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Umfrage sprachwissenschaftliche Arbeit

27 Antworten   
Kommentar
Hallo Ihr Lieben,

Ich bin Sprachwissenschaftlerin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Für ein Forschungsprojekt suchen wir deutsche Muttersprachler, die bereit sind, an einer Satzbewertungsaufgabe teilzunehmen. Sie müssen beurteilen wie sinnvoll/plausibel die Sätze klingen.
Der Fragebogen steht online zur Verfügung auf http://www.staff.uni-oldenburg.de/ankelien.sc....
 
Wir bitten Sie die 100 Sätze auf einer Skala von 1 (nicht plausibel) bis 7 (sehr plausibel) zu bewerten. Es ist sehr wichtig, dass Sie alle Sätze bewerten, so dass Ihr Fragebogen berücksichtigt werden kann! Es dauert ca. 20 Minuten um den Fragebogen zu vervollständigen. Der Fragebogen ist anonym und die Daten werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken erhoben. Wir wären Ihnen sehr dankbar für Ihre Teilnahme!
 
Falls Sie noch weitere Fragen haben, können Sie mir gerne eine persönliche Nachricht schreiben.
 
Um mit dem Fragebogen anzufangen, gehen sie zu: http://www.staff.uni-oldenburg.de/ankelien.sc....
 
 
Herzlichen Dank im Voraus,
 
Ankelien Schippers
VerfasserAnkelien (942922) 11 Aug 17, 14:27
Kommentar
Das ist eine nette Sammlung von direkt vorstellbar bis hahnebuechen.
Ich hoffe doch sehr, dass der Metzger kein Menschenfleisch isst :-)
#1VerfasserAGB (236120) 11 Aug 17, 16:42
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Puuh! Das hat jetzt bei mir exakt 20 Minuten gebraucht, und ab ca. der Mitte wurde mein Gehirn immer benebelter. Ich hoffe, dass nach Abschluss der Forschungsarbeiten hier ein Link zum Ergebnis eingestellt wird, dass gehört eigentlich zum guten Ton bei solchen Umfragen.
#2VerfasserNorbert Juffa (236158) 11 Aug 17, 17:15
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Puh, das wäre am Computer mit Maus einfacher gewesen als am kleinen Laptop... Etwas weniger als 20 min.
#3Verfasservirus (343741) 11 Aug 17, 17:35
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Spätestens in der Mitte des Fragebogens bin ich unsicher geworden, was eigentliche meine Plausibilitätskriterien sind. Wie hängen Plausibilität und Wharscheinlichkeit zusammen? Ein Satz, der eine relativ unwahrscheinliche Situation beschreibt muss deswegen ja nicht unplausibel sein.
Ich hoffe, dass meine Antworten die Wissenschaft trotzdem vorwärts bringen ;)
#4Verfassereineing (771776) 11 Aug 17, 18:32
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Korrektur @2:

das gehört ... zum guten Ton ...
#5VerfasserWoody 1 (455616) 11 Aug 17, 18:58
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@2, 4: So ging es mir auch
#6VerfasserDragon (238202) 11 Aug 17, 20:08
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Ging mir auch so.
Bei den biographischen Fragen, sind bei mir einige gar nicht aufgetaucht. Die wurden einfach übersprungen. Hoffentlich war die Mühe jetzt nicht umsonst.

GEht es vielleicht um ein Singular/Pluralding? Also z.B. ob man es für logisch ansieht, wenn die Gräfin fragt, welchem Graf der Butler etwas getan hat.
#7VerfasserSelima (107) 11 Aug 17, 20:36
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Ging mir auch wie #2, #4, und #7. Und auch bei mir wurden einige der biographischen Fragen ueberprungen (Geschlecht, Sprache mit Freunden)

Ich glaube, es geht mehr um akzeptiertes Verhalten und nicht akzeptiertes Verhalten. Schliesslich war mindestens einmal Kanibalismus im Angebot.
#8VerfasserAGB (236120) 11 Aug 17, 21:01
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Vielleicht hier doch lieber nichts verraten / diskutieren?
#9VerfasserBraunbärin (757733) 11 Aug 17, 21:02
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oder die Leute neugierig genug machen, dass sie ebenfalls den Fragebogen ausfuellen :-)
#10VerfasserAGB (236120) 11 Aug 17, 21:11
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Gut fand ich die Möglichkeit, das Ganze mal kurz zu unterbrechen (später fortfahren) ... aber vom Umfang her hätte es mE. die Hälfte wohl auch getan ...
:-)

Der Bitte in #2 möchte ich mich gerne anschließen !
#11Verfasserno me bré (700807) 11 Aug 17, 21:19
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SPOILER-WARNUNG!!

EDIT: Spoiler gelöscht. Ich will ja die Studie nicht verfälschen. Übrigens: 13 Minuten, obwohl ich konzentriert gelesen habe. Zu lange nachdenken ist bei solchen Aufgaben kontraproduktiv.
#12VerfasserRaudona (255425) 11 Aug 17, 23:25
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Da bisher unbekannt ist, was mit dem umfangreichen Fragenkatalog bezweckt wird, kann man meines Ermessens nicht sagen, ob eine Bearbeitungsgeschwindigkeit, die den vorgeschlagenen Rahmen von 20 Minuten deutlich unterschreitet, jetzt besonders nützlich oder möglicherweise kontraproduktiv ist. Mein Ansatz war zum Beispiel, die Klassifizierung so exakt wie möglich vorzunehmen, unter Ausnutzung aller Zwischenstufen.

@Woody 1 Danke für die Korrektur, da war mein Gehirn wohl immer noch benebelt von den hundert Fragen.
#13VerfasserNorbert Juffa (236158) 12 Aug 17, 04:42
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#9 Wir können hier doch nichts verraten. Alles reine Spekulation und Manöverkritik*. Und möglicherweise hilft den Sprachwissenschaftlern unsere Manöverkritik sogar. Wer weiß! Über Rückmeldungen bzw. einen Link zum ERgebnis wäre ich auch erfreut.

Daß man so viele Sätze braucht, kann ich mir schon gut vorstellen. Einige Sätze kamen ja in diversen Variationen vor - Aktiv/Passiv, etwas andere Verben etc. Je nachdem, was sie testen wollen, muß man wohl diverse neutrale Sätze dazwischen schalten.

Wie oben angesprochen, hat sich bei mir die Sorte "Logik", die zum Einsatz kam, während des Beantwortens geändert.

Die Sätze mit "nahen" haben mich schwer irritiert. Ich kann mich nicht mehr exakt erinnern, wie sie lauteten - etwa so: Der X fragt, welchem Y der Z genaht hat. Da fehlt doch ein "sich". Oder hab ich das in all den Sätzen überlesen?

*(Frage: Schreibt man das schon immer so? Nicht Manoeuvre?)
#14VerfasserSelima (107) 12 Aug 17, 05:18
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"Manöver" kenne ich seit ca. vierzig Jahren in dieser Schreibweise.
#15VerfasserNorbert Juffa (236158) 12 Aug 17, 05:35
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Norbert, ich habe mich nicht besonders beeilt (da ich nicht wusste, wie viele Fragen es sein würden, konnte ich ja die Bearbeitungszeit nicht gezielt unterbieten). Da man für jeden noch so absurden Satz einen Kontext erfinden kann, bin ich so vorgegangen:
- konzentriert lesen
- noch einmal lesen, wenn etwas unklar erschien (z.B."fehlt da nicht etwas?)
- eine Einstufung anklicken
- ggf. noch einmal lesen und ggf. korrigieren (das habe ich ca. 3x gemacht)

Eigentlich hätte die Erhebung der persönlichen Daten viel ausführlicher ausfallen müssen. Beispiel "der Bürgermeister": Wenn ich gerade eine Binge-Listening-Session von "Bibi Blocksberg" und "Benjamin Blümchen" hinter mir hätte, gäbe es für mich nur den einen Bürgermeister. Da ich aber kommunalpolitisch aktiv bin, kenne ich einen ganzen Haufen Ortsbürgermeister (das sind die Ehrenamtlichen, die für das Gratulieren zuständig sind) neben den hauptamtlichen Bürgermeistern.
#16VerfasserRaudona (255425) 12 Aug 17, 11:01
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Das habe ich auch überlegt. Bei uns gibt es auf den Dörfern meist einen ersten und einen zweiten Bürgermeister (beide ehrenamtlich). Da kann man die Frage mit "welcher Bürgermeister" durchaus plausibel finden. Allerdings denken viele bei Bürgermeister immer an den ersten, eigentlichen Bürgermeister - somit wäre die Frage im normalen Alltag bei uns auf dem Dorf nicht plausibel.
#17VerfasserSelima (107) 12 Aug 17, 13:37
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Nachdem ich mal angefangen habe, habe ich es durchgezogen, obwohl sich der Sinn mir nicht erschlossen hat. Das Gegenteil von plausibel ist widersprüchlich und ohne Kontext kann hinter fast jedem Satz eine sinnvolle Aussage stecken. Manches ist schräg formuliert, aber das war ja nicht die Fragestellung.
@ Selima: bei uns steht der Oberbürgermeister über dem ersten Bürgermeister
#18Verfasseryrcko (295988) 13 Aug 17, 09:42
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Meines Wissens hängt es von der Größe der Gemeinde ab, ob es einen Oberbürgermeister gibt oder nicht.
Wie es heute ist weiß ich nicht, aber früher lag die Grenze bei 20000 Einwohnern (in Baden-Württemberg zumindest , das ist aber wahrscheinlich auch abhänig vom Bundesland).
Ich habe vor Jahrzehnten in einer Kreisstadt gewohnt, die durch Eingemeindungen diese Grenze überschritt. Dadurch wurde die Kreisstadt zur Großen Kreistadt und der Bürgermeister zum Oberbürgermeister.
#19Verfassereineing (771776) 13 Aug 17, 10:27
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Das Thema "Bürgermeister" ist diverse eigene Fäden wert. Das Wichtigste gibt es wie immer bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgermeister

Problematisch sind auch unterschiedliche Bezeichnungen. Was am Anfang des Wiki-Artikels als "Baubürgermeister" und "Sozialbürgermeister" bezeichnet wird, heißt in unserer Gegend "Dezernent".
#20VerfasserRaudona (255425) 13 Aug 17, 11:43
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Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Wir haben ausreichende Daten gesammelt und die Umfrage ist jetzt abgeschlossen. Die Sätze, die Sie bewertet haben, werden für ein Lesegeschwindigkeitsexperiment verwendet. Wir möchten gerne vorab wissen, ob es keine Unterschiede in Natürlichkeit/Plausibilität zwischen die Sätze gibt. Sätze, die schlecht bewertet sind, werden wir nicht weiter benützen.
#21VerfasserAnkelien (942922) 14 Aug 17, 10:01
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Nachdem es immerhin um Sprachwissenschaften geht und dies ein Sprachforum ist, hier noch zwei Korrekturen zu den Nachrichten von der Uni Oldenburg:

#1: Es dauert ca. 20 Minuten, den Fragebogen zu vervollständigen (nicht "um den").
# 21: Unterschiede zwischen den Sätzen (nicht "zwischen die Sätze").
#22VerfasserOedipa (676921) 14 Aug 17, 18:23
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"Es dauert ca. 20 Minuten, um den Fragebogen zu vervollständigen."
Dieser Satz aus dem OP ist m.M.n. völlig korrekt.


Beispiele aus dem alltäglichen Gebrauch für "dauern" + "um":

"Wie lange wird es dauern, um gedruckte RFID-Etiketten ohne Chips für den Massengebrauch zu entwickeln?"

"Es wird ein paar Jahre dauern, um es experimentell zu beweisen."

„Es wird Monate dauern, um die Schäden zu beheben."

"Es wird ungefähr 6 Stunden dauern, um Ihnen zu zeigen ..."

Quelle:


#23VerfasserMiMo (236780) 14 Aug 17, 19:48
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Ich sehe das eher wie Oedipa in #22.

Die Kommasetzung in #0 ist auch nicht makellos - aber Ankelien wird sich hier wahrscheinlich nimmer melden.

#24VerfasserBraunbärin (757733) 14 Aug 17, 20:01
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Nicht jeder Linguist ist ja gleich perfekt in mehreren Fremdsprachen, und laut LEO-Profil sieht Ankelien als Nichtmuttersprachlerin ihre Deutschkenntnisse auf Stufe C1. Ein dezenter Hinweis auf Fehler reicht also, würde ich vermuten. Bevor ich den Fragebogen ausgefüllt habe, habe ich mich auf der Website der Uni Oldenburg versichert, dass es Ankelien dort auch wirklich gibt.
#25VerfasserNorbert Juffa (236158) 14 Aug 17, 20:19
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##21,22:
Ist nicht das Fadenthema, aber bei allen in #22 zitierten Sätzen halte ich das "um" für falsch. "Um zu" leitet Nebensätze ein, die Folge oder Zweck bezeichnen und sich auf das Subjekt des Satzes beziehen:

Ich gehe in die Stadt, um einzukaufen -> ich werde einkaufen
Sie ist klug genug, um das zu verstehen -> sie kann das verstehen.

Die Sätze in #22 sind aber ganz anders konstruiert. Da vertritt eine Infinitivgruppe mit "zu" das Subjekt. Man könnte die Sätze auch so formulieren:

Den Fragebogen zu vervollständigen, dauert 20 Minuten.
Die Schäden zu beseitigen, dauert Monate.
etc.

Bei den Beispielen wird lediglich die Infinitivgruppe nach hinten gezogen und dafür die erste Position durch das Hilfssubjekt "es" besetzt. Das rechtfertigt aber kein "um zu", denn die Infinitivgruppe bezieht sich nicht auf das Subjekt, sondern vertritt es: nicht "Es" wird beseitigen oder vervollständigen, sondern eine ungenannte Person.
#26Verfasserdirk (236321) 15 Aug 17, 08:04
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Vielen Dank für die Korrekturen. Ich bin in der Tat kein Muttersprachler. Die Sätze und Text sind von einem Muttersprachler formuliert und mehrmals kontrolliert worden. Ich werde Euere Kommentare selbstverständlich weiterleiten. Leider kann ich den Text oben nicht mehr editieren.
#27VerfasserAnkelien (942922) 15 Aug 17, 09:07
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