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    Land und Leute

    Paramilitärische Ausbildung an britischen Schulen (CCF)?

    Betrifft

    Paramilitärische Ausbildung an britischen Schulen (CCF)?

    Kommentar
    Mehr als 200 v.a. private britische Schulen nehmen am Programm der "Combined Cadet Force" (CCF) teil. Wenn ich das Programm richtig interpretiere, handelt es sich um eine Art "paramilitärische Pfadfinderorganisation". Die CCF wird vom Verteidigungsministerium finanziert, die 13- bis 18-jährigen Schüler tragen militärische Uniformen, machen Drillübungen und werden u.a. an der Waffe ausgebildet. Im Jahr 2008 gab es eine vom damaligen Premierminister Gordon Brown unterstützte Initiative, die die Aktivitäten der CCF vermehrt auch auf staatliche Schulen ausweiten wollte. Als Gründe genannt wurden u.a. die Disziplinierung auch schwierigerer Schüler und ein Prestigegewinn des Militärs in der Öffentlichkeit.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Combined_Cadet_Force

    Das alles ist, ehrlich gesagt, ziemlich überraschend. Eine ähnliche Organisation an deutschen Schulen könnte ich mir nicht vorstellen. Handelt es sich einfach nur um einen kulturellen Unterschied, d.h. wird die CCF in der britischen Öffentlichkeit so positiv bewertet wie z.B. die Pfadfinder oder kirchliche Jugendgruppen? Oder ist die Organisation sehr umstritten?

    Vielen Dank für eure Antworten!
    Verfasser Nicki (DE) (616721) 16 Jan. 12, 22:08
    Kommentar
    From memory, I'm sure there's already been a LEO thread on this (in the last two years, I think?).
    #1VerfasserKinkyAfro (587241) 16 Jan. 12, 22:20
    Kommentar
    Danke, ich versuche mal, den Faden zu finden.
    #2Verfasser Nicki (DE) (616721) 16 Jan. 12, 22:21
    Kommentar
    My wife teaches at a private school in Edinburgh and the CCF plays quite a big role in school life. A lot of the kids take part and can often be seen walking around the school premises in military clothing. They often play musical instruments and take part in parades and national remembrance services. Personally I find it a bit strange and wouldn't want my kid involved but this kind of thing has been a big part of British private school life for years.
    #3VerfasserMatt (uk) (534801) 16 Jan. 12, 22:22
    Kommentar
    The previous discussion may have been within an unrelated LEO thread but it'd still be useful to find, IIRR ...
    #4VerfasserKinkyAfro (587241) 16 Jan. 12, 22:24
    Kommentar
    Nicki, in answer to your question, I'd wouldn't say the CCF is "umstritten" at all. Most of the kids at private schools want to join it and it opens the way to careers in the army, RAF etc. As I said, I don't understand the enthusiasm for it but that's the way it is.
    #5VerfasserMatt (uk) (534801) 16 Jan. 12, 22:25
    Kommentar
    Vielen Dank. Also doch eher ein kultureller Unterschied.

    Re: "Alter Faden": Ich habe nur eine alte Diskussion zu "Militärschulen für Jugendliche" finden können. Den einzigen Beitrag zur CCF in diesem Faden habe ich damals geschrieben, ansonsten ging es um Militärschulen in anderen Ländern.

    Siehe auch: [es-de] Militärschulen für Jugendliche?
    #6Verfasser Nicki (DE) (616721) 16 Jan. 12, 22:30
    Kommentar
    Gütiger Himmel. Und dann kommen sie bei uns daher und behaupten, Videospiele seien zu gefährlich für die Schüler...
    #7Verfasser Restitutus (765254) 16 Jan. 12, 22:56
    Kommentar
    Umstritten ist CCF m.E. gar nicht. Es ist eine freiwillige Sache, fand zu meiner Zeit einmal die Woche statt (2 Stunden pro Woche), plus ab und zu mal ein Wochenende oder ein einwöchiges Camp.

    In Deutschland wäre wahrscheinlich die Assoziation mit der Hitlerjugend zu groß, als das man es problemlos einführen könnte. Andererseits fand ich es immer interessant, dass ich in Deutschland immer auf völliges Entsetzen gestoßen bin wenn ich die (freiwillige und doch zeitlich sehr begrenzte) vormilitärische Ausbildung in England erwähnt habe, aber es hatte niemand ernsthafte Probleme mit dem (damals) in Deutschland gängigem, unfreiwilligen und zeitlich deutlich aufwändigerem Wehrdienst.

    Allerdings liegt hierin auch einer der Gründe- in UK gibt es keine Wehrpflicht und CCF dient als eine Möglichkeit das Militär etwaigen Bewerbern näher zu bringen. Zwar wird teilweise bemängelt, dass es sich hier um Kinder handelt, die leichter zu beeinflussen sind, allerdings halte ich das immer noch für besser, als wenn jemand ohne jegliches Hintergrundwissen dem Militär beitritt.
    #8Verfasser Richard (236495) 16 Jan. 12, 23:02
    Kommentar
    Danke auch dir. An der Schule in England, an der ich als Schülerin eine kurze Zeit lang war, war das Programm für jüngere Schüler verpflichtend und später freiwillig. Ich habe heute nach langer Zeit wieder daran gedacht, weil mir ein deutscher Gesprächspartner partout nicht glauben wollte, als ich ihm davon erzählt habe.

    Interessant finde ich vor allem, wie "kulturell determiniert" wir alle sind. Die Assoziationen mit der Hitlerjugend wären in Deutschland in der Tat unübersehbar und eine breite Öffentlichkeit würde Sturm gegen so ein Programm laufen, ich eingeschlossen. In Großbritannien scheint das hingegen aufgrund anderer historischer Erfahrungen kein größeres Problem darzustellen.

    Ich finde es ziemlich spannend, wie vorhersehbar wir alle in unseren Reaktionen sind. In einem anderen Forum gab es kürzlich eine "Blackface"-Diskussion, die sich u.a. auch um die Frage drehte, ob es rassistisch ist, wenn sich Kinder am Dreikönigstag die Gesichter schwarz anmalen. Die Antworten sämtlicher deutscher Diskussionsteilnehmer waren genauso vorhersehbar wie die der Amerikaner.
    #9Verfasser Nicki (DE) (616721) 16 Jan. 12, 23:18
    Kommentar
    Die militärische Tradition in UK is doch ganz anders als in D. Dort können Jungs bereits mit 15 Jahren der Armee beitreten (als "boy soldiers). In meiner Dienstzeit damals bin ich Kameraden begegnet, vor allen Dingen bei den A&SH, KOSB, Camerons, RGJ, DLI, KOYLI usw., die in der 8. oder 9. Generation dienten. Und viele von denen waren auch "boy soldiers" gewesen.
    #10Verfasser Bugay (596103) 16 Jan. 12, 23:21
    Kommentar
    Bugay,

    I thought you had to be 16 to join?


    Nicki,

    Bei uns war verpflichtend, dass etwas gemacht wurde- das musste aber nicht CCF sein; man konnte zwischen Duke of Edinburgh Award Scheme, CCF (dort entweder army oder RAF), und Community Service wählen.

    Ich hätte allerdings auch kein Problem damit, wenn so etwas an deutschen Schulen eingeführt würde. (als was determiniert das mich?)

    #11Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 00:11
    Kommentar
    Bei allem Respekt vor britischer Tradition und Folklore hätte ich in der Tat ein Problem damit, wenn so etwas an deutschen Schulen eingeführt würde. Was mich dazu determiniert? Es sind nicht nur die Berichte ehemaliger "Hitlerjungen", sondern auch Berichte und Bilder von Kindersoldaten (deren Waffen natürlich nicht aus britischen oder deutschen Fabriken stammen), die mich zweifeln lassen.
    Von Kriegsteilnehmern und -opfern verschiedener Nationen habe ich gelernt, dass "soldatische Tugenden" in einer Zivilgesellschaft nicht gebraucht werden. Wer Dreizehnjährige vor- oder paramilitärisch ausbildet, der hat auch militärische Absichten.

    Zu weiterem Nachdenken anregen mag ein Liedtext von Buffy Sainte-Marie – nur die letzten Zeilen zitiere ich:
    He's the universal soldier,
    And he really is to blame,
    His orders come from far away, no more.
    They come from here and there and you and me
    And brothers can't you see,
    This is not the way we put the end to war.
    #12VerfasserDritte_Schicht (804716) 17 Jan. 12, 05:55
    Kommentar
    Bis 1990 gab es die 'Gesellschaft für Sport und Technik' (GST) die an den Schulen solche Ausbildungen für Kinder und Jugendliche durchführte. Die hatte mit Hitlerjugend gar nichts zu tun.
    #13Verfasser Puppengesicht (807439) 17 Jan. 12, 08:24
    Kommentar
    @Puppengesicht

    Du hast nicht erwähnt, dass es die GST nur in der DDR gab.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C...

    Nachfolger der Hitlerjugend waren wohl eher die Jungen Pioniere und die FDJ...
    #14Verfasser MiMo (236780) 17 Jan. 12, 08:40
    Kommentar
    Da die DDR schon erwähnt wurde:

    Dort gab es neben der GST seit 1978/79 auch ein Unterrichtsfach "Wehrerziehung".
    Dazu gibt es eine ganz interessante Broschüre der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen:

    http://www.thueringen.de/imperia/md/content/t...
    #15Verfasser Advohannes (785343) 17 Jan. 12, 09:26
    Kommentar
    I was in the CCF from age 14 to 18. Personally I had no choice, though my parents could have objected on grounds of conscience. I learnt first aid, map-reading, how to rescue people from collapsed buildings, and how to shoot a .303 rifle without breaking my collar-bone. Some of it was boring, some of it was useful, and some of it was fun. Like life, really.
    #16Verfasser escoville (237761) 17 Jan. 12, 09:33
    Kommentar
    Tja, für first aid, map-reading, rescuing people wäre ich auch. Aber das mit den rifles... *schauder* Da war ich doch lieber bei den Pfadfindern, die abgesehen von merkwürdigen Randgruppen, die sich irgendwelche Spezialpfadfinder nennen, normalerweise ein sehr friedliebender Haufen sind (trotz der militärischen Entstehungsgeschichte).
    #17Verfasser tigger (236106) 17 Jan. 12, 09:36
    Kommentar
    Mimo, Advohannes, das stimmt. Es war nur in der DDR.
    Hauptsächlich die Jungs haben sich dafür begeistert. Kartenlesen lernen konnte man dort auch, aber (war es der Richard-Sorge-Wettkampf?) man musste auch Kalaschnikows in möglichst kurzer Zeit zusammenbauen und Handgranaten auf ein Ziel werfen. Die Wehrerziehung gibt es auch in Russland.

    Pfadfinder machen so etwas nicht. Die haben oft einen kirchlichen Hintergrund und sind karitativ tätig.
    #18Verfasser Puppengesicht (807439) 17 Jan. 12, 09:46
    Kommentar
    @Puppengesicht: Da muß ich entschieden widersprechen. Ich war nicht begeistert und kenne auch keinen anderen Jungen der sich dafür wirklich begeistert hat. Das war total albern und langweilig. Sicher bekamen die Jungs große Augen, als sie mal mit der Kalaschnikow schießen durften. Aber der Rest war öde.
    #19Verfasser Advohannes (785343) 17 Jan. 12, 10:15
    Kommentar
    tigger: "first aid, map-reading, how to rescue people from collapsed buildings" kann man ja nun wirklich bei jeder beliebigen Gurkentruppe lernen. "how to shoot a .303 rifle without breaking [one's] collar-bone" dagegen nicht, wobei das das einzig interessante wäre ;-)
    #20Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 17 Jan. 12, 10:23
    Kommentar
    "first aid, map-reading, how to rescue people from collapsed buildings" kann man ja nun wirklich bei jeder beliebigen Gurkentruppe lernen. "how to shoot a .303 rifle without breaking [one's] collar-bone" dagegen nicht, wobei das das einzig interessante wäre ;-)

    That's precisely how we saw it at the time. We each were assigned our own rifle, which we had to keep spotlessly clean. We had a firing range at school, but once a year we went to a full-size army range. We loved it. (You couldn't just pick up a .303 and fire it, and in that sense they were much 'safer' than say, an AK47.)
    #21Verfasser escoville (237761) 17 Jan. 12, 11:27
    Kommentar
    My experience in the late 1960s/early 1970s - at a state school, though admittedly a very traditional grammar school, where I was a member of the CCF from the age of 15 until leaving school at 18 - is very similar to escoville's. I enjoyed most of it and learned a lot from it.
    #22Verfasser Spike BE (535528) 17 Jan. 12, 12:23
    Kommentar
    A propos, gilt/galt das eigentlich 1:1 auch für Mädchen?

    (@Puppengesicht: Scouting ist per se nicht religiös behintergrundet. Es gibt auch ziemlich viele kirchliche Pfadfinder-Gruppierungen.)
    #23Verfasser tigger (236106) 17 Jan. 12, 12:32
    Kommentar
    @Dritte Schicht et al

    I quite enjoyed my time in the CCF- in addition to map-reading and first aid, we also learnt a lot about how planes worked and how to fly them (I spent several hours flying chipmunks, including aerobatics, such as loops, barrel rolls, etc., as well as a one-week gliding course, where I learnt to fly a glider solo). I also did my first parachute jump in the CCF, as well as various camps, which were quite fun.

    Of course, we also learnt about rifles, how to take them apart and re-assemble them, how to fire them safely, the general safety drill, and of course how to clean them. There were other military elements too, such as drill, wearing uniforms, saluting, learning about battle orders, etc. That said, I found that one did learn a number of useful things that were useful in a broader sense than just militarily- as an NCO I had to plan events, was responsible for groups of others, learnt the importance of teamwork, planning, etc. Quite apart from that, it helped me make a rather more informed choice about whether I wanted to join the army later or not (a handful of us did join some branch of the armed forces, although the vast majority did not- including some German pupils who were quite happy to participate in the CCF, but were conscientious objectors when it came to national service).

    Es sind nicht nur die Berichte ehemaliger "Hitlerjungen", sondern auch Berichte und Bilder von Kindersoldaten (deren Waffen natürlich nicht aus britischen oder deutschen Fabriken stammen), die mich zweifeln lassen.

    As far as the question of "child soldiers" is concerned, I entirely agree that they are very dangerous and not exactly desirable. However, the CCF is not the equivalent to a military reserve that could be called up in case of emergency, it is a taster programme. (the fact that the most common assault rifles world-wide, after the Kalashnikov are the German G3, the American M16 and the English SA80 (goodness knows why...) is neither here nor there).

    Von Kriegsteilnehmern und -opfern verschiedener Nationen habe ich gelernt, dass "soldatische Tugenden" in einer Zivilgesellschaft nicht gebraucht werden. 

    Kommt drauf an, was man als "soldatische Tugenden" bezeichnet. Wenn man damit ausschließlich das Klischeehafte Bild des preussischen Offiziers meint, bzw. den unbedingten Gehorsam und das stumpfe wiederholen von einfachen Abläufen, dann stimme ich der Aussage generell zu. Allerdings ist das nicht das, was in den meisten westlichen Streitkräften ausgebildet wird, viel weniger in den Combined Cadet Forces. Ich habe vieles gelernt, was ich später auch zivil nutzen konnte- teamfähigkeit, die Fähigkeit zu delegieren, wie ich einen Unterricht/eine Ausbildung vorbereite & durchführe, usw. usf.


    Wer Dreizehnjährige vor- oder paramilitärisch ausbildet, der hat auch militärische Absichten.

    Kommt drauf an, was mit "militärischen Absichten" gemeint ist- sicherlich besteht die Absicht, eine Karriere bei den Streitkräften schmackhaft zu machen und diese Ausbildung somit zu Werbezwecken zu nutzen. In Deutschland hatte man das seinerzeit durch den Wehrdienst nicht nötig gehabt.

    Abgesehen davon, halte ich die Aussage für ungenau- präziser wäre doch wohl "wer Streitkräfte ausbildet hat auch militärische Absichten". Ob das unbedingt negativ ist, würde ich bezweifeln (ich setze aber "militärische Absichten" auch nicht mit "will einen Angriffskrieg führen" gleich).

    Hiermit verwandt ist der Verweis auf den Universal Soldier- man kann natürlich die Ansicht vertreten, dass jegliches Militär abgeschafft werden sollte, und dass das zu einer friedlicheren Welt führen würde. Dies ist zwar nicht meine Sicht, aber das ist nebensächlich. Nur, wenn man diese Ansicht vertritt, dann ist es relativ egal ob es sich um die Ausbildung von 13-jährigen (wobei es bei uns erst mit 14 angefangen hat) handelt, oder um die Ausbildung von Erwachsenen. Letzteres ist im Zweifel sogar schlimmer, da Erwachsene in den Einsatz geschickt werden können, Kinder jedoch nicht.

    @tigger
    Ja, bei uns galt das auch für die Mädchen.
    #24Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 13:56
    Kommentar
    Sauerei. Während die Briten mit Kalashnikov ballern dürfen müssen die Germans alten Omas über die Straße helfen.
    #25VerfasserOhrenkneifer (807118) 17 Jan. 12, 14:12
    Kommentar
    Ohrenkneifer, das dürfen britische Kinder aber auch, wenn sie nämlich nicht zur CCF wollen. Nennt sich "granny-bashing".
    #26Verfasser penguin (236245) 17 Jan. 12, 14:16
    Kommentar
    Stimmt, Wehrerziehung. Da war was.
    Fand in der 9. Klasse statt. Die Jungs mussten gegen Ende des Schuljahres 2 Wochen oder so ins Wehrlager. Die Mädchen hatten 2 Wochen Lehrgang für Zivilverteidigung (Marschieren üben, Sani-Lehrgang, Evakuierungsmaßnahmen und so) - das ist mir zum Glück erspart geblieben. Ihre Kenntnisse "durften" sie dann bei der alljährlichen Brandschutzübung ausprobieren - Schule räumen, Verletzte bergen, Pseudo-Feuer löschen. Die 1. Klasse an unserer Schule musste dabei immer in den improvisierten "Luftschutzkeller" (aka Speiseräume im Schulkeller), wo auch die Sani-Station mit den Schülern war, die halt Verletzte gespielt haben.
    Handgranatenwerfen gab's aber nicht nur im Rahmen dieses Lehrgangs für die Jungs. Das haben wir ganz "normal" im Sportunterricht gemacht.
    #27Verfasser skye (236351) 17 Jan. 12, 14:25
    Kommentar
    @Ohrenkneifer:
    Ach so toll ist das mit der AK 47 auch nicht. Ist sicherlich erstmal aufregend, wenn man 14 ist, aber das legt sich auch wieder schnell. Zumal man durchaus Respekt kriegt, wenn man spürt wie die Dinger abgehen. Ich kann mich dabei auch noch an durchaus ungute Gefühle erinnern und die Unsicherheit, das Ding ja nicht in die falsche Richtung zu drehen.

    @ Richard et al.:
    Aus meiner (ganz allein meiner) Sicht halte ich diese Militarisierung von Schulen für völlig inakzeptabel.
    Es ist das skrupellose Ausnutzen des Spieltriebs und der Abenteuerlust von Jungs, um sie in einer Entwicklungsphase für eine bestimmte Sichtweise zu prägen, in der sie alles von Außen aufnehmen wie ein Schwamm und noch nicht in der Lage sind entsprechende Filter auszubilden oder das Gehörte und Erlebte zu verarbeiten. Es steckt dieselbe Erkenntnis über die Formbarkeit von Kindern dahinter, die afrikanische Warlords Kinder entführen und zu Soldaten ausbilden läßt. Es ist im UK oder anderen demokratischen Nationen sicher mit einer ganz anderen und in gewisser Weise tolerablen Motivation verbunden (Landesverteidigung), aber daß ganz bewußt die Formbarkeit der Kinder und Jugendlichen ausgenutzt wird, um Rekrutierungsprobleme zu beheben, liegt für mich auf der Hand und ich halte es für zutiefst unmoralisch, um mal ein großes Wort zu bemühen.

    Ein ähnliches Mißbehagen stellt sich bei mir auch ein, wenn ich sehe, daß es erlaubt ist, daß Produktwerbung auf Kinder-TV-Kanälen läuft. Erwachsene müssen bei Sportveranstaltungen vor Alkohol- und Tabakwerbung geschützt werden, aber Kinder dürfen ungeschützt mit dem ganzen Kommerzschrott beballert werden.


    Ich weiß, gern werden Dispziplin, Ordnung, körperliche Ertüchtigung, männliche Härte, Verantwortungsbewußtsein und Führungsstärke, als positive Eigenschaften angeführt, die dadurch vermittelt werden. Das halte ich nur für Schönfärberei, bei der ich zu dem immer unangenehme Assoziationen habe (hart wie Kruppstahl, zäh wie Hosenleder usw.)

    Ich kann dazu nur sagen, ich habe das alles im Sportverein trainieren können (da war ich ab meinem 5. Lebensjahr). Und wer gern mal ballern will, kann ja zu den Sportschützen oder Jagdvereinen gehen.

    Nur zur Sicherheit: Ich hab kein Problem mit Militär. Ist notwendig und wer darin seine Aufgabe sieht, soll da hingehen. Aber bei der Entscheidung sollte er bereits ein gewisses Maß an Einschätzungsvermögen und Reife haben. Meine Kinder würde ich vor solcher Art Vorprägung gerne schützen, bis sie selbst in der Lage sind, sich darüber eine Meinung zu bilden.



    #28Verfasser Advohannes (785343) 17 Jan. 12, 14:49
    Kommentar
    Advohannes, ich glaube es kommt sehr darauf an wie unterrichtet wird. Ich kenne zwar weder das eine noch das andere, doch den Unterschied zwischen DDR-Pionierspielen und CCF kann ich mir trotzdem vorstellen. (Wenn du deine Kalaschnikow nicht schnell genug zusammenbauen kannst, dann gibt es eben keinen Studienplatz für dich...)
    Staatliche CCF-Erziehung mag auch seriöser sein als so mancher Sportschützenverein.

    Im Übrigen bin ich völlig deiner Meinung, dass Waffen nicht in Minderjährigenhand gehören.
    #29Verfasser tigger (236106) 17 Jan. 12, 15:04
    Kommentar
    Advohannes,

    Die Einschätzung verstehe ich, teile sie aber nicht (zumindest nicht uneingeschränkt). Wer vermutet, dass alle 14-18-jährigen alles unkritisch in sich hineinsaugen wie ein Schwamm, unterschätzt das teilweise durchaus ausgeprägte Kritikpotential dieser Altersgruppe. Andererseits ist es auch bei längst nicht jedem 18- oder 19-jährigen gewährleistet, dass er in der Lage ist, differenziert zu entscheiden.

    Ich sehe ehrlich gesagt eine größere Gefahr darin, dass jemand mit 18 oder 19 denkt es sei cool zur Armee zu gehen und sich dementsprechend auf Jahre verpflichtet, als dass jemand während der Schulzeit einen Einblick gewinnen kann und sich dementsprechend mit 18 oder 19 (oder auch erst nach dem Studium- denn das CCF gibt es hauptsächlich an den public schools, wo die Eltern doch sehr erpicht darauf sind, dass die Sprösslinge studieren) besser informiert entscheiden kann.


    Edit: @tigger

    Zum Thema "Waffen nicht in Minderjährigenhand"- grundsätzlich stimme ich Dir völlig zu, allerdings gehen die meisten Schießunfälle mit Minderjährigen darauf zurück, dass sie nicht mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut waren- da habe ich lieber Teenager die zumindest mit der Waffe umgehen können (unter strenger Aufsicht), als nicht. Wenn sie dann doch illegitim an eine Waffe kommen, ist zumindest die Gefahr eines Unfalls reduziert.
    #30Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 15:10
    Kommentar
    #29: (Wenn du deine Kalaschnikow nicht schnell genug zusammenbauen kannst, dann gibt es eben keinen Studienplatz für dich...)

    Es ging da mehr um das 'wollen' statt um das können, soweit ich weiß.

    #28: Ich glaube auch, daß es um ein Ausnutzen der kindlichen Interessen ging. Ginge es allein nur um Sport und Geschicklichkeit, dann hätte man statt mit Handgranaten auch mit Tannenzapfen zielwerfen üben können.
    #31Verfasser Harri Beau (812872) 17 Jan. 12, 15:16
    Kommentar
    Das Schnupper-Argument darf ich mal auf andere volkswirtschaftlich dringender benötigte Berufe ausweiten: Warum lernt man nicht 4 Jahre lang Krankenpflege, Altenpflege etc.?

    (Da bin ich mir nicht so sicher, Harri Beau. In DE gibt es ja immer noch Sport-Schulnoten nach Leistung, Wollen hilft da wenig.)
    #32Verfasser tigger (236106) 17 Jan. 12, 15:19
    Kommentar
    tigger,

    das wurde ja auch angeboten- der Community Service, der als Alternative angeboten wurde ging in die Richtung. Ich hätte es auch besser gefunden, wenn in DE statt der Abschaffung des Wehrdienstes, die Wertung einfach umgekehrt worden wäre- d.h. als Standardoption den Zivildienst und wer unbedingt will, kann auch zum Bund. Das ist aber eine etwas andere Diskussion.

    Weshalb ich eine Schnuppermöglichkeit hier jedoch für ratsamer halte als in anderen Bereichen, ist weil man in anderen Berufen eher wieder kündigen kann und (zumindest in den meisten Fällen) nicht in Einsätze geschickt wird in denen man das Leben riskiert.
    #33Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 15:28
    Kommentar
    @Richard,30:

    Zum Thema "Waffen nicht in Minderjährigenhand"- grundsätzlich stimme ich Dir völlig zu, allerdings gehen die meisten Schießunfälle mit Minderjährigen darauf zurück, dass sie nicht mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut waren- da habe ich lieber Teenager die zumindest mit der Waffe umgehen können (unter strenger Aufsicht), als nicht. Wenn sie dann doch illegitim an eine Waffe kommen, ist zumindest die Gefahr eines Unfalls reduziert.

    Ich finde auch dass Waffen nichts in den Händen Minderjähriger zu suchen haben. Winnenden und Erfurt geben ein schreckliches Beispiel. Ergo bin ich auch äusserst misstrauisch gegenüber Schützenvereinen. Daher käme auch eine paramilitärische Ausbildung an deutschen Schulen für mich nicht in Frage.
    #34VerfasserJule (236478) 17 Jan. 12, 15:31
    Kommentar
    Weshalb ich eine Schnuppermöglichkeit hier jedoch für ratsamer halte als in anderen Bereichen, ist weil man in anderen Berufen eher wieder kündigen kann und (zumindest in den meisten Fällen) nicht in Einsätze geschickt wird in denen man das Leben riskiert.

    Für solche Kurse gäbe es in Deutschland die Volkshochschule (VHS). Es muß also nicht unbedingt an normalen Schulen für jedermann stattfinden.
    #35Verfasser Harri Beau (812872) 17 Jan. 12, 15:39
    Kommentar
    Jule,

    Wer so etwas machen will, findet Wege- ob er jetzt an Waffen ausgebildet ist oder nicht. Wie die jeweiligen Täter an die Waffen und Munition kamen, ist noch einmal eine andere Frage, aber da sind die Sicherheitsvorkehrungen beim Militär tendentiell deutlich schärfer, als bei privaten Schützenvereinen.

    Das heißt gewollte Massaker kann man nicht gänzlich ausschließen, ob man jetzt an der Waffe ausbildet oder nicht. Allerdings könnte man die vielen tödlichen Unfälle reduzieren, wo sich aus Unwissenheit versehentlich ein Schuss löst.

    Edit @Harri

    Das möchte ich sehen, dass sich diejenigen Möchtegernrambos die aus den falschen Gründen zum Militär wollen VHS Schulungen durchmachen um sich zu entscheiden ob es evtl. das Richtige für sie wäre...
    #36Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 15:40
    Kommentar
    @Richard:

    Ich wollte jetzt gar nicht, daß Du in so eine Verteidigungsposition gerätst.
    Aber kurz zu den Nebeneffekten. Ich will ja gar nicht bestreiten, daß das durchaus positive Nebeneffekte haben kann. Aber es ist doch sicher nicht so, daß das Militär in die Schulen geht, um vor den Gefahren von Schußwaffen zu warnen oder um Unfälle oder Mißbrauch von Schußwaffen zu verhindern (das wäre im übrigen wohl auch eher eine präventive Aufgabe der Polizei - mag die dazu in die Schulen gehen). Die wollen dort knallhart Werbung machen und rekrutieren, was aus ihrer Sicht ja auch nachvollziehbar ist.

    Und wenn Du selbst sagst, daß 18-19jährige überfordert sein können, wenn sie sich für eine militärischen Beruf entscheiden, werden doch 13-14 jährige unter dem Einfluß einer natürlich zielorientierten Werbung nicht verantwortungsbewußter damit umgehen können und sich ein realistisches (!) Bild vom Beruf des Soldaten machen, wenn sie mit Lagerfeuerromantik geködert werden.
    #37Verfasser Advohannes (785343) 17 Jan. 12, 15:52
    Kommentar
    Wie gesagt, ich finde eine seriöse staatlich kontrollierte Ausbildung auch noch am besten. Aber insgesamt trotzdem unnötig. :-)

    (Übrigens gibt es Studien, dass bei Schulmassakern vielleicht auch der Werther-Effekt eintritt: Je öfter man drüber hört in den Medien, umso öfter kommt einer auf die Idee das auch zu tun.)
    #38Verfasser tigger (236106) 17 Jan. 12, 15:54
    Kommentar
    Advohannes,

    Ich bin ja ein Verfechter der Verteidigung, insofern ist das alles nicht so schlimm... ;)

    Aber mal im Ernst- Ich kenne beides (war 4 Jahre beim CCF, RAF, am Ende Head of the CCF meiner Schule, im Dienstgrad eines Cadet Warrant Officer. Ich war auch 2 Jahre als Reserveoffiziersanwärter bei der Bundeswehr und bin jetzt Reserveoffizier). Ich wusste schon vor meiner Zeit als Cadet, dass ich vorhatte mich auf 2 Jahre zu verpflichten, fand es aber gut, dass ich so in der Lage war einen besseren Einblick zu erhalten und mir zu überlegen, ob das eine gute Entscheidung wäre (ich hätte auch komplett um den Wehr/Zivildienst herumkommen können). Zwar waren sicherlich einige Sachen anders (Britische statt deutsche Streitkräfte, Luftwaffe statt Heer, einmal in der Woche + ab und zu mal einwöchige Camps, etc.) aber trotzdem hatte man hierdurch einen durchaus realistischeren Einblick als die von Dir angesprochene "Lagerfeuerromantik", die ich eher bei den deutschen Bundeswehrwerbespots erkenne (Die englischen sind auch nicht viel besser- Billy Connolly hat ja mal ein schönes Lied dazu geschrieben: http://www.youtube.com/watch?v=NsSprdnGmtc&fe... ).

    Einen Punkt sollte man aber vielleicht noch klarstellen- beim CCF wird die Ausbildung zum Großteil von den Schullehrern durchgeführt (die selber eine Ausbildung erhalten, aber als Teil der Volunteer Training Reserve fungieren), nicht von der Armee selbst (Ausnahmen sind natürlich Ausflüge auf die Schießbahn oder Ähnliches, wo das Militärpersonal ausbildet und die Sicherheit herstellt).

    Zusätzlich zum CCF gibt es auch noch das Air Training Corps und andere Cadet Gruppierungen die außerhalb von Schulen aufgehängt sind und denen man beitreten kann, wenn die eigene Schule so etwas nicht anbietet.

    An der Uni gibt es dann das Officer Training Corps, was eine ähnliche Funktion hat, aber eigentlich tatsächlich hauptsächlich für angehende Offiziere gedacht ist, sowie sonst noch die Territorial Army, bzw. Royal Auxiliary Air Force, die quasi das britische Gegenstück zur Reserve bilden.
    #39Verfasser Richard (236495) 17 Jan. 12, 18:05
    Kommentar
    'paramilitary' in the British context is not accurate. It is strictly speaking 'military'.

    In my day, membership of the CCF meant that you were exempt from basic training in the army (there was compulsory military service until just before I would have been 'eligible'). So you could use your military service period for something more interesting (unfortunately, of course, this might have meant being sent to Malaya or Aden).

    #40Verfasser escoville (237761) 17 Jan. 12, 19:20
    Kommentar
    Bitte korrigiert wie immer mein Deutsch!

    Deutsches Schulministerium will Trinkerziehung einführen


    Beamte des Deutschen Bildungsministeriums traffen sich heute in Berlin mit Wissenschaftlerin Dr. Margot Mielke um eine verwegene neue Lösung der deutschen Pisakrise zu besprechen: die Einführung der Trinkerziehung in auserwählte Schulen von Deutschland.

    Nach dem Vorbild von einer englischen "Combined Cadet Force" (CCF) soll eine Schnuppermöglichkeit für Alkoholtrinken in Schulen gegeben werden. Speziell trainierte Lehrer besprechen mit den Schülern die Vorzüge von Jahrgänge und Promille.
    Abschließend geht es zweiwöchig in ein Trinklager-Camp. Die Jungen erproben unter Aufsicht Bourbon und Schnapps, die Mädchen schnuppern an Sekt und Sahneliqueur.

    “Pädagogisch ergibt es Sinn, diese Projekt einführen”, sagte Dr. Johannes Blaukreutz, ein Kollege von Dr. Mielke. “Eine Schule hat den Auftrag, auf das Leben später vor zubereiten.”

    Die Kommission hat noch nicht geschlossen, wo man die Trinkerziehung optimal erst einführen sollte. Ein Telefonanruf zum Büro des deutschen Bildungsministers wurde nicht zurückgerufen.
    #41VerfasserOhrenkneifer (807118) 17 Jan. 12, 19:43
    Kommentar
    #41: Bitte korrigiert wie immer mein Deutsch!

    It'd be even better if you dared to try it in English! :-p
    #42VerfasserKinkyAfro (587241) 17 Jan. 12, 19:45
    Kommentar
    Response to contr nr: 40.

    Dear Escoville,

    Are you sure you're not confusing things there? The last conscripts entered the British Armed Forces in November 1960, with the last conscript leaving the British Armed Forces in May 1963. The "Aden Emergency" (as it was euphemistically called) began on 10 December 1963 and lasted until 30 November 1967, with (I think) 42 Cdo being the last bods out after forming the rearguard. Up until the smelly stuff dropped into the rapidly whirring blades, an Aden posting was accompanied and considered a very cushy number, which is why there were so many pads over in Little Aden.

    Eddie Izzard was born there. Not a lot of people know that.
    #43Verfasser Bugay (596103) 17 Jan. 12, 23:55
    Kommentar
    @43

    Thank you for the dates. Yes, I erred with Aden. But conscripts certainly fought in a nasty jungle war in Malaya.

    Incidentally "the end of the Aden emergency" (scil. "the undignified retreat from Aden") ushered in the only year since 1939 (1968) in which no British soldier was killed in action. This points up another enormous difference between the armed forces of Britain and Germany and the way they are regarded in the respective populations.
    #44Verfasser escoville (237761) 18 Jan. 12, 08:27
    Kommentar
    @43

    Thank you for the dates. Yes, I erred with Aden. But conscripts certainly fought in a nasty jungle war in Malaya.

    Incidentally "the end of the Aden emergency" (scil. "the undignified retreat from Aden") ushered in the only year since 1939 (1968) in which no British soldier was killed in action. This points up another enormous difference between the armed forces of Britain and Germany and the way they are regarded in the respective populations.


    One of the main reasons I questioned the dates, dear Escoville, was because I was in Aden myself at the time in question, or at least the final part of it, since I was taken on board HMS Bristol on 20 November 1967 as part of 13 Battery, 47 Field Regiment, RA (i.e, the Planks) departing from Aden.

    I was originally scheduled to deploy with HQ Coy, 1 Anglians in November 1966, but due to being a Medic, was subsequently sent hither and yon and among all units. I was also present and attached to A&SH when they retook Crater in June 1967 - whereby "Mad Mitch" remains to this day a much-maligned and misunderstood man in my estimation.


    #45Verfasser Bugay (596103) 19 Jan. 12, 00:15
    Kommentar
    Vielen Dank für eure Antworten!
    #46Verfasser Nicki (DE) (616721) 19 Jan. 12, 09:09
     
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