| Comment | Also erstmal, so klar ist das nicht notwendig zu trennen. In der Phänomenologie z.B. wird nicht mehr notwendig zwischen Subjekt und Objekt unterschieden. Ich verstehe sehr wohl das Problem, glaube aber dass hier auch eine innere Beziehung übersehen wird, die nicht so einseitig sein muss, wie man sich (besonders allwissende Sprachler) das manchmal gerne vorstellt. Zumal ich immer deutlich betont habe, dass ich sehr wohl den "Beobachter" miteinbeziehe. Wichtig ist vor allem, dass "light" hier gar nicht "Licht" meint, sondern für "Perspektive" steht, also selbst schon anthropomorphisiert ist. Damit passt es zu "sarcastic manner"... Das herauszuziehen und witzelnd von "sarcastic light" zu sprechen, ist daher nicht wirklich korrekt.
Indessen habe ich vor kurzem eine Hausarbeit über Ironie in einem Werk geschrieben, was aber hiermit nichts zu tun hat (nur als Hinweis, dass ich nicht blind bin). Schließlich geht es hier an sich darum, wann etwas sarkastisch ist, was immer von einem Beobachter abhängt, aber auch in einer Gegenüberstellung von Informationen ausgedrückt sein kann (was im Grunde dasselbe ist). Aber diese Diskussion ist es mir nicht mehr wert, der Text selbst war auch nicht sehr wichtig...
Ich glaube das hab ich aufgegeben, aber ich habe an einen anderen Fall gedacht, in dem ich "self-reproducing treadmill" verwendet hab, das scheinbar nicht zusammenpasst, aber im Gesamtzusammenhang dennoch eine notwendige logische Beziehung darstellt (die "treadmill" drückt monotone Wiederholung aus, das "self-reproducing" drückt Variation derselben Prinzipien aus), und mir dazu folgendes überlegt (zunächst nur Theorie): Metaphorische Elemente müssen außerhalb eines literarischen Textes nicht unbedingt in ihrer Bildlichkeit harmonisieren. Sie sind nur in ihrem logischen Beziehungszusammenhang von Bedeutung. Es sind ganz einfach verschiedene sprachliche Ebenen von unterschiedlicher Bedeutung und Funktion. Niemand achtet groß auf die Schönheit und Reinheit von kombinierten oder adjektivierten Metaphern in einem Text, in dem es um rein logische Aussagen geht. Jedes beschreibende Element kann eine logische Funktion erfüllen, die sich vielleicht nicht mit der bildhaften Bedeutung verträgt. Aber hier werden immer schon unbewusst Zugeständnisse gemacht, da man sehen kann, dass es nicht wirklich wichtig ist und weil sonst die Freiheit und Beweglichkeit des Ausdrucks übermäßig eingeschränkt wäre und man eher durch Penibilität auffallen würde. In verschiedenen Textformen kann auf die ästhetische Form und den Wohlklang mehr Acht gegeben werden, aber diese beanspruchen automatisch einen besonderen Stellenwert. |
|---|