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    Frühling vs. Frühjahr

    Kommentar
    In welchen Fällen kann man das eine aber nicht das andere verwenden?
    Verfasser Nick (US) (735138) 02 Jun. 14, 05:14
    Kommentar
    In den Fällen, in denen der Sprecher unterschiedliche Bedeutungen im Sinn hat:
    http://www.dwds.de/?qu=Fr%C3%BChling&view=1
    http://www.dwds.de/?qu=Fr%C3%BChjahr

    http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...
    http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgu...

    Für das zeitgenössische Alltagsdeutsch kann man aber weitgehend von einer Bedeutungsgleichheit ausgehen. Regionale Gebrauchsunterschiede gibt es sicher auch, aber verstanden werden beide Wörter nahezu überall im gleichen Sinne.
    #1Verfasser Phloxograph (1001729) 02 Jun. 14, 05:37
    Kommentar
    Bei Personifizierung der Jahreszeit spricht man eher von "Frühling": "Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte..."

    Wenn jemand in vorgerücktem Alter noch einmal einen Schub Jugendlichkeit erlebt (und sich verliebt), spricht man von einem "zweiten Frühling" (nicht von einem zweiten Frühjahr).

    Ein Fest im Frühjahr nennt man eher "Frühlingsfest" als "Frühjahrsfest".

    Man sagt auch eher "Frühlingsgefühle" als "Frühjahrsgefühle."
    #2Verfasser MiMo (236780) 02 Jun. 14, 07:38
    Kommentar
    When I proofread translations of annual reports, I often read that some factory or other was opened in “Spring 20xx”. I always change this to “early 20xx”: firstly Frühjahr wasn’t meant here as one of the four seasons; and secondly it would confuse people Down Under, for whom spring is late in the year (which is what I grew up with).
    #3Verfasser Stravinsky (637051) 02 Jun. 14, 07:59
    Kommentar
    Der Frühling ist genau durch Datumsgrenzen festgelegt. Es gibt einen genauen Anfang und ein Ende. Das Frühjahr ist da wesentlich diffuser.

    So zumindest in meinem Sprachgebrauch.
    #4Verfasser Harri Beau (812872) 02 Jun. 14, 09:17
    Kommentar
    Noch ein Aspekt ist der unterschiedliche Gebrauch von Frühjahr/-ling in den Mundarten - s. Karte.

    Eine allgemeine, eindeutige und einfache Antwort auf Nicks Frage In welchen Fällen kann man das eine aber nicht das andere verwenden? scheint mir nicht möglich.
    Vermutlich muss man eine lange Liste erstellen mit den idiomatischen Kombinationen, wie Frühjahrskollektion, Frühlingsgefühle, ... , die sicher auch noch regional unterschiedlich ausfallen dürften.


    Also machen wir uns an die lange Liste von Beispielen :-)
    #5Verfasser manni3 (305129) 02 Jun. 14, 09:50
    Kommentar
    Zu #4:

    Laut Duden ist "Frühjahr" der "Abschnitt des Jahres zwischen Winterende und Ende des Frühlings". Da Winterende und Ende des Frühlings festgelegt ist, ist das Frühjahr eigentlich nicht diffuser als der Frühling.
    #6Verfasser MiMo (236780) 02 Jun. 14, 11:26
    Kommentar
    Der Duden interessiert mich nicht, ich sprach von mir und meinem Sprachgebrauch. Da ist Frühjahr ähnlich diffus wie Spätsommer. Das Frühjahr beginnt ungefähr dann, wenn die Krokusse auftauchen und endet etwa bei der Rosenblüte. Es hat also mehr mit Phänologie zu tun als mit Kalender.
    #7Verfasser Harri Beau (812872) 02 Jun. 14, 11:38
    Kommentar
    Für mich zielt "Frühling" auf die Qualität der Jahreszeit ab mit allem, was dazugehört: Schneeschmelze, länger werdende Tage, grün werdende Bäume, schon mal im Garten sitzen usw. "Frühjahr" ist dagegen ein rein zeitlicher Begriff. "Das Zimmer muss im Frühjahr renoviert werden" - das heißt, für März/April haben wir uns das vorgenommen, wir könnten es aber auch irgendwann anders machen. Eine Aussage wie "Im Frühling wollen wir den Garten neu gestalten" setzt dagegen tatsächlich die entsprechende Jahreszeit voraus.
    #8Verfasser dirk (236321) 02 Jun. 14, 11:45
    Kommentar
    manni,

    I don't understand the map. In some places, people say Auswärts instead of Frühling? (Is that some kind of joke?) And in Munich, people don't mention it at all? (I know that's not true!)

    Is there supposed to be a legend explaining all this? I can't find it, and I've scrolled up and down - honest injun. Help!
    #9Verfasser SD3 (451227) 02 Jun. 14, 12:00
    Kommentar
    Was man unter Frühlingsbeginn versteht, muss man eigentlich auch etwas präzisieren, denn es gibt deren drei:

    Den metereologischen, den kalendarischen und den phänologischen. Dieser richtet sich nach der Apfelblüte ist jedes Jahr und an jedem Ort anders.

    Ganz genau genommen gibt es noch den astronomischen Frühlingsanfang, der wird auf Stunden genau bestimmt und liegt zwischen dem 20. und dem 23. März (Widderpunkt, Äquinoktium). Der kalendarische ist dagegen festgelegt und fällt immer auf den 21. März.
    #10Verfasser Harri Beau (812872) 02 Jun. 14, 12:22
    Kommentar
    Hallo SD3, es handelt sich um die Ausdrücke in den Mundarten, nicht in der heutigen Umgangssprache. Die Karte ist auch schon etwas älter.

    Den Begleittext hab ich gescannt. Du* findest ihn hier :-)


    Edith fragt sich auch, wer in München wohl noch die alte Mundart spricht. ;-))
    (Lauter Preißn und Schwobm da!)


    * Bsst: Die andern auch ;-)

    #11Verfasser manni3 (305129) 02 Jun. 14, 15:16
    Kommentar
    Zu #9:

    Im Bayerischen Wörterbuch findet man:

    "Auswarts, der / Auswärts, der [Auswarzz]: Frühling, Frühjahr"

    Und Grimm schreiben:

    "auswärts, m. ver, printemps, primavera, gleichsam das auswartende, ausschauende jahr. man sagt: das jahr geht auswärts, gegen den sommer, wie geht einwärts, gegen den winter, der auswärts das frühjahr, der einwärts der herbst. Schmeller 1, 117. 4, 161. in Marburger acten von 1658: nechst abgewichenen auswarts = frühlings; von auswert an bis Christag. Vilmar in der hess. zeitschr. 4, 52, wonach in Hessen auch der ähnliche ausdruck die ausfart vorkommt. östr. im auswerts (frühling) die felder anbauen. Höfer 1, 51; bair. also mag ein embsiger hauswirt seine traider im herbst, winter und auswärts oft besichtigen. Hohberg 2, 49a; im auswärts um ostern. 2, 61b; des hopfens frühe schöszlinge im auswärts. 2, 66a; die hengstlein (von den eseln) rasen und wüten im frühling dermaszen, dasz übel mit ihnen auszukommen, sonderlich wann sie im auswärts gute weide finden. 2, 177a; es ist besser, wann man sowol im früling als im herbst erstlich eines mit dem andern (grünes mit dürrem futter) nach und nach vermischet, und immerdar im auswärts des dürren und gegen den winter des grünen weniger gibt. 2, 266a; im auswärts um liechtmessen oder in der fasten. 2, 480a; im auswärts gegen dem merzen und april. 2, 506a. in der Schweiz scheint das wort ungebräuchlich, aber aus Baiern und Steier mag es sich nach Kärnten erstreckt haben, wo man ein slovenisches vigred (von vi aus und gresti gehen, gredem ich gehe) bildete. Jarnik slov. etymol. 225b. Murko slov. wb. 707, ausgang = frühling."
    #12Verfasser MiMo (236780) 02 Jun. 14, 22:22
    Kommentar
    Thank you, manni, and you too, MiMo.

    And according to manni's link there's also Einwärts for autumn. Who'd a thunk it! At least I knew what Lenz was.
    #13Verfasser SD3 (451227) 02 Jun. 14, 22:36
    Kommentar
    ---
    #14Verfasser no me bré (700807) 02 Jun. 14, 22:42
    Kommentar
    Die Duden-Definition (#6) ist ja lustig. Das heißt, das Frühjahr ist identisch mit dem Frühling, endet aber früher? Oder wie soll man das verstehen?

    @Harri Beau (#10): Von einem (vom astronomischen verschiedenen) "kalendarischen Frühlingsanfang" habe ich noch nie gehört. Alle meine Kalender verzeichnen als Frühlingsanfang den astronomischen (2014: 20. März).
    #15Verfasser RE1 (236905) 03 Jun. 14, 02:03
    Kommentar
    Doch, der Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik (Tagundnachtgleiche, Äquinoktium) ist ein astronomisches Ereignis und kann auf die Minute genau berechnet werden (Frühlingspunkt). Dieser Zeitpunkt variiert immer ein wenig, nicht zuletzt wegen der Schaltjahre.
    Den Kalendermachern sind solche Feinheiten egal.
    #16Verfasser Harri Beau (812872) 03 Jun. 14, 08:41
    Kommentar
    Den Kalendermachern sind solche Feinheiten egal.

    Ich weiß ja nicht, was für Kalender Du so benutzt, aber in meinem Tischkalender steht dieses Jahr unter dem Datum 20. März "Frühlingsanfang". Soll ich Dir einen Link zu meinem High-Quality-Kalenderverlag zukommen lassen? ;-)
    #17Verfasser Cro-Mignon (751134) 03 Jun. 14, 08:51
    Kommentar
    Ich benutze die Begriffe "Frühling" und "Frühjahr" so wie Dirk (8) und genau umgekehrt wie Harri (7).
    #18Verfasser JanZ (805098) 03 Jun. 14, 09:43
    Kommentar
    "Das Zimmer muss im Frühjahr renoviert werden" - das heißt, für März/April haben wir uns das vorgenommen, wir könnten es aber auch irgendwann anders machen. Eine Aussage wie "Im Frühling wollen wir den Garten neu gestalten" setzt dagegen tatsächlich die entsprechende Jahreszeit voraus. (#8)

    #18: Ich würde Dirk hier nicht widersprechen.
    #19Verfasser Harri Beau (812872) 03 Jun. 14, 09:50
    Kommentar
    I have a suspicion that Frühjahr could often be taken to mean earlier in the year than Frühling. Would you still say Das Zimmer muss im Frühjahr renoviert werden (#8) if you were planning to do it in mid-June, which is still officially spring? On the other hand, could you say it if you meant February or mid-March, when it is still winter? (But how do native German LEOs see this issue?)
    #20Verfasser Stravinsky (637051) 03 Jun. 14, 10:07
    Kommentar
    Für mich hat 'Frühjahr' einen Beiklang von Kalender, Organisationsfragen und Zeit-Management.

    Bei 'Frühling' kommen mehr die Gefühls- und Gemüts-Assoziationen ins Spiel.

    #21Verfasser manni3 (305129) 03 Jun. 14, 10:25
    Kommentar
    Ich beziehe "Frühjahr" eher auf den Kalender (ungefähr das zweite Quartal) und "Frühling" auf das Wetter und die Pflanzenwelt.

    Also:
    "Im Frühjahr finden viele Veranstaltungen statt."
    "Im Frühling habe ich Heuschnupfen."
    #22Verfasser Raudona (255425) 03 Jun. 14, 10:25
    Kommentar
    Hätte ich Heuschnupfen, hätte ich den auch im Frühling ;-)

    Irgendwie gibts da geheime Absprachen zwischen dem Hannöverschen und dem Allgäu, gell? ;-)
    #23Verfasser manni3 (305129) 03 Jun. 14, 10:35
    Kommentar
    @Harri Beau: Doch, der Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik (Tagundnachtgleiche, Äquinoktium) ist ein astronomisches Ereignis und kann auf die Minute genau berechnet werden [...] Den Kalendermachern sind solche Feinheiten egal.

    Die Kalendermacher bekommen diese und andere Feinheiten (wie Sonnenauf- und -untergangszeiten etc.) von den Astronomen geliefert:
    http://www.zah.uni-heidelberg.de/zah/news/new...

    Auch Wikipedia kennt nur den astronomischen, meteorologischen und phänologischen Frühlingsanfang, keinen eigenständigen kalendarischen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChlingsanfang
    #24Verfasser RE1 (236905) 03 Jun. 14, 11:29
    Kommentar
    #23: Du meinst wahrscheinlich die Große Hannöversch-Allgäuer Frühlingspollenverschwörung, gell? ;-)

    (Wie stellt man eigentlich Niesen als Emoticon dar?)
    #25Verfasser Raudona (255425) 03 Jun. 14, 11:36
    Kommentar
    #24: Dann war das vielleicht früher so oder nur Omas Faustregel:

    21 März - Frühlingsanfang
    21 Juni - Sommeranfang
    21 September - Herbstanfang
    21 Dezember - Winteranfang
    #26Verfasser Harri Beau (812872) 03 Jun. 14, 11:46
    Kommentar
    (Wie stellt man eigentlich Niesen als Emoticon dar?)

    So vielleicht: |→S ?
    #27Verfasser JanZ (805098) 03 Jun. 14, 13:53
    Kommentar
    oder: ☄   ?
    #28Verfasser manni3 (305129) 03 Jun. 14, 21:17
    Kommentar
    Ach Leute.. es ist zwar noch Frühling, ich habe aber schon eigene Rosen aus dem Garten geschnitten und in eine Vase gestellt und war schon mit beiden Beinen im See, die kleinen Meisen sind schon ausgeflogen. Ich finde, das Frühjahr ist endgültig vorbei und der Sommer ist da!
    #29Verfasser Puppengesicht (807439) 03 Jun. 14, 23:42
    Kommentar
    @#7: keine gute Definition.
    Wir haben da eine Kletterrose, die sich nicht so recht um Jahreszeiten schert. Sie hat auch schon bis Weihnachten geblüht, bei Frost.
    In diesem Jahr betrug die Zeit zwischen Krokus- und Rosenblüte nur neun Tage. Egal ob Frühling oder Frühjahr wäre mir das zuwenig.
    #30Verfasser reverend (314585) 04 Jun. 14, 00:25
    Kommentar
    In diesem Jahr betrug die Zeit zwischen Krokus- und Rosenblüte nur neun Tage. Egal ob Frühling oder Frühjahr wäre mir das zuwenig.

    Auf Malle, oder wo?
    #31Verfasser Harri Beau (812872) 04 Jun. 14, 08:26
    Kommentar
    Für mich ist das Frühjahr das frühe Jahr, also der Zeitraum von Januar bis April/Mai.
    Frühling bezeichnet für mich die Jahreszeit.
    Und ich habe den Eindruck, daß die beiden Begriffe erst in den letzten Jahren von vielen gleichbedeutend verwendet werden.
    #32Verfasser Darth (563277) 04 Jun. 14, 09:28
    Kommentar
    Für mich ist das Frühjahr das frühe Jahr, also der Zeitraum von Januar bis April/Mai.

    ... which rather confirms my suspicion in #20.
    #33Verfasser Stravinsky (637051) 04 Jun. 14, 10:25
    Kommentar
    Reverend, hast Du da wirklich die 9 Tage gezählt? Das kann ich kaum glauben. Die Krokusse kommen doch aus dem Boden wenn noch Schneeflecken vorhanden sind, da sind bei mir alle Rosen noch in tiefster Winterruhe!

    Stravinsky, ich habe eine Idee für ein schönes Experiment. Wir machen uns Zettel mit dem Text: "Im Frühjahr 1712 wurde dem Ehepaar ein kleiner Stammhalter geboren." und dann bitten wir wahllos Leute in der Fußgängerzone, sie sollen sich spontan ein richtiges Geburtsdatum ausdenken und darunterschreiben. Keine Diskussionen, einfach irgend etwas hinschreiben. Und dann machen wir das gleiche mit Frühling. Es wäre doch spannend, wenn man die Daten dann vergleicht!

    Ich glaube schon, dass man da einen Unterschied feststellen kann. Also, wer macht mit?
    #34Verfasser Puppengesicht (807439) 04 Jun. 14, 10:41
    Kommentar
    Zu #34:

    Nette Idee, aber ich fürchte, dass viele von denen, die sich der begrifflichen Unschärfe bewusst sind, sicherheitshalber in jedem Fall ein Datum nicht vor dem März wählen werden, um nichts falsch zu machen, selbst wenn sie persönlich den Februar mit zum Frühjahr zählen würden.
    #35Verfasser Cro-Mignon (751134) 04 Jun. 14, 11:31
    Kommentar
    Aber das ist doch gar nicht schlimm! Wenn bei Frühjahr ganz viele ein Datum im März sagen und bei Frühling ganz viele im Mai, dann wäre Stravinskis Vermutung doch auch schon bewiesen. Dass jemand 12. Februar sagt, wird sicher nicht oft vorkommen und 4. Juni auch nicht :-)

    Man muss es nur wie aus der Pistole geschossen sagen, über eine sprachliche Unschärfe nachdenken ist dabei nicht erlaubt. Sonst funktioniert es nicht so gut.
    #36Verfasser Puppengesicht (807439) 04 Jun. 14, 11:43
    Kommentar
    @ Im Frühjahr 1712 - wer von uns und den Leuten in der Fußgängerzone erinnert sich schon daran, wie das Wetter damals war? * - langer Winter oder früher Frühling oder sommerliche Temperaturen? ;-)

    *wg. Alt- ehh... Alzheimer und so
    #37Verfasser manni3 (305129) 04 Jun. 14, 15:54
    Kommentar
    #10: Ganz genau genommen gibt es noch den astronomischen Frühlingsanfang, der wird auf Stunden genau bestimmt und liegt zwischen dem 20. und dem 23. März (Widderpunkt, Äquinoktium). Der kalendarische ist dagegen festgelegt und fällt immer auf den 21. März.

    Und welcher Frühlingsanfang ist dann jeweils am ersten März/Juni/September/Dezember? Ich dachte, das wäre der kalendarische...
    Ich hoffe ich erzähle keinen Blödsinn, aber ich dachte, dass man diese Zeitpunkte gerne verwendet, weil sie besser mit dem Wetter übereinstimmen (z.B. ist der Dezember in meinem intuitiven Sprachgebrauch ein Wintermonat, auch wenn er technisch gesehen zu 2/3 aus Herbst besteht).

    Zur Ausgangsfrage: Ich verstehe und verwende "Frühjahr" auch eher organisatorisch, und "Frühling" über äußere Eigenschaften. Bei Schneeregen Ende März halte ich es für idiomatisch zu fragen, "wo der Frühling bleibt" oder "wann es endlich Frühling wird", mit "Frühjahr" halte ich diese Fragen für seltsam.
    Wenn ein Unternehmen "jedes Frühjahr" eine neue Produktversion veröffentlicht, ist das eine rein administrative Angelegenheit, wenn sie es "jeden Frühling" macht, vermute ich einen Zusammenhang zwischen Frühling und Produkt.
    Vor allem beim zweiten Beispiel muss ich aber dazu sagen, dass die Trennung selten scharf ist, und Ausnahmen häufig.
    #38VerfasserYora Unfug (694297) 04 Jun. 14, 16:44
    Kommentar
    Und welcher Frühlingsanfang ist dann jeweils am ersten März/Juni/September/Dezember? Ich dachte, das wäre der kalendarische...

    Nein, das ist der meteorologische, und er wird m.W. gewählt, weil es besser mit den Statistiken passt, wenn man ganze Monate nimmt.
    #39Verfasser JanZ (805098) 04 Jun. 14, 16:48
    Kommentar
    Und welcher Frühlingsanfang ist dann jeweils am ersten März/Juni/September/Dezember?

    Am 1. September ist vermutlich der meteorologische Frühlingsanfang auf der Südhalbkugel, am 1. Juni und 1. Dezember ist meines Wissens nirgendwo Frühlingsanfang. :o)
    #40Verfasser RE1 (236905) 04 Jun. 14, 18:40
    Kommentar
    @#31, 'Arri Beau:
    Die neun Tage sind gezählt. Nix Malle, Sauerland. Die Krokusse (Schattenlage) wussten ohne Winter irgendwie nicht, wann sie loslegen sollten. Und die Kletterrose (geschützte sonnige Ecke) ist, wie gesagt, vollkommen kalenderresistent.

    Für das 1712-Experiment ist vielleicht doch mehr Information vonnöten. Ich nehme an, dass das genaue Datum und die Familiengeschichte besser nicht so bekannt sind wie bei Ludwig van Beethoven (*5.1.1712).

    Da bieten sich Johann Ludwig L'Estocq (*13.3.1712), Georg Sigismund Green d.J. (*8.4.1712) oder Devasahayam Pillai (*23.4.1712) vielleicht eher an...
    #41Verfasser reverend (314585) 04 Jun. 14, 18:42
    Kommentar
    @ 40, RE1: In der Mitte - also am Äquator? Oder doch am Ostpol?? ;-))
    #42Verfasser manni3 (305129) 04 Jun. 14, 18:42
    Kommentar
    Edit.
    #43Verfasser Cro-Mignon (751134) 04 Jun. 14, 22:21
     
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