| Kommentar | Zu #9:
Im Bayerischen Wörterbuch findet man:
"Auswarts, der / Auswärts, der [Auswarzz]: Frühling, Frühjahr"
Und Grimm schreiben:
"auswärts, m. ver, printemps, primavera, gleichsam das auswartende, ausschauende jahr. man sagt: das jahr geht auswärts, gegen den sommer, wie geht einwärts, gegen den winter, der auswärts das frühjahr, der einwärts der herbst. Schmeller 1, 117. 4, 161. in Marburger acten von 1658: nechst abgewichenen auswarts = frühlings; von auswert an bis Christag. Vilmar in der hess. zeitschr. 4, 52, wonach in Hessen auch der ähnliche ausdruck die ausfart vorkommt. östr. im auswerts (frühling) die felder anbauen. Höfer 1, 51; bair. also mag ein embsiger hauswirt seine traider im herbst, winter und auswärts oft besichtigen. Hohberg 2, 49a; im auswärts um ostern. 2, 61b; des hopfens frühe schöszlinge im auswärts. 2, 66a; die hengstlein (von den eseln) rasen und wüten im frühling dermaszen, dasz übel mit ihnen auszukommen, sonderlich wann sie im auswärts gute weide finden. 2, 177a; es ist besser, wann man sowol im früling als im herbst erstlich eines mit dem andern (grünes mit dürrem futter) nach und nach vermischet, und immerdar im auswärts des dürren und gegen den winter des grünen weniger gibt. 2, 266a; im auswärts um liechtmessen oder in der fasten. 2, 480a; im auswärts gegen dem merzen und april. 2, 506a. in der Schweiz scheint das wort ungebräuchlich, aber aus Baiern und Steier mag es sich nach Kärnten erstreckt haben, wo man ein slovenisches vigred (von vi aus und gresti gehen, gredem ich gehe) bildete. Jarnik slov. etymol. 225b. Murko slov. wb. 707, ausgang = frühling." |
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