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  • Betrifft

    worum - um was

    Kommentar
    Ich habe gelernt zu sagen: worum geht es hier?
    Jetzt habe ich gelesen: um was geht es hier?
    Ist das "um was" falsch oder nur ein anderes Sprachniveau?
    Verfasser leloup54 (865959) 01 Dez. 15, 17:12
    Kommentar
    Leloup54, im Duden "Die Zweifelsfälle der dt. Sprache" finde ich beim Stichwort "wo" diese Bemerkung: "Fest im relativischen Gebrauch sind die Pronominaladverbien bei Relativsätzen in der Rolle eines Satzgiedes. Der Ersatz durch "was" in Verbindung mit einer Präposition gilt in diesen Fällen als umgangssprachlich: Ich frage mich, womit (ugs: mit was) er das verdient hat."
    #1Verfasser mars (236327) 01 Dez. 15, 18:48
    Kommentar
    " dennoch gelten "woran", "womit" und "wofür" nach wie vor als die bessere Wahl; die Formen "an was", "mit was" und "für was" sind umgangssprachlich und sollten in Aufsätzen und Briefen ebenso vermieden werden wie in Fernsehsendungen und Radiobeiträgen."


    "Wer wissen möchte, woran es gutem Stil bisweilen gebricht und womit man seinen Ausdruck aufwerten kann, der werfe ein Auge auf nachstehende Tabelle: Sie enthält sämtliche "was"- und "wo"-Formen, die unsere Sprache kennt."

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/zwiebelfib...
    #2Verfasser patapon (677402) 01 Dez. 15, 19:01
    Kommentar
    Ein ausgezeichneter Link, patapon, ich danke dir für ihn. An Bastian Sick kann man sich nicht immer, aber meistens halten.
    #3Verfasser mars (236327) 02 Dez. 15, 10:06
    Kommentar
    Excellent, merci bcp
    #4Verfasser leloup54 (865959) 02 Dez. 15, 14:28
    Kommentar
    zweiter Ausblick, l'oeil qui frise


    Richtiges und gutes Deutsch
    warum / worum
    um was, worum

    Erläuterungen

    warum / worum
    Zwischen den beiden Wörtern besteht heute (im Unterschied zu früher) ein Bedeutungsunterschied: Mit warum (Worttrennung wa-rum oder war-um) wird nach dem Grund gefragt; worum (Worttrennung wo-rum oder wor-um) dagegen steht in der Frage nach dem Gegenstand: Ich wollte wissen, warum (nicht: worum) sie ihn geschlagen hatte. Aber: Worum (nicht: warum) handelt es sich? Zu um was um was / worum, Pronominaladverb (4 und 5).

    http://richtiges_gutes_de.deacademic.com/5202...

    um was, worum
    http://richtiges_gutes_de.deacademic.com/4902...
    #5VerfasserJosef-Joseph (324940) 03 Dez. 15, 13:16
    Kommentar
    Interessant, Josef-Joseph! Warum worum auch richtig ist, darüber hatte ich noch nie nachgedacht ...
    #6Verfasser mars (236327) 03 Dez. 15, 22:25
    Kommentar
    Warum worum ? und nicht worum warum dasteht?

    Ich habe es auch nur hier bei LEO vor Gesicht bekommen.

    ------------------------------------------------------

    Der Lehrer erklärt:
    - Warum hast du Angst? Das ist eine Fragestellung.
    Worüber oder worum hast du Angst? Da frägt man nach der Sache.

    Schüler:
    - Ich habe Angst vor Erdbeben und dass mir der Himmel auf den Kopf fällt. Diese Angst hatten auch schon die alten Gallier.

    Lehrer:
    - Bei unseren Temperaturen, da ist es unmöglich, dass uns der Himmel auf den Kopf fällt.
    Allerdings, sollte sich einmal die Erde auf - 260 °C abkühlen, dann wird der Sauerstoff O in der Luft und auch der Stickstoff N flüssig oder sogar fest. Und dies kann einem schon erschlagen, wenn Unmengen von flüssigem Sauerstoff und festem Stickstoff dir auf den Kopf fallen. .

    Schüler:
    - Aber Sie trifft es genauso, wie uns, Herr Lehrer.

    Lehrer:
    - Natürlich. Lehrer sind Menschen wie du und ich.
    #7VerfasserJosef-Joseph (324940) 03 Dez. 15, 22:34
    Kommentar
    Man fragt (Das Verb fragen wird standardsprachlich schwach flektiert und daher lautet die entsprechende Form von fragen in der 3. Pers. Sg. Indikativ fragt..) auf keinen Fall "Worüber hast du Angst, denn man hat über nichts Angst.

    Bei beiden Sätzen handelt es sich um eine Fragestellung; im ersten Satz fragt man nach dem Grund.

    "- Aber Sie trifft es genauso (kein Komma) wie uns, Herr Lehrer."
    #8Verfasser Ceesem (719060) 04 Dez. 15, 08:26
    Kommentar
    zu Nr. 6
    Ceesem

    1.ich frage, du frägst, er frägt, ist landschaftlich bayrisch (nach Duden)
    Öfters haben mir Leute die Bemerkung gemacht – so wie du jetzt – dass dies nicht korrekt ist. Ich lebe aber in Bayern und dort wird landschaftlich „du frägst, er frägt“ gesagt, was auch Duden erlaubt. Persönlich bleibe ich dabei; du frägst du frugst.
    „Worttrennung: fra|gen
    Beispiele: du fragst (landschaftlich frägst); er fragt (landschaftlich frägt); du fragtest (landschaftlich frugst, Konjunktiv früg[e]st); gefragt; frag[e]!

    2.Worüber, wovon , wovor, über was, von was, vor was, wogegen, gegen was

    Angst haben vor, von, über…. Laut meinem landschaftlichen bayrischen Sprachgefühl meinte ich, das man das synonym sagen kann. Aber nein. Das Wörterbuch lehrte mich eines Besseren.
    Angst haben vor,
    Furcht haben vor
    Schiss haben vor
    Vor Angst in die Hose machen
    Eine Abneigung haben vor
    Eine Abscheu haben vor etwas
    Aber
    Eine Aversion gegen etwas haben

    Man sagt also:
    Wovor hast du Angst (oder oder was)
    Wovor hast du Furcht ( „ )
    Wovor hast du Schiss,
    Wovor hast du eine Abneigung oder eine Abscheu.

    Wogegen hast du eine Aversion (gegen was)
    Ausschau
    Wogegen ist ein Adverb, wohingegen ist eine Konjunktion

    Also „worüber hast du Angst und wovon hast du Angst“, ist einfach falsch und nur extrem landschaftlich bayrisch. Ich bitte davon Kenntnis zu nehmen und entschuldige mich für die ‚zizanie’, die ich da hineingebracht habe….
    #9VerfasserJosef-Joseph (324940) 04 Dez. 15, 10:54
     
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