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Könnte jemand eine grammatisch-semantische Erklärung zu "in/im Hinlblick auf" analog zur zitierten Erklärung von "in/im Urlaub" aus dem Duden abgeben?
Mir scheint, die -- einleuchtende -- Erklärung zu "in/im Urlaub" lässt sich gar nicht analog auf "in/im Hinblick" anwenden, denn der Unterschied zwischen einem "allgemeinen" Hinblick und einem "konkreten" ist kaum greifbar zu machen.
Sie sagte das in Hinblick auf die bevorstehende Umstrukturierung.
Sie sagte das im Hinblick auf die bevorstehende Umstrukturierung.
Falls es wirklich einen semantischen Unterschied gibt, dürfte er so subtil sein, dass die meisten Sprecher ihn nicht wahrnehmen.
(Übrigens gehöre ich auch zu der Fraktion, die "in Hinblick" nie selbst verwendet.)
Auch ich bilde mit Mr Chekov eine Fraktionsgemeinschaft, sage also "im Hinblick auf", wenn ich das Wort "Hinblick" denn mal verwende. Beim ersten Beispiel in #3 hätte ich somit auch "im" geschrieben. Ob die Minderheitenfraktion bereit wäre, das zweite Beispiel in #3 mit "in" zu schreiben, will ich nicht beurteilen. Mir flösse es nur schwer aus der Feder, aber richtig begründen kann ich das nicht.
Duden und DWDS lassen beide Varianten zu, wobei der Duden die Variante mit "in" die seltenere nennt. Wir sind also keinen Schritt weiter. Aber auch ich sage nur "im Hinblick auf" und nicht "in Hinblick auf".
Was ist der Unterschied zwischen Fisch in Backteig und Rotbarschfilet im Backteig? Ich glaube, gar keiner. Der eine sieht Backteig als ein allgemeines Konzept, der andere als etwas ganz Konkretes. Mit dem Hinblick ist es eigentlich dasselbe. "In Hinblick auf ..." bezieht sich auf ein allgemeines Konzept namens "Hinblick"; "im Hinblick auf ..." macht sich dieses Konzept konkret für eine bestimmte Situation zu eigen, indem man sozusagen tatsächlich irgendwo hinblickt. Dann ist es eben der Hinblick und nicht einfach irgendeiner. Die Aussage ist aber dieselbe, wie man das verwendet, hängt einfach von persönlichen Präferenzen und Gewöhnung ab. Google findet etwa sieben- bis achtmal so viele Treffer für die im-Version mit wie für die in-Version, aber beides im Millionenbereich.
Bei femininen Substantiven, wo man nicht so schön binden kann, verzichtet man bei ähnlichen Konstruktionen im Allgemeinen auf den konkretisierenden Artikel: in Erwartung, in Abhängigkeit, in Verantwortlichkeit ...
"Jäger in Reisrand" würde ich allerdings nie sagen ;))) .... Rezept-Deutsch ist aber auch irgendwie speziell. Ich denke da an das Wörtchen "an"... (z.B.: Lamm an Balsamico-Feigen-Sauce). "Am" habe ich in so einem Zusammenhang allerdings noch nicht gelesen, aber ich mag mich irren...
Mir ist aufgefallen, dass der "Bezug" hier noch nicht erwähnt wurde: Davor schreibt wohl fast niemand "im", sondern nur "in". Vielleicht aus dem Grund, weil es eben auch "andere Bezüge" gibt bzw. damit es nicht so klingt, also würde da etwas in einem Bezug versteckt sein ;)
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/in%20...