äÄöÖüÜß

Lautschrift

Deutsch
Monophthonge
ɛɪɔɶøʏ
Diphthonge
au̯ai̯ɔʏ̯
Konsonantensystem
çʤŋʃʀʁʒ
Englisch
Monophthonge
ɛɜɪɔʊəɑɐɒæ
Konsonantensystem
ŋθʃʒçʍɹɻɫɾ
Diakritische Zeichen
ˈː
 
leo-ende

Subjectzusammendetschen
Sources
"Zweigs Scheitel scheint in beiden Vergleichen ca. einen ganzen Zentimeter hoeher hinaufzureichen, und wir koennen uns ueberlegen, inwieferne das darauf zurueckzufuehren sei, dass Tutenchamon schon in einem so ungewoehnlich fruehen Alter starb oder aber auch darauf, dass der Schaedel des Mannes durch den toedlichen Schlag, den er erhielt, um ein Entsprechendes zusammengedetscht worden sei."
Comment
Ich habe das Obige schon weitestgehend ins Englische uebertragen und benoetige es nicht fuer einen Text, der sprachlich besonders perfekt sein muss, sondern nur fuer ein privates Kommuniqué (an Prof. Finkelstein).
Author H. Dunkelberg (9163) 05 Mai 13, 01:32
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zusammengedetscht = zusammengestaucht, zusammengedrückt
#1Author Illdiko (763882) 05 Mai 13, 01:40
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squished together (oder "up") kommt von der Sprachebene hin. Ich würde das Wort "zerdätschen" schreiben (cf. Zwetschgendatschi).
#2Author Lady Grey (235863) 05 Mai 13, 01:43
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Die Textpassage ist stilistisch inhomogen, sprich "zusammengedetscht" passt von der Sprachebene her überhaupt nicht zum Rest. In einer druckreifen Übersetzung würde man daher im Englischen das dialektale Sprachregister gerade nicht beibehalten.
#3Author Illdiko (763882) 05 Mai 13, 01:47
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Zu #3:

Vorsicht! Solche ganz konkrete Vorgaenge des Alltagslebens verlangen vielfach auch noch in zu druckenden [wissenschaftlichen] Texten nach recht rustikalen Ausdruecken. Die Sache wird da irgendwann so wichtig, dass man lieber ein Zusaetzliches an inhaltlicher Feinheit gewinnt, als etwa um jeden Preis nur moeglichst trocken und abgestanden zu klingen.

Ich gehe davon aus, dass man fuer Texte, mit denen man dergestalt wirklich an der vordersten Frontlinie eines wissenschaftlichen Abwaegens sondiert, innerhalb des deutschen Sprachbereiches zur Zeit allerdings keinen besonders finanzstarken Verleger finden wuerde (die Subventionen haben hier ja mittlerweile - nach den Privatschulen und den Steinkohlenzechen - sogar schon die Automobilfabrikanten und die Banken erreicht. Wozu da noch wirklich etwas leisten, wenn man, ganz offensichtlich, auch mit schierer Show durchkommt?!).
#4Author H. Dunkelberg (9163) 05 Mai 13, 01:57
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Mit der These, dass man auch wissenschaftliche Sachverhalte prägnant und farbig formulieren kann, ohne an Präzision zu verlieren, rennst du bei mir offene Türen ein. Das ist nicht nur möglich, sondern sogar ein Zeichen besonderer Kompetenz und Souveränität. Es sind ja in der Regel die weniger Kompetenten, die ihren Mangel an Durchblick bzw. Leserorientiertheit durch "fachlich" oder "fremd" klingende Ausdrücke und geschraubte Formulierungen ausgleichen wollen.

Mit einem einzelnen Dialektausdruck (zusammengedetscht) innerhalb eines Absatzes von 54 Wörtern zwei Stilebenen höher und mit umständlichem Satzbau kann dieses Ziel allerdings nicht erreicht werden. Sollte das also tatsächlich Absicht gewesen sein - was ich bezweifle - dann fehlt dem Autor erst recht die Kompetenz, sie richtig umzusetzen.
#5Author Illdiko (763882) 05 Mai 13, 02:24
Sources
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...als zusätzliche Information.

Übrigens ist "inwieferne" des Guten zu viel, zumal hier auch gar kein Dativ in Sicht ist. Den Konjunktiv "und wir koennen uns überlegen, inwiefern das darauf zurückzuführen sei, dass..." kann man für manieriert halten; ein Indikativ Präsens täte, äh, tut es hier auch.
#6Author Erste_Schicht (915436) 05 Mai 13, 03:07
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Wie #5.
#7Author Mr Chekov (DE) (522758) 05 Mai 13, 08:20
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