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Lustige und kuriose Ansagen in der Bahn

163 Antworten    
Kommentar
Jeder, der öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kennt sie: Die Durchsage. Manchmal maschinell, aber erfreulich oft noch von Menschen, die manchmal keinen Hehl aus ihrer Meinung und ihrer Stimmung machen. Vieles davon ist kurios, lustig, nachdenkenswert, kurz: wert, dass man es festhält. Wer hat Lust, solche Ansagen, Durchsagen, Auskünfte und Anekdoten rund um Bus, Bahn und Flugzeug (und andere öffentliche Verkehrsmittel) zu sammeln?
Für den Anfang ein paar Durchsagen aus eigener Erfahrung:

Zugbegleiter: "In wenige Minuten erreichen wir... Sie haben Anschluss..."
*endlose Litanei von Anschlussverbindungen* "Wir verabschieden uns ..." *endlose Verabschiedung*
Lokführer: "Da bleibt mir nur noch zu sagen: Ausstieg in Fahrtrichtung links."

Zugbegleiter (an Weiberfastnacht): "Nächster Halt XY. Zum Ausstieg benutzen Sie bitte die Türen..."
*Ellenlange Pause*
"...in Fahrtrichtung rechts."

Auskunft bei der Hotline der DB (Versuch einer telefonischen Buchung, weil die im Internet nicht funktionierte): "Da wird gebaut, wir wissen noch nicht, wo der Zug herfährt." (Deshalb stand er auch schon mit geänderter Streckenführung und angepassten Fahrzeiten im Netz)

Durchsage des Loführers einer Privatbahn: "Unsere Weiterfahrt wird sich verzögern, weil man sich entschieden hat, der Probefahrt eines Mitbewerbers Vorrang zu gewähren. Wir haben der derzeit 10 Minuten Verspätung. Die Verspätung wird sich weiter erhöhen, und Beschwerde ist schon raus wegen der Scheiße, die die da veranstalten."
Später bei der (mittlerweile um zwanzig Minuten verspäteten) Einfahrt in einen Bahnhof: "Auf dem Nebengleis *da stand ein Triebwagen der DB* sehen Sie übrigens den Grund für unsere Verspätung."
VerfasserPottkieker (871812) 20 Okt 13, 09:49
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Weiland in der Münchner U8 (damals, heute U2) vom Hbf Richtung Olympiazentrum - ich war am Hbf für eine Zweistationenfahrt eingestiegen:
Nächster Halt Königsplatz - oder Campus regis
dann
Nächster Halt Theresienstraße - oder Via Theresiae

Eigentlich fast schad, daß ich dann schon aussteigen mußte.
Wollte uns der U-Bahnführer vorführen, wo man als Altphilologe mal landet? Oder hat er seine Tochter damals abends Vokabeln abgefragt?
#1VerfasserSelima (107) 20 Okt 13, 10:09
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Ich kenne zumindest einen S-Bahn-Lokführer mit Latinum und Graecum. Er spricht auch etwas Neugriechisch. Aber er dürfe zu jung für deine Geschichte sein.

Irgendwer (LEOnide?!) hat mal aus einer Ruhrgebietsbahn erzählt: Sehr geehrte Fahrgäste, also, wie soll ich sagen, wir haben uns verfahren...
(Grund war eine falsch gestellte Weiche.)
#2Verfassertigger (236106) 20 Okt 13, 13:02
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"Wir stehen im Stau" in einem IC irgendwo zwischen Hannover und Berlin.

Eine etwas merkwürdige Betonung von "Sie haben Anschluss an XY über ..." brachte einem Zugbegleiter ein paar Lacher ein, so dass er es beim nächsten Anschlusszug wiederholte. Beim letzten erreichbaren Anschluss brüllte der gesamte Zug tränenlachend über.
#3Verfasserbluepulina (670177) 20 Okt 13, 14:03
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Köln Hauptbahnhof, von Süden kommend, Richtung Ruhrgebiet fahrend.
Wir standen und standen, und irgendwann kam diese Durchsage: "Meine Damen und Herren, wir würden ja gern weiterfahren, aber unser Lokführer ist noch nicht da."

Auf der gleichen Fahrt hatte ich noch einen Halt auf freier Strecke östlich von Dortmund. Blitzeinschlag im Stellwerk Hamm.

Andere Fahrt, auch schlechtes Wetter. "Meine Damen und Herren, bitte beachten Sie, dass wir das Bordrestaurant wegen Wassereinbruchs schließen müssen."
#4VerfasserTumbleStaub (463468) 20 Okt 13, 14:45
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Am Bahnhof nach dem Einsteigen:
"Meine Damen und Herren, Sie befinden sich im ersten Zugteil des ICEXXX von ... nach ...
Die Wagen des zweiten Zugteiles werden in ca. 40 Minuten hier eintreffen."

Wir sind dann aber einfach mal ohne die gefahren. ;-)
#5VerfasserEmily Chambers (310963) 20 Okt 13, 15:46
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In der U-Bahn, vor Jahren, Ansage des Fahrers, in mildem Ton:

"Nächste Halt: ...platz. Und denken Sie daran: 'Ein jeder gute Tag fängt mit einem Lächeln an.'"
#6VerfasserBraunbärin (757733) 20 Okt 13, 16:19
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Im Flugzeug von Augsburg nach Düsseldorf (so eine kleine 50-sitzige Propellermaschine). Nach der ziemlich harten Landung (das Fahrwerk ist nochmal 50cm in die Höhe gesprungen) sagte die Stewardess: "Wie Sie zweifellos bemerkt haben sind wir soeben gelandet. Bitte bleiben Sie noch so lange angeschnallt sitzen ..."
#7Verfasserschwabeinösterreich (406078) 21 Okt 13, 09:00
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Urlauberjet im Anflug auf Hamburg. Der Käptn hält seine Abschlussrede, bedankt sich für das Vertrauen und fügt noch einen wichtigen Hinweis hinzu:
"Liebe Gäste, ich habe noch einen wichtigen Hinweis für alle Passagiere, die gleich auf der Autobahn A7 nach Flensburg fahren:

Bitte fahren Sie äußerst rechts, überholen Sie nicht.. ich habe jetzt nämlich Feierabend und möchte gaanz schnell mit dem Auto nach Hause.."
#8Verfasserdrkimble (463961) 21 Okt 13, 09:33
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S-Bahn Fahrt von Frankfurt nach Mainz, wir bleiben auf der Rheinbruecke stehen - Bombendrohung am Mainzer HbF.

Stunden spaeter, die Weiterfahrt nach der Ansage: wir koennen jetzt weiterfahren, die Bombe wurde nicht gefunden...
#9VerfasserAbertawe (809721) 21 Okt 13, 13:59
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tigger, mit dem LEOniden liegst du goldrichtig. ;-)

Bei der EVAG in Essen gab es einen Straßenbahnfahrer, der, wenn er gut drauf war und das war er oft, die neu hinzugestiegenen bei jeder Haltestelle auf das herzlichste begrüßte. Nicht selten etwa so: Herzlich willkommen auf dem Neerfeldexpress nach Essen Frintrop. (die vorletzte Haltestelle auf dieser Linie heißt Im Neerfeld)
#10Verfasserlyri (236943) 21 Okt 13, 18:03
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Solche lustigen Ansagen kann ich leider nicht bieten, nur eine Fehlleistung eines Lokführers auf der S6: "Nächster Halt Kettwig ... ach Quatsch, Werden."
#11VerfasserJanZ (805098) 21 Okt 13, 18:29
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S-Bahn im Raum Frankfurt. Die Fahrgäste machen sich zum Aussteigen bereit. Die Haltestelle kommt in Sicht, aber die Geschwindigkeit... der wird doch nicht... doch!
Die Haltestelle rauscht vorbei!
Dann ziemlich abrupte Bremsung und Rückwärtsfahrt zurück zur Haltestelle (m.E. absolut verboten wg zu hohem Risiko, dass schon eine andere Bahn in den Abschnitt eingefahren ist!)

Lapidare Ansage des Fahrers:
Sorry, es waren Blätter auf den Gleisen!
#12VerfasserGutelaune (519354) 21 Okt 13, 18:35
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Dann ziemlich abrupte Bremsung und Rückwärtsfahrt zurück zur Haltestelle (m.E. absolut verboten wg zu hohem Risiko, dass schon eine andere Bahn in den Abschnitt eingefahren ist!)

Meines Wissens ist die Rückwärtsfahrt nur erlaubt, wenn der Fahrdienstleiter dem Lokführer einen entsprechenden Befehl diktiert hat, nachdem er genau dieses Risiko ausgeschlossen hat. Wenn es dich interessiert, kann ich aber gerne auch noch mal in einem Bahnforum fragen ;-).
#13VerfasserJanZ (805098) 21 Okt 13, 18:43
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Ansage in der privaten Mittelrheinbahn auf der Strecke zwischen Kön und Mainz:
"Willkommen in der MRB 1234 nach ... über ... und ... und ... (lange Aufzählung). Wir haben momentan 12 Minuten Verspätung wegen ..., ... und ... (lange Erklärung). Und jetzt fällt mir nichts mehr ein."
#14VerfasserDr. Dark (658186) 21 Okt 13, 18:56
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JanZ und Gutelaune: Brauchst Du nicht. Zurücksetzen ohne Befehl (so heißt das auf Bahnchinesisch) ist etwa so schlimm, wie einen Geisterfahrer auf der Autobahn überholen. Aber nur, wenn der Zug schon weit genug am nächsten Signal vorbei gefahren ist. Dann löst er nämlich (je nach Streckenausstattung) den Rückblock aus und der nächste Zug kann in den Abschnitt einfahren. Allerdings sieht der Fahrdienstleiter im Stellwerk (je nach Streckenausstattung) an der Rotausleuchtung, daß der Zug rückwärts fährt und kann den Lokführer dann zusammenfalten und den anderen ggf. noch anhalten.
#15VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 22 Okt 13, 08:42
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Jedenfalls war das Gejohle der Fahrgäste in der Bahn immens:

Ja, klar: Blätter auf den Gleisen....!!!

Der Typ hat einfach gepennt und nicht rechtzeitig angefangen zu bremsen ;-)
#16VerfasserGutelaune (519354) 22 Okt 13, 09:49
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Definitiv nicht lustig, wohl aber kurios:
S-Bahn-Strecke von Frankfurt nach Bad Homburg, früh am Morgen gerade nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Rödelheim die hysterische Durchsage des Fahrers der S-Bahn:

"Und hier mal eine Durchsage für die Raucher, die meinen Sie müssten irgendwo auf dem Bahnsteig rauchen. Da ist eine Raucherzone, verda**te Sch***.
Geht doch da hin und raucht eure Mistkippen dort, verda**t noch eins!
Und dann noch die Sch*kippe einfach ins Gleisbett schmeissen - euch sollte man alle [es folgten Ausführungen aus den Bereichen Lynchjustiz und Gewaltphantasien].
Wirklich wahr! Unglaublich, was es für Typen gibt."

Der Tonfall war freilich alles andere als sachlich.
Ich kann den exakten Wortlaut nicht widergeben (würde es vermutlich auch nicht so recht wollen). Das war wirklich heftig.
Auch meine Mitfahrer hatten den Eindruck, dass der Fahrer dringend einen Termin beim Psychologen benötigte.
#17VerfasserA7DS (825769) 22 Okt 13, 13:20
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Hier *aufhierzeig* wird in den Bussen, die den Hauptbahnhof anfahren, vom Band durchgesagt:

"Umsteigen auf die Züge nach Dortmund und Duisburg."

So geht man Sitzplatzproblemen aus dem Weg. Ein Nichtrheinländer wie ich zuckt jedesmal ordentlich zusammen.

Auf dem Weg von Düsseldorf nach Aachen, erklärte uns der Zugführer morgens um halb fünf alle Sehenswürdigkeiten, die zu erwarten standen, wenn man denn schon etwas hätte sehen können. Seine Ansage umfasste fast alle Halte dieser Strecke, "... dann kommen wir durch das schöne Städtchen Mönchengladbach, Heimat der Fohlenelf, ...." und endete erst, als wir schon fast in Neuss waren. Sehr sehr lustig in breitem sächsischen Akzent.
#18VerfasserBlaukraut (920264) 22 Okt 13, 13:39
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Feuerflieger: Danke für die Erklärung. Schön zu sehen, dass es auch hier Bahnfans/Eisenbahner gibt ;-).
#19VerfasserJanZ (805098) 22 Okt 13, 17:07
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@JanZ: Dazu noch eine Geschichte: Auf dem Berliner Außenring hat mal (noch zu DDR-Zeiten) ein Lokführer mit seinem Güterzug ein Halt-zeigendes Signal überfahren. Als er dann ganz schuldbewußt zurücksetzen wollte, hat er den Zug auf eine dahinter wartende Lok geschoben, die dem Güterzug bereits permissiv (auf Sicht) nachgefahren war. Deshalb: Zurücksetzen ohne Befehl = böse.

Zu mir: Ich bin sagen wir mal vorbildorientierter Modellbahner, aber durchaus in der Lage, ein Stellwerk (bisher mechE, Jüdel, E43, WSSB GS II und III und Dr2S) zu bedienen. Lustig war, als wir den Leuten vom Museumsstellwerk Calw erst mal gezeigt haben, wie deren Stellwerk bedient wird...
#20VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 23 Okt 13, 08:49
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@JanZ: Dazu noch eine Geschichte: Auf dem Berliner Außenring hat mal (noch zu DDR-Zeiten) ein Lokführer mit seinem Güterzug ein Halt-zeigendes Signal überfahren. Als er dann ganz schuldbewußt zurücksetzen wollte, hat er den Zug auf eine dahinter wartende Lok geschoben, die dem Güterzug bereits permissiv (auf Sicht) nachgefahren war. Deshalb: Zurücksetzen ohne Befehl = böse.

Autsch. Gibt es denn permissives Fahren heute noch? Wenn nicht, wäre ja zumindest diese Gefahr gebannt.

Zu mir: Ich bin sagen wir mal vorbildorientierter Modellbahner, aber durchaus in der Lage, ein Stellwerk (bisher mechE, Jüdel, E43, WSSB GS II und III und Dr2S) zu bedienen. Lustig war, als wir den Leuten vom Museumsstellwerk Calw erst mal gezeigt haben, wie deren Stellwerk bedient wird...

Na, solange es nur ein Museumsstellwerk war ... Ich bin übrigens auch nur interessierter Laie und kann nicht mal eine Modellbahn vorweisen, nur 20 Minuten im DB-Fahrsimulator ;-).
#21VerfasserJanZ (805098) 23 Okt 13, 11:31
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nur 20 Minuten im DB-Fahrsimulator
Na immerhin.
Ich hab es als kleines Kind geschafft auf einer Ausstellung die funkelnagelneue Lok der DB per gekonnter Knopfdruckkombination zu einem *puff* zu bringen und den gesamten Stand in Dunkelheit zu tauchen.
Vater war geschockt und wollte sich wortreich entschuldigen.
Kommentar DBler: Genau deshalb steht sie hier. Dies ist eine der besten Möglichkeiten herauszufinden was alles schieflaufen kann.
Ihre Tochter hat uns einen großen Gefallen getan. Jetzt müssen wir nur noch herausfinden was sie genau gemacht hat.
#22VerfasserMasu (613197) 23 Okt 13, 13:25
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Gibt es denn permissives Fahren heute noch? 

Bei der S-Bahn Stuttgart gab es bis vor zwei Jahren eine Ausnahmegenehmigung seitens des EBA, daß Züge, die von Cannstadt oder Feuerbach auf die Stammstrecke Richtung HBf tief fuhren am sozusagen Einfahrsignal HBf tief auf Sicht vorbei fahren durften und in den Tunnel vorrücken. Durch den Umbau im Zuge von Stuttgart 21 ist die Genehmigung erloschen, was regelmäßig in der Hauptverkehrszeit zu Problemen führt.

Tja, was eine kleine Maus, die am richtigen Kabel nagt, so alles bewirken kann...

Und noch eine Bahngeschichte: Auf dem Kuckucksbähnel fanden am Wochenende Sonderfahrten wegen Streckenjubiläum statt, unter anderem mit den Redioshuttles der TransRegio. Die Fahrt startet in Neustadt a. d. Weinstraße und biegt in Lambrecht/Pfalz von der Hauptbahn in Richtung Elmstein ab. Ab Lambrecht ist die Strecke ein Rangierbezirk des Bahnhofes, d.h. die Fahrten erfolgen mit Hilfe der INDUSI-Befehlstaste am haltzeigenden Ausfahrsignal Lambrecht vorbei. Triebwagen startet, fährt langsam am Signal vorbei und beschleunigt dann heftig. Mein Kumpel und ich schauen und kurz an, suchen dann zeitgleich einen Griff zum Festhalten, wohl ahnend, was in den nächsten Sekunden passiert.
Aus gutem Grund ist die Fahrt auf die Befehlstaste auf die normale Rangiergeschwindigkeit von 25 km/h begrenzt. Die INDUSI stellte eine überschreitung der Höchstgeschwindigkeit fest und leitete die Schnellbremsung ein. Der Treibzug kam quietschend zum stehen, gefolgt von einem herzhaften "Scheiße! Jemand verletzt?" aus dem Führerstand. Zum Glück wurde die Frage einstimmig verneint.
#23VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 23 Okt 13, 14:16
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Tss, Indusi gibt's doch gar nicht mehr ;-). Also kann man das Kuckucksbähnel generell nur mit 25 befahren?
#24VerfasserJanZ (805098) 23 Okt 13, 14:57
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Viel mehr schafft die Dampflok eh nicht...

Ja, INDUSI heißt jetzt PZB, die Kernfunktionen und wirkungsweise ist die selbe.
#25VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 23 Okt 13, 15:01
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Vor Jahren gab es einen Busfahrer in Berlin (das ja nicht gerade für sein freundliches Personal bekannt ist), der auf meiner Strecke immer sagte: "Suarezstrasse, Amtsjericht, die Beklagten raus, die andan nich".... ;o)

Eine (automatische) Ansage bei der Zürcher S-Bahn lässt sich zu folgendem zusammenstoppeln: "Ihre S5, Abfahrt 8:03 Uhr, wird 4 Minuten verspätet abfahren. Grund dafür ist ein Personalwechsel." Hä?

Hübscher Faden, Pottkieker!
#26Verfasservirus (343741) 24 Okt 13, 10:51
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Naja, so ein Lokführerwechsel dauert seine Zeit, aber 4 Minuten scheint mir auch ein wenig lang.
#27VerfasserJanZ (805098) 25 Okt 13, 16:09
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Kommt drauf an, ob der neue Lokführer schon da ist, s. #4...
#28VerfasserTumbleStaub (463468) 25 Okt 13, 17:09
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- Wohin rennen Sie denn so schnell?
- Zum Zug nach Stuttgart.
- Den können Sie vergessen, der fährt immer pünktlich.
- Heute nicht, ich bin der Lokführer.
#29VerfasserJanZ (805098) 25 Okt 13, 17:41
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Je nachdem, wie lange die Schicht ist, müssen die ja auch noch ihren privaten Kram (Jacke, Tasche mit Trinkflasche/Pausenbrot) verstauen, vielleicht einen Sitz passend einstellen oder so. Erst der eine seinen Kram zusammensammeln und dann der andere sich einrichten.
Der eine Lokführer muss sich aus dem System abmelden und vielleicht auch irgendwelchen Papierkram abfertigen, um den Zug ordentlich zu übergeben. Dann muss der anderen sich anmelden und vielleicht den Papierkram gegenzeichnen.

Da finde ich 4 Minuten nicht so übermäßig lang, das ist ja nicht nur wie im Auto, wenn man mal eben wechselt, wobei auch da mit Sitz und Spiegel einstellen locker 1-2 Minuten drauf gehen können.
#30VerfasserDodolina (379349) 25 Okt 13, 22:24
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Schon, aber das ist ja immer so, also muss der Wechsel fahrplanmäßig eingeplant sein.
Sollte eigentlich nur haken, wenn der Zug schon mit Verspätung ankommt.
#31Verfassertigger (236106) 26 Okt 13, 09:57
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...oder wenn der Lokführer außerplanmäßig gewechselt werden muß
#32VerfasserGutelaune (519354) 28 Okt 13, 09:44
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Im August abends im ICE Köln-Berlin im Bahnhof Hamm, wo unser Zug mit dem aus Düsseldorf vereinigt wird (Raucher wissen das zu schätzen). Zug aus D wird angehängt. Zug fährt nicht ab. Durchsage: Aufgrund einer Türstörung....blablabla. 10 Minuten vergehen. Nochmals Durchsage: wegen Türstörung...... Nach weiteren 10 Minuten fährt der Zug endlich weiter und der Zugchef meldet sich: "Liebe Fahrgäste, ich muss Ihnen mal erklären was da los war. Die Türstörung befand sich nicht bei den Abteilen, sondern im Lokführerhaus. Alles was wir ausprobiert haben um die Tür zu schliessen, hat nicht funktioniert. Also habe ich rohe Gewalt angewendet. Jetzt kommt der Lokführer nicht mehr raus, aber das ist soll nicht Ihr Problem sein!"
#33VerfasserJule (236478) 28 Okt 13, 10:38
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Gerade auf dem Heimweg in der S-Bahn:

an Station 1 "Der Zug hat mehr als eine Tür."
an Station 2, gereizter "Es gibt auch Türen, durch die niemand aussteigt, nehmen Sie doch die!"
an Station 3 "SIE MÜSSEN NICHT ALLE DIE LETZTE TÜR NEHMEN!"
an Station 4 Schweigen
#34Verfasserbluepulina (670177) 28 Okt 13, 16:42
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Schon, aber das ist ja immer so, also muss der Wechsel fahrplanmäßig eingeplant sein.
Sollte eigentlich nur haken, wenn der Zug schon mit Verspätung ankommt.


Stimmt, aber das wissen wir bei dem Beispiel in #26 nicht, ob die verspätet war und ob da immer ein Lokführerwechsel ist.
#35VerfasserDodolina (379349) 28 Okt 13, 16:58
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Einige Jahre lang gab es einen Straßenbahnfahrer in Düsseldorf, der im Advent bei der Fahrt durch die Innenstadt Tips zum Weihnachtsmarktbesuch (u.a. welche Haltestelle für welchen Teil des recht verstreuten Marktes) gegeben hat, den habe ich aber länger nicht mehr gehört.

Die falsch gestellte Weiche kommt bei Straßenbahnen auch schon mal vor, meist merken die Fahrer es schon nach wenigen Metern. Dann geht der Fahrer nach hinten, aktiviert den Fahrstand da und fährt ein Stück zurück. Letztens waren dabei schon mehrere PKW hinter der Bahn, die Fahrer haben anscheinend nicht mitgekriegt, worum es ging und haben erst den Weg freigemacht, als die Straßenbahnfahrerin sie mit wedelnden Bewegungen verscheucht hat. Keine Durchsage, aber lustig anzusehen - wenn ich durch die Aktion nicht den Zug verpaßt hätte.
#36VerfasserRussisch Brot (340782) 28 Okt 13, 17:25
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RB, bei den neuen Silberpfeilen bekommt der Fahrer aber ein Problem. Die haben nämlich hinten keinen Fahrstand, nur ein großes Panoramafenster. ;-)
#37Verfasserlyri (236943) 28 Okt 13, 20:55
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Zu #34 passend habe ich am Kölner Hbf in der Vorweihnachtszeit mal über Lautsprecher gehört (in Kölsch): "Leute, der Zug ist kein Adventskalender. Sie können alle Türen gleichzeitig aufmachen!" (um ein-und austeigen)
#38VerfasserJule (236478) 29 Okt 13, 08:20
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re #38 *prust*

Düsseldorf Hbf, Ansage auf dem Bahnsteig:
"Auf Gleis XX hat Einfahrt Regionalexpress Linie 1 von Aachen nach Hamm. Die Fahrgäste die häufiger mit uns unterwegs sind, wissen das bereits: dieser Zug hat mehr als nur eine Tür."

ICE Berlin-Köln/Bonn, kurz vor der Einfahrt nach Hamm.
"Sehr geehrte Fahrgäste, bitten beachten Sie: dieser Zug wird in Hamm geteilt. Der vordere Zugteil fährt über Dortmund, Bochum, Essen, Düsseldorf nach Köln. Der hintere Zugteil fährt über Hagen, Wuppertal, Köln nach Bonn. Bitte stellen Sie sicher, daß Sie sich im richtigen Zugteil befinden."
Nach der Einfahrt in Hamm.
"Sehr geehrte Fahrgäste, wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit für eine Durchsage: Wir teilen diesen Zug hier heute ausnahmsweise NICHT. Der Zug fährt in Gänze über Dortmund, Bochum, Essen, Düsseldorf, Köln nach Bonn. Fahrgäste nach Hagen, Wuppertal steigen bitte hier aus und in den nachfolgenden Intercity XXX auf Gleis YYYY."
Die Leute fangen an zu fluchen, sammeln ihre Plünnen zusammen. Die letzten sind noch nicht raus aus dem Zug, da folgt die nächste Durchsage.
"Meine Damen und Herren, wir teilen diesen Zug hier heute DOCH. Der vordere Zugteil fährt über Dortmund, Bochum, Essen, Düsseldorf nach Köln. Der hintere Zugteil fährt über Hagen, Wuppertal nach Köln. Oder nach Bonn. Das wissen wir noch nicht so genau. Wir versuchen noch, eine Funkverbindung zur Leitstelle nach Duisburg aufzubauen, die ist uns aber gerade mal wieder zusammengebrochen."
#39VerfasserChaja (236098) 29 Okt 13, 08:41
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Da stell ich mir die Frage, obder Zugführer dann selbst noch weiß, wo er hinfährt oder ob er sich anhand der gestellten Weichen überraschen läßt?
#40Verfasserdrkimble (463961) 29 Okt 13, 09:15
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#37 Doch, doch, die haben, muß man nur ausklappen.

#39 Sowas ähnliches hatte ich auch letztens in der Straßenbahn. Es kam eine Linie, die auf der Strecke garnicht fährt. Das passiert schon mal, wenn wegen Falschparker, Unfall, Feuerwehr, etc. umgeleitet werden muß. Die spezielle Linie habe ich auf der Strecke allerdings noch nie gesehen, sie fährt eigentlich ein Stück weiter weg. Doch da er nicht anders fahren konnte, als meine normale Bahn, bin ich eingestiegen. Eine Frau, die diese Bahn auf deren normaler Strecke braucht, hat dann kurz vor der Endstation den Fahrer gefragt, was los ist und wie er weiterfährt. Wegen eines Unfalls mußte umgeleitet werden und da in Düsseldorf wegen U-Bahnbau und sonstiger Projekte ein paar normale Strecken wegfallen und viele Linien sowieso permanent Umleitung fahren, haben sie zur Zeit keine andere Möglichkeit als diese weiträumige weitere Umleitung. Wie es nach der Endstation weitergeht, wußte der Fahrer selbst noch nicht, hatte ihm noch niemand mitgeteilt. Er war aber sehr entspannt, im Gegensatz zu so manchen fahren, die man ständig fluchen hört, wenn man vorne sitzt.
#41VerfasserRussisch Brot (340782) 29 Okt 13, 09:29
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Straßenbahn Köln, Linie 3 oder 4, am späten Abend, irgendwo unter den Ringen, auf denen oberirdisch gerade eine Großveranstaltung (Popkomm oder sowas) lief. Bahn rappelvoll, es stehen Leute (insbesondere ortsfremde Touris) auf den Klappstufen, was das Schließen der Türen verhindert.
Ansage des Fahrers im breitesten Kölsch (hier von mir nur unzulänglich wiedergebbar):
"Liev Lück, wenn ihr dä Türen nisch freimaat blivven mir hier stonn. Mir is datt ejaal, isch hann bis morje früh um viere Dienst."
#42VerfasserChaja (236098) 29 Okt 13, 11:01
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*knister* (RE33)

".... Ausstieg in Fahrtrichtung rechts. Bitte benutzen sie die Türen."

Ja wie? Sonst sind wir doch auch immer zu den Fenstern rausgeklettert?
#43VerfasserBlaukraut (920264) 29 Okt 13, 11:06
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Nur zur Ergänzung zur Zürcher S-Bahn: Der Lokführerwechsel ist normalerweise im Fahrplan so eingebettet, dass der besser klappt als so mancher "Fahrgastwechsel" (das Problem mit den bevorzugten Türen kennen wir hier auch ;o)). Hier ist wohl jemandem unwohl geworden, oder er/sie ist nicht pünktlich erschienen, oder sonst ein Grund...

Über 4 Minuten wird auch schon gestöhnt, wir klagen gern auf hohem Niveau. ;) Oft sind es sogar dann nur 2-3 Minuten...
#44Verfasservirus (343741) 29 Okt 13, 12:17
Kommentar
Drkimble (40): Der Lokführer kann sich nicht überraschen lassen, der muss Streckenkunde haben, wissen, wo er abgelöst wird etc.
#45VerfasserJanZ (805098) 29 Okt 13, 12:23
Kommentar
Manchmal wirken aber die Ansager etwas überrascht. Haben dann aber vermutlich nur das Ausredenhandbuch verlegt.

Der selbe Zug zwischen Düsseldorf und Aachen, wurde an drei verschiedenen Bahnhöfen mit drei verschiedenen Aussagen als verspätet gemeldet.

1. Personenschaden (Düsseldorf)
2. Oberleitungsschaden (Erkelenz)
3. Gleisbauarbeiten (Lindern)

Hier sind doch scheinbar ein paar Bahnprofis; wird bei euch gewürfelt?
#46VerfasserBlaukraut (920264) 29 Okt 13, 13:45
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Ist der Personenschaden noch "in Gebrauch"? Ich habe den Eindruck, dass der nicht mehr erwähnt wird, sondern aus Rücksicht eine andere Ausrede erlogen wird.
#47Verfassertigger (236106) 29 Okt 13, 13:47
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Ich glaube, das ist lokal verschieden. "Personen im Gleis" können spielende Kinder sein, oder aber auch der Aufräumtrupp nebst Staatsanwaltschaft nach dem wöchentlichen Selbstmörder.
Im Düsseldorfer Bahnhof habe ich da auch schon drastische Ansagen gehört ("...Personenschaden, sprich, da liegen ein paar Leichenteile rum....").
#48VerfasserChaja (236098) 29 Okt 13, 13:51
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tigger, ja, den Personenschaden gibt's noch als Verspätungsbegründung - vor ein paar Wochen musste mein Schreibtischnachbar ziemlich lang auf einen externen Besucher warten, weil es auf der Strecke einen Personenschaden gegeben hatte.

Personen im Gleis hatte ich vor ein paar Monaten zweimal während derselben Fahrt - nach der Signalstörung um Bonn rum. Einmal haben wir dann auf freier Strecke gehalten, und einmal in Worms - bis die Strecke wieder abgesucht und wieder freigegeben war.

Chaja, das saß jemand wirklich Schmerzbefreites am Mikrofon... :-/
#49VerfasserTumbleStaub (463468) 29 Okt 13, 14:04
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Mmmmh, prima. solche Ansagen sind gerade zur Mittagszeit sicher sehr beliebt...
#50Verfasserschwabeinösterreich (406078) 29 Okt 13, 14:05
Kommentar
Naja, man muss sich mal die Fahrgäste anhören, wenn der Zug wegen Personenschaden stehenbleibt. Die spekulieren wild herum und regen sich auf, dass man doch die Leiche mal eben wegräumen und weiterfahren könne. Dass das nicht 'mal eben' geht aus zweierlei biologischen Gründen (Zustand des Selbstmörders und des Zugführers), kommt denen gar nicht in den Sinn. *schauder*
#51Verfassertigger (236106) 29 Okt 13, 14:08
Kommentar
Auf einer Fahrt von Paris nach Köln blieb einmal im tiefen Dezember (ich glaube, es war gar der 26.) der Thalys scheinbar völlig unmotiviert in der Landschaft stehen. Auf intensives Befragen durch die Fahrgäste äußerte der Zugbegleiter irgendwann (ich übersetze frei aus dem Französischen), man habe da irgendwas plattgefahren und müsse jetzt im Dunkeln an der Lok schauen, ob sich zwischen dem blutigen Matsch Borsten befänden. So da Borsten wären, sei das, was man da plattgemacht hätte, ein Wildschwein gewesen und man könnte die Fahrt fortsetzen. Seien keine Borsten da, müsse das ein Mensch gewesen sein und dann könnte das noch dauern, weil man dann auf die Staatsanwaltschaft warten müsse.
Da nach einer knappen Stunde die Fahrt wieder aufgenommen wurde, gehe ich davon aus, daß man Borsten gefunden hat.
#52VerfasserChaja (236098) 29 Okt 13, 14:17
Kommentar
geht aus zweierlei biologischen Gründen

Und auch aus kriminaltechnischen. Wer sagt denn, daß das wirklich freiwillig und absichtlich passiert ist?

Ah, zu langsam, Chaja hat's auch schon.
#53VerfasserRussisch Brot (340782) 29 Okt 13, 14:28
Kommentar
Laut einer Freundin, die einige Jahre in Japan gelebt hat, hängen dort Schilder in den Bahnen, die die Leute "freundlich bitten", davon abzusehen, Selbstmord zu begehen, indem sie sich vor einen Zug werfen. Dies würde eine unzumutbare Belästigung des Zugführers und der anderen Fahrgäste darstellen und entstehende Kosten würden den Hinterbliebenden vollumfänglich in Rechnung gestellt.
#54VerfasserChaja (236098) 29 Okt 13, 14:39
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Ich saß auch mal in einem ICE, der plötzlich auf der Schnellfahrstrecke stehen blieb. Laut Ansage handelte es sich "vermutlich um einen Personenunfall". Daraufhin machte ich mich schon mal auf einen mehrstündigen Aufenthalt gefasst. Es ging dann aber schon relativ bald wieder weiter, woraufhin die Ansage kam, dass es sich "doch nur um einen Wildunfall" gehandelt habe.

Wo nehmt ihr übrigens die Gewissheit her, dass die Begründungen für Verspätungen erlogen/erfunden/ausgewürfelt sind? Das würde ja nur etwas bringen, wenn die Fahrgäste eine bestimmte Ursache eher akzeptieren würden als eine andere. Da es aber selbst bei Personen im Gleis/Personenunfall die "Einfach-drüberfahren"-Fraktion gibt, ist das aber anscheinend nicht der Fall. Und wenn man sich die Ursachen ausdenken würde, käme sicher nicht so oft "Störungen im Betriebsablauf".
#55VerfasserJanZ (805098) 29 Okt 13, 15:27
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Der Personenunfall im Gleisbett mit Anwesenheit der Staatsanwaltschaft ist halt doch sowas wie höhere Gewalt, für die man nichts kann....(von Seiten der Bahn)

#56VerfasserElbkatze (688694) 29 Okt 13, 15:35
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Ich habe jetzt häufiger gehört:"wegen eines Notarzteinsatzes.....". Da kann sich dann jeder überlegen ob im Zug oder vor dem Zug.
Und im übrigen finde ich es ziemlich geschmacklos, wenn Mitreisende lautstark darüber auslassen, wie der körperliche Zustand des Selbstmörders aussieht und was für ein rücksichtsloses Verhalten das doch sei....
Ich habe einen Selbstmord in der Familie erlebt (wenn auch auf eine andere Art) und da bin ich etwas empfindlich geworden.

Aber zurück zu Bahndurchsagen: Ich stieg in Berlin-Südkreuz in einen IC, der von Berlin-Ostbahnhof kam. Erheblich verspätet. Ansage im Zug: "die Leitstelle war völlig überrascht, dass dieser Zug täglich fährt und da mussten sie erst ein paar Waggons zusammenschnorren."
#57VerfasserJule (236478) 29 Okt 13, 15:45
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Wo nehmt ihr übrigens die Gewissheit her, dass die Begründungen für Verspätungen erlogen/erfunden/ausgewürfelt sind?

Das ist sie bestimmt nicht in jedem Fall, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass z.B. die viel zitierte Signalstörung oft ein Euphemismus ist für: "Die Personalpolitik unseres Arbeitgebers ist so beschissen, dass wir uns manchmal keine zwei Personen zur gleichen Zeit im Stellwerk leisten können und daher bleibt dieser Zug jetzt stehen, weil irgendwann muss der arme Kerl ja auch mal aufs Klo."

Siehe z.B. hier http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wis... (im Manuskript unter "Cut 2")
#58VerfasserMarkus<de> (236386) 29 Okt 13, 15:45
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Wo nehmt ihr übrigens die Gewissheit her, dass die Begründungen für Verspätungen erlogen/erfunden/ausgewürfelt sind?

Das ist ein Phänomen, das habe ich auch schon oft beobachtet. Man will alles ganz genau wissen und glaubt es dann doch nicht.

Interessant auch das Verhalten bei Verspätungen bei längerer Autofahrt. Baustelle, Unfall, Feierabendverkehr... Da werden 30 Minuten achselzuckend hingenommen. Bei der Bahn wird wegen fünf Minuten geflucht.
Im Luftverkehr wird gar keine Erklärung gegeben, da wird einfach gecancelt. Und der Reisende kann zu Hause stolz erzählen was er alles erlebt hat.

Ich habe es mir längst abgewöhnt, einen Zugbegleiter nach der Ursache der Verspätung zu fragen. Es wäre nur etwas für meine Neugierde, schneller ans Ziel komme ich dadurch nicht.
#59VerfasserHarri Beau (812872) 29 Okt 13, 15:47
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Markus: Es mag sein, dass die technische Störung/Stellwerksstörung/was auch immer ihre Gründe in verfehlter Personal- oder Investitionspolitik hat, aber trotzdem bleibt sie vordergründig eine technische Störung. Dass derjenige, der die Ansage macht, nicht sämtliche (möglicherweise auch für seinen Arbeitgeber unangenehmen) Zusammenhänge seit der Gründung der Bundesbahn darin verpacken kann, dürfte klar sein. Dass die Begründungen aber nicht einfach zusammengewürfelt oder gar ein Euphemismus für "Wir hatten kein' Bock" sind, aber auch.
#60VerfasserJanZ (805098) 29 Okt 13, 15:51
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Jan: Von "Wir haben keinen Bock" habe ich nicht gesprochen. Die Mitarbeiter insbesondere in den Stellwerken sind ja nicht zu beneiden, wenn man bedenkt, dass die Verantwortung, die sie tragen und die Arbeitsbelastung vor allem in der Nähe von Knotenpunkten und Ballungszentren mit der Luftsicherung durchaus vergleichbar ist. Aber gerade deswegen wird bei solchen Zwangsstops gelogen, denn der wahre Grund ist den Reisenden fast noch weniger zuzumuten, als im Falle des Selbstmörders. Denn wenn man offen sagen würde: "Tut uns Leid, wir müssen kurz stehen bleiben, denn unser zuständiges Stellwerk ist gerade nicht besetzt." dann würden sich (zu Recht!) einige Fahrgäste überlegen, ob sie wirklich nochmal mit diesem Unternehmen fahren wollen. Man stelle sich nur mal vor, ein Pilot im Ferienflieger würde verkünden: "Sorry, wir kreisen hier jetzt mal ne viertel Stunde bevor wir in den Frankfurter Luftraum einfliegen können - der Lotse ist gerade nicht an seinem Platz." ... da wär' aber was los ....
#61VerfasserMarkus<de> (236386) 29 Okt 13, 16:01
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"Sorry, wir kreisen hier jetzt mal ne viertel Stunde bevor wir in den Frankfurter Luftraum einfliegen können - der Lotse ist gerade nicht an seinem Platz." ... da wär' aber was los ....

Was sagt denn der Pilot anstelle dessen? Gar nichts!
Und die Reisenden sind es zufrieden.
#62VerfasserHarri Beau (812872) 29 Okt 13, 16:04
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Es gab schon Fälle, wo die Piloten von der Flugsicherung über Funk "geweckt" wurden, weil sie den anzufliegenden Flughafen schon längst überflogen hatten.. auch nicht vertrauenerweckend
#63Verfasserdrkimble (463961) 29 Okt 13, 16:04
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noch zu #60/#61
Und nein, das Wort "Signalstörung" impliziert einen unvorhersehbaren und daher entschuldbaren Defekt an einer technischen Einrichtung. Die Unfähigkeit der Bahn, die Arbeitsabläufe z.B. im Stellwerk so zu organisieren, dass ein MA auch mal eine Pause bekommt ohne dabei zwangsweise alles lahmlegen zu müssen, fällt nicht unter diese Beschreibung.

#62: Weil so was im Class-C/D Airspace nicht vorkommt.

#63: Stimmt, das gab's schon. Und was ist die Folge? Es gibt eine Untersuchung, deren Ergebnis öffentlich ist ( http://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Unters... ) und man versucht, international und airline-/herstellerübergreifend daraus zu lernen. Gibt es was ähnliches auch beim EBA? Würde mich wirklich interessieren!

#64VerfasserMarkus<de> (236386) 29 Okt 13, 16:12
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Naja, ich weiß nicht, wie oft a) wirklich Züge wegen Personalmangels ausfallen und dann b) irgendeine objektiv falsche Begründung dafür gegeben wird. Sicher aber nicht so oft, wie Fahrgäste die Begründung einfach mal nicht glauben wollen. Im Fall Mainz wurde im Übrigen der Personalmangel auch kommuniziert, es war ja nicht so, dass da mutige Whistleblower irgendeine Verschwörung aufgedeckt hätten. Wie Harri schon sagt, bezieht sich das ja nicht nur aufs Bahnfahren, sondern es herrscht heutzutage generell die Tendenz, einfach mal alles für gelogen zu halten. Gesundes Misstrauen ist ja in Ordnung, aber meines Erachtens geht es schon manchmal darüber hinaus.
#65VerfasserJanZ (805098) 29 Okt 13, 16:37
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Markus, ein Stellwerksmitarbeiter muss nicht öfter aufs Klo als ein Kollege bei der Flugsicherung. Und in beiden Abteilungen gibt es dafür Richtlinien. Wäre bei der FluSi immer und überall ausreichend Personal vorhanden, hätte es den Absturz über dem Bodensee vor einigen Jahren nicht gegeben.

Flugzeuge kreisen herum und niemand erklärt den Grund, bei der Bahn wird sofort nachgefragt. Das ist der Unterschied, der mir aufgefallen ist.
#66VerfasserHarri Beau (812872) 29 Okt 13, 16:52
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HA!..da fällt mir doch gerade die folgende Situation ein..

Elbi war auf Geschäftsreise, der Zug, ein ICE hatte beachtliche Verspätung.
Daher habe ich (und auch andere Reisende) den Schaffner mehrmals gefragt, ob denn der Anschlusszug (ein Bummelzug) auf den ICE warten würde, man müßte weiter nach Kassel.

Die Antwort war mehrmals : "Ja, der wartet"


Der ICE rauscht in Frankfurt rein und alle Reisenden stürmen zum ensprechenden Gleis und sehen.... NIX... Zug ist wech.... und es war zu allem Unglück der Letzte, also nix mit einer Stunde warten oder so...

Man stand dumm, fast Mitten in der Nacht in Frankfurt auf dem Bahnhof.

Der ganze Tross zottelte dann zum Infopoint mit der Frage, warum denn der Zug weg wäre, der sollte doch warten.

"Nein, der Zug würde nicht warten. Die Verspätung wäre zu lang und das hätte das Zugpersonal auch gewusst"


Hat man da noch Fragen?
Ich hätte den Schaffer echt erschlagen können, aber nicht wegen der Verspätung... dafür kann er nix, aber wegen der absolut dreisten Lüge.

Nach Hause sind wir dann gekommen... mit Taxi und Bummelzug vom nächsten Bahnhof auf...

Das Einzig Gute an der Sache war, dass ich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in Kassel eingestiegen bin, wenn ich nach Süden musste, sondern an diesem kleinen Bahnhof zudem den wir als nächste Anlaufstelle geschickt wurden.

Der war viel schneller zu ereichen und die Parkgebühren richtig günstig und ich war nach den Reisen auch viel schneller daheim :)


#67VerfasserElbkatze (688694) 29 Okt 13, 16:52
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Ich glaube nicht, dass sich die Bahn für gewöhnlich was zusammenlügt, davon hätten sie doch nichts. Ich vermute nur, dass man bei Selbstmördern etwas zurückhaltender ist. (Auch weil man niemanden auf Ideen bringen will.)
Übrigens schreibt auch Christoph Neumann in seinem höchst empfehlenswerten Buch "Darum nerven Japaner" von einem Schild in der Tokioter S-Bahn, das Lebensmüde bat, nicht zur Hauptverkehrszeit zu springen.
Das war aber dann doch zu geschmacklos, es war schnell wieder weg.

Und bei den Flugverspätungen wird alles relativ, wenn man ständig fliegt: Der Zoodirektor fliegt wöchentlich 1-2x (!) VIE-DUS, und da ist bei den Vielfliegern genauso eine Schimpferei wie bei den Bahnpendlern. Zumal der letzte Flug nach Wien oft Verspätung hat.

Mir hat jedenfalls gereicht, als aus dem Landeanflug plötzlich durchgestartet wurde und der Pilot trocken durchsagte: "Leider haben wir keine endgültige Landeerlaubnis bekommen, der Tower hat uns wohl vergessen. Wir sind jetzt zurückgereiht und müssen noch mal kreisen."

Am liebsten bisher ist mir aber "dä Zoch is kein Azvenzkalender!" :-))
#68Verfassertigger (236106) 29 Okt 13, 16:57
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Als ich und andere 2 Stunden auf dem Flughafen in Shanghai rumstanden und der Kaptiän nur ganz locker verkündet hat, dass dies hier völlig normal wäre. Hab ich mir nur kurz Gedanken gemacht, wie ich denn von Frankfurt weiterkomme.. denn meinen Anschluss nach HH hätte ich nicht mehr geschafft.
Aber im Grund war ich völlig ruhig, denn die Auseinandersetzung ums Heimkommen hätte ich auf deutschem Boden geführt und in einer Sprache deren ich mächtig bin.
Also hab ich mich in die Hasenbox gekuschelt und auf den Start gewartet.
#69VerfasserElbkatze (688694) 29 Okt 13, 17:05
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#63: umgekehrt gibt es das auch (Pilot muß Flughafen wecken) ;-)

Ich bin mal ziemlich spät abends in Frankfurt angekommen (per Flieger) und wir waren auf einer Außenparkposition. Also warteten wir da weit draußen auf dem Rollfeld auf den Bus, der uns abholen sollte. Und wir warteten - und warteten und der Kapitän machte schon die eine oder andere launige Bemerkung (die ich leider nicht mehr erinnere) weil er auch niemanden erreichen konnte, um zu melden, dass wir angekommen sind.
Immerhin: nach einer "geschlagenen" halben bis dreiviertel Stunde kam dann die Ansage: HEUREKA - man hat uns entdeckt!
#70VerfasserGutelaune (519354) 29 Okt 13, 17:07
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Ein Lokführer erzählte mir von einer Untersuchung, nach der ein Lokfüher bei Rentenantritt im Schnitt drei Menschen überfahren hat. Ich weiß jetzt nicht, wieviel Strecke man so in 40 Jahren fährt. Dann könnte man sich in etwa ausrechnen, wie oft man als Vielfahrer betroffen ist.
#71VerfasserHarri Beau (812872) 29 Okt 13, 17:12
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Harri, falls Du Dich informieren möchtest: http://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Unters...

Das Unglück geschah, weil gleich 3 oder 4 Dinge auf einmal schief gelaufen sind (Short-Term-Conflict-Alert-System war abgeschaltet, Leitung zwischen Karlsruhe und Zürich funktionierte nicht, Lotse in KA kommt nicht auf die Idee, stattdessen zum normalen Telefon zu greifen, Lotse in ZH gibt widersprüchliche Anweisung, Pilot missachtet TCAS-Advisory, weil er dem Lotsen mehr glaubt als seinem TCAS, usw) aber zu keiner Zeit war der Kontrollstand unbesetzt und es herrschte zu der Zeit auch keine wesentliche Überlastungssituation (gerade mal 1 weitere Flugbewegung neben den beiden Unglücksmaschinen). Auch, weil es eine gründliche Aufarbeitung des Unglücks gab und heute weltweit alle Piloten und Lotsen trainiert werden, mit solchen Situationen umzugehen (z.B. widersprüchliche Angaben von TCAS und ATC), ist eine Wiederholung eines solchen Unglücks sehr unwahrscheinlich.

Aber das führt zu weit und ich klinke mich hiermit wieder aus ...
#72VerfasserMarkus<de> (236386) 29 Okt 13, 17:13
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"dä Zoch is kein Azvenzkalender!"

Das Erinnert mich an die Zeitanzeigen der Düsseldorfer Rheinbahn. Die gibt es mittlerweile an fast jeder Haltestelle und zählen die Minuten bis zur nächsten Bahn runter. In der Karnevalszeit im letzten Jahr zeigten sie statt "sofort" "dr Zoch kütt" an.
#73Verfasserlyri (236943) 29 Okt 13, 21:08
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Soweit ich weiß, hat der Lotse in KA schon telefoniert, jedenfalls hat er es versucht. Die Telefonanlage in ZH war aber wegen Wartungsarbeiten teilweise abgeschaltet und nur eine Leitung in Betrieb, auf der ein anderer telefoniert hat...

In der Münchner S-Bahn wollen sie jetzt Notfallmanager (oder wie das heißt) an den Tunnelbahnhöfen installieren. Bisher ist das so, wenn jemand im Zug umkippt, bleibt der so lange stehen, bis der Notarzt den abtransportiert hat. Weil alle Linien durch den Tunnel müssen, kommt jedes Mal der ganze Fahrplan durcheinander. Künftig sollen die aus dem Zug geholt werden, damit der wenigstens weiter fahren kann.
#74Verfasserbluesky (236159) 29 Okt 13, 22:17
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Ist mir vor ca. 10 Jahren passiert. Freitag Nachmittag April, Schneetreiben, Flughafen Berlin-Tegel versinkt im Chaos. Nach mehreren Stunden Warten, endlich ins Flugzeug nach München. Endlosen Kreisen auf der Rollbahn,, erfolglose Suche nach Startposition. Der Pilot über Bordlautsprecher immer wieder (leicht resignierter Tonfall): "jetzt haben wir ein weiteres Problem an Bord".
Nach einer Weile kommt ein weitere Schwung Passagiere an Bord, darunter unser noch amtierender Aussenminister. Was ruft da ein Passagier ganz laut? "Und jetzt haben wir ein noch ein Problem an Bord!" Schallendes Gelächter überall. Herr W. guckte säuerlich.
#75VerfasserJule (236478) 30 Okt 13, 12:10
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#58/#59 "Wo nehmt ihr übrigens die Gewissheit her, dass die Begründungen für Verspätungen erlogen/erfunden/ausgewürfelt sind?"

Darum! #46! Mein Freund, mein Sohn und meine Wenigkeit haben auf diesen Zug gewartet, weil wir uns darin verabredet hatten, um zusammen zum Fußball zu fahren! Wir haben miteinander telefoniert, um uns gegenseitig die Verspätungen anzukündigen und dabei kamen die Diskrepanzen in den Aussagen der Bahn zutage.

--------------------------------------------------------------------------

Auf dem Heimweg vom Fußball aus dem Norden, klappt der Anschluß an den ICE aus Hamburg nicht. Nie! Der letzte Zug Richtung Aachen ist immer schon weg, bevor der ICE da ist. (Obwohl der Anschluß garantiert ist!) Da der RE4 in Aachen bleibt, besteht, außer dem Bedürfnis des Zugführers nach pünktlichem Feierabend, keine Notwendigkeit, den Zug auf die Minute genau in Aachen abzustellen.

Ein einziges Mal stand der Anschlußzug noch da, wir sind gerannt wie die Hasen, um das Gleis zu wechseln, und saßen dann in einem Zug der nicht fuhr, weil der Zugführer nicht zum Dienst erschienen war.

O-Ton des Uniformierten auf dem Bahnsteig: "Das seid ihr doch gewöhnt."
#76VerfasserBlaukraut (920264) 30 Okt 13, 12:12
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Interessant auch das Verhalten bei Verspätungen bei längerer Autofahrt. Baustelle, Unfall, Feierabendverkehr... Da werden 30 Minuten achselzuckend hingenommen. Bei der Bahn wird wegen fünf Minuten geflucht.

das stimmt. Ich seh das mittlerweile auch so, noch dazu wo ich mich im Stau auf den Verkehr konzentrieren muss, die anderen gestressten Fahrer, den unvermeidlichen Verkehrsrowdy im Sportwagen der Spur-springend versucht 27 sekunden früher am anderen Ende rauszukommen, aufpassen dass ich nicht auch noch nen Unfall baue, werde müde, hab kein Klo - im Zug lehn ich mich mit meinem Buch oder Strickzeug zurück (oder auch am Bahnhof in der Wartehalle), hol mir ggf nen Kaffee im Speisewagen und harre der Dinge die dakommen, brauch nicht hochkeonzentriert sein, kann sogar schlafen - ich finds entspannter.
#77VerfasserNefertit (584922) 30 Okt 13, 12:22
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Bahnisch, also das Englisch das in den Zügen gesprochen wird ist auch hin und wieder kurios bis beunruhigend.

Ansage:
"We arrive at Berlin Hauptbahnhof. We say goodbye to all our living passangers."

Da fragt man sich doch, was haben die mit uns lebenden vor? Sicher weiß ich das es leaving heißen sollte aber trotzdem. Auch das Ende der Linie mit "this train is going to terminate there" anzukündigen finde ich etwas seltsam.
#78VerfasserNarfmonsta (238074) 30 Okt 13, 12:29
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@Nefertit: für Fernreisen gebe ich Dir da recht. Die letzte Verspätung, die ich mir da eingehandelt habe, habe ich schlicht verschlafen und mich lediglich gewundert, daß ich mit einer Stunde Verspätung in Dresden ankam, obwohl ich doch in Köln pünktlich los war. Den zusammengebrochenen Güterzug vor uns, die Durchsage und die Umleitung habe ich überhaupt nicht mitgekriegt.
Gerade Langstrecke (und die beginnt bei mir bei ca. 200 km) fahre ich viel lieber mit der Bahn als mit dem Auto.

Als Nahverkehrspendler aus beruflichen Gründen war mein Nervenkostüm aber deutlich strapazierter. S-Bahn-Stationen haben selten eine gemütliche Wartezone, S-Bahnen haben auch weder Klo noch Speisewagen. Wenn man dann durchgefroren und ggf durchnäßt (weil der Wind den Rege quertreibt und ein Schirm nix nützt) dasteht und zwei S-Bahnen in Folge ausfallen, sehnt man sich nachgerade danach, warm und trocken im eigenen Auto im Stau zu stehen.

@Narfmonsta: was hast Du gegen das "terminate"? Ich habe das noch gut aus der Londoner Tube im Ohr ("This train terminates here, passengers please all change, all change please").
#79VerfasserChaja (236098) 30 Okt 13, 12:33
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#77 und Zitat kann ich nicht bestätigen.
Gerade unter dem Eindruck dieses Fadens habe ich gestern die Reaktionen der Mitreisenden am Bahnsteig in Frankfurt/Main Süd Richtung Fulda/Nürnberg beobachtet.
Da haben vereinzelt Mitreisende leise über die 10- bzw 15-minütige Verspätung geflucht. Aber die absolute Mehrzahl der Reisenden sind Pendler und die wissen schon ganz genau, dass die Züge auf dieser Strecke in acht von zehn Fällen zu spät kommen. Schon gar nicht wird der Schaffner auf die Verspätung angesprochen.
Dazu ist die ganze Malaise einfach viel zu alltäglich. Vielmehr wird die blecherne Durchsage vom Band ganz entspannt aufgenommen. Ein Stirnrunzeln vielleicht - das war's aber auch.
Davon abgesehen finden an diesem Bahnhof für Verspätungen bis zu 15 Minuten überhaupt keine begründenden Durchsagen statt - ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Das passiert nur bei Totalausfall oder anderen gravierenden Vorfällen.
Was sollte auch durchgesagt werden? Die Züge werden in FFM Hbf bereitgestellt, stehen dort schon 10 Minuten vor Abfahrt am Gleis und fahren dann bis zur nächsten Station (Süd) 10 Minuten Verspätung ein - bei geplant 6 Minuten Fahrzeit.
Die einzig richtige Durchsage würde dann lauten "Wegen eines Fehlers in unserem Streckenbelegungsplan ist Ihr Zug - wie aus den letzten Jahren gewohnt - auch heute wieder zu spät". Das will man wohl eher nicht verlautbaren.
#80VerfasserA7DS (825769) 30 Okt 13, 12:49
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Manche Durchsagen sind auch völlig überflüssig!

So gibt es hier eine eingleisige Bahnstrecke, die einmal stündlich in beide Richtungen befahren wird. 20min bevor der Zug kommt, beginnt die Durchsage, in der alle Haltestellen genannt werden (er hält sowieso überall), plus der planmäßigen Ankunftszeit, der tatsächlich errechneten Ankunftszeit, und der Gleisnummer.

Es gibt nur ein Gleis! Das ganze wird auch noch wiederholt.

10min bevor der Zug kommt das Selbe nochmal (mit Wiederholung), und dann nochmal (ja, mit Wiederholung), wenn der Zug den davor liegenden Bahnhof verläßt.

Das sind sechs Ansagen pro Zug - zwölf pro Stunde. Auf einem Bahnhof auf dem maximal 10 Personen ein- oder aussteigen, die gar nix falsch machen können. Dazu noch in einer Lautstärke, dass es in den Ohren piept!

Dafür kann man aber breits nach wenigen Bahnfahrten wenigstens ein paar Sätze Niederländisch!

*kopfschüttelnd ab*
#81VerfasserBlaukraut (920264) 30 Okt 13, 13:12
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Fortsetzung:

Der oben genannte Zug ist übrigens stets pünktlich, weshalb die doppelte Ansage der Ankunftszeit in sich schon widersinnig ist.

Kurz vor Überfahren der Staaatsgrenze hielt der Zug mehrere Minuten lang auf freiem Feld. Ich hab einen Zugbegleiter gefragt warum.

"Das machen wir absichtlich. Die Deutschen sind es nicht gewöhnt, dass die Bahn pünktlich kommt."
#82VerfasserBlaukraut (920264) 30 Okt 13, 13:31
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Da wird der Zugführer später am Stammtisch sicher erzählen: "Stellt euch vor, heute habe ich mal wieder so richtig einen Fahrgast ver****, und die hat es auch noch geglaubt."

Anders kann ich mir so eine Antwort nicht vorstellen. Wer über deutsche Unpünktlichkeit der Bahn lästert, der sollte mal eine Reise durch Italien unternehmen. Danach wird er so richtig dankbar für deutsche Verhältnisse. So ging es mir jedenfalls.
#83VerfasserHarri Beau (812872) 30 Okt 13, 13:50
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Gestern im IC:

"Meine Damen und Herren, ich möchte Sie noch einmal darauf hinweisen, dass das Rauchen auf den WCs aus Sicherheitsgründen untersagt ist. Dies auch noch einmal als spezieller Hinweis an die Fußballfans aus Hamburg, falls Interesse besteht, das Spiel auch live zu verfolgen."
#84Verfasserxekinai (803976) 30 Okt 13, 14:16
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Ansage am Bahnhof (schon eine Weile her):

"Regionalexpress XY heute 30 Minuten später und verendet heute in soundso"

Wurde mehrfach so wiederholt.
#85VerfasserPottkieker (871812) 01 Nov 13, 09:56
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Etwas OT, aber es passt trotzdem ganz gut: Anzeige (hinten!) an einem Berliner Bus: "Bus endet hier!" ;)
#86Verfasservirus (343741) 01 Nov 13, 10:51
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*Genervten Tonfall danebenhalte* Unsere Weiterfahrt wird sich jetzt noch um wenige Minuten verzögern, weil wir noch von einem höchst wichtigen Zug überholt werden müssen.
#87VerfasserPottkieker (871812) 07 Nov 13, 17:33
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Da sag einer noch, das Zugpersonal hätte keine Gefühle.
#88VerfasserMasu (613197) 08 Nov 13, 08:48
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Euphorische Ansage im Zug kurz nach Abfahrt:

Sehr geehrte Fahrgäste ich begrüße Sie recht herzlichst in unserem Zug ... von ... nach ... .
Wir halten in ... mit den Umsteigemöglichkeiten ... .
Heute wird ein sonniger Tag mit einer vorhergesagten Temperatur von ...°C.
...

(2 Min. später)

Wenn Sie sich fragen, warum ich heute so eine gute Laune habe:
Ich bin seit heute Nacht ...Uhr stolzer Vater eines gesunden Mädchens geworden. ....g und ..cm

Daraufhin: Tosender Applaus. :-)
#89VerfasserMMchen (377644) 08 Nov 13, 09:49
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Das ist doch mal nett! Da hätt' ich auch applaudiert.
#90Verfasserschwabeinösterreich (406078) 08 Nov 13, 10:17
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Uh, lange hier nicht reingelinst...

Re #40: Da stell ich mir die Frage, obder Zugführer dann selbst noch weiß, wo er hinfährt oder ob er sich anhand der gestellten Weichen überraschen läßt?

Dafür gibt es am Vorsignal ein Zs 2v, am Hauptsignal ein Zs 2. Das ist ein gelb bzw. weiß leuchtender Buchstabe, der die Fahrtrichtung anzeigt. In Stuttgart Hbf tief Richtung Norden bei der Ausfahrt zum Beispiel C für Cannstadt und F für Feuerbach. Da, wie JanZ richtig bemerkte, der Triebfahrzeugführer Streckenkenntnis bessitzt, merkt er also rechtzeitig, wenn es in die falsche Richtung geht. Außerdem sieht er auch an der signalisierten Geschwindigkeit, ob es geradeaus oder auf Abzweig geht.

Und noch eine Bitte: Die Person vorne die fährt, ist der Triebfahrzeugführer, der Zugführer (neudeutsch Zugchef) ist Leiter des Teams, das Löcher in die Fahrkarten stanzt und derjenige, welcher bei Abfahrt des Zuges mit der Kelle wedelt und pfeift, damit ersterer weiß, wann er losfahren darf. Das machen zwar Journalisten regelmäßig falsch, aber wir sind doch schlauer, oder?
#91VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 08 Nov 13, 10:43
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Das machen zwar Journalisten regelmäßig falsch, aber wir sind doch schlauer, oder?

Den Zugfüher mit einem Lokführer zu verwechseln schaffen nicht nur Jounalisten.
#92VerfasserHarri Beau (812872) 08 Nov 13, 10:51
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Dafür gibt es am Vorsignal ein Zs 2v, am Hauptsignal ein Zs 2. Das ist ein gelb bzw. weiß leuchtender Buchstabe, der die Fahrtrichtung anzeigt.

Aber doch nicht vor jeder Abzweigung, oder?
#93VerfasserJanZ (805098) 08 Nov 13, 12:06
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FF: na, wenn wir uns schon um Korrektheit bemühen, dann aber auch "CannstaTT". Wir sind ja schließlich nicht mehr um 1900 :o)
Ansonsten aber Zustimmung zum Tf (auch wenn die Bezeichnung für mich eher "neumodscher" Kram ist - ich hab jedenfalls nie gesagt, mein Vater sei "Triebfahrzeugführer", auch wenn er neben verschiedenen Dieselloks eine Fahrberechtigung für Triebwagen (Baureihe 171/172) hatte - der war schlicht und ergreifend "Lokführer"; aber das trifft es heute natürlich bei der Fülle der eingesetzten Triebfahrzeuge/-köpfe nicht mehr)
#94Verfasserskye (236351) 08 Nov 13, 12:27
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Umgangssprachlich ist "Lokführer" m.E. auch korrekt, jedenfalls eher als "Zugführer".
#95VerfasserJanZ (805098) 08 Nov 13, 12:29
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Re: Zs 2: In der Regel wird das Zusatzsignal eingebaut, wenn aus der Signalstellung der Fahrweg nicht ersichtlich ist. Wenn Du nur die Möglichkeiten Abzweig mit Vmax 40 auf Hp2 und gerade aus mit Vmax Streckenhöchstgeschwindigkeit auf Hp1 hast, brauchst Du kein Zs 2. Wenn allerdings auf Hp2 Fahrten in verschiedene Richtungen möglich sind, dann wird das auch eingebaut.

Cannstatt, Cannstadt, ist doch eh alles Stuttgart ;-).
#96VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 08 Nov 13, 14:22
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#96: Ich bin beeindruckt. Wenn irgendwann im kommenmden Winter ein Zug auf freier Strecke liegenbleibt, frage ich den Zugführer ob er über Lautsprecher nach einem LEONIDEN mit Triebwagenfahrererfahrung suchen kann. Da wird er bestimmt schnell fündig.
#97VerfasserJule (236478) 11 Nov 13, 15:11
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*g* Frag lieber gleich nach Feuerflieger aka heißem Popo.
Das gibt ne Schau, wenn er sich nach vorn blinkt.
#98VerfasserMasu (613197) 11 Nov 13, 15:53
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#72: (Überlingen-Kollision)Zitat "ist eine Wiederholung eines solchen Unglücks sehr unwahrscheinlich."

Hätte ich bis vor kurzem auch unterschrieben, aber leider gab's 2011 was fast vergleichbares: http://www.sust.admin.ch/pdfs/AV-airprox/2165...
#99VerfasserInschenör_DE (351587) 18 Nov 13, 12:44
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Auch andere Leute hören kuriose Ansagen: http://www.belauscht.de/2013/mein-leben-als-z...
#100VerfasserJanZ (805098) 22 Nov 13, 12:10
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Klasse, Jan, die ganze Seite ist ja eine Fundgrube! :-)
#101Verfassertigger (236106) 22 Nov 13, 15:57
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In der kurz-vor-Weihnachten-Zeit in einem pickepackevollen ICE: "Wir bedanken uns bei allen Fahrgästen, die in Göttingen aussteigen..."
#102Verfasserfrischwasser (689006) 23 Nov 13, 17:39
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Am Heiligabend, Interregio wurde wegen vereister Oberleitungen ersatzlos gestrichen, ICE war aus gleichem Grund stark verspätet, somit landeten die Fahrgäste aus drei Zügen in einem Intercity, der Platz reichte nicht mal, um sich auf sein Gepäck zusetzen: "Wir halten heute außerplanmäßig in XY, um dort gestrandete Fahrgäste aufzunehmen." und wenig später "Als Entschädigung bieten wir jedem Fahrgast ein Freigetränk, dass Sie sich im Bord Bistro abholen können."
#103Verfasserbluepulina (670177) 23 Nov 13, 17:51
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Re #99: Aber in der Zwischenzeit hat man das TCAS soweit verbessert, daß es in diesem Fall bei der A319 eine reversal resolution advisory = umgekehrte Ausweichempfehlung ausgelöst hat, was den Konflikt schließlich entschärfte. Der entsprechende Änderungsvorschlag in den TCAS-II-Normen war zum Zeitpunkt des Unglücks bei Überlingen noch nicht umgesetzt, wie auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in ihrem Untersuchungsbericht schreibt. Quelle Seite 38
#104VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 30 Nov 13, 08:50
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Zu dem Thema gibt es ja auch das Buch "Sorry, wir haben uns verfahren", das kuriose Bahnansagen und andere Erlebnisse sammelt. Zwei der Highlights, die ich hoffentlich aus dem Gedächtnis richtig wiedergebe:

- In einem ICE International kommt die Durchsage mit heftigem holländischen Akzent: "Meine Damen und Herren, im Bordbistro gab es einen schweren Unfall, aber keine Sorge, wir werden durchkommen ..." - atemlose Stille bei den Fahrgästen - "... mit die mobile Minibar, wo du dich Getränke und Snacks kaufen kannst!"

- Zug bleibt kurz vor Köln liegen, der Lokführer gibt bekannt: "Meine Damen und Herren, die Weiterfahrt wird sich leider verzögern, weil... die Lok, die dät et nimmieh!"
#105VerfasserJanZ (805098) 02 Dez 13, 14:06
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Gestern im Regionalzug kam eine (leider nur zu normale) Durchsage, bitte die Türen frei zu machen. Darauf erzählte die Frau vor mir ihrer Nachbarin, Sie habe mal im Sommer #38 gehört.
#106VerfasserRussisch Brot (340782) 03 Dez 13, 10:55
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Wenn irgendwann im kommenmden Winter ein Zug auf freier Strecke liegenbleibt, frage ich den Zugführer ob er über Lautsprecher nach einem LEONIDEN mit Triebwagenfahrererfahrung suchen kann.

Sätze, die man in einem Flugzeug nicht hören will: "Ist ein Pilot an Bord?" oder "Kennt sich hier jemand mit Fligthsimulator aus?"
#107VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 18 Feb 14, 13:51
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So schlimm ist das heutzutage nicht mehr, man braucht nur noch jemanden, der nach Anweisung per Funk ein paar Tasten auf dem FMS (Flight Management System) drückt, den Rest macht der Flieger dann bis zum Aufsetzen (fast) von selbst, zwischendurch müssen dann nur noch ein paar Details wie Landeklappen und das Fahrwerk beachtet werden, ohne das die Landung etwas holperiger wäre..
#108Verfasserdrkimble (463961) 18 Feb 14, 14:02
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Und dann noch Windstille. Wenn sowas passiert, hilft Knöpfchen auf dem FMS drücken auch nicht mehr viel.

Und ja, Flight schreibt man nicht mit tie-ätsch...
#109VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 19 Feb 14, 13:57
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Nuja, bei den üblichen Katastrophenfilmen im Flugzeug darf auch nicht die Bombe des Attentäters (die dann bei 00001 entschärft wird), die Fischvergiftung beider Piloten sowie die rote Treibstoffmangel-Leuchte nicht fehlen, verbunden mit denen im Takt tanzenden ausgelösten Sauerstoffmasken..
#110Verfasserdrkimble (463961) 19 Feb 14, 14:15
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... und die zierliche Stewardess, die es mit übermenschlicher Kraftanstrengung schafft, die Tür nochmal mit dem Gürtel eines wohlbeleibten, aber ohnmächtigen Passagiers zu sichern !
scnr !
#111Verfasserno me bré (700807) 19 Feb 14, 14:30
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Und dann war da noch der Passagier, der voller Stolz seinen Privatpilotenschein für einmotorige Flugzeuge vorzeigte, als der Pilot durch die Kabine ging und die Passagiere begrüßte. "Prima", sagte der Pilot, "wenn nur noch ein Triebwerk funktioniert, hole ich Sie."
#112Verfasserbluesky (236159) 19 Feb 14, 14:30
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@108: Neulich kam auf irgendeinem Sender ein Experiment im Fernsehen, wo man das ausprobiert hat. Ein Reporter ohne jedes Pilotenwissen sollte einen modernen Airbus (kann auch eine Boeing gewesen sein) allein aufgrund von Audio-Anweisungen eines erfahrenen Flugkapitäns sicher landen (natürlich nur im Flugsimulator, aber einem "richtigen" für die Pilotenausbildung). Sein Fazit nach der Bruchlandung: Vollkommen unmöglich! Wenn's kritisch wird, kommen die Anweisungen so schnell hintereinander, dass man keine Chance hat, immer rechtzeitig die richtigen Knöpfchen und Instrumente zu identifizieren, die man betätigen oder beobachten muss.
#113Verfasserdirk (236321) 19 Feb 14, 14:49
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Ich bin auch schon mit einem Flugsimulator geflogen. Die Starts haben alle ganz ordentlich geklappt, die Landungen dagegen überhaupt nicht. In einem Film geht natürlich alles.
#114VerfasserHarri Beau (812872) 19 Feb 14, 14:56
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2003, eine Durchsage auf dem Hauptbahnhof in Hamburg (der Bahnmitarbeiter erhielt dafür eine Abmahnung):

Eine gute und eine schlechte Nachricht:
Die gute:
Die Zugnummer xx von zz nach yy fährt heute pünktlich ein.
Die schlechte:
Ab heute hält er hier nicht mehr.
#115VerfasserPongo Bintang (971877) 19 Feb 14, 15:05
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Zu #114 fielen mir jetzt geschmacklose Bemerkungen zu einem gewissen Datum im September ein...
#116Verfassertigger (236106) 19 Feb 14, 16:34
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@115: Dass es einen Zug gibt oder je gegeben hat, der von irgendwo nach irgendwo über Hamburg Hauptbahnhof fährt, ohne dort planmäßig zu halten, kommt mir allerdings eher unglaubwürdig vor.
#117Verfasserdirk (236321) 20 Feb 14, 09:00
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Ein Zug auf der Strecke Düsseldorf - Duisburg - Mülheim - Essen und weiter Richtung Dortmund musste wegen einer Streckensperrung, wohl in Folge eines Selbstmordes, in Mülheim umkehren. Zugehörige Durchsage des Zugführers:
"Wegen einer Streckensperrung... endet dieser Zug heute hier und fährt zurück nach Duisburg. Fahrgäste nach Duisburg können sitzen bleiben, die anderen bitte aussteigen."
Aua.
#118VerfasserPottkieker (871812) 18 Mai 14, 20:42
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Ich halte das gar nicht für so blöd. Wenn ich nichts dringendes vorhatte, fahre ich vielleicht lieber nach Duisburg zurück und ändere meinen Tagesplan, bervor ich stundenlang auf die Streckenöffnung warte. Zumindest die Option ist doch nicht falsch.
#119VerfasserGibson (418762) 18 Mai 14, 21:41
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Bitte beachten Sie: Dies ist kein Bahnsteighalt. Wir werden von einem Zug eines anderen Geschäftsbereichs überholt. Die Deutsche Bahn, desen bin ich gewiss, wird wie immer um Ihr Verständnis bitten.
#120VerfasserPottkieker (871812) 03 Sep 15, 14:49
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Neulich im ICE nach einem Halt eine Durchsage der Zugbegleiterin: "Wir begrüßen die Fahrgäste, die in (...) zugestiegen sind (...).
Und hier noch eine Durchsage an den Herrn, der gerade auf dem Bahnsteig eine Zigarette geraucht hat:
Wenn ich einmal pfeife, dann heißt das, wir fahren jetzt ab.
Wenn ich zum zweitenmal pfeife, heißt das: Sie sind der Letzte, und Sie steigen jetzt ein.
Und wenn ich zum drittenmal pfeifen muss - dann weiß jetzt der ganze Zug, dass Sie es sind, der unsere zwei Minuten Verspätung verursacht hat!!"
#121VerfasserKopfloser_Nick (1064761) 03 Sep 15, 15:21
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Kommt es nur mir so vor, oder tauchen Ruhrgebiet und Umgebung in diesem Faden besonders häufig auf?

Es ist schon eine ganze Weile her und ich weiß nicht mehr auf welcher S-Bahn-Strecke im Ruhrgebiet das war: Jedenfalls hat irgend ein Stellwerk Mist verbockt und ein Weiche falsch gestellt. Durchsage des Lokführers: "Tja, was soll ich sagen. Wir haben uns verfahren."
#122Verfasserlyri (236943) 03 Sep 15, 16:24
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Ach komm, die Story war schon. Aber klar kommt die Gegend öfter vor, dicht besiedelt und extrem verpendelt wie sie ist! Wohnt eigentlich irgendwer dort in dem Ort, wo er arbeitet?

Absicht aber trotzdem nett: Die ÖBB hat jetzt auch ein paar Durchsagen auf Arabisch.
#123Verfassertigger (236106) 03 Sep 15, 17:55
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Vor längerer Zeit in einem ICE zwischen Hannover und Hamburg die Durchsage:
"Verehrte Fahrgäste, in wenigen Minuten erreichen wir Uelzen Hauptbahnhof. Ihre nächsten Anschlüsse: (...)"
Uelzen kommt, der ICE rauscht durch.
Kurz darauf die Stimme des Zugbegleiters, etwas zögerlicher:
"Verehrte Fahrgäste, wie Sie bereits bemerkt haben, war unser nächster Halt nicht Uelzen Hauptbahnhof. Der Grund dafür ist uns noch nicht bekannt.
Gegen XX Uhr XX halten wir dann hoffentlich in Lüneburg."

Das hoffte ich auch, denn dort wollte ich aussteigen. Es hat aber dann tatsächlich geklappt.
#124VerfasserKopfloser_Nick (1064761) 04 Sep 15, 15:40
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Dafür hat mein Cousin es mal erlebt, dass der Lokführer vergessen hat, in Lüneburg zu halten. Der Zug kam dann einige hundert Meter hinter dem Bahnhof zum Stehen und hat auf Befehl zurückgesetzt.
#125VerfasserJanZ (805098) 04 Sep 15, 15:51
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Ja, ja - der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr... Da kochen eben zu viele an derselben Suppe rum ...

Hier ein kleines Erlebnis von vor ca. 16-17 Jahren:
Am Wochenende gab es wohl öfters einen Aushilfs-Lokführer auf einer der S-Bahn-Linien (welche, das habe vergessen). Der wollte es den Fahrgästen (und vielleicht auch sich selbst) ein wenig bunter gestalten und machte Ansagen in Reimform oder mit kleinen ergänzenden Anekdoten. An eine kann ich mich noch ungefähr erinnern:
Ich zähl's mir ab an meinen Fingern: Der nächste Bahnhof, der heißt Flingern.

Angeblich sollen sich tatsächlich einige Fahrgäste über ihn beschwert haben...
#126Verfasserlisalaloca (488291) 04 Sep 15, 16:02
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Letztes Jahr in Heidelberg: Die Straßenbahn ist derart überfüllt, dass die Türen nicht mehr schließen. Normalerweise kommt in solchen Fällen eine Stimme vom Band, oder der Fahrer weist in eher unfreundlichem Ton darauf hin, dass der Türbereich freigehalten werden muss.
In diesem Fall kam von vorne die freundlich-väterliche Stimme des Straßenbahnfahrers:
"Liebe Fahrgäste ... ich denke, wir sind jetzt alle da, nicht? Wenn jetzt noch diejenigen, die als letzte eingestiegen sind, ein kleines bisschen Platz machen könnten, damit die Türen auch zugehen und wir losfahren können ... das wäre wunderbar!"
Als die Türen sich dann schlossen, kam von vorne noch ein freundliches "Danke schön", und die Bahn fuhr los.
#127VerfasserKopfloser_Nick (1064761) 04 Sep 15, 16:23
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Das wünsch ich mir im Lift. “Wer kann, soll bitte die Rolltreppe benutzen“, oder so. Das Highlight gestern war ein nicht offensichtlich gehbehinderter Mann, der sich beschwerte, es würden zu viel Kinderwagen produziert, so dass in den Liften kein Platz wäre. Ausnahmsweise war ich schlagfertig genug, ihn zu erinnern, dass genau diese Kinder seine Pension finanzierten. (Aber das gehört eigentlich in den Dampfpfeifenfaden.:-))
#128Verfassertigger (236106) 06 Sep 15, 09:07
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"Wegweisende" Ansagen bei der Berliner S-Bahn:

IM Zug:
"Achtung, der auf Gleis X eingefahrene Zug fährt weiter als S-XX. Fahrgäste in Richtung blablabla bitte aussteigen.... etc."
Es weiß ja jeder Fahrgast im Zug, auf welchem Gleis die Bahn eingefahren ist, wa?

AUF DEM BAHNSTEIG:
"Achtung auf Gleis X: Fahrgäste in der S-YY. Der Zug endet hier. Bitte, alle aussteigen.
Das kann natürlich bei dem Krawall und dem Hall auf einem solchen Bahnhof, sowie der "Konversation" in der Bahn selbst, auch jeder Fahrgast im Zug hören, wa?

Auch halb Dampfpfeife, halb Bahnsprüche.
#129Verfasserlisalaloca (488291) 10 Sep 15, 16:20
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(zu #128. Solche Bemerkungen finde ich überhaupt nicht schlagfertig, sondern eher dämlich und nervig.)
#130VerfasserLafcadio W. (369390) 11 Sep 15, 10:42
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Heute sagte die Ansagerin im Regionalzug erstmal durch: "Schaut nicht vor und nicht zurück, der nächste Halt ist Lauenbrück", danach kamen Sätze wie "Der nächste Halt ist Rotenburg, aber nicht das Kaff irgendwo in Bayern, Rotenburg anne Wümme, nä?", "Ottersberg, der schöne Ort, der sein Wappentier im Namen trägt" und noch weitere launige Ansagen, die ich nicht richtig verstehen konnte. Ich würde sagen, entweder war sie einfach gut drauf, oder sie hatte eine Wette verloren.
#131Verfasserimaginary woman (398289) 23 Jan 17, 20:28
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Nicht lustig... Gestern wieder im ICE
...we arrive Augsburg.
Ich dachte, es hätte sich nach all den Jahren herumgesprochen, dass da eine Präposition fehlt? Und es muss doch auch we'll heißen? Wenn nicht sogar we are going to?
#132VerfasserBraunbärin (757733) 23 Jan 17, 20:39
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Nö, in LEO "erreichen" nachgeschlagen und das erste Wort aus der Liste genommen. Arrive kommt im Alphabet halt vor reach.
#133Verfassertigger (236106) 23 Jan 17, 20:47
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Erstens steht in Leo ausdrücklich "arrive at" und zweitens (jedenfalls bei mir) nicht als erstes auf der Liste. Ich vermute mal, dass da die klangliche Ähnlichkeit zwischen "arrive" und "erreichen" eine Rolle spielt. Da es aber so viele Zub falsch machen, steht es vielleicht auch falsch in irgendeinem internen Handbuch?
#134VerfasserJanZ (805098) 24 Jan 17, 17:09
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Heute sagte die Ansagerin im Regionalzug erstmal durch:

Ich glaube nicht, dass die Bahn extra Ansager beschäftigt. Die Durchsage wird entweder vom Zugbegleiter oder ggf. auch vom Triebfahrzeugführer vorgenommen.
#135Verfasserskye (236351) 24 Jan 17, 17:40
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Stimmt, JanZ, habe das Wörterbuch gerade konsultiert. Es bleibt rätselhaft.

Gestern kam in der U-Bahn eine Ansage vom Band, dass man doch alle Türen benützen möge. Da musste ich wehmütig an "dä Zoch is kein Azvenzkalender" denken... Wien ist halt nicht Köln.
#136Verfassertigger (236106) 24 Jan 17, 18:34
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Nach Weihnachten in Koblenz Hbf die Durchsage: "Der ICE nach ..... hat 10 Minuten Verspätung wegen Störungen im Betriebsablauf!" Das interpretiere ich als "Verspätung wegen Verspätung". Genial!
#137VerfasserJule (236478) 25 Jan 17, 09:21
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Ja, aber so ist es: Der Fahrplan ist so eng gestrickt, dass die Verspätung eines Zuges aus welchem Grund auch immer oft die Verspätung mehrerer weiterer Züge nach sich zieht.
#138VerfasserJanZ (805098) 25 Jan 17, 10:36
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Neulich im ÖBB-Railjet: Unser Zug hat momentan eine Verspätung von einer (!) Minute, für die wir uns entschuldigen möchten.

Bei der DBAG sind alle Züge unter fünf Minuten Verspätung pünktlich...
#139VerfasserFeuerflieger_GMX (252429) 26 Jan 17, 16:13
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Zur Ehrenrettung der DB habe ich da aber auch schon eine Durchsage gehört, dass der Zug den nächsten Haltebahnhof voraussichtlich 60 - Kunstpause - Se-kun-den später erreichen werde.
#140VerfasserJanZ (805098) 26 Jan 17, 16:16
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Hä, bei der ÖBB doch auch... wobei die schon pünktlicher ist als die DB, Kunststück.
#141Verfassertigger (236106) 26 Jan 17, 18:42
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"Grund dafür ist eine erforderliche Änderung im Betriebsablauf."

Das ist ein Tonband-Versatzstück der ÖBB bei Verspätungsdurchsagen. Erkennt irgend jemand einen Sinn darin? Das ist doch die ultimative Nichtbegründung.
#142Verfassertigger (236106) 06 Feb 17, 07:49
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Der Sinn ist, dass die Leute eine Begründung wollen, die eigentliche Begründung aber für zu kompliziert angesehen wird. Meistens übertragen sich Verspätungen ja im Netz, so dass die eigentliche Begründung nicht mehr offensichtlich ist.
#143VerfasserJanZ (805098) 06 Feb 17, 09:19
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Dann könnte man doch aber sagen: "Der Grund sind Störungen im Betriebsablauf" - das würde wenigstens noch irgendwie Sinn ergeben. Aber der von tigger zitierte Spruch (ich hab das auch schon gehört) ergibt mmn. einfach keinen Sinn.
#144Verfasserschwabeinösterreich (406078) 06 Feb 17, 09:47
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Störung hört sich aber so negativ an ... eine "erforderliche Änderung" (aufgrund von irgendwas) ist da schon was anderes, gell? :-)
#145Verfassercorbie (745439) 06 Feb 17, 11:15
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"Änderung" kann aber auf Leute, die Neuem grundsätzlich kritisch gegenüberstehen, auch beunruhigend wirken.

Besser: "Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie aufgrund einer im Interesse unserer Reisenden vorgenommenen Optimierung unserer Betriebsabläufe Ihr Reiseerlebnis nun eine halbe Stunde länger als vorgesehen werden genießen können. Ganz ohne Aufpreis!"
#146VerfasserGaleazzo (259943) 06 Feb 17, 11:27
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Was mir am Wochenende als kurios aufgefallen ist:

Ein IC fährt durchs Ruhrgebiet in Richtung Dortmund, danach irgendwohin weiter. Als nächster Anschluss wird in Duisburg und Essen jeweils angegeben:
Ein ICE nach Dortmund

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der für irgendjemanden aus dem IC auch nur ansatzweise interessant ist.
#147VerfasserDodolina (379349) 06 Feb 17, 11:37
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Dodolina - höchstens, wenn der IC unterwegs noch irgendwo hält, wo es der ICE nicht tut und der ICE damit schneller in Dortmund ist, was dort wiederum noch einen Anschluß ermöglichen könnte.
Aber vielleicht gibt es Leute mit Hobby Zughüpfen. Auf einer Strecke möglichst viele verschiedene Züge nutzen. Oder so.
Oder es ist der kundenfreundliche Hinweis auf die Ausweichmöglichkeit für den eventuellen Fall, daß der aktuelle IC spontan vorzeitig verendet.
Die Wege der deutschen Bahn sind unergründlich.
#148VerfasserChaja (236098) 06 Feb 17, 11:45
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Chaja, wo im Ruhrgebiet soll der IC denn noch halten?
Die ICEs halten auch in Bochum und sonst hält der IC auch nirgendwo.

Mal abgesehen davon, dass die 10 Minuten Umsteigezeit auf den ICE ja dann auch noch drauf kommen.
Selbst in Münster dürfte der IC noch früher gewesen sein als der ebenfalls durchgesagte ICE nach Münster mit 15 Minuten Umsteigezeit.
#149VerfasserDodolina (379349) 06 Feb 17, 11:47
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Der ICE kann nicht schneller sein als der IC, wo soll er ihn denn auf dem Weg durchs Ruhrgebiet überholen? Die Engstelle Wattenscheid verhindert das doch. :-)
Übrigens hat mir heute im Wiener Bereich der S-Bahn-Fahrer ziemlich grummelig angesagt, dass der soeben am Nebengleis einfahrende RE noch vor der S-Bahn abfahren würde. Sonst wäre die S-Bahn nämlich pünktlich losgekommen, aber das hat er sich nur hörbar gedacht und nicht gesagt.

Ansonsten freue ich mich als Bahnfahrer auch über Begründungen, aber nur über vernünftige. Ich weiß schon, dass ein verspäteter Zug in einem Ballungsraum einen Rattenschwanz anderer Verspätungen nach sich zieht, aber dann sollen sie einfach ab der 3. Verspätungsstufe gar nichts mehr sagen.
#150Verfassertigger (236106) 06 Feb 17, 12:30
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Ja, das stimmt, die Angabe der Anschlusszüge ist nicht immer logisch. Manchmal wird sogar der Zug in die Gegenrichtung angegeben, der als nächsten Halt genau den Bahnhof hat, der im eigenen Zug der vorige war. Vielleicht ein Service für Leute, die verpennt haben auszusteigen ;-)?
#151VerfasserJanZ (805098) 06 Feb 17, 12:31
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Naja, vielleicht nimmt der Zug danach eine andere Strecke. Durch Köln-Deutz kommt man vor und nach Köln Hbf ja auch öfter, in jedwede Richtung. :-)

Der "Verkehrsverbund Ostregion" (Wiener Linien, ÖBB) hat es kürzlich geschafft, die Station an der südlichen Stadtgrenze als Halt anzugeben. Manche Regionalzüge halten dort, manche nicht, und dann schaute man immer blöd im Vorbeirauschen, wenn man nicht aufgepasst hatte. Jetzt steht endlich "über Dings" in den Bahnsteiganzeigen.
(Allerdings saß ich auch schon mal in einem schwer verspäteten Regionalzug, der per Durchsage versprach, ausnahmsweise dort zu halten, und dann doch durchrauschte. Regieanweisung: "Murrendes Volk.")
#152Verfassertigger (236106) 06 Feb 17, 13:00
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Durchrauschen kann die DB auch gut. Besonders gerne genommen in Wolfsburg. Ich habe es aber auch schon von Göttingen vernommen.

Ich habe irgendwo noch so ein Foto rumfliegen, das ich mal am Bahnhof Deutz gemacht habe. Anzeige: RE1 nach Bielefeld (mittlerweile fährt der bloß noch bis Hamm) - "hält nicht in Namedy".
Stating the obvious? Namedy liegt ja auch ganz woanders. Es würde mich schwer wundern, wenn ein Zug von Köln nach Bielefeld über Namedy fahren wollte.
#153VerfasserChaja (236098) 06 Feb 17, 13:41
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Das war zu Zeiten der mechanischen Fallblattanzeiger, gelle? Die zeigten öfter mal lustige Dinge an, wie z.B. "Biblis C" als Zielort (Biblis C ist der nie gebaute dritte Block des dortigen AKW).
#154VerfasserJanZ (805098) 06 Feb 17, 16:38
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Neue Verwirrungen der Bahn:

1) Wenn der eine Zugteil nicht weiß, was der andere vor hat
Im ICE, kurz vor der Teilung in Köln, von wo der eine Teil nach Amsterdam, der andere nach Dortmund weiterfahren sollte.
Irgendwann kam die Durchsage im Dortmunder Teil, dass Fahrgäste mit Reisezielen Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen falsch informiert worden wären. Sie sollten entgegen voheriger Informationen doch nicht in den anderen Zugteil umsteigen, der wegen der Baustelle in Düsseldorf ohne Halt nach Arnheim durchfuhr.
Statt dessen wurde denen gesagt, sie sollten in Köln in einen EC umsteigen. Dass dieser EC zwar über Düsseldorf und Duisburg, aber nicht über Oberhausen fährt, wurde aber nicht erwähnt.

2) An welchem Bahnhof sind wir eigentlich?
Heute habe ich an Essen HBf mehrere Durchsagen gehört, wo weitere Anschlüsse am Bahnsteig durchgesagt wurden. Dabei kamen einige Durchsagen über Züge nach XY über Essen Hauptbahnhof.
Fand ich gut: Anschlüsse, die nicht über Essen fahren, sind am Bahnhof Essen nicht sehr relavant.

3) Welcher Bahnhof liegt wo?
Ebenfalls heute in Essen HBf kam eine Durchsage, dass eine S9 nach Wuppertal folgende Halte nicht bedienen würde: Essen Fronhausen, Essen West, Essen Steele, Essen Steele-Ost und Essen Eiberg.
Notiz dazu am Rande: Für diese S-Bahn sollten an Essen HBf die Haltepunkte Fronhausen und West schon vorbei sein. Steele Ost und Eiberg liegen gar nicht auf der Strecke dieser Linie.
Relevant war also nur der Halt in Essen Steele.
#155VerfasserDodolina (379349) 13 Mär 17, 19:49
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Hehe, und in Frohnhausen hält die S9 auch nie, weil sie da ein paar Meter unterhalb der Bahnsteige vorbei fährt ...

Bei den Anschlussansagen wundern mich auch immer die, die als nächsten Halt genau den haben, an dem man gerade war. Wobei das ein Service für diejenigen sein könnte, die da vergessen haben auszusteigen.
#156VerfasserJanZ (805098) 13 Mär 17, 20:47
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Ups, ich sehe gerade, dass ich Letzteres schon mal geschrieben habe. Bearbeiten kann ich am Schmartfon nicht, also vergesst es einfach wieder :-).

Dafür noch was anderes: Vom Zug, aus dem ich diesen Beitrag schrieb, aus sah ich an einem Haltebahnhof eine Anzeige, die den Ausfall irgendeines Zuges bekanntgab. Nach genauerem Hinsehen stellte ich fest: Der ausfallende Zug war der, in dem ich gerade saß. Als weitere Meldung wurde angezeigt, dass der "Ersatzzug heute auf Gleis 2" fahren würde. Im Klartext: Die eigentlich vorgesehene Zuggarnitur war kaputt, und es wurde eine andere eingesetzt, die zwei statt drei Wagen hatte und sonst baugleich war. Warum das für die Fahrgäste überhaupt angezeigt werden muss, ist mir schleierhaft.
#157VerfasserJanZ (805098) 13 Mär 17, 20:50
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Stimmt, in die Richtung kenne ich die Route der S9 nicht so gut.

Letztens saß ich mal in einem Zug (ich glaube ICE, kann aber auch EC gewesen sein) durchs Ruhrgebiet, der dann weiter über Dortmund und Münster irgendwohin fuhr. An allen Ruhrgebietsbahnhöfen gab es als "nächsten Anschluss" einen ICE, der über Dortmund nach Münster fuhr.
Fand ich auch spannend, einfach sitzen bleiben hätte es ja auch getan, der andere 10 Minuten später war bestimmt nicht eher in Münster, der fuhr ja die gleiche Strecke ab.
#158VerfasserDodolina (379349) 14 Mär 17, 07:33
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Hier (https://twitter.com/bahnansagen) werden auch schöne Bahnansagen gesammelt.

Nach einer unbequemen Nacht (ohne dass die Bahn auch nur einen Warteraum geöffnet hätte) auf einem Bahnhof, auf dem (nicht nur) ich wegen eines Unwetters gestrandet war, wollte (nicht nur) ich früh mit dem ersten Zug weiterfahren. Die Durchsage :"Die Abfahrt des Zuges wird sich um ca. 5-10 Minuten verspäten, da wir noch auf Anschlussreisende warten." wurde von den vielen Übernächtigten mit einer Mischung aus Murren und Hohngelächter aufgenommen, die den gerade neben mir stehenden Zugbegleiter sichtlich irritierte. Ich habe ihm dann verraten, dass (und warum) seine Fahrgäste heute wahrscheinlich übellaunig sein würden. Er hat sich sehr aufrichtig für die Warnung (seine Wortwahl) bedankt.
#159VerfasserHe-le-na (743297) 14 Mär 17, 10:03
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Dodolina: Stimmt, das ist die andere Art von unsinnigen Anschlussansagen. Schön war auch die Ansage in Aschaffenburg, dass der IC nach Nürnberg "heute nur bis Passau" fahre, was nicht nur aus geografischen Gründen unsinnig ist, sondern auch, weil der Zug eigentlich immer bis Passau fährt.
#160VerfasserJanZ (805098) 14 Mär 17, 11:43
Kommentar
Gerade in Raudonas Heimatstadt: "Neue Information zum IC nach Münster: Der Zug fällt nicht aus und fährt von Gleis 10. Ich wiederhole: Der Zug fällt nicht aus ...".
#161VerfasserJanZ (805098) 19 Mär 17, 21:36
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Was ist daran lustig oder kurios? Wahrscheinlich war die alte Information, daß der IC heute ausfällt. Nun kam ein Dementi als neue Information.

Für Reisende, die verzweifelt nach einer Lösung für das ursprünglich angekündigte Problem suchen, eine willkommene Durchsage. Sie können nun wieder aufatmen.
#162VerfasserHarri Beau (812872) 20 Mär 17, 11:54
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OK, ein Höhepunkt an Originalität war das nicht. Aber man fragt sich dann doch, warum sie sich nicht entscheiden können, ob der Zug nun ausfällt oder nicht.

Übrigens hätte ich mir gestern dann noch eine Ansage gewünscht, nämlich die, dass der Zug, in den ich eingestiegen bin, nicht in Aschaffenburg gehalten hat. Das hätte mir jede Menge Zeit und Nerven und ein Fast-Stranden in der fränkischen Provinz erspart.
#163VerfasserJanZ (805098) 20 Mär 17, 21:48
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