| Kommentar | @edgg: >Das Beispiel passt zu dialektfreiem Hochdeutsch wie die Faust aufs Auge. Na wunderbar! Die Faust passt doch wohl ideal aufs Auge! Probier's mal aus!
Aber im Ernst: ich finde deine Posting nicht gerade sachlich.
Erstens bezog sich, wie ich schon geschrieben habe, mein Kommentar mit dem korrekten Hochdeutsch auf meine irrige Annahme, es ginge hier um die Verbindung von "Lust" und "zu". An die Separation von "dazu" habe ich dabei gar nicht gedacht, die erschien mir viel zu selbstverständlich. Und es gibt offenbar viele, die das genauso sehen.
Zum Zweiten ist deine Behauptung, das sei RTL-Deutsch oder Dialekt und habe mit Nord-Süd-Unterschieden nichts zu tun, schlicht falsch. Ich habe nachgeschlagen. Die Separation von "dafür", "dagegen", "dahinter", "davon", "davon" und "dazu" gilt heute (im Gegensatz zu früher) tatsächlich als umgangssprachlich, aber typisch für Norddeutschland, s.u. O.K. Wieder was gelernt. Aber sei versichert: Hier sagt das jeder so, vom Taxifahrer bis zum Professor.
PS: Mit grisetta hast du die falsche angegriffen. Das Zitat war von mir. grisetta steht auf deiner Seite.
Aus Duden, Bd. 9: Die Verbindung der Glieder der Pronominaladverbien war früher nicht so fest wie heute. Zwischen die Glieder konnten andere Wörter treten. Heute gilt die Trennung der Pronominaladverbien nicht mehr als standardsprachlich; sie ist umgangssprachlich, besonders norddeutsch: Da sei Gott vor / (statt:) Davor sei Gott! Da kann ich nichts für / (statt:) Dafür kann ich nichts. Da habe ich nichts von gehört / (statt:) Davon habe ich nichts gehört. Wo bist du gegen gestoßen / (statt:) Wogegen bist du gestoßen? © Duden - Richtiges und gutes Deutsch. 5. Aufl. Mannheim 2001. [CD-ROM]. |
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