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    “Helme für Fußgänger 13.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr

    Topic

    “Helme für Fußgänger 13.0" NEU: Rücksichtnahme im Straßenverkehr

    Comment

    – wahrnehmungsbasierter ErfahrungsaustauschKommentarWer darf auf Radwegen parken bzw. trifft dabei auf Verständnis? Dürfen im Gegenzug Radfahrer auf Gehwegen fahren?


    Wir kommen von hier


    related discussion: “Helme für Fußgänger 12.0" NEU: Rücksic...


    Author Hawkace (237330) 21 Jun 22, 11:48
    Comment

    "Dürfen im Gegenzug Radfahrer auf Gehwegen fahren?"


    Ich weiß, die Frage ist provozierend gemeint, aber wenn jeder sich die Regeln so macht, wie er will, mit der Begründung "der andere hat aber auch", sind wir endgültig im Kindergarten gelandet.

    #1Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 11:51
    Comment

    Heute morgen stand mir ein Auto quer über Rad- und Fußweg und bewegte sich auch nicht, als es mich kommen sah. Ich hatte keinen Platz und musste auf die Straße ausweichen, was bedeutete, dass ich mich ganz eng an der Vorderseite des Autos vorbeiquetschen musste, um die Absenkung des Randsteins zu erwischen (das Auto stand ja genau vor dieser Absenkung). Hab ich geschimpft. Die Autofahrerin hat ein hilfloses Gesicht gemacht und eine vage entschuldigende Handbewegung, und erst als ich vorbei war, habe ich gesehen, dass sie gar nicht anders hätte stehen können, weil sie aus einer Tiefgarage kam und die Schranke genau hinter ihr war. Wer also aus dieser Garage kommt, hat gar keine andere Wahl, als den Radweg zu blockieren. Aaaaarghhh!

    #2Author Gibson (418762) 21 Jun 22, 11:58
    Comment

    Am Sonntag, 4 Rennradfahrer auf der Straße (der Fahrradweg war ihnen ja nicht zuzumuten)

    an der roten Ampel dann kurzen Schlenker, ab auf den Fahrradweg, quer über den (roten) Fußgängerüberweg entgegen der Fahrtrichtung und weiter geht es.

    Muss ich als Autofahrer hinnehmen, würde ich sie umfahren bin doch eh ich wieder Schuld.

    #3Author rennmotte (617913) 21 Jun 22, 14:26
    Comment

    Muss ich als Autofahrer hinnehmen, würde ich sie umfahren bin doch eh ich wieder Schuld.


    Ja sicher wärst du Schuld. Du kannst das bescheuert finden, aber das ist doch kein Grund, jemanden umzufahren. "Nee, Herr Wachtmeister, natürlich habe ich die gesehen. Aber das hat mich geärgert, also habe ich gedacht, ich halte mal drauf. Wie, das ist unverhältnismäßig? Wie, Sie nehmen mich jetzt mit? Wieso denn?"


    Manchmal macht mich dieser Faden echt sprachlos.

    #4Author Gibson (418762) 21 Jun 22, 14:34
    Comment

    "Manchmal macht mich dieser Faden echt sprachlos."


    Yep.



    #5Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 14:40
    Comment

    Muss ich als Autofahrer hinnehmen, würde ich sie umfahren bin doch eh ich wieder Schuld.

    Bin doch eh ich wieder schuld? Wieviele hast du denn schon auf dem Gewissen... Kann man dich irgendwie erkennen? Autotyp, Farbe, Nummernschild oder sowas; So als Vorwarnung...


    #6Author mike.be_1 (1283251)  21 Jun 22, 14:40
    Comment

    Ich fasse zusammen:

    Der Autofahrer hat selbstverständlich zu bremsen, auszuweichen, wenn nötig stehenzubleiben, egal wie rücksichtslos und StVO-befreit die Radler sich benehmen.

    Dem Radfahrer ist es keinesfalls zuzumuten, dass er sein Tempo verlangsamt oder gar stehen bleibt, selbst wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer gar nicht anders KANN, als ihm kurz im Weg zu stehen. Er muss sich mit Gewalt noch irgendwo durchquetschen. Wenn er wegen viel zu geringen Abstandes dabei anderer Leute Eigentum beschädigt oder gar jemanden verletzt, so hat der Geschädigte das hinzunehmen.

    #7AuthorStahlbauer (1259064) 21 Jun 22, 14:53
    Comment

    Bullshit. Völlig hirnrissiger Bullshit.

    #8Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 14:55
    Comment

    Ihr seht mich auf den Händen sitzen.


    Nur das: den Unterschied zwischen Sachbeschädigung und fahrlässiger Tötung, den kennen wir.

    #9Author grinsessa (1265817) 21 Jun 22, 14:55
    Comment

    "Der Autofahrer hat selbstverständlich zu bremsen, auszuweichen, wenn nötig stehenzubleiben, egal wie rücksichtslos und StVO-befreit die Radler sich benehmen."


    Ja, das ist richtig - weil egal wie rücksichtslos und verkehrswidrig sich ein Radfahrer benimmt, Du nicht das Recht hast, ihn umzufahren. Mag Dich stören, ist aber leider so. Deal with it.

    #10Author B.L.Z. Bubb (601295)  21 Jun 22, 14:59
    Comment

    DFTT!

    #11Author Möwe [de] (534573) 21 Jun 22, 15:03
    Comment

    ....ist aber leider so.

    Meinst du das im Ernst?

    Ich ziehe doch eher die Variante vor, dass ich - falls ich mich mal im Straßenverkehr mal falsch verhalten sollte - nicht von jeder vorbeikommenden Autofahrerin zum Tod mit sofortiger Vollstreckung verurteilt werden darf.

    #12Author eineing (771776)  21 Jun 22, 15:04
    Comment

    "Du NICHT das Recht hast ... ist leider so" - hab ich mich so missverständlich ausgedrückt? Das war Ironie.

    #13Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 15:11
    Comment

    Bubb hat wegen Offensichtlichkeit die Sarkasmustags weggelassen, denke ich...

    #14Author Zugi (797273) 21 Jun 22, 15:12
    Comment

    Naja, Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, sind im Zweifelsfall am eigenen Tod zumindest mitschuldig. Der Autofahrer, der den Unfall nicht mehr vermeiden kann, ist in diesem Fall der Dumme. Die Unschuld des Autofahrers ist zumindest schwer zu beweisen.

    #15Author Progad (1278851) 21 Jun 22, 15:12
    Comment

    "Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, sind im Zweifelsfall am eigenen Tod zumindest mitschuldig."


    Bestreitet auch niemand.


    "Der Autofahrer, der den Unfall nicht mehr vermeiden kann, ist in diesem Fall der Dumme." - auch richtig, der Autofahrer muss dennoch vermeiden, andere Leute zu verletzen oder zu töten.

    #16Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 15:27
    Comment

    #2: Zum Verständnis: Warum konnte die Autofahrerin nicht weiterfahren?

    #17Author Progad (1278851) 21 Jun 22, 15:31
    Comment

    Kein Autofahrer setzt sein Auto vorsätzlich als Waffe ein. Jeder Autofahrer bremst, weicht aus, bleibt stehen. Wir machen das einfach so, das ist selbstverständlich für uns.

    Die Radfahrer hier im Faden empört es schon, wenn wir Radfahrer auf besonders gefährliche Verstöße mit der Hupe aufmerksam machen (Ok, ist völlig nutzlos, die lernen nicht dazu)


    In Gibsons #2 steht: .. bewegte sich nicht, als er mich kommen sah.

    Ich lese da eine gewisse Empörung, dass das Auto sich nicht unverzüglich dematerialisiert hat


    Und weiter ....dass ich mich ganz eng an der Vorderseite des Autos vorbeiquetschen musste

    In so einer Situation, wo man einer unvermeidbaren Behinderung ausgesetzt ist, kurz warten ist für Gibson (und für die meisten anderen Radfahrer) völlig unvorstellbar?

    #18AuthorStahlbauer (1259064) 21 Jun 22, 15:38
    Comment

    @17 wahrscheinlich war halt Verkehr und die Autofahrerin musste warten.


    #19Author Hawkace (237330) 21 Jun 22, 15:40
    Comment

    Ich meine ja, die Situation ist mir ja auch bekannt. Nur eben bei normalen Grundstücksausfahrten. Da bin ich auch schon Zentimeter an wartenden Autos vorbeigefahren, um die abgesenkte Bordsteinkante an diesen Orten noch nutzen zu können, die Straße dazu oftmals im Gegenverkehr benutzt. Ist halt so, da ärgert man sich nicht weiter.

    #20Author Progad (1278851) 21 Jun 22, 15:44
    Comment

    "Kein Autofahrer setzt sein Auto vorsätzlich als Waffe ein."


    Sagt diejenige, die im allerletzten Moment bremsen will ...


    "wenn wir Radfahrer auf besonders gefährliche Verstöße mit der Hupe aufmerksam machen" - darfst Du nicht; ist verboten.

    #21Author B.L.Z. Bubb (601295)  21 Jun 22, 16:08
    Comment

    Kein Autofahrer setzt sein Auto vorsätzlich als Waffe ein.


    Es folgen unkommentiert die Ergebnisse einer Suche nach "Auto als Waffe eingesetzt":


    Mai 2013: In Rüdersdorf (Thüringen) wird ein Radfahrer von einem Auto angefahren und getötet. Das Opfer war laut Staatsanwaltschaft der neue Freund der Ehefrau des Autofahrers. Diese habe sich von ihrem Mann trennen wollen. Der Ehemann stellt sich danach auf eine Autobahn, wird von einem Lastwagen überrollt und stirbt.


    Juli 2013: Nach einem Streit über das endgültige Aus ihrer Beziehung überfährt ein 25-Jähriger in Wiesbaden seine Ex-Freundin mehrfach mit dem Auto und tötet sie. Das Landgericht verurteilt den Mann ein Jahr später wegen Totschlags zu acht Jahren und zehn Monaten Haft.


    Juni 2014: Ein Autofahrer fährt an der Mecklenburgischen Seenplatte zwei Radtouristen nach einem Streit um. Die beiden Männer aus Niedersachsen überleben knapp. Der Täter wird vom Landgericht Neubrandenburg im Dezember 2014 zu vier Jahren Haft verurteilt.


    November 2014: Ein Kellnerin und zwei ihrer Kollegen werden im Berliner Stadtteil Kreuzberg von einem Auto erfasst. Ihr Ehemann, der am Steuer saß, soll aus Rache in die Gruppe gerast sein. Die Frau, die unter anderem einen Beinbruch erlitt, hatte sich einige Monate zuvor von ihrem Mann getrennt.


    März 2015: Das Landgericht Duisburg verurteilt einen 24-Jährigen zu neun Jahren Haft, der nach einem Werkzeugdiebstahl eine Augenzeugin mit seinem Wagen überfahren hatte. Die Frau erlitt einen Becken- und Oberschenkelbruch.


    Juli 2015: Ein 46 Jahre alter Mann, der in Buttstädt (Thüringen) einen 23-Jährigen mehrfach mit dem Auto überrollt und schwer verletzt haben soll, stellt sich nach bundesweiter Fahndung der Polizei. Die Ermittler gehen von einem Streit zwischen den beiden Männern aus.


    August 2016: In Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) soll ein 31-Jähriger eine Bekannte absichtlich überfahren haben. Das 30 Jahre alte Opfer stirbt trotz Rettungsversuchen. Gegen den Verdächtigen wird Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.


    April 2021: Bochum – Ein Streit vor einem Impfzentrum in Nordrhein-Westfalen ist am Dienstag (13. April) völlig eskaliert. Ein 58 Jahre alter Mann setzte schließlich seinen Pkw als Waffen ein. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich zu melden.


    P.S. - Breitscheidplatz ist dir schon ein Begriff, oder?

    #22Author covellite (520987)  21 Jun 22, 16:39
    Comment

    Ich weiß nicht, ob es hier schon verlinkt wurde, aber es gibt ein recht neues Video, in dem ein Autofahrer, der sich von zwei Rennradfahrern "provoziert" fühlte, einen von beiden massiv in den Gegenverkehr und von der Fahrbahn gedrängt hat.


    Als Ergänzung zu 22.

    #23Author B.L.Z. Bubb (601295) 21 Jun 22, 16:43
    Comment

    Nein, ich habe noch nie einen Fahrradfahrer umgefahren.

    Bisher ist nur ein Fahrradfahrer in mein Auto reingefahren. Ich weiß bis heute nicht, wo der herkam.

    Alle Ampeln aus der Richtung waren rot, egal ob Abbiegespur oder geradeaus.


    Und die 4 auf dem Rennrad habe ich nur gesehen, ich hatte an meiner / ihrer roten Ampel gehalten.

    Ich gehalten - sie durchgefahren 🙁

    es musste nur ein Motorrad für sie bremsen.

    #24Author rennmotte (617913) 21 Jun 22, 16:44
    Comment

    Die Radfahrer hier im Faden empört es schon, wenn wir Radfahrer auf besonders gefährliche Verstöße mit der Hupe aufmerksam machen (Ok, ist völlig nutzlos, die lernen nicht dazu)


    Klar empört mich sowas als Radfahrerin. Erstens ist Hupen nur zum Abwenden einer Gefahr erlaubt (siehe Vorpost), nicht dazu, seine Meinung zu unterstreichen. Zweitens ist die Lautstärke dieser Dinger darauf ausgelegt, auch im Innenraum anderer Autos deutlich gehört zu werden, selbst wenn sie das Radio an haben. Die Ohren eines Radfahrers sind durch keine Blech- und Glasschicht vor dem plötzlichen Lärm geschützt. Es besteht die durchaus nicht geringe Gefahr, dass ein angehupter Radfahrer vor Schreck den Lenker verreißt und verunfallt. Der Verursacher (also: der oberlehrerhafte Autofahrer) ist dann über alle Berge und weist jegliche Schuld weit von sich.

    #26Author Daja (356053) 21 Jun 22, 17:00
    Comment

    § 16 StVO


    "(1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben,

    1. wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt (§ 5 Absatz 5) oder

    2. wer sich oder Andere gefährdet sieht."


    Ist eigentlich nicht so schwer.


    Aber sich über die "StVO-befreiten Radfahrer" aufregen, die angeblich "nichts dazulernen". Genau mein Humor.

    #27Author B.L.Z. Bubb (601295)  21 Jun 22, 17:18
    Comment

    #27: Das heißt ja, dass ich die StVO gar nicht verletze, wenn ich Deppen anhupe, die im absoluten Halteverbot kurz NACH einer viel befahrenen Kreuzung parken (weil sie zu fußfaul sind, 50 bis 100 Meter zum Geldautomaten zu gehen). Weil sie mich und andere gefährden. Ich dachte immer, dass ich damit illegal unterwegs bin.


    Nicht überraschenderweise sind das meistens Deppen, die in Autos der grundverdächtigen Marken sitzen. 😉

    #28Author bavarianna (1035365) 21 Jun 22, 17:43
    Comment

    In Gibsons #2 steht: .. bewegte sich nicht, als er mich kommen sah.

    Ich lese da eine gewisse Empörung, dass das Auto sich nicht unverzüglich dematerialisiert hat


    Das liest du richtig. Normalerweise erwarte ich, dass der Autofahrer zurücksetzt, wenn er den Radstreifen komplett blockiert, während er wartet. (Ich mache das als Autofahrer selbstverständlich auch, ebenso für Fußgänger.)


    #2: Zum Verständnis: Warum konnte die Autofahrerin nicht weiterfahren?


    Weil sie warten musste, bis die (gegenüberliegende) Fahrbahn frei war.



    Naja, Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten, sind im Zweifelsfall am eigenen Tod zumindest mitschuldig. Der Autofahrer, der den Unfall nicht mehr vermeiden kann, ist in diesem Fall der Dumme. Die Unschuld des Autofahrers ist zumindest schwer zu beweisen.


    Ich finde durchaus, dass es ungerecht ist, wenn man durch eine Idioten in einen Unfall gezwungen wird und dann Schwierigkeiten hat, den genauen Ablauf zu beweisen, aber so richtig der Dumme ist doch wohl der tote Radfahrer und noch mehr dessen Familie.


    Darum geht es uns ja die ganze Zeit: Es gibt Vollhorste unter den Radlern - das bestreitet wirklich niemand - und es gibt Vollhorste unter den Autofahrern. Der große und wichtige Unterschied ist, dass Fehler oder Arroganz der Radler WEITAUS weniger gefährlich sind als die der Autofahrer. Und deshalb ist es zwar moralisch das Gleiche, aber nicht in der Praxis.

    #29Author Gibson (418762)  21 Jun 22, 18:02
    Comment

    Ich radle fast jeden Morgen ca. 700 m zum nächstgelegenen Bäcker. Angeregt durch diesen Faden halte ich mich inzwischen zu 100% an die Verkehrsregeln (d.h. ich schiebe mein Fahrrad z.B. auch das letzte Stück brav auf dem Fußgängerweg gegen die korrekte Fahrtrichtung auf dem Fahrradweg, weil sich ein Wechsel auf die andere Straßenseite nicht lohnen würde - habe das Gefühl, dass mich die Leute so ein bisschen mitleidig anschauen ;-)). Ich möchte allerdings gleich darauf hinweisen, dass meine Regelübertretungen vorher NIE jemanden behindert oder gefährdet haben.


    Gleichzeitig ist es auch so, dass ich in diesen wenigen Minuten fast immer Regelübertretungen mehr oder weniger großen Ausmaßes durch AutofahrerInnen beobachten kann. Meistens stehen die Leute verkehrsgefährdend im absoluten Halteverbot, aber auch Rechts-vor-Links-Missachtungen und Fahrradfahrer-an-den-Rand-Drängler sind nicht selten.


    Heute war eine Ausnahme - alle um mich herum (und ich natürlich auch!) haben sich vollständig mustergültig verhalten. 🙂

    #30Author bavarianna (1035365) 22 Jun 22, 10:11
    Comment

    "ich schiebe mein Fahrrad z.B. auch das letzte Stück brav auf dem Fußgängerweg"


    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass eigentlich keiner was sagt, wenn man im "durchschnittlicher Jogger"-Tempo über den Gehweg kullert und den Leuten auch sonst nicht auf den Sack geht. Die reagieren - absolut verständlicherweise - eigentlich nur verschnupft, wenn man zu schnell unterwegs ist und/oder klingelt.

    #31Author B.L.Z. Bubb (601295) 22 Jun 22, 10:14
    Comment

    Hier verhalten sich eigentlich auch alle recht kooperativ mit einem "bidirektionalen" Fahrradweg. Ich stelle an mir fest, dass ich zwar innerlich ein bisschen ungeduldig bin, wenn ich mein Fahrrad schiebe, dass es gerade auf dieser extrem kurzen Strecke aber eigentlich egal ist, ob ich mit der entsprechenden Vorsicht in der falschen Richtung unterwegs bin, oder ob ich halt nun mal schiebe.


    Ist ja häufig so - man denkt, man muss den Schnarchzapfen vor einem unbedingt überholen (egal ob auf dem Fahrrad oder mit dem Auto) und an der nächsten Ampel wird man von dem Schnarchzapfen eh wieder eingeholt.

    #32Author bavarianna (1035365) 22 Jun 22, 10:37
    Comment

    Schnarchzapfen ... Überholen einen mit irgendeinem völlig hirnrissigen Manöver, stehen vor einem an der nächsten roten Ampel. Ampel wird grün und die kommen nicht aus dem Quark, weil Handychecken irgendwie wichtiger ist. *narf*


    Oder man selbst überholt die, und an der nächsten roten Ampel gondeln die wieder an einem vorbei. *narf*


    Nur Idioten. Also alle. Außer ich!

    #33Author B.L.Z. Bubb (601295) 22 Jun 22, 10:42
    Comment

    Es gibt nur 2 Meinungen:


    Meine ..... und die falsche.....


    Wer mal Verkehr extrem erleben will dem sei empfohlen mal nach Hanoi oder Saigon (ja ich weiß... Hochi...) zu fliegen. Dem gegenüber ist unser Verkehr Kindergarten.


    #34Author Hawkace (237330) 22 Jun 22, 11:00
    Comment

    "Es gibt nur 2 Meinungen:


    Meine ..... und die falsche....."


    Nein, nur eine - meine. Andere Meinungen sind einfach ein Irrweg und unbeachtlich ;-)


    "Hochi" - ??

    #35Author B.L.Z. Bubb (601295) 22 Jun 22, 11:03
    Comment

    "Hochi..." -> Ho-Chi-Minh-Stadt

    #36Author neutrino (17998) 22 Jun 22, 11:10
    Comment

    https://abenteuerglobus.com/2014/08/28/vietna...


    Sehr schön!


    Ich habe mal dort erlebt, wie eine Frau so eine Kreuzung überquerte, mit einem Riesenhaufen Kokosnüsse auf dem Gepäckträger ihres Fahrrad festgezurrt. Das Fahrrad hat sie geschoben, wahrscheinlich aber nur wegen des Gewichts. Sie hat es geschafft, ohne eine Nuss zu verlieren.


    Das Video zeigt auch schön, dass Schulterblick und Rückspiegel völlig überbewertet werden.

    #37Author TheoD (392230)  22 Jun 22, 11:21
    Comment

    Es ist so geil - in Berlin soll ein Radschnellweg gebaut werden, und der gemeine Petrolhead speit wieder Gift und Galle ob der schier maßlosen Kosten von 18 Mio Euro (zur Erinnerung, das bisschen Stadtautobahn kostet das Vielfache davon) und überhaupt der Tatsache, dass mal was für Radfahrer getan werden soll ...


    https://www.tagesspiegel.de/berlin/durch-den-...

    #38Author B.L.Z. Bubb (601295) 23 Jun 22, 10:19
    Comment

    Weiß eine(r) von Euch, wie es sich verhält, wenn es eine gemeinsame Ampel für FußgängerInnen und RadfahrerInnen gibt? Die sind hier total auf FußgängerInnen ausgerichtet - die Autoampeln sind viel länger grün. Eigentlich müsste doch eigentlich erlaubt sein, vor einer solchen Ampel auf die Straße zu wechseln und die längere Grünphase zu nutzen, oder? Nicht, dass ich das jetzt unbedingt vorhabe, aber wenn jemand das gesichert weiß, würde ich mich über die Info freuen. 🙂

    #39Author bavarianna (1035365) 27 Jun 22, 13:20
    Comment

    Radfahrer müssen auf der Straße fahren, wenn es keinen als Radweg deklarierten Weg gibt (siehe diverse Schilder, Nr. 237, 240 und 241). Dann gilt für sie die Ampel, die für Autos/Busse/LKW gilt.

    Wenn es einen benutzungspflichtigen Radweg gibt, müssen sie sich an die Ampel halten, die diesen Radweg regelt, soll heißen, wenn für Fußgänger und Radler die gleiche Ampel gilt, dann eben die. Durch die relativ kurze Grünphase soll es z. B. rechtsabbiegendem Verkehr ermöglicht werden, abzufließen, damit sich der Verkehr nicht ewig zurückstaut.

    Das Problem ist da nämlich gerne, dass es unter den Autofahrern ausreichend Vollpfosten gibt, die von der Geradeausspur noch rechts abbiegen, weil sie keine Lust auf die ewige Warteschlange haben. Das ist jetzt keine Theorie, das ist genau die Situation, die ich täglich mehrfach erlebe, weil ich an so einer Kreuzung lebe. Und wenn der Rechtsabbieger falsch von der Geradeausspur abbiegt, ist es extrem gefährlich für Radler und Fußgänger, weil die häufig nicht wahrgenommen werden, weil der Falschabbieger mit Glück auf das Auto rechts neben sich achtet, das theoretisch auch geradeaus fahren dürfte.

    Daher ist es eigentlich eine sinnvolle Lösung, die Fußgänger und Radler kriegen ein paar Sekunden vor den Autofahrern grün und können abfließen, dafür einige Sekunden früher rot, damit der Abbiegeverkehr weg kann. Was dann auch immer wieder höllisch gefährlich ist für Autofahrer, weil Radler der Meinung sind, die Radfahrer-/Fußgängerampel gelte nicht für sie, sondern die Auto-Ampel, und geradeaus über die Kreuzung rauschen. Genauso intelligent wie die Falschabbieger ...

    #40Author rufus (de) (398798)  27 Jun 22, 13:48
    Comment

    Ich kam letztens tatsächlich in die Situation, dass ich meiner kleinen Tochter an der roten Ampel "Fahr zu" zurufen musste. Und zwar folgendermaßen:

    Das Kind stoppte an der grünen Ampel. Also sagte ich, es soll losfahren, es ist grün. Als das Rad wieder anrollte, sprang die Ampel auf rot. Kind erschreckt und bleibt stehen, jetzt aber eine Fahrradlänge auf der Straße. Also war die Wahl: Schnell mit Rad zwischen den Beinen über eine Meter rückwärts hechten oder noch über die Straße - in dem Sekundenbruchteil, den ich für die Entscheidung hatte, entschied ich mich für Variante zwei und sagte "Los, fahr rüber!" Ich glaube auch immer noch, das war die richtige Entscheidung. Absteigen, Rad drehen und zurück auf den Gehweg hätte länger gedauert.


    Die Situation hat mich aber etwas ins Grübeln gebracht. Ich glaube nicht, dass ich Stahlbauer zu viel unterstelle, wenn ich andeute, dass sie Situationen mit Radfahrerbeteiligung gern einseitig darstellt. Ich frage mich also, was wohl in der Situation, die sie im Vorgängerfaden geschildert hat, noch so alles los war.

    #41Author grinsessa (1265817)  27 Jun 22, 14:15
    Comment

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/ha...


    Kurzer Artikel zum Parken von Autofahrern am Badesee. Autofahrer reißen Holzpflöcke aus, um wild auf einer Wiese zu parken.


    Die Kommentare sind teilweise erschreckend. "ich parke wo ICH will, mir scheißegal" usw. Sind vermutlich dieselben, die sich drei Atemzüge später über rücksichtslose Radfahrer aufregen.

    #42Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Jun 22, 13:44
    Comment

    re #42: Aber liebster Teufel, wie kannst Du nur vergessen, dass Autofahrer immer wichtiger sind und mehr Rechte haben als alle anderen.



    #43Author AGB (236120) 28 Jun 22, 15:21
    Comment

    Gerade das zweite Mal fast mit dem PKW einen Radfahrer erwischt.. im Rückwärtsgang!

    Lage: Meine Grundstückzufahrt liegt gegenüber einer Sackgasse (T-Kreuzung). Wenn ich also nach Hause komme und rückwärts vor oder in die Garage möchte, biege ich also nach links ein Stück in die Sackgasse ein, schalte Warnblinkanlage ein und fahre rückwärts auf mein Grundstück. An der Sackgasseneinmündung gilt "rechts vor links", rückwärts fahrend kann ich die Strasse nicht vollständig einsehen, auch die Rückfahrkamera hilft hier nicht weiter, und so taste ich mich langsam und vorsichtig die Straße überquerend in die Grundstückseinfahrt. Dabei hatte ich jetzt das zweite Mal das "Erlebnis", dass ein Radfahrer, für den eigentlich "rechts-vor-links" gilt, mit voller Ausnutzung der Tempo 30-Zone noch hinter meinem rollenden Auto vorbeischoss.

    Gilt "rechts-vor-links" nicht für rückwärts fahrende Fahrzeuge, die dann eigentlich Vorfahrt hätten?


    Der Grund für das Rückwärtsfahren: Auf dem eigenen Grundstück ist das Wenden nicht möglich, bei der Abfahrt am Morgen müsste ich also rückwärts in die Strasse einbiegen, daher fahre ich lieber bei der Ankunft rückwärts, weil man dann eigentlich noch einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen auf der Strasse hat im Gegensatz dazu, wenn man morgens losfahren will.

    #44Author drkimble (463961) 28 Jun 22, 15:22
    Comment

    Wenn Du rückwärts fährst, fährst Du normalerweise entgegen der offiziellen Fahrtrichtung in Deiner Spur. Damit verlierst Du meines Wissens den Vorrang, selbst wenn Du ihn, würdest Du auf der Gegenfahrbahn vorwärts fahren, wegen rechts-vor-links hättest.

    #45Author AGB (236120) 28 Jun 22, 16:07
    Comment

    https://dejure.org/gesetze/StVO/9.html


    "(5) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich ... beim Rückwärtsfahren darüber hinaus so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen."


    Hab auf die Schnelle nix anderes gefunden.

    #46Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Jun 22, 17:39
    Comment

    Auch auf die Schnelle:


    LG Saarbrücken, Urteil vom 7. Oktober 2016 – 13 S 35/16 –:

    "Zwar hat derjenige, der rückwärts auf der Vorfahrtsstraße fährt, die besonderen Sorgfaltspflichten des § 9 Abs. 5 StVO zu beachten. Er büßt aber dadurch nicht seine Vorfahrtsberechtigung ein, sondern kann sich gegenüber dem Wartepflichtigen auf das uneingeschränkte Vorfahrtsrecht nach § 8 StVO stützen. Die Vorfahrtsregelung stellt nicht darauf ab, wie die in die Kreuzungen und Einmündungen einfahrenden Verkehrsteilnehmer die Fahrt ausführen. Sie hat vielmehr den Zweck, der gerade an Kreuzungen und Einmündungen von Straßen besonders häufig auftretenden Gefahr eines Zusammenstoßes zu begegnen. Hiervon ausgehend liegen die Voraussetzungen des Anscheinsbeweises nach § 8 StVO auch dann vor, wenn der Wartepflichtige im Einmündungsbereich mit einem Vorfahrtsberechtigten zusammenstößt, der rückwärtsfährt. Denn auch insoweit hat sich die mit dem Befahren von Einmündungen verbundene Gefahr eines Zusammenstoßes in typischer Weise verwirklicht."


    und


    Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, Straßenverkehrsrecht

    27. Auflage 2022, § 8 StVO, Rdnr. 14:

    Die Vorfahrt steht auch demjenigen zu, der in die Kreuzung rückwärts einfährt (aber besondere Vorsicht erforderlich) oder dessen Fahrzeug entgegen dem Willen des Führers auf die Kreuzung gerät, weil die Bremsen versagen.

    #47AuthorHornblower (436534)  28 Jun 22, 18:19
    Comment

    Nach dem Beitrag von Hornblower gehe ich davon aus, dass mein Wissen falsch war. Das wurde hiermit korrigiert.

    Aber die "besondere Vorsicht" ist weiterhin anzuwenden.

    #48Author AGB (236120) 29 Jun 22, 08:13
    Comment

    Ich finde das Urteil widersprüchlich - einerseits "uneingeschränktes Vorfahrtsrecht", andererseits muss "eine Gefährdung ausgeschlossen" sein. Das beißt sich für mich. Wenn ich jegliche Gefährdung ausschließen muss, kann ich nicht von einem uneingeschränkten Vorfahrtsrecht Gebrauch machen.

    #49Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Jun 22, 08:42
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    Nach dem Urteil hat man auch rückwärts ein Vorfahrtsrecht, der andere ist also wartepflichtig. Darüber hinaus muss der Rückwärtsfahrer die Gefährdung anderer ausschließen, sich also immer vergewissert, dass der andere wirklich steht, bevor er fährt.


    Wenn ein Unfall passiert, haben demnach beide eine Mitschuld: der eine hat die Vorfahrt missachtet, der andere den Gefährdungsausschluss nicht ausreichend beachtet.


    Zu überlegen wäre in kimbles Fall, ob es nicht auch möglich wäre, rückwärts in die Einfahrt einzufahren, ohne dafür die komplette Einmündung überqueren zu müssen.

    Wie beim rückwärts in Parkboxen einparken müsste es doch auch möglich sein, direkt vom rechten Straßenrand rückwärts in die Einfahrt zu fahren. Und das haben wir doch alle mal in der Fahrschule gelernt.

    Ist natürlich etwas weniger bequem, weil man dann rückwärts in die Einfahrt abbiegt statt da geradeaus rein zu fahren. Dafür stellt sich dann erst gar keine Vorfahrtsfrage beim Rückwärtsfahren.

    #50Author Dodolina (379349) 29 Jun 22, 08:56
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    Das Problem dabei sind die links und rechts der Einfahrt parkenden Nachbarn, die nicht das Glück haben, eine eigenen Stellplatz zu haben und daher den Strassenrand nutzen. Die großzügig freigelassene Lücke beträgt oftmals nur wenig mehgr als 2 Meter. Die Strasse selbst ist zu schmal, dass zwei Autos gleichzeitig aneinander vorbei fahren können, daher wird auch immer diese Einmündung der Sackgasse als Ausweichstelle genutzt, um den Gegenverkehr durchzulassen.

    Danke für die beiden Urteile, ich werde bei der bisherigen Methode bleiben und denke, dass ich mit eingeschaltetem Warnblinker und Schrittgeschwindigkeit beim Rückwärtsfahren genügend besondere Vorsicht walten lasse..

    Oder soll ich die Nachbarn noch mehr nerven und mir solch einen Rückwärtsfahrpiepser zulegen, wie ihn die Müllfahrzeuge besitzen?

    #51Author drkimble (463961) 29 Jun 22, 09:16
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    Entschuldigt, ich muss mich mal kurz dampfpfeifen. Manchen Leuten sollte wirklich dringend der Führerschein entzogen werden.


    Hier ist eine Straße gesperrt, weil bis gestern ein Fest stattfand. Heute noch wegen Abbauarbeiten. Auf beiden Seiten stehen rot-weiße Absperrungen, Durchfahrt verboten (Anlieger und Radfahrer frei), Schrittgeschwindigkeit. Diese Straße liegt auf dem Weg zum Kindergarten, und an einer Stelle muss man sie an einer Fußgänger-Rufampel überqueren (ohne Querverkehr). Heute morgen kamen mein Kind und ich an die Ampel und haben gedrückt, ein Auto umkurvte die Absperrungen, sah die Ampel auf Gelb springen und fuhr im zweiten Gang mit brüllendem Motor und offensichtlich Bleifuß über die Fußgängerampel, als diese auf Grün sprang. 100m weiter, am nächsten Fest-bedingten Hindernis kam das Auto dann fast zum Stillstand (da war ja das Blech in Gefahr und nicht mehr nur eine Mutter mit Kind), umkurvte zuletzt das noch stehende Karussel mit 2 Reifen auf dem Gehweg um dann die gegenseitige Absperrung auch noch zu umfahren. Die nächste rote Ampel mit Querverkehr war dann scheinbar rot genug.

    #52Author grinsessa (1265817) 05 Jul 22, 09:06
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    grinsessa, das war sicher ein verkappter Radfahrer ... Wir wissen ja schließlich mittlerweile aufgrund der fundierten Äußerungen gewisser Forenteilnehmer, dass sich nur Radfahrer so verhalten.

    #53Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Jul 22, 09:39
    Comment

    hmmm, ein brüllender B.L.Z. Bubb im zweiten Gang? jo, magst recht haben SCNR 😉

    #54Author drkimble (463961) 05 Jul 22, 09:45
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    Nein, das waren die Presswehen.


    Aber ernsthaft: das klingt mir sehr nach entweder am frühen Morgen schon - oder immer noch - besoffen oder Joyriding. Das ist kein normales Deppenautofahrerverhalten mehr.

    #55Author Gibson (418762) 05 Jul 22, 11:01
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    Das war eine mittelalte Dame, um 8:10 ohne Verkehr.

    #56Author grinsessa (1265817) 05 Jul 22, 11:02
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    Echt? Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Das ist in der Tat schockierend. (Und macht mich auch als ganz Unbeteiligte hunderte Kilometer entfernt wütend.)

    #57Author Gibson (418762) 05 Jul 22, 11:04
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    Ich habe auch etwa eine halbe Stunde gebraucht, um wieder runter zu kommen. Vielleicht sollte ich mir Bubb'sches Fluchen angewöhnen um Druck abzubauen, aber ich hatte einen Grund dabei, jugendfrei zu bleiben. Allerdings habe ich ordentlich, wenn auch nicht beleidigend, gestikuliert und als die dann an dem Hindernis bremste, sind wir ein kleines Stück gerannt um zu sehen, ob wir sie noch einholen. Aber dann ist sie schon weiter gekurvt.

    #58Author grinsessa (1265817) 05 Jul 22, 11:17
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    "mittelalte Dame ohne Verkehr" - das erklärt einiges ;-)


    Mir hat so ein Exemplar mal den rechten Außenspiegel in den Ellenbogen gerammt (wir waren beide auf der Linksabbiegerspur und sie hat mich überholt). Wäre die unwesentlich schneller gewesen, hätte die mich über die gesamte Fahrbahn gekickt. Ich bin dann hinterher, um sie zu fragen, ob sie noch ganz knusper sei. Die hat entweder Angst vor mir gehabt oder war völlig endverpeilt; jedenfalls ist sie ungebrmst über die nächste rote Ampel geknallt ...

    #59Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Jul 22, 11:26
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    Bei uns war mal ein "Anlieger frei bis Baustelle" Schild. In der Mitte der Straße war dann wirklich eine Baustelle und die Autofahrer haben die Bauarbeiter genötigt immmer wieder die Baustelle freizumachen, damit man durchfahren konnte. Alle 5 Minuten sind dann 20-30 Autos durchgefahren. Teilweise waren die sehr genervt und haben gehupt. Was man nicht versteht: Frei bis....

    Aber ich bin hier schon immer durchgefahren, warum heute nicht?

    Als Bauarbeiter hätte ich so eine LKW Durchfahrt mit flachen Stellen für die LKW Reifen und einem fetten Hügel in der Mitte und neben dem Platz für die Reifen aufgeschüttet. Dann kommt keiner mehr durch der nicht die entsprechende Bodenfreiheit hat (LKW haben die).


    #60Author Hawkace (237330) 05 Jul 22, 11:29
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    Sobald da "Anlieger frei" steht, gilt das Schild nur noch als Empfehlung. Hat ja jeder ein Anliegen (Mann, hat der Spruch nen Bart, den hat mein Vater schon immer gebracht...), und sei es nur, die 5 Minuten zu sparen, die die Umfahrung kosten würde.

    #61Author grinsessa (1265817) 05 Jul 22, 11:32
    Comment

    Als Bauarbeiter hätte ich da den LKW quer hingestellt und gut..

    #62Author drkimble (463961) 05 Jul 22, 12:26
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    Oder den Radlader mit halbhoher Schaufel :-)

    #63Author grinsessa (1265817) 05 Jul 22, 12:28
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    Was verstehen die Autofahrer nicht an bis zur Baustelle?


    Bei mir im Wohngebiet gab es letzten Winter auch so eine Baustelle. Tagsüber stand der Bagger immer mitten auf der Straße. Als Fußgänger oder Radfahrer konnte man sich noch ein einer Seite vorbeidrücken. Nachts parkten die Arbeiter ihn so, dass eine Durchfahrt möglich war, bauten aber nicht das Schild ab. Somit kam es öfter vor, dass Autofahrer, die sich in der Uhrzeit vertan hatten, in die Straße einfuhren und an der Baustelle wenden mussten. Ich habe nie jemanden hupen gehört.

    #64Author Daja (356053) 05 Jul 22, 12:35
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    Da stand doch klar "bis Baustelle".

    Da hätten die Bauarbeiter niemanden durchlassen müssen.


    Sinnvoll wäre es gewesen, die meist vorhandenen Container für Material und stilles Örtchen so zu positionieren, dass eine Durchfahrt eben nicht mehr geht.

    Oder eben eigene Baumaschinen da stehen zu haben, die blockieren dann ja auch die Durchfahrt für alle anderen.


    Es ist übrigens klar definiert, was "Anlieger" sind.

    Das sind Anwohner, deren Gäste und Lieferanten (auch für Geschäfte). Wenn es ein Gewässer gibt, interessanterweise auch Angler.

    Evtl noch 1-2 andere Bedingungen, aber ganz sicher kein "will nicht rum fahren".

    #65Author Dodolina (379349) 05 Jul 22, 12:42
    Comment

    Sinnvoll wäre es gewesen, die meist vorhandenen Container für Material und stilles Örtchen so zu positionieren, dass eine Durchfahrt eben nicht mehr geht.


    Ja und nein - du übersiehst, dass das ja auch ein Zugang zur Baustelle ist, der für Baustellenverkehr freigehalten werden muss, und es immer einen gewissen logistischen Aufwand bedeutet, das Zeug umzustellen. Container werden oft abgestellt und erst nach x Tagen wieder abgeholt, das entsprechende Fahrzeug ist ein Spezialfahrzeug.

    Dixiklos sollte man auch nicht ständig hin- und herschwenken oder umpositionieren ;-)


    Eigene Baumaschinen wären zu Feierabendzeiten (Wochenende) eine Alternative, aber wie gesagt, an Baustellen wird die Zu- und Abfahrt ja auch benötigt.


    Nichtsdestotrotz ist es ein Unding, diese Beschilderungen zu ignorieren, schon auch aus Gründen der Selbstgefährdung.

    #66Author rufus (de) (398798)  05 Jul 22, 12:54
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    Klar, die benötigten Zufahrten müssen frei sein, aber da steht doch tagsüber dann auch das Baufahrzeug im Weg rum.


    Wenn dann außerhalb der Arbeitszeiten Leute durchfahren, ist das blöd genug (und deren eigene Gefahr), aber letztlich kaum vermeidbar.

    Aber dann dürfte es nicht die Situation geben, dass die Bauarbeiter aus dem Weg gehupt werden, weil es diesen Weg eben während der Arbeitszeit nicht gibt, sondern der mit Baufahrzeugen und Containern verstellt ist.

    Meistens ist zusätzlich noch ein Loch im Boden, das auch durchfahrende Autos verhindert. Man kann aber doch die Container so stellen, dass neben dem Loch und dem Abraum und den Arbeitsbereichen mit Baumaschinen eben wirklich kein Durchkommen mehr ist.

    #67Author Dodolina (379349) 05 Jul 22, 13:37
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    Ich weiß auch nicht, wieso die Bauarbeiter Platz gemacht haben.

    #68Author Gibson (418762) 05 Jul 22, 13:40
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    Einfach ein großes Schild aufhängen: "Kameraüberwachter Bereich" plus billige Kameraattrappe... 😉

    Sollte die allermeisten Idioten abschrecken.

    #69Author Zugi (797273) 05 Jul 22, 16:10
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    Bis der erste Idiot mit nem Baseballschläger oder ner Sprühdose auftaucht ...

    #70Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Jul 22, 16:15
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    Das im folgenden Artikel beschriebene Urteil, dass Radfahrer keinen Mindestabstand einhalten müssen, wenn sie einander überholen, überrascht mich etwas:


    https://www.handelsblatt.com/dpa/urteil-bei-u...


    Das Urteil ist kein Freibrief für riskantes Überholen (hier haben beide eine Mitschuld bekommen) und ich hätte durchaus Verständnis, wenn es für Radfahrer andere Regelungen gäbe (die müsste aber der Gesetzgeber festlegen). Was mich wundert, ist die Begründung:


    Denn ein Überholen durch Fahrradfahrer setze nicht generell einen Sicherheitsabstand von eineinhalb bis zwei Metern voraus. Sonst könnten sich Radfahrer schließlich fast im gesamten Stadtgebiet nicht überholen.


    Eine solche Begründung halte ich für gefährlich, denn es könnten auch Autofahrer, die in einer Stadt mit vielen engen Einbahnstraßen fahren, auf ähnliche Weise begründen, warum der Sicherheitsabstand für sie nicht gelten kann.


    Natürlich ist das nicht komplett vergleichbar, aber richtig überzeugend finde ich die Begründung nicht.

    #71Author harambee (91833) 09 Jul 22, 11:07
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    Ich schreib ja hier sonst nicht, aber jetzt muss ich doch mal die fast paradiesischen Verhältnisse hier im Dorf schildern:

    Wir hatten über Monate eine Baustelle auf der Hauptstrasse (Abwasserkanäle mussten erneuert werden). Der Verkehr konnte auf schmaleren Spuren zweispurig fahren. (Wenn man ein Velo vor sich hatte, musste man eben langsam machen, bis man aus der Baustelle (ca. 200 m) wieder raus war - ging gar nicht anders.)

    Es kam immer wieder vor, dass mal der Bagger oder ein LKW mit Aushub quer über die eine Fahrspur musste. Dann wurde geregelt: Zwei Personen in Leuchtweste, mit Funk verbunden, haben die Autos mal in die eine, mal in die andere Richtung durchgewunken, so lange musste in der anderen Richtung gewartet werden. Klappte bestens. Und, als Sahnehäubchen: Die Baustellenabsperrungen wurden zwei Tage vor dem angezeigten Ende der Bauarbeiten ("bis Anfang Juni") abgebaut, alles wieder paletti.


    So geht das hier! 😉

    #72Author virus (343741) 09 Jul 22, 11:29
    Comment

    Eine solche Begründung halte ich für gefährlich, denn es könnten auch Autofahrer, die in einer Stadt mit vielen engen Einbahnstraßen fahren, auf ähnliche Weise begründen, warum der Sicherheitsabstand für sie nicht gelten kann.


    Zum einen können die Autofahrer ja nicht beschließen, welche Gesetze gelten. Es steht dem Staat durchaus zu, unterschiedliche Regelungen für unterschiedliche Gefährte zu machen, und ob das dem individuellen Nutzer fair erscheint, ändert daran nichts. Von daher kann die Begründung höchstens dazu führen, dass Autofahrer sich ärgern. Der Abstand gilt trotzdem.


    Und zum anderen gibt es drei wesentliche Unterschiede IMO:


    - Auf der Straße ist es der Normalfall, behaupte ich jetzt einfach kühn, dass zwei Spuren vorhanden sind. Es gibt einspurige Straßen, vor allem abseits der wichtigen Achsen, aber zumindest in meiner Wahrnehmung in einer halbwegs großen Stadt sind zwei (oder mehr) Spuren die Norm. Radweg dagegen sind so gut wie zweispurig, und das bedeutet, dass Radfahrer praktisch NIE überholen können bei 1,5 Meter Abstand. Hier geht es nicht darum, kurz (oder auch mal länger) warten zu müssen, bis die Straßenverhältnisse ein Überholen mit großem Abstand erlauben, sondern der schnellere Radler müsste bis zur Rente, oder bis der langsamere eine andere Strecke nimmt, dahinterbleiben.


    - Es ist ein großer Unterschied, ob ein tonnenschweres Metallgebilde mit 40, 50 oder 60 km/h an mir vorbeifährt, oder ein anderes Rad.


    - Wenn es wirklich knallt, sind die Folgen normalerweise wesentlich weniger schlimm.


    Ich sehe also im Gegenteil keinen Grund, für so unterschiedliche Situationen überhaupt die gleichen Regeln anzuwenden. Mehr noch: mir war nicht mal klar, dass es so was wie "Mindestabstand" bei Radfahrern untereinander überhaupt gibt*. Ich bin davon ausgegangen, dass hier der gesunde Menschenverstand und die Einschätzung der Situation zur Anwendung kommen. Als Fußgänger gibt es ja auch keinen.


    *Ich habe es auch gar nicht so verstanden, dass es einen gibt, sondern das nur das Argument der Anwälte war, so wie ja auch immer mal wieder jemand versucht, Leuten ohne Helm eine Mitschuld zu geben.

    #73Author Gibson (418762) 09 Jul 22, 15:12
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    zu #73


    Ich hatte ja auch schon geschrieben, dass ich Verständnis hätte, wenn es für Radfahrer andere Regeln gäbe. Ich habe aber nach dem Lesen des verlinkten Artikels angenommen, dass die Regel mit dem Mindestabstand beim Überholen dem Gesetz nach für alle Verkehrsteilnehmer gilt. Wenn das so wäre, dann fände ich die Begründung, sonst könnten die Radfahrer ja nicht überholen, recht ungeeignet.


    Ich habe aber jetzt mal die STVO angeschaut und stelle fest, dass der Unterschied gemacht wird (Fettschrift von mir):


    Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m. An Kreuzungen und Einmündungen kommt Satz 3 nicht zur Anwendung, sofern Rad Fahrende dort wartende Kraftfahrzeuge nach Absatz 8 rechts überholt haben oder neben ihnen zum Stillstand gekommen sind. Wer überholt, muss sich so bald wie möglich wieder nach rechts einordnen. Wer überholt, darf dabei denjenigen, der überholt wird, nicht behindern.


    So ist es für mich in Ordnung, aber das Gericht hätte meiner Ansicht nach darauf hinweisen können und sollen, dass die Regel mit den 1,5 m Seitenabstand für Radfahrer, die Radfahrer überholen, nicht gilt. Wenn diese Regelung für Radfahrer nicht in der STVO steht, dann muss sie natürlich nicht angewendet werden. Hätte sie da aber gestanden, dann gäbe es für mich gute Gründe, das zu ändern. Solange das nicht geändert wäre, müsste es dann aber gelten und in Fällen wie diesem, wo es zu erheblichen Verletzungen kam, auch angewendet werden. Ist wie gesagt hinfällig, denn das gilt ja gar nicht für Radfahrer, die Radfahrer überholen.


    Auch der ADFC schreibt auf https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc...


    Beim Überholen anderer Radfahrer*innen muss man einen ausreichenden Abstand einhalten. Auf einem breiten Radweg dürfen Radfahrende untereinander zumindest dann überholen, wenn sie das Überholen durch Klingeln angezeigt haben und die vorausfahrende Person das Signal gehört hat. 1,5 m Abstand innerorts oder 2 m außerorts wie beim Überholen durch Kraftfahrzeuge sind nicht vorgeschrieben.


    Somit ist das Urteil für mich völlig in Ordnung, die Begründung finde ich weiterhin unglücklich, aber vielleicht ist sie im verlinkten Artikel ja auch verkürzt wiedergegeben.

    #74Author harambee (91833)  09 Jul 22, 16:58
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    die Begründung finde ich weiterhin unglücklich


    Da stimme ich dir zu. Das hätte man besser formulieren können.

    #75Author Gibson (418762) 09 Jul 22, 17:16
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    Hier ein öffentlich zugänglicher Artikel in der SZ zum Verteilungskampf im öffentlichen Raum:

    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/gehweg-m...

    Und ich reg mich schon über die Situation "(nur) eScooter stehen im Weg herum" auf. Lastenfahrräder von Kurierdiensten etc. habe ich hier in meinem Stadtviertel noch nie gesehen. Ich vermute auch, dass die Kindertransportfahrräder in der nahegelegenen Grundschule eher nicht so das Problem sind. Soweit ich weiß, kämpft man eher mit den SUVs der Eltern... 😉

    #76Author bavarianna (1035365) 13 Jul 22, 11:55
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    Interessant wird das mit dem Mindestabstand von KfZ zu Radfahrern bei Radstreifen. Sobald ein roter Streifen auf der Fahrbahn aufgemalt ist, der durch eine gestrichelte weiße Linie von der "Autospur" abgegrenzt ist, scheint der Mindestabstand für 70% der Lenker nicht mehr zu gelten, und für die Hälfte der anderen nur dann, wenn kein Gegenverkehr kommt. Dabei sind diese Radstreifen üblicherweise keinen Meter breit, d.h. wenn jemand unsicher fährt, kann es durchaus brenzlige Situationen geben. Bei erhöhten Radwegen (jenseits der Bordsteinkante) ist mir die Regelung ganz unklar. Gilt das noch als Überholen?


    Heute morgen habe ich eine wunderbare Situation ganz ohne Beteiligung von Radlern beobachtet: eine Wohnstraße mit in losen Abständen parkenden Fahrzeugen auf beiden Seiten, mit derzeit erhöhtem Verkehrsaufkommen wegen diverser Baustellensperrungen. Eine ältere Dame in einem SUV fährt halb in eine Parklücke, um ein entgegenkommendes Fahrzeug vorbei zu lassen. Daraufhin überholt sie der von hinten kommende Caddy hupend und schimpfend. Jaja, vorausschauendes Fahren....


    Und irgendein schlauer Verkehrsplaner hat einen Radweg in einen Fußgängerweg umgewidmet (blaues Fußgängerschild plus weißes Schildchen "Fahrrad frei"). Früher trennten sich an der Stelle die parallel auf dem "Gehweg" verlaufenden Fußgänger- und Radwege auf und waren dann durch einen Grünstreifen getrennt. Der ehemalige Fußgängerweg scheint jetzt ein Privatweg für neu errichtete Wohnblöcke geworden zu sein, sodass die Fußgänger den ehemaligen Radweg bekommen (soweit, so gut) und der Radweg aprupt endet. Jedenfalls gibt es auf dem ganzen Bereich keine Möglichkeit für Radfahrer, von dem bis dahin existierenden Radweg auf die Fahrbahn zu wechseln, da ist durchgängig ein 20cm hoher Bordstein. Man kann sich den Bereich aber auch nicht gefahrlos mit den Fußgängern teilen, weil er am Freibad entlang führt, also Kinder und bepackte Eltern und Kinderwagen und was weiß ich. Jetzt versuche ich mir anzugewöhnen, schon eine Einmündung früher vom Radweg auf die Fahrbahn zu wechseln, aber ich warte schon auf die erste Hupattacke.

    #77Author grinsessa (1265817) 13 Jul 22, 12:26
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    Die meisten Radstreifen sind nur Alibi und bewirken eigentlich mehr Gefahr als weniger.

    #78Author Hawkace (237330) 14 Jul 22, 08:51
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    Gestern ist doch tatsächlich mal ein Autofahrer freundlich geblieben, obwohl er glaubte, ich dürfe nicht auf der Straße fahren.


    In unserer Stadt sind an vielen Straßen die Radwegeschilder abmontiert worden (vermutlich unter anderem, weil die Wege zu schmal sind). Die rote Pflasterung (und teilweise auch die rote Farbe in Kreuzungsbereichen) ist noch vorhanden, was viele Autofahrer glauben lässt, da sei ein Radweg.


    Besagter Autofahrer rief mir (so weit, so üblich) beim Überholen durch das geöffnete Beifahrerfenster zu, ich solle den Radweg benutzen (Pluspunkt für ihn: er siezte mich dabei). An der nächsten roten Ampel holte ich ihn ein und hatte Zeit genug, ihm zu erklären, dass das seit Entfernung der blauen Schilder kein Radweg mehr ist und somit streng genommen gar nicht von Radfahrern benutzt werden darf. Er verabschiedete sich mit: "Fahren Sie vorsichtig!". Fazit: Trotz Drang zur Belehrung kein unfreundliches Wort - Balsam für die Seele!

    #79Author Daja (356053) 15 Jul 22, 12:06
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    • In Niedersachsen hat ein 38-Jähriger ein einjähriges Mädchen beim Spielen überfahren.
    • Das Kind starb noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer war alkoholisiert.

    Ein 38 Jahre alter Fahrer habe das Kind am Samstagabend beim Linksabbiegen mit seinem Auto erfasst, als es auf einem BOBBYcar von einem Grundstück in einen verkehrsberuhigten Bereich rollte ...


    Aus: web.de, heute.


    Das arme Kind, die armen Eltern. Und nur ein einziges Beispiel von xxxxxx.

    Und was wird passieren? Er wird ein Bußgeld zahlen, mehr nicht, oder?

    #80AuthorBraunbärin (757733)  24 Jul 22, 16:41
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    Er wird ne Geldstrafe zahlen müssen. Ich denke mal 80 Tagessätze dürfte da einigermaßen passen. Mit Glück ist er nicht mal die Pappe los ...
    #81Author B.L.Z. Bubb (601295) 24 Jul 22, 18:11
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    Ich hoffe, B.L.Z. Bubb irrt sich und der zuständige Richter erinnert sich daran, dass der Strafrahmen bis zu fünf Jahren reicht. Es gibt Dinge, die kann man schlicht nicht vorhersehen, aber bei Alkohol im Verkehr (nicht nur bei Autofahrern) hört mein Verständnis auf.


    Auch abseits des Verkehrs würde ich mir wünschen, dass häufiger mal §323a gezogen werden würde.

    #82Author Pottkieker (871812) 24 Jul 22, 19:01
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    Ich lese gerade, dass der Autofahrer 0,8 Promille intus hatte:


    https://www.spiegel.de/panorama/niedersachsen...


    Da wird die Angelegenheit kaum mit 80 Tagessätzen ausgestanden sein.

    #83Author eineing (771776) 25 Jul 22, 21:20
    Comment

    In Nürnberg war auch wieder was, (vor)gestern Nacht, ein Fußgänger, 31 Jahre, sofort tot, von Raser totgefahren. Heute stellte sich der Fahrer, ein 23-jähriger Kerl.

    "Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte im weiteren Verlauf Haftantrag gegen den Tatverdächtigen. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ am Montagnachmittag einen Haftbefehl wegen des vorliegenden Tatverdachts eines 'verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge' sowie der Verkehrsunfallflucht."

    Nur ein einziges weiteres Beispiel aus einem einzigen Tag und einem einzigen Bundesland.


    #84AuthorBraunbärin (757733) 25 Jul 22, 21:37
    Comment

    Ich bin kein Raser, ich fahre ganz gemütlich einem Fahrrad oder einem Parkplatzsuchendem Camper hinterher

    Das Hupkonzert ist mir peinlich.

    #85Author renateheinz (1125123) 25 Jul 22, 21:59
    Comment
    https://m.tagesspiegel.de/berlin/alkoholisier...

    "Alkoholisiert, wütend und zu schnell 26-Jähriger überfährt drei Obdachlose in Berlin – Bewährungsstrafe"

    OK, vielleicht keine Geldstrafe, aber viel mehr als da wird dem Typen, der das Kind totgefahren hat, auch nicht passieren. Autojustiz in Deutschland.

    Obwohl, ich wette immer noch auf Geldstrafe.
    #86Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 06:05
    Comment

    Aus dem Zeitungsbeitrag:

    [Der Fahrer hat sich] des Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig gemacht .... Der Führerschein des Mannes wurde für zwei Jahre gesperrt.


    Wie passt das zusammen? Wie sperrt man einen nicht vorhandenen Führerschein?

    #87Author eineing (771776) 27 Jul 22, 06:41
    Comment
    Es wird für die Dauer der Sperre kein neuer erteilt.
    #88Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 06:53
    Comment

    Evtl hatte der ja auch einen MoFa- oder Motorrad-Führerschein, mit dem er zwar nixht Auto fahren, aber wegnehmen kann man den trotzdem.

    #89Author Dodolina (379349) 27 Jul 22, 07:14
    Comment

    Und auch so ziemlich jede andere Lizenz, irgendwas zu bewegen, kann in dem Zusammenhang eingezogen werden, vom Bootsführerschein bis zum Pilotenschein.

    #90Author Pottkieker (871812) 27 Jul 22, 07:42
    Comment

    Manche Verkehrsteilnehmer gehen mir dermaßen auf den Sack, egal ob motorisiert oder unmotorisiert, auf zwei oder vier Rädern. Himmel, was ist denn so schwer daran, ne rote Ampel zu beachten, und wenn das immer noch zu viel verlangt ist, dann wenigstens zu versuchen, den querenden Fußgänger nicht anzufahren? Heute war's ne Radfahrerin, die sich nicht im geringsten davon beeindrucken ließ, dass sie (a) rot hatte, und (b) den Fußgänger fast anfuhr (und mich fast auch noch). Man fragt sich echt.

    #91Author B.L.Z. Bubb (601295)  27 Jul 22, 08:16
    Comment

    Eigentlich müsste man immer einen Stock dabeihaben und denn dann in die Speichen stecken. Die Folgen dürften klar sein. Aber Wild West is nicht erlaubt.

    Heute bei der Druckampel: Ich drücke... ein Rennradfahrer kommt (superteures Rad und klick Schuhe oder wie die heißen)... er hält an.... ich gehe rüber und er fährt nach mir einfach wieder los... Ich es "ist immer noch rot" und er "passt schon"....

    Nähere mich bei der Betrachtung wieder 2/3 die bei Rot fahren... (Auto 100% stopp)


    #92Author Hawkace (237330) 27 Jul 22, 09:12
    Comment

    Mir ist gestern dafür wieder ein KfZ bei rot über die Ampel gefahren, ein Taxi. Als die Ampel rot wurde, war er noch eine Autolänge von der Linie entfernt. An der Ampel wartete ein unbegleitetes Kind mit Roller. Dieses Mal habe ich ein Gesicht gesehen, weil ich nicht selbst an der Ampel wartete sondern ein paar Meter weiter aus einer Querstraße kam.

    #93Author grinsessa (1265817) 27 Jul 22, 09:26
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    Gesicht ist da weniger wichtig als Kennzeichen. Aber das kann man sich auch oft so schnell nicht merken.

    Das Taxiunternehmen weiß dann schon, welcher Fahrer da drin war.


    Ich habe heute mal selbst gegen ein Schild verstoßen:

    Da hat vermutlich eine Baustelle beim Umzug auf die andere Straßenseite das Schild zur Sperrung des Gehwegs vergessen, mit umzuziehen. Aus der Querstraße auf der jetzt wieder freien Seite kommt man als Fußgänger auf den neu gemachten Gehweg, aber für die Gegenrichtung aus meiner Richtung steht da noch dieses Schild rum.

    Da bin ich jetzt einfach dran vorbei gegangen. Der Baustellenumzug war erst gestern, wenn das Schild morgen noch da steht, spreche ich vielleicht mal einen Arbeiter drauf an. Das gehört jetzt sehr wahrscheinlich auch auf die andere Straßenseite, wo der Gehweg jetzt abrupt in der Baustelle endet.


    #94Author Dodolina (379349) 27 Jul 22, 09:32
    Comment

    "Eigentlich müsste man immer einen Stock dabeihaben und denn dann in die Speichen stecken."


    Und für Autofahrer, die Regeln missachten, dann gleich den Baseballschläger in die Fresse? Was soll so ein Spruch?

    #95Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 09:45
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    So ernst meinte ich den ja nicht.


    Viele bekommen ja nicht mal mit wenn man schimpt, da sie so Inohrkopfhörer haben und bestimmt fett laut aufgedreht.

    Mit Musik über die rote Ampel in den Tod... Vielleicht läuft ja grad Highway to Hell (ja gibt viele ähnliche Lieder)....

    #96Author Hawkace (237330) 27 Jul 22, 10:00
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    "Viele bekommen ja nicht mal mit wenn man schimpt, da sie so Inohrkopfhörer haben und bestimmt fett laut aufgedreht."


    Und Autofahrer in ihren hermetisch abgedichteten Kisten kriegen noch viel weniger mit ...

    #97Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 10:06
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    Ich übersetze regelmäßig Strafbefehle und bin immer wieder schockiert, mit welchem Alkoholspiegel manche unterwegs sind. Gerade auf meinem Schreibtisch: ein junger Mann aus Belgien, der bei der Blutprobe 2,44 Promille hatte. Dafür zahlt er jetzt 600 € Strafe und darf in DE 7 Monate nicht Auto fahren. Dabei ist es doch reine Glücksache, dass nichts schlimmes passiert ist.
    Hat jemand 0,6 g Marihuana in der Tasche gibt es eine ähnliche Strafe.
    #98Author Nirak (264416) 27 Jul 22, 10:10
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    Alkohol im Blut vs. Hasch inne Tasch. Ich kann also völlig drogenfrei fahren, und bekomme, nur weil ich Drogen *dabei* (nicht *genommen*) habe, dieselbe Strafe wie ein Arschloch, das komplett weggeballert ein Auto lenkt? Finde den Fehler.

    #99Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 10:13
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    Tja, dafür müssten wir es erstmal hinkriegen, dass Alkohol auch als Droge ernst genommen wird.

    Aber das wird vermutlich nie passieren, dafür es Alkohol gesellschaftlich viel zu normal.

    #100Author Dodolina (379349) 27 Jul 22, 11:32
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    Die logische Konsequenz wäre aber dann, dass wie beim Marihuana bereits das Mitführen strafbar wäre und zum Führerscheinentzug führen würde.

    Ich bin absolut dagegen, besoffen oder auch nur leicht angetrunken Auto zu fahren. Aber eine Kiste Bier oder Wein einzukaufen und im Kofferraum nach Hause zu fahren, sollte erlaubt bleiben, finde ich.

    #101Author Toffifeenstaub (925533) 27 Jul 22, 11:55
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    Ja, ok, mitnehmen würde ich auch weiter erlauben.

    Aber eben strikte 0-Promille-Grenze oder zumindest so niedrig, dass man nur mit 3-Tage-offen-Apfelsaft oder alkoholfreiem Bier drunter bleibt.

    Beides hat oft Alkohol, aber eben nur sehr wenig. Ebenso wie weinbasierte Saucen oder sowas, wovon man nicht angetrunken wird.


    Die Gefahren von Alkohol werden eben oft unterschätzt, nicht nur im Verkehr, auch ab wann eigentlich schon eine Abhängigkeit besteht.

    (Sorry, da bin ich familiär vorbelastet und Alkohol zu verharmlosen ist ein wunder Punkte bei mir.)

    #102Author Dodolina (379349) 27 Jul 22, 12:01
    Comment

    @101: Ja, das wäre absoluter Overkill. Aber genau DAS wird - grad in Bayern - bei Mary Jane wohl immer noch gehandhabt: Bei Dir wird Hasch gefunden, selbst unter der Strafbarkeitsmenge, und die Behörde nimmt dir den Führerschein ab, weil die erforderliche Zuverlässigkeit (oder so'n Schwachsinn) fehle ...

    #103Author B.L.Z. Bubb (601295)  27 Jul 22, 12:02
    Comment

    Gesicht ist da weniger wichtig als Kennzeichen.


    Aber Kennzeichen ohne Gesicht bringt es auch nicht, zumindest nicht bei normalen Kennzeichen. Könnte ja ein anderer das Auto gefahren haben als der Halter. Beim Taxi geht die Ausrede wahrscheinlich nicht so leicht - und ich habe die Taxinummer auch, von daher....

    #104Author grinsessa (1265817) 27 Jul 22, 12:28
    Comment

    weil die erforderliche Zuverlässigkeit (oder so'n Schwachsinn) fehle ...


    Da bleibt mir die Spucke weg. - Und damit kommen die durch?!?

    Die einzigen Male, dass mein Mann Marihuana gekauft hat, waren als Mitbringsel für seinen schwer MS-kranken Cousin (als man noch diskutierte, ob es für solche Fälle legalisiert werden kann).

    #105Author Daja (356053)  27 Jul 22, 12:56
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    Könnte ja ein anderer das Auto gefahren haben als der Halter. Beim Taxi geht die Ausrede wahrscheinlich nicht so leicht - und ich habe die Taxinummer auch, von daher....


    Das ist bei nachgewiesenen Verstößen erstmal egal, der Halter ist verantwortlich.

    Wenn der nicht rausrückt, wer da gefahren ist (oder selbst die Strafe annimmt), dann kann er verpflichtet werden, ein Fahrtenbuch zu führen.


    Bei Aussage gegen Aussage wie bei so einer Beobachtung (wenn er leugnet) ist das wahrscheinlich tatsächlich ein Problem.

    Aber bei Blitzerphotos kann das passieren. Das war bei einem Studienkollegen von mir mal im Gespräch, weil die weder vom Photo noch von der Uhrzeit sagen konnten, welcher der Brüder da unterwegs gewesen war. Sie wussten es halt wirklich nicht mehr. Da hat dann aber einer die Verantwortung übernommen, damit keine Fahrtenbuchpflicht kam.

    #106Author Dodolina (379349) 27 Jul 22, 13:14
    Comment

    Daja, hier mal ein Link zu dem Thema:


    https://www.wbs-law.de/verkehrsrecht/cannabis...


    "Überprüfungsaufforderungen durch Fahrerlaubnisbehörde


    Eine Gefahr für den Führerschein droht auch durch Überprüfungsaufforderungen durch die Fahrerlaubnisbehörde. Häufig werden Cannabiskonsumenten, die beispielsweise nur im Zusammenhang mit dem Besitz einer geringen Menge Gras auffällig wurden, zur Teilnahme an einem Drogentest aufgefordert. Wirken Betroffene nicht mit, wird der Führerschein entzogen. Ergibt das Drogenscreening, dass der gemessene THC-Carbonsäure-Wert auf einen regelmäßigen Cannabiskonsum hindeutet, geht die Fahrerlaubnisbehörde von einer mangelnden Fahreignung aus und entzieht den Führerschein."


    Es gibt aber auch Fälle, wo nach einem Haftbefehl wegen unerlaubten Cannabis-Besitzes automatisch eine Sperre angeordnet wurde.




    #107Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Jul 22, 13:25
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    zu #101 (Mitführen von Alkohol im Auto verbieten):


    Dazu gibt es meines Wissens in den USA eine durchaus sinnvolle Regelung: Mitführen von Alkohol z.B. im Kofferraum ist unkritisch. Verboten sind geöffnete Flaschen in Reichweite des Fahrers. Nicht mehr original verschlossene in Reichweite des Fahrers sind verboten.

    Mit einer derartigen Regelung hättest du kein Problem, deinen Alkoholbedarf für die nächsten 12 Monate mit deinem Auto nach Hause zu bringen.

    #108Author eineing (771776) 27 Jul 22, 13:32
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    Passenderweise unterhielten sich gestern ein paar Jugendliche im Bus über ihren Fahrschulunterricht. Plötzlich fiel ein interessanter Satz: "Dann ist es mit dem Kiffen vorbei." Und alle stimmten zu. Wie ernst es die Jungs dann wohl damit nehmen werden...?


    Nach einer Führerscheinsperre gibt es den Führerschein auch nicht automatisch zurück. Man muss ihn neu beantragen, und gerade wenn Alkohol oder Drogen im Spiel waren, wird fast immer eine MPU verlangt, evtl. auch ein Führungszeugnis.


    Die Sache mit der Einjährigen auf dem Bobbycar ist der blanke Horror. Es ist schon eine reife "Leistung", in einem verkehrsberuhigten Bereich (Schrittgeschwindigkeit!) jemanden anzufahren, zumal die Stelle auf dem Foto auch nicht besonders schlecht einsehbar scheint. Und die Eltern werden mit dem Vorwurf der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht spätestens vom Anwalt des Autofahrers konfrontiert.

    #109Author TTMM (236247) 27 Jul 22, 20:32
    Comment

    Nähere mich bei der Betrachtung wieder 2/3 die bei Rot fahren... (Auto 100% stopp)


    Komm mich mal besuchen. Hier fahren ununterbrochen Autos bei Rot, nur etwas anders. Sie fahren nicht über eine schon länger rote Ampel, wenn sie darauf zufahren, aber sie fahren über eine bereits deutlich rote Ampel, weil sie ihre persönliche Grünphase verlängern. Wirklich dauernd. Ich kenne kaum eine Ampel, an der nicht noch jemand eben drüberfährt, obwohl es schon rot ist. Bei "Autos stoppen 100%" kann ich nur laut lachen.

    #110Author Gibson (418762) 27 Jul 22, 22:03
    Comment

    Aber Gibson, wie kannst Du nur erwarten, dass Autos bei kirschgrün anhalten? Oder kennst Du nicht die Ampelfarben: Grün, hellgrün, gelb, kirschgrün, sch**** ein Blauer ROT

    #111Author AGB (236120)  28 Jul 22, 08:13
    Comment

    #106: Nein, Dodolina. Wenn du einen Autohalter anzeigst, weil sein Fahrzeug bei rot über die Ampel gefahren ist, und du hast keinen Beweis und nicht mal das Gesicht gesehen, dann bekommt er einen Brief mit der Aufforderung zur Stellungnahme und eventuell gibt es eine Gerichtsverhandlung, aber spätestens da ist dann Schluss. Das hat mir der Polizist erklärt, bei dem ich einen Rotfahrer anzeigen wollte, weil er mein Kind heftig gefährdet hat.

    In dem Fall hat es mich sehr geärgert, aber wenn jemand mein Auto ausleihen würde (mit oder ohne meine Genehmigung), wäre ich da auch ganz dankbar drum, muss ich sagen.


    Und ich muss Gibsons Eindruck bestätigen. Hier fahren sehr viele Autos bei rot noch drüber, aber fast nur an Drückampeln für Fußgänger, eher selten an Kreuzungen. Scheinbar scheint da schon eine Nutzen-Risiko-Abwägung stattzufinden. Allerdings nur zu eigenen Unversehrtheit, nicht über die aller anderen Verkehrsteilnehmer.

    #112Author grinsessa (1265817)  28 Jul 22, 08:58
    Comment

    Ja, grinsessa, weil es dann eben auf "Aussage gegen Aussage" hinaus läuft. Und dann bist du ohne sicheres Erkennen des Fahrers weniger glaubwürdig, wenn du keinen anderen Beweis hast und es gilt "im Zweifel für den Angeklagten".


    Eine einzige Zeugenaussage ist aber eben doch kein 100%-Beweis ohne klare Personenbeschreibung.

    Aber spätestens, wenn dieses Kennzeichen bei zweifelsfrei nachgewiesenen Verstößen häufiger mit ungeklärtem Fahrer auftritt, dann wird es auf ein Fahrtenbuch hinauslaufen.

    Das "zweifelsfrei nachgewiesen" ist ohne Blitzerfoto oder Polizeikontrolle mit Protokoll natürlich schwierig, weil eben immer "Aussage gegen Aussage" entstehen kann, wenn es nur einen Zeugen gibt.


    #113Author Dodolina (379349) 28 Jul 22, 09:13
    Comment

    Zu meinen Lieblingsautos:


    Over the past decade, the emissions from SUVs eclipsed all shipping, aviation, heavy industry and even trucks, usually the only vehicles to outsize them on the road. The world’s SUVs belch out 700 megatonnes of CO2 a year, about the entire output of the UK and Netherlands combined.

    https://www.theguardian.com/environment/2022/...

    #114Author Gibson (418762) 28 Jul 22, 11:24
    Comment

    Ja, die SUVs... Als eine Freundin bei einem Spaziergang stolz auf einen schwarzen SUV zeigte "So einen haben wir jetzt auch", habe ich schnell das Thema gewechselt. Ich musste mir sehr auf die Zunge beißen, um nicht mehr als ein "uhum" auszustoßen...! Sie kommt halt aus eher einfachen Verhältnissen und durch die Heirat mit einem fleißigen Ingenieur (aus dem Ausland), dem sie den Haushalt führt, hatte sie sich diesen Wohlstand halt erhofft und ist jetzt halt megastolz auf das über die Jahre immer größer gewordene Dienstauto.

    Es tut meiner Freundschaft mit ihr nicht sonderlich gut, merke ich (zumal es auch etliche andere Inkompatibilitäten gibt); aber ich versuche einfach zu verstehen, warum sie so tickt.

    #115AuthorBraunbärin (757733)  28 Jul 22, 11:34
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    Gibt es eigentlich Autos. die keine SUVs oder SUV-Verwandten sind, und

    1. arschgleiches Einsteigen erlauben
    2. einen Kofferraum haben, in den man einen Rollator einfach einladen kann?

    Das sind die beiden Kriterien, an denen die Generation meiner Eltern inzwischen ein neues Auto misst.

    #116Author AGB (236120) 12 Aug 22, 16:09
    Comment

    Ich glaube, die "Hutschachtel" meiner Schwiegereltern fiel in diese Kategorie. Sie waren aber beide zu eitel, um beizeiten einen Rollator zu benutzen. Inzwischen gibt es sie alle drei nicht mehr. Den Rollatortest kann ich also auch nicht nachholen (oder die genaue Marke der "Hutschachtel" nennen).

    #117Author Daja (356053) 12 Aug 22, 16:50
    Comment

    Das einfachere Einsteigen war auch der Grund, warum mein Vater einen Yeti gekauft hat, nicht zu meiner Freude. (Er besteht darauf, dass das das kleinste und leichteste SUV ist, das im Angebot war- er mag die eigentlich auch nicht.) Ich kann es aus seiner Sicht verstehen, aber es gibt ja überhaupt keinen Grund, warum ein seniorengerechtes Auto x100 PS hat, tonnenschwer ist und anderthalb Parkplätze braucht. Warum kann man nicht einfach einen Polo (oder Entsprechendes) höherbauen? Und Rollator zum Klappen kaufen?

    #118Author Gibson (418762) 12 Aug 22, 19:55
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    Warum kann man nicht einfach einen Polo (oder Entsprechendes) höherbauen?


    Gibts doch, nennt sich Cross Polo, oder der aktuellere T-Cross, ein Mini-SUV


    Allerdings sind die aktuellen Polos selbst in der Standardversion schon größer als die ersten drei Golf-Baureihen.. Die seit 2005 bis heute in Brasilien produzierten noch kleineren Cross-Varianten des VW Fox schafften es nie nach Deutschland.

    Auch der Opel Mokka ist so ein aufgeblasener Kleinwagen, basierend auf dem Opel Meriva, der allerdings zur Klasse der Minivans gehört

    #119Author drkimble (463961) 15 Aug 22, 10:24
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    In die Familienkutschen namens Van (wie ein VW Sharan bspw.) kann man auch auf Pohöhe einsteigen und hinten ist ausreichend Platz für 2 Rollatoren. Besonders sparsam im Spritverbrauch sind die aber auch nicht. Mit einem Caddy o.ä. hätte man auch kein Problem mit den Rollatoren, allerdings kenne ich da die Einstiegshöhe nicht.

    #120Author grinsessa (1265817)  15 Aug 22, 10:36
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    Die Sitzhöhe vom Caddy ist "oldie"-gerecht. Aber beim Caddy macht meiner Mutter die breite Türschwelle (heißt das so?) zu schaffen. Das bedarf einiger Akrobatik, um den Abstand zwischen da wo man steht und da wo der Sitz anfängt zu überbrücken.

    #121Author Hassos Frauchen (270200) 15 Aug 22, 12:50
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    Auch vom Sandero Stepway ist die Sitzhöhe sehr angenehm. Doch ist mir hier auch ähnliches passiert, wie von HF beschrieben - ich wäre fast an der "Schwelle" hängengeblieben.

    #122Author Red Poppy (876587) 15 Aug 22, 12:55
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    Letztens fuhr ich in der Nähe von Potsdam auf der Fahrbahn. 90% der Autofahrer überholten mich zu knapp und pöbelten mich an, ich solle doch "den Radweg" benutzen. Irgendwann bin ich dann doch auf den neben der Fahrbahn befindlichen Teerstreifen gefahren, weil's mir echt zu gefährlich wurde. Heute bin ich da noch mal langgefahren und hab geschaut. Kein verdammtes "Radweg"-Schild. Nicht mal "Radfahrer frei". Autofahrer ... Wird Zeit, dass da ne verbindliche Prüfung eingeführt ... Ach Moment ...

    P.S.: solange an Bahnübergängen 3/4 der Autofahrer den Motor laufen lässt, während die Schranken unten sind, kann der Sprit ja noch nicht so doll teuer sein ...
    #123Author B.L.Z. Bubb (601295)  15 Aug 22, 13:45
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    Naja, seit ich an den Ampeln die Zündung ausmache und auf der Autobahn nicht schneller als 110km/h fahre, spare ich lt. Verbrauchsanzeige ca. 2,85€ am Tag. Diese popligen 600€ im Jahr sollten mir eigentlich nicht so an den Pops gebacken sein, wenn ich anderweitig doch meinem neuen Freund von der Autobahn einen problemlosen Durchflug in der 120km/h Zone ermöglichen könnte. Zeig mir ruhig deinen Finger mein Freund, ich hab dich auf der Dashcam. Wegen dir werd ich mich bestimmt nicht zwischen zwei LKWs klemmen...


    Empfinde nur ich das so, oder wird jetzt auch noch das Klima zwischen den Langsam- und den Schnellfahrern so rau wie zwischen motorisierten Verkehrsteilnehmern und denen, die sich aus aus eigener Kraft bewegen?

    #124Author Schw4rzbeere (949126) 16 Aug 22, 12:41
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    Auf Spiegel.de: Tempolimit 200


    Kommt mir wie ein Aprilscherz vor. Ich bin nach wie vor für ein Limit von irgendetwas zwischen 100 und 130km/h.

    #125Author Zugi (797273) 16 Aug 22, 12:57
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    Ehrlich gesagt ist die Idee gar nicht so schlecht.

    Gegen ein derart hohes Tempolimit wird es so gut wie keinen Widerstand geben. Und wenn dann einmal akzeptiert ist, dass es ein allgemeines Limit gibt, kann man das schrittweise senken, bis man bei 130 oder so angekommen ist.

    Das dauert dann 5-10 Jahre, aber dafür kriegt man auf dem Weg vermutlich weniger Gegenwind als wenn man direkt auf 130 beschränken würde (auch wenn das natürlich vernünftig wäre).

    #126Author Dodolina (379349) 16 Aug 22, 13:23
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    Och, ich höre jetzt schon das "Wehret den Anfängen"-Gekreische...

    #127Author Zugi (797273) 16 Aug 22, 13:26
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    Jedes Tempolimit wäre erst mal gut. Wenn es einmal in Köpfen der Leute ist, dass es eins gibt, kann man sich auch leichter an spätere Änderungen gewöhnen.


    100 wäre mir übrigens viel zu langsam. Ich persönlich fahre selten schneller, aber 130 fände ich schon das Minimum. Ich könnte auch mit 150 gut leben. Auf einer dreispurigen Autobahn finde ich das nicht problematisch.


    Edit: #126 und #127 sind neu für mich.

    #128Author Gibson (418762)  16 Aug 22, 13:29
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    Naja, selbst bei 500km ohne Beschränkungen wegen Tunnel, Brücke, Kurve oder in der Realität wegen Baustelle oder Stau beträgt der Unterschied zwischen Tempo 120 und Tempo 150 gerade mal 50 Minuten Fahrzeit.

    Mit den anderweitigen Beschränkungen, die es bei 500km Strecke immer geben wird, also vermutlich eher so eine halbe Stunde.


    Das finde ich nicht so gravierend, dass ich deswegen ein allgemeines Limit höher als 120 (als Langzeitziel) ansetzen würde.

    Die allermeisten auf Autobahnen gefahrenen Strecken sind sehr viel kürzer und dann wird der Unterschied noch kleiner.

    #129Author Dodolina (379349)  16 Aug 22, 13:38
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    Es geht mir gar nicht unbedingt um die gesparte Zeit, sondern darum, dass sich nicht jeder natürlicherweise bei der gleichen Geschwindigkeit einpendelt, ob man nun geht, radelt oder Auto fährt. Wenn der Sprit nicht so teuer wäre, würde ich um die 120 fahren, das ist meine persönliche Wohlfühlzone. Bei anderen ist es anders, und das würde ich nicht völlig beschneiden wollen.


    Aber ich bin auch mit "gerade mal 50 Minuten Fahrzeit" nicht einverstanden. Auf einer Strecke von 500km finde ich fast eine Stunde gespart eine Menge.

    #130Author Gibson (418762) 16 Aug 22, 14:02
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    Auf einer Strecke von 500km finde ich fast eine Stunde gespart eine Menge.


    Das ist aber doch ein rein theoretischer Höchstwert. Voraussetzung: keine Staus, Überholspur immer frei. Das schafft man vielleicht gerade mal bei Nachtfahrt, und selbst da gilt auf durchschnittlich 30 % der Strecke ein Tempolimit (glaube mich jedenfalls an so eine Faustformel zu erinnern).


    Oder anders gesagt: Einen Schnitt von 150 kriegt man nur hin, wenn man etappenweise das Gaspedal durchs Bodenblech drückt. 😉

    #131Author Kapustiner (1229425)  16 Aug 22, 19:44
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    Ich rede aber doch gar nicht vom Schnitt. Wenn 150 durch Staus oder was auch immer nicht möglich sind, dann braucht man auch kein Tempolimit bzw. es ist sowieso ein Temporäres eingerichtet.


    Dodolina hat eine theoretische Ersparnis von 50 Minuten angegeben, die sie wenig und ich viel fand. Darum geht's mir, um sonst nichts.

    #132Author Gibson (418762) 16 Aug 22, 20:00
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    Ich glaube nicht, dass es in Deutschland eine Strecke gibt von 500km Autobahn (zusammenhängend), wo es nirgendwo eine Beschränkung gibt, sei es auf Brücken oder in Tunneln oder Kurven.

    Dazu kommen noch Baustellen, Fahrbahnschäden und eben der andere Verkehr.


    Als Optimalwert, der eine unrealistische Obergrenze darstellt, finde ich 50 Minuten nicht viel.

    Denn ich rechne da durchaus ein, dass realistisch wie schon gesagt vermutlich maximal 30 Minuten wirklich möglich sind. Das ist dann der Unterschied zwischen 3:20 Stunden und 3:50 und selbst das ist wahrscheinlich noch optimistisch.


    Außerdem dürften die allermeisten weitaus kürzere Strecken fahren, bei denen es dann wirklich nur noch um wenige Minuten geht.

    #133Author Dodolina (379349)  16 Aug 22, 20:06
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    #132 Ich rede aber doch gar nicht vom Schnitt.


    Der ist aber dummerweise die Voraussetzung für die theoretischen 50 Minuten.

    #134Author Kapustiner (1229425) 16 Aug 22, 20:30
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    Noch mal: Es wurden 50 Minuten Zeitersparnis aufgebracht - nicht von mir - bei einer Fahr von vielleicht 4 Stunden. Das finde ich viel. Immer noch. Wenn das praktisch gar nicht möglich ist, war es halt ein schlechtes Beispiel. Aber auf eben dieses Beispiel habe ich reagiert. (Je nach Umständen fände ich übrigens auch eine halbe Stunde Unterschied nicht unbedingt egal.)

    #135Author Gibson (418762) 16 Aug 22, 20:54
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    Studies show that humans consistently overestimate the amount of time that can be saved by increasing their driving speed. Even professional drivers, such as taxi drivers, are just as susceptible to this "time-saving bias". 


    People make systematic and predictable mistakes regarding estimations of average speed and journey time. In addition, people have been shown to commit a time-saving bias by underestimating the time that can be saved when increasing from a low speed and overestimating the time that can be saved when increasing from a relatively high speed. These misestimations have been shown to relate to biases in judgments of the speed required to arrive at a specific time and to choosing unduly high speed. Professional drivers, such as taxi drivers, might be less susceptible to these biases due to their increased driving experience. In the current study, we interviewed taxi drivers about a journey they were currently making and examined their estimations of journey time, average speed and time savings. Compared to a group of non-professional car drivers, taxi drivers showed the same considerable misestimations of driving speed, journey time and time savings as non-professionals. 

    (https://journal.sjdm.org/11/11829/jdm11829.html)


    Furthermore, the time you save by driving faster decreases significantly the higher the starting speed...


    "Accelerating from 10kph to 20kph saves 30 minutes on a 10km journey, but accelerating from 20kph to 30kph – the same speed increase – saves only 10 minutes, and accelerating from 30kph to 40kph saves only 5 minutes.

    The trend is constant, and by the time we get to the speeds we are likely to be interested in, the time savings are tiny. Travelling 10km at 90kph rather than 80kph saves us only 54 seconds, and at 100kph rather than 90kph only 42 seconds!"

    (https://www.futurelearn.com/info/courses/logi... / https://rstudio-pubs-static.s3.amazonaws.com/...)


    ... but increases the accident risk...


    "Driving speed (or more especially ‘driving too fast for the conditions’) is generally recognised as being one of the main contributory factors in traffic accidents (Treat, 1980; Taylor, 1999). A number of studies have examined the accident risk factor associated with driving speed, for example, Taylor et al. (2002) found that a 1 mph increase in speed was associated, on average, with a 5% increase in accident involvement – although this relationship did vary depending on a number of factors, such as the type of road, accident severity and traffic density (Taylor et al., 2002)."

    (https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/downloa...)


    ... but that only applies to others and not to me (*eyeroll*)


    ... typically, European drivers are more likely to report that they drive faster than other drivers compared to driving more dangerously. While nearly one-fifth (18%) of drivers in EU countries responded that they drove faster than other drivers, less than one in twenty (4%) reported that they drove more dangerously than other drivers. This suggests that, in general, drivers do not appreciate that speed is associated with risk when their own driving is concerned.

    (https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/downloa...)


    #136Author covellite (520987) 17 Aug 22, 09:45
    Comment

    Ich meine mich zu erinnern, dass der ADAC mal eine Untersuchung gemacht hat, deren Ergebnis sinngemäß war:

    20% aller Fahrer sind gute Fahrer

    80% aller Fahrer halten sich für gute Fahrer

    #137Author AGB (236120) 19 Aug 22, 15:46
    Comment

    Mein Vater hat mal einen interessanten Unterschied gemacht zwischen "gut fahren können", also das Auto auch in schwierigen Fahrsituationen beherrschen können, und "ein guter Fahrer" sein, sich also im Verkehr zu benehmen und das Auto nicht mit dem Ego zu verbinden. Diese beiden Gruppen sind nicht deckungsgleich...


    Trifft übrigens in meiner Erfahrung auf alle Dinge mit Rädern zu, nicht nur auf Autos.

    #138Author Gibson (418762)  19 Aug 22, 15:57
    Comment
    Was für 1 Paar von A***n ...


    https://m.tagesspiegel.de/berl…in-erwischt/...


    "17-Jähriger im Porsche gestoppt Minderjähriger Extrem-Raser erst in Brandenburg, dann in Berlin erwischt

    In beiden Fällen saß die Mutter des Täters mit im Auto. Das könnte von der Justiz als Tatmittel eingezogen werden.

    Der 17-jährige Porschefahrer, den die Brandenburger Polizei wegen extremer Raserei am vergangenen Wochenende gestoppt hatte, ist jetzt auch in Berlin bei einer vergleichbaren Tat erwischt worden."

    Den beiden gehört einfach nur aufs Maul, echt.
    #139Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Aug 22, 16:42
    Comment

    Den ersten Fall hatte ich schon mitbekommen, und mir gedacht "Wie besch... kann man sein?".

    Die Fortsetzung macht mich einfach sprachlos.

    #140Author Zugi (797273) 25 Aug 22, 17:54
    Comment

    Mich auch. Den gehört der Prozess gemacht. Sind sich diese Leute eigentlich bewusst, was es bedeutet, Menschen totzufahren oder gar "nur" schwer zu verletzen?

    #141AuthorBraunbärin (757733) 25 Aug 22, 20:50
    Comment

    Strafe zahlen und Punkte ist ja alles richtig, aber sinnvoller fände ich, beide (zusätzlich) zu 4 Wochen Praktikum auf der Unfallstation (oder wo immer Verkehrsopfer hinkommen) zu verpflichten. Weil es ihnen eben nicht klar ist, nehme ich an.

    #142Author Gibson (418762) 25 Aug 22, 22:59
    Comment

    Sollte ich in eine Unfallstation gebracht werden müssen, wäre es mir lieber, wenn ich dort nicht von solchen Praktikanten empfangen werden würde.

    #143Author Emil 14 (299747) 26 Aug 22, 00:57
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    Stimmt, Emil, auf diesen Station herrscht unter den Profis Stress genug.

    Als Zivi konnte man allerdings damals durchaus auf so einer Station arbeiten, das hat ein Bekannter von mir damals gemacht: Intensivstation für Unfallchirurgie, der hat die ganz schweren Fälle gesehen.


    Immerhin soll auch die Mutter überprüft werden, ob sie als Begleitperson taugt.

    Da finde ich, dass man auch der mal ein paar Punkte und Fahrverbot hätte geben müssen (Geldstrafe ist jemandem mit einem Porsche vermutlich egal).

    Als offizielle Begleitperson im begleiteten Fahren ihres Sohnes hätte sie einschreiten müssen und ist mitverantwortlich. Also gehört auch die zur Rechenschaft gezogen.

    #144Author Dodolina (379349) 26 Aug 22, 07:09
    Comment

    Ich glaube, es gibt keine Vorschrift, mittels derer man der Mutter auch was aufbrummen kann. Autoland Schland eben.

    #145Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Aug 22, 08:02
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    Interessant, dass der jugendliche Verkehrsrowdy nach der Kontrolle in beiden Fällen weiterfahren durfte lt. der Polizeimeldung. Von welchem Klan waren die beiden nochmal?

    #146Author drkimble (463961) 26 Aug 22, 08:20
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    "Bei der Brandenburger Polizei hieß es anschließend: "Nach der Vorführung der Videobeweise wurde dem Fahrer die rechtliche Konsequenz seines Fahrstils offenbart. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, das laut aktuellem Bußgeldkatalog für diesen Verstoß mit 600 Euro Bußgeld, zwei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten im Verkehrszentralregister bedroht ist. Darüber hinaus muss der Fahrer in seiner Probezeit mit der Anordnung eines verkehrsrechtlichen Aufbauseminars rechnen.""


    Ergo - keine. Zwei Monate Fahrverbot hält der sich doch eh nicht dran. Verkehrsrechtliches Aufbauseminar - Wahnsinn. Da daddelt der auf dem Handy rum. Verschenkte Zeit.

    #147Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Aug 22, 08:28
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    Geht ja noch weiter:

    In der neuen Meldung aus Berlin ist für den Verstoß in Britz von mindestens 2 Punkten, 1600 Euro Bußgeld, drei Monaten Fahrverbot, der Teilnahme an einem verkehrsrechtlichen Aufbauseminar und einer zweijährigen Verlängerung seiner Probezeit" die Rede. Der letzte Satz der Polizeimitteilung lautet: "Im Anschluss der Überprüfung konnte der 17-Jährige seine Fahrt fortsetzen".

    #148Author drkimble (463961) 26 Aug 22, 08:32
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    Bubb, dann sollte man das aber dringend ändern, dass beim "Begleiteten Fahren", für das ja der Führerschein nicht nur in diesem Fall bis zum 18. Geburtstag eingeschränkt ist, auch der Begleiter mit haftbar ist und Fahrverbot und Punkte riskiert, wenn es zu groben Verstößen kommt.


    Kimble, wieso ist das interessant?

    Das ist in solche Fällen meines Wissens immer so, dass die mobile Kontrolle nicht sofort den Führerschein einzieht, sondern erstmal nur belehrt und ankündigt, was da dann über die offiziellen Bußgeldstellen kommen wird.

    Dass er minderjährig war, ändert daran ja nichts, denn er hat ja einen gültigen Führerschein, aber eben bis zum 18. Geburtstag nur für "begleitetes Fahren". Es gibt also keine Handhabe, sofort die Weiterfahrt zu unterbinden.

    #149Author Dodolina (379349) 26 Aug 22, 08:34
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    Mit 165 statt 80 in der Stadt sollte man doch langsam von einer Straftat mit Vorsatz ausgehen können und sich nicht mehr auf Ordnungswidrigkeiten berufen?

    #150Author drkimble (463961) 26 Aug 22, 08:35
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    Stimmt, aber auch dann braucht es ein ordentliches Strafverfahren und keine Sofortjustiz.

    Ich bin sehr dafür, den Jungen und seine Mutter deutlich zu bestrafen, aber bitte mit ordentlichem Verfahren gemäß der Regeln. Und da hatte die mobile Kontrolle keine andere Möglichkeit als erstmal die Weiterfahrt zu erlauben.

    #151Author Dodolina (379349)  26 Aug 22, 08:36
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    "Mit 165 statt 80 in der Stadt sollte man doch langsam von einer Straftat mit Vorsatz ausgehen können"


    Das dürfte ein verbotenes KFZ-Rennen sein. Den Tatbestand kann man auch allein, ohne Gegner, verwirklichen*.


    Ob man das KFZ gleich an Ort und Stelle hätte beschlagnahmen können, kann ich nicht sagen. Wäre aber in derlei Situationen wünschenswert.


    *https://dejure.org/gesetze/StGB/315d.html


    "(1) Wer im Straßenverkehr

    1. ...,

    2. ... oder

    3. sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen,


    wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

    #152Author B.L.Z. Bubb (601295)  26 Aug 22, 08:41
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    Sorry, Dodolina, aber der zweite Vorfall so kurz nach dem ersten beweist doch, dass keinerlei Einsicht vorliegt und da sollte Führerschein und Fahrzeug sofort stillgelegt werden im Interesse der öffentlichen Sicherheit.


    Oder wie erklärst Du das dann zwei Tage später den Eltern des totgefahrenen Kindes, weil der jugendliche Fahrer mit Muttern auf dem Beifahrersitz weiterfahren durfte?


    Aber natürlich ist es wichtiger, ein Fahrzeug mit getuntem Auspuff sofort stillzulegen, obwohl es nur etwas lauter ist. Aber nach Hause fahren darf der Besitzer damit nicht mehr.. Finde den Fehler..


    #153Author drkimble (463961)  26 Aug 22, 08:46
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    Ich bin mir sicher, dass es den Beamten auch in der Seele weh tat, den erstmal fahren zu lassen.


    Aber wir haben einen Rechtsstaat:

    Bei Ordnungswidrigkeiten hat man das Recht, nach einer ordentlichen Zustellung auch Widerspruch einzulegen und erst, wenn man das nicht tut (oder der Widerspruch abgelehnt wird), wird das rechtskräftig.

    Und wenn man das als Straftat ahnden will, braucht es einen Richter und ein ordentliches Gerichtsverfahren und kein Standgericht vor Ort.


    Sofortige Strafen gibt es leider nur, wenn die Weiterfahrt sofort ab dem ersten Meter wieder illegal wäre. Das sehe ich nur bei Alkohol/Drogennachweis oder eben bei einem Fahrzeug, das so nicht zugelassen ist.

    Präventive Sofortjustiz ist aus gutem Grund im deutschen Rechtssystem nicht vorgesehen.


    Bei den meisten Verstößen, so gravierend und gefährlich sie auch sein mögen, sind den Beamten die Hände gebunden und sie müssen die Person erstmal laufen (oder hier wegfahren) lassen und das ordentliche Verfahren einzuleiten.

    Auch wenn es denen sicher genauso wenig schmeckt wie uns.

    #154Author Dodolina (379349) 26 Aug 22, 09:01
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    Es wäre ja keine Ahndung einer Straftat, sondern nur die Sicherstellung eines Tatmittels. Es geht nicht darum, den Knecht wegen des Rennens zu bestrafen.

    #155Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Aug 22, 09:12
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    Was würde denn das ändern?

    Dann lässt der sich abholen oder fährt mit dem Taxi zum nächsten Autohändler und kauft sich ein neues Renngefährt. Ich glaube nicht, dass bei Porschebesitzern von dem Schlag Geld eine echte Rollte spielt. Der hätte also 1-2 Tage später sein neues Auto und fährt damit auch so weiter wie vorher.


    Stattdessen sollte man da den Strafrahmen auch für die Ordnungswidrigkeiten erhöhen:

    Auch den Begleiter mit bestrafen und für den Fahrer eine Führerscheinsperre für ein Jahr oder zwei, danach MPU und neue Fahrprüfung mit Probezeit von 5-10 Jahren.

    Für den Begleiter vielleicht die Fahrverbote, die jetzt der Fahrer bekommen hat und natürlich ein Verbot, weiterhin als Begleiter fungieren zu dürfen.


    Dauert zwar ein paar Tage, bis das rechtskräftig wird, aber das wäre vermutlich wirksam. Und eben ausschöpfen, was auch als Straftat gewertet werden kann und ein Gerichtsverfahren einleiten.

    #156Author Dodolina (379349) 26 Aug 22, 09:19
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    Anderes Thema: Heute kam mir wieder so eine lobotomierte Viertelidiotin auf dem Rad entgegen. Auf der falschen Fahrbahnseite. Ich mein, echt, geht's noch? Wie bescheuert kann man eigentlich sein? "Ein Geisterfahrer? Quatsch, HUNDERTE!"


    Letztens bin ich mit irgendeiner anderen Idiotin fast zusammengeknallt, die meinte, sie müsse unbedingt noch bei (weit nach) rot fahren - ich hatte in meiner Richtung schon grün. Die konnte nicht mal richtig bremsen ...


    Von den idiotischen Autofahrern ganz zu schweigen ...


    Aaaaaaaaaaaaaaaaah. Lauter Vollspacken.

    #157Author B.L.Z. Bubb (601295) 30 Aug 22, 16:00
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    Ich habe mir jetzt so einen roten Kinder-Plastikabstandhalter gekauft für die enge Straße, die ich irgendwo weiter oben beschrieben habe (kann man auf- und wegklappen nach Bedarf.) Und erstaunlicherweise: jegliche street cred ist weg, aber die überwältigende Mehrheit der Leute lassen mir mehr Platz. Wahrscheinlich eher aus Sorge um ihren Lack als um mich, aber das soll mir ja egal sein.


    Bubb, meinst du auf der Straße in der Gegenrichtung, nicht auf dem Radweg? Bzw. auf einem auf der Straße aufgemalten Radweg?

    #158Author Gibson (418762) 30 Aug 22, 16:22
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    Kein Radweg, kein Radstreifen. Einfach auf der falschen Seite der Fahrbahn (/Klugscheißmodus: die Straße ist das zwischen den Häuserwänden; die Fahrbahn ist das, wo Fahrzeuge fahren\) ...

    #159Author B.L.Z. Bubb (601295) 30 Aug 22, 16:27
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    Das ist ja schon sehr schlau...


    Re Straße: Das würde bedeuten, dass Generationen von Eltern ihren Kindern verboten haben, das Haus zu verlassen, wenn sie sie ermahnen: Lauf nicht auf die Straße. Ich sehe hier eine Diskrepanz zwischen Alltags- und StVO-Verwendung ;-)

    #160Author Gibson (418762) 30 Aug 22, 17:18
    Comment

    Ich befleißige mich ab und zu gern einer präzisen Sprache 😉

    #161Author B.L.Z. Bubb (601295) 30 Aug 22, 17:27
    Comment

    https://prod.berliner-zeitung.de/mensch-metro...


    "Nach Streit in Friedrichshain: FreeNow-Fahrer fährt absichtlich Fahrradfahrer an


    Weil ein Auto auf einem Radweg steht, kommt es zum Streit. Am Ende muss der Radfahrer zum Arzt, das Fahrrad ist unbrauchbar. Unternehmen FreeNow äußert sich."


    Ohne Worte ...

    #162Author B.L.Z. Bubb (601295) 31 Aug 22, 09:08
    Comment

    #162: Wow. So kann man sich in wenigen Sekunden ruinieren: Arztkosten, Verdienstausfall, Fahrrad, Bussgeld / Geldstrafe, (hoffentlich dauerhafter?) Führerscheinentzug, Jobverlust, Gerichts- und Anwaltkosten...

    Was für ein unglaublicher Id...

     

    Bloß gut, dass dem Radfahrer nichts ernsteres passiert ist.

    #163Author Zugi (797273) 31 Aug 22, 10:13
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    Immerhin - kleiner Trost - ist hier mal nicht "der Radfahrer unter das Auto gekommen", durch göttliche Einwirkung sozusagen. Der Artikel ist eindeutig Pro-Radfahrer.


    Aber ich mag gar nicht drüber nachdenken, was hätte passieren können. Lebenslang gelähmt, weil so ein Arschloch sich nicht im Griff hat?

    #164Author Gibson (418762) 31 Aug 22, 11:33
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    https://www.spiegel.de/auto/dooring-unfall-ra...


    Radfahrer rast in Autotür – Pkw-Fahrer trägt volle Schuld

    Immer wieder verletzen sich Radfahrer, die in geöffnete Autotüren krachen. Nun hat das Landgericht Köln in einem solchen Fall entschieden: Der Autofahrer haftet zu 100 Prozent – und muss Schmerzensgeld zahlen.


    Unglücklich formuliert finde ich den Bregriff "rast" in der Überschrift. Der Radfahrer fuhr wohl etwas über 30km/h. Wäre das ein Autofahrer gewesen, hätte da vielleicht "schleicht" gestanden?


    Naja, aber in der Sache selbst finde ich das Urteil gegen den Autofahrer gerecht.


    #165Author Zugi (797273) 01 Sep 22, 13:11
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    Zugi, setz Dich einfach mal aufs Fahrrad und fahre damit eine Geschwindigkeit über 30 km/h. Dafür musst Du ordentlich in die Pedale treten und es wird Dir sofort klar, ob das rasen oder schleichen aus Fahrradfahrersicht ist.. Nicht umsonst sind die E-Bikes auf 25 km/h begrenzt

    #166Author drkimble (463961) 01 Sep 22, 16:05
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    Autofahrer rechnen bei einem Radfahrer nicht mit Geschwindigkeiten über 20 km/h. Wenn man schneller unterwegs ist, überrascht man immer wieder Autofahrer, dass man eben doch "schon da" ist, wenn sie abbiegen wollen.

    Selbst dann, wenn die links abbiegen wollen und den Radfahrer im Gegenverkehr ja die ganze Zeit vor Augen haben.


    Da helfen übrigens auch die Pedelecs und S-Pedelecs, die ja immer mehr werden. Dadurch gewöhnen sich Autofahrer daran, dass Radfahrer auch mal schneller als 15-20 km/h fahren.


    Je nach Gelände ist 30 km/h gar kein Problem, selbst auf nur leicht abfallenden Strecken (flussabwärts in Dodostadt) fahre ich im höchsten Gang relativ entspannt 26 -28. Wenn es etwas steiler runter geht oder ich für eine Steigung Anlauf nehme, komme ich auch gut über 30. Und ich bin nun wirklich kein ausgewiesen sportlicher Rennradfahrer, sondern fahre das locker mit dem Cityrad.

    Ein trainierter Rennradfahrer wie bei diesem Unfall schafft die 30 locker in der Ebene.



    Wie Zugi bin ich da auch der Meinung, dass der Gebrauch von "rasen" schon eine Wertung in Richtung "zu schnell" beinhaltet. Und das stimmt ja eben nicht, denn wie im Artikel steht, waren auf dieser Straße mehr als 30 km/h erlaubt. Das gilt auch für Radfahrer.

    Ein neutraleres "fährt" wäre hier besser gewesen.

    #167Author Dodolina (379349) 01 Sep 22, 16:18
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    #166: Geschwindigkeiten über 30 km/h kenne ich auf dem Fahrrad durchaus. Das empfinde ich aber nicht als "rasen", ausser bei dichtem Verkehr oder auf Radwegen, die für beide Richtungen ausgewiesen sind. Ein Fahrrad bremst auch nicht wesentlich schlechter als ein Auto, zumindest nicht mit modernen Scheibenbremsen. Ok, abgesehen von Assistenten wie ABS, macht aber den Bremsweg auch nicht kürzer.

    Also geht es um ähnliche Brems- bzw. Anhaltewege.


    Wenn ein Auto mit 50 km/h in der Stadt unterwegs ist spricht niemand von rasen. Ein Fahrradfahrer mit 30 km/h rast aber? Darum ging es mir.

    #168Author Zugi (797273) 01 Sep 22, 16:23
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    Was ist denn da schief gegangen?


    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/ga...


    • Die CDU-Fraktion hat gleich sieben Anträge zur Errichtung von Fahrradstraßen in Lichtenberg in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) eingebracht. Das scheint die anderen Parteien derart verblüfft zu haben, dass es Zustimmung bis hin zur Linken gab. Mehr dazu im Newsletter, weitere Themen diesmal unter anderem:


    • Erster Kiezblock für Lichtenberg beschlossen: Kaskelkiez soll von Durchgangsverkehr befreit werden


    Die CDU beantragt Fahrradstraßen? Da muss irgendwas in der Matrix ganz erheblich beschädigt sein ...

    #169Author B.L.Z. Bubb (601295) 24 Sep 22, 11:19
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    *sing* Wunder gescheh'n...


    Frage an die Radler: Wenn euch auf dem Radweg jemand falsch entgegenkommt, weicht ihr nach links oder nach rechts aus? Rechts wäre ja logisch, weil "in Deutschland fährt man rechts", aber viele der Geisterradler, wissend, dass sie falsch sind, versuchen so halb, den Radweg freizugeben und ein Stück auf dem Bürgersteig zu fahren - der ja auch rechts ist, von mir aus. Das ist oft ein Hin- und Hergeschwenke, bis wir dann irgendwie aneinander vorbei sind.

    #170Author Gibson (418762) 24 Sep 22, 19:11
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    Geisterradler, wie ich sie hasse.

    Ich bleib meistens in meiner Spur und lass die ausweichen.
    #171Author B.L.Z. Bubb (601295) 24 Sep 22, 19:31
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    When I meet a wrong-way cyclist in a bike lane, I stop, put my foot down, and wait for them to pass. There's no telling what they are likely to do, and I'd rather wait the few seconds for them to go by than risk a fall. (Some people seem to feel more secure when they ride in a bike lane facing the traffic, not caring about the trouble they cause for cyclists who follow the rules.)

    #172Author Martin--cal (272273)  25 Sep 22, 06:50
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    Auf den sog. "Hochbordradwegen" geht das mit den Geisterradlern ja noch. Grenzwertig wird das Ganze auf den auf der Fahrbahn befindlichen Radspuren. Da mach ich nicht Mal ansatzweise Platz - ich hab weder Lust, im "Dooring"-Bereich zu fahren, noch, in die Autospur auszuweichen.
    #173Author B.L.Z. Bubb (601295) 25 Sep 22, 08:03
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    Geisterradler kenn ich auch. Fuhr mal mit dem Auto an ne Kreuzung und schaue links rechts links. Wollte wegfahren sehe aber nen Schatten rechts und bremse. Es flog in der Reihenfolge: Handy, Radlerin und Fahrrad vor mein Auto. Berührt habe ich sie nicht. Hat gebremst aber weil man ja unbedingt Handy telefonieren muss konnte sie die entstehenden Kräfte nicht auffangen und stürzte. Auf der anderen Seite gabs auch einen Radweg. Sofort ist einer zu mir gekommen und hat mir erklärt dass man in diesem Ort auch auf der anderen Seite fahren dürfte... (Neumarkt i.d. opf.). Die stehen da extra in der StVO drin (überall außer in ....).

    Habe jetzt 101 Radfahrer an der druckbetätigten Ampel beobachtet:

    62 fuhren bei Rot und 39 hielten an (61,4% zu 39,6%),

    Ich finde es schon schauerlich, dass so eine Quote rauskommt.

    Heute fuhr so ein trottel beinahe ein Kind an. Autofahrer hielten alle an bis auf eine die zuerst angehalten hat und immer noch Handy telefonierend dann weiter gefahren ist. Anschließend ist sie in eine Engstelle gefahren wo bereits schon einer drin war....

    #174Author Hawkace (237330) 26 Sep 22, 09:47
    Comment

    Hawkace, das mit dem Über-Rot-Fahren hatten wir ja schon. Leider redest du nur über die Radler, aber nicht über die vielen, vielen Autofahrer, die ständig bei Rot fahren. (Ganz abgesehen davon, dass da gar keine Druckampel sein sollte. Du wirst ja nicht den gesamten Tag mit der Beobachtung verbracht haben. Wenn es innerhalb einer relativ kurzen Zeit 101 Radfahrer gibt, wieso steht da keine normale Ampel? Dann hätten auch die Radfahrer die Chance, dass es einfach mal grün ist.)


    Und dass an einer Kreuzung aus beiden Richtungen jemand - Fußgänger, Jogger, Skater, und ja, auch manchmal legal ein Radfahrer - kommen kann, sollte man als Autofahrer wissen.


    Telefonieren auf dem Rad ist dämlich, darüber müssen wir nicht reden. (Ich bin mir sicher, dass du noch nie einen Autofahrer mit dem Handy am Ohr gesehen hast. Die gibt's gar nicht.)


    Deinen letzten Satz finde ich völlig unklar.

    #175Author Gibson (418762)  26 Sep 22, 11:35
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    Es gibt tatsächlich Stellen, wo ein Radweg ganz offiziell in beide Richtungen freigegeben ist.

    Dann darf man auch auf der linken Straßenseite fahren.

    Ich kenne sogar eine Straße, in der nach der Beschilderung auf beiden Seiten der Straßenbahnschienen Radfahrer in beide Richtungen erlaubt sind (Autos nicht, aber bei den Richtungsschildern steht ausdrücklich "Radfahrer frei".)


    In Dodostadt gibt es übrigens auch immer mehr Grünpfeilschilder nur für Radfahrer, da dürfen die dann sogar bei Rot rechts abbiegen. Die Autos aber nicht.



    Gibson, der beobachtet diese Ampel doch seit Monaten auf jedem Arbeitsweg. Jeden Tag morgens und abends im Schnitt je 1-2 Radfahrer, da kommt man schnell auf die 101. Das war ja keine einzelne Beobachtung.


    Hawkace, zähl mal die Autofahrer, die mal eben auf 20km/h mehr als erlaubt beschleunigen, um nicht bei rot, sondern noch bei dunkelgelb zu fahren. Davon wird man auch jede Menge finden, aber man hat ja kein Radargerät dabei. Deswegen zählt man die dann alle als "legal gefahren, bevor es rot wurde", nicht?

    #176Author Dodolina (379349)  26 Sep 22, 11:53
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    Hmm ich bezog mich auf eine Druckampel in der Nähe eines kleinen Vorstadtbahnhofs.

    Hier komme ich, da ich Zug fahre, am Tag 2 mal hin und benutze die Ampel. Dies mache ich auch wenn kein Verkehr ist.

    Der beobachtete Zeitraum ist ca. 5 Monate und es ist eigentlich viel Verkehr und auch viele Radfahrer sind hier unterwegs.

    Es gibt natürlich auch viele Autofahrer die handytelefonierend fahren (nach dem Motto ich kann das...).

    Das mit der Autofahrerin ist unabhängig von dem Trottel. Da wäre ein Absatz besser gewesen.


    So wars:

    An der beobachteten Ampel sind unzählige Autos bei Rot stehengeblieben. Es ist nur eine durchgefahren. 50m weiter kommt eine Stelle wo sich die Fahrbahn verengt, da auf einer Seite immer Autos parken (dürfen sie auch). Da ist diese Rotfahrerin einfach reingefahren, obwohl schon einer in der Engstelle drin war der ihr entgegengekommen ist (Falls der nicht schon drin gewesen wäre hätte er warten müssen da das Hindernis auf seiner (nicht der Rotsünderin) Seite gewesen ist.

    Hoffe jetzt versteht man es.


    #177Author Hawkace (237330) 26 Sep 22, 11:55
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    1. "Leider redest du nur über die Radler, aber nicht über die vielen, vielen Autofahrer, die ständig bei Rot fahren." - egal, welches Verkehrsmittel, die Idioten sind im Rudel unterwegs. Nur sind Autos wesentlich besser dazu geeignet, schwere Verletzungen oder gar den Tod des anderen zu verursachen.
    2. "Und dass an einer Kreuzung aus beiden Richtungen jemand - Fußgänger, Jogger, Skater, und ja, auch manchmal legal ein Radfahrer - kommen kann, sollte man als Autofahrer wissen." - wenn ich als Radfahrer auf der falschen Seite unterwegs bin, hab ich verdammt nochmal doppelt aufzupassen; zumindest, wenn ich regelwidrig unterwegs bin.
    3. Autofahrer und Zebrastreifen? Don't get me started ...
    #178Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Sep 22, 11:56
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    Sorry, ich hatte gelesen "Heute habe ich 101 Radfahrer beobachtet".


    wenn ich als Radfahrer auf der falschen Seite unterwegs bin, hab ich verdammt nochmal doppelt aufzupassen; zumindest, wenn ich regelwidrig unterwegs bin.

    Natürlich, aber das war ja hier wohl nicht der Fall. (Und plattfahren darf man sie trotzdem nicht. Auch ein Jogger kann schnell sein.)

    #179Author Gibson (418762) 26 Sep 22, 12:01
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    "Natürlich, aber das war ja hier wohl nicht der Fall"


    Das war mir nicht so ganz klar. Ich hasse diese Pflichtradwege, wo ich dann von rechts auf Einmündungen zukomme. Brrr.


    "Und plattfahren darf man sie trotzdem nicht."


    Das sagst DU, Gibson ...


    "Auch ein Jogger kann schnell sein"


    Aber er ist kein Radfahrer, der nach Ansicht vieler Autofahrer kein vollwertiger Verkehrsteilnehmer ist 😉


    #180Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Sep 22, 12:04
    Comment

    Ganz abgesehen von Kindern, die sowieso auf dem Gehweg fahren dürfen oder sogar müssen. Und dann wie Fußgänger auch keine Richtungsvorgabe haben.

    Begleitende Erwachsene dürfen das übrigens auch, damit sie beim Kind sind und nicht durch parkende Autos oder so vom Kind getrennt.


    Ab einer Gruppe von 16 Radfahrern zählt man übrigens als Verbund und damit als "ein Fahrzeug". Da dürfen dann sogar ganz legal die letzten über eine rote Ampel fahren, wenn diese bei den ersten noch grün war.

    #181Author Dodolina (379349) 26 Sep 22, 12:05
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    "Ganz abgesehen von Kindern, die sowieso auf dem Gehweg fahren dürfen oder sogar müssen. Und dann wie Fußgänger auch keine Richtungsvorgabe haben."


    Wobei die streng genommen an Querstraßen absteigen und schieben müssen.


    "Ab einer Gruppe von 16 Radfahrern zählt man übrigens als Verbund und damit als "ein Fahrzeug". Da dürfen dann sogar ganz legal die letzten über eine rote Ampel fahren, wenn diese bei den ersten noch grün war."


    Streng genommen nur, wenn sie als solcher erkennbar sind. Das ist ja immer wieder das Thema bei CMs.

    #182Author B.L.Z. Bubb (601295) 26 Sep 22, 12:10
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    (Was sind CMs?)


    Ich bin heute das erste Mal seit dem Frühjahr mit dem Auto in der Stadt gefahren und kam aus dem Kopfschütteln nicht raus. 70 auf 50er Straßen, 60 auf 80er Straßen, abbiegen ohne Blinken, auf meine Spur ziehen ohne Blinken (ein Laster, besonders schön), generell zu wenig Abstand, flott überholen, nur um mich an der Ampel 30m weiter dann auszubremsen, und über JEDE Ampel ist mindestens einer bei Rot gefahren. Ich hatte das verdrängt, glaube ich. (Ich bin über den Sommer nur "Langstrecke" zu meinen Eltern und zum Stall gefahren, über Autobahn und Dorf.)

    Ich werde mich zweifellos wieder dran gewöhnen, aber mit frischem Blick ist es echt schauderhaft.

    #183Author Gibson (418762)  27 Sep 22, 10:52
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    CM steht für Critical Mass.

    Das sind Gruppen, die sich gezielt treffen, um als Verbund von Radfahrern eine Rour durch die Stadt zu machen.


    Wie oben beschrieben haben solche Verbünde legal Sonderrechte, wenn da 50 Radfahrer dabei sind, wird es durchaus öfter vorkommen, dass die hinteren eine Kreuzung trotz roter Ampel überqueren und damit den Querverkehr ausbremsen. Und das ganz legal, im Verbund zählt die Ampelfarbe, die die vordersten haben.


    Damit zu provozieren, ist durchaus Absicht, um auf die oft schwierige Situation von Radfahrern aufmerksam zu machen.


    Disclaimer: Ich bin noch nie bei sowas mitgefahren und weiß auch nicht, wie ich wirklich zu dieser Provokation stehe.

    #184Author Dodolina (379349) 27 Sep 22, 11:03
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    Nein,es ist dezidiert NICHT die Absicht der Teilnehmer der CM, Autofahrer zu "provozieren"; im Gegenteil wird immer darauf hingewiesen, dass man bitte nicht provozieren soll. Dass sich einige Autofahrer davon provozieren lassen (und teilweise dann in den Verband reinfahren), steht auf einem anderen Blatt.

    #185Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Sep 22, 11:08
    Comment

    Danke für die Erklärung.


    Ich weiß aber noch nicht, wie ich mir da eine Provokation vorstellen soll. Wenn so ein Verbund über die Kreuzung fährt, ist das je ebenso wenig provokant wie der Schützenzug, bei dem die Autos warten müssen. Zeigen die Radler dann den Finger oder was? Fahren extra langsam?

    #186Author Gibson (418762) 27 Sep 22, 11:21
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    Naja, das passiert schon recht ostentativ, und Du darfst Dir da auch nicht 23,5 Radfahrer am Stück vorstellen, sondern in Berlin auch gern mal mehrere 100 im Pulk. Da dauert es eben, bis die Querstraßen wieder frei werden. Und ja, es gibt immer ein paar Vollidioten dabei, die durch Gesten und andere provozieren.


    In den allermeisten Fällen geht das "Provoziertwerden" aber von den Autofahrern aus, die es nicht einsehen, dass sie warten müssen, bis die bekloppten Scheiß-Radfahrer endlich weg sind.

    #187Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Sep 22, 11:25
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    Thanks again. Beim Schützenzug muss man auch schon mal 20 Minuten warten (auf den Strassen, die nicht sowieso ganz gesperrt sind) - vielleicht sollten die aufgeregten berliner Autofahrer mal im Sommer nach Neuss kommen...

    #188Author Gibson (418762) 27 Sep 22, 11:33
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    Schützenzug ist ja auch was Gutes, aber die scheiß Radfahrer zahlen ja nicht mal Steuern, und fahren wie sie wollen, und halten sich nie an die Regeln, und fahren immer alle bei rot und immer alle auf dem Gehweg *schnorch*

    #189Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Sep 22, 11:35
    Comment

    Und die haben ALLE so §"/§/§"%$😡 Anwälte, die sie JE-🤬DES-🤬MAL 🤬vor Gericht raushauen.🤬🤬


    Wollte ich mal geschrieben haben! Jawoll 😉


    *scherzle gemacht*

    #190Author Masu (613197) 27 Sep 22, 14:23
    Comment

    Szene aus einer Großstadt:


    An der Hauptverkehrsstraße in der Nähe meiner Wohnung gibt es in jeder Richtung neben der Fahrbahn noch einen erhöhten Radweg und einen Fußweg, beide klar erkennbar gegeneinander abgegrenzt. Letzte Woche fanden Bauarbeiten statt, und zwar wurde zum Verlegen der Glasfaserkabel auf ca. 15 m Länge der Gehweg aufgerissen, so dass die Fußgänger auf den Radweg ausweichen mussten. Zu Beginn der Baustelle stand das Schild 254 „Verbot für Radverkehr“. Meistens bringt die Stadtverwaltung an solchen Stellen ein Schild an mit der Aufschrift „Radfahrer absteigen“, aber vielleicht hatten sie hier gerade keins mehr übrig.


    An dieser Stelle komme ich beim morgendlichen Gang zum Bäcker vorbei und so konnte ich das Verhalten der Radfahrer gut beobachten. Es war wirklich so, dass kein einziger Radfahrer an dieser Stelle abgebremst hat, um sein Rad vorschriftsgemäß auf dem Radweg durch den Baustellenbereich zu schieben. Kein einziger! Und es waren insgesamt sicher an die fünfzig, die ich gesehen habe.

    #191Author rebel rouser (680706) 27 Sep 22, 14:57
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    Ich muss zugeben, dass ich an solchen Stellen nur dann absteige, wenn tatsächlich ein Fußgänger in dem Bereich unterwegs ist. Insbesondere wenn es sehr eng wird, sollte das sowieso anders gelöst werden, weil ein schiebender Radfahrer ziemlich viel Platz braucht (Das heißt nicht, dass er nicht absteigen sollte, wenn ein Fußgänger kommt. Leider unterschätzen viele Radfahrer, wie bedrängt sich Fußgänger fühlen, wenn sie zu eng umfahren werden. Dabei sollten sie wissen, wie sich das anfühlt - ungefähr genau so, wie wenn sie zu eng von einem Auto überholt werden.)


    Hier wird sowas meist so gelöst, dass etwa 5 Meter vor der Baustelle ein Schild steht: "Radfahrer Fahrbahn benutzen", aber nur selten die Bordsteinkante abgeschrägt und nie die Autofahrer wegen der ungewohnterweise einschwenkenden Radler gewarnt werden. Ziemlich unfallträchtig, alles in allem.

    #192Author grinsessa (1265817) 27 Sep 22, 15:09
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    Bundesstrasse - Ortsdurchfahrt - Ampel rot - in Schrittgeschwindigkeit Richtung Ampel rollen - die Autos aus der Seitenstraße rechts waren durch und alle Ampeln rot - meine Ampel ergrünt - alle Autos inkl. mir fahren an -

    In dem Moment schwenkt ein Radler vom breiten Bürgersteig rechts direkt vor mir auf die Straße um sie komplett zu überqueren. Der hatte ausschließlich auf den in diesem kurzen Moment nicht existierenden Gegenverkehr geschaut, den er von seiner erhöhen Position aus gut überblicken konnte. - Ich bin voll in die Bremse gelatscht, sonst hätte ich ihn vom Rad geholt.

    Umschauen? Arm raus? - Fehlanzeige.


    GsD hatte mich sein langsames Fahren und der gereckte Hals irritiert, so dass ich etwas mehr Platz zum Vordermann gelassen hatte. - oder war das als mein Fehler interpretiert worden, weil er so denken konnte ich würde ihm Platz lassen?

    #193Author Masu (613197) 27 Sep 22, 15:30
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    Ich denke, hier zeigt sich wieder der Punkt, warum sich je nach Situation manche, viele oder auch alle Radfahrer so unbeliebt machen: Sie wollen selbst entscheiden, wann und wo sie sich an Regeln halten oder eben nicht. So ist aber kein geordnetes und reibungsloses Miteinander im Verkehr möglich.

    #194Author rebel rouser (680706)  27 Sep 22, 15:30
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    Himmel, das ist doch keine Spezialität der Radfahrer. Nur ist es beim Autofahrer sozial anerkannt, Regeln zu verbiegen oder zu brechen. 60 bei max 50, 90-100 bei max. 80 etc. Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern - egal ... etc.


    Beim Radfahrer wird sofort aufgejault. Beim Autofahrer ist das irgendwie "OK" ...


    P.S.: Hier gibt es immer wieder Baustellen, wo Durchfahrt für Autofahrer verboten, oder Einbahnstraße, oder sonstwas. Das interessiert viele Autofahrer einen Scheiß. Aber da ist das "Selbstentscheiden" ohne Beanstandung. Nervt.

    #195Author B.L.Z. Bubb (601295)  27 Sep 22, 15:53
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    Möglich das ich da ein untypischer Autofahrer bin.

    Hier auf der Bundesstraße ist 70 - ich fahre 70 und werde mit Handzeichen etc bedacht

    Ich fahr dennoch 70. Und wenn es sich ergibt und ich an der nächsten Ampel wegen einer von beiden biegt ab daneben stehe, winke ich gerne mit strahlendem Lächeln hinüber


    Ich habe eh ne komische Einstellung - wenn ich was falsch mache und ein Knöllchen bekomme zahle ich das anstandslos. Ich schimpfe auch nicht auf die wie-auch-immer bösen blöden anderen sondern fasse mich an die eigene Nase. Ich hätte mich ja an die Regeln halten können.

    #196Author Masu (613197)  27 Sep 22, 15:58
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    Masu, wenn ich mich selbst regelwidrig verhalte, ist das bei mir genauso. Nur wenn mir z.B. einer vorsätzlich die Vorfahrt nimmt, und mir dann hinterher gesagt wird "musst halt mal zurückstecken und nicht Deine Vorfahrt durchsetzen", dann reagiere ich kiebig.


    Und ja, im großen und ganzen versuche ich, mich an die Regeln zu halten, soweit das nicht zu einer Selbstgefährdung führt.

    #197Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Sep 22, 16:42
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    B.L.Z.Bubb *highfivegeb*

    #198Author Masu (613197) 27 Sep 22, 17:49
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    Ich denke, hier zeigt sich wieder der Punkt, warum sich je nach Situation manche, viele oder auch alle Radfahrer so unbeliebt machen: Sie wollen selbst entscheiden, wann und wo sie sich an Regeln halten oder eben nicht. So ist aber kein geordnetes und reibungsloses Miteinander im Verkehr möglich.


    Echt jetzt? Nach inzwischen 13 Fäden zu dem Thema kommt immer noch der gleiche Scheiß? Ich entschuldige mich für meine Ausdrucksweise, aber wenn man schon nicht von alleine darauf kommt, dass man hier ausnahmslos alle Verkehrsteilnehmer beschreibt, inklusive Fußgänger, hätte man ja mal einige der Diskussionen vorher lesen können. Ich schlage vor, "selektive Wahrnehmung" in einem guten Wörterbuch nachzuschlagen.

    #199Author Gibson (418762) 27 Sep 22, 17:50
    Comment

    *gibsonhighfivegeb*

    #200Author B.L.Z. Bubb (601295) 27 Sep 22, 17:54
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    Ein Schützenumzug ist aber angekündigt, genehmigt, wird von Polizei begleitet und findet auf offiziell gesperrten Straßen statt.

    Critical Mass ist unangekündigt und findet im ganz normalen Verkehr statt.

    Und es ist auch nicht 1-2 Mal im Jahr als geplante Demo, sondern öfter, evtl auch auf wechselnden und daher unvorhersehbaren Routen.

    Das ist also nicht vergleichbar.


    Mal ehrlich, Bubb, es ist doch Sinn und Zweck dieser Fahrten, dass man durch die schiere Masse den Autoverkehr ausbremst und auch mal Kreuzungen für 1-3 Ampelphasen blockiert. Das sind ja nicht ein paar Freunde, die gemeinsam irgendwo hin fahren, sondern man fährt gezielt nur durch den Stadtverkehr, ein schöner Ausflug ist es also auch nicht.


    Ja, das ist alles völlig legal, ein Verbund von Radfahrern darf so fahren. Trotzdem finde ich eine Ausfahrt, deren Sinn nicht ein schöner Ausflug oder eine alltägliche Besorgungsfahrt (Einkaufen, Arbeitsweg, Weg irgendwo hin) ist, ist durchaus eine bewusste Provokation, auch wenn niemand aktiv durch Gesten oder so zusätzlich provoziert.


    Da weiß ich nicht, wie ich dazu stehen soll.

    Einerseits finde ich Sichtbarkeit von Radfahrern im Verkehr wichtig und sie erregen durch legales Verhalten wichtige Aufmerksamkeit. Aber trotzdem sehe ich diese Fahrten als bewusste Provokation (auf legalem Wege) nicht unkritisch.



    Masu, deine Erfahrung zeigt doch gerade, dass der Regelverstoß der überhöhten Geschwindigkeit eigentlich das ist, was von Autofahrern erwartet wird.

    Wenn du dich regelgerecht verhältst, wirst du mit Handzeichen bedacht und vermutlich auch oft bedrängt durch zu geringen Abstand deines Hintermanns oder waghalsige Überholmanöver.

    Das große Problem von Radfahrern ist eben, dass ein solches Bedrängen schnell Lebensgefahr bedeuten kann. Und dass es noch öfter passiert, weil ein Radfahrer eben langsamer ist und noch stärker ausbremst und dadurch noch öfter gedrängt überholt wird. Zumal es wegen der Breite auch einfacher ist, sich an einem Radfahrer vorbeizuquetschen als an einem Auto.


    #201Author Dodolina (379349)  27 Sep 22, 21:24
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    Dann habe ich das doch etwas falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass diese Gruppen so was sind wie unsere "Radnacht", also ein offizielles Fahren durch die Stadt, bei dem z.T. auch Straßen gesperrt werden. Wenn es wirklich einfach häufig viele Radler sind, die sich gezielt zusammentun, um den Verkehr aufzuhalten, ist das vielleicht nicht ideal. Wenn ich dann zum dritten Mal nicht weiterkomme, wäre ich auch genervt, so wie ich eine Hochzeit mit hupendem Autokorso okay finde, aber nicht eine jeden Monat.

    #202Author Gibson (418762) 28 Sep 22, 00:00
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    @Gibson (and others unfamiliar with the phenomenon), "Critical Mass" is covered by Wikipedia articles, in English https://en.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_(... as well as German https://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_(....


    Critical mass rides have blocked vehicle traffic for extended periods, and have occasionally led to unpleasant conflicts. Wikipedia has an article on this as well: https://en.wikipedia.org/wiki/Conflicts_invol...

    #203Author Martin--cal (272273)  28 Sep 22, 00:14
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    Na sieh ma einer guck, das wusste ich bisher auch nicht:


    "Ab 100 Teilnehmern muss die Critical Mass genehmigt werden"


    (aus dem deutschen Wikipedia-Eintrag)


    Dann ist ja in Berlin alles in Ordnung; da hat ne CM wahrscheinlich nur dann sub 100 TN, wenn die Temperatur sub -10° beträgt 😀


    "Trotzdem finde ich eine Ausfahrt, deren Sinn nicht ein schöner Ausflug oder eine alltägliche Besorgungsfahrt (Einkaufen, Arbeitsweg, Weg irgendwo hin) ist, ist durchaus eine bewusste Provokation, auch wenn niemand aktiv durch Gesten oder so zusätzlich provoziert."


    Der Sinn ist (auch), ein niedrigschwelliges Gemeinschaftserlebnis zu haben, und das kriegt man bei einer guten CM automatisch. Es ist ein richtig tolles Gefühl, mit Gleichgesinnten im Pulk durch die Stadt zu rollen, ausnahmsweise mal ohne Angst haben zu müssen, von einem wildgewordenen Autler platt gemacht zu werden. Was ist daran verwerflich? Jeden Tag verstopfen Autos zu hunderttausenden die Straßen und das ist gesellschaftlich immer noch total anerkannt. Bei Radfahrern regt man sich auf.

    #204Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 08:42
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    Vor Jahren hatte ich mal das Erlebnis, auf dem Weg zur Arbeit an der Ampel eine querende Treckerdemo zu erleben, Ungefähr 30 Minuten stand ich dort und konnte die Trecker bei rot, gelb und grün in einer langen Schlange vorbeifahren sehen, weit über 200 Fahrzeuge.. klar, das war angemeldet.. mein Chef hat die Verspätung toleriert.. trotzdem hätten die doch mal wenigstens für eine Ampelphase pro 10 Minuten anhalten können..

    Beim installierten Ampelblitzer war dann wahrscheinlich hinterher der Film voll.. wird sowas dann geahndet?

    #205Author drkimble (463961) 28 Sep 22, 09:34
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    Wenn es wirklich einfach häufig viele Radler sind, die sich gezielt zusammentun, um den Verkehr aufzuhalten, ist das vielleicht nicht ideal. Wenn ich dann zum dritten Mal nicht weiterkomme, wäre ich auch genervt, so wie ich eine Hochzeit mit hupendem Autokorso okay finde, aber nicht eine jeden Monat.


    I've lived in Berlin for more than 13 years now and never once been held up by a CM group. By contrast, literally every morning that I've cycled through the intersection of Mehringdamm and Blücherstraße, it's been blocked for East/West traffic by drivers travelling north who didn't wait until there was room on the other side before entering the intersection. :-(


    In Kreuzberg gehört eine Hochzeit mit hupendem Autokorso fast zum Tagesablauf. Das stört mich weniger.

    #206Author covellite (520987) 28 Sep 22, 09:35
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    Dass der grün habende Verkehr durch Vollspacken im Querverkehr, die in die Kreuzung einfahren, obwohl erkennbar kein Rauskommen ist, behindert wird, ist in Berlin SOP. Genauso ist es SOP, dass gehupt wird, was das Zeug hält, weil im Weg stehende KFZ sich durch nachdrückliches Hupen ja bekanntlich sofort in Luft auflösen. Ich als Radfahrer mogel mich da immer durch und zeig den Idioten zumindest mental den Mittelfinger 😀


    Aber ich reg mich genauso über Radfahrer auf, die - am besten anscheinend ohne zu gucken - bei rot über die Ampel ballern. Vor allem deswegen, weil ich die Schwachköpfe 200 m weiter meistens eh wieder überhole ...

    #207Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 09:40
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    Die armen Hascherl sind halt nicht so gut trainiert und müssen ihren Schwung mitnehmen.


    Vorgestern Ausfahrt Parkhaus. Unten 1 spurig, vor der Ampel 2 spurig. Ampel rot. Von hinten HUUUP HUUHUUHUUUP

    Ich wusste nicht ob ich lachen oder Kopfschütteln soll.

    #208Author Masu (613197) 28 Sep 22, 10:02
    Comment

    Aber ich reg mich genauso über Radfahrer auf, die - am besten anscheinend ohne zu gucken - bei rot über die Ampel ballern. Vor allem deswegen, weil ich die Schwachköpfe 200 m weiter meistens eh wieder überhole ...


    Geht mir genauso. Auch diejenigen, die mit dem Hollandrad hin und her schwankend auf dem kaum 2m breite Radweg fahren, damit ein sicheres Überholen kaum möglich ist. Am besten noch mit Kopfhörer von der Welt abgeschirmt, damit auch Klingeln und Rufen zwecklos ist. Was ist daran so schwierig, geradeaus zu fahren und sich rechts zu halten, damit anderen vorbei können?

    #209Author covellite (520987) 28 Sep 22, 10:54
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    Nen Taxifahrer, der ausdauernd, aber ergebnislos, hupte, hab ich mal gefragt (oldest joke in the world), ob er denn außer der duften Hupe sonst nix zum Geburtstag bekommen habe. Der hätte mich fast erwürgt ...

    #210Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 10:57
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    Nur in den letzten Tagen (und nur beispielhaft):

    Ich fahre mit dem Rad auf einem Radweg (komplett rot mit weißem Fahrradsymbol), der durch einen durchgehenden Streifen von der Autospur abgetrennt ist. Die Autos haben hier kein Problem zu überholen, da die Straße in diese Richtung zweispurig ist. Einer der mich überholenden Autofahrer fährt über die Linie auf den Radweg, um mich dicht genug zu überholen, damit er mir währenddessen durch das geöffnete Fenster zurufen kann, dass ich gefälligst nicht auf der Straße fahren soll (und zeigt dabei auf den baulich

    etwas abgetrennten Fußweg neben der Straße). Die linke Autospur war komplett frei und hätte zum Überholen von ihm ohne Verzögerung genutzt werden können. Leider habe ich mir das Nummernschild nicht gemerkt - ich war viel zu baff!

     

    Als Fußgängerin in der Nähe einer Grundschule (kurz vor Schulbeginn):

    Auf dem Zebrastreifen, über den sehr viele Schüler gehen (direkt vor dem Schulhoftor), hält ein Vater, um seine Tochter aussteigen zu lassen. Es war nicht so voll, dass er nicht davor oder dahinter (ich meine deutlich davor oder dahinter - nicht als Sichtblockade direkt neben dem Zebrastreifen) hätte halten können.

     

    Gleicher Zebrastreifen, an leider viel zu vielen Morgenden (in die Schule ging auch mein Sohn) und so auch an dem Tag:

    Das Gefälle bietet dort in die richtige Richtung Radelnden die Möglichkeit, gut Schwung zu holen. Kaum ein Radfahrer hält am Zebrasteifen an, wenn die Kleinen über den Zebrastreifen gehen. Das ist echt schon kriminell!

     

    Zwei Fußgänger gehen an einer Kreuzung (bei Grün) über eine Ampel. Eine abbiegende Autofahrerin hält, um sie die Straße überqueren zu lassen. Der Fahrer hinter ihr ist genervt und fährt immer wieder an – immer dichter an die Stoßstange vor ihm und lässt seinen Motor genug aufheulen, damit auch jeder

    mitbekommt, dass er da fies ausgebremst wird. Der langsamere Fußgänger, ein älterer Herr, versucht schon etwas schneller zu gehen, kann aber nun einmal nicht mehr rennen. Der blöde Fahrer kann nun nicht mehr dichter auffahren und fängt das Hupen an. Den Stinkefinger der Fahrerin im Auto vor ihm, die sich immer noch weigerte den älteren Herrn einfach über den Haufen zu fahren, konnte ich sehr gut nachvollziehen.

     

    Anderer Zebrastreifen:

    Hochschwangere Frau geht (durchaus nicht gerade langsam, aber sie sah wegen des dicken Bauches eben etwas behäbiger aus) über den Zebrastreifen. Der Autofahrer, der dort anhalten musste, fand sie wohl trotzdem zu langsam. Als sie noch mitten vor seinem Auto war, rollte er schon langsam an und drückte auf die Hupe.

     

    Ich glaube, der Straßenverkehr bringt in manchen Menschen einfach das Schlechteste zum Vorschein.

     

    Vor ein paar Jahren im Postillon, aber noch immer aktuell: Brillanter Autofahrer löst 19 Kilometer langen Stau auf, indem er hupt

    #211Author He-le-na (743297)  28 Sep 22, 11:32
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    "Kaum ein Radfahrer hält am Zebrasteifen an, wenn die Kleinen über den Zebrastreifen gehen. Das ist echt schon kriminell!"


    Absolut d'accord. Nervt unfassbar.


    "Fahrer hinter ihr ist genervt und fährt immer wieder an – immer dichter an die Stoßstange vor ihm und lässt seinen Motor genug aufheulen, damit auch jedermitbekommt, dass er da fies ausgebremst wird. Der langsamere Fußgänger, ein älterer Herr, versucht schon etwas schneller zu gehen, kann aber nun einmal nicht mehr rennen. Der blöde Fahrer kann nun nicht mehr dichter auffahren und fängt das Hupen an."


    Bei solchen Kollegen krieg ich immer ganz plötzlich das Luxemburg-Syndrom - ein ganz fieses Humpeln, das mich leider leider daran hindert, die Straße schnell zu überqueren. Tut mir ja leid, aber ich kann gar nichts dafür.

    #212Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 11:50
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    Wenn ich als Fußgänger dabeistehe, würde ich das filmen. Ich glaub ich spinne. Und als Autofahrerin wäre ich ausgestiegen und hätte ihn freundlich gefragt, ob er Hilfe braucht, weil er ja so auf sich aufmerksam macht. Dann hätte ich ihm geduldig erklärt, dass sich auf dem Zebrastreifen ein Mensch befindet und ich deshalb leider noch nicht fahren kann. Und keine 5 Minuten später wäre ich dann auch schon weitergefahren.



    Re Kreuzung blockieren: Ist natürlich blöd, stimme ich voll zu, aber bei manchen Kreuzungen weiß ich ehrlich gesagt nicht, was die Leute sonst machen sollen. Wenn die Straße voll ist, gibt es ja nie Platz genug:

    Die Leute geradeaus bekommen rot und halten alle brav vor der Kreuzung. Die Seitenstraßen bekommen grün und fahren auf die Geradeausstraße, bis diese wieder bis zum Anschlag dicht ist. Die Leute geradeaus bekommen grün, können aber nicht fahren, weil die Straße vor ihnen mit den Autos aus der Seitenstraße zu ist. Bis sich der Ampelrückstau vor ihnen soweit aufgelöst hat, dass wieder Platz ist, haben sie rot und die Seitenstraße grün. Rinse and Repeat.

    Da kann ich schon verstehen, dass sich ein oder zwei Autos pro Phase in die Kreuzung schieben. Es geht dann für alle viel langsamer, aber sonst geht es für die einen relativ schnell und die anderen gar nicht.

     

    Aber das ist eher die Ausnahme. Meist sind die Leute einfach zu doof, das will ich gar nicht bestreiten.

    #213Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 13:41
    Comment

    aber bei manchen Kreuzungen weiß ich ehrlich gesagt nicht, was die Leute sonst machen sollen. 


    Ganz einfach: Ist kein Platz auf der anderen Seite der Kreuzung, muss man stehen bleiben.


    Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder Grün nicht in die Kreuzung eingefahren werden, wenn bereits erkennbar ist, dass sie nicht rechtzeitig wieder verlassen werden kann und damit der Verkehr auf der Kreuzung blockiert wird, erklären die Juristen vom ADAC Nordrhein. Grünes Licht an der Ampel heißt also nicht automatisch freie Fahrt. Festgelegt ist dies in §11 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO)*. Blockiert ein Autofahrer eine Kreuzung, riskiert er nicht nur ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro, sondern kann auch zur (Mit-)Haftung für mögliche Unfallschäden herangezogen werden.

    (https://presse.adac.de/regionalclubs/nordrhei...)


    Wortlaut StVO §11 Abs. 1: "Stockt der Verkehr, darf trotz Vorfahrt oder grünem Lichtzeichen nicht in die Kreuzung oder Einmündung eingefahren werden, wenn auf ihr gewartet werden müsste."

    (https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/...)

    #214Author covellite (520987) 28 Sep 22, 14:04
    Comment

    Tja, wenn sich "die Autofahrer" da mal dran halten würden. Die fahren in die Kreuzung ein, obwohl sie sehen, dass auf der anderen Seite nix weitergeht. Ihre Ampel wird rot; der Querverkehr kriegt grün. "grün" bedeutet, dass der Autofahrer fahren muss. Geht nicht anders. Er kommt 5 Meter weit, dann sind die Autofahrer im Weg, die schon da stehen. Macht nix; man fährt noch 20 cm weiter. Die Ampel wird rot. Die andere Ampel wird grün, es geht aber nix, weil der Querverkehr nun auch im Weg steht und nicht vor und zurück kommt. Hupen. B.L.Z. denkt sich "ihr dummen Fi**er", schlängelt sich durch und ist weg. Autofahrer kochen ...

    #215Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 14:10
    Comment

    covelilite, ich weiß, dass es verboten ist. Ich habe geschrieben, dass ich verstehen kann, wenn die Leute es trotzdem manchmal machen, weil sie nicht bis zum Ende der Rushhour an der Ampel stehen möchten.


    Einen Vorschlag, wie man als Autofahrer auf der Geradeausstraße weiterkommt, habt ihr beide offenbar auch nicht.

    #216Author Gibson (418762) 28 Sep 22, 14:19
    Comment

    "Einen Vorschlag, wie man als Autofahrer auf der Geradeausstraße weiterkommt, habt ihr beide offenbar auch nicht."


    Naja, wie auch. Wenn ich nicht fahren kann und darf, kann und darf ich nicht fahren. Dann muss ich eben an der Ecke stehen bleiben, bis es geradeaus weitergeht. Ich kann mir doch nicht die Regeln so hinbiegen, wie es grad passt ...

    #217Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 14:24
    Comment

    Die einzige Lösung wäre, sich bei der Stadt zu beschweren, weil vermutlich die nächste Ampel nicht passend geschaltet ist, um einen regulären Abluss der Autos zu ermöglichen.


    Denn das wäre ja eigentlich das, was passieren sollte. Dafür reicht es, wenn die Ampelphase der nächsten Ampel so lange grün ist, dass sich während der Geradeaus-Grünphase auch hinter der Ampel was bewegt und dann gegen Ende der Grünphase Platz ist.

    Wenn da gar keiner geradeaus fahren kann, dann stimmt die Schaltung nicht und das kann nur die Stadt anpassen.

    #218Author Dodolina (379349) 28 Sep 22, 14:24
    Comment

    Dann kriegen aber die Leut in den Querstraßen, die länger warten müssen, dezent die Krise 😀


    Außerdem muss es ja nicht an der Amspelschaltung liegen, sondern kann auch durch einen 2.-Reiher-Parker oder einen überfahrenen Radfahrer oder oder oder verursacht sein.

    #219Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 14:27
    Comment

    Auch dieses Reindrängeln ist übrigens eine Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern, weil dann nämlich die Autos versuchen, die Autospuren freizumachen und dann die Überwege zustellen.

    Denn meist stehen die Autos so dicht hintereinander, dass mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl auch kein Durchkommen ist.


    Schon als einfacher Fußgänger muss man da Slalom laufen, weil die Lücken auf beiden Spuren selten direkt nebeneinander sind. Man bewegt sich da im Risikogebiet, dass es dann plötzlich weiter geht und man zwischen den beiden Spuren steht, weil die Autofahrer nicht gesehen haben, dass da auch noch ein Fußgänger kreuzt.

    #220Author Dodolina (379349) 28 Sep 22, 14:31
    Comment

    Ich habe genau so eine Straße um ein paar Ecken: gut befahrene Hauptader durch die Stadt. Zwischen 4 und 6 machen die großen Büroblocks an den Seitenstraßen Feierabend und wollen alle auch auf die Hauptstraße. Ich fahre so gut wie nie im Berufsverkehr Auto, muss aber öfter mal über diese Straße drüber, zu Fuß oder zu Rad. An manchen Tagen, wenn es aus welchen Gründen auch immer voller ist als sowieso schon oder irgendwo weiter vorn ein Hindernis ist, habe ich genau den Slalom, den Dodolina beschreibt. Aber das regt mich nicht auf, weil ich die Autofahrer in diesem Fall eben völlig verstehen kann. Ich würde auch nicht geduldig 20 Ampelphasen bei Rot warten, bis der Feierabendverkehr durch ist. Solange alle aufpassen und die Lücken groß genug sind (was eigentlich immer der Fall ist; manchmal muss halt jemand ein Stück vor oder zurücksetzen), finde ich das kein Drama.

    #221Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 14:39
    Comment

    Tut mir leid, Gibson, aber genau diese Einstellung "ist doch kein Drama" stört mich. Ist auch kein Drama, wenn ich als Radfahrer auf dem Gehweg fahre, wenn ich als Radfahrer rote Ampeln missachte, wenn ich als Radfahrer Geisterradler spiele. Darüber wird sich aber - zu Recht - ohne Ende aufgeregt, während die teilweise massiven Regelverstöße von Autofahrern als "kein Drama" kleingeredet werden.


    Wo ist das Verständnis mit Gehwegradlern, denen es auf der Fahrbahn zu gefährlich ist? Mit den Rote-Ampel-Überfahrern, weil es regnet?


    Ich bleibe dabei: Die Regelverstöße durch Autofahrer sind gesellschaftlich so akzeptiert, dass sie gar nicht auffallen, bzw. nicht weiter kritisiert werden. Nervt.

    #222Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 14:50
    Comment

    @Gibson, the drivers who block this intersection don't ever have to wait 20 Ampelphasen, though, usually only one. The traffic on the other side actually clears out fairly quickly. The traffic lights are reasonably well coordinated; Berlin (big surprise!) is just full at rush hour.


    Long story short, there is no reason for these f@%kwits to do what they do, they aren't getting to their destination any faster.


    #220 & 222 - +1!

    #223Author covellite (520987) 28 Sep 22, 15:00
    Comment

    Zumindest in meinem Fall stimmt das nicht: ich sehe auch eine Menge von dem, was Radfahrer und Fußgänger tun, als lässliche Sünden. Und wenn es wie aus Eimern schüttet, warte ich ganz sicher nicht an der Druckampel, wenn alles frei ist. Alle Verkehrsteilnehmer verstoßen ununterbrochen gegen alle möglichen Regeln, aber nicht alle sind gleich schrecklich. (Auch der vielzitierte Fußgänger, der nachts um 4 auf dem Dorf über die rote Ampel geht, darf das nicht. "So sind die Regeln halt" ist mir zu eindimensional.)


    Edit: covellite, no. If the drivers waited at the red light, it would take until the end of rush hour for them to leave. As I tried to describe: whenever the traffic ahead clears out, it's the side street's turn for green and they fill it up again.

    #224Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 15:04
    Comment

    Richtig Freude kommt auf, wenn solche steckengebliebenen in-die-Kreuzung-Drängler bei der Gelegenheit gleich noch die Straßenbahnschienen in einer oder mehreren Richtungen blockieren.

    #225Author Möwe [de] (534573) 28 Sep 22, 15:07
    Comment

    "ich sehe auch eine Menge von dem, was Radfahrer und Fußgänger tun, als lässliche Sünden"


    Ja, Du, Gibson. Aber lies mal, was sich in den Foren von Tageszeitungen so abspielt. Da schreiben Leute allen Ernstes, dass Radfahrer immer so "rasen" (bei einer Vmax von 20 km/h), die Vmax von KFZ von 50 km/h ist aber keinesfalls "rasen". Da werden Radfahrer als die Wurzel allen Übels hingestellt (zahlen ja alle auch keine Steuern), und Radfahrer sind gefährlicher für andere Verkehrsteilnehmer als jeder Panzer. Vom AUto angefahren zu werden - war der Radfahrer schuld, was muss der auch "aus dem Nichts so herangerast kommen". Etc.


    "Alle Verkehrsteilnehmer verstoßen ununterbrochen gegen alle möglichen Regeln, aber nicht alle sind gleich schrecklich."


    Stimmt. Regelverstöße von Autofahrern passieren versehentlich, Regelverstöße von Radfahrern vorsätzilch. Radfahrer sind - wie geschrieben - auch viel gefährlicher für andere als Autofahrer ...


    P.S.: "If the drivers waited at the red light, it would take until the end of rush hour for them to leave." - vielleicht wäre das der richtige Anlass, die Benutzung des KFZ mal grundsätzlich zu überdenken ...

    #226Author B.L.Z. Bubb (601295)  28 Sep 22, 15:09
    Comment

    @Gibson - *this* intersection = the intersection that I originally mentioned. I am not acquainted with the intersection where you live, and it sounds it's a real mobility problem, as opposed to a people problem.

    #227Author covellite (520987) 28 Sep 22, 15:13
    Comment

    Ich finde diesen Slalom zwischen den Autos, die den Fußgängerüberweg blockieren, schon manchmal gefährlich. Gerade wenn da auch große SUVs oder Transporter bei sind, hinter denen man als Fußgänger kaum sichtbar ist.


    Wenn es dann weiter geht, schaut nämlich kaum ein Autofahrer genau hin, ob gerade auf der Nebenspur ein Fußgänger kreuzt und vors Auto läuft, sondern man fährt einfach an.

    Durch die niedrigen Geschwindigkeiten passiert da selten was, aber ich finde das sehr unangenehm, wenn ich mich da durchschlängeln muss. Und wie gesagt, ich würde das nicht mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl machen müssen.



    Das Problem an dieser speziellen Stelle ist die Ampelschaltung, die da offenbar wirklich nicht passt.

    Daran kann man nichts ändern, außer sich wiederholt bei der Stadt zu beschweren, bis da was angepasst wird. Und dann sollte es wirklich so sein, dass aus allen Richtungen der Verkehr fließen kann, wenn auch stockend und langsam.

    #228Author Dodolina (379349) 28 Sep 22, 15:14
    Comment

    *this* intersection = the intersection that I originally mentioned. I am not acquainted with the intersection where you live, and it sounds it's a real mobility problem, as opposed to a people problem.


    Sorry, "this" didn't register. I thought we were talking about a general kind of problem.

    Yes, I think it's just badly designed (or, more likely, was designed at a time when there was significantly less traffic). But that doesn't help the people at the moment.


    Bubb, I know and I agree. But you weren't discussing with your average cyclist-hating car driver but with me, and it should have become clear at some point in those 13 threads that I keep defending cyclist and criticising drivers. So I'm allowed to sympathise once in a blue moon ;-)

    #229Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 15:25
    Comment

    "So I'm allowed to sympathise once in a blue moon 😉" - nope, you're either for us or against us; period. None of your lukewarm, liberal woke namby-pamby ;-9

    #230Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 15:27
    Comment

    Hast du denn mal versucht, dass bei der Stadt zu melden?

    Ampelschaltungen kann man ändern und an die Verkehrssituation anpassen. Aber wenn da niemand Probleme meldet, sieht sich da wahrscheinlich niemand in der Verantwortung, die mal zu überprüfen und anzupassen.


    Die Kreuzungen, bei denen ich das hier kenne, sind nämlich auch alle so geschaltet, dass man durchaus aus allen Richtungen weiter kommt, auch ohne die Kreuzung zuzustellen.

    Das müsste bei euch doch auch möglich sein.

    #231Author Dodolina (379349) 28 Sep 22, 15:36
    Comment

    Hast du denn mal versucht, dass bei der Stadt zu melden?


    Nee, aber ich bin auch a) nicht sonderlich betroffen und b) ist das eine so bekannte Straße, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das Ordnungsamt z.B., das ständig hier unterwegs ist, das noch nie bemerkt hat. Da es meist nicht gut für meinen Blutdruck ist, mich mit Ämtern auseinanderzusetzen, muss ich hier ehrlich sagen: Nicht meine Baustelle.


    (Ich denke schon, dass das ein relativ neues - vielleicht 10 Jahre? - Phänomen ist, nachdem nämlich die erwähnten Bürogebäude hier eröffnet wurden. Vorher war es nur der normale Anliegerverkehr, der auf die Hauptstraße floss. Jetzt sind es viel mehr, und auch alle mehr oder weniger zur gleichen Zeit. Seit Corona ist es auch viel seltener, dass die Kreuzung zu ist.)


    Bubb, darf ich dich mit meinen lauwarmen Woknüppel hauen? :-)

    #232Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 15:59
    Comment

    😀

    #233Author B.L.Z. Bubb (601295) 28 Sep 22, 16:16
    Comment

    Ampelschaltungen kann man ändern und an die Verkehrssituation anpassen.


    Schön wär's. Theoretisch wäre das bei modernen Ampelanlagen möglich, aber nur, wenn seitens der Stadt nicht an der dafür nötigen (Fern-)Steuerungstechnik gespart und auch daran gedacht wurde, die Mitarbeiter zu schulen. In Pottkieker-Stadt kann ungefähr an der Hälfte der Ampeln die Schaltung nicht geändert werden, weil sie so alt sind, dass dafür ein Techniker des Herstellers rauskommen muss, und an der anderen Hälfte, weil bei der Stadt niemand an dem System geschult wurde und deshalb der Hersteller beauftragt werden muss. In beiden Fällen: Der Hersteller tut natürlich nichts, weil er nicht beauftragt wird.


    Und was die zugefahrenen Kreuzungen als solche betrifft: In dem Moment, wo sich ein ausreichend großer Teil der Autofahrer nicht an die Regel hält, nicht in eine Kreuzung einzufahren, wenn man absehbar in der eigenen Grünphase nicht wieder rauskommt, sind alle anderen gezwungen, ebenfalls reinzufahren, auch wenn alles dicht ist, weil sie nämlich sonst wirklich stehen bis zum Ende der Rush Hour. Da ergibt sich ein Teufelskreis, bis die Kreuzung frei ist, ist für mich wieder rot, und wenn für mich grün ist, hat der Querverkehr die Kreuzung wieder verstopft oder zumindest die Weiterfahrt auf der anderen Seite. Ich komme also nur weiter, wenn ich in die Kreuzung einfahre und damit meinerseits den Quererkehr zwinge, zu warten, bis ich durch bin. Da helfen, glaube ich, nur rigorose Kontrollen, und zwar bevorzugt dann, wenn die Kreuzungen beginnen, voll zu werden, und damit die Ersten anfangen, einzufahren, obwohl sie es offensichtlich nicht nach drüben schaffen können. Anders als Gibson geht mir da auch das Verständnis ab, denn unter denen, die die Regeln um eines allenfalls eingebildeten Vorteils Willen missachten, leiden dann alle.

    #234Author Pottkieker (871812) 28 Sep 22, 17:08
    Comment

    sind alle anderen gezwungen, ebenfalls reinzufahren, auch wenn alles dicht ist, weil sie nämlich sonst wirklich stehen bis zum Ende der Rush Hour. 


    Das ist aber doch meine Ausgangssituation. Ich kann dir gerade nicht folgen. Mein Argument ist ja, dass der Geradeausverkehr gezwungen ist, in die Kreuzung zu fahren, um überhaupt voranzukommen. Das scheinst du abzulehnen. Aber wenn einer damit angefangen hat, hast du Verständnis für die, die es dann auch tun?


    Ich versuche mal eine Zeichnung, weiß aber nicht, ob die Formatierung überlebt.


    x= Auto geradeaus, y= Auto Seitenstraße, T= rote Ampel, >>= grüne Ampel



    Ausgangssituation: Ampel rot für geradeaus


    xxxxxxxxxxxxxxx T[Kreuzung]yyyyyyxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxT


    Ampel wird grün

    xxxxxxxxxxxxxxx >>[Kreuzung]yyyyyyxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>>

    Autos warten, weil Autos hinter der Kreuzung. Deren Ampel ist zwar jetzt grün, aber es dauert, bis hinten Platz ist.


    Ampel wird rot, langsam bewegt sich Schlange hinter der Kreuzung vorwärts

    xxxxxxxxxxxxxxxT[Kreuzung]_________yyyyyyxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxT


    Seitenstraße wird grün. Alle freien Plätze werden von Seitenautos gefüllt.


    Ampel wird grün

    xxxxxxxxxxxxxxx >>[Kreuzung]yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx>>


    Back to square one.




    #235Author Gibson (418762)  28 Sep 22, 17:49
    Comment

    oder einen überfahrenen Radfahrer oder oder oder verursacht sein.

    Ein Problem weniger


    :-) scnr

    #236Author Masu (613197) 28 Sep 22, 17:49
    Comment

    Leider wurden alle Leerzeichen gefressen. Vielleicht versteht man es aber trotzdem.

    #237Author Gibson (418762) 28 Sep 22, 17:50
    Comment

    Beim 2. lesen habe ich es verstanden 🙂

    #238Author Masu (613197)  28 Sep 22, 17:53
    Comment

    Gibson, ich glaube, über die Situation sind wir uns einig. Ich habe Deinen Post aber so gelesen, dass Du das Einfahren in eine bereits überfüllte Kreuzung generell als lässliche Sünde siehst. Wenn Du irgendwann keine andere Chance mehr hast, überhaupt noch auf und irgendwann über die Kreuzung zu kommen, okay, da muss man wohl Verständnis haben. Aber da müssen ja auch die Deppen sein, die am Anfang der Kette stehen, die Ersten, die in die Kreuzung einfahren, obwohl sie sehen, dass sie nicht wieder rauskommen. Bei denen hört's bei mir mit dem Verständnis wirklich auf.

    #239Author Pottkieker (871812) 28 Sep 22, 18:58
    Comment

    Potttkieker, es fahren in Gibsons Bildern alle legal in die Kreuzung ein, nur ist dann eben immer, wenn die Geradeausfahrer Grün kriegen, hinter der Kreuzung alles voll.

    Da steht noch keiner in der Kreuzung, aber der Geradeausfahrer kann nur in die Kreuzung einfahren, aber dann nicht weiter, weil da alle stehen. Er dürfte also nicht einfahren oder ist dieser „erste“, von dem du redest.


    Hinter der Kreuzung kommt erst Bewegung auf, wenn die Geradeausfahrer schon wieder Rot haben. Dann entsteht hinter der Kreuzung freier Platz, der aber wieder von Abbiegern gefüllt wird, bevor der Geradeausfahrer das nächste mal Grün bekommt.

    #240Author Dodolina (379349) 28 Sep 22, 19:14
    Comment

    Genau, danke. (Mit Leerzeichen war es ein bisschen klarer.)

    #241Author Gibson (418762) 28 Sep 22, 19:33
    Comment

    Diese Situation ist nur auf zwei Wegen zu lösen.

    Entweder den verbotenen Weg, dass eben doch in jeder Ampelphase ein paar Geradeausfahrer bis in die Kreuzung fahren und nicht sofort auch weiter die Kreuzung verlassen können.

    Oder man muss die Ampelschaltung verändern, damit die Grünphase lang genug wird, dass in jeder Phase ein paar Geradeausfahrer wirklich über die Kreuzung kommen, weil der Verkehr dahinter Platz gemacht hat, bevor es rot wird.


    Die Autofahrer selbst haben nur die erste Möglichkeit, oder eben das Warten, bis der Feierabendverkehr vorbei ist. Letzteres ist aber keine echte Option, weil man dann eben eine halbe Stunde da steht, bis vielleicht mal einer rüber kommt.

    #242Author Dodolina (379349)  28 Sep 22, 19:38
    Comment

    Die Ampelschaltungen sind meist nicht schuld an dem Dilemma, sondern ein Problem hinter der Ampel, das den abfliessenden Verkehr massiv behindert, sei es der UPS-Fahrer in zweiter Reihe, eine Baustelle oder ein überfahrenes Problem weniger 😉

    Im Falle von komplett ausgefallenen Ampeln gibt es ja immer noch die Möglichkeit, dass die Polizei manuell den Verkehr regelt, sowas habe ich in Deutschland aber schon laaaange nicht mehr gesehen. Bei temporären Problemen geht das natürlich nicht und ist bei derem Personalmangel wahrscheinlich gar nicht mehr möglich.

    #243Author drkimble (463961)  29 Sep 22, 08:53
    Comment

    "Oder man muss die Ampelschaltung verändern, damit die Grünphase lang genug wird"


    Wie gesagt, das ist dann - bei entsprechender Aus- oder gar Überlastung der Querstraße - für den Querverkehr ein Problem.


    Wir haben einfach viel zu viele Autos in der Stadt. Ich seh's ja auf meinem Nachhauseweg: Die Straße endet im Süden an einer Querstraße mit einer Ampel (Querstraße hat Vorfahrt); an "guten" Tagen staut sich der KFZ-Verkehr gut und gern 1 km zurück. Nebendran ist eine Fahrradspur, die - oh Wunder - von den meisten Autofahrern auch respektiert wird (und "zweite-Reihe-Parker" lassen dann eher die Radspur frei), und das erlaubt mir, unter Absingen schmutziger Lieder an den Blechdosen vorbei nach vorn zu fahren ...

    #244Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Sep 22, 09:02
    Comment

    Wir haben einfach viel zu viele Autos in der Stadt. - kann gar nicht sein. 😮

    Ich bin Dienstag Abend durch eine Nebenstraße die eigentlich recht breit ist. Äh wäre, wenn nicht beidseitig Autos parken würden.

    Meine Erinnerung an diese Straße ist weitgehend ohne parkende Fahrzeuge. So ist sie nur noch für 1 Fahrzeug geeignet und wenn mir jemand entgegen gekommen wäre, wäre es eine Art gordischer Knoten geworden. Keine Ein/Ausfahrten weit und breit, keine Einmündungen, nur 2 über (sehr grob geschätzt) kilometerlang durchgehende Parkschlangen. *nuschel* irL laut Kugelmappe 240m, dazu leichte Kurve, so das das gegenüberliegende Ende dieser Strecke beim Einfahren nicht gesehen werden kann. Also heißt es schnell genug sein, damit ggfs der Gegenverkehr rückwärts raus muss. haha *sarkasmusaus*

    #245Author Masu (613197)  29 Sep 22, 10:40
    Comment

    "Gegenverkehr rückwärts"


    Das ist mir mal in meiner alten Stadt passiert - Einbahnstraße, grad ein Auto passt durch, links und rechts lückenlos parkende Autos. Ich fuhr von der richtigen Seite aus rein, kurz vor Ende kam mir ein Auto entgegen. Er hätte 15 m zurück müssen, ich ca. 180. Er machte keine Anstalten, irgendwie zurückzusetzen, also packte ich meine Zeitung aus und fing ostentativ an zu lesen. Hinter begannen sich die anderen Autos zu stapeln. Der Kerl hat das echt über mehrere Minuten ausgehalten ...

    #246Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Sep 22, 10:48
    Comment

    War er derart überfordert mit dem Rückwärtsfahren? Oder brauchte er die Zeit, um herauszufinden, dass er sich wirklich falsch herum in einen Einbahnstraße befand? Oder hatte er ein Fahrzeug mit eingebauter Vorfahrt gekauft und musste sich erst beim Hersteller beschweren, dass die nicht immer und überall funktioniert?

    #247Author Daja (356053) 29 Sep 22, 10:55
    Comment

    Ich glaube, das war letzteres, verbunden mit einem Gefühl angeborener Überlegenheit. Ich fuhr auch nur Käfer ...

    #248Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Sep 22, 10:59
    Comment

    Ich gestehe, dass ich das Selbstbewusstsein von solchen Leuten manchmal beneide*. Wenn ich falschrum in eine Einbahnstraße fahren würde (was ich nur einmal im Leben gemacht habe, im Dunklen in unbekannter Stadt, da war es ein Versehen) und mir käme jemand entgegen, würde ich in Entschuldigungen zerfließen und das Auto notfalls zur Seite tragen. Ich kann mich absolut nicht in den Kopf von Leuten versetzen, die dann auch noch auf dicke Hose machen. Wirklich nicht.


    (Dass heißt nicht, dass ich sie nicht schlagen will.)

    #249Author Gibson (418762) 29 Sep 22, 11:33
    Comment

    Och, mich hat letztens ein "gegen-die-Einbahm-Straße-fahrendes" Arschgesicht mehr oder weniger abgedrängt ... Ich war ja "nur" ein Radfahrer ...


    Ich versteh sowas auch nicht.

    #250Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Sep 22, 11:35
    Comment

    Och, das geht auch bei Zweibahnstrasse mit einseitig parkenden Wagen. Ich auf den unverparkten Seite, der Bus von vorne hätte warten müssen - auch Busse müssen sind (dachte ich zumindest) an die StVO halten. Ich war schon hinter der Hälfte der Engstelle (hier GsD nur paareinzwanzing Meter), als er reinfuhr und mich anstarrte a la "mach dich vom Acker, Tussi". Dank abgesenktem Bordstein bin ich halbseitig auf ebendiesen und mit "F-dich" Blick dran vorbei gerollt.

    #251Author Masu (613197) 29 Sep 22, 12:16
    Comment

    UI, hier ist ja was los. Ich musste mich gerade noch über rebel rousers Regelaffinität gefühlt 100 Posts zurück amüsieren. Spaßeshalber lasse ich mal die Hosen runter, welche Verkehrsregeln ich als Autofahrer einigermaßen regelmäßig dehne, und von denen ich weiß, dass fast alle, bei denen ich bisher mitgefahren bin, das auch tun. Vermutlich gibt es einige löbliche Ausnahmen, auch außerhalb von Fahrschulen:


    • Am Stoppschild das Fahrzeug nicht zum vollständigen Stillstand bringen
    • bei Geschwindigkeitsbegrenzungen wegen kurzer Baustellen (Tempo 30 für 30m wegen rot-weißer Barken auf der Seite) oder Einmündungen (Tempo 70 auf der Landstraße für 100m vor und nach der Einmündung) zwar vom Gas gehen, aber nicht auf die geforderte Geschwindigkeit reduzieren
    • Am Ortsausgang schon vor dem Ortsschild beschleunigen
    • > Tempo 80 in der Autobahnbaustelle
    • bei dichtem Verkehr zu wenig Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug

    Ich versuche tatsächlich bei Tempo 30 30 und bei Tempo 50 50 zu fahren, sehe aber, dass die meisten 10-20% Überschreitung für normal halten.


    Und selbst?

    #252Author grinsessa (1265817)  29 Sep 22, 12:53
    Comment

    Natürlich hält sich niemand immer 100% an alle Regeln. Nicht mal ich, und ich hab manchmal Kopfschmerzen.


    Ich fahre (mit dem Rad!) oft los, wenn meine Autoampel noch rot, aber die Fußgängerampel links von mir schon grün hat, einfach um zu vermeiden, von einem blinden oder wildgewordenen Rechtsabbieger umgebügelt zu werden. Auch bei Stposchildern komme ich nicht immer komplett (Fuß auf den Boden) zum Stehen.


    Ab und an kuller ich auch mal ein paar Meter über den Gehweg ...


    Alles nur, solange sichergestellt ist, dass niemand gefährdet wird.

    #253Author B.L.Z. Bubb (601295) 29 Sep 22, 13:08
    Comment

    It looks like several participants are observing עֲשֶׂרֶת יְמֵי תְּשׁוּבָה, the period between Rosh Hashannah and Yom Kippur when we confess our sins and repent, so I will confess mine as a cyclist, and ask for forgiveness (but not promising I won't do it again next time):

    • Never respecting the STOP sign unless I see that there is traffic on the cross street
    • If the road in front of me is blocked (whether by a UPS truck, or a line of cars waiting for the light) and there isn't room to pass on the right, blithely hopping on to the sidewalk (usually there are frequent driveways to make this possible) to scoot around the obstacle
    • Blowing off a red light when I get tired of waiting if there is no cross traffic. (A genuine excuse is that traffic lights are regulated by magnetic loops in the pavement that recognize heavier vehicles but often don't recognize my bike.)
    • Like BLZ, starting across the street when the pedestrian Hampelmann starts walking
    • At two specific intersections in town, where vehicles are required to turn either right or left, ignoring that directive and continuing straight through.
    • Erratic behavior in parking lots, ignoring lines painted to regulate where cars park
    • Making illegal U-turns when I change my mind about where I want to go
    • (and surely many other sins that I can't recall at the moment),

    The one time I was hit by a car, though, ironically I was behaving completely in accord with the rules: in a bike lane and crossing the intersection at moderate speed with a green light. (Hit by a car turning left.)




    #254Author Martin--cal (272273)  29 Sep 22, 16:27
    Comment

    *fingernägelabknabber*

    Von Verkehrsrowdies und Regelbrechern umgeben sei.

    #255Author Masu (613197) 29 Sep 22, 22:10
    Comment

    Mal ne Frage:

    An nem Kreisverkehr haben sie bei uns so Vorfahrt achten Schilder für Fahrradfahrer aufgestellt.

    Wenn jetzt ein Autofahrer aus dem Kreisverkehr rausfahren will hat er gegenüber Fahrradfahrern Vorfahrt. Für Fussgänger gilt das Vorfahrt achten Schild nicht. Wenn jetzt ein Fußgänger und ein Fahrradfahrer drüber wollen, darf der Fußgänger gehen dann der Autofahrer und dann der Radfahrer?


    Noch schlimmer ist, wenn der Fahrradfahrer ein kleines Kind ist. Dieses zählt als Fußgänger. Ein begleitender Erwachsener darf auch auf dem Gehweg fahren und zählt dann auch als Fußgänger.


    Ich meine zusammenfahren darf man ja sowieso keinen und muss besondere Rücksicht nehmen aber die Verkehrslage ist mit Aufstellung der Schilder schlechter geworden.


    #256Author Hawkace (237330) 04 Oct 22, 09:25
    Comment

    Gegenüber Fußgängern gelten "Vorfahrt beachten"-Schilder eh nicht, weil die nicht fahren. Hab ich auch erst vor zwei Jahren oder so rausgefunden. Der Autofahrer, der aus ner nachrangigen Seitenstraße kommt, hat also gegenüber dem die Seitenstraßen an der Einmündung querenden Fußgänger Vorrang.


    Diese "Vorfahrt achten"-Schilder an Kreiselausfahrten sind die totale Frechheit. Normalerweise muss der warten, der die Richtung ändert; warum das am Kreisel anders sein soll, erschließt sich mir nicht. Genauso beim Einfahren in den Kreisel - da hat der Kreisverkehr Vorfahrt gegenüber dem Einfahrenden. Warum das für den Radfahrer, der zwei m vorher die Einfahrt quert, nicht gelten soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht.


    #autolandschland

    #257Author B.L.Z. Bubb (601295)  04 Oct 22, 09:45
    Comment

    Darf ich denn als Fahrradfahrer nicht im Kreisverkehr fahren? Dann müssten dort für mich doch die gleichen Regeln gelten wie für Autofahrer: wenn ich in den Kreisel fahren will, habe ich Nachrang, und wenn ich vom Kreisel runter will, habe ich Vorfahrt.


    Dass ich als Fußgängerin einem Autofahrer aus einer nachrangigen Seitenstraße Vorrang geben muss, ist für mich hochgradig und hochgradig negativ überraschend. Das ist ja maximal unlogisch - auch wenn der Fußgänger zugegebenermaßen nicht fährt. Es müsste doch auf Vorrang und Nachrang abgehoben werden, egal wie ich unterwegs bin... Komme gerade aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus...

    #258Author bavarianna (1035365) 04 Oct 22, 10:34
    Comment

    "Darf ich denn als Fahrradfahrer nicht im Kreisverkehr fahren? Dann müssten dort für mich doch die gleichen Regeln gelten wie für Autofahrer: wenn ich in den Kreisel fahren will, habe ich Nachrang, und wenn ich vom Kreisel runter will, habe ich Vorfahrt."


    Wenn da parallel ein verpflichtender Radweg installiert ist, meines Wissens nach nein, darfst Du nicht. Und parallel zum Kreisverkehr gelten eben andere Regeln ...


    "Dass ich als Fußgängerin einem Autofahrer aus einer nachrangigen Seitenstraße Vorrang geben muss, ist für mich hochgradig und hochgradig negativ überraschend. Das ist ja maximal unlogisch - auch wenn der Fußgänger zugegebenermaßen nicht fährt. Es müsste doch auf Vorrang und Nachrang abgehoben werden, egal wie ich unterwegs bin..."


    Ich sag ja, Autoland Schland.

    #259Author B.L.Z. Bubb (601295) 04 Oct 22, 10:37
    Comment

    Wenn ich mich an die Ausführungen meines Fahrlehrers richtig erinnere, habe ich als Fußgängerin allerdings beim Überqueren einer nachrangigen Seitenstraße (an ihrer Einmündung - ich benutze also den Bürgersteig der vorrangigen Straße) Vorrang vor in diese Seitenstraße einbiegenden Fahrzeugen.

    Ist das tatsächlich so oder ist meine Erinnerung falsch?

    #260Author He-le-na (743297) 04 Oct 22, 13:20
    Comment

    Nein, weil der Abbiegevorgang eine Richtungsänderung bedeutet, und da hat der Geradeausverkehr in jedem Fall Vorrang, egal ob per pedes, auf zwei oder auf vier Rädern. Auch wenn einige Autofahrer das nicht anerkennen wollen.

    #261Author B.L.Z. Bubb (601295) 04 Oct 22, 13:21
    Comment

    Danke! 🙂

    #262Author He-le-na (743297) 04 Oct 22, 13:32
    Comment

    Aber das ist doch nur noch verwirrend. Wo ich wohne, gibt es eine große vierspurige "Stadtstraße". Jede Fahrtrichtung hat zwei Spuren, die bis auf die größeren Kreuzungen auch baulich getrennt sind. D.h. es gibt einige nachrangige Seitenstraßen, von denen die Autos in die große Straße einmünden können. Sie müssen also immer die Richtung wechseln (wenn ich das richtig vor Augen habe, müssen sie bei diesen Straßen immer rechts abbiegen.

    An diesen Einmündungen habe ich als Fußgängerin also Vorrang.

    An Kreuzungen kann man geradeaus fahren, rechts und links abbiegen. Diese Kreuzungen haben allerdings Ampeln.

    Wenn die Ampeln aber in der Nacht ausgeschaltet sind, habe ich als Fußgängerin Vorrang, wenn das Auto links oder rechts abbiegt, aber nicht, wenn das Auto geradeaus fährt?

    Da blickt doch kein Mensch mehr durch.

    #263Author bavarianna (1035365) 04 Oct 22, 14:33
    Comment

    OT - sorry for interrupting the flow on this topic, but I was taken aback by "Wenn die Ampeln aber in der Nacht ausgeschaltet sind..." Why would they do that? Is that a common practice?

    #264Author Martin--cal (272273) 04 Oct 22, 17:15
    Comment

    "An diesen Einmündungen habe ich als Fußgängerin also Vorrang."


    Wenn Du die große, vierspurige Straße quasi "hinter" einer Querstraße überquerst, dann müssen die aus der Querstraße auf die Hauptstraße abbiegenden KFZ Dich vorlassen, das stimmt. Von den KFZ, die schon auf der Hauptstraße unterwegs sind, musst Du Dich aber flachfahren lassen, weil DIE nicht warten müssen.


    Verwirrend finde ich da nix. Wenn ein KFZ die Fahrtrichtung ändert, hat der Querverkehr Vorrang, § 9 Abs. 3 StVO. Das gilt auch für Fugängersens. Sehr zum Ärger einiger Autofahrers.


    Martin: This is often done at crossings which have very little traffic at night. Otherwise you might wait for hours until your light deigns to turn green ...

    #265Author B.L.Z. Bubb (601295) 04 Oct 22, 17:24
    Comment

    Otherwise you might wait for hours until your light deigns to turn green ...


    Ich dachte immer, da geht's einfach ums Stromsparen. Wenn die Phasen so lang sind, wartest du im Hellen ja sonst auch. Oder verstehe ich wieder was nicht?


    Übrigens haben mich gestern gleich 2 Autofahrer erfreut, weil sie mich wild angestikuliert haben, als ich ihnen in der Einbahnstraße entgegenkam. Leider war die "Fahrrad frei" und ich völlig legitim dort unterwegs.


    Dafür hat heute an anderer Stelle ein Bus (gleiche Situation) sogar angehalten, damit der Busfahrer sich aus dem offenen Fenster entschuldigen konnte, weil er mich von der Straße geschubst hat. Die ist so eng, dass Bus und ich schlichte nicht aneinander vorbeikamen und ich mit dem Rad auf den Bürgersteig musste (mit Absteigen, weil die Kante sehr hoch war). Aber der Fahrer war total nett.

    #266Author Gibson (418762)  04 Oct 22, 17:31
    Comment

    "Ich dachte immer, da geht's einfach ums Stromsparen. Wenn die Phasen so lang sind, wartest du im Hellen ja sonst auch. Oder verstehe ich wieder was nicht?"


    Auch; es gibt aber auch Ampeln, die für die nachrangigen Seitenstraßen partout nicht grün werden (keine Ahnung, warum).


    Aber in den meisten Fällen ist es so, dass das bisschen Verkehr, das nachts da unterwegs ist, auch ohne Ampelregelung ganz gut klar kommt. Ist sogar bei einigen Ampeln hier mitten in Berlin so. Aber ja, da ist Stromsparen natürlich auch ein Aspekt.


    P.S.: Nette Busfahrersens gibt's sogar hier in Berlin!

    #267Author B.L.Z. Bubb (601295)  04 Oct 22, 17:37
    Comment

    Auch; es gibt aber auch Ampeln, die für die nachrangigen Seitenstraßen partout nicht grün werden (keine Ahnung, warum).


    Stimmt, das ist der einzige Fall, wo ich jemals mit dem Auto über eine rote Ampel gefahren bin, nachts um halb eins nach einer Weihnachtsfeier irgendwo am Stadtrand, und die Seitenstraßenampel auf die Hauptstraße wurde und wurde und wurde nicht grün. Es war wirklich nicht viel Verkehr, aber als sich inzwischen 3 Autos hinter mir versammelt hatten (wahrscheinlich alle aus dem gleichen Lokal, sonst war da nicht viel) und ich im Radio zwei Lieder durchhatte (also mindestens 6 Minuten, wahrscheinlich mehr), bin ich dann über die rote Ampel gefahren (alle anderen hinterher). Und ich habe mich dermaßen schuldig gefühlt! Das ist mindestens so drin wie nicht in die Hose machen, tief in die Zellen sozialisiert.


    P.S.: Nette Busfahrersens gibt's sogar hier in Berlin!

    Bestimmt Ausländer ;-)


    #268Author Gibson (418762)  04 Oct 22, 17:49
    Comment

    Eine Bekannte von mir hat mal nach 10 Minuten vor einer roten Ampel die Polizei angerufen und gefragt, was sie jetzt machen sollte.

    Die Anweisung der Polizei war, dass sie vorsichtig einfach fahren sollte. Gewissermaßen mit offizieller Ausnahmegenemigung ;)

    #269Author Dodolina (379349) 04 Oct 22, 18:23
    Comment

    #269: "10 Minuten vor einer roten Ampel" / #268: "mindestens 6 Minuten, wahrscheinlich mehr"


    What's going on here? Is there a difference between day time and night time? Are these cases where the signal timer is out of order?


    Here in the Bay Area, FWIW, I'm aware of two kinds of controls for traffic lights. Either they are on a fixed timer (e.g. 40 seconds for Main Street, 10 seconds for turns, 30 seconds for Elm Street, 10 seconds for turns, and repeat). Or else they are regulated by sensory loops in the pavements (e.g. Main Street is always green, but when a car -- or bicycle -- sits on top of the detector, or when a pedestrian presses the pole-mounted button, then Elm Street eventually gets green for a certain time.) A situation where Main Street remains green for through traffic even when a car is waiting to proceed on Elm Street surely happens, but presumable only if the control system has failed.


    Aside - the energy saved by turning off traffic lights at night is surely trivial compared e.g. with the energy used by the cars on the road.

    #270Author Martin--cal (272273) 04 Oct 22, 18:44
    Comment

    Are these cases where the signal timer is out of order?


    Ja, an diesen Ampeln war offensichtlich irgendwas nicht so ganz in Ordnung.


    Aside - the energy saved by turning off traffic lights at night is surely trivial compared e.g. with the energy used by the cars on the road.


    Wofür oder wogegen soll das ein Argument sein? Den Strom für die Ampeln muss die Gemeinde zahlen. Wenn sie die Ampeln ausschaltet, spart sie die Kosten für den Strom und da ist es meiner Ansicht nach irrelevant, dass eine Supernovaexplosion innerhalb von Monaten so viel Energie ausstrahlt wie unsere Sonne in Millionen von Jahren und dass der Energieverbrauch einer Ampel sogar noch geringer ist als die Energieabstrahlung der Sonne (-;


    Dass das alles nicht so einfach ist, zeigt zum Beispiel dieser Artikel aus dem Jahr 2018:


    https://www.nordbayern.de/region/abgeschaltet...


    Ausschnitt:


    Etwas konkreter wird da sie Stadt Nürnberg. Zwischen 220 und 450 Euro pro ausgeschalteter Ampel spart die Kommune nach eigenen Angaben im Jahr. Das sind für die insgesamt 190 Anlagen mindestens 40.000 Euro. In Augsburg liegt die Ersparnis bei 35 Prozent der Stromkosten, weil einige Anlagen nachts ausbleiben, teilte die Stadt mit. Von diesen Vorteilen lässt sich die Stadt Kitzingen in Unterfranken nicht locken. In der Kommune leuchten nachts alle Ampeln.

    #271Author harambee (91833)  04 Oct 22, 19:19
    Comment

    Den Strom für die Ampeln muss die Gemeinde zahlen.


    Das wollte ich auch gerade schreiben. Es geht nicht um Klimawandel, sondern um die Kassen der Gemeinden.

    #272Author Gibson (418762) 04 Oct 22, 19:35
    Comment

    OK - I concede, it saves money. What I wonder though, is whether having traffic lights switched off leads to a greater number of collisions. (But it is the citizen who pays for the damage done by accidents, not the town. Not counting injuries, of course.)

    #273Author Martin--cal (272273)  04 Oct 22, 21:24
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    is whether having traffic lights switched off leads to a greater number of collisions.


    I don't think so. You only find this in areas with not much traffic, and if you approach a junction with no traffic lights (or switched-off traffic lights), most people would approach slowly and carefully. But mainly I'm sure that the cities monitor what happens, and if there were too many accidents, they'd stop it.

    #274Author Gibson (418762) 04 Oct 22, 22:39
    Comment

    What I wonder though, is whether having traffic lights switched off leads to a greater number of collisions.


    Das ist natürlich genau die Diskussion, die bei fast jeder Ampelabschaltung geführt wird. Grundsätzlich ist es wohl so, dass die Statistiken belegen, dass die Unfallzahlen durch abgeschaltete Ampeln steigen, aber - wie Gibson andeutet - gibt es Ampeln, bei denen das zusätzliche Risiko gering ist und andere, wo das gar nicht in Frage kommt (siehe auch den in #271 verlinkten Artikel).

    #275Author harambee (91833)  04 Oct 22, 23:20
    Comment

    Either they are on a fixed timer (…). Or else they are regulated by sensory loops in the pavements.


    So ist es in Deutschland auch.

    Ich vermute, dass in den geschilderten Fällen so eine Sensorsteuerung vorhanden war, aber der Sensor defekt war und deswegen das wartende Auto nicht erkannt wurde.

    Deswegen wurde meiner Bekannten ja auch telefonisch von der Polizei erlaubt, trotzdem zu fahren. Weil eben nach ihrer Schilderung völlig klar war, dass es keine andere Lösung gibt, weil etwas kaputt ist.


    Als Radfahrer kenne ich das nur zu gut, denn die leichteren Radfahrer werden durchaus öfter nicht gut von diesen Sensoren erkannt. Da gebe ich aber nach deutlich weniger als 10 Minuten auf und nehme dann den Fußgängerweg.



    An unfallträchtigen Kreuzungen werden die Ampeln nicht abgeschaltet, sondern nur an den Kreuzungen und zu den Zeiten, wo wirklich nur sehr wenig Verkehr herrscht.

    Außerdem stehen neben den Ampeln immer auch Vorfahrtsschilder, die im Fall einer defekten oder ausgeschalteten Ampel gelten. Es ist also auch ohne Ampel absolut klar, wer Vorfahrt hat, wenn doch mal zwei Autos da gleichzeitig ankommen.

    #276Author Dodolina (379349)  05 Oct 22, 04:16
    Comment

    OK, it's all clear. Thanks, and my apologies for having derailed the thread. Now we can get back on track discussing who has the right of way at intersections (#263) and other topics closer to the starting point: helmets for pedestrians 🙂

    #277Author Martin--cal (272273)  05 Oct 22, 07:01
    Comment

    für Ampeln die nicht grün werden gilt folgende Regelung:


    Der ADAC erklärt, wann das Fahren trotz Dauer-Rot rechtens und was dabei zu beachten ist.


    Zwei Schaltphasen abwarten

    Nach einer Entscheidung des Oberlandesgericht Hamm kann bei einer Ampel auf Dauer-Rot nur dann von einem Funktionsfehler ausgegangen werden, wenn das Rotlicht wesentlich länger als drei Minuten ununterbrochen leuchtet. Nur nach einer angemessenen Wartezeit darf die Kreuzung dann trotzdem überquert werden. Was allerdings angemessen ist, kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein, denn die Ampelschaltphasen können an vielbefahrenen Kreuzungen und an Hauptstraßen durchaus länger ausfallen. Daher empfiehlt es sich, eine Wartezeit von mindestens fünf Minuten einzuhalten beziehungsweise mindestens zwei ,normale" Schaltphasen abzuwarten.


    Vorsicht geboten

    Wer in einem derartigen Fall in die Kreuzung einfährt, der muss besonders vorsichtig sein. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass eine Gefährdung des Querverkehrs völlig ausgeschlossen werden muss. Kommt es zu einem Unfall, wird dem Fahrer, der Dauer-Rot hatte, die volle Schuld auferlegt. Bedarfsgesteuerte Ampeln schalten erst dann auf Grün, wenn sich ein Fahrzeug nähert. Bei diesen Ampelanlagen kann es manchmal vorkommen, dass die in die Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen kleine Motorroller mangels Masse nicht erkennen und die Ampel daher nicht auf Grün umschaltet. Hier darf man dann entsprechend der oben beschriebenen Regeln auch bei Rot fahren.


    zu # 268

    2 Lieder = mind. 6 Minuten ist heute nicht mehr Standard.

    Normalerweise werden Musikstücke heutzutage auf ca. 2 Min. 50 ausgelegt

    #278Author rennmotte (617913) 05 Oct 22, 09:41
    Comment

    Bei diesen Ampelanlagen kann es manchmal vorkommen, dass die in die Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen kleine Motorroller mangels Masse nicht erkennen und die Ampel daher nicht auf Grün umschaltet. Hier darf man dann entsprechend der oben beschriebenen Regeln auch bei Rot fahren.


    Gilt das dann auch für Fahrräder oder nur für motorisierten Verkehr?

    Radfahrer sind wegen des fehlenden Motors meistens noch leichter als ein Motorroller.

    #279Author Dodolina (379349) 05 Oct 22, 09:46
    Comment

    Überflüssige Frage. "Die" Radfahrer fahren doch sowieso immer(!) alle(!) ausnahmslos(!) bei rot. Sogar, wenn sie grün haben 😀

    #280Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Oct 22, 09:47
    Comment

    Röschtösch!! Die bremsen sogar bei grün, warten, bis es rot ist und fahren dann erst weiter!! 😉

    #281Author drkimble (463961) 05 Oct 22, 10:17
    Comment

    Gönnau! #isso #fakt #mussmanwissen

    #282Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Oct 22, 10:21
    Comment

    In den Niederlanden werden sehr viele (fast alle?) Ampeln über Induktionsschleifen gesteuert. Daraus ergibt sich ein völlig anderes Fahrverhalten als in DE: Die Autofahrer fahren dort zügig, also mit voller Geschwindigkeit, auf die Ampel zu und bremsen erst nach dem Überfahren der Schleife kräftig ab. In DE: Bei roter Ampel gehen viele schon frühzeitig vom Gas, um ohne zu bremsen bei der nächsten Grünphase weiterfahren zu können. (Es gibt natürlich auch immer welche, die alles tun, um als Erste vor der roten Ampel zu stehen ...)

    #283Author Nirak (264416) 05 Oct 22, 11:20
    Comment

    2 Lieder = mind. 6 Minuten ist heute nicht mehr Standard.

    Normalerweise werden Musikstücke heutzutage auf ca. 2 Min. 50 ausgelegt


    Erstens: Damit komme ich immer noch locker über 'länger als 3 Minuten'.

    Zweitens ist das viele Jahre her.

    Drittens hast du keine Ahnung, was für Lieder ich höre.


    Wenn du also eine allgemeine Information zur Durchschnittslänge 2022er Liedgut teilen wolltest, danke. Wenn es ein Kommentar zu meiner Anekdote war, verstehe ich ihn nicht.


    Re #283: Das ist ja dann weder für die Umwelt noch für die Reifen ideal. Weißt du zufällig, warum die Induktionsschleifen so beliebt sind?

    #284Author Gibson (418762) 05 Oct 22, 13:49
    Comment

    Induktionsschleifen macht man um starken Verkehr nicht durch unnötige Ampelphasen auszubremsen. Es macht keinen Sinn wenn ab und zu mal ein Linksabieger abbiegen will alle 3 Minuten dem Linksabbieger grün zu geben obwohl da fast immer keiner wartet.

    Ist eigentlich genauso wie eine druckbetätigte Ampel. Nur wer drückt bekommt grün.


    Fakt am Rande: Es gibt bei uns sehr wenige Ampeln und ich fahre auch immer sehr flott auf die Induktionsstreifen zu und bremse. Dies mache ich, damit die Bremsen nicht so verrosten, da ich sonst eigentlich kaum bremse (hab mal mitgezählt auf 400km nur 1 mal....).


    #285Author Hawkace (237330) 05 Oct 22, 14:23
    Comment

    "Ist eigentlich genauso wie eine druckbetätigte Ampel. Nur wer drückt bekommt grün."


    Sch*** Bettelampeln. Dann stehste an der Straße, guckst doof aus der Wäsche wie das Schwein ins Uhrwerk und wartest Dir'n Loch in' Bauch, bis das Ding endlich mal grün zeigt. Wär ja noch schöner, den freien Bürger in seiner freien Fahrt auch nur ansatzweise zu entschleunigen .... Und die blöden Fußgänger haben's ja eh nicht eilig, sonst wären sie keine Fußgänger.

    #286Author B.L.Z. Bubb (601295) 05 Oct 22, 14:27
    Comment

    Ich halte die auch gerade bei wenig Nutzung für gefährlich, weil die Autofahrer schlicht nicht mit einer roten Ampel rechnen und drüberbrausen. Und wenn es mehr Nutzung gibt, finde ich es auch überhaupt nicht einzusehen, dass die Radler und Fußgänger IMMER Rot haben. Dann soll es bitte ein ganz normale Schaltung geben, von mir aus auch mit längeren Grünphasen für die mehr genutzte Straße. Aber diese Anforderungsampeln gehören auf den Müll.

    #287Author Gibson (418762) 05 Oct 22, 15:48
    Comment

    Was mich noch mehr nervt als Anforderungsampeln sind Anforderungsampeln, die von Idioten programmiert wurden. In Pottkieker-Stadt gibt es mehrere Kreuzungen, an denen Fußgänger grundlos warten müssen. Für die Autofahrer gilt der Standard-Rhythmus, erst hat Straße A Grün, dann Straße B und dann wieder Straße A usw. Keine Bedarfsschaltung, keine zusätzlichen Phasen für Abbieger oder andere Sonderlocken. Die Fußgänger, die auf Straße A laufen und dabei Straße B überqueren müssen, bekommen Grün, während auch der Autoverkehr auf Straße A Grün hat - aber nur, wenn sie rechtzeitig gedrückt haben. Rechtzeitig heißt dabei: vor dem Ende der Grünphase für Straße B. Sonst stehen sie zwei Phasen lang vor der roten Ampel. An keiner dieser Kreuzungen gibt es einen Grund, die Fußgängerampeln nicht ohne Anforderung auf Grün zu schalten, wenn die Autofahrer auf der gleichen Straße Grün bekommen. Kann aber auch nicht geändert werden, weil (wie oben schon geschrieben) die Stadt seinerzeit daran gespart hat, sich das Know-How ins Haus zu holen, und jetzt natürlich keine Firma bezahlen will, die es macht.

    #288Author Pottkieker (871812) 05 Oct 22, 20:54
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    OK, if we're talking about signal control systems programmed by idiots, consider the intersection of Race St. and Parkmoor Ave. in San Jose (I don't mind naming names.) The intersection is crossed diagonally by street car tracks. When a street car comes, the gates go down on both Parkmore and Race to free the entire intersection. That makes sense.


    But after the street car passes, Parkmore always gets the green light first, regardless of which street had green before. And it's happened more than once, being on Race St waiting for the green, that a street car came, after which Parkmore got green again, and before Race got its turn, a street car came in the other direction, and Parkmore got its green for the third time in a row.


    Oh well, I'm just a silly cyclist, and as is recognized by everyone, cyclists aren't in a hurry, otherwise they wouldn't be riding a bike.

    #289Author Martin--cal (272273)  06 Oct 22, 05:50
    Comment

    Dass eine Grünphase wegen Straßenbahn ausfällt, kenne ich in Dodostadt auch.

    Aber dass es gleich zwei sind, ist mir noch nicht passiert. Ausschließen würde ich das aber auch nicht bei den Kreuzungen, die ich für so eine Schaltung kenne.


    Sowas wie bei Pottkieker kenne ich auch, aber nur an einer Kreuzung. Und auch nur in eine Richtung. Entlang von Straße A werden die Ampeln automatisch immer auch für die Fuß-Fahrradwege grün, in Richtung von Straße B nur, wenn man rechtzeitig gedrückt hat.

    Dummerweise hat Straße B auf einer Seite der Kreuzung beide Radrichtungen auf einer Straßenseite und auf der anderen Seite der Kreuzung geht es auch noch diagonal auf einen Weg in einen Park. Ich muss diese Kreuzung also regelmäßig diagonal überqueren.


    #290Author Dodolina (379349) 06 Oct 22, 07:10
    Comment

    Bei diesen Ampelanlagen kann es manchmal vorkommen, dass die in die Fahrbahn eingelassenen Induktionsschleifen kleine Motorroller mangels Masse nicht erkennen und die Ampel daher nicht auf Grün umschaltet. (Zitat ADAC aus #278)


    Das ist ja nun vollkommener Humbug. Oder zumindest schlecht formuliert: die Induktionsschleife misst natürlich nicht das Gewicht, sondern registriert das Metall. Insofern werden natürlich auch Fahrräder eher mal nicht "bemerkt", haben sie doch das bisschen Metall auch noch senkrecht zur Fahrbahnoberfläche. Ärgerlich können bedarfsgesteuerte Ampeln schon sein: Ich habe auf meinem Heimweg eine 3-Punkt-Kreuzung. Will heissen, die Strasse geht geradeaus und von links mündet eine ein. Wenn also dort (links) KEIN Fahrzeug an der Ampel wartet und die Ampel in meiner Richtung (weil es jetzt mal an der Zeit ist?!?) auf Rot schaltet, muss ich anhalten. Dann, da die Ampel dann sofort wieder auf Grün geht, darf ich also anfahren und weiter gehts. Umwelttechnisch - Lärm, Abgase, Benzinverbrauch etc. pp ist das natürlich ein Blödsinn.

    #291Author virus (343741) 06 Oct 22, 07:55
    Comment

    Variante davon: Bedarfsampel für Fußgänger, die allerdings auch ohne Anforderung durch Fußgänger auf Rot springt, wenn sich ein Auto mit mehr als 30km/h nähert. Blöd ist, dass die Schaltung 24/7 gilt, die Beschränkung auf 30 km/h aber nur zu bestimmten Zeiten.

    #292Author Pottkieker (871812) 06 Oct 22, 08:06
    Comment

    Zu #291:

    Die Regelung ist ja sinnvoll, wenn man sich nicht hundertprozentig darauf verlassen kann, dass Fahrzeuge von der einmündenden Straße in die Hauptstraße einfahren wollen.

    Das Problem ließe sich aber recht einfach lösen, indem man für Fahrrad- und Mofafahrer, wie an Fußgängerampeln üblich, die Möglichkeit vorsieht, per Knopfdruck Grün anzufordern.

    #293Author eineing (771776)  06 Oct 22, 08:08
    Comment

    Das Problem ließe sich aber recht einfach lösen, indem man für Fahrrad- und Mofafahrer, wie an Fußgängerampeln üblich, die Möglichkeit vorsieht, per Knopfdruck Grün anzufordern.


    Fußgänger stehen aber immer an Straßenrand direkt am Ampelmast, ein Radfahrer oder Mofa steht auch schon mal auf der Linksabbiegerspur und kriegt da partout kein Grün.


    Da kann man nicht einfach mitten in die Straße einen Knopf einbauen, wenn es da keine Verkehrsinsel gibt. Der Weg zum Knopf wäre da genauso umständlich wie der, einfach zum Fußweg zu schieben und auf der anderen Kreuzungsseite weiter zu fahren.

    Diese Schleifen sind ja nicht nur in kleinen Straßen, wo man direkt am Bordstein steht. Und selbst da ist es (z.B. mit einem Anhänger oder Lasten-Dreirad schwierig, so nah ran zu fahren, dass man den Knopf ohne Absteigen erreichen kann.


    #294Author Dodolina (379349) 06 Oct 22, 08:15
    Comment

    Um nicht im Verkehr unterzugehen hier gehts weiter:

    related discussion: “Helme für Fußgänger 14.0" NEU: Rücksic...


    #295Author Hawkace (237330) 06 Oct 22, 08:17
     
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