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    Sprachlabor

    als + Akkusativ oder Nominativ?

    Betrifft

    als + Akkusativ oder Nominativ?

    Kommentar
    Heisst es

    "Er hat eine Stelle als stellvertretenden Direktor"
    oder
    "Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor"?
    Verfasser mordnilap (835133) 20 Dez. 11, 13:21
    Kommentar
    "Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor"

    Oder : "Er hat die Stelle des stellvertretenden Direktors"
    #1Verfasser no me bré (700807) 20 Dez. 11, 13:29
    Kommentar
    Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor.

    *herumprobier*
    Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor.
    Ihm wurde eine Stelle als stellvertretender Direktor angeboten.
    Ihnen als stellvertretendem Direktor sage ich das ganz im Vertrauen.
    Ich schlage ihn als stellvertretenden Direktor vor.
    Ich werde ihn als stellvertretenden Direktor einstellen.

    Da soll sich einer auskennen.
    #2Verfasser igm (387309) 20 Dez. 11, 13:32
    Kommentar
    Danke ihr beiden!
    #3Verfasser mordnilap (835133) 20 Dez. 11, 13:51
    Kommentar
    mordlinap, falls Du nicht aus der Schweiz bist: es heißt ...
    #4Verfasser passionato (835913) 20 Dez. 11, 16:11
    Kommentar
    @4:

    passionato, ob du nun aus der Schweiz oder sonstwoher bist:

    es heißt "mordnilap" ;-)
    #5Verfasser Woody 1 (455616) 20 Dez. 11, 16:40
    Kommentar
    @4: Ja, ich bin tatsächlich aus der Schweiz.

    @5: Danke, Woody, dass Du gegen die sinnentstellende Verunstaltung meines Namens eingeschritten bist! :-)
    #6Verfasser mordnilap (835133) 20 Dez. 11, 17:05
    Kommentar
    @6:

    Nix zu danken - war mir ein Bedürfnis ;-)

    (Bei der Steilvorlage konnte ich auch einfach nicht widerstehen ...)
    #7Verfasser Woody 1 (455616) 20 Dez. 11, 17:10
    Kommentar
    Vielleicht noch kurz zur ERklärung: "als" ist eine sog. Gleichsetzungspräposition, immer in demselben Kasus wie das Vergleichsobjekt/das Bezugsnomen. Hier noch einmal die Beispiele von igm:

    Er (= Nom.) hat eine Stelle als stellvertretender (= Nom.) Direktor.
    Ihm wurde eine Stelle (= Nom.) als stellvertretender (= Nom.)Direktor angeboten.[Hier würde ich sagen: Ihm wurde die Stelle des/eines stellvertretenden Direktors angeboten]
    Ihnen (= Dat.) als stellvertretendem (= Dat.) Direktor sage ich das ganz im Vertrauen.
    Ich schlage ihn (= Akk.) als stellvertretenden (= Akk.) Direktor vor.
    Ich werde ihn (= Akk.) als stellvertretenden (= Akk.) Direktor einstellen.
    #8Verfasser Ingeborg (274140) 20 Dez. 11, 20:40
    Kommentar
    Ingeborg, ich glaube, die Wendung "eine Stelle als ..." gehorcht nicht der genannten Regel. Sonst würden die ersten beiden Sätze so nicht funktionieren. Denn warum soll im ersten Satz "Er" das Vergleichsobjekt sein, aber im zweiten Satz "eine Stelle"?
    #9Verfasser Lutz B (319260) 21 Dez. 11, 08:38
    Kommentar
    @Ingeborg:

    Er (= Nom.) hat eine Stelle als stellvertretender (= Nom.) Direktor.

    Müsste das dann nicht so lauten:

    Er hat eine Stelle (=Akk.) als stellvertretenden (= Akk.) Direktor.
    #10Verfasser mordnilap (835133) 21 Dez. 11, 08:41
    Kommentar
    Das "als" in "eine Stelle als ..." ist keine Gleichsetzungspräposition.
     
    Er als stellvertretender Direktor: Er = stellvertretender Direktor
    eine Stelle als stellvertretender Direktor: eine Stelle ≠ stellvertretender Direktor
    #11Verfasser Lutz B (319260) 21 Dez. 11, 08:54
    Kommentar
    edit: gelöscht
    #12Verfasser manni3 (305129) 21 Dez. 11, 12:10
    Kommentar
    Ich habe lange in den Grammatiken gesucht, hatte in #12 viel Unpassendes getippt und wieder gelöscht, fand letztlich aber nichts genau Passendes zum Ausgangssatz.

    Kann es sein, dass die Formulierung eigentlich nicht als standardsprachlich gilt und deshalb in den Büchern nicht beschrieben wird? Ist es eine umgangssprachliche Mischung von
    "Er hat die Stelle eines stellvertretenden Direktors" und
    "Er arbeitet als stellvertretender Direktor"?


    #13Verfasser manni3 (305129) 21 Dez. 11, 13:39
    Kommentar
    Ich wollte gestern auch schon schreiben, dass die mit "als" beschriebene Erläuterung immer im Fall des Bezugswortes steht, wurde dann aber stutzig, dass das einmal "er" und einmal "die Stelle" sein sollte. Ich versteh's nicht, auch wenn ich es als Muttersprachler intuitiv immer richtig machen würde.

    Das DWDS listet zwar jede Menge Beispiele, sagt aber kein Sterbenswörtchen zur Grammatik:

    als
    Konj.
    I. a. + Subst., Adj. gibt eine nähere Erläuterung zum Beziehungswort ♦ in der Eigenschaft
    a) ⇓
    er a. Arbeiter
    wir wissen a. moderne Menschen
    ich rate dir a. meinem Freund
    der Kranke fragte den Arzt a. den berufenen Ratgeber
    die Verdienste Einsteins a. Physiker
    [die] Charakterisierung der Rosaline als eines ... gefährlichen Weibsstücks — Th. Mann Faustus 6,293
    er legte sein Amt a. Vorsitzender nieder
    In seinem Brief, der ... mich als Bekenntnis, in seiner spöttischen Zerknirschtheit, außerordentlich ergriff — Th. Mann Faustus 6,176
    a. Schlosser arbeiten
    a. Bittsteller kommen
    a. Delegierter teilnehmen
    (in seiner Eigenschaft) a. Minister, nicht a. Privatmann handeln
    sich a. Tyrann entpuppen
    ich empfehle mich a. Ihr ergebener ...
    jmdn. a. Freund begrüßen, a. Sieger feiern, a. Betrüger entlarven
    etw. a. gute Ware verkaufen, anpreisen
    http://www.dwds.de/?qu=als&view=1
    #14Verfasser RE1 (236905) 21 Dez. 11, 14:13
    Kommentar
    In den Beispielen von DWDS kommt kein Fall im Sinne der Anfrage vor, oder? In allen Sätzen gilt zweifellos die Kasuskongruenz, z. B. fragte den Arzt als den berufenen Ratgeber.
    #15Verfasser manni3 (305129) 21 Dez. 11, 14:25
    Kommentar
    @15: im Beispiel darunter nicht:

    die Verdienste Einsteins als Physiker

    wäre ja sonst die Verdienste Einsteins als Physikers
    #16Verfasser mordnilap (835133) 21 Dez. 11, 14:31
    Kommentar
    Doch: die Verdienste Einsteins a. Physiker

    Warum nicht: "die Verdienste Einsteins als Physikers"? (außer: weil's blöd klingt.)
    #17Verfasser RE1 (236905) 21 Dez. 11, 14:32
    Kommentar
    Dazu ein Zitat aus #12 ;-))
    Da geht es aber um den Genitiv - der ist und hat doch immer etwas Besonderes ;-)

    2. Die an einen attributiven Genitiv angeschlossene als-Gruppe steht ebenfalls im Genitiv, wenn sie ein Artikelwort bei sich hat:
    Die Besteigung des Berges als des schwierigsten Gipfels des Massivs ...

    3. Hat die an einen attributiven Genitiv angeschlossene Konjunktionalgruppe mit als keinen Artikel bei sich, dann steht sie gewöhnlich im Nominativ (nur bei Ausdrücken mit attributivem Adjektiv kommt gelegentlich auch der Genitiv vor):
    Die Besteigung des Berges als schwierigster Gipfel des Massivs ...


    #18Verfasser manni3 (305129) 21 Dez. 11, 14:34
    Kommentar
    Ich finde es immer noch etwas rätselhaft. In 90% der Fälle scheinen Subst. + als + Subst. gemeinsam dekliniert zu werden, aber dann bleiben diese blöden Ausnahmen.

    Wie eben hier:
    "Ihm wurde eine Stelle als stellvertretender Direktor angeboten"

    Stünde da
    "Ihm als stellvertretendem Direktor wurde eine Stelle angeboten",
    wäre er eben schon Direktor und bekäme ein weiteres Stellenangebot.

    Aber wie kann man das verallgemeinern? Das Einstein-Beispiel ist wieder völlig anders gelagert. Mit Genitiv fällt mir überhaupt kein ordentlicher Satz ein, bei dem beides analog dekliniert würde.

    Edit: Die Genitiv-Frage sei nach #18 hiermit zurückgezogen.
    #19Verfasser igm (387309) 21 Dez. 11, 14:38
    Kommentar
    @ rätselhaft - diese blöden Ausnahmen
    Da ist der Große Weltengeist, der üblicherweise so aufmerksam über die Aufrechterhaltung einer konsistenten Logik in der deutschen Sprache wacht, mal kurz weggepennt - das sind wir aber von ihm, dem Schluri, doch schon fast gewohnt ;-((
    #20Verfasser manni3 (305129) 21 Dez. 11, 14:43
    Kommentar
    Wobei die Fälle Einstein und Berg m.E. etwas anders gelagert sind. "Als schwierigster Gipfel des Massivs" ist einfach eine Beschreibung des Berges und bezieht sich auf diesen und nicht auf "Besteigung", während sich "als Physiker" bei Einstein auf die Verdienste bezieht (und nicht eine Beschreibung Einsteins darstellt): seine Verdienste als Physiker (im Gegensatz beispielsweise zu den - vermutlich weniger bedeutenden - Verdiensten als Musiker...)
    #21Verfasser RE1 (236905) 21 Dez. 11, 14:53
    Kommentar
    Ja, ist schon recht, manni3, ich fühle mich ordentlich gestellt bei meinem kleinen Anfall von linguistischer Naivität ;o)
    Und außerdem heißt das:
    "Die Besteigung des Berges als dem schwierigsten Gipfel des Massivs ..."
    Der Dativ ist nämlich dem geschraubt klingenden Genitiv sein gerechter Tod. Sage ich.
    #22Verfasser igm (387309) 21 Dez. 11, 14:59
    Kommentar
    Sorry, ihr habt ja Recht. Das war gestern vielleicht etwas zu schnell. Aber im Prinzip funktioniert es so, nur dass man den "Stelle als-", "Einstein als"-Fall etc. anders betrachten muss, weil es Attribute sind und keine Modalangaben (als SAtzglied), s. auch #11. Bei Attributen, die eigentlich im Genitiv stehen müssten, greift dann manni3s Regel aus #18.

    Aber wie sieht's bei Dativ aus?
    Dank seiner Stelle als stellvertretendem Direktor ...
    Oder doch: ... als stellvertretender Direktor ...?


    re# 13

    Das war ja auch meine Überlegung, da denken wir mal wieder ähnlich :-).

    #23Verfasser Ingeborg (274140) 21 Dez. 11, 14:59
    Kommentar
    #13

    Would "Er hat eine Stelle als Lehrer [bekommen?] . . ." be permitted in standard German?

    If we are talking about a generic (rather than a specific) job, I would think that what is permitted for Lehrer should also be permitted for "stellvertretender Direktor".

    #24VerfasserMikeE (236602) 22 Dez. 11, 18:15
    Kommentar
    Ich sehe da einen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem Satz
    Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor 
    und den Beispielen, wie sie z.B. in #14 genannt wurden und bei denen Kasuskongruenz gilt. Das "als" bezieht sich hier nämlich nicht auf eine Eigenschaft der Person. Das wäre etwas anderes, wenn es z. B. hieße
    Er als stellvertretender Direktor weiß über diese Dinge Bescheid.
    oder
    Sie können sich ihm als stellvertretendem Direktor jederzeit anvertrauen.

    Aber auch die Stelle ist hier nicht als das Bezugswort anzusehen, das Kasusgleichheit fordern würde. Das wäre z.B. bei folgenden Sätzen der Fall:
    Er ist mit seiner Stelle als der zweithöchsten im Betrieb sehr zufrieden.
    oder
    Die Vorzüge seiner Stelle als der [Gen.] des stellvertretenden Dirketors liegen auf der Hand.
    Dabei wird nämlich die Stelle charakterisiert und nicht die Person.

    "Die Stelle als stellvertretender Direktor" funktioniert aber grammatisch anders. Dadurch wird weder rückbezüglich die Stelle charakterisiert, noch die Person, sondern die Stelle wird überhaupt erst definiert. Es wäre Unsinn, hier mit dem Kasus der "Stelle" zu folgen, denn dieser bezieht sich eben nicht auf den "Direktor". Wenn man sagt, er habe eine Stelle "als stellvertretender Direktor", dann hat er die Stelle, aber nicht den Direktor. Also hat der Direktor im Akkusativ nichts zu suchen.

    Aber auch der Person ("er") darf der Direktor nicht im Kasus folgen. Würde man nämlich sagen, ihm wurde die Stelle als stellvertretendem Direktor angeboten, dann hieße das, er war schon Direktor und ihm wurde irgendeine nicht näher bezeichnete Stelle angeboten.

    Fazit: diese Konstruktion kann nur mit ungebeugtem Direktor funktionieren:
    Nom: Die Stelle als stellvertretender Direktor gefällt ihm gut.
    Gen: Die Vorzüge der Stelle als stellvertretender Direktor liegen auf der Hand.
    Dat: Mit der Stelle als stellvertretender Direktor ist er zufrieden.
    Akk: Man hat ihm die Stelle als stellvertretender Direktor angeboten.

    Keine Ahnung, ob es dafür eine grammatikalische Bezeichnung gibt, ich denke aber, es handelt sich nicht um das in #14 angesprochene Phänomen.

    @24: Yes, that's perfect German.

    #25Verfasser dirk (236321) 22 Dez. 11, 22:55
    Kommentar
    Noch eine Frage: heute morgen in einer deutschen Zeitung stand folgender Satz:

    "Er selbst bezeichnet sich als technischen Koordinator."

    Bitte, warum mit Akkusativ hier? Da er von sich selber redet, ohne jegliche Bewegung im Satz, wuerde ich sofort das Nominative nehmen. Solche Feinheiten in der deutschen Sprache interessieren mich sehr, besonders weil es im Englischen (meine Muttersprache) wenige Fragen um Kasus gibt.
    #26VerfasserEbethUSA (906277) 06 Feb. 13, 15:33
    Kommentar
    Ich denke, die Sache mit der Bewegung ist nur eine Eselsbrücke und greift einfach nicht immer. Weiter kommt man hier mit der Frage: "Als "wen oder was" bezeichnet er sich?" > Akkusativ

    Vielleicht wird es etwas deutlicher, wenn man eine zweite Person ins Spiel bringt.
    "Er bezeichnete seinen Bruder als besten Bruder."
    #27Verfasser Lady Grey (235863) 06 Feb. 13, 15:38
    Kommentar
    Zu #26:

    Das ist ein sog. prädikativer Akkusativ (auch Gleichsetzungsakkusativ genannt). Bezeichnen gehört zu den transitiven Verben, die neben einem Akkusativobjekt (hier: sich) eine weitere Nominalphrase im Akkusativ fordern, ein sogenanntes Objektsprädikativ. Dieses wird bei manchen Verben direkt, bei anderen mit als angeschlossen und steht im gleichen Kasus wie sein Bezugswort, hier also auch im Akkusativ:

    Der Sprecher nannte die Politikerin (Akk.) eine Visionärin (Akk.).
    Der Sprecher bezeichnete die Politikerin (Akk.) als Visionärin (Akk.).

    Andere Verben dieser Kategorie: jmd. etwas heißen; jmd. als etwas ansehen, einstufen, einordnen, betrachten.

    (Zum Nachlesen: Duden-Grammatik, 8. Aufl. 2009, Randnummern 538 und 1244.)
    #28Verfasser Cro-Mignon (751134) 06 Feb. 13, 16:20
    Kommentar
    Ich greife den Thread mal auf, da ich ebenfalls über dieses "Stelle als"-Konstrukt gestolpert bin und rumgerätselt habe. Mittlerweile habe ich die Lösung und stelle sie mal hier rein - vielleicht dient es ja dem einen oder andern Google-Sucher:

    Duden - Richtiges und gutes Deutsch
    Attribut

    2. Er sucht eine Stelle als technischer Zeichner:
    Die als-Attribute dieser Art stehen immer im Nominativ, und zwar unabhängig vom Kasus ihres Bezugsworts:
    Einer Position als wissenschaftliche / (nicht:) wissenschaftlicher Hilfskraft könnte sie nichts abgewinnen. Das kommt ihrer Aufgabe als Umweltbeauftragte / (nicht:) Umweltbeauftragter entgegen.

    ©Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 7. Aufl. Mannheim 2011

    Bedeutet für die Sätze hier im Forum:

    - Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor.
    - Ihm wurde eine Stelle als stellvertretender Direktor angeboten.
    - Er selbst bezeichnet sich als technischer Koordinator.
    #29Verfasser Ockham (1089911) 02 Jul. 15, 16:08
    Kommentar
    Nein, Ockham, auf den letzten der drei Sätze ist die von Dir zitierte Regel nicht anwendbar, weil dort die Phrase als technischer/n Koordinator kein Attribut ist. Anders in den Sätzen 1 und 2:

    (1) Er hat eine Stelle als stellvertretender Direktor.Als stellvertretender Direktor ist ein Attribut zu eine Stelle.
    (2) Ihm wurde eine Stelle als stellvertretender Direktor angeboten.Als stellvertretender Direktor ist ein Attribut zu eine Stelle.

    Im Satz
    (3) Er selbst bezeichnet sich als technischen Koordinator.
    ist als technischen Koordinator dagegen Objektsprädikativ, und da gilt die in #28 referierte Regel.

    Anders sähe es bei folgendem Satz aus:

    (4) Er als technischer Koordinator bezeichnet das Projekt als großen Erfolg.Als technischer Koordinator ist ein Attribut zu er, das Projekt ist Objekt, großen Erfolg ist Objektsprädikativ, angeschlossen mit als.

    Ein Mittel zur Unterscheidung der unterschiedlichen syntaktischen Funktionen der als-Phrasen ist die Weglassprobe: Ein Attribut ist prinzipiell weglassbar (weil nicht im Satzbauplan als Ergänzung des Verbs angelegt), ein Objektsprädikativ nicht:

    (1a) Er hat eine Stelle. → korrekt
    (2a) Ihm wurde eine Stelle angeboten. → korrekt
    (3a) *Er selbst bezeichnet sich. → unvollständiger Satz

    Edith meint, es sollte sicherheitshalber noch erwähnt werden, dass die in #29 zitierte Regel nicht für alle als-Attribute gilt, sondern nur für "als-Attribute dieser Art". Sie gilt beispielsweise nicht für die als-Attribute in den folgenden Sätzen (aus der Duden-Grammatik, 8. Aufl., S. 975); diese stehen im gleichen Kasus wie die gesamte Nominalphrase:

    Mich (Akk.) als Jüngsten (Akk.) hatten sie vergessen.
    Sie befasst sich mit Französisch (Dat.) als zweiter Fremdsprache (Dat.).
    Mithilfe seines Onkels (Gen.) als eines tüchtigen Landwirts (Gen.) schaffte er den Umbau.
    #30Verfasser Cro-Mignon (751134) 02 Jul. 15, 17:10
     
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