Es gab tatsächlich ein (meist maskulin verwendetes) Substantiv
Dinge (im Mhd. daneben auch
gedinge) mit der Bedeutung 'Hoffnung, Vertrauen':
http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode...Das Neutrum
das Gedinge ('Lohnvereinbarung') ist hingegen ein anderes, wenngleich vermutlich verwandtes Wort.
Ob das Substantiv in der Wendung
guter Dinge sein tatsächlich auf das in freiem Gebrauch ausgestorbene Wort
der Dinge oder, wie Hermann Paul schreibt*, doch auf
das Ding zurückzuführen ist – in der Gegenwartssprache ist
guter Dinge nur ein Beispiel von mehreren für einen adverbialen Genitiv, also eine Genitivphrase, die nicht als Attribut von einem Substantiv, sondern als Adverbiale direkt vom Verb abhängt oder den ganzen Satz modifiziert. Fast immer handelt es sich dabei um feste Wortverbindungen. Andere Beispiele sind:
Ich bin guter Laune.
Dies ist meines Erachtens ein guter Beispielsatz.
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Das haben wir nun des Langen und Breiten diskutiert.
Eines Tages wird er das bereuen.
Des Nachts pflege ich zu schlafen.*"... entwickelt sich (schon ahd.) die Bed. 'Angelegenheit', 'Sache', oft mit Pl., vgl.
sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken Lu.,
der Glaube ist nicht jedermanns D. Lu. Hierher gehört
das ist ein ander D., geschehene Dinge, vor (zu, in) allen Dingen, guter Dinge sein, mit rechten Dingen, unverrichteter Dinge. Der letztgenannten Verbindung stand früher eine große Anzahl solcher adverbialen Genitive zur Seite." (Hermann Paul:
Deutsches Wörterbuch, 9. Aufl. 1992, s. v.
Ding)