b: Hello, is that Mary?
a: No, hang on a mo.
c: Hello?
b: Hi Mary, it's Jane.

or

ring ring
a: Hello?
b: Hello, is that Mary?
a: Yes.
b: Hi, it's Jane.

You never have to talk to someone without knowing who they are. And you never have to tell a stranger your name; you can wait until you see that they do actually know who they are ringing before you tell them who you are.
#8AuthorCM2DD (236324) 24 Feb 12, 11:36
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Nein es war (bei mir) kein Mobiltelefon.
Und ob der Anrufer ein Mobiltelefon besitzt und sich schlecht verwählen kann, das weiß ich doch im Augenblich des Angerufenwerdens nicht.

#4: Sich mit Absicht mit "ja!" zu melden, finde ich schon sehr unhöflich. Seinen Namen zu bellen allerdings auch, das ist ja wohl klar.

Bei Kindern im Haushalt ist es auch immer ärgerlich, da kann man Stimmen schlecht auseinanderhalten. Ist jetzt die Tochter dran oder die Mutter, das muß man immer erst vorsichtig nachfragen. Ich bringe meinen Kindern bei, sich immer mit Vor- und Zunamen zu melden. Irgendwie ist es für mich noch eine gute Sitte. Oder ich bin tatsächlich schon zu alt für diese Welt.
#9AuthorPuppengesicht (807439) 24 Feb 12, 11:39
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#5 schön wäre es - wir mussten eine schöne (kurze!) alte Telefonnummer aufgeben, weil wie mit 160 anfing und wir nur noch Handytelefonierer auf dem AB hatten, die nicht die komplette Nummer gewählt hatten.
#10AuthorLady Grey (235863) 24 Feb 12, 11:45
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Schöner Brauch, offenbar im Aussterben. Unsere Eltern haben uns auch beigebracht, sich mit Vor- und Nachnamen zu melden, während sie nur den Nachnamen sagten. Es wäre also nicht nötig gewesen, mich dauernd mit meiner Mutter oder einer nichtvorhandenen Sekretärin zu verwechseln, wenn es ums zu Hause aufgeschlagene Büro meines Vaters ging...

Den Vogel abgeschossen hat aber der Bankberater, der schön österreichisch korrekt "Herrn Diplomingenieur tigger" sprechen wollte und dann nicht wusste, ob er tiggervater oder tiggerbruder meint. Dabei haben die nicht den gleichen Vornamen.
#11Authortigger (236106) 24 Feb 12, 11:46
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Ähm, ich kann mich durchaus auch mit dem Mobiltelefon verwählen, nämlich immer dann, wenn ich jemanden anrufe, dessen Nummer ich nicht fest einprogrammiert habe. Und umgekehrt kann ich auch nicht immer sehen, wer mich anruft, weil natürlich auch nur dann der Name angezeigt wird, wenn ich den Anrufer einprogrammiert habe. Manchmal erkenne ich die angezeigte Nummer, manchmal aber auch nicht, und manchmal hat der Anrufer auch die Anzeige unterdrückt, dann steht auch bei Leuten, die ich einprogrammiert habe, "unbekannt" auf dem Display. Das mit der Rufnummerunterdrückung macht auch nicht jeder absichtlich, mein Schwiegervater z.B. hat das anscheinend irgendwann eingestellt, ohne es zu wissen. Meine Mutter ist schon mit SMS überfordert, der traue ich so etwas auch zu.

Soviel dazu. Ich melde mich immer mit meinem Nachnamen, es sei denn, ich erkenne auf dem Display des Mobil- oder Festnetztelefons den Namen oder die Nummer des anrufers, dann melde ich mich je nach Person und Laune auch mit "Hallo", "Hallo + Name", "Wer stört?", "Bongschuur" o.ä. Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, meldeten wir Kinder uns mit Vor- und Nachnamen, unsere Eltern nur mit Nachnamen.
#12AuthorDragon (238202) 24 Feb 12, 11:50
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"Penner."
"Sie, was fällt Ihnen ein?"
"Nein, ICH heiße doch Penner!"


Mir wurde als Schlüsselkind beigebracht, mich mit "Hallo" zu melden, damit kein potenziell Pädophiler meinen Nachnamen herausbekommt. So habe ich es am Privattelefon aus Gewohnheit beibehalten, zumal mein einsilbiger Nachname nicht gerade leicht verständlich ist, so dass die meisten Leute sowieso erst einmal nachfragen müssen.

Ich denke auch, dass das Melden mit Namen aussterben wird. Jetzt stellt euch vor, da meldet sich eine Zementa-Schakkeline Lautschneuzer-Schnatterberger am Telefon!
#13AuthorRestitutus (765254) 24 Feb 12, 11:51
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Als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, hab ich mich mit Vor- und Nachnamen gemeldet. Das hielt einige aber trotzdem nicht davon ab mich mit meiner Mutter oder sogar mit meinem Vater zu verwechseln. (Mein Vorname ähnelt WEDER dem von meiner Mutter NOCH dem von meinem Vater.)

Seit ich alleine wohne, melde ich mich grundsätzlich nur noch mit meinem Nachnamen.
#14AuthorCeeJayThe1 (764057) 24 Feb 12, 11:53
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Ich melde mich sogar in meiner eigenen Wohnung meistens noch mit Vor- und Nachnamen, weil ich das einfach so drin habe. Das aber nur, wenn nicht jemand anruft, dessen Nummer ich kenne, dann sage ich meistens auch "Hallo X".
#15AuthorJanZ (805098) 24 Feb 12, 11:58
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#5 schön wäre es - wir mussten eine schöne (kurze!) alte Telefonnummer aufgeben, weil wie mit 160 anfing und wir nur noch Handytelefonierer auf dem AB hatten, die nicht die komplette Nummer gewählt hatten.


Das ist harmlos. Der Doof von der Telekom hat es mal geschafft, eine Weile lang die Anrufer eines Callgirls zu uns umzuleiten - zum Teil mitten in der Nacht. Meine Mutter hat so einen Anruf um 2 Uhr in der Frühe in einer Weise beantwortet, dass dem Kerl wohl alles vergangen sein muss. Danach wurde bei uns aus Sicherheitsgründen das generelle "Hallo" am Telefon eingeführt.

#16AuthorRestitutus (765254) 24 Feb 12, 11:58
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#11; 12; 14: Genauso erging und geht es mir auch!

#13: Die Begründung habe ich noch nie verstanden. Ich kenne eine ältere Dame die sich nur mit Hallo meldet weil sie Angst vor Perversen hat.
Ja und jetzt? Wenn einer sie ständig ärgern will und sie Nachts anbimmelt hat das doch nichts damit zu tun ob sie sich mit Schneider oder Hallo meldet.

Ein Perverser wird schon soviel Gehör besitzen um auch nur aus dem "Hallo" eine Frau zu erkennen. Und wenn er daraus vermutet, sie wäre ein wenig ängstlich, dann ist sie doch erst recht ein Opfer.
#17AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 12:02
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*kopfkratz* Warum haben ältere Damen eigentlich solche Angst vor "Perversen"?
#18Authortigger (236106) 24 Feb 12, 12:12
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@8, CM2DD:

oder auch ab und zu noch:
ring ring
a: three-four-eight-six-five-two!
b: ??
b: Hello, is that Mary?
a: Yes.
b: Hi, it's Jane.

Wenn man anruft, ist es ja noch nicht so tragisch. Verwirrend und unangenehm finde ich es, wenn ich das Telefon abheb, mich der Anrufer sogleich erkennt und anfängt, mir sein Anliegen vorzutragen, und ich hab leider absolut keine Ahnung, wer das nun sein mag. Das finde ich durchaus unhöflich, und es passiert oft (zumindest, wenn ich das Telefon in dem Verein, in dem ich Mitglied bin, abhebe).

Damals in Deutschland hat meine Mutter sich nur mit Nachnamen gemeldet, ich mit Vor- und Nachnamen. Bis ich alleine wohnte, da hab ich mich dann auch nur mit Nachnamen gemeldet.

#19Authoranorak (489071) 24 Feb 12, 12:28
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#16: Danach wurde bei uns aus Sicherheitsgründen das generelle "Hallo" am Telefon eingeführt.

Ich mich auch am Kopf kratz: Und dadurch haben die Anrufe aufgehört?
#20AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 12:28
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Deswegen habe ich ja gesagt, am Handy gibt es fast kein Verwählen mehr...klar, jeder kennt eine Geschichte wie #10, oder kennt jemanden, dem es so gegangen ist. Aber sich mit Namen zu melden für den Fall, dass jemand sich verwählt haben könnte, ist wohl etwas unverhältnismäßig.

Als ich noch zu Hause gewohnt habe, habe ich mich immer brav mit Vorname+Nachname gemeldet, da hat es mich auch bei Freunden immer sehr gestört, wenn ich die beim Anrufen nicht von ihren Geschwistern oder Eltern unterscheiden konnte.

Jetzt in der WG melde ich mich nur mit Hallo oder Ja, da rufen eh nur Leute an, mit denen ich per du bin (von ein paar Marktforschern und Beratern mit tollen Angeboten mal abgesehen), und von denen die meisten überlegen müssten, wie mein Nachname überhaupt lautet, da fände ich es wenig hilfreich, ja sogar etwas distanziert, meinen Nachnamen zu sagen....

Edit:
#19: Ein namenloser Anrufer ist mir auch mit das Schlimmste, vor allem wen es für einen Mitbewohner ist, und ich soll ihm was ausrichten ("Ja Hallo ich bins, ist der XX da? Nein? Sag ihm doch bitte, er soll mal zurückrufem").
Und dann muss ich mich dumm fühlen, dass mir nicht sofort klar ist, wer das sein mag...
#21AuthorYora Unfug (694297) 24 Feb 12, 12:30
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Lustig ist mir immer zumute, wenn sich jemand verwählt hat und bei mir landet. Ich melde mich immer mit Namen, und dann kommt "äh, wer ist da?" und meine Antwort: "Das habe ich gerade gesagt; wer sind Sie denn?". Dann besinnt sich die andere Seite plötzlich der Manieren und sagt den Namen und entschuldigt sich für das Verwählen.
#22AuthorWerner (236488) 24 Feb 12, 12:39
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Ich melde mich auch mit Nachnamen.
Wenn mir jemand etwas Böses will, wird ihn auch ein neutrales "Hallo" davon nicht abhalten, oder?

Wenn mir das Display verrät, wer der Anrufer ist, bekommt dieser natürlich eine persönliche Begrüßung, die z.B. "Du schon wieder?" oder "Na endlich!" oder "Wie schön, gerade habe ich an dich gedacht!" lauten kann. ;)
#23AuthorFragezeichen (240970) 24 Feb 12, 12:48
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Ich habe auf meinem finnischen Mobiltelefon eine App, die mir den Anrufernamen auch dann zeigt, wenn er noch nicht in meinen Kontakten enthalten ist, und anbietet, Namen und Nummer dort zu speichern.

Das geht natürlich nur, wenn die Nummer nicht von vornherein unterdrückt ist. Bei Privatpersonen akzeptiere ich das; Firmen bekommen gesagt, dass das ungesetztlich ist und ich mit solchen Leuten keine Geschäfte abschließen werde, bevor ich unmittelbar danach auflege.
#24AuthorWerner (236488) 24 Feb 12, 12:55
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@Werner: Ich habe [..] eine App, die mir den Anrufernamen auch dann zeigt, wenn er noch nicht in meinen Kontakten enthalten

Ui, blöde Frage, wie funktioniert das? Wird der Name vom Anrufer mit übermittelt, d.h. ich kann mir als Handybesitzer aussuchen, wie ich bei anderen erscheine?
#25AuthorYora Unfug (694297) 24 Feb 12, 12:59
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Ich vermute, die App schaut im überall im Netz vorhandenen Telefonbuch nach Nummer und Namen.
#26AuthorWerner (236488) 24 Feb 12, 13:02
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Stimmt, "mittlerweile" gibt's ja auch Telefonbücher für Handynummern ;-)
#27AuthorYora Unfug (694297) 24 Feb 12, 13:05
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Sorry, nicht ganz zum Thema...

Ich habe neulich eine "App" gesehen, die fand ich vom Titel genial. Sie nannte sich "Hol mich App!" und damit konnte man sich - das nächstgelegene Taxi bestellen.

#24: es fehlt nur noch eine Heinzelmännchen das die Anrufer nach Privat und Firma unterscheiden kann, um unterdrückte Nummern zu sortieren.
#28AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 13:11
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Also, bei uns war es auch: bei meinen Eltern zu Hause melde mich mit Vor- und Nachnamen (heute mit Sauerlandelch bei "Mädchenname"), bei mir zu Hause mit Nachnamen. Meine Kinder melden sich netterweise mit "Hallo, hier ist Vorname Nachname".

Leider habe ich meiner Haushaltshilfe das noch nicht beigebracht. Mein Vater fragte mich letztens "und wer ist denn nun Hallo?".
#29AuthorSauerlandelch (714588) 24 Feb 12, 13:24
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In Büro ist es natürlich anders, da habe ich ein display und sehe, wer da anruft und reagiere dann je nach dem.
Aber wenn ich mal unter Tags zuhause bin, was sehr selten vorkommt, bin ich immer wieder erstaunt wer da alles anruft. Sicher zehn Anrufe aller möglicher Meinungsumfrager, Verkäufer, Versicherungs- und anderer Agenten. Da bin ich dan froh mich nur mit einem "ja" oder "hallo" zu melden.
#30AuthorUljae (831733) 24 Feb 12, 13:51
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Da behelfe ich mir immer mit einem "Frau nix da. Du später anrufe. Wenn Frau widder da" ;-)
#31AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 24 Feb 12, 13:52
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In der Firma melde ich mich mit [Firmenname], CJ, Guten Tag.

Wenn mich privat jemand anruft (ohne Rufnummerübertragung oder mit unbekannter Nummer) sage ich "Hallo", oder "Guten Tag" und warte darauf, dass sich die anrufende Person identifiziert. Die wissen, wen sie anrufen wollten und wollen was von mir, ich weiß noch gar nicht, wer am anderen Ende ist und ob ich überhaupt mit der Person kommunizieren will. Verwähler sind nicht sooo selten, und Callcenter eine permanente Pest.

Ich sehe es entschieden als Bringschuld der Anrufenden, mitzuteilen, wer sie sind. Das kann auch schon mal vorkommen, dass ich nachfrage, wer da ist, wenn ich nur ein "hallo" zurückbekomme und die Stimme nicht erkenne.
Nachdem mir einmal jemand bei einem Telefonat Nachts um halb 1 beharrlich die Antwort verweigert hat - ich weiß bis heute nicht, ob da eine beleidigt war, weil sie dachte, ich müsse sie an der Stimme erkennen, oder ob jemand einen blöden Scherz gemacht hat - bin ich da noch beharrlicher als früher.

Genauso selbstverständlich melde ich mich mit "Hallo hier ist CJ", wenn ich jemanden anrufe.
#32AuthorCJ de (236383) 24 Feb 12, 13:59
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nein, ich versuche meistens freundlich aber bestimmt zu sein, wenn ich weiß, dass am anderen Ende ein armer call-center-agent auch nur seinen sch**** Job machen muss.

Frage OT: wieviele dieser blöden Bindestriche muss ich eigentlich bei call center agent verwenden? Oder soll ich das Call-Center-Agent schreiben, oder call-center agent oder call-center agent? Oder ist auf Deutsch nur Callcenter-Agent erlaubt?
#33AuthorUljae (831733) 24 Feb 12, 14:00
Comment
#30. Ich sehe da jetzt nicht so den Zusammenhang. Zugestanden, mich rufen keine 10 Verkäufer und Meinungsumfrager an. Da habe ich wohl Glück. Aber selbst wenn, wollen sie mir nichts verkaufen wenn ich nur Jaaaa? sage?

Ab einer bestimmten Uhrzeit gehe ich gar nicht mehr ans Telefon wenn die Nummer unterdrückt ist. Egal wer es ist, soll er uns doch auf das Tonband sprechen.
#34AuthorPuppengesicht (807439) 24 Feb 12, 14:01
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Wenn Bindestriche, dann zwischen allen Wortteilen. Also Callcenter-Agent oder Call-Center-Agent, definitiv nicht Call-Center Agent. Bei den ersten beiden Varianten weiß ich allerdings nicht, ob es eine "richtigere" gibt.

@34: Kann das sein, dass Du deutlich jünger als 40 bist?
#35AuthorCJ de (236383) 24 Feb 12, 14:02
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Bei lästigen, unverlangt anrufenden Verkäufern (hat ja zum Glück nachgelassen) melde ich mich wie gewohnt. Ich kann ja vorher nicht wissen wer dran ist. Es stört mich auch nicht wenn sie dadurch wissen wie ich heiße. Damit können die gar nichts anfangen und haben es auch nach 10 Sekunden wieder vergessen.

Wenn ich dann den Braten rieche, sage ich freundlich: "kleinen Moment bitte!", lege den Hörer auf den Tisch und arbeite in Ruhe weiter.

Damit tu ich sogar noch ein gutes Werk, denn ich verschone andere Mitbürger drei bis fünf Minuten lang vor lästigen Anrufen.
#36AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 14:17
Comment
#35: Kann das sein, dass Du deutlich jünger als 40 bist?

Na, ist das jetzt eine kleine Meinungsumfrage à la Callcenter-Agent? ;>
#37AuthorPuppengesicht (807439) 24 Feb 12, 14:25
Comment
Nö, ich vermute nur, dass es "Generationsunterschiede" in Punkto ... hmm ... Datenschutzeinstellung geben könnte.

Und BTW: Meinen Nachnamen gibt es im Berliner Telefonbuch ungefähr 5 mal, wenn ich "Müller" hieße, würde ich mich evt. auch mit dem Nachnamen melden, das hätte ähnlich viel Informationswert wie "Hallo".

Ihr seht das demnach nicht so, dass es Aufgabe des Anrufenden ist, sich zuerst zu identifizieren? Findet ihr es auch in Ordnung, wenn ihr auf der Straße von schräg hinten (also von da, wo ihr den Sprecher (sic!) nicht seht) angesprochen werdet? (ich meine jetzt nicht die Gelegenheiten, wo einem jemand drauf aufmerksam macht, dass man etwas verloren hat, sondern wenn Leute ein Gespräch suchen).
#38AuthorCJ de (236383) 24 Feb 12, 14:42
Comment
#Harri Beau:

Wenn man davon ausgeht, dass "Perverse" einfach irgendeine Nummer wählen, könnten sie bei Nennung des Namens das nächste Mal gezielt wieder anrufen. Oder wüssten sogar, wo man wohnt.

Es gab früher sogenannte Telefonbücher, die einschließlich Adresse alles der Öffentlichkeit preisgegeben haben. :-)
#39Authorcorbie (745439) 24 Feb 12, 14:45
Comment
Ich hatte immer eine ganz nette Methode um so ungebetene "Mir was andrehen wollen"-Anrufer abzuwimmeln.

Einige hatten die kuriose Angewohnheit, mich mit einem falschen Nachnamen anzusprechen. (Es fehlte nur EIN Buchstabe).

Und wenn die dann immer meine Daten bestätigt haben wollten ging's los:

Ich: "Ich nenn ihnen meine Daten nicht."

A: "Aber Sie haben das doch ausgefüllt. Ich muss das nur noch mal durchgehen."

Ich: "Wenn ich das ausgefüllt hätte, dann würden Sie mich mit meinem richtigen Namen ansprechen."

A: "Wieso, wie heißen Sie denn richtig?"

Ich: "Na, wenn Sie doch von mir ausgefüllte Sachen vorliegen haben müssten Sie das doch wissen."

Dann hab ich immer aufgelegt.
#40AuthorCeeJayThe1 (764057) 24 Feb 12, 14:49
Comment
Das ist bei mir auch so, wenn mich jemand auf dem Handy anruft, dass ich mit "Hallo" antworte, da ich ja die einzige bin, die das Handy abnehmen sollte. Wenn sich der andere verwählt hat, dann wird er mir das schon sagen. Wenn ich selbst anrufe und sich jemand mit "Hallo" meldet, frag ich auch nach.

Was mir im "Telefontraining" von Deutschen eingeprügelt worden ist, sich beim Antworten oder Rauswählen mit Firma/Vor- und Nachnamen/Begrüssung zu melden, was mir immer etwas Kopfschmerzen bereitet hat. Instinktiv melde ich mich beim Rauswählen mit Hallo dann (jenachdem ob der, der antwortet, sagt "Hallo Mandy hier" oder "Guten Tag Sie sprechen mit Frau Müller") nur mit Vornamen oder mit beidem und dann mit der Firma.

Da ich beruflich das Telefon für mehrere Sprachen beantworte, melde ich mich beim Anruf nur mit Firma/Namen. Ich habe schon die Erfahrung gemacht dass z.b. ein Franzose anruft und ich antworte mit "Buchhaltung" oder "XY am Apparat" und der denkt sich "Sch.., ich sprech kein Deutsch, ich häng wieder ab"
#41AuthorMelik90 (437827) 24 Feb 12, 14:54
Comment
#39: Wenn er das "Hallo, wer ist da bitte?" irgendwie anregend findet, dann drückt er auf Wahlwiederholung um es noch einmal zu genießen. Da sehe ich keinerlei Unterschied.

Und ob jemad weiß wo ich wohne ist auch unabhängig vom Name oder ja bitte? Denn entweder kann ich die Nummer über Rückwärtssuche nach der Adresse suchen lassen oder eben nicht. Wenn ich z.B. gar nicht im Telefonbuch stehe. Und dann würde auch ein Name nichts nützen.

Ich kenne eine alleinstehende Dame, die hat sich ihren AB von einem Mann sprechen lassen. Wer sie kennt weiß um den Zusammenhang und Fremde interessiert es nicht. Damit fühlt sie sich aber sicherer vor nächtlichen Spinnern.
#42AuthorHarri Beau (812872) 24 Feb 12, 14:57
Comment
Ich verstehe immer noch nicht, was so schlimm ist an nächtlichen Spinnern. Ich bin bisher einmal von einem solchen frühmorgens angerufen worden - er wollte sich mit mir darüber unterhalten, ob ich wüsste, was seine Nachbarin gerade macht. (Schlafen?) Jedenfalls hab ich ihm was Nettes, Grobes gesagt und aufgelegt. Hat sich nicht noch mal gemeldet.
#43Authortigger (236106) 24 Feb 12, 15:03
Comment
Ich antworte einfach mit "Hallo". Wenn Du anrufst, versuchst Du in mein Haus zu kommen (sozusagen), und *ICH* habe das Recht zu wissen, wer Du bist. Du hast kein Recht zu wissen, wer ich bin. Egal, ob jemand das unhöflich findet.
#44AuthorTom (AE) (237076) 25 Feb 12, 04:07
Comment
Kommissar Hinrichs (Uwe Steimle) in Polizeiruf 110 meldet sich so: "Teilnehmer!?"; sein Kieler Tatort-Kollege Borowski (Axel Milberg) sagt "Ich höre", und zwar fast ohne Fragezeichen.

Mir sind beinahe alle bisher im Faden erwähnten Formen recht. Ich selbst halte es wie Tom (#44), und zwar aus denselben Gründen.

Eine gruselige Unsitte sollte nicht unerwähnt bleiben, nämlich das Kundenabschreckungsprogramm vieler Firmen, hier am Beispiel eines Hotels. Die Bindestriche dienen lediglich der Lesbarkeit; in gesprochener Marketingwirklichkeit ist das alles ein einziges Wort: "Das-Florint-Romantik-Sporthotel-in-Huppental-Selbergeld-guten-Tag-mein-Name-ist-Karoline-Meier-Bindestrich-was-kann-ich-für-Sie-tun?"
#45AuthorDritte_Schicht (804716) 25 Feb 12, 04:36
Comment
Nervt euch eigentlich nicht diese blöde Zeitverschwendung???

Vergleicht mal:

Deutschland:
ringring
A: "Klaus Müller"
B: "Hallo Klaus, hier Peter, ich wollte dich fragen, ob blablabla"

Woanders:
ringring
A: "Hallo?"
B: "Hallo, bist du das Klaus?"
A: "Ja, wer spricht bitte?"
B: "Hi, hier Peter"
A: "Oh hallo, was gibt's?"
B: "Ich wollte dich fragen, ob blablabla..."

Version 2 hat mich in Kanada desöfteren rasend gemacht.
#46AuthorBirgila/DE (172576) 25 Feb 12, 09:38
Comment
#46: Nervt euch eigentlich nicht diese blöde Zeitverschwendung???

We Brits like small talk! ;-)
#47AuthorKinkyAfro (587241) 25 Feb 12, 09:57
Comment
Ich melde mich daheim am Festnetz (gibt mir nicht die Nummern der Anrufer) mit meinem Nachnamen (den es in Köln übrigens überhaupt nicht im Telefonbuch gibt und der auch nur in einer sehr kleinen Region in Deutschland häufiger auftaucht). Wenn nach Mitternacht noch das Telefon läutet, dann wird's auch schonmal nur ein "Ja bitte?"

In der Firma melde ich mich "Firmenname - Vorname - Bonjour", meine ausschließlich französischen Kunden mit meinem Nachnamen zu überfordern unterlasse ich einfach. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und wird von vielen Kolleginnen und Kollegen ebenfalls angewandt.

Bei Anrufen auf dem Mobiltelefon handhabe ich das spontan. Anrufer, deren Nummer ich kenne oder die ich eingespeichert habe, begrüße ich meistens namentlich ("Hallo Peter!") oder auch schon mal nur mit "Ja, Tach auch!".
Anrufe von unbekannten oder nicht übermittelten Nummern nehme ich je nach Tagesform mal mit "Hallo?" oder mit "Nachname" an. Wenn ich z.B. auf einen Rückruf von einem Handwerker o.ä. warte, werde ich mich beim nächsten Mobiltelefonklingeln mit großer Wahrscheinlichkeit mit meinem Nachnamen melden.

Lästig finde ich gelegentlich Anrufe meines Mobilnetzbetreibers, wenn er mich auf neue Tarife o.ä. aufmerksam machen will. Generell finde ich die Info ja durchaus nützlich, aber dieses Gesülz drumrum braucht doch keiner.
Zuletzt so erlebt:

ringring
ich: "Nachname"
Typ: Guten Tag. Telefonfirma-mein-Name-ist-Sowieso. Spreche ich mit Frau Chaja Nachname?
ich: mit wem sonst?
Typ: Schön, daß ich Sie persönlich erreiche, Frau Nachname. Sie haben zur Zeit den Sowieso-Tarif mit.....
ich: Tun Sie mir einen Gefallen. Sparen Sie sich den Sülz und kommen Sie auf den Punkt: Was ändert sich, welche Vorteile ergeben sich für mich und wo ist der Haken?

Schon alleine dieses "Schön, daß ich Sie persönlich erreiche" *tastaturbeiß*. Auf meinem Mobiltelefon erreicht man NUR mich. Und NUR persönlich. Sonst erreichte man mich nämlich einfach gar nicht.
Wann teilt mal jemand diesen Telefonschulungsheinis mit, daß ein Anrufer sich von diesem Gesülze nur belästigt fühlt und es mitnichten bauchpinselt oder sonstwie zur Kundenbindung beiträgt?
#48AuthorChaja (236098) 25 Feb 12, 10:04
Comment
#16: Danach wurde bei uns aus Sicherheitsgründen das generelle "Hallo" am Telefon eingeführt.
Ich mich auch am Kopf kratz: Und dadurch haben die Anrufe aufgehört?


Nein, die Anrufe haben nach einer massiven Beschwerde bei der Chefin des Doof aufgehört. Da mein Nachname aber sehr selten ist, wäre es für jeden Perversling ein Leichtes gewesen, herauszufinden, wo da gerade ein wehrloses Kind alleine zu Hause war, an dem man sich vergehen könnte. Deswegen durfte ich mich danach nicht mehr mit Nachnamen melden.
#49AuthorRestitutus (765254) 25 Feb 12, 10:16
Comment
Wir haben u.a. ein Familienhandy, das alle benutzen. Ab und zu ruft einer dieser "Wir haben wieder mal einen neuen, komplett unverständlichen Tarif für Sie"-Telekomdeppen an:

Birgila: "Vorname Nachname"
Volldepp von der Telekom: "Spreche ich mit Herrn Ganzanderervorname Ganzanderernachname?"
#50AuthorBirgila/DE (172576) 25 Feb 12, 13:20
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Als Kind in Kapstadt meldete ich mich ausschließlich mit der Nummer des Anschlusses, wie wir es in der Familie alle taten.
"3 - 7 - double 9 - 3?"
"Oooh, isn't that the South African Airways?"
"No, you've got the wrong number. You need to dial the 4 - 3 - 7 - double 9 - 3!"
Dies passierte laufend.

Verstehe immer noch nicht, warum ich nicht als Mitarbeiterin der Flughafenzentrale galt. Piepsstimme hin oder her... :-)

Auch merkwürdig, dem Anrufer die gewählte Nummer zu wiederholen. Muss wohl Standard gewesen sein.


#51AuthorBraunbärin (757733) 25 Feb 12, 13:26
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Habt Ihr einmal an (Lese-)Brillenträger gedacht, die oft gar nicht erkennen können, was das Display anzeigt?

Bei den Smart-Telefonen mit Touchschirm verwähle ich mich permanent. Diese Dinger sollten nach Handschuhgrössen verkauft werden.

Gegen Perverse u.ä. hat die graue Post im Telefonbuch empfohlen, sich nicht mit Namen, sondern mit der Anschlussnummer zu melden.
#52AuthorPachulke (286250) 25 Feb 12, 13:52
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#49 und 52: Wer die Nummer hat, hat auch den Namen und Adresse. Auch bei dem, der sich überhaupt nicht meldet. Es sei denn, man steht gar nicht im Telefonbuch.
Und dann kann man selten oder merkwürdig heißen wie man will, das nützt einem Spinner gar nichts.

Irgendwo sind natürlich Grenzen, ich würde mich nicht als "Geheimsekretär Domenikus Schwaderlapp" am Telefon melden, das wäre Anlass für Kinder die zuviel Zeit haben und ihn extra deswegen anrufen.

(Den Mann gibt es tatsächlich, er kam heute in den Nachrichten.)
#53AuthorHarri Beau (812872) 26 Feb 12, 12:46
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Wer die Nummer hat, hat auch den Namen [???]

53 Autor Harri Beau


den Namen? Allenfalls einen Namen. Bei uns im Haus hat jeder einen, seinen eigenen Namen, im Telefonbuch steht allein der Name derjenigen (juristischen) Person, die den Anschluss bezahlt.
#54AuthorPachulke (286250) 26 Feb 12, 13:32
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edit storno
#55AuthorPachulke (286250) 26 Feb 12, 13:33
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Ich melde mich geschäftlich natürlich mit Firma, meinem Name (Vor- und Nachnamen*) und "Guten Tag", privat mit Vor- und Nachnamen. Ich habe aber kein Problem damit, wenn sich jemand privat mit "Hallo?" oder "Ja?" meldet - meiner Erfahrung nach tatsächlich überwiegend ängstliche Frauen. Da weiß ich ja, wen ich an der Strippe habe.

In einem "Live"-Gespräch ist das in der Regel unproblematisch - ich bekomme aber auch viele Anrufe auf meinen Anrufaufzeichner, den ich extra folgendermaßen besprochen habe: "Sie haben die Nummer von Raudona Nachname gewählt, XY-erin bei YZ. Bitte hinterlassen Sie nach dem Signalton Ihren Namen sowie den Namen Ihrer Institution, Ihre Nummer und Ihre Nachricht." Und was ist? Ich sehe das Lichtlein blinken, drücke den Knopf und höre: "Ja, hallo, ich wollte mich nur für das Paket bedanken, und könnten Sie noch ein zweites Serviceheft nachschicken?" Klasse. Wenn die Nummer übertragen wurde, kann ich noch versuchen rauszukriegen, welche Institution das war und wer mich wohl von dort angerufen haben könnte. Hätten alle Leute internalisiert, dass man sich IMMER mit dem eigenen Namen meldet, wäre mein Leben leichter ;-) (Ich liebe meine Kunden trotzdem.)


*Mit Vor- UND Nachnamen, weil der erste Teil meines Nachnamens wie ein Vorname klingt.
#56AuthorRaudona (255425) 26 Feb 12, 19:14
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Irgendwo sind natürlich Grenzen, ich würde mich nicht als "Geheimsekretär Domenikus Schwaderlapp" am Telefon melden, das wäre Anlass für Kinder die zuviel Zeit haben und ihn extra deswegen anrufen.


Einer meiner Bekannten meldet sich, wenn ihm die Anruferei zuviel wird, gelegentlich mit: "Städtisches Krematorium. Wen haben Sie zu entsorgen?"

#57AuthorRestitutus (765254) 26 Feb 12, 20:17
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Als ich letztens bei meinen Eltern war, klingelte das Telefon, und da mein Vater in der Garage und meine Mutter bis zum Ellbogen in der Suppe war, habe ich den Hörer abgenommen und mich mit vollem Namen gemeldet (damit man mich nicht für meine Mutter hält; siehe oben). Daraufhin sagte die Dame am anderen Ende sehr freundlich:
Ja, hallo, *Vorname*, ist denn die Mami da?
Das fand ich schon sehr niedlich.
#58AuthorGibson (418762) 26 Feb 12, 20:22
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#6, Spinatwachtel:
da muss man doch bei Unbekannten praktisch jedesmal noch einmal nachfragen, wer da jetzt spricht, oder versteht ihr auf Anhieb jeden Namen am Telefon?

Also, in den Jahren, wo ich im Technischen Support war, war das überhaupt kein Problem. Name hören, notieren und gleichzeitig weiter zuhören, wo es denn brennt. Die Fähigkeit läßt aber auch wieder nach, wenn man sie nicht mehr braucht... Heute frage ich dann eher am Ende des Gesprächs noch mal, "und darf ich noch mal Ihren Namen haben?"
#59AuthorGuggstDu (427193) 26 Feb 12, 21:31
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Ich sage beruflich

Guten Tag, Fa. XYZ, mein Namen ist Vorname Nachname

Wenn man es umgekehrt macht, merkt sich das Gegenüber das "Guten Tag" (bzw. man merkt sich automatisch am ehesten das, was zuletzt gesagt wurde) :o) Geht mir übrigens auch so... Vor allem wenn dem schnell hingesagten Nachnamen der ganze Schmus mit "wir sind die unglaublich tolle Fa. soundso" und "was darf ich denn an diesem wunderbaren Tag nur Schönes für Sie tun?" folgt, muss ich den Namen immer nochmal erfragen.

Privat sage ich "Hallo". Ich bin alleinerziehend und stehe nicht im Telefonbuch. Wer mich also anruft, weiß wen er anruft, denn er hat die Nummer ja von mir. Außerdem kann mich der Anrufer durchaus stimmlich von meinem Sohn unterscheiden. Wer nicht weiß, wen er da anruft, der hat auch kein Recht zu hören, wie ich heiße. Ich wüsste auch nicht, wenn ich das letzte "falsch verbunden" gehabt hätte.

Zum Thema "Verwähler" - Es gibt sie tatsächlich auch in der Handygesellschaft noch: Meine Kollegin hat das seit einiger Zeit sehr häufig, nämlich seit sie eine neue Handynummer mit Prepaid-Karte hat *lol* Da rufen ständig ausländische Mitbürger an (verschieden Nummern), die leider des Deutschen nicht mächtig sind und auch kein Englisch verstehen. Sie würde denen ja gerne sagen, dass das jetzt ihre Nummer ist, aber sie weiß ja nicht mal, um welche Sprache es sich handelt (türkisch oder arabisch ist es nicht, sie hat mal eine türkische Kollegin zurückrufen lassen...)
#60Authorkürbis-chen (656343) 26 Feb 12, 23:51
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Ich hatte eine Zeitlang auch mal öfter einen Verwähler am Handy.
Irgendein Typ, der mir seinen Namen nie verraten hat. Auf Nachfragen kam immer nur ein weinerliches "I'm your grandpa".
Da hab ich irgendwann die Nummer gespeichert und bin nicht mehr rangegangen.

Normalerweise melde ich mich mit Nachnamen, bei Bekannten auch mit "Hallo XY".
Ich hab aber auch gar kein Festnetz, sondern nur Skype und Handy.

Sehr verwirrend ist ab und zu einer meiner Onkel, wenn er anruft.
Wenn ich mich mit Nachnamen melde, dann sagt er darauf "Hier auch", er hat ja den gleichen Nachnamen. Aber irgendwann war klar, dass nur er das macht und dann weiß ich ja, wer dran ist.
#61AuthorDodolina (379349) 27 Feb 12, 00:04
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Auf Nachfragen kam immer nur ein weinerliches "I'm your grandpa".
Dieses "Verwählen" war dann ja aber wohl kein Zufall!
#62AuthorLady Grey (235863) 27 Feb 12, 00:06
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Doch, Lady, denn meine Großväter leben beide nicht mehr.
Ich hab keine Ahnung, wer das war.

Ich glaube wirklich nicht, dass er mich mit Absicht angerufen hat.
Und leider glaube ich nicht, dass ihm klar war, dass seine Enkelin nicht unter der Nummer erreichbar war.

Ich hatte den Eindruck, dass das ein geistig verwirrter alter Mann war, in dessen Telefon aus Versehen meine Nummer einprogrammiert war. Sonst wäre der ja nicht immer wieder bei mir gelandet.
Auch wenn er nervig war, mir tat der Typ ziemlich leid.
#63AuthorDodolina (379349) 27 Feb 12, 03:44
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Erst mal vieln Dank für die verschiedenen Meldungen! Es scheint also wirklich ein deutlicher Unterschied von D und GB zu existieren. Nur die Begründung ist anders. Die Engländer sagen hello aus Gewohnheit, die Deutschen aus Bequemlichkeit oder sogar teilweise aus Angst. Das ist interessant.

Zu dem verwirrten Opa: Das kann gut sein, meine Großtante kam auf ihre letzten Tage in ein Heim. Sie war geistig noch einigermaßen fit, aber eins hatte sie nicht verstanden: Daß sie erst mit einer "0" als Vorwahl aus dem Pflegeheim raus kam und dann erst die gewohnte Nummer aus dem Notizbuch wählen musste.
Wir haben ihr dann vor jeder Nummer eine Null dazugeschrieben und seitdem hat sie sich nie mehr verwählt.
Wenn sie in eine andere Stadt gekommen wäre, dann wäre sogar noch eine Vorwahl nötig gewesen nur um ihre Freundin anzurufen. Da können ältere Leute schnell überfordert sein!
#64AuthorPuppengesicht (807439) 27 Feb 12, 08:47
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Manchmal fällt einem das Hallo am Telefon auch auf die Füße: Mein Neffe ist jetzt endlich im Stimmbruch, so dass ich ihn am Telefon nicht mehr mit seiner großen Schwester verwechsele ... Das hat ihn immer furchtbar geärgert und wäre nicht passiert, wenn er sich mit Namen gemeldet hätte.
#65AuthorRaudona (255425) 27 Feb 12, 08:51
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Wenn mein Vater frei hat, passiert es ziemlich oft, dass seine Kollegen ihn auf dem Handy anrufen, wenn sie ihn dort nicht erreichen, rufen sie auf der Festnetznummer an.

Nun hatte mein Vater die dämliche Idee gehabt, dass wenn auf der Leitung meiner Eltern niemand hingeht oder besetzt ist, diese Anrufe auf MEINER Leitung landen.

Wenn ich dann den xten seiner Kollegen am Telefon hatte, sah meine Meldeformel so aus:

"Telefonzentrale Nachname. Ihr gewünschter Gesprächspartner telefoniert leider gerade auf seinem Handy und in der Warteschlange haben Sie Position Nummer 2. Wenn also nicht gerade die Bude abbrennt und sie meinen Vater nicht auf dem Handy erreichen, schicken Sie ihm doch bitte eine Mail und teilen Sie dies auch Ihren Kollegen mit. Weder meine Mutter noch ich legen Wert auf weitere Anrufe aus dem Hause Siemens. Vielen Dank."
#66AuthorCeeJayThe1 (764057) 27 Feb 12, 10:03
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Sehr verwirrend ist ab und zu einer meiner Onkel, wenn er anruft.
Wenn ich mich mit Nachnamen melde, dann sagt er darauf "Hier auch", er hat ja den gleichen Nachnamen. Aber irgendwann war klar, dass nur er das macht und dann weiß ich ja, wer dran ist.


Das konnte in meiner alten Firma gelegentlich sehr lustig werden, weil die Schreibkraft des Steuerberaters meines Chefs die Schwester seiner eigenen Schreibkraft war und beide, unverheiratet, den gleichen Nachnamen trugen wie auch sehr ähnliche Telefonstimmen hatten. Mein Chef musste sich immer erst einmal vergewissern, dass er nicht aus Versehen die interne Durchwahl aufgerufen hatte, sobald er seinen Steuerberater sprechen wollte.

Nun hatte mein Vater die dämliche Idee gehabt, dass wenn auf der Leitung meiner Eltern niemand hingeht oder besetzt ist, diese Anrufe auf MEINER Leitung landen.

Das Problem hatte meine Frau auch. Dass beide Eltern ihre Werkstatt im eigenen Haus hatten, machte die Sache nicht gerade einfacher.
#67AuthorRestitutus (765254) 27 Feb 12, 10:12
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At least when I was a kid in the US (long before phone books stored in a phone's memory and caller ID), "phone etiquette" dictated that when I called a friend's home, for example, the conversation went something like this:

Answerer: Hello
Caller: Hello, this is XXX, may I please speak to YYY?
A: Hi XXX, I'll get him.

It really isn't the big waste of time that has been characterized here -- a few seconds at most.

Speaking from the US perspective: Business calls are a different matter. If I'm in the office, of course I answer with the company name and my name (usually preceded by some sort greeting, which may be "hello", may be "good morning", etc...). The calling party is then expected to identify him/herself.

When it's a private call (to my home phone or cell phone), I just answer with "hello" unless I recognize the number or have saved it in the phone book. When I first came to Germany 12 years ago, I answered the "German way", but gave that up. As has been mentioned, the person calling me is invading my "space", "entering" my home, etc. I feel under no obligation to tell the caller my name before I have any idea of who he/she is. After all, the caller is the one who wants something from me -- so the caller should be the one to "give something up" to gain that privilege: in this case, his/her identity.

I find the German practice a bit ironic. In a culture where the people are so highly concerned about "Datenschutz", they find it necessary for the answerer to provide his/ner name first.
#68Authorhbberlin (420040) 27 Feb 12, 10:25
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Grundsätzlich ist es ja richtig: Ich sollte eigentlich wissen, wen ich anrufe. Nur ist unsere Telefonanlage (so eine uralte Eumex aus den Anfangstagen vnn ISDN) recht eigenwillig und setzt gern mal eine 5 oder eine 2 vor die gewählte Nummer, insbesondere, wenn man zu schnell wählt. (Das Telefondisplay zeigt aber die Nummer korrekt an.) Das passiert also besonders häufig bei den gespeicherten Nummern. Da finde ich es schon sehr hilfreich, wenn sich der Angerufene identifiziert ...

Den schrägsten Anruf bekam ich vor einigen Jahren: "Hallo, haben Sie ein Kleinkind?" Der Anrufer erklärte dann, er habe die Nummer 999999 (mit derselben Vorwahl wie wir) - unsere damals noch ganz kleine Tochter drückte immer gern auf die 9-Taste und schaffte es ein paar Male auch, vorher den Hörer abzunehmen. Ich hatte (Asche auf mein Mutterhaupt) nicht gemerkt, dass sie einige Male tatsächlich eine Verbindung hergestellt und mit dem netten Menschen "telefoniert" hatte. Ich entschuldigte mich natürlich vielmals und sperrte das Telefon mit PIN (eine Möglichkeit zum Hochstellen gab es in dem Raum nicht).
#69AuthorRaudona (255425) 27 Feb 12, 10:46
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