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BetrifftDorfspitznamen42 Antworten    
Kommentar
In meiner Heimatregion (Nordwestschweiz) gibt es viele Dörfer - oder besser gesagt, die Leute, welche aus den Dörfern kommen -, welche "Spitznamen" tragen. Persönlich weiss ich bei den meisten nicht, woher die kommen. Gibt es solche Dorfspitznamen auch in anderen Regionen der Schweiz, Deutschland oder Österreich? Wie sieht es mit UK und anderen Ländern aus?

Meine Beispiele aus NWS:

Blauen = die Gelehrten
Brislach = die Hornviecher
Burg = die Kochlöffel
Dittingen = die Schnecken
Duggingen und Wahlen = die Geschwellten (gekochte Kartoffeln)
Grellingen = Bräglete (Edit. Google meint dazu Bratkartoffeln)
Laufen = die Mohrenköpfe
Liesberg = die Hörnchen
Nenzlingen = die Stiere
Roggenburg = die Geissböcke
Röschen = die "Mattegumper" (Heuschrecken)
Zwingen = die Kabisköpfe

Ausser Laufen, wo der Name wahrscheinlich von der Herstellung der Richterich Negerküsse herkommt, ist mir die Herkunft dieser Namen nicht bekannt. Wer die Geschichte dazu weiss, und andere Spitznamen beizutragen hat, immer her damit! ;-)
VerfasserMelik90 (437827) 24 Feb 12, 15:38
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Im Osten unterteilt man die Leute nach Kreisen, gemäß Nummernschild.

HVL - Halber Verstand lenkt / hirnverbranter Looser

Ich kannte mal so viele, seit ich weggezogen bin, habe ich leider alle vergessen. :-(
#1VerfasserCaptain Albern (744380) 24 Feb 12, 16:26
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Bruchenbrücken (Hessen - Wetterau): Bärenschweiz

http://www.baerenschweiz.de/Bruchenbruecken.htm
Wie entstand der Name Bärenschweiz
Der Name Bärenschweiz kommt aus der Zeit, in der es in den Ossenheimer Wäldern noch Bären gab. Jeder Jäger wollte einen Bären erledigen, da ihm dieser Ruhm und Bewunderung bei seinen Mitmenschen einbrachte. Viele Jäger haben es dabei wohl mit der Wahrheit nicht so genau genommen und übertrieben in ihren Erzählungen, was sie erlegt hatten. Darauf hin wurden Sie Bärenschwyzer (übersetzt: Bärendummschwätzer) genannt. Auf Grund mündlicher Überlieferungen und unterschiedlicher Dialekte wurde aus Bärenschwyzer Bärenschweizer.
#2VerfasserWerner (236488) 24 Feb 12, 16:28
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Offenbach (Vorort von Frankfurt a.M):

Deren Autokennzeichen: OF = Ohne Verstand (so fahren sie nämlich)

Verstand schreibt man mit V? Tja, Rechtschreibung können sie eben auch nicht.
#3VerfasserWerner (236488) 24 Feb 12, 16:30
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((Ich glaube, die Verballhornungen von Nummernschildern passen nicht ganz zu Meliks Frage.))

Aus Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) kenne ich solche "Spitznahmen" auch, momentan fallen mir aber nur die

Reelinge (Bewohner von Anraff) und die
Koppenretscher (Bewohner von Wega) ein.

"Reelinge" sind Frösche (die an den Teichen im Ort wohl besonders laut quaken sollen), die Retscher könnten "Holzrücker" sein, da bin ich mir aber nicht so ganz sicher. Solche Spitznamen tauchen auch in Vereinsbezeichnungen (z.B. bei den Krimesburschen), in Heimatliedern oder als Kneipennamen auf.
#4Verfasserkikært (236250) 24 Feb 12, 16:42
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Das mit den Nummernschildern haben wir auch, da gibts Baselland und Basellstadt = BL und BS = Blöde Landsleute / Blöde Stadtleute

Lörracher mit ihrem L werden bei uns als "Löli" bezeichnet, ich würde das als Dummkopf oder Trottel übersetzen.

Andere Kantone haben auch ihre Kürzel, die fallen mir aber gerade nicht ein.
#5VerfasserMelik90 (437827) 24 Feb 12, 16:58
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Zürich = ZH = Zuwenig Hirn
Aargau = AG = Achtung Gefahr
#6VerfasserBuddhini (797639) 24 Feb 12, 17:05
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BGL - Bayrischer Gebirgslotsch

Früher gab's auch BGD - Bayrischer Gebirgsdepp - doch wurden vor vielen Jahren die Landkreise Laufen (LF) und Berchtesgaden (BGD) zum Berchtesgadener Land (BGL) zusammengelegt, und da wurde halt aus dem Depp der Lotsch. :-)
#7Verfasserdude (253248) 24 Feb 12, 17:10
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Zur Verballhornung von Nummernschildern:
Siehe auch: Autokennzeichen verballhornt

Aber das war wohl eigentlich nicht gemeint.
#8VerfasserRE1 (236905) 24 Feb 12, 17:15
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Ich bin zwar auch in einem ländlichen Gebiet aufgewachsen (Nordrhein Westfalen/Ruhrgebiet; auch dort gibt es ländliche Bereiche), aber diese Form des gegenseitigen Veralberns ist mir nicht geläufig.
#9Verfasserurihoch3 (656420) 24 Feb 12, 17:15
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Die Bewohner von Nenzenheim (500 Einw.), einem Ortsteil von Iphofen in Unterfranken, nennen sich / werden genannt "die Selbergestrickten".

Sie sind überdies stolz auf ihre Mundart, die kein anderes Dorf im Umkreis versteht. Im Dialekt heißt der Ort "Nanzni" (nach Nanzo, dem Gründer des Dorfes, einem fränkischen Adeigen aus der Zeit der fränkischen Landnahme).
#10VerfasserMiMo (236780) 24 Feb 12, 17:21
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@urihoch3: anscheinend waren diese Spitznamen aus meiner Region früher nicht so gern gesehen, aber heutzutage gibt es viele, die so etwas wie stolz darauf sind. Anscheinend gibt es in gewissen Dörfern eine monatliche Zeitung, wie z.b. die dittinger Schneckenpost
#11VerfasserMelik90 (437827) 24 Feb 12, 17:22
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In Nordschwaben war das früher gang und gäbe, ist heute aber kaum noch gebräuchlich. Es gab auch zu jedem Spitznamen eine Sage.

Ein Beispiel:
Lauinger hießen Blunzen, weil sie einmal eine besonders dicke Blunzen (Blutwurst) machen wollten, dafür aber keinen Wurstkessel hatten. Da sahen sie, daß die Donau dampfte und beschlossen die Blunzen in der Donau zu kochen.

Andere hießen Bibberstehler, Herrgottsbader, Judenreinläuter ... mehr fallen mir grad nicht mehr ein.
#12VerfasserSelima (107) 24 Feb 12, 17:26
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Die Kreisstadt Heidenheim an der Brenz auf der Schwäbischen Alb (Baden-Württemberg) ist zwar kein Dorf - aber ihre Einwohner sind im Umkreis allgemein als "Knöpfleswäscher" bekannt.

Wie kam es nun zu diesem Namen?

Dazu muss man freilich zunächst wissen, dass der Schwabe unter "Knöpfle" Knödel bzw. Klöße versteht ...

Die bekannteste Version der Geschichte besagt, dass einst eine treusorgende Heidenheimer Hausfrau ihrem Mann zum Mittagessen besagte "Knöpfle" an seine Arbeitsstelle (vermutlich in einem der örtlichen Industriebetriebe) bringen wollte.
Sie stolperte auf dem Weg, und die Speise fiel in den Dreck.
In ihrer Not wusste sich die gute, sparsame Frau nur einen Rat: Sie sammelte die Knöpfle eilig auf und wusch sie in der nahen Brenz sauber - geschmeckt haben sie ihrem Mann wohl trotzdem.


Tante Edith meint:

Das passt ja auch kulinarisch recht gut zu der Geschichte von den Lauingern (#12) - Mahlzeit! :-P

#13VerfasserWoody 1 (455616) 24 Feb 12, 17:29
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Woody, Knöpfle sind doch keine Knödel! Knöpfle sind Teigwaren, im Prinzip kurze Spätzle.
#14Verfasserneutrino (17998) 24 Feb 12, 17:59
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Nee, neutrino, ganz sicher nicht - zumindest nicht da, wo ich herkomme.

Die Original-Knöpfleswäscherin ist sogar in Form eines Brunnens in der Heidenheimer Fußgängerzone verewigt - und was sie da in ihrem Korb hat, sind ganz sicher keine Spätzle.

Näheres dazu auch auf der Seite der Stadt Heidenheim:

http://www.heidenheim.de/buerger-stadt/stadtgeschichte/sagen/heidenheim.html
#15VerfasserWoody 1 (455616) 24 Feb 12, 18:08
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Ist ja nicht weit ausnand - da müßt dann nur noch einer ein Sauerkraut dabei haben ;-)

Knöpfle hätt ich jetzt auch für Spätzle gehalten, die entstehen, wenn man einen Spätzleshobel nimmt, der unten nur Löcher hat und keine Zapfen.

Aber stimmt, die Knöpfleswäscherin kenne ich vom Hoidnmr Anzeigenblatt, das auch im bayrischen Ausland ausgeteilt wird.
#16VerfasserSelima (107) 24 Feb 12, 18:09
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Aha, sieh an - die Geschichte ist also schon bis über die Stadtgrenzen von Hoirna hinaus bekannt :-)
#17VerfasserWoody 1 (455616) 24 Feb 12, 18:25
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Aha, wieder was glernt.

Und das scheint nicht mal auf die Heidenheimer Gegend beschränkt zu sein, man nennt Knödel z.B. auch in Oberschwaben, zumindest in Bad Schussenried, Knöpfle: http://www.bad-schussenried.de/3180_DEU_WWW.php?&publish[id ]=134072&publish[start]=
#18Verfasserneutrino (17998) 24 Feb 12, 20:42
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Gießen (Hessen) = Schlammbeiser, nach den Kanalreinigern, die früher Aborteimer und Unrat entfernten: http://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fen#Ortsneckname

Erfurt (Thüringen) = Puffbohnen, weil in der Gegend früher dieselben viel angebaut wurden und gern gegessen wurden (so die Info auf einer Plüsch-Puffbohne, die ich bei der Touristen-Information gekauft habe).
#19VerfasserGuggstDu (427193) 24 Feb 12, 22:00
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In unserer Region gibt es mehrere Orte, deren Bewohner Tiernamen als Spitznamen haben.

Hüsten - Kälber
Neheim - Möppel [von Mops]
Herdringen - Krähen
Voßwinkel - Füchse
Müschede - Eulen
Bruchhausen - Enten

http://www.derwesten.de/staedte/neheim-huesten/der-moeppel-bellt-die-eulen-rufen...
#20VerfasserBellis (551239) 24 Feb 12, 22:33
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Und es hat tatsächlich noch niemand Datschiburg erwähnt. Das kommt vom berühmten http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/24/Zwetschgendatschi.jpg/8... "> Zwetschgendatschi :-))
Da gibt's sogar eine eigene Fußballmannschaft, die Datschiburger Kickers!
#21Verfassermanni3 (305129) 24 Feb 12, 22:44
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Auch von Tante W (dann muss ich nicht so viel selbst tippen) :
Herrensohr (Stadtteil von Saarbrücken) wird auch als Kaltnaggisch bezeichnet. Der Name entspringt der Tatsache, dass zum Aufbau der Bergbaukolonie um 1850, der Wald abgeholzt werden musste und somit alles kahl (später abgewandelt kalt) und nackt (naggisch) wurde.
Jägersfreude (Stadtteil von Saarbrücken) hat den Beinamen Blechhammer bzw. Bleschhamma, da um 1750 ein Platinenhammerwerk im Ort ansässig war. Streng genommen war Blechhammer sogar der erste Name, Jägersfreude kam erst um 1766 auf.
Die Einwohner des Ortes Niedergailbach werden als Muuskepp (Musköpfe bzw. Kohlköpfe) bezeichnet.
Die Bewohner von Oberwürzbach sind stolz auf ihren Utznamen, sie werden als Maulesele bezeichnet.
In Quierschied wurde schon immer gern und reichlich gegessen. Deshalb sind die Quierschder als die Wambe bekannt - und das Wambefescht ist im Saarland ein Begriff.
Die Bewohner des saarländischen Weiskirchen-Thailen werden von den Bewohnern umliegender Gemeinden gelegentlich als Hondsfresser (Hundeesser) oder Miasserstiacher (Messerstecher) bezeichnet.
#22Verfasserno me bré (700807) 24 Feb 12, 22:53
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Natürlich gibt's das auch in anderen Ländern und Regionen (hier zB Perchtoldsdorfer = Turmrucker, weil der Kirchturm von der Kirche getrennt frei steht, Brunn am Gebirge = Pferscher, nach den Weingartenpfirsichen, usw.), aber mehr als bestenfalls regionaler Bekanntheit erfreut sich das regelmäßig nicht.
#23VerfasserCarullus (670120) 24 Feb 12, 22:54
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In Australia, it's the inhabitants not of individual towns, but of whole states that have nicknames.

South Australians = crow-eaters
Victorians = gum-suckers (not often heard)
West Australians = sand-gropers
Tasmanians = apple islanders
Queenslanders = banana-benders

I don't know if there's a nickname for the New South Welshmen – or is that already enough of a nickname as it is?
#24VerfasserStravinsky (637051) 24 Feb 12, 23:28
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Hier im Rhein-Main-Gebiet scheinen sich die Uznamen, wie sie bei uns heißen, eher auf Stadtteile zu beziehen als auf Orte. Bezüglich des Negerköppe-Fadens fand ich heraus, dass der Frankfurter Karnevalsverein "Die Kameruner" sich von einem alten Spitznamen für die Bewohner des Gallusviertels ableitet, in dem früher viele Kohlearbeiter mit rußgeschwärzten Gesichtern zu sehen waren.

Für Wiesbadener Stadtteile:
http://www.langenbach-info.de/Uznamen/Wiesbaden/wiesbaden.php
(wir haben übrigens auch unsere Messerstecher, siehe Nr. 22)

Und für Rheinhessen:
http://www.rheinhessen.de/ortsneckereine_und_schimpfworte.html

Interessanterweise haben wir Hessen einen eigenen Uznamen für Österreicher: die Zwockel. Angeblich geht das auf die Napoleonischen Kriege zurück, als die durchmarschierenden österreichischen Truppen ihre Uniformhüte mit kleinen "Zwoagerln", also Zweiglein markierten.
#25VerfasserRestitutus (765254) 24 Feb 12, 23:32
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Kann #25 für Mittelhessen bestätigen; teilweise aufgrund der örtlichen Dialekte, teilweise aufgrund örtlicher "Spezialitäten".
Roggau
Ockstdt

Geht teilweise durch Gebietsreform und Mobilität etwas unter.
#26Verfasserwaltherwithh (554696) 25 Feb 12, 11:51
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@ 25 "Zwoagerln", also Zweiglein - da kann was nicht stimmen. 'zwei' ist 'zwoa', 'Zweiglein' ist 'Zwaigal'.

wikipedia sagt zu Zwockel u. a.:
In der heute rheinland-pfälzischen Region Pfalz ... galt die Bezeichnung Zwockel den bayerischen, überwiegend aus München abgeordneten Beamten. Deren oberster Dienstherr war Hofrat Franz Xaver von Zwack. - Den kann man dialektnah 'Zwock' aussprechen ;-)
#27Verfassermanni3 (305129) 25 Feb 12, 14:22
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edit löschz Zwiefache. Thanks withh .-)
#28Verfassermanni3 (305129) 25 Feb 12, 14:25
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Um Tante W aber die Ehre zu geben: Sie bietet ZWEI Varianten an...

Bayern & Österreicher... Man kann es sich aussuchen :-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Zwockel
#29Verfasserwaltherwithh (554696) 25 Feb 12, 14:48
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Als weiteres Feldzeichen war es bei den Österreichern üblich, ein dreiblättriges Eichenlaub oder Tannenreis an der Kopfbedeckung zu befestigen. Dieses „Zwoagerl“ genannte Abzeichen wurde durch die Bürger der Festung Mainz zum gutmütig-spöttischen „Zwockel“ bzw. „Zwoggel“ verballhornt, ein Ausdruck der im Rheinland heute noch benutzt wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesheer_%28Deutscher_Bund%29 (dort auch ein Bild eines Offiziers mit Zwoagerl)

#30VerfasserRestitutus (765254) 25 Feb 12, 18:38
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Jetzt wäre ich doch wirklich an Aussagen von bairischen und österreichischen Dialektsprechern interessiert. In meinen Ohren, die sich seit einigen Jahrzehnten im Bairischen umgehört haben, klingt es genauso schief und falsch wie "droa" nach oans und zwoa ;-))

https://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:Py84RnCcFQUJ:www.alzey-land.de/de/leb... "> Rhei(n)hessisch fer Oremer unn Rengeridschde En Zwoggel iss en klaaner, verwachsener Kerl. Es soll de Spitzname fer österreichische (in Meenz) unn bayerische Soldate (in de Palz) gewese sei(n), weil die an de Uniform a Zwoagerl (Zweigerl) stecke hatten - stimmt awwer net, weil’s dess Word in dene ehre Schbrache iwwerhaubd net gibt. Wu's genau herkimmd, waas kaaner.
#31Verfassermanni3 (305129) 25 Feb 12, 19:21
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From southern England:
Wiltshire Moonrakers
Hampshire Hogs
#32Verfasseramw (532814) 25 Feb 12, 19:24
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Und es hat tatsächlich noch niemand Datschiburg erwähnt.
Tatsächlich hatte ich an Datschiburg gedacht (v.a. weil ein bedeutender Teil meiner Verwandtschaft dort herstammt), dann aber, um mich nicht empörtem Protest aus bairisch Schwaben auszusetzen, auf eine Erwähnung in einem "Dorf"-Faden verzichtet. Wobei der notorisch unangekündigte Besuch von dort bei uns immer ehrfürchtig "die Oggschburrrgr" genannt wurde.
#33Verfasserigm (387309) 25 Feb 12, 19:35
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Re #4: "Spitznahmen": Ich hoffe, es war ein Tippfehler, so wie in 'Nachnahme' versa 'Nachname' . . .

Re #20: Kennt jemand ein Wort aus dem Ruhrpott-Dialekt/Jargon, das wie ein 'Tier' lautet ? . . .

Beipiel: 'Fahrratt' (für Fahrrad) wie Ratte, Waller (für Walter) wie Wels/Katzenfisch ? . . .
(wird für Geocaching benötigt)

... vergl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrdeutsch#Lautliche_Besonderheiten . . .
#34VerfasserDaddy . . . (533448) 25 Feb 12, 20:42
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Zur Eingangsfrage:
Kabisköp(f) sind (Weiß-)Krautköpfe (Kabis = Kraut, Weißkohl);
in früheren Zeiten gab es Kabisschneider, die in die Bürgerhäuser kamen und vor Ort Kraut hobelten und als Sauerkraut in Fässer einlegten (dazu gibt's sogar schon einen anderen Faden)

Gelbfüßler für Badener bzw. Karlsruher
#35VerfasserLeseratz (238114) 27 Feb 12, 11:38
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Die Einwohner der Schwarzwaldmetropole Pfalzgrafenweiler heißen Ameisen. Kürzlich haben sie sich selbst ein Denkmal am Ortseingang errichtet (Foto rechts unten im Link):

http://de.wikipedia.org/wiki/Pfalzgrafenweiler

Edith erinnert an die Hasenrupfer aus Ilsfeld.
#36VerfasserStravinsky (637051) 27 Feb 12, 13:03
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In Wetzlar heißen die Altstädter "Plasterschisser" - auch wenn es nicht sehr schmeichelhaft klingt, ist dies vor allem ein Name, den sich die alteingesessenen Altstädter selber geben.
Ich kann mich aus meiner Kindheit an den Spruch: "Wider aller Besserwisser, mir sind wieder Plasterschisser!" erinnern, habe aber die Bedeutung im Laufe der Jahrzehnte vergessen...
#37VerfasserNyota Uhura (796577) 27 Feb 12, 13:11
Kommentar
Hier noch ein allgemeiner Link mit Ortsnecknamen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ortsneckname

(Interessante "echte" Freunde: Neckname = nickname)
#38VerfasserStravinsky (637051) 27 Feb 12, 13:20
Kommentar
(so die Info auf einer Plüsch-Puffbohne, die ich bei der Touristen-Information gekauft habe).

Und ich habe mich immer gefragt, wer kauft wohl sowas. :o)

Leoniden!
#39VerfasserSauerlandelch (714588) 27 Feb 12, 13:26
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@38: Die Seite würde ich mit Vorsicht genießen: Ich bezweifel, dass in Wetzlar die Neustädter gemeint sind. Vielleicht habe ich da ja eine Bildungslücke, aber ich bin dort aufgewachsen und kenne es wirklich nur für die Altstädter.

#40VerfasserNyota Uhura (796577) 27 Feb 12, 13:30
Kommentar
#34: Kennt jemand ein Wort aus dem Ruhrpott-Dialekt/Jargon, das wie ein 'Tier' lautet ? . . .

Mottek (der Hammer)?

Keine Ahnung, aber das Wort gibt es (Lehnwort aus dem polnischen), es klingt wie eine Motte und die Stadt Hamm gibt es auch.
#41VerfasserHarri Beau (812872) 27 Feb 12, 15:06
Kommentar
Im Link in #38 findet sich für Lahnstein der Eintrag:

'Lahnstein : Barreschesser (hochdeutsch = "Bahren scheißer")'

Diese 'Bahren' haben mich an einen Spitznamen erinnert, den Leute aus Langerwehe/Rhld. nicht gerne hören und der ihnen wohl wegen der dort früher hergestellten 'Bahren' aus gebranntem
Ton anhängt: "Bahrebäcker" . . .

http://www.rete-amicorum.de/publikationen/rheinische_keramik/langerwehe.html . . .

Langerwehe, an der Bahnstrecke Köln-Aachen und der alten B264 zwischen Düren u. Eschweiler gelegen, führt 3 Henkelkrüge in seinem Wappen und kann heute mit einem Töpfermuseum auf-warten: http://de.wikipedia.org/wiki/Langerwehe . . .

Edit: Re #41: Danke! - Werd mal sehen, ob 'Mottek' paßt . . .
#42VerfasserDaddy . . . (533448) 27 Feb 12, 15:15
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