äÄöÖüÜß
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Monophthonge
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Konsonantensystem
çʤŋʃʀʁʒ
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Monophthonge
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Konsonantensystem
ŋθʃʒçʍɹɻɫɾ
Diakritische Zeichen
ˈː
 
leo-ende

BetrifftUmlaute in deutschen Eigennamen "übersetzen"?32 Antworten    
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Moin

Wenn man auf einer Webseite "Thomas Müller" ins englische übersetzt, schreibt man dann "Thomas Mueller" (ich meine damit generell, nicht wegen eventuellen Zeichensatzunverträglichkeiten) oder behält man die Umlaute in Eigennamen bei?

Lieben Dank
VerfasserZaldoran (853050) 02 Mär 12, 23:15
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Ai don't think there's a strict rule; it's up to the person creating/sponsoring/owning the web site, IMO
#1Verfasserdude (253248) 02 Mär 12, 23:20
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As #1 says, you may have to follow someone else's instructions. Personally I'd try to keep the umlaut: most Brits, for example, don't realise that "ue" = "ü".
#2VerfasserKinkyAfro (587241) 03 Mär 12, 00:01
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Bei reinem Text, wo es Probleme mit unterschiedlichen Zeichensätzen geben könnte, wäre ich vorsichtig, aber bei HTML, LaTeX u.dgl., wo sich Sonderzeichen und diakritische Zeichen problemlos erzeugen und wiedergeben lassen, würde ich Eigennamen immer im Original belassen. V.a. auch, weil bei "Mueller" nicht eindeutig ist, ob derjenige "Müller" oder "Mueller" (das gibt's auch) heißt.
#3VerfasserRE1 (236905) 03 Mär 12, 09:57
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Ich kenne Leute, die pikiert reagieren, wenn die Sonderzeichen in ihren Namen nicht richtig wiedergegeben werden. Im Zweifelsfall votiere ich daher für die Beibehaltung der Umlaute.

Was mich zu der Frage bringt, ob ihr in englischen Texten "Dusseldorf" oder "Düsseldorf" bevorzugt. Das Problem ist die wenig schmeichelhafte Nebenbedeutung der Version ohne Umlaut.

#4VerfasserRestitutus (765254) 03 Mär 12, 20:12
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Gentlemen, thanks for your opinions.

Ich werde die Umlaute dann auch beibehalten.

#4, ausgehend hiervon würde ich dann auch Düsseldorf schreiben, ist ja auch ein Eigenname. Korrekt müsste es wennschon dann ja auch Duesseldorf und nicht Dusseldorf heißen.
#5VerfasserZaldoran (853050) 05 Mär 12, 23:27
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Wobei sich mir die Frage stellt, ob "Dusseldorf" in die gleiche Kategorie fällt wie "Cologne" und "Munich". Ist "Dusseldorf" schon ein ebenso eingeschliffener Name oder einfach nur angelsächsische Schlampigkeit?
#6VerfasserRestitutus (765254) 06 Mär 12, 08:46
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Ich sehe Dusseldorf eher als die offizielle englische Version.

Ansonsten schreib ich meinen früheren Nachnamen in GB immer mit ue, nie mit ü, weil ca. 98% aller Briten den Umlaut komplett ignorieren und meinen Namen sonst einfach mit u wiedergeben.

ue wird akzeptiert und verwendet, und weder das eine noch das andere ist einfach auszusprechen, von daher ist der Aspekt eh egal.

Damit ich meinen Namen also auch noch erkenne, nachdem er von einem Briten aufgeschrieben wurde, wähle ich ue.
#7Verfasseranorak (489071) 06 Mär 12, 08:56
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Die Leute die ich kenne, die Umlaute im Namen haben, lassen diese im Kontakt mit den USA meist weg, zB Möller = Moller, nicht Moeller. Für Nicht-Deutschsprechende ist das Verhältnis Umlaut / Stammvokal leichter nachzuvollziehen als eine entsprechende Transkription.

Ich halte fest, dass wir das im Deutschen etwa mit tschechischen etc. Sonderzeichen wie č oder š genauso handhaben und Hatschek & Co. regelmäßig einfach weglassen, wo technisch nicht anders machbar.
#8VerfasserCarullus (670120) 06 Mär 12, 09:00
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Die Zürich-Versicherung hat ihre Ü-Pünktchen im Interesse der internationalen Einheitlichkeit irgendwann selbst aufgegeben und schreibt sich jetzt offiziell "Zurich" - auch in deutschsprachigen Landen.
#9Verfasserdirk (236321) 06 Mär 12, 09:19
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OT - aber passt zu "Zurich"
Die Münchner Rück hat ihren Namen halb aufgegeben:
http://www.foonds.com/article/1772 "> 07.09.2009
Der weltgrösste Rückversicherer Münchener Rück setzt künftig weltweit auf seinen englischen Markennamen "Munich Re". ... Der vollständige Unternehmensname Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft soll erhalten bleiben.
#10Verfassermanni3 (305129) 06 Mär 12, 09:56
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#5: OT - are you sure all your respondents are male?
#11VerfasserSpike BE (535528) 06 Mär 12, 11:53
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Ich war mal auf einem alten Friedhof, dort wurde eine Führung gemacht.
Eine uralte Grabstätte war von der Familie Böing aus Böingsen. Der Fremdenführer erzählte, dass Nachfahren diser Familie nach Amerika auswanderten und sich Boeing nannten. Später gründeten sie eine Fluzeugfabrik.
#12VerfasserPuppengesicht (807439) 06 Mär 12, 12:01
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Entsprechendes steht auch in wikipedia:
Bereits 1915 begann der Ingenieur William Edward Boeing, Sohn des deutschen Auswanderers Wilhelm Böing, in Seattle (US-Bundesstaat Washington) die Arbeit an einer ersten „B&W“, zusammen mit seinem Kollegen George Conrad Westervelt.
http://de.wikipedia.org/wiki/William_Edward_Boeing "> Details
#13Verfassermanni3 (305129) 06 Mär 12, 12:19
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Ich finde, es ist einfach eine Sache von Höflichkeit und Respekt, einen Namen richtig zu schreiben. Und Thomas Müller aus dem OT heißt nun mal genau so. Solange wir uns im Rahmen des lateinischen Alphabets bewegen, in dem einige Sprachen lediglich ein paar Sonderzeichen haben, ist das doch gar kein Problem. Ich finde es andersherum meinem Leser gegenüber direkt unhöflich, zu glauben, er könne damit nicht umgehen.
Ich habe zum Beispiel keine blasse Ahnung von der polnischen Sprache; trotzdem bin ich in der Lage, einen Namen wie Wrocław zu lesen, zu erkennen und auf einer Landkarte wiederzufinden. Mehr ist doch gar nicht nötig.

Wenn Thomas nun auswandern, in den USA eine Firma gründen und seinen Namen in der Fernsehwerbung wiederfinden will, dann muss er sich natürlich andere Gedanken machen. Aber das war ja nicht die Frage.
#14VerfasserLutz B (319260) 06 Mär 12, 13:44
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Ich finde, es ist einfach eine Sache von Höflichkeit und Respekt, einen Namen richtig zu schreiben.

Naja, das ist halt nicht immer und überall eine Option. Spätestens bei nicht-lateinischen Zeichensätzen ist der Ofen aus, und der Übergang ist fließend.

... in dem einige Sprachen lediglich ein paar Sonderzeichen haben

Naja, es gibt schon Diakritika die eine Schreibmaschine überfordern. Da muss ich gar nicht Exoten wie ế, ġ, ǥ, ĥ oder Ő hernehmen, man wird irgendwann an Grenzen stoßen.

... bin ich in der Lage, einen Namen wie Wrocław zu lesen, zu erkennen und auf einer Landkarte wiederzufinden.

Und trotzdem schreibe ich auf Deutsch "Breslau"...
#15VerfasserCarullus (670120) 06 Mär 12, 14:22
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Naja, es gibt schon Diakritika die eine Schreibmaschine überfordern.

Und wieviele Leute schreiben heute noch mit der Schreibmaschine?
#16VerfasserRE1 (236905) 06 Mär 12, 14:26
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Die Schreibmaschine war aber Schuld daran, dass die Schweizer heute kein ß mehr kennen.
Der Platz auf der Taste gehörte französischen Sonderbuchstaben und das ß war durch ss leichter zu ersetzen als ein ü durch ein ue.
#17VerfasserPuppengesicht (807439) 06 Mär 12, 14:31
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Bei falscher Schreibweise werden die Leute mit einer Google-Suche nicht mehr gefunden (die Umlaute scheinen hier eine Ausnahme unter den diakritischen Zeichen zu sein).
#18VerfasserWachtelkönig (396690) 06 Mär 12, 14:33
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Eine uralte Grabstätte war von der Familie Böing aus Böingsen

Hmm...ist das in diesem Zusammenhang tatsächlich ein Umlaut? Zwei Punkte auf einem Vokal können doch auch markieren, dass der Vokal so ausgesprochen wird, wie er dasteht (und keinen Diphtong bildet).
Edit: OK, im heutigen deutsch selten - mir fällt kein Beispiel dafür ein, ich bin aber sicher, es gibt mindestens ein Wort. Aber auf einer uralten Grabstätte würde ich das durchaus in Betracht ziehen.
Das erklärt zwar nicht, warum später ein oe aus dem ö wurde...aber dafür gibts genug Gründe.
#19VerfasserYora Unfug (694297) 06 Mär 12, 14:47
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Zwei Punkte auf einem Vokal können doch auch markieren, dass der Vokal so ausgesprochen wird, wie er dasteht (und keinen Diphtong bildet)

Aber dann müsste das Trema doch auf dem zweiten Vokal (dem i) stehen (wie bei Zoë oder Boötes).
#20VerfasserRE1 (236905) 06 Mär 12, 15:05
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Stimmt eigentlich...ich hatte wohl den Park Güell in Barcelona im Kopf.
#21VerfasserYora Unfug (694297) 06 Mär 12, 15:17
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Ich kenne Leute, die pikiert reagieren, wenn die Sonderzeichen in ihren Namen nicht richtig wiedergegeben werden.
Ich kenne auch Leute, die pikiert reagieren, wenn ihr Namen in dem ein ue vorkommt plötzlich mit ü geschrieben wird, weil wieder einmal jemand gedacht hat, da wurde die "vereinfachte" Schreibung verwendet und es heißt in Wirklichkeit ü.

Ich finde, es sollte so geschrieben werden, wie die Person eben heißt. Wenn jemand auswandert oder viel Kontakt ins englischsprachige Ausland hat, ist es eine persönliche Entscheidung des Einzelnen, ob da etwas geändert werden soll oder nicht, aber sonst sehe ich keinen Grund das herumzubasteln. Ob jetzt jemand Herr Muller oder Herr Mu-eller sagt, ist schon egal, da beides falsch ist.

#22VerfasserSachs (638558) 06 Mär 12, 15:25
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Der Economist Style Guide schreibt ausdrücklich "Dusseldorf" vor.

Ebenso übrigens "Hanover" (mit nur einem "n")
#23Verfassermagic77wand (665524) 06 Mär 12, 15:49
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I personally like to retain umlauts, but change ß to ss – for the simple reason that many (or perhaps most) English-speakers can't cope with it and suspect that it's some variant of a b.

Edit:
Ich kenne auch Leute, die pikiert reagieren, wenn ihr Namen in dem ein ue vorkommt plötzlich mit ü geschrieben wird, weil wieder einmal jemand gedacht hat, da wurde die "vereinfachte" Schreibung verwendet und es heißt in Wirklichkeit ü. (Sachs, #22)

A few years ago a family named Oelcke (or was it Oelke?) were disappointed to see that their new ID cards bore the name "Ölcke" (or Ölke). The authorities explained that Oe at the beginning of a name was automatically changed to Ö and that there was nothing they could do about it.
#24VerfasserStravinsky (637051) 06 Mär 12, 15:57
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Leicht OT und zum Amüsement:
Da gibt es auch noch den Münchner Verlag Hueber. Zur Aussprache: http://www.hueber.de/seite/huawahoasi_han "> Huawahoasi
#25Verfassermanni3 (305129) 06 Mär 12, 18:02
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Und trotzdem schreibe ich auf Deutsch "Breslau"...

Nun es gibt aber auch nicht für alle Städtenamen übersetzungen. Gut München - Munich, Bayern - Bavaria... Aber das ich seit neuestem in "Opencreek" wohne wäre mir neu, und der Spreewald bleibt doch in Englisch ebenfalls dieser welche.

Ich habe es beim schreiben bisher so gehalten, dass ich die Zeichen nutze, die auf meiner Tastatur stehen. Beim "garcon" muß es auch ohne cedille gehen. Ich denke mal dasd Problem mit dem Ü U oder Ue rührt einfach daher, dass jemand auf die Blöde Idee gekommen ist, als Ersatz für die Pünktchen ein "e" nachzustellen - bei der Cedille gibts so eine alternative Schreibweise imho nicht, beim Akzent auch nicht.
#26VerfasserZaldoran (853050) 06 Mär 12, 22:15
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Don't forget the e - auch Umlaute zu verdrehen kann problematisch sein.

Auch in meinem Nachnamen gibt es einen Umlaut - ein ö. Nun hatte meine Mutter einmal eine Buchstellung in GB gemacht, und der Lieferant ließ typischerweise die Pünktchen weg und schrieb den Namen mit o. Worauf der deutsche Postler sich weigerte, das Päckchen auszuhändigen, denn das sei ja nicht derselbe Nachname! oe hätte er anerkannt, aber mit o werde das anders ausgesprochen, das dürfe er nicht übergeben. Vorlage des Ausweises und Hinweis auf die Übereinstimmung der Adresse half nichts, der brave Postler sandte das Päckchen als unzustellbar nach England zurück.

Meine Mutter schrieb einen erklärenden Brief an den Lieferanten und bat um den Versuch einer erneuten Zusendung mit dem stark betonten Hinweis: "but, please, don't forget the e!"
#27VerfasserRestitutus (765254) 06 Mär 12, 22:18
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Ich denke mal dasd Problem mit dem Ü U oder Ue rührt einfach daher, dass jemand auf die Blöde Idee gekommen ist, als Ersatz für die Pünktchen ein "e" nachzustellen


Es ist umgekehrt. In Büchern des 17. und frühen 18. Jahrhunderts kann man noch erkennen, dass die Pünktchen eigentlich ein "e" sind, das winzigklein über den betreffenden Buchstaben gedruckt wurde, um zu kennzeichnen, dass dies ein Umlaut und kein Diphthong sei. Da aber in der Sütterlin-Handschrift das "e" so aussieht: ||, degenerierte das winzige "e" zu unseren vertrauten Umlautstrichen und schlussendlich zu bloßen Pünktchen.
#28VerfasserRestitutus (765254) 06 Mär 12, 22:21
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...und ein garcon wird als garkong ausgesprochen (ok, vielleicht nicht ganz genau so), garçon aber als garsong.

Da würde mich das garcon auch ärgern.
#29Verfasseranorak (489071) 06 Mär 12, 23:05
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Ja aber es ging ja um Schreibweisen, nicht um Aussprachen.

In ein Lokal wo ich den garcon per Email an meinen Tisch bitten müsste, würde ich ohnehin nicht gehen.
#30VerfasserZaldoran (853050) 06 Mär 12, 23:29
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#31

But you should not miss `s Baggers ( http://www.sbaggers.de ) in Nuremberg:

http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7335351.stm
#31VerfasserMikeE (236602) 07 Mär 12, 10:01
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Wenn man ein deutsches Windows-System und eine Tastatur mit Ziffernblock hat, kann man ein c mit Cedille ganz einfach erzeugen: Alt gedrückt halten und auf dem Ziffernblock 135 eingeben - fertig ist das ç. Für ein großes Ç einfach 128 eingeben. Einige andere Sonderzeichen kann man auf diese Weise auch erzeugen, einfach mal ausprobieren :).
#32VerfasserJanZ (805098) 07 Mär 12, 10:55
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