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    Sprachlabor

    Welche Anführungszeichen beim Zitieren englischer Wörter/Sätze in deutschen Texten?

    Betrifft

    Welche Anführungszeichen beim Zitieren englischer Wörter/Sätze in deutschen Texten?

    Kommentar
    Sind Zitate englischer Wörter/Sätze innerhalb eines deutschen Textes mit deutschen oder englischen Anführungszeichen zu versehen?
    VerfasserAlfred Bäcker (767679) 20 Mär. 11, 20:18
    Kommentar
    Innerhalb eines Textes zitiert man immer einheitlich mit derselben Form von Anführungszeichen (seien es gerade, typographische, französische...), egal aus welcher Sprache die Zitate kommen (und welche Zeichenform in ihnen ursprünglich verwendet wurde). Wen Du also sonst 'deutsche' Anführungszeichen verwendest, dann auch für Deine englischsprachigen Zitate.
    #1Verfasserlunatic. (406119) 20 Mär. 11, 20:23
    Kommentar
    Herzlichen Dank!

    Und wie verhält es sich, wenn ein englisches Zitat beispielsweise in einem eigenen Absatz steht?
    #2VerfasserAlfred Bäcker (767679) 21 Mär. 11, 10:30
    Kommentar
    Wenn du MS Word verwendest, musst du da aufpassen. Das Programm erkennt Sprache nach Sätzen und sobald es einen Satz einer Sprache zugeordnet hat, setzt es die Satzzeichen nach deren Konvention.

    Da ich aber lunatic. zustimme, dass es in deinem Text nur eine Art Interpunktion geben sollte, und zwar die der Sprache des Fließtextes, musst du da manuell eingreifen.
    #3VerfasserRheiner (762589) 21 Mär. 11, 10:30
    Kommentar
    Und wie verhält es sich, wenn ein englisches Zitat beispielsweise in einem eigenen Absatz steht?

    Meinst du damit die eingerückten längeren Zitate, die mehr als drei Zeilen lang sind? Bei denen stehen in den mir bekannten Zitierstilen überhaupt keine Anführungszeichen.
    #4VerfasserAnna21 Mär. 11, 10:38
    Kommentar
    @ Rheiner:
    Ich empfehle stattdessen, die automatische Spracherkennung auszuschalten. Gerade in Texten mit vielen fremdsprachigen Fachbegriffen erzeugt sie nur Unfug.
    #5Verfasser Lutz B (319260) 21 Mär. 11, 10:52
    Kommentar
    Und wie verhält es sich, wenn ein englisches Zitat beispielsweise in einem eigenen Absatz steht?

    Wie die Vorredner schon sagten:
    - Es bleibt dabei, dass es in einem Text nur eine Art von Anführungszeichen geben sollte.
    - Vorsicht: MS Word führt in Die Irre und verändert (bei entspr. Einstellung) eigenmächtig die Zeichen. Hier ist Wachsamkeit und ggf. Veränderung der Einstellungen/manuelle Korrektur nötig.
    - Bei längeren Zitaten, die einen eigenen Absatz bilden, wird im allg. auf gesonderte Anführungszeichen verzichtet, da der Zitatcharakter bereits durch die Sonderformatierung (Einzug, Zeilenabstand, Schriftgrad...) deutlich wird.

    Wenn Du Dich nicht zwischen ›deutschen‹ und ›englischen‹ Anführungszeichen entscheiden kannst, sind vielleicht die ›französischen‹ ein guter Kompromiss;-) Ernsthaft: die »Guillemets« haben auch weitere Vorteile (Schriftbild, keine Verwechslungsgefahr der einfachen Anführung mit Apostrophen und Kommas).
    #6Verfasserlunatic21 Mär. 11, 10:54
    Kommentar
    Danke euch sehr für eure Antworten.

    @Anna: Nicht unbedingt.

    @lunatic: Ist es denn guter Stil Zitate ausschließlich durch Formatierung abzugrenzen und dabei gänzlich auf Anführungszeichen zu verzichten? Nicht, dass man nachher des Plagiats beschuldigt wird.
    Bei Guillemets ist erst mal die Frage zu klären, wie rum man sie setzt. ;-)
    #7VerfasserAlfred Bäcker (767679) 21 Mär. 11, 20:23
    Kommentar
    Ist es denn guter Stil Zitate ausschließlich durch Formatierung abzugrenzen und dabei gänzlich auf Anführungszeichen zu verzichten? Nicht, dass man nachher des Plagiats beschuldigt wird.

    In vielen Zitierstilen ist es ein Formfehler, Zitate ab einer bestimmten Länge nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen wiederzugeben. Durch den Einzug/geringeren Zeilenabstand bzw. Schriftgrad und die Quellenangabe ist klar, dass es sich um ein Zitat handelt. Siehe zum Beispiel:

    http://books.google.de/books?id=jXmxtXsOE3QC...
     
    Ob diese Vorgehensweise für dich relevant ist, hängt von dem in deinem Fach üblichen Zitierstil ab.
    #8Verfasser Nicki (DE) (616721) 21 Mär. 11, 21:19
    Kommentar
    Ist es denn guter Stil Zitate ausschließlich durch Formatierung abzugrenzen und dabei gänzlich auf Anführungszeichen zu verzichten? Nicht, dass man nachher des Plagiats beschuldigt wird.

    Ja, das ist durchaus guter Stil - und wird, wie von den Vorrednern gesagt, von etlichen Zitierrichtlinien sogar zwingend gefordert. Eine Plagiatsbeschuldigung ist keinesfalls zu befürchten, da die Kennzeichnung des Zitates durch a) den gesonderten Einzug, b) Zeilenabstand u. c) Schriftgrad i.V.m. d) der Zitation (4 Signale) ggf. sogar deutlicher ist als bei der bloßen Zitierung mit a) Anführungszeichen und b) Zitation (2 Signale).

    NB: im Fall eines gewissen Freiherrn ging es darum, dass jegliches Signal fehlte...

    Bei Guillemets ist erst mal die Frage zu klären, wie rum man sie setzt.
    Nö! ganz einfach genau andersrum als die Franzosen;-)

    Die »Imprimerie Nationale« schreibt im Französischen die Anwendung der französischen Guillemets mit der Spitze nach außen vor. « » (...) Im deutschsprachigen Raum werden die Guillemet dagegen mit der Spitze nach innen verwendet. [» «]
    http://www.typolexikon.de/g/guillemet.html
    #9Verfasserlunatic. (406119) 22 Mär. 11, 20:26
     
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