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Betreffto have the long knives out for someone30 Antworten    
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It doesn't surprise me that she declined to take part in his meeting. She's had the long knives out for him ever since he was promoted and she wasn't.
Kommentar
Wie sagt man das auf Deutsch? Es ist viel mehr als "einen Groll hegen."

Danke!
VerfasserKollegin (401177) 30 Jan 13, 18:36
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z.B.

"sie hat ihn auf dem Kieker"

oder - etwas salopper:

"sie hat ihn (gründlich) gefressen" / "er hat bei ihr (auf alle Zeiten) verschissen"
#1VerfasserWoody 1 (455616) 30 Jan 13, 18:39
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Seit er befördert worden war und nicht sie/sie nicht, hatte sie es auf ihn abgesehen.
(ungangssprachlich : hatte sie ihn auf dem Kieker)
#2Verfasserno me bré (700807) 30 Jan 13, 18:41
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Sie steht mit ihm auf Kriegsfuß, da er befördert wurde - und sie nicht.
?
#3VerfasserBraunbärin (757733) 30 Jan 13, 18:41
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Bei ihm gingen ihr die Messer in der Tasche auf ...
#4VerfasserSch.Lawiner (900199) 30 Jan 13, 18:43
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... hat sie das Kriegsbeil ausgegraben ...
#5VerfasserSachs (638558) 30 Jan 13, 18:53
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Es gibt auch im Deutschen etwas mit

Messer geschliffen, Messer gewetzt

aber mehr fällt mir nicht ein.
#6Verfasserher man (774377) 30 Jan 13, 21:54
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Do a wiki search for long knives for the historical/literary allusion. Also known in German, I believe.
#7VerfasserJurist (US) (804041) 30 Jan 13, 22:31
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Es gibt im Deutschen in der Tat die "Nacht der langen Messer" zur Generalabrechnung mit dem politischen Gegner bzw. dem in Ungnade gefallenen Parteiflügel. Also das, was Hitler mit Röhm und dessen Leuten veranstaltet hat.

Für eine Verwendung im privaten oder beruflichen Bereich ist das zu stark.

Da würde ich beim gewetzten Messer bleiben, oder auf dem Kriegsfuß.
#8Verfassermbshu (874725) 31 Jan 13, 04:11
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Ich meine mich an sowas wie" die langen Messer ausgepackt" zu erinnern, wenn jemand richtig Ernst machen und sich bis aufs Blut streiten will. Aber es googelt - für mich überraschend - ziemlich schlecht. Mir war das spontan eingefallen.
#9VerfasserAdvohannes (785343) 31 Jan 13, 10:39
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" die langen Messer ausgepackt" finde ich seltsam.
Bisher gt finde ich 'die Messer gewetzt', 'ihn auf dem Kieker'.
Ggf. 'die Krallen geschärft'
#10Verfasserwor (335727) 31 Jan 13, 10:43
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Unterstützung für Sch.Lawiner #4.

Mein Vorschlag:

Seit er befördert worden war und sie nicht, ging ihr jedesmal das Messer in der Tasche auf, wenn sie ihn sah.
#11Verfasserminima (507790) 31 Jan 13, 10:57
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"auf dem Kieker" und "auf ihn abgesehen" treffen es wohl am besten.
Das sagt klar aus, dass es eine rein persönliche Sache ist, für die "er" nix kann, die nur von ihr ausgeht.

Bei allen anderen Vorschlägen fällt die Schuldlosigkeit des Herren weg; auch wenn sich das wieder aus dem Kontext ergibt.

#12VerfasserKlosterbruder (348449) 31 Jan 13, 11:03
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Bei allen anderen Vorschlägen fällt die Schuldlosigkeit des Herren weg

Entschuldigng, aber das sehe ich etwas anders. Wenn jemandem das Messer in der Tasche aufgeht heißt das, dass man sehr wütend auf jdn ist. Das kann derjenige nun verschuldet haben oder nicht.
Beispiel: Alleine schon der Anfang einer Rede: Liebe Studenten, liebe Anwesende
bringt einen bestimmten Leoniden dazu, dass im sämtliche Messer in der Tasche aufspringen. Was kann die Anrede dafür, dass man so wütend ist/wird?
Noch einmal Entschuldigung, aber mein Nick ist Programm.

#13VerfasserSch.Lawiner (900199) 31 Jan 13, 11:31
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Ich sehe den Unterschied eher so:

"Das Messer geht mir in der Tasche auf, wenn ich ihn sehe" = Ich reagiere (jedesmal neu) mit spontaner Abneigung/Wut (unabhängig vom "Verschulden")

"Ich habe ihn auf dem Kieker / es auf ihn abgesehen" = Ich hege über einen längeren Zeitraum durchgehend Groll, nicht (nur) impulsiv, sondern als bewusste Entscheidung meinerseits (ob er es nun "verdient" hat oder nicht)
#14Verfassererasmus (723849) 31 Jan 13, 11:42
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Ich gebe à propos "Schuldlosigkeit" noch zu bedenken, dass Beförderungen im wahren Leben nicht immer (wie vielleicht auch andere aus eigener Erfahrung bestätigen werden) so ganz unschuldig daherkommen. Der besagte Kollege mag ja ein Schlawiner sein, der sich an den "richtigen" Stellen profiliert - jedenfalls gibt der OP von Schuld oder Unschuld nichts her.
Dass die Dame dann auf ihn und nicht auf die "Beförderer" sauer ist, lässt womöglich sogar darauf schließen, dass er ihres Wissens nicht so ganz unschuldig ist.

Mein Tübchen Senf.

Den "Kriegsfuß" der Braunbärin finde ich hier eigentlich am passendsten.
#15Verfasserweißnix (236288) 31 Jan 13, 11:44
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Ach herrje... Geht das schon wieder los...

SINN des Quellsatzes ist es, zu vermitteln, dass die Dame auf den Herrn sauer ist, da er befördert wurde, sie jedoch nicht. DAS ist der Grund dafür, dass sie ihn nicht abkann.
Ihre Ablehnung seiner Person wurde also nicht durch ihn verschuldet; wenn dies so wäre, hätte man den Quellsatz anders formuliert: Dieser wendet sich nur der Dame in negativer Weise zu, betont zweimal, dass die Sache von ihr ausgeht: Durch die "long knives" und die folgende Erklärung. Wäre er nicht ganz unschuldig gewesen, hätte der Autor den Satz dahingehend entschärft. Solche Dinge formuliert man, wenn man die Grundlosigkeit der Ablehnung betonen möchte.

Daher kommen nur die Formulierungen "auf dem Kieker" und "auf ihn abgesehen" in Betracht. Alles andere lässt den Grund der Animositäten unter den Tisch fallen.

Schlawiner: Es geht aber nun mal darum, dass es der Herr NICHT verschuldet hat; sonst ginge der Originalsatz nicht auf den Grund ein. Die Begründung wirkt noch verstärkend auf die langen Messer.


Zudem: "liebe Anwesenden" - ohne das "n" wäre nur eine einzige, weibliche Person gemeint.


Mensch, Kinders... Wo bleibt Euer Sprachgefühl; wenn nicht auf der Strecke?
#16VerfasserKlosterbruder (348449) 31 Jan 13, 11:59
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Evtl. noch in dieser Richtung, je nachdem wie heftig es ist:

.. bekämpft ihn bis aufs Messer
.. führt einen Kampf bis aufs Messer
#17VerfasserAdvohannes (785343) 31 Jan 13, 12:08
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Seitdem er...,zückt sie das Messer gegen ihn.
Seitdem er...,fährt sie die Krallen gegen ihn aus.
#18Verfasserhereami (863914) 31 Jan 13, 12:15
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Daher kommen nur die Formulierungen "auf dem Kieker" und "auf ihn abgesehen" in Betracht.

Na mit einem "nur" wäre ich da etwas vorsichtig, es gibt immer eine andere Möglichkeit ;-)
Aber auch von mir eine klare Stimme für den Kieker, und eine fast so klare für "auf ihn abgesehen".

"Auf dem Kriegsfuß stehen" ist eine schöne Formulierung die passen kann, aber nicht muss - das deute ich eher so, dass sie nicht mit ihm umgehen kann, dass die Angelegenheit laut, unsachlich und polemisch wird, sobald beide miteinander zu tun haben.
Vielleicht täusch mein Sprachgefühl oder -verständnis auf englischer Seite, aber für mich klingt ihre Haltung durchaus lauernd, auf den richtigen Moment wartend.
#19VerfasserYora Unfug (694297) 31 Jan 13, 12:16
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"jemanden auf dem Kieker haben" bedeutet m.M.n. "jemanden nach irgendeinem Vorfall oder aus irgendwelchen sonstigen Gründen genau beobachten, auf Fehler lauern, bei jeder sich bietenden Möglichkeit ihn anschwärzen, ihm seine Fehler unterjubeln etc. etc."

z.B. "Seit mich der Lehrer beim Abschreiben erwischt hat, hat er mich auf dem Kieker."
"Seit ich auf der Betriebsfeier mit der Freundin unseres Abteilungsleiters geflirtet habe, hat er mich auf dem Kieker."


Das ist eine andere Qualität, als auf jemanden so sauer zu sein, dass man beim bloßen Anblick oder schon bei der Erwähnung der Person wütend wird bzw. dass man sogar "Gewaltphantasien" bekommt.

Im ersten Satz des OP heißt es, dass die Frau ihre Teilnahme an der Besprechung abgesagt hat.
Begründung im zweiten Satz: Sie ist so sauer auf ihn, dass ...

Man mag sich über die Formulierung "Messer in der Tasche aufgehen" streiten (obwohl sie m.M.n. gut zur Sprachebene passen würde), aber eine "Schuldfrage" besteht hier nicht.
#20Verfasserminima (507790) 31 Jan 13, 12:20
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Komplott/Anschlag/Angriff
#21Verfassernoli (489500) 31 Jan 13, 12:32
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@minima: Ich glaube bez. "Schuldfrage" hast Du da was falsch verstanden. Klosterbruder wollte doch (na logisch) nur darauf hinweisen, daß der HERR nicht daran schuld ist. Der kann sich ja nicht um alles kümmern. scnr
#22VerfasserAdvohannes (785343) 31 Jan 13, 12:33
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Man mag sich über die Formulierung "Messer in der Tasche aufgehen" streiten

Also ich mag das nicht...ich finde aber, diese Formulierung verwendet man eher in Bezug auf sich selbst ("Mir geht jedesmal das Messer in der Tasche auf wenn ...") oder die Allgemeinheit ("Da geht einem doch das Messer ..."), um eine subjektive Meinung zu äußern.

Mit einem Pronomen der dritten Person finde ich es ungewöhnlich, vor allem in einem objektiv-erklärenden Kontext wie hier:

Es wundert mich gar nicht, dass sie nicht am Meeting teilnimmt. Seit er befördert wurde und sie nicht, geht ihr das Messer in der Tasche auf wenn sie ihn sieht.

-> In meinen Augen eher ungewöhnlich.
#23VerfasserYora Unfug (694297) 31 Jan 13, 12:36
Quellen
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#16
Wer zum Thema "Liebe Anwesende/n" weiterlesen möchte, findet in der o. g. Diskussion jede Menge Stoff.
#24VerfasserLutz B (319260) 31 Jan 13, 12:37
Kommentar
@Advohannes #22: Ach klar, jetzt wo Du's sagst! ;D


@Yora #23: Ok, ich hab die "Messer in Tasche"-Formulierung auch noch nicht in der dritten Person gehört, würde mich aber auch nicht an ihr stören.

Wie wäre es hiermit:

"Es wundert mich gar nicht, dass sie nicht am Meeting teilnimmt. Seit er befördert wurde und sie nicht, ballt sie ja schon die Fäuste, wenn sie ihn nur sieht."
#25Verfasserminima (507790) 31 Jan 13, 12:48
Kommentar
@Yora #23: Ok, ich hab die "Messer in Tasche"-Formulierung auch noch nicht in der dritten Person gehört, würde mich aber auch nicht an ihr stören.

Würde ich wohl auch nicht wenn ich ihr tatsächlich begegne - aber wenn ich bei LEO darüber nachdenke, was ich empfinden würde wenn ich sie läse/hörte, dann fällt mir so etwas gewaltig auf ;-)
#26VerfasserYora Unfug (694297) 31 Jan 13, 12:52
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;)) Yora! Ja, geht mir manchmal genauso!

Gerade ist mir noch eingefallen: "Seit ..., liegt sie mit ihm im Clinch."


Edith meint, dass das nicht so ganz passt, da es eine aktive Beteiligung von seiner Seite voraussetzen würde. Ich lass es trotzdem mal stehen ... als ein Beitrag zum allgemeinen Brainstorming. ;)
#27Verfasserminima (507790) 31 Jan 13, 12:59
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Ok, hab jetzt mal ein bisschen gegoogelt nach "has the long knives out for":
https://www.google.de/#q=%22has+the+long+knives+out+for%22&hl=de&tbo=d&psj=1&ei=...

Der Ausdruck scheint mir besonders häufig im Zusammenhang mit "Presse/Medien gegen jemanden" oder "Parteien gegeneinander" vorzukommen.

Also vielleicht etwas in Richtung "... lässt sie kein gutes Haar an ihm" ?
Eventuell etwas stärker?
#28Verfasserminima (507790) 31 Jan 13, 13:21
Kommentar
Lutz: An genau diesen Beitrag erinnerte ich mich natürlich ebenfalls.
Da habe ich mir damals so dermaßen an den Kopp gepackt...
Einfach nicht zu fassen, dass die Leute nicht zwischen Adressierung weiblicher Personen im Singular (die "Studierende") und der Adressierung der gesamten Audienz im Plural (die "Studierenden") unterscheiden konnten. Erschreckend, das es so Viele waren... :/
Wie ein Kampf gegen die berüchtigten Millionen Fliegen. :D
#29VerfasserKlosterbruder (348449) 31 Jan 13, 15:13
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OT Die Don Quixotes haben damals nur übersehen, dass substantivierte Adjektive wie Adjektive ohne das mitgedachte Substantiv gebeugt werden.

"die" ist ein Artikelwort, "liebe" aber ein Adjektiv und bei zwei Adjektiven wird parallel gebeugt:

die Studierende (Frau) - die Studierenden (Menschen)
Liebe Studierende (Frau) - Liebe Studierende (Menschen)

#30Verfassermanni3 (305129) 31 Jan 13, 16:05
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