• Sonderzeichen
     
  • Lautschrift
     
 
leo-ende
Werbung
Betrifft

Wörter, von denen ich im Leben noch nicht gehört habe2(4/2017)

116 Antworten   
Kommentar
Ja, wer unbedingt das letzte Wort in einem netten Faden haben musste, darf/soll/muss ;-) einen neuen aufmachen, was ich hiermit tue.

Und hier hat der Vorgänger geendet:
Verfasserschwäble (951819) 27 Apr 17, 23:26
Kommentar
Gerade in einem anderen Faden gefunden - passt wohl auch in den Denglisch-Faden:

jumpern, jumperte, gejumpert


#1VerfasserBenatarsComrade (1182552) 30 Apr 17, 02:05
Kommentar
master luthier - "meaning a craftsperson who makes stringed instruments by hand" (WSJ Magazine 04-30-2017) = dt. Geigenbau-Meister;; im luthier ist etymologisch die im Mittelalter weit verbreitete Laute, ein Vorläufer der Fiedeln, Geigen und Violinen späterer Zeiten, deutlich erkennbar.

selfcycling - aus einem Bericht über Plastikvermeidung im Haushalt
#2VerfasserLeseratz (238114) 01 Mai 17, 20:41
Kommentar
#3VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 04 Mai 17, 15:14
Kommentar
#2

Die Laute (ein Zupfinstrument) ist eine Vorläuferin von u.a. Mandora, Theorbe, Angélique, Gitarre etc.; Fiedeln, Geigen und Violinen (Streichinstrumente) gehen zurück auf die Fidel (Vielle) und das Rebec.
#4VerfasserMiMo (236780) 04 Mai 17, 18:08
Kommentar
Der Erl. Das Wort kennt nicht der Duden, ebensowenig das DWDS. Himmelherrgott, noch nicht mal das grimmsche Wörterbuch kennt ihn! Das ist die Verlängerung der Klinge oder des Werkzeugs in den Griff hinein.


#5Verfassermordnilap (835133) 17 Mai 17, 00:34
Kommentar
Die Wikipedia-Startseite verkündet mir heute, die Klubobfrau der österreichischen Grünen sei zurückgetreten.

Wer zur Hölle ist Klubob, und was macht seine Frau bei den Grünen?
Oder ist ein Klubob sowas wie ein Klo, und die Dame ist für die Reinigung zuständig?

Himmel, was habt ihr Ösis für komische Wörter!
#6Verfasserdirk (236321) 19 Mai 17, 15:02
Kommentar
Ein Klu-Bob wird ein spezieller Rennschlitten sein. Die Österreicher sind doch begeisterte Wintersportler, also treten dort bestimmt auch Parteien mit ihren eigenen Sportlern an.

(Und ja, ich weiß, was das Wort wirklich bedeutet.)
#7VerfasserJanZ (805098) 19 Mai 17, 15:18
Kommentar
re: #5 - That's the tang in English.

tang or shank is the back portion of the blade component of a tool where it extends into stock material or connects to a handle – as on a knifeswordspeararrowheadchiselfilecoulterpikescythescrewdriver, etc.

The projection on the blade of a tool such as a knife, by which the blade is held firmly in the handle.

Tang -- The section of the sword blade that the hilt is attached to. This part of the sword is not visible when the blade is fully mounted.
#8Verfassercovellite (520987) 19 Mai 17, 15:20
Kommentar
verschmockt - auf die vordergründige Wirkung, den Effekt, Gag hin angelegt


Hatte ich noch nie gehört, wundert mich auch, dass der Duden das Wort nicht als veraltend kennzeichnet.
#9VerfasserEarlGreyHey (1188618) 03 Jun 17, 14:48
Kommentar
Heute entdeckt :

der Zink (Musik) (Pl.: die Zinken)
der Zinkenist / die Zinkenistin (schwäbisch, sonst veraltet), der Zinkenbläser / die Zinkenbläserin

... beides auch im Duden zu finden : http://www.duden.de/rechtschreibung/Zinkenist
#10Verfasserno me bré (700807) 03 Jun 17, 14:54
Kommentar
Zinken klingen ähnlich wie Trompeten allerdings, da sie aus Horn oder Holz bestehen, deutlich weicher und weniger schmetternd.

Hier ein Beispiel.
#11Verfasserlyri (236943) 03 Jun 17, 15:42
Kommentar
Als Freund alter Musik kenne ich den Zink. Komplett unbekannt war mir dagegen dieses Wort, auf das ich vor kurzem bei einer Google-Suche stieß (in Form einer alten Publikation "The Chautauquan"):

chautauqua
an educational and recreational assembly with lectures, concerts, etc.
Origin of chautauqua
after Chautauqua: so named from the summer schools inaugurated there in 1874

Eine kurze Recherche ergab: Eine Erwachsenenbildungsbewegung, ursprünglich hervorgegangen aus der methodistischen Sonntagsschule, später dann aber überkonfessionell. Die ersten Versammlungen fanden am Lake Chautauqua im US-Bundestaat New York statt. Mit dem Aufkommen des Radios in the 1920er Jahren verloren chautauquas dann rasch an Popularität.
#12VerfasserNorbert Juffa (236158) 03 Jun 17, 17:18
Kommentar
Das erste mal von einer Ochlokratie gehört habe ich, als ich mich im Lateinunterricht auch - ansatzweise - wegen der Aeneas mit griechischen Philosophen befassen musste.

Und als ich mich dann immer mehr mit politischen Systemen und Ideologien auseinandersetzte, las ich, dass auch eine Kritarchie oder eine Ergatokratie möglich sind, genauso wie eine Ptochokratie, eine Timokratie oder eine Elektokratie.

Durchaus vorstellbar wäre (oder war) auch eine Physiokratie (physiocracy), obwohl es sich nicht um die Herrschaft der Physiotherapeuten handelt!

Wüsstet ihr in allen Fällen, wer oder was regiert?
#13VerfasserBenatarsComrade (1182552) 04 Jun 17, 01:34
Kommentar
#13 - Wer sich mit der Vorgeschichte der Französischen Revolution etwas intensiver befasst hat, sollte zumindest die Physiokraten kennen. Erst durch einen meiner Schüler wurde ich mit dem Begriff der Timokratie vertraut, da der sich genierte, das politische System der römischen Republik als solche zu benennen und ersteren Begriff vorzog.

Die anderen sind mir ehrlich gesagt nicht vertraut, obwohl ich meine, den einen oder anderen schon einmal gelesen zu haben.

Ein weiterer, den meisten wohl nicht vertrauter Begriff für eine Herrschaftsform ist übrigens die Pornokratie, der indessen nicht, wie einige unwillkürlich vielleicht vermuten mögen, ursprünglich gar nicht auf bestimmte politische Systeme der Gegenwart bzw. der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg angewendet wurde, sondern auf eine Epoche der päpstlichen Herrschaft in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts.
#14VerfasserEarlGreyHey (1188618) 04 Jun 17, 08:23
Kommentar
#1:
Ich muss gestehen, dass jumpern, jumperte, gejumpert seit Jahrzehnten zu meinem Grundwortschatz gehören.
S. auch


#15Verfassereineing (771776) 04 Jun 17, 09:07
Kommentar
Re #2

'self' as a prefix is notoriously promiscuous. I read once in an English school prospectus about how 'self-study' was encouraged. This did not mean that the school motto was 'Γνῶθι σεαυτόν', but that students were encouraged to use the school's learning facilities out of classroom hours.
But best of all was the 'self-grill' advertised for many years at a motorway service station near Liege in Belgium. For would-be St Lawrences seeking martyrdom, I imagine.
#16Verfasserescoville (237761) 04 Jun 17, 12:30
Kommentar
Re #12: Ach daher hat die Band The Shout out Louds ihren Namen...

Re #13: Nicht alle, aber ich kann's mir denken. Manchmal ist so ein verschmocktes Graecum doch zu was gut.
#17Verfassertigger (236106) 04 Jun 17, 22:37
Kommentar
Lisene(n), die - vertikal und reliefartig hervortretende(s) Mittel der Wand- bzw. Fassadengestaltung, das auch zur Verstärkung des Mauerwerks dient; bereits seit der Antike bekannt und verwendet.

Im Gegensatz zum Pilaster hat die Lisene aber wohl keinen 'Fuß' oder Sockel.
#18VerfasserLeseratz (238114) 08 Jun 17, 22:55
Kommentar
bresthaft für kränklich, gebrechlich. Von Gebresten hatte ich allerdings schon mal etwas gehört.
#19VerfasserEarlGreyHey (1188618) 10 Jun 17, 15:59
Kommentar
skosh: a small amount :  bit, smidgen —used adverbially with a

Die Etymologie, die Merriam-Webster angibt, ist interresant und einigermaßen ungewöhnlich:

The word skosh comes from the Japanese word sukoshi, which is pronounced "skoh shee" and means "a tiny bit" or "a small amount." The Japanese word was shortened by U.S. servicemen stationed in Japan after World War II. Later, in the Korean War, a small soldier was often nicknamed "Skosh." In civilian-speak, "skosh" can be used as a noun (as in our example sentence) or adverbially (as in "I'm a skosh tired").

Begegnet ist mir das Wort heute zum ersten mal hier:

When it comes to total list performance share, Cray maintains its lead at 21.4 percent, a skosh up from 21.3 percent six months back.
#20VerfasserNorbert Juffa (236158) 19 Jun 17, 18:58
Kommentar
Heute zum ersten Mal begegnet:

blasiert - wird hier im Bezug auf (Perser-)Katzen genutzt und ich musste erst im Duden nachschauen, was das Wort bedeutet!
#21VerfasserBenatarsComrade (1182552) 20 Jun 17, 03:12
Kommentar
Cocottier - der Eierkoch in einer großen Küchenbrigade. Und am Nebentisch werkt sein Kollege, der Zitronenfalter (Plieur)?
#22Verfassertigger (236106) 20 Jun 17, 03:18
Kommentar
#23VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 20 Jun 17, 09:25
Kommentar
@21: Beim Tête-à-tête mit mir so spät
schlief er beinah schon ein!
So ennuyiert* und so blasiert
kann nur allein ein Eh'mann sein

(Aus Johann Strauß, "Die Fledermaus" - Libretto natürlich nicht von ihm)

*auch ein tolles Wort, was bald keiner mehr kennt
#24Verfassereastworld (238866) 20 Jun 17, 10:59
Kommentar
#20: Kenne ich nur leicht abgewandelt als skoshi (skoshee?). Wird so zumindest von einem Amerikaner in meinem Bekanntenkreis verwendet, und von dem hab ich's auch gelernt. Nachdem der eine Weile in Japan stationiert war, geh ich mal davon aus, dass das auf die originale japanische Aussprache zurückzuführen ist.
#25Verfasserar9us (1192906) 20 Jun 17, 12:24
Kommentar
auch ein tolles Wort, was bald keiner mehr kennt ...

... der nicht zumindest ansatzweise Französisch (die Bildungssprache um die Jahrhundertwende) kann
#26Verfasserpenguin (236245) 20 Jun 17, 12:50
Kommentar
Re sukoshi: Hier irrt Merriam Webster aber. Japaner sprechen bestimmt nichts "sk-" aus, sondern brauchen mindestens einen Vokal zwischen zwei Konsonanten.
#27Verfassertigger (236106) 20 Jun 17, 13:36
Kommentar
In der Schrift ja, aber soweit ich weiß, sprechen sie ein -u teilweise nur sehr schwach und kaum bis gar nicht hörbar aus. Daher nutzt man das -u auch als Füllvokal für Konsonantencluster in nichtjapanischen Wörtern.
#28VerfasserJanZ (805098) 20 Jun 17, 13:41
Kommentar
Wie in Ch'kago? ;-) (Da ist's aber schon mehr ein i)
#29Verfasservirus (343741) 20 Jun 17, 13:46
Kommentar
Ich kenne, wie JanZ, andere Beispiele mit "stillem u" im Japanischen, von daher klingt die Erläuterung von M-W für mich plausibel. Siehe auch #25.
#30VerfasserNorbert Juffa (236158) 20 Jun 17, 18:36
Kommentar
Jetzt ist wieder die Zeit der "Blow Ups" auf den Straßen. Kannte das Wort früher gar nicht. Ist aber doch kein neues Phänomen. Was soll also der Quatsch?
#31VerfasserPizzaburger (978634) 22 Jun 17, 09:20
Kommentar
Ich habe den Begriff in den USA noch nicht gehört, ist das vielleicht Denglish?

Dank immer wärmerer Sommer gibt es diese Ereignisse wahrscheinlich viel häufiger als früher. Die Dehnfugen in deutschen Straßen sind einfach nicht für solche Temperaturen ausgelegt. Ich sehe, im Rheintal sind für heute (Donnerstag) bis zu 38 Grad C vorhergesagt, dass ist dann nicht mehr weit von der Vorhersage für San Jose von 39 Grad C für den gleichen Tag entfernt (wobei San Jose aber auf der geographischen Breite von Südspanien liegt).
#32VerfasserNorbert Juffa (236158) 22 Jun 17, 09:31
Kommentar
Dank immer wärmerer Sommer gibt es diese Ereignisse wahrscheinlich viel häufiger als früher.

Erstens das, und zweitens tritt das Phänomen nur bei Fahrbahnen aus Betonplatten auf, die meines Wissens noch nicht so lange verwendet werden (außer früher in der DDR, da erinnere ich mich noch gut an das Gerappel alle paar Sekunden).
#33VerfasserJanZ (805098) 22 Jun 17, 09:45
Kommentar
Autobahnen aus Beton gibt es doch seid Adolf selig? Ich las gerade, diese Blow-Ups beträfen "ältere" Betonstrecken bei Temperaturen über 30 Grad Celsius.
#34VerfasserNorbert Juffa (236158) 22 Jun 17, 09:51
Kommentar
#32, gerade in San Jose sind aber die Strassen auch eine Katastrophe... :-) Ob Blow Ups oder einfach Löcher, ist mir jetzt nicht mehr richtig im Gedächtnis.
#35Verfasservirus (343741) 22 Jun 17, 09:55
Kommentar
Also ich halte es für einen schicken Begriff, den die (Online-)Medien begierig aufgreifen, um ein bißchen Spektakel zu machen. Vorhin las ich von "Superzellen" - da dachte ich gleich an "The day after tomorrow" ...
#36VerfasserPizzaburger (978634) 22 Jun 17, 09:55
Kommentar
@34: Kenne ich auch so, auf der A4 gab es die Platten von vor 1945 noch in den 90ern zwischen Aachen und Köln genauso wie auf dem nur halb gebauten Stück in Schlesien (dass die Straße in Polen zumindest damals noch A4 hieß, hat mich auch überrascht).
#37Verfasserunnaix (769252) 22 Jun 17, 11:55
Kommentar
Autobahnen aus Beton gibt es doch seit Adolf selig?

Ja, aber mir war so, dass sie zwischendurch aus der Mode gekommen seien und erst seit ein paar Jahren wieder gebaut würden. Vielleicht irre ich mich da aber auch.
#38VerfasserJanZ (805098) 22 Jun 17, 12:01
Kommentar
Kujambel(s) sagt mir, trotz leichtem Bezug zur Seefahrt, überhaupt gar nichts.
#39Verfasserem be (1139558) 22 Jun 17, 13:52
Kommentar
Es geht um den Unterbau der Straße. Der ist immer aus Beton. Ist diese Schicht aber nicht dick genug, kann sie bersten.
#40Verfasserbluesky (236159) 22 Jun 17, 14:23
Kommentar
Völlig OT: Die Blow-ups sind der Sintflut gewichen, der Bahnverkehr in Norddeutschland wurde eingestellt. Ich hoffe, alle sind in Sicherheit und überstehen diese Unwetter gut.
#41VerfasserIrene (236484) 22 Jun 17, 15:09
Kommentar
@Virus (#35): Ganz normale Löcher und Risse machen uns in San Jose zu schaffen. Aber teilweise sind die Straßen, mangels Wartung, in einem Dritte-Welt-Zustand. Berichte von "Blow-ups" habe ich noch nie gesehen, auch das Wort in diesem Kontext im AE noch nicht.
#42VerfasserNorbert Juffa (236158) 22 Jun 17, 16:43
Kommentar
Weiter OT, @Norbert Juffa: Mein Mann ist 2012 vom Corde Terra Circle (Creek-Senter) mit dem Fahrrad (!) zum IBM Research Campus gefahren. Und wir hatten einen völlig verrosteten Grand Cherokee, der in Kurven und bei Löchern und Rissen beängstigend in den Achsen knackte. Ostküstenauto!
#43Verfasservirus (343741) 22 Jun 17, 17:47
Kommentar
Der Partikulier ist ein Binnenschiffer, der mit dem Lastkahn unterwegs ist (Kommt vor im Tatort: Duisburg-Ruhrort mit Götz George).
#44VerfasserLeseratz (238114) 22 Jun 17, 22:15
Kommentar
#45VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 24 Jun 17, 08:54
Kommentar
#27: Re sukoshi: Hier irrt Merriam Webster aber. Japaner sprechen bestimmt nichts "sk-" aus, sondern brauchen mindestens einen Vokal zwischen zwei Konsonanten.

Das ist lediglich eine Frage der Transkription. Der Eiskunstläufer Daisuke Takahashi wird von japanischen Kommentatoren ungefähr "Daiskö" ausgesprochen.

#44: Wer weiß schon noch, dass es zum Niederländer auch mal einen Oberländer gab? Es handelte sich um einen Frachtboottyp, der auf dem Mittelrhein verkehrte. Da er den Kölner Stapel nicht passieren konnte, musste dort in den Niederländer umgeladen werden.
#46VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 24 Jun 17, 09:55
Kommentar
Rottemiete, die - auf dem Gelände einer Kompostieranlage aufgeschüttete Haufen aus kompostierbaren Abfällen und Naturmaterialien in verschiedenen Graden der Verrottung, aus denen eines Tages Kompost entsteht.
#47VerfasserLeseratz (238114) 28 Jun 17, 23:06
Kommentar
#27

Hier irrt tigger: "Japaner sprechen bestimmt nichts "sk-" aus, sondern brauchen mindestens einen Vokal zwischen zwei Konsonanten."

Jap. "i" und "u" werden zwischen stimmlosen Konsonanten und häufig im Auslaut nach stimmlosen Sibilanten in ihrer Quantität reduziert und devokalisiert, verlieren also ihre Stimmhaftigkeit. (Nach Lewin, Abriss der japanischen Grammatik)

Aus silbenschriftlich "kita, ippiki, tsuki, futatsu, masu" werden in der Aussprache also: "k'ta, ipp'ki, ts'ki, f'tats', mas'".
#48VerfasserMiMo (236780) 29 Jun 17, 07:22
Kommentar
Naja, dass es wirklich ganz weg ist? Kam mir nicht so vor - außer natürlich am Ende bei
"mas'". Die fügen doch in alle englischen Wörter Konsonanten ein? Kurze, halb verschluckte, aber doch?
#49Verfassertigger (236106) 29 Jun 17, 09:01
Kommentar
Berosensorhalter
Blinkspannungsüberwachungsgerät (an einer Bahnlinie)
Bodenverdrängungshammer

makaber finde ich frischtote Fische
#50VerfasserLeseratz (238114) 13 Jul 17, 22:03
Kommentar
ibiztekisch (Adj.) - aus Ibiza
#51VerfasserLeseratz (238114) 17 Aug 17, 22:07
Kommentar
Ich dachte, das heißt "ibizenkisch"?
#52Verfasserpenguin (236245) 17 Aug 17, 22:29
Kommentar
Stimmt, der Duden meint: ibizenkisch, die Schreibweise ibiztekisch habe ich gestern in der Zeitung entdeckt - fällt vermutlich unter Rechtschreibfehler oder Denglish oder ist eine spontane Wortschöpfung des Journalisten.
#53VerfasserLeseratz (238114) 18 Aug 17, 22:12
Kommentar
Ich hatte bis heute nie von einer kleinen bzw. großen dynamischen Bezugnahmeklausel gehört. Das ist eine Klausel in Arbeitsverträgen, die auf einen Tarifvertrag in der jeweils gültigen Fassung verweist und dessen Inhalt damit zum Bestandteil des Arbeitsvertrags macht.

Bis vor etwa einer Woche hatte ich auch noch nie von einer Gelben Gewerkschaft (ich schreib' mal groß, denn die Gewerkschaft ist nicht farblich gelb) gehört. Es handelt sich hier um eine (Pseudo-)Gewerkschaft, die ordoliberal oder konservativ orientiert sind und die Interessen der Arbeitgeber - im besten Falle - mit denen der Arbeiter vereinen wollen, und im schlimmsten Falle schlicht Arbeiter zugunsten der Arbeitgeber über den Tisch ziehen. In Deutschland sind Gelbe Gewerkschaften wahrscheinlich mittlerweile unzulässig.
#54VerfasserBenatarsComrade (1182552) 18 Aug 17, 23:11
Kommentar
"Bis zum heutigen Tag gibt es immer wieder Versuche, gelbe Gewerkschaften zu etablieren, so zum Beispiel die AUB oder die GNBZ, mit der die private Postindustrie versucht, den Mindestlohn im Briefzustellergewerbe abzuwenden."
#55VerfasserMiMo (236780) 19 Aug 17, 06:41
Kommentar
entsetzen

Im Sinne von "das Gegenteil von besetzen".
#56Verfassermordnilap (835133) 28 Aug 17, 21:31
Kommentar
Högertrafikomläggning

Das ist ein schwedisches Fremdwort und bedeutet "Umstellung von Linksverkehr auf Rechtsverkehr."
Kein Wunder, dass man das den Briten nicht schmackhaft machen konnte.
#57VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 05 Sep 17, 08:34
Kommentar
Aus einem Kommentar zur Vorstellung eines neuen Smartphones o.ä. (hab nicht weiter zugehört): "Die wiederauferstandene Marke XY erfindet ein hipsteriges Wort [für das neue Gerät]."
#58VerfasserLeseratz (238114) 03 Okt 17, 14:42
Kommentar
Habe soeben meinen passiven Wortschatz CH-Deutsch erweitert:

Italien muss in die Barrage, Türkei gescheitert, Wales und Irland hoffen

Relegation sagt ein D-Deutsch-Sprecher wohl dazu.
#59VerfasserNorbert Juffa (236158) 07 Okt 17, 07:32
Kommentar
Hi, Norbert. This is probably not the place, but doesn't Relegation just mean relegation -- that is, being sent down to a lower league at the end of the season? Which is only possible in club play, not in international play such as WC qualifying.

In this context, I would have guessed 'die Barrage' (CH) to mean playoffs (AE), repechaje (ES), repêchage (FR), Hoffnungslauf (DE). Is that possible, and if so, could we use a separate thread for it?
#60Verfasserhm -- us (236141) 07 Okt 17, 08:09
Kommentar
I think "in die Barrage" means "in die Relegation" here, because the German Wikipedia article on "Relegation" mentions "Barrage" as a synonymous term: https://de.wikipedia.org/wiki/Relegation_(Sport)

I am not sure, though. I also don't know what exactly being sent "in die Relegation" entails, since I do not follow soccer. I think this applies to clubs that are "abstiegsgefährdet", and that have to prove themselves in playoffs in order to remain in their current league.

I am hoping that a more knowledgeable native speaker of German will come along shortly to explain it in detail.
#61VerfasserNorbert Juffa (236158) 07 Okt 17, 08:30
Kommentar
Mit *hüstel* leichter Verspätung @C++ in #57: Wieso ist "Högertrafikomläggning" ein Fremdwort bzw. wer sollte es denn außerhalb Schwedens nutzen und warum? Als Deutsch-Muttersprachler sollte man sich vielleicht auch nicht unbedingt über lange Komposita in anderen Sprachen lustig machen ...

(höger = rechts; omläggning = Umstellung)
#62Verfasserkikært (236250) 07 Okt 17, 08:42
Kommentar
"in die Relegation gehen" bedeutet, ein Relegationsspiel absolvieren zu müssen, d.h. eigentlich zwei Spiele, Hin-und Rückspiel. Das ist eine Qualifikation des Drittletzten gegen den Dritten der niedrigeren Liga, das für den Drittplazierten bei Sieg den Aufstieg in die nächsthöhere Liga bedeutet und für den Drittletzten bei Niederlage den Abstieg besiegelt.


Der Unterschied zum englischen Begriff 'relegation' ist der, dass im Englischen der endgültige Abstieg gemeint ist, während im Deutschen erst um den Abstieg gespielt wird.
#63Verfasserpenguin (236245) 07 Okt 17, 12:04
Kommentar
Interesting -- that's a detail I hadn't picked up on, so thank you both for the explanation.

That being the case, I've submitted both Barrage and Relegation as candidates for the false friends list.

Siehe auch: False Friends - falsche Freunde - #232

And since Barrage as a German word isn't in LEO, it would be a noble deed if anyone wanted to do a New Entry for it as a Helveticism. (-:

I have done one for 'barrage' in the usual English sense, which seemed underrepresented.

Siehe auch: barrage - das Trommelfeuer / die Flut / der S...
#64Verfasserhm -- us (236141) 08 Okt 17, 00:03
Kommentar
Ein Tauschierer ist - wer hätte das gedacht - jemand, der sich auf das Tauschieren versteht.

Tausche rostiges Herrenrad gegen Sack Kartoffeln?

Da musste ich erst einmal genauer recherchieren, was ein Tauschierer macht. Las ich kürzlich zum ersten mal.
#65VerfasserHarri Beau (812872) 09 Okt 17, 08:45
Kommentar
@Harri:
Ab und zu "Kunst und Krempel" schauen;-)
#66Verfasserlg_straight (1021555) 09 Okt 17, 09:34
Kommentar
#65: Vielleicht dieser Lokführer (#283):

#67VerfasserStravinsky (637051) 09 Okt 17, 09:40
Kommentar
Hihi, genau so einer schwebte mir vor.
#68VerfasserHarri Beau (812872) 09 Okt 17, 09:56
Kommentar
Auch wenn es schon im April war:

Gejumpert haben wir schon im E-Technik-Studium (habe mein Diplom 1988 gemacht).
Und "Steckverbinder setzen" ist sowas von umständlich, da ist "jumpern" einfach kürzer.

#69VerfasserKarin H. (236988) 09 Okt 17, 09:58
Kommentar
Praxisverweser


#70VerfasserPizzaburger (978634) 10 Okt 17, 08:44
Kommentar
"Verweser" ist in der Tat ein übles Wort. "Praxisverweser" setzt noch einen obendrauf; ich denke da automatisch an eine Leiche in der Pathologie, die während den Ferien ausserhalb des Kühlregals vergessen wurde.
#71VerfasserThirith (1037221) 10 Okt 17, 08:49
Kommentar
1848/49 hatten wir sogar einen Reichsverweser, den Erzherzog Johann...
#72VerfasserGart (646339) 10 Okt 17, 09:12
Kommentar
“Horcherln“ nennt mein Nachbar seine Hörgeräte. Das ist zwar eher eine Wortneuschöpfung, aber ich finde den Familienwörterfaden nicht. So kriegt mein Nachbar jedenfalls auf seine alten Tage doch noch seinen Audi!
#73Verfassertigger (236106) 12 Okt 17, 09:18
Kommentar
Oleaginous. As in 'the oleaginous Sean Hannity'.
#74VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 14 Okt 17, 01:22
Kommentar
Kannte ich auch noch nicht. MW schreibt, es sei 2016 schon einmal häufig nachgeschlagen worden:

Oleaginous spiked on March 8th, after the word was used by New York Times columnist David Brooks, in reference to Senator Ted Cruz:
His rhetorical style will come across to young and independent voters as smarmy and oleaginous.
#75VerfasserNorbert Juffa (236158) 15 Okt 17, 16:53
Kommentar
Heautontimorumenie

(Runterscrollen bis "Den Reimkollegen")

OT, @ 75, das leuchtet ein :-)
#76VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 16 Okt 17, 09:17
Kommentar
siffifiziert (adj.) - Synonym für versifft, allerdings mit wesentlich größerem Bedeutungsumfang, aus den Kommissar-Jennerwein-Romanen von Jörg Maurer

#77VerfasserLeseratz (238114) 18 Okt 17, 21:46
Kommentar
*handmännisch als Synonym für händisch, in Handarbeit, nicht maschinell

Isohypsendiagramm

#78VerfasserLeseratz (238114) 09 Nov 17, 21:00
Kommentar
#79VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 10 Dez 17, 18:06
Kommentar
1848/49 hatten wir sogar einen Reichsverweser, den Erzherzog Johann...

Just noticed this. But he wasn't the first. Though maybe in that empire. But Frederick II, who lived mostly in Sicily, had Reichsverweser to run the German part of his empire for him. The best-known was Engelbert II, Graf von Berg, who was also Archbishop of Cologne. Assassinated as the result of a family feud, he is venerated as a saint.
#80Verfasserescoville (237761) 10 Dez 17, 19:02
Kommentar
trypanophobia (#79)
 
I had that when I was aged 10 to 13. My fear of injections somewhat impaired my quality of life. That all then suddenly came to an end in late 1968, when we had TB vaccinations at school and I realised it wasn’t so bad after all.
#81VerfasserStravinsky (637051) 10 Dez 17, 19:54
Kommentar
Gestern begegnete mir in einem äußerlich unverfänglichen Buch das Wort Einemsen = sich Ameisen auf die Haut setzen.

Dieses Verhalten ist bei einigen Vogelarten zu beobachten, es kann so weit gehen, dass sie sich mit ausgebreiteten Schwingen bäuchlings auf den Ameisenhaufen werfen. Warum sie das machen, ist nicht klar, mit der Entfernung von Parasiten hat es wohl nichts zu tun. Fest steht aber, dass sich die Vögel dadurch in eine orgasmusartige Erregung versetzen. Eine Anregung, die aufzugreifen vielleicht wert ist.
#82VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 12 Dez 17, 10:06
Kommentar
Schwingsiebroder


#83VerfasserMöwe [de] (534573) 12 Dez 17, 10:34
Kommentar
Das ist fast so schwer zu dekodieren wie "Skikorböse" :-).
#84VerfasserJanZ (805098) 12 Dez 17, 10:41
Kommentar
Ja, liest sich erst mal wie eine Aufforderung ("Schwing sie, Broder!")
*grins*
#85VerfasserMöwe [de] (534573) 12 Dez 17, 10:47
Kommentar
OT: Jetzt sehe ich vor meinem geistigen Auge einen Menschen, von dem ich irgendwie weiß, dass es Cuaudings ist, obwohl wir uns nicht kennen, durch den Wald rennen auf der Suche nach einem Ameisenhaufen, um sich dort die Kleider vom Leib zu reißen, bäuchlings draufzufallen und in Ekstase zu geraten.

Kein schönes Bild, das. Und es ist noch nicht einmal Freitag...
#86VerfasserDragon (238202) 12 Dez 17, 11:04
Kommentar
Na toll, und Dank Deines Beitrags haben jetzt Tausende von Mitlesern dasselbe Bild vor Augen... :-/
#87VerfasserMöwe [de] (534573) 12 Dez 17, 11:18
Kommentar
Geteiltes Leid...
#88VerfasserDragon (238202) 12 Dez 17, 11:20
Kommentar
#89VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 16 Dez 17, 06:41
Kommentar
Wenn jemand mehr über das Einemsen erfahren möchte:

Auf Englisch heißt es übrigens anting:
#90VerfasserMiMo (236780) 16 Dez 17, 08:13
Kommentar
#12

chautauqua
an educational and recreational assembly with lectures, concerts, etc.
Origin of chautauqua
after Chautauqua: so named from the summer schools inaugurated there in 1874

Danke für den Beitrag. Ich kannte das Wort aus dem einst recht populären Buch "Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten". Auf einer Reise durch die USA vermittelt der Vater seinem Sohn jeden Abend bei einer Chautauqua seine Lebensweisheiten.

Ich dachte bisher, der Autor bezöge sich auf eine indianische Tradition.
#91VerfasserSteffen04 (1208249) 16 Dez 17, 09:00
Kommentar
In the Brexit thread next door: skint = penniless, without money, broke
#92VerfasserNorbert Juffa (236158) 19 Dez 17, 22:31
Kommentar
Aus einem Kapitel über Flurnamen im alten Giesing/München
Gewanne
Ackerland --> drei Felder --> jeweils in mehrere Gewanne gegliedert
Gewanne = Abschnitte gleicher Bodengüte ...
#93VerfasserBraunbärin (757733) 21 Dez 17, 15:54
Kommentar
Aus einem Zeitungsartikel über psychische Erkrankungen:
Frotteurismus - der Zwang, sich in Menschenansammlungen, öfffentlichen Verkehrsmitteln ect. an wildfremden Personen zu reiben.
#94VerfasserLeseratz (238114) 22 Dez 17, 21:54
Kommentar
#95VerfasserMiMo (236780) 22 Dez 17, 22:21
Kommentar
protease - ein Begriff aus der Biochemie. Ich hatte das eher für eine dem Striptease gegenüber aufgeschlossene Lebenseinstellung gehalten! :-)
#96VerfasserChrysalis66 (1189140) 22 Dez 17, 22:53
Kommentar
Wahrer Bärenklau - Nur dank Leo bin ich auf diesen botanischen Begriff aufmerksam geworden. Noch etwas benommen stellt sich da nun aber für mich die Frage: Wenn ich eines Wahren Bärenklaus gewahr werde, muss ich mit Konsequenzen rechnen, wenn ich das nicht unverzüglich der Polizei melde? (Bitte möglichst zeitnah um Antwort, um auf den Fall aller Fälle innerlich gewappnet zu sein!!!)
#97VerfasserChrysalis66 (1189140) 22 Dez 17, 23:13
Kommentar
"Wahrer Bärenklau" hat nichts mit klauen zu tun, sondern mit der Bärenklaue.

"In alter Zeit wurde die branca ursina (lat. Bärenklaue) genannte Pflanzenart als Zutat zu Medikamenten eingesetzt. Im Jahr 1542 wurde diese Pflanzenart mit dem Namen Bärentāpe bezeichnet und einer ihrer Trivialnamen ist auch heute noch Bärentap(p)e."
(Wikipedia)
#98VerfasserMiMo (236780) 23 Dez 17, 03:09
Kommentar
#98 - Na, dann bin ich ja beruhigt.Und besonderen Dank an dich insofern, dass die Bärenklaue prominent auf dem Wappen jener Stadt abgebildet ist, in der ich aufgewachsen bin. Manchmal braucht man eben Leute, die einem dazu verhelfen, dass es einem wie Schuppen aus den Augen fällt! :-)
#99VerfasserChrysalis66 (1189140) 23 Dez 17, 07:15
Kommentar
Intavolierungen - eben im Forum entdeckt. Whaaat...ever. : )
#100Verfassertigger (236106) 27 Dez 17, 22:07
Kommentar
Wenn man bei LEO nach dem englischen rate sucht, stößt man auf das Wort Kuxzubuße (das auch gut in die Fäden "schöne Wörter" oder "kuriose Wörter" oder "vom Aussterben bedrohte Wörter" passen würde).

Wenn man es als zusammengesetztes Wort in G**gle eingibt, kriegt man nur Wörterbuchtreffer, und zwar fast alle wiederum von LEO. Die Suche nach Kux und Zubuße (bei dem Konsonanten-Clash hab ich am Anfang nicht mal das deutsche Wort Buße darin erkannt ;)) fördert das zutage (haha, Wortspiel!):

Als Kux bezeichnet man eine besondere Art von Aktie, die bis 1970 zur Finanzierung von Bergbau-Aktivitäten diente. Im Unterschied zur Aktie sind Kuxinhaber auch zur „Zubuße“ verpflichtet, dass heißt auch am Verlust beteiligt. 
(Hervorhebungen von mir)
#101VerfasserYarith (877626) 03 Jan 18, 11:44
Kommentar
Hallo Yarith, Kux habe ich vermutlich zuletzt im Rechnungswesen-Unterricht während meiner Ausbildung gehört - und damals waren die 1970er auch schon ziemlich lange vorbei.

Frotteurismus (MM 20.11.17) ist der Zwang, sich in Menschenansammlungen an Wildfremden zu reiben, z. B. in der überfüllten U-Bahn.
#102VerfasserLeseratz (238114) 06 Jan 18, 19:46
Kommentar
Im Schokoladenirrsinn-Faden nebenan: gefinkelt. Ein Austriazismus, der so viel bedeutet wie "schlau" oder "durchtrieben", sagt der Duden. LEO kennt das Wort bereits.
#103VerfasserNorbert Juffa (236158) 08 Jan 18, 23:39
Kommentar
"er ist vif"

Gestern in der SZ. Hab schon wieder vergessen, um wen es ging, evtl. Lindner.
#104VerfasserPizzaburger (978634) 09 Jan 18, 09:12
Kommentar
Das Wort Schlamassel kannte ich zwar schon vorher, aber ich habe heute erst gelernt, dass das "Schla-" eine Verneinungssilbe ist (so wie un- oder miss-) und das Stammwort einfach "Massel" heißt.

(hier steht es, im letzten Absatz:
#105VerfasserQual der Wal (877524) 09 Jan 18, 15:43
Kommentar
Re #105: Das liegt aber wohl eher am Alter ;-)

Das gute alte jiddische "Massel und Schlamassel" von damals (TM) heißt heute "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" :-))))
#106Verfassertraveler in time (757476) 09 Jan 18, 16:08
Kommentar
Und ich kannte zwar sowohl Schlamassel als auch Massel, war mir des Zusammenhangs aber nicht bewusst. Hätte man drauf kommen können. Again what learned ;o)
#107VerfasserDragon (238202) 10 Jan 18, 09:55
Kommentar
Eine lange Odyssee Honeckers begann: Die Wohnung wurde ihm gekündigt, und nachdem man ihm Ende Dezember in der Berliner Charité ein Krebsgeschwulst aus der rechten Niere entfernt hatte, wäre er obdachlos gewesen, hätte nicht ein vom alten Regime kujonierter Pastor den Atheisten in seinem Pfarrhaus aufgenommen.

Die Bedeutung musste ich nachschlagen, obwohl ich sie mir denken konnte: [bei der Arbeit] unwürdig behandeln, schikanieren, unnötig und bösartig bedrängen (Duden)
#108VerfasserHarri Beau (812872) 12 Jan 18, 18:12
Kommentar
Das Süddeutsche Zeitung Magazin vom 12.01.2018 hat folgende Überschrift:
" Gibt es ein Wort für im Frost erstarrten Tau?"
Antwort:
ammil, the (engl.) Dialekt-Ausdruck aus der Grafschaft Devon für den dünnen Eisfilm, der entsteht wenn nach einem kurzen Antauen wieder strenger Frost herrscht.

Der Artikel beinhaltet auch deutsche Wörter, die ich nicht kannte:
Der Schneitelbaum: Baum, dessen Krone gekappt wurde, um Laubheu für das Vieh zu gewinnen.

Der Artikel dreht sich um einen Wörtersammler der ganz besonderen Art, Wörter aus verschiedensten Sprachen, die unsere Natur oder auch vergangene Techniken beschreiben. Wörter die wir verstädterten Leute vergessen. Leider fand sich bisher kein Verleger. Wer in Vergessenheit geratene Wörter seiner Landschaft oder seines Dialektes kennt, kann dieses unter Angabe der Bedeutung und der Gegend oder des Dialektes an landschaft@sz-magazin.de mailen.
#109VerfasserIrene (236484) 12 Jan 18, 20:50
Kommentar
#110VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 15 Jan 18, 12:59
Kommentar
Aus dem Wikipedia-Artikel über Toni Sailer:

Auch aufgrund von Interventionen der österreichischen Botschaft wurde er wieder enthaftet

Eigentlich logisch: Wenn man verhaftet werden kann, muss man auch wieder enthaftet werden können. Ist das Wort in Österreich gebräuchlich?
#111VerfasserJanZ (805098) 18 Jan 18, 10:35
Kommentar
ja, und nicht nur für Personen. Auch Dinge, die als Kreditsicherheiten gelten (z.B. Fahrzeuge, Maschinen, ...) können bei den Wiener Kollegen enthaftet werden, d.h. gelten danach nicht mehr als Sicherungseigentum.
#112VerfasserLa-potranca (509533) 18 Jan 18, 11:19
Kommentar
#93: Zum Gewanne füge ich den im Sauerland beheimateten Flurnamen Geschwamm, der genau das bezeichnet, wonach es aussieht.

#113VerfasserCuauhtlehuanitzin (1009442) 18 Jan 18, 13:39
Kommentar
#114VerfasserJanZ (805098) 20 Jan 18, 22:29
Kommentar
Wörter aus verschiedensten Sprachen, die unsere Natur oder auch vergangene Techniken beschreiben. Wörter die wir verstädterten Leute vergessen.

This statement shows a touching faith in time's arrow (try explaining to a medieval peasant what a microprocessor is). And makes one or two other questionable assumptions. 'We' haven't forgotten; 'we' never knew. Society hasn't forgotten either; the information is available (mostly) in its memory banks (aka libraries), or else this book could not have been written..
#115Verfasserescoville (237761) 21 Jan 18, 11:59
Kommentar
Gourette (von fr. courette) = Zucchini
#116VerfasserLeseratz (238114) 21 Jan 18, 21:53
i Nur registrierte Benutzer können in diesem Forum posten
 
LEO benutzt Cookies, um das schnellste Webseiten-Erlebnis mit den meisten Funktionen zu ermöglichen. Es werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weiterführende Informationen erhalten Sie in den Hinweisen zu den Nutzungsbedingungen / Datenschutz (Cookies) von LEO.