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Nette Ortsnamen IV

153 replies   
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Wir kommen von hier: related discussion: Nette Ortsnamen III

Ein Ortsteil von Gefrees im Landkreis Bayreuth heißt Hinterbug. Ist da einer Landratte das Wort "Heck" nicht eingefallen?

Und in Polling gibt es den Ortsteil Roßlaich - biologisch fragwürdig.
AuthorJanZ (805098) 27 Jul 17, 12:03
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Im hessischen Teil des Odenwalds gibt es Groß-Umstadt und Klein-Umstadt. Ein paar Kilometer weiter östlich, gerade so in Bayern, liegt Wenigumstadt.
So bescheiden kennt man die Bayern ja gar nicht.
#1AuthorAnalphabet (1034545) 27 Jul 17, 18:38
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"Umstadt" hieß im frühen Mittelalter "Autmundisstatt" (die Stätte eines Häuptlings namens Autmundis). Durch die Maulfaulheit der Hessen (auch um Aschaffenburg spricht man Hessisch) wurde im Laufe der Jahrhunderte daraus "Umstadt".
#2AuthorMiMo (236780) 27 Jul 17, 22:39
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Und dann gibt es noch Strahlungen, den idealen Ort, um ein Atomkraftwerk zu eröffnen und Tauberrettersheim, wo die wohnen, die den Fluss mit ein paar Eimern Wasser vor der Austrocknung bewahrt haben. Und als Gegenstück zum allseits bekannten Tuntenhausen gibt es auch Tussenhausen.

Wer sich wundert, wo ich auf einmal all die kuriosen bayerischen Ortsnamen hernehme: Ich arbeite aus beruflichen Gründen gerade eine Liste selbiger durch.
#3AuthorJanZ (805098) 28 Jul 17, 14:36
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Und Tittenkofen steht nicht auf der Liste? Des findn de Peißn a allweil so lustig.
#4Authorbluesky (236159) 28 Jul 17, 16:10
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Nein, Tittenkofen nicht, nur Tittling, Titting und Tittmoning.
#5AuthorJanZ (805098) 28 Jul 17, 16:40
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Rotzbergstrasse
#6Authormordnilap (835133) 01 Aug 17, 13:10
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Und als Gegenstück zum allseits bekannten Tuntenhausen gibt es auch Tussenhausen.

Damit nicht genug: in Lothringen gibt es ein Dorf namens Macker. Unweit davon im Saarland: Kerlingen.
#7AuthorGart (646339) 01 Aug 17, 13:45
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Nu, was Mannheim und Manhattan können ...
#8Authormbshu (874725) 01 Aug 17, 13:47
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Auf den Landkarten meiner Grundschulzeit fand sich in deutscher Beschriftung das lothringische Busendorf ...
#9Authorno me bré (700807) 01 Aug 17, 13:59
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Im Elsaß gibt es Drusenheim. Ein Zusammenhang mit einer gewissen in der Levante ansässigen Minderheit scheint gleichwohl nicht zu bestehen.
#10AuthorGart (646339) 01 Aug 17, 15:48
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Vielleicht ist es ja auch ein Eldorado für Mineraliensammler.
#11AuthorJanZ (805098) 01 Aug 17, 17:09
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Drusenheim ist benannt nach dem römischen Feldherrn Drusus, der an der Stelle des heutigen Ortes ein Militärlager errichtet hatte.
#12AuthorMiMo (236780) 01 Aug 17, 17:30
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#2: Die Theorie, die ich kenne, lautet anders. Demnach gab es ursprünglich zwei Gemeinden Armstadt und Dumstadt, die eines Tages beschlossen, das D zu tauschen.
#13AuthorCuauhtlehuanitzin (1009442) 04 Aug 17, 16:20
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Mein Vater erzählte von einem Stellenbewerber an der Musikhochschule Detmold, der erklären sollte, was enharmonische Verwechslung ist. Er sagte, die enharmonische Verwechslung von Darmstadt sei Pforzheim!

#14Authormbshu (874725) 04 Aug 17, 16:30
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Ist es nicht schön, dass in der Umgebung von Bad Tönisstein der Phonolith abgebaut wird? (Oder leitet sich der Ortsname vielleicht sogar vom Phonolithen ab?)
#15AuthorGart (646339) 13 Aug 17, 12:59
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https://de.wikipedia.org/wiki/Klosterruine_T%...

Der tönende Name leitet sich stattdessen vom Hl. Antonius her ... hübsch wäre dort ein Trappistenkloster.
#16Authormbshu (874725) 13 Aug 17, 14:51
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Straßenname im oberfränkischen Freystadt: Auf der Miß
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...
#17AuthorLeseratz (238114) 17 Aug 17, 22:12
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In Quedlinburg gibt es eine Straße, die heißt: Hölle.
Dort möchte ich nicht wohnen...
#18AuthorLadyP (1202803) 18 Aug 17, 01:36
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#17

Freystadt befindet sich nicht in Oberfranken, sondern im Landkreis Neumarkt, Oberpfalz.
#19AuthorMiMo (236780) 18 Aug 17, 07:39
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Danke, MiMo. Da hat sich wohl jemand verschrieben.

#18: LadyP, kürzlich las ich einen Zeitungsartikel über ungewöhnliche Urlaubsziele mit dem Titel Fahren wir doch zur Hölle...; ähnlich lautende Ortsbezeichnungen kommen häufiger vor und sind oftmals von hell abgeleitet, z. B. In der Höll im Allgäu.



#20AuthorLeseratz (238114) 18 Aug 17, 22:05
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# 18/20: Oh ja, in Polen, sinnigerweise nach dem Sonntagsgottesdienst, empfahl mir ein Freund und Kollege: "Really, you should go to Hel!"

Die Halbinsel Hela heißt auf polnisch Hel.
#21Authormbshu (874725) 18 Aug 17, 22:27
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Potzneusiedl zwischen Bruck an der Leitha und dem öst/ung/slowakischen Dreiländereck klingt nach einem burgenländischen Ausdruck des Erstaunens.
#22AuthorGart (646339) 22 Aug 17, 12:34
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Weder ich noch unsere Tochter mochten meiner Frau heute den Darmstädter Ortsteil Wixhausen übersetzen.
#23AuthorCuauhtlehuanitzin (1009442) 27 Aug 17, 21:45
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Sagt ihr einfach, es stimme gar nicht, daß dort die Bundesbildungsministerin geboren sei ...

Hingegen vermerkt Wiki, ein Opernsänger sei dort geboren. Eine Visitenkarte 'Phil Stark, Wixhausen' wäre wirklich sehenswert.
#24Authormbshu (874725) 27 Aug 17, 22:41
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#23

Was für eine zartbesaitete Familie! Das Wort, das bei Euch so tabu ist, dass Mama es nicht erfahren darf, schreibt sich laut DWDS und Duden wichsen.

Der harmlose Ortsname Wixhausen stammt von mhd. „Wickenhusen“, was so viel bedeutet wie „Siedlung am Weiher“.
#25AuthorMiMo (236780) 28 Aug 17, 02:36
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Dann dürft ihr auch nie auf die Zugspitze fahren. Von dort aus sieht man einen Gipfel namens Wank.
#26Authorbluesky (236159) 28 Aug 17, 11:08
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Heute abend kam ich in der Normandie durch den Ort Hautot.

Wahrscheinlich haben sie eine Städtepartnerschaft mit Tötensen bei Hamburg.
#27Authormbshu (874725) 02 Sep 17, 23:16
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#25: Das weiß aber Mama nicht. Und das gehört eben zu dieser Sorte Wörtern, die man Nicht-DMS nicht erklären mag. :-P

#28AuthorCuauhtlehuanitzin (1009442) 03 Sep 17, 09:57
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Neulich fuhr ich durch Birken-Honigsessen. Bisher kannte ich nur Raps-, Himbeer-, oder Tannenhonig. Daß man Birkenhonig auch essen kann, war mir neu.
#29AuthorHarri Beau (812872) 22 Sep 17, 10:20
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"Der ausgefallene Name „Honigsessen“ hat nichts mit dem naheliegenden „Honig essen“ zu tun, sondern stammt vermutlich vom altdeutschen „Hone“ (Honnschaft) ab, der Teil -sessen steht möglicherweise für Niederlassung." (loc. cit.)

"Die Honnschaft oder Honschaft, gelegentlich auch Hunnschaft, Hundschaft, Hondschaft o. Ä., war über das Mittelalter hinaus in Teilen des Rheinlandes, besonders am Niederrhein und im Bergischen Land, die unterste Verwaltungseinheit auf dem Lande."
#30AuthorMiMo (236780) 22 Sep 17, 10:31
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Das Berg(steiger)dorf Matsch in Südtirol.
#31AuthorLeseratz (238114) 03 Oct 17, 14:55
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Streng geht's zu im Orte Domina.
#32AuthorGart (646339) 03 Oct 17, 15:40
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Die gleichnamige Rebsorte stammt allerdings nicht von dort. Dieser Wein hat bei mir stets durchschlagenden Erfolg!
#33Authormbshu (874725) 04 Oct 17, 07:52
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Überholmanöver: Schwerer Motorrad-Unfall in Transvaal

Wer seinen Kollegen eine Urlaubspostkarte aus Transvaal schreiben möchte, braucht dafür nicht in die Südafrikanische Provinz.
#34AuthorHarri Beau (812872) 04 Oct 17, 08:57
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In Emden gibt es auch ein Transvaal.
#35AuthorJanZ (805098) 04 Oct 17, 13:35
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Transvaal = Meeressäuger nach Geschlechtsumwandlung?
#36Authormbshu (874725) 04 Oct 17, 20:04
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Nee, die Transvaal ist natürlich die Kür des schönsten Menschen, der sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lässt.
#37AuthorJanZ (805098) 04 Oct 17, 20:14
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Atommüll könnte man in der Nähe von Kamerun endlagern.
#38AuthorHarri Beau (812872) 05 Oct 17, 11:02
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Von Amerika nach Rußland braucht man mit dem Auto eine knappe Stunde.
#39Authordirk (236321) 05 Oct 17, 14:52
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Und von München nach Prag sogar nur vier Minuten.
#40AuthorJanZ (805098) 05 Oct 17, 14:56
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Eine Pilgerreise von Salzburg über Rosenheim nach Rom sollte an einem Tag zu schaffen sein. Und zwar zu Fuß, wenn man sich etwas kasteit.

~~

Man kommt dabei sogar durch die in #29 u. 30 erwähnte Ortschaft mit dem netten Namen.
#41AuthorHarri Beau (812872) 05 Oct 17, 15:15
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Ich war vor wenigen Wochen in Übrigshausen und Zweiflingen. :-)
#42Authornaka-naka (629692) 06 Oct 17, 12:02
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Abends in der Kneipe, zwei Männer begegnen sich vorm Klo:

"Ich kenn sie vonne Wahlplakate, sinzenich der Ortsvorsteher von Sinzenich?"
#43AuthorHarri Beau (812872) 06 Oct 17, 13:32
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Ich amüsier mich immer über zwei mittelfränkische Ortsnamen (bei Erlangen um genau zu sein).

Baiersdorf und das nahegelegende Möhrendorf. Ob der Name was mit Karotten zu schaffen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei Baiersdorf grinse ich deswegen, weil die Franken ja nun nicht gerne Bayern sind und sich seit Napoleon nicht damit abfinden, nun mal zu dem Staat zu gehören.
#44AuthorGolikaterle (1185381) 11 Oct 17, 14:34
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Der erste Thread zu diesem Thema fing ja mit dem grandiosen Ortsnamen Fucking an. Eine Steigerung erfährt dieser Ortsnamen indessen durch das Präfix Ober-, man erhält dann den Namen Oberfucking. Die Wikipedia erklärt aber gar nicht besonders detailliert, was in diesem Ort eigentlich so los, es interessieren sich auch fast nur die angelsächsischen Wikipedia-Macher für diesen Ort - allerdings nur sehr oberflächlich, jedenfalls fragt man sich doch als normal denkender Mensch: Warum das denn nun eigentlich?
Also, ich finde es jedenfalls oberfucking, dass es den Oberfuckingern bis zum heutigen Tage noch nicht eingefallen ist, einmal in der Wikipedia etwas über ihren Ort zu erzählen.
#45AuthorChrysalis66 (1189140) 11 Oct 17, 20:31
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Ach so, mir fällt noch ein Ortsnamen ein, den ich eigentlich als etwas zu unspezifisch finde, um ihn wirklich nett zu finden. Ort heißt dieser Ort in Niederösterreich, und auch der Zusatz im Innkreis macht den Ortsnamen doch nur um weniges anschaulicher. Man könnte noch etwas daran feilen, finde ich.
#46AuthorChrysalis66 (1189140) 11 Oct 17, 20:41
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#44

Möhrendorf = "Merdindorf leitet sich höchstwahrscheinlich von dem mittelalterlichen Personennamen Mardo ab. (...) Obwohl direkte Belege für den Namen Mardo fehlen, kann dessen Existenz mit großer Sicherheit aus verschiedenen Ortsnamen rekonstruiert werden. Er geht vermutlich auf eine Person zurück, der Eigenschaften des Marders zugeschrieben wurden (z. B. kühn, verwegen, listig, vgl. Wolf). Im Jahre 1062 erscheint der Ort als Merindorf und im Jahre 1421 als Merendorf. Daraus entwickelte sich im Wandel der Zeiten die Bezeichnung Möhrendorf."
#47AuthorMiMo (236780) 11 Oct 17, 21:11
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@Chrysalis66 / Nr 46:
Schon vor jedem Feilen ist die Bezeichnung Ort im Innkreis spezifisch genug, um angeben zu können, dass dieser / dieses Ort nicht in Nieder-, sondern in Oberösterreich liegt.
Weitere Ansiedlungen gleichen Namens findet man im Innkreis eben nicht, höchstens im (weiteren) Umkreis...
#48Authorlate bird (666148) 11 Oct 17, 22:53
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#48 - Huch, herrjemine! Offenbar sind meine instinktiven Zuordnungen, was österreichische Bundesländer betrifft, noch nicht ganz instinktsicher! :-)
Pardon vielmals!
#49AuthorChrysalis66 (1189140) 12 Oct 17, 00:34
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#45:
"Fickingen" war bis 1923 der Name eines Ortes, der heute Saarfels heißt und mittlerweile zu Beckingen (Saarland) gehört.

Nachtrag:
Ich will es gar nicht wissen, woher der Name nicht kommt, MiMo. ;-}
#50AuthorAnalphabet (1034545) 12 Oct 17, 01:17
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Auf der Frankreichreise kamen wir am Ort Verbiesles vorbei. Statt sich zack-zack zu verpissen, verpieseln sich die gut 300 Einwohner wohl eher ganz gemütlich.
#51Authormbshu (874725) 12 Oct 17, 15:45
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Neulich führ ich durch den Ort Müssen.
Ob die Anwohner dort ständig müssen, ist nicht überliefert.
#52AuthorGyptis (1076339) 12 Oct 17, 16:31
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# 50: Ob der Trompeter von Säckingen sich dort wohlgefühlt hat?
#53Authormbshu (874725) 12 Oct 17, 16:55
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In Quedlinburg gibt es eine Straße, die heißt: Hölle.
Dort möchte ich nicht wohnen...

You'd doubtless be somewhat happier in Fegefeuer, a street in Lübeck. There at least the torments are not eternal. Though when I last saw it, it was a one- way street.
#54Authorescoville (237761) 13 Oct 17, 12:42
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Na hoffentlich. Danach geht's nur in den Himmel.
#55Authormbshu (874725) 13 Oct 17, 12:52
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Man kann sich übrigens schon auf Erden in Himmelpforten niederlassen

... und von da dann ins oberfränkische Himmelkron befördert werden, das ganz in der unmittelbaren Nachbarschaft des Wagnerschen Hügels von Bayreuth gelegen isch.
#56AuthorChrysalis66 (1189140) 13 Oct 17, 12:59
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Mitten in der Großstadt Dortmund kann man - ganz idyllisch - "Auf der Kuhweide" wohnen.
#57AuthorHarri Beau (812872) 13 Oct 17, 13:11
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Da ist ihnen wohl beim Erschließen des Neubaugebiets keiner der sonst üblichen mehr oder weniger geistreichen Namen wie alte Flurbezeichnungen etc. eingefallen.
#58AuthorJanZ (805098) 13 Oct 17, 13:25
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#57 - Das ist sicherlich in vielen Städten möglich. Auf der Bürgerweide in Bremen am Hauptbahnhof kann man indessen ganz einfach gut parken. In der nahe gelegenen Straße "An der Weide" kann man z.B. gut in den EDEKA oder ins Porno-Kino! :-)
#59AuthorChrysalis66 (1189140) 13 Oct 17, 13:27
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"An der (Kuh)Weide" zu wohnen hört sich aber unverfänglicher an als "Auf der Kuhweide".
Genau so komisch käme einem der Straßenname "Im Zelt" vor.
#60AuthorHarri Beau (812872) 13 Oct 17, 13:36
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#60: Na ja; seltsamer finde ich den Möslweg, ich höre die präpubertären Kinder kichern, an dem ich einmal in Windach am Ammersee vorbei gegangen bin.
#61Authornaka-naka (629692) 13 Oct 17, 13:44
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#51: Dazu passt das polnische Pisz, ausgesprochen "Pisch".
#62AuthorGart (646339) 13 Oct 17, 13:52
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#60:
Gab es in Freiburg nicht einmal ein Mösle-Stadion, Heimstatt des ruhmreichen FC zu Finkes Zeiten?
#63AuthorAnalphabet (1034545) 13 Oct 17, 13:56
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Genau so komisch käme einem der Straßenname "Im Zelt" vor.

Oder "Unter der Brücke", den ich mal spaßeshalber erfunden habe.
#64AuthorJanZ (805098) 13 Oct 17, 13:56
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Möslweg

*Augenroll* Findet in Bayern niemand lustig, weil jeder weiß, daß der Name von der bairischen Bezeichnung Moos für Sumpf, Moor kommt. Und das Feminal wird eher als Muschi bezeichnet.
#65Authorbluesky (236159) 13 Oct 17, 14:12
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#64 - Realiter gibt es z.B. den Straßenennamen "Unter der Brohltalbrücke" in Niederzissen.
#66AuthorChrysalis66 (1189140) 13 Oct 17, 14:15
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#64 - Realiter gibt es z.B. den Straßenennamen "Unter der Brohltalbrücke" in Niederzissen.
#67AuthorChrysalis66 (1189140) 13 Oct 17, 14:15
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Unter der Brücke gibt es zwar, direkt am Viehweideweg, aber dort steht kein Haus.

Ob hier wohl der Weihnachtsmann wohnt?
#68AuthorHarri Beau (812872) 13 Oct 17, 14:23
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Unter der Brücke gibt es zwar, direkt am Viehweideweg, aber dort steht kein Haus.

So, wie man auch bei der Alois-Alzheimer-Allee in Aschaffenburg darauf geachtet hat, dass dort niemand wohnt. In seiner Geburtsstadt Marktbreit dagegen hat man wohl eine Straße in einem Neubaugebiet nach ihm benannt.
#69AuthorJanZ (805098) 13 Oct 17, 14:39
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#65

Im Bairischen eher als "die Musch". (Sonst hätte wohl der Oberbayer Stoiber für seine Frau nicht den Kosenamen "Muschi" eingeführt.) Weitere (derbe) bairische Bezeichungen für die Musch: die Fud / Fut, die Feign, des Loch, die Britschn ...

Um zu den netten Ortsnamen zurückzukehren: In Bayern gibt es mindestens vier Orte mit dem Namen Lochham.
#70AuthorMiMo (236780) 13 Oct 17, 15:59
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#65: Ist ein (genervtes) Augenrollen wirklich angebracht, wenn Leute außerhalb des bairischen Sprachraums – beispielsweise ich – wegen des Begriffes etwas irritiert sind? Ich denke nicht!
#71Authornaka-naka (629692) 13 Oct 17, 16:33
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Weil dahinter ein indirektes Bayern-Bashing steckt. Jedenfalls empfinde ich das so. Mösenweg: Jetzt schau dir die Bayern an - so blöd.

Und ds ist wirklich pubertär, um nicht zu sagen infantil.
#72Authorbluesky (236159) 13 Oct 17, 19:46
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Na ja. Meine # 27 und # 51 zum Beispiel sind doch auch nicht franzosenfeindlich. Man amusiert sich halt darüber, mehr nicht.
#73Authormbshu (874725) 13 Oct 17, 22:41
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#72: Nein, das war überhaupt nicht so gemeint. Es hätte genauso gut ein schweizerischer Mösliweg sein können; da wäre ich genauso irritiert gewesen.

Übrigens: Was genau macht dein Tittenkofen (#4) weniger pubertär, um nicht zu sagen weniger infantil als mein Möslweg?

Manche interpretieren echt bei jeder Kleinigkeit eine Art „Bashing“ hinein *demonstrativ-augenroll*.
#74Authornaka-naka (629692) 13 Oct 17, 22:42
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#4? Steht doch da.
#75Authorbluesky (236159) 14 Oct 17, 10:36
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Im Mühlkreis ist in einem kleinen Flecken alle Tage Feiertag: https://de.wikipedia.org/wiki/Allerheiligen_i...
#76AuthorGart (646339) 18 Oct 17, 08:59
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"Allerheiligen" bedeutet allerdings nicht, dass alle Tage Feiertag ist. Der (katholische) Feiertag "Allerheiligen" ist am 1. November, also nur einmal im Jahr.
#77AuthorMiMo (236780) 18 Oct 17, 09:36
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MiMo, das ist mir bekannt. Muss ich den Scherz jetzt wirklich erklären?
#78AuthorGart (646339) 18 Oct 17, 09:46
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Hier, direkt zwischen Großkomlosch und Grabatz, ist das ganze Jahr über Ostern.

Vor Jahren fuhr ich einmal an dem nicht weit entfernt liegenden Großsanktnikolaus vorbei. Das liegt dort das ganze Jahr über und nicht nur am 6. Dezember.
#79AuthorHarri Beau (812872) 18 Oct 17, 10:02
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Wiki: Neger ist ein in die Dörfer Unter-, Mittel- und Oberneger aufgeteilter Stadtteil der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Olpe. Der Ortsname leitet sich vom Dorfbach Neger ab. Der Ort wurde 1468 erstmals erwähnt.
#80Authormbshu (874725) 18 Oct 17, 16:22
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Gießübel in der Holledau
#81AuthorLeseratz (238114) 18 Oct 17, 21:48
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Letztens war ich unter Gleichen in Untergleichen (Hohenlohekreis). :-)
#82Authornaka-naka (629692) 20 Oct 17, 13:03
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Wo wir im anderen Faden schon das Thema "deutsch-britische Städtepartnerschaften" hatten: Schade, dass Oxford keine mit Ochsenfurt hat (sondern mit Bonn). Fallen euch noch mehr Ortsnamen ein, die es in mehreren Sprachen gibt? Neustadt und Neumarkt sind natürlich offensichtliche Beispiele. Die Frage ist, ob Lyon und Leiden auch eins sind, weil sie beide auf lateinisch Lugdunum zurückgehen.
#83AuthorJanZ (805098) 21 Oct 17, 18:25
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Kaliningrad und Monterrey ...
#84Authormbshu (874725) 21 Oct 17, 19:30
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#83: Ich denke schon. Beide Städte hießen im Deutschen früher Leyden. Das eine wurde dann später französisch, das andere niederländisch gelassen.

Mir fällt spontan nur Heilbronn (BW; heiliger Brunnen) und Bonnefontaine (in Frankreich; das ist zwar nicht wortwörtlich, hat aber eine ähnliche Bedeutung) ein.
#85Authornaka-naka (629692) 21 Oct 17, 19:39
Comment
Meine # 27 paßt auch schon hierher: Hautot und Tötensen.

Als Dritter im Bunde könnte sich Bad Königshofen im Grabfeld profilieren.

Auch für eine Partnerschaft gut: Houston und Qatar.
#86Authormbshu (874725) 21 Oct 17, 21:14
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#84: Dazu gehört dann natürlich auch noch Montréal.
#87AuthorJanZ (805098) 21 Oct 17, 22:51
Comment
Quimper in der Bretagne und Koblenz (2x am Rhein) gehen auf das bretonische bzw. lateinische Wort für "Zusammenfluss" zurück.
#88AuthorJanZ (805098) 22 Oct 17, 12:36
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Monaco und München (alias Monaco di Baviera).
#89Authormbshu (874725) 22 Oct 17, 12:45
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Das wäre noch eine andere Kategorie: zufällige Namensgleichheit in einer Sprache trotz unterschiedlicher Etymologie.

In der ersten Kategorie dürfte aber München zu Des Moines passen.
#90AuthorJanZ (805098) 22 Oct 17, 12:49
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Stuttgart = Kuglacken - jetzt Kudrjawzewo (ein Stadtteil von Kaliningrad), der Name stammt von einem altpreußischen Wort, das mit "Pferdegarten" übersetzt wird. Werden sich schon auch paar Stuten drunter gefunden haben.
#91AuthorGart (646339) 22 Oct 17, 17:35
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#91

Kudrjawzewo ist allerdings mit seinen 28 Einwohnern kein Stadtteil von Kaliningrad, sondern ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Verwaltungsbezirk K. = Russisch Ostpreußen) und gehört zur Kamenskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kamenskoje) im Rajon Tschernjachowsk (früher Kreis Insterburg).

#92AuthorMiMo (236780) 22 Oct 17, 21:23
Comment
Hildesheim liegt am Flusse Innerste (einen Fluss "Äußerste" gibt es nicht). Bevor jedoch die Innerste Hildesheim bespült, kommt sie durch Groß Düngen. Ob die Hildesheimer Innerste sehr von Algenblüte gepeinigt wird?
#93AuthorGart (646339) 24 Oct 17, 13:21
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Hatten wir schon die Städtepartnerschafft von Dull (Schottland) und Boring (Oregon, USA) ?

#94AuthorUlla Pool (889584) 24 Oct 17, 16:29
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Sehr gut! Im Harz ist Lange allerdings kein Weiler, sondern ein unbewohntes Gebiet.

Neu: Durch die ZEIT wurde ich auf eine antikapitalistische Kommune mit Gemeinschaftseigentum usw. aufmerksam, die sich sinnigerweise in Niederkaufungen angesiedelt hat. Der Ort hieß schon vorher so.

#95Authormbshu (874725) 24 Oct 17, 16:42
Comment
Tante Wiki weiß:
"Der Name Innerste (frühere Formen lauten auch Inste (1805) oder Inster(-Fluß) (1780[2] und 1742[3]), Inderste (1567), Indistria (1313), Entrista (1065) und Indrista (1013)), könnte auf die indogermanische Wurzel oid = schwellend, kräftig zurückgehen. Vielleicht ist er das Bestimmungswort im Namen des Schlachtfeldes Idistaviso (16 n. Chr.). Er ist also kein Superlativ und wird ohne Kasus-Endung dekliniert: Hildesheim liegt an der Innerste, nicht: an der Innersten."
#96AuthorMiMo (236780) 24 Oct 17, 18:35
Comment
Hamburg Hoheluft-West, Hoheluft-Ost und Hausbruch
Freising Ast (mit 'A', kein Tippfehler!)
Höllhof-Oberkirch


#97AuthorLeseratz (238114) 25 Oct 17, 22:58
Comment
Freising Ast - es gibt auch noch Oberast, Unterast und Dürnast.
#98AuthorMiMo (236780) 26 Oct 17, 02:56
Comment
In der Ostsee-Autobahn (und ja, in, nicht an) hat sich ein Loch aufgetan. Der Untergrund ist großflächig abgesackt zwischen Bad Sülze und Tribsees. Offenbar deuten schon die Ortsnamen an, wie wenig stabil der Boden dort ist.

#99AuthorIrene (236484) 26 Oct 17, 08:31
Comment
Nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen in Oberhessen die Käffer Wetzlos, Stärklos, Sieglos und Machtlos.
Wo man hinguckt: nur Loser!
#100AuthorAnalphabet (1034545) 05 Nov 17, 13:33
Comment
Wetzels (1538) -> Wetzlos
Sickeles (1265) -> Zu dem Sigkeloß (1390) -> Sickles -> Siglis -> Siegklass -> Sieglos
Villa Mechtolves (1329) {"Mechtolves" bedeutet so viel wie „der mächtige Wolf“} -> Machtolf -> Machtolfes -> Machtlos

In #100 angeführte Namen zeigen sehr eindrucksvoll, wie sie im Laufe der Jahrhunderte abgeschliffen wurden und teils skurrile Bedeutungen angenommen haben. (Viel Verwirrung wurde dabei im 18. Jahrhundert angerichtet, als die verschiedenen fürstlichen Verwaltungen begannen, Ortsnamen aufzunehmen und festzulegen und dabi oft mundartliche Namensvarianten notierten, ohne die entsprecchende Namensgeschichte im einzelnen zu kennen.)

#101AuthorMiMo (236780) 05 Nov 17, 14:08
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Hmm, interessant, also können auch gehäuft vorkommende Namensendungen in bestimmten Regionen ganz unterschiedliche Etymologien haben?
#102AuthorJanZ (805098) 05 Nov 17, 14:21
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Na gerade dann: Wenn die Beamten sich dachten, "ach, klingt doch gleich, schreib ich gleich", obwohl es die Bauern leicht unterschiedlich ausgesprochen haben. Dialekt hat viel mehr Abtönungen als man verschriftlichen kann.

Der Loser ist übrigens ein sehr schöner Berg in der Steiermark.
#103Authortigger (236106) 06 Nov 17, 09:55
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Und das soll ein sehr schöner Berg sein, tigger? Mit den vielen Gramfalten ob der häufigen Niederlagen?
Wie sieht denn bei Dir ein hässlicher Berg aus? :-()
#104AuthorAnalphabet (1034545) 06 Nov 17, 10:42
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Vielleicht die drei Kackenköpfe bei Oberstdorf?

(Wikipedia meint, die Erstbesteigung sei "durch Einheimische" bereits erfolgt. Lorbeeren gibt es daher keine mehr zu holen)
#105AuthorHarri Beau (812872) 06 Nov 17, 10:59
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Ich weiß nicht, ob das schon erwähnt wurde:

In der Nähe von Kassel gibt es eine Ortschaft mit dem schönen Namen Ungedanken. Die gehört, glaube ich, zu Bad Wildungen.

Immer wenn ich's Schwesterchen besuche, amüsier ich mich über den Namen.

Tante Wiki belehrte mich gerade, dass das Dörfchen zu Fritzlar gehört.

In der gleichen Kante Hessens: Wabern.

Völlig woanders: im Landkreis Bamberg gibt's ein Busendorf. Der Name hat gar nichts mit dem Busen zu tun.

Am anderen Ende des gleichen Landkreises: Strullendorf.

Der Name erheitert meine Schwester - wobei ich mir nicht sicher bin, ob das die Revanche für das Amusement bezüglich Ungedankens ist.

Das Strülleken fließt allerdings ganz woanders.

Das Teil hing irgendwie noch aus dem Heimatkundeunterricht von vor Jahrzehnten im Hinterkopf rum.

@56
In Himmelspforten meditieren nicht nur Bischöfe. Das Kloster liegt bei Würzburg.
#106AuthorGolikaterle (1185381) 07 Nov 17, 16:35
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Das Strülleken fließt allerdings ganz woanders.

Gut, bei dem Namen war es klar, dass das nur in Westfalen sein kann. Interessant auch, dass das Strülleken ein Nebenfluss der Namenlose ist.
#107AuthorJanZ (805098) 07 Nov 17, 17:14
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#106

Sowohl das Kloster Himmelspforten als auch das Exerzitienhaus Himmelspforten liegen nicht bei Würzburg, sondern in Würzburg.
#108AuthorMiMo (236780) 07 Nov 17, 17:54
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Der Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür hat doch auch einen schönen Namen.
#109AuthorHe-le-na (743297) 09 Nov 17, 09:08
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Die Ortschaft Engelskirchen hat einen so schönen und lieblichen Namen, daß sich Friedrich Engels dadurch angezogen fühlte und dort eine Fabrik gründete.

(Sein Sohn zog dem piefigen Ort allerdings später die Großstadt London vor)
#110AuthorHarri Beau (812872) 09 Nov 17, 10:14
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Meine Lieblings-Route nach Slowenien ist jene über den Loiblpass. Da kommt man, kurz bevor es richtig gebirgig wird, durch einen Flecken namens Kirschentheuer. Ich konnte zwar, mangels an sich anbietenden Geschäften, bis heute nicht feststellen, wie es dort mit den Obstpreisen bestellt ist und ob also der Name gerechtfertigt ist, aber ich warte schon immer auf die Ortstafel ("Jetzt müssten wir doch bald nach Kirschentheuer kommen").
#111Authorlate bird (666148) 09 Nov 17, 14:42
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Wenn der Ort Wasserbillig nicht schon mehrfach hier erwähnt worden wäre, hätte ich ihn jetzt genannt.
#112AuthorHarri Beau (812872) 09 Nov 17, 14:48
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Wenn man einen Kirschkuchen backen will, sollte man die Zutaten also nicht aus Kirschentheuer und Mehltheuer holen.
#113AuthorJanZ (805098) 09 Nov 17, 15:09
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"Kirschentheuer: Der Name des Ortes lässt mehrere Deutungen zu. Wahrscheinlich steckt darin die Berufsbezeichnung „Kürschner“." ( www.geschichtsverein.ktn.gv.at )

"Der Flurname Mehltheuer deutet darauf hin, dass sich aufgrund schlechter Bodenbeschaffenheit der Getreideanbau hier nur unrentabel betreiben ließe, das Mehl teuer werden würde." (Wikipedia)
#114AuthorMiMo (236780) 09 Nov 17, 18:54
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Hier wird Ihrem Paarhufer Hilfe zuteil, z. B. wenn es mit dem Äsen nicht mehr klappen will: Hirschaid bei Bamberg.

In den Tiroler Alpen liegt eine Felsnadel namens Babylonischer Turm. Eine übermäßige Sprachverwirrung scheint dortamts - im tirolerisch-bayrischen Grenzgebiet - jedoch nicht feststellbar. Unter den tirolerischen Bergen scheint der Malgrübler zu den nachdenklicheren zu gehören.
#115AuthorGart (646339) 12 Nov 17, 11:09
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Gar nicht paradiesisch erschien uns bei der Durchfahrt Gabe Gottes irgendwo in Thüringen. Das Wetter war allerdings auch scheußlich.
 
Dürrnhaar mag auf den ersten Blick nicht weiter auffällig sein. Daß dann aber der nächste Ort Faistenhaar heißt (unweit von Rosenheim), provoziert doch geradezu zu albernen Volksetymologien.
#116AuthorC3PO (877869) 13 Nov 17, 15:14
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Haar liegt östlich von München. Hab ich mir noch einen Kopf drum gemacht. Mei, der Ort heißt halt so.
#117Authorbluesky (236159) 13 Nov 17, 15:43
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Mountains are evil: in der Steuermark der Große Bösenstein, in Tirol ein Berg namens Böses Weibl.
#118AuthorGart (646339) 13 Nov 17, 15:44
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"Der Name Haar kommt von dem Wort Hardt (harde / hart), welches ein leicht bewachsenes Waldland beschreibt. Daher kommt auch das Beil im Haarer Wappen, welches an die Rodung des Waldes erinnert." (Wikipedia)
#119AuthorMiMo (236780) 13 Nov 17, 17:37
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# 118: Wurden die bösen Berge der Steuermark vom bösen Finanzamt mit Steuergroschen finanziert?
#120Authormbshu (874725) 13 Nov 17, 17:49
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...oops.

Zum Bösen Weibl passt das Wilde Mannle in den Ötztaler Alpen.
#121AuthorGart (646339) 13 Nov 17, 18:08
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In meine Kategorie aus #83 passen möglicherweise noch Herford und Hereford, wobei zumindest von Ersterem die Etymologie nicht ganz klar ist.
#122AuthorJanZ (805098) 14 Nov 17, 09:24
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Wie ich heute erfahren habe, hat Lüneburg einen Stadtteil, der Oedeme heißt.
Man spricht es wahrscheinlich anders aus als die Wassereinlagerung im Gewebe, aber lustig finde ich es doch.

#123AuthorIrene (236484) 16 Nov 17, 07:41
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Ja, man betont es auf der ersten Silbe. Wir hatten das Thema, weil mein Onkel und meine Tante (beide Ärzte) den Namen auch sehr lustig fanden. Die Frau meines Cousins, die mit ihm in Lüneburg wohnt, hat sie dann über die Aussprache aufgeklärt.
#124AuthorJanZ (805098) 16 Nov 17, 09:17
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Oedeme (Lüneburg) ist nach dem Rittergeschlecht Odem / Odeme benannt.
#125AuthorMiMo (236780) 16 Nov 17, 10:35
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Empfingen alle die Briefe in Empfingen?
#126Authornaka-naka (629692) 16 Nov 17, 18:01
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Im Zählfaden wird ja gerade über das Gegenteil von Alaska, die Insel Unalaska, diskutiert. Gerade bin ich kurz vor Regensburg durch das Gegenteil eines Dorfes gekommen.
#128AuthorJanZ (805098) 18 Nov 17, 11:33
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Die Etymologie von Herford, Westfalen, würde mich auch sehr interessieren!

Der große Bösenstein hat mireinmal die Schi arg zerkratzt, ist aber grundsätzlich ein sehr schöner Berg.

Merkwürdige Berge gibt's eh ohne Ende, aber spontan fällt mir noch der Rote Knopf ein (3281m, Hohe Tauern).
#129Authortigger (236106) 19 Nov 17, 00:23
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Der Name Herford geht zurück auf einen an der Mündung von Aa und Werra gelegenen Hof namens Herivurth / Herifurth, "Heeresfurt", eine bedeutende Furt, die auch ein Heer durchqueren konnte.
#130AuthorMiMo (236780) 19 Nov 17, 07:54
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Als ich erstmals hörte, dass die Einwohner von Ludwigslust ihre Stadt "Lulu" nennen, wollte ich zunächst meinen süddt. Ohren nicht trauen.
#131AuthorGart (646339) 19 Nov 17, 09:34
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Wildemann gibt es auch im Oberharz...
#132Authorwaltherwithh (554696) 19 Nov 17, 10:41
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#129: Lingen in Niedersachsen wird durch Unlingen in Baden-Württemberg negiert, und Ingermanland - das historische Gebiet um das heutige St. Petersburg - scheint herausstreichen zu wollen, dass es niemals nicht germanisch sei. In der lombardischen Stadt Ferno geht es gewiss sehr ordentlich, gesittet und gefahrfrei zu - ordentlicher und gefahrfreier jedenfalls als in jedem Inferno.
#133AuthorGart (646339) 19 Nov 17, 12:32
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#130: Dann bedeutet es tatsächlich dasselbe wie Hereford.

Rund um Plattling ist das Land tatsächlich ziemlich flach, allerdings ist der Bayerische Wald nicht weit.

Das von Gart erwähnte Hirschaid habe ich mal mit einem Freund, der damals in Bamberg studiert hat, ins Englische mit "Deerhilfe" übersetzt. In der Nähe gibt es auch Hirschknock = Deerklopf.
#134AuthorJanZ (805098) 19 Nov 17, 22:16
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Der Name Plattling hat wohl nichts mit dem platten Land ringsum zu tun; im Nibelungenlied wird der Ort als "Pledelingen" erwähnt. In einer Urkunde von 868 heißt er "Platelinga", was vermutlich "bei Platel und seiner Sippe" bedeutet.
#135AuthorMiMo (236780) 19 Nov 17, 23:22
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#129: Wenn wir schon bei Bergen sind, fällt mir spontan die Fotzenkarstange in Österreich ein.

Wanderer im Heilbronner Stadtwald amüsieren sich über die schönen Flurnamen Am Hurenbrunnen, Hurenkopf und Hurenklinge. Auch an der Hurensteige kann man noch entlang wandern. Die Herkunft wird in dieser PDF-Datei beschrieben: https://stadtarchiv.heilbronn.de/fileadmin/da...
#136Authornaka-naka (629692) 20 Nov 17, 18:08
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Wenn wir schon bei Bergen sind, fällt mir spontan die Fotzenkarstange in Österreich ein.

Auch hier der obligatorische Hinweis. Wenn in Bayern oder Österreich jemand von Fotze spricht, dann ist damit wahlweise das Gesicht oder eine Ohrfeige gemeint.
#137Authorbluesky (236159) 20 Nov 17, 18:53
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Das Gesicht? Der Mund, eigentlich.
#138Authortigger (236106) 21 Nov 17, 04:13
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Fotzen, die 
Mund, Maul (...halt endlich dei freche Fotzn!); Gesicht, Visage (...wenn i dera ihr bläde Fotzn siehg, glangt's ma scho!); Ohrfeige (...du braucherst solcherne Fotzn!);

spitzfotzert (Adj.) -- mit einem hageren, knochigen Gesicht ausgestattet (...unser Chefin is ganz a spitzgfotzade!)

blatterte Fotzen, die - kahles Gesicht, Glatzkopf

#139AuthorMiMo (236780) 21 Nov 17, 06:24
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Sind in Helferskirchen im Westerwald alle Leute besonders hilfsbereit?
#140AuthorJanZ (805098) 25 Nov 17, 22:21
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Der Name Helferskirchen leitet sich ab von einem Gehöft des Freigrafen Helperich (939 / 959). "Helperich" ist eine Variante des fränkisch-burgundischen Fürstennamens "Chilperich".
#141AuthorMiMo (236780) 26 Nov 17, 06:21
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Das Helferlein von Daniel Düsentrieb tschilpt wahrscheinlich ...
#142Authormbshu (874725) 26 Nov 17, 06:51
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Der Name des Städtchens Wünschmichelbach, ein Ortsteil von Weinheim, erweckt den Eindruck, es handle sich um einen Schauplatz Grimm'scher Märchen: irgendwas zwischen Hans im Glück, der Goldenen Gans und dem, der auszog, das Fürchten zu lernen.
#143AuthorGart (646339) 28 Nov 17, 11:17
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Welch netter Ortsname ist doch Hodenhagen

Mal wieder halb so wild, leitet er sich doch wie folgt ab:
Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1168 de Hode, 1171 Hude, 1262 Hermanno Hodenhagen und um 1267 Henricus de Hodenhagene.[2]
Das Adelsgeschlecht derer von Hodenberg hatte seinen Sitz in der Burg Hodenhagen, die 1244 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde.
#144AuthorMasu (613197) 28 Nov 17, 14:33
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Und wer sich jetzt fragt, wo das Adelsgeschlecht derer von Hodenberg seinen Namen her hat:

Die Herren von Hodenberg waren seit Urzeiten die Schirmvögte des von Erzbischof Rembert von Bremen gegründeten Stifts Bücken. Von diesem erblichen Amt leitete sich wahrscheinlich auch ihr Name ab, das plattdeutsche Wort Hode bedeutet Hut bzw. Schirm.
#145AuthorJanZ (805098) 28 Nov 17, 14:55
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"Wünschensuhl", sagte die Muttersau an einem sehr heißen Tag.
#146AuthorGart (646339) 28 Nov 17, 15:35
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Im Salzgitterischen wird Groß und Klein gemahnt. Vor dem Essen Hände waschen! Nicht rennen! Du sollst nicht dazwischensprechen, wenn Erwachsene sich unterhalten! - solche und andere Sätze lassen sich allenthalben im Orte Klein Mahner vernehmen. Hingegen wird man im Orte Groß Mahner dazu angehalten, nicht so schnell zu fahren, mit dem Geld besser hauszuhalten und nicht immer Arbeit mit nach Hause zu bringen. https://de.wikipedia.org/wiki/Klein_Mahner

Edith hält es für fast unmöglich, dass das Hirn beim ersten Lesen kein überflüssiges p in die Bezeichnung des Berges namens Klopaierspitze hineinschmuggelt.
#147AuthorGart (646339) 29 Nov 17, 15:31
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Im Siebengebirge steht der Große Ölberg - trotz dieses Namens kann er sich gegen den Ölberg bei Jerusalem brausen gehen, er ragt nur knapp halb so hoch über den Meeresspiegel wie der Jerusalemer: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_%C3...
#148AuthorGart (646339) 06 Dec 17, 11:08
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Adressen gibts... Am Roggenfeld, 34323 Malsfeld.
#149Authortigger (236106) 07 Dec 17, 10:03
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Gestern sah ich einen Lastwagen aus dem Ort Wundschuh.

#150Authormbshu (874725) 07 Dec 17, 10:11
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Streit mit der Freundin - Mann versenkt Auto im Untreusee!

#151Authormbshu (874725) 07 Dec 17, 13:21
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Ob die Leute aus Großgeschaidt bei Nürnberg allseits beliebt sind?
#152AuthorGart (646339) 07 Dec 17, 15:59
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Vor gerade mal 2 Studen bin ich - von Kleingeschadt kommend - durch Großgeschaidt hindurchgefahren. Der Ortsname Geschaidt hat nichts mit "gescheit" zu tun.

Tante Wiki weiß:
"Um das Jahr 1341 wird Großgeschaidt zusammen mit Kleingeschaidt schriftlich vermerkt als “zween Dörfer, genannt die Geschaidt". Der Begriff „Geschaidt“ geht vermutlich auf den Begriff „Geschaide“ zurück, was leerer Bienenkorb, Bienenstock oder „Bienenbeute“ zum Einfangen oder Ansiedeln von Bienenvölkern bedeutet.
Dies gibt unter Umständen einen Hinweis auf die seit Kaiser Karl IV. durch den Zeidler-Freiheitsbrief von 1350 belegte Waldbienenpflege im Sebalder Wald und das Zeidlerwesen bei Großgeschaidt."
#153AuthorMiMo (236780) 07 Dec 17, 18:31
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Heist: Autofahrer kracht in Wohnzimmer von Haus

Apparently it was not a heist ...

#154Authormbshu (874725) 07 Dec 17, 22:40
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