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Etymologie von Wörtern, Redensarten, Namen Nr. 16

51 Antworten    
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Von hier kommen wir : Siehe auch: Etymologie von Wörtern, Redensarten, Namen ...


Ich sagte es schon einmal: In den meisten Museen werden uns interessante Dinge der Vergangenheit präsentiert: Dokumente, Kunstwerke, Erfindungen usw. Nur die Entwicklung der Sprache kann schlecht in einem Museum vorgestellt werden, dafür brauchen wir Etymologien, dicke Bücher oder eben auch einmal Fäden wie diesen neuen, den ich mich freue, als bereits sechzehnten  seiner Serie eröffnen zu können. 

Wie der Fadentitel zeigt, geht es neben der  Etymologie einzelner Wörter auch um Eigennamen  oder solche aus der Geographie sowie um die Herkunft von vielen Redensarten. Nach diesen Etymologien könnt ihr fragen, oder ihr teilt sie einfach als interessanten Fund mit. Das darf ruhig wie Kraut und Rüben durcheinandergehen.

Als besonders kommunikativ hat es sich auch bewährt, passende Etymologien als Rätsel zu verpacken. Für das Procedere schlage ich wieder vor: Wer glaubt, die Antwort gefunden zu haben, nennt sie nicht gleich direkt, sondern deutet sie nur an, um den anderen das Weitersuchen / Weiterspekulieren zu ermöglichen. Und wer die Rätselfrage gestellt hat, erläutert sie abschließend selbst, und zwar zu einem Zeitpunkt, den er für richtig hält, in der Regel nicht früher als 48 Stunden nach dem ersten Impuls.

Nun wünsche ich allen Teilnehmern an diesem neuen Faden viel Spaß. Ich beginne gleich mit einem hoffentlich nicht allzu schwierigen Rätsel:

Welches dt. Adjektiv hat seine ursprüngliche, sehr pejorative Bedeutung fast ganz abgelegt und eine ausgesprochen positive entwickelt? 

Verfassermars (236327) 16 Jun 17, 21:14
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https://www.youtube.com/watch?v=-M4R-7ScZ_I

En ce qui concerne le charme, j'allais poster celui-ci http://image.stern.de/7012830/uncropped-0-0/7... mais je l'avais vu trop tard.
#1VerfasserCeesem (719060) 17 Jun 17, 10:26
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Der erste Link in #1 führt sehr deutlich zur Lösung des Rätsels in #0. Ich kam auf die Aufgabe durch den Duden-Newsletter für den laufenden Monat. Dort heißt es: 

Das Adjektiv toll (mhd. tol, dol, ahd. tol „dumm, töricht“) gehört im Sinne von „getrübt, umnebelt, verwirrt“ zu der Wortgruppe, der auch das Nomen Dunst zuzuordnen ist. 

Diese ursprüngliche Bedeutung „trübe, verwirrt“ spiegelt sich in Begriffen wie Tollhaus wider (veraltet für „psychiatrische Klinik“), Tollkirsche (der Genuss der Beeren dieses Nachtschattengewächses ruft beim Menschen Erregungs- und Verwirrtheitszustände hervor) oder Tollwut (eine Viruserkrankung, die einen Zustand der Übererregtheit auslöst). Und bevor sich jemand tollkühn verhält, sollte er über sein Agieren vielleicht noch einmal gründlich nachdenken …

Auch im Mittelhochdeutschen trat das Adjektiv aber schon in der Bedeutung „ansehnlich, bewundernswert“ auf, im Frühneuhochdeutschen dann auch im Sinne von „erstaunlich, sehr stark“. Auf dieser Schiene fahren wir auch heute noch, wenn wir von einem tollen Mann, einer tollen Figur oder tollen Autos schwärmen.“


#2Verfassermars (236327) 21 Jun 17, 09:46
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Zur Abwechslung mal wieder die Frage nach Städtenamen:

Welche dt. Stadt wurde nach einem Kaiser benannt, während der fast gleiche Name  einer großen osteuropäischen Stadt auf den Namen der  Schwester eines anderen Kaisers zurückgeht?
#3Verfassermars (236327) 25 Jun 17, 19:46
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Laut Wikipedia streiten sich die Forscher darum, ob die deutsche Stadt nach dem Großvater oder seinem Enkel beannt wurde. Die osteuropäische Stadt aber wurde nach der Schwester des Enkels benannt.

Beide Städte liegen am Wasser. Die deutsche an einem See, die andere an einem Meer.
#4VerfasserCeesem (719060) 26 Jun 17, 14:12
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Richtig!
In dem Duden-Tb. „Geographische Namen in Deutschland“ heißt es:  „Der Name Konstanz geht zurück auf den eines Römerkastells, das zu Ehren des römischen Kaisers  Constantius Chlorus benannt war.“ Und Wikipedia schreibt zu diesem Kaiser:  “Flavius Valerius Constantius (nicht zeitgenössischer Beiname Chlorus „der Grüne, Blasse“, kurz Constantius I.; * um 250; † 306) war ein Kaiser der römischen Tetrarchie. Zunächst von 293 bis 305 untergeordneter Caesar, war er in den Jahren 305/306 Augustus im westlichen Reichsteil. Als Kaiser sorgte er vor allem für die Beendigung des Aufstands in Britannien und die Wiedereingliederung des britannischen Sonderreiches unter Carausius und Allectus. Mit seinem Sohn Konstantin begründete er die konstantinische Dynastie.

Andererseits gibt es in Rumänien am Schwarzen Meer die Stadt Constanța. Mit 283.872 Einwohnern war sie 2011 die fünftgrößte Stadt des Landes und Sitz des gleichnamigen Kreises. Sie wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von Griechen aus der ionischen Mutterstadt Milet (in Kleinasien) als Tomoi (Τόμοι) gegründet, eine später römische Stadt (Tomi), in der auch der aus Rom verbannte Dichter Ovid ab 8 n. Chr. lebte und um das Jahr 17 starb. Zeitweise stand sie unter dakischer, skythischer und keltischer Herrschaft. Unter dem römischen Kaiser Konstantin I. wurde die Stadt zu Ehren seiner Schwester in Constantiana umbenannt und war eine wichtige Metropole. https://de.wikipedia.org/wiki/Constanța

#5Verfassermars (236327) 30 Jun 17, 17:56
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Welche abfällige frz. Bezeichnung für einen Menschen hängt etymologisch mit einer Gestalt aus dem Neuen Testament zusammen? 

#6Verfassermars (236327) 08 Jul 17, 19:22
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Un roman de Leo Perutz utilise ce nom dans son titre ?
#7Verfasserpatapon (677402) 09 Jul 17, 09:26
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Das ist auch eine brauchbare Lösung, patapon, aber an den Judas dachte ich nicht.
#8Verfassermars (236327) 09 Jul 17, 19:49
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Ein Tipp: Die Bezeichnung und die Gestalt beginnen mit n- / N- .
#9Verfassermars (236327) 11 Jul 17, 16:43
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Ein letzter, wichtiger Tipp: N. erscheint dreimal im Johannesevangelium ...
#10Verfassermars (236327) 14 Jul 17, 11:38
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Naïf et niais, on l‘attrape facilement  …. 6 lettres
 
Il existe également le substantif éponyme du personnage biblique.
#11VerfasserJohanna (236135) 14 Jul 17, 14:18
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Chez Brassens rime avec "fort en thème" :


à 0 s 17
#12Verfasserpatapon (677402) 14 Jul 17, 17:06
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@ Johanna
SIX (?) lettres?
#13VerfasserCeesem (719060) 15 Jul 17, 09:52
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Je pense que mars demandait initialement un adjectif  étymologiquement dérivé du nom du personnage en question.
En 6 lettres :    A – I – U –D – G - N

J’ai ajouté le substantif éponyme qui signifie en gros la même chose que l’adjectif recherché.
 
Bon, tout le monde aura trouvé …
#14VerfasserJohanna (236135) 15 Jul 17, 10:22
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Quant à moi, je n'ai pas su compter jusqu'à six.
#15Verfasserpatapon (677402) 15 Jul 17, 12:52
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avec patapon nous en sommes deux ...

(sagt man das so ?
Ich wollte sagen, ich hab es auch noch immer nicht verstanden, und mit patapon sind wir schon zwei...) :-)
#16Verfasserweigelie (1081929) 15 Jul 17, 14:07
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Ich gratuliere Johanna, die die komplette Lösung gefunden hat, und patapon, die bei Brassens die Stelle nannte, an der der Name der von mir gemeinten Person aus dem Johannesevangelium reimend vorkommt ...

Aus Wikipedia zitiere ich zwei für die Lösung entscheidenden Passagen:

Le nom de Nicodème a donné naissance au substantif et adjectif « nigaud ». En effet, dans l'évangile attribué à Jean (III, 4), Nicodème pose des questions à Jésus qui ont été jugées ingénues par la tradition chrétienne. Son nom a donc été utilisé pour désigner quelqu'un de naïf ou de niais.

Nicodème est un des premiers disciples de Jésus. Pharisien et membre du sanhédrin, Nicodème apparaît trois fois dans l’Évangile selon Jean : il va écouter son enseignement , il prend sa défense lorsqu’il est malmené par les Pharisiens, il aide Joseph d’Arimathie lors de la descente de croix et la mise au tombeau.

#17Verfassermars (236327) 15 Jul 17, 14:49
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auch wenn ich patapons #6 irgendwie falsch verstanden habe, wüsste ich doch gerne, ob es richtig ist zu sagen:
avec xy nous en sommes deux,
wenn ich sagen will, xy und ich sind schon zwei,
oder mit xy sind wir schon zu zweit.
Ich freu mich auf Info hierzu :-)
#18Verfasserweigelie (1081929) 16 Jul 17, 19:14
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"nous sommes deux " pas besoin du "en"

(à la différence de nous en sommes:
"en être"faire partie d'un groupe (en général et plus particulièrement d'un groupe plus ou moins singulier) [Fam.] sous-entendu ... être de ce groupe (politique, social, d'orientation sexuelle ...)
#19Verfasserpatapon (677402) 16 Jul 17, 21:04
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danke, patapon :-)
#20Verfasserweigelie (1081929) 17 Jul 17, 10:02
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Ich ergänze meine Aufgabe #6 mit einem inhaltlch verwandten Rätsel: 

Im Fall Nicomède > nigaud führte laut Wiki die christliche Tradition selbst zu dem abwertenden Adjektiv. Bekannter ist, dass die Zugehörigkeit zu dieser Religion ihrerseits zu einem sehr pejorativen Adj. / Substantiv geführt hat.

Wer kann auf diese  zweite Bedeutungsverschlechterung so diskret anspielen, dass auch andere noch Gelegenheit zum Mitraten haben? 

#21Verfassermars (236327) 20 Jul 17, 10:49
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eine walliser Krankheit ?

#22VerfasserCham_aar (1044067) 20 Jul 17, 13:54
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Richtig, Cham_aar! Nach meinem etym. Wb. von Larousse ist das gesuchte Wort ursprünglich "un mot bas-valaisin et savoyard".
#23Verfassermars (236327) 22 Jul 17, 10:03
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Als Antwort auf die Frage #21 zitiere ich aus dem CNRTL:

Étymol. et Hist. 1. 1750 en réf. aux crétins du Valais (T.G.F. de Maugiron, Mémoire lu à la Société royale de Lyon, 22 juil. ds Pat. Suisse rom., source directe de l'art. Cretins de l'Encyclop. t. 4, 1754); 2. 1835 « être stupide » (Ac.). Terme des régions alpines de Suisse romande (Vaud, 1660, 1720 au sens 1) où existe un crétinisme à l'état endémique; issu du lat. christianus (chrétien*) avec traitement -ianu > in caractéristique du fr.-prov.; l'évolution sém. s'explique p. euphém., le mot ayant dans un premier stade signifié « malheureux » (cf. benêt, innocentcf. aussi l'a. béarnais crestiau « cagot », Lespy-Raym.), v. Pat. Suisse rom.


#24Verfassermars (236327) 27 Jul 17, 11:02
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Mais oui, bien sûr, les crétins des Alpes !

#25Verfasserpatapon (677402) 27 Jul 17, 12:18
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Welcher gemeineuropäische Pflanzenname geht auf den eines asiatischen Kleidungsstücks zurück?

#26Verfassermars (236327) 01 Aug 17, 15:41
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Der gesuchte Name ist der einer Blume ...
#27Verfassermars (236327) 04 Aug 17, 14:12
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Un couvre-chef et une fleur sanguine
#28Verfasserjanvier (253084) 05 Aug 17, 12:51
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Ich bin nicht sicher, wie dieses "asiatische Kleidungsstück" auszulegen ist. Ich hatte aber an eine Zierpflanze gedacht, deren Namen auf die türkische/persische Bezeichnung für ein Kleidungsstück zurückgeht.
#29VerfasserLoerguen (1094916) 05 Aug 17, 13:11
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Janvier und Loerguern, ich heiße euch in diesem Faden herzlich willkommen. Ich kann kaum glauben, dass auch nach über 4000 Etymologie-Beiträgen noch Interesse an Fragen der Herkunft von Wörtern und Wendungen besteht.

Und ihr habt beide die Lösung gefunden, wozu ich euch gratuliere.

Tulpe / tulipe usw. geht auf persisch dulbänd „Turban“ zurück. Der Vergleich mit der roten Kappe der mohammedanischen Kopfbedeckung hängt offenbar mit der Stellung der leuchtend roten Blüte  auf der Spitze der Pflanze zusammen.

Von "asiatischer Kopfbedeckung" wollte ich nicht gleich sprechen, damit das Rätsel nicht zu leicht wird. Und Wiki definiert die Kopfbedeckung tatsächlich als ein "Kleidungs- oder Schmuckstück zur Bedeckung des Kopfes". (https://de.wikipedia.org/wiki/Kopfbedeckung ). Ihr habt euch nicht entmutigen lassen, was mich sehr freut.

#30Verfassermars (236327) 05 Aug 17, 13:43
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Interessant. Meine Lösung war nicht diese, sondern holmskioldia sanguinea, auf Französisch Chapeau chinois genannt!
Je n'ai donc pas vraiment mérité les félicitations de mars, d'autant que j'ignore comment mon chapeau chinois s'appelle en allemand.
#31Verfasserjanvier (253084) 05 Aug 17, 16:21
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Janvier, hier wird le chapeau chinois auf Deutsch "rote Chinesenhutpflanze" genannt: https://flora-toskana.com/de/tropische-bluete...
#32Verfassermars (236327) 06 Aug 17, 10:52
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Welches international bekannte Sportgerät ist nach einem Handwerksbetrieb benannt?

#33Verfassermars (236327) 08 Aug 17, 19:42
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Hat was mit Kuchen zu tun.
#34VerfasserCeesem (719060) 09 Aug 17, 08:09
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Richtig, Ceesem:

Die heutige Bezeichnung „Frisbee“ lässt sich historisch auf eine Übertragung des Firmennamens „Frisbie Pie Company“ zurückführen. Dieses Familienunternehmen wurde 1871 von dem Bäcker William Russel Frisbie in Bridgeport (Connecticut) an der amerikanischen Ostküste gegründet. Diese Bäckerei verkaufte unter anderem Torten in runden Kuchenformen (Pie-Tins).
In den 1940er Jahren begannen Kinder mit den weggeworfenen Formen zu spielen, die aber nur über sehr kurze Distanzen flugfähig waren.

Dies beobachtete Walter Frederick Morrison[, der in seiner Kindheit selbst die Kuchen der „Frisbie Pie Company“ gekauft hatte, und machte sich daran, die Flugeigenschaften zu verbessern. Er begann damit, die Formen mit Metallringen zu stabilisieren, aber das brachte nicht den erwünschten Erfolg. Nach weiterem Tüfteln hielt er 1948 die erste aus Kunststoff selbstgefertigte Scheibe in den Händen. 1951 schuf Morrison seine zweite Scheibe, die „Pluto-Platte“, die ab dem 13. Januar 1957 kommerziell von Wham-O hergestellt und vertrieben wurde. Dieses Modell besaß schon einige wichtige Merkmale, die auch die heutigen Scheiben noch aufweisen, zum Beispiel die Riefen im äußeren Drittel auf der Oberseite der Scheibe, die die Flugbahn stabilisieren. 1959 hörte Rich Knerr, einer der Inhaber von Wham-O, zum ersten Mal den Ausdruck „Frisbie/Frisbee“. Er wusste nichts über die Herkunft des Namens, ließ aber die fliegenden Scheiben unter dem Handelsnamen „Frisbee“ eintragen.



#35Verfassermars (236327) 15 Aug 17, 10:36
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Welcher frz. Ausdruck für einen Schwächeanfall hängt angeblich mit der früheren Luftfahrt zusammen?  

#36Verfassermars (236327) 22 Aug 17, 10:53
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3 Wörter, 12 Buchstaben.
#37VerfasserCeesem (719060) 22 Aug 17, 12:43
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wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah -

(p_ _ _ _ _ _ _ v_ _ _ )

oder ?

#38Verfasserweigelie (1081929) 25 Aug 17, 11:50
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Je pense immédiatement au fameux "Pumpenschlag"

#39VerfasserCham_aar (1044067) 25 Aug 17, 12:15
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Cham_aar a certainement raison, bien que l'origine de l'expression soit controversée. Voir ici.
#40Verfasserjanvier (253084) 25 Aug 17, 15:59
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Auflösung des Rätsels #36:
 
Aus drei Wörtern, wie Ceesem vermutet, besteht der Ausdruck, den ich meine, tatsächlich, aber nicht aus 12 Buchstaben. Weigelies Anspielung verstehe ich noch nicht, aber Cham-aar hat die Lösung offenbar gefunden: le coup de pompe. Janvier wird auch recht haben mit seiner Aussage, die Herkunft des Ausdrucks sei umstritten, ich hatte ja auch nur von einer angeblichen Herkunft gesprochen. Ich bezog mich bei der Formulierung des Rätsels auf folgende Quelle:

"Avoir un coup de pompe": Cette expression est d'abord née aux débuts de l’aviation … 
Les premiers aviateurs ont rapidement fait connaissance avec le phénomène des trous d'air, que les habitués des voyages en avion connaissent bien : à certains endroits une dépression se forme. Quand un appareil volant traverse une telle dépression, il perd soudainement de l'altitude. 
En bref, il tombe de quelques mètres, parfois beaucoup plus. Les premiers aviateurs ont appelé ça un ''coup de pompe'', le phénomène évoquant pour eux le mouvement (vers le bas, en l'occurence) d'une pompe. 

#41Verfassermars (236327) 26 Aug 17, 13:46
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http://www.linternaute.com/expression/langue-...
Expression d'origine incertaine. On la compare aux trous d'air dans le ciel qui font perdre de la vitesse aux avions ou aux oiseaux.
#42VerfasserCeesem (719060) 26 Aug 17, 17:56
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das ist wohl ein Rätsel mit zwei möglichen Lösungen gewesen,

ich meinte dasselbe wie Ceesem, nämlich passage à vide,

da ihrem "3 Wörter, 12 Buchstaben" nicht widersprochen worden war ...,

hier nochmal der Link (derselbe wie in #42)

#43Verfasserweigelie (1081929) 27 Aug 17, 13:53
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Weigelie, die Lösung "passage à vide" erkenne ich natürlich an. Klickt man auf den Link in #42 und #43, dann sieht man allerdings, dass passage à vide zunächst einmal als "baisse de moral, de créativité" gekennzeichnet, erst dann als "fatigue". Vermutlich hätte ich, da ich auf den coup de pompe hinaus wollte, in der Rätselformulierung von einem vor allem körperlichen Schwächeanfall sprechen sollen.

Alle Leoniden in diesem Faden möchte ich bei dieser Gelegenheit fragen, ob sie nicht Lust hätten, selbst einmal ein etymologisches Rätsel zu stellen oder eben ohne Rätselaufwand einen interessanten Fall zu präsentieren?

#44Verfassermars (236327) 31 Aug 17, 17:04
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Für mich war "passage à vide" immer beides, körperlich und mental... ein mehr oder weniger lang andauerndes Formtief. Hier, bei Marion Bartoli und dem Tennis, könnte es auch beides gewesen sein: http://sport24.lefigaro.fr/tennis/wta/actuali...

War sie einfach nur mental nicht gut drauf oder zeigte sie vorübergehend körperliche Schwächen?

Mein Vorschlag ist vor allem LEO geschuldet:
#45VerfasserCeesem (719060) 31 Aug 17, 17:56
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Welche Bezeichnung aus dem Bereich des Sports geht auf ein altes Längenmaß zurück? 
#46Verfassermars (236327) 11 Sep 17, 10:44
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ist hier vielleicht S_ _ _ _ _ n gemeint ?

#47Verfasserweigelie (1081929) 11 Sep 17, 12:36
Kommentar
Bravo, weigelie, du hast die Lösung schnell gefunden. Der Anfangs- und der Endbuchstabe könnten nun auch anderen "auf die Sprünge" helfen, wenn auch nicht direkt im S _ _ _ _ n ...
#48Verfassermars (236327) 13 Sep 17, 10:13
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Ich gratuliere weigelie und löse das Rätsel #46 auf, indem ich aus der Wiki zitiere:

Stadion (altgr. στάδιον) bezeichnete im ursprünglichen Wortsinn ein antikes griechisches Längenmaß mit einer Strecke von 600 Fuß, was je nach regionalem Fußmaß ungefähr einer Länge zwischen 165 und 196 m entsprach.

In Griechenland war wohl schon in geometrischer Zeit (ab ca. 900 v. Chr.) der Lauf über die Strecke eines Stadions ein beliebter Wettkampf, so beispielsweise in Olympia seit 776 v. Chr. historisch überliefert. Die Bezeichnung des Längenmaßes hat sich auf die Wettkampfanlage übertragen, also auf die Laufbahn und die längs davon angelegten Zuschauerwälle. Die Länge der Laufstrecke und das Längenmaß stimmen oft nicht genau überein. So hat die Stadionstrecke in Athen zwar eine Länge von etwa 185 Metern, das attische Stadion ist dagegen rund 178 Meter lang.

#49Verfassermars (236327) 19 Sep 17, 18:48
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"kunterbunt" und "Kontrapunkt"? - Ja doch !

Die Geschichte von "kunterbunt" ist selbst auch ein wenig "kunterbunt". Seine Herkunft hat jedenfalls nichts mit Farben zu tun. Es stammt ab von dem musikalischen Begriff "Kontrapunkt", der etwa mit "Vielstimmigkeit" wiedergegeben werden kann (mehrere Stimmen werden gleichberechtigt nebeneinander her geführt). Über das mhd. "contrabund" geht er weiter zurück auf lat. "contrapunctum" bzw. "punctus contra punctum" = "Note gegen Note" (lat. "punctus" = "Note"). Irgendwie machten (wahrscheinlich) musikalische Banausen, die dem "Durcheinander" an Stimmen nichts abgewinnen konnten, daraus die Bezeichnung "kunterbunt" für "durcheinander". Und so wurde aus "kontra" "konter" (vergl. "Kontermutter") und schließlich "kunter" und "bunt" passte ja ganz gut dazu."
#50Verfasseroopsy (491382) 22 Sep 17, 08:46
Kommentar
Das ist, oopsy, ein hochinteressanter Fund an der Kreuzung zwischen Malerei und Musik. Danke, dass du ihn uns vorgestellt hast; es sollen ja in diesen Fäden nicht nur etymologische Rätsel vorkommen.

#51Verfassermars (236327) 23 Sep 17, 09:30
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