äÄöÖüÜß

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Deutsch
Monophthonge
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Monophthonge
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Konsonantensystem
ŋθʃʒçʍɹɻɫɾ
Diakritische Zeichen
ˈː
 
leo-ende

Topicoffizielle Kleidung
Comment
Wie heißt das Gegenteil von offizieller Kleidung?
Nicht inoffiziell, sondern ein anderes Wort!

Author 6ata6 (632770) 29 Apr 13, 14:08
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Meinst Du statt offiziell vielleicht formell? Dann ist das Gegenstück informell. Oder eine Uniform? Dann ist es Zivilkleidung.
#1Author Russisch Brot (340782) 29 Apr 13, 14:12
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Gegenfrage, was ist "offizielle Kleidung"? Dienstkleidung, Uniform? Dann wäre das Gegenteil Zivil, zivile Kleidung.
Oder meinst du blos förmliche Kleidung, dann wäre das Gegentiel Freizeitkleidung....
#2Author Uljae (831733) 29 Apr 13, 14:16
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Nein, ich meine, z.B. ein Mann zieht einen Anzug, wenn er auf einer Bank arbeitet. Das ist förmliche Kleidung. Aber außer der Arbeit trägt man einfache Kleidung, ein Hemd oder T-Shirt mit einer Hose od. Jeans. Wie nennt man das auf Deutsch?
#3Author 6ata6 (632770) 29 Apr 13, 14:33
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casual
#4Author Josef K. (629880) 29 Apr 13, 14:40
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Leger vielleicht?
#5Author Miss Scary (733479) 29 Apr 13, 14:41
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Casual und leger sind schöne deutsche Wörter :-)

Freizeitbekleidung würd ich vielleicht sagen
#6Author Rappin Granny (904293) 29 Apr 13, 14:47
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...schätze, es hat schon seinen Grund, warum wir im Deutschen bei der Beschreibung unserer heutigen Kleidungsrichtungen aufs Englsiche ausweichen.
#7Author Uljae (831733) 29 Apr 13, 14:56
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@7:

Schätzungen sind natürlich allemal erlaubt - und sicherlich hat jeder, der da "aufs Englische ausweicht", im Einzelfall seine ganz persönlichen Gründe ...

Aber wen meinst du denn mit "wir"?

Ich sehe jedenfalls keinen absolut zwingenden Grund - die deutsche Sprache bietet (je nach Kontext bzw. Gelegenheit) durchaus adäquate Formulierungen - siehe z. B. #6.
#8Author Woody 1 (455616) 29 Apr 13, 15:39
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The distinction in English would be between business wear and casual wear. But your German expression ('offiziell') is confusing. Whatever, the expression you want is surely 'Freizeitkleidung'.
#9Author escoville (237761) 29 Apr 13, 16:36
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>But your German expression ('offiziell') is confusing.

not really. "Offiziell" is either großer or kleiner Gesellschaftsanzug. The opposite (or better: remaining categories) is then "geschäftsmäßige Kleidung" or "Freizeitkleidung".
#10Author Frank01 (731116) 29 Apr 13, 16:40
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Bei dem Begriff "offizielle Kleidung" habe ich keine klare Assoziation, allenfalls stelle ich mir so etwas wie die "Ausgehuniform" der Olympiateilnehmer eines Landes vor. Die Interpretation Offiziell" is either großer or kleiner Gesellschaftsanzug halte ich nicht für repräsentativ.
#11Author Lady Grey (235863) 29 Apr 13, 16:44
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Kannst du deine Meinung auch begründen?

http://hannelore.org/image/wieich.htm
#12Author Frank01 (731116) 29 Apr 13, 16:51
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Ja - und ich halte die Bezeichnung in Deinem Link auch nicht glücklich gewählt. Hier wurden versucht, die geläufigen Begriffe Trauerkleidung, festliche Kleidung und Kleidung, die eine berufliche Rolle ausdrückt irgendwie unter einen Hut zu bekommen.

Bei "offiziell" denke ich aber, wie der Name schon sagt, lediglich an Kleidung, die einen bestimmten beruflichen Status unzweifelhaft darstellt, wie einen Talar, eine (militärische) Uniform oder eben die "wir sind Olymiateilnehmer"-Uniform. Nicht aber an Ballkleider oder Cuts. Dafür fände ich "zeremoniell" geeigneter.
#13Author Lady Grey (235863) 29 Apr 13, 17:05
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Ich finde, dass Deutsch und Englisch in dieser Hinsicht keine Begriffe haben, die sich vollständig decken.

business wear = Bürokleidung (na, vielleicht)
business casual = ??? mir fällt da nix ein.
Freizeitkleidung = explizit etwas das ich nicht im Büro tragen würde, also nicht mal casual.

Gänlich verwirrend wird es, wenn dann noch das "offiziell" dazukommt. Dann geht es wie in #11 und wir denken an Gesellschaftsanzug, Smoking und Tuxedos.
#14Author Uljae (831733) 29 Apr 13, 17:14
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Bei offiziell denke ich mehr an Berufskleidung etwa einer Nationalauswahl (Sportler), die alle im (nicht gesellschaftlich sondern cheflich) vorgeschriebenen! Anzug (siehe #11) rumlaufen oder Rennfahrer, bei denen die Sponsoren vertraglich über jeden Quadratzentimeter verfügen.
#15Author wor (335727) 29 Apr 13, 17:25
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@13: da denkst du leider falsch. Offizielle Kleidung ist solche für offizielle Anlässe. Uniformträger dürfen (sollen) bei solchen Anlässen eine Ausgehuniform tragen, Zivilisten tragen entsprechend tags Stresemann (klein) oder Cut (groß) bzw. abends Smoking (klein) oder Frack (groß). Dass heutzutage nur noch bei sehr wenigen offiziellen Anlässen* entsprechende Kleidung getragen wird ist zwar bedauernswert, tut aber der Richtigkeit meiner Aussagen keinen Abbruch.

*im Bundestag sind die Saaldiener besser angezogen als die Abgeordneten....
#16Author Frank01 (731116) 29 Apr 13, 17:27
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Neben "Freizeitkleidung" wäre da noch die "Alltagskleidung" (= nicht festlich herausgeputzt, aber trotzdem ordentlich)
#17Author Birgila/DE (172576) 29 Apr 13, 18:28
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Freizeitkleidung = explizit etwas das ich nicht im Büro tragen würde, also nicht mal casual

You wouldn't wear 'casual' to the office, would you? So what's the difference?
#18Author escoville (237761) 29 Apr 13, 19:54
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Smart casual / business casual is ok for the office if you're not a banker.
#19Author Frank01 (731116) 29 Apr 13, 20:06
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Wenn es darum geht, eben als Mann keinen Anzug (Sakko, Weste, Hose mit Bügelfalte, gebügeltes Oberhemd) oder als Frau kein Kostüm (Blazer, Bluse, Rock oder gebügelte Hose) zu tragen, sondern Jeans, T-Shirt o.ä., dann habe ich anzubieten:

saloppe Kleidung
Räuberzivil (das ist etwas veraltet und kann auch schäbige Kleidung meinen)
#20Author Raudona (255425) 29 Apr 13, 21:46
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Spontan: zivil.
Aber wenn es wirklich um nicht-formell geht, hätte ich mit leger absolut kein Problem - seid doch nicht immer so streng mit dem "kein richtiges Deutsch"...
#21Author anonymchen (242645) 29 Apr 13, 23:20
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seid doch nicht immer so streng mit dem "kein richtiges Deutsch"...

anonymchen, Du sprichst mir aus der Seele! :)

Mir war beim Lesen des OP spontan leger eingefallen und es gefällt mir auch ein bisschen besser als salopp.
(Mag aber eine persönliche Macke von mir sein, da salopp in meiner Familie als "etwas gelockert, aber immer noch schick" gebraucht wurde. "Kind, muss es denn immer die Jeans sein? Diese schicke Trevirahose ist doch auch salopp." Und ich wollte damals alles andere als "schick" sein ... ;))
#22Author minima (507790) 30 Apr 13, 07:38
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"sportlich":
(Mann, so redet jeder hier, wieso ist das niemandem eingefallen, smile?)

Soll ich im Anzug kommen? Nein, sportlich genügt.

Beispiel aus dem I-Net:
"Ob klassisch, elegant, business oder sportlich, die Vielfalt der Farb- und Modellkombinationen macht sie zum perfekten Accessoire."
#23Author ad.joe (236303) 30 Apr 13, 08:05
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Ich schließe mich Miss Scary #5 an: leger, legere Kleidung, leger gekleidet.
In meiner Gegend ist das ein übliches Wort. Duden hat Häufigkeit 2/5.

6ata6, das wird mit französischer Aussprache gesprochen: leger [leˈʒɛːɐ̯]
#24Author manni3 (305129) 30 Apr 13, 08:26
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>6ata6, das wird mit französischer Aussprache gesprochen: leger [leˈʒɛːɐ̯]

naja, nicht wirklich wie léger, sondern wie légère.
#25Author Frank01 (731116) 30 Apr 13, 09:34
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"Was im Büro getragen wird" ist ja nun längst nicht einheitlich. Da läuft nicht jeder ständig im Anzug oder Kostüm rum, Jeans und T-Shirt sind durchaus verbreitet. Kommt u.a. drauf an, ob man Kunden trifft oder nur die eigenen Kollegen.

Bei uns wurde für ein Sommerfest mal die Kleiderrichtlinie "business casual" ausgegeben, das war deutlich formeller, als die meisten von uns normalerweise tragen. Chef, der normalerweise Anzug trägt, kam daraufhin demonstrativ mit Sandalen ;-).
#26Author Russisch Brot (340782) 30 Apr 13, 12:29
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Frank, was heißt "naja"? Wie interpretierst Du die IPA-Lautschrift [leˈʒɛːɐ̯]? ;-)

Aber ich gebe zu: richtig französisch wärs /le.ʒɛʁ/ ;-)
#27Author manni3 (305129) 30 Apr 13, 12:36
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Manni: /le.ʒɛʁ/ ist aber eben die Aussprache von légère, die von léger ist /le.ʒe:/ ;-)
#28Author JanZ (805098) 30 Apr 13, 13:43
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Diese schicke Trevirahose ist doch auch salopp.

*schüttel* Da werden Erinnerungen wach...
#29Author bluesky (236159) 30 Apr 13, 14:41
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An diesen tollen Stoff, bluesky? Oder an die schicken-und-doch-saloppen Hosen? *grins*

Erschwerend kam hinzu, dass Großonkel und -tante ein etwas angestaubtes Kleidergeschäft hatten und ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten immer Klamotten von denen geschenkt bekam ... die Ladenhüter. Es waren nämlich sehr sparsame Leute. Und weil die sonst beleidigt gewesen wären, musste man die Sachen auch wenigstens ab und zu tragen ... ;)
#30Author minima (507790) 30 Apr 13, 16:06
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Bei uns hießen die "Jerseyhosen" - mit eingebauter Bügelfalte und bei Birgila unten immer zu kurz, weil sie so schnell wuchs. Grauenvoll. Da kam dann eine unfassbar hässliche Blumenborte untendran. Das würde ich meinen Kindern heute NIEMALS antun, und wenn ich noch so wenig Geld hätte.
#31Author Birgila/DE (172576) 30 Apr 13, 16:49
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An die Verlängerungsborten (bei mir keine Blumen) kann ich mich auch erinnern, fand ich aber nicht schlimm.
#32Author Russisch Brot (340782) 30 Apr 13, 16:53
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Damals™ gab's eben noch nicht so den Markenhype - außerdem hatten die anderen auch nur Jingler's.
#33Author bluesky (236159) 30 Apr 13, 17:02
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Ach, auf Marken hab ich nie geachtet. Aber diese Klamotten von Onkel und Tante waren wirklich grauenhaft ... mausgrau mit Bügelfalten ... Stoffe wie Trevira, Jersey - kennt noch jemand Bleyle? ("Das ist eine guuuuuute Marke, andere Kinder wären froh, wenn sie sowas hätten!") *seufz* ("Darf ich sie dann einem anderen Kind schenken?" ;))


Eine Borte hab ich mir damals freiwillig an eine Hose genäht, allerdings nicht mit Blümchenmuster, sondern etwas Ähnliches wie hier: http://s32.dawandastatic.com/Product/30029/30029873/big/1333905212-807.jpg?20121...
Hatte für mich so ein bisschen was von dem geliebten "Hippie-Stil" ... (abwechselnd mit "nonkonformistischem" Schwarz ... ;))
#34Author minima (507790) 30 Apr 13, 17:18
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Ja, klar kenn ich Bleyle.
#35Author bluesky (236159) 30 Apr 13, 18:20
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Bleyle? Waren das nicht Strickkleider? Da ich mich standhaft weigerte, "Mädchenkleidung" zu tragen, sind die an mir vorbeigegangen. Aber die Jinglers mit dem Glöckchen fand ich toll.

Das mit dem Verlängern traf nur die spindeldürren Jungs aus der Nachbarschaft; es gab ja nur einen Standardschnitt, und ich war glücklicherweise in jeder Richtung im Rahmen der Konfektionsgröße. Das kennen unsere Kinderchen heute nicht mehr, da gibt es ja Extraschnitte für "starke" und "sehr schlanke" Kinder - was ich übrigens völlig in Ordnung finde.
#36Author Raudona (255425) 30 Apr 13, 18:56
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#37Author bluesky (236159) 30 Apr 13, 19:09
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Raudona, die hatten auch Feinstrick-Hosen. Auch für Mädchen. Mit eingestrickter Falte (wie eine Bügelfalte). *schauder*

Genau, bluesky! So eine Vertretung (oder Filiale) hatte mein Großonkel. Auch andere Marken, aber für Bleyle hatte er glaube ich das einzige Geschäft in Aschaffenburg.
#38Author minima (507790) 30 Apr 13, 19:46
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#33: "Damals™ gab's eben noch nicht so den Markenhype - außerdem hatten die anderen auch nur Jingler's."

Also bei uns galt eine echte Wrangler-Jeans etwas, mit dem W auf den Gesäßtaschen. Und der Bundeswehrparka musste am besten auch echt und nicht von C&A sein ... das war zumindest der Anfang vom Markenwahn :-).

#34: Ja, genau sowas! Erinnere mich an so eine Borte in Blau-Weiß-Rot.
#39Author corbie (745439) 30 Apr 13, 20:59
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Disco im Univiertel von Hannover, frequentiert von Studenten auf der Suche nach Studentinnen und umgekehrt. Späte Achtziger. Ein Schlaks tanzte im weißen Sweatshirt, auf dem ein verkrümmtes Krokodil aufgedruckt war, mit dem Spruch "Lakotz". Fand ich damals ziemlich witzig. Bevor ich ihn darauf ansprechen konnte, hatte das Sweat-Shirt seinen Namen verdient, der Schlaks zog es aus. Darunter trug er ein Poloshirt mit dem "echten" Krokodil ...

Ich sprach ihn nicht an.

Echte Wrangler waren in den späten Siebzigern angesagt, oder? Ich erinnere mich, dass meine Schwester tatsächlich mit der neuen Jeans in die Badewanne stieg, um sie in Körperform trocknen zu lassen.
#40Author Raudona (255425) 30 Apr 13, 21:07
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