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  • Betrifft

    Lebende Fossilien III

    Kommentar
    Nach Siehe auch: "Lebende Fossilien"
    und Siehe auch: Lebende Fossilien II

    ... ein neues lebendes Fossil :
    Es grünt. Aulacomnium turgidum, geborgen am Tränengletscher, treibt wieder aus.
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/biologie-au...
    In Kanada haben Laubmoose mindestens 400 Jahre unter einem Gletschern überdauert. Jetzt grünen sie wieder.
    Die Laubmoose am Rande des Tränengletschers auf der kanadischen Ellesmere-Insel sind extrem blass, viele von ihnen haben ihr Grün vollständig verloren. Kein Wunder, schließlich waren sie mindestens 400 Jahre unter einem dicken Eispanzer verborgen. Und doch sind die Pflanzen intakt, beginnen wieder zu wachsen, wenn sie nur etwas Licht und Wasser erhalten. Von diesem erstaunlichen Durchhaltevermögen berichten Catherine La Farge von der Universität von Alberta in Edmonton und ihre Kollegen im Fachjournal „PNAS“.


    ... weiter im Link ...
    Verfasser no me bré (700807) 29 Mai 13, 12:43
    Kommentar
    Johann II. von Liechtenstein war Regent von 1858 bis 1929. Als er die Regentschaft aufnahm, war sein Ländchen noch Mitglied des Deutschen Bundes. Er starb am Vorabend der Weltwirtschaftskrise. 2013 minus 71 Jahre - da käme man in das Jahr 1942. (König Bhumipol von Thailand reicht dann aber schon nah ran, der ist König seit 1946.)

    Edith hat Breaking News zu vermelden (kein Zusammenhang mit Zwergstaatenfürsten): http://www.welt.de/wissenschaft/article116693...
    #1Verfasser Gart (646339) 01 Jun. 13, 10:12
    Kommentar
    Die Gazi-Husrev-Beg-Bibliothek in Sarajevo hütet einen Schatz von 10.000 Büchern und Manuskripten. Einige Exemplare sind 1000 Jahre alt.

    Im Bosnienkrieg zwischen 1992 und 1995 haben die Mitarbeiter der Bibliothek alles daran gesetzt, die Sammlung vor Zerstörung zu schützen. Sie haben den kompletten Bestand mehrmals unter Lebensgefahr an einen ihnen sicher scheinenden Ort gebracht. Letztlich ist es ihnen gelungen, dieses Erbe der Menschheit bewahren.

    Diese BBC-Dokumentation zeigt, was damals geschehen ist:
    http://www.youtube.com/watch?v=9EC6j2dDSJs

    (Der Titel und die nachfolgende Beschreibung leiten in die Irre.)
    #2Verfasser urihoch3 (656420) 03 Jun. 13, 18:39
    Kommentar
    #3VerfasserJosef K. (629880) 06 Jun. 13, 12:11
    Kommentar
    Heute gelesen, dass
    - ein 105 Jahre alter Amerikaner seit gut 80 Jahren unfallfrei und ohne gesundheitliche Probleme noch täglich mit dem Auto unterwegs ist; ein Foto seines uralten Führerscheins wurde mit abgedruckt.
    - eine 84-Jährige Amerikanerin den größten Lottojackpot aller Zeiten gewonnen hat.
    Beide Artikel lassen sich von mir leider nicht verlinken.
    #4Verfasser Leseratz (238114) 06 Jun. 13, 14:07
    Kommentar
    edith.
    #5Verfasser Gart (646339) 21 Jul. 13, 12:59
    Kommentar
    Handgeschriebenes Schild an einer Ausflugsgaststätte am Altmühltalradweg:
    "Herzlich willkommen beim Dorfwirt! Hier Fossilien!"
    Auf der Bank direkt daneben machten vier sportliche Herren in Rennradlermontur - alle deutlich jenseits der 70 - gerade Brotzeit und witzelten über die Aufschrift.
    #6Verfasser Leseratz (238114) 22 Jul. 13, 09:12
    Kommentar
    Eine wunderschöne sibirische "Eis"-Blume, aus einem 32.000(!) Jahre alten Eichhörnchenvorrat gekeimt. http://news.nationalgeographic.com/news/2012/...
    Danke an Easy fürs Posten!
    #7Verfasser Lady Grey (235863) 26 Sep. 13, 11:35
    Kommentar
    ... lebt jetzt leider nicht mehr :

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/reko...
    Ohne es zu ahnen, haben Forscher das älteste Tier der Welt getötet, indem sie es in eine Gefriertruhe steckten.
    Als Ming im Jahr 1499 auf die Welt kam, hatte Columbus eben erst Amerika für die spanische Krone entdeckt. Der Buchdruck revolutionierte Europa, wo man übrigens überzeugt war, dass die Sonne um die Erde kreist. Martin Luther war 16 Jahre alt. Als der Dreißigjährige Krieg ausbrach, war Ming schon 119. Im Jahr ihres 300. Geburtstags ergriff Napoleon die Macht in Frankreich. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hatte die Muschel schon mehr als 400 Jahre auf der Schale. Als sie 500 wurde, war der 11. September nur irgendein Datum und Osama Bin Laden nur irgendein Name.
    2006 aber war es vorbei mit der Muschel. Britische Wissenschaftler klaubten sie vom Meeresboden vor Island auf, da lebte sie noch. Dann brachten sie sie ins Labor und steckten sie ins Eisfach. Als sie die Muschel später an der Bangor University in Wales untersuchten, wurde ihnen klar, was sie getan hatten. Sie zählten die Jahresringe auf der Schale.
    [...]
    #8Verfasser no me bré (700807) 15 Nov. 13, 09:58
    Kommentar
    Die älteste Radiosendung, die ich seit Kindertagen beinahe täglich höre, heisst "Echo der Zeit" und ist seit 1945 auf Sendung. Die Radiosender wurden in dieser Zeit mehrmals umbenannt und total umstrukturiert, doch die Sendung hat alle Stürme der Zeit überlebt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Echo_der_Zeit
    http://www.srf.ch/sendungen/echo-der-zeit/sen...

    Enjoy!
    #9Verfasser zirp_ (703877) 15 Nov. 13, 10:16
    Kommentar
    Ungefähr 90% aller deutschen Haushalte haben ein technisches Gerät im Einsatz, welches seit fast 150 Jahren nahezu unverändert blieb.

    Es ist die Erfindung Galileo Ferraris, sein nach ihm benannter Ferraris-Zähler ist - nicht etwa ein Zähler für vorbeifahrende Ferraris - ein elektromechanisches Messgerät für elektrische Energie, umgangssprachlich einfach Stromzähler genannt.

    Ferraris starb 1897 und wäre sicher elektrisiert davon, wie man auch im 21. Jahrhundert noch fasziniert seine kleine, rotierende Scheibe beobachtet und hofft, sie würde etwas langsamer drehen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Ferraris
    #10Verfasser Harri Beau (812872) 04 Dez. 13, 22:41
    Kommentar
    Das primitivste vorstellbare vegetarische Gericht, das am Anfang der neolithischen Revolution gestanden haben muss oder auch schon vordem genossen worden sein könnte: in der Natur gesammelte Pflanzensamen, weichgekocht, gesüßt mit Honig. Es hält sich unvorstellbar zäh in seiner kultischen Bedeutung als Totenspeise: Von diesem Gericht wird - unter dem Namen "Panspermie" - aus dem antiken Griechenland als Teil des Totenkultes berichtet; doch auch im modernen Griechenland soll es bis heute fortleben. Auch in Russland soll es heute noch als Teil des Leichenschmauses verzehrt werden, zumindest erzählt Solschenizyn davon. Dieses Gericht dürfte noch älter als selbst das im Allgäu bis vor kurzem genossene Habermus, immerhin kommt bei diesem als weiterer Verarbeitungsschritt das Mahlen der Körner hinzu: Siehe auch: "Lebende Fossilien" - #76
    #11Verfasser Gart (646339) 05 Dez. 13, 08:18
    Kommentar
    In Ergänzung zu #1: Mir ist dieser Tage gerade wieder eingefallen, dass der ehemalige König von Rumänien (der vor ein paar Jahren aus einem Grund, den ich vergessen habe, den Namenszusatz "von Hohenzollern-Sigmaringen" ablegte und sich jetzt "von Rumänien" nennt), noch stets am Leben ist. Liz von England hat kürzlich bekanntlich Victoria an Jahren ihrer Amtszeit überholt - aber wäre Michael (Mihai) seinerzeit auf den Thron geblieben, so käme er (mit einer Unterbrechung in den Dreißigern) inzwischen auf nicht weniger als 78 Jahre. Damit hätte er den Sonnenkönig (72 Jahre) sowie den erwähnten Johann II. von Liechtenstein (71 Jahre) schon längst hinter sich gelassen und gefährdete so langsam den Rekord Sobhuzas II. von Swasiland (83 Jahre - von 1899 bis 1982, zählt man die Jahre mit, in denen er minderjährig war und seine Großmutter regierte). Aber selbst der hätte nicht an Otto von Habsburg herangereicht, der es von 1922 bis 2011 volle 89 Jahre lang geschafft hätte, wenn nicht bereits sein Vater abgesetzt worden wäre.

    Ebenfalls noch am Leben: Simeon von Sachsen-Coburg-Gotha (Sakskoburggotski), der vormalige Zar von Bulgarien. Auch der wäre mit einer Amtszeit von 72 Jahren (seit 1943) immer noch länger im Amt als Bhumibol Adulyadej in Thailand (Rama IX., seit 1946).

    Ja, und alle sind sie natürlich Waisenknaben gegen den (buchstäblich vorsintflutlichen) sumerischen König Enmenluanna mit angeblich mal schlapp so eben 43.200 Jahren Amtszeit. http://lost-history.com/kinglists.html
    #12Verfasser Gart (646339) 01 Okt. 15, 08:37
    Kommentar
    Der Lehrer: "Wir wissen heute, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt sei. Als ich zur Schule ging, lernte ich noch, sie sei 2 Milliarden Jahre alt."
    Fritzchen leise zum Nachbarn: "Habe ich es nicht immer gesagt? Er ist ein Fossil!"
    #13Verfasser Cuauhtlehuanitzin (1009442) 01 Okt. 15, 09:01
    Kommentar
    #4 ein 105 Jahre alter Amerikaner seit gut 80 Jahren unfallfrei und ohne gesundheitliche Probleme noch täglich mit dem Auto unterwegs ist; ein Foto seines uralten Führerscheins wurde mit abgedruckt.

    Wie "uralt" mag dieser Führerschein denn wohl sein? Kann der in den USA (in den meisten Bundesstaaten) nicht maximal vier Jahre alt sein?
    #14VerfasserCalifornia81 (642214) 01 Okt. 15, 09:32
    Kommentar
    Gestern im Radio gehört:
    In Passau ist ein afghanischer Flüchtling angekommen, blind und taub, sonst aber bei bester Gesundheit. Alter: 110 Jahre (vermutlich aber geschätzt).
    https://www.br.de/nachrichten/niederbayern/in...
    #15Verfasser Selima (107) 01 Okt. 15, 10:23
    Kommentar
    #13 Der Lehrer: "Wir wissen heute, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt sei. Als ich zur Schule ging, lernte ich noch, sie sei 2 Milliarden Jahre alt."

    Was natürlich unweigerlich die Frage aufwirft: Wie alt wird die Erde in 50 Jahren sein?
    #16VerfasserCalifornia81 (642214) 01 Okt. 15, 14:09
    Kommentar
    @15: Der sieht aber nicht aus wie 110. Das wäre auch extrem unwahrscheinlich. Laut Wikipedia sind derzeit (geschätzt) etwa 300-450 Menschen (von 7 Milliarden) 110 Jahre oder älter. Das bedeutet statistisch eine Wahrscheinlichkeit von 1:20 Millionen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Supercentenarian

    Außerdem kommen extrem alte Menschen fast ausschließlich aus "reichen" Ländern und praktisch nie aus der dritten Welt. Der Mann wirkt eher wie 80-85. Vielleicht hat ja irgendwann mal jemand sein Geburtsdatum mit dem seines (womöglich namensgleichen) Vaters verwechselt?
    #17Verfasser dirk (236321) 01 Okt. 15, 14:38
    Kommentar
    Wenn das stimmt, dann muss Aserbeidschan neuerdings ein heimliches Monaco geworden sein.
    http://www.welt.de/vermischtes/article1116971...
    #18Verfasser Cuauhtlehuanitzin (1009442) 01 Okt. 15, 15:08
    Kommentar
    Nachweislich 102 Jahre alt geworden ist allerdings dieser Tage der Schweizer Schauspieler Lukas Amman (*29.09.1921!), der als Graf Yoster bekannt wurde und seit Jahrzehnten im Norden von München lebt.
    #19Verfasser Leseratz (238114) 02 Okt. 15, 00:06
    Kommentar
    Hat's in der Schweiz eine andere Mathematik?
    #20Verfasser Selima (107) 02 Okt. 15, 07:23
    Kommentar
    Vielleicht wurde er 1913 als Lukas Amman geboren, aber 1921 der Öffentlichkeit als Graf Yoster vorgestellt?
    #21Verfasser Harri Beau (812872) 02 Okt. 15, 08:34
    Kommentar
    Zahlendreher, der Herr erblickte 1912 das bisschen Licht der Welt und wurde demgemäß letztens schon 103 Jahre.
    #22Verfasser Gart (646339) 02 Okt. 15, 08:43
    Kommentar
    Forgive me if I've told this story before. A friend of mine was visiting a friend of ours in Oxford. They were walking along the street (this was about 1966) when the Oxford friend pointed to an old man. 'That,' he said, 'is Alexander Kerensky.'

    At this time, the novelist E.M.Forster was living in Cambridge. He had not published anything significant since 1924, and his other famous novels date from considerably earlier still. He was pointed out to visitors as a living fossil. (It is said he made money on the side by offering 1st editions of his works to secondhand booksellers.)
    #23Verfasser escoville (237761) 02 Okt. 15, 09:52
    Kommentar
    Alexander Kerensky emigrierte 1940 in die USA und verbrachte dort - abgesehen von einer Reise 1945/1946 nach Australien, der Heimat seiner zweiten Frau - den Rest seines Lebens in New York und Stanford, wo er auch unterrichtete. Wieso sollte er auf einmal (85-jährig) in Oxford aufgetaucht sein?
    #24Verfasser MiMo (236780) 02 Okt. 15, 11:42
    Kommentar
    #23 Ob sich dieser verknöcherte Eindruck 1971, ein Jahr nach seinem Tod, als sein Roman "Maurice" herauskam, ein wenig relativiert hat?
    #25Verfasser Lady Grey (235863) 02 Okt. 15, 11:54
    Kommentar
    Gart, Du hast völlig recht, was den Zahlendreher angeht (lag wohl an der späten Stunde - auch Leseratzli sollten nicht bis zur Geisterstunde übersetzen, wenn es sich vermeiden lässt), denn Lukas Amman hat tatsächlich am 29. September 1912 in der Schweiz das Licht der Welt erblickt. Er spielte von 1967 bis 1975 die Titelrolle in den 5 Staffeln der Kult-Krimikomödienserie Graf Yoster gibt sich die Ehre (Berühmte Einleitung: "Das ist der Wagen seines Grafen, das ist der Johann seines Grafen und das sind Herr Graf selbst...").
    Für TV- und Krimi-Nostalgiker: Diverse Krimiserien aus der 'Steinzeit' des deutschen Fernsehens werden zurzeit im Spätprogramm der Dritten wiederholt, z. B. eben Graf Yoster, Kommissar Freytag und Hafenpolizei.
    #26Verfasser Leseratz (238114) 02 Okt. 15, 11:56
    Kommentar
    Ein Typar (Gerät, das zum Siegeln in Siegelmasse gedrückt wird, um dort nach Art eines Siegelrings einen Abdruck zu hinterlassen) der City of London, der aus der Zeit vor 1219 stammte, war bis 1957 in Gebrauch. Dann beschaffte man wegen Abnutzung einen neuen. (Hoffentlich haben sie den alten trotzdem nicht weggeworfen.) Offenbar gab es mehr zu siegeln als in Lübeck, dessen Typar aus dem Jahr 1256 stammte, bis 1810 in Gebrauch war und noch immer wie neu aussieht. (Vgl. Ahasver von Brandt, Werkzeug des Historikers, 11. A. Kohlhammer 1958, S.141)
    #27Verfasser Gart (646339) 10 Okt. 16, 11:15
    Kommentar
    Offenbar gab es mehr zu siegeln als in Lübeck,

    I think even in the 13c. London was larger than Lübeck. ;-)
    The latter is a lovely city btw.
    #28Verfassermikefm (760309) 10 Okt. 16, 12:54
    Kommentar
    Nicht unbedingt Mikefm.
    Lübeck als zentrale Stadt zu Hansezeiten hatte bestimmt auch gut zu tun (beim siegeln).
    #29Verfasser rennmotte (617913) 10 Okt. 16, 14:00
    Kommentar
    Wie das in London war, weiß ich nicht, aber Lübeck mag (wenigstens in der frühen Neuzeit) wie andere Reichsstände auch zur öffentlichen Beglaubigung drittgesiegelt haben. Das spielte sich in zwei Formen ab: der Urheber stellt die Urkunde aus, lässt sie aber durch einen angesehenen Siegler, zum Beispiel der königlichen Kanzlei - oder eben durch die Kanzlei der Stadt Lübeck - siegeln; oder die siegelnde Kanzlei fertigt auch die Urkunde aus, des Inhalts, dass der Mensch, der die Urkunde bestellt hat, eine bestimmte Handlung vor ihr vorgenommen hat. Eine öffentliche bzw. amtliche Beglaubigung wird noch heute von Notaren bzw zahlreichen Behörden vorgenommen. Gerade in einer Handelsstadt wie Lübeck könnten Kaufleute solche Dienste gerne in Anspruch genommen haben. (Selbstverständlich war London auch kein Handelsplatz geringen Ausmaßes; sollte London in vorbezeichneter Weise gehandelt haben, dürfte der Londoner Typar auch eine Menge zu tun bekommen haben. Immer vorausgesetzt natürlich, dass es sich in Lübeck und London auch um einen für solche Zwecke vorgesehene Typare gehandelt hat und nicht um einen ausschließlich für eigene oder auch nur für feierliche Anlässe.)
    #30Verfasser Gart (646339) 10 Okt. 16, 14:17
    Kommentar
    Alexander Kerensky emigrierte 1940 in die USA und verbrachte dort - abgesehen von einer Reise 1945/1946 nach Australien, der Heimat seiner zweiten Frau - den Rest seines Lebens in New York und Stanford, wo er auch unterrichtete. Wieso sollte er auf einmal (85-jährig) in Oxford aufgetaucht sein?

    MiMo asked this question a year ago, and I didn't know the answer. But I recently found out. Kerensky was a friend of Max Hayward, who was a fellow of St Antony's College Oxford. The official history of the college (published in 2000 to mark the 50th anniversary of its foundation in 1950) states that Kerensky occasionally came to visit him there. (Our Oxford friend was a modern historian and later became a current affairs guru on American TV. He would certainly have known what he was talking about.)
    #31Verfasser escoville (237761) 10 Okt. 16, 15:04
    Kommentar
    Jimmy Carter has outlived his presidency by 36 years to date. This is certainly a record.

    The Queen is alleged to have said to Tony Blair, when the latter took office: 'You are my 10th Prime Minister, Mr Blair. Winston was the first.' Perhaps she updated this to '13th' in July.

    I once attended a public meeting addressed by Bertrand Russell. He once had dinner with Mr Gladstone.
    #32Verfasser escoville (237761) 10 Okt. 16, 15:22
    Kommentar
    Gestern den Alexej Sagerer erlebt; scheint mir auch so ein Fossil...
    #33VerfasserBraunbärin (757733) 10 Okt. 16, 16:04
    Kommentar
    #32: Laut Wiki ist das seit September 2012 so:

    #34VerfasserAndiH (335362) 11 Okt. 16, 10:37
    Kommentar
    This is certainly a record.

    Aber kein Weltrekord. Walter Scheel hat seine Bundespräsidentschaft um 37 Jahre und 54 Tage überlebt.
    #35Verfasser dirk (236321) 11 Okt. 16, 12:50
    Kommentar
    Für US-Präsidenten ist das schon ein Weltrekord :-P.
    #36Verfasser JanZ (805098) 11 Okt. 16, 13:15
    Kommentar
    Chateaubriand erwähnt in seinen Memoiren, dass von manchen Indianerstämmen, die am Orinoco lebten, aber ausstarben, nur ein Dutzend Wörter erhalten sei, die man von Papageien in den Baumwipfeln höre. (Wenn es nicht wahr ist, ist es schön erfunden.)

    #32, 35: Zwei Präsidenten der IV. Französischen Republik überlebten ihre Präsidentschaft um etwa 41 Jahre - René Pleven und Antoine Pinay. Wer bietet mehr?
    #37Verfasser Gart (646339) 16 Okt. 16, 14:43
    Kommentar
    @35 I meant a record for US presidents. However, in some ways Scheel's was more remarkable, as the non-executive German presidency tends to be an elderly person's reward for a life of public service.

    Does anyone happen to know offhand which British PM outlived his term of office the longest? (Sir Alec Douglas-Home probably, 31 years.)
    #38Verfasser escoville (237761) 16 Okt. 16, 14:56
    Kommentar
    Ebenfalls 41 Jahre: Emilio Colombo, Italien. Der schon erwähnte Alexander Kerenski schafft 53 Jahre.

    Soeben wurde in Thailand Prem Tinsulanonda mit 96 Jahren (Interims-)Staatsoberhaupt. Das schlägt auch Joaquín Balaguer aus der DomRep, der war noch mit 94 Präsident (danach aber noch Graue Eminenz, bis er mit knapp 100 Jahren starb.)

    Edith möchte noch zwei Sonderpreisträger vorschlagen, in der Disziplin des größten zeitlichen Abstands zwischen zwei Amtszeiten: Ivanoe Bonomi (Italien) schied 1922 als Ministerpräsident aus, um es 1944 erneut zu werden, Karl Renner (Österreich) war Staatskanzler bis 1920 und Staatspräsident ab 1945 - nun gut, ist nicht genau dasselbe, soll hier aber gelten dürfen. (Dieser Zeitunterschied wird verständlicher, wenn man sich vor Augen führt, was sich in beiden Ländern zwischen den beiden Amtszeiten so abspielte - die Generation, die am Zuge gewesen wäre, war weitgehend kompromittiert, man musste die Alten wieder holen, so wie in Deutschland ja auch Adenauer holte.)
    #39Verfasser Gart (646339) 16 Okt. 16, 15:13
    Kommentar
    We might mention Kurt Schuschnigg in this connexion, who lived for 39 years after being deposed by the Nazis.

    Karl Dönitz survived his brief chancellorship by 35 years; Franz von Papen survived his brief (though not quite so brief) chancellorship by 37 years, and his predecessor Heinrich Brüning survived his by nearly 38 years.
    #40Verfasser escoville (237761) 16 Okt. 16, 17:14
    Kommentar
    Edith spendiert im letzten Halbsatz ein "man" und wollte gerade eben noch "kompromittiert" mit "beziehungsweise dezimiert" ergänzen.

    Vittorio Emanuele Orlando, einer der Vier von Versailles (neben Clemenceau, Wilson, Lloyd George), überlebte sein Amt als Präsident des Ministerrats (Italien) um 43 Jahre. Sein Nachfolger Nitti ebenfalls.
    #41Verfasser Gart (646339) 16 Okt. 16, 17:16
    Kommentar
    On a different note, Sir Thomas Sopwith is probably best known for the Sopwith Camel, an aircraft deployed in the First World War. Sir Thomas died in 1989.
    #42Verfasser escoville (237761) 16 Okt. 16, 17:22
    Kommentar
    Michael I. von Rumänien ist 69 Jahre nach seinem Sturz als König seines Landes noch am Leben, Simeon Sakskoburggotski von Bulgarien 70 Jahre danach ebenfalls. (Letzterer schaffte es, 55 Jahre nach seinem Sturz nochmals bulgarisches Staatsoberhaupt zu werden, wenngleich diesmal nicht monarchisch, damit trotzdem Preisträger in der Sonderkategorie.) Auch Konstantin II. von Griechenland lebt 42 Jahre nach seinem Sturz noch immer.

    Vielleicht ebenfalls interessant: ein kleiner Bruder von Kaiser Hirohito ist noch am Leben. Erzherzog Prinz Mikasa geht auf seinen 101. Geburtstag zu.
    #43Verfasser Gart (646339) 16 Okt. 16, 17:40
    Kommentar
    Vor kurzem las ich irgendwo, leider ohne mir zu merken wo genau - darum hier aus dem Gedächtnis:

    Ein bereits sehr alter Franzose heiratete - wohl so um die Zeit der bourbonischen Restauration in Frankreich herum - auf seine alten Tage noch ein junges Mädchen. Als dieses Mädchen sehr viel später einmal Gelegenheit hatte, mit Napoleon III. zu sprechen, leitete sie das Gespräch wie folgt ein: "Wie Ludwig XV. einmal zu meinem Mann sagte..."
    #44Verfasser Gart (646339) 17 Okt. 16, 08:51
    Kommentar
    I was once asked who was the earliest-born person I'd ever met. I thought a while, and decided it must have been an old man, a stranger, with whom my mother and I once had to share a table in a crowded restaurant. He recognized my school uniform, and said he'd been to the same school. He also said he was 93. This was in 1956, which means he'd been born in 1862 or 63. (He gave me a shilling -- a week's pocket money.)
    #45Verfasser escoville (237761) 17 Okt. 16, 12:29
    Kommentar
    Vor vielen Jahren durfte ich sie kennenlernen und fand sie damals schon alt, aber trotzdem topfit:

    Am 20.10.2016 wurde Ursula Happe 9o Jahre alt und immer noch frönt sie täglich ihrem Lieblingssport: Man trifft sie im Schwimmbad.

    Ihr größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille über 200 m Brust bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne; außerdem hielt sie den Weltrekord über diese Strecke. Damals war sie 30 Jahre alt und bereits zweifache Mutter. Für eine heutige Schwimm-Olympiasiegerin unvorstellbar.
    #46Verfasser Harri Beau (812872) 28 Okt. 16, 08:21
    Kommentar
    Die Italienerin Emma Martina Luigia Morano wurde 117 Jahre alt. Damit ist sie der wohl älteste Mensch der Welt und der einzige noch lebende Mensch, der noch im 19. Jahrhundert geboren wurde - am 29. November 1899.

    Sie gehört also zu den ganz wenigen Leuten, die ein komplettes Jahrhundert von Anfang bis Ende erlebt haben.
    #47Verfasser Harri Beau (812872) 30 Nov. 16, 00:17
    Kommentar
    #48Verfasser Stravinsky (637051) 30 Nov. 16, 08:18
    Kommentar
    Wir versetzen uns in ihr Geburtsjahr zurück: Der Italiener Marconi erfand den drahtlosen Telegrafen, Opel baute die ersten Autos und Giuseppe Verdi (geb. 1813) hätte sie noch auf den Arm nehmen können.
    #49Verfasser Harri Beau (812872) 30 Nov. 16, 08:26
    Kommentar
    Ein Augenzeuge der Ermordung von Präsident Lincoln trat 1956 als Gast in dem TV-Quiz "I've Got a Secret" auf:

    #50Verfasser Himalia (970475) 30 Nov. 16, 12:09
    Kommentar
    Es handelt sich um Samuel J. Seymour, er hat einen eigenen Artikel in der englischen Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Samuel_J._Seymour

    (Ebenso wie Fleetwood Lindley, der für sich in Anspruch nimmt, der letzte lebende Mensch gewesen zu sein, der Lincolns Gesicht gesehen hat - allerdings 1901, anlässlich einer Öffnung des Sargs.)

    Im Übrigen war Robert Todd Lincoln - gestorben 1926 - der letzte lebende Zeuge der Kapitulation General Lees im Appomattox Court House 1865, und Albert Meserlin (gestorben 2009) der letzte lebende Zeuge (nicht lediglich Zeitzeuge) der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands 1945.
    #51Verfasser Gart (646339) 30 Nov. 16, 12:26
    Kommentar
    Jan Smuts "war der einzige Politiker, der am Ende beider Weltkriege Friedensverträge unterschrieb" (Wiki). Das ist doch auch schon was.
    #52Verfasser mbshu (874725) 30 Nov. 16, 12:38
    Kommentar
    #51

    Aus dem Wiki-Link:
    "Seymour did not actually see the assassination but did witness Lincoln's assassin John Wilkes Booth jump off the balcony. In fact, he revealed that because he did not know Lincoln was shot or that Booth had shot him, his real concern was for Booth."
    #53Verfasser MiMo (236780) 30 Nov. 16, 12:39
    Kommentar
    Joseph Medicine Crow (1913-2016), ein nordamerikanischer Indianer und Historiker, interviewte noch Zeugen der Schlacht am Little Bighorn vom 25. Juni 1876.
    #54Verfasser Harri Beau (812872) 30 Nov. 16, 12:47
    Kommentar
    James E. Rogan (er ist noch am Leben und übrigens nicht allzu alt) traf als Bub den letzten lebenden Zeugen dieser Schlacht.

    #52: Der letzte Veteran, der in beiden Weltkriegen kämpfte, starb erst 2011 (laut Wikipedia war er der letzte lebende Veteran des Ersten Weltkriegs überhaupt): https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Stanley_...
    #55Verfasser Gart (646339) 30 Nov. 16, 13:00
    Kommentar
    #49 Wir versetzen uns in ihr Geburtsjahr zurück:...
    mein Opa kam auf die Welt. War aber meines Wissens nie in Italien, die beiden haben sich also wohl eher nicht getroffen.

    #56VerfasserSpinatwachtel (341764) 01 Dez. 16, 10:13
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    Die älteste Einwohnerin von Karlsruhe, Edelgard Huber von Gersdorff, feiert dieser Tage den 111. Geburtstag. In diesem Zusammenhang von 'Fossil' zu sprechen, wäre allerdings zumindest uncharmant, wenn nicht grob ungehörig.
    #57Verfasser Leseratz (238114) 08 Dez. 16, 22:55
    Kommentar
    Darf man ab heute Kirk Douglas so nennen? *duck*
    #58Verfasser Cuauhtlehuanitzin (1009442) 09 Dez. 16, 10:00
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    Cuauhtlehuanitzin, das erzähl' ich meiner Oma.
    Wir haben am Montag, 05.12.2016, ihren 100. Geburtstag begangen.

    Die Fete muss leider noch warten; Oma befindet sich aktuell noch in einer Reha-Maßnahme, in der sie sich von den Folgen eines leichten Schlaganfalls erholt.
    #59VerfasserHualan (425041) 09 Dez. 16, 10:22
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    Die längste Zeit als demokratisch einwandfrei gewähltes und mehrmals wiedergewähltes Staatsoberhaupt war Urho Kekkonen vergönnt, der fast sechsundzwanzig Jahre lang (1956 bis 1982, de facto bis 1981) ununterbrochen Staatspräsident Finnlands war (vordem war er bereits sechs Jahre Ministerpräsident gewesen).
    #60Verfasser Gart (646339) 20 Dez. 16, 12:35
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    Die Chirugin Dr. Lewuschkina führt seit 67 Jahren ca. 10.000 Operationen am Darm durch. Im Mai wird sie Jahre alt und sie denkt nicht dran aufzuhören.
    Als sie 1951 in der UdSSR das erste Mal selbst operierte, war Väterchen Stalin noch Staatschef, dazu musste sie noch nebenbei als Traktoristin arbeiten.


    Mit 89 Jahren kennt man OP-Säle eigentlich nur als Patient. Oder aus der TV-Serie „In aller Freundschaft“.

    #61Verfasser Harri Beau (812872) 07 Feb. 17, 19:10
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    Seit heute gibt es (glaubt man Wikipedia und legt man die Lebenstage zugrunde) einen neuen nachweislich drittältesten Menschen aller Zeiten: die Japanerin Nabi Tajima (nebenbei bemerkt der letzte noch im 19. Jahrhundert geborene Mensch) hat die 1998 verstorbene Kanadierin Marie-Louise Meilleur überholt. Zählt man das Enddatum mit, erreichte Frau Meilleur ein Alter von 42.964 Tagen, während Frau Tajima seit heute 42.965 Tage alt ist. Das entspricht etwa 117 2/3 Jahren. Bis Frau Tajima, was ihr zu gönnen wäre, auch den (nachweislich) zweitältesten oder gar ältesten Menschen überholt, geht aber noch ein wenig Wasser den Bach hinab: die zweitälteste Dame wurde über 119 Jahre alt und die älteste etwa 123 1/2 Jahre. Hier die zugrundegelegten Geburts- und Sterbedaten.
    #62Verfasser Gart (646339) 22 Mär. 18, 09:06
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    Leicht OT: Hui, in Garts Liste sind aber wenige Männer. Dafür habe ich heute zufällig festgestellt, dass man als Mathematiker wohl generell ziemlich alt wird. Von den Abelpreisträgern (https://de.wikipedia.org/wiki/Abelpreis) sind bis auf einen alle in den 1920er oder 1930er Jahren Geborenen noch am Leben.
    #63Verfasser ilex (764482) 22 Mär. 18, 13:52
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    Karl-Heinz Poredda (Hipstedt, Niedersachsen) und Valentin Deutschmann (Grafenstein, Kärnten) standen beide ihrer Gemeinde 50 Jahre lang als Bürgermeister vor. Wer bietet mehr?

    Und: Wenn ich richtig gerechnet habe, ist seit dem 26. April 2018 Carl XVI. Gustav der am längsten regierende König der schwedischen Geschichte. Den Rekord hielt seit etwa Mitte des 14. Jahrhunderts Magnus Eriksson (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn und Nachfolger Erik Magnusson). Passiert nicht so oft, dass über 700 Jahre alte Rekorde eingestellt werden.

    Frau Tajima (#62) ist übrigens leider einen knappen Monat später am 21. April gestorben. Ihr ist die nur wenig jüngere Chiyo Miyako (ebenfalls Japan) auf den Fersen, die Frau Tajimas Rekord in etwa sieben Monaten einstellen könnte.
    #64Verfasser Gart (646339) 19 Mai 18, 13:20
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    In Dresden sollen (der engen Gassen wegen) Sänften und Chaisen noch bis 1878 zum Personentransport eingesetzt worden sein, nach einer anderen Quelle sogar bis nach dem Ersten Weltkrieg.

    #65Verfasser Gart (646339) 27 Jun. 18, 15:30
    Kommentar

    Besondere Fossilien sind die Feldgeschworenen, die in drei Bundesländern noch "am Leben sind", nämlich in Bayern, Rheinland-Pfalz und tw. in Thüringen. Es ist eines der ältesten noch existierenden Ämter der kommunalen Selbstverwaltung wie Wiki weiß. Die Feldgeschworenen teilen das sog. Siebenergeheimnis.


    In dem Dorf, aus dem ich stamme, gibt es eine Sage zu einem Dorfbewohner, der aus Habgier dereinst einmal einen Grenzstein des Nachts versetzt hatte, woraufhin er verflucht war und seither umging. Einmal traf ein nächtlicher Wanderer auf den Grenzsteinversetzersgeist, der einen Grenzstein herumtragend vor sich hin murmelte. Der Wanderer erschrak zunächst, faßte sich dann aber ein Herz und wies den Geist an, den Grenzstein an den rechten Ort zurückzusetzen. Dieser tat, wie ihm gehießen. Seither hat der Spuk ein Ende.

    #66Verfasser Selima (107) 27 Jun. 18, 17:39
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    Talking of the World Cup, I note that the captain of the (more or less amateur) US team that beat England (whose players included Tom Finney, Billy Wright and Alf Ramsey) in 1950, a man named Walter Bahr, died last week.

    #67Verfasser escoville (237761) 27 Jun. 18, 19:35
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    Sie steht seit 1932 täglich hinter der Theke: Die hundertjährige Gastwirtin Marie-Louise Wirth aus dem französischen Isbergues. Ihr Lokal hat sie zuletzt 1960 behutsam renoviert.

    #68Verfasser Harri Beau (812872) 13 Aug. 18, 13:54
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    #69Verfasser lg_straight (1021555) 13 Aug. 18, 14:51
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    Am 10.08.2018 verstarb Fides Krause-Brewer, eine der ersten und bekanntesten Politik- und Wirtschaftsjournalistinnen der ARD im Alter von 99 Jahren.


    #70Verfasser Leseratz (238114) 13 Aug. 18, 21:07
    Kommentar
    #71Verfasser MiMo (236780) 13 Aug. 18, 22:31
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    #69: Die Adresse der Firma Ratschaisenträger - Am Eiswurmlager 5 - macht mich neugierig. Was sind Eiswürmer? Warum werden sie gelagert? Wieviele Lager gibt es außer den fünfen sonst noch?

    #72Verfasser Harri Beau (812872) 13 Aug. 18, 23:07
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    Dresden: "Am 12. September 1856 wurde die Aktiengesellschaft Brauerei zum Felsenkeller AG mit einem Startkapital von 300.000 Talern gegründet. Der Name bezieht sich auf den Eiskeller. Diese 66 Meter lange Stollenanlage, nach dem Markenzeichen auch „Eiswurmlager“ genannt, wurde im Jahr 1857 in den Felshang, der sich nahe der ehemaligen Brauerei befindet, gehauen. In diesem Kellergewölbe soll einer Legende zufolge der Eiswurm hausen."


    https://de.wikipedia.org/wiki/Felsenkeller_(D...

    #73Verfasser MiMo (236780) 14 Aug. 18, 07:20
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    Automobile waren im Schweizer Kanton Graubünden bis sage und schreibe 1925 verboten. https://www.graubuendner.ch/blog/buendner-wis...

    #74Verfasser Gart (646339) 14 Aug. 18, 09:05
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    Aha, vielen Dank. Ein legendärer Lindwurm also, keine Lagerstätte von polaren Regenwürmern. Aber die scheint es auch zu geben: Interesse der NASA: Eiswürmer leben am Gefrierpunkt erst richtig auf 

    #75Verfasser Harri Beau (812872) 14 Aug. 18, 09:11
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    Die in Rom ansässige Bruderschaft von Santa Maria dell'Anima war seit Kaiser Maximilian reichsunmittelbar, wurde aber im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 als einziges kirchliches Institut nicht säkularisiert. Seit der Auflösung des Reichs drei Jahre später ist sie zusammen mit dem Fürstentum Liechtenstein der letzte Überrest des Heiligen Römischen Reichs. http://www.pisma.it/wordpress/bruderschaft/ge...

    #76Verfasser Gart (646339) 17 Aug. 18, 12:03
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    Eigentlich nicht ganz passend, da nun kein Lebendes Fossil mehr.


    Kapitän Hans-Peter Jürgens, der letzte (deutsche) Kap Hoornier ist gestorben.

    Zumindest nach der ursprünglichen Definition.

    Ein Kap Hoornier ist im engeren Sinne ein Seemann, der auf einem Frachtsegler, der nicht mit einem Motor oder Hilfsmotor ausgerüstet ist, Kap Hoorn umrundete.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kap_Hoornier


    http://www.spiegel.de/einestages/kapitaen-han...


    Dieser Freundschaftsbund wurde bereits Anfang der 2000er aufgelöst, Nachfolgevereinigungen stehen auch anderen Seefahrern offen.

    Keine Ahnung ob es irgendwo auf der Welt noch lebende Kap Hoornier gibt.

    #77Verfasser traveller in time (589684) 25 Okt. 18, 09:39
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    My mother and her parents were Cape Horners. My grandfather was the Finnish captain of a sailing ship that regularly rounded Cape Horn about 100 years ago, and my mother rode her tricycle on the deck of his ship.

    #78Verfasser Stravinsky (637051) 25 Okt. 18, 10:14
    Kommentar

    #78

    Etwa als Angestellte bei Erikson, dem letzten Windjammerreeder?

    #79Verfasser jo-SR (238182) 25 Okt. 18, 13:20
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    I don't remember that name, but it's possible.

    #80Verfasser Stravinsky (637051) 25 Okt. 18, 13:35
    Kommentar

    Die "Padua" ist das letzte lebende Fossil der legendären P-Liner, es fährt noch herum. Allerdings nicht mehr unter diesem Namen.

    Auch "Pommern", "Peking" und "Passat" existieren noch, sind aber nicht mehr so lebendig und liegen still.


    ~~


    Nur "Peking" kenne ich noch nicht persönlich, das nehme ich mir aber vor, wenn sie wieder restauriert ist. Das Schiff wurde letztes Jahr von New York nach Hamburg gebracht.


    #80: Ist denn wenigstens der Name des Schiffs bekannt?

    #81Verfasser Harri Beau (812872) 25 Okt. 18, 13:42
    Kommentar

    Ist denn wenigstens der Name des Schiffs bekannt?


    Fennia. My sister says it is now in a museum in South America (I think in Argentina).

    #82Verfasser Stravinsky (637051) 25 Okt. 18, 14:27
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    Fennia hießen wohl zwei finnische Schulschiffe, aber das erste (ex Goodrich) wurde 1941 von einem italienischen Torpedo versenkt und das zweite (ex Champigny) 1967 (oder kurz danach) in Montevideo verschrottet.

    #83Verfasser JanZ (805098) 25 Okt. 18, 15:03
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    Es gibt noch ein paar jüngere Kaphoorniers:

    "Am 26. Januar 1997 umrundete die Khersones als erster Großsegler nach den Viermastbarken Pamir und Passat im Jahre 1949 das Kap Hoorn unter Segeln." (Wikipedia)


    #84Verfasser itsy-bitsy (1336) 25 Okt. 18, 15:57
    Kommentar

    Deswegen ja im engeren Sinn ;-)

    Frachtsegler, der nicht mit einem Motor oder Hilfsmotor ausgerüstet ist


    Gibt ja auch noch das eine oder andere Segelkreuzfahrtschiff (meist mit Motor).


    Edith sieht grade, daß die Khersones auch Hilfsmotoren hat.

    #85Verfasser traveller in time (589684) 25 Okt. 18, 16:04
    Kommentar

    Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass sie nur unter Segeln drumherum gefahren ist. Mein Bruder war damals dabei und hat superschöne Fotos gemacht. Vom Großmast aus. Genau im richtigen Moment gingen die grauen Wolken ein bisschen zur Seite und es erschien ein Regenbogen...

    Er schwärmt heute noch davon.

    #86Verfasser itsy-bitsy (1336) 25 Okt. 18, 16:14
    Kommentar

    #83: Es wird wohl die Viermastbark Fennia gewesen sein, die ehemalige Champigny.


    Alle noch fahrenden Windjammer heute haben einen Hilfsmotor. Ohne den würden sie keine Zulassung bekommen. Den braucht man in Notfällen oder um in den Häfen an- und abzulegen. Es ist aber eine Frage der Ehre (oder des engen Fahrplans) ob man ihn während der Fahrt benutzt oder nicht. Khersones schaffte es, das Kap Hoorn allein unter Segeln zu umrunden.


    ~~


    Das Vollschiff Susanna brachte es 1905 fertig, für die Umrundung 99 Tage zu brauchen. So lange hat heute kein Mensch mehr Lust dazu.

    #87Verfasser Harri Beau (812872) 25 Okt. 18, 16:16
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    Glaub ich euch ja alles. Und finde es auch gut, daß es heute noch Segelschiffe gibt, würde gerne mal die Überführung von Europa nach Südamerika (oder umgekehrt) auf einem der Star Clipper mitmachen.


    Aber es ist eben kein Segler der Fracht von A nach B transportiert hat sondern ein Schulschiff. ;-)

    Und fällt damit nicht in die ursprüngliche Definition.

    Die Nachfolgeorganisation hat bestimmt noch reichlich Mitglieder, da sie eben offener sind.

    Und auch 1997 oder 2018 ist es eine tolle Leistung um Kap Hoorn zu segeln.

    #88Verfasser traveller in time (589684) 25 Okt. 18, 16:54
    Kommentar

    Hüstel... die Star Clipper sind Disneyland. Es gibt noch über 100 Jahre alte Windjammer, mit denen man eine Reise unternehmen kann, zum Beispiel "Statsraad Lehmkuhl". Oder der Viermaster "Padua", der 1926 als letzter unmotorisierter Frachtsegler der Welt vom Stapel läuft.


     Sichwort: tallshipfriends

    #89Verfasser Harri Beau (812872) 25 Okt. 18, 17:15
    Kommentar

    #89: Danke, schaue ich mir mal an.

    #90Verfasser traveller in time (589684) 26 Okt. 18, 10:35
    Kommentar

    Der älteste noch aktive internationale Organisation ist die "Zentralkommission für die Rheinschifffahrt" mit Sitz in Straßburg, gegründet 1815.

    #91Verfasser Harri Beau (812872) 23 Sep. 19, 13:16
    Kommentar
    The village of Laxton in Nottinghamshire still has the medieval system of Open Field agriculture which is controlled by the medieval system of Court Leet. By my rough reckoning, this organisation has successfully been doing its job for several hundred years. Apparently it is the only surviving example of this medieval practise.
    #92Verfasser Ecgberht (469528) 24 Sep. 19, 00:13
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    Die Schauspielerin Olivia de Havilland ist dieses Jahr 103 Jahre alt geworden. Sie ist die älteste noch lebenden Oscar-Preisträgerin. Als Teenager besuchte sie die Highschool in Los Gatos, einem Nachbarort von San Jose.

    #93Verfasser Norbert Juffa (236158) 24 Sep. 19, 04:51
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    Teylers Museum ist ein 1778 in Haarlem (Niederlande) gegründetes Museum für Natur- und Technikgeschichte. Das Gebäude am Fluss Spaarne lag ursprünglich hinter dem Wohnhaus des Textilfabrikanten und Bankiers Pieter Teyler van der Hulst, der kinderlos war und testamentarisch verfügte, sein Vermögen solle für die Förderung von Kunst und Wissenschaft verwendet werden. [...] 1784 eröffnete das Museum, in jenem Jahr wurde auch der ovale Saal hinter Teylers altem Haus angebaut. Das Museum ist ein Tageslichtmuseum, es wird auf künstliches Licht verzichtet (Wikipedia)


    Wer Museen mag und in der Amsterdamer Gegend unterwegs ist, dem kann ich einen Besuch empfehlen.

    #94Verfasser Norbert Juffa (236158) 28 Sep. 19, 21:26
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    Der Name "ADAM".

    Adam ist der erste Mensch auf Erden, der Vater der Menschheit sozusagen, und sein Name ist bis heute überall auf der Welt verbreitet (auch leicht abgewndelt, wie italien. Adamo, japan. / swahili Adamu, nepales. Aadama portugies. Adão, somal. Adan, span. Adán, usbek. Odam, Yiddish Adi, Maori Arama,...- weiß Wikipedia).

    Die universale Bekanntheit des Namens führte auch dazu dass Opel seinen stabilen 2012-2019 Opel Adam so benannte (über 94 % der Fahrzeuge dieses Typs waren noch nach 3 Jahren mängelfrei).

    Muslime schätzen Adam als ersten der Propheten.
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Adam_in_Islam

    Sein Name ist auch verbunden mit dem ersten (Anbetungs)Haus der Menschheit, der KAA'BA in Mekka (engl. Makkah) und deren in der östlichen Ecke eingesetzten Eckstein, der die Qibla (Gebetsrichtung) der Muslime der gesamten Welt darstellt, und mit Ibrahim (Abraham).

    https://www.deutschlandfunk.de/sure-2-vers-12...

    Die Geschichte der Kaa'ba widerum ist mit der Geschichte des Brunnens ZAMZAM eng verbunden, dem faszinierendsten Brunnen der Welt, der etwas mehr als 4.000 Jahre alt ist, und der auch in der Hadsch eine Rolle spielt

    https://sunnah.com/bukhari/60/43

    Israelische Forscher haben aus rund 2000 Jahre alten SAMEN, gefunden in einem HERODES-Palast, tatsächlich eine DATTELPALME herangezogen. Sie erhielt den Namen "Methusalem". Innerhalb von 26 Monaten war sie schon stattliche 1,20 Meter hoch gewachsen.

    Während die modernen Dattelpalmen in Israel ihren Ursprung in Marokko, Ägypten und dem Irak haben.
    https://mobil.stern.de/panorama/wissen/natur/...
    #95VerfasserGraceFromAbove (1267740)  14 Jun. 20, 22:01
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    Ich dagegen schätze mal, daß statt dem biblischen Adam der Firmengründer Adam Opel (* 9. Mai 1837 in Rüsselsheim) Pate für den Namen Opel Adam stand und sein Sohn Carl ( * 31. August 1869) für das Modell Opel Karl.

    #96Verfasser Harri Beau (812872) 14 Jun. 20, 23:37
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    Schätze ich auch. Darüber hinaus ist Adam palindromfähig: Madam, I'm Adam.

    #97Verfasser mordnilap (835133) 15 Jun. 20, 00:12
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    Danke für die Einführung in die Familie Opel!

    Adam Opel hatte aber keinen Sohn namens Mokka. Opel Mokka kommt dann doch vom Kaffee!

    Um 850 wurde in Äthiopien (erstmals?) Kaffee gebrüht.

    MOKKA ist eine Kaffeesorte aus dem Jemen (nach der Stadt Mokha/ Mucha). Sie schmeckt von der Sorte her etwas nach Schokolade und ist die ursprünglichste Art der Kaffeezubereitung (bevor Filterkaffee erfunden wurde).

    Im 16. Jahrhundert kam der Kaffee über Arabien/ Mekka nach Kairo und Konstantinopel (Istanbul), erste Kaffeeschenke dort 1554. Die wachsende Beliebtheit der Kaffeebohnen am Sultanshof sei den Syrern zu verdanken.

    Erst 1615 gelangten die ersten Kaffeesäcke nach Europa.

    https://www.procafe.ch/geschichte/

    https://kaffee.org/mokka/#:~:text=Herkunft%20...

    "....1615 kamen erstmals Kaffeebohnen aus Alexandria nach Venedig, wo 1645 das erste Kaffeehaus eröffnet wurde. Ihm folgten weitere nach: 1650 in Oxford, 1652 in London, 1659 in Marseille, 1663 in Amsterdam und Den Haag, 1672 in Paris, 1673 in Bremen, 1677 in Hamburg, 1685 in Wien, 1686 in Regensburg und 1694 in Leipzig." (Wikipedia)


    Ältestes lebendes Fossil:

    ein BAKTERIUM gilt als ältestes, immer noch vitales, Lebewesen. Alter: circa 250 Millionen Jahre alt, gefunden bei Bohrungen in einer Höhle in New Mexiko/USA.
    Es überdauerte all die Jahre in einem Salzkristall, 609 Meter in der Tiefe. Forscher unserer Zeit gaben es in eine Nährlösung, da wurde es wieder quicklebendig.

    Auch in Bernstein wurden Bakterien entdeckt, 25-40 Millionen Jahre alt.

    Sogar im Gletscher tiefgefroren harren Bakterien aus, 8 Millionen Jahre alt. Trotz stark beschädigtem Erbgut sind sie immer noch fortpflanzungsfähig.
    Salzlager sind weitere Fundstätten uralter Bakterien, die sich wieder aktivieren lasen (Interessant! Doch angesichts des ganzen COV-19-Spektakels verspürt man den Wunsch, diese wackeren Burschen, Forscher und Bakterien, mögen im Lockdown bleiben....).

    Im Meeresboden vor Peru fand man "Methusalem-Bakterien". Sie teilen sich nur alle 100-2000 Jahre.

    https://www.wasistwas.de/details-technik/wie-...

    Der Mensch hat mehr Bakterienzellen als eigene Körperzellen.

    VIREN sind 10mal häufiger als Bakterien.

    Um Viren ranken sich sehr viele verschiedene Theorien. Ein paar davon davon:
    - schon die erste Zelle der Erdgeschichte sei mit einem Virus infiziert gewesen. Oder
    - Viren hätten sich aus Bakterien entwickelt, durch den Verlust von Zellbausteinen. Oder aber,
    - Viren seien Gene/ Chromosomenteilchen, die sich verselbständigt hätten (sind nicht mehr steuerbar durch die Wirtszelle).

    Man fand Gigaviren, die 30.000 Jahre lang, 30 Meter tief im Permafrost von Nordostsibirien, konserviert blieben. Bei durchschnittlich minus 13 Grad. Vor einigen Jahren gelang es, sie wiederzubeleben.

    Krankheiten in früheren Stadien der Erdgeschichte.

    Die älteste bekannte Krankheit, unter Beteiligung von masernartigen Viren, entdeckte man bei einem eidechsenähnlichen Tier der Permzeit, vor 289 Millionen Jahren. Es hatte eine Knochenstoffwechsel-Krankheit (ähnlich der Paget-Krankheit des heutigen Menschen).

    Bei der ältesten Schildkröte der Welt, (Pappochelys rosinae) aus der Trias-Zeit, vor 240 Millionen Jahren, konnte man Krebs nachweisen.

    Eine fossile Zecke (Ixodes succineus, vor 49 Millionen Jahren), in Bernstein eingeschlossen, hatte wohl schon die heute bekannten Viren, Bakterien und Protozoen in sich.

    https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/ue...
    #98VerfasserGraceFromAbove (1267740)  15 Jun. 20, 04:37
    Kommentar

    Schön hast du das gemacht, Grace, so mit copy & paste. Aber warum? Das ist doch alles bekannt. Übrigens hat Adam Opel zuerst Nähmaschinen und Fahrräder gebaut und die erste Werkstatt war ein Stall - so stand das zumindest in meinem Lesebuch damals™.

    #99Verfasser bluesky (236159) 15 Jun. 20, 07:12
    Kommentar

    Ein Stall! Damit hast Du ein Stichwort für eine Kette von heilsgeschichtlichen Assoziationen geliefert ... ;)

    #100Verfasser mbshu (874725) 15 Jun. 20, 07:36
    Kommentar

    Übrigens hat Adam Opel zuerst Nähmaschinen und Fahrräder gebaut und die erste Werkstatt war ein Stall - so stand das zumindest in meinem Lesebuch damals™.


    Ich glaube, dieses Lesebuch hatte ich auch.


    Die Opel-Modelle Adam und Karl fallen auch deswegen aus dem Rahmen, weil sie nicht auf den Buchstaben "a" enden wie Astra, Corsa, Insignia, Meriva, Agila, Zafira, Cascada, Antara, Ampera, Ascona, Calibra, Manta, Omega, Vectra.... und Mokka.


    Das Bacillus anthracis ruht seit vielen Jahren eingefroren in der Körpern daran gestorbener Tiere, und zwar im Permafrost-Boden Nordrusslands. Permafrost stimmt nicht mehr so ganz, der Klimawandel lässt die Böden auftauen und die Krankheit Anthrax bricht lokal wieder aus. 2016 wurde erstmals seit 75 Jahren in einer Region im äußersten Norden Russlands wieder ein Milzbrand-Ausbruch gemeldet. Ein Zwölfjähriger starb daran. Was sonst noch dort an gefährlichen Krankheiten im Boden lauert, weiß zur Zeit kein Mensch.


    Kadaver im tauenden Eis: Klimawandel fördert alte Krankheiten zu Tage


    #101Verfasser Harri Beau (812872) 15 Jun. 20, 09:02
    Kommentar

    Harri, Du Jungspund! Opel Kapitän, Opel Admiral usw. ...

    #102Verfasser mbshu (874725) 15 Jun. 20, 09:09
    Kommentar

    Übrigens hat Adam Opel zuerst Nähmaschinen und Fahrräder gebaut und ...


    Er hat gar keine Autos gebaut, wollte er nicht, das haben sie erst gemacht, als er tot war. Deshalb ist es schon fast etwas respektlos, ein Auto nach ihm zu benennen. Eine Nähmaschine sollten sie nach ihm benennen. Oder ein Fahrrad. Oder wenigstens ein Auto mit Muskelantrieb.

    #103Verfasser mordnilap (835133) 15 Jun. 20, 09:10
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    Er hat immerhin einige Monate vor seinem Tod ein Auto gekauft, einen Benz Phaeton mit 4 PS, wie Wiki zu berichten weiß.


    (Diese nicht eben glückverheißende Benennung eines Automobils gab es also damals schon - sie ist also nicht erst ein Produkt heutiger Lehrpläne.)

    #104Verfasser mbshu (874725)  15 Jun. 20, 09:46
    Kommentar
    ZOFE, ZOFFE, Zoofe, Zohfe, KAMMERZOFE;
    nennt man seit dem 17. Jahrhundert eine in den Diensten einer hochgestellten, meist adeligen Herrschaft/ Herrin stehende Dame.

    "In der Regel wurde die Berufung als Zofe aber als gesellschaftlicher Aufstieg empfunden. "

    Vielleicht gab es da manchmal besseres Essen und schönere Kleider, oder man kam einfach raus aus der rußigen KATE (auch: Katten, Kot, Kotten = Wohnhaus/ Werkstatt außerhalb der Dorfgemeinschaft.
    "In Regionen mit kalten Wintern gab es keine Abgrenzung zwischen Wohn- und Tierbereich, um von der Tierwärme profitieren zu können".
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kate_(H%C3%BCtte)

    Aber es gab auch dies:
    "....bei einer fteinreichen Witwe bekannt. wo die Gefellfchafterin als Abendeffen einmal einen halben Bückling und eine Schrippe erhielt.(aus: "die Lage der weiblichen Dienstboten in Berlin"). Warum hier ein zahnlos klingendes "f" statt "s" steht? Kommt vielleicht vom früher üblichen "langen s" (Long s), das ja so ähnlich geschrieben wurde.

    Das Wort Zofe leitet sich ab von? Es darf gemutmaßt werden, Wikipedia schlägt vor: vom "mitteldeutschen, seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlichen, heute untergegangenen Verb ZOFFEN (zögern)"= "Nebenform des früheren mundartlichen Verbes ZAUFEN (zurücktreten, zurückgehen), die auch in der frühneuhochdeutschen, nur im 16. Jahrhundert belegten Bezeichnung ZOFFMAGD enthalten ist. Letztere war eine Dienerin oder Aufwärterin, die ihrer Herrin auf dem Fuß folgte. Sie wurde daher auch als Folgemagd bezeichnet und als Nachtreterin glossiert."

    Was man bis heute benutzt ist "sich zoffen" (sich streiten wegen Meinungsunterschieden).

    Bei Männern sagte man "KAMMERDIENER"

    Eine Glosse ist eine spöttische Bemerkung.

    "Glossiert" sind wohl auch Dienstbotenbezeichnungen wie:

    BÜCKLING und KRATZFUẞ.

    BÜCKLING, altmodisch für "Verbeugung"

    Man sagte früher auch "einen Bückling machen", sich zu verbeugen.

    Ein Bückling ist auch ein geräucherter Hering.
    In Salzwasser gelegt, getrocknet, über Buchen- und Eichenholzspänen geräuchert, mitsamt allen Innereien.

    Das ist der Ausdruck, der noch verwendet wird.

    Mittelhochdeutsch BÜCKING, selbe Bedeutung (die Endung –ing wurde durch das geläufigere –ling ersetzt), aus mittelniederdeutsch "buckinc" (geräucherter Hering), zu mittelniederländisch "buc", "boc" (Bock), wegen dem strengen Geruch."

    https://www.wissen.de/wortherkunft/bueckling

    KRATZFUß:
    veraltet tiefe Verbeugung, bei der man den einen Fuß scharrend nach hinten zieht
    https://www.dwds.de/wb/Kratzfu%C3%9F

    "In adligen und höfischen Kreisen wurde früher der sog. Kratzfuß verlangt: Dabei wurde während der Verbeugung ein Arm vor den Oberkörper gedrückt, der andere leicht vom Körper weggehalten und gleichzeitig ein Fuß nach hinten über den Boden gezogen, wodurch das kratzende Geräusch entstand."

    Der umgangssprachliche Ausdruck "abkratzen"für "sterben" leitet sich daher ab. (Wikipedia)

    GESINDE: zu häuslichen Arbeitsleistungen verpflichtete Dienstboten eines Grund- oder Gutsherrn. gemeingermanische Wurzeln, kam über althochdeutsch "gisind" (GEFOLGSMANN) in die deutsche Sprache (stammverwandt "GEFOLGSLEUTE langobardisch "gasindius", angelsächsisch "gesiþ"). engl. "gossip" ist aber "Klatsch". Sich zoffen und tratschen war wahrscheinlich auch Zeitvertreib während der Arbeit ....

    Heute ist noch die abwertende Bezeichnung "Gesindel" (im Sinne von etwas unappetitlich und umorganisiert wirkenden Wohnsitzlosen, ungesittetem Pöbel etc.) im Gebrauch.

    REVERENZ: Verbeugung o. ä. aus Respekt, Ehrerbietung etc. Reverenz könnte man jemandem erweisen oder auch verweigern.

    Auch mit dem Hut, den Mann früher einmal trug, konnte man einiges ausdrücken, z. B.

    "Ihr habt dem Hut nicht Reverenz bewiesen" [SchillerTell III 3].

    Stan and Ollie (Dick und Doof) had their own rebellious way to do that .....

    Heute ist manchen vielleicht der "Reverend" geläufiger: protestantischer Geistlicher in Großbritannien und den USA.

    KNIEFALL:
    als Geste der Unterwürfigkeit, selten geworden.

    "Der Kniefall ihrerseits bei der Versöhnung, mit dem sie Reue für ihr liebloses Verhalten gegenüber Iwein zum Ausdruck bringt."
    [Es geht um das HÖFISCHE EPOS ‚Iwein‘, von Hartmann von Aue, um das Jahr 1200 verfasst]

    Höfisches Epos (Epos, veraltet: Epopöie) wird hier wunderbar erklärt

    http://webs.schule.at/website/Literatur/liter...

    Stichworte aus dem Text:
    Standesdichtung, zum Vorlesen vor der adeligen Gesellschaft, verklärendes und überhöhtes Abbild, das formend und bildend wirken soll, Schaffung einer überregionalen Dichtersprache unter Vermeidung von Mundarten etc.

    Das wusste ich gar nicht, dass wir also lange Zeit eine "überregionale Dichtersprache" sprachen.

    Aber alle dachten wir jetzt wahrscheinlich, dass es in neuerer Zeit die Tendenz gibt das Erhöhte in der Sprache und Kultur zu, wie soll ich sagen, vulgarisieren (um nicht zu sagen wertmindern oder seiner Schätze und Würde zu berauben).

    Gut also dass es LEO gibt!

    Im Islam ist "Gottes-Dienst" nicht zu vermischen mit Dienst an Menschen. Um den TAUHID (engl. TAWHEED) rein zu halten. In Bezug auf COV-19 Verhaltensregeln liest sich dies sehr bekannt

    https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten...

    Das heißt, die Sunna ist es sich mit der Hand zu begrüßen, nicht mit Küsschen rechts-links. Und nicht mit verbeugen, auch nicht vor einem König.

    DOMESTIK:
    veraltete Bezeichnung für einen Dienstboten, meist in abwertendem Sinne gebraucht für Diener oder Hauspersonal.
    Von frz. "domestique", lat. domesticus: „zum Haus gehörig“).

    Im modernen Gebrauch ist ein Domestik:
    der Helfer einer Radsportmannschaft, ein "Rennfahrer, dessen vorrangige Aufgabe es ist, seinen Mannschaftskapitän und das Team zu unterstützen."

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Domestik

    Der "Herr" ist also heute ein "Kapitän", "CAPO", "Oberindianer", ..

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Capo

    DROSCKE:
    (von russ. „drožki“ дрожки),
    Im 18./19. Jhd. leichter, bequemer Wagen für die Ausfahrt der Herrschaften.
    Von Pferden gezogen: Pferdedroschke/Fiaker.
    Mit Motorkraft voran bewegt: Motor-, Auto-, Kraftdroschke.

    Vor ihr war die Sänfte, nach ihr das TAXI.

    Pferdedroschken sind noch vermehrt im Einsatz u. a. in Österreich, Polen, Marokko, Senegal, Thailand,....

    TAXI: Nahverkehrsmittel, öffentliches Nahverkehrsmittel zur gelegentlichen Personenbeförderung. (Seit COV-19 wohl noch gelegentlicher. Schon zuvor litt die Branche unter illegal tätigen Mietwagenbetrieben).

    Der Begriff "Taxi" stammt, laut Wikipedia, von dem in der Droschke zur Preisbestimmung genutzten Taxameter (griech. Gebührenmesser/ Fahrpreisanzeiger),/ Taxi-Uhr.

    ---------;;;;---------

    Die englische Gegenüberstellung der abgehandelten Begriffe ist sehr intetessant, für einen Check/ Feinschliff durch englische Muttersprachler bin ich dankbar.

    Zofe, Hofdame: gentlewoman, lady's maid, lady-in-waiting

    sich mit jemandem zoffen:
    to quarrel/ have an argument with s. b.

    Kate (- kein Zusammenhang mit ROYAL FAMILY hier -): small cottage.

    Kniefall: prostration/ genuflection/ genuflexion (einen Kniefall vor jjemandem machen: to go down on one's knees before s.o.)

    Kammerdiener: valet de chambre, body servant, chamberlain, manservant, waiting man
    (LEO hat bisher nur "valet" drin, die Einträge könnte man also erweitern)

    chamberlain, interessanterweise: Kammerherr, Kammerdame, Kämmerer, Haushofmeister, Schatzmeister, PFENNIGmeister, hoher Hofbeamter,....

    höfisches Epos: court (oder courtly?) epic

    Bückling: (der Fisch: kipper, bloater), (der katzbuckelnde Mensch)
    buckling?? (//buckling: a young male goat, still nursing//)
    (einen Bückling vor jemandem machen: to bow down to s.o./ to kowtow to s.o., brown-nosing: Stiefel leckend?. Aber das wäre dann schon ein "Fußfall", kein "Kniefall" mehr....?)

    Kratzfuß: scrape

    Reverenz: reverence (jemandem Reverenz erweisen: to honor s. o./ pay one's respects to s.o.)

    Droschke: droshky, hackney, taxi, cab
    #105VerfasserGraceFromAbove (1267740)  15 Jun. 20, 21:05
    Kommentar

    Braunbärin fängt an bei #88 zu scrollen, und scrollt

    und scrollt....

    dann #105... und nun fühlt sie sich erschlagen, oder auch: fossiliert, versteinert...

    Ohne das alles gelesen zu haben.


    Wink mit uralten, fossilierten Zaunpfählen... @GracefromAbove

    #106VerfasserBraunbärin (757733)  15 Jun. 20, 22:05
    Kommentar
    Schreib doch bitte einen Blog, Grace. Zusammenhangloses Copy&Paste interessiert bei LEO eher wenige.
    #107Verfasser tigger (236106) 15 Jun. 20, 22:09
    Kommentar

    Ich würde Grace auch in vielen Punkten widersprechen. Einen Kniefall habe ich z.B. gemacht, als ich meinen Freund um seine Hand gebeten habe (ja, bei uns wars so herum!). Und das ist erst 19 Jahre her... ;-)


    Opel Kadett nicht zu vergessen!!

    #108Verfasser virus (343741) 16 Jun. 20, 09:03
    Kommentar

    Kadett, Kapitän und Admiral sieht man als lebende Fossilien manchmal noch herumfahren. Da hatten die Autos wenigstens noch vernünftige Namen.


    Ich würde Grace auch in vielen Punkten widersprechen. 


    Wäre praktisch, dafür die Briefchen-Funktion nutzen zu können, denn öffentlicher Widerspruch bewirkt einen Rechtfertigungsversuch, der vom Thema ablenken könnte.

    #109Verfasser Harri Beau (812872) 16 Jun. 20, 09:14
    Kommentar
    Da ich von LEO gelegentlich Nutzen ziehe, gebe ich auch gelegentlich Nutzen zurück.

    Wer mich schon länger kennt, der/ die weiß genau dass ich nur phasenweise Zeit habe für LEO, und daher immer dann besonders viel schreibe wenn ich weiß dass ich demnächst wieder gar nicht dazu komme.

    Ich weiß schon selber ganz genau was ich mache, danke!

    Wer wirklich gelesen hat was ich schreibe wird die Zusammenhänge erkennen, und somit auch die Kommentare dazu entsprechend bewerten können.

    Es geht im Faden darum, was alt/ uralt ist, und dennoch aktuell. Da in einem internationalen Forum nicht jeder/ jede deutsche Muttersprachler/in ist, finde ich es angemessen und interessant die älteren deutschen Stichwörter in beiden Sprachen anzubieten.

    Und: Fragen zur Sprache und Kultur, die öffentlich gestellt wurden, dürfen gerne öffentlich beantwortet werden.
    #110VerfasserGraceFromAbove (1267740) 16 Jun. 20, 15:07
    Kommentar

    Mich beschleicht das Gefühl, bei den Beiträgen von Grace könnte es sich um Spickzettel handeln

    #111Verfasser bluesky (236159) 16 Jun. 20, 15:13
    Kommentar
    Das Problem ist nur, Grace: Mit einer zusammenkopierten Sammlung wie oben gibst du nichts zurück. Inbesondere Nichtmuttersprachler haben nichts von zusammenkopierten Fetzen. Such dir doch wenigstens ein Wort aus und erläutere es, anstatt zehn in einen Beitrag zu packen.
    (Oder schreib wirklich einen eigenen Blog, um ungeteilte Aufmerksamkeit zu erlangen.)
    #112Verfasser tigger (236106) 16 Jun. 20, 15:20
    Kommentar

    "....bei einer fteinreichen Witwe bekannt. wo die Gefellfchafterin als Abendeffen einmal einen halben Bückling und eine Schrippe erhielt.(aus: "die Lage der weiblichen Dienstboten in Berlin").

    Warum hier ein zahnlos klingendes "f" statt "s" steht? Kommt vielleicht vom früher üblichen "langen s" (Long s), das ja so ähnlich geschrieben wurde.


    Das ist ein bekannter Fehler beim Einscannen alter Dokumente. Die automatische Texterkennung ist nicht so fein eingestellt, um den kleinen Unterschied in den Buchstaben zu erkennen. Mit dem menschlichen Auge ist es manchmal auch schwierig, aber unser Gehirn macht aus Abendeffen ohne groß zu überlegen ein Abendessen.


    (Wobei es mich jetzt nicht besonders interessiert - vorbeugend gesagt - was irgendjemand irgendwann eine Fatwa zu einem Abendessen verkündet hat)

    #113Verfasser Harri Beau (812872)  16 Jun. 20, 16:15
    Kommentar

    (Völlig OT: Ich hatte solche Bücher noch von den Grosseltern und erinnere mich, beim Lesen im Geiste unwillkürlich immer gelispelt zu haben.)

    #114Verfasser virus (343741) 16 Jun. 20, 16:37
    Kommentar

    Ja, oder Rinder statt Kinder :-)


    Private Briefchen wären nicht schlecht, denn mit Adam bin ich nicht einverstanden. Er war weder Hirte noch Prophet. Aber das gehört hier nicht hin, obwohl es mich interessiert, wie das begründet wird.

    Und es war auch nicht nötig zu erwähnen, dass man im Islam keinen Kratzfuß mit Bückling kennt. Das erzeugt doch nur unnötig Unmut. Ein besonders lebendiges Fossil ist es sowieso nicht. Ich kenne keinen, der sich so begrüßt.

    #115Verfasser Puppengesicht (807439) 16 Jun. 20, 17:07
    Kommentar

    Das lange s gab es aber nur im Wortinneren, nie am Anfang.

    #116Verfasser bluesky (236159) 16 Jun. 20, 18:37
    Kommentar

    Sicher? Um mich nicht nur auf die Wikipedia zu verlassen, habe ich mal meinen Rechtschreibduden von 1991 befragt, der Richtlinien für den Schriftsatz inkl. der Schreibung von S-Lauten im Fraktursatz enthält. Da steht eindeutig, dass das lange s im Silbenanlaut steht, also auch am Anfang eines Wortes, als Beispiel wird u.a. ſehen genannt. Das wird in der Antiqua ja nicht anders gewesen sein, als es da noch das lange s gab. Vor 1901 war das wohl alles ohnehin nicht geregelt.

    #117Verfasser JanZ (805098) 16 Jun. 20, 19:59
    Kommentar
    Dear Puppengesicht, inzwischen habe ich wieder mit der Arbeit begonnen. Da habe ich immer so schon sehr zu tun mit allem über die Runden zu kommen und genug Schlaf zu finden.

    Bückling als Räucherfisch gibt es immer noch zu kaufen, "abkratzen" (abgeleitet von Kratzfuß, sagt Wikipedia) ist noch recht "lebendig" im Sprachgebrauch.

    ~~~~ Adam. Wer keine Religion mag, der/ die hört jetzt einfach weg ~~~~

    Abu Dharr (ein bekannter Prophetengefährte) sagte: "Ich sagte: O Gesandter Allahs, welcher Prophet war der erste?", er sagte: "Adam!" Ich sagte: "O Gesandter Allahs, war Adam ein Prophet?" - "Ja, ein Prophet zu dem Allah sprach...." (überliefert von Ahmad, nachzulesen im Mishkat al-Anwar von Muhyiddin ibn 'Arabi). Ein langes Hadith (im Sahih al Buchari und Sahih Muslim) erwähnt Adam im Zusammenhang mit anderen Propheten (Idris, Musa, 'Isa, Ibrahim). Im Qur'an (3:33) wird Adam neben Nuh (Noah) erwähnt. Und: "Und es gibt keine Umma (Gemeinschaft), der nicht ein Warner vorangegangen wäre.” (Qur'an 35:24). Also 1 direkter Beleg und 3 indirekte. Denn nach dem bekannten Sündenfall kam die Reue (Qur'an 2:37), und das war der Anfang eines neuen, aufrechten Lebens, aber auf der Erde, mit blühender Familie.
    Und:
    „Allah entsandte keinen Propheten, der nicht Schafe gehütet hätte. Die Gefährten des Propheten (Muhammad) fragten: „Du auch? " Und er antwortete: „Ja! Ich hütete sie gewöhnlich gegen Lohn für die Leute von Mekka .“ (Sahih al Buchari). Eine zeitlang.

    ~~~~ Pardon dass ich keine Zeit habe für viele private postings wenn ich mitten in einer Arbeit stecke ~~~~

    Ihr könnt hier jetzt ohne Religion weitermachen, wenn der Wunsch denn so groß ist.
    #118VerfasserGraceFromAbove (1267740)  17 Jun. 20, 06:08
    Kommentar

    #116, 117:

    Das lange s gab es aber nur im Wortinneren, nie am Anfang. (#116)


    Meinst Du vielleicht "nie am Ende"?

    #119Verfasser Stravinsky (637051) 17 Jun. 20, 06:28
    Kommentar
    Siehste, das ist ja jetzt nicht uninteressant, wie Adam im Koran vorkommt. Den Beitrag kann man gut lesen und verstehen.
    #120Verfasser tigger (236106) 17 Jun. 20, 06:41
    Kommentar

    Ja, sehr interessant. Es gibt aber sehr viel ältere Dokumente aus der Zeit 132–135 n. Ch. (zum Teil habe ich sie mit eigenen Augen sehen dürfen) die bezeugen, dass Adam weder Hirte noch Prophet, sondern ein Ackerbauer war, und sein Sohn Abel der erste Hirte. Der erste Prophet hieß Henoch, der siebente Nachkomme Adams, aber er war kein Hirte. Die bedeutendsten Propheten im Judentum, Daniel und Jesaja, waren beides keine Hirten. Das kann man alles nachlesen.


    Mach doch das Häkchen für private Mitteilungen, dann brauchst du nicht immer betonen, es soll jeder weiterblättern den es nicht interessiert.


    Vor kurzem war ich noch ganz in den Nähe von Schenklengsfeld in Osthessen. Dort steht ein Lindenbaum, der wird auf ein Alter von 1000 Jahren geschätzt, manche meinen sogar, er wäre 1200 Jahre alt. Damit wäre er circa im achten Jahrhundert gekeimt. Es kann gut sein, dass es der älteste Baum Deutschlands ist. Ich wünsche dieser Linde, dass sie noch oft Frost und Hitze erleben darf.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Linde_in_Schenk...

    #121Verfasser Puppengesicht (807439)  17 Jun. 20, 09:06
    Kommentar

    Es gibt aber sehr viel ältere Dokumente aus der Zeit 132–135 n. Ch. (zum Teil habe ich sie mit eigenen Augen sehen dürfen) die bezeugen, dass Adam weder Hirte noch Prophet, sondern ein Ackerbauer war, und sein Sohn Abel der erste Hirte.


    Bezeugen ist schwer möglich, denn schließlich war ja keiner aus dem 2. Jh. n. Chr. dabei. Berichten, behaupten, erzählen ...

    #122Verfasser Selima (107) 17 Jun. 20, 10:23
    Kommentar

    Ich mußte damals™ in der Volksschule noch Sütterlin lernen. Da ist mir nicht in Erinnerung das lange s jemals am Wortanfang geschrieben zu haben.

    #123Verfasser bluesky (236159) 17 Jun. 20, 11:07
    Kommentar

    Selima, je näher Dokumente am Ursprung liegen, umso vertrauenswürdiger sind sie in der Regel. Die Schriftfunde stammen vom Inhalt her nicht aus dem 2. Jh. n. Chr. sondern aus sehr viel älterer Zeit und wurden Buchstabe für Buchstabe abgeschrieben, wenn ein Pergament aussortiert werden musste. Diesen Berichten ist wesentlich mehr zu vertrauen, als einer Aussage aus dem 7. Jh. n. Chr. Auf was beruft sich Abū Dharr al-Ghirāfi, warum sollte jemand über 500 Jahre später als die Pergamente datiert werden, plötzlich neue Erkenntnisse haben, er war ja auch nicht dabei.


    bluesky, ich glaube du verwechselst Sütterlin mit der Frakturschrift. Ich glaube, es gab keine gedruckten Bücher in Sütterlin-Schrift. außer den Lesefibeln.

    #124Verfasser Puppengesicht (807439) 17 Jun. 20, 12:12
    Kommentar

    bluesky schreibt ja nicht von Büchern in Sütterlin, sondern - so verstehe ich das zumindest - davon dass er / sie gelernt hat Sütterlin zu schreiben ("Da ist mir nicht in Erinnerung das lange s jemals am Wortanfang geschrieben zu haben.")

    Ich habe das auch noch gelernt (in der Mittelstufe). Bücher gab es dazu keine. Der ganze Kurs, wenn man das so nennen will, hat etwa zwei Wochen gedauert, dann konnte man das wieder vergessen.

    Ich fand das eigentlich schade, denn ich hatte und habe eine ganz fürchterlich krakelige Handschrift, und die alte deutsche Schrift, die wenige oder sogar überhaupt keine Bögen kannte, sondern gerade Linien und Ecken, lag mir deutlich besser als die "Lateinische Ausgangsschrift".

    #125Verfasser eineing (771776) 17 Jun. 20, 12:39
    Kommentar

    Also auch ich mußte damals™ in der Volksschule noch Sütterlin (zumindest) schreiben und Frakturschrift lesen lernen. Ich kann mich aber nicht erinnern, ob es im Lesebuch Texte in Sütterlin gedruckt gab; da müsste ich nachsehen.

    #126Verfasser Red Poppy (876587) 17 Jun. 20, 12:41
    Kommentar

    Es ging ja in #113 um ein eingescanntes Buch, vermutlich in Fraktur.


    Ich habe gotische Schrift schreiben gelernt, allerdings im Kunst-Unterricht. Seitdem musste ich in der Verwandschaft immer die Widmungen schreiben, wenn mal eine Feier anstand oder ein Buch verschenkt werden sollte.

    #127Verfasser Harri Beau (812872) 17 Jun. 20, 12:52
    Kommentar

    blueſky, in dieſem Beiſpieltext ſind einige ſ an Wort- und Silbenanfängen.


    Lieſʒ er ſich nicht ſchneiden

    ſeine Nägel faſt ein Jahr.


    ;-)

    #128Verfasser manni3 (305129)  17 Jun. 20, 12:54
    Kommentar

    Ich hab inzwischen nochmal drüber geschlafen und gebe manni3 Recht. Da hat mich die Erinnerung getrogen.

    #129Verfasser bluesky (236159) 17 Jun. 20, 15:09
    Kommentar

    OT Ist Dein Nick eigentlich blue-ſky oder blues-ky ? ;-)

    #130Verfasser manni3 (305129) 17 Jun. 20, 19:40
    Kommentar

    No. 124: Im Vergleich zu den Jahrtausenden zwischen Adam und dem 2. Jh. nach Christus fallen die zusätzlichen 500 Jahre kaum ins Gewicht. Das 2. ist nicht so viel näher dran, daß ihm mehr Beweiskraft zukäme.

    #131Verfasser mbshu (874725) 17 Jun. 20, 21:40
    Kommentar
    Urihochdrei würde jetzt fragen, und tigger macht es daher an ihrer Stelle: Warum ist es eigentlich wichtig, welchen Beruf Adam hatte?
    #132Verfasser tigger (236106) 17 Jun. 20, 22:25
    Kommentar

    #131: Das sind weit mehr als 500 Jahre. Die Genesis und andere Bücher des alten Testaments wurden vor über 3000 Jahren geschrieben, vorsichtig ausgedrückt. Es gibt bisher keinen Beleg dafür, dass sich Abschriften groß verändert hätten. Die Kopisten zählten die Anzahl der Buchstaben und warfen ganze Schriftrollen weg, wenn sie einen Fehler bemerkten. Der Codex Vaticanus und der Codex Sinaiticus aus dem 4. Jahrhundert oder der Codex Ephraemi aus dem 5 Jahrhundert galten lange Zeit als die ältesten Handschriften. Da war man sehr gespannt, wie groß die Abweichungen sind, als die Qumranschriften gefunden wurden, die zum Teil aus der Zeit von 250 v. Chr. stammen. Sehr große Teile sind wortwörtlich übereinstimmend, andere Abweichungen betreffen nur Namen, wo sonst einfach "er" stand. Inhaltlich sind sie also gleich und es gibt keinen vernünftigen Grund anzunehmen, dass die Kopien noch weiter zurück anders ausgesehen hätten. (Sie werden mit modernsten Methoden untersucht. https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/den-b... )

    Es ist völlig absurd, dass jemand 1500 Jahre später auf einmal richtig stellt was bisher immer falsch gewesen sein soll, nämlich das Adam ein Ackerbauer und kein Hirte war.

    Die ältesten Fragmente des hebräischen Textes des Propheten Daniels wurden unter den Schriftrollen vom Toten Meer gefunden und stammen etwa zwischen 200–100 v. Chr.

    Daniel war Hofbeamter in Babylon, als Jugendlicher dorthin verschleppt und es ist überhaupt keine Frage, dass er kein Hirte war. Daran ändert auch eine Aussage eines Mannes rund 1000 Jahre später nichts.

    Auch der bedeutenste Prophet Jesaja, der im 8. Jahrhundert v. Chr. lebte und dessen älteste gefundene Schriftrolle von 150 v. Chr. stammt, war kein Hirte. Prophet und Hirte zugleich war Amos.


    Warum das so wichtig sein soll, dass Adam oder Daniel, Jesaja und Andere Hirten gewesen sein sollen, ist mir auch nicht klar. Ich habe bisher noch nie darüber nachdenken müssen. Aber da es mehrfach so behauptet wurde, wollte ich wissen wie man das belegen möchte. Das erklärt aber immer noch nicht, warum das so wichtig ist, Ackerbauer zu sein ist nichts was man verschweigen muss, auch nicht hoher Beamter.


    #133Verfasser Puppengesicht (807439)  17 Jun. 20, 23:12
    Kommentar

    *prust*


    #133 als Antwort auf #131 - und als Beleg dafür, dass uralte Texte absolut unverändert verstanden und kopiert wurden -, also ... Das hat was.


    Püppengesicht, die Kopisten haben Buchstaben gezählt? Zum Beispiel:


    X ist gottgesandt.

    X ist ein Volldepp.


    Gleiche Anzahl an Buchstaben.

    Du kannst nachzählen.


    Und die alten Schriften haben etliche Veränderungen. (Google selbst danach.)



    Und es ist natürlich völlig unverständlich, dass es eher die Nicht-Gläubigen sind, die jemals von sowas gehört oder gelesen haben, ganz klar.

    #134VerfasserIgelin DE (467049)  18 Jun. 20, 01:06
    Kommentar
    #111 Wie ist denn das jetzt gemeint? Das ist nicht meine Art, aus dem Schul- und Ausbildungsalter bin ich schon lange raus, und in wissenschaftlichen Kreisen bekäme man 0 Punkte im Test mit Wikipedia-Beiträgen.
    Vieles ist richtig auf Wikipedia, aber nicht alles..... Schnell in der Nutzung.

    Da es hier so munter und kunterbunt weitergeht, sag ich doch auch nochmal etwas dazu.

    Hirte oder Ackerbauer?
    Warum entweder-oder?

    Jemand kann vorrangig Ackerbauer, und daneben zeitweise, oder aushilfsweise, für jemanden Hirte sein. Oder umgekehrt. Das eine schließt ja das andere nicht aus.

    Abgesehen davon gibt es auch ein Hadith in dem das Wort "Hirte" im übertragenen Sinn gemeint ist. Das erklärt den Rest.

    ~~~~~

    "Wahrlich, ihr seid alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde: der höchste Imam, der übe ichr alle Menschen eingesetzt worden ist, ist ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde. Und der Mann ist für die Leute in seinem Haushalt ein Hirte, und er ist verantwortlich für seine Herde.Und die Frau ist für die Leute des Haushalts ihres Mannes und für seine Kinder eine Hirtin, und sie ist verantwortlich für sie. Und der Diener eines anderen ist ein Hirte in Bezug auf den Besitz seines Herrn, und er ist verantwortlich für dessen Besitz. Wahrlich, ihr seid dann alle Hirten, und jeder von euch ist verantwortlich für seine Herde.“ (Sahih al-Buchari).

    Arab.: "amama" = "vorne" (er steht im Gemeinschaftsgebet vor den anderen, im Deutschen "Vorbeter", im Arabischen zusätzlich auch im Sinne von "Anführer").

    ~~~~~~

    SEMITISCHE SPRACHEN:
    "Wichtige semitische Sprachen sind Arabisch, Hebräisch, die neuaramäischen Sprachen, eine Reihe von in Äthiopien und Eritrea gesprochenen Sprachen, wie Amharisch und Tigrinya, sowie zahlreiche ausgestorbene Sprachen des Alten Orients, wie Akkadisch."
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Semitische_Sp...

    Folgende Fragen stellen sich beim Lesen alter Texte/ Pergamentstücke (nein, ich schreibe nicht -fetzen in revange) etc. aus alten Zeiten:

    welche der semitischen Sprachen war überhaupt die Ausgangssprache des Textes? Eine ausgestorbene Sprache? Wie wurden die Worte in ihrer Zeit verstanden? Namenlose Personen haben, oder haben auch nicht, die diakritischen Punkte gesetzt (ob sinnerhaltend oder auch nicht ist nicht mehr ermittelbar!)

    Im Falle einer späteren Übertragung in Griechisch/ Lateinisch wurde eine der möglichen Übersetzungsvarianten fixiert. Niemand konnte da mehr wissen ob man die getroffen hat, die wirklich gemeint war.
    Ausgehend von diesen wurden dann die Übersetzungen in die romanischen Sprachen vorgenommen, weitere schleichende Änderungen der Bedeutungsnuancen sind auch hier nicht auszuschließen.

    Bei der Übersetzung semitischer Texte muss man immer ganz genau wissen, wie der Ausgangstext GESPROCHEN klingt, damit man die (öfter nicht geschriebenen) Selbstlaute auch richtig spricht. Ein Selbstlaut kann, je nachdem welcher eingesetzt wird, nämlich ein VÖLLIG anderes Wort ergeben.

    Beispiele (hier aus der arab. Sprache):

    sn kann heißen
    sann (Erlass, Einführung),
    sinn (Alter, Zahn, Spitze),
    sanna (alt werden, erlassen, zahnen, schleifen, schärfen, auszacken) (- Buchstabenverdopplung wird auch durch ein diakritisches Zeichen über dem Buchstabe angezeigt - )
    https://de.langenscheidt.com/arabisch-deutsch...

    Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt: ich kam wegen meinem Erlass, oder: wegen meinem Alter.

    hl
    hall (Lösung, Auflösung, Entzifferung, Aufknüpfung),
    hill (Erlaubtsein),
    halla (lösen, sich auflösen, dechiffrieren, analysieren, für erlaubt erklären, aufbinden, einnehmen, statthaft sein, freigeben, besetzen, zerfallen)
    https://de.langenscheidt.com/arabisch-deutsch...
    Ob man sagt: das muss man dechiffrieren, analysieren, besetzen

    hlm
    hulm (Traum), halama (träumen), hulum (Mannbarkeit), hilm (Sanftmut, Milde)

    Begegne ihnen mit Mannbarkeit, oder komme ihnen mit Milde entgegen

    https://de.langenscheidt.com/arabisch-deutsch...

    "Das hebräische Alphabet enthielt zunächst nur Zeichen für Konsonanten. Bereits lange VOR den Masoreten wurden die Konsonantenzeichen Alef (für a), Waw (für o und u), Jod (für e und i) und He am Schluss (für a) als Mater lectionis für lange Vokale gebraucht. Die Verwendung ist jedoch unregelmäßig und es ist NICHT mehr in jedem Fall EINDEUTIG, ob ein Zeichen nun als Konsonant oder Vokal ausgesprochen werden soll."

    "Problematisch und teilweise bis heute STRITTIG war die Wahl der Vokale, da die hebräische Sprache zum Zeitpunkt der Vokalisierung bereits HUNDERTE VON JAHREN von der Sprache des Konsonantentextes entfernt war."

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Semitische_Sp...

    "Die alphabetischen Schriften waren ursprünglich reine Konsonantenschriften, so dass die meisten Vokale in ausgestorbenen semitischen Sprachen UNBEKANNT bleiben."

    Hanuk oder Henoch? Aknuk oder Achnuch?
    Alleine das schreibt ja auch schon jeder verschieden. Dabei wäre es einmal hnk ohne Vokale, und einmal knk. Also sogar ein Unterschied bei den Konsonanten.

    So ist es letztendlich eine Glaubensfrage, wem man was glaubt. Viel Unterschied ist in Wirklichkeit sicherlich gar nicht, zwischen den tatsächlichen Offenbarungsbüchern.

    Deswegen verstehen sich die echten Propheten auch alle tadellos untereinander und anerkennen sich gegenseitig.
    #135VerfasserGraceFromAbove (1267740)  18 Jun. 20, 04:46
    Kommentar

    Puppengesicht, verstehe ich Dich richtig, daß Du davon ausgehst, daß sich Sprache und Lebensbedingungen in der südlichen Levante (um mal jegliche politischen-kulturellen Zuweisungen zu vermeiden) zwischen 1000 vor und 200 vor nicht verändert haben?


    Oder gehst Du davon aus, daß die Schreiber der Texte um 200 vor und 200 nach sich textkritisch mit ihren Vorlagen auseinandergesetzt haben und ergründet haben, ob die Begriffe "Hirte" und "Ackerbauer" in ihrer Zeit dasselbe meinen wie in den (von uns lediglich vermuteten schriftlichen) Vorlagen aus früherer Zeit?


    Wieviel Zeit ist Deiner Meinung nach zwischen Adam und der ersten Verschriftlichung vergangen? Und wie stellst Du Dir die Überlieferung in der Zeit dazwischen vor?

    #136Verfasser Selima (107) 18 Jun. 20, 07:07
    Kommentar

    #135: Du weichst fein aus in der Frage, ob die Propheten Daniel, Jesaja, Jona usw. alles Hirten waren. Nein, das waren sie nicht. Sie hatten andere Berufe. Der erste Hirte war Abel. Da kann man die semitische Sprache nicht verantwortlich machen, von ihm wird berichtet, dass er eine Herde hatte. Von Adam nicht.


    #136: Es ist völlig egal, wie viel Zeit vergangen ist. Wenn wir einen Text hätten der aus dem Jahr 1000 vor Chr. stammt und in dem steht, dass Adam ein Hirte war, dann können wir weiter diskutieren. Bisher sagen die ältesten Schriftzeugnisse die wir haben alle aus, dass er ein Ackerbauer war. Und dann kommt jemand viele, viele hundert Jahre später und behauptet, es wäre ganz anders. Das mag er ruhig behaupten, es ist trotzdem total unglaubwürdig, er stützt sich auf keine schriftliche, nachprüfbare Quelle. Wenn euch das trotzdem mehr überzeugt, dann bitte sehr.


    Ich kann auch behaupten, Adam wäre ein Musikant gewesen, "das eine schließt das andere ja nicht aus". Oder ein Schmied!

    Aber Tatsache ist es: Die ältesten Aufzeichnungen die wir von Adam und seinen Nachkommen haben sagen übereinstimmend, der erste Schmied wäre Tubal-Kain gewesen und der erste Musiker Jubal, er benutzte Flöte und Harfe. Das sind auch heute noch sehr lebendige Musikinstrumente, allerdings hört man die Harfe nur selten. Es ist auch nicht so einfach zu lernen. Ich kenne eine Familie die musste sich ein größeres Auto kaufen damit die Tochter ihre Konzertharfe zum Unterricht transportieren kann.

    Die antike Harfe oder Leier war dagegen viel kleiner. Der hebräische Name für dieses Instrument ist Kinnor. Davon abgeleitet soll Jam Kinneret „Harfenmeer“ sein, der hebräische Name für das, was wir als den See Genezareth kennen. Aus der Luft betrachtet, soll er die Form einer Harfe haben.

    #137Verfasser Puppengesicht (807439) 18 Jun. 20, 09:18
    Kommentar

    Soweit mir bekannt, wissen wir von der Kinnor mit Sicherheit nur, dass es ein gezupftes Saiteninstrument war. Im modernen Hebräisch (Ivrit) bezeichnet das Wort übrigens die Violine.


    Ich denke, Selima wollte darauf hinaus, dass im Altertum viel Information mündlich vermittelt wurde, bevor sie zum ersten Mal überhaupt schriftlich fixiert wurde. Mein Wissensstand ist, dass die ersten Werke, die heute im Sammelband Bibel enthalten sind, auf ca. 600 vor der Zeitenwende datieren. Wenn man Adam also als einst real existierende Person betrachtet (was ich nicht tue), wäre das nach den diversen Zeitangaben im alten Testament über 3000 Jahre davor gewesen.

    #138Verfasser Norbert Juffa (236158)  18 Jun. 20, 09:31
    Kommentar

    #137: Und dann kommt jemand viele, viele hundert Jahre später und behauptet, es wäre ganz anders. Das mag er ruhig behaupten, es ist trotzdem total unglaubwürdig, er stützt sich auf keine schriftliche, nachprüfbare Quelle. 


    Das erinnert an den Geschichtsforscher Heribert Illig. Er behauptet, Karl den Großen hätte es nie gegeben. Er und manche anderen sind Anhänger der Phantomzeit-Theorie, nach der es 297 Jahre aus dem Mittelalter nicht gegeben hätte. Fake gestern! Auch so Leute finden ihr Publikum. Richtige Wissenschaft nimmt aber alte Quellen sehr ernst, jede Tontafel, Pergament oder Papyrus bringen uns der Vergangenheit näher.


    https://www.welt.de/kultur/article5229635/Wie...

    #139Verfasser Harri Beau (812872) 18 Jun. 20, 09:34
    Kommentar

    Mich überzeugt gar nichts davon. Adam ist keine historische Person. Insofern stelle ich keine Behauptungen über Adam an.

    Wenn man aber glaubt, daß er historisch ist und sich wissenschaftlich damit auseinandersetzen will, muß man auch wissenschaftlich argumentieren. Du kannst doch nicht einfach die älteste Quelle nehmen und davon ausgehen, daß diese einen Zustand korrekt beschreibt, der mehrere tausend Jahre davor bestand haben soll. Wenn die älteste erhaltene Quelle feststellt, daß Adam Ackerbauer war, dann kann ich allenfalls damit arbeiten, was diese Feststellung für den Autor und seine Zeit bedeutet (was wissenschaftlich sogar einigermaßen interessant sein kann). Über Adam selbst macht es keine Aussage. Wissenschaftlich kann man über Adam keine Aussage treffen.


    Es ist etwas anderes, wenn man glaubt, daß die Erzählungen in der Bibel real sind, die man nicht wissenschaftlich erforschen kann. Das ist völlig in Ordnung.

    #140Verfasser Selima (107) 18 Jun. 20, 09:37
    Kommentar

    Re #139: Nun ja, es wird aber auch von Wissenschaftlern anhand der Funde und wenigen, oft unklaren Dokumente gerne (intelligent) spekuliert. Ich witzele häufiger, dass allem, was man nicht gleich deuten kann, erstmal eine religiöse oder spirituelle Bedeutung zugeschrieben wird.


    Re #140: Wie eine Geschichte durch einen Erzähler verändert werden kann, der die Dinge durch die Brille seines momentanen Lebensumfelds betrachtet, sieht man sehr schön am Heliand.

    #141Verfasser Norbert Juffa (236158)  18 Jun. 20, 09:39
    Kommentar

    #141 In der Tat. Und auch schon das Nibelungenlied, das Vorgänge beschreibt, die nur wenige hundert Jahre davor stattgefunden haben, zeigen in erster Linie die Realität seines Verfassers. Da sind wir, was die beschriebenen Vorgänge des 5. Jh. angeht, noch ziemlich gut informiert durch diverse unabhängige Quellen plus die archäologischen Quellen, die vieles zu präzisieren vermögen.

    #142Verfasser Selima (107) 18 Jun. 20, 09:50
    Kommentar

    #141: Nicht immer, denn manchmal wird es auch falsch gedeutet. Das Ding, was Georg Forster nach seiner Reise mit James Cook aus der Südsee mitbrachte, wurde in Europa als Rattenfalle präsentiert. Heute weiß man, daß es wohl ein rattensicherer Lebensmittelhaken war.


    Vielleicht hat er da drauf gezeigt und fragend mit den Schultern gezuckt und ein Insulaner erzählte mit Händen und Füßen etwas von Ratten. Da hat Forster es falsch kombiniert. Wer weiß, wieviel Gegenstände uns in Museen vorgestellt werden, die eine andere Funktion hatten als wie von uns behauptet.

    #143Verfasser Harri Beau (812872) 18 Jun. 20, 09:54
    Kommentar

    Re mit Händen und Füßen: Weißer steht auf dem Dorfplatz und zeigt mit dem Finger einmal rundherum: "Wie heißt das, wo wir hier sind?" Prompt kommt die Antwort: "Canada" (= Dorf). Weißer berichtet: "Die Ureinwohner bezeichnen diesen Landstrich als Canada."

    #144Verfasser Norbert Juffa (236158)  18 Jun. 20, 10:02
    Kommentar

    ... was mich an den sehr wohlhabenden, aber leider toten Herrn Kannitverstan erinnert :-)

    #145Verfasser Selima (107)  18 Jun. 20, 10:12
    Kommentar
    Es gab eine Zeit, dear Puppengesicht, da gab es keine Kühlschränke und Autos. Da waren

    NUTZTIERE sehr wichtig. Je nach Land und Klima eben Schafe, Ziegen, Kühe etc. (Wolle, Fleisch, Milch,.....) Sie waren entscheidend für das Wohlergehen der ganzen Dorf-oder Stadtgemeinschaft. Daher konnte man sie nicht jedem anvertrauen, sondern nur einem Menschen, der als sehr vertrauenswürdig bekannt war.

    Man kann Nutztiere haupt- oder nebenberuflich hüten. Man kann auch ein Hirte sein, wenn man jeden Tag, oder 1-2mal in der Woche, nur für 1-2 Stunden mit grasenden Tieren, die sonst in einem Hinterhof stehen/ auf einer kleineren Weide mit einem längeren Seil angepflockt sind, etwas laufen. Selbst wenn man sie von einem Stück Land, wo sie sonst stehen, zu einem anderen Stück Land, bringt, wo sie auch grasen dürfen, oder wo ein Brunnen zur Tränke ist, muss man u. a. darauf achten, dass sie unterwegs keine Reben, Blumen, Obstbäume etc. beschädigen, die einem nicht gehören. Das geht gut neben einer anderen Hauptbeschäftigung.

    Religion hat eine wissenschaftliche und eine spirituelle Komponente. Idealerweise ergänzen sie sich gegenseitig.

    "....ich kann auch behaupten..."
    Viele Leute, dear Puppengesicht, behaupten Sachen. Behauptung und OFFENBARUNG sind nicht dasselbe. Jedem Propheten wurden die für seine Zeit passenden Beweise gegeben.

    Dear Norbert, wie erklärst du dir, dass der Mensch ein Gewissen hat, das man wecken oder auch verdrängen kann? Wenn du nicht an Adam (/Monotheismus?) glaubst, dann an rein körperliche Evolution?

    Es gibt einen Zeit-Artikel, der heißt: "Die Qumran-Legenden, akribisch zerlegt. Kein Jesus auf der Rolle". Ist hinter einer Paywall, hab ich nicht gelesen. (Im Qur'an heißt er 'Isa bin Maryam, z. B. 57:27, ihm wurde ein Indschiil/ Evangelium gegeben, nicht mehrere).

    Es stellt sich die Frage, welche Qumranrollen behalten, und welche weggeworfen wurden, damals und heute.
    Repressalien und Forschung, ein Thema für sich.

    METALLE

    GOLD war möglicherweise das erste Metall, das die Menschen zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen nutzen lernten.

    Manche Forscher sagen, dass vor 80.000 Jahren schon einfache Schmuckstücke aus GOLD hergestellt wurden.

    Goldnuggets kann man in Flussbetten finden, und sie sind weich. Man kann sie mit Feuerstein und Obsidian einritzen. Für Werkzeuge ist Gold zu weich.

    KUPFER wurde vor rund 10.000 Jahren bearbeitet. Wirft man die Brocken ins Feuer,so können sie leichter mit Steinwerkzeugen bearbeitet werden.
    Älteste erhaltene Waffe: ein gehämmerter Keulenkopf aus Kupfer (Türkei).

    Ötzi hatte vor 5.300 Jahren ein Kupferbeil bei sich.

    https://www.rime.de/wiki/geschichte/#:~:text=...

    EISEN kommt nicht von der Erde, sondern aus dem Weltall. Von noch weiter weg als aus unserem Sonnensystem, denn unsere Sonne ist nicht heiß genug für die Bildung von Eisen.

    Es wurde (von wem, dear Norbert?) auf die Erde "hinabgesandt": ".... Und Wir haben das Eisen hinabgesandt, in ihm ist starke Gewalt und Nutzen für die Menschen." (Qur'an "das Eisen" 57:25).Eisen ist ein Hauptbestandteil von Stahl. Wichtig im Schiffbau, beim Bau größerer Gebäude. In der Chemie nutzt man Eisen vor allem als Pulver.

    Eisenoxydkügelchen werden seit einigen Jahren sogar in der Krebstherapie eingesetzt. Der Biologe Andreas Jordan konnte damit tatsächlich einige Krebszellen zerstören (Hyperthermie, in der Charité in Berlin. Diese Nanotechnik wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die Fachwelt ruft nach mehr Studien).
    https://www.deutschlandfunkkultur.de/mit-nano... Metalle haben sozusagen die Zivilisation beflügelt.
    #146VerfasserGraceFromAbove (1267740)  19 Jun. 20, 07:02
    Kommentar

    Dear Norbert, wie erklärst du dir, dass der Mensch ein Gewissen hat, das man wecken oder auch verdrängen kann? Wenn du nicht an Adam (/Monotheismus?) glaubst, dann an rein körperliche Evolution?


    Es wäre ein falscher Schluss, aus der Tatsache, dass ich Adam (von Adama = Erde) als eine Symbolfigur und nicht als einen bestimmten geschichtlich real existierenden Mann betrachte, herauszulesen, dass ich mit Monotheismus nichts am Hut habe. Nach meiner Erfahrung haben Leser dieser Foren im Allgemeinen kein Problem zu erkennen, zu welcher sehr großen monotheistischen Religionsgemeinschaft ich gehöre.

    #147Verfasser Norbert Juffa (236158)  19 Jun. 20, 07:19
    Kommentar

    Es gibt einen Zeit-Artikel, der heißt: "Die Qumran-Legenden, akribisch zerlegt. Kein Jesus auf der Rolle". Ist hinter einer Paywall, hab ich nicht gelesen.


    Das sind Quellenangaben und Surfhinweise, wie ich sie liebe..

    #148Verfasser Harri Beau (812872) 19 Jun. 20, 08:50
    Kommentar

    Selima, es ist doch egal ob jemand Adam für eine historische oder eine literarische Person hält. Und es ist auch völlig egal, auf welche Zeit diese Person datiert wird. Wenn man sich dieser Person nähern will, muss man Quellenstudien betreiben. Und je tiefer sie zurück gehen, umso vertrauenswürdiger sind sie.


    Viele Leute, dear Puppengesicht, behaupten Sachen. Behauptung und OFFENBARUNG sind nicht dasselbe. Jedem Propheten wurden die für seine Zeit passenden Beweise gegeben.


    Es kann nur nicht sein, dass sich die verschiedenen Offenbarungen widersprechen, wenn sie angeblich aus der gleichen Quelle stammen. Und ich möchte noch einmal darum bitten, solche Erklärungen wenn überhaupt, als privates Briefchen zu schicken damit sich andere nicht ständig ärgern müssen.


    "Die Qumran-Legenden, akribisch zerlegt. Kein Jesus auf der Rolle"


    Der Professor für Neues Testament und spätantike Religionsgeschichte Dr. Claus-Hunno Hunzinger gehörte zu den ersten Wissenschaftlern, die den Sensationsfund in Jerusalem untersuchen durften und war das einzige deutsche Mitglied im internationalen Schriftrollenteam. Gleichzeitig war er mit 24 Jahren der jüngste, als er 1954 von Heidelberg nach Jerusalem geschickt wurde.


    Er sagt: „Die Leute sind von einer solchen religiösen Ahnungslosigkeit, dass sie jeden Blödsinn glauben und ihm auf den Leim gehen. Gegen Argumente kann man wissenschaftlich argumentieren, gegen pure Phantasien hat man nichts entgegenzusetzen. das ist wie der Kampf von Don Quichote gegen die Windmühlen"


    Damit meint er auch Leute die glauben, auf den Schriftrollen von Qumran würde etwas über Jesus von Nazareth stehen und wenn nicht, hätte der Vatikan dafür gesorgt, das verschwinden zu lassen.


    Ich lade jeden ein, sich die Sonderausstellung "Leben am Toten Meer - Archäologie aus dem Heiligen Land" im Staatlichen Museum für Archäologie in Chemnitz anzuschauen. Da hat man weit mehr von als irgendwelchen Verschwörungstheorien hinterher zu laufen. Das ist eine Ausstellung, die angeblich so in Europa noch nie zu sehen war. Selbstverständlich geht es dort auch um über 2000 Jahre alte Schriftrollen mit Texten vom Propheten Jesaja und anderen alttestamentlichen Schreibern. Also, es lohnt sich!


    https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-...


    Wem Chemnitz zu weit im Osten liegt, der kann ja nach Sylt und dort ein Bibelmuseum besuchen um sich über Qumran oder die Funde Konstatin von Tischendorfs im Sinaikloster zu informieren.


    Auch in Frankfurt oder Wuppertal gibt es ein Museum für Bibelgeschichte.


    Noch ein schönes, "lebendes Fossil" möchte ich euch in diesem Zusammenhang vorstellen, das Sabbatjahr oder auch Schmitah. Es wurde im 3 Buch Mose angeordnet, da wurde jedem im 7. Jahr seine Schulden erlassen damit nicht Familien über Generationen verarmten. Es war ein sehr wirksames Mittel gegen soziales Ungleichgewicht. Man kann sagen, die Arm-Reich-Schere wurde immer wieder neu geschlossen.

    Heute ist es in Deutschland auch so bei der Privatinsolvenz. Im siebten Jahr ist man wieder schuldenfrei. 


    Noch ein Nachtrag, weil die Verbindung von Prophet Daniel und den Schriftrollen von Qumran ganz interessant ist: Jahrzehntelang hielt man das Buch Daniel für aus der Zeit nach Christus, weil man es sich anders nicht vorstellen konnte, dass sich seine Prophezeiung über die Erscheinung des kommenden Fürsten (Messias) so auf den Tag genau erfüllte, auf Palmsonntag den 6. April 32 n. Chr., wie ein Beamter des Scotland Yards penibel und nachprüfbar ausrechnete.

    Nun fand man aber ein Fragment einer Schriftrolle des Buches Daniel, die auf spätestens 100 v. Chr. datiert wird.

    #149Verfasser Puppengesicht (807439)  19 Jun. 20, 11:46
    Kommentar
    ~~~~~~~~~

    Ich sehe keinen Widerspruch in den OFFENBARUNGEN.

    "....He (Allah, Eloh) has chosen you (to convey monotheism),.....the religion of your father IBRAHIM; He (Allah) named you MUSLIMIIN (Muslims), before [in former scriptures] and in this [revelation],...." (Qur’an, letzter Vers von Sure al-Hadsch, 22:78).

    Engel assistieren, daher rührt ursprünglich das gelegentliche "Wir".

    Weshalb man die Version des masoretischen Textes ausgewählt hat, um sich darauf zu beziehen, und nicht eine andere? Bis zum heutigen Tag habe "die Forschung keine zufriedenstellende Antwort" darauf. (David Hamidovic).
    https://wp.unil.ch/allezsavoir/les-manuscrits...

    Es gibt Stimmen (Robert Eisenmann erklärt), die sagen, dass Kernaussagen der Qumran-Rollen auch im Islam zu finden sind (vergleiche u. a. Qur'an Sure Maryam 19:96 und 4:173).

    https://youtu.be/oaxERpOdQLs

    James=Ya'qub (Jakob, Jacob, Jakobus).

    https://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/t...
    legt dar, der "heute maßgebliche masoretische Text ist also nicht unbedingt in allen Fällen der älteste oder zuverlässigste Text.....".

    Es wird gesprochen über die Engellehre im Danielbuch.

    Und allgemein:
    "Wegen der Fülle der Details ist das Bild aber unübersichtlicher geworden, so dass die durch Qumran aufgeworfenen Fragen noch immer nicht angemessen diskutiert werden."

    Es gab auch schon Fälschungen in Ausstellungen
    (Washington, Bayern, ......)
    https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/w...

    Manche Stellen in den Offenbarungen beziehen sich auf aktuelle und zukünftige Ereignisse zugleich. Auch hier schließt das eine Ereignis nicht unbedingt das andere aus (wie die MESSIAS-Erwartung damals und wieder am Ende der Zeit in Judentum, Christentum und Islam).

    So hat eben jeder seine Meinung. Es gibt Zeiten der Prüfungen, und dann wird wieder alles klar.

    (Nachtrag zum Nachtrag im Posting darüber. Manche Mitbürger sehen es so, und das zu wissen erleichtert das gegenseitige Verständnis).

    ~~~~~~~~~

    HAGEBUTTENMARK, -mus (rosehip puree)

    war schon in prähistorischen Zeiten beliebt.

    Die antivirale wilde Hagebutte gilt seit alten Zeiten als Heilmittel gegen Entzündungen, Hals-und Zahnschmerzen, Leberprobleme, Krämpfe, Epilepsie, Rheumatismus, Gicht (engl. gout), Ischias (engl. sciatica), Durchfall, Stress, Kopfschmerzen, Nervosität.

    Der Hagebuttenstrauch heißt auch Wildrose, Heckenrose, Zaunrose, Dornrose, Hundrose, Hagrose, aber auch Hagedorn und Hiffenstrauch

    engl. wild rose bush, white rose, (wild) rosehip, dog rose, pig rose

    Namen der Frucht: Hetscherl (Österreich), Hetschi-Petschi, Hiefe (mittelhochdeutsch/ ostfränkisch), Hieve, Hiffe,
    Hagebutte, Hainbutte, Juckbeere.

    Im antiken Ägypten, Griechenland und im Römerreich wurde die Rose nachweislich schon als Heilpflanze genutzt

    Unsere modernen Rosen sind Veredelungen der Hagebuttensträucher,die heimisch sind, seit verschiedenen Zeiten, im Orient, in Asien, Europa, Nordafrika.

    Vor 4.000 Jahren setzte im Orient die gezielte Züchtung "moderner" Rosenarten, der Königinnen der Blumen, ein.

    Die Römer fanden heraus, dass die geriebenen Wurzeln der Hagebutten gegen Tollwut helfen (daher der latein. Name "Rosa canina"), effektiv bei Hunden und Menschen.

    In der Gegend der heutigen Schweiz fand man in Pfahlbauten (engl. pile dwellings) Nachweise über Hagebuttenmark.

    Hagebuttenmark wird im Schwabenland "Hägenmark" genannt, Hiefen-, Hiffen-, Hiften- oder Hippenmark in Franken.

    Bären verzehren die Beeren vor dem Winter. Gefroren schmecken sie auch den Menschen weniger sauer.

    Im 13. Jahrhundert wurden Rosen durch Kreuzfahrer nach Frankreich gebracht.

    Im 16. Jahrhundert entdeckte der französische Militärarzt Ambroise Paré die Heilkraft von Rosenöl, als ihm während der Hugenottenkriege die Heilmittel ausgingen.

    Nach Thomas Bartram waren Hagebutten die Pflanzen, in denen Vitamin C erstmals nachgewiesen wurde.

    Die britische Regierung verordnete ihrem Volk im 2. Weltkrieg Hagebuttensirup.

    Kein Wunder, denn rohe Hagebutten enthalten 25 Mal so viel Vitamin C wie Zitronen!

    https://botanikguide.de/dieses-obst-gemuese-e...

    Die farbigen Blütenblätter der Rosen sind auch essbar, sie haben einen lieblichen Geschmack.
    (Auch essbar sind:
    Begonie, Borretsch, Chrysanthemen, Dahlien, Gänseblümchen, Herbstaster, Holunder, Jasmin, Kornblume, Lavendel, Lindenblüte, Löwenzahn, Malven, Mohn, Passionsblume, Ringelblume, Schafgarbe, Schlüsselblume, Sonnenblumen, Stiefmütterchen, Veilchen .....)
    https://www.br.de/wissen/essbare-blueten-pfla...

    Nicht alle vertragen aber das Geraniol in Rosen, vor allem künstlich hergestelltes Geraniol kann Allergien hervorrufen.


    Wer Hagebuttenmarmelade herstellen will, der sollte dem kalten Herstellungsverfahren den Vorzug vor dem warmen geben, um von mehr Vitamin C darin profitieren zu können.

    Auch lecker und heute weniger bekannt als Orangensaft:
    Saft aus den Beeren des Sanddorns. Sanddorn gilt als die "Zitrone des Nordens", der Saft daraus hat 6 Mal mehr Vitamin C als Orangensaft.

    Beim Gemüse hat rote Paprika am meisten Vitamin C (vor allem die rote!), sogar 3 Mal so viel wie Zitrusfrüchte!

    SYLT (bisschen Urlaubsstimmung ins Forum..... )
    Bis vor etwa 12.000 Jahren bedeckte Eis große Teile Nordeuropas.
    Als es später abschmolz blieb u. a. das markante ROTE KLIFF an der Westküste zurück.

    "Sild" heißt auf Dänisch "Hering", und der Fang dieser Fische war ein wichtiges Einkommen.

    Ein vergrabener Silberschatz aus der Wikingerzeit ("eine Zeit des Silbers") zeigte internationale Verbindungen durch angelsächsische und islamische Münzen.
    Später war Sylt eine Zeitlang teils im Besitz des Herzogtums Schleswig und des Königreichs Dänemark.

    1945 wurden Heimatvertriebene der ehemaligen deutschen Ostgebiete auch auf Sylt einquartiert, so gab es vorübergehend mehr Heimatvertriebene als gebürtige Sylter auf der Insel. Ein Großteil von ihnen fand Arbeit und blieb dauerhaft da, und mit ihnen typisch ostpreußische FAMILIENNAMEN..

    https://www.deutsche-staedte.de/sylt/geschich...
    .
    https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/gesc...

    Die Syltrose kam erst 1920 auf die Insel Sylt, die Schwertmuschel erst vor 30 Jahren, der Fuchs vor 300 Jahren.

    Zauneidechsen, Ratten und Igel reisten dort als blinde Passagiere ein. Amüsant beschrieben in
    https://www.shz.de/lokales/sylter-rundschau/s....
    #150VerfasserGraceFromAbove (1267740)  28 Jun. 20, 19:48
    Kommentar

    Ein Enkel des US-Präsidenten John Tyler (im Amt 1841-1845, geboren 1790, also vor über 230 Jahren) ist herich derzeit noch am Leben. John Tyler hatte mit 63 Jahren einen Sohn, der seinerseits erst mit 75 Jahren einen Sohn hatte. Dieser Sohn - Harrison Ruffin Tyler - ist heute 93 Jahre alt. Zugleich ist er wohl seit geraumer Zeit der einzige noch lebende Mensch, dessen Urgroßvater als Student zusammen mit Thomas Jefferson einen heben ging - John Tylers Vater, John Tyler Sr., studierte die Rechte auf dem College of William & Mary zu Williamsburg, wo er Zimmergenosse Thomas Jeffersons war.

    #151Verfasser Gart (646339)  02 Mär. 22, 15:29
    Kommentar

    Ein Enkel des US-Präsidenten John Tyler (im Amt 1841-1845, geboren 1790, also vor über 230 Jahren) ist herich derzeit noch am Leben.


    Das ist krass. Normalerweise sind Großväter im Schnitt ca. 60 Jahre älter, das sind 139 Jahre schon extrem ungewöhnlich.


    Vielleicht passt das hierher: Die 117-jährige französische Nonne Lucile Randon aus Toulon überlebte zwei Weltkriege, die spanische Grippe und eine Covid-19-Erkrankung.

    #152Verfasserzacki (1263445) 02 Mär. 22, 16:27
    Kommentar

    Noch vor ihr im Rennen: Die am 2. Januar 1903 geborene Japanerin Tanaka Kane. Nur noch ein guter Monat, und sie rückt auf Platz 2 der ältesten Menschen aller Zeiten vor (d. h. von denen man weiß). Go, girl, go! https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A...

    #153Verfasser Gart (646339)  02 Mär. 22, 16:35
    Kommentar

    Platz 2 der ältesten Menschen aller Zeiten vor (d. h. von denen man weiß).


    Da gab es aber noch den böhmischen Abdecker Franz Eisenhammer: "er starb 5 Tage vor seinem 121. Geburtstag an Herzversagen wegen Wasseransammlung"

    Mit 96 Jahren wurde er das letzte mal Vater und hatte über 100 Enkel.


    Siehe auch: - Unsere Umwelt Nr. 15 - #12

    #154Verfasserzacki (1263445) 02 Mär. 22, 17:36
    Kommentar

    Zugleich ist er wohl seit geraumer Zeit der einzige noch lebende Mensch, dessen Urgroßvater als Student zusammen mit Thomas Jefferson einen heben ging


    Wow.

    #155Verfasser Gibson (418762) 02 Mär. 22, 17:36
    Kommentar

    Ergänzung zu #154: Franz Eisenhammer (3. Oktober 1731 Pilsen - 29. September 1852 Raudnitz)

    #156Verfasserzacki (1263445)  02 Mär. 22, 17:43
    Kommentar

    In der Tat erstaunlich.


    Ich hatte das Glück, meinen Urgroßvater noch kennenzulernen, der im vorletzten Jahrhundert geboren war und beide großen Kriege mitgemacht hatte. Ich fand das schon immer abgefahren.

    #157Verfasser Selima (107) 02 Mär. 22, 17:45
    Kommentar
    Nachdem wir lange Generationen haben und ich eine der Jüngsten in meiner Generation bin, hatte ich auch Großtanten und -onkel aus dem vorletzten Jahrhundert, ohne Ur-. An die kann ich mich zwar nicht wirklich erinnern, lebhaft aber an eine Großtante Jahrgang 1902. Sie hat öfter auf mich aufgepasst.
    #158Verfasser tigger (236106) 02 Mär. 22, 20:58
    Kommentar

    Dafür bin ich trotz (für damalige Verhältnisse) relativ alter Eltern und Großeltern dann doch zu jung. Immerhin hatte ich eine Großtante, die am 1. Januar 1900 geboren war. Ich kann mich allerdings nicht an sie erinnern, sie starb, als ich drei oder vier Jahre alt war. Und ich habe immer noch einen angeheirateten Onkel, der im Waldecker Land geboren wurde, als das gerade noch ein eigenes Land in der Weimarer Republik war.

    #159Verfasser JanZ (805098) 02 Mär. 22, 21:06
    Kommentar

    Mein Großvater mütterlicherseits war Jahrgang 1903, seine Frau Jahrgang 1904. Beide sind über 90 geworden.

    Auch ihre Mutter, meine Urgroßmutter, starb erst 1964 im Alter von 84 oder 85 Jahren, war also ca. Jahrgang 1880. An alle drei erinnere ich mich gut.

    Mein Vater war 12 Jahre älter als meine Mutter und mit Abstand das jüngste Kind seiner Eltern, die selbst einen großen Altersunterschied hatten. Die Großeltern väterlicherseits (Großmutter 1887-1954, Großvater 1862-1936) habe ich nie kennengelernt.

    #160Verfasser penguin (236245) 02 Mär. 22, 22:50
    Kommentar

    Mein Schwiegervater (95, 4 Kinder) hat jetzt insgesamt 5 Urenkel.


    Aber was hat mich in diesen Faden gezogen? GART! Long time no hear! Ich freue mich, wieder von ihm zu lesen.

    #161Verfasser virus (343741) 02 Mär. 22, 22:57
    Kommentar

    #154/156: Die Geschichte scheint mir mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ein Franz Eisenhammer taucht in keiner Altersrekordliste auf (siehe Link in #153), nicht einmal unter den unbelegten Altersbehauptungen bei Wikipedia. Wenn die Lebensdaten nachweislich stimmten, müsste er als der Mensch geführt werden, der das zweithöchste jemals belegte Alter erreicht hat. Und das zu einer Zeit als extrem hohes Alter noch weitaus unwahrscheinlicher war als heute. Der erste nachweisliche Supercentenarian war Geert Boomgaard, gest. 1899 im Alter von 110 Jahren. In den folgenden 90 Jahren ist das Maximalalter gerade mal um 5 Jahre angestiegen (bis Jeanne Calment, deren Rekord mit gar nicht mal so schlechten Argumenten auch schon angezweifelt wurde, es 1997 auf einen Schlag um weitere 7 Jahre anhob; lässt man sie allerdings außer Acht, setzt sich der vorherige langsame Anstieg bis heute fort).


    In dem Link zu Franz Eisenhammer (siehe #154) ist die Altersangabe auch widersprüchlich: Laut Todesnachricht soll er mit 114 gestorben sein, aus den angeblichen Lebensdaten ergeben sich aber knapp 121. Es kam insbesondere früher wohl häufiger vor, dass solche rechnerischen Über-Lebensspannen durch Verwechselung von Geburtsurkunden mit denen namensgleicher Personen entstanden. Jedenfalls sollte man nicht alles, was man zufällig irgendwo im Internet findet, gleich für bare Münze nehmen.

    #162Verfasser dirk (236321) 03 Mär. 22, 07:13
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    Es sollen ja schon 105jährige ein Schreiben bekommen haben, dass sie sich jetzt für die Schule anzumelden hätten.
    #163Verfasser tigger (236106) 03 Mär. 22, 07:37
    Kommentar

    bisschen OT:


    Verwechselung von Geburtsurkunden mit denen namensgleicher Personen entstanden


    Das erinnert mich daran, als mein Bruder eine Weile versuchte unseren Stammbaum zu erforschen und irgendwann verzweifelt aufgab: "Unsere Vorfahren hießen alle Hermann, außer Hans, der hieß Sepp!" [letzterer war ein Johann Josef, der offenbar mal als Hans und mal Sepp geführt wurde]

    #164Verfasser ilex (764482) 03 Mär. 22, 08:24
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    Offtopic: Aus dem Artikel in der englischen Wikipedia zu Harrison Ruffin Tyler ergibt sich, dass er sich mütterlichseits unter anderem auf Pocahontas zurückführt. Das hat mich an Thomas Cornell Sr. (ca. 1595 – ca. 1655) erinnert - ein in Neuengland ansässiger englischstämmiger Siedler, dessen illustre Nachkommenschaft (wiederum laut englischer Wikipedia) neben einier ganzen Anzahl mir weniger bekannter amerikanischer Lokalberühmtheiten auch die Präsidenten Jimmy Carter und Richard Nixon, die First Ladies Elizabeth Monroe und Frances Folsom Cleveland, den weiland Präsidentschaftskandiaten John Kerry sowie Bill Gates umfasst.


    Mehr ontopic: Frau Cleveland ist auch darum bemerkenswert, weil sie sowohl die jüngste First Lady in der Geschichte des Weißen Haus war (sie war 21, als sie im Jahr 1885 den mehr als doppelt so alten Endvierziger Grover Cleveland heiratete, der zu diesem Zeitpunkt bereits Präsident war) als auch diejenige, die nach Ende ihres Amtes noch am längsten lebte: Sie starb im Jahr 1947, über fünfzig Jahre nach ihrem Auszug aus dem Weißen Haus. Das ist ungefähr, was wenn Mrs. Nixon dieser Tage stürbe (sie starb schon 1993).

    #165Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 08:27
    Kommentar

    Weiter OT: Das ist ein Problem für viele Ahnenforscher. Der Namenspool, aus dem geschöpft wurde, war lange Zeit modisch und familiär stark eingeschränkt. In den letzten drei Generationen eines Zweigs meiner Vorfahren hießen alle Männer Hans/Johannes, Ernst, Hermann oder Karl, die Frauen Käthe, Sophie, Emma, Wilma oder Mina. In den Dörfer, aus denen sie kamen,hießen die Kinder in den anderen Familien meist auch so. Das hat auch schon dazu geführt, dass wir über ein Jahrhundert eine Familie weiterverfolgt haben, die nur zufällig den gleichen Nachnamen hatte ;-) Meist kommt man über die Paten und die Hochzeitsdaten drauf, wie alles zusammenhängt.

    #166Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 08:31
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    Dafür weilt Kissinger immer noch unter uns - eine politische Figur, die für eine Zeit steht, die für mich definitiv Geschichte ist. Kissinger wird nächstes Jahr 100.

    #167Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 08:34
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    Tatsächlich. Der gehört für mich eindeutig in die Kategorie "ach der lebt noch?!", weil seine Zeit wirklich vor meiner politischen Wahrnehmung liegt.
    Ich sehe gerade in Wikipedia, seine Eltern sind auch steinalt geworden. Und sein Bruder auch.
    #168Verfasser tigger (236106)  03 Mär. 22, 08:46
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    Grad gestern las ich irgendwo eine Pressemeldung über einen 102 Jahre alten Japaner, der immer noch Langstreckenläufe macht.

    #169Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Mär. 22, 08:51
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    So wie Jimmy Carter, der vor 41 Jahren aus dem Amt schied und über 97 Jahre alt ist. (Vor ihm Herbert Hoover, Präsident von 1929 bis 1933, der erst 1964 mit immerhin 90 Jahren starb.)

    #170Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 08:52
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    @ dirk: Ich habe mir https://chobgen-obermeier.blogspot.com/2018/0... durchgelesen und war der Meinung, hier liegt ein selten gut dokumentierter Fall vor. Da hat diese Ahnenforscherin gute Arbeit geleistet und den Lebensweg umfassend dokumentiert.

    Ich selber kann das natürlich nicht alles nachprüfen. Berichtet wurde darüber in der SZ: https://www.sueddeutsche.de/bayern/landkreis-... und wurde von Virus entdeckt.


    Aber selbst 114 wären ein recht hohes Alter für jemanden, der sich keinen Arzt leisten konnte so wie Königin Elizabeth heute.


    Meine UR-Urgroßmutter wurde 94 und hätte zuletzt nur noch in der Küche auf einem Stuhl gesessen und wenig gesprochen, aber jeden Besucher mit wachen Augen angeschaut, das kann man in einem alten Brief lesen. Todesursache war Darmverschluss, heute hätte man ihr öfter zu trinken gegeben und eine Bewegungstherapie gemacht. Vielleicht wäre sie dann auch 100 geworden.

    #171Verfasserzacki (1263445) 03 Mär. 22, 09:03
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    Wenn ich nachsehe, komme ich auf Urururgroßeltern, deren ältester - mein Urururgroßvater - Ende des 18. Jahrhunderts geboren wurde. Es sind auch die Namen von dessen Eltern und Großeltern bekannt, aber die Lebensdaten sind unbekannt. Schätzungsweise habe ich demnach aber Urururururgroßeltern (5 "ur"), die zur gleichen Zeit (in den 1740ern) geboren worden sein mögen wie der Urgroßvater (1 "ur") Herrn Harrison Ruffin Tylers.


    Unter Genealogen, die sich wohl nicht ständig mit endlos vielen -ur- verzählen möchten, gibt es offenbar Bezeichnungen wie folgt:

    Ururgroßeltern = Alteltern  

    Urururgroßeltern  = Altgroßeltern  

    Ur(× 4)großeltern = Alturgroßeltern  

    Ur(× 5)großeltern = Obereltern


    Und so weiter bis hin zu den Ur(×22)großeltern = Erzahnenurgroßeltern (klingt wie ein Kandidat für den Faden mit den pompösesten Titeln der Welt), bei denen ich mich frage, ob irgendwer außer den Welfen die seinen namentlich kennt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Generationsbeze...

    #172Verfasser Gart (646339)  03 Mär. 22, 09:18
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    24 Generationen zurück entspricht ungefähr 600 Jahren. Da können in der Tat nur (Hoch-)Adelige noch Vorfahren schriftlich nachweisen. Die Kekule-Nummern für diese Generation sind übrignes 16.777.216 - 33.554.431 ... ~ 16 Millionen potentielle Vorfahren in dieser Generation. Das gibt einen langen Streifen.


    Karl den Großen haben aber eh viele in ihren Stammbaum* eingefügt (beweis mal einer, dass er da nicht hingehört). Pocahontas veredelt auch viele Stammbäume von Nordamerikanern, wie Malinche den von Mexikanern.


    *Erst hatte ich Stammbauch geschrieben.

    #173Verfasser Selima (107)  03 Mär. 22, 09:27
    Kommentar

    Angeblich können Vorfahren von mir lückenhaft bis kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg zurückverfolgt werden. Bekannter von meinem Großvater hat wohl mal recherchiert ...

    #174Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Mär. 22, 09:31
    Kommentar

    16 Millionen potentielle Vorfahren in dieser Generation. Das gibt einen langen Streifen.


    Ja, aber da treffen sich schon bald wieder welche. Das gab es auch bei meinen Vorfahren, da hat mal einer seine Cousine geheiratet.

    #175Verfasserzacki (1263445) 03 Mär. 22, 09:32
    Kommentar

    #172: *groll* Willst Du etwa anzweifeln, dass das Erzhaus Julius Caesar und Aeneas unter seinen Vorfahren hat?! Da schdôht des *da hinzeig*

    #176Verfasser Gart (646339)  03 Mär. 22, 09:33
    Kommentar

    #176 mit sich selber grollen ist ungesund ;-)


    Nein, würd ich niemals bezweifeln ;-)

    #177Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 09:37
    Kommentar

    Ja, aber da treffen sich schon bald wieder welche. Das gab es auch bei meinen Vorfahren, da hat mal einer seine Cousine geheiratet.


    Das gab es in der Familie meiner Mutter auch, die Cousine lebt sogar noch. Für den Ahnenschwund muss es aber gar nicht so eine enge Verwandtschaft sein. Wenn man hinreichend weit zurück geht, sind alle Menschen miteinander verwandt. So kommt dann auch der Ahnenschwund zustande, denn sonst müsste man irgendwann mehr Vorfahren haben, als damals Menschen auf der Welt lebten.

    #178Verfasser JanZ (805098) 03 Mär. 22, 09:37
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    #175: Das Phänomen nennt man Ahnenschwund oder Ahnenverlust. Das kommt auch und gerade in den besseren Kreisen vor, siehe Karl II. von Spanien, dessen fünfte Generation der Vorfahren herich statt bis zu 32 Personen lediglich 10 Personen zählte - und dessen sämtlichen sechs Urgroßeltern von Johanna der Wahnsinnigen abstammten. Karl sah auch entsprechend aus, lernte erst mit vier Jahren sprechen und im Alter von acht Jahren gehen.

    #179Verfasser Gart (646339)  03 Mär. 22, 09:38
    Kommentar

    [Wie Gart udn JanZ bereits erklärt haben.]

    #180Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 09:43
    Kommentar
    Was dabei herauskommt, sieht man ja deutlich in den Gesichtern zahlreicher Habsburger.

    Apropos, da fällt mir die Fehlbildung bei Neugeborenen ein, die auch eins meiner Kinder betrifft - heutzutage meist spurlos heilbar.
    In der einschlägigen Facebook-Gruppe fragen neue Mitglieder naturgemäß oft, woher das käme, es sei doch nichts bekannt in den Familien. Tatsächlich ist Vererbung nur ein möglicher Faktor, und auch nicht eindeutig erforscht. Sprünge über mehrere Generationen sind bekannt. Und da weise ich doch manchmal darauf hin, dass niemand wissen kann, ob der Milchmann der Urgroßmutter nicht doch das gleiche hatte.
    Manche sind dann beleidigt... :-)
    #181Verfasser tigger (236106) 03 Mär. 22, 09:46
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    Naja, die Mords-Unterlippe (besonders schön sichtbar bei Leopold I. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Benja... ) sollen die Habsburger angeblich von Cimburgis von Masowien bezogen haben, die Durch- und Überkreuzung bei nachfolgenden Generationen soll dann das Übrige getan haben. Dann kam noch der Langschädel hinzu (schön sichtbar bei Franz II./I. - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Axman... - sowie bei Ferdinand dem Gütigen). Man pflegte im 19. Jahrhundert zu sagen: "Entweder es ist eine Zangengeburt oder ein Erzherzog".

    #182Verfasser Gart (646339)  03 Mär. 22, 10:14
    Kommentar

    @174: bis zum Dreißigjährigen Krieg geht es für einige Wurzeln bei mir auch, da hat vor Jahrzehnten mal ein Verwandter recherchiert. Ich habe mal gehört, weiter zurück geht es in vielen Fällen nicht, weil eben in diese die Kirchenbücher als Hauptquelle für diese Forschung verbrannt sind.

    #183Verfasser unnaix (769252) 03 Mär. 22, 10:36
    Kommentar

    Ich lerne:

    1. Henry Kissinger lebt noch????!?!?
    2. Schau an, der Jimmy Carter ebenfalls.
    3. Julius Caesar war ein Trojaner (danke @Gart für den Habsburger-Link!)
    #184Verfasser talla (314655) 03 Mär. 22, 10:36
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    unnaix, so ist es bei uns auch. Mehr oder weniger lückenlos bis zum Dreißigjährigen Krieg; lückenhaft für ein paar Generationen davor. Da ist die Tatsache, dass meine Vorfahren nach dem Dreißigjährigen Krieg mit Sack und Pack in einen anderen Landstrich umgezogen sind, auch nur bedingt hilfreich ;-)

    #185Verfasser B.L.Z. Bubb (601295) 03 Mär. 22, 10:39
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    Hier auch: Alles von vor dem 30jährigen Krieg ist verbrannt für einen großen Teil der Vorfahren. Andererseits wird's da eh schwierig, weil meist nur noch Vornamen notiert wurden.

    #186Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 10:53
    Kommentar
    ...und die alle gleich sind. Hans, Franz, Jakob, Georg. Maria, Anna. :-)
    #187Verfasser tigger (236106) 03 Mär. 22, 10:57
    Kommentar

    Na, da guck Dir mal die konstantinische Dynastie an --> https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Konst...


    Vater: Constantius I. Chlorus

    Kinder: u. a. Konstantin der Große, Julius Constantius, Flavia Constantia

    Enkel: Constantin II., Constans I, Constantius II., Constantia

    Urenkelin: Constantia


    Manchmal sind Historiker bedauernswerte Leute.

    #188Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 11:31
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    Andererseits könnte das auch nur ein Problem für uns sein, die wir schließlich in Zeiten leben, in denen Eltern ihren Kindern immer noch ausgefallenere Namen geben, damit sie ja nicht verwechselt werden (in meiner Klasse waren noch drei Jürgens und drei Carolas), und Nachnamensketten bilden.


    In arabischsprachigen Ländern hat es mich immer fasziniert, wie Leute die Vornamen der eigenen Väter und Vorväter und die des näheren Umfeldes aufsagten und der andere genau wußte, wo er die Person, die er gerade zum ersten Mal getroffen hat, einzuordnen hat. Einen gemeinsamen Bekannten fanden sie irgendwie immer. Und die Namensvielfalt ist dort ähnlich eingeschränkt wie bei meinen ländlichen Vorfahren Mohammad, Husein, Musa, Ahmad und noch eine Handvoll mehr.

    #189Verfasser Selima (107)  03 Mär. 22, 11:47
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    Ich weiß nicht genau, wie belastbar die Quellenlage ist, aber Wikipedia sagt mir: Hōshi (jap. 法師) ist ein japanisches Gasthaus (Ryokan) in Awazu-Onsen, Komatsu, Präfektur Ishikawa. 718 gegründet, befindet es sich seit 46 Generationen im Familienbesitz und ist somit eines der ältesten Familienunternehmen der Welt. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=H%...


    Wie nennt man eigentlich die 46. Generation? Erzahnenaltgroßstammurgroßeltern?

    #190Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 12:39
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    Wie nennt man eigentlich die 46. Generation? Erzahnenaltgroßstammurgroßeltern?


    Das erfordert extaktes Rechnen!


    Stammbaumforschung schwergemacht: Auch in unserer Familie ist das aufgrund der Namen (und aus vielen anderen Gründen) nicht so einfach, so heissen / hiessen die Tanten und Cousinen meines Vaters in Oberbayern alle entweder Maria oder Katharina. In der Familie wurden sie dann als Maria, Marie, Marerl, Katharina, Katie, Katja, Tina usw. usf. unterschieden - wie soll man denn da noch klarkommen! 😉

    #191Verfasser virus (343741) 03 Mär. 22, 12:51
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    #189: Nagel mich nicht fest, weil ich nicht mehr weiß, wo ich das her habe. Vereinfacht: das wechselseitige Runterrasseln der Väter, der Väter Väter, der Väter Väter Väter, und der Väter Väter Väter Väter (das reicht, noch genauer brauchen wir es nicht) soll in Zivilisationen, in der nur der Clan und seine Angehörigen Vertrauen verdienen und niemand sonst, als vertrauensbildende Maßnahme dienen, wenn man auf Fremde trifft. Findet sich beim wechselseitigen Runterrasseln ein gemeinsamer Vorfahr, kann man sich zurücklehnen und braucht nicht auf der Hut zu sein. Ungefähr so.

    #192Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 13:14
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    So wird das sein. Die Begrüßung beginnt mit einer Berührung der Schulter des anderen, dann gibt man sich die rechte Hand. Dann werden die Namen runtergesagt - wechselseitig ... das geht eine ganze Weile und plötzlich erhellen sich die Gesichter. Es wird gestrahlt und die Hände wieder gelöst. Dann gibt's Tee. - Ob es zwingend ein gemeinsamer Vorfahr sein muss - heutzutage - bezweifle ich.


    [So viel anders ist das bei uns auch nicht. Gibt es den Hauch einer Chance, dass man gemeinsame Bekannte oder (seltener) Verwandte, wird danach gesucht "Ach, Du bist aus XYZ, kennst Du den ABC?" "Ach, Du bist bei der Bahn, kennst Du den XYZ?" ... "Ja? Die Welt ist klein!" ... Mich hat mal einer in einem Zug Richtung Italien noch im Münchner Bahnhof gefragt: "Bist Du aus München? Kennst Du den Charlie?"]

    #193Verfasser Selima (107) 03 Mär. 22, 13:24
    Kommentar

    Ich kann mich an einen Rabbiner erinnern, der es - in einem Interview - manchmal lästig fand, dass viele Leute anzunehmen scheinen, jeder Jude kenne jeden anderen Juden in Deutschland...

    #194Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 13:26
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    Stimmt eigentlich mit den ausgefallenen Vornamen.
    Das Namensrecht bei den Nachnamen wird aber ein Fluch für Genealogen, weil nicht nur Eheleute, sondern auch Kinder immer öfter unterschiedlich heißen.
    In Österreich ist es sogar schon erlaubt, sich neue Namen zu basteln, so dass Frau Friedmann und Frau Müllauer ein gemeinsames Kind namens Friedauer haben können.
    #195Verfasser tigger (236106) 03 Mär. 22, 13:26
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    Oder namens Müllmann. 😉

    #196Verfasser mordnilap (835133) 03 Mär. 22, 13:55
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    In Österreich ist es sogar schon erlaubt, sich neue Namen zu basteln, so dass Frau Friedmann und Frau Müllauer ein gemeinsames Kind namens Friedauer haben können.


    Gibt es dazu schon Beispiele bzw. Rechtsprechung? Ich würde den entsprechenden Paragrafen so interpretieren, dass nur Doppelnamen so auseinandergezogen werden dürfen, also dass aus Müller-Lüdenscheid und Klöbener Müller-Klöbener wird. aber nicht Mübener.

    #197Verfasser JanZ (805098)  03 Mär. 22, 14:07
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    Ebenfalls aus einer anderen Epoche, ebenfalls noch am Leben, vielleicht aber weniger bekannt als Carter oder Kissinger: Luis Echeverría, mexikanischer Präsident von 1970-1976, wurde kürzlich hundert Jahre alt. Dschamschid ibn Abdullah war letzter Sultan von Sansibar (1963 bis 1964), er ist immerhin 92 Jahre.

    #198Verfasser Gart (646339) 03 Mär. 22, 14:21
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    Bei einer Wohnungsauflösung fand ich eine alte Schallplatte, da erzählt


    Achtung:


    Viktoria Luise Adelheid Mathilde Charlotte von Preußen, durch Geburt Prinzessin von Preußen, durch Heirat Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, Prinzessin von Hannover, Prinzessin von Großbritannien und Irland, aus ihrem Leben.


    Ich hab da aber noch nicht reingehört, mir fehlt ein Abspielgerät um dieses Fossil wieder lebendig werden zu lassen 😅


    Aber nachgeschlagen habe ich, wer das war: Sie war verheiratet mit Ernst August von Hannover, ihr Sohn hieß Ernst August von Hannover und der Enkel heißt Ernst August von Hannover.


    Ach ja, ihren Schwiegervater möchte ich nicht vergessen, das war der Ernst August von Hannover. Und einen Urenkel hat sie auch noch, den Ernst August von Hannover 🤣

    #199Verfasserzacki (1263445)  03 Mär. 22, 15:16
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    Die kann man nur anhand ihrer Geburtsdaten unterscheiden.

    #200Verfasser penguin (236245) 03 Mär. 22, 15:26
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    Re #197: Puh, die Frage gebe ich an Carullus weiter. Kann auch sein dass ich mich irre.
    #201Verfasser tigger (236106) 03 Mär. 22, 15:41
    Kommentar

    #199: Du hast den Schwieger-Urgroßvater vergessen. Das war nämlich der Ernst August von Hannover. Und zwar der allererste. Er lebte 1771 - 1851.

    Und der Ur-Urenkel heißt ... äh Moment ... Welf August. Was ist denn da schiefgegangen?? Ein schwerhöriger Standesbeamter vielleicht?


    Die Platte hab ich übrigens auch 😀


    #202Verfasser dirk (236321) 04 Mär. 22, 07:17
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    #199: Lustigerweise sind alle ihre Vornamen bis auf Adelheid heute wieder gängig.

    #203Verfasser grinsessa (1265817) 04 Mär. 22, 10:48
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    Ach ja stimmt! Ich kenne ein paar Heidis, die möglicherweise auch amtlich Heidi heißen, aber keine Adelheid (unter 100).
    #204Verfasser tigger (236106) 04 Mär. 22, 11:59
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    Ich kannte eine Adelheide, die voriges Jahr verstorben ist. Unter 100. Sie war 98.

    #205Verfasser dirk (236321) 04 Mär. 22, 12:21
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    Welf August - Ein Bruch mit der Tradition nach fünf Generationen, dass der älteste Sohn des Erbprinzen bzw. des Oberhaupts den Namen Ernst August trägt.

    https://royalpedia.fandom.com/de/wiki/Welf_Au...


    Das haben sie sich bestimmt sehr gut überlegt. Was da wohl das Motiv war?


    Die Platte hab ich übrigens auch 😀


    Das ist ja interessant, wo stammt die her? Und was kann man darauf hören? Mir war gar nicht bekannt, dass es Schallplatten gab mit reinem Text. Abgesehen von Märchen für Kinder natürlich.


    Ich kenne eine Adelheid, die ist so Ende 50 und noch zwei Heidis, Anfang 50. Ob die in ihrem Pass Adelheid stehen haben, weiß ich nicht, so gut kenne ich die jetzt auch nicht. Aber so um 1960-1970 schien das kein ungewöhnlicher Name gewesen zu sein.

    #206Verfasserzacki (1263445) 04 Mär. 22, 13:15
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    Was da wohl das Motiv war?


    Irgendwas mit einem Regenschirm?

    #207Verfasser grinsessa (1265817) 04 Mär. 22, 13:18
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    Mir war gar nicht bekannt, dass es Schallplatten gab mit reinem Text. - Neben den Märchenplatten für Kinder gab es auch Literaturschallplatten für Erwachsene. So habe ich zum Beispiel eine LP, auf der Thomas Mann eigene Texte liest oder eine LP-Kassette mit Goethes Faust. u.a. besprochen von Gustaf Gründgens.

    #208Verfasser Red Poppy (876587) 04 Mär. 22, 13:19
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    #206: Das ist ja interessant, wo stammt die her?


    Na, woher hat man sowas? Aus einer Haushaltsauflösung natürlich 😉. Liegt aber schon über 20 Jahre bei mir rum.

    Und was man darauf hört? Nun, genau das, was draufsteht: Viktoria Luise erzählt aus ihrem Leben. Nicht gar so fesselnd. Eine Hörbuchsprecherin ist definitiv nicht an ihr verloren gegangen. An Details kann ich mich gerade nicht erinnern, da müsste ich die Platte erstmal rauskramen und einen Plattenspieler finden.

    #209Verfasser dirk (236321)  04 Mär. 22, 13:34
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    Vielleicht war das so eine Art Märchenplatte für Erwachsene. Eine Prinzessin, die Tochter unseres letzten Kaisers *Gänsehaut* besucht uns im Wohnzimmer.

    #210Verfasserzacki (1263445) 04 Mär. 22, 13:41
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    #205: Adelheide kannte ich bis jetzt überhaupt nur als Stadtteil von Delmenhorst.

    #211Verfasser JanZ (805098) 04 Mär. 22, 13:43
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    Ähnlich zu den hier gemachten Anmerkungen zu Kissinger:


    Erst nachdem ein Bekannter scherzhaft gesagt hat, ob man nicht Gorbatschow wieder als russischen Präsidenten installieren könnte, da es mit ihm viel entspannter gewesen sei, klargeworden, dass auch Michail Gorbatschow ja in der Tat noch lebt.

    #212VerfasserRheiner (762589) 05 Mär. 22, 11:28
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    Zehn Tage, nachdem sie als nunmehr zweitältester (bekannter) Mensch aller Zeiten die 1999 verstorbene Amerikanerin Sarah Knauss auf den dritten Platz verwiesen hat, ist die Japanerin Tanaka Kane bereits vergangene Woche im Alter von 119 Jahren und 107 Tagen gestorben.

    #213Verfasser Gart (646339)  25 Apr. 22, 13:30
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    Ach je, dabei habe ich gerade erst heute früh eine Betrachtung von Axel Hacke (muß so ca. zwei, drei Wochen alt sein) zum Sei Shōnagons Kopfkissenbuch gelesen, in dem er auch kurz Tanaka Kane erwähnte als vermutlich älteste lebende Frau. Als er das schrieb, stimmte es noch. Als ich es las, war's schon Geschichte.


    Heute früh zum Tag des Baumes drei Porträts von sehr alten Bäumen

    • Eine Mexikanischen Sumpfzypresse, Árbol del Tule, mindestens 1400 Jahre,
    • ein Baobab in Mosambik mit angeblich 1300 Jahren und
    • wiederum in Japan, der Yamataka Jindai Sakura, ein Kirschbaum mit angeblich 2000 Jahren [als Sei Shōnagon ihr Kopfkissenbuch schrieb, hatte der Kirschbaum schon tausendmal geblüht ... wenn's stimmt].

    https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/rad...

    #214Verfasser Selima (107)  25 Apr. 22, 17:48
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    2007 fand man in einem gefangenen Grönlandwal Harpunenfragmente (bomb lances) aus ungefähr dem Jahr 1890 - wonach das Tier zumindest in Frau Tanakas Altersliga gespielt haben dürfte, wenn es nicht noch älter war. Wenigstens wenn man diesem archivierten Artikel eines Walfangmuseums in New Bedford, Massachusetts, Glauben schenken will: https://web.archive.org/web/20110728174637/ht...

    #215Verfasser Gart (646339)  26 Apr. 22, 09:17
    Kommentar

    Der aus Fürth stammende, ehemalige US-amerikanische Außenminister Henry Kissinger feierte am 27. Mai 2022 seinen 99. Geburtstag.

    #216Verfasser Leseratz (238114)  28 Mai 22, 21:31
    Kommentar

    Im Nachgang zu # 208 und 210:

    Sprechplatten gibt es seit der Erfindung des Grammofons! So war das Erste, was Th. A. Edison aufnahm, das Gedicht "Mary had a little lamb".

    Mir wurden um 1970 im Deutschunterricht LPs mit einer "Faust"-Aufnahme vorgespielt featuring Gustav Gründgens. Wenn ich mich recht erinnere auf einem speziellen Literatur-Sublabel der Deutschen Grammophon.

    In England veröffentlichte das Label Caedmon Sprechplatten; die 17-cm-EPs liefen mit 16 2/3 Umdrehungen, was als Geschwindigkeit auf alten Plattenspielern zu finden ist.

    #217Verfasser Dr. Dark (658186) 29 Mai 22, 13:42
    Kommentar

    Am 1. Oktober 2022 feierte Jimmy Carter jun. seinen 98. Geburtstag. Er ist der am längsten lebende ehemalige US-Präsident (1977-1998).

    #218Verfasser Leseratz (238114) 02 Okt. 22, 19:55
     
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