Mich beschleicht der Verdacht, dass die Liste nicht ganz nach wissenschaftlich haltbaren Kriterien entstanden ist. Es scheint mir, dass hier vor allem Tageszeitungen analysiert wurden, da häufen sich dann natürlicherweise Begriffe aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Finanzwesen.
Bei
Wikipedia findet man im Wesentlichen die gleiche Liste (hab die einzelnen Positionen nicht verglichen). Dort werden ebenfalls Zweifel geäußert. Unter den 207 häufigsten deutschen Wörtern findet sich da sogar der
Paragraph. Bitte - wann benutzt man dieses Wort schon im Alltag? Und wenn man sich die 20 häufigsten Substantive ansieht, so findet man typisches Zeitungsvokabular: Prozent (angeblich das häufigste Substanitv der deutschen Sprache!), Million, Milliarde, Deutschland, Berlin, Unternehmen, Regierung, etc. Ich glaube kaum, dass das der Alltagswortschatz in einer durchschnittlichen deutschen Familie ist. Dafür fehlen Allerweltswörter wie Frau, Mann, Kind, Auto, Haus, ...
Ich vermute, dass diese Statistik nicht einmal repräsentativ für die deutsche
Schriftsprache ist. Würde man belletristische Literatur auswerten, sähe das sicher schon ganz anders aus. Und erst recht, wenn man die Umgangssprache betrachtet.