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leo-ende
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Betreff

bio dad

14 Antworten    
Kommentar
mein leiblicher vater would be my biological father, but is there a shorter, more casual way of saying it? A student who is adopted wants to talk about her bio relatives: my bio dad, my bio aunt, etc. Is there something other than leiblicher Vater, leibliche Tante? That sounds rather formal to me.

Danke!
VerfasserAmy-MiMi (236989) 19 Mai 17, 16:55
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Ich kenne einige Adoptierte und habe fast immer leiblich gehört. Je nach individueller Familienstimmung vielleicht auch mal selten meine eigentliche Mutter, meine richtige Mutter. Meine leibliche Mutter ist mMn Standard.
#1VerfasserMattes (236368) 19 Mai 17, 16:59
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Hier ein paar Synonyme von leiblich, die vielleicht passen könnten aber auch nicht kürzer sind:
blutsverwandt, direkt verwandt, richtig, tatsächlich, wirklich ...

edit: wie in #1
#2Verfasserem be (1139558) 19 Mai 17, 17:03
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Ich hab' auch schon von Leuten gehört, dass sie über ihren "biologischen Vater" reden ... meist (nicht immer) drückt das dann eine gewisse Distanz oder gar Ablehnung aus ...
#3Verfasserno me bré (700807) 19 Mai 17, 17:18
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Das mit der Distanz sehe ich auch so.
Ich kenne auch keine kürzere ugs. Bezeichnung, die allgemein üblich wäre. Manche benennen ihre leiblichen und sozialen Eltern unterschiedlich (Mutter/Vater vs. Mama/Papa) oder stellen die Vornamen davor. In einer Familie macht das das Pflegekind so: Susanne-Mama und Dani-Mama/Jan-Papa und Thomas-Papa.

Bio- als Vorsilbe ist mir nur in der Kombi Bio-Deutscher bekannt.
#4VerfasserSelima (107) 19 Mai 17, 17:25
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Thanks.

Bio-Deutscher? A German who eats organic food?
#5VerfasserAmy-MiMi (236989) 19 Mai 17, 17:30
Quellen
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Nein, ein deutsch-deutsch-deutsch-deutscher Deutscher (am besten mit Ahnenpaß) im Ggs. zum Afrodeutschen oder eingebürgerten Türken oder sogar auch noch den Schimanskis und Grabowskis, deren Urgroßeltern vor 100 Jahren ins Ruhrgebiet kamen. Die nennt man in den gerade wieder aufkeimenden Leitkulturdiskussionen gern mal Bio-Deutsche.

Bitte beachte v.a. die Schlagzeile im dritten Link ;-)


#6VerfasserSelima (107) 19 Mai 17, 17:37
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"leiblich" wird m.W. nur auf die Eltern bezogen, also "leiblicher Vater", "leibliche Mutter". Die weitere Verwandtschaft ist dann "blutsverwandt" (s. #2). Das wird übrigens auch verwendet, wenn zwischen blutsverwandten und angeheirateten ("verschwägerten") Familienangehörigen unterschieden werden soll.

Familienintern gibt es natürlich jede Menge Möglichkeiten, die Verwandtschaftsgrade auszudrücken. Ein mir bekanntes Szenario: Anna und Anton haben jeweils bereits Kinder, als sie zusammenkommen. Der Ex-Partner von Anna und die Ex-Partnerin von Anton gehen jeweils eine neue Beziehung ein, aus der jeweils Kinder entspringen. Die Tochter von Anna und Anton spricht von "Geschwistern, Halbgeschwistern, Beutegeschwistern". (Wie sich das für ordentliches Patchwork gehört, hat sie zu allen ein gutes Verhältnis.)

In der Zukunft wird es sicherlich neue, auch offizielle Kategorien geben: Wenn eine Frau eine Eizelle spendet, eine andere Frau das Kind austrägt, wer ist dann die leibliche Mutter? Die genetische Mutter ist auf jeden Fall die Eizellenspenderin ... http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzei...
#7VerfasserRaudona (255425) 19 Mai 17, 18:16
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Als ebenfalls Beteiligte an einem Adoptivdreieck (biologische Eltern - Adoptivkind - Adoptiveltern) möchte ich anmerken, dass "eigentliche Eltern", "richtige Eltern", "tatsächliche E.", "wirkliche E." o.ä. im Kontext total verpönt sind. Adoptiveltern wehren sich mit Recht gegen diese Nomenklatur (sind sie denn selbst "unrichtige" oder "falsche" Eltern? - Sind Adoptivkinder im Gegenzug denn "unwirkliche Kinder"?), denn es zielt auf die Definition des Begriffs Eltern.

Ich kenne nur die Begriffe "leibliche Eltern" oder auch "biologische Eltern", wobei ich "leiblich" nicht als übermäßig formal ansehe, aber das "biologisch" eher etwas unnätürlich (sic!), vielleicht sogar vom Englischen her beeinflusst.
#8Verfasserthisismyknick (1117613) 19 Mai 17, 18:28
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Zum Gl...Luckily I haven't immigrated to Germany, otherwise I'd have to call myself Amy-MiMi-MiMiMi.

*editier* @thisismyknick: Re "real parents": I understand what you mean. Biologisch sounds like it comes from English, and I agree it sounds "etwas unnätürlich." I was just trying to figure out what people with such a background would really say in Germany.
#9VerfasserAmy-MiMi (236989) 19 Mai 17, 18:30
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Bio- als Vorsilbe ist mir nur in der Kombi Bio-Deutscher bekannt.

Es gibt auch Biofrauen bzw. -männer. Nämlich solche, die keine Transpersonen sind. Eigentlich wäre die richtige Bezeichnung Cis-, aber das ist außerhalb der Szene völlig unbekannt.
#10Verfasserbluesky (236159) 19 Mai 17, 18:46
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So wie Transperson auch.
#11Verfassermbshu (874725) 19 Mai 17, 23:34
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Im Umfeld von Adoptionen ist "leiblich" wohl das Wort der Wahl.

In Konstellationen, wo die Verbindung zwischen biologischem Vater und Mutter zu Bruch gegangen ist, höre ich oft ein sehr distanziertes "Erzeuger".

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Ich lebe im Pott, und für mich ist die Einwanderung von Polen hierher nur etwas weniger lang her, als die Völkerwanderungen. Die Schimanskis, Grabowskis und Cervinskis sind inzwischen voll assimiliert. Dass es überhaupt das Wort "Ruhrpolen" (Siehe Wikipedia) gibt, war mir bisher völlig unbekannt.
#12VerfasserHarald (dede) [de] (370386) 20 Mai 17, 10:10
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@ 12: Aber daß Du in Bochum die Currywurst noch mit Zloty bezahlen kannst, weißt Du schon?
#13Verfassermbshu (874725) 20 Mai 17, 10:24
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In Diskussionsforen zum Thema Adoption oder Patchworkfamilien ist der Begriff Bioeltern völlig gängig.
#14VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 20 Mai 17, 10:56
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