äÄöÖüÜß
Lautschrift
Deutsch
Monophthonge
ɛɪɔɶøʏ
Diphthonge
au̯ai̯ɔʏ̯
Konsonantensystem
çʤŋʃʀʁʒ
Englisch
Monophthonge
ɛɜɪɔʊəɑɐɒæ
Konsonantensystem
ŋθʃʒçʍɹɻɫɾ
Diakritische Zeichen
ˈː
 
NEU
leo-ende

BetrifftLustige Missverständnisse233 Antworten    
Kommentar
Habt ihr Beispiele lustiger Sprach- und Dialektmissverständnisse? In meiner Studienzeit entwickelte sich folgender Dialog über die Urlaubsadresse einer koreanischen Freudin:

A (Frankfurter): Hat jemand die Adresse von Za-Yong?
B (Schwäbin): Hanoi!
A (Frankfurter): Was? Ich dachte, die ist in Korea!
VerfasserEsther S. (390768) 18 Apr 12, 12:25
Kommentar
Wenn man in die eine Richtung fährt:
Zwoi Stange.
Was Füf?
Nei zwoi.
Ah zwei.

Wenn man in die andere Richtung fährt:
E Stange.
Was hättisch gäärn?
Jo wa händer so?
Jä mer hend Fäldschlössli, Ueli Bier und Unser Bier.
Jo denn nemi doch eis vo euchne.

Zwar nicht so lustig, aber Alltag :-)
#1VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 16:42
Kommentar
#1 verstehe ich nicht.
#2VerfasserDragon (238202) 18 Apr 12, 16:46
Kommentar
Ich auch nicht!! Was heisst Stange?
#3VerfasserAnne_7 (731158) 18 Apr 12, 16:53
Kommentar
Ich versteh auch nur, daß es um Bier geht und nichts mit Fahren an sich zu tun hat (also irgendwas in der Bahn oder so). Klär uns doch bitte auf.
#4VerfasserRussisch Brot (340782) 18 Apr 12, 16:56
Kommentar
http://de.wikipedia.org/wiki/Bierma%C3%9Fe

Ja habt Ihr denn in der Schule nichts fürs Leben gelernt gekriegt :-).
#5VerfasserAdvohannes (785343) 18 Apr 12, 16:59
Kommentar
Ach kommt, das wäre ja nicht lustig. :-)
Mit fahren hat's nichts zu tun, sonern nur damit, wo man das dann das Bier bestellt, wenn mach in die eine oder andere Richtung gefahren ist.


EDIT:
Sorry, das macht ja gar keinen Sinn...:

Drü Stange.
Was Füf?
Nei Drü.
Ah drei.

Oder doch nicht?

Jetzt bin ich selber komplett verwirrt, wie sagen denn Zürcher drü? Auch drü? Wo ist virus wenn man sie braucht :-)
Weil drei sagen ja auch die Basler...

Vielleicht sagen sie dräi und es reimt sich auf ihr zwäi?
#6VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 16:59
Kommentar
Ok, das Lustige ist wohl, daß es genau zwei Richtungen gibt, in die man fahren kann...
#7VerfasserRussisch Brot (340782) 18 Apr 12, 17:13
Kommentar
Mit fahren hat's nichts zu tun, sonern nur damit, wo man das dann das Bier bestellt, wenn mach in die eine oder andere Richtung gefahren ist.

Hä?

EDIT:
Sorry, das macht ja gar keinen Sinn...:


Schön, dass Du es selber merkst.

Drü Stange.
Was Füf?
Nei Drü.
Ah drei.


Und das soll jetzt mehr Sinn ergeben?

Oder doch nicht?

Na, wenn Du es selbst schon nicht weißt...

Mir würde es enorm weiterhelfen, wenn Du mir erklären könntest, was mir das mit der einen oder anderen Richtung sagen soll. Ganz zauberhaft wäre es, wenn du den Dialog auf Deutsch wiedergeben könntest, mir sind nämlich nur die Wörter "Stange", "Bier", "was", "und", "denn", "doch", "zwei" und "drei" bekannt, das hilft mir nicht weiter.

Edith meint, "so" versteht sie auch noch. Den Sinnzusammenhang konnte sie mir damit leider immer noch nicht näherbringen...
#8VerfasserDragon (238202) 18 Apr 12, 17:15
Kommentar
Nein, wenn ich als Aargauer in Zürich Bier bestellen will, dann verstehen die immer füf (5) wenn ich drü (3) will. Die Verwirrung kam daher, dass sich mein zwoi (2) ebenfalls ähnlich anhört wie mein foif (5), und das bei den Zürchern aber komplett verschieden klingt. Die Zürcher sagen zwei, so wie auf Deutsch.

Und wenn ich in die andere Richtung fahre, nach Basel, dann gibt es überall Unser Bier. Und wenn man Unser Bier zum ersten Mal hört, dann würde man meinen es sei das Hausbier, ist es aber nicht, sondern heisst das einfach so. Also ist man sofort als komplett Basel-fremd abgestempelt, wenn man dann "euer Bier" bestellt.
#9VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 17:21
Kommentar
Ah ja. Für mich weder lustig noch Alltag, aber jetzt glaube ich es immerhin verstanden zu haben.
#10VerfasserDragon (238202) 18 Apr 12, 17:23
Kommentar
Ein Bekannter aus Österreich hat mal zum Grillen Fleisch gekauft. Wir haben uns darüber unterhalten, und er hat erzählt er habe es von einem türkischen Metzger, und es sei halt kein Nackenfleisch.
An und für sich kein spektakulärer Dialog, nur dummerweise hat er dialektbedingt "kaa" statt "kein" gesagt...
#11VerfasserYora Unfug (694297) 18 Apr 12, 17:23
Kommentar
Bei meinem ersten Besuch in Slowenien bat ich meinen Gastgeber um ein weiteres Stück Wassermelone (slow. lubenica), worauf er und alle am Tisch in schallendes Gelächter ausbrachen. Seine Tochter machte mich dann darauf aufmerksam, dass ich eine Silbe ausgelassen und ihn dadurch gerade um ihre Hand gebeten hatte (nämlich um seine ljubica, also seinen Liebling).

So much for a good first impression.
#12VerfasserRestitutus (765254) 18 Apr 12, 17:43
Kommentar
Hä, wie gross sind denn Wassermelonen in Slowenien? :-)
Oder ist da -ica nicht ein Deminuativ? Gäbe es auch eine lubena?

Dragon, ja, sorry :-)
#13VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 17:46
Kommentar
Ein Norddeutscher fährt mit dem Zug von der Schweiz Richtung Stuttgart.
Im Abteil sitzen außer ihm noch ein Schweizer und ein Schwabe.
Der Schweizer fragt den Norddeutschen: "Senn Sie in Züüri gsi?"
Der Norddeutsche versteht nicht.
Der Schweizer wiederholt: "Senn Sie in Züüri gsi?"
Der Norddeutsche zuckt mit den Schultern.
Da mischt sich hilfreich der Schwabe ein: "Ea moint 'gween'".


(Leider beherrsche ich weder Schweizerdeutsch noch Schwäbisch; ich bitte somit die dieser Mundarten Kundigen um Verzeihung für eventuelle Fehler.)
#14VerfasserMiMo (236780) 18 Apr 12, 17:48
Kommentar
Entsetzte Blicke erntete dereinst ich in den guten alten Au Pair Zeiten in den USA als meine Gastmutter mich fragte, was es denn zum Abendessen gäbe und ich in meiner Antwort leeks und leeches verwechselte... YUCK!!!
#15VerfasserSimcha (236873) 18 Apr 12, 18:01
Kommentar
Mimo,
das wäre gut möglich so... :-)
Nur das Züüri mit zwei ü ist ein bisscshen komisch. Zürcher sagen Züri, mit einem spitzen durchdringenden ü, Basler sagen Zöööri, und hier in der Mitte sagen wir Zöri. :-)

—> Sindsi z'Zööri gsi?
#16VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 18:06
Kommentar
"Äer moind gwä!"

Das R am Ende wird übrigens als R gesprochen :-)
#17Verfassermanni3 (305129) 18 Apr 12, 18:21
Kommentar
Ist einer Freundin von mir, die in Lünen aufgewachsen ist, in einer Bäckerein in Tübingen passiert:
Sie: Ich hätte gern fünf Laugen-Weckle (Anmerkung von mir: Man beachte ihren Versuch sich schwäbisch auszudrücken)
Verkäuferin: Die Lauge-Weckle sin fertich. (oder wie immer ein Schwabe "sind fertig" aussprechen mag)
Sie: Ja, prima, dann hätte ich gerne fünf.
Verkäuferin: Aber, die sin fertich...

Nach Aussage meiner Freundin ging das mehrmals so hin und her, bis sie verstanden hatte, dass "sind fertig" bedeutet, dass sie ausverkauft sind.
#18VerfasserDFW (626253) 18 Apr 12, 18:22
Kommentar
Nr. 13: Hä, wie gross sind denn Wassermelonen in Slowenien? :-)

Oh, ich sah da schon Ottos von fast einem halben Meter Durchmesser.

Oder ist da -ica nicht ein Deminuativ? Gäbe es auch eine lubena?

Nein, nicht zwangsläufig. Laut unserem Etymologiewörterbuch steht die lubenica zu lupina = Kern, wäre also wörtlich ein Kerngehäuse. Analog: ptič = Vogel, ptičica = Vogelkäfig.

Nr. 18: Ich will da gar nicht von der Diskussion mit der Norddeutschen an einer Wiener Kinokasse anfangen, ob "Dö Film fangt um Dreiviertel Achte oo" sich auf 7:45 oder auf 8:45 bezieht - oder gar auf 7:15 (Acht minus drei Viertel).
#19VerfasserRestitutus (765254) 18 Apr 12, 18:25
Kommentar
Eine britische Bekannte hat bei einem ihrer ersten privaten Einladungen in Deutschland ihre Gastgeber gefragt, ob denn auch sicher keine Präservative im Essen wären. Es dauerte eine Weile, bis die beleidigten Gastgeber beruhigt werden konnten....
#20VerfasserPaperweight (298297) 18 Apr 12, 19:04
Kommentar
Dreiviertel Acht, kann das was anderes sein als viertel vor Acht? (Oder schreibt sich das Viertel vor Acht?)

Achso, danke Raudona. Aber ein -ica kann auch eine Verniedlichung sein, oder? So wie im Namen Zorica? Als ich zum ersten Mal eine Zorica kennenlernte, fragte ich sie, ob der Name verwandt ist mt der der roten Zora, und sie meinte Ja, die Zora sei das Morgenrot, sie das Morgenrötchen. :-)
#21VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 20:43
Kommentar
Ich, Deutsche, mit 13 nach Dtl. kommend, sagte anfangs immer noch zu vielem, was mir gefiel und schön war: "lekker" (Afrikaans für 'schön'). Das hatten wir in unser Deutsch immer wieder eingestreut, - Hier erntete ich immer ein "Hä?" und Gelächter, wenn ich bspw auf die Frage: "Wie gefällt Dir XY/unsere Stadt?" "Lekker!" sagte. Oder "Wie findest Du mein Federtäschchen?" "Lekker!". Schnell gewöhnte ich's mir ab ;-)
#22VerfasserBraunbärin (757733) 18 Apr 12, 20:58
Kommentar
Kein Miß-, sondern Unverständnis:

Beim Bund, nach dem Mittagessen, vor dem Nachhausefahren ist natürlich Revierreinigen angesagt. Alle in Hektik.

Ich runter in die Wäschekammer: "Gib mir ma schnell'N Feudel."

... (verständnislose Blicke)

"Hey, ich brauch'n Feudel!"

...

"Jetzt komm, gib mir mein' Feudel, ich will hier feddichwerden!"

"Wos wuist na hom?"

"Na, nen Feu-del!"

"Wo's na des?"

So, und dann versuch als Norddeutscher einem Süddeutschen mal zu erklären, was Du mit "Feudel" meinst, wenn Du 20 Jahre nur "Feudel" gekannt und verwendet hast. Auf "Putzhandern" kommt doch keiner ...
#23VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 18 Apr 12, 21:02
Kommentar
Putzhader - wie Haderlump ;-)
#24Verfassermanni3 (305129) 18 Apr 12, 21:40
Kommentar
Eine ältere Verwandte vor vielen Jahren, relativ neu in Canada mit wenig Englischkenntnissen:
Sie brauchte Essig, wußte aber nicht wie das heißt, hatte aber noch eine Fingerbreite in der Flasche, die sie dann mit zum Laden nahm.
Der Typ roch an der Flasche und meinte "vinegar". Sie, ganz entsetzt: no, more! more!

(weniger... vinegar...)
#25VerfasserRES-can (330291) 18 Apr 12, 21:58
Kommentar
Feudel, Putzhandern, Haderlump, klärt mich auf bitte auf :-)

EDIT:
Falls sich noch jemand fragt.. ist sogar auf Wikipedia
#26VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 18 Apr 12, 22:56
Kommentar
BLZ, dann kannst Du Dir vorstellen, wie es uns drei Studenten aus Bayern ging, als wir die Inhaltsangabe der Küche unseres Vermieters im Dänischen Wohld durchgingen: Messer, Gabeln, Löffel, etc. ... Gemüsebürste (das fanden wir schon lustig) ... dann Feudel, Leuwagen, Handeule. Wir haben dann alle Gegenstände ausgelegt und zusortiert. Am Ende blieben drei Dinge übrig. Deren Zuordnung gelang uns aber erst mit Hilfe eines Einheimischen ;-)
#27VerfasserSelima (107) 18 Apr 12, 23:04
Kommentar
Hier... "ganzdollwink* Mensch, ich bin doch 9 h hinter Euch (California). Ja, in Zürich sagt man drü.

Alles weitere ist ja schon erschöpfend behandelt. Eine "Stange" ist sowas Ähnliches (vom Volumen her) wie ein Kölsch. Aber neinneinnein - nicht das Bier...

Mir hat ein schwäbischer Bekannter mal folgende Geschichte erzählt: Eine Pension, Übernachtung mit Frühstück. Die Wirtin fragt die (norddeutschen) Gäste am Morgen: "Wellet Sie a Oi?" Die: "Hä?" Sie, erneut: "Wellet Sie a Oi?" Wieder "Hä?". Dann die Wirtin merklich genervt: "Wellen Sie ein Oi?"

Alles klar? :)

Edit: Raudona (22), aber "lecker" gibt's ja auch im Kölner Dialekt: "lecker Mädsche!"
#28Verfasservirus (343741) 19 Apr 12, 08:34
Kommentar
#28 Das erinnert mich an die Kollegin, die die Aussprache ihrer Tochter ins "Hochdeutsche" korrigierte: "Des heißt net g'loffa, des heißt ge-lof-fen"

(gelaufen)


Selima, was ist denn eine Handeule?! Handfeger und Schaufel/Kehrblech?
#29VerfasserMöwe [de] (534573) 19 Apr 12, 08:44
Kommentar
Achso, danke Raudona. Aber ein -ica kann auch eine Verniedlichung sein, oder? So wie im Namen Zorica?


Kann es, ja. Aber es wäre irreführend, zu glauben, dass es immer eine ist. Seit geraumer Zeit haben wir in Berlin beispielsweise eine kanclerica (auch kanclerka genannt).
#30VerfasserRestitutus (765254) 19 Apr 12, 08:52
Kommentar
Wem dieser Faden gefällt, wird auch jenen mögen: Siehe auch: lustige regionale Unterschiede
;-)

(Da ist auch die Handeule drin.)


Und natürlich den hier: Siehe auch: The funniest misunderstandings

und Siehe auch: Versprecher im Ausland
#31VerfasserMöwe [de] (534573) 19 Apr 12, 08:53
Kommentar
Ich wollte meinen (damals noch nicht) Freund fragen, wie gross er ist. Die Frage hatte schon auch einen vernuenftigen Grund, nur kannte er den nicht, und sie kam also ziemlich aus heiterem Himmel fuer ihn. Und dummerweise auch nicht ganz richtig, ich kam naemlich beim besten Willen nicht auf 'tall'. Frag also stattdessen:
"How big are you?"
Naja, ist ja recht nah dran. Ernte aber trotzdem nur ein Fragezeichen im Gesicht. Okay, anders probieren:
"I mean, what's your size?"
Fragezeichen im Gesicht. Okay, nochmal anders probieren:
"I mean, your length? Like - how LONG are you? In cm?"

Die Antwort, irgendwo zwischen Unglauben, Unverstaendnis und Unsicherheit darueber, ob ich wohl ganz normal bin: "What?!?! Are you just asking me how long...?!? Um, eh... I'd be happy to share that information, but I never actually got a ruler out and..."

Oh mein Gott, wie peinlich - zu dem Zeitpunkt kannten wir uns gerade mal so etwa eine Woche...
#32Verfasserpelikan (339101) 19 Apr 12, 10:36
Kommentar
#32 *gröhl*
Ist doch gut, wenn die wesentlichen Dinge gleich zu Beginn einer Beziehung geklärt werden...
#33VerfasserMöwe [de] (534573) 19 Apr 12, 10:47
Kommentar
:-))
Pelikan, and how long is your beak?
#34VerfasserBraunbärin (757733) 19 Apr 12, 10:49
Kommentar
Da gibt's bei mir einige.

Bei einer Begebenheit war ich ca. 3 und wir waren kurz davor in den Niederlanden gewesen, um Bekannte zu besuchen.

Nun waren wir irgendwo im Urlaub und mein Bruder (damals 4) und ich standen auf dem Balkon des Hauses und auf dem des Nebenhauses standen zwei Jungs. Es entwickelte sich dieser Dialog:

I: Wie heißt du denn?

J: Martin.

I: Und dein Bruder?

J: Seppi hoaßta.

I: WIE heißt der?

J: Seppi hoaßta.

Dieses Spiel wiederholte sich mehrmals und der Junge nebenan wurde langsam böse, weil er glaubte, dass ich ihn ärgern wollte. Irgendwann dann von mir das:

I: *zu meinem Bruder* Stefan, die verstehen wir nicht, die sind aus Holland.


Eine andere Situation war, als wir bei der Verwandschaft in Niederbayern (da kommen meine Eltern her) waren, waren wir mal zum Essen bei der Oma meines Vaters.

Nun kommen meine Eltern zwar aus Niederbayern, wohnen allerdings schon seit Jahrzehnten in Franken (wo mein Bruder und ich geboren wurden) und wir sprechen Zuhause hochdeutsch. (Das ein oder andere bayerische Wort schleicht sich schon mal ein)

Jedenfalls sagte meine Urgroßmutter nach dem Essen zu einer ihrer beiden Töchter (in dem Fall zu meiner Oma)

"Geh Rosl, boaß (ich kann's nicht schreiben, es klang aber so) amoi de Deck außa!"

Mein Bruder und ich brachen erst in schallendes Gelächter aus und fragten uns dann, was das wohl heißen sollte.

Irgendwann wurde uns erklärt, dass meine Urgroßmutter wollte, dass meine Großmutter die Tischdecke draußen ausschütteln sollte um die Krümel zu entfernen.
#35VerfasserCeeJayThe1 (764057) 19 Apr 12, 11:06
Kommentar
Ein deutscher Bekannter, der seit seiner Jugend in Frankreich lebt, auf "Heimaturlaub". Er will Lotto spielen und sagt zu der Frau hinter dem Tresen: "bitte geben Sie mir einen ordinären Lottoschein".

(Ordinaire frz. soviel wie normal, standard.
Ordinär deutsch: vulgär, schmutzig.)
#36VerfasserAnne_7 (731158) 19 Apr 12, 11:33
Kommentar
Pelikan, jetzt weiß ich auch, warum die Deutschen den Ruf weg haben, so direkt zu sein! Du warst das! ;-)
#37VerfasserLady Grey (235863) 19 Apr 12, 11:37
Kommentar
@Möwe: die Handeule ist der Bartwisch, sprich, der Handfeger. Der Leuwagen die dazugehörige Kehrschaufel.

1992, erstes Semester, meine ersten Erfahrungen mit Südsprechern. Kommilitonin aus Karlsruhe drückt mir ein Buch in die Hand und meint "Heb mal." Was mach ich? Ich heb das Ding hoch und schätze das Gewicht (weil ich dachte, sie wollte das Buch per Post versenden. Sie kuckt mich an, fängt schallend an zu lachen und sagt "Feschthebe sollsch. Nit lüpfe." Ich muß ziemlich blöd gekuckt haben.
#38VerfasserChaja (236098) 19 Apr 12, 11:55
Kommentar
Der Bergführer bei einer Tour beim Bund war auch klasse. Beschrieb uns den Weg mit weit ausholenden Bewegungen: "Auffi, denn a weng obi, denn weada auffi, denn hintre, a weng fiere" Das ganze sollte wohl irgendwie rechts und links andeuten (oder so) ...
#39VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 19 Apr 12, 12:22
Kommentar
Dreiviertel Acht, kann das was anderes sein als viertel vor Acht? (Oder schreibt sich das Viertel vor Acht?)


Je nachdem, wie man es interpretiert. Die Diskussion drehte sich um folgende Auslegungsmöglichkeiten:

- Noch eine Dreiviertelstunde bis Acht = 7:15.
- Eine Dreiviertelstunde nach Acht = 8:45.
- Zur Dreiviertelstunde vor Acht = 7:45.

Nr. 36: Und dann war da das französische Ehepaar, das sich darüber wunderte, dass deutsche Einzelhändler so stolz auf ihren Dreck seien. Schließlich stand da an jedem Schaufenster: "SALE".

(Franz. sale = dreckig, schmuddelig, unsauber; unflätig)


Nr. 38: Und jetzt nochmal auf Hochdeutsch - WAS hat die gesagt?
#40VerfasserRestitutus (765254) 19 Apr 12, 13:15
Kommentar
#40 zu 38: Sie hat gesagt:" Du sollst es festhalten, nicht hochheben."

lupfen = heben

heben = halten
#41VerfasserMöwe [de] (534573) 19 Apr 12, 13:18
Kommentar
Dreiviertel Acht, kann das was anderes sein als viertel vor Acht?

Eigentlich nicht...ich habe zumindest noch niemanden gehört, der mit "dreiviertel acht" nicht "viertel vor Acht" gemeint hat.
Es gibt nur Witzbolde, die es jedesmal lustig finden zu fragen was es heißen soll. (Ja, ich weiß, es gibt auch Leute, die es einfach regional bedingt nicht kennen und deshalb nicht verstehen - aber das glaube ich Leuten immer nur beim ersten Mal...).

Und da wir schon bei schwäbischen Sonderbedeutung sind darf wohl auch der Teppich nicht fehlen den man gegen kalte Füße im Bett hat (auf hochdeutsch eine (Woll)Decke).
#42VerfasserYora Unfug (694297) 19 Apr 12, 13:32
Kommentar
Tröste dich, Bubb, die Richtungsangaben umi, aufi, ochi können schon innerhalb eines einzigen österreichischen Bundeslandes zu Missverständnissen führen.
#43Verfassertigger (236106) 19 Apr 12, 13:39
Kommentar
Nicht zu vergessen die Tatsache dass der Fuß im Schwäbischen von der Zehenspitze bis zum Hüftgelenk reicht und ein "gebrochener Fuß" durchaus auch ein gebrochener Unterschenkel sein kann, was besonders lustig ist wenn man im Aerobic-Kurs ist und das kommando kommt "Bein in die Luft und mit dem Fuß kreisen!" Die Hälfte der Damen kreiste gleich mit dem kompletten Bein und als das Kommando kam "und jetzt das ganze Bein!" war die Verwirrung groß ;-)
#44VerfasserNefertit (584922) 19 Apr 12, 13:50
Kommentar
@Möwe: auf meinen ziemlich verwirrten Blick hin hat sie mir das dann auch erklärt.
Ich habe in der Zwischenzeit auch gelernt, daß man in bestimmten Gegenden RLPs "holen" statt "nehmen" sagt, auch in zusammengesetzten Verben. Ich habe immer noch Mühe mit einer Aussage "Ich hab übers letzte halbe Jahr 10 Kilo abgeholt"
10 Kilo was? Und wo abgeholt? Nein, gemeint ist "abgenommen".
#45VerfasserChaja (236098) 19 Apr 12, 13:54
Kommentar
Und dann gibt es noch das norddeutsche "holen" für "(ein-)kaufen", das sich in süddeutschen Ohren immer sehr unseriös anhört.
"Wow, tolles neues Auto!"
"Klasse, nech? Hab' ich mir letzte Woche geholt."
"Na, dann kann ich nur hoffen, dass Du auch dafür bezahlt hast!"
#46VerfasserLady Grey (235863) 19 Apr 12, 13:57
Kommentar
"Ich geh ma zum Höker, was einhouln" ;-)
#47VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 19 Apr 12, 14:02
Kommentar
Nicht ganz sicher, ob es hier hinpasst...

Meine Oma sagte immer "Ist das dir?" bzw. "Das ist mir!".
Ihre Kinder (also meine Mama und meine Tanten) sagten aber alle "Ist das deins?" bzw. "Das ist meins!".
#48VerfasserMandalor (856590) 19 Apr 12, 14:14
Kommentar
das "einhouln" erinnert doch auch sehr an das
englische "haul in"
#49Verfasserhuso.huso (848857) 19 Apr 12, 14:22
Kommentar
@ Beelzebub

Ist das deine "Bund"-Geschichte, oder hast du die Bacon
aus dem anderen Thread geklaut?

Siehe auch: lustige regionale Unterschiede

Oder bist du Bacon?
#50Verfasserhuso.huso (848857) 19 Apr 12, 14:24
Kommentar
Hat nicht Jürgen Klinsmann (schwäbischer Fußballspieler) einmal auf einer Pressekonferenz verkündet, er habe eine "Oberschenkelzerrung am rechten Fuß"?
#51VerfasserStravinsky (637051) 19 Apr 12, 14:28
Kommentar
Meine Oma (Steinhude, Niedersachsen) ging nicht "einholen". Sie machte Besorgungen.
"Eier muss ich noch besorgen". Klang immer so ein bisschen nach Schwarzmarkt...
#52VerfasserAnne_7 (731158) 19 Apr 12, 14:29
Kommentar
Ahja, der Klinsmann:
"Esch wär doch wunderbar, wenn wir die wäre, die wo im Sommer Weldmeischder werde."
#53VerfasserMandalor (856590) 19 Apr 12, 14:34
Kommentar
hat "besorgen", "etwas besorgen" nicht überall auch die Bedeutung von: etwas herbei-bringen, einkaufen, auftreiben?

Was klingt daran nach Schwarzmarkt?
#54Verfasserhuso.huso (848857) 19 Apr 12, 14:47
Kommentar
Gehn ein Österreicher und ein Franzose auf die Jagd. Plötzlich steht ein wunderschöner Hirsch vor den beiden. Der Franzose charmant: "à vous", der Österreicher kapiert das nicht und meint der Franzose solle schiessen. So geht das ein paar mal hin und her bis der Österreicher dann endlich schiesst.
Später stossen die Herren auf zwei wunderschöne Hirsche und der Österreicher sagt ganz erfreut zum Franzosen : "zwoa vous!"
#55Verfasseremz27 (805689) 19 Apr 12, 14:59
Kommentar
@Lady Grey #46: "Holen" ersetzt "Kaufen" nicht in jeder sprachlichen Ebene. Das ist schon ein wenig locker-lässig und es sagt nicht jeder.

Es gab mal eine Atari-Werbung: "Hast Du keinen, hol' Dir einen". Die fand ich extrem respektlos gegenüber dem großen Wert des Geräts (als armes Kind, das ewig auf einen Computer sparen musste).

----

"Einholen" für "Einkaufen" gibt es auch. Ich glaube in Teilen Sachsens oder Thüringens.

----

Das Viertel-Vor-Problem hat übrigens nichts mit Norddeutsch zu tun. Das existiert meines Wissen nur im mittleren Westen (um es mal bewusst vage auszudrücken).

----

Versorgen gibt's auch in unterschiedlicher Anwendung.

Ich versorge mich mit Lebensmitteln.
Ich versorge noch ein paar Lebensmittel. (war mir neu)
#56VerfasserCaptain Albern (744380) 19 Apr 12, 15:13
Kommentar
huso.huso,
Die Verwandtschft von holen und haul hast du ja auch bei overhaul.
#57VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 19 Apr 12, 15:15
Kommentar
Auf einer Südengland-Reise bummelten wir durch Canterbury, als meinen Schwager plötzlich der Hunger packte. Mein Schwager spricht kaum englisch, aber er traute sich und ging allein in den nächsten McDonald und bestellte am Tresen einen Cheeseburger. Das nette Mädel hinter der Theke schaute ihn freundlich an und sagte " 's all(?)"
Hmm, Cheeseburger sind also alle, OK, er suchte sich einen anderen Burger aus. Und wieder sagte das Mädel " 's all(?)"
Verflixt, auch alle! Verzweifelt studierte er wieder die Tafel, das Mädel merkte aber mittlerweile, dass es da irgendein Verständigungsproblem gab und irgendwie schafften die beiden es dann doch und mein Schwager bekam seinen Burger.
Große Erheiterung als er sein Abenteuer erzählte ...
#58Verfasserrunaway (de) (161651) 19 Apr 12, 15:40
Kommentar
Einer vielseitigen englischen Kollegin wurde mal das Kompliment gemacht, sie wäre ja wohl der "Joker" in ihrer Abteilung. Sozusagen sogar noch besser als das "As im Ärmel", weil für alles einsetzbar.

Besagte englische Kollegin hat ziemlich irritiert/beleidigt reagiert, weil das Arbeitsverhältnis doch bis dahin eigentlich ganz prima war.

Auf beiden Seiten dauerte es eine Weile, bis klar wurde, dass sie nicht als Witzbold beleidigt werden sollte und "Joker" (so englisch es klingt) im engl. die "wildcard" ist.
#59VerfasserGutelaune (519354) 19 Apr 12, 16:04
Kommentar
Zur Abwechslung mal ein Missverständnis aus einem anderen Dialekt, und zwar dem Berliner...
Pokerrunde:
A: Ich passe
B: Ikke ooch
C: [wartet..] Na dann mach mal
B: Wie, mach ma?
C: Na, hast du doch gerade gesagt, oder?
B: ...???

"Ikke ooch" sollte "ich [passe] auch" heißen, aber C verstand "Ick geh' hoch" und deutete es als "ich erhöhe".
#60VerfasserYora Unfug (694297) 19 Apr 12, 16:38
Kommentar
im kurs sprach man nebst anderem über die lehre - apprenticeship -
oder auch als adjektiv - in lehre - apprenticed.........

so übersetzte eine kursteilnehmerin, die es vermutlich nicht deutlich gehört hatte und schreiben wollte: ich mache eine lehre in einem hotel

mit: I'm doing my apprentice in a hotel.........
#61Verfassermoustique (308708) 19 Apr 12, 17:03
Kommentar
Meine Mutter hat sich in den ersten jahren in Hessen immer gewundert, warum die Leute so of über das "erben" (mit hessischem "r") unterhalten.
"Warst erben?" - "Ei ja, zu erben hammer immer!"
---
Im Harz suchten wir verzweifelt nach Herrn Karl Meier, der uns eine Ferienwohnung vermieten sollte (Karl ist im hessischen "Kall"). Erst nach längerer Suche bemerkten wir, dass der Herr nicht Karl Meier sonder Kallmeier hieß.
---
Als ich als Kind das erste mal mit Briten essen war, fiel ich negativ auf, weil ich sagte mein Steak sei "bloody".
---
Im Ferienlager rief ich den Kindern zu "jetzt schickt's!". Die Hälfte kam aus Hessen und verstand mich. Die andere Hälfte kam aus Thüringen und holte die Post.
#62VerfasserNyota Uhura (796577) 19 Apr 12, 17:08
Kommentar
Lieutenant,
1. Und was ist nun erben in Hessen?
2. Bloody steak, klar, kann man das in England nicht sagen? In den USA geht das problemlos als umgangssprachliches rare. Bloody as hell. Da hätte ich mir jetzt auch keine Gedanken gemacht wegen der britischen zusätzlichen Bedeutung, die Briten sagen dem Hahn ja auch cock :-)
#63VerfasserSage N. Fer Get K.S.C. (382314) 19 Apr 12, 17:20
Kommentar
Meine Mutter hat sich in den ersten jahren in Hessen immer gewundert, warum die Leute so of über das "erben" (mit hessischem "r") unterhalten.
"Warst erben?" - "Ei ja, zu erben hammer immer!"


Verstehe ich nicht...

Im Harz suchten wir verzweifelt nach Herrn Karl Meier, der uns eine Ferienwohnung vermieten sollte (Karl ist im hessischen "Kall"). Erst nach längerer Suche bemerkten wir, dass der Herr nicht Karl Meier sonder Kallmeier hieß.

Das erinnert mich an meinen vermutlich ziemlich ratlosen Gesichtsausdruck, als sich mir jemand (vermeintlich) als "Herr Bert" vorstellte. Zum einen waren wir eigentlich alle per du, also warum per Nachname? Und, noch seltsamer: Wer stellt sich den selber als "Herr/Frau X" vor - außer vielleicht Lehrern... und das war er sogar, aber eben nicht meiner, sondern da wo ich Zivi war, also warum redet er mit mir so?
Aber letzlich hieß der Gute schlicht und einfach Herbert...
#64VerfasserYora Unfug (694297) 19 Apr 12, 17:21
Kommentar
Ich bin auch nicht aus Hessen. Was heißt denn "Jetzt schickt's"?
#65VerfasserStravinsky (637051) 19 Apr 12, 17:21
Kommentar
Erben = arbeiten
Ist "jetzt schickt's" echt so unbekannt? Sagt man hier bei jeder Gelegenheit - "Jetzt reicht es!"
---
Ein schwäbischer Kollege fragte mich neulich: "Wie geht es Ihnen?" und ich antwortete "als weiter", was hier eine Standartantwort ist, die sowas bedeutet wie: "wie immer" oder das in anderen Regionen gebräuchliche "es muss". Ich muss mir unbedingt diese Sprache abgewöhnen.
---
#66VerfasserNyota Uhura (796577) 19 Apr 12, 17:32
Kommentar
Ist "jetzt schickt's" echt so unbekannt? Sagt man hier bei jeder Gelegenheit - "Jetzt reicht es!"

In Süddeutschland sagt man "Jetzt schickts euch!" oder
"Schickt(s) euch!" für "Jetzt beeilt euch!"

Schick dich!
Wir müssen uns schicken!


usw.
#67Verfasserhuso.huso (848857) 19 Apr 12, 19:15
Kommentar
Meine Mutter hat sich in den ersten jahren in Hessen immer gewundert, warum die Leute so of über das "erben" (mit hessischem "r") unterhalten.
"Warst erben?" - "Ei ja, zu erben hammer immer!"


Das ist aber nicht mein Teil von Hessen. Ich hab das nämlich auch nicht verstanden.
"Besorgen" und "holen" sind mir aber bekannt - Sonntag morgens: "Ich geh mal schnell Brötchen holen!"

Nr. 44: Nicht zu vergessen die Tatsache dass der Fuß im Schwäbischen von der Zehenspitze bis zum Hüftgelenk reicht und ein "gebrochener Fuß" durchaus auch ein gebrochener Unterschenkel sein kann

Im Slowenischen ist es noch schlimmer: Da reicht nicht nur der Fuß bis zur Hüfte, sondern auch noch die Hand bis zur Schulter. Bei denen haben es Orthopäden wirklich schwer...
#68VerfasserRestitutus (765254) 19 Apr 12, 20:36
Kommentar
And in Japanese ashi means both foot and leg, although (if I remember rightly – MiMo please clarify) it's really two homophonous words written with different characters.

Edit: Did Klinsmann ever play in Japan? Perhaps that's why he got confused.
#69VerfasserStravinsky (637051) 19 Apr 12, 20:47
Kommentar
#48 Mandalor - trotz einem in Mittelhessen eingebürgerten Hannoveraner als Vater, heißt das bei mir auch heute noch "das ist mir". Und der hat so gut wie alles versucht damit wir uns das Hessisch nicht zu dolle angewöhnen.

#64 Nyota Uhura - Jetzt schickt's ist bei mir auch durchaus im aktiven Sprachgebrauch und wird in meiner Ecke auch verstanden. Für dein erben hab ich lange gebraucht, ich hätte das wohl eher ährb'n geschrieben, ist allerdings im Gegensatz zu oben nicht in meinem Sprachgebrauch.
#70Verfasserfab kat (303993) 19 Apr 12, 21:01
Kommentar
Zu #69:

Ja, es stimmt, im Japanischen bedeutet ashi sowohl "Fuß" als auch "Bein". Es gibt aber noch ein spezielles Wort für "Bein": kyaku(bu). ashi (足) und kyaku (脚) werden mit verschiedenen Schriftzeichen geschrieben. In der Bedeutung "Bein" kann ashi allerdings auch mit dem Schriftzeichen für kyaku geschrieben werden.

Fußnote: ashi kann - mit anderen Schriftzeichen (蘆; 葦; 葭; 芦) - auch noch "Schilf" bedeuten.
#71VerfasserMiMo (236780) 19 Apr 12, 23:06
Kommentar
@fab kat, #70:
Mit "de Hesse" hatte meine Oma aber nichts zu tun, die kam eher aus dem französisch-deutschen Partnerschaftsland, auch "Saarland" genannt. Oder ist das alles der gleiche Dialekt?
#72VerfasserMandalor (856590) 20 Apr 12, 06:58
Kommentar
die kam eher aus dem französisch-deutschen Partnerschaftsland, auch "Saarland" genannt. Oder ist das alles der gleiche Dialekt?

Nicht ganz. Wir können uns untereinander im Dialekt verständigen, ohne größere Probleme (naja, die Kleinigkeiten halt) ... ein Außenstehender aus einer ganz anderen Dialektregion oder gar jemand, für den Deutsch mitsamt seinen Dialekten eine Fremdsprache ist, kann "Hessisch*" und "Saarländisch*" (und auch die Dialekte aus Rheinland-Pfalz) möglicherweise gar nicht unterscheiden ...


*Das kann selbst innerhalb der Bundesländer sehr stark variieren ... hier nur ein Beispiel ...
#73Verfasserno me bré (700807) 20 Apr 12, 07:14
Kommentar
Aus Nordrhein Westfalen kommend hatte ich lang Probleme damit, daß sich viel Menschen hier in Bayern mit

Nachname, Vorname vorstellen. So ist es der Fischerhans, die Meierliesl usw.

Das der Vorname Vorname heißt, weil er vor dem NAchnamen steht und entsprechend der Nachname Nachname weil er nach dem .... ihr wißt schon.

Im Sprachgebrauch hatte ich mich irgendwann so was ähnliches wie dran gewöhnt.
Eines Tages jedoch versuchte ich die Unterschrift unter einem Dokument zu entziffern.

*rätsel rätsel rätsel*
bis derjenige zufällig in meiner Nähe vorbeilief und bei mir der Groschen fiel.

Der Groschen hätte die Titanic schneller zum Sinken gebracht, als der dusselige Eisberg.
#74VerfasserMasu (613197) 23 Apr 12, 13:16
Kommentar
@Masu:
Das kenne ich aber hier in Westfalen auch noch, es sind allerdings meistens alteingesessene "Agrarökonomen" der oberen Altersklasse, die sich so melden.
#75VerfasserMandalor (856590) 23 Apr 12, 13:22
Kommentar
Masu, war das der Mayrhanshans, der eigentlich Hans Mayrhans heißt? ;-)
#76Verfassermanni3 (305129) 23 Apr 12, 13:23
Kommentar
zu Nr. 66:
Nyota Uhura, ich glaube, wir sind mit unserem "jetzt schickt's aber mal" tatsächlich ein kleiner Haufen. Ich bin in Mittelhessen (Wetzlar/Giessen/Marburg) damit aufgewachsen, meine Eltern (aus Frankfurt/Offenbach) haben's erst da kennengelernt. Wo kommst du her?

Die Schwaben haben mich mit ihrem "heb' mal" genauso dran gekriegt wie weiter oben beschrieben... ;o)
#77Verfasserfurrycat (809563) 23 Apr 12, 14:14
Kommentar
Cockney boy and country boy out in the country at dusk:

Cockney boy:
What was that?

Country boy:
An owl.

Cockney boy:
I know it was an 'owl, but what made it?

#78Verfasserescoville (237761) 23 Apr 12, 14:23
Kommentar
Interessant, dass es so viele Sprachen gibt, in denen die Basisbegriffe für Bein und Fuß bzw. Arm und Hand identisch sind. Kiswahili ist ein weiteres Beispiel:

mkono = Hand/Arm http://www.kamusi.org/en/lookup/sw?Word=mkono
mguu = Fuß/Bein http://www.kamusi.org/en/lookup/sw?Word=mguu

Natürlich wird man in allen Sprachen den Unterschied herausarbeiten können, wenn es denn nötig ist :-)
#79Verfasserharambee (91833) 23 Apr 12, 14:44
Kommentar
*kicher*
harambee, ich wär ja schon froh, wenn ich "meine" Oberbayern, oder gar die Waldler (bayrischer Wald) verstehen würde.
Von Kiswahili ganz zu schweigen
*grübel* / ob das wirklich schwieriger als bellende Waldlern ist? \ *grübel*
#80VerfasserMasu (613197) 23 Apr 12, 15:46
Kommentar
harambee, "Unterschied, wenn es denn nötig ist"
Beim Fußball ist es offenbar nicht nötig. Da ist alles erlaubt, was nicht Hand ist ;-)
#81Verfassermanni3 (305129) 23 Apr 12, 16:55
Kommentar
Beim Fußball ist es offenbar nicht nötig. Da ist alles erlaubt, was nicht Hand ist ;-)

Wobei dort ja auch der Oberarm zur Hand zählt - oder zumindest eine Ballberührung mit dem Oberarm als Handspiel.

Interessant, dass es so viele Sprachen gibt, in denen die Basisbegriffe für Bein und Fuß bzw. Arm und Hand identisch sind.

Je nachdem welche Sprache man selber spricht könnte man es auch interessant finden, dass es so viele Sprachen gibt in denen es anders ist ;-)
#82VerfasserYora Unfug (694297) 23 Apr 12, 17:43
Kommentar
Nachname, Vorname vorstellen. So ist es der Fischerhans, die Meierliesl usw.

Jo mei, i bin dea Felixkurt, un jetza raad emoi.

#83VerfasserRestitutus (765254) 23 Apr 12, 23:10
Kommentar
Ein Bekannter gestern Abend in einer größeren Runde: "Neulich hieß es in einer Simpsons-Folge echt gelungen: Europe offers grease at eBay."
Ratlose Gesichter. Einer dreht sich zu ihm um. "Hä?"
"Europe offers grease at eBay!"
Weiterhin verständnisloses Schweigen. Der eine abermals: "Hä?"
"Europe offers grease at eBay!"
"Na und...?"
"Grease! Griechenland!!!"
#84VerfasserRestitutus (765254) 24 Apr 12, 10:43
Kommentar
Als ich noch Nachhilfe gegeben hab, gab's auch einmal ein lustiges Missverständnis:

Schüler (soll einen Text schreiben): "Was heißt denn 'arm' auf Englisch?"

Ich: "Poor."

Tja, und was schrieb er dann? "The man had a tattoo on his poor." (Wieder einmal ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Kontext ist...)
#85VerfasserAmy Farrah Fowler (833454) 24 Apr 12, 10:58
Kommentar
Das hatte ich mal mit einer Kollegin. Meine Aufgabe war, Geschäftsbriefe ins Englische zu übersetzen. Aus irgendeinem Grunde fand sie plötzlich, sie müsse mir bei ihrem Dreizeiler helfen und gab mir eine Babelfish-Version. Ich habe es wirklich sehr diplomatisch versucht, aber am Ende war sie doch wieder beleidigt und hatte außerdem nicht verstanden, dass "plant" hier sicher nicht die richtige "Anlage" war.

Was macht man mit Leuten, die abgesehen von keinen Sprachkenntnissen auch so überhaupt keinen Sinn für Sprache haben?
#86Verfassertigger (236106) 24 Apr 12, 11:25
Kommentar
Tigger, das Gleiche, was man mit Menschen macht, die in der Ausstellung sagen: "Das könnte mein Dreijähriger besser!" - überlegen/mitleidig lächeln, und sich nicht aufregen.
#87VerfasserLady Grey (235863) 24 Apr 12, 11:31
Kommentar
erwürgen oder ertragen
#88VerfasserMöwe [de] (534573) 24 Apr 12, 11:32
Kommentar
erschlagen oder ertragen.

Das reimt wenixtenz ;-)
#89VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 24 Apr 12, 11:33
Kommentar
(Edith sagt, ich soll nicht so fies sein)
#90VerfasserMöwe [de] (534573) 24 Apr 12, 11:35
Kommentar
Normalerweise befördert man solche zu Managern. Dann macht das nichts mehr.
#91VerfasserUljae (831733) 24 Apr 12, 11:37
Kommentar
90: Feigling ;-)
#92VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 24 Apr 12, 11:39
Kommentar
#92 "Feige"? Du meinst sicher "sanftmütig und nachsichtig". ;-P
#93VerfasserMöwe [de] (534573) 24 Apr 12, 11:40
Kommentar
*grööööhl* ROFLMAO ;-)
#94VerfasserB.L.Z. Bubb (601295) 24 Apr 12, 11:46
Kommentar
Mitleid war wahrscheinlich angebracht. Selten war mir so klar wie bei jener Kollegin, dass manche Leute einfach nicht mit Intelligenz gesegnet sind.
Aber dann muss man sich erst recht zusammennehmen und höflich bleiben... meine erste Reaktion wäre ja gewesen, meinerseits beleidigt zu sein ob ihrer Zicken, aber dann sah ich meine schöne, logisch absolut saubere Erklärung ganz deutlich bei ihrem einen Ohr reinflutschen, langsam innen an den Augen vorbeiziehen und auf der anderen Seite wieder rausbröseln.
#95Verfassertigger (236106) 24 Apr 12, 11:54
Kommentar
Ich habe es wirklich sehr diplomatisch versucht, aber am Ende war sie doch wieder beleidigt und hatte außerdem nicht verstanden, dass "plant" hier sicher nicht die richtige "Anlage" war.


Pikierte Antwort der Übersetzerin, bei der ich einst ebendies monierte: "Das ist doch aus dem Kontext nicht ersichtlich!"

#96VerfasserRestitutus (765254) 24 Apr 12, 11:56
Kommentar
tigger "dass manche Leute einfach nicht mit Intelligenz gesegnet sind. Aber dann muss man sich erst recht zusammennehmen und höflich bleiben" - Na gut ;-)
*kissdihanngnäfrå*
#97Verfassermanni3 (305129) 24 Apr 12, 12:19
Kommentar
Für Übersetzer gilt das natürlich nicht als Ausrede, Restitutus.
Mir ging's umgekehrt bei einer Nachfrage: "Sie müssen das nicht verstehen, nur übersetzen!" Und das von einem Rechtsanwalt.
Fazit: Bei Akademikern darf bzw. muss man seinerseits unhöflich werden, wenn sie einen für dumm verkaufen.
*manni3knicks*
#98Verfassertigger (236106) 24 Apr 12, 12:31
Kommentar
... es reizt einen natürlich manchaml schon, in solchen Situationen den braven Soldaten Schwejk zu spielen.
#99VerfasserUljae (831733) 24 Apr 12, 12:36
Kommentar
"nicht verstehen, nur übersetzen" - erinnert mich an den uralten Witz von damals™ mit dem Bauern, der nicht lesen konnte, sich einen Liebesbrief vom Pfarrer vorlesen ließ und ihm dabei die Ohren zuhielt, damit der nicht mitkriegte, was in dem Brief stand. *muahaha*
#100Verfassermanni3 (305129) 24 Apr 12, 12:39
Kommentar
Woher soll ich wissen, was ich denke,
bevor ich höre, was ich sage ?
[H.Simpson]

(Womit sich der Kreis zu #84 schließt)

zu #84: Übrigens gibt es das Wort Griechenland-Krise bereits im Leo.
#101VerfasserCaptain Albern (744380) 24 Apr 12, 12:42
Kommentar
Captain, das ist ein alter (Sponti-)Spruch aus den 1980ern (oder vielleicht noch älter), dafür kann Homer Simpson nix.

@84: Wenn ich "Greece" sage, klingt das auch wie "grease" (oder umgekehrt), aus dem Kontext ist aber eigentlich immer klar, was gemeint ist. Oder wolltest Du uns nur mitteilen, dass Deine Bekannten das englische Wort für "Griechenland" nicht kennen?
#102VerfasserDragon (238202) 24 Apr 12, 13:05
Kommentar
@95, tigger
"I can see the light in your eyes." - "And I can see the light through your ears."
#103VerfasserSector 7G (253579) 24 Apr 12, 13:07
Kommentar
Zwei Missverständnisse (aufgrund unterschiedlicher Auffassungen bzgl. der Vokallänge im Japanischen), die James Seward in seinem brillanten Buch "Japanese in Action" überliefert.

Ein Kollege von Seward in der seinerzeitigen Militärverwaltung in Japan nach dem Krieg wollte einen Wochenendurlaub machen und bat ihn, ihm einen geeigneten japanischen Ort und ein passendes Hotel zu benennen.
Einige Zeit später logierte Seward selbst in dem Hotel und erkundigte sich beim Direktor nach seinem Kollegen. "Ja, ja, der ist da gewesen", erwiderte der Direktor, "ein feiner Herr. Er hat sich sehr für Landwirtschaft hier interessiert." Für die Landwirtschaft interessiert? Seward wunderte sich, denn der Kollege interessierte sich für alles andere als für Ackerbau und Viehzucht.
Auf weiteres Nachfragen berichtete der Direktor, der Gast habe sich immerzu nach "o-na jôsei", der Gemüse-Situation, erkundigt. Nach kurzem Nachdenken ging Seward ein Licht auf: Sein Kollege hatte gegenüber dem Direktor seinen Wunsch nach einer Frau, nach weiblicher Gesellschaft ausgedrückt. "Frau" heißt auf Japanisch "onna" bzw. "josei". In typisch amerikanischer Aussprache hatte der Kollege vergessen, das n zu längen und das jo- mit kurzem o auszusprechen...

Einen Fauxpas wegen gewohnheitsmäßiger Vokallängung beging ein anderer Amerikaner, der in Tokyo als Unternehmensberater eines japanischen Fabrikanten arbeiten wollte. Bei einer Konferenz der Kunden des Unternehmens, bei der er vorgestellt werden sollte, konnte der Amerikaner nicht abwarten, bis sein sich verspätet habender Auftraggeber eintraf und stellte sich schon mal spontan selber vor, trotz seiner sehr beschränkten Sprachkenntnisse. Nach seinem ersten Satz brach jedoch die würdige Versammlung in Gekicher und Gegluckse aus. Der Unternehmensberater glaubte, gesagt zu haben: "Watakushi wa Nakamura-san no komon desu" = "Ich bin der Berater von Herrn Nakamura." Da er aber nach amerikanischer Manier das erste o von "komon" lang ausgesprochen hatte, also "kômon", hatte er verkündet: "Ich bin das Arschloch von Herrn Nakamura."

;-)
#104VerfasserMiMo (236780) 24 Apr 12, 13:23
Kommentar
Eine Kollegin von mir (herkommend aus Essen) wohnt jetzt nördlich von Hamburg. Brachte ihren Sohn in den Kindergarten und fragte eine andere Mutter, warum sie denn heute nur die Tochter brächte und nicht auch den Sohn.
Die norddeutsche Mutter sagte: "Nein, der hat heute Morgen gespuckt, den hab ich lieber zu Hause gelassen."
Meine Kollegin daraufhin: "Das hätte ich dem nicht durchgehen lassen. Den hätte trotztdem mitgenommen, zur Not auch mit sanfter Gewalt."
Verständnislose bis vorwurfsvolle Blicke für meine Kollegin, Kopfschütteln und wütendes Gemurmel der umstehenden anderen Mütter...

...bis sich herausstellte, dass meine Kollegin "spucken" nicht als "sich übergeben" verstanden hatte, sondern als trotziges Anspucken der Mutter, weil er nicht in den Kindergarten wollte.
#105Verfasserkedi31 (394684) 24 Apr 12, 14:12
Kommentar
Mir ging das als Kind im Kindergarten so ähnlich. Bei uns zu Hause hieß das ganz profan "kotzen". Die Kindergärtnerin hat mich nach der Tatsachenbeschreibung korrigiert, dass man dazu weniger profan "brechen" sage. Und ich bin schier verzweifelt, weil die Frau nicht verstehen wollte, dass ich mir nichts gebrochen habe, sondern gekotzt.
#106VerfasserMondschaf (244271) 24 Apr 12, 14:57
Kommentar
Der Sohn einer Bekannten war mit seiner Klasse auf Abi-Fahrt in London.
In einem Lokal fragte er nach der Rechnung: "Can I pay, please?"
Der Kellner stutzte kurz und gab zurück: "I hope you can."
#107VerfasserLeseratz (238114) 24 Apr 12, 23:56
Kommentar
@ 66 Also ich bin in Wiesbaden geboren und 'erben' für 'arbeiten' (abbeide) oder 'schickt's' für 'es reicht' (eebe langds) habe ich noch nie gehört!
#108VerfasserThe Real ME (GB) (369909) 25 Apr 12, 11:57
Kommentar
RE, Stadtkind! Red'st nach der Schrift?? ;-))
#109Verfassermanni3 (305129) 25 Apr 12, 12:01
Kommentar
Eine Freunding aus dem hohen Norden wurde gefragt: wie seschstn ibber den? (Wie sagst du zu dem/wie heißt der) Sie: Über den sage ich gar nicht, ich kenne den kaum.

Selbe Freundin wurde gefragt: 'un wie schreibste disch?' (Bei uns die Frage nach dem Nachnamen) Sie: K - a - r - i - n, Antwort: des waas isch doch, awwer wie schreibste disch?
#110VerfasserThe Real ME (GB) (369909) 25 Apr 12, 12:04
Kommentar
109 war für ME - Entschuldigung!
#111Verfassermanni3 (305129) 25 Apr 12, 12:48
Kommentar
@108: Wiesbaden ist ja auch ganz weit weg von uns: Wetzlar / Giessen /Marburg
Hier wird Oberhessisch gesprochen (mir schwätze hessisch, mir babbeln net :-) )
#112VerfasserNyota Uhura (796577) 25 Apr 12, 13:27
Kommentar
#107, das ist kein Missverständnis, das ist der Kellnerwitz mit dem längsten Bart und leider auch in D sehr verbreitet.
#113VerfasserLady Grey (235863) 25 Apr 12, 13:28
Kommentar
Bei #107 muss ich wieder an den Kollegen denken, der im Restaurant in den USA sagte: "I become a steak". Die Erheiterung war groß... nur nicht bei dem Kollegen, der gar nicht wusste was los war.

Englisch ist aber auch manchmal verdammt unlogisch ;-)
#114VerfasserJayArT (580770) 25 Apr 12, 13:48
Kommentar
Wiiie, JayArT, du kennst jemanden, der den ältesten English-for-Runaways-Witz tatsächlich ohne Witz produziert hat?
- I become a bloody steak...
- Would you like some fucking potatoes with it?
#115Verfassertigger (236106) 25 Apr 12, 13:57
Kommentar
"Ich bekomme ein Steak" sage ich übrigens auf Deutsch auch nicht, weil für mich zu dem Satz immer die Entgegnung gehört: "Das wissen Sie ja noch gar nicht" ;).
#116VerfasserJanZ (805098) 25 Apr 12, 14:03
Kommentar
Auf solche blöden Bedienungen bin ich noch nie gestoßen ;-)

( "gestoßen" - hmm, ob das hier wohl durchgeht?? )
#117Verfassermanni3 (305129) 25 Apr 12, 15:14
Kommentar
Ja tigger, ist echt passiert. Und ich erinnere mich noch, dass in seinem Lebenslauf unter Sprachkenntnisse "Englisch - fliessend" stand...
ok, fliessend kann er, aber eben nicht korrekt ;-)
#118VerfasserJayArT (580770) 25 Apr 12, 15:35
Kommentar
Blöde Bedienungen vielleicht nicht, aber schon mein Opa, den ich nie kennen gelernt habe, soll auf die Frage "Und was bekommen Sie?" geantwortet haben: "Bis jetzt noch gar nichts". Mein Vater hat diese Sitte dann übernommen, aber ich verkneife es mir dann meistens doch.
#119VerfasserJanZ (805098) 25 Apr 12, 16:07
Kommentar
Das sind dann auch die freundlichen Zeitgenossen, die einer alten Dame mit schwerem Koffer vor der Bustüre auf die Frage "Könnten Sie mir helfen?" grinsend mit "Ja!" antworten und ihre Hände nur noch tiefer in den Hosentaschen vergraben! ;-))
#120Verfassermanni3 (305129) 25 Apr 12, 16:26
Kommentar
#114: Mein Kollege hat in der Disco ein Mädel gefragt "Do you have fire?" und wußte auch gar nicht was los ist.
Fließend englisch konnte er eh, nur verstanden hat's kein Engländer ....
#121Verfasserkpf (de) (794049) 25 Apr 12, 17:09
Kommentar
@114: das erinnert mich schwer an meinen ehemaligen Chef, der erst seine Vorspeise bestellte und dann dem Satz hinzufügte "and later I become a chicen!" (und man sollte erwähnen, dass er davor 14 Tage auf Sprachkurs in Irland war.

Ein für mich im ersten Moment sehr schockierendes Erlebnis war, als mir mein Mann (damals noch Freund) mit einem grossen Strahlen im Gesicht erzählte, dass es am Abend Rindslungenbraten vom Grill gibt - ich glaub, in dem Moment ist mir jegliche Farbe aus dem Gesicht verschwunden und ich hab ernsthaft drüber nachgedacht, mich von ihm zu trennen. (Später kam raus, dass man in Österreich zu einem Filet-Stück "Lungenbraten" sagt.

Zweites Erlebnis - auch wieder mein Mann - da hat er mich aber nur zur Verzweiflung gebracht - Wir haben im Garten gearbeitet und plötzlich lief er auf mich zu und fragt mich, wo die "Scheibtruchn" (Entschuldigung an die Tiroler - wie man es auch immer schreibt!) ist. Ja????????? Meine Mutter hat ihn dann verstanden - er wollte einfach nur "an Schubkarrn" haben. :-)

Sehr verwirrend für mich im Nähkurs in der Schweiz ist der Begriff Rock.
Kursteilnehmerin: "Machst du einen Rock?"
Ich: "Ja!" (und halt meinen Rock hoch)
Kursteilnehmerin: "Und wie machst du das obenrum?"
Ich: ????????????
andere Kursteilnehmerin: "Du, die macht keinen Rock, die macht einen Jupe!"
Ich: ????

Sie haben mich dann aufgeklärt, wie das funktioniert mit Jupe und Rock und Kleid und dass das alles irgendwie anders ist. :-)
#122VerfasserSternschnuppal (375999) 25 Apr 12, 17:19
Kommentar
Ne Freundin von mir, auf die Frage, ob wir noch in einem Pub einkehren wollen:

"If we become a seat"
#123VerfasserCeeJayThe1 (764057) 25 Apr 12, 17:22
Kommentar
Ein Amerikaner beim Stammtisch bekam mit der Bestellung "Ein anderes Bier!" nach dem Hellen ein Weißbier. Der Ober hatte aber schon verstanden und hatte sich nur einen Scherz erlaubt ;-)
Fand ich auch sehr nett!
#124Verfassermanni3 (305129) 25 Apr 12, 17:35
Kommentar
(Später kam raus, dass man in Österreich zu einem Filet-Stück "Lungenbraten" sagt.

Ist ja auch gemein von den Österreichern, das so zu nennen :). Andererseits muss ja auch in Deutschland zum Beispiel Lachs nicht unbedingt Fisch sein.
#125VerfasserJanZ (805098) 25 Apr 12, 17:43
Kommentar
Ich hab auch die sächsische Verkäuferin an der Wursttheke im Münchner Supermarkt ziemlich zur Verzweiflung gebracht, beim Versuch 5 Deka Faschiertes zu kaufen. Irgendwann hab ich dann endlich das Schild gefunden, das mir geholfen hat, das richtige Wort zu finden. Bei 500 Gramm Hackfleisch hat sie mich dann endlich verstanden. (Ich hab halt schnell vom Rezept abgeschrieben für den Einkaufszettel)

#126VerfasserSternschnuppal (375999) 25 Apr 12, 17:51
Kommentar
Das kann ich mir vorstellen. Ich hab' mal eine frisch aus Sachsen geheuerte Bäkereiverkäuferin in Linz gehabt. Zeitnot und dann lauter Missverständnisse. Aber eigentlich lustig.

500gr sind in meiner Welt immer ein Pfund gewesen, aber damit kommt man auch nicht weit.
#127VerfasserUljae (831733) 25 Apr 12, 18:21
Kommentar
Dass man außerhalb Österreichs keine Deka verlangen kann, ist schon klar. Aber dass sie im deutschen Supermarkt an der Fleischtheke ihre Fleischstücke nicht beschriften können, sodass man nicht weiß, was man verlangen muss außer "das da", finde ich ziemlich ärgerlich. Vom Preis gar nicht zu reden - gibt es keine Vorschrift, dass der dranstehen muss?
Typische Einkaufssituation durch tigger oder Zoodirektor:
- Was kostet das da? *aufdaszeig*
- Das?
- Nein, das. *aufdaszeig*
- Einssiemunneunzich.
- Und das? *aufdaszeig*
- Einsneununfünfsig.
- Dann bitte hundert Gramm von dem da. *aufdaszeig*

(Wer übrigens den Fehler findet, darf ihn behalten.)
#128Verfassertigger (236106) 25 Apr 12, 20:44
Kommentar
Doch, kann man. Nebendran in Slowenien heißt das "deci" (gesprochen: dezi). Und nicht nur beim Fleisch. Meine Frau findet es total unverständlich, dass sie mit "zwei Dezi Wasser" bei deutschen Kellnern auf totales Unverständnis stößt. "Lernt denn niemand bei euch, was ein Deziliter ist???"


Ist ja auch gemein von den Österreichern, das so zu nennen.

Die österreichische Speisekarte steckt sowieso voller derartiger Gemeinheiten. Woraus das harmlos klingende Beuschl besteht, hat mir meine Mutter erst verraten, nachdem ich es aufgegessen hatte.


Blöde Bedienungen vielleicht nicht, aber schon mein Opa, den ich nie kennen gelernt habe, soll auf die Frage "Und was bekommen Sie?" geantwortet haben: "Bis jetzt noch gar nichts".

Mein Großvater wiederum konnte meine Großmutter zur Weißglut treiben, indem er auf ihre Frage: "Wie schmeckt das Mittagessen?" grundsätzlich antwortete: "Man kann's essen."
#129VerfasserRestitutus (765254) 25 Apr 12, 21:09
Kommentar
dafür gibts bei mir daheim keine Achterl, was soll ich da machen, ist immer Null-Zwei, nichteinmal 2 dezi geht, obwohl das das Gleiche wäre.

#130VerfasserUljae (831733) 25 Apr 12, 22:25
Kommentar
Zu #129:

Man lernt in Deutschland durchaus, was ein Deziliter ist. Doch wir kennen das maulfaule Dezi so wenig wie das Milli, das Mikro, das Hekto etc. pp.
#131VerfasserMiMo (236780) 25 Apr 12, 23:43
Kommentar
When I was first learning German, I once had lunch with some German teen-age apprentice cooks and hotel employees, with discussion in a mix of German and English. I understood one to complain that something was too hot, whereupon I observed that, if anything, it wasn't hot enough. Only after further discussion did I finally get that it was said to be too "hart".

In that same hotel, an old woman (with little formal education) who worked in the laundry asked me (in German, of course) if I liked German music. I wasn't sure exactly whether she meant the Lorelei song or brass oompah music or what, so I inquired further. She said, you know, Bach, Beethoven, Brahms.

Old joke but I heard it: Ami boy asks German exchange-program girl if she wants to go to a movie. She says she is hardly working on her homework. He says, great, he's hardly doing his either.

I once went to the zoo with a German girl I was starting to get close to, who didn't have much foreign language background. She pointed to an animal and said something like, Guck mal, die ist schwanger. I asked what that meant, and subsequently had to explain in some detail that I indeed understood something about the birds and the bees, but that I hadn't yet learned that particular German word.

My version of the steak story is the German who says he would like to become a hamburger. Nowadays, some of my best friends are Hamburger.
#132VerfasserJurist (US) (804041) 26 Apr 12, 03:19
Kommentar
Zu #125:
Als meine Nichte grade Lesen lernte, bat sie darum, die "lustige Wurst" zum Abendessen zu bekommen. Die Tante war verwirrt, die Verkäuferin ebenso. Nichte: "Na, da auf dem Schild steht doch Lach-Schinken! Den hätt ich gern!"
#133VerfasserIrene (236484) 26 Apr 12, 07:25
Kommentar
@126 5 deka(gramm) sind aber 50 g und nicht 500 g. Wahrscheinlich wollte die Verkäuferin wegen der geringen Menge die Faschiermaschine nicht in Gang setzen.
#134VerfasserJosef K. (629880) 26 Apr 12, 08:21
Kommentar
das Gleiche, was man mit Menschen macht, die in der Ausstellung sagen: "Das könnte mein Dreijähriger besser!" -

In der feinmechanischen Werkstatt meiner Eltern, kamen immer wieder Männer, die auf den Hinweis "Fremdeingriff" erklärten, das die kleine Tochter es kaputtgemacht und der kleine Sohn es repariert hat und die Reparatur ja eigentlich nichts kosten dürfte.
Meist hat mein Vater (Uhrmachermeister) dann mich gerufen und erklärt, fragen Sie meine Tochter, die kann dass besser als mein Sohn.
#135VerfasserMasu (613197) 26 Apr 12, 08:59
Kommentar
Mein Großvater wiederum konnte meine Großmutter zur Weißglut treiben, indem er auf ihre Frage: "Wie schmeckt das Mittagessen?" grundsätzlich antwortete: "Man kann's essen." Stimmt doch. Wenn es nicht schecken würde, könnte man es nicht essen...
#136VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 26 Apr 12, 09:09
Kommentar
@134: Habs grad selber gemerkt, dass mir da eine "0" hinter der "5" abhanden gekommen ist. Ich wollt schon 50 dag und nicht 5 :-)

@127: In meiner Welt sind die 50 dag oder 500 gr auch ein Pfund, aber das hab ich schon gelernt, dass ich damit nicht immer weiterkomme.

Für mich sehr irritieren, als wir in nach CH gezogen sind, war die Info von unserer Vermieterin (dazu noch erwähnt, wir sind in den schönen Kanton Zug gezogen): "Es kommt noch jemand von Zug und schaut sich den "Tömbler" an. - Ich hab dann einfach mal mit "Schön" geantwortet und lange überlegt was es heissen könnte :-)
#137VerfasserSternschnuppal (375999) 26 Apr 12, 09:18
Kommentar
In meinem einjährigen Wohnen sind mir viele Missverständnisse passiert. Niemand verstand mich, wenn ich von den Boxautos (= Autoscooter) sprach, die ich auf dem Volksfest so toll fand. Niemand kapierte, dass in meinem Garten ein Zwetschgenbaum (= Pflaumenbaum) wuchs und keiner verstand, was ich mit Weckle meinte.
#138Verfassernaka-naka (629692) 26 Apr 12, 09:19
Kommentar
Mengenangaben... in meiner Welt waren 500 gr. auch immer ein Pfund. Bis ich mal beim Schlachter einen verzweifelten Kommunikationsversuch zwischen Kunde und Lehrling/Jung-Geselle mitkriegte. Der Knabe hinter der Theke konnte weder mit "Pfund" noch mit "anderthalb" was anfangen und trieb den Kunden mit wüsten Mengen auf der Waage schier zur Verzweifelung, bis sich irgendein anderer Kunde erbarmte und die gewünschte Menge in Gramm umrechnete.

Mir hat man vor knapp 2 Wochen auf dem Markt auf meine Bestellung "ein Dutzend kleine Kartoffeln" ganze 10 Stück eingepackt. Leider habe ich das erst daheim gemerkt...
#139VerfasserChaja (236098) 26 Apr 12, 09:20
Kommentar
Gut, daß du kein Gross haben wolltest.
#140VerfasserMasu (613197) 26 Apr 12, 09:33
Kommentar
Auch ne schöne Geschichte:

Meine Eltern (beide aus Niederbayern, Landshuter Ecke) haben einige Zeit in Hessen (Gießen) verbracht.

Mein Vater ist zum Studieren dort hingezogen und meine Mutter ist einige Zeit später nachgekommen.

Bevor meine Mutter das erste mal auf die hessische Bevölkerung losgelassen wurde, gab's von meinem Vater ein paar Verhaltensregeln (Ich glaub eine davon war "Hier sagt man Guten Tag und nicht Grüß Gott.")

Meine Mutter zum Bäcker und wollte Brötchen. Mein Vater hatte ihr auch gesagt, dass sie außdrücklich "Brötchen" und nicht "Semmeln" verlangen sollte. (Haben die in den 70ern das Wort "Semmel" in Hessen nicht gekannt?)

Jedenfalls, meine Mutter in der Bäckerei: "Ich hätte gerne sechs Brötchen." Sie war unheimlich stolz auf sich, weil sie es richtig gesagt hatte.

Einzige Reaktion der Verkäuferin: "Milch oder Wasserbrötchen?"

Meine Mutter muss geschaut haben wie ein Schaf.

Und als meine Mutter dann auch noch Paniermehl wollte, hieß es schlicht und ergreifend "Haben wir nicht."

Meine Mutter hat aber in einem Regal welches gesehen und sagte "Doch, so was!" und zeigte auf den Beutel.

Reaktion der Verkäuferin: "Ach, sie meinen Weckmehl!"
#141VerfasserCeeJayThe1 (764057) 26 Apr 12, 09:45
Kommentar
Ein Berliner wollte in einer Bäckerei (weit weg von Berlin) einkaufen. Dabei entspann sich der folgende (mir später unter Lachtränen weitererzählte) Dialog:

Berliner: "Guten Tag! Ich hätte gerne drei Pfannkuchen."
Verkäuferin (irritiert): "Tut mir leid, die verkaufen wir hier nicht."
Berliner (auf das Gewünschte zeigend): "Da liegen doch welche!"
Verkäuferin: "Ach, Berliner!"
Berliner (schwer beeindruckt, da er keinen Akzent hatte): "Ja, woher wissen Sie das?"

Die beiden haben wohl noch ein bisschen gebraucht, bis der Wirrwarr aufgelöst war.

(In Berlin heißt das leckere Gebäck, welches in weiten Teilen Deutschlands unter der Bezeichnung "Berliner" verkauft wird, "Pfannkuchen".)
#142VerfasserHe-le-na (743297) 26 Apr 12, 09:52
Kommentar
#143Verfassermanni3 (305129) 26 Apr 12, 10:05
Kommentar
Aufgewachsen bin ich mit den Begriffen
Leberwurst / Teewurst / Mettwurst

Dann ging ich nach Oberfranken, später nach Oberbayern.

Leberwurst = Streichwurst
Teewurst = Mettwurst
Mettwurst = Rohpolnische

Interessanterweise sind die Begriffe z.T. sogar familienintern unterschiedlich in Gebrauch. Schwiegervater nutzt die ersten Begriffe, Mutter und Tochter ne Mischung und Sohn die zweiten.

Welche Varianten schleppt ihr jetzt noch an?
*erwartungsvollguck*
#144VerfasserMasu (613197) 26 Apr 12, 10:14
Kommentar
Chaja zieht aus dem Westfalenland nach Köln. Geht in eine Bäckerei und verlangt "Einen Stuten". Gefaßt war ich auf die Gegenfrage "mit oder ohne Rosinen?", was kam war "Der Pferdemetzger ist drei Straßen weiter."

In einer Bäckerei kurz vor der dänischen Grenze:
"ich hätte gerne 2 Baguettes."
"tut mir leid, die sind aus."
*aufsregaldeut* "da liegen doch noch viele - sind die alle vorbestellt???"
"ach, die Meterbrote meinen Sie - Baguettes sind bei uns Brötchen."
#145VerfasserChaja (236098) 26 Apr 12, 10:19
Kommentar
Nein nein nein nein
Einen Stuten oder gar Rosinenstuten gibts hier nicht.

Den Rosinenstuten gibts meist als Osterfladen, dadurch obendrein meist nur jahreszeitlich begrenzt.
Noch seltener ist dann der Fladen ohne Rosinen.

Hach ja. Laugenbrezeln (Brezn) kennt ja wohl mittlerweile jeder.
Einmal wollte ich so kleine Brötchen, die eindeutig ein Laugengebäck waren.
"Ich hätte gern 2 Laugenbrötchen"
"Hamma nich"
"äh, und das da?"
"Kastanien"

Sie durften sie behalten....
#146VerfasserMasu (613197) 26 Apr 12, 10:28
Kommentar
Ich kenne das Gebäck "Stuten" auch. Allerdings habe ich bei der Suche nach einem guten Rezept in einer Internetdatenbank auch schon Stutenbraten (aus Stutenfleisch) unter der Rubrik "Gebäck" gefunden. Das scheint öfters zu Komplikationen zu führen.

Manni3: Danke für die schöne Karte. Interessant finde ich den Kräppel-Abschnitt. Die südhessische Verwandschaft macht daraus ein nettes Krebbl.
#147VerfasserHe-le-na (743297) 26 Apr 12, 11:04
Kommentar
Vor vielen vielen Jahren wohnte ich - Tirolerin in Wien. Folgender Dialog stammt aus meiner Anfangszeit in einem Obst und Gemüseladen:

Ich : ich hätt gern eine Ananas
Verkäufer reicht mir ein Körberl Erdbeeren.
Ich: nein – eine Ananas bitte
Verkäufer: des san ja Ananas
Ich : nein das sind Erdbeeren
Verkäufer: jo Ananas
So ging das noch ein bischen hin und her
Ich ???????????
Endlich fragte der Verkäufer : wos woins denn ( was wollen Sie denn)
Ich : das braune Ding da mit den grünen Blättern
Verkäufer : ahhh a HawaiiiiAnanas

Tja in Wien werden manche Erdbeeren Ananas genannt. Bei uns in Tirol sind Erdbeeren immer Erdbeeren

@125 Janz – bitte klär mich auf: was kann Lachs ausser Fisch noch sein ????
#148Verfassersunnyserpent (554652) 26 Apr 12, 12:34
Kommentar
http://de.wikipedia.org/wiki/Lachs_%28Fleisch%29 , daher zum Beispiel der Schweinelachs(braten).
#149VerfasserJanZ (805098) 26 Apr 12, 12:47
Kommentar
Danke :-) Janz
#150Verfassersunnyserpent (554652) 26 Apr 12, 12:51
Kommentar
grml - ich hab jetzt wieder 8 Versuche gebraucht, bis ich das Eingabefeld bekommen hab.

#148 - bei manchen Verkäufern hab ich den Eindruck die machen das bewußt und finden sich witzig. Oder wollen sie belehren?
#151VerfasserMasu (613197) 26 Apr 12, 13:35
Kommentar
(Haben die in den 70ern das Wort "Semmel" in Hessen nicht gekannt?)

Nur als Rohstoff der Semmelnknödeln.


Kulturschock an einer Supermarktkasse in Florida:

Kassierin: "So it's hamburgers for breakfast today?"
Ich: "No, why?"
"Because you are buying these." (deutet auf die "buns", das Brötchenähnlichste, das ich finden konnte.)
"Ah, no. I'm going to eat them with honey."
"With HONEY?!?!?"
"Yes. Or maybe with jelly."
"WHICH country are you coming from?!?"
#152VerfasserRestitutus (765254) 26 Apr 12, 14:16
Kommentar
"WHICH country are you coming from?!?"


DAS erinnert mich an eine Begebenheit im University Health Centre meiner Uni in London.
Ich hatte um ein Rezept für die Pille ersucht, und es ausgehändigt bekommen. Dann fragte ich die Ärztin "Could you give me a rough idea how much it will cost? Just to make sure I'll have enough money with me."
Die riß die Augen auf groß wie Untertassen und fragte völlig entgeistert "WHERE on EARTH do you come from??? Contraception is free in Britain!"
#153VerfasserChaja (236098) 26 Apr 12, 14:39
Kommentar
Vielleicht nicht ganz ein Missverständnis, eher eine ungeschickte Wortwahl in einer E-Mail einer Arbeitskollegin. Sie fragte zuvor eine weitere Kollegin und mich, ob wir der Nikotinsucht fröhnen wollen. Eigentlich wollte noch ein weiterer Kollege mit, der ist dann aber vorher weg gewesen.

Ihre E-Mail: "Dann bleibt es bei dem Dreier. So können wir auch offener zueinander sein."

Jaja, kurz vor Feierabend geschehen die lustigsten Dinge!

OT: Ich hoffe, sie liest das nicht. :-)
#154VerfasserMissOversetter (855961) 26 Apr 12, 15:28
Kommentar
@134 Sternschnuppal
"Es kommt noch jemand von Zug und schaut sich den "Tömbler" an
Die Vermieterin meinte damit, dass noch ein Techniker von der Firma V-Zug vorbeikomme, da anscheinend der Tumbler defekt war. V-Zug ist der Haushaltgeräte-Hersteller der Region :-)
#155Verfasseremz27 (805689) 26 Apr 12, 15:37
Kommentar
@emz27: ja, als ich dann vorm Wäschetrockner stand, wars mir dann auch klar, was sie gemeint hat. Mittlerweile versteh ich 80% wenn die Schweizer langsam sprechen und ich weiss, um was es geht. Gestern hat mich der neue Nachbar gefragt, ob$`s Buuredüdsch eh guad is! Ja, ich konnte ja sagen. :-)

Ach ja, was bei uns zu Hause auch zur allgemeinen Erheiterung beigetragen hat, war als uns ein Bekannter aus Sachsen erzählt hat, was sie früher alles gemaust haben. Bei uns hat das nichts mit klauen zu tun. ;-)
#156VerfasserSternschnuppal (375999) 26 Apr 12, 19:18
Kommentar
People learning German, for example, always have to remember the difference between "schwül" (humid) and "schwul" (gay) – one dropped umlaut and you can end up in a very sticky situation.
http://www.thelocal.de/society/20120426-42203.html

Funniest mistakes Germans make in English
http://www.thelocal.de/gallery/lifestyle/1523/1/
#157VerfasserRestitutus (765254) 26 Apr 12, 20:36
Kommentar
Tja in Wien werden manche Erdbeeren Ananas genannt. Bei uns in Tirol sind Erdbeeren immer Erdbeeren

...und hier (Schwabenland) sind es Bre(sch)tling(e).
#158VerfasserStravinsky (637051) 26 Apr 12, 22:40
Kommentar
Diese Ananas-Erdbeere hat mich anfangs auch sehr verwirrt und in Wien soll man nicht auf jeden Schmäh gleich anspringen. ABER:

Die Gartenerdbeere heißt tatsächlich Fragaria ×ananassa.

#159VerfasserUljae (831733) 26 Apr 12, 23:12
Kommentar
In Österreich und im süddeutschen Raum, insbesondere auch in München, werden bzw. wurden die besonders großfruchtigen Zuchtformen der Erdbeere auch als "Ananas" bezeichnet, um sie von der Walderdbeere zu unterscheiden, während die richtige Ananas im Zuge dessen als Hawaii-Ananas bezeichnet wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeeren

#160VerfasserRestitutus (765254) 26 Apr 12, 23:20
Kommentar
Schweinelachs(braten) (#149)

Da dachte ich zunächst an ein gentechnisches Wunder – wie etwa Kalbsvogel:

http://www.chefkoch.de/rs/s0/kalbsvogel/Rezepte.html

Verkäufer: ahhh a HawaiiiiAnanas (#148): LOL!
#161VerfasserStravinsky (637051) 26 Apr 12, 23:29
Kommentar
Jo mei, für die is ja aach a Tomatn 'n Apfel, nämlich 'n Paradiesapfel, woraus dann de Paradeiser g'worn is. Unn die Kartoffel, des is sowieso 'n Apfel vun da Erd drunten, also 'n Erdapfel, hoast me? I moan, da dät dich doch nix mehr überrasche bei die Zwockel, ehrlich net.
#162VerfasserRestitutus (765254) 26 Apr 12, 23:30
Kommentar
#162: Für mich waren Kartoffeln schon immer Kartoffeln, wobei hier manche (ältere) Einwohner auch Grumbiere oder Erdäpfel sagen.

Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, wo ich 13 war und mit meiner Mutter meinen Opa besucht habe. Er wollte mir unbedingt zu meinem 15. Geburtstag ein Fatzerle schenken. Ich guck etwas irritiert und fragte mich in Gedanken, was das bitte sein soll. In meinen Kopf schwirrten Dinge herum, die furzende Geräusche von sich geben, aber ich kam einfach nicht drauf. Meine Mutter erklärte mir anschließend wispernd, dass er mir ein Mofa schenken wolle. Da sieht man mal wieder, dass Dialekte von Generation zu Generation immer weiter aussterben.
#163Verfassernaka-naka (629692) 26 Apr 12, 23:41
Kommentar
Sie heißen nun mal Ananaserdbeeren, im Gegensatz zu Zimterdbeeren oder Walderdbeeren oder, oder Grumbirnen.
#164VerfasserUljae (831733) 26 Apr 12, 23:42
Kommentar
#163 Genau hingehört, gibt so manches Mofa furzende Geräusche von sich.
#165VerfasserMasu (613197) 27 Apr 12, 09:17
Kommentar
Restitutus, was ist das für ein Dialekt in #162?

Stravinsky, weißt du vielleicht, woher eure Breschtling kommen?
In der Steiermark heißen große Erdbeeren nämlich manchmal Pröbstling', vielleicht weil sie aussehen wie eine rote Propst-Kappe.
#166Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 09:27
Kommentar
Mofa

Da redet meine Mutter gerne vom "Henasprenga"
#167VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 10:42
Kommentar
#143 es stimmt, dass Berliner im Saarland Fastnachtsküchelchen (bzw. eher Faasendkischelscha) genannt werden. Aber nur zur Faschingszeit, sonst sagt man "Berliner".
#168Verfasserkismet_0 (667471) 27 Apr 12, 10:44
Kommentar
Können wir Dänisch als deutschen Dialekt gelten lassen?
Nur dies eine Mal, bitte! Mofa = Knallert
#169VerfasserSector 7G (253579) 27 Apr 12, 10:50
Kommentar
Henasprenga und Knallert sind toll! Aber das Niederländische ist fast noch schöner: Fahrrad: fiez > Mofa/Motorrad: brumfiez
#170VerfasserLady Grey (235863) 27 Apr 12, 10:59
Kommentar
fiets, bittesehr. :-)
Im Übrigen stimme ich zu, Holländisch ist super. Wisst ihr, was in der Umgangssprache ein flappetapper ist?
#171Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 11:05
Kommentar
meh, tigger, bloß weil Du keinen Briefkasten hast, hättest Du mir das doch trotzdem flüstern können :-(
flappetapper: ein Stepptänzer im Batman-Kostüm?
#172VerfasserLady Grey (235863) 27 Apr 12, 11:06
Kommentar
Nachdem ich heute 197 (sic) Schweinereien gelöscht habe, habe ich keinen Briefkasten mehr. Tut mir leid. :-)

Also, ein flappetapper ist ein Bankomat/Geldautomat: Tappt man drauf, kommen die Flappen (hoffentlich) raus.
#173Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 11:12
Kommentar
zu #165:
Mofa ist ja auch ein Anglizismus. Diese Abkürzung heißt eigentlich:
motor fart

SCNR
#174Verfassertraveler in time (757476) 27 Apr 12, 11:16
Kommentar
197! Das ist ja wirklich ein Grund. OK, dann sei Dir verziehen.
#175VerfasserLady Grey (235863) 27 Apr 12, 11:18
Kommentar
170 u. 171: brumfiez? Nicht nur "fiets, bittesehr." sondern bromfiets.

Und ein Grießgram heißt in Holland brombeer.
#176VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 11:55
Kommentar
197??!! Da bin ich mit meinen 184 ja noch gut weggekommen.
#177VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 11:56
Kommentar
Ja, so viele hatte ich auch noch nie, höchstens 5. Mir ist ja auch schleierhaft, wie das geht... muss man sich da ein Progrämmchen schreiben? *keinekriminelleEnergiehab*

But now to something completely different:
Wie kommt es, dass Niederländisch so häufig als Karikatur des Deutschen erscheint? Sehen die Niederländer das umgekehrt mit Deutsch auch so? (Wahrscheinlich nicht, weil sie's alle wirklich gelernt haben.)
#178Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 12:00
Kommentar
/OT/
Wie kommt es, dass Niederländisch so häufig als Karikatur des Deutschen erscheint?
Weil Niederländisch auch nur ein niederdeutscher Dialekt ist:
http://nds.wikipedia.org/wiki/Nedderd%C3%BC%C3%BCtsch
/TO/

Damals (TM) wollte ein Bekannter von mir einer Gruppe Engländerinnen, die zum Schüleraustausch bei uns waren, mitteilen, daß er ihren nord-englischen Dialekt gut verstehen könne.
Raus kam: "You speak very good English!"
Was zu allg. Gelächter führte und zu verzweifelten Erklärungsversuchen seinerseits.
#179Verfassertraveler in time (757476) 27 Apr 12, 12:25
Kommentar
#178: Wie kommt es, dass Niederländisch so häufig als Karikatur des Deutschen erscheint? Sehen die Niederländer das umgekehrt mit Deutsch auch so? (Wahrscheinlich nicht, weil sie's alle wirklich gelernt haben.)

Zumindest haben sie phantasievolle Übersetzer. Ich las immer von einem "Regensarg" im Garten. Kommt jemand drauf was das sein sollte?

Mittlerweile weiß ich es.
#180VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 12:31
Kommentar
Sowas wie ne Zisterne, oder?
#181VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 12:34
Kommentar
Sehr gut! Ich habe länger gebraucht um darauf zu kommen.
#182VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 12:36
Kommentar
Restitutus, was ist das für ein Dialekt in #162?

Hessisch auf der A99.

Wie kommt es, dass Niederländisch so häufig als Karikatur des Deutschen erscheint? Sehen die Niederländer das umgekehrt mit Deutsch auch so?

Von einem Flamen, der Deutsch erst im Erwachsenenalter gelernt hat, weiß ich, dass es tatsächlich so ist.

Reden wir gar nicht erst von Letzeburgisch...
#183VerfasserRestitutus (765254) 27 Apr 12, 12:46
Kommentar
Die Niederländer haben ganz verschiedene Sichten auf ihre Sprache. Ich kenne einen, der es schlicht für überflüssig hält und gar nicht mehr in seiner Muttersprache kommunizieren will. Andere meinen, es klänge besser als Deutsch.

Ich glaube als Karikatur erscheint dir eine Sprache, die der eigenen sehr ähnlich ist, aber dann doch, völlig überraschend, nicht die eigene ist :)
#184VerfasserUljae (831733) 27 Apr 12, 12:48
Kommentar
Zu 180:

Der Sarg, des -es, plur. die Särge. 1) * Ein Kasten, ein längliches vierecktes Behältniß; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. In einigen Oberdeutschen Gegenden wird noch eine {Z]isterne ein Sarg oder Regensarg genannt.
http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Sarg,+der
#185VerfasserRestitutus (765254) 27 Apr 12, 12:50
Kommentar
In einigen Oberdeutschen Gegenden wird noch eine {Z]isterne ein Sarg oder Regensarg genannt

Oh, ich nehme die Schelte zurück. Das Wort hielt ich für ziemlich kurios. Wahrscheinlich wohne ich in keiner Oberdeutschen Gegend.

Lustig finde ich es immer, wenn man in NL erst bellen muss bevor man in ein Haus hereingelassen wird.
#186VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 12:59
Kommentar
Ich wohne zwar in keiner Oberdeutschen Gegend, aber ich hab mir darunter irgendwie automatisch einen Regenwasserauffangbehälter vorgestellt.
#187VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 13:05
Kommentar
Dass solche falschen Übersetzungen wie Regensarg passieren, liegt meistens an zwei Dinge:

1. Es gibt etliche falsche Freunde, die aber im Ursprung oft dasselbe bedeuteten und teilweise in der anderen Sprache als veraltet gilt (wie etwa: tafel - Tisch)

2. Man übersetzt Wörter falsch um, indem man sie der typischen Aussprache der anderen Sprache angleicht: wie etwa slim - schlau (fälschlicherweise oft: schlimm [= erg, bar] geschrieben)

Solche Fehler tauchen sowohl unbewusst bei mir als Deutschen auf, wenn ich mit Niederländern kommuniziere als auch umgekehrt bei den Niederländern, was sicher an der verdammten Ähnlichkeit der Sprachen liegt. (Gibt es dasselbe Phänomen auch zwischen Norwegern und Schweden, Tschechen und Slowaken oder Esten und Finnen?)
#188Verfassernaka-naka (629692) 27 Apr 12, 13:12
Kommentar
Bei Tschechen und Slowaken wohl kaum, denn die Sprachen sind auch hauptsächlich aus politischen Gründen zwei, glaub ich. Estnisch und Finnisch wiederum dürften nicht nah genug verwandt sein, zumal das Estnische halt doch russisch beeinflusst ist.

Bzgl. Niederländisch: Jaaaa, ich weiß schon, dass man das auch als niederdeutschen Dialekt sehen kann. Ich meine eher gefühlsmäßig. Die meisten Deutschen können ja doch kein Niederländisch, während die meisten Niederländer sehr wohl und ziemlich gut Deutsch können.

Bzgl. Letzebüergsch stimme ich auch zu. Moselfränkisches Kauderwelsch, das... :-)
#189Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 13:16
Kommentar
176: Und ein Grießgram heißt in Holland brombeer

Brombeer, weil er so stachelig ist?
#190VerfasserPuppengesicht (807439) 27 Apr 12, 13:18
Kommentar
#190: Da wären wir wieder bei den falschen Freunden. Wortwörtlich heißt "brombeer" nämlich Brummbär und da wird der Sinn auch wieder klar.
Eine Brombeere ist im Niederländischen übrigens ein "braam".

#189: Danke dir für die Aufklärung. Mag wohl derselbe Grund sein wie bei Rumänisch und Moldawisch.
#191Verfassernaka-naka (629692) 27 Apr 12, 13:24
Kommentar
Oh, Tschechisch und Slowakisch sind schon zwei Sprachen, waren es auch in der CSSR. Sie sind sich nur so ähnlich, dass sich Slowaken und Tschechen ohne weiteres verstehen.
Polen verstehen auch Slowakisch, meinen aber, dass sich Slowakisch für sie witzig anhöre, wie wenn Kinder reden.
Mit den Niederländern rede ich prinzipiell nur Englisch, das ist sehr angenehm, wenn ich eine Vokabel vermisse, frag' ich einfach: wie heißt das denn bei euch..." und schon gehts weiter.

Regensarg ist allerdings naja.... jenseitig.
#192VerfasserUljae (831733) 27 Apr 12, 13:27
Kommentar
Ich habe von Tschechen Verwunderung darüber gehört, dass die heutige junge Generation Slowakisch nicht mehr verstünde, obwohl es das bei den Älteren jeder tut.

Meine Frau behauptet wiederum, dass unter den anderen slawischen Sprachen Slowakisch diejenige sei, die sie als Slowenin am besten verstünde, ihrer Sprache also am nächsten stehe, während Serbokroatisch von Slowenen als Fremdsprache erlernt werden muss. Das finde ich bemerkenswert, weil Slowenisch und Slowakisch ja zu verschiedenen Sprachgruppen gerechnet werden (West- bzw. Südslawisch). Sollte Slowenisch in dieser Hinsicht umbewertet werden?

Die Esten übrigens gucken von jeher gerne finnisches Fernsehen. Helsinki war bei denen schon zu Sowjetzeiten zu empfangen. Angeblich wurde es einigermaßen verstanden.
#193VerfasserRestitutus (765254) 27 Apr 12, 13:41
Kommentar
#191: Falsche Freunde, bzw. wird man auf eine falsche Fährte gelockt weil man Wörter erkennen will die dort nicht sind.

Nederlands is een brabbeltaal. Brabbeln tun Babys, die Niederlande ist ein tiefes (wenn auch sehr breites) Tal, also reime ich mir was zusammen.

Falsch. Taal ist die Sprache, nicht eine Senke. Aber sooo ganz falsch war der Gedanke nicht. Denn der Satz heißt: Holländisch ist Kauderwelsch.
#194VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 13:49
Kommentar
Henasprenga und Knallert sind toll! Aber das Niederländische ist fast noch schöner: Fahrrad: fiez > Mofa/Motorrad: brumfiez

Wir Schweizer haben auch ein schönes Wort für Mofa, nämlich Töffli
Das grosse Motorrad heisst der Töff, das kleine Motorrad/Mofa heisst das Töffli.
#195Verfasseremz27 (805689) 27 Apr 12, 13:49
Kommentar
und das, obwohl gemäß unseren Schubladen, Slowenisch eine südslawische und Slowakisch eine westslawische Sprache sein müsste.

Das erinnert mich an einen Witz: Welche ist die komplizierteste Sprache der Welt?
Antwort: Ukrainisch. Selbst die Hälfte aller Ukrainer beherrschen es nicht.
#196VerfasserUljae (831733) 27 Apr 12, 13:54
Kommentar
*groan* Der ist böse.
A propos, was spricht man eigentlich in Moldawien und Transnistrien? Wann wird Transnistrisch offizielle Amtssprache?
#197Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 14:10
Kommentar
#195 "Töffli": das ist wirklich das Allerschönste!
#198VerfasserLady Grey (235863) 27 Apr 12, 14:12
Kommentar
@197:

Moldauisch (ist eigentlich Rumänisch) und vereinzelt auch Russisch, Ukrainisch und Gagausisch.

#199VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 14:15
Kommentar
Das Töffi ist also ein Velo mit Motörli? *wegduck*.

In Moldavien war ich noch nie, aber ich nehme an, da ist Rumänisch sehr verbreitet. Und Dribbdebach halt eher mehr Ukrainisch(?) als Rumänisch.
#200VerfasserUljae (831733) 27 Apr 12, 14:19
Kommentar
http://www.duden.de/suchen/dudenonline/T%C3%B6ffli

195: Das Töffli ist auch im Duden unterwegs!
#201VerfasserPuppengesicht (807439) 27 Apr 12, 14:19
Kommentar
#196: Ich kann zwar kein Wort verstehen, aber Ukrainisch hört sich viel schöner an als Russisch. Die Konsonanten wirken weicher.

Mir erzählte mal ein Rumäne, er könnte mit etwas Phantasie ganz gut eine spanische Zeitung lesen. Ich habe ihn nicht auf die Probe gestellt, aber so ganz abwegig wäre das nicht.
#202VerfasserHarri Beau (812872) 27 Apr 12, 14:25
Kommentar
bei "töffli" dachte ich zwar zuerst an kleine Pantöffelchen, aber dann dämmerte mir, dass damals (TM) als ich noch sehr klein war, ein Milchlieferant mit einem Dreirad durch die Gegend fuhr und das bezeichneten manche Leute als "Töff-Töff"... oder trügt mich die Erinnerung???
#203Verfasserwaltherwithh (554696) 27 Apr 12, 14:25
Kommentar
Deine Erinnerung trügt dich nicht. Wenn ich Töff-Töff höre, denke ich an ein untermotorisiertes Vehikel jedweder Art: Dreirad, Draisine, Moped, Micro-car.
#204VerfasserUljae (831733) 27 Apr 12, 14:38
Kommentar
Dribbdebach... *giggle*

Rumänisch ist halt doch eine romanische Sprache. Ich habe eine rumänische Kollegin, die frustrierenderweise fließend Rumänisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch spricht. Wie fließend ihr Serbisch ist, kann ich nicht beurteilen.
#205Verfassertigger (236106) 27 Apr 12, 14:39
Kommentar
Zu den falschen Freunden des Niederländischen:

nuttig = nützlich
monster = Muster
zeldzaam = selten
bellen = anrufen
brutaal = frech
eng = gruselig
huren = mieten
etc. pp. (letzter Stand der Zählung: etwa 600 falsche Freunde)


#206Verfasserafterhours (758017) 27 Apr 12, 15:40
Kommentar
Mir erzählte mal ein Rumäne, er könnte mit etwas Phantasie ganz gut eine spanische Zeitung lesen. Ich habe ihn nicht auf die Probe gestellt, aber so ganz abwegig wäre das nicht.

Mit meinem Schulfranzösisch und -spanisch hatte ich umgekehrt das Gefühl, geschriebenes und gesprochenes Rumänisch halbwegs zu verstehen, insofern halte ich das auch für plausibel.

#206: Stimmt, ich musste kürzlich auch lachen, als ich das Wort "DNA-monster" in einem medizinischen Bericht gelesen habe.
Dass "Blut" auf NL "bloed" heißt, fand ich auch ganz lustig, aber mein Lieblingsverb ist "tussenschakelen", bzw. im Imperfekt "Ik schakelde tussen".

Ganz klar: Zwischenschalten...oder was dachtet Ihr?
#207VerfasserYora Unfug (694297) 27 Apr 12, 16:03
Kommentar
Ich wurde von einem niederländischen Kollegen meines Vaters früher immer "meisje" genannt und dachte irgendwie immer, dass das "Mäuschen" heißt.
#208VerfasserCeeJayThe1 (764057) 27 Apr 12, 16:10
Kommentar
Mein Lieblings-Falscher Freund im Niederländischen ist "klaar komen"="kommen" im Sinne von "einen Orgasmus haben". Das hat auch schon zu sehr peinlichen Missverständnissen geführt, wenn Deutsche in Gegenwart von Niederländern sagten "Ich komme gut mit ihm/ihr klar" :).
#209VerfasserJanZ (805098) 27 Apr 12, 16:33
Kommentar
Bezüglich "zeldzaam = selten":

Das deutsche seltsam heißt im Niederländischen übrigens "raar" und kann im Deutschen auch zur Verwunderung führen ;)
#210Verfassernaka-naka (629692) 27 Apr 12, 17:48
Kommentar
huren = mieten

Hier kann ich den Grund durchaus erkennen. Und was heißt Wanderhure auf Niederländisch...?
#211VerfasserRestitutus (765254) 27 Apr 12, 21:46
Kommentar
huren - die Hure ist etymologisch nicht verwandt mit heuern - die Heuer.

Die http://www.bilder-hochladen.net/files/big/8f9g-7a.jpg "> "neuhochdeutsche Diphthongierung" (ab 12. Jh.) verändert die Langvokale î, û und iu (gesprochen: ü) zu ei, au und eu/äu. Sie hat es aber nicht bis ganz in den Norden und Westen geschafft:
heuern Vb. ‘engagieren, in Dienst nehmen, ein Arbeitsverhältnis auf einem Schiff annehmen’, älter ‘mieten, pachten’, mhd. behūren ‘durch Kauf oder Miete erwerben’, verhūren ‘verkaufen’, frühnhd. (md.) hūren ‘auf Mietpferden reiten, einen Mietwagen fahren’ (15. Jh.), ‘(ab)mieten’ (Anfang 16. Jh.), mnd. hǖren ‘pachten, mieten, ein Schiff chartern’, mnl. hūren, nl. huren ‘mieten, dingen’, aengl. hȳrian, engl. to hire.

Nachtrag:
Hure mittelhochdeutsch huore, althochdeutsch huora, zu: huor = Ehebruch, ursprünglich wohl = Liebhaberin und Substantivierung eines Adjektiv mit der Bedeutung »lieb; begehrlich«
#212Verfassermanni3 (305129) 27 Apr 12, 21:51
Kommentar
Zu #194:

Kauderwelsch war übrigens ursprünglich das "Churer Welsch" (nach "Kauer", der tirolischen Bezeichnung für Chur), also das für Deutschsprachige schwer verständliche Churer Rätoromanisch.
#213VerfasserMiMo (236780) 28 Apr 12, 00:27
Kommentar
"Churwalchen ist ein pöse Sprach, bsunder in dem Engendin." (1450)
"Behüt unsere Nachkommen vor der Chauderwelschen oder Churwallen kahlen Glossen." (1538)
(aus Kluge etym WB)
;-))
#214Verfassermanni3 (305129) 28 Apr 12, 08:14
Kommentar
Nicht direkt ein Missverständnis, aber doch ein Problem:

Als wir die kleine slowenische Kusine unserer Kinder bei uns im Auto hatten, machten sich unsere Kinder das Vergnügen, ihr ein nützliches deutsches Grundvokabular beizubringen. Zu Hause wandte sie freudestrahlend die neu gelernten Begriffe an, was auf einige Verständnisschwierigkeiten stieß.

Abends rief mein Schwager bei uns an und fragte: "Sagt mal, was bedeutet denn eigentlich 'Arschloch'?"

#215VerfasserRestitutus (765254) 28 Apr 12, 11:02
Kommentar
In Teilen der deutschsprachigen Schweiz heipt ein Mofa auch Töffli und es gibt den Töfflischein = Fahrerlaubnis für Mofas;

Ein verschwitzter Wanderer kommt mit seiner Begleisterin schnaufend und mit rotem Gesicht auf die Terrasse einer Tiroler Alpenvereinshütte, fällt völlig erschöpft auf die nächste Bank und wischt sich mit einem riesigen Taschentuch umständlich den Schweiß ab. Als er fertig ist, fragt ihn einer der Umsitzenden teilnahmsvoll "Bischt jetzt ausgrascht'?" Darauf die Begleiterin: "Ja, aber wieso hätt' er denn sollen? Er ist doch ganz friedlich." Logisch, daß alles lacht, was beide nur noch ratloser schauen lässt. Als sich das Gelächter gelegt hat, klärt schließlich einer der Einheimischen die beiden Touristen über das Mißverständnis auf.

Ein ziemlich schwarzhumoriger Witz, der aber zum Thema paßt:
Ein Ertrinkender ruft laut um Hilfe. Endlich kommt jemand und brüllt zurück:
"Was hast' denn?". Drauf der Nichtschwimmer: "I hob koan Grund, i hob koan Grund!"
Meint der Passant: "Was schreist denn nacha wiara Waldaff?" und geht seines Wegs.
#216VerfasserLeseratz (238114) 29 Apr 12, 20:06
Kommentar
In Ravensburg hab ich in der Bäckerei auch komisch geguckt, als ein Schild verkündete, dass sie dort Seelen verkaufen ...

Außerdem brauchte ich eine Weile, um herauszufinden, dass "id" in der Gegend "nicht" bedeutet, wodurch lustige Dialoge entstanden in der Art von

"Das hen isch doch id gesaacht!"
Ich: "Nein, das hast du nicht gesagt!"
"Ei, sach isch doch ..." (Lautsprache höchstens näherungsweise, ist schon eine Weile her)

Und ich möchte ergänzend hinzufügen, dass ich bei Mannis 214 aus völlig unverständlichen Gründen "Chleudert den Purschen zu Poden!" im Ohr hatte ...
#217Verfasserwi-chan (390817) 30 Apr 12, 15:57
Kommentar
Wo wir es von Niederländisch und Schwäbisch hatten: Ich muss mich fast jedesmal daran erinnern, dass das niederländische "net" nicht "nicht" bedeutet, sondern "gerade, genau, eben" (Ik heb net gebeld = Ich habe gerade telefoniert/geklingelt). Und das, obwohl ich als Nordrhein-Westfale dem Niederländischen näher bin als dem Schwäbischen. Aber wahrscheinlich habe ich letzteres doch schon früher gehört als ersteres ...
#218VerfasserJanZ (805098) 30 Apr 12, 16:40
Kommentar
wi-chan @ "Chleudert den Purschen zu Poden!" - weeer hat's erfunden? ;-))
#219Verfassermanni3 (305129) 30 Apr 12, 17:38
Kommentar
219, Chwanschus Longus? :)
#220Verfasservirus (343741) 30 Apr 12, 19:34
Kommentar
#221Verfassermanni3 (305129) 30 Apr 12, 20:25
Kommentar
@ 271 in anderen Regionen heißen die "Seelen" auch Knochen, ist ganz schön anstrengend immer den passenden Ausdruck in der entsprechenden Gegend zu verwenden...
#222Verfassernilmops (582400) 03 Mai 12, 15:28
Kommentar
UPS ich meinte 217
#223Verfassernilmops (582400) 03 Mai 12, 15:29
Kommentar
Schon älter, aber doch nochmal schön:


Hu's On First - George Bush & Condolenza Rice

(We take you now to the Oval Office.)

George: Condi! Nice to see you. What's happening?

Condi: Sir, I have the report here about the new leader of China.

George: Great. Lay it on me.

Condi: Hu is the new leader of China.

George: That's what I want to know.

Condi: That's what I'm telling you.

George: That's what I'm asking you. Who is the new leader of China?

Condi: Yes.

George: I mean the fellow's name.

Condi: Hu.

George: The guy in China.

Condi: Hu.

George: The new leader of China.

Condi: Hu.

George: The Chinaman!

Condi: Hu is leading China.

George: Now whaddya' asking me for?

Condi: I'm telling you Hu is leading China.

George: Well, I'm asking you. Who is leading China?

Condi: That's the man's name.

George: That's who's name?

Condi: Yes.

George: Will you or will you not tell me the name of the new leader
of China?

Condi: Yes, sir.

George: Yassir? Yassir Arafat is in China? I thought he was in the Middle East.

Condi: That's correct.

George: Then who is in China?

Condi: Yes, sir.

George: Yassir is in China?

Condi: No, sir.

George: Then who is?

Condi: Yes, sir.

George: Yassir?

Condi: No, sir.

George: Look, Condi. I need to know the name of the new leader of
China. Get me the Secretary General of the U.N. on the phone.

Condi: Kofi?

George: No, thanks.

Condi: You want Kofi?

George: No.

Condi: You don't want Kofi.

George: No. But now that you mention it, I could use a glass of milk.
And then get me the U.N.

Condi: Yes, sir.

George: Not Yassir! The guy at the U.N.

Condi: Kofi?

George: Milk! Will you please make the call?

Condi: And call who?

George: Who is the guy at the U.N?

Condi: Hu is the guy in China.

George: Will you stay out of China?!

Condi: Yes, sir.

George: And stay out of the Middle East! Just get me the guy at the
U.N.

Condi: Kofi.

George: All right! With cream and two sugars. Now get on the phone.

(Condi picks up the phone.)

Condi: Rice, here.

George: Rice? Good idea. And a couple of egg rolls, too. Maybe we
should send some to the guy in China. And the Middle East. Can you get Chinese food in the Middle East?

Source: James Sherman
#224VerfasserThe Real ME (GB) (369909) 04 Mai 12, 00:59
Kommentar
ME, das ist ja nur halb so schön wie gehört . Unser Sohn, 10, deutschsprachig, lacht sich inzwischen auch kaputt darüber (nachdem wir erklärt haben, wer Condi, The President, Kofi, Hu und "Jessir" = Yassir sind). :D
#225Verfasservirus (343741) 04 Mai 12, 09:06
Kommentar
Ich weiß Virus,bloß dass ganz viele Youtubes, die ich reinstelle, in Deutschland nicht funktionieren, und so hab' ich das aufgegeben... :/
#226VerfasserThe Real ME (GB) (369909) 04 Mai 12, 09:40
Kommentar
...und viele Leute hier schauen von der Arbeit aus hier rein und können die Videos oder Links nicht öffnen...
#227VerfasserMandalor (856590) 04 Mai 12, 09:48
Kommentar
Analog dazu hatte Slowenien einen Verteidigungsminister namens Tit, der angeblich von Donald Rumsfeld als "Marshal Tito" angesprochen wurde.
#228VerfasserRestitutus (765254) 04 Mai 12, 10:17
Kommentar
Düsseldorf.

Ich: Eine Butterbrezel bitte.
Bäckereihilfsverkäufer: Wir haben nur Laugenbrezeln.
#229VerfasserFrank01 (731116) 04 Mai 12, 15:28
Kommentar
Während der Mittagsrast auf einer österreichischen Alpenvereinshütte spielte sich zur allgemeinen Erheiterung Folgendes ab:

Zwei Wanderer - offensichtlich Auswärtige - kommen ziemlich erhitzt und erschöpft an der Hütte an, in eine heftige Diskussion vertieft, wer denn nun das Bier holen soll, woraufhin der eine schließlich recht grantig zur Theke geht und das Gewünschte holt.
Als sie nach einiger Zeit wieder aufbrechen wollen, fragt ein Einheimischer vom Nebentisch: "Und, bischt jetzad ausg'rascht??" (tut mir leid, den Dialekt kann ich nur unvollkommen hier wiedergeben). Darauf der Angesprochene: "Warum, ich bin doch ganz friedlich." Logisch, daß alle Umsitzenden bei der unpassenden Antwort lachen müssen.
#230VerfasserLeseratz (238114) 06 Mai 12, 15:15
Kommentar
Danke ME@224. Das kannte ich noch nicht. Gerade Tränen gelacht! :D
#231Verfasserrunaway (de) (161651) 07 Mai 12, 09:27
Kommentar
Sprachliche Missverständnisse zwischen Bayern und Österreichern einerseits und Berlinern andererseits sind Thema und Dauerkalauer unzähliger Heimatfilme.

Spontan fällt mir dazu eine Szene aus dem ziemlich alten Ernst-Marischka-Film Die Deutschmeister ein:
Magda Schneider, die Mutter von Romy Schneider, in der Rolle der Wiener Bäckermeisterin, K.u.K. Hoflieferantin der Salzstangerl (nein, keine Salzstangen zum Knabbern, sondern Kipferl, Laugenstangerl oder ein ähnliches Gebäck) hat einen Berliner Lehrbuben, den sein Vater nach Wien geschickt hat "damit er ein ordentliches Deutsch lernt" (!). Wegen des bevorstehenden Besuchs von "Willem Zwo" bei Franz Joseph sind viele Berliner in Wien. Einer verlangt in dem Laden "Schrippen", bekommt zur Antwort "Sowas hamma ned", woraufhin der Lehrbub sagt "Ham wer wohl" und das Gewünschte über die Theke reicht.
#232VerfasserLeseratz (238114) 07 Mai 12, 22:31
Kommentar
Seit Tagen sehe ich den Faden Siehe auch: Was schmiert man heute? und denke mir, dass das ja nicht so interessant sein kann. Heute habe ich auch keine Zeit und schaue deshalb mal kurz rein, um festzustellen, dass es gar nicht um Brotaufstriche geht :-)
#233Verfasserharambee (91833) 08 Mai 12, 15:00
i Nur registrierte Benutzer können in diesem Forum posten