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leo-ende

TopicNordeutsche Wörer301 replies    
Comment
Author12 Jul 02, 19:14
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Ich suche Wörter, die nur in Norddeutschland verstanden werden. Ich meine damit keine plattdeutschen Wörter. Wer kennt solche?
#1AuthorHans-Jürgen12 Jul 02, 19:15
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Ob die nur in Norddeutschland vertanden werden weiß ich nicht, da zum Teil doch bereits eine ziemlich starke Vermischung stattgefunden hat.

So sind z.B. Sonnabends, Schlachter und Apfelsine Wörter, die hauptsächlich in Norddeutschland verwendet werden, aber eigentlich von jedem verstanden werden.

Dann gibt es noch Wörter wie klönen und Klönschnack, aber die kommen aus dem Plattdeutschen.
#2AuthorMichael12 Jul 02, 22:00
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Mir sind da noch so ein paar eingefallen:

Höker, Gemüse-, Blumen-, Fisch- etc
Butje
Feudel
Tschüß
lütt, der/die Lütte
#3AuthorMichael13 Jul 02, 10:57
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Butterbrot, Pömpel, vielleicht auch Brötchen.
#4AuthorES13 Jul 02, 12:02
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Butterbrot? Brötchen? Tschüß?

Diese Wörter sind meinen süddeutschen Ohren jedenfalls sehr vertraut.
#5AuthorStefan13 Jul 02, 12:45
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Karbonade (= Kotelett), Leuwagen (Bohnerbesen, glaube ich), Peterwagen (Polizeiwagen), die Peterwagenmänner (Insassen des Peterwagens), Franzbrötchen
#6AuthorIngrid15 Jul 02, 07:26
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schmatterig, knötterig, feninig (kann auch
fininig heissen) - und ganz wichtig bei allen:
"g" am Ende wird immer als "ch" gesprochen!
Diese Ausdrücke kenn ich hauptsächlich aus dem
Westfälischen, eine Ecke unseres Landes die wohl nur ein Bayer zu "Norddeutschland" zählen würde, aber mei, die Parallaxe halt ...
Büchse oder Büxe (= Hose, meist Männerunterhose)
fällt mir grad noch ein ... t.b.c. ...
#7AuthorThomas15 Jul 02, 10:51
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Kluntje
#8Authorenro15 Jul 02, 11:20
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Klüsen, Klöten
#9Authorenro15 Jul 02, 11:27
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Mors(popo)
zu Peterwagen folgende Historie:
Die Polizei Hamburgs bekam neue Funkgeräte aus Amerika, als sie dort anriefen, um nachzufragen, wie die DInger denn nun heißen, antwortete man Police... und buchstabierte:"p"like peter... usw.
Der Schutzmann, des Englischen wohl nicht wirklich mächtig verstand nur Peter und so wurde aus Funkwagen der Peterwagen.
Nett oder? stimmt wirklich!
#10AuthorRafael@19 Jul 02, 16:32
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...und Alsterwasser natürlich, heißt in Süddeutschland Radler.
Also dann: nich' lang schnacken, Kopp in Nacken und prost
Gilt Labskaus auch?
Als Reeperbahn-Business-Woman (nein, nicht was Ihr denkt;-)) fällt mir noch der "Koberer" ein, der Typ vor den Etablissements, der die Leute versucht reinzulocken.
#11AuthorRafael@19 Jul 02, 16:38
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Büdchen
#12AuthorDirkDUS19 Jul 02, 16:59
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Nee DirkDUS, "Buedchen" kenne ich aus dem Rheinland. In Hannover heisst das "Kiosk".
#13AuthorOL19 Jul 02, 19:43
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Vielleicht Möhren?
#14AuthorErin19 Jul 02, 19:47
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Vielen Dank schonmal für die vielen Vorschläge. Ich bin schon gespannt auf weitere und werde die Seite interessiert weiterverfolgen.
#15AuthorHans-Jürgen22 Jul 02, 10:42
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Mit dem Leuwagen wird der Boden geeult (gewischt).

Das Endstück vom Brot heißt Knäppchen (Rheinisch: Knust).


#16Authorbettina22 Jul 02, 13:21
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Die Brötchen heißen Rundstück oder Schrippe, abhängig von der Form.
#17Authorbettina22 Jul 02, 13:23
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Die Kirmis heißt Jahrmarkt oder in Hamburg auch Doom.
#18Authorbettina22 Jul 02, 13:25
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Sorry aber: KirmEs, Schrippe ist nicht norddeutsch und der Dom heißt nicht Doom.
#19AuthorNorthern boy22 Jul 02, 13:33
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Hier in Hannover sagen wir Knust zum Endstück des Brotes. Knäppchen -- nie gehört.
#20AuthorMarianne22 Jul 02, 13:42
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Stimmt, als Rheinländer habe ich auch noch nie das wort "Knust" benutzt, sondern Knäppchen
#21AuthorDirkDUS22 Jul 02, 13:49
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Stimmt, "Knust" ist der norddeutsche Ausdruck für das Ende vom Brot und nicht "Knäppchen".

Auch kenne ich es nur als "Brötchen" und nicht "Rundstück oder Schrippe"....

Und was ist ein "Leuwagen"? Ich kenne den "Feudel" mit dem der Boden "gefeudelt" also gewischt wird...
#22Authorchrissiek22 Jul 02, 14:01
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Ja, ja die Rechts-(ups!) Rechtschreibung.
Nicht alle Leute sind so plietsch.
Jedenfalls heißt die KirmEs auch noch Rummel, die Leute essen Grünkohl mit Pinkel oder manchmal auch Stint. Ob das Endstück vom Brot nun Knust oder Knäppchen heißt, darüber habe mit meinem Freund (aus NRW)früher auch immer diskutiert.
Aber für einen Holsteiner ist auch südlich der Elbe (d.h. von Hamburg) schon Süddeutschland.

#23Authorbettina22 Jul 02, 14:03
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Ups, da hab ich wohl Knust und Knäppchen durcheinandergeworfen.
#24Authorbettina22 Jul 02, 14:06
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Nordlichter machen sich "landfein" und es gibt den Pastor.
#25AuthorKai22 Jul 02, 14:50
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Wurzeln (= Möhren bzw. Karotten). Es gibt also Erbsen mit Wurzeln
#26AuthorIngrid22 Jul 02, 14:58
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nöckelig
Entspricht dem Grant der Westfalen ...
Ausser dem etwas konstruiertem "Nöckeligkeit" fällt mir aber keine Substantivierung ein.
#27AuthorThomas22 Jul 02, 15:49
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funny,dass hier nur deutsche zu wort melden!
#28Authordg23 Jul 02, 03:17
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dösig = doof
#29AuthorStephan23 Jul 02, 09:53
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umzu (Bremen und umzu ~ Bremen und Umgebung)
Schippe (~Schaufel)
Hucken ((Sand-)Haufen)
paddelig (ungeschickt [Aussprache -ig s.oben])
#30AuthorMartin23 Jul 02, 11:46
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Im Bremischen gibt es das schöne Wort "umzu".
Das meint drum herum.
Wie sieht es mit "einmal um den Pudding" aus, ist das typisch für den Norden oder kennt ihr das auch in "Restdeutschland"?
#31AuthorAngi23 Jul 02, 14:10
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Frage an die deutsche Nation:
weil es sich hier um die Nord-Sued Gefaelle handelt,wo liegt eigentlich diese weltberuehmte
Weisswuerstgrenze? Oder ist sie nur eine Umschreibung fuer Bayern/ausserhalb Bayerns?
#32Authordg24 Jul 02, 01:48
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Ich habe mal gehört, dass die Donau der Weißwurstäquator ist, während der Main die Nudelgrenze ist (Nördlich davon isst man Kartoffeln als Beilage, südlich schon mal Nudeln). Ich bin aber aus Norddeutschland, vielleicht sollte das ein Süddeutscher bestätigen.
#33AuthorHans-Jürgen24 Jul 02, 08:41
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Für uns ehemalige DDR-Bürger fing der Süden da an, wo die Leute berlinern, also etwa südlich von Wittenberge (Elbe). Heutzutage ist ja wohl sogar der Harz noch norddeutsch ;).
Eure typisch norddeutschen Wörter sagen mir nicht viel. Das Ende vom Brot heißt Kanten. Bollwerkastern ist ein schönes Wort: Das Rumhängen am Hafen und nach Anglern und neuankommenden Schiffen schauen.
Möhl, möhlen (Unordnung, herumkramen), prühnen (herumfingern, basteln, pfuschen), mehren (herumeiern, trödeln, Mehr dich aus! = Werde fertig), Müllschippe (Kehrblech, Aufnehmer), Wischlappen (Feudel), Buddel, Pott, Humpen, Trecker (Traktor), Schiete (oops!), Regen (zunehmend): es scmiert, fusselt, nieselt, regnet, regnet Strippen, pladdert, schüttet/gießt; Knatter (starker Wind, Es ist ordentlich Knatter.))
Ansonsten kommt viel aus dem Plattdeutschen und das wird in fast jedem Dorf anders gesprochen.
#34AuthorHansego24 Jul 02, 12:38
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Plünnen
"Lass doch Deine Plünnen nicht überall 'rumliegen"
#35AuthorDirkDUS24 Jul 02, 13:15
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Harke statt Rechen. Da gibt es den schönen plattdeutschen Spruch "Hark'n Hark hat, hark harkn künn". Hochdeutsch: Hätte ich eine Harke gehabt, hätte ich harken können.
Tünkram (mit langem Ü, das ist doch Tünkram - der Sinn ist wohl "Spinnerei, Unsinn"
#36AuthorIngrid24 Jul 02, 13:39
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Ist Tünnef ein Nordwort? "Mach doch nicht so'n Tünnef!"
#37AuthorHans-Jürgen24 Jul 02, 14:26
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Wenn jemand langsam "tüddelich" (spelling?) wird, dann heißt es diese Person wird langsam vergeßlich, schusselig, etc. Bis jetzt habe ich das nur im Zusammenhang mit "Altersvergeßlichkeit gehört.

Wenn jemand "tüddelt" (wieder spelling) heißt das , das jemand lügt oder rumspinnt. Also keine boshafte Lüge, eher "harmlos" so nach dem Motto "Tüddel man nich!" - "Spinn nicht so rüm, erzähl keine Märchen!"
#38Authorchrissiek24 Jul 02, 15:07
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Vielen Dank nochmals für die vielen Vorschläge, weiter so!
#39AuthorHans-Jürgen25 Jul 02, 18:54
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Pannkoken/Pfannkuchen (zuhause sagen wir Pannkoken, aber das is platt)
Tüddeln is ja eher wenn jemand so vergesslich oder tranig ist. Langsam, vergesslich, chaotisch, alles zusammen.
ich weiß nich ob "eh" (statt sowieso) Norddeutsch ist, wir sagen das zumindest.
Und man sagt ihr immer "nach" statt zu
"Dann bin ich mit Fiete nach'n Doktor Heinz gefah'n"
Ansonsten fällt mich noch ein
Klamotten = Kleidung
#40AuthorKarla28 Jul 02, 22:14
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(eh statt sowieso sagt man zumindest auch in Österreich, das scheint also nicht typisch norddeutsch zu sein)
#41Author29 Jul 02, 00:34
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Wir sagen zuhause Eierpuffer statt Pfannkuchen. Ich komme aus Hannover, das Wort kann aber auch aus dem Berliner Raum stammen, wo meine Vorfahren herstammen.
#42AuthorAndreas29 Jul 02, 00:36
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Mir fällt grad was zur welt der getränke ein, was woanders anders verstanden wird:

- Alster (Bier mit zitronensprudel) gibts IMHO woanders mit anderem namen (fällt mir grad nich ein) oder sogar mit Orangensprudel
- Charly ist Cola/Weinbrand. Wird im Süden auch nicht verstanden oder Whisky/Cola serviert
- In Hamburg besteht man darauf, latte machiatto "Galao" zu nennen
#43Author29 Jul 02, 09:39
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"Lude" und das passende Fahrzeug "Ludenschleuder" oder "Ludenkutsche".

Das haben mir (Bayer) Norddeutsche Autofreunde erklärt (weil ich ein altes Mercedes Coupe habe).

Nicht verwechseln mit der Nuttenschleuder in München! Lude ist der Zuhälter, Gauner, nicht das leichte Mädchen.
#44AuthorRalf30 Jul 02, 12:04
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fehlt tatsächlich noch die FRIKADELLE!
in Berlin Boulette, in Bayern Fleischpflanzerl genannt.
#45AuthorRafael@30 Jul 02, 19:32
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Das kleine Wörtchen "man" in chrissiek's Beitrag "Tüddel man nich!" ist für mich typisch Norddeutsch. In Norddeutschland sagt man "Laß man gut sein". Anderswo in Deutschland heißt das "Laß mal gut sein".
#46AuthorHans Wolff31 Jul 02, 06:19
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abkönnen

Ich kann das (nich) ab = ich halte das (nicht) aus, ich vertrage das (nicht)
#47Author31 Jul 02, 07:28
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Womit wischen die Nordlichter den Boden? Bei der Marine ist das der Feudel. Gibt es den an Land nicht?
Im übrigen Deutschland heißt das Teil m.W. Aufnehmer.
#48AuthorWerner31 Jul 02, 09:03
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@ Werner:
Ueber die Nutzung von "Feudel" kann ich nichts sagen, aber im uebrigen Deutschland heisst das Ding nicht ueberall Aufnehmer (ich haette unter diesem Wort irgendeine Schippe vermutet...). In Berlin heissen die Dinger Scheuerlappen oder Wischlappen, in Sachsen Hader oder Scheuerhader.

@Andreas:
"Eierpuffer" kommt sicherlich nicht aus Berlin, dort heissen die Dinger "Eierkuchen". "Pfannkuchen" ist naemlich fuer die Dinger reserviert, die woanders "Berliner" heissen. Klar, dass die Berliner nicht sich selber essen wollen ;-)
#49AuthorClaudia G.31 Jul 02, 10:47
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Au Wacke, mein deutscher Ausdruck laesst heute aber zu wuenschen uebrig, so viele "Dinger"... *g*
Sorry.
#50AuthorClaudia G.31 Jul 02, 10:54
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Ich hab auch noch'n paar:
Fisematenten = Schwierigkeiten (aus der frz besatzungszeit, von frz "visite ma tente")
Handfeger und Eule (Kehrblech)
Klempner = südd. Spengler
hüsern, hochhüsern = am Seil hochziehen
gehören als Hilfsverb z.B. "die Wand gehört gemalt = muss gemalt werden"
erinnern transitiv: In Hamburg "erinnert man etwas"
#51AuthorH. Schiller31 Jul 02, 13:16
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Hi Leute! Ihr seid ja voll dabei. In Flensburg gibt es einen Ausdruck, der heißt "Pitutanten". die sprechen "Pitu", eine Mischung aus Plattdeutsch und Dänisch. Klingt lustig. Kann kaum jemand von den Jüngeren (unter 50;-) verstehen.
Dann hör ich auch immer wieder das Wort "mucheln" für müffeln, komisch riechen, leicht stinken, nach abgestandener, staubiger Luft riechen. So ein Zimmer (besonders morgens) nennt man eine "Muchelbude". Fällt einem sicher eher auf, wenn man eine "Zugereiste" ist.

#52AuthorSabine31 Jul 02, 13:34
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H.Schiller:
Ja, "Fisimatenten" kenn ich auch in diesem Zusammenhang. Zur französischen Besatzungszeit luden die Soldaten die Jungfrauen gerne mit den Worten "visite ma tente" in ihr Zelt ein. Darauf die Mütter zu ihren Töchtern:"und mach mir ja keine (visite ma tente) Fisimatenten". Das soll tatsächlich daher stammen. Macht auch irgendwie Sinn.

Da hab ich eine Frage zu den Wörtern "Zweck" und "Absicht". Beide sollen aus der Jägersprache stammen und etwas mit dem Ziel (Zweck) und Kimme und Korn (Absicht) zu tun haben. Hat darüber schon mal jemand was gehört?
#53AuthorSabine R.31 Jul 02, 13:41
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@H. Schiller:
Also die Fisimatenten sind definitiv nicht NORDdeutsch. Franzoesische Besatzungszone war doch eher der Suedwesten :-)
Zudem hat dieses liebliche Wort den Gleichgklang von 'Visitez ma tante' (Kommen Sie doch meine Tante besuchen) und 'Visitez ma tente' (Kommen Sie mich in meinem Zelt besuchen) als Hintergrund ...
Ausserdem kenne ich aus dem Sueddeutschen den parallelen Gebrauch von Klempner und Spengler. Hier kommt es sehr auf die Region an, welcher Ausdruck bevorzugt wird.
Und gehoeren als Hilfsverb ist ebenfalls im Sueddeutschen in Gebrauch, taugt also nicht als norddeutsches Wort nach Hans-Juergens Definition.
#54AuthorAGB31 Jul 02, 13:44
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H.Schiller:
Also, das mit der Endung "visitez" macht Sinn, obwohl man ja nicht genau weiß, ob geduzt oder gesiezt wurde. Nichtsdestotrotz gab es auf einer Ostfriesischen Insel "Norderney" sehrwohl eine französische Besatzung. Damit wäre das durchaus in den norddeutschen Raum zu rücken. Ich gebe allerdings zu, daß dies grundsätzlich doch eher in den Süden gehört. Es gibt allerdings eine Wendung, die definitiv von dieser norddeutschen Insel stammen soll: Eine ostfriesische Redewendung sagt "mak neit so völ Lavaille", also "mach nicht so viel Wind (um irgendetwas)". Keine Ahnung, wie man das schreibt, da es ja im Plattdeutschen auch keine festen Grammatikregeln gibt.
#55AuthorSabine31 Jul 02, 13:54
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Betr. "Fisematenten":
Hier ist natürlich die "erste" frz Besatzung gemeint, nämlich 1808-1815 (für hamburg).
Zwei weitere nddt. Worte fallen mir in diesem Zusammenhang noch ein:
"vigelinsch" (Quelle unbekannt) = eingeschnappt;
"im Brass" (von frz "embarrassé" = wütend "Der war vielleicht im Brass!"
#56AuthorH. Schiller31 Jul 02, 14:43
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"Schisslaweng" = kleiner, eleganter Schwung
Hört sich auch irgendwie nach frz Ursprung an, da fällt mir aber nichts zu ein.
(ist das oben verwendete trennen von "dazu" evtl auch typisch Nddt.?)
#57AuthorH. Schiller31 Jul 02, 14:46
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AAAARGH!
der Begriff heißt korrekt "Fisimatenten"
#58Author31 Jul 02, 14:47
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"im Brass sein" kenne ich als Ausdruck für "Stress haben/viel Arbeit haben"
#59AuthorDirkDUS31 Jul 02, 14:52
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Aus der napoleonischen Besatzungszeit Hamburgs stammen auch solche Worte wie "vermalheuren" (=verunglücken), "Muckefuck" (=Malzkaffee von frz. 'Mokka faux'), "Pumpernickel" (=Schwarzbrot, was nur für 'den armen Nick', so der Name des Pferdes eines frz. Offiziers, geeignet schien). Wohl erst später tauchen die "Schattenmorellen" vom Hamburger Großmarkt auf, eine Kirschensorte, die nicht im Schatten wächst, sondern "Chateau Morelle" heißt!
#60AuthorReinhard W.31 Jul 02, 16:16
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@Reinhard: Pumpernickel hat nichts mit dem armen Nick zu tun. Der Nickel war ein in Westfalen ansässiger Kobold, der Schabernack mit den Menschen trieb. Noch heute ist jemand, der mir krumm kommt, ein Nickel oder nickelig.
Was das mit Brot zu tun hat? Die "Verdauungsbeschwerden", die häufig auftreten,wenn zum ersten Mal dieses sehr dunkle, lange gebackene Brot gegessen wird und die gerade in Norddeutschland "Pumpern" genannt werden, werden eben von besagtem Nickel ausgelöst.

#61AuthorWerner01 Aug 02, 08:04
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Loite,

Ihr seid ganz schön pinnschieterich (pedantisch).
Wie es aussieht, gibt es wohl gar nicht so viele typisch norddeutsche Worte, wie gedacht. Was reden wir denn man bloß den ganzen Tag?

Wie wär's mit Dunast (Zustand der Trunkenheit), Buhne (als Wellenbrecher in den Mehresgrund gerammte Pfahlreihe), Düne (Sandwall als Hochwasserschutz)? :)

Die Franzosen waren weiter, als Ihr denkt: Im nordöstlichsten Dorf der Republik, in Kamminke, gibt es eine "Franzosenschlucht", in der angeblich ein Scharmützel stattgefunden haben soll. Der in Stavenhagen (ebenfalls MackPomm) verwurzelte Schriftsteller Fritz Reuter schrieb ein Buch "Ut mine Franzosentid" (Aus meiner Franzsosenzeit), die er zu Hause verbrachte.
Gerade hier oben bei uns gibt es noch viele Worte französichen Ursprungs, die mE aber eher aus dem Plattdeutschen als aus dem Hochdeutschen übernommen wurden.

Denn quoost (ausführlich + weitschweifig erzählen) man weiter!
#62AuthorHansego01 Aug 02, 12:01
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Beim "Feudel" fällt mir natürlich auch gleich "plörren" ein (=verschütten).
Und dann gibt's da noch den Bremer Klassiker "Ich geh' nach Karstadt".
#63Authorkoenigstiger02 Aug 02, 15:01
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muksch (eingeschnappt)... damit kann man die meisten anderen richtig dumm gucken lassen *g*... einfach mal fragen "bist muksch?!"
#64AuthorDinah02 Aug 02, 15:56
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uh, mir fiel auch gerade auf, dass es norddeutsche heisst, lol
#65AuthorDinah02 Aug 02, 16:00
Comment
Ich habe "Galao" gelesen und ich finde es komisch, weil Galao a portugesisch Wort für latte machiatto, oder Kaffe mit Milch ist.
Grüße.
#66AuthorEdu02 Aug 02, 17:53
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"Zeugladen" = Textilgeschaeft. Ausprache "Zeuchladen".
#67AuthorNorbert Juffa03 Aug 02, 23:05
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Maler ist auch typisch norddeutsch - woanders heißt das Anstreicher.
#68AuthorIngrid05 Aug 02, 10:17
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Im Süden heißt der Maler auch Maler, und nicht Anstreicher.
#69AuthorDoris L05 Aug 02, 10:22
Comment
dröseln
#70Author05 Aug 02, 10:36
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@Doris: in Hessen, wo ich herkomme (ist vielleicht noch nicht Süddeutschland), sagte man früher Anstreicher. Maler waren Kunstmaler. Vielleicht hat sich das inzwischen geändert.
#71AuthorIngrid05 Aug 02, 12:19
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Leuwagen, Feudel, Bohnerbesen - hier kommt einiges durcheinander.
Mit Bohnerbesen wird Bohnerwachs aufgetragen
mit dem "Blocker" wird überschüssiges Wachs wieder abgetragen und der Boden fein poliert. Ein Blocker ist ein schwerer (Eisen-?)Klotz mittels Kugelgelenk an einer Stange. Verb: blockern
Leuwagen hat hier wohl ähnliche Bedeutung,
Feudel ist idR nass.

Noch etwas neues: wir Hamburger sind krüsch ("ü" lang gesprochen) wenn wir (mit Essensdingen) etwas mäkelig sind.
#72AuthorTimm05 Aug 02, 14:08
Comment
@Doris, @Ingrid:
In meiner süddeutschen Heimat (südlich des Mains, nördlich der Donau) sagt man "Anstreicher", wenn man den Gegensatz zum Kunstmaler hervorheben will. Ist es hingegen aus dem Kontext klar, was gemeint ist, so sagt man "Maler".

"In unserer Wohnung haben wir nächste Woche die Maler" - da sind bestimmt keine Kunstmaler im Anmarsch.
"In der Galerie XY sind sehr gute Maler zu sehen" - das sind garantiert keine Anstreicher.
#73AuthorReinhard II.05 Aug 02, 14:24
Comment
Deshalb weiß kommt auch in Süddeutschland auch niemand auf die Idee Malermeister und Meistermaler zu verwechseln. Von einem Anstreichermeister hab ich jedenfalls noch nie gehört
#74AuthorSylvester (BY)05 Aug 02, 15:01
Comment
Einen hab ich noch: klötern. Für "unrund laufen".
#75AuthorAndreas P.06 Aug 02, 19:06
Comment
plörren und dröseln haben mich ganz fürchterlich zum Lachen gebracht. Zu schön !!!
#76AuthorKarin13 Feb 03, 01:22
Comment
düselig (schwindelig), plümerant (mir geht es nicht so gut),
#77AuthorKarin13 Feb 03, 01:29
Comment
einen im Tee haben (moeglichst mit "luett'n" noch dabei!)-> betrunken
Rundstueck ist definitiv norddeutsch!
Mitschnacker (einer der kleine Kinder "verfuehrt"
Pluennen (Kleidung)
Bonsche (Bonbon)
Tuedelkram / tuedeln
"Lass das man nach!"
"Mach man tau!" (Sieh mal zu!)
kruesch und muksch sind aber meine eindeutigen Lieblings-Woerter in norddeutsch!

Sehr schoener Thread! Toll dass er wieder dabei ist!
#78AuthorSharky13 Feb 03, 08:26
Comment
und noch zwei:
auf den Swutsch gehen (up'n Swutsch)-> einen draufmachen gehen
sutsche (Schreibweise?) -> sowas wie "locker"
sachte -> sowas wie sanft (oder Vergangenheit von sagen ;-)

#79AuthorSharky13 Feb 03, 10:08
Comment
In meinen Ohren klingt es immer typisch norddeutsch, wenn das "d" oder "t" am Ende des Worts oder der Silbe fehlt.

"Lich' un' Luf' gib' Saf' un' Kraf', nich'?"

Passenderweise heißt dieser Thread auch nicht "Norddeutsche Wörter", sondern "Nordeutsche Wörer" ;-)))
#80AuthorSüdlicht13 Feb 03, 10:14
Comment
In Hannover kenne ich viele der Wörter nicht. Rundstück ist aus Hamburg! Hier sagt man Brötchen. Vielleicht liegt Hannover ja demnach doch nicht in Nord- sondern in Mitteldeutschland, womit es sich endlich rechtfertigen lässt, dass Hannover die Schriftsprache bestimmt (-: (Auch wenn das sprachhistorisch ja sowieso nicht ganz stimmt.)
#81AuthorHelga13 Feb 03, 11:17
Comment
"Da nich für!" sagt man in Hamburg als Antwort auf "Vielen Dank". Als Nichthamburger fragt man sich unwillkürlich, ob man vergessen hat, sich für was anderes zu bedanken.

"Machen Sie zu!" sagte mein Hamburger Fahrlehrer zu mir. Ich dachte, die Tür oder das Fenster seien nicht richtig verschlossen. Aber nein, ich sollte mich nur beeilen :-)

"Bummeln" bedeutet in HH nicht etwa trödeln, sondern hängen oder aufhängen. Das _bringt_ (statt _macht_) Spaß. "Ich freue mich _dazu_ (statt _darüber_).

Und ganz allgemein norddeutsch ist das so beliebte "moin, moin". Was - wie auch die gerade angeführten Wendungen - offenbar auf dänischen Einfluss zurückzuführen ist. Nicht alles kommt direkt aus dem Niederdeutschen (was bis ins 20. Jh. hier oben noch offizielle Amtssprache war, sondern eben auch aus dem Dänischen. (Wenn's nicht gerade mal wieder von Napoleon eingeschleppt wurde - aber von dem hat das Rheinland wohl noch mehr und nachhaltiger profitiert ;-)).
#82AuthorTina13 Feb 03, 11:25
Comment
bannig (sehr)
lütt
bresig
pinnig
#83AuthorSaffy13 Feb 03, 11:34
Comment
Mucke (Musik), Tanke (Tankstelle) und "ein Träger Bier" (Sixpack, Tragerl) sind für mich auch typisch norddeutsch (d.h. nördlich von Frankfurt).
#84AuthorFrank13 Feb 03, 11:52
Comment
Mach kein dumm' Tüch!

Gedöns (wie im "Ministerium für Gedöns") sagt mal wohl auch nicht südlich von Hannover.

Fofftein machen bedeutet ein kurze Pause (ursprünglich wohl 15 Minuten, kommt ursprünglich aus der Sprache der Hafenarbeiter). So heißen auch einige Lokale in Norddeutschland.
#85Authorconnie13 Feb 03, 12:29
Comment
Ich hätte da noch ein paar, die bei meinen hessischen Freunden immer Verwirrung stiften:
mökern = stinken
mölmen = stauben
prünen (mit langem ü) für häkeln, stricken und alles andere, was mit dem Verknüpfen von Fäden zu tun hat
spiddelig = mickrig, dünn
fünsch (auch lang gesprochen) = wütend oder sauer
Bonbons kenne ich hier in Hildesheim als Bolschen und den Boden wische ich mit einem Mopp. Das Ende vom Brotlaib heißt Knust (der Anfang natürlich auch), das was vom Apfel übrigbleibt, ist der Katschen (mit langem a).
Und dann fällt mir noch der Pinöpel ein (mit langem ö), das ist ein nicht näher definierbares fummeliges Kleinteil... :-)
#86AuthorIlka 13 Feb 03, 13:05
Comment
Das was vom Apfel übrig bleibt kenne ich als Griepschen.
#87AuthorHans-Jürgen13 Feb 03, 14:12
Comment
Denn Dösbaddel und den Dödel hat noch keine/r erwähnt.
#88AuthorHeidi13 Feb 03, 14:56
Comment
Tina schreibt von "zumachen" im Sinne von "sich beeilen". Ich kenne auch noch "hinmachen" in dieser Bedeutung, und das kommt mir noch eindeutiger nordisch by nature vor.
#89Authorrob-by (was macht *der* denn hier?)13 Feb 03, 15:21
Comment
figelinsch (engl. intricate)
#90Authorbk13 Feb 03, 15:24
Comment
Ist "reihern" für "sich übergeben" allgemein gebräuchlich?

Der Fischreiher vorm Bürofenster bringt mich auf die Frage :-)
#91AuthorIlka13 Feb 03, 15:28
Comment
@Ilka
Ja, "reihern" versteht man anscheinend überall da, wo man nicht "göbeln" dafür benutzt ;-)
#92AuthorRainer13 Feb 03, 16:06
Comment
kalter Kaffee (=Spezi)
#93AuthorMike E14 Feb 03, 08:05
Comment
Kalter Kaffee habe ich im Norden nie gehört. Dort kenne ich es auch nur als Spezi. Ich mußte mich erst an den Ausdruck "kalter Kaffee" gewöhnen als ich nach Rheinhessen gezogen bin....
#94Authorchrissiek14 Feb 03, 09:16
Comment
wie steht's mit "Brause" "weisse und gelbe Brause"? Da habe ich auch mal komische Blicke geerntet...aber es gibt doch bundesweit Brausepulver....da hab ich mich dann gewundert...
#95AuthorSharky14 Feb 03, 09:27
Comment
in meinem ruderclub an der aussenalster gibt's "fassbrause", immer wieder köstlich!
und die "klappstulle" für das gute alte sandwich ist mir weiter südlich auch noch nie begegnet...
#96Authorbk14 Feb 03, 10:39
Comment
beömmelt ?

Ist "beömmelt" norddeutsch? Wir sagen des jedenfalls in Hamburg. Es kann
ein Verb sein (sich über etwas lustig machen: Man, haben wir uns beömmelt),
oder ein Adjektiv (lächerlich, bekloppt, bescheuert: Diese beömmelte
"Deutschland sucht den Superstar"-Show).
#97Authorjoachim14 Feb 03, 10:43
Comment
Ich nehme "beömmelt" zurück; habe es soeben zB. auch hier
http://www.ruhrgebietssprache.de/glossar.html gefunden.
#98Authorjoachim14 Feb 03, 11:25
Comment
obwohl es unter dieser URL auch den Feudel gibt, von
dem ich mir eigentlich ziemlich sicher bin, das er
norddeutsch ist...
#99Authorjoachim14 Feb 03, 11:32
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Fassbrause kommt aus Berlin!
#100AuthorMarianne14 Feb 03, 12:41
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Für mein Gefühl sind Komposita mit -kram auch typisch norddeutsch. Tüddelkram, Schweinkram, Schreibkram und all so'n Kram (mit gerolltem R und offenem A, das wie das dänische/schwedische A mit Kringel klingt.
#101AuthorDieter14 Feb 03, 22:21
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Das Alster(wasser) - in Bayern Radler - heißt im nördlichen Niedersachsen auch noch Potsdamer
"Mach hin" heißt "Sieh zu" oder "Beeil Dich"
Moin moin sagt man eigentlich nur in Ostfriesland oder zum Teil auch noch im Unterweserbereich (nördlich von Bremen). Im übrigen Norddeutschland heißt es normalerweise nur moin.
#102AuthorUwe15 Feb 03, 00:05
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moin moin = guten Morgen (bur morgens!)
moin = Hallo (den ganzen Tag!)
#103AuthorMarius15 Feb 03, 01:24
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bur = nur
#104Author----""----15 Feb 03, 01:26
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Starke (in Schleswig-Holstein) = Quene (im Weser-Elbe-Dreieck) = Färse (weibliches Rind nach dem ersten Kalben)
verdwars (eigentlich plattdeutschen Ursprungs) = verdreht
vertüdelt = verheddert, durcheinander

Aus Schleswig-Holstein:
Knick = Mit Bäumen und Sträuchern bewachsener Wall zwischen einzelnen Acker- und Weideflächen
Klappe = Ballen (z. B. Strohklappe = Strohballen)
Förde = langgestreckte Meeresbucht (= Fjord, englisch Firth)

Aus Angeln:
Schnüsch = Gemüseeintopf mit Milch (gibt es meines Wissens auch nur hier)


#105AuthorUwe15 Feb 03, 21:47
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@Uwe
Den Knick gibt es auch weiter südlich.
#106AuthorEvi15 Feb 03, 22:04
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@Hans-Jürgen
Nein, Tünnef ist kein Nordwort. Wenn ich mich nicht irre, heißt das TInnef und ist jiddischen Ursprungs.
#107AuthorGabi16 Feb 03, 18:38
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Gibt es den Ausdruck "duun sein" (Schreibweise weiß ich nicht) für "neben sich stehen"?
#108AuthorM.16 Feb 03, 18:52
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@M.
Ja - und er deckt sich mit dem englischen "I feel a bit down" oder "under the weather.
#109AuthorTina16 Feb 03, 19:00
Comment
Ich kenne duun nur als betrunken
#110AuthorUwe16 Feb 03, 19:02
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@Uwe
In dem Fall wäre es natürlich eher high als down :-)
#111AuthorTina16 Feb 03, 19:14
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Aber Kinners, tut das denn Not?
#112Authorumc16 Feb 03, 22:48
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Da das jetzt schon mehrfach auftauchte, darf ich vielleicht anmerken, dass -ig am Wortende und oft in der Wortmitte vor Konsonanten auch im Hochdeutschen wie "-ich" ausgesprochen wird - wie bei ausgebildeten Sprechern schoen zu beobachten. Das oft gehoerte "-ick" ist aus Dialekten "eingeschleppt"...

Das speziell Norddeutsche ist das "-ich-" auch fuer die Uebrigen "-ig-".
#113Authorged21 Feb 03, 16:03
Comment
Kalter Kaffee und Feudel ist m. E. nicht norddeutsch, zumindest sind sie in meinem aktiven Wortschatz.
#114AuthorChris (schwäbische Sauerländerin)21 Feb 03, 17:44
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http://www.abendblatt.de/daten/2003/03/01/129562.html

Ein erhellender (oder düsterer?) Beitrag zum Thema. Vermutlich nur 24 Stunden lang im Netz.
Habe auch ein neues Wort gelernt: Fahrtuch.
#115AuthorClaus01 Mar 03, 02:04
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"Mohrwasser" hier in der Moorgegend um Bremen herum für "Spezi" = Cola und Fanta gemischt
#116AuthorEnte03 Mar 03, 13:39
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Ich weiß was, ich weiß was: :)

Jan Neeschier

Kennt den noch jemand.
(schreibweise unbekannt)
#117Authorniki >de<03 Mar 03, 14:07
Comment
@Mors(popo) -> wohl eher (vom klang): Arsch
@Büdchen (Kiosk) -> in Hannover offiziell: Trinkhalle

Trinkhalle: geschlossener Verkaufsstand, normal ohne Zutritt für Kunden
#118AuthorHarry03 Mar 03, 14:12
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klei mi am Mors -> leck mich am Arsch
#119AuthorHarry03 Mar 03, 14:14
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Also ich komme aus dem Raum Braunschweig und dort ist auch noch "Fuzo" für Fussgängerzone ganz gebräulich. Scheint aber nur regional sehr begrenzt zu sein, da es schon in Lüneburg oder Göttingen niemand mehr versteht.
#120Authoramrimi03 Mar 03, 21:13
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Nööööööö

Teu, teu, teu!
#121AuthorHamburger04 Mar 03, 11:44
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@Hamburger
Du meinst toi-toi-toi, tust nicht du ;-)?
#122AuthorHamburgerin05 Mar 03, 04:15
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Hatten wir hier schon den Trecker (Traktor) und den Mitschnacker? Vor Letzterem werden Kinder immer gewarnt - ist so eine Art Unhold (auch ein schönes Wort).
#123AuthorIngrid05 Mar 03, 09:14
Comment
Bin hier zufällig reingeraten und habe alles mit großem Interesse gelesen.
Als Norddeutsche wäre mir 'ne Menge zu diesem Thema und den Kommentaren eingefallen, aber ich beschränke mich auf das Wichtigste:
Hallo Uwe.
Schnüsch ist ein dänisches Gericht (mit Milch angemachtes Gemüse und dazu Kartüffeln) und heißt eigentlich Snysk.
#124AuthorMartina05 Mar 03, 17:21
Comment
wie siehtŽs aus mit:
eisch (böse, unartig)
pieschern (kannten nicht-Hamburger Freunde nicht, nur pinkeln)
krüsch (wählerisch beim Essen)
fahrtuch (Wischlappen für den Tisch, nicht zu verwechseln mit dem Feudel für den Fussboden)
?
#125AuthorKaren08 Apr 03, 21:36
Comment
"puschern" kenne ich eher. Sagt man "Puschen" für Hausschuhe überall?
#126AuthorMarianne09 Apr 03, 00:43
Comment
Mensch, das hier gefällt mir echt gut, mal sehn. ob ich auch was dazu beitragen kann....
-Wenn Kaffee oder Suppe sehr dünn und wässrig sind: "Die Plörre"
-ramdösig bin ich, wenn mir schwindelig ist.
-Beim Anstossen sagen die Ostfriesen statt Prost: "Vertragen wir uns wieder!"
-Was vom Apfel übrigbleibt ist die Apfelkitsche
-Ein kleiner Hebel oder Nippel ist ein Pinüppel
-Schröder will an unsere Pieselotten (unser Geld)
-Irgendetwas befestigen, anbinden: festtüdeln
#127AuthorCaro09 Apr 03, 09:07
Comment
"Quiddje" sind die, die außerhalb Hamburgs geboren sind, aber gern Hamburger sein wollen, aber nicht können. "Butenhamburger" sind Hamburger, die außerhalb Hamburgs wohnen (wie ich, wohne in Wales, vermisse D und HH wie der Deubel). Tschüssink! Hol die fuchtich!
#128AuthorTimm F10 Apr 03, 13:08
Comment
Und was is mit "snibbelstügg"??
#129AuthorJo 10 Apr 03, 13:15
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un was iss mit Teeeeeeeeee???? (*g*)
#130AuthorWolfman10 Apr 03, 13:30
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"sugger-ei"??
#131AuthorJo 10 Apr 03, 13:33
Comment
klönen/schnacken/sabbeln
"Es grummelt schon" Erste Donner in der Ferne sind zu hören.
"Was grummelst Du da?" Wenn jemand leise vor sich hin schimpft.
nuscheln = undeutlich sprechen

#132AuthorSB10 Apr 03, 13:42
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Gibt es einen nordischen Begriff für Penis?
#133AuthorMartina10 Apr 03, 13:48
Comment
@Martina

Wie wäre es mit "Snibbelstück"!! (*g*)
#134AuthorJo 10 Apr 03, 13:52
Comment
nur zur Info an alle: "tschues" (sorry, habe kein "ue" auf meiner Tastatuer") schreibt man am Ende mit einem "s", nicht mit doppel s oder scharfem s
;-))
#135AuthorMatthias10 Apr 03, 14:15
Comment
Sowohl "tschüss" mit Doppel-s als auch "tschüs" mit einem s ist richtig. Früher wurde es fast ausschließlich (norddeutsches Wort!) mit ß am Ende geschrieben.
#136AuthorTimm F10 Apr 03, 14:50
Comment
@Martina: ich habe hier ein wunderbares Buch liegen mit dem Titel "Dirty Words plattdeutsch". Dem entnehme ich die wunderbaren Begriffe "Pumppesel" und "Bummsküül" (beides eigentlich Begriffe für Rohrkolben. Ansonsten gibt's das klassische "Swans" oder "Swengel", über die dann je nach Bedarf die "Swengeltüüt" - wie soll ich mich ausdrücken - gestülpt (?) wird.
#137AuthorIngrid10 Apr 03, 15:09
Comment
Ein uralter Bekannter von mir aus Sachsen, der im WK II Soldat war, erinnert sich an ein Engelhard-Bier aus den damaligen Zeiten, worauf sie damals folgenden Kalauer dichteten: "Engelhard macht den Swengel hart."
#138AuthorTimm F10 Apr 03, 15:15
Comment
@Timm F: frueher war nur "tschues" richtig, erst seit der neuen Rechtschreibung ist auch "tschuess" neben "tschues" erlaubt
Ciao !
#139AuthorGiorgio10 Apr 03, 15:57
Comment
norddeutsch für Penis: Pillermann, Pinne (wie beim Boot, wo einen die Mädchen dran herumführten...)
#140AuthorTimm F10 Apr 03, 16:00
Comment
@giorgio:
Dann ham wa dat früha imma falsch geschrieben, hat sich auch kein rum gekümmert, wie't in'n Duden gebuchstabiert worn.
#141AuthorTimm F10 Apr 03, 16:05
Comment
Hat schon jemand "Tüdelband" erwähnt? Dösbaddel?
#142AuthorTimm F10 Apr 03, 16:07
Comment
Missingsch - such nach Dirks Paulun
#143AuthorTimm F10 Apr 03, 16:08
Comment
Bei akribischer weiterer Recherche finde ich hier noch Pint, Prick und Piepje. Auch "Karwenzmann" scheint nicht unüblich zu sein.
#144AuthorIngrid10 Apr 03, 16:09
Comment
@ Timm F: na gut, aber vielleicht doch ganz interessant fuer eiserne Verfechter der guten, alten Rechtschreibung
;-)
#145AuthorGiorgio10 Apr 03, 16:26
Comment
Elbsegler? Helmut Schmidt trug immer so eine Schippermütze.
#146AuthorTimm F10 Apr 03, 16:28
Comment
giorgio:
Ich bin kein eiserner oder anderweitiger Verfechter der alten Rechtschreibung, im Grunde halt ich mich an die neue, obwohl meine Finger und meine Tastatur nicht immer ganz mitspielen wollen (digitale Dyslexia ist wohl der pseudomedizinische slang). Bei "tschüs" ist es wohl auch nicht so wichtig, wie man's schreibt. Ich wollt nur andeuten, dass mich gern belehren lasse (wofür man nie zu alt ist)
Tschüss!
#147AuthorTimm F10 Apr 03, 16:45
Comment
na ja, ich weiss nicht, ob man Worte in wichtige und weniger wichtige unterteilen sollte und letztere dann ruhig auch mal falsch schreiben darf ...
Eigentlich sollte man sich doch immer bemuehen, alles richtig zu schreiben, oder ?!
Meine Muttersprache ist nicht deutsch und wenn ich mir jetzt auch noch im Hinblick auf das Richtigschreiben merken muss, ob ein Wort wichtig ist oder nicht, hilfe. und "tschues" verwendet man doch schon haeufig, oder ?
#148AuthorGiorgio10 Apr 03, 16:57
Comment
Ich kenne Tschüß auch nur mit Scharf-S. Habe leider keinen Duden, kann also nicht nachschauen, was der dazu sagt :-((

Soweit ich mich erinnere, war es in den 70ern z.B. in Konstanz (ganz im Süden) noch absolut unüblich, Tschüß zu sagen, man hat es nur von Nordlichtern gehört. Im Lauf der Jahre (vielleicht mit der Zunahme von nordischen Entwicklungshelfern im Süden?) hat es sich dann auch in Süddeutschland durchgesetzt.
#149Authorwolfson <de>10 Apr 03, 17:19
Comment
tschüs [auch: tschs], tschüss [älter: atschüs, Nebenf. von niederd. adjüs, wohl < span. adiós < lat. ad deum, ade] (ugs.):
auf Wiedersehen! (Abschiedsgruß bes. unter Verwandten u. guten Bekannten): t., alter Junge!; wir wollen dir nur noch t. sagen (uns bei dir verabschieden).
Quelle: DUDEN - Deutsches Universalwörterbuch

'tschuess' ist also sowohl mit -s- als auch mit -ss- (in der alten Rechtschreibung: ß) moeglich, wohl je nachdem, ob das ue lang oder kurz ausgesprochen wird.
#150Authorciao11 Apr 03, 09:32
Comment
@ciao: Danke. Wie gesagt, Giorgio, es ist nicht so wichtig, wie man tschüs, tschüss, tschüß schreibt, denn alle drei Schreibweisen sind korrekt (die alte Rechtschreibung ist doch momentan noch gültig, oder?). Das bedeutet aber nicht, dass man eine Unterteilung in deinem Sinne macht.
Die Frage war, ob es ein typisches norddeutsches Wort ist. Ich glaube nicht, lasse mich aber gern belehren.
#151AuthorTimm F11 Apr 03, 10:10
Comment
Seit langem frage ich mich, um was es in diesem Thread eigentlich geht. Folgt man der unglaublich aussagekräftigen Anfrage (?) vom 12. Juli 02, so geht es um >>Nordeutsche Wörer<<. Das scheint zunächst keinen Sinn zu ergeben. Was bedeutet 'Nordeutsche'? Da das Präfix 'Nor-' das Fehlen von Kohlenstoffatomen anzeigt, muss es sich wohl um 'Deutsche mit fehlendenden Kohlenstoffatomen handeln' -- möglicherweise adjektivisch gebraucht. Wer oder was ist/sind 'Wörer'. Das ist nach einem Blick in den Atlas recht einfach zu beantworten. Hier liegt ganz offensichtlich ein kleiner Schreibfehler vor, denn der Ort 'D-32549 Woeren' schreibt sich mit 'oe'. Die Wörer sind also in Wirklichkeit die Einwohner von Woeren (evntl. auch aus Woeren stammende Personen).
Somit sollte es in vorliegender Diskussion um >>Gegenwärtige oder frühere deutsche Bewohner von 32549 Woeren, denen Kohlenstoffatome fehlen<< gehen. In 151 Diskussionsbeiträgen habe ich bisher keinen einzigen (!) Satz zu diesem wirklich spannenden Thema gelesen: 151 Themaverfehlungen! Das kann kaum ein Zufall sein. Ich vermute, es gibt einfach keine deutschen Woerer mit fehlenden Kohlenstoffatomen (vielleicht ein paar türkische?) -- womit sich diese Diskussion erledigt hat!!!.
#152AuthorM. Ahlzeit11 Apr 03, 12:35
Comment
Au weia von Moltied! Ich wusste gar nicht, dass man offensichtliche Tippfehler bemängeln muss!
#153AuthorTimm F11 Apr 03, 12:59
Comment
Witzige Interpretation!
#154AuthorIngrid11 Apr 03, 13:04
Comment
@ciao: wenn Du bei Deinem (insoweit unvollstaendigen und damit *wissenschaftlich* unbrauchbaren) Zitat das Erscheinungsjahr des Duden angegeben haettest, wuerde man sehen, dass es sich um die neue Rechtschreibung handelt ... Deshalb bleibe ich dabei: Nach der alten Rechtschreibung gab es allein "tschues", nach der neuen Rechtschreibung sind sowohl "tschues" als auch "tschuess" moeglich. Und mir als Verfechter der alten Rechtschreibung grummelt's halt bei neu-geschriebenen Worten im Magen - aber das ist wohl ein voellig anderes Thema !

@Timm F: es war nicht "meine" Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Worten. Deinen Beitrag vom 10.4., 17:45:46
"Bei "tschüs" ist es wohl auch nicht so wichtig, wie man's schreibt."
hatte ich so verstanden, dass es ja egal ist, wie man das Wort schreibt - im Sinne von, man kann es ja auch falsch schreiben, da es ein (fuer die Schriftsprache) eher unwichtiges Wort ist. Wahrscheinlich hast Du aber gemeint, es ist egal, wie man's schreibt, alle Varianten sind richtig (dazu s.o.).

Nix fuer ungut, in diesem Sinne: Adele ! wie die Schwoben sagen ;-)
#155AuthorGiorgio11 Apr 03, 13:09
Comment
@Giorgio: Es handelt sich um die Online-Version, welcher Druckauflage das entspricht, weiss ich leider nicht, aber natuerlich nach der neuen Rechtschreibung. Ich habe leider keinen "alten" Duden zur Hand, aber ich bin mir sicher, dass nach der alten Rechtschreibung auch 'tschüß' moeglich war - wo sollte sonst das -ss- herkommen? -s- wird auch nach der neuen Rechtschreibung nie zu -ss-. Wie gesagt, es haengt von der Aussprache ab (wie bei 'Geschoss' und 'Geschoß'), wo ja auch beide Versionen erlaubt sind).
#156Authorciao11 Apr 03, 13:27
Comment
@ciao: mein (guter) "alter" Duden nennt nur "tschues" als die einzig *wahre* Schreibweise - klar wird aus "s" nicht "ss"; ich vermute aber, dass (habe kein scharfes s auf meiner Tastatuer) "tschuess" nach der neuen Rechtschreibung *erlaubt* wurde, um dem weit verbreiteten Irrglauben nachzugeben, es schreibe sich sowieso so - vielleicht passt es phonetisch ja auch besser, wer weiss ...
Moin!
#157AuthorGiorgio11 Apr 03, 14:08
Comment
@giorgio:
Moin? Um 3 Uhr nachmittags?
#158AuthorTimm F11 Apr 03, 14:41
Comment
Timm: nachdem norddeutsche Kreaturen das schon um 8 Uhr abends zu mir gesagt haben, dachte ich, dass man das auch um 3 Uhr nachmittags darf (anybody ?) ?!
... wir waren doch bei nord(d)eutschen Worten, oder ?!

;-))
#159AuthorGiorgio11 Apr 03, 14:47
Comment
Siehe weiter oben, in einem Beitrag von Marius:
moin = Hallo (den ganzen Tag!)
#160AuthorMoin11 Apr 03, 14:52
Comment
Moin giorgio!
Duden Seite 9: "Aus dem Fehlen eines Wortes darf also nicht geschlossen werden, dass es nicht gebräuchlich oder nicht korrekt ist."

Also denn man tschüß, Giorgio!
Schönes Wochenende.
#161AuthorTimm F11 Apr 03, 14:59
Comment
das Wort fehlt ja gerade nicht ?!?!
#162AuthorGiorgio11 Apr 03, 15:05
Comment
Meine neue Arbeitskollegin aus Norddeutschland sagt immer:
"HolladieWaldfee"
anstatt
"aber hallo",
das hatte ich vorher auch noch nie gehoert...
#163AuthorJane11 Apr 03, 15:42
Comment
@giorgio:
aber du hast doch vorhin behauptet, "tschüß" mit ß steht nicht im Duden...
#164AuthorTimm F11 Apr 03, 16:46
Comment
Mir ist da noch was eingefallen:
Pöschi (Po), Döts (Kopf), Tüddelfritze (einer, der Quatsch erzählt)und außerdem isst man in Hamburg keine Süßigkeiten, sonderm man schnoopt sie. Oder schnubbelt.
Dann gibtŽs noch die kleinen Nachlässigkeiten wie umme Ecke gehn und inne Straße stehn.
#165AuthorKaren12 Apr 03, 19:22
Comment
@ Giorgio: Das urspr. norddeutsche Wort "tschüss/tschüß/tschüs" gehört in die Umgangssprache (laut Wahrig). Sind wir uns da einig? Zum Thema Umgangssprache steht in meinem Wahrig (Stand vor der Rechtschreibreform): "(...) Als Umgangssprache bezeichnen wir alle die sprachlichen Elemente, die in einer aufgelockerten Unterhaltung verwendet werden. Meist ist die Umgangssprache plastischer und volkstümlicher als die Hochsprache und stärker der Wandlung unterworfen. Sie ist auch unbekümmerter gegenüber den Regeln der Grammatik (...)".

Wir in Süddeutschland sagen "tschüß" mit einem kurzen "ü". Wenn man das nach der alten Rechtschreibregel schreiben will, muß man es mit einem "ß" schreiben. Da führt kein Weg daran vorbei.

Abgesehen davon: ob alt oder neu, es handelt sich um eine Rechtschreibregel und kein Gesetz. Sie stellt die allgemein anerkannte Schreibweise dar (und nicht die Sprechweise). Nicht mehr und nicht weniger! Unabhängig davon plädiere ich dafür, daß jeder darf schreiben, wie er will, innerhalb eines gewissen Rahmens (also "braun gebrannt" oder "braungebrannt"; wenn wir uns die Flexibilität angewöhnen, beides zu verstehen, wäre allen geholfen).

Ich vermute mal, "Feudel", "Handeule" und "Leuwagen" wurden schon genannt. Ich habe lange gesucht, als ich für ein Semester nach Kiel gezogen war und von meinem Vermieter eine Inhaltsangabe der Küche bekam mit eben diesen Gegenständen. Ich mußte sie mir von ihm zeigen lassen. Bei uns werden sie "Putzlumpen", "Kleiner Besen bzw. Beasemle (Schwäbisch)" und "Schrubber" genannt.
#166AuthorNadja12 Apr 03, 20:23
Comment
Moin!
Seid Ihr alle wach? Noch keine Beiträge seit Sonnabend?
Norddeutsches Wort: Akkervit. Prost!
#167AuthorTimm F14 Apr 03, 10:37
Comment
weil ich's grad am Wochenende gehört habe - etwas aus schier Schandudel machen (d.h. aus Jux und Tollerei, aus Spaß an der Freud)
#168Authorskye14 Apr 03, 10:47
Comment
@giorgio: Als geborene Norddeutsche muß ich mich nun eben mal in die Diskussion um Tschüß einklinken. Mein Duden (Ausgabe 1980) gibt beide Schreibweisen als korrekt an und ich kenne auch hauptsächlich die Schreibweise Tschüß.
#169AuthorKL14 Apr 03, 11:19
Comment
Das Wort "Fisematenten" kommt mitnichten vom frz. "visitez ma tente" sondern bereits aus dem 16. Jahrhundert. Im Frühhochdeutschen existierte das Wort "visepatenten", was nichts anderes heisst als "dummes Zeug".
#170AuthorOlaf25 Apr 03, 07:51
Comment
@olaf: danke für die erklärung. das war mir wirklich neu!

Den Feudel kennen wir in Bayern auch.

Und ob man tschüß oder tschüs schreibt, kommt doch wohl auf die Aussprache an. Da git es das zackige, kurze tschüsssss und das langgezogene, fast schon weinerliche tschüüüüüüs, wobei auf dem langen ü unbedingt ein Tonlagenwechsel von oben nach unten erfolgt. Als Nebenform gibt's im Aachener Raum das tschööö (auch so schön lang gezogen und melodisch), oft auch in der Kombination 'tschö, wa' (hier kürzer und ohne Tonlagenwechsel). Aber das ist ja nicht mehr norddeutsch.

servus!
#171AuthorBlo Rakane25 Apr 03, 11:16
Comment
@Nadja
'Feudel' ist allgemein gebräuchlich in Schleswig-Holstein, während 'Leuwagen' und 'Handeule' von Leuten gebraucht werden, die (auch) Plattdeutsch sprechen.
Sonst ist mir noch eingefallen:
'Angang' - Es ist für mich ein Angang, diese Prüfung zu machen
= es kostet mich Überwindung
(nicht)'beigehen' - Geh da nicht bei
= faß das nicht an; Da geh ich nicht bei
= das lasse ich (lieber) in Ruhe

#172AuthorDagmar25 Apr 03, 12:39
Comment
@ blo rakane: der "tonlagenwechsel" beim langen tschüüüüü-üüüss beträgt ca. nen anderthalben bis 2 töne - kommt ganz darauf an, in welcher stimmung man sich befindet... ich bevorzuge jedenfalls den sprung von G nach E (moll also).
das "tschö" verwednen wir allerdings auch bei uns in sachsen und ich glaube mein freund aus berlin sagt das auch gelegentlich. daraus wäre zu schließen, dass sich tschö schon relativ weit ausgebreitet hat und sich nicht nur auf aachen beschränkt (hast du aber auch nicht behauptet).
das wär's von mir...
machts ma jut!
#173Authordan25 Apr 03, 15:03
Comment
ich muß jezt erstmal eine schmöken ! Und Tschüß wird mit ß geschrieben.
#174Authorkc26 Apr 03, 23:47
Comment
Hallo!

Ich komme aus der Nähe von Hamburg, Wörter die für mich "typisch" norddeutsch sind:

MOIN, MOIN!!!
Brötchen
(Schrippe oder Rundstück würde ich eher dem Berliner bzw. Hessischen Bereich zuschreiben!)
Wurzeln (das Wort Möhren ist für mich persönlich untypisch)
Kaffeepott (Kaffeebecher)
Rotkohl (im mitteldeutschen Bereich vielleicht Rotkraut?)
Schniepi oder Schnipsel (für das "beste Stück" des Mannes)
Köter (für Hund)
Mädel oder Dirn (für Mädchen)
Bengel (für Junge)
Lappen oder Zettel (für den Führerschein)
Gehwarzen (abwertend für Füsse)
.............
#175AuthorML07 May 03, 09:11
Comment
Schrippe oder Rundstück in Hessen? Schrippe ist um Berlin zu finden und Rundstück um Hamburg herum, aber niemals (!) in Hessen. Da gibt es die Brötchen.
#176AuthorIngrid07 May 03, 09:18
Comment
@ Ingrid: In Hamburg und Umgebung sagt man auch "Brötchen". "Rundstück" habe ich dort nicht gehört....
#177Authorchrissiek07 May 03, 09:28
Comment
Rundstück ist die Hamburger Bezeichnung für Brötchen. Ich habe Verwandte dort, das Wort hatte mich zunächst verwirrt.
#178AuthorMarianne07 May 03, 09:37
Comment
Pauschal nach norddeutschen Wörtern zu fragen, ist auch schwierig!

Die Ausdrücke können sich von Ort zu Ort unterscheiden......die meisten Wörter die hier genannt wurden sind wohl in vielerlei Hinsicht eher Slang-Worte?!

Und derjenige, der diese Diskussion angestoßen hat, bat um norddeutsche Wörter, aber KEINE plattdeutschen Ausdrücke, was soll da noch viel übrig bleiben?

#179AuthorML07 May 03, 10:05
Comment
Man könnte die Diskussion ja auch auf "unterschiedliche Begriffe für eine Sache oder einen Gegenstand" umbenennen? :-)

Noch ein paar Gedankenblitze:
KöPi= Königs Pilsner (Bier)
HoPi= Holsten Pilsner (-"-)
Der hat einen "Triller unterm Pony sitzen"...(den berühmten Vogel haben)
Piepmatz = Vogel
Fratzengeballer = jemanden eine herunter hauen
Federtasche (in der "Tasche" haben Schüler ihre Stifte)
Irgendwer erwähnte hier auch den Ausdruck: "Holla die Waldfee", das würde ich bei Erstaunen sagen, und nicht als Begrüßung......
#180AuthorML07 May 03, 10:31
Comment
Wannewap (Maulwurf)
Ich BIN angefangen mit etwas
#181AuthorThomas08 May 03, 16:54
Comment
"Schnoben" ist eine schöne "Hamburgensie".
Es bedeutet so viel wie "Naschen", bezieht aber m.E. noch ein bisschen mehr das kindliche Glücksgefühl dabei ein.
"Hast Du was zu schnoben?"
#182AuthorPetra24 Jun 03, 08:52
Comment
@Petra: Ich habe es noch nie geschrieben und auch noch nicht gelesen (wenn ich mich richtig erinnere) aber von der Aussprache her würde ich eher "schnopen" mit "p" statt mit "b" schreiben (das "o" etwas länger gezogen....). Stimmt dem noch jemand zu...???
#183Authorchrissiek24 Jun 03, 10:43
Comment
Ich als Bremerin war irritiert, als man mir im Münsterland sagte: lass uns mal da *her* gehen. Ich hab bisher immer gesagt: lass uns mal da *lang* gehen. Würde mich interessieren ob da in anderen Landesteilen unterschiedlich gesehen wird.
#184Authorblue01 Jul 03, 10:33
Comment
War "plietsch" schon? Sagen wir in Hamburg für aufgewecket, schlau.
#185AuthorTina01 Jul 03, 11:14
Comment
da gibt es dann auch noch

lang hinschlagen - für hinfallen
pöter - für po
böx - hose
upsetten - aufsetzen (aber eher plattdeutsch)
schlachter - metzger, fleischer
klotten - so was ähnliches wie plünnen oder gedöns (bis ich alle meine klotten zusammen hatte)
apfelbutzen - wie apfelgriebsch
moin moin - zu jeder tages- und nachtzeit verwendet
tach' auch - begrüßung
sach nur - ach, was du nicht sagst
#186Authordoris01 Jul 03, 15:38
Comment
Also ob Apfelbutzen so norddeutsch ist wage ich zu bezweifeln, das sagt man naemlich auch in Bayern. Aber Apfelgriebsch sagt in Bayern kein Mensch, ausser vielleicht ein Nichtbayer.
#187Authorein neugieriger Bayer01 Jul 03, 15:46
Comment
Anstatt "böx" heißt es eher "Büx". Unterhose = Ünnerbüx. Apfelbutzen habe ich in Norddeutschland auch noch nicht gehört.
Hatten wir hier schon "Tünkram"? So'n Tünkram (sprich Tüün-Kram) - die Bedeutung geht so in Richtung "Unsinn".
#188AuthorIngrid01 Jul 03, 16:12
Comment

gucken (oder kucken) statt schauen (kieken wär ja schon wieder platt)

Gibt's eigentlich den Heiermann noch? Oder ist der mit dem Euro abgeschafft worden? Den kennt in Süddeutschland keiner.

Klüten (ich kenn's für Klümpchen im Pudding, aber auch für Eier), (klödern (klappern, rascheln), Klütenköm (Eierlikör), Bonschen (Bonbons), Schnickerkram (Süßigkeiten), schnickern (naschen)

Erinnere ich mich richtig, wenn ein Kinderspiel "Ticken" heißt? (Fangen) Und wie hieß der Ort, an dem man nicht gefangen werden durfte? Ist schon so lang her...

Und wie war das mit "Teilchen" (Kleingebäck [Plunder, Rosinenschnecken, Apfeltaschen, ...] beim Bäcker)? Sagt man das im Norden oder verwechsle ich das jetzt mit dem Rheinland?
A propos Bäcker, Spritzkuchen gibts auch nur im Norden, die heißen im Süden Strauben.

Hier wurde hinmachen für beeilen genannt, da würde ich in Norddeutschland eher "Mach zu!" oder "Mach voran!" sagen, "Mach hin(ne)!" kenn ich aus Hessen (und das würde ich nicht als Norddeutschland bezeichnen :-)

Wie sieht's denn eigentlich mit Wurst und Fleisch aus? Ich kann mich nur noch an die Mettwurst erinnern, die heißt bereits in Hessen anders (bzw. unter Mettwurst bekommt man was anderes als im Norden).
Bauchfleisch und Mett heissen zumindest in Bayern nicht so.



#189AuthorMatthias04 Jul 03, 08:00
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@Matthias: Bei uns (Münsterland) hieß der sichere Ort beim Fangen "Wupp".

Und in meiner Heimatstadt sagt man auch: "Mach mal das Fenster los", und meint öffnen/aufmachen.

#190AuthorJudith04 Jul 03, 08:08
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@Matthias: was die Teilchen angeht: in Hessen hießen die "Stückchen", in NRW musste ich dann auf "Teilchen" umlernen. In Norddeutschland gibt es u.a. Kopenhagener (eine Art Plundergebäck) und "Dänische" (Blätterteigbrötchen). Ein im Alten Land (bei Hamburg) übliches Gebäck war "Kaffeebrot", so eine Art länglicher Zwieback mit Zuckerkruste.
Was in Hessen "Kordel" heißt (z.B. zum Paketzuschnüren), heißt im Norden "Bindfaden".
Was Wurst und Fleisch angeht: die Karbonade (Kotelett) gibt es wohl nur in Norddeutschland. Mettwurst ist im Norden so eine Art Salami zum schneiden (Katenrauch-Mettwurst), weiter südlich eher eine Streichwurst (glaube ich).
#191AuthorIngrid04 Jul 03, 08:26
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@ Ingrid: Ich kenne fuer Unsinn als norddeutschen Begriff auch noch "dumm Tuech". Hat aber vielleicht eher eine plattdeutsche Wurzel und heisst einfach "dummes Zeug".
#192AuthorJonny04 Jul 03, 12:40
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@ chrissiek: Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen, und bei uns haben wir ganz klar "schno*b*en" gesagt. Da die Sprache ja lebendig und variabel ist, kann es aber gut sein, dass es schon im Hamburger Umland anders ausgesprochen wird.
#193AuthorPetra04 Jul 03, 13:33
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Wie wäre es mit "Hackepeter". Damit meint man zumindest in Bremen das Mett für das Brot.
#194Authorblue04 Jul 03, 16:15
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War hier schon 'Knust'? = Endstück vom Brot

'Teilchen' ist nicht norddeutsch.
#195Authordagmar04 Jul 03, 16:16
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Mir fällt hier noch die "Toilettentasche" anstelle von "Kulturbeutel" ein (bzw. "Necessaire" wie man hier in der Schweiz sagt)... . Ist die nicht auch typisch Norddeutsch?
#196AuthorNordlicht bei den Eidgenossen07 Jul 03, 10:36
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... und "Klöben" für Weihnachtsstollen.
#197AuthorNordlicht bei den Eidgenossen07 Jul 03, 10:38
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... und dann waren da noch die "dicken Klüsen" (= Augen) oder "verklüst sein" nach einer durchzechten Nacht. Und zu Brille haben wir immer "Spekuliermaschiene" gesagt. Keine Ahnung, ob das jetzt wirklich norddeutsch ist. Aber wenn man erstmal überlegt, fällt einem schon noch das ein oder andere ein.
#198AuthorNordlicht bei den Eidgenossen07 Jul 03, 10:42
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Moinsens!!
Also zu erst ma, Moin sacht man hier immer, egal zu welcher Tages oder Nacht Zeit, genau wie Moin Moin...
Ich komm aus Angeln joa da komm ich wohl her, und hier gibbet Schnüsch, leckerst sach ich nur.
Ja genau Sach... man sagt nichts man sacht es, genau wie wir nicht reden sondern schnacken.....
komm ich mal zum Knust, des heißt hier eindeutig Knust und nichts anderes.
Kennt ihr Naschi? Sicher nicht.. Naschi sind Süßigkeiten, also wenn ich mit Leuten ausm Rest von Deutschland schnacke wissen die fast alle nie was ich mein.
"Als du meinst" wie ja schonmal erwähnt gabs hier früher die Petu Tanten, das waren Frauen aus Dänemark und Deutschland die Butterfahrten gemacht haben (Butterfahrten sind Schiffsfahrten) und die haben halt Petu geschnackt, ein misch aus Platt, Dänisch und Deutsch... hört sich echt ulkig an ^_^
Selter.. oder Selta.. joa was is des, .... SPrudel oder so sacht man da glaub ich auch zu.
Dun bedeutet das man angetrunken ist, sprich man is noch nicht wirklich besoffen aber angeheitert.
Anderes Wort für Penis? Lümmel?
Da gibbet die schönen Lümmeltüten .. ich weiß aba nich ob das nu so Norddeutsch is oder was anderes.
Joa dann wär noch dieses schöne wat.. nicht was oder wie bitte, nein wir fregen "wat"
Wenn ich meine Oma so schnacken hör dann könnt ich noch ne ganze Menge aufzähln, aber des meiste is eh schon gesacht worden hier.
Ah hab ich schon "bischen" erwähnt? ein bischen meine ich.. wäre viel zu kompliziert immer ein bischen zu sagen, wir sagen nen bischen....
Pastor joa den gibbet auch nur im Norden glaub ich... ist halt der evangelische Prister? Pharrer? ich hab keinen Dunst wie man des schreibt.
Keinen Dunst haben bedeutet im übrigen man hat keine Ahnung
Oder des is mir Latz = das ist mir egal...
Hm.. mir fällt grad nix mehr ein ^_^
Aba das gibt ja noch so viele Tausend sachen mehr......
Sobald ich nochwas weiß dann meld ich mich wieder..
Also bis denn dann
Oder wie die Dänen sagen würden Moin (denn die sagen des wenn sie sich verabschieden)
#199AuthorSioned13 Jul 03, 14:19
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so, im Norden:

eine Kollegin hat mich gefragt, woher "auf 'n Swutsch gehen" herkommt. Ich weiß das auch nicht so genau, kann mir jemand helfen?

ansonsten kenne ich (die junge Generation) tüddelig noch von angetrunken sein. Dun ist man, wenn man schon ziemlich betrunken ist. Dann kenn ich noch "muksch", das bedeutet beleidigt. Der Knust heißt Knust und der Pastor Pastor. Alles andere wurde schon erwähnt. Ich stimme übrigens bei den Erbsen und Wurzeln zu. Möhren gibts woanders.
#200AuthorUlli31 Jul 03, 10:44
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"balldüsig" ist derzeit mein Lieblingswort. Z.B. beim Kauf meines letzten Brillengestells, es ist irgendwie anders, ist unhandlich, hat etwas, das (subjektiv) nicht gefällt - ausser man mag es balldüsig.
#201Authorjosephine31 Jul 03, 20:13
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Ich glaub ich mag die neue Brille !!! Balldüsig, herrlich !!
#202Authorkc31 Jul 03, 23:10
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voll interessant - quasi eine 'Einführung ins Norddeutsche' - ein weites Feld, wie's mir scheint - - - schön die Querverbindungen ins Norwegische (bin Norwegischer-Amerikaner) - - - wie ich ganz persönlich meine, das Schönste was die 'Theutschen Landen' zu bieten ha'm... von Leer, über Aurich nach Bremen (und Umzu) nach Hamburg, Holstein (samt Holsteinisches Schweiz) - - - die Ostseeküste von Mecklenburg-Westpommern kenn'i noch nicht...

Timothy Thorson - gebürtiger Kalifornier mit Wurzeln im Setesdal, Norwegen - seit 13 Jahren 'klebengeblieben' in der Westfalenmetropole... (Münster)...
#203AuthorTimothy Michael Thorson06 Aug 03, 13:38
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Ich kann als derzeit in Niederbayern befindliche Fränkin (mit einem Niederrheiner verheiratet) noch folgendes beitragen:

vor Kopf (sowas ähnliches wie geradeaus, vor deiner Nase)
das schiebt auf (man gelangt recht schnell dorthin)

und mein presönlicher Favorit ist immer noch

wir fahren am Sonntag NACH Oma besuchen
#204Authorzefix07 Aug 03, 08:34
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Nicht nur im Münsterland, auch zum Beispiel in Paderborn sagt man: "lass uns mal da _her_ gehen!" und meint mit her lang. Scheint also Westfälisch zu sein.
#205AuthorLucky07 Aug 03, 08:46
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Wenn sich Kinder prügeln oder sich Leute auspeitschen, dann kommt es schon mal vor, dass es ganz schön zwiebelt (kurz ganz doll weh tut).

Wenn jemand das Tor nicht trifft, dann hat er den Ball vergurkt. Überhaupt wenn etwas nicht klappt, dann ist es ganz schön vergurkt.
#206AuthorJürgen H.07 Aug 03, 08:55
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Moin moin (obwohl es bei uns schon abends ist...)

Ist "Poempel" eigentlich norddeutsch? Ich meine diese Saugglocke am Holzstiel zum Abflussfreimachen, ein Ding ohne Namen, wie ich einst las. Auch im Japanischen gibt es keinen Namen dafuer. Wie ist es im Rest von Deutschland?

@Matthias: Der Ort, an dem man nicht "getickt" werden konnte, hiess bei uns "Lu".
@ML: "Maurerbrause" fuer Haake-Beck Pilsener war bei uns als Wort populaer. Wahrscheinlich weil es recht guenstig ist, wurde es vor allem von dieser Berufsgruppe zur Mittagspause genossen.
#207AuthorRas (z.Zt. Japan - weit weg von Norddeutschland... 07 Aug 03, 11:30
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Das Getränk "tote Tante" (Kakao mit Rum) kenne ich nur aus Norddeutschland
#208AuthorBellinda13 Aug 03, 10:31
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Also, ich kenne noch
"knütten" für stricken
"puschen" (mit kurzem u gesprochen)für pinkeln, schiffen
"Puschen" (mit langem uuuu gesprochen) für Pantoffeln
"Puscher" für Penis im... ähhh... schlaffen Zustand ;-)
"Ich hab mich gefallen" für "ich bin hingefallen"

Das schönste Wort, was ich in letzter Zeit gehört habe, ist "Huulbessen" also "Heulbesen, ist das plattdeutsche Wort für Staubsauger

Alles andere habe ich, glaube ich, schon hier gelesen, ein wirklich toller thread!
#209Authorflottmutt20 Aug 03, 19:13
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Mir fällt gerade noch "Pinkelstube" für öffentliches WC ein, aber das war vor über 20 Jahren in HH...
#210Authorhein mück22 Aug 03, 15:01
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Ne Heulboje ist 'ne Person, die bei jeder Gelegenheit heult, oder einfach nicht aufhört zu heulen. Ein ziemlicher Jammerlappen oder Schlappschwanz, der ständig 'ne Schnute zieht. Sollte sich vielleicht mal mit 'nem Pharisäer (Kaffee mit Rum und Sahnehaube) einen antüdeln, dann sieht die Welt doch gleich viel rosiger aus. (Kann aber auch passieren, dass man schnell einen im Auge hat und ziemlich dun wird) :)
#211AuthorCatharina.25 Aug 03, 21:24
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... und wo wir gerade von Puschen am Schnacken sind:
"Komm maŽ in die Puschen, Jong!" = "jetzt werdŽ mal langsam fertig, Junge!"
#212AuthorRotznase (de)25 Aug 03, 22:20
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Als Schleswig-Holsteiner bin ich plattdeutsch aufgewachsen. Viele Worte werden bei uns im platt- wie auch im hochdeutschen verwendet, deshalb weiß ich sie nicht genau einzuordnen. Ziemlich sicher bin ich jedoch bei "Moin, Moin" und "Tschüß". Die Worte sind eindeutig aus dem Plattdeutschen. Ein "Leuwagen" ist ein Bohnerbesen, "Handeule" ein Handfeger, "Feudel" ein Aufnehmer. Diese Worte haben wir im plattdeutschen gebraucht. Sind sie Plattdeutsch oder Norddeutsch? Übrigens ein moderner Wäschetrockner wird in Hamburg "Tümmler" genannt. Das kenne ich nichtmal aus Holstein.
#213AuthorWilfried26 Aug 03, 12:57
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Nochmal zu Moin moin.
Folgende Erklärung findet sich bei www.plattmaster.de:

Auf den ersten Blick könnte man an "Morgen" denken. Und tatsächlich, "Morgen" im Sinne von Tagesanfang heißt auch im Niederdeutschen "Morgen", manchmal verkürzt zu "Morn" oder auch "Moin".
Aber man kann mit "Moin Moin" den ganzen Tag und die ganze Nacht über grüßen. Der Grund liegt in der Herkunft des Wortes. Es ist abgeleitet von mooi" = schön, gut. Es ist dasselbe Wort im Niederdeutschen wie im Niederländischen und Flämischen.
Doch was ist nu so "mooi"? Der Tag, der Morgen, der Abend, die Nacht. "Moin moin" bedeutet "'n mooien Dag wünsch ik di" = "einen schönen Tag (Abend ...) wünsche ich dir". Verkürzt wurde dies zu "moin Dag" und "moin". Zur stärkeren Betonung wurde es verdoppelt zu "Moin Moin" oder "moinmoin".
Die norwegische Sprache kennt diese Grußformel übrigens auch. Den ganzen Tag und die ganze Nacht kann man dort "morn" sagen. Ein sprachliches Erbe der Hansezeit, als Plattdeutsch die "lingua franca" der nördlichen Welt zwischen Großbritannien und Russland war.
#214AuthorGelbfüßlerin27 Aug 03, 14:28
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Meint Ihr nicht auch, dass Moin immer gebräuchlicher wird, auch in Mitteldeutschland? Aus Spaß ist sozusagen Ernst geworden.
#215AuthorMarianne03 Oct 03, 18:45
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Ich könnte mir SEHR gut vorstellen, dass "moin" nicht NUR von "mooien Dag"(,?)sondern auch von "Morgen" kommt.
#216AuthorDavid03 Oct 03, 19:13
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Mir fallen da auch noch ein paar Dinge ein.

Am Ende eines Satzes wird gut und gerne und vor allem bei fast jedem Satz ein "ne" gesetzt. So wie "stimmts...?"
Deern (Mädchen), kirre (verrückt, im Sinne von, das macht mich verrückt), butt (grob, "Sei nich so butt!"), plästern (es regnet), Jau! (Ja!), Ker (Mach hinne, ker!" = "Beeil dich, Mann!"), Muttern und Vattern (Mutter und Vater), Moinsen (kenne ich hauptsächlich aus Hamburg), dösig (tranig, müde, verpennt), piensig (kenne ich als "kleinlich" oder auch "schlecht gelaunt"), Pömpel (sind für mich auch diese Begrenzungspfähle an Parkplätzen oder so), Pennüppel (wer weiß, wie das wirklich geschrieben wird?, alles was irgendwie klein ist und irgendwo drauf oder rein kommt...:-)"zieh mal an diesem Pennüppel), denn mann tau (dann mal los), komma bei mich bei (komm mal zu mir), .... ich könnte stundenlang so weitermachen....
#217AuthorPinky12 Sep 07, 11:01
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Nicht schlecht, einen Faden nach vier Jahren wieder auszugraben. Nah am Rekord.
#218Authortigger (236106) 12 Sep 07, 11:12
Comment
Von wegen Leuwgen=Bohnerbesen
http://www.abendblatt.de/daten/2002/06/26/40199.html

Feudel, Leuwagen - Hamburger unter sich
Feudel, Leuwagen usw. - Wir haben diese Ausdrücke bereits in unserer "Warum?"-Serie erklärt, aber immer noch erreichen uns Anfragen von Zugezogenen, welches unverständliche Küchen-"Rotwelsch" in Hamburg eigentlich im Gebrauch sei. Also: Ein Feudel ist der Scheuerlappen, mit dem der Boden (aufgewischt) wird (ndd. Feueldoog). Der Feudel wird nicht über einen Schrubber gelegt, sondern über einen Leuwagen (Scheuerbürste mit langem Stiel), nachdem er in das Wasser des Feudeleimers eingetaucht und mit großem Körpereinsatz ausgewrungen worden ist. Der Eimer wurde am Handstein gefüllt und geleert (Ausguss mit hoch angebrachtem Wasserhahn). Zum Reinigen von Tisch, Geschirr und Herd diente das Fatuch (Wischtuch, Fatt-Doog = "Schüsseltuch"). Zum Aufnehmen des Zusammengefegten hantiert man mit Handeule und Schaufel (Handfeger und Kehrblech) - früher wurden die Flügelfedern der Eule dazu benutzt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Schrubber
...
Scherzhaft wird in Großunternehmen oder Büros eine Reinigungskolonne auch als „Leuwagenballett“ bezeichnet.

In der Seemanns-Sprache bezeichnet man das dem "Schrubber" ähnelnde Arbeitsgerät mit dem man das Deck (aber nicht die Planken) reinigt Schwabber (auch in anderen germ. Sprachen; z. Bsp. engl. swab).

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Schrubber“


http://www.modellskipper.de/Archive/Maritimes/Dokumente/maritime_Begriffe_Abschn...
Leuwagen

querschiffs an Deck befestigter eiserner Bügel, auf dem ein Schotblock gleitet, der beim Wendemanöver von selbst übergeht (Selbstwendefock).


#219AuthorPachulke (286250) 12 Sep 07, 11:35
Comment
@Bettina: Ne, Knust ist norddeutsch, Knapp ist Ruhrpott. Und Knust sind beide Ende, der Knapp wohl nur das End-Ende.
#220Authorh h (38469) 13 Sep 07, 22:12
Comment
Da ich mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen habe, vorab schon einmal Entschuldigung, falls ich bereits genannte Dinge wieder aufgreife:

püttern = etwas verschütten (Flüssigkeiten)
mir ist ganz kötterig = mir ist übel
da nich für = Erwiderung auf ein (unnötiges) "Danke"
rumnölen = meckern, sich beschweren
#221AuthorFinchen14 Sep 07, 12:56
Comment
'n büschen - ein bisschen
#222AuthorFK14 Sep 07, 14:14
Comment
vermieshuddeln - "versauen"
#223Authoralexxusz (346531) 14 Sep 07, 15:36
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@ Finchen

vielleicht Kanton-bedingt, aber ist es nicht "mir ist kotterig". So sagt man das zumindest in NRW (Leo bietet West-Deutsch ja nich an, also zählt das den Wahlmöglichkeiten nach wahrscheinlich auch zu "Norddeutsch"
#224Authoralexxusz (346531) 14 Sep 07, 21:21
Comment
duselig = schwindelig
hat Hamburger Ursprung soweit ich weiß.

Kippe = Zigarette
(hoff' ja mal, dass das nicht nur Ost-Belgisch ist!)

und "jo", das g ist hier immer ch!!! :o)
#225Authoralexxusz (346531) 14 Sep 07, 21:25
Comment
Kann sein, dass es den Ausdruck auch mit "kotterig" gibt, ich kenne es eigentlich nur als "kötterig"

Ist aber vermutlich tatsächlich landstrich-abhängig, genau wie beim Plattdeutschen. Ich als Dithmarscher verstehe z.B. vom Mecklenburger Platt nur die Hälfte...
#226AuthorFinchen19 Sep 07, 11:39
Comment
..also ich kenn' "mir ist kodderig"..Raum Hannover..
#227AuthorUMG2 (328026) 19 Sep 07, 11:55
Comment
Meine Lieblingswörter in HH sind:

- muckelig (gemütlich)
- muksch (eingeschnappt)
- Tümmler (Wäschetrockner)
- ramdösig werden (verrückt werden)

Meine Kollegen benutzen gerne das Wort "Hühnerkram" für Dinge, die ihnen nicht gefallen. Mit diesem Wort konnte ich mich bisher nicht anfreunden.
#228AuthorKYA (297607) 19 Sep 07, 12:31
Comment
Plaettbrett bzw. Plaetteisen fuer Buegelbrett/-eisen.
pennschieterig = geizig
#229Authorwiebke19 Sep 07, 14:44
Comment
Ganz vom Norden auch noch:

Schapptüch - Sonntagskleidung (gibts heute gar nicht mehr?)
gau - bald, schnell
Botten - die Holzschuhe, Klumpen
Schnute - Mund
Wruken- Rüben(mit langem u gesprochen)
Mehlbüdel - Dithmarscher Gericht
Fliederbeeren - Holunderbeeren
pieschich - kleinlich
Schietbüdel - Kinder (liebevoll gemeint)
bosseln - Werfen von kl.Kugeln auf Feldwegen
Klööndoor- Quer geteilte Tür; auf den unteren Teil gestützt kann man prima klöönen.
klöönen - schnacken, erzählen
schludern - über andere reden die nicht dabei sind.
Schietwetter - schlechtes Wetter eben
Biikebrennen - Abbrennen von Biiken(Holzhaufen)am 21.2. mit Fest natürlich
blank - überschwemmtes Land 'steht blank'




#230Authorrichardparker.pi (369478) 19 Sep 07, 16:20
Comment
was von hier der ecke... (Ostbelgien)
bockig -> eingeschnappt

Manche Norden (HH)-Wörter werden auch oft hier benutzt... Rammdösig, Schnute, Klönen

Schludern steht hier allerdings mehr für "schlampig sein"

#231Authoralexxusz (346531) 20 Sep 07, 21:39
Comment
Auf "bockig" wäre ich jetzt gar nicht gekommen. Das ist bei mir schon so im "normalen" Wortschatz drin, dass mir das bei "norddeutschen Wörtern" gar nicht mehr einfällt *g*

"schludern" kenne ich übrigens auch nur mit der Bedeutung "etwas schlampig /nicht ordentlich machen", also z.B.
"Mein Kollege hat heute bei der Arbeit wieder geschludert"
#232AuthorFinchen21 Sep 07, 09:37
Comment
netter faden, auch für sachsen wie mich :)
hab mal n paar wörter rausgeschrieben, die ich als sachse auch schon seit jahren kenne und damit vertraut bin, demzufolge sind diese nicht unbedingt als nur nordeutsch (verstehe den scherz bei der falschgeschriebenen überschrift nich...):
-hinmachen für sich beeilen
-Sonnabend ist eindeutig Ostdeutsch!
-Apfelsine genauso Ostdeutsch wie Broiler
-Rummel
-Schippe
-rummehren obwohl ich das mit ä schreiben würde
-Trecker
-Harke für Rechen
btw, in Sachsen heißen Pfannkuchen Plinze, nur so am Rande :)
-etw. nicht abkönnen für nicht leiden können
-Hader ist mir gänzlich unbekannt, und das is auch gut so
-Mucke für Musik sollte mittlerweile schon in ganz Dtl. Einzug gehalten haben
-Apfelgriebsch
-Federtasche (oder auch -mappe) für Stiftbehälter der Schulkinder
-etw. zwiebelt für kurzen oder auch langen Schmerz
-das wörtchen NE am satzende wird auch in Sachsen sehr oft verwendet
-Kippe für ne Fluppe oder ganz hochdeutsch Zigarette
#233Authoralex21 Sep 07, 10:51
Comment
Ähm, alex, wäre Dein Beitrag nicht besser hier aufgehoben:
related discussion: Ostdeutsche Wörter
?
#234AuthorKorinthenkacker21 Sep 07, 11:49
Comment
Du willst mich wohl auf die Schippe nehmen / verkackeiern
(Du willst mich wohl auf den Arm nehmen)

Da ward mir ganz schön brägenklötterig
(Mir ging es schlecht)

Ich geh mal in die Bickbeeren.
(Ich geh Blaubeeren sammeln)

Was'n das für'n Spaken?
(Was ist denn das für ein Idiot)

Du bist wohl nicht ganz dicht im Oberstübchen
(Du hast wohl nicht alle Tassen im Schrank)

Wohnstube/Gute Stube - Wohnzimmer

Na, min Seuten - Hallo mein/e Süße/r

Einen schnasseln - Einen trinken


Der guckt ja ganz miesepeterig / zieht ne Schnute.
(Der guckt ja ganz schlecht gelaunt)

Die Hosen stramm ziehen / Ein Fellvoll geben
(Den Hintern versohlen)

Du kriegst gleich nen Backs
(Du bekommst gleich eine Ohrfeige)

Gleich gibts ne ordentliche Boilerei
(Gleich gibt es eine Prügelei)

Stiften gehen - weglaufen

Knirps / Stift - kleiner Junge


Das kost' nur'n Appel und 'n Ei.
(Das ist billig)

Kleckerhannes/Schmierpeter - jemand der viel kleckert

Halt dich fuchtig - lass es dir gut gehen

Schmöker - dickes Buch
schmökern - lesen

Backen bleiben - die Klasse wiederholen müssen

Mie - der Ort, an dem man beim Ticken (Fangen/Kriegen) nicht getickt werden kann

Klippo - wenn man beim Ticken eine Auszeit benötigt

Erzähl mal nich so viel Tünkram
Erzähl nicht so viel Unsinn

Tünen - flunkern - lügen
#235AuthorSeute Deern21 Sep 07, 11:51
Comment
@ korinthenkacker

Vielleicht versteh' ich hier etwas nicht...
Aber Ostbelgien grenzt an West-Deutschland und dementsprechend ist das Deutsch hier aufgebaut...
Hier was Kölsches, da was Ruhrpöttisches; und andere Wörter, die irgendwie hierhin getragen und eingebürgert (oder aus dem Französischen eingedeutscht) wurden...
#236Authoralexxusz (346531) 23 Sep 07, 20:22
Comment
@alexxusz: Ich denke, dass war an den "anderen" alex gerichtet, der die ostdeutschen Wörter aufgeführt hat, denn dafür gibt es ja tatsächlich einen eigenen Faden.
#237AuthorFinchen24 Sep 07, 08:24
Comment
klar Schiff machen - aufräumen/putzen
#238AuthorSeute Deern24 Sep 07, 10:03
Comment
Ich kenne noch diese Wörter hier im nördlichen Münsterland bzw. Südwest-Niedersachen:

verklöntern = etwas verlieren, nicht finden können

am Toch sein = mit etwas oder jemandem beschäftigt sein

Gonk = Aufforderung zum gehen

vertüddelt = durcheinander, verknotet

Ömel oder Eumel = kleines Kerlchen

Platenkuchen = Blechkuchen

plörren, geplörrt = umschütten, umgeschüttet

Lümmel = kleiner Schlawiner oder so ähnlich

Dann man to = dann man zu

Bickbeeren = Heidelbeeren

Dönkes = kurze, witzige Erzählungen

Da kann mann nix zu sagen = als Kompliment: "ich kann das nicht kritisieren"

Überhaupt die Trennung von Wörtern wie dazu, daher, darum
Beispiel "Da gibt es Ketchup zu"


#239AuthorRita24 Sep 07, 10:26
Comment
Typisch für Norddeutschland finde ich Sätz wie:

"Das ist Günter sein Haus."

Im Plattdeutschen ist das ja so richtig "datt is Günner siin Huus", aber im Hochdeutschen ist es einfach falsch. Oder machen diesen Fehler auch Menschen, die südlich von Hannover geboren sind?
#240AuthorKYA24 Sep 07, 10:39
Comment
Ich befürchte, der "Ich-schaffe-es-immer-irgendwie-den-Genitiv-zu-vermeiden"-Dativ ist leider in ganz Deutschland verbreitet und nicht typisch norddeutsch.

Ich persönlich kenne das z.B. eher von der Verwandtschaft aus dem Ruhrgebiet...
#241AuthorFinchen24 Sep 07, 12:45
Comment
'Das ist Günter sein Haus' ist für mich as Hamburger Deern einfach nur falsch...

Wenn jemand eine Aufgabe schnell erledigt: Du bist aber mal'n fixen Dutt.

Mönsch Kinnings/Kinners... Als Einleitung, wenn man einer größeren Runde was vertellen (erzählen) will

Wenn einer viel erzählt ist er ein Laberfritze.

Ich geh mal eben einholen (einkaufen)

Ich habe eine Jieper auf (Verlangen nach) Schoki

Schnöf/Schnuppen - Schnupfen
#242AuthorSeute Deern24 Sep 07, 13:20
Comment
noch mehr:

- Torfkopp: jemand, der ziemlich dumm ist
- Döskopp: jemand, der ziemlich vergesslich ist

"Das ist Günter sein Haus" ist wohl auch einer eine Satzkonstruktion aus bildungsferneren Schichten, die ich aber immer wieder höre.
#243AuthorKYA24 Sep 07, 13:26
Comment
@ finchen

upps, okay, danke...

@ viele

"Das Haus von Günter" trifft eher auf oft gemachte Fehler zu, oder nicht? Damit kann ich noch leben, weil es halbwegs korrekt ist...
"Günter sein Haus" hingegen ist m.E. etwas kindlich... Bei anderen toleriere ich diese grammatikalische Katastrophe nicht; es sei denn es sind Leute, die noch im Begriff sind, Deutsch zu lernen.
#244Authoralexxusz (346531) 24 Sep 07, 20:36
Comment
Noch was zu "fofftein": kommt aus der Hafensprache, geht aber darauf zurueck dass nach 2x7 Gaengen (ueber die "Gangway"), d.h. nachdem 2x7 Faesser oder Kisten geloescht (d.h. entladen) worden sind, eine Pause eingelegt wurde. Redewendung "Allwedder Fofftein" = schon wieder eine (kleine) Pause (von ueblicherweise fuenf Minuten, z.B. Rauchpause).
#245Authorjanmaat ut hamburch17 Oct 07, 00:10
Comment
Pesel ist als Bezeichnung für die Gute Stube der Bauernhäuser hauptsächlich im Norden und an der Westküste Schleswig-Holsteins, auf den Inseln und auf den Halligen verbreitet. Neben dem Pesel gab es noch den als täglichen Aufenthaltsraum genutzten Döns.

Der Pesel war durch einen Bilegger beheizbar. Angeblich soll sich das Wort Pesel von dem lateinischen "balneum persile" - "mit warmer Luft beheizte Stube" - ableiten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pesel
#246AuthorPachulke (286250) 17 Oct 07, 09:18
Comment
Mir als Österreicher erscheint der Ausdruck "ich geh den Berg hoch" (statt "ich geh den Berg hinauf") sehr Norddeutsch. Kommentare?
#247AuthorChris (AT)17 Oct 07, 15:19
Comment
@Seute Deern: Reinschiff machen = putzen, aufräumen. Danach ist klarschiff.
#248AuthorWerner (236488) 17 Oct 07, 16:29
Comment
Ein Student mit Stulpenstiefeln
Stand auf einem spitzen Stein.
Stand und starrte stundenlang
Still und stumm die Sterne an.
(scharfes s)
#249AuthorMann23 Oct 07, 11:16
Comment
Tut mir leid Werner, aber rein Schiff machen habe ich wirklich noch nie gehört. Wir Hamburger machen klar Schiff, auf jeden Fall die, die ich so kenn. Ist übrigens auch eine typische Phrase vom Hamburger Abendblatt...

Jo, Chris wir gehen den Berg hoch und später wieder runter. Nix mit Hinauf und Herunter...
#250AuthorSeute Deern23 Oct 07, 13:28
Comment
Stimmt, "reinschiff machen" höre ich jetzt auch zum ersten Mal.

"Klarschiff machen" ist mir dagegen sehrwohl geläufig.
#251AuthorFinchen23 Oct 07, 14:34
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Klönen wurde schon erwähnt.

Ich brauche im Südwesten jetzt zwei Klöntüren und stelle fest, kein Tischler kennt sie und amm traurigsten ist, sie wollen sie auch nicht kennenlernen.
#252AuthorPachulke (286250) 23 Oct 07, 15:16
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@pachulke: die Klöntüren braucht man sich nicht vom Tischler machen zu lassen. Die gibt's fertig von der Stange von dänischen Herstellern - z.B. "rationel"- Fenster u. Türen. Ich würde mir mal einen Katalog schicken lassen.
#253AuthorIngrid23 Oct 07, 16:14
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reinschiff <-> klarschiff
Eingefleischte Seebären unterscheiden da streng: reinschiff machen ist putzen, klarschiff machen ist aufräumen bzw. das Schiff abfahrbereit ("segelklar") machen.
#254Authoraquarius23 Oct 07, 20:00
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@Seute Deern: Psst, "hinauf und hinunter" und "herauf und herunter" gehören zusammen - je nach Standpunkt.

Und noch etwas - aber wohl weniger allg. norddeutsch, mehr flensburgensisch bzw. Petuhtantenensisch:
"Ich soll (z.B. denn mal zahlen)" für "ich werde mal" oder "ich möchte"
und
"Das ist aber szünde (das Klein-Anna sich den Fuß gebrochen hat)" für "och, wie bedauerlich, die Arme!"
#255Authorh h (38469) 23 Oct 07, 20:36
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oje hh, das hatte ich noch nie so gut drauf, das mit dem hin und her...

Das ist aber (eine) Sünde... jo aktiver Sprachgebrauch. hh, Du verwirrst mich, wieso schreibst Du das den szünde? Hab ich da jahrlang etwas falsch verstanden??
Ich soll denn mal... find ich auch scheun schick und verwende das auch - aber beide Ausdürcke habe ich von meinem Stiefvater und seiner Familie aus Stadt Schleswig übernommen...
#256AuthorSeute Deern24 Oct 07, 14:55
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@aquarius: Danke, hab ich wieder was dazugelernt.

Allerdings denke ich, dass man als Nicht-Seemann und im normalen Sprachgebrauch doch meist nur "klarschiff machen" hört.
#257AuthorFinchen25 Oct 07, 07:28
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Wurde der Spökenkieker/die Spökenkiekerei (Wahrsager/Wahrsagerei) schon erwähnt? Wird umgangssprachlich auch verwendet, wenn etwas als hypothetisch abtun will.
#258Authorlyri (236943) 25 Oct 07, 08:15
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Ich schmuggel noch schnell ein "man" ein.
#259Authorlyri (236943) 25 Oct 07, 08:19
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Super geiler Thread:

- uns wird oft vorgeworfen das Wort "wohl" viel zu oft zu gebrauchen
- bei uns holt mal etwas AUF wie "ich hole meinen Sohn von der Schule auf"
- Etten (als Platzhalter für eine Person dessen Name einem nicht einfällt) wie "Hier Etten da im blauen Pullover"
- Moin (is ja klar)
- Muttern und Vattern für die Eltern
- Bei uns sagt man "die Fietse" zum Fahrrad (kommt aus dem Holländischen)
#260AuthorSimonAlberts12 Nov 07, 15:16
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@ Timm F #141:
Heißt das nicht eher: "... wat dat in'n Duden is gebuchstabiert worrn"?
#261AuthorLondoner(GER)12 Nov 07, 18:18
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denke nicht dass mein beitrag nur in den sachsenfaden gehört, denn alle von mir erwähnten beispiele hab ich in diesem thread gefunden und sie wurden als norddeutsch eingestuft, welchem ich durch die aufzählung der wörter, die auch in sachsen bekannt sind und nach wie vor verwendet werden, widersprechen wollte. trotzdem dank euch für den link, jetz hab ich mich als Wahl-Münchner doch wieder n bissl wie zuhause gefühlt nachdem ich mir den Sachsen-Thread durchgelesen hab. und, ja, manchmal scheiß ich auf die Großschreibung, manchmal nich :) regt euch ruhig drüber auf ;)
#262AuthorAlex12 Nov 07, 21:46
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Plietsch oder pliesch hat noch niemand genannt. Das sagt man zu Leuten, die "helle" sind.
#263Authorle capitaine22 Nov 07, 15:04
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@Seute Deern: Reichlich spät die Antwort: "_Sz_ünde" einfach, um die scharfe Aussprache zu verdeutlichen, ich hätte auch "ßünde" schreiben können. :-)
#264Authorh h (38469) 22 Nov 07, 15:22
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piesig (sprich: -ich), was soviel heißt wie plietsch. ;-)
#265Authorhenning22 Nov 07, 21:06
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Einzelwörter, Grammatik:
Pinökel und Pinöckel
Feudel gibt's in HL, aber nicht in H. In H wird gewischt.
die Lütte und der Kleene
das erinner ich (in HL statt: daran erinnere ich mich)
ü statt u-Umlaut (ebenso ö und ä) in Niedersachsen
ß/eszett statt scharfes s in Niedersachsen
(die beiden letzten sind wohl niedersächsische Insel, denn die andere Vokabel wird sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Österreich verwendet)

Aussprache:
Vokalisiertes r (das r wird grob gesprochen zum a, wenn danach kein Vokal kommt), Endungen mit en werden zu n verkürzt. Wenn ein NRW-ler "Haaren" von einem Nordlicht vorlesen läßt, kommt nur "Haaan" dabei raus :-))). "Anna" und "an der" können gleich klingen. "Birken" kann wie "Böakn" klingen.
#266Authorsusisuse22 Nov 07, 21:24
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Einzelwörter, Grammatik:
Pinökel und Pinöckel
Feudel gibt's in HL, aber nicht in H. In H wird gewischt.
die Lütte und der Kleene
das erinner ich (in HL statt: daran erinnere ich mich)
ü statt u-Umlaut (ebenso ö und ä) in Niedersachsen
ß/eszett statt scharfes s in Niedersachsen
(die beiden letzten sind wohl niedersächsische Insel, denn die andere Vokabel wird sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Österreich verwendet)

Aussprache:
Vokalisiertes r (das r wird grob gesprochen zum a, wenn danach kein Vokal kommt), Endungen mit en werden zu n verkürzt. Wenn ein NRW-ler "Haaren" von einem Nordlicht vorlesen läßt, kommt nur "Haaan" dabei raus :-))). "Anna" und "an der" können gleich klingen. "Birken" kann wie "Böakn" klingen.
#267Authorsusisuse22 Nov 07, 21:37
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Ach und die Lenzpumpe. Angeblich in Schleswig-Holstein Allgemeinwissen. Vielleicht hat man mich aber auch verhohnepiepelt. In Niedersachsen ist sie nur Feuerwehrleuten bekannt. Da ich mich nicht dazuzähle, gebe ich keine Garantie, ob sie nicht anders geschrieben wird :-)
#268Authorsusisuse22 Nov 07, 21:42
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Lenzpumpe ist doch auf jedem Schiff. Aber dass die Landratten so keine Ahnung haben ???
#269AuthorLandratte.at23 Nov 07, 01:04
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@ Chris (AT) #247 - reichlich OT
"Den Berg hoch" ist jenseits des Weißwurstäquators beheimatet, aber auch nicht typisch Norddeutsch (haben die da überhaupt Berge??), "den Berg hinauf" kann ich mir allerdings auch nur mit näselndem wiener Dialekt vorstellen.
Tiroler sagen "Auf den Berg gehen" wenn sie sich bemühen schriftdeutsch zu sprechen, und sonst "Am Berg gehen".
#270AuthorLandratte.at23 Nov 07, 01:14
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@susisuse:
Da hat Dich jemand auf die Schippe genommen, auch in Hamburg gibt's Feudel.
#271AuthorTünkopp etwas dun23 Nov 07, 02:28
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@Tünkopp etwas dun
H=Hannover
HH=Hansestadt Hamburg
#272Authorsusisuse23 Nov 07, 02:42
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Wie ist denn das Verb zu "Lenzpumpe"? "lenzpumpen" oder einfach "pumpen"? Und heißt es "ich lenzpumpte" oder "ich pumpte lenz"?

Für Peiner Dialekt ist Onkel Hotte maßgebend :-).
#273Authorsusisuse24 Nov 07, 07:44
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#274AuthorPachulke (286250) 24 Nov 07, 11:22
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Kronsbeeren (Preisselbeeren)
lecken (tropfen, nicht unbedingt aus einem Loch, z. B. auch ein Glas, wenn man gepütschert hat)
#275Authoraye, Tünkopp war wirklich dun25 Nov 07, 11:58
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#270: was hat "den Berg hinauf" mit Wiener Dialekt zu tun? Das ist astreines Hochdeutsch - im Gegensatz zu "den Berg hoch".
#276AuthorChris (AT)26 Nov 07, 11:11
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Lt. Landratte # 270 sagen Tiroler "Auf den Berg gehen".

Geht man Berge nicht an, wenn es bergauf gehen soll.

Un wo und wer geht eigentlich Berge rauf, um vielleicht oben zu raufen?
#277AuthorPachulke (286250) 26 Nov 07, 14:59
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"lenzen" kann man auch hervorragend ein Bier

tüddeln (langes ü!) wird bei uns für binden benutzt (--> Tüddelband)

pulen (langes u) wir für jegliche feinmotorische Arbeit benutzt (Krabben pulen, Knoten pulen, in der Nase pulen, ...). Wenn das schwierig ist, ist das fürchterlicher Pulkram.

auseinanderklamüstern heißt soviel wie auseinandersortieren

Und statt: "Beeile Dich ins Bett zu kommen" heißt es "Sieh zu und ab in die Koje"!
#278AuthorSönke21 Jan 08, 14:05
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Moppelkotze

ist ein im norddeutschen Raum verbreiteter, einfacher Eintopf ...
Die Herkunft des Namens ist ungeklärt. Möglicherweise geht Moppel auf das niederdeutsche mopen, „den Mund aufsperren, verziehen“ zurück, Kotze auf mittelhochdeutsch koppen, „aufstoßen, rülpsen“.

Heute wird der Name jugendsprachlich auch für alles Ekelerregende verwendet. ...


http://de.wikipedia.org/wiki/Moppelkotze


Habe den Begriff nach langer Zeit einmal wieder im Fernsehen (Neues aus der Anstalt) gehört.

Dass ich ihn solange nicht gehört habe, belegt wohl indirekt, dass der Kantinen-convinienz-Food besser geworden ist.

Ob mopen & mobben verwandt sind?
#279AuthorPachulke (286250) 30 Jan 08, 16:28
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Hab neulich auch "Schnotten" für Rotz gehört :-)
#280Author:-)30 Jan 08, 17:23
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In Hannover sagt man krökeln statt kickern
#281Authorprate06 Feb 08, 17:15
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Und Mockturtlesuppe fällt mir noch ein - auch sehr Norddeutsch
#282Authorprate06 Feb 08, 17:18
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"Hab neulich auch "Schnotten" für Rotz gehört :-)"

Also "SchnotteN" kann ich nicht, nur "SchnotteR" für Rotz... das dazugehörige Verb isrt dann "schnottern" ;)
#283Authornordy07 Feb 08, 09:58
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Schnotternase
#284AuthorPachulke (286250) 07 Feb 08, 10:25
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Sicher nicht "schnoTTer". Wenn, dann "schnoDDer" mit ganz weichem "d".

Heißt ja auch "leGGER" und nicht "leCKer" ;-)
#285AuthorBacon [de] (264333) 07 Feb 08, 10:35
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aus: Grimm

SCHNOTTER, m. neben schnodder (s. dieses), rotz, nasenschleim: zücht sich ein kind recht, dჳ jm der schnotter oder kengel nitt zů der nasen härusz hangt, so spricht die můter zů jm, dჳ ist recht. KEISERSBERG post. 2, 10b.

SCHNOTTERIG, adj., zum vorhergehenden gebildet,

SCHNOTTERN, verb. neben schnoddern, s. dieses.

SCHNODDERN, verb. vom vorhergehenden abgeleitet, vorlaut, frech schwatzen, in der umgangssprache norddeutscher gebiete.

SCHNODDRIG, adj. zu schnodder gehörig, rotzig, besonders in seiner übertragenen anwendung in die umgangssprache Norddeutschlands eindringend: nd. ene snoddrige näse, eine nase voller schleim DÄHNERT 439a; een snotterigen junge, ene snotterige deren, junge, mädchen mit rotziger nase. een snotterigen dook, schmutziges tuch, rotzlappe brem. wb. 4, 899; in übertragener anwendung im sinne von überklug, vorlaut, dreist TEN DOORNKAAT KOOLMAN 3, 248b, vgl. FRISCHBIER 2, 307a. JECHT 98a. HERTEL sprachsch. 218. ALBRECHT 205a; kum mi nich so snoddrig, komm mir nicht so frech DANNEIL 200a; schnoddriger kerl, vorlauter, dreister mensch; schnoddrige redensarten, spitze, freche, herausfordernde redensarten, bisweilen in gemildertem sinne.

#286Authormanni3 (305129) 07 Feb 08, 10:39
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related discussion: Norddeutsche Wörter

Wer will, kann ab jetzt im neuen Faden weiterschnacken ;-)

Und manni: Ich bezog mich eher auf die Auss-prache von "schnodder" und "legger" ;-)
#287AuthorBacon [de] (264333) 07 Feb 08, 11:02
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Hallo Bacon[de], das war auch nicht als Korrektur oder so gedacht. Ich find den Eintrag bei Grimm einfach so schnuGGeliSCH ;-))
#288Authormanni3 (305129) 07 Feb 08, 11:17
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Nanana, "schnuggelich" mit "sch" am Ende is aber nich Norddeutsch ;-)
#289AuthorBacon [de] (264333) 07 Feb 08, 11:19
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"Und manni: Ich bezog mich eher auf die Auss-prache von "schnodder" und "legger" ;-)"

Also bei uns zu Hause (Dithmarschen) heißt es eindeutig SchnoTTer, nicht SchnoDDer...
#290AuthorDithmarscher07 Feb 08, 11:24
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Bacon: Ausgleichssprache des deutschen Tropengürtels (ca. 100 km nördlich und südlich des Äquators)
#291Authormanni3 (305129) 07 Feb 08, 11:26
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Sehr schöner Thrad! Aber er gehört mal aufgeräumt! Das's ja ganz schön Kraut un Rüben hier oder aiuch schön: Das sieht aus wie bei Hempels unterm Sofa!
Ich lebe derzeit als gebürtige Hamburgerin ium tiefen Südwestdeutschland in Kaiserslautern. Daher kann ich ein Lied davon singen, wie oft ich mich bei der Verwendung typisch norddeutscher Begriffe ertappe, die hier unten kaum einer versteht.Die innerdeutsche Vermischung der Bevölkerung und der Transport über die Medien macht es aber zunehmend schwieriger, genau zu unterscheidn, was typisch ist. Dennoch hier noch "ein paar" Vorschläge:
tüdel nich so rum (in der Verwednung, wenn jemand z.B. lange bei einer Tätigkeit braucht als nötig)
Handfeger und Schaufel (in hochdeutsch wohl "Kehrgarnitur")
Bonsche als Bonbons
der Puffer als trockener Kuchen aus der Form
Bestellt man an einem Stand mit Würstchen "Vier Kleine" bekommt man vier kleine leckere sog. Domwürstchen, eine Art gebratene Schinkenwurst.
Zuckerei gesüsstes steifgeschlagenes Ei oder Eischnee
der Deubel der Teufel oder auch nett der Mors= Hintern, de Feut= die Füße - das ist zwar alles plattdeutsch, aber schon eher in die normale hamburger Mundart übergegangen.
der Heiermann, das war das damalige 5-Mark-Stück, ein Fuffi ein 50 Mark/ Euro-Schein
#292Authorannikamaria19 Oct 09, 16:15
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@ Sönke:
Bei uns im Bekanntenkreis in Hamburg hat man immer "auseinanderklabüstern" gesagt - müssig darüber zu diskutieren, wie es nun heißt, da es mundart ist, gibt es einfach beides! Aber ein Superbegriff, den man häufig nutzen kann - vorausgesetz man befindet sich im norddeutschen Sprachraum : ) Ich habe den oft verwendet, wenn man z.B. eine Rechnung in die einzelnen Bestandteile zerlegt - wenn z.B. für ein Geschnek zusammngelegt wurde, dann muss auseinanderklabüstern werden, wer wieviel und ob jeder schon gezahlt hat ; )
#293Authorannikamaria19 Oct 09, 16:22
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Was glaubst du eigentlich? Wer sollte hier denn aufräumen? *kopfschüttel*
#294AuthorSCNR19 Oct 09, 16:27
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Nu muss ich doch noch 'n büschen was loswerden. Tschuldigung, daß ich den Begriff Thread falsch geschrieben habe - bevor sich je,mand beschwert ; )
Als Hamburger Kind musste man das Lied kennen - geschrieben wie ich es als Kind ausgesprochen habe, für die richtige Rechtschreibung des z.T. Plattdeutschen bitte googlen : )
An de Eck steit n'Jung mit'n Tüddelband (Springseil), inner annern Hand n'Budderbrod mit Kees (Käse), wenn he bloß nich mit de Been in'n Tüddel kommt (mit den Beinen durcheinander)und da lecht he auch schon lang op de Nes (er ist hingefallen, auf die Nase : ) Un he rasselt mit'n Dassel auf'n Kantstein (und er prallt mit dem Kopf auf die Kante des Bürgersteigs/ Fußwegs) un he bit sich ganz gehörig auf de Tung (und er biss sich stark auf die Zunge), als he upsteit secht he "Het nich wehjedan. Dat is nen Klacks für nen Hamburger Jung". (als er aufstand sagte er, daß es nicht geschmerzt hat, daß es eine Kleinigkeit ist für einen echten Hamburger Jungen und - im Sinne- man doch nicht lange weint). Der Refrain: Klaun klaun Äppel woll'n wir klaun, ruckzuck übern Zaun. Ein jeder aber kann das nich, denn er muss aus Hamburg sein.

So, nun noch das eine oder andere Wort:
bregenklöderig kenn ich für verwirrt, durcheinander - kam hier schon vor
rammdösig kam glaube ich auch schon vor im Sinne von durch Anstrengung ganz durcheinander sein
Ein netter norddeutscher Name ist auch Kuddl. Der trinkt gern Köm (Kümmelschnaps).
Waschlappen = für Waschhandschuh oder auch einen Feigling - ist wahrscheinlich aber nicht ausschließlich norddeutsch
Leierkasten(mann)= das ist aber sicher was typisches, die Drehorgel und der dazugehörige Spieler.
Schietwetter
#295Authorannikamaria19 Oct 09, 17:07
Comment
Das war selbstverständlich nicht als persönliche Aufforderung an jemanden gerichtet, sondern lediglich als ein Ausdruck, daß es schade ist, daß die Threads wie dieser so ungeordnet sind, was natürlich an dem Aufbau der Foren liegt. Man muss daher so viele Wiederholungen und unnötige Beiträge wie den deinen lesen, um die nötigen interessanten Beiträge gelesen zu bekommen.
Da du es anscheinend nicht für nötig hälst, die Nettiquette einzuhalten, und mich hier blöd anschreibst, setze ich für diesen Beitrag an dich auch die Nettiquette außer Kraft.
#296Authorannikamaria19 Oct 09, 17:12
Comment
Mien Deern, 'n "Tüdelband" is keen S-pringseil, sonnern jüümers een Ring ut Holz - kiek mol de Bülders in Guhgel ;-)
#297AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 19 Oct 09, 17:17
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Sühst wohl, dat heff ik ok nich wusst...

Handeule hat meine Mutter immer einen Handfeger genannt. Und natürlich das Fahrtuch, wurde ja schon erwähnt. Schnüsch mag Dänisch sein, ist aber auch ein Angeliter Gericht.
#298Authoranorak unplugged19 Oct 09, 17:28
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Von wegen Netiquette: bereits in #287 wurde auf einen Nachfolgefaden verlinkt.

related discussion: Norddeutsche Wörter
#299Authorbluesky (236159) 19 Oct 09, 19:09
Comment
Von wegen Netiquette: bereits in #287 wurde auf einen Nachfolgefaden verlinkt.

related discussion: Norddeutsche Wörter
#300Authorbluesky (236159) 19 Oct 09, 19:09
Comment
Von wegen Netiquette: bereits in #287 wurde auf einen Nachfolgefaden verlinkt.

related discussion: Norddeutsche Wörter
#301Authorbluesky (236159) 19 Oct 09, 19:09
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