| Kommentar | Hallo allerseits,
diese Grey-Bände klingen interessant - was genau hat es damit auf sich? Wer hilft mir, hinter dem Mond hervorzukriechen?
Ich bin heilfroh, daß ich diesen Roman von Luise Rinser jetzt aus hab. Leider hat er sich mit den paar guten Gedanken erschöpft, ansonsten war er ziemlich deprimierend und die Heldin sowas von unemanzipiert, obwohl die Ich-Erzählerin einem immer weismachen wollte, diese sei einsam, stark und konsequent. Ich finde es nicht sehr stark, wenn man sich von einem Mann heiraten läßt, nur weil der genug insistiert und nicht lange fragt, während man einen anderen, der einem die Wahl und die Freiheit lassen möchte, ohne weitere Begründung fallen läßt. Das Buch war eher von der nervigen Sorte, und die Autorin ist zu Recht heute fast vergessen.
Ansonsten habe ich mich das WE über mit "Gott - eine kleine Geschichte des Höchsten" von Manfred Lütz amüsiert. Die ersten zwei DRittel waren wirklich spannend und gut zu lesen, das eher trockene Thema sehr gut aufbereitet und von theologischer, philosophischer und psychologischer Seite beleuchtet. Leider entwickelt er nun im letzten Drittel einen missionarischen Eifer, den ich recht anstrengend finde. Daß man über das Thema nicht schreiben kann - oder auch soll - ohne den eigenen Glauben ins Gespräch zu bringen, ist ja in Ordnung. Aber es hätte nicht das ganze letzte Buchdrittel sein müssen. Zumal die Argumentation nicht viel Neues bringt. Schade.
Zudem konsumiere ich gerade einen netten Krimi von Michael Böckler - Tod oder REben. Liest sich leicht und unterhaltsam weg, der Held ist schrullig, und das ganze macht Spaß.
Ich wußte gar nicht, daß Kinkel ein Buch über Walter von der Vogelweide geschrieben hat, Liese. Bisher fand ich ihre Bücher sehr gut. Allerdings habe ich zuletzt "Die Schatten von La Rochelle" gelesen, das mir etwas blutarm im Gegensatz zu den Gablé-Bänden erscheint. Tanja Kinkel beschreibt hier eben von historischen Gestalten aus das Geschehen und darf sich daher nicht so viele Freiheiten herausnehmen wie Rebecca Gablé, die fiktive GEstalten als Hauptfiguren wählt und entsprechend ausschmücken darf.
Huhu, gothica - schön, daß Du mitschreibst. Wir verzichten auch auf Deine Beistriche, oder sollen wir Dir ein paar zur freien Verfügung schenken? Da: ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
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