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  • Betrifft

    die Aussprache s und z

    Kommentar
    Hallo!

    Der Unterschied zw. s (rosa) u. ss (rossa) ist es mir klar.

    Was ist aber der Unterschied zw. rosa u. roza?
    (Ist es wirklich immer [z] in rosa u. [ts] in roza?)

    Danke!
    Verfasser wani (641043) 27 Feb. 14, 11:05
    Kommentar
    Roza gibt es nicht, dafür zB. rozza, razza und Puzo.
    Das kann es je nach Region und Sozialklasse [ts] oder [ds] sein, aber nie [z].
    In rosa ist es immer [z], in casa dagegen nicht immer: in der Toskana sagt man ca[s]a, glaube ich.
    #1Verfasser Marco P (307881) 27 Feb. 14, 11:31
    Kommentar
    „… da kann es je nach Region und Sozialklasse [ts] oder [ds] sein … in casa dagegen nicht immer [z]: in der Toskana sagt man ca[s]a, glaube ich."

    Hallo Marco,
    dieses Thema beschäftigt mich schon seit einiger Zeit. Wo finde ich darüber genauere Erklärungen/ Informationen? Meine Italienischlehrerin aus Sardinien zeigte sich vor kurzem sehr verwundert, als ich erwähnte, dass meines Wissens manche Italiener casa [s] sagen. Sie war der Meinung, dass es casa [z] sein müsse, zwischen zwei Vokalen immer [z].
    Ich erinnere mich, dass sich hier irgendwann ein Leonide darüber beschwert hat, dass die Unterschiede zwischen [s] und [z] in der LEO-Aussprache nicht genau genug beachtet werden, und in dem Zusammenhang hat er auch casa erwähnt.
    Auch beim dreimaligen Hinhören kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wie auf LEO „rozzo“ ausgesprochen wird.
    Laut Langenscheidt-Wörterbuch: [‘roddzo]

    Vielleicht können da auch die anderen Muttersprachler weiterhelfen.
    #2Verfasser shake_speare (841024) 27 Feb. 14, 12:13
    Kommentar
    Zur "esse sorda" [s] also stimmlos (stimmhaft = esse sonora [z]): http://it.wikipedia.org/wiki/S_sorda

    Zur "zeta": [dz] oder [tz] sind möglich. Ich sage zB. [dz]ucchero und ro[ttz]o, [tz]ucchero und ro[ddz]o hört man in Piemont nur auf dem Lande, sind aber in anderen Regionen anscheinend standard.
    LEO sagt [‘rottzo] und [tzucch‘ero], letzteres ist natürlich falsch betont.
    #3Verfasser Marco P (307881) 27 Feb. 14, 13:11
    Kommentar
    Endlich ein neuer Fehler, ich kann wegen "Faden kann nicht geladen werden" nicht editieren:
    LEO sagt [‘rottzo] und [dzucch‘ero], letzteres ist natürlich falsch betont (nur beim Einzelwort, bei Sätzen ist die Betonung richtig).
    #4Verfasser Marco P (307881) 27 Feb. 14, 15:01
    Kommentar
    Vielen Dank Marco für den Link,

    ein sehr interessanter Artikel. Jetzt weiß ich, dass ich gefühlte tausend Mal inglese falsch ausgesprochen habe und auch milanese, naso und viele andere Wörter, die das S sorda intervokalisch haben.

    Dass meine Italienischlehrerin aus Sardinien etwas irritiert auf meine Bemerkung reagiert hat, erklärt sich für mich aus dem Hinweis
    „… in Sardegna, l'-s- è normalmente sonora …“

    Da aber laut wikipedia die regionalen und dialektalen Unterschiede so groß sind, spielt es für Nicht-Muttersprachler wohl keine Rolle, ob man casa [s] oder casa [z] oder naso [s] oder naso [z] sagt.

    #5Verfasser shake_speare (841024) 27 Feb. 14, 18:27
    Kommentar
    Mach dir keine Gedanken, Shakespeare, ich sage auch ingleze und nazo und milaneze! Ich spreche meine eigene Heimatstadt falsch aus, und da bin ich nicht die einzige ;-)

    Ein analoges Thema sind die offenen und geschlossenen Vokale, die im Norden und Süden unterschiedlich ausgesprochen werden. Aber man versteht sich trotzdem. Von Bedeutung ist es am Ende nur bei Wörtern, die missverstanden werden können, wie z.B. pèsca und pésca. Aber mit dem s oder z fällt mir dazu keines ein, das kritisch sein könnte.
    #6Verfasser Arjuni (944495) 27 Feb. 14, 18:36
    Kommentar
    #5 - Als Richtlinie kannst du nehmen, dass man in den jahrhundertelang von Spanien kolonisierten Gebieten grundsätzlich ingle[s]e, milane[s]e, na[s]o und ca[s]a sagt, in den anderen grundsätzlich ingle[z]e, milane[z]e, na[z]o und ca[z]a, mit Ausnahme der Toskana, wo je nach Wort mal so und mal so.
    Aber dann unterscheiden die Toskaner auch zwischen offener und geschlossener Aussprache der Vokalen (je nach Wort mal so und mal so), man kann ihnen also alles zutrauen.

    Mit Sardinien ist so eine Sache, in Piemont gilt deren Akzent für den reinsten in Italien, was bedeuten soll, dass die Sarden gar keinen Akzent haben, so in etwa wie die Hannoveraner in Deutschland. Man geht also davon aus, dass wenn bei einem Zugereisten seine Herkunft nicht sofort aus seiner Aussprache erkennbar ist, so muss er aus Sardinien stammen.
    Aber dann in einem Montalbano-Krimi lachen sich die Sizilianer tot über den Akzent eines Kollegen aus Sardinien. Mah.
    #7Verfasser Marco P (307881) 27 Feb. 14, 19:00
    Kommentar
    Vielen Dank Euch beiden.
    Jetzt weiß ich wieder ein wenig mehr über Sprache und Aussprache.

    Ja, über die geschlossenen und offenen Vokale ( e und o) habe ich auch schon öfter nachgedacht, denn selbst bei den wenigen Italienern, die ich persönlich kenne, sind mir Unterschiede aufgefallen.
    Es beruhigt mich, Arjuni, dass Du schreibst: „… man versteht sich trotzdem.“

    „… in einem Montalbano-Krimi lachen sich die Sizilianer tot über den Akzent eines Kollegen aus Sardinien.“

    Wie Ihr wahrscheinlich wisst, ist das gesellschaftliche Ansehen der Dialekte in Deutschland auch sehr unterschiedlich. Einige stehen in einem hohen Ansehen, über andere wird eher gelästert. Da ich hier aber niemanden verärgern will, nenne ich keine Namen. ;-)

    #8Verfasser shake_speare (841024) 28 Feb. 14, 16:53
     
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