aus: Grimm SCHNOTTER, m. neben schnodder (s. dieses), rotz, nasenschleim: zücht sich ein kind recht, dჳ jm der schnotter oder kengel nitt zů der nasen härusz hangt, so spricht die můter zů jm, dჳ ist recht. KEISERSBERG post. 2, 10b.
SCHNOTTERIG, adj., zum vorhergehenden gebildet,
SCHNOTTERN, verb. neben schnoddern, s. dieses.
SCHNODDERN, verb. vom vorhergehenden abgeleitet, vorlaut, frech schwatzen, in der umgangssprache norddeutscher gebiete.
SCHNODDRIG, adj. zu schnodder gehörig, rotzig, besonders in seiner übertragenen anwendung in die umgangssprache Norddeutschlands eindringend: nd. ene snoddrige näse, eine nase voller schleim DÄHNERT 439a; een snotterigen junge, ene snotterige deren, junge, mädchen mit rotziger nase. een snotterigen dook, schmutziges tuch, rotzlappe brem. wb. 4, 899; in übertragener anwendung im sinne von überklug, vorlaut, dreist TEN DOORNKAAT KOOLMAN 3, 248b, vgl. FRISCHBIER 2, 307a. JECHT 98a. HERTEL sprachsch. 218. ALBRECHT 205a; kum mi nich so snoddrig, komm mir nicht so frech DANNEIL 200a; schnoddriger kerl, vorlauter, dreister mensch; schnoddrige redensarten, spitze, freche, herausfordernde redensarten, bisweilen in gemildertem sinne.