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  • Betrifft

    Ich bin guter Dinge.

    Kommentar
    Why is it "guter" and not "gutes" or "gute?" "Dinge" was actually "Gedinge" at one point? The current usage is "das Gedinge," but with a different meaning?

    http://www.redensarten-index.de/suche.php?sou...

    umgangssprachlich; Die Redensart ist seit dem 15. Jahrhundert nachgewiesen und bezieht sich nicht auf "Ding", sondern das früher häufige mittelhochdeutsche Wort "Gedinge", das "zuversichtliches Erwarten" bedeutete
    Verfasserfloomie (978898) 07 Dez. 15, 16:39
    Kommentar
    Das ist eine völlig korrekte und vor allem idiomatische Formulierung mit Genitiv (Plural - viele "Dinge") ...

    Analog z. B. auch: Ich bin frohen Mutes
    #1Verfasser Woody 1 (455616) 07 Dez. 15, 17:48
    Kommentar
    Oder auch wie: ich bin der Meinung, dass ...
    #2Verfasser dude (253248) 07 Dez. 15, 17:52
    Kommentar
    Interesting discussion of the derivation of the expression from the earlier collocation "guot gedinge" here

    #3VerfasserBion (1092007) 07 Dez. 15, 18:46
    Kommentar
    Ahhhh ok thanks everyone; that makes sense now.

    Ich bin der Meinung, dass.. -> I am of the opinion, that...
    Ich bin frohen Mutes -> I am of good cheer.
    Ich bin guter Dinge. -> roughly: I am of good expectations.
    #4Verfasserfloomie (978898) 07 Dez. 15, 18:47
    Kommentar
    @floomie, kein Komma vor 'that' in deiner #4 nach 'opinion'...
    #5VerfasserBraunbärin (757733) 07 Dez. 15, 19:11
    Kommentar
    Es gab tatsächlich ein (meist maskulin verwendetes) Substantiv Dinge (im Mhd. daneben auch gedinge) mit der Bedeutung 'Hoffnung, Vertrauen':
    http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode...

    Das Neutrum das Gedinge ('Lohnvereinbarung') ist hingegen ein anderes, wenngleich vermutlich verwandtes Wort.

    Ob das Substantiv in der Wendung guter Dinge sein tatsächlich auf das in freiem Gebrauch ausgestorbene Wort der Dinge oder, wie Hermann Paul schreibt*, doch auf das Ding zurückzuführen ist – in der Gegenwartssprache ist guter Dinge nur ein Beispiel von mehreren für einen adverbialen Genitiv, also eine Genitivphrase, die nicht als Attribut von einem Substantiv, sondern als Adverbiale direkt vom Verb abhängt oder den ganzen Satz modifiziert. Fast immer handelt es sich dabei um feste Wortverbindungen. Andere Beispiele sind:

    Ich bin guter Laune.
    Dies ist meines Erachtens ein guter Beispielsatz.
    Da bin ich ganz deiner Meinung.
    Das haben wir nun des Langen und Breiten diskutiert.
    Eines Tages wird er das bereuen.
    Des Nachts pflege ich zu schlafen.


    *"... entwickelt sich (schon ahd.) die Bed. 'Angelegenheit', 'Sache', oft mit Pl., vgl. sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken Lu., der Glaube ist nicht jedermanns D. Lu. Hierher gehört das ist ein ander D., geschehene Dinge, vor (zu, in) allen Dingen, guter Dinge sein, mit rechten Dingen, unverrichteter Dinge. Der letztgenannten Verbindung stand früher eine große Anzahl solcher adverbialen Genitive zur Seite." (Hermann Paul: Deutsches Wörterbuch, 9. Aufl. 1992, s. v. Ding)
    #6Verfasser Cro-Mignon (751134) 07 Dez. 15, 20:35
    Kommentar
    Es gab tatsächlich ein (meist maskulin verwendetes) Substantiv Dinge (im Mhd. daneben auch gedinge) mit der Bedeutung 'Hoffnung, Vertrauen' (#6)

    Yes, here's the DWB entry at "Gedinge" (sense #4f):

    vor der nhd. zeit erscheinen u. a. auch die bed. hoffnung (ahd. daʒ gidingi spes) und zusage, versprechen, s. die mhd. wbb.; das erste z. b. noch im 15. jh.: die drei götlichen tugent, dʒ ist gelaub, geding und götliche minn. Schm.1, 380
    und gleich dazu: auch das musz aus dem begriffe des verhandelns entsprungen sein, die zusage etwa einem herren oder gegner vor gericht abgewonnen durch dingen, die bed. hoffnung etwa als folge davon
    #7VerfasserBion (1092007) 07 Dez. 15, 21:02
     
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