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    Packung Sahnesteif

    Kommentar
    Hallo,

    ich möchte wissen, ob 1 Packung Sahnesteif (wie von Dr. Oetker) mit 40 g für 500 ml Sahne reicht. Weiß jemand?


    Vielen Dank im Voraus!!
    Verfasserprofundo (681820) 14 Feb. 13, 03:49
    Kommentar
    Meinst Du diese kleinen, blauen Papiertütchen? Davon braucht man ein Tütchen für einen Becher Sahne. Für 500ml solltest Du zwei Tütchen nehmen.

    In einem Tütchen sind aber nie und nimmer 40g. Ich weiss zwar nicht genau wieviel, aber wohl irgendwas zwischen 5g und 10g, nehm ich an. Diese Tütchen werden immer in 5er- oder 6er-Packs oder so verkauft, vielleicht wiegen alle Tütchen in einem Pack zusammen 40g?

    Also:
    1 Tütchen reicht nicht;
    wieviele Tütchen 1 Packung sind, weiss ich nicht;
    40g sind auf jeden Fall mehr als genug!

    PS: Alternativ kannst Du auch einfach einen Teelöffel Zucker mit einem Teelöffel Kartoffelstärke oder Maismehlstärke verühren - das ist nahezu exakt dasselbe wie "Dr. Oetker Sahnesteif", und die sich ergebenden 2 Teelöffel sind genau richtig für 500ml Sahne :)
    #1Verfasser pelican island (339101) 14 Feb. 13, 04:01
    Kommentar
    Hallo, pelikan

    ich habe bei der Dr.Oetker-Site recherchiert und auch bei anderen und habe das Info gefunden, dass eine Packung von Dr. Oetker Sahnesteif 40 g enthält. Es gibt andere Menge bei anderen Marken...

    Im Rezept steht

    (...)
    500 ml Sahne
    1 Packung Sahnesteif
    (...)

    Ich muss es genau wissen, wieviel Sahnesteif für 500 ml Sahne braucht man, weil so ein Produkt gibt's nicht in meinem Land. Ich habe - nach einige Bemühungen - einige Sites in Portugiesisch gefunden, die Cream Stabilizer annocieren bzw. verkaufen. Aber die Marken sind unbekannt und deshalb unerreichbar für die gemeine Bürger. Ich habe gedacht, einfach so zu übersetzen:
    (...)
    500 ml de natas
    X g de estabilizador para natas
    (...)
    Die gemeine Bürger, die dieses Rezept machen wollen, haben zumindest eine klare Hinweisung was Menge und Produkt betrifft und können das konkret suchen oder an eine Alternativ denken...
    #2Verfasserprofundo (681820) 14 Feb. 13, 04:47
    Kommentar
    Wenn im Rezept steht
    1 Pck. oetker Sahnesteif
    so entspricht das einem Tütchen, das 8g enthält und das reicht für 200 bis 250 ml Sahne.

    Wie Pelikan oben schon gesagt hat, werden immer 5 Tütchen gleichzeitig verkauft, deswegen 40g.
    #3Verfasser Marsupilami_24 (654487) 14 Feb. 13, 05:23
    Kommentar
    Hi, Marsupilami_24

    danke für die weitere Erklärung.

    Dann werde ich so übersetzen:

    (...)
    500 ml de natas
    5 g de estabilizador de natas
    (...)
    #4Verfasserprofundo (681820) 14 Feb. 13, 05:55
    Kommentar
    5g erscheinen mir zu wenig.

    Noch mehr Erklärung ;-)
    Hier in Österreich hat Schlagobers (=österreichischer Ausdruck für Sahne) einen Fettgehalt von 36%.
    Für 500 ml würde ich also mindestens 15g Sahnesteif verwenden.

    Ich kenne Portugal leider nicht und weiß daher nicht, wie hoch der Fettgehalt von "nata" ist.
    Grundsätzlich gilt, je höher der Fettgehalt der verwendeten Sahne, desto steifer und haltbarer ist die geschlagene.
    Mehr Informationen gibt es unter anderem hier.

    Kennst Du übrigens schon das neue Portugiesisch-Forum von LEO?
    #5Verfasser Marsupilami_24 (654487) 14 Feb. 13, 07:03
    Kommentar
    Von Küche zu Küche: Marisulipan, ganz im Gegenteil! Je höher der Fettgehalt der Sahne, desto steifer wird die geschlagene Sahne - und um so weniger Sahnesteif braucht sie. Streng genommen braucht sie überhaupt kein Sahnesteif, aber das steht hier nicht zur Diskussion.
    #6Verfasser costeña (589861) 14 Feb. 13, 08:07
    Kommentar
    Eben, nimm man Milch/Sahne mit ca. 100% Fettgehalt - die ist so fest, das man sie als Butter verkauft... *lach*

    (Jaja, Milch/Butter/Sahne, unterschiedliche Sachen, ich weiß...)
    #7Verfasser Mandalor (856590) 14 Feb. 13, 08:09
    Kommentar
    @6:

    Wer ist denn "Marisulipan"?

    Denkst du vielleicht an Marzipan?
    #8Verfasser Woody 1 (455616) 14 Feb. 13, 08:11
    Kommentar
    Genau das, costeña, habe ich geschrieben ;-)

    Ich verwende auch kein Sahnesteif, aber profundo übersetzt ein Kochbuch und wenn das im Rezept steht, muss sie es natürlich anführen.
    #9Verfasser Marsupilami_24 (654487) 14 Feb. 13, 08:12
    Kommentar
    @7:

    "... so fest, DASS ..."
    #10Verfasser Woody 1 (455616) 14 Feb. 13, 08:12
    Kommentar
    Ich verstehe nicht ganz. Wenn es "nur" um eine Übersetzung geht, dann ist doch wurscht, ob die Mengenangaben sinnvoll sind. Aus 1 wird im Spanischen ja nicht plötzlich 2...
    #11Verfasser Darth (563277) 14 Feb. 13, 08:17
    Kommentar
    @10:

    "...so fest, das Mann sie..."

    *lach*
    #12Verfasser Mandalor (856590) 14 Feb. 13, 08:23
    Kommentar
    @ 8: "Marisulipan" statt "Marsupilami"?

    Ich habe den Nick passend zu meinem leicht "hispanisiert".
    #13Verfasser costeña (589861) 14 Feb. 13, 08:25
    Kommentar
    @11
    Aber wenn man nicht einfach '1 Päckchen' übersetzen kann, weil es in Portugal kein Dr.Oetker und daher keine Dr.Oetker-Päkchen gibt, dann ist nicht wurscht, ob aus '1 Päckchen' 5g oder 15g werden.
    #14Verfasser pelican island (339101) 14 Feb. 13, 08:52
    Kommentar
    Ich verwende auch kein Sahnesteif, aber profundo übersetzt ein Kochbuch und wenn das im Rezept steht, muss sie es natürlich anführen
    Wenn es "nur" um eine Übersetzung geht

    Ich besitze einige Kochbücher / Backbücher, die eindeutig aus dem amerikanischen Raum stammen, aber ins Deutsche nur übersetzt wurden, offenbar nach o.g. Prinzipien. Mich ärgert so etwas immer, so eine Übersetzung geschieht doch nicht im luftleeren Raum! Wenn es in Brasilien kein Sahnesteif und in Deutschland keinen fertig zu kaufenden generischen "Sirup" gibt, nützt mir die schönste Übersetzung ins Deutsche/Portugiesische nichts, wenn ich das Ding backen möchte. Wo hier doch alle immer so eindeutig wissen, dass wissenschaftliche Texte nur von Fachleuten der entsprechenden Wisschenschaft übersetzt werden sollten - also Kuchenrezepte sollten auch nur von Menschen übersetzt werden, die über ein bisschen Geschick in der Küche verfügen und einigermaßen wissen, wovon sie sprechen.

    Und gerade im hier vorliegenden Fall - das ist ja wie Vanillezucker, eindeutig ein künstlich von Dr. Oetker kreierter Bedarf, das kann man für ein Land, wo es diese Zutat sowieso nicht gibt, wirklich einfach weglassen.
    #15Verfasser Spinatwachtel (341764) 14 Feb. 13, 08:59
    Kommentar
    das ist ja wie Vanillezucker, eindeutig ein künstlich von Dr. Oetker kreierter Bedarf, das kann man für ein Land, wo es diese Zutat sowieso nicht gibt, wirklich einfach weglassen

    Bevor ich das unterschreiben würde, würde ich das Rezept erstmal ohne diese Zutat und einmal mit dieser Zutat vergleichend ausprobieren und selbst schauen, ob das Weglassen einen Unterschied macht. Sahnesteif kann bei Torten durchaus einen Unterschied in der (optischen) Haltbarkeit machen. Nach dem tollen Vorschlag von pelikan in #1 würde ich hier sogar 3 Vergleichstorten produzieren!
    #16Verfasserhilfesuch (682314) 14 Feb. 13, 10:28
    Kommentar
    Ja, Spinatwachtel, das ist Dein Standpunkt und ich respektiere, dass es Dich ärgert, wenn man Dir in einem Kochbuch für ausländische Küche Zutaten vorschlägt, die es bei Dir nicht zu kaufen gibt.

    Ich empfinde es anders.
    Als jemand, der sein Leben lang in verschiedenen Ländern gelebt und unter anderem dort natürlich auch Essen zubereitet hat, bin ich es gewohnt, dass es in unterschiedlichen Ländern nicht immer dieselben Zutaten gibt. Wenn ich zB in Deutschland ein österreichisches Kochbuch aufschlage, störe ich mich nicht an Begriffen wie zB Schlagobers oder Topfen, sondern besorge mir das (möglichst genau) entsprechende Produkt. Und heutzutage gibt es Internet, und es ist selten ein Problem, zu erfahren, was eine bestimmte -aber unbekannte bzw. unbesorgbare- Zutat zu dem Gericht beiträgt und wodurch sie ersetzt werden oder weswegen sie eben ausgelassen werden kann.

    Hier zB hat Lady Grey einen link zu einem sehr lecker schmeckenden Gericht eingestellt, in dem Bonito-Flocken (die übrigens in manchen Ländern als Katzenfutter verkauft werden…) benötigt werden. In Wien konnte ich sie noch nicht finden, trotzdem finde ich es wichtig, zu wissen, dass das Original-Rezept damit komplettiert würde.

    Und genauso geht es mir bei den von profundo eingestellten Fragen. Natürlich wissen in Portugal kochen- und backende Menschen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Lebensmitteln ideal umzugehen, deswegen finde ich, man kann ihnen eine "unbekannte" Zutat durchaus "zumuten", auch, weil nur dadurch Kochrezepte Originale bleiben.
    #17Verfasser Marsupilami_24 (654487) 14 Feb. 13, 10:30
    Kommentar
    oh ja, hilfesuch, bei den drei Vergleichstorten wäre ich dabei!

    Marsupilami, du hast ja Recht. Der Unterschied ist wohl einerseits die speziell als Kochbücher für exotische Gerichte veröffentlichte Rezeptsammlungen (österreichische Torten in Angola, Indische Curries in Österreich), oder einfach Backbücher, die allgemeingütlig daherkommen, dann aber spätestens bei der Zutatenliste eindeutig aus den USA kommen und 1:1 die dort erhältlichen Zutaten aufführen, ohne ein im Land der Übersetzungssprache verständliches oder übliches Äquivalent aufzuführen. Ich ärgere mich eher über Letzeres, und hier geht es wohl eher um Ersteres.
    Aber pelikans Tipp für den selbst gemachte Sahnesteif ist doch genial, das würde ich auf jeden Fall nehmen (nach ausgiebiger Testbäckerei, selbstverständlich...:-)
    #18Verfasser Spinatwachtel (341764) 14 Feb. 13, 10:43
    Kommentar
    @17: Ich gehöre auch zu denjenigen, die sich über bloße 1:1-Übersetzungen in Kochbüchern ärgern. Wenn ich mir in den USA ein Backbuch kaufe, ist das mein persönliches Pech, wenn es die dort beschriebenen Zutaten bei mir in Deutschland nicht gibt, aber wenn das Buch schon für den hiesigen Markt übersetzt wird, erwarte ich eigentlich, dass man mir nicht erst eine Internetrecherche aufhalst, damit ich herausbekomme, was es mit einer obskuren Zutat auf sich hat. Und ich behaupte, ich kann ganz ordentlich kochen und backen und weiß mir in der Regel auch zu helfen, was das Weglassen oder Ersetzen von Zutaten angeht (insofern erledigt sich die Internetrecherche oft von selbst), unerfahrenere Kochbuchleser sind da möglicherweise überfordert - wenn ich mir ansehe, was für Fragen beispielsweise manchmal im Forum bei chefkoch.de gepostet werden...

    Und Du darfst auch nicht vergessen, dass es immer noch Menschen gibt, die tatsächlich keinen Zugang zum Internet haben. Meine Schwiegereltern besitzen keinen Computer und haben keine Ahnung davon, dafür haben sie aber auch nie im Ausland gelebt und besitzen keine Fremdsprachenkenntnisse, meine (71jährige, also nicht "uralte") Schwiegermutter wäre mit so einem Rezept also einigermaßen aufgeschmissen. Wie die Verbreitung des Internets in portugiesischsprachigen Ländern ist, weiß ich nicht, aber ich vermute stark, auch dort wird es ältere Mitbürger geben, die schon vor dem flächendeckenden Einsatz von internetfähigen PCs aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind und sich nicht damit beschäftigen oder auskennen.

    Die Originalzutat darf natürlich gern erwähnt werden. Ich freue mich auch, wenn im Kochbuch steht "im Ursprungsland verwendet man hierfür X, das aber in Deutschland nicht überall erhältlich ist, mit Y schmeckt es aber fast genauso gut" - wenn ich dann in irgendeinem Feinkostladen, Asia-Supermarkt oder im Urlaub über X stolpere, kann ich es ja mitnehmen und die "Originalvariante" probieren. Aber nur X ins Rezept schreiben und erwarten, dass ich als Nutzer schon irgendwie herausfinden werden, das man dieses X weglassen oder durch Y ersetzen kann, finde ich blöd.
    #19Verfasser Dragon (238202) 14 Feb. 13, 10:46
    Kommentar
    Dragons Variante ist natürlich der Rolls-Royce unter den Kochbuchübersetzungen. Aber wenn man sich schon für Computerspiele die Lokalisierungsmühe macht und nicht nur schnöde übersetzt, warum nicht auch für tatsächliche Arbeitsanleitungen?
    #20Verfasser Spinatwachtel (341764) 14 Feb. 13, 10:49
    Kommentar
    Manchmal muss man beim Übersetzen auch ein wenig mitdenken: Ein Rezept aus dem englischsprachigen Raum, das "asparagus" als Zutat nennt, meint üblicherweise grünen Spargel, in deutschen Spargelrezepten ist in der Regel weißer Spargel gemeint. Da bestehen geschmackliche Unterschiede, und beim weißen Spargel hat man mehr Abfall, so dass möglicherweise unterschiedliche Mengen gebraucht würden. Da wäre doch ein klitzekleiner Hinweis (bei der Übersetzung E->D reicht das Wörtchen "grün", bei der Übersetzung D->E muss eventuell weiter ausgeholt werden) nicht verkehrt, oder?
    #21Verfasser Dragon (238202) 14 Feb. 13, 10:54
    Kommentar
    Hehe, "Rahmhalter"! Was Wunder, dass ich dachte, "Sahnesteif" gäb's in der Schweiz gar nicht... wieder was gelernt dank Leo! :)
    #22Verfasser virus (343741) 14 Feb. 13, 12:08
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    stimme @19 zu. Es ist weitaus sinnvoller, zB statt self-raising flour Mehl+Backpulver zu schreiben, als den Leser rätseln zu lassen.
    #23Verfasser Frank01 (731116) 14 Feb. 13, 12:23
    Kommentar
    Stimme ebenfalls @19 zu.

    BTW, "self-raising flour"=Mehl+Backpulver+Salz!

    Bei einer "funktionalen" Uebersetzung ist auch zu bedenken, dass die ueblicherweise erhaeltlichen Zutaten, je nach Land, unterschiedliche Beschaffenheit haben koennen, z.B. ist der Fettgehalt von Butter verschieden (Oesterreich: 80%, USA: 76%), oder eben der Fettgehalt von Schlagsahne (USA: 30 bis 45%, Deutschland: 30%, Oesterreich: 36%), oder Sauerrahm (Deutschland: 10 bis 30%, Oesterreich: 15%), und dass das Koch-/Backergebnis daher sehr unterschiedlich ausfallen kann, wenn man nicht naeher spezifiziert, oder das Rezept entsprechend lokal adaptiert (z.B. fuer fettaermere Butter entsprechend Oel zugibt). Genau das erfordert eben das "Expertenwissen" im Fachgebiet.
    #25VerfasserGloCat (907762) 14 Feb. 13, 20:25
     
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