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    Customs and culture

    Stirbt das Bargeld aus? Erfahrungen aus verschiedenen Ländern

    Topic

    Stirbt das Bargeld aus? Erfahrungen aus verschiedenen Ländern

    Comment

    Wir kommen von hier: related discussion: Kann ich Flugtickets ein paar Wochen vor Abfl... - #57

    Dort entwickelte sich Frage, wo man mit welchen Zahlungsmöglichkeiten Flugtickets kaufen kann, zu einer Diskussion über bargeldlosen und bargeldhaften Zahlungsverkehr.


    Wie sieht das in verschiedenen Ländern aus? In Deutschland sind wir in einer Übergangsphase: Mein Mann zahlt alles bar und hebt jeden Monat eine größere Summe ab, am liebsten in etwas größeren Scheinen, damit sie ins Portemonnaie passen.


    Ich habe im April mein Kreditinstitut gewechselt und seither genau einmal Bargeld aus dem Automaten gezogen.


    Ich habe trotzdem immer Bargeld in der Tasche: Ich bestelle alle möglichen Leute (verwandt, verschwägert, befreundet), die weder Kreditkarte noch PayPal haben, alle möglichen Dinge im Internet, begleiche die Rechnungen und erhalte die Beträge in bar zurück. (Ich bin ein Albtraum für Marketingdatensammler ...)


    Bargeld möchte ich nicht missen. Meinen Kaffee beim Bäcker will ich nicht mit Karte bezahlen, der Verkäufer der Straßenzeitung bekommt Münzen, und Trinkgeld gebe ich auch gern direkt in die Hand. Alle größeren Beträge zahle ich aber mit EC-Karte oder halt im Internet mit Kreditkarte oder PayPal.


    Offenbar finden aber viele Menschen zumindest Münzen doof: Ich beobachte fasziniert das Treiben an den Münzwechselautomaten, die jetzt in vielen Supermärkten stehen. Ob den NutzerInnen nicht bewusst oder egal ist, dass beim Wechseln von Münzen zu Gutscheinen eine happige Provision abgezogen wird (10 Prozent!!), weiß ich nicht.


    Wie haltet ihr das mit dem Bargeld? Wie ist es anderswo?

    AuthorRaudona (255425) 16 Sep 19, 15:47
    Comment

    Ich war lange nicht im Ausland, habe da also keine aktuellen Erfahrungen.

    Ich habe auch ganz gerne Bargeld dabei (wobei ich meine Cent-Stück immer mal wieder spende).

    größere Summen zahle ich zwar mit Karte aber beim Bäcker oder beim Einkaufen die kleinen Beträge mag ich nicht mit Karte bezahlen.

    Dazu dauert Kartenzahlung meist länger.


    Außerdem finde ich für mich, dass man schneller mehr Geld ausgibt, wenn man es nicht zwischendurch mal in den Fingern hatte.

    Ein Kollege hat mir letzte Woche knapp 12 EUR geschuldet und fragte, ob er per PayPal zahlen könne. Auf so eine Idee wäre ich im Leben nicht gekommen. Das hat mich erst einmal sehr erstaunt.

    #1Authorrennmotte (617913) 16 Sep 19, 16:02
    Comment

    Ich seh's überhaupt nicht ein, mich noch mehr verfolgbar zu machen als ich's ohnehin schon tu. Also wird so viel wie möglich mit Bargeld gezahlt :-D

    #2AuthorB.L.Z. Bubb (601295)  16 Sep 19, 16:09
    Comment

    Je kleiner der Ort, desto weniger Akzeptanz findet die Karte. Versucht mal in einer Kleinstadt mit Karte zu bezahlen. Das geht noch beim Supermarkt, aber beim Blumenhändler/Gärtner? Die haben mich angeschaut, als hätte ich Hörner.

    #3Authortarma (503734) 16 Sep 19, 16:14
    Comment

    Ich finde solche Vorstellungen, dass z. B. Sammlungen für Kollegengeburtstage per Überweisung erfolgen, in der Kirche statt des Klingelbeutels ein Kartenterminal herumgereicht wird oder gar Straßenmusiker und "lebende Denkmäler" ein solches vor sich auf dem Boden platzieren, amüsant bis abwegig. Aber vielleicht sehe ich das ja in 20 Jahren schon ganz anders.

    #4Authordirk (236321) 16 Sep 19, 16:15
    Comment

    Vor etwa 20 Jahren wurde in Deutschland versucht, die sogenannte "Geldkarte" einzuführen. Das hat sich als totaler Flop erwiesen, weil sie einfach nicht akzeptiert wurde.

    Das war einfach eine Zusatzfunktion auf der EC-Karte. Man hat die mit einem Guthaben, z.B. 100€ (oder damals noch DM) und konnte damit ohne Unterschrift oder PIN Kleinbeträge bezahlen. Ich fand es genial. Der Nachteil war nur, dass es praktisch keine Akzeptanzstellen gab. Da auch die Kunden keine Interesse zeigten, ist das ganze Projekt dann eingeschlafen. Eigentlich verstehe ich nicht, weshalb das nicht akzeptiert wurde.

    Einige paar Jahre später war ich dann in Honkong. Da gab es ähnlich Karten, aber noch kundenfreundlicher: Die wurde per Nahfeldfunkübertragung ausgelesen, d.h. man musste die Karte nicht einmal mehr aus dem Geldbörse holen, sondern konnte die Börse einfach in die Nähe des Terminals halten.

    Ähnliches führt man ja jetzt auch bei uns ein. Wobei mir davor graust, dass auf meine Kontoabrechnungen jeder Kaffee, jedes Parkticket und jede Briefmarke einzeln erscheint. Da wäre mir die alte Variante deutlich symphatischer, bei der man die Karte mit einem Guthaben auffüllt, das in der Abrechnug erscheint, das Guthaben im übrigen aber wietgehend wie Kleingeld behandelt wird, das man in der Tasche hat.

    #5Authoreineing (771776)  16 Sep 19, 16:20
    Comment

    Kürzlich hab ich eine Waschmaschine gekauft -- im renommierten Fachhandel. Der Verkäufer hat gleich bei der Bestellung "Barzahlung bei Lieferung" angekreuzt. Auf meinen Einwand, ich könne auch gerne sofort per Karte bezahlen, meinte er nö, so sei es ihm lieber. Keine Ahnung, warum. So viel Bargeld musste ich erstmal abheben.

    #6Authordirk (236321) 16 Sep 19, 16:22
    Comment

    Ich alter Miesepeter hab mir deshalb extra ein Portemonnaie mit RFID-Blocker besorgt :-D

    #7AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 16 Sep 19, 16:23
    Comment

    #2 Solange du dir dann dennoch deine Paybackpunkte holst ist es den Sammlern auch egal ob du Bargeld oder Karte nimmst ;-)



    In China wird, vor allem für kleinere Beträge fast überall mit dem Smartphone bezahlt. Kaffe, Essen im Restaurant, U-Bahn, Taxi. Auch der kleine Obstladen oder die Straßenküche hat irgendwo den QR-Code zum einscannen hängen.

    Für Taxi und Taxiähnliche Dienste auch einfach direkt in die App integriert.

    Teilweise war es schon kompliziert ausreichend Wechselgeld zurück zu bekommen... :-D


    Hier in D nutze ich Karte und Bargeld. Fürs Internet auch Paypal.


    Ohne Bargeld geht sicherlich, aber wenn man bei jeder Kleinigkeit einfach nur noch das Handy hinhalten kann sollte man vielleicht regelmäßig schauen was man so ausgibt... oder so viel verdienen, daß es egal ist...

    #8Authortraveller in time (589684) 16 Sep 19, 16:27
    Comment

    Bubb, zu deiner Angst vor Verfolgung: Bei dem deutschen System ist natürlich alles an ein Konto gebunden und deshalb nachverfolgbar.

    Bei der Hongkonger Variante hat man irgendwo an einem Kiosk eine aufgeladene Karte gekauft, und damit konnte man völlig anonym geblieben. Wenn man ganz paranoid ist, muss man eine solche Karte dann selbstverständlich bar bezahlen.

    #9Authoreineing (771776) 16 Sep 19, 16:27
    Comment

    Da gab es ähnlich Karten, aber noch kundenfreundlicher: Die wurde per Nahfeldfunkübertragung ausgelesen, d.h. man musste die Karte nicht einmal mehr aus dem Geldbörse holen, sondern konnte die Börse einfach in die Nähe des Terminals halten.

    Das sollte nicht "kundenfreundlicher" , sondern "betrügerfreundlicher" heißen.

    Der gewiefte Dieb hält nämlich (unbemerkt) einfach das Terminal in die Nähe deiner Börse.


    Re #6: Das macht eigentlich nur Sinn, wenn etwas Geld am Finanzamt vorbeigeschleust werden soll. Das würde der "renommierte Fachhandel" natürlich niemals nicht machen. ;-)

    #10Authortraveler in time (757476) 16 Sep 19, 16:28
    Comment

    "Der gewiefte Dieb hält nämlich (unbemerkt) einfach das Terminal in die Nähe deiner Börse."

    Den Einwand kenne ich natürlich.

    Die Frage ist: Wie häufig passiert das in der Praxis?

    Und wenn es passiert ist: Wie hoch ist der Schaden?



    #11Authoreineing (771776)  16 Sep 19, 16:36
    Comment

    Das macht eigentlich nur Sinn, wenn etwas Geld am Finanzamt vorbeigeschleust werden soll.


    Hab ich auch erst gedacht, ich hab aber eine ordentliche Rechnung mit allem Drum und Dran gekriegt, und es war wirklich ein bundesweit tätiges Filialunternehmen für Haushaltsgeräte, kein dubioser Billigkrämer.

    #12Authordirk (236321) 16 Sep 19, 16:43
    Comment
    Ich bin mein großer Freund von Onlinebanking, finde das bequem und kann auch zwölf Mal am Tag meinen Kontostand abrufen, wenn mir danach ist. Aber ohne Bargeld geht bei mir gar nicht: ich habe überall Töpfe in die ich Geld werfe, wenn ich gerade welches habe, und wieder raushole, wenn ich welches brauche. Da ich heute besser verdiene als vor vielen Jahren, als ich damit angefangen habe, müsste ich das zwar heute nicht mehr machen, aber erstens bin ich jetzt dran gewöhnt, und zweitens ist es schön, z. B. die Autoinspektion nicht aus dem laufenden Monat zu bezahlen.

    Bettler mit Kartenterminal fände ich auch seltsam. Beim Bäcker einmal die Karte schwenken dagegen fände ich ganz praktisch.
    #13AuthorGibson (418762) 16 Sep 19, 16:48
    Comment

    Ich wohne (laendlich) in Grossbritannien und zahle praktisch ueberall mit Karte, gerne auch contactless (wie oben beschrieben wird die Karte auf einen Scanner gelegt und man gibt keine PIN ein). Diese Bezahlmethode ist auf £30 beschraenkt und auffaellige Kaeufe (heute schon zum drittenmal beim Supermarkt?) fuehren dazu, dass doch nach der PIN gefragt wird. Bargeld benoetige ich eigentlich nur fuer meinen Sportkurs und wenn im Buero fuer ein Geburtstagsgeschenk gesammelt wird.

    Das fuehrt natuerlich zu Umgewoehnungsproblemen, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin - beim letzten Besuch hatte der Flug Verspaetung und wir sind direkt vom Flughafen zum Restaurant gefahren, um uns mit Freunden zu treffen. Beim Bezahlen wollte mir partout meine deutsche EC-Karten-PIN nicht mehr einfallen, und ich hatte nicht genug Bargeld dabei. Meine britischen Bankkarten fanden sie alle bloed (Kreditkarten nehmen wir nicht! - Das ist keine Kreditkarte…), und so hat mir eine Freundin mit Bargeld ausgeholfen. Das habe ich ihr dann online! zurueckueberwiesen. Mein britischer Mann fand das alles sehr amuesant.

    #14AuthorAK(de in uk) (236113) 16 Sep 19, 16:57
    Comment

    Ich bin ein inkonsequenter Bargeldhamster. Ich stelle fest, daß ich mehr und mehr mit Karte zahle, aus blanker Bequemlichkeit, aber auch immer dafür sorge, einen ordentlichen Bargeldbetrag bei mir zu haben. Vom Notfall-Fuffi im Anhänger meines Autoschlüssels ganz zu schweigen.

    Es gibt auch Dinge, die ich im Leben nicht mit Karte zahlen würde. Und obwohl ich eine Payback-Karte besitze, wird auch die nur selektiv eingesetzt. Also wer gerne meinen Verbrauch an Klopapier, Zahnpasta, Duschzeug und Feinstrumpfhosen nachhalten will, darf das gerne tun. Aber schon bei Alkohol hört es für mich auf. Der wird bar bezahlt und nicht getrackt. Oder Medikamente. Gurgellösung und Heilsalbe geht auch mit Karte, Schmerztabletten nur bar.

    Vor 11 Jahren habe ich sogar noch mein Auto (Neuwagen) bar bezahlt. Und jüngst meine Waschmaschine.

    Barzahlung ist eine Freiheit, die ich mir nicht nehmen lassen möchte.

    Und wenn ich immer noch so knapp bei Kasse wäre, wie vor zwanzig Jahren, würde ich auch immer noch am Monatsanfang mein Budget in bar von der Bank holen und es mir in Wochenrationen ins Portemonnaie stecken, damit ich bloß nicht den Überblick verliere und bloß nicht einen Groschen mehr ausgebe, als ich habe.

    Dem Online-Banking verweigere ich mich übrigens. Dem traue ich nicht von Wand bis Tapete.

    #15AuthorChaja (236098) 16 Sep 19, 16:58
    Comment

    Ergänzend zu #2: "Also wird so viel wie möglich mit Bargeld gezahlt :-D"

    Aber bitte nur mit Münzen. Scheine haben eindeutige Nummern/Kennungen und sind damit nachverfolgbar.

    #16Authoreineing (771776) 16 Sep 19, 17:02
    Comment

    @16: Idiot :-D

    #17AuthorB.L.Z. Bubb (601295) 16 Sep 19, 17:11
    Comment

    Übrigens kann man auch Bargeld an der Supermarktkasse bekommen, wenn man dort mit EC-Karte zahlt. Keine Ahnung, ob das alle schon anbieten, ich kenne es von Edeka, Rewe, Netto ...


    Die oben erwähnte Geldkarte habe ich damals auch genutzt, um damit Fahrkarten am Automaten zu kaufen. Ich war allerdings entsetzt, als ich beim zweiten Fahrkartenkauf angeboten bekam, dieselbe Fahrt wie beim letzten Mal zu buchen. Eine Geldkarte, die Details meiner Transaktionen speichert? Nein danke. Die Funktion wurde ganz schnell eingestellt.


    Bei meiner neuen EC-Karte ist kein RFID-Chip enthalten, wollte ich nicht haben. Meine vorherige Karte nahm mir mal eine Kassiererin bei einem kleinen Betrag aus der Hand und hielt sie vor das Lesegerät, das fand ich mächtig übergriffig, war aber erst einmal sprachlos. Sollte sie das mit meiner neuen Karte probieren, kann sie lange fuchteln ;D


    Weiß jemand, ob das Gerücht stimmt, dass gebrauchte Geldscheine immer Spuren von Kokain enthalten, dass sogar die Automaten schon damit verseucht sind?

    #18AuthorRaudona (255425)  16 Sep 19, 17:48
    Comment

    I'm still a cash person myself. I like the perceived control it gives me ... for groceries, smaller items, although I use my credit card regularly for unexpected, larger, or of course online purchases.

    My daughters (in their 30s), and their friends, almost never have cash on them. They pay everything with their debit cards (takes it right out of their bank account). Incidentally, they do both use something they set up with their banks ... everytime debit is used, a very small amount of their designation ($1 or less) is deposited from their chequing into their savings account.

    I've recently sold some odds and ends/furniture to returning university students (age 18 to early 20s). Most of them paid me with an e-transfer into my account.

    ... cash seems to be dying .... :(

    #19AuthorRES-can (330291) 16 Sep 19, 18:06
    Comment

    Eine Geldkarte, die Details meiner Transaktionen speichert?


    Auf den Geldkarten war Zeitpunkt und Betrag der letzten Transaktionen gespeichert, die konnte man auch am Geldautomaten abrufen. Es sollte mich wundern, wenn es überhaupt die Möglichkeit gegeben haben sollte, mehr Daten zu speichern. Vermutlich hat der Fahrkartenautomat einfach am Preis erkannt, welche Fahrkarte man als letztes gekauft hat.

    #20AuthorJanZ (805098)  16 Sep 19, 18:10
    Comment

    Wobei mir davor graust, dass auf meine Kontoabrechnungen jeder Kaffee, jedes Parkticket und jede Briefmarke einzeln erscheint. Da wäre mir die alte Variante deutlich symphatischer, bei der man die Karte mit einem Guthaben auffüllt, das in der Abrechnug erscheint, das Guthaben im übrigen aber wietgehend wie Kleingeld behandelt wird, das man in der Tasche hat.


    @eineng: Es gibt bei fast allen deutschen Banken aufladbare EC- und Kreditkarten (Fachbegriff "Debit Card"). Das ist im Prinzip das, was du gerne hättest. Wenn du dir ein eigenes Konto für so eine Karte zulegst, hast du auch keine lästigen Kleinbeträge auf dem "echten" Kontoauszug.


    Ich war in den letzten paar Jahren zweimal in Schweden und finde es ganz fantastisch, dass man dort überall mit Karte zahlen kann. Wirklich überall. Auf dem Flohmarkt, auf einem winzigen Campingplatz, überall. Es gibt in Skandinavien auch Zahlungsapps, mit denen man von Handynummer zu Handynummer bezahlen kann. Im Prinzip ähnlich wie Paypal. Gibt es in Deutschland auch, nennt sich Kwitt. Kennt aber fast niemand, verwendet fast niemand, und nicht alle Banken beteiligen sich daran, was es völlig unbrauchbar macht. In Skandinavien werden solche Systeme von über 60% aller Menschen genutzt, habe ich mal gelesen.


    In Deutschland sieht es derweil so aus: Ich habe mich kürzlich gefreut, dass ich eine "Echtzeitüberweisung" ausführen kann - nach wenigen Sekunden soll das Geld auf dem Konto des Überweisungsempfängers angekommen sein, hieß es. "Hach, sind die deutschen Banken fortschrittlich", dachte ich mir. Aber nur, bis das Geld vier Werktage später wieder auf mein Konto gebucht wurde, mit dem Vermerk "Stornierung". Ich musste bei der Bank anrufen und es stellte sich heraus - die Bank des Überweisungsempfängers akzeptiert keine Echtzeitüberweisungen.

    #21AuthorJalapeño (236154)  16 Sep 19, 18:10
    Comment

    Große Beträge zahle ich mit Karte, kleinere bar. Im Supermarkt eigentlich immer bar, weil Kartenzahlung länger dauert und die Leute hinter mir unnötig aufhält.


    EC-Karte mit PIN finde ich praktisch. Vor allem an der Tankstelle muss ich nicht mehr in den Shop laufen, sondern kann einfach von der Säule wegfahren. Und wenn ich zufällig ungeplante Schuhe genau in der Farbe des neuen Hosenanzugs irgendwo sehe, kann ich auch sofort zuschlagen und muss nicht erst einen Geldautomaten suchen.


    Für die Banktransaktionen habe ich glücklicherweise noch eine Filiale im Dorf, die einen Automaten für Auszüge, Daueraufträge und Überweisungen im Foyer hat. Das ist für mich stressfreier, als das Gewurstel mit Passwörtern und Sicherheitsabfragen. Und das Handy, auf das der Sicherheitscode geschickt wird, finde ich in 2 von 3 Fällen gerade nicht.


    Als der Geld-Chip (oder Geldchip?) damals eingeführt wurde, hörte ich viel Gemecker, dass das Geld vom Konto abgebucht wird, ohne dass man es hat. Die Leute wollten als Gegenleistung für die Kontostandsminderung etwas in der Hand halten.


    Was ich nie tun würde: ÖVP-Fahrkarten am Automaten mit der Karte kaufen. Ich konnte einmal beobachten, wie ein Automat wegen eines Defekts weder ein Ticket noch die Karte herausgab. Der Besitzer der Karte hat eine Notrufnummer gewählt, sein Problem beschrieben, kurz zugehört - und dann losgebrüllt "Was heißt hier in 2 Stunden." - Den Rest hab ich nicht mitbekommen, weil die S-Bahn kam. Das hat meine Phobie vor Fehlfunktionen mit der Karte noch einmal bestärkt.


    Und etwas OT: Denn Vollpfosten, der das "Sicherheits"system User-ID, die nicht mit dem Namen oder der E-Mail-Adresse identisch sein darf, plus Passwort erfunden hat, sollte man ... ich sag lieber nicht, was man den sollte. Wenn ich den Zettel, wo beides draufstand, nicht mehr finde, kann ich auch kein neues Passwort gegen Angabe der User-ID anfordern.

    #22AuthorEifelblume (341002) 16 Sep 19, 18:24
    Comment

    @ dirk #12: auch Überweisungen/Lastschriften etc. kosten Geld (wenn auch weniger als Kreditkartentransaktionen). Und wenn der Laden Pech hat, muss er für größere Geldbeträge auf seinen Konten Minuszinsen zahlen. Beides Argumente für Barzahlungen.


    @ Jalapeño #21: Die Bank muss an das TIPS System von TARGET 2 (EZB) angeschlossen sein und eine Vereinbarung zur Durchführung von SEPA Instantüberweisungen abgeschlossen haben (ist an Voraussetzungen gebunden). Das gibt es grundsätzlich erst seit November 2018 und wurde noch nicht überall in der Bankenlandschaft umgesetzt. 

     

    Obwohl die EZB diese Transaktionsart sehr günstig für die Banken anbietet (max. 2 Cent pro Transaktion), wollen letztere dafür immer noch vergleichsweise viel Geld sehen (meine Volksbank nimmt 80 Cent dafür - Volksbanken stehen allerdings ohnehin nicht im Ruf, besonders günstig zu sein; sie bietet es auch erst seit diesem Sommer an). Wenn das alle so teuer machen, wird sich das sicher nicht so schnell durchsetzen wie von der EZB prognostiziert.

    Erstaunlich ist auch, dass die Rücküberweisung 4 Tage dauerte. Wenn eine Instantüberweisung auf EZB-Ebene statt der angedachten 10 Sekunden 20 dauert, wird sie wegen Zeitüberschreitung abgelehnt. Die entsprechende Rückinfo sollte daher m.E. etwas flotter gehen als in 4 Tagen. Aber dazu habe ich keine genaueren Infos. 

      

    #23AuthorBuchhalterin1 (1225383) 16 Sep 19, 20:07
    Comment

    Auch wenn ich (im Ruhestand wieder!) selbst relativ viel bar bezahle, geht der Trend eindeutig zu immer weniger Bargeldbenutzung. Die Benutzung von Bargeld wird schwieriger, z.B. Bezahlterminals die lediglich Karten annehmen aber kein Bargeld, elektronische Mautsystem statt Mautkassierer, schrumpfende Anzahl von Geldautomaten, Abschaffung der Barüberweisung, (erfolgte oder geplante) Abschaffung "großer" Geldscheine.


    Auch ohne ein Alufolienhütchen aufzuhaben (oder vielleicht ist meines auch nur unsichtbar? :-) denke ich, das ist auch "von oben" gewollt:


    (1) Wirtschaft und Staat freuen sich neben der gesteigerten Transaktionseffizienz (Kostenersparnis) über die Möglichkeit, detailierte Profile zu jedem Bürger anlegen zu können

    (2) Negativzinsen (wo es sie gibt) ziehen der Bevölkerung besonders wirksam Geld aus der Tasche, wenn das Geld auf Konten liegt und nicht als Bargeld im Umlauf ist

    #24AuthorNorbert Juffa (236158)  16 Sep 19, 20:31
    Comment

    #22 Für den Fahrkartenkauf gibt es inzwischen auch schon den nächsten Schritt (bei RNV, Rhein-Neckar-Verkehrsverbund, aber ich bin sicher, dass es das auch woanders gibt). Man lädt eine App runter und wenn man in den Zug/den Bus/die Bahn steigt, schaltet man sie ein. Wenn man aussteigt, schaltet man ab. Berechnet wird ein Grundpreis (ich glaube 1.20€) und ein Kilometergeld - allerdings nicht die gefahrene Strecke, sondern Luftlinie. Der Preis pro Ticket ist auf 12 Euro gedeckelt, falls man - trotz mehrmaliger Erinnerung durch die App - mal vergisst auszuschalten (oder wenn man ziemlich weit fährt, RNV ist ein recht großes Gebiet). Man kann maximal für eine weitere Person ein Ticket kaufen.

    #25Authorthisismyknick (1117613) 16 Sep 19, 20:56
    Comment

    Luftlinie? Eine kleine Rundreise per ÖPNV kostet somit lediglich die Grundgebühr?

    #26AuthorNorbert Juffa (236158) 16 Sep 19, 21:02
    Comment

    Also ich zahle in Kalifornien fast alles per Karte. FastTrak für den Brückenzoll, Clippercard für ÖPNV und Kaffeeketten Karte laden sich automatisch von der Kreditkarte auf, wenn das Guthaben unter einen bestimmten Wert fällt. Bargeld benutzte ich noch auf dem Wochenmarkt, für Girl Scout Cookies und wenn ich in einer Gruppe Essen gehe (Restaurants mögen keine multiplen Rechnungen für den Tisch, also zahlt einer mit Karte und bekommt Bargeld von allen anderen). Und beim Kinderfrisör (Panda Room in Corte Madera nimmt tatsächlich nur Bargeld oder Scheck). Der Putzdienst der alle zwei Wochen das Haus putzt kriegt einen Scheck (liegt auf dem Esstisch, wenn die kommen), genauso wie die Cello-Lehrerin meines Sohnes. Wenn Sohnemanns Fussballteam Geld sammelt, um zum Saisonende dem Coach ein Geschenk zu kaufen, gibt's mit dem Aufruf dazu eine PayPal oder Venmo Adresse.

    #27AuthorIna R. (425467) 16 Sep 19, 22:20
    Comment

    #26 Das habe ich mir auch schon überlegt. Mhmmmm... - aber normalerweise wäre mir meine Zeit dann doch zu schade.

    #28Authorthisismyknick (1117613) 16 Sep 19, 22:37
    Comment

    Raudona, were you listening to the BBC today? (-:

    This report from journalist Celia Hatton, about how she found it impossible just to get a taxi in Beijing that would accept cash, struck me as really frightening.

    https://www.bbc.co.uk/programmes/w3csy6n8

    Requiring people to use electronic payments is obviously a way to track the movements of everyone in society. It seems to me that it would behoove young people to think about the Big Brother aspect, especially right now when their peers in Hong Kong are being persecuted.

    In developed countries, refusing cash payment is also a way to discriminate against poor people, people who don't have enough money to qualify for a bank account or a credit card. That's why I was relieved to see that some US cities, notably Philadelphia, are pushing back and requiring businesses to accept cash.

    https://www.c-span.org/video/?463373-1/view-s...
    https://www.inquirer.com/business/amazon-go-a...
    https://knowledge.wharton.upenn.edu/article/c...

    It seems blindingly obvious to me that if a medium of exchange is legal tender, especially if it is one as basic and traditional as cash, every business should have to accept it. But apparently that's not the case. I haven't flown for years, but I was appalled to hear that many airlines now apparently require a credit card even for small transactions, such as food or drink during a flight. How is that not discriminatory, and indeed, illegal?!

    That said, I seldom use cash myself these days, so I suppose that my credit card company at least can track all my movements. But at least I can keep that separate from my phone company. I can't imagine using a communications device to make payments -- it seems like the height of gullibility.

    But apparently in places like rural Africa, where both communication and banking were difficult to access before the smartphone, having everything on one device has opened up the economy to many people who were previously excluded from it.

    I suppose the loss of privacy may be a reasonable tradeoff for some. I just wish everyone had the right to make the choice for themself and not be forced into one system or the other.
    #29Authorhm -- us (236141) 16 Sep 19, 23:35
    Comment

    #6 Der Verkäufer hat gleich bei der Bestellung "Barzahlung bei Lieferung" angekreuzt.

    Der wollte die Umsatzbeteiligung sparen, die ist prozentual & macht daher bei größeren Anschaffungen doch erkleckliches aus. Eine Bekannte hat mir die Geschichte erzählt, als einer seinen neuen Benz mit Karte zahlen wollte, das hätte fast 6.000.€ Umsatzbeteiligung für die Kartenfirma ausgemacht, das Geld wurde dann überwiesen.


    Auf meinem Kartenkonto fand ich letztens einen Einnahme verbucht, 20 € wegen häufigen Gebrauchs

    derselben. 


    In Schweden besteht die Absicht das Bargeld zu killen.


    Dabei taucht bei mir die Frage auf ob das nicht gegen den EU Gleichheitsgrundsatz verstößt. Die Schweden benutzen ihre Karten gebührenfrei, während ich bei meiner Abrechnung 5% Fremdwährungszuschlag drauf bekomme. Ich darf aber in einem anderen EU Land nicht benachteiligt werden. Arbeitsbeschaffung für Juristen, wenn es soweit ist.

    #30Authorjo-SR (238182)  17 Sep 19, 07:32
    Comment

    Bei einem mehrtätigen Aufenthalt in Wien Ende August d.J. fiel mir auf, dass in allen Gaststätten und Cafés gefragt wurde: "Zahlen Sie bar oder ...?" Eine soche Frage habe ich hier in D noch nie gehört. Das Kartenwesen scheint in Wien schon weiter fortgeschritten zu sein als hier.


    Nachdenkend, wem zuliebe u.a. das Bargeld erhalten bleiben sollte, fielen mir ein:


    Kinder - wegen Taschengeld

    Trinkgeld nehmende Berufe (Kellner, Taxifahrer, Frisör, Klofrau, Masseur, Kosmetikerin)

    Bettler

    Straßenmusikanten

    Opferstöcke in Kirchen

    Blumenverkäufer (auf der Straße, in Gaststätten)

    Zeitungskiosk, stummer Zeitungsverkäufer

    ÖPV

    Diverse Automaten

    Glücksbrunnen (in die man Münzen wirft, um Glück zu erhaschen)

    Bratwurstbuden etc.

    Brezenverkäufer

    Eisdielen

    Damen des "horizontalen Gewerbes" (ihre Kunden werden sicher nicht einen Zahlungsweg bevorzugen, der dokumentiert, wo und wer den entsprechendene "Dienst" geleistet hat)

    #31AuthorMiMo (236780) 17 Sep 19, 07:54
    Comment
    Naja, MiMo, technologisch weiter zu sein als der deutsche Alltag ist auch keine Kunst. *duck*
    Die Österreicher sind eh auch Bargeldhamster, aber die Kaufleute sind vielleicht ein wenig moderner.

    Zum Geldthema: Ich liebe meine Onlinebank und muss nur alle paar Jahre mal in eine Partner-Filiale, um mehr Bargeld zu holen als am Bankomaten möglich wäre.
    Als ich mir aber wegen den unseligen neuen Bankingregeln allen Ernstes ein neues Handy kaufen musste, weil diese Apps einen Fingerabdruckscanner vorschreiben, war ich schon etwas verärgert.
    Die Registrierung bei zwei Banken, eine davon bloß für das Konto vom Elternverein, war auch extrem nervig.
    #32Authortigger (236106) 17 Sep 19, 08:09
    Comment

    Eine Geldkarte, die Details meiner Transaktionen speichert?

    Aber schon bei Alkohol hört es für mich auf. Der wird bar bezahlt und nicht getrackt.


    Bonuskarten wie Payback oder Deutschlandcard sind eine Sache, da unterschreibt der Kunde, dass die Daten zu Marketingzwecken ausgewertet werden dürfen. Aber da kann man sich natürlich im Prinzip auch unter einem Phantasienamen anmelden. Außerdem werten diese Systeme, soweit ich weiß, in der Regel auch nur Summenbeträge aus, allenfalls Warengruppen. Die müssten ja täglich Unmengen von Daten einsammeln und verarbeiten, wenn sie jeden Kugelschreiber, jede Tafel Schokolade und jede Rolle Klopapier einzeln erfassen wollten. Der eher fragliche wirtschaftliche Nutzen würde so einen Aufwand wohl kaum rechtfertigen.


    Aber Bankkarten sind doch etwas anderes. Die dienen zur Ausführung eines Geldtransfers, und ich bezweifele stark, dass es überhaupt zulässig ist, in diesem System irgendetwas anderes zu speichern als die zugehörige Kontonummer und den Zahlbetrag. Das muss natürlich einen Händler oder einen Automaten nicht davon abhalten, sich zu merken, welche Karte er schonmal gesehen hat, und die zuletzt damit bei ihm bezahlte Transaktion erneut anzubieten. Das ist dann aber völlig anonym. Persönliche Daten wie Name und Adresse sind auf der Karte nicht gespeichert, der Name ist nur aufgedruckt.

    #33Authordirk (236321) 17 Sep 19, 08:17
    Comment
    I was actually going to edit my post to add that Germany seems to be a place that still uses more cash than many other countries around the world, or did until recently.

    On my last visit, now over a decade ago, I found it equally frustrating that so many businesses at that time, even in major cities, simply didn't accept credit cards, so they would just turn you away at the counter and send you to an ATM down the street, if one could even be found, which was really frustrating and made me feel more than a little unwelcome as a tourist in their economy. I had had no idea before booking the trip that I would so often only be able to use a debit card if any card at all, so I didn't even own a debit card, because my generation doesn't tend to use them if we don't have to. (Why not let the float work for you if you can? I'm not sure young people are aware of that concept either, but now that interest rates are so low, maybe it doesn't matter as much.)

    It still seems strange to me that credit cards are still evidently regarded with such suspicion in so much of Germany. But it makes me wonder now about how the credit-card industry may have influenced legislation in the US and elsewhere, to basically require even small businesses to pay the extra transaction fees for processing them. (In many states it's illegal to charge more for using a credit card, but some businesses get around that by offering a discount for cash, which is basically the same thing.) If I understand the original concept, essentially the fee was a rational payment for a kind of quick credit check, to assure the business that the customer could afford the purchase and that the payment would indeed be made to the business. For something as big as a car, say, that layer of security certainly ought to be worth something to the business.

    But now that credit cards are allowed to charge basically usurious rates of interest, so that even people without much money can get credit cards and then become trapped in debt, generating more and more money for the credit-card companies, the system no longer seems either as fair or as transparent as it used to be. I don't know whether that's just an unforeseen turn in economics, or whether it's directly related to deregulation of some kind.

    I wonder if any of the candidates, like Elizabeth Warren, will make that a theme in the campaign. I seem to recall that Joe Biden's home state of Delaware has had historic ties to large banks and/or credit-card companies, if I remember correctly.




    #34Authorhm -- us (236141) 17 Sep 19, 08:25
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    I don't think Germans use their credit for actual credit purchases, only as a means of deferred debit. I don't know anyone who does not pay off their balance in full at the end of the month.

    #35Authorpenguin (236245) 17 Sep 19, 08:35
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    That's actually what my family has always done too. (With my one grandparent of German heritage being the most reluctant to use credit of any of them. (-: )

    But we're now the older generation.
    #36Authorhm -- us (236141) 17 Sep 19, 08:45
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    Die ersten Banknoten wurden 1661 in Schweden herausgegeben und Schweden ist auch das erste Land, das sie wieder abschafft. Mit ihrer Swish-App wird sogar dem Drehorgelmann gespendet. Schweden profitiert davon, die Herstellung von Bargeld und der Kreislauf damit ist teuer.


    Ich bin mit Bargeld sehr zufrieden, es schützt mich vor unnötigen Käufen. Kaffeeduft gerochen, Karte hingehalten und Ware konsumiert geht sehr schnell. Sogar, wenn ich bereits im Minus bin. Wenn aber gerade Ebbe im Geldbeutel ist, dann muss ich verzichten und es funktioniert auch.


    Ich hätte nur einen Wunsch, nämlich die Methode, die ich aus den Niederlanden oder der Schweiz kenne: Eine Ware kostet zB. 1,99 ich muss aber 2,00 zahlen. Wenn ich dagegen einen Warenkorb habe der in Summe 12,04 kostet, dann zahle ich 12,00. Mal "gewinnt" der Händler, mal der Kunde. (So läuft es an der Tankstelle mit dem Spritpreis auch, Diesel kostet 1,219 € pro Liter, zahlen muss ich aber 1,22.) In einem Punkt gewinnen alle: Die Pfennig-Kramerei ist nicht mehr nötig, die lange Schlange an der Kasse ist kürzer, weil es weniger Wechselgeld gibt.

    #37AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 08:51
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    Und warum macht man dann nicht gleich 'runde' Preise für die Ware (sofern möglich)?

    #38Authoreastworld (238866) 17 Sep 19, 09:02
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    Pssst, Harri, wenn die Rechnung 12,04 sagst, zahlst Du 12,05.

    0,01 und 0,02 --> 0,00

    0,03 und 0,04 --> 0,05

    0,06 und 0,07 --> 0,05

    0,08 und 0,09 --> 0,10

    "kaufmännisch runden" heißt das. Bevorzuge ich auch.


    Eastworld - das macht in Deutschland z.B. die Drogeriekette dm.

    #39AuthorChaja (236098)  17 Sep 19, 09:04
    Comment

    #38: Frag die Tankstellenbetreiber.


    Außerdem sieht Aktionsware für nur 0,98 besser aus als 1,00


    #39:

    #40AuthorHarri Beau (812872)  17 Sep 19, 09:05
    Comment

    Auf die nächsten 0,05 runden gab es in den Niederlanden schon vor dem Euro, wenn ich mich recht erinnere. Das halte ich allgemein und somit auch in den USA für sinnvoll, zumal die Produktion speziell unseres 1-Cent-Stückes mittlererweile mehr als ein Cent kostet. Das wurde glaube ich sogar schon mal diskutiert. warum sich dann doch nichts geändert hat, weiß ich nicht mehr.

    #41AuthorNorbert Juffa (236158)  17 Sep 19, 09:06
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    #39: Ich meine, die 5er hätten sie auch schon einkassiert, bin mir aber nicht mehr sicher.

    #42AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 09:07
    Comment

    OT: It's an interesting question why gas prices are fixed in mills and not cents. One source I found claims the practice was adopted in the US in the 1930s. The only other common financial item specified in mills that I am aware of are property taxes.

    #43AuthorNorbert Juffa (236158) 17 Sep 19, 09:16
    Comment

    Ich will meinen Cent behalten!

    Es fühlt sich einfach nicht richtig an, mit unexakten Geldbeträgen zu handeln. Wozu gibt es eine Währungseinheit, die in meinem Portemonnaie gar nicht existiert? Verrechnen kann man ja von mir aus mit 17 Stellen hinter dem Komma, aber ganze Cent sind ganze Cent. Wenn man meint -- vielleicht zu Recht -- dass ein Cent weniger ist als der kleinste vorstellbare Einzelpreis für irgendwas, dann soll man doch lieber die Währung anpassen: ein neuer Euro gleich 10 alte Euro.

    #44Authordirk (236321) 17 Sep 19, 09:20
    Comment

    Dass die Untereinheit eher theoretisch ist, wäre aber nichts neues: theoretisch setzte sich eine italienische Lira aus einhundert 100 Centesimi zusammen, aber der letzte leibhaftige Centesimo wurde sicher viele, viele Jahrzehnte früher gesichtet. Ich fand es damals(R) eher (auf vage Art) unangemessen, dass man in Österreich überhaupt erst mit zehn Groschen begann und auch die so wenig ehrte, dass man sie aus Aluminium fertigte.

    #45AuthorGart (646339) 17 Sep 19, 09:28
    Comment

    Zehn Groschen waren in Deutschland eine Mark.

    #46AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 09:30
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    Re #44: Du gibts die Antwort doch selbst: Nach der Abschaffung aller Münzen kleiner als 5 Cent wäre der Cent weiterhin eine Verrechnungseinheit (wie eben heute schon der mill, der noch nie eine Münze war). Mit anderen Worten, eine halbe Kommastelle mehr.


    Edith meint, dass habe Gart mittlererweile schon anschaulicher erklärt.

    #47AuthorNorbert Juffa (236158)  17 Sep 19, 09:31
    Comment

    Dabei taucht bei mir die Frage auf ob das nicht gegen den EU Gleichheitsgrundsatz verstößt. Die Schweden benutzen ihre Karten gebührenfrei, während ich bei meiner Abrechnung 5% Fremdwährungszuschlag drauf bekomme. Ich darf aber in einem anderen EU Land nicht benachteiligt werden.


    Da benachteiligt dich vor allem deine Bank, bei meiner gibt es so einen Quatsch nämlich nicht. Davor schützt dich dann allerdings auch kein EU-Recht.

    #48AuthorJanZ (805098) 17 Sep 19, 09:35
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    @Harri: nein, das 5-Ct-Stück ist auch in den Niederlanden noch alive and kicking.

    #49AuthorChaja (236098) 17 Sep 19, 09:42
    Comment

    Pssst, Harri, vor dem Euro gab es in Österreich den Schilling und ein Schilling hatte 100 Groschen.


    Meine Großmutter hat in den 50-er Jahren in Italien noch leibhaftige Centesimi benutzt. Zuletzt war die kleinste real existierende Münze 50 Lire. Und OT: Trotz Euro fragen italienische Händler immer noch ganz automatisch, ob der Kunde Kleingeld hat.

    #50AuthorEifelblume (341002) 17 Sep 19, 09:44
    Comment

    Fragen die nicht mehr nach einem Gettone? Fand ich immer lustig, diese italienische Ersatzwährung.

    #51AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 09:48
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    ##45,47: Ich sag ja, verrechnen sollen Hersteller und Großhändler gerne so exakt, wie sie wollen, von mir aus mit 2,371 Cent pro Schraube, das stört mich nicht. Aber im Einzelhandel will ich exakte Preise exakt bezahlen.

    #52Authordirk (236321) 17 Sep 19, 09:51
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    2,371 Cent pro Schraube ist doch auch ein exakter Preis, den man aber heute nicht exakt bezahlen kann. Von daher ändert sich prinzipiell gar nichts, außer dass die Granularität des Zahlmittels gröber wird.

    #53AuthorNorbert Juffa (236158) 17 Sep 19, 09:54
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    Aber im Einzelhandel will ich exakte Preise exakt bezahlen.

    Ist das nicht eine typisch deutsche Einstellung?

    Eine andere Einzelhandelskette, KODI, rundet kaufmännisch und spendet ein dadurch eventuell in der Kasse verbliebenes Guthaben. Auch eine gute Lösung.

    #54Authorpenguin (236245) 17 Sep 19, 09:55
    Comment

    Nö, Harri, es gibt keine Gettoni und auch keine Kaugummis als Wechselgeldersatz mehr. Es gibt jetzt auch genug Kleingeld. Den Händlern ist es einfach inzwischen ins Genmaterial übergegangen, Zahlbeträge nur mit dem Zusatz c'ha gli spicci auszusprechen.

    #55AuthorEifelblume (341002) 17 Sep 19, 10:03
    Comment

    #53: Deswegen will ich ja auch keinen Preis von 2,371 Cent als Einzelhandelspreis sehen. Da soll sich der Händler bitte festlegen, ob er nun 2 Cent oder 3 Cent verlangt oder Päckchen von 10 Stück für 24 Cent verkauft oder wie auch immer. Wenn die kleinste Einheit in meinem Portemonnaie 5 Cent ist, dann will ich keine Preise, die feiner als 5 Cent auflösen. An der Kasse Runden ist Mist, und ob ich den Restbetrag spende und wofür, will ich selbst entscheiden.


    Ist das nicht eine typisch deutsche Einstellung?

    Kann sein. Ich bin aber auch deutsch.

    #56Authordirk (236321)  17 Sep 19, 10:04
    Comment

    Ich habe jüngst in einem Laden fernab der niederländischen Grenze (deutlich näher an der dänischen, aber mit gesamtrepublikanischer Touristenklientel) beim Bezahlen (weil mir das Getüdel mit der Centmünze  -ich weiß nicht mehr, ob ich einen oder zwei Cent hätte rauskriegen müssen - zuviel war, und der zufällig freie Blick in die Kassenlade mir eröffnete, daß eine Rolle gesucht und geknackt hätte werden müssen) gesagt "bitte holländisch runden". Die Reaktionen darauf waren lustig. Die Dame an der Kasse bedankte sich sehr erfreut. Einige Kunden hinter mir (dem Tonfall nach aus Gegenden fern der Niederlande) fragten, was es damit auf sich hätte und meinten nach der Erläuterung dann "Oh, das merke ich mir, das sag ich demnächst auch".

    Funktioniert in Deutschland vom Kunden ausgehend natürlich nur fürs Aufrunden und vom Händler ausgehend nur fürs Abrunden, sonst kommt es zu einem Volksaufstand, weil die meisten halt doch ticken wie Dirk.

    DM rundet bei krummen Beträgen ab (krumme Beträge gibt es bei DM nur bei Photos). Mein Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt rundet auch immer ab.

    Und was den Volksaufstand angeht - in der Venloer Innenstadt gibt es einen Supermarkt, der tatsächlich Ein- und Zwei-Cent-Stücke rausgibt. Vermutlich der einzige weit und breit in den Niederlanden. Als mir das dort das erste Mal passiert ist, habe ich leicht verwirrt gekuckt und nachgefragt, was denn nun passiert sei. Die Antwort lautete "Das ist wegen der Deutschen, die wollen das so. Und die Diskussionen möchte uns die Geschäftsleitung einfach ersparen."


    #57AuthorChaja (236098) 17 Sep 19, 10:10
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    Soweit ich weiß, sind in Finnland schon bei Einführung des Euro die 1- und 2-Cent-Münzen gar nicht erst in Umlauf gegangen (es gibt sie, aber eher bei Sammlern als in Portemonnaies), die Preise sind auch so fgestaltet, dass man diese Münzen gar nicht braucht.


    Ich bin gelegentlich dienstlich in den Niederlanden, und wenn ich mir dann im Supermarkt zwischendurch eine Flasche Wasser oder einen Schokoriegel kaufe oder irgendwo am Bahnhof ein belegtes Brötchen, komme ich mir schon sehr exotisch vor, weil ich diese Kleinstbeträge bar bezahle. Die große Mehrheit der Kunden macht dort alles per Karte, mittlerweile auch oft an automatischen Kassen, an denen der Kunde seine Ware auch selber einscannt. Das mit dem Runden war mir irgendwann einmal aufgefallen, finde ich aber auch vollkommen OK. Mal gewinne ich, mal der Händler, passt schon.


    Ich fühle mich unwohl, wenn ich gar kein Bargeld in der Tasche habe, bezahle aber inzwischen auch oft mit der EC-Karte. Nicht gerade die Pommes auf die Hand, das Teilchen beim Bäcker oder den Salatkopf auf dem Wochenmarkt, das sind erstens Kleckerbeträge und zweitens gehe ich nicht unbedingt davon aus, dass diese Händler ein entsprechendes Lesegerät haben, aber im Supermarkt durchaus, auch wenn ich vielleicht nur für 15 Euro eingekauft habe, oder wenn ich Klamotten kaufen gehe oder spontan irgendwo etwas sehe. Die Friseurin bezahle ich auch meist per Karte und werfe dann nur noch ein wenig Bargeld als Trinkgeld in die bereitgestellten Sparschweinchen. Im Restaurant zahle ich selten, aber immer öfter mit Karte. Ich mache das auch eher nicht von der Art meiner Einkäuge abhängig, habe also z.B. auch kein prinzipielles Problem damit, beim Weinhändler des Vertrauens mit Karte zu zahlen. Meine Bankberaterin hat mir übrigens mal gesagt, dass es den Supermärkten eigentlich lieber sei, wenn man mit Karte zahle, weil sie gar nicht so gerne so viel Geld in der Kasse haben, was auch ein Grund dafür sei, dass man sich mittlerweile beim Einkauf mit Karte in vielen Supermärkten auch Bargeld auszahlen lassen kann.


    Meine Kreditkarte hingegen habe ich vor allem für den Urlaub. Vor allem, wenn ich meine Familie in Kanada besuche, ist es ja empfehlenswert, per Kreditkarte zahlen zu können, aber auch Ticketbuchungen oder Hotelreservierungen im Netz gehen am einfachsten mit der Kreditkarte. In Geschäften hier in Deutschland habe ich die Kreditkarte, glaube ich, noch nie benutzt. Und ich halte es mit ihr auch wie von penguin in #35 beschrieben: Der Kreditkartenbetrag wird zu einem bestimmten Zeitpunkt von meinem Girokonto eingezogen, also immer pünktlich beglichen. Nur eben nicht, wie mit der ec-Karte, innerhalb weniger Tage, sondern ein oder zwei Monate später.


    Sowas wie paypal habe ich dagegen noch nie ausprobiert. Ich wüsste gerade auch nicht, wofür. Soviel kaufe ich nicht im Internet, und wenn ich da etwas kaufe, geht das entweder per Lastschrift, per Überweisung oder per Kreditkarte, das muss an Zahlungsmöglichkeiten reichen.

    #58AuthorDragon (238202)  17 Sep 19, 10:16
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    OT: Na dann viel Spaß mit "ausländischen" Kredit- oder Maestrokarten in Japan, da werden sie nämlich auch oft nicht akzeptiert. Und dann steht man ziemlich dumm da ohne Bargeld weit weg vom nächsten internationalen Flughafen.


    Zum ehemaligen österreichischen Schilling: Es geschah genau das, der Groschen war nichts mehr wert und wurde daher nicht mehr verwendet. Es existierten aber sehr wohl 1- und 2-Groschen-Stücke, bis 13,71 Schilling von 1 Euro abgelöst wurden. Ich besitze noch ein paar aus Nostalgiegründen.


    Nachdem der Payback-Wahnsinn jetzt auch über Österreich hereingebrochen ist, haben sich viele Einzelhändler flugs ein österreichisches Pendant ausgedacht, die jö-Karte. Konsumentenschützer warnen massiv davor, insbesondere in Verbindung mit einem Konto bei der Bawag, wo man sogar für die Aufnahme einer Hypothek Bonuspunkte bekommt.

    (Ich habe beide Phänomene genutzt, die ganzen Kundenkarten einfach loszuwerden. Ist doch eh alles Beschiss. Und wohin das alles führen kann, sieht man ja hübsch an China, wo die Menschen eben keine Wahl haben.)


    #59Authortigger (236106) 17 Sep 19, 10:22
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    Ich benutze PayPal viel, es hat aber Vor- und Nachteile.

    Bei den meisten Einkäufen bedeutet es einfach einen Klick weniger. Man klickt entweder auf einen Link in einer E-Mail oder einen Button in der Kaufbestätigung.

    Kauft man im Ausland ein, sieht der Verkäufer den Zahlungseingang sofort und nicht erst Tage später; man bezahlt das allerdings mit einem schlechteren Wechselkurs.

    Im Euro-Raum zahlt nur der Verkäufer Provision.

    #60Authorpenguin (236245) 17 Sep 19, 10:25
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    Wer Verbrecher ist, sollte abends einen Heizöl-Tanklaster überfallen. Die Fahrer kassieren hauptsächlich Bargeld, das sind pro Kunde 2000,- und mehr. Lesegeräte würden oft nicht funktionieren, zu viele Funklöcher. Oder das Konto ist nicht gedeckt und es kommt zu einer Rückbuchung. Und auf Rechnung wollen die auch nicht liefern, dann hätten sie ständig mit Zahlungsverzögerungen oder Inkasso zu tun.


    Autokauf geht auch noch viel mit Bargeld. Der Käufer muss bei einer Bank ein paar Tage vorher das Geld bestellen, 30.000,- oder so haben die nicht vorrätig. Dann muss er persönlich zur Bank und das Geld abholen. Mit diesem Bündel Geldscheinen fährt er dann zum Händler, der zählt es, legt es in den Safe und bringt es dann zur Bank. Ein wenig umständlich finde ich das ja schon. Das wäre aber angeblich die beste und sicherste Methode, wurde mir erklärt.

    #61AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 10:29
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    #59: isso, am solidesten ist immer noch die Stempelkarte beim Bäcken: zehn Brote gekauft, das elfte umsonst, keine Fragen nach persönlichen Umständen, nicht einmal ein Screening der bevorzugten Backwaren.

    #62AuthorGart (646339) 17 Sep 19, 10:31
    Comment

    @ Harri Beau # 61: Für mich hört sich das an nach Geldwäsche und/oder Steuerhinterziehung.

    #63AuthorIrene (236484) 17 Sep 19, 10:32
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    PayPal nutze ich auch und halte es für eine gute Sache. Die Zahlung ist sofort bestätigt, d.h. man muss nicht erst warten, bis der Verkäufer den Geldeingang registriert hat, bevor er den Artikel überhaupt abschickt. Außerdem genießt man Käuferschutz, wovon ich schon erfolgreich Gebrauch gemacht habe. Das Betrugsrisiko (Zahlung geleistet, nie Ware erhalten) wird damit sicher nicht null, aber deutlich reduziert. Kreditkartendaten sende ich dagegen nur äußerst ungern übers Internet.

    #64Authordirk (236321) 17 Sep 19, 10:33
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    Meine Kreditkarte nutze ich primär im Internet - für Bahnfahrkarten, Hotelbuchungen, Flugbuchungen, Medimops-Bestellungen. In der freien Wildbahn bezahle ich damit eher weniger, am ehesten noch im Ausland (Nicht-Euro-Währungsgebiet). Überall anders greifen Bargeld oder EC-Karte.

    Paypal oder irgendwelche Apps nutze ich auch nicht, da bin ich wie Dragon (wie so oft *g*).

    #65AuthorChaja (236098) 17 Sep 19, 10:44
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    #61 "Wer Verbrecher ist, sollte abends einen Heizöl-Tanklaster überfallen. Die Fahrer kassieren hauptsächlich Bargeld, das sind pro Kunde 2000,- und mehr"


    Das habe ich ja noch nie gehört. Der Heizöl-Laster-Fahrer lässt eine Rechnung da und die wird überwiesen. Wir haben das noch nie, nie, nie bar gezahlt und bestellen auch nicht jedes Jahr bei derselben Firma (manchmal gibt es je nach Lieferant ein paar Cent Unterschied.

     Wo bist Du denn zu Hause, wo das so gehandhabt wird? *neugierigbin*


    #66AuthorBellydancer (1117479)  17 Sep 19, 10:49
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    #63: Für mich hört sich das an nach Geldwäsche und/oder Steuerhinterziehung.


    Da bin ich mir nicht sicher, denn man bekommt ja eine Rechnung. Und wenn es so üblich ist, dann wissen die Finanzämter ja wie der Hase läuft und würden da ein Auge darauf werfen. Ich habe am Telefon lange mit einem Verkäufer diskutiert weil ich nicht mit so viel Bargeld durch die Gegend fahren wollte um mir ein Auto zu kaufen. Er bestand aber darauf, mir blieb keine andere Wahl. Und das war ein einem der größten Autohäusern Deutschlands. Danach kaufte ich noch zwei Mal ein Auto, bei einem kleinen Hinterhofhändler und bei einem mittelgroßen Betrieb, das war immer die gleiche Methode.

    Eine Öllieferung musste ich auch mit Bargeld bezahlen, da war der Fahrer gnadenlos. Besonders ärgerlich: Die maximal abhebbare Bargeldsumme am EC-Automat war kleiner als die Heizöl-Rechnung. Zum Glück konnte ich aus dem Portemonnaie noch den Rest zusammenkratzen.


    ~~


    #66: Ohne jetzt Reklame machen zu wollen, hier ein Hinweis aus einem Bestell-Portal:


    Sie bezahlen die Ware bar direkt beim Fahrer. Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass Sie vor Ort über ausreichend Bargeld verfügen, um die Kaufsumme vollständig zu zahlen.

    https://www.heizoel24.de/zahlungsarten-lieferung


    Am günstigsten kauft ein, wer bar oder per EC-Karte beim Lastwagenfahrer zahlt.

    https://www.sueddeutsche.de/geld/heizoel-so-s...

    #67AuthorHarri Beau (812872)  17 Sep 19, 10:51
    Comment

    Mein Vater handelt bei Großkäufen (Möbel, Großgeräte etc.) immer einen Rabatt für Barzahlung aus. Die Tatsache, dass er überhaupt gar keine Kreditkarte hat, verschweigt er natürlich vornehm...

    #68AuthorSpinatwachtel (341764) 17 Sep 19, 11:05
    Comment

    Heizöl kaufen: So sparen Sie beim Heizölkauf viel Geld

    Auf Rechnung zahlen kostet im Schnitt 30 Euro mehr. 

    https://www.sueddeutsche.de/geld/heizoel-so-s...

    #69AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 11:07
    Comment

    "Mein" Bargeld möchte ich unbedingt, dringend und ohne weitere Diskussion ebenfalls behalten. Gründe dafür wurden bereits genügend genannt.

    Wann ich mit welcher Karte bezahle, entscheide ich selbst. Die mittlerweile verbreitete Kontaktlos-Variante hilft allerdings schon ziemlich.

    Übrigens gibt es bei uns (ca. 100.000 Einwohner) Restaurants, die einem gleich bei der telefonischen Tischreservierung mitteilen, dass sie ausschließlich Barzahlung akzeptieren.

    Vor ein paar Monaten habe ich ein Kfz gekauft. Bis dieses überführt und lieferfertig gemacht wurde, konnte ich den Kaufbetrag ganz einfach überweisen.

    PayPal oder ähnlichen Firlefanz benutze ich nicht und versuche, dies auch für den Rest meines Lebens so zu halten.

    #70AuthorAndiH (335362) 17 Sep 19, 11:11
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    #69

    Danke für den Tipp! Wenn wir nächstes Mal Öl bestellen, frag ich gleich mal nach, ob es Rabatt gäbe bei Barzahlung (wir bestellen sowieso immer telefonisch). Hatte ich wirklich noch nie davon gehört, bzw. wir wären halt auch nicht auf die Idee gekommen und haben noch nie nachgefragt.

     

    #71AuthorBellydancer (1117479) 17 Sep 19, 11:14
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    Possibly a naive question: Does no one in German-speaking countries write checks any more?

    We use checks now indeed much less than credit or debit cards for small to medium purchases like shopping. But large transactions, like buying a car or a piece of real estate, or paying taxes, are still definitely done by check. I can't imagine anyone anywhere needing to literally have a suitcase or a truck full of cash, unless they were doing something illegal.

    (Well, something illegal or something that is only legal in some jurisdictions, like marijuana. Apparently many growers and sellers in places like California or Colorado still have to use a lot of cash, because their business is still illegal under federal law despite being legal under state law, so they can't get access to banking.)

    If you have to ask the bank days before for cash, why not just ask them for a cashier's check, or transfer money into your account so you can write a check? You get a better price (e.g. on a car) for paying cash rather than financing the deal, but that doesn't mean you have to literally have tens of thousands of dollar bills on hand. That's what checks are for.

    Of course, I think we've established before in the forum that banks in DACH tend to charge hefty fees for processing checks, while in the US they charge hefty fees for wire transfers. I still don't quite understand why.

    And now that most countries recognize each ofher's credit cards, tourists probably hardly ever use traveler's checks. (Though I think I still have some in a suitcase somewhere.)

    Again, I wonder about the policy behind legislation and regulations that affect people so differently in different places.
    #72Authorhm -- us (236141) 17 Sep 19, 11:14
    Comment

    Does no one in German-speaking countries write checks any more?


    Mag sein, dass ich mich irre, aber ich glaube, das System existiert gar nicht mehr.

    #73Authordirk (236321) 17 Sep 19, 11:21
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    Ich finde Kartenzahlung zwar praktisch, aber im Grunde meines Herzens fürchte ich bei allen Methoden außer Bargeld, ich könnte betrogen oder bestohlen werden.

    Ich weiß, das ist irrational, nichts kommt leichter weg als die Scheine in der Hosentasche.


    Geht es anderen genauso? Geht es eventuell sogar dem einen oder anderen U50 genauso?

    #74AuthorEifelblume (341002) 17 Sep 19, 11:26
    Comment

    #73


    Euro-Schecks gibt es nicht mehr, aber ganz normale Bankschecks sind nach wie vor in Gebrauch. Die Verwertungsgesellschaft Wort zahlt mir meine Bibliothekstantieme jedes Jahr per Scheck, obwohl ich denen schon mehrfach meine Kontonummer mitgeteilt habe.

    #75AuthorMiMo (236780)  17 Sep 19, 11:32
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    Zum Heizöl: Mein Lieferant pflegte für Barzahlung einen Rabatt von 30 Euro zu gewähren, beim letzten Mal war davon aber keine Rede, ich habe per EC-Karte am Wagen bezahlt. Ich verstehe schon, dass die Ölhändler bei den üblichen vierstelligen Beträgen nicht gerne säumigen Zahlern hinterherlaufen.


    Kleine Gebrauchtwagenhändler verlangen tatsächlich oft Bargeld. Ich hab mich mal am Samstagvormittag für ein Auto entschieden, und der Händler wollte sofort den fünfstelligen Betrag in bar haben. Wo sollte ich den wohl plötzlich hernehmen? Kein Automat gibt mehr als 1000 € oder so an einem Tag heraus. Wenn ich aber anbiete, den vollen Betrag rechtzeitig vor Abholung des Autos zu überweisen, und der Händler lehnt das ab, dann käme mir das doch irgendwie suspekt vor. Egal, ob neu oder gebraucht, jeder seriöse Autohändler sollte dieses Verfahren doch wohl akzeptieren, und genauso lief es bei mir auch beim nächsten Autokauf.

    #76Authordirk (236321) 17 Sep 19, 11:38
    Comment

    Dirk, Du irrst Dich, Schecks werden zwar kaum noch verwendet in Deutschland, es gibt sie aber immer noch.

    beispielsweise erstatten Versicherungen unverbrauchte Prämien per Scheck, wenn die Prämie per Überweisung oder bar bezahlt wurde (da haben die keine Bankverbindung zum Rücküberweisen wie beim Lastschriftverfahren)

    Auch ein Kfz-Steuer-Guthaben habe ich schon per zugesandtem Scheck erstattet bekommen.


    2017 wurden in DE ca. 12,8 Mio Schecks ausgestellt, das sind etwa 0,1% des Anteils am bargeldlosen Zahlungsverkehr.. also so gut wie nicht existent ;-)


    Onlinebanking betreibe ich seit 1990 - ohne auch nur irgendeine negative Erfahrung. Sicherlich muss man gewisse Details beachten - dem anrufenden "Bankmitarbeiter" nicht die PIN verraten - in der "hochwichtigen" Email des Bankinstitutes NICHt die Daten zum Konto aktualisieren, keine TAN-Listen anderen zugänglich machen (TAN-Listen wiederum sind inzwischen m.W. abgeschafft) usw.


    Was mich wiederum am US-credit-card-system interessiert:

    Immer wieder zieht im Hollywoodfilm die Freundin/Tochter/Frau des Hauptdarstellers mit dessen Kreditkarte los und shoppt, bis die Karte glüht..

    Geht das denn, dass man dort mit einer fremden Kreditkarte hohe Beträge ausgeben kann, ohne dass der Karteninhaber unterschreiben muss? Oder muss da jedesmal eine Unterschriftenfälschung beim Kauf begangen werden?



    #77Authordrkimble (463961) 17 Sep 19, 11:40
    Comment

    Der letzte Scheck, den ich mal bekommen habe, war vor vielleicht fünf Jahren eine Beitragsrückerstattung von der Krankenkasse. Selber ausgestellt habe ich seit gefühlt 20 Jahren keinen mehr, und ich bezweifele, dass meine Bank überhaupt Formulare dafür anbietet.

    #78Authordirk (236321) 17 Sep 19, 11:42
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    Wenn ich aber anbiete, den vollen Betrag rechtzeitig vor Abholung des Autos zu überweisen, und der Händler lehnt das ab, dann käme mir das doch irgendwie suspekt vor.


    Im Gegenteil, mir käme das als Kunde suspekt vor, wenn der Händler es verlangen würde. Was, wenn der Händler die Ware nur als Foto im Internet besitzt? Oder ich bei Abholung vor verschlossenem Tor stehe? Oder der Wagen leider doch eine Delle am Kotflügel hat oder "aus Versehen" mit einer Laufleistung von 37.000 statt 73.000 Kilometern angeboten wurde? Dann ist mein Geld erst einmal futsch. Wenn ich ganz großes Pech habe, für immer.

    #79AuthorHarri Beau (812872)  17 Sep 19, 11:47
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    Speaking on behalf of under 40s in the UK (my demographic): it's all contactless now. I've even given up my Oyster card on the London underground in favour of my bank card: I only need to carry one card, and I never need to top it up. I never thought I'd be the sort of person who used a card for a £1 item, but hey ho, it turns out contactless is much easier than cash.


    We were in holiday in France this summer and we paid for everything sans contact.


    I haven't sent or received cheques (except from one older relative) for about three years now. Everything's gone online. (Edit: I hardly received or sent cheques even before then; what I meant to express was that even the last bastions of cheques, my parents and my orchestra, have now also fallen.)

    #80Authorpapousek (343122)  17 Sep 19, 11:54
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    #81Authorzacki (1263445) 17 Sep 19, 11:56
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    Die einzigen Schecks, die ich in meinem Leben je ausgestellt habe, spielten in Frankreich. In Deutschland habe ich zwei Schecks in meinem Leben erhalten: Verrechnungsschecks zur Gutschrift auf meinem Konto von meiner Hausratversicherung über eine Schadensregulierung.

    Ich habe auch gefühlte hundert Jahre in Deutschland niemand mehr einen Scheck ausschreiben gesehen - da kenne ich ansonsten tatsächlich nur die werbewirksam überdimensionierten Teile bei irgendwelchen Spendenübergabeaktionen.

    Meine Freundin in Frankreich stellt noch regelmäßig Schecks für allen möglichen absurden Kleinkram aus,  z.B. über 4 Euro für einen Schulausflug eines ihrer Kinder oder dergleichen. Da stehe ich dann immer etwas ratlos vor. Ich würde dem Kind vermutlich einfach die 4 Euro mitgeben.


    Wie bereits weiter oben erwähnt, habe ich mein aktuelles Auto vor elf Jahren noch bar bezahlt. Betrag auf der Bank anmelden und abholen, zum Händler tragen und dort auf den Tisch legen. Soweit ich weiß, gibt es mittlerweile Beschränkungen im Barzahlungsverkehr auf maximal 5000 EUR (man korrigiere mich, falls ich mich irre), daher werde ich mein nächstes Auto vermutlich mit der EC-Karte bezahlen.


    re #74 - ich habe zwar nicht die Befürchtung, betrogen oder bestohlen zu werden, aber ich finde, die Übersicht leidet bei zuviel Kartenzahlung eindeutig. Man tendiert dazu, mehr bzw leichter Geld auszugeben, weil es einem nicht physisch durch die Finger geht und der im Portemonnaie vorhandene Betrag nicht kleiner wird. Man merkt es erst beim nächsten Blick auf den Kontoauszug. Wie weiter oben bereits erwähnt - wäre ich darauf angewiesen, mit jedem Euro einzeln zu rechnen, würde ich ausschließlich bar zahlen.

    #82AuthorChaja (236098) 17 Sep 19, 12:00
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    Re #74 @Eifelblume, same here. (Und @AndiH... u. ggfs. andere.)


    Ein [weiterer] Grund: In der Warteschlange im Laden sortiere ich meine Scheine, kann schon mal den Wert des Einkaufs überschlagen und das Geld passend bereithalten. Mir macht das nichts aus - im Gegenteil.

    #83AuthorBraunbärin (757733)  17 Sep 19, 12:00
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    Mit einer fremden Kreditkarte einkaufen sollte eigentlich nicht gehen. Aber wenn der Einzelhändler die Karte durchzieht, ohne genau draufzuschauen...


    Was definitiv geht, ist einkaufen im Internet mit jeder x-beliebigen Kreditkarte.

    #84AuthorEifelblume (341002) 17 Sep 19, 12:03
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    Soweit ich weiß, gibt es mittlerweile Beschränkungen im Barzahlungsverkehr auf maximal 5000 EUR


    Das wäre mir neu. Es gibt laut Geldwäschegesetz bestimmte Auflagen, z.B. dass Banken bei der Einzahlung von größeren Bargeldbeträgen die Identität des Einzahlers festhalten müssen. Aber eine Höchstgrenze für Bargeldtransaktionen dürfte schon an der Kontrollierbarkeit scheitern (und auch zu weit in die Privatautonomie eingreifen).

    #85AuthorJanZ (805098) 17 Sep 19, 12:28
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    Ich denke, Kreditkarten gehören zu den am schlechtesten gesicherten Bezahlsystemen überhaupt. Wer die Kartennummer und die dreistellige Prüfnummer auf der Rückseite kennt, kann damit im Internet beliebig einkaufen. Und diese Daten sind offen optisch sichtbar, man muss die Karte nur kurz von beiden Seiten sehen und sich gut Zahlen einprägen können. Wenn ich die Karte im Restaurant abgebe und der Kellner bringt sie mir 5 Minuten später zurück, dann kann er sogar in Ruhe alles abschreiben, was er braucht. Wer keine fremde Kreditkarte in die Finger kriegt, kann gültige Kartennummern im Darknet kaufen, irgendjemanden trifft es dann. Eine PIN gibt es zwar, die wird aber selten abgefragt. Auch wenn man die Karte mal verliert, braucht der Finder nur ein bisschen die Unterschrift zu üben und kann einkaufen gehen, bis der rechtmäßige Besitzer irgendwann den Verlust bemerkt und die Karte sperren lässt.

    #86Authordirk (236321)  17 Sep 19, 12:40
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    Auch wenn man die Karte mal verliert, braucht der Finder nur ein bisschen die Unterschrift zu üben und kann einkaufen gehen,


    Das ist auch bei der EC-Karte so. Die Unterschrift kontolliert doch kaum jemand. Mach doch mal den Test und lass den Beifahrer zahlen, ohne PIN, nur gegen Unterschrift. Die braucht man noch nicht einmal zu üben. Nur in ganz seltenen Fällen wird das auffliegen. Die Tankstelle weiss genau: Sie bekommt ihr Geld, auch wenn es eine geklaute Karte sein sollte. Die blicken nur der Form halber einmal kurz drüber.

    #87AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 12:47
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    @31: Bei einem mehrtätigen Aufenthalt in Wien Ende August d.J. fiel mir auf, dass in allen Gaststätten und Cafés gefragt wurde: "Zahlen Sie bar oder ...?" Eine soche Frage habe ich hier in D noch nie gehört. 


    Ich schon, gar nicht mal so selten, wenn auch nicht "in allen Gaststätten und Cafés". Der/die Kellner*in erfragt damit, ob gleichzeitig mit der Rechnung auch das Kartenlesegerät an den Tisch gebracht werden soll.


    @70: Restaurants, die einem gleich bei der telefonischen Tischreservierung mitteilen, dass sie ausschließlich Barzahlung akzeptieren


    Gibt es hier (>600000 Einwohner) auch (wobei ich auch oft online Tische reserviere, aber dann findet man den entsprechenden Hinweis auch irgendwo auf der Internetseite).


    Nochmal @31: Aus Deiner Liste, wem zuliebe u.a. das Bargeld erhalten bleiben sollte,würde ich herausnehmen:


    Zeitungskiosk, stummer Zeitungsverkäufer

    ÖPV

    Diverse Automaten

    Bratwurstbuden etc.

    Brezenverkäufer (reine Brezelgeschäfte gibt es hier in der Gegend eh nicht, ich nehme an, Du meinst Bäckereien?)

    Eisdielen


    Kann man alles auch mit Karte machen, ÖPNV-Tickets habe ich am Automaten auch schon mit Karte gezahlt, wenn ich gerade nicht das passende Kleingeld hatte und Scheine nicht genommen wurden. Kann man überhaupt noch irgendwo in D Karten vorne beim Bus- oder Straßenbahnfahrer kaufen?


    Bei den anderen Punkten stimme ich Dir allerdings zu, da wird es schwieriger.

    #88AuthorDragon (238202) 17 Sep 19, 12:51
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    MiMo, auch ich bekomme jedes Jahr einen Scheck von der VG Wort - den löst dann immer mein Mann ein, ich habe ein reines Online-Konto und muss beleghafte Transaktionen bezahlen. Ist aber trotzdem immer eine Freude, wenn der Umschlag kommt, das ist irgendwie viel persönlicher als eine schnöde Überweisung. Darüber hinaus habe ich den letzten Scheck wohl vor 20 Jahren verwendet.


    Kreditkarten mögen schlecht gesichert sein, aber die Absicherung, wenn etwas passiert, ist gut: Ich hatte mal eine Abbuchung von 6000 DM für ein Apartment in London - zu dieser Zeit befand ich mich in Litauen. Die Rückbuchung war überhaupt kein Problem. An der Währung ist allerdings erkennbar, dass die Sache schon "etwas" her ist.


    Silvester habe ich in London gefeiert, im Feuerwerks-/Partybereich, wo es überteuerte Fressbuden gab. Die Frau, die nach mir Fish and Chips bestellte, dem Akzent nach Niederländerin, hatte nicht genug Bargeld und musste hungrig von dannen ziehen. Leider war sie so schnell in der Menge verschwunden, dass ich ihr nicht anbieten konnte, ihr mit Bargeld auszuhelfen - sie hätte es mir per Paypal sofort erstatten können.

    #89AuthorRaudona (255425) 17 Sep 19, 12:52
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    Kreditkarten mögen schlecht gesichert sein, aber die Absicherung, wenn etwas passiert, ist gut


    Mag sein. Die Banken übernehmen das Risiko und erstatten ggf. den Verlust. Aber diese Risikodeckung lassen sie sich letztlich von ihren Kunden bezahlen. U.a. deswegen sind Kreditkartenzahlungen ziemlich teuer.

    #90Authordirk (236321) 17 Sep 19, 12:59
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    Kann man überhaupt noch irgendwo in D Karten vorne beim Bus- oder Straßenbahnfahrer kaufen?


    Meines Wissens überall. Wenn nicht beim Fahrer, dann an einem Automaten im Fahrzeug oder an der Haltestelle. Das ist ein Segen gegenüber manchen anderen Ländern, in denen man erst zu einer Verkaufsstelle tingeln muss. Aber ja, die Karte ist da auch ein Segen. Wie oft hatte ich nicht das Bargeld, das den Automaten zufriedenstellte (bei einem Betrag von 9,25 Euro nehmen DB-Automaten nicht etwa 20-Euro-Scheine). Im Ausland nehmen Automaten häufig außer Karten nur Münzen an, was schon bei einer Tageskarte relativ sinnlos ist.

    #91AuthorJanZ (805098) 17 Sep 19, 13:08
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    Das kommt davon, wenn die Mittagspause zwischen Schreiben und Absenden liegt: Die Diskussion ist schon wieder weiter...

    Ich glaube, Schecks habe ich schon seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr gesehen, kennne ich im Prinzip nur von meinen Eltern. Halt, nein, stimmt nicht ganz, ich habe mir mal nach einem Kanadaurlaub die Mehrwertsteuer (?) für einige Dinge zurückerstatten lassen, da gab es dann einen Verrechnungsscheck. Den einzulösen war dann schon gar nicht so einfach, weil ich so selten zur Sparkasse kommen kann, wenn die Filiale geöffnet hat. Mittlerweile würde das vermutlich (hoffentlich) online gehen.  


    But large transactions, like buying a car or a piece of real estate, or paying taxes, are still definitely done by check.

    Dafr gibt es hier Überweisungen. Die Steuer wird eh automatisch abgeführt, das Geld sehe ich gar nicht erst, und wenn entweder eine Nachzahlung oder eine Rückerstattung fällig sein sollte, überweise entweder ich das Geld ans Finanzamt oder das Finanzamt an mich. Wie wir das beim Hauskauf gemacht haben, weiß ic hgar nicht merh so genau, aber das ging auf jeden Fall nciht per Scheck. Und als ich mein Auto beim Händler gekauft habe, ging das, wenn ich mich recht erinnere, mit der EC-Karte. Ich weiß gar nicht, ob meine jüngeren Kollegen Schecks überhaupt noch kennen, ehrlich gesagt.


    @91: Ja, Automaten in der Bahn oder an der Haltestelle kenne ich. Mir ging es tatsächlich um den Ticketkauf beim Fahrer, der es ja meiner Erinnerung nach am liebsten abgezählt, auf jeden Fall aber in Münzen haben wollte, weil schon das Wechseln eines 20-Euro-Scheins ein Problem war.

    #92AuthorDragon (238202)  17 Sep 19, 13:08
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    Ich kann mich erinnern, noch Anfang der neunziger Jahre gelegentlich Schecks ausgestellt zu haben, die letzten Schecks erhielt ich Anfang der nuller Jahre. Die bankeigenen Schecks akzeptierte nicht jeder, dafür aber Euroschecks, IIRC. Es gibt heute noch ältere Semester, die die Bankomatkarte "Euroscheckkarte" nennen.

    #93AuthorGart (646339)  17 Sep 19, 13:19
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    In deutschen Bussen kenne ich eigentlich nur den Kauf beim Fahrer. Automaten gibt es nach meiner Erfahrung eher bei Straßenbahnen.

    #94AuthorJanZ (805098) 17 Sep 19, 13:20
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    Wenn eine Überweisung innerhalb Sekunden beim Empfänger wäre, würde man diese Art der Bezahlung öfter wählen und würde sich auch sicherlich durchgesetzt haben. Das schwedische swish ist ja im Prinzip nichts anderes.

    Es ist mir unbegreiflich, warum eine Überweisung in Deutschland mehr als 24 Stunden braucht, am Wochenende noch länger. Früher hatte das bestimmt Gründe, da wurde vielleicht noch von Hand irgendwas gemacht oder die Banken holten für sich die Zinsen für die Dauer der Transaktion. Aber heutzutage?

    #95AuthorHarri Beau (812872) 17 Sep 19, 13:36
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    Ich bin gleich unterwegs zu meinem Lieblingsparkhaus. Der Parkkartenautomat dort nimmt nur Bargeld, was ich ziemlich schräg finde, weil ich dort auch meine Guthabenkarte aufladen kann, und zwar gleich um 20 Euro. So viel habe ich meist gar nicht bar in der Tasche ...


    Dass Überweisungen ein bis zwei Tage dauern, hat doch m.W. etwas damit zu tun, dass dadurch die Bankinstitute sparen - zumindest das abgebende, weil es den Betrag einen Tag länger behält. Oder?

    #96AuthorRaudona (255425)  17 Sep 19, 13:37
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    @JanZ: in der Bahnhofskapellenstadt hängen auch in den Bussen Fahrkartenautomaten.


    @Dragon: in Flensburg und auf Amrum habe ich zuletzt noch direkt beim Busfahrer himself bezahlt.

    #97AuthorChaja (236098) 17 Sep 19, 13:49
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    @JanZ: in der Bahnhofskapellenstadt hängen auch in den Bussen Fahrkartenautomaten.


    Stimmt. Das ist aber auch die einzige deutsche Stadt, in der mir das begegnet ist. Selbst in Berlin kann man beim Fahrer bezahlen, am Wochenende noch erlebt.

    #98AuthorJanZ (805098) 17 Sep 19, 13:56
    Comment

    @JanZ, in München ist das m.W. komplett abgeschafft worden.

    #99AuthorBraunbärin (757733) 17 Sep 19, 13:57
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    Da bin ich so selten :-). Gibt es denn da Automaten an allen Haltestellen? Ich habe es in Deutschland noch nirgendwo erlebt, dass man nicht an dem Ort, an dem man einsteigt, eine Fahrkarte bekommen konnte, weiß aber nicht, ob das auf Gewohnheit oder einer Vorschrift beruht.

    #100AuthorJanZ (805098)  17 Sep 19, 14:06
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    In Prag gab es vor der U-Bahn einen Verkaufsladen sowie einen Automaten für Tickets.

    Blöd 1: Der Laden war sonntags nicht besetzt.

    Blöd 2: Der Automat nahm nur Münzen, keine Kartenzahlung.

    Blöd 3: Der Geldautomat spuckte nur Scheine aus.

    Blöd 4. Der aktuell Schreibende, der mangels Tschechisch-Kenntnissen Probleme mit Wechsel von Scheinen in Münzen ohne Kaufabsicht in den anliegenden am Sonntag geöffneten Läden hatte..


    Der Automat war aber in den Außenbezirken, in der Innenstadt gab es Tickets per Kartenzahlung.. Nur, erstmal dahinkommen..

    #101Authordrkimble (463961) 17 Sep 19, 14:16
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    @JanZ, in München ist das m.W. komplett abgeschafft worden.


    Baunbärin, ich glaube, das verwechselst du mit den Straßenbahnen. Da sind die Fahrer mittlerweile abgeschottet in den Kabinen, dafür stehen im Zug ein oder zwei Automaten zur Verfügung.

    Bei Bussen hingegen ist es möglich, beim Fahrer Tickets zu kaufen, denn es stehen eben nicht an allen Haltestellen Fahrkartenautomaten. Und die Fahrer beschweren sich ganz schön, wenn man eine Kurzstrecke mit einem 20 Euro-Schein zahlt, denn sie haben eigentlich nur Münzen.

    Ich komme jetzt übrigens auch nur wegen JanZ' Frage darauf, denn prinzipiell hätte ich dir erst mal zugestimmt. Habe jetzt erst mal gedanklich die letzten Bushaltestellen absuchen müssen;-), weil ich mir wegen des Öffi-Abos keine Gedanken über Fahrkarten mache.


    Edit ergänzt:

    dem Ort, an dem man einsteigt, eine Fahrkarte bekommen konnte, weiß aber nicht, ob das auf Gewohnheit oder einer Vorschrift beruht.


    Das muss eine Vorschrift sein, denn sonst würde Schwarzfahren unterstützt, weil es nicht möglich ist, Tickets zu erwerben.


    Edit ergänzt nochmal: An den Fahrkarten-Automaten in den Trambahnen werden in München Münzen und Geldkarten akzeptiert, bzw. weiß ich nicht genau, ob Geldkarten immer noch akzeptiert werden. Beim Busfahrer ist nur Bares Wahres, und nach Möglichkeit in Münzen.

    An anderen MVV-Automaten (U-Bahn und S-Bahn) kann man mittlerweile auch mit Scheinen und EC-Karte zahlen; mit Kreditkarte? Keine Ahnung.

    #102Authorrufus (de) (398798)  17 Sep 19, 14:20
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    ich hab grad sehr positive Erfahrungen mit der italienischen Bahn gemacht. Es wurden Tickets von Genua nach Savona benötigt, ca 40 km Entfernung und 40 min Fahrzeit.

    Diese konnten bequem auf der auf lesbares Deutsch umstellbaren Webseite von trenitalia gebucht und über amazonpay, Paypal, Kreditkarte und Maestro (ec) Karte bezahlt werden. Preis: 4,20 EUR pro Strecke und Person - für das Geld komm ich hier in DE noch nicht mal raus aus Bremen...

    Vor Ort musste dann für das vorgebuchte und bezahlte Rückfahrticket die Abfahrtszeit vorverlegt werden - bis 23:59 Uhr des Vortags problem- und kostenfrei über die it. Bahn-App machbar - inklusive Zustellung der neuen Tickets per Email

    Der Preis am Ticketautomaten vor Ort wäre übrigens derselbe gewesen..

    #103Authordrkimble (463961) 17 Sep 19, 14:46
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    In München gibt es auch Automaten in den Bussen (Edit sagt: vielleicht nicht im Landkreis), und außerdem gibt es auch das Handy-Ticket, d.h. man lädt sich einfach die Fahrkarte per App herunter. Bezahlt wird per Abbuchung oder Kreditkarte.

    #104AuthorIrene (236484)  17 Sep 19, 15:25
    Comment

    lädt sich einfach die Fahrkarte per App herunter. Bezahlt wird per Abbuchung oder Kreditkarte.


    Ja, aber ich frage mich immer wieder, wie ich mein Handy in den Stempel-Automat kriege;-)

    Sorry, der doofe Kalauer musste jetzt sein.


    Wie gesagt, ich habe seit Jahrzehnten ein Abo, daher ist mir der Fahrkarten-Automat in den Bussen wohl entgangen, und ich nehme alles zurück. (Tram wusste ich, weil ich die häufiger fahre.)

    #105Authorrufus (de) (398798) 17 Sep 19, 15:36
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    ...just a comment on the humble "cent" and rounding prices up or down for cash payment.

    In Canada, the "cent" was officially removed from circulation quite a few years ago. Like so often happens, you had a certain period of time to cash them in at the bank. The reason - or so we were told - for the rounding up or down of cash-paid services/goods is that it would have been too costly to actually change/modify all of the country's cash registers.

    If you pay with a card (debit or credit), you actually still pay the cent, e.g., $30.92.

    Someone mentioned that it "looks better" to set a price at $1.99 instead of $2.00. Something about a psychological "need" for the lower price :)

    ... and so the circus continues .....

    #106AuthorRES-can (330291) 18 Sep 19, 19:37
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    Na ja, das mit der psychologischen 9 kennen wir ja in Deutschland von den Spritpreisen. Ich sage: "Diesel kostete heute morgen eins siebenunddreißig", dabei stand an der Tanksäule "1,379" (mit hochgestellter 9).

    #107AuthorRaudona (255425) 18 Sep 19, 20:27
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    Wie will man denn ohne Bargeld auf einem Wochenmarkt, Flohmarkt oder Bauernmarkt zahlen? Sollen die jetzt alle Kartenlesegeräte haben? So ein Quatsch.

    Und ich sehe es wie @2, so wenig mit Karte wie möglich.

    Außerdem hat man eine bessere Übersicht über sein Konto. Klar wollen die Banken das Bargeld nicht. Über Karten haben sie eine viel größere Einflussmöglichkeit und Kontrolle. Der gläserne Mensch funktioniert nur, wenn er genügend Daten von sich preisgibt.

    #108Authorulinne (894128) 19 Sep 19, 09:25
    Comment

    Sollen die jetzt alle Kartenlesegeräte haben? So ein Quatsch.


    Das ist doch Technik von gestern. Könnte man innerhalb von Sekunden von seinem Girokonto auf ein anderes Girokonto überweisen, dann braucht es nicht mehr als ein Smartphone. Das dürften die meisten Händler besitzen. Aber wie in #95 bereits erwähnt, diese simple Methode funktioniert bei uns nicht, da die Banken sich wahnsinnig viel Zeit nehmen, eine Überweisung auszuführen. In Zeiten von Strafzins noch unerverständlicher als je zuvor.

    #109AuthorHarri Beau (812872) 19 Sep 19, 09:39
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    Marktfahrer? Die haben Kartenlesegeräte. Zumindest in Österreich, seit sie ab einem gar nicht so hohen Umsatz verpflichtet sind, eine elektronische Registrierkasse zu nutzen und Rechenzettel auszugeben. Da ist das Kartengerät nämlich auch schon wurscht bzw. kann mit der Kasse mitgekauft werden.

    #110Authortigger (236106) 19 Sep 19, 10:09
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    Hier auch: So wenig mit Karte wie möglich.


    Im Gemeinschaftswaschkeller unserer Hausblocks läuft wohl seit den frühen 60er Jahren, als das Haus gebaut wurde, der Münzeinwurfapparat; sieht mir wie supergute deutsche Ingenieursarbeit aus. Seit 1 Jahr benutze ich den Waschkeller. Man wirft jetzt seine 50 cents rein, die Miele läuft, tagtäglich, alles läuft. Warum sollte man ohne Not dieses System durch ein irgendwiegeartetes, teures elektronisches System ersetzen... ?

    #111AuthorBraunbärin (757733) 19 Sep 19, 10:11
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    Münzeinwurfapparat...... In einem nordirischen Ferienhaus lief die gesamte Elektrik über so ein coin meter. Schon ärgerlich, wenn mitten beim Abendessen auf einmal das Licht ausging und ein Pfund nachgeworfen werden wollte.

    #112AuthorHarri Beau (812872) 19 Sep 19, 10:27
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    In Norwegen erlebt: öffentliches Klo nur mit Kreditkarte ... Ich behaupte nicht, dass es dort überall so ist.

    #113Authorcorbie (745439) 19 Sep 19, 11:08
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    #112 und #113: verkehrte Welt(en)!

    #114AuthorStravinsky (637051) 19 Sep 19, 11:20
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    @109: Genau, in China funktioniert das schon so, dass man auch Kleinstbeträge unterwegs mit WeChat (chinesische Social Media-Plattform) zahlt. Zumindest in den Städten ist das wohl absolut gängig, da kann man dem Vernehmen nach auch beim kürmeligsten Straßenhändler von Smartphone auf Smartphone zahlen. 


    @111/112: Münzeinwurf für die Waschmaschine habe ich zuletzt (außerhalb von Waschsalons natürlich) im Studentenwohnheim vor locker 25 Jahren gesehen, mir war nicht klar, dass es das in "normalen" Wohnhäusern noch gibt. Und die Variante für elektrischen Strom kenne ich nur aus älteren Romanen oder Filmen. Faszinierend.


    #115AuthorDragon (238202)  19 Sep 19, 11:28
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    Warum sollte man ohne Not dieses System durch ein irgendwiegeartetes, teures elektronisches System ersetzen... ?


    Ich ergänze: sehr störanfälliges und im Zweifelsfall nicht einfach so reparables...


    Also wenn ich einen Flohmarktstand mache, nehme ich keine Karte, nur Bargeld. Fertig.


    #116Authorulinne (894128)  19 Sep 19, 11:32
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    In den späten 70er-Jahren haben wir im Studentenheim diese Waschmarken benutzt:

    https://www.google.com/search?q=waschmarke+mi...:

    #117AuthorStravinsky (637051) 19 Sep 19, 11:42
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    Im Studentenwohnheim vor 25 Jahren hatten wir Pappkärtchen, die wir in der Mensa kaufen konnten, zum Bezahlen der Waschmaschinen im kollektiven Waschkeller. Mittlerweile ist wohl der Studentenausweis eine Multifunktionsplastikkarte mit Wertfunktion, die zum Bezahlen in der Mensa und im Waschkeller taugt und den Bibliotheksausweis sowie das Semesterticket auch elektronisch gespeichert hat. Damals (TM) waren das alles noch separate Zettel (Studiausweis = Zettel, Bibliothekskarte dünnes laminiertes Dings, Waschwertkarte = Pappdings, Mensa = Bargeld / einzeln zu kaufende Papierbons).


    In Ferienhäusern habe ich auch in D in den 80ern Münzstromzähler gesehen. Fand ich damals bizarr, wir hatten immer nur Domizile mit Strom inklusive.

    #118AuthorChaja (236098) 19 Sep 19, 11:51
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    #115 Teil1.

    Genau, jeder hat ein Smartphone und auch der kleinste Stand hat meist irgendwo einen QR-Code stehen/hängen/kleben. Meistens sogar 2 oder 3 für verschiedene Bezahlsysteme.

    Aber trotz allem nehmen fast alle auch Bargeld. Ein Geschäft lässt man sich nicht entgehen.

    #119Authortraveller in time (589684) 19 Sep 19, 12:02
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    Zeit für ein Geständnis:

    In größeren Städten tobt ja der E-Roller-Hype. Man nimmt sich ein herumstehendes Gefährt, saust damit durch die Gegend und stellt es irgendwo wieder ab.

    Wir waren zu dritt auf einer Autofahrt: Der Fahrer (unter 30), mein Sohn (unter 20) und ich. Wir kamen irgendwie auf das Thema E-Roller zu sprechen. Und ich -o si tacuissem- sagte: "Ich weiß auch gar nicht, wie das funktioniert. Schmeißt man da Münzen ein?"

    Betretenes Schweigen im zur Verfügung stehenden Raum, bis sich mein Sohn erbarmte und sanft, wie zu einem gemeingefährlichen Irren, zu mir sprach: "Also... ähm... man lädt sich zuerst eine App aufs Handy..."

    Seufz.
    #120AuthorDer Handelsmann (913179) 19 Sep 19, 12:14
    Comment

    #120 wenigstens hast du nicht gefragt, was ist, wenn man weiter will als das Kabel lang ist... :-)

    #121AuthorSpinatwachtel (341764) 19 Sep 19, 12:26
    Comment

    Re #119: Genau, jeder hat ein Smartphone ...

    @traveller: Ja, ja, die Jugend ... *seufz*

    #122Authortraveler in time (757476)  19 Sep 19, 13:09
    Comment

    #118;

    Mittlerweile ist wohl der Studentenausweis eine Multifunktionsplastikkarte mit Wertfunktion, die zum Bezahlen in der Mensa und im Waschkeller taugt und den Bibliotheksausweis sowie das Semesterticket auch elektronisch gespeichert hat.


    ... und wehe, Du verlierst ihn!

    #123AuthorStravinsky (637051)  19 Sep 19, 13:25
    Comment

    Setz dich mal in Beijing ne Stunde in die U-Bahn und zähle die Menschen ohne Smartphone in der Hand. Mal schauen ob ne Hand voll bei rum kommt. ;-)

    #124Authortraveller in time (589684) 19 Sep 19, 13:29
    Comment

    Re #124: Also damals(TM), vor der Smombieapokalypse, hieß das noch "Peking" und keiner (von uns) wollte da hin. Beim Chinesen unterhielt* man sich noch beim Essen und zahlte seine Pekingente mit Bargeld.

    Nur die ganz Reichen (oder Angeber) hatten eine Diners Club oder American Express.


    Geh mal bei uns ne Stunde durch's Walddorf und zähle die Menschen die ein Smartphone in der Hand haben. "Mal schauen ob ne Hand voll bei rum kommt."


    *) akkustische Kommunikation ohne elektronische Hilfsmittel.

    Edith meint: "Hörgeräte ausgenommen" ;-)

    #125Authortraveler in time (757476)  19 Sep 19, 13:49
    Comment
    #121: Danke. Das tröstet mich ein wenig.
    #126AuthorDer Handelsmann (913179) 19 Sep 19, 14:06
    Comment

    #120 ist wunderbar ;-) Ich muss dir auch zu deinem gut erzogenen Sohn gratulieren. Er hat nicht gelacht.


    Irgendwann in den 90ern war ich auf einem französischen Campingplatz, wo man Francs in die Duschen werfen musste. Das war auch jedesmal ein Drama, genügend Kleingeld zu finden und AUF KEINEN FALL die Einkäufe tagsüber mit Münzen zu bezahlen.

    #127AuthorGibson (418762) 19 Sep 19, 19:05
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    #125: *) akkustische Kommunikation ohne elektronische Hilfsmittel.


    Traveler, wozu brauchtest du denn einen Akku, wenn du keine elektronischen Hilfsmittel hattest? SCNR

    #128AuthorRaudona (255425) 19 Sep 19, 19:42
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    Irgendwann in den 90ern war ich auf einem französischen Campingplatz, wo man Francs in die Duschen werfen musste.


    Das kenne ich aus der Schweiz auch noch, war die Zeit abgelaufen, kam nur noch kaltes Wasser. Und auf einem norwegischen Campingplatz kam dann gar nichts mehr. Blöd, wenn man dann noch Schaum auf dem Kopf hatte.


    Der Staubsauger an der Tankstelle funktioniert auch noch mit Münzen. Da ist es aber nicht so tragisch, wenn man nur halb fertig wird.

    #129AuthorHarri Beau (812872) 19 Sep 19, 22:36
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    Also es soll auch noch Menschen ohne Smartphone geben.


    Ich hebe schon mal die Hand.

    #130Authorulinne (894128) 20 Sep 19, 06:17
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    🙋

    #131Authordirk (236321) 20 Sep 19, 07:25
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    Ich auch – ich habe nur ein Seniorenhandy.

    #132AuthorStravinsky (637051) 20 Sep 19, 08:17
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    Auch nur ein einfaches Handy - nicht Spider-App-fähig.

    Wenn das während des Telefonats in eine Pfütze fällt,hebt man es auf, wischt es an der Hose trocken - und setzt das Gespräch fort :-)

    #133AuthorEifelblume (341002) 20 Sep 19, 08:31
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    Schlichtelephönchen, Bj. 2002. Topakku. nach bald 20 Jahren. Nicht schlecht, oder?

    #134AuthorSelima (107)  20 Sep 19, 08:31
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    Mein Urgroßmutter hatte Zeit Ihres Lebens (ist Anfang der 60er gestorben) keinen Telefonanschluss. So ein Teufelszeug komme ihr nicht ins Haus, hat sie gesagt, und sich auch daran gehalten.

    #135AuthorGibson (418762) 20 Sep 19, 09:30
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    Anfang der 60er hat es in meinem Heimatdorf noch gar keine Telephonanschlüsse in allen Straßen gegeben. Da war man noch mit Kanal, Wasser und Strom beschäftigt ;-)

    #136AuthorSelima (107) 20 Sep 19, 09:48
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    Schlichtelephönchen, Bj. 2002. Topakku. nach bald 20 Jahren.


    Und wahrscheinlich auch seitdem nicht aufgeladen :-D.

    #137AuthorJanZ (805098) 20 Sep 19, 09:49
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    Doch regelmäßig vor jeder Dienstreise. Das Telephonguthaben muß ich maximal einmal im Jahr aufladen.

    #138AuthorSelima (107) 20 Sep 19, 09:51
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    Vor kurzem hab ich mal an der SB-Tankstelle zapfen wollen. Anscheinend hatte ich die Karte nicht weit genug in den Leser gesteckt (es fühlte sich zwar so an, aber es war da wohl noch ein Millimeter) oder sonst was, jedenfalls akzeptierte das Gerät meine korrekte PIN nicht und meine Karte war daraufhin gesperrt. Für 24 Stunden.


    Zum Glück hatte ich Bargeld zuhause.

    #139AuthorPinscheline (1070141) 20 Sep 19, 09:51
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    Sowas hatte ich letztens auch. Wollte bezahlen, ging nicht. Dabei war die Karte noch gültig, aber anscheinend zu verkratzt.

    Seither tanke ich nur noch, wenn ich genügend Bargeld dabeihabe.

    #140Authorulinne (894128) 20 Sep 19, 10:08
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    #134: Mein Phönchen ist ähnlich alt, wird fleißig benutzt und funktioniert im Wesentlichen noch einwandfrei. Es ist mir aber seit geraumer Zeit ein bisschen unheimlich: Es denkt sich alle halbe Jahre eine Marotte aus (zum Beispiel ging es bisweilen von alleine aus) und legt sie dann wieder ab, um eine andere Marotte anzunehmen (z. B. eine Zeitverzögerung bei Bedienung der Tastatur). Immer nur eine Marotte auf einmal, nie mehrere nebeneinander. Das eine oder andere Mal, wenn es die Marotte kurzfristig zu weit trieb, dachte ich schon, das war's jetzt, Aber es hat sich jedes Mal wieder besonnen - und mir auch ein minutenlanges Bad in einer Pfütze nicht übel genommen, als es mir bei einem Platzregen mal aus der Tasche rutschte.

    #141AuthorGart (646339)  20 Sep 19, 10:18
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    Sorry - für Selimas Anschluss an die Zivilisation macht es wahrscheinlich nur einen geringfügigen Unterschied ;-), aber das sollte 'Anfang der 70er' heißen (sonst hätte ich sie gar nicht kennengelernt).

    #142AuthorGibson (418762) 20 Sep 19, 10:45
    Comment

    Ich hab mich schon gewundert. Aber - Ende der 60er hatten doch auch meine Eltern schon Telephon ;-)

    #143AuthorSelima (107) 20 Sep 19, 10:54
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    Ende der 60er haben wir noch mit Trommeln kommuniziert. Reitende Boten konnten wir uns nicht leisten.

    #144Authordirk (236321) 20 Sep 19, 11:25
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    #144: Bei uns gab es schon Semaphoren. Wenn Nebel aufkam, war das natürlich blöd.

    #145AuthorGart (646339) 20 Sep 19, 11:28
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    Wohnst Du nicht da, wo man eh schon drei Tage im Voraus sieht, wer zu Besuch kommt? Da braucht man eh kein Telephon.

    #146AuthorSelima (107) 20 Sep 19, 11:28
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    Kommt drauf an. Nur, wenn er sich von Norden nähert ...

    #147Authordirk (236321) 20 Sep 19, 12:38
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    /Raudona schaut verschämt auf die beiden Smartphones und das Tablet zwischen PC-Monitor und Tastatur/

    #148AuthorRaudona (255425) 20 Sep 19, 14:12
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    2006 bekam ich ein drei, vier Jahre altes Nokia-Handy überlassen. Es war klasse und hielt ewig. Dazwischen nahm ich mal ca. drei Jahre ein etwas moderneres her, mit Kamera; aber weiterhin nur ein internetUNfähiges Handy. Jetzt seit mindestens 3 Jahren ein Samsung einfachster Güte, ca. 11 Jahre alt. Läuft und läuft.

    Muss schon sagen, dass ich mich freue, wenn ich selbst schon in diesem Faden lese, wie viele Leos kein Smph haben. ...

    Aber ohne internet... und PC wäre mein Leben grau, trist, leer. ... :-)

    #149AuthorBraunbärin (757733) 20 Sep 19, 20:29
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    Ich besitze ein uraltes Smartphone mit optischem Diebstahlschutz. Aber keinen Fernseher, diesen elenden Zeitdieb.

    #150AuthorHarri Beau (812872) 20 Sep 19, 22:14
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    Wir hatten ein Vierteltelefon - ein Anschluss für vier Nachbarn, die nur abwechselnd telefonieren und sich gegenseitig nicht anrufen konnten. Ich bin gar nicht so alt, das war bis in die 1980er.
    #151Authortigger (236106) 21 Sep 19, 21:47
    Comment


    Thema Bargeld:


    Heute spontan einem Flixbusfahrer für seine Mühe (u.a. Gepäck) zwei 50c-Stücke in die Hand gedrückt. Wie sollte das denn gehen ohne Bargeld...

    #152AuthorBraunbärin (757733) 21 Sep 19, 22:13
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    Es gibt mindestens einen Paketdienst, der dafür eine App hat.

    #150: Süß, sowas habe ich das letzte Mal in den 90ern gehört.
    #153AuthorJanZ (805098) 21 Sep 19, 22:45
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    ... also, it seems the banks are starting to not like change anymore, even though it is still being produced. This week in the national news.....

    Now I know that you cannot exchange foreign currency coins at a bank, but your own currency? New one .... although I noticed in France a number of years ago that a lot of banks also did not want to deal with "actual" money.

    https://www.ctvnews.ca/canada/change-is-tough...

    #154AuthorRES-can (330291) 21 Sep 19, 22:48
    Comment

    #154: dann muss man eben die Münzen, die man erhält, auch wieder in Umlauf bringen und beim kleinen Einkauf passend zahlen. Gute Dienste leistet hierzu ein Münzsortierer wie dieser:

    https://www.amazon.de/Herbert-Richter-1031030...


    Und wer Münzen kiloweise gehortet hat, kann in vielen Supermärkten Münzenautomaten nutzen, die gegen ca. 10% Bearbeitungsgebühr die Münzen entgegennehmen und in einen Einkaufsgutschein umwandeln.

    Auch Briefmarkenautomaten der Post nehmen bis zu 14 Münzen pro Marke entgegen.


    Übrigens, laut einem Gesetz dürfen Münzzahlungen bis zu 50 Münzen vom Verkäufer nicht abgelehnt werden. Daher sehe ich für den Brautschuhkauf mit gehorteten Centmünzen bei den aktuellen Schuhpreisen eher schwarz ;-)

    #155Authordrkimble (463961) 23 Sep 19, 12:10
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    So ein Münzzähler steht doch in vielen Bankfoyers. Wer das Gezählte nur wechseln will, zahlt eine Gebühr, wer es auf sein Konto überweist, nicht. Jedenfalls in Österreich, war das nicht in Deutschland ähnlich?

    #156Authortigger (236106) 23 Sep 19, 12:17
    Comment

    war das nicht in Deutschland ähnlich? - richtig, es war ähnlich.Wenn Münzgeld in den Automaten eingefüllt und auf das Konto eingezahlt wird, werden bei der hiesigen Stadtsparkasse 2% des Betrages, mindestens aber 2 Euro als Gebühren fällig. Die Kirchengemeinde hat wegen der Gebühren schon darum gebeten, nur Scheine in die Kollekte zu werfen.

    Für Kinder und Jugendliche ist der Service wohl noch kostenlos; dies gilt auch, wenn an der Hauptstelle nur 50 Münzen eingezahlt werden.

    #157AuthorRed Poppy (876587) 23 Sep 19, 12:43
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    Früher kamen am Weltspartag noch Mitarbeiter der Sparkasse persönlich in die Schule, um die Münzen aus den Sparschweinen mit Hilfe eines Zählbretts zu zählen.

    #158AuthorHarri Beau (812872) 23 Sep 19, 12:59
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    jaja, früher(tm)..

    #159Authordrkimble (463961) 23 Sep 19, 13:50
    Comment

    Die Kirchengemeinde hat wegen der Gebühren schon darum gebeten, nur Scheine in die Kollekte zu werfen.


    Soll man sich dann vor der Kirche mit dem Sitznachbarn absprechen? 5 Euro als kleinster Schein ist vielleicht nicht das, was jeder so geben möchte.


    Ich finde, die Kirche sollte die Sparkasse bitten, auf die Gebühren zu verzichten, und wenn die das nicht tut, and die Presse gehen ("Sparkasse klaut Oma's Kirchenspende 10%")

    #160AuthorGibson (418762) 23 Sep 19, 13:55
    Comment

    Die Kirchengemeinde hat wegen der Gebühren schon darum gebeten, nur Scheine in die Kollekte zu werfen. #157

     

    Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. Und er [Jesus] rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte. (Matthäus 22,42-44)

     

    Also: Mindestobolus jetzt 5 Euro oder was?

    #161AuthorStravinsky (637051) 23 Sep 19, 14:02
    Comment

    ("Sparkasse klaut Oma's Kirchenspende 10%")


    Sofern sie bei der Wahrheit bleiben wollen und ingesamt mindestens Münzen im Wert von 100 Euro gespendet werden, sollten sie aber 2% schreiben.

    #162AuthorJanZ (805098) 23 Sep 19, 14:10
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    Wie, 'Wahrheit'? Was meinst du damit?

    #163AuthorGibson (418762) 23 Sep 19, 14:29
    Comment

    Wenn Münzgeld in den Automaten eingefüllt und auf das Konto eingezahlt wird, werden bei der hiesigen Stadtsparkasse 2% des Betrages, mindestens aber 2 Euro als Gebühren fällig.


    Wenn im Klingel(!)beutel mehr als 100,- € zusammenkommen - und davon ist auszugehen - dann zahlt jeder Spender 2% an die Sparkasse.

    #164AuthorHarri Beau (812872) 23 Sep 19, 14:34
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    Wenn im Klingel(!)beutel mehr als 100,- € zusammenkommen - und davon ist auszugehen


    Bei uns nicht immer.

    #165AuthorStravinsky (637051) 23 Sep 19, 14:45
    Comment

    Gefragt waren Erfahrungen:


    Bei meinem letzten Aufenthalt in Norwegen war es immer noch so, daß man praktisch alles mit Karte zahlen konnte, nur die Straßenmaut nicht. Und da war es sogar erforderlich, die 20 Kronen exakt dabeizuhaben. Also mußte man sich vor einer längeren Strecke Kleingeld besorgen.


    Alternativ dazu gab´s nur so ein vorausbezahltes Ding, was man sich ins Auto pinnen konnte. Was aber sicher nicht für Touristen gilt.

    #166Authorulinne (894128) 23 Sep 19, 14:46
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    re #164: Kollektenergebnisse werden ja am Ende von Gottesdiensten bekanntgegeben ("Die Kollekte am letzten Sonntag ergab ....") zumindest in evangelischen Kirchen. Und weil ich in diesem Jahr 3x in jeweils verschiedenen Kirchen war, bekam ich mit, dass es mal irgendwas mit 35 Euro waren, und mal, in einer bekannteren Kirche Münchens, was um 80 Euro... Viel ist das nicht - siehe auch die oft spärlich besetzten Bänke an ganz normalen Sonntagen.

    Ich konnte kürzlich auch nur einen Euro reinlegen - weil ich nicht mehr dabeihatte.

    #167AuthorBraunbärin (757733) 23 Sep 19, 14:48
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    Ich habe oft Zähldienst. Das nächste Mal bringe ich ein paar Scheine mit, wechsle das Geld und gehe mit einer Hosentasche voller Münzen für den Parkscheinautomaten nach Hause.

    #168AuthorStravinsky (637051) 23 Sep 19, 14:51
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    Die Kirche will nur Scheine, ein Schelm, der Übles dabei denkt....

    #169AuthorEifelblume (341002) 23 Sep 19, 14:54
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    Das ist eine gute Idee, Stravinsky.


    ich bin allerdings abseits aller Ironie tatsächlich der Meinung, dass bei Spendensammlungen keine Gebühr bezahlt werden sollte. Da kommt halt oft Münzgeld.

    #170AuthorGibson (418762) 23 Sep 19, 15:12
    Comment

    Wenn im Klingel(!)beutel mehr als 100,- € zusammenkommen - und davon ist auszugehen


    Bei uns nicht immer.


    Aber 10% wären es auch nur bei einer mageren Spendensumme von 20 €. Das meinte ich mit der Wahrheit, falls das aus den anderen Antworten noch nicht klar war.


    ich bin allerdings abseits aller Ironie tatsächlich der Meinung, dass bei Spendensammlungen keine Gebühr bezahlt werden sollte. Da kommt halt oft Münzgeld.


    Finde ich auch.

    #171AuthorJanZ (805098)  23 Sep 19, 15:21
    Comment

    Die Kirchengemeinden haben sie zusammengetan und die Sparkasse angeschrieben. Die Antwort lautete, die Sparkasse könne für die Kirchen keine Ausnahme machen.

    #172AuthorRed Poppy (876587) 23 Sep 19, 15:26
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    Wenn die Sachen, die einer Präsenzbank gegenüber Online einen Vorteil verschaffen, alle kostenpflichtig sind, warum zahlt man dann seine Gebühren? Ich kann die Kundenstrategie nicht ganz nachvollziehen (genauso, OT, wie beim Einzelhandel. Wo sie punkten könnten, beim freundlichen Personal z.B., wird abgebaut. Wenn ich mir mein Zeug selbst suchen muss und dann 20 Minuten an der unterbesetzen Kasse stehe, wozu soll ich dann in die Stadt fahren?)


    Wir haben letztes Jahr in England mit der Handy-App fürs Parkhaus gekämpft, jedes Mal neu, und waren irgendwann so genervt, dass wir wieder Münzen gesammelt haben. Das war irgendwie sehr umständlich und funktioniete auch gern nicht.

    #173AuthorGibson (418762) 23 Sep 19, 16:43
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    Ein schönes Beispiel ist der Dartford Tunnel (bzw. die Brücke Dartford Crossing in der anderen Richtung). Die haben vor einigen Jahren (Wikipedia sagt, im November 2014) ihre Münzautomaten durch die Kennzeichenerkennung per Kamera ersetzt, und wenn man kein Abo hat und nicht innerhalb von 24 Stunden online zahlt, bekommt man einen saftigen Strafzettel. Das hat sich zwar wohl inzwischen rumgesprochen, war aber einige Monate nach der Einführung für uns ziemlich teuer.

    #174Authorpenguin (236245) 23 Sep 19, 17:28
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    Noch besser sind die Maschinen, die "O" und "0" auf Nummernschildern nicht auseinanderhalten können. Da gibt es diverse Verbraucherbeschwerden im Internet. Ich persönlich habe schon mehrmals Internetkäufe abgebrochen, bei denen ich mich eigentlich schon fest zum Kauf entschlossen hatte, weil mir keine der tatsächlich (und nicht nur im Menü) verfügbaren Zahlungsoptionen gefiel.

    #175Authorigm (387309) 23 Sep 19, 17:42
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    Und ich breche fast immer ab, wenn jemand darauf besteht, dass ich mich für den Kauf registriere.


    igm, Butter bei die Fische ;-) Wie zahlst du gern, und was geht gar nicht?

    #176AuthorGibson (418762) 23 Sep 19, 17:54
    Comment

    Nie vor Warenerhalt!

    M.a.W.: Immer wenn die Option "per Rechnung" auswählbar ist, klicke ich drauf; dann stellt sich in der Regel heraus, dass das "nur für Firmen" o.Ä. gilt. Einzug will ich auch nicht erlauben (siehe oben - vor Warenerhalt). Paypal hab ich nicht und will ich auch nicht. Profile über 5 Seiten für einen Einmalkauf anlegen hab ich auch keinen Bock drauf.

    Fische genug gebuttert? ;-)

    #177Authorigm (387309) 23 Sep 19, 18:15
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    ... und wenn man kein Abo hat und nicht innerhalb von 24 Stunden online zahlt, bekommt man einen saftigen Strafzettel. (#174)


    Das ist in Melbourne auch so.

    #178AuthorStravinsky (637051) 23 Sep 19, 18:47
    Comment

    Wenn es Paypal noch nicht gäbe, müsste man es erfinden. Ich halte es für schnell, sicher und unkompliziert.

    #179AuthorHarri Beau (812872) 23 Sep 19, 19:00
    Comment

    #177: Und es gibt tatsächlich Online-Händler, die sich auf Zahlung per Rechnung bei unbekannten Privatpersonen einlassen? Wenn nein, was bleibt dann noch übrig? Zahlung per Kreditkarte? Warum ist die besser als Lastschrift? Klar kann man die zurückbuchen, aber das geht bei einer Lastschrift auch und die eigentliche Zahlung wird mit Sicherheit auch beim Kreditkartenkauf schon ausgelöst, bevor du die Ware hast. Ganz ehrlich: Bei einem so hohen Sicherheitsbedürfnis rate ich vom Online-Kauf generell ab (oder du machst es so wie meine Mutter, die bisher alles über mich und mein Konto hat laufen lassen – nach dem Motto „Was ich nicht weiß, …“).

    #180AuthorJanZ (805098) 23 Sep 19, 19:27
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    Ich nutze PayPal auch gern, insbesondere international. Für den Geburtstag meiner Tochter habe ich neulich ein Doctor Who-Kostüm in China bestellt, Preis über 100 Euro. Da war mir schon ein bisschen mulmig, aber in diversen deutschen Cosplay-Foren wurde der chinesische Händler gelobt. Hat geklappt, meine Tochter ist glücklich mit ihrem Mantel.


    (Dass es sich nicht um Original-Merchandise handeln kann, ist eine andere Frage. Aber zur 13. Doctor gibt es halt noch keine lizenzierte Kleidung. Immerhin habe ich den Sonic Screwdriver als Lizenzartikel gekauft.)


    Und das eine Mal, als ich auf einen windigen Händler hereingefallen bin, habe ich mein vorab überwiesenes Geld zurückerhalten - das war noch vor PayPal, ich habe mit Anwalt und Verbraucherzentrale gedroht. Der Händler hatte eine Masche, die heute bei den vielen Bewertungsforen nicht mehr funktionieren dürfte: Populäre Artikel wurden zu sehr guten Preisen angeboten, und anderswo vergriffene Artikel gab es ebenfalls. Einige Angebote waren offenbar echt, andere nicht. In den damals noch nicht so verbreiteten Foren gab es durchaus gute Bewertungen, die dem Anschein nach auch echt waren (einiges wurde wie versprochen geliefert). Ich habe daraus gelernt, sehr genau hinzuschauen, bei Bewertungen zwischen den Zeilen zu lesen und vor allem dem gesunden Menschenverstand zu trauen: Wenn etwas deutlich billiger ist als anderswo, ist etwas faul. Und wenn das Schuhmodell, das überall anders ausverkauft ist, dort in allen Größen vorrätig sein soll, kann das auch nicht stimmen.

    #181AuthorRaudona (255425)  23 Sep 19, 20:01
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    Ach ja der Weltspartag in der Schule! An die händische Zählung kann ich mich auch erinnern. Heutzutage würde wahrscheinlich die DSGVO (oder was die Schulleitung dafür hält) verbieten, dass die Kinder ihre Sparbeträge vergleichen.

    Auf unserer Sommerreise musste die Maut auch bar bezahlt werden. Euroscheine waren willkommen, nur das Wechselgeld gab es - zu gutem Kurs - in der Landeswährung. Braucht jemand Kleckerbeträge in Kuna und konvertiblen Mark? Ich hätte da was übrig...
    #182Authortigger (236106) 23 Sep 19, 21:34
    Comment

    #177: Nie vor Warenerhalt! [...] Einzug will ich auch nicht erlauben (siehe oben - vor Warenerhalt). Paypal hab ich nicht und will ich auch nicht. 


    Und mit der Einstellung kannst du irgendwo online einkaufen? Erstaunlich. Ich frage mich ernsthaft, welcher Händler so blauäugig ist und sich darauf einlässt, an eine x-beliebige ihm mitgeteilte und durch nichts verifizierte Adresse Waren zu verschicken und darauf zu vertrauen, dass er schon irgendwann und von irgendwem sein Geld bekommen wird. Einzügen vom Konto kann man bei der Bank widersprechen, im Online-Banking meiner Bank geht das per Mausklick, dann wird der Betrag direkt zurückgebucht. Davon hab ich allerdings noch nie Gebrauch machen müssen. PayPal wurde extra erfunden, um Händler und Käufer gleichermaßen abzusichern. Und das funktioniert. Ich hab mal einen vierstelligen Betrag per PayPal bezahlt und nach 8 Wochen und ungezählten Mails immer noch keine Ware erhalten. PayPal-Käuferschutz eingeschaltet, und am nächsten Tag hatte ich mein Geld zurück. Wo immer PayPal angeboten wird, nutze ich es, das ist für mich das sicherste Zahlverfahren überhaupt.

    #183Authordirk (236321) 24 Sep 19, 08:03
    Comment

    #177, #183 et passim:

    Ware oder Geld zuerst herausrücken? Ein Mikadospiel. (Butter bei die Fische.)

    #184AuthorStravinsky (637051) 24 Sep 19, 13:22
    Comment

    Darum gibt es ja PayPal, das eigentlich nichts weiter als ein Treuhandsystem ist.


    Doris, ist das jetzt zu werblich? Aber die Gegenstimmen werden ja auch geäußert ...

    #185AuthorRaudona (255425)  24 Sep 19, 14:20
    Comment

    Auf Bargeld zu verzichten ist in meinen Augen nicht ganz ohne.


    Das Online-Banking ist immer noch weder sicher noch permanent verfügbar.


    Mit ist es jedenfalls schon öfter passiert, daß ich mit meiner EC-Karte an einer Ladentheke oder beim Tanken nicht zahlen konnte, weil aus irdendeinem Grund das System nicht funktioniert hat.

    Gestern erst habe ich eine Online-Überweisung abgeschickt und war komplett perplex, als kein TAN etc. abgefragt wurde, sondern die Überweisung sofort nach Eingabe abgebucht wurde. Ich war erst der Meinung, daß die Transaktion überhaupt nicht funktioniert hat, habe dann aber gesehen, daß die Abbuchung trotzdem vorgenommen wurde.


    Sowas sehe ich als Systemfehler.

    #186Authorulinne (894128) 04 Oct 19, 07:47
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    Ja das darf eigentlich nicht sein, ulinne...?!


    Ich habe gerade (überraschend viel) Kindergewand verkauft. Die Käuferin überweist und mailt den Buchungsbeleg, da kann ich schon mal das Paket schnüren. Abschicken werde ich es aber erst, wenn das Geld wirklich bei mir angekommen ist. Innerösterreichisch ist das ja kein Problem, sie kann ihre Überweisung notfalls auch zurückholen, wenn ich nicht liefere.

    Aber es ist schon abenteuerlich wie naiv die Leute sind: Wenn ich verkaufe, gebe ich ihnen immer unaufgefordert meine vollständigen Daten und frage noch einmal ausdrücklich nach ihrer genauen Adresse - die würden das vergessen... Wenn ich kaufe, schicken mir manche Fotos von ihrer Maestrokarte für den IBAN, auf denen man ihre Unterschrift auch noch erkennen kann! o.O

    #187Authortigger (236106) 04 Oct 19, 10:46
    Comment

    #186


    Wenn eine Überweisung ohne TAN durchgeführt werden kann, muss das nicht unbedingt ein Systemfehler sein. Meine Bank führt Überweisungen von unter 40 € prinzipiell ohmr TAN aus.


    Schau mal nach, welcher Grenzbetrag bei Deiner Bank gilt.

    #188AuthorMiMo (236780) 04 Oct 19, 10:59
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    Kann sein, ja, allerdings war das bisher nie der Fall. (War ein Knöllchen und leider nicht das erste).

    Ist aber möglich, daß da was geändert wurde. Ich war jedenfalls sehr erstaunt.

    #189Authorulinne (894128) 04 Oct 19, 11:22
    Comment

    Going back to an earlier post on this thread (and, as I recall, a related conversation a number of years ago):

    I fail to understand the assertion that paying by credit/debit/bank card takes longer than paying by cash.

    First, nowadays (at least in most cities and countries that I have made purchases in in the past few years), the network connection in most places is so quick that the card transaction is authorized in seconds. The "newish" "tap" (as it's called at least in the US) method doesn't even require you to insert the card into the terminal in any way, again saving time, Add to this the fact that smaller transactions (under €25 or so) don't require a PIN these days, and the whole thing is taken care of faster than someone can pull the appropriate cash sum out of their wallet and receive any change due. Even for larger transactions, assuming you have memorized your PIN, entering that can take place in practically no time at all. From what I have observed, the average transaction time for those paying by cash is at least as long as those using cards (and often longer). (Of course, if you're in a place that still has the "old-style," slower terminals or with slow Internet connections, it may take longer than I experience to buy with a card.)

    In the other thread I mentioned above, one person stated that he/she gets the appropriate change ready for his/her cash purchase while waiting in line. I've done that when I've purchased one or two items, but I can't imagine doing it for many more items, especially since price tags on most items in grocery stores are almost exclusively a childhood memory for me (or if I'm shopping in a Späti) (I know how much many of the non-Berliners here dislike that word! ;-) ).

    #190Authorhbberlin (420040) 04 Oct 19, 12:42
    Comment

    Dass das Bezahlen mit Karte länger dauern soll als Bargeld, hat mich auch überrascht - aber eine ziemlich aktuelle Studie (2017) belegt das offenbar: https://www.t-online.de/finanzen/geldanlage/i...


    Ich nutze das kontaktlose System nicht, meine Karte hat auf meinen Wunsch hin keinen NFC-Chip. Mir ist das einfach unheimlich. Mit dem Handy zahle ich ebenfalls nicht, ich nutze allerdings Kundenbindungs-Rabattsystem-Apps, und da kann es schon mal dauern, bis ich mein Handy entsperrt habe (nachdem ich es in der Schlange bereits vorbereitet hatte, es dann aber zu lange dauerte). Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass Handy-Zahlung im Schnitt länger dauert als Barzahlung.


    Aktuell beobachte ich, dass in den Supermärkten, in denen ich einkaufe, nach Zufallsprinzip PIN oder Unterschrift verlangt werden. Ich habe nachgefragt: Es ist tatsächlich zufällig und soll so die Sicherheit erhöhen. Mein Gekritzel auf den Pads dürfte allerdings keiner Überprüfung standhalten ...


    Vor ein paar Tagen beim Bäcker: Die Frau vor mir fragte, ab welchem Betrag Kartenzahlung möglich sei (ab 3 Euro), und kaufte dann ein Brot für 3,30 Euro. Die arme Auszubildende hatte das offenbar noch nie erlebt, musste rückfragen. Die erfahrene Verkäuferin kam dann mit dem drahtlosen Lesegerät und erklärte dem Mädel Schritt für Schritt, wie's geht. Es war Samstag, und die arme Kundin wand sich unter genervten Blicken ...

    #191AuthorRaudona (255425) 04 Oct 19, 15:15
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    Was kann die Kundin für die mangelhafte Ausbildung im Bäckerladen? Bevor man die Auszubildende an den Tresen stellt, sollte sie alle Bezahlmöglichkeiten kennen..


    bei der Sparkasse ist seit dem 1.10 neu, dass kleinere Überweisungen sowie Überweisungen an Empfänger auf einer selbst zu erstellenden Whitelist sofort und ohne TAN-Eingabe ausgeführt werden. Das solch eine Funktion automatisch und ohne meine Zustimmung aktiviert wird, find ich schon etwas seltsam.


    NFC-Zahlungen finde ich allerdings sehr praktisch. Gerade beim Tanken, wo (bei mir) der Betrag immer unter 20 EUR liegt: Säule ansagen, "mit Karte", Karte draufhalten, 2 sec bis "Zahlung erfolgt" abwarten, "Danke, Beleg brauch ich net" und wieder raus.


    Gegen mögliche NFC-Angriffe mit mobilem Scanner habe ich eine Securitycard im Geldbeutel, die mögliche Scanversuche blockiert

    #192Authordrkimble (463961)  07 Oct 19, 10:58
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    drkimble, ICH habe die Kundin doch für gar nichts verantwortlich gemacht (ich stehe selbst oft genug beim Bäcker und krame die letzten Münzen zusammen). Genervt darf man auch sein, wenn es keinen "Schuldigen" gibt, oder? (Ich bin übrigens in solchen Situationen tiefenentspannt. Aufregen nützt nix ...) Ich wollte nur ein Beispiel dafür bringen, dass beim deutschen Bäcker zwar u.U. das bargeldlose Bezahlen möglich, aber unüblich ist.


    Dass solch eine Funktion automatisch und ohne meine Zustimmung aktiviert wird, find ich schon etwas seltsam. Ich ebenso. Dass ich keine Sparkassen-Karte ohne NFC-Chip bekommen konnte, war einer von mehreren Gründen für mich, das Geldinstitut zu wechseln.


    #193AuthorRaudona (255425)  07 Oct 19, 16:10
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    Knapp drei Jahre später ein Artikel im Guardian, dass im UK wieder vermehrt mit Bargeld bezahlt wird, weil man dann besser den Überblick über die Ausgaben behält und auch besser etwas ansparen kann:


    https://www.theguardian.com/business/2022/aug...

    #194AuthorGibson (418762) 19 Aug 22, 16:28
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    Knapp drei Jahre, eine Pandemie und ein Krieg später ...


    Ich selbst behalte tatsächlich besser den Überblick, wenn ich bargeldlos bezahle und dann die Transaktionen digital nachvollziehen kann. Mittlerweile (Corona!) zahle ich auch kontaktlos mit dem Smartphone - da kann ich NFC nach dem Bezahlvorgang ausschalten und habe die Kontrolle.


    Bar bezahle ich nach wie vor fast nur beim Bäcker.

    #195AuthorRaudona (255425) 19 Aug 22, 16:45
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    Bei einem unserer Bäcker hing während der Coronepidemie das übliche Schild, auf dem darum gebeten wurde, aus Hygienegründen möglichst bargeldlos zu bezahlen.

    Daneben hing gleichzeitig das weiterhin gültige Schild "Keine Kartenzahlung".

    #196Authoreineing (771776)  19 Aug 22, 16:56
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    Eine Pandemie, während der zu verstärktem Gebrauch der Karte aufgerufen wurde, auch wenn das vielleicht aus medizinischer Sicht letztendlich nicht nötig war. Ich habe es mir tatsächlich trotzdem währenddessen angewöhnt, auch weil inzwischen meine beiden Karten kontaktlos nutzbar sind.


    Edit, da #196 gerade noch nicht da war: Großartig.

    #197AuthorJanZ (805098)  19 Aug 22, 16:59
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    re #196 : 😉 !



    Ich hatte noch keine Schwierigkeiten mit Bargeldzahlungen ...

    #198Authorno me bré (700807)  19 Aug 22, 17:13
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    In Zeiten, in denen ich sehr wenig Geld habe, benutze ich, wie in dem Artikel, verstärkt Bargeld. Wenn ich nur x Euro zum Einkaufen mitnehme, kann ich auch nur x Euro ausgeben. Wenn ich mit Karte zahle, gehe ich auch schon mal über das geplante Budget. Ich denke, diese Rückkehr zum Bargeld hat wirklich vor allem mit der schwierigen finanziellen Situation im UK zu tun als mit Corona oder gesellschaftlichen Veränderungen.

    Gerade kleine Beträge merkt man mehr, finde ich - bei der Karte höre ich gar nicht so genau hin, ich bezahle einfach. Vor ein paar Tagen habe ich auf unbekannter Strecke unterwegs bei einem Bäcker gehalten und 3 Brötchen (nicht belegte, nur die Brötchen) und eine Flasche 0.5L Wasser gekauft. Knapp 4 Euro. Ich bin fast hintenüber gefallen, aber nur, weil ich bar bezahlt habe. Sonst wäre ich im Kopf schon woanders gewesen und hätte nur die Karte hingehalten.


    eineing, über sowas freut sich der Hohlspiegel ;-)


    #199AuthorGibson (418762) 19 Aug 22, 19:03
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    #196 Witzig


    Ich habe aus meiner Zeit in den Niederlanden (lange vor Corona) einige Lebensmittelläden in Erinnerung (Bäckerei, Metzgerei, …), bei denen aus Hygienegründen nur mit Karte bezahlt werden konnte. Dadurch mussten die Verkäufer/innen nicht ständig die Handschuhe wechseln bzw Hände waschen, weil Scheine/Münzen doch erheblich mikrobiologisch verschmutzt sein können.

    Das finde ich immer noch sinnvoll, obwohl ich sonst gerne Bargeld verwende.

    #200AuthorWik (237414)  20 Aug 22, 07:13
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    *g* solange sie die Handschuhe wechseln bzw Hände waschen. Ich habe einige Male erlebt, dass Rohfleisch und Bargeld mit den gleichen Handschuhen, ohne jegliche Art der Zwischenreinigung angefasst wurden.

    Ich möchte auch nicht wissen, wie die Tastatue der Kasse bei einer mikrobiologischen Überprüfung schillern würde.

    Ich habe einen anderen Metzger gefunden.

    #201AuthorMasu (613197) 21 Aug 22, 13:30
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    Bei einem Metzger habe ich auch (lange vor Corona) so einen Kassenautomat gesehen, bei dem man mit Bargeld (oder Karte) zahlen konnte.

    Diese Automaten findet man auch immer mehr in größeren Supermärkten nach der Kasse. Das Personal scannt nur noch die Produkte, aber die eigentliche Bezahlung findet ein paar Meter weiter statt an diesen Automaten.


    Ich zahle zwar sowohl mit Karte als auch mit Bargeld, aber wenn ich auf mein Geld achten muss, zahle ich nur bar. Natürlich kann man seinen Kontostand im Auge behalten, aber wenn ich z. B. ausgehe, kann ich nur das Geld ausgeben, das ich dabei habe.

    Einmal war ich in einem Casino, gerade weil man dort wirklich mit allem zahlen kann, was nur im Entferntesten mit Geld zutun hat (ich würde mich fast trauen zu wetten, dass man irgendwo sein Zahngold rausbrechen lassen kann), habe ich mir für diesen Abend nur eine bestimmte Summe x in bar mitgenommen und meine Karte im Hotel gelassen. Das Spielen machte durchaus Spaß, und gerade weil es im Ausland noch vor EURO-Zeiten war, war mir das Risiko zu hoch, den Überblick zu verlieren.

    So ist jeder anders - ich kann zwar mit Geld umgehen, aber bei Kartenzahlungen fällt mir der Überblick schwerer.

    #202Authorrufus (de) (398798) 22 Aug 22, 08:57
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    Das System mit dem Bargeldautomaten, in den ich mein Geld einwerfe, kenne ich von einer Tankstelle und von einem Bäcker im Bahnhof. Gerade bei Letzterem finde ich das sehr angenehm, dass das Verkaufspersonal nur die Waren anfasst, nicht das Geld. Möglicherweise ist aber die Idee dahinter eher die Diebstahlssicherung: Selbst unter Gewaltandrohung kann der Mensch kein Geld rausrücken, das kann nur der Automat.

    #203AuthorRaudona (255425) 22 Aug 22, 09:54
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    Möglicherweise ist aber die Idee dahinter eher die Diebstahlssicherung


    Bei "meinem" Edeka um die Ecke ist das definitiv so, der war damit neulich in der Lokalzeitung.


    Zum Thema "Ausgaben mit Karte sind schlechter nachvollziehbar": Stimmt, deswegen bewahre ich dafür immer die Bons auf und gebe sie in meine Buchführung (die ich eh mache) ein.

    #204AuthorJanZ (805098) 22 Aug 22, 11:39
    Comment

    Gibt es in Deutschland ähnliche bankübergreifende Services wie TWINT in der Schweiz, wo man einfach mit einer App anderen Leuten, die den gleichen Service haben, kleinere Mengen überweisen kann? In den letzten paar Jahren hat sich das hier in vielen Kontexten etabliert, in denen man früher mit Bargeld gehandhabt hat: z.B. Sammelaktionen für Geburtstagsgeschenke, Kollekte für Strassenmusik. wir hatten vorletztes Wochenende das Buskers Festival 2022, und die meisten Bands hatten irgendwo einen QR-Code. Ehrlich gesagt ist mir das deutlich lieber, als wenn ich zwanzig CHF5-Stücke mittragen muss. Aber ich bin sowieso froh, wenn ich zu 99% bargeldlos unterwegs sein kann.

    #205AuthorThirith (1037221)  22 Aug 22, 14:28
    Comment

    Im Kollegenkreis (beim Sammeln für Geburtstage oder Abschiede) machen wir das einfach mit PayPal.

    #206AuthorJanZ (805098) 22 Aug 22, 14:37
    Comment

    Wir auch: PayPal-Funktion "Geld an Freunde senden".

    #207AuthorRaudona (255425) 22 Aug 22, 14:42
    Comment

    Funktioniert PayPal in DE auch für Parkuhren und ähnliches? Würden Buskers bei euch QR-Codes für PayPal haben, damit man auch ohne Bargeld etwas spenden kann? Ich frage mich gerade, weshalb die Schweiz hier einen Sonderzug fährt und ob es an den typischen Einsatzszenarien liegt.

    #208AuthorThirith (1037221) 22 Aug 22, 14:55
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    Nein das geht nicht. In Deutschland breitet sich das schwedische System Klarna immer weiter aus, aber das geht damit auch nicht. In Schweden allerdings schon, habe ich mir sagen lassen.

    #209Authorzacki (1263445) 22 Aug 22, 15:06
    Comment

    Ich zitiere mich mal von oben:


    "Es gibt in Skandinavien auch Zahlungsapps, mit denen man von Handynummer zu Handynummer bezahlen kann. Im Prinzip ähnlich wie Paypal. Gibt es in Deutschland auch, nennt sich Kwitt. Kennt aber fast niemand, verwendet fast niemand, und nicht alle Banken beteiligen sich daran, was es völlig unbrauchbar macht. In Skandinavien werden solche Systeme von über 60% aller Menschen genutzt, habe ich mal gelesen."


    Das ist drei Jahre später in Deutschland nicht anders. KWITT kennt und verwendet kein Mensch. Manche Leute verwenden Paypal, aber so richtig verbreitet ist auch das nicht. Privat im Freundeskreis ja. Aber bei Straßenkünstlern, Flohmärkten, Campingplätzen oder sonst wo - nö. Dabei gibt es bei Paypal sogar die Funktion, einen QR-Code zu generieren, über den einem jemand Geld schicken kann - aber in Verwendung habe ich das in Deutschland noch nirgendwo gesehen. In Skandinavien hängen an Campingplätzen ohne Rezeption teilweise einfach die QR-Codes und man bezahlt dann per Handy (was aber wiederum oft nicht mit einem ausländischen Handy geht).


    @JanZ: Zur Buchhaltung: Ich habe früher auch Belege mitgenommen. Heute zahle ich kontaktlos mit dem Handy und kriege jedes Mal eine Mail, ich kann das Haushaltsbuch also papierlos führen.

    #210AuthorJalapeño (236154)  22 Aug 22, 15:35
    Comment

    Fürs Parken gibt es die App easypark, damit kann man an Parkautomaten und in Parkhäusern in vielen europäischen Städten zahlen, allerdings kostet jeder Vorgang neben der Parkgebühr auch eine Transaktionsgebühr. Regelrechte Parkuhren an jedem Platz habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

    #211Authorpenguin (236245) 22 Aug 22, 15:36
    Comment

    Von TWINT habe ich noch nichts gehört bisher. Die Erfinder scheinen einfach nur Glück gehabt zu haben, dass es sich langsam durchsetzte. Irgendwann ist ein Punkt überschritten, da müssen die Banken sich dran beteiligen sonst sind die Kunden ärgerlich und Leute installieren sich diese App weil es weit verbreitet ist.

    Die Erfinder von KWITT haben da einfach Pech gehabt, ihr System ist nicht schlechter, nur wurde die kritische Menge an Nutzern nicht erreicht damit eine Zündung einsetzt.


    Das chinesische wechat soll dort weit verbreitet sein, das ist so wie WhattsApp und Paypal zusammen in eins kombiniert. Wenn es so etwas bei uns gäbe, finde ich das praktisch. Bei WhattsApp kann man sich schreiben und mit der Büroklammer noch ein Foto, seinen Standort oder eine Datei anhängen, warum keinen Geldbetrag?

    #212Authorzacki (1263445) 22 Aug 22, 15:59
    Comment

    Ich nehme an, dass es in einem kleinen Land wie der Schweiz (trotz der Tatsache, dass Föderalismus in der DNS der Schweizer*innen steckt) einfacher passiert, dass sich ein solcher Dienst durchsetzt. Ich habe in meinem Umfeld das Gefühl, dass ich einer der letzten war, der TWINT noch nicht hatte. Ich benutze es nun seit etwa einem Jahr und finde es ausgesprochen praktisch.

    #213AuthorThirith (1037221) 22 Aug 22, 16:47
    Comment
    So weit kommts noch, dass ich der Datenkrake Meta auch noch meine Geldflüsse offenlege. Zahlungen per WhatsApp, ich bin ja nicht wahnsinnig (oder Chinese).

    Bei der Gelegenheit eine dringende Warnung: Mir wurden aus mir unerklärlichen Gründen die Kreditkartendaten gestohlen. Nur die Daten, nicht die Karte. Gerade noch rechtzeitig habe ich bemerkt, dass jemand hunderte EUR in FacebookAds investieren wollte. Meine Bank hat das unterbunden und zurückgebucht. Aber Facebook war das komplett egal, ich hatte nur ein paar sinnfreie Chats mit einem Bot, der unzählige Daten abfragte, um dann mitzuteilen, dass man nichts machen könne. (Kreditkarte war natürlich nicht hinterlegt bei Facebook, weil siehe oben.)
    Ich bin dann sorgfältig alle Onlinehändler durchgegangen, bei denen ich registriert bin, und habe fast überall meine Kreditkarte gelöscht. Stattdessen zahle ich jetzt über Klarna und eps. Oder bestelle auf Rechnung. Je direkter meine Bank involviert ist, umso schneller habe ich im Problemfall menschliche Hilfe.
    #214Authortigger (236106)  23 Aug 22, 02:16
    Comment

    Kreditkartendatendiebstahl gab es schon lange vor Facebook&Co. Anfang der Neunziger wurden mir mal 6000 DM (!) für ein Apartment in London berechnet - ich war damals schon seit Jahren nicht mehr in London gewesen. War aber überhaupt kein Problem, die Bank buchte das Geld sofort zurück.


    Ob die Daten gestohlen wurden oder jemand schlicht eine Zahlenkombination angegeben hatte, die zufällig meine war, weiß ich nicht. Der Name zu der Abbuchung war jedenfalls nicht meiner.


    Aber, ja, Zahlungen verknüpft mit privaten Chats will ich auch nicht.

    #215AuthorRaudona (255425) 23 Aug 22, 09:03
    Comment

    ich weiß jetzt nicht was schlimmer ist, private Fotos oder seinen Standort mit WhattsApp zu verschicken oder kleinere Geldbeträge. Ich bin mir aber sicher, das würde in Deutschland häufig genutzt werden. Das wird ja hoch abgesichert sein, auch die Chinesen werden schon darauf achten dass kein Fremder ihr Konto abräumt. Ich weiß nicht genau wie das funktioniert, wahrscheinlich so eine Art Prepaid-Konto, das muss ich ab und zu auffüllen, dann kann ich davon Geldbeträge verschicken. Ich würde das auch nur für kleinere Beträge im privaten Rahmen nutzen und kein Hotel damit bezahlen, dafür hat man eine Kreditkarte oder macht eine Direktüberweisung.

    #216Authorzacki (1263445) 23 Aug 22, 09:28
    Comment

    Das wird ja hoch abgesichert sein, auch die Chinesen werden schon darauf achten dass kein Fremder ihr Konto abräumt.

    ... wird ja ... werden schon. Das halte ich für etwas blauäuigig. Mir wär das zu wenig.

    #217AuthorSelima (107) 23 Aug 22, 09:40
    Comment

    China:

    All WeChat users have their own WeChat Payment accounts. Users can acquire a balance by linking their WeChat account to their debit cards, or by receiving money from other users.

    Auch die anderen Bezahlsysteme (alipay etc.) sind nicht Prepaid. Das geht direkt ans Konto wie Debit- oder Kreditkarten oder Kwitt/giropay.

    Ob man sich Obergrenzen einrichten kann müsste ich nachfragen.

    #218Authortraveller in time (589684) 23 Aug 22, 09:59
    Comment

    @217: Das ist wieder typische Überheblichkeit oder sogar Rassismus. Chinesen sind so doof, die lassen sich von Verbrechern ihr Konto abräumen, aber wir Deutschen sind so viel klüger?


     Users can acquire a balance by linking their WeChat account to their debit cards, or by receiving money from other users.


    Das hört sich für mich aber so an wie ein spezielles Konto. Entweder ich verknüpfe es mit anderen Konten oder es lebt davon, dass ich von anderen manchmal Beträge erhalte, mit denen die ich dann wieder bezahlen kann. Das wird schon irgendwie gut funktionieren, sonst hätte sich das nicht so durchgesetzt.


    In Wirklichkeit sind wir Deutschen es doch, die anderen hinterher hinken.


    Afrika zeigt der Welt, wie mobiles Bezahlen geht


    In Kenia wird das Handy zum Konto


    Beim Bezahlen per Handy liegt Kenia vorn. Dort gibt es keine Warteschlangen vor Bankfilialen, auch Taschendiebe haben es schwer 

    https://taz.de/Bargeldlos-und-sicher-zahlen-i...


    M-Pesa - Wikipedia 

    #219Authorzacki (1263445)  23 Aug 22, 09:59
    Comment

    Wie war das noch? Erst lesen, dann denken, dann antworten? ;-)


    Sorry, aber #217 bezieht sich meiner Meinung nach nur auf deine Aussagen und hat nix mit Rassismus zu tun.

    Wird ja wohl... und werden schon... sind jetzt nicht so stichhaltige Argumente für eine sichere Handhabe mit dem Eigentum der Kunden. ;-D


    Ich vermute bei mehreren Hundertmillionen Nutzern auch, dass alles sehr gut abgesichert ist. Sonst hätte sich das vermutlich nicht durchgesetzt. Aber bevor ich es nutze, würde ich auch erst mal herauszufinden versuchen wie mein Geld denn abgesichert ist.

    #220Authortraveller in time (589684) 23 Aug 22, 10:12
    Comment

    "Wird ja wohl" hat einfach damit zu tun, das ich es nicht so genau weiß um es erklären zu können aber wie selbstverständlich davon ausgehe. Das ist nicht blauäugig, sondern ganz pragmatisch. (Wird wohl so ähnlich sein wie bei PayPal auch) Für mich ist das schon Rassismus, wenn man Afrikanern und Chinesen unterstellt, sie hätten unsichere Methoden als wir klugen Deutschen: #214: ich bin ja nicht wahnsinnig (oder Chinese).


    Das Mobiltelefon als Bankfiliale in Afrika

     "Die Transaktionen belaufen sich auf elf Milliarden pro Jahr, das ist mehr als der Online-Bezahldienst Paypal weltweit verzeichnet."

    https://www.dw.com/de/das-mobiltelefon-als-ba...


    Ich benutze noch sehr viel Bargeld, dafür aber kein Google-Pay oder ähnliches. Das mache ich erst, wenn sich ein System flächendeckend durchgesetzt hat, das sehe ich im Augenblick noch nicht.

    #221Authorzacki (1263445)  23 Aug 22, 10:25
    Comment

    #218 traveller in time

    "All WeChat users have their own WeChat Payment accounts. Users can acquire a balance by linking their WeChat account to their debit cards, or by receiving money from other users.

    Auch die anderen Bezahlsysteme (alipay etc.) sind nicht Prepaid. Das geht direkt ans Konto wie Debit- oder Kreditkarten oder Kwitt/giropay."


    Ich glaube nicht, dass ich mit deiner Schlussfolgerung hier übereinstimme. In dem von dir zitierten Text steht lediglich, dass das WeChat Bezahlkonto mittels einer Debitkarte aufgeladen werden kann (zusätzlich von Zahlungen, die von andere WeChat-Kunden kommen).

    Das heißt aber nicht, dass da ein ungehinderter automatische Geldtransfer vom eigenen Bankkonto via Debitkarte auf das WeChat Konto erfolgt.

    Ich habe auch ein paar Benutzerkonten, die ich über meine Debitkarte mit Geld versorge, und über die ich dann Waren oder Zugang zu Informationen/Technologie usw. kaufe (meist für kleine Beträge), ohne die Debitkarte direkt nutzen zu müssen (weil das mehr Aufwand wäre und Kosten verursachen würde). Natürlich gehe ich da erstmal in Vorleistung (also quasi prepay), aber das Benutzerkonto kann nicht selbständig über meine Debitkarteninformation von meinem Bankkonto abbuchen. Wenn das Geld im Benutzerkonto verbraucht ist, dann muss ich den nächsten Transfer über meine Debitkarte selbst durchführen.

    #222AuthorWik (237414) 23 Aug 22, 18:37
    Comment

    zacki, in China hat man ein anderes Verhältnis zum Daten- und Persönlichkeitsschutz als in Deutschland. So habe ich den Beitrag von tigger (die übrigens keine Deutsche ist, also nix "wir klugen Deutschen") verstanden.


    Einem einzigen Anbieter alle meine Daten und dann auch noch meine Finanztransaktionen zu überlassen wäre mir zu heikel. Ein bisschen off topic: Big tech gone bad: Google blocks accounts based on false child exploitation filter - SiliconANGLE Hier geht es darum, dass ein Algorithmus bei Google ein Foto, das zu Diagnosezwecken an einen Arzt geschickt wurde, fälschlich als kinderpornographisch einstufte und der Vater Zugang zu seinen Mails, seinen Fotos und anderen Daten in der Cloud, seinem Smartphone und in der Folge zu diversen Diensten mit Zwei-Faktor-Authentifizierung verlor. Zitat des Vaters: "The more eggs you have in one basket, the more likely the basket is to break."

    #223AuthorRaudona (255425) 23 Aug 22, 18:51
    Comment

    #219 - überheblich und rassistisch. Du brauchst wirklich nur wenige Satzbrocken für ein sehr umfassendes Urteil. Da brauchen wir dann nicht weitersprechen.

    #224AuthorSelima (107)  23 Aug 22, 18:59
    Comment

    Wenn ich gesagt hätte, ich bin doch nicht blöd oder Afrikaner, dann wäre mir das garantiert rassistisch ausgelegt worden. Also bitte.

    Ich sage euch, Chinesen sind mindestens so klug wie Österreicherinnen.

    Wenn die ein Bezahlsystem entwickeln was unsicher ist und wo sich Verbrecher leicht Zutritt verschaffen können, dann würden sie das nicht nutzen. Das gilt auch für Afrika. Ob ich kleinere Beträge auf eine Kontonummer oder eine Telefonnummer aus meinen Kontakten überweise, da sehe ich keinen großen Unterschied. 🤔


    Einem einzigen Anbieter alle meine Daten und dann auch noch meine Finanztransaktionen zu überlassen wäre mir zu heikel.


    Mir auch, aber das wäre mit einer PayPal-Geldsendung via WhattsApp doch gar nicht gegeben. Genau genommen wären das sogar drei Beteiligte, die Bank mit dem Girokonto muss auch noch dazu. So verstehe ich auch das mit dem TWINT, die App hat mit der Bank direkt nichts zu tun, das sind nur Partnerunternehmen.


    @ wik, 222: Genau so denke ich mir das.

    #225Authorzacki (1263445)  24 Aug 22, 00:10
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    Heute habe ich in einer Bauchtasche, die ich das ganze Jahr noch nicht benutzt hatte, 20 Euro gefunden. Diese kleinen Freuden gehen auch nur mit Bargeld :-)


    (Meine Freundin hat es mal geschafft, beim Umzug in einer Schachtel 3.000 (!) Euro zu finden, die sie für irgendwas Wichtiges angespart, aber dann vergessen hatte, als der erwartete Notfall gar nicht eintrat.)

    #226AuthorGibson (418762)  24 Aug 22, 00:35
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    Hier in D stirbt das Bargeld nicht so schnell. Vorhin habe ich in einem technisch modernen Parkhaus in Essen meinen Obolus nur mit Mühe am einzigen Automaten begleichen können, dessen Geldscheinleser funktionierte. Es waren nur 2€, aber ich hatte kein Portemonnaie dabei. Keine Spur von Bezahlung per Handy (z.B. per QR-Code) oder auch Karte (Kartenleser oder NFC-Punkt).


    Ich erinnere mich noch, wie ich in Stuttgart erfreut feststellte, das recht hohe Parkentgelt an der Straße mit Karte(n) begleichen zu können (vor etwa 10 Jahren), oder z.B. in Spanien schon vor mehr als 30 Jahren, kurz danach auch im UK, mit Kreditkarte telefonieren zu dürfen, ohne dass dafür nennenswerte Zusatzkosten entstanden wären.

    Deutsschland ist darin nach wie vor ein Entwicklungsland,

    Ohne dabei irgendeinem Entwicklungsland zu nahe treten zu wollen.

    #227Authorreverend (314585) 24 Aug 22, 02:00
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    Apropos Entwicklungsland: In Kenia ist M-PESA (Zusammensetzung aus M für mobile und pesa = Geld) für Zahlungen mit kleinen Summen sehr verbreitet. Dabei geht es nicht so sehr um Bezahlungen direkt im Geschäft, die werden meistens bar beglichen, sondern um Dinge, die man bestellt und sich liefern lässt oder auch um die Bezahlung von Parktickets, Gebühren bei Behörden etc. Wikipediaartikel zu MPESA: https://de.wikipedia.org/wiki/M-Pesa


    Betreiber ist hier eine Telefongesellschaft.

    #228Authorharambee (91833) 24 Aug 22, 06:22
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    In Irland ist Revolut als App zum Transfer kleinerer Beträge sehr beliebt. Das läuft glaube ich über Benutzerkonten, die an Handynummern gebunden sind, was gerade bei Freunden und Kollegen recht praktisch sein kann.


    Andererseits gibt es aber auch noch Schecks, oder auch die Möglichkeit Rechnungen z.B. von Rundfunkgebühren, Gas, Telefon, Müllentsorgung in bar im Postamt zu bezahlen.

    Wobei die Tendenz ganz eindeutig zur Bezahlung per Karte, App geht.

    #229AuthorWik (237414)  24 Aug 22, 07:22
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    Revolut kann ich auch für Deutschland sehr empfehlen, das ursprünglich englische Unternehmen ist nach dem Brexit nach Litauen/EU ausgewandert und aktuell in Dublin beheimatet.

    Sein Vorteil, man eröffnet über die App (und auch ausschließlich über die App) ein Konto, auf das man Geld auch in Fremdwährungen per Überweisung, Kreditkarte oder direkt von einem anderen Revolut-User empfangen kann.

    Man kann sich dazu eine Visa- oder Masterkarte bestellen, die kostenfrei ist bis auf die 6 EUR für Versand.

    Besonders gut finde ich die virtuelle Einmal-Kreditkarte: Diese erstellt man selbst in seinem Account, kann die Kreditkartendaten dann genau einmal zum Online-Bezahlen einsetzen, danach sind sie ungültig.

    Nutze ich sehr gerne bei unbekannten Onlinehändlern, um zu vermeiden, dass die Karte später noch für weiteres Abbuchen verwendet werden kann.

    Die von Revolut ausgegebenen Plastikkarten von Visa oder Master sind überall problemlos einsetzbar, haben auch diesen NFC-Chip und können, wenn man will, mit Googlepay verknüpft werden.

    Nach jeder Zahlung gibt es über die App sofort eine Pushnachricht, so dass ungewollte Abbuchungen nicht unbemerkt bleiben.

    Haken? Bargeld am Automaten holen kostet Gebühren, wenn es über 200 EUR pro Monat sind, aber dafür habe ich ja die Girokontokarte meiner Bank, es macht ja keinen Sinn, erst Geld an die IBAN-Nummer des Revolutkontos zu schicken, um es dann gleich wieder abzuheben.

    Höhere Limits gibt es dann bei den kostenpflichtigen Varianten.

    Auch in virtuelle Währungen wie Bitcoins oder Polkadots kann direkt investiert werden.


    Ist eine gute (unabhängige) Ergänzung zum normalen Girokonto und ist innerhalb von 30 Minuten eröffnet,

    ich nutze diese App mit ihren realen Karten als zusätzliche Geldquelle im Ausland, weil man außereuropäisch durchaus schon mal feststellen kann, dass die Karte der Hausbank dort nicht funktioniert.. Freunden mit der Volksbank-VISA in Dubai passiert.. über Weihnachten.. drei Tage ohne Geld/Bezahlmöglichkeiten bis auf das vorhandene Bargeld - dabei waren sie extra vorher bei ihrer Filiale und haben die Karte speziell für den Urlaub bestellt.. der Mitarbeiter hat dann leider vergessen, sie außereuropäisch freizuschalten...


    Daher ist es meine Devise, unterwegs immer auf mehrere Geldquellen zurückgreifen zu können.

    #230Authordrkimble (463961) 24 Aug 22, 08:27
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    Ich sage euch, Chinesen sind mindestens so klug wie Österreicherinnen.

    Wenn die ein Bezahlsystem entwickeln was unsicher ist und wo sich Verbrecher leicht Zutritt verschaffen können, dann würden sie das nicht nutzen.


    Wenn das das einzige Kriterium ist, was du anlegst, dann sehe ich auch kein Problem mit der Benutzung des chinesischen Systems. Gegen kriminellen Zugriff von anderen Privatpersonen wird das vermutlich brauchbar abgesichert sein.

    Aber ich habe auch was gegen Überwachung und bin sehr für Datensicherheit (auch gegenüber staatlichen Stellen und auch meine Bank muss nicht alles wissen, wem ich mit welchem Betreff 5 Euro gebe).


    Und da bin ich durchaus bei Raudona: In China wird sowieso alles überwacht und jede Handybewegung aufgezeichnet. Die Chinesen haben sich daran gewöhnt, dass sowieso kaum etwas echte Privatsache ist und nehmen das deswegen vermutlich auch beim Geld eher hin.

    Mit Dummheit hat das nichts zu tun, sondern eher mit dem Überwachungsstaat, in dem die leben (müssen). Und dass es da mit Datenschutz und Menschenrechten nicht weit her ist, ist allgemein bekannt. Daran gewöhnt man sich und nimmt dann auch in anderen Bereichen Überwachung und mangelnde Privatsphäre leichter hin als jemand, der nicht sowieso ständig überwacht wird.


    Dazu bin ich nicht bereit, sondern sehr froh darum, dass ich weiterhin vollkommen anonym ein paar Münzen an Straßenmusiker geben kann und meine Bank auch nicht weiß, wo ich meine Alltagseinkäufe mache und wie oft ich Eis essen gehe (oder sowas). Genauso wenig müssen die Geschäfte meine Identität kennen, in denen ich einkaufe.

    Das mache ich nämlich alles noch mit Bargeld, mit Karte werden nur größere Beträge bezahlt (größere Klamotteneinkäufe, Schuhe, Technik) und das kommt nur selten vor.

    #231AuthorDodolina (379349)  24 Aug 22, 08:34
    Comment

    Zu #230:

    Man muss nicht in exotische Länder fahren, um Probleme mit Kreditkarten zu erleben.

    Eine Familie aus meinem Bekanntenkreis hat letztes Jahr Urlaub in Österreich gemacht. Die Hotelrechnung belief sich auf etwa 2000 €.

    Die Familie hatte insgesamt 3 Kreditkarten, keine davon hat im Hotel funktioniert. Der Ehemann ging also auf die Suche nach einem Geldautomaten. Der Automat begrenzte die Auszahlung auf 400 € je Transaktion. Nach zwei Abhebungen mit einer Karte hat sich der Automat (verständlicherweise) geweigert, weitere Abhebungen zuzulassen.

    Da er ja drei Karten hatte, konnte er mit Mühe und Not die notwendigen 2000 € zusammenkratzen.

    Kosten der ganzen Aktion rund 30 € Abhebegebühren.

    Was hätte der Familienvater gemacht, wenn auch der Automat mindestens eine der drei Karten nicht akzeptiert hätte, oder wenn er nicht 2000 € sondern 3000 € gebraucht hätte?


    Wenn ich hier in diesem Faden lese, wie viele mehr oder weniger geniale Bezahlsysteme es gibt, kann ich nur den Schluss ziehen: Egal für welches System man sich entscheidet, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man es im Ernstfall nicht nutzen kann.

    #232Authoreineing (771776) 24 Aug 22, 09:04
    Comment

    #226

    Anders herum geht es auch: wenn man z.B. bei einer Wohnungsräumung grössere Mengen Bargeld findet, in Noten, die nicht mehr gültig sind... (In unserem Fall ist es zumindest so, dass diese Noten immer noch bei der Nationalbank eintauschbar sind, aber ab einer gewissen Menge werden die recht stutzig.)

    #233AuthorThirith (1037221) 24 Aug 22, 09:06
    Comment

    Weiter oben wurden Schecks erwähnt. Ich erinnere mich noch an die grünen Vordrucke, die in grauer Vorzeit recht gern genutzt wurden. Jetzt bekomme ich einmal im Jahr einen Scheck von der VG Wort für Bibliothekstantiemen und gelegentlich einen von der "Aktion Mensch" (das Los ist ein Dauergeschenk meiner Mutter). Die löst mein Mann immer für mich ein, weil ich zwar die Schecks auf mein rein online geführtes Konto buchen könnte, aber für jeden beleghaften Vorgang Gebühren zahlen muss.


    Gibt es eigentlich noch Reiseschecks? Die waren in meiner Jugend das sichere Zahlungsmittel für Auslandsaufenthalte.


    Revolut schaue ich mir an, das mit den Einmal-Kreditkarten klingt nach einer interessanten Option.

    #234AuthorRaudona (255425)  24 Aug 22, 09:17
    Comment

    Zumindest gab es vor 15 Jahren noch Reisechecks, damit habe ich damals einen Teil meiner Grundfinanzierung mitgenommen, als ich ins Ausland gezogen bin.

    Da musste ich ja erstmal was überbrücken, bis ich da ein lokales Konto und erste Einkünfte hatte.


    Revolut klingt wirklich interessant, sowohl das Prepaid-System und die Einmal-Kreditkarten.

    #235AuthorDodolina (379349) 24 Aug 22, 09:27
    Comment

    Was hätte der Familienvater gemacht, wenn auch der Automat mindestens eine der drei Karten nicht akzeptiert hätte, oder wenn er nicht 2000 € sondern 3000 € gebraucht hätte?


    Das ist zwar immer ein "Horrorgedanke", aber die Situation kann man glaubhaft darlegen, und für solche Fälle gibt es immer noch die Möglichkeit, dass man mit dem Hotel eine Überweisung der Rechnung vereinbart. Die haben ohnehin alle Ausweisdaten, sprich, er könnte gar kein "Zechpreller" sein. Also redet man mit den Leuten an der Rezeption, und dann sollte das kein Problem sein. (Ausnahmen mögen die Regeln bestätigen.)

    Es kann ja auch wirklich passieren, dass man alleine ins Restaurant geht und seinen Geldbeutel vergisst. Das ist immer ärgerlich und gibt Stress, aber schlimmstenfalls ruft der Wirt die Polizei, um die Personalien feststellen zu lassen (sprich, der Mensch ohne Geldbeutel und deswegen vermutlich auch ohne Personalausweis wird verpflichtet, im Zeitraum x bei der nächsten Polizeidienststelle aufzutauchen und seine Personalien abzugeben), und es gibt eine schriftliche Rechnung, die überwiesen werden muss. Alles lösbar.

    Im fremdsprachigen Ausland vermutlich etwas komplizierter wg. Sprachbarriere, aber alles lösbar.


    Ich bin übrigens auch der Meinung, dass sich Selima zumindest ungünstig ausgedrückt hat.

    Als ich das "bin doch nicht dumm oder Chinese" gelesen habe, dachte ich auch erst mal, dass das genau die Haltung transportiert, die einer meiner Chefs leider an den Tag leg "Ach, denen können wir alles verkaufen". Ich gehe auch davon aus, dass sie "oder lebe in China" gemeint hat, spricht, dieses Überwachungssystem gewöhnt ist, aber die Formulierung allein kann einen schon erst mal vor den Kopf stoßen.

    #236Authorrufus (de) (398798) 24 Aug 22, 09:33
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    @230: Danke, Revolut hört sich interessant an, das werde ich mir mal näher anschauen. Kann man damit auch kostenlose SEPA-Sofortüberweisung machen? Die kostet bei N26 0,99 Cent und das war für mich der Grund, diese App nicht zu nehmen obwohl sie angeblich Voted 'Best Bank in the World 2021' ist.


    So rund 50,- an Bargeld möchte ich immer bei mir haben, wenn es weniger als 20 werden hebe ich wieder was ab. Ohne Bargeld ist man in Deutschland aufgeschmissen. Die große Anzahl an verschiedenen Systemen ist der Grund, warum sich keines davon richtig durchsetzt. da sind die in Schweden, Schweiz, China oder Kenia usw. besser dran.


    Finanztipp: Kunden von Netto Marken-Discount können nun an jeder der 4.200 Filialen in Deutschland mit PayPal bezahlen. 🙂 Dafür müssen sie lediglich die Netto-App auf ihrem Smartphone installieren. 😡


    Nein, nein NEIN, ich will mich nicht mit Netto-App, Aldi-App, Lidl-App, Rossmann-App, Aral-App usw zumüllen!!


    Da bin ich froh, dass wenigstens die EC-Karte da überall funktioniert.


    @233: Französische Franc zum Beispiel können seit Februar 2012 nicht mehr in € getauscht werden. Deutsche Mark dagegen bisher ohne Probleme.

    #237Authorzacki (1263445) 24 Aug 22, 09:50
    Comment

    #237

    Ich denke auch, dass dies der Kernpunkt für viele ist: gibt es eine App, welche in 99% der Anwendungsfälle funktioniert, oder braucht man drei Dutzend spezifische Apps? Ich finde es schon nervig genug, wenn man für jeden Laden eine eigene Kundenkarte mit Treueprämien hat, und als Folge davon benutze ich eine solche nur dann, wenn ich wirklich häufig in dem Laden bin - und im Umkehrschluss gehe ich nur in die anderen Läden, wenn ich in meiner Stammkette wirklich keine brauchbare Alternative für etwas finde.

    #238AuthorThirith (1037221) 24 Aug 22, 11:09
    Comment

    zu #238:

    Damit erfüllt die Kundenkarte voll und ganz ihren Zweck. Man überlässt dem Anbieter seine Daten (Einkaufsverhalten) und entscheidet sich nicht mehr frei, wo man einkauft, sondern da, wo man ein halbes Prozent Rabatt bekommt.

    Genau aus diesen Gründen habe ich keine einzige Kunden- oder Treuekarte und werde wohl auch nie eine haben.

    #239Authoreineing (771776) 24 Aug 22, 11:25
    Comment

    Damit habe ich aber ehrlich gesagt auch kein Problem. Ob ich meine Cola, meinen Rohschinken oder meine Zahnpasta in der Migros oder im Coop einkaufe, scheint mit "Hans was Heiri", wie man in der Deutschschweiz sagt. Wenn die Qualität, der Preis oder andere Aspekte nicht stimmen, dann reicht mir auch eine Kundenkarte nicht aus, damit ich nicht sonst irgendwohin gehe. Und es ist in diesem Rahmen für mich auch praktischer, 99% meiner Einkäufe am gleichen Ort zu finden. Ich finde hier den Preis im Vergleich zum Nutzen absolut okay - wobei ich verstehe, wenn jemand dies anders sieht.

    #240AuthorThirith (1037221)  24 Aug 22, 11:31
    Comment

    Zacki: bislang habe ich keine Sepa-Überweisungen von Revolut zu anderen Konten gemacht, sorry

    Von meiner Spasskasse aus wird aber eine Sepa-Überweisung meist noch am selben Tag auf Revolut gutgeschrieben (Bei Zahlungseingängen gibts auch immer eine Pushnachricht)

    #241Authordrkimble (463961) 24 Aug 22, 11:43
    Comment

    OFF-TOPIC / RASSISMUS:


    Ein kurzer, hoffentlich klärender Beitrag zur "Rassismus-Debatte":


    tigger hat in #214 geschrieben "ich bin ja nicht wahnsinnig (oder Chinese)". Wie rufus oben schrieb, das würde auch ich ganz klar als "oder lebe in einem Staat, in dem die staatliche Überwachung sowieso so alltäglich ist, dass die Sache anders gelagert ist" deuten. Nicht "alle Chinesen sind wahnsinnig", sondern "wenn ich in China leben würde, wäre das was anderes, dann würde ich das System vermutlich auch nutzen, weil es sowieso schon egal ist".


    Ja, die ursprüngliche Formulierung ist kontextlos vielleicht etwas unglücklich, aber wir haben ja den Kontext hier im Faden und als zusätzlichen Kontext tiggers Beiträge aus den letzten Jahrzehnten.


    ABER zacki hat ja auch gar nicht tiggers #214 mit "Das ist wieder typische Überheblichkeit oder sogar Rassismus" kommentiert, sondern selimas #217. Diese lautete: "... wird ja ... werden schon. Das halte ich für etwas blauäuigig. Mir wär das zu wenig."


    Und das bezieht sich ja primär auf Zackis Einschätzung, dass ein System wie das chinesische "schon okay ist". Selima sagt nur, dass es ihr persönlich zu heikel wäre, ein System allein auf der Basis "wird schon sicher sein" zu verwenden. Sie trifft keinerlei Aussagen über chinesische Menschen.


    Das Wort "dumm" kam übrigens weder von tigger noch von Selima, sondern wurde im Verlaufe der Diskussion erst irgendwo hinzugedichtet.


    Kurz: Ich glaube, hier haben sich versehentlich einige daran gemacht, die Kirche Stein für Stein abzubauen und aus dem Dorf zu tragen. Vielleicht könnten wir sie einfach wieder zusammensetzen und weiter über das eigentliche Thema des Fadens reden.


    *************


    ON-TOPIC / ZAHLUNG:


    @zacki: Ich habe mein Paypal-Konto in Google Pay hinterlegt und bezahle immer und überall damit. Du brauchst also keine Netto-Karte, um mit Paypal zu bezahlen.




    #242AuthorJalapeño (236154)  24 Aug 22, 11:44
    Comment

    #236 rufus, wo habe ich das denn bitte gesagt? Lies doch bitte die #217 nochmal und erklär mir, wo ich da sage "ich bin doch nicht dumm oder Chinese"?


    Ah, das hat sich überschnitten - das IN ist etwas langsam hier. Danke, Jalapeno, ich war jetzt doch etwas irritiert.

    #243AuthorSelima (107)  24 Aug 22, 11:48
    Comment

    Ich hatte nur quergelesen.

    Die ursprüngliche Äußerung stammte von tigger, du hast dann jedoch das Wortgefecht mit zacki an tiggers Stelle weitergeführt. Da ich nur quergelesen hatte, entstand so der Eindruck, es handelte sich ursprünglich um deine Formulierung.

    Das ist mir gerade mit dem Lesen von Jalapenos Post auch klar geworden.


    Dann streiche "Selima" und setze "tigger" - ich wollte weder tigger noch dich persönlich angreifen. Ich habe nur gesagt, dass der Text unglücklich formuliert ist und man ihn missverstehen kann, aber wohl eher etwas anderes gemeint ist.

    #244Authorrufus (de) (398798)  24 Aug 22, 11:57
    Comment

    Ich hatte keinesfalls tiggers Argumentation fortgeführt, sondern direkt, konkret und ausschließlich auf eine Aussage von Zacki reagiert.

    #245AuthorSelima (107) 24 Aug 22, 12:19
    Comment

    Re "Hotelrechnung nicht bezahlen können": Wenn die Hotel-IT keine meiner drei (!) Karten akzeptiert, obwohl diese nachweislich funktionieren (sonst könnte ich kein Geld abheben), dann ist das ehrlich gesagt das Problem des Hotels. Dann müssen Sie mir halt eine Rechnung stellen. Das wäre eine Situation, wo ich mir nun gar keinen Kopf machen würde.

    --

    Meines Wissens kann man in Deutschland D-Mark zeitlich unbegrenzt umtauschen, auch wenn man Omas Geld unter der Matratze erst in 15 Jahren findet. Ich meine mich zu erinnern, dass beim Wechsel zum Euro auch 'versprochen' wurde, dass man Mark immer wird umtauschen können.

    Aber ich habe im letzten Jahr, als der Englandbesuch coronabedingt erneut ausfiel, Freunden von mir die Pfund vom Besuch davor mitgegeben, als die nach UK gefahren sind, weil es alte Scheine waren und ich mir nicht sicher war, wie lange ich die noch irgendwo loswerde.

    ---

    Ich kaufe fast immer bei Kaufland, einfach, weil es 5 Minuten zu Fuß sind, und die werben in letzter Zeit auch massiv mit ihrer neuen Karte. Ich habe mir das angeguckt und festgestellt, dass man die gesammelten Punkte nur in irgendwelchen überflüssigen Treueaktionen einsetzen kann, was für mich völlig uninteressant ist.

    Ich habe eine andere Kundenkarte, die ich früher viel benutzt habe und an die eine ganze Reihe Läden angeschlossen sind, und mit den Punkten kann man ganz normal bezahlen. Da kam schon einiges zusammen, als z.B. mein Hund noch lebte und ich darüber das Tierfutter gekauft habe. Es ist mir da auch egal, ob die Datenkrake weiß, welches Tierfutter ich kaufe.

    #246AuthorGibson (418762) 24 Aug 22, 12:22
    Comment

    Egal für welches System man sich entscheidet, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man es im Ernstfall nicht nutzen kann.


    Das gilt dann aber für Bargeld genauso, wie dein Beispiel sehr schön zeigt. Es sei denn, man hat wirklich sein gesamtes Vermögen in bar zu Hause, aber dahin will wohl niemand mehr zurück, schon weil es nicht wirklich sicherer wäre. Auch das Geld für mehrere Hotelübernachtungen (ggf. aus mehreren Abhebungen) in bar mitzubringen, halte ich nur für bedingt sinnvoll.


    Zum Thema Treuekarten: Ich habe noch einige, die ganz simpel als Stempelkarte funktionieren. Beim Bäcker um die Ecke bekomme ich zum Beispiel für jeden gekauften Kaffee einen Stempel, und für zehn Stempel bekomme ich einen Kaffee gratis. Über mich persönlich weiß der Bäcker damit gar nichts, und ganz allgemein nur, dass es einen Kunden gibt, der in einem unbekannten Zeitraum zehnmal dort einen Kaffee gekauft hat. Und ich lasse mich von der Karte auch nicht davon abbringen, meinen Kaffee woanders zu kaufen, wenn es sich ergibt.

    #247AuthorJanZ (805098)  24 Aug 22, 12:27
    Comment

    Ich zahle fast alles mit EC-Karte, die ich auch virtuell auf dem Handy habe. Bargeld verwende ich eigentlich nur für kleinere Beträge, z. B. am Kiosk. Krass erstaunt war ich allerdings vor ein paar Wochen, als im griechischen Restaurant in der Nachbarstadt keine Kartenzahlung möglich war, und zwar nicht wegen eines technischen Problems, sondern generell nicht. Das Bargeld hat zusammen mit meinem "Notgroschen"* knapp gereicht...


    *Für den Fall, dass ich ohne Geldbörse unterwegs bin und irgendwo nicht per Handy zahlen kann habe ich immer einen Geldschein im Schlüsseletui. Hat sich bezahlt (sic) gemacht...

    #248AuthorZugi (797273) 24 Aug 22, 13:33
    Comment

    Ich kenne diverse Menschen, die immer einen Geldschein in der Handyhülle stecken haben ...

    #249AuthorRaudona (255425) 24 Aug 22, 14:59
    Comment
    Ich bin zwar viel zu spät dran, muss aber noch eines klarstellen:

    Ich bin nicht rassistisch, wenn ich Angst vor chinesischen Zuständen habe. Die sind dem chinesischen Volk schließlich nicht angeboren, sondern es leidet darunter:
    Bekanntlich herrscht dort massive Überwachung. Es geht also überhaupt nicht darum, dass jemand das Konto leerräumt, das ist tatsächlich recht unwahrscheinlich in einer Diktatur. Sondern der Staat schreibt ALLES mit. Einkäufe, Geschäfte, Rücksendungen, Bonität, Einkommen, und das alles dient dann zur Berechnung meines Gesundheitszustandes und den Chancen meiner Kinder auf einen Studienplatz.

    In Europa kommt die Angst vor der Abschaffung des Bargeldes ja meist aus der rechten Ecke, von "Reichsbürgern" etc., die von der totalen Überwachung schwafeln. Lustigerweise sind das genau die Leute, die die Kontrollmechanismen einer gesunden Demokratie nicht anerkennen und untergraben... hier kann man sich noch gut aussuchen, ob man bar oder mit Karte zahlt, und auch mit Karte erfährt die Krankenkasse nichts davon, wie viele Packungen Zigaretten ich kaufe.
    #250Authortigger (236106) 24 Aug 22, 15:12
    Comment
    ...ja, wie Jalapeño sagt. So missverständlich war's wohl nicht. Bitte unterstelle mir seltener was, zacki, sondern frage nach.
    #251Authortigger (236106) 24 Aug 22, 15:25
    Comment

    Tigger, ich fand deine Aussage auch völlig unmissverständlich. In den zwei Sätzen davor ging es ja um Datenkrake und Überwachung, da fand ich das vollkommen offensichtlich auf den in China bekanntermaßen nicht vorhandenen Datenschutz bezogen.

    Und der hat eben nichts mit der Intelligenz „der Chinesen“ zu tun, sondern mit deren Überwachungsstaat.

    #252AuthorDodolina (379349) 24 Aug 22, 17:28
    Comment

    #259 Ich kenne diverse Menschen, die immer einen Geldschein in der Handyhülle stecken haben ...


    Völlig OT und möglicherweise einen Sturm auslösend: Natürlich weiß ich, wie Raudona das gemeint hat. Da es aber eben Raudona war, die das geschrieben hat, habe ich mich ein paar Zehntelsekunden wirklich gefragt, warum Männer und Frauen das nicht tun sollten.

    #253Authorharambee (91833) 24 Aug 22, 19:37
    Comment
    Wieso Sturm, das ist doch ganz normal. Manchmal denkt man eben kurz an eine andere Bedeutung eines Wortes, bevor man es in den richtigen Kontext setzt.

    Ich muss mich nur manchmal daran erinnern, dass Diskussionen bei LEO verdienen, sorgfältig gelesen zu werden. In anderen Onlineforen, oder gar Facebook, überfliegt man ja oft nur, und verpasst nicht viel.
    Das sollte man bei LEO nicht machen, wie das obige Beispiel voller Missverständnisse zeigt. Früher war das nicht so arg, irgendwie sind alle hektischer geworden.
    Kurz gesagt: chillt mal wieder.
    #254Authortigger (236106) 25 Aug 22, 07:21
    Comment

    Nicht unbedingt hektischer, aber oft einfach am Handy unterwegs, das sorgt zum einen für Tippfehler und zum anderen für überfliegendes Lesen.

    #255Authorpenguin (236245) 25 Aug 22, 08:31
    Comment

    Huch, das mit den diversen Menschen ist mir selbst gar nicht aufgefallen, ich hätte auch "einige Menschen" schreiben können 🙂 Für mich heißt "divers" einfach "vielfältig". Eine Unternehmenskultur mit "Diversität" heißt ja auch nicht, dass nur nonbinäre Personen eingestellt werden.

    #256AuthorRaudona (255425) 25 Aug 22, 09:21
    Comment

    Nachdem Thirith sich weiter oben gemeldet und von Migros, Coop (Schweiz) etc. berichtet hat: Es gibt bei uns in der Schweiz das Twint-Bezahlsystem (https://de.wikipedia.org/wiki/Twint). Das funktioniert aber "nur" innerhalb der Schweiz. Gibt es etwas Vergleichbares (ausser Paypal vielleicht) in anderen Ländern?

    #257Authorvirus (343741) 25 Aug 22, 14:20
    Comment

    Ab #205 findest du eine Diskussion genau zu diesem Thema.

    #258AuthorThirith (1037221) 25 Aug 22, 14:39
    Comment

    Ah, danke, *stirnpatsch*. Hier ist schon zuviel passiert, da hatte ich Tomaten auf den Augen (ganze, keine passierten 😉).

    #259Authorvirus (343741) 25 Aug 22, 14:56
    Comment
    #260AuthorRaudona (255425) 25 Aug 22, 15:00
     
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