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  • Betrifft

    Austrian insults

    Kommentar

    I came across this: https://www.dialog-wien.at/ueber-uns/blog/deu...

    and would like a little context. Some of these words are not in LEO, so it's hard for me to judge just how bad they are. (Context: I teach high school students German, and they always want to learn insults, which I typically avoid doing.)


    Zwiderwurzen, Eierbär, Vollkoffer, Nervensäge and Wappler don't seem so bad to me.


    Arschloch, Schlampe and Drecksack seem a bit too negative for me to teach.


    I am unsure about Nudelauge. Based on the origin, it seems a bit suspect, but maybe in usage it's not so bad.


    Just wondering. (I realize some of these have different Austrian pronunciations, but I used the "standard" version given first.)


    Thanks.

    Verfasser Amy-MiMi (236989)  06 Okt. 22, 15:05
    Kommentar

    Students of a language should learn insults. It increases their motivation. And in a given situation it is necessary to know whether they have been insulted or not.


    Having said that, a Vollkoffer is a complete idiot, so it is quite an insult.


    A Nervensäge is constantly getting on s.o.'s nerves which is annoying but not a fault in character, so that word is not too bad.


    Zwiderwurzen is far from being a compliment but it simply denotes a female person that you cannot stand (sie ist mir zuwider).

    #1Verfasser mbshu (874725) 06 Okt. 22, 15:19
    Kommentar

    Zwiderwurzen can only be applied to women?

    #2Verfasser Amy-MiMi (236989) 06 Okt. 22, 15:20
    Kommentar

    The definitions I find refer to a person - but at least I have never heard it applied to a male.


    Schlampe may have the connotation of entertaining too many men but the original meaning is simply an untidy female; bitch (as given in your link) is often too strong.

    #3Verfasser mbshu (874725)  06 Okt. 22, 15:24
    Kommentar

    "Nervensäge" ist auf jeden Fall in Deutschland auch gebräuchlich, falls das eine Rolle spielt. "Not too bad" würde ich unterschreiben.

    #4Verfasser JanZ (805098) 06 Okt. 22, 15:42
    Kommentar

    Zwiderwurzen can only be applied to women?


    Yes.

    #5Verfasser bluesky (236159) 06 Okt. 22, 15:50
    Kommentar

    Ist es wichtig für dich/ deine Schüler, dass die Schimpfwörter (auch) österreichisch sind? Ich frage, weil ich als deutsche Muttersprachlerin (Berlin) die ersten 3 nicht verstehen würde:


    Zwiderwurzen, Nudelauge, Eierbär

    (Da mbshu zumindest Zwiderwurzen kennt, ist es vielleicht ein Regionalismus. Nudelauge und Eierbär klingen für mich lustig und cute; allerdings habe ich auf der Website gerade gelesen, dass es daher stammt: "noodle meaning penis and noodle eye meaning the opening of the same".)


    Vollkoffer, Mist, Scheiße, Nervensäge

    Vollkoffer oder Vollhorst ist für mich eher ein mildes Schimpfwort, Nervensäge noch milder.


    Vollpfosten, Drecksack

    Vollpfosten, -koffer und -horst sind für mich synonym, daher würde ich sie in die gleich Kategorie packen. Drecksack empfinde ich als viel stärkere Beleidigung.


    Schlampe, Arschloch

    Schlampe klingt für mich viel weniger beleigigend als Arschloch. Manche jungen Frauen nennen sich selbst oder ihre Freundinnen liebevoll-neckend "du Schlampe", ebenso manche Homosexuellen..


    Ansonsten Zustimmung zum 3. Absatz in #1 und zum 2. in #3.

    Mir scheint die Zusammenstellung etwas zufällig und nicht besonders umfassend. Auch die Abstufung in der Ausdrucksstärke der Wörter finde ich nicht an jeder Stelle nachvollziehbar.

    #6Verfasser karla13 (1364913) 06 Okt. 22, 15:51
    Kommentar

    Zwiderwurzen, Eierbär, Vollkoffer, Nervensäge and Wappler don't seem so bad to me.


    Apart from „Nervensäge“, which is probably known all over Germany, these words aren‘t really used outside of Austria (and possibly Bavaria), Zwiderwurzen I would have taken to mean someone who is very contrary, but I am not really familiar with the expression though I had read it somewhere before. Eierbär I have never come across and do not know what it connotes - sounds pretty harmless though, maybe a euphemistic version of something else. Vollkoffer would (I presume) be called Vollpfosten or Vollhorst ( or just Vollidiot) in my part of Germany. Wappler - again, never heard of it, no idea what it means.


    Arschloch, Schlampe and Drecksack seem a bit too negative for me to teach.


    But they are universally used or at least understood all over Germany. A student of yours visiting Hamburg or Berlin or Cologne will be more likely to hear one of these than Zwiderwurzen or Wappler. Whether you feel comfortable teaching words like „arsehole“ is up to you… And „Drecksack“ isn‘t actually too awful.


    I am unsure about Nudelauge. Based on the origin, it seems a bit suspect, but maybe in usage it's not so bad


    Again, not a word I have ever heard in these parts, and I have no idea what it means or how offensive it might be.

    #7Verfasser Dragon (238202) 06 Okt. 22, 15:52
    Kommentar

    Verhindertes Edit zu #6:


    weniger beleidigend als Arschloch.


    Ansonsten Zustimmung zum 3. Absatz in #1 und zum 2. in #3, sowie zu #4.



    2. Edit, zu #7


    Wappler - again, never heard of it, no idea what it means.

    Kenne ich auch nicht, laut Website auf Wien und Umgebung beschränkt.


    Arschloch, Schlampe and Drecksack seem a bit too negative for me to teach.

    Aber kennen sollten die Schüler/innen es schon, findest du nicht? Nicht anwenden, natürlich... ;-)


    And „Drecksack“ isn‘t actually too awful.

    Nee? Für mich schon (außerdem eher für Männer benutzt). So verschieden sind die Wahrnehmungen.

    #8Verfasser karla13 (1364913)  06 Okt. 22, 15:55
    Kommentar

    Arschloch, Schlampe and Drecksack seem a bit too negative for me to teach.

    Aber kennen sollten die Schüler/innen es schon, findest du nicht? Nicht anwenden, natürlich...


    Das war ein Zitat aus dem OP… Ich habe ja geschrieben, dass das gesamtdeutscher Sprachgebrauch ist, dem man hierzulande durchaus begegnen kann. Insofern ja, ich finde es prinzipiell gut, solche Wörter zu kennen, spätestens wenn man ein Land bereist und dementsprechend mit ihnen konfrontiert werden könnte. Ob man sich als Lehrer*in, insbesondere in einem Land, in dem Schimpfwörter stärker tabuisiert werden, aber damit wohlfühlt, das zu unterrichten, ist halt eine andere Frage.


    And „Drecksack“ isn‘t actually too awful.

    Nee? Für mich schon (außerdem eher für Männer benutzt). So verschieden sind die Wahrnehmungen.


    Ist bei mir eher im passiven Wortschatz und wird in meiner Ecke auch eher selten verwendet (ist das nicht eher irgendwo Richtung Hessen oder Franken üblicher?), aber ich empfinde „Drecksack“ nicht so krass wie z.B. „Arschloch“. Ja, eher, wenn nicht sogar ausschließlich auf Männer gemünzt, und beschreibt sicherlich auch einen sehr unangenehmen Zeitgenossen, aber das Wort selbst ist nicht so ein böses „das sagt man nicht“-Wort wie „Arschloch“, „Wichser“ u.ä.

    #9Verfasser Dragon (238202)  06 Okt. 22, 16:25
    Kommentar

    Bei "Nudelauge" denke ich spontan an "knob" (kenne das Wort aber auch nicht).


    "Drecksack" empfinde ich auch als nicht so schlimm wie "Arschloch", eher auf der Ebene von "Mistkerl".

    #10Verfasser Gibson (418762) 06 Okt. 22, 16:34
    Kommentar

    Schlampe scheint mir in der Bedeutung einer unordentlichen (meist weiblichen) Person veraltend. Ich kenne es in aktuelleren Kontexten eigentlich nur rüde Bezeichung für eine Prostituierte, eine weibliche Person, der anderweitig häufig wechselnder Geschlechtsverkehr unterstellt wird oder die des Fremdgehens bezichtigt wird.

    #11Verfasser Pottkieker (871812) 06 Okt. 22, 17:35
    Kommentar

    #9


    Das war ein Zitat aus dem OP…

    Stimmt, 'tschuldigung, hatte Tomaten auf den Augen. Übers Kennensollen und Unterrichten sind wir ja der gleichen Meinung.


    ...aber ich empfinde „Drecksack“ nicht so krass wie z.B. „Arschloch“

    Nee, ich auch nicht, deshalb finde ich es richtig, dass sie iin unterschiedlichen Kategorien eingeordnet sind.


    „das sagt man nicht“-Wort wie „Arschloch“, „Wichser“ u.ä.

    "Wichser" (für Männer) ist für mich richtig beleidigend und stärker noch als "Arschloch": und ganz schlimm finde ich "F****" für Frauen, das hört man in Berlin auch (zu) häufig.


    Re #10

    Nudelauge als knob? In welcher Bedeutung denn? Bei LEO gibts schlappe 11 Bedeutungen.



    Edit, zu #11

    Ich kenne 'Schlampe' auch außerhalb der drei von dir genannten Bereiche, also quasi als 'neutrale' Beschimpfung einer Frau, die irgendwie (im Auge des Betrachtenden) als lotterhaft angesehen wird.

    #12Verfasser karla13 (1364913)  06 Okt. 22, 17:36
    Kommentar

    Bei LEO gibts schlappe 11 Bedeutungen.


    Wow. Mir fallen spontan nur zwei ein - Knauf (der nicht gemeint war) und Penis. Ich geh mal gucken, was LEO noch so bietet.

    #13Verfasser Gibson (418762)  06 Okt. 22, 18:27
    Kommentar

    "Schlampe" ist nach meiner Einschätzung unterste Schublade und wird heutzutage wohl ausschließlich sexuell konnotiert. (Im Gegensatz dazu bezieht sich "schlampig" auf unordentliche Arbeitsweise oder generell wenig sorgfältiges Verhalten.)

    #14Verfasser Raudona (255425) 06 Okt. 22, 18:31
    Kommentar

    Wohingegen es eine milde Zurechtweisung ist, wenn man einen Menschen einen Schlamper nennt.

    #15Verfasser Selima (107) 06 Okt. 22, 18:33
    Kommentar

    Zu #11, 14


    Jetzt hat es mich doch genauer interessiert:


    Schlampe bei Wikipedia


    Schlampe bezeichnet umgangssprachlich abwertend eine „unordentliche, in ihrem Äußeren nachlässige und ungepflegte weibliche Person; schlampige Frau“ sowie eine Frau, „deren Lebensführung als unmoralisch angesehen wird“.


    Ursprünglich hatte dieses Schimpfwort keine sexuelle Konnotation, sondern bezog sich hauptsächlich auf die Haushaltsführung, das Verhalten oder das äußerliche Erscheinungsbild einer Frau. Abgeleitet davon gab es bezüglich der ungeordneten Lebensweise eine Bedeutungserweiterung Richtung eines ungeordneten Liebeslebens und damit einer vermuteten Promiskuität.So wurde etwa schon in Wörterbüchern Anfang der 1900er Jahre Schlampe als „nachlässige, indolente Weibsperson, meist auch sittlich anrüchig“ bezeichnet.

    In der heutigen Umgangssprache, wie auch in der Jugendsprache, wird es für eine Frau bzw. ein Mädchen mit einem realen oder angenommenen promiskuitiven Lebenswandel genutzt und ersetzt damit das im Deutschen inzwischen veraltete Wort Flittchen. [...] Während die Wörter Schlampe und Flittchen einen eher lustorientierten Lebenswandel mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern beschreiben, unterstellen die Wörter Nutte und Hure demgegenüber gewerbsmäßige Prostitution, wobei die Grenze je nach moralischem Werteverständnis fließend ist. [...] Im feministischen Diskurs wird kritisiert, dass es dazu kein männliches Pendant gibt. Nach Haeberle werden auch heute noch häufig wechselnde Sexualpartner bei Frauen und Männern unterschiedlich beurteilt, was als Anzeichen eines patriarchalischen Gesellschaftssystems gilt.


    Duden

    unordentliche, in ihrem Äußeren nachlässige und ungepflegte weibliche Person; schlampige Frau

    • Beispiel sie ist eine ausgesprochene Schlampe

    Frau, deren Lebensführung, besonders im Bereich der Sexualität, als unmoralisch angesehen wird

    Gebrauch oft als Schimpfwort


    DWDS

    Bedeutungsübersicht Schlampe

    1. 1. [derb, Schimpfwort] ...
    2. a) [verächtlich] sexuell aktive oder als sexuell leichtfertig angesehene Frau
    3. b) sexualisiertes Schimpfwort für eine Frau
    4. 2. [salopp, abwertend] schlampige, ungepflegte Frau oder Person
    #16Verfasser karla13 (1364913)  06 Okt. 22, 20:05
    Kommentar

    Coming back to the Austrian words:

    for Zwiderwurzen, a Viennese dialect dictionary that I have also gives what is apparently the origin, or literal meaning, of the term:

    eine unglückbringende Pflanze, wenn man auf sie tritt; mürrischer Mensch.


    Another, very small, dictionary of Austrian dialect has:

    Zwiderwurzn: stets übelgelaunter, mürrischer Mensch. 


    Neither of them specifies whether this is more likely to be a woman.

    #17VerfasserHecuba - UK (250280) 06 Okt. 22, 20:16
    Kommentar

    Zwiderwurzn erklärt von Prof. Rowley, Germanist und Mitverfasser des Bayerischen Wörterbuchs 🙂

    #18Verfasser Selima (107) 06 Okt. 22, 20:41
    Kommentar

    Re #18


    Danke!

    "Host mi?" 😀


    (Das muss aber jetzt jemand @bluesky schonend beibringen...)

    #19Verfasser karla13 (1364913) 06 Okt. 22, 21:23
    Kommentar

    Schlampe may have the connotation of entertaining too many men but the original meaning is simply an untidy female (#3)


    Also schlampig eben.

    #20Verfasser Stravinsky (637051)  06 Okt. 22, 21:38
    Kommentar

    #18

    If you don't mind my saying so, I don't think the explanation in the link is very illuminating! I could have told you that "zwider" meands zuwider and "Wurzn" a root. That doesn't get one much further.

    Of course I've no idea whether the explanation I quote in my #17 has a firm basis in folklore or is just speculation.

    #21VerfasserHecuba - UK (250280) 06 Okt. 22, 21:52
    Kommentar
    Ich würde sagen, dass zumindest einige dieser Wörter eher wienerisch als österreichisch sind. Ich kann gerne morgen genauer darauf schauen, ich bin gerade in Eile.
    #22Verfasser senseless.at (777729) 06 Okt. 22, 22:52
    Kommentar
    Das wollte ich auch gerade sagen, das Nudelaug ist rein wienerisch. Das kennt man im Rest Österreichs nur aus der TV-Serie "Ein echter Wiener geht nicht unter".
    Es wird oft als harmlos angesehen, weil vielen die Bedeutung nicht klar ist. Die Erklärung im Link stimmt.
    Jedenfalls ein durchaus stärkeres Schimpfwort für einen naiven, einfältigen Menschen. Damit kann man sich schon ein blaues Auge einfangen. Für "Beidl" gilt das auch, der eher in Richtung "Arschloch" geht.

    Insgesamt ist deine Zusammenfassung in #0 schon richtig. Du könntest deinen Schüler:innen die Zwiderwurzn und den Grantscherm beibringen, das wäre ein witziges Detailwissen. Und "Voll-" als Verstärkung für alle Bezeichnungen für dumme Menschen, Idiot, Depp, Dillo, Koffer, Pfosten, Nuss, die man alle auch einzeln verwenden kann.

    Übrigens ist "voll" gerade das Verstärkungswort der Stunde, wie mir aufgefallen ist. Junge Erwachsene bekräftigen damit aktuell alles. - "Heute Früh war es aber kalt" - "Ja voll, ich hab Handschuhe angezogen."
    #23Verfasser tigger (236106)  07 Okt. 22, 00:18
    Kommentar

    #21

    Nein, macht mir nichts. Es ist lediglich eine Bestätigung des bereits gesagten und eine Erweiterung insofern, als es das Wort auch für den westbairischen Sprachraum (also die altbayrischen Bezirke des Bundeslandes Bayern) bestätigt. Bisher war es um Österreich gegangen. Außerdem erfreut mich immer der leichte britisch Akzent des Professors.


    #23 Beidl - weißt Du zufällig, woher das kommt? Ich kenne das v.a. in Zusammensetzungen mit Volks-/Gruppen-/Stammesnamen (Schwabenbeidl, Preißnbeidl, Japanerbeidl).

    #24Verfasser Selima (107) 07 Okt. 22, 07:08
    Kommentar

    #23 tigger, voll cool sind wir doch schon seit unserer frühesten Schulzeit. Und die Lehrer waren selbstverständlich voll hohl. Dass das neu oder gerade besonders in ist, ist mir neu.

    #25Verfasser Pottkieker (871812) 07 Okt. 22, 08:01
    Kommentar

    Mir auch voll neu.

    #26Verfasser mbshu (874725) 07 Okt. 22, 08:04
    Kommentar

    OT


    Zwiderwurzen, Nudelauge, Eierbär, Beidl, Weppler...


    Ich werde so langsam richtig neidisch auf die Wörtervielfalt und -fülle, die die Süddeutschen, Bairischsprechenden, Franken, Schwaben, Österreicher etc. offenbar zur Verfügung haben. Nicht, dass ich auch nur ansatzweise ein Sprachgefühl für diese Wörter hätte, die ich alle gestern das erste Mal im Leben gehört habe...

    Aber besonders die ersten drei klingen alle so ausdrucksstark, das gefällt mir. Zwiderwurzen werden ich auf jeden Fall in meinen aktiven Wortschatz aufnehmen. 😉


    'voll' kenn ich auch schon ganz lange.

    #27Verfasser karla13 (1364913) 07 Okt. 22, 09:40
    Kommentar

    Dann hab ich noch ein paar für dich, karla: Nasenbohrer, Grasdackel, Halbdackel, Zipfklatscher, Lätschnbebe, Saubär, Neidhamml, Entenklemmer, Bauernseggl/-lackl, Zornbinkl.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Berliner Bierkutscher oder Hamburger Fischweiber keine ähnlich illustren Schimpfwörter erfunden haben.

    #28Verfasser Selima (107)  07 Okt. 22, 09:50
    Kommentar

    Ergänzung zu Selimas Liste: Fetzenschädel, durch Lautverschiebung im Dialekt auch Fotzenschädel.

    #29Verfasser Pottkieker (871812) 07 Okt. 22, 10:00
    Kommentar

    Für karlas Weiterbildung :) - eine kleine fränkische Auswahl:

    Gsichtsgrabfn (Gesichtskrapfen)

    Gniddlaskubf (Knödelkopf)

    Haumdaucha (Haubentaucher)

    #30Verfasser edoardo_1_4 (1297108) 07 Okt. 22, 10:06
    Kommentar

    Den Gsichtsgrabfn gibt's im Ruhrgebiet auch, allerdings als Gesichtsknifte (Knifte = Stulle, belegtes, zusammengeklapptes Brot)

    #31Verfasser Pottkieker (871812) 07 Okt. 22, 10:26
    Kommentar

    Re #28-31


    HILFEEE! Hört bitte (bloß nicht) auf, ich kann nicht mehr vor 🤣🤣🤣🤣


    Bis auf den Neidhamml kenne ich ungelogen nicht eines dieser GENIALEN Wörter. Danke schön!


    @Pottkieker, einer Berlinerin musste nich erklären, was ne Schtulle, aber sehr wohl, was ne Knifte is.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Berliner Bierkutscher oder Hamburger Fischweiber keine ähnlich illustren Schimpfwörter erfunden haben.

    @ Selima, glaub mir, mir fällt gerade nicht mal eins ein.


    Meine beiden Lieblingsberlinerwörter sind Eierpampe und Erdnuckel, aber die kennt ihr alle wahrscheinlich auch, und es sind vor allem keine Schimpfwörter...

    #32Verfasser karla13 (1364913) 07 Okt. 22, 10:38
    Kommentar

    Ne, kenn ich nicht.


    Was ist damit, karla: https://www.tip-berlin.de/stadtleben/berliner...

    #33Verfasser Selima (107)  07 Okt. 22, 10:39
    Kommentar
    “Meine beiden Lieblingsberlinerwörter sind Eierpampe und Erdnuckel, aber die kennt ihr alle wahrscheinlich auch”

    Nö, nie gehört. Was ist Eierpampe? Rührei? Bei “Erdnuckel” kann ich noch nicht einmal raten, was das sein könnte.
    #34Verfasser Dragon (238202) 07 Okt. 22, 10:42
    Kommentar

    Ist "Erdnuckel" nicht ein Likör oder Schnaps oder sowas? 🤔

    "Eierpampe" (ebenfalls keine Ahnung) und schließe mich dem Vorschlag in #34 an.

    #35Verfasser edoardo_1_4 (1297108) 07 Okt. 22, 10:43
    Kommentar

    ... wäre auch meinen Vermutung.

    #36Verfasser Selima (107) 07 Okt. 22, 10:44
    Kommentar

    Zu #33-36


    Der Link ist klasse, Selima, danke! Diese Schimpfwörter kenn ich natürlich alle, ihr etwa nicht??


    Und nur, damit ihr mich ein bisschen besser einschätzen könnt: Ich bin ein typischer Krümelkacka (kann man nicht gendern). [Aber das ist der einen oder dem anderen hier vielleicht auch schon aufgefallen, kicher.]


    Und jetzt die Auflösung für Eierpampe: Das ist natürlich nichts zum Essen (yuck), sondern das Sand-Wasser-Gemisch, aus dem man als Kind Kleckerburgen u.ä. gebaut hat.


    Erdnuckel ist natürlich kein Schnaps, sondern die liebevolle Bezeichnung für einen kleinen Menschen.


    Und 'aufmaulen' bedeutet, schön auf die (Berliner) Schnauze zu fallen.

    [Und LEO ist heute echt 'ne Schnarchnase.]



    PS: Freut mich, dass endlich auch mal ich einen kleinen Beitrag zu "Unbekannte Wörter" leisten konnte. 🙃


    #37Verfasser karla13 (1364913) 07 Okt. 22, 11:27
    Kommentar

    Ich werde so langsam richtig neidisch auf die Wörtervielfalt und -fülle, die die Süddeutschen, Bairischsprechenden, Franken, Schwaben, Österreicher etc. offenbar zur Verfügung haben.


    Und dann heißt es immer, Dialektsprecher seien einfältige Menschen, weil sie des Schriftdeutschen nicht mächtig seien. Aber diese Fülle des Wohllauts steht mir halt nur im Dialekt zur Verfügung.

    #38Verfasser bluesky (236159) 07 Okt. 22, 11:33
    Kommentar

    Sei nicht so angrührt, bluesky, bei LEO heißt es das eh nicht.


    @Selima: Der Beidl ist der Beutel=Hoden.


    Zu "voll": Natürlich war das immer als Verstärkung da, ich muss präzisieren. Es wird derzeit wieder stärker alleinstehend gebraucht. Auch als Zustimmung, wenn man auch einfach nicken oder "ja" sagen könnte.


    Re #33: Nett! Ein paar kannte ich. Fatzke und (Raben)Aas kommen ja auch bei Kästner vor. Aber warum ausgerechnet Marika Rökk als Trulla?!

    #39Verfasser tigger (236106)  07 Okt. 22, 11:50
    Kommentar

    Re #39


    OT


    Aber warum ausgerechnet Marika Rökk als Trulla?!

    Ich hab es so verstanden, dass sie in dem Film, aus dem das Foto stammt, wahrscheinl eine Trulla (unsympathische Frau) spielt. Kann aber auch total daneben liegen.


    Ihre "Rolle" in der NS-Zeit wird ja wohl kaum gemeint sein:

    Marika Rökk arrangierte sich offen mit den nationalsozialistischen Machthabern. [...]

    Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.

    Nachdem der jüdische Filmproduzent und Regisseur Alfred Zeisler mit seiner Ehefrau Lien Deyers aufgrund drohender Verhaftung ins Ausland geflüchtet war, erwarb Marika Rökk dessen von den Nationalsozialisten beschlagnahmte Villa in Potsdam-Babelsberg und zog dort mit ihrem Ehemann ein. Der 1985 verstorbene Zeisler hatte nach eigenen Angaben „keinen Pfennig“ für die Villa erhalten. Rökk stellte nach der Wende einen Restitutionsantrag und schaltete einen Anwalt ein, um zu verhindern, dass die Villa der Jewish Claims Conference zugesprochen wird.


    Wegen ihrer Tätigkeit in Propagandafilmen wie Wunschkonzert (1940) und angeblicher Spionage für die Nationalsozialisten wurde Marika Rökk zeitweilig nach dem Zweiten Weltkrieg ein Auftrittsverbot in Deutschland und Österreich erteilt. Zu dieser Zeit war es ihr nur möglich, Unterhaltungsabende für die amerikanischen Truppen zu veranstalten. 1947 wurde sie von dem Ehrengericht der Österreichischen Schauspielervereinigung rehabilitiert. (Wikipedia)

    #40Verfasser karla13 (1364913)  07 Okt. 22, 12:26
    Kommentar

    #39: Ich habe voll auch schon immer alleinstehend gebraucht.

    • Mann, hat der Lehrer heut genervt.
    • Ja, voll, gell? usw.usf.

    Das weiß ich deshalb so genau, weil mein Vater immer mit "Nicht leer?" dazwischengegangen ist.


    Schlampe empfinde ich übrigens als sehr heftiges Schimpfwort, nicht so schlimm wie Fotze, aber auf der gleichen Ebene wie Arschloch. Ich würde dringendst davon abraten, eine Frau wegen Unordentlichkeit als Schlampe zu bezeichnen, egal ob das scherzhaft gemeint ist oder nicht. Das kann ganz böse nach hinten losgehen. Drecksack ist in meinem Gebrauch auch sehr stark, allerdings nicht so vulgär wie Arschloch oder Schlampe. Ich glaube, das liegt daran, dass Drecksack so hart klingt und einen schönen Zischlaut in der Mitte hat.


    Notiz am Rande, weil es oben irgendwo erwähnt wurde: Mir ist auch schon aufgefallen, dass innerhalb von geschlossenen Freundeskreisen Schimpfwörter manchmal liebevoll verwendet werden. Aber daraus würde ich nicht schließen, dass die Personen nicht zutiefst beleidigt wären, wenn ein Außenstehender sie so bezeichnen würde.

    #41Verfasser grinsessa (1265817) 07 Okt. 22, 12:57
    Kommentar

    Schlampe ist in meinem Sprachgebrauch deutlich milder konnotiert.


    Wie dem auch sei - im Norden stehen u.a. der Süßwassermatrose, der Döskopp und der Dösbaddel zur Verfügung (wobei der Letztere bloß ein Tolpatsch ist).


    Einen Angsthasen nennen wir Bangbüx (Büx = Hose).


    Ein Sabbelbüdel ist ein Schwätzer.

    #42Verfasser mbshu (874725)  07 Okt. 22, 13:12
    Kommentar

    Du wirst vermutlich auch nicht so genannt. Deswegen mein Rat: Wegpacken, das Wort.


    Da, wo ich herkam, war "Depp" ein mildes Schimpfwort, wenn sich jemand etwas blöd anstellt. Dann habe ich mal meinen Freund aus dem Rheinland so genannt, und er war sehr getroffen.

    #43Verfasser grinsessa (1265817) 07 Okt. 22, 13:17
    Kommentar

    Der Beidl ist der Beutel=Hoden.


    Im schwäbischen nicht unbedingt. Es gibt zum Besipiel


    den Luagabeidl = notorischer Lügner


    und den Schbruchbeidl = Schwätzer.

    #44Verfasser opadeldok (1319435)  07 Okt. 22, 13:21
    Kommentar

    Stimmt, den Spruch- und Luagabeidl gibt's auch noch, vrgl. z.B. auch das Idiotikon: https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!p... mit noch ein paar mehr -beuteln.

    Der Beutel kann, muss aber nicht von Hodensack kommen. Bei Sprüchen, Lügen und Witzen kann man sich leicht vorstellen, dass es allgemein von Beutel kommt. Aber bei Preißnbeidl passt das dann doch nciht gar so gut.

    #45Verfasser Selima (107)  07 Okt. 22, 13:49
    Kommentar
    Re Schlampe: Bis vor Kurzem habe ich (vor allem Zusammensetzungen mit) "Schlampe" völlig arglos benutzt. Dabei hab ich weder explizit an Frauen noch an eine sexuelle Konnotation gedacht. Es war für mich schon eine recht derbe Beschimpfung (Schlampenladen = Saustall), aber es gibt ja auch z.B. das Schlampermäppchen (komisches Wort, aber für mich nicht anstößig). Inzwischen habe ich aber auch mitbekommen, dass es für andere eben nicht "einfach nur ein Schimpfwort" ist, und versuche, es mir zu verkneifen.
    #46Verfasser kikært (236250) 07 Okt. 22, 19:59
    Kommentar

    Wie grinsessa in #41 empfinde ich "Schlampe" (von einer mir unbekannten Person geäußert), auch als heftig. So, wie es in dem Link steht, finde ich es neben Arschloch daher richtig eingeordnet. Aber für mich hat es einen zusätzlichen, frauenabwertenden Aspekt, den Wörter wie Womanizer, Schürzenjäger, Frauen- und Weiberheld sowie Stecher alle nicht haben. Oder sind das nicht die entsprechenden Begriffe für Männer?



    #42

    Danke für diese nordischen Schimpfwörter, mbshu. Die kenne ich teilweise, oder kann mir deren Sinn immerhin erschließen.

    Ihr Männer müsst uns Frauen hier bitte glauben, dass "Schlampe" von vielen Frauen nicht als milde empfunden wird.



    #45

    Aber bei Preißnbeidl passt das dann doch nciht gar so gut.

    Muss ich mich jetzt beleidigt fühlen, Selima? 😉



    #46

    Schlampenladen finde ich nicht weiter schlimm (weil es das Unordentliche betont und nicht die Frau). Und Schlampenmäppchen musste ich erstmal "nachschlagen": aah, Federtasche! Wahrscheinlich auch eher geschlechtsneutrale Unordnung, IMO.

    #47Verfasser karla13 (1364913) 07 Okt. 22, 20:50
    Kommentar

    Ihr Männer müsst uns Frauen hier bitte glauben, dass "Schlampe" von vielen Frauen nicht als milde empfunden wird.


    Klingt ziemlich feministisch, wenn man einem biologischen Geschlecht die Deutungshoheit über Wortbedeutungen grundsätzlich abspricht, und ziemlich vereinnahmend, wenn man sich zum Sprecher für alle Frauen erklärt.

    #48VerfasserRominara (1294573)  08 Okt. 22, 01:09
    Kommentar

    Re #48


    Oh, überraschend, ein Kommentar von dir, der mal nicht mit "wer..." oder "wenn..." beginnt.



    Klingt ziemlich feministisch, wenn man einem biologischen Geschlecht...

    ... also du meinst: Klingt in deinen Ohren feministisch. Und mit biologischem Geschlecht meinst du Männer, richtig?


    ... die Deutungshoheit über Wortbedeutungen grundsätzlich abspricht, ...

    "Ihr Männer müsst uns Frauen hier bitte glauben" heißt in deiner Welt "grundsätzlich absprechen"?

    Nun, ich bin froh, diesbezüglich nicht in deiner Welt leben zu müssen.


    ... und ziemlich vereinnahmend, wenn man sich zum Sprecher für alle Frauen erklärt.

    Wieso erkläre ich mich zur Sprecherin für alle Frauen, wenn ich von "vielen Frauen" spreche?



    Ich habe ja jetzt schon einige Kommentare von dir gelesen, die sich intensiv und fundiert mit dem Thema 'Feminismus' auseinandersetzen, und komme fast zu dem Schluss, dir seien Feministen, insbesondere, wenn sie weiblich sind, ein Dorn im Auge.

    Autsch.

    #49Verfasser karla13 (1364913)  08 Okt. 22, 02:48
    Kommentar

    Karla13, die Aussage "Ihr Männer müsst uns Frauen hier bitte glauben..." fand ich, ohne Rominara beispringen zu wollen, allerdings auch nicht nett. Auch wenn Du auf #42 von mbshu geantwortet hast, hast Du durch Deine Formulierung tatsächlich alle Männer in dieser Diskussion angesprochen. Ich bin damit einer der Angesprochenen, aber ich kann mich entsinnen, dass ich bereits in #11 das in Rede stehende Wort als heutzutage meist sexuell konnotiert und sehr rüde eingeordnet habe. Davon ab bin ich mir auch nicht sicher, ob mbshu ein Mann ist; falls das aus einem Beitrag hier oder anderswo herausklang, dann habe ich es überlesen oder vergessen. Du brauchst Dich nicht zu erklären oder bei mir zu entschuldigen, ich verstehe, was Deine Intention war, ich wollte Dir nur spiegeln, wie es aufgrund der Formulierung auf der anderen Seite aufgenommen werden kann.

    #50Verfasser Pottkieker (871812) 08 Okt. 22, 08:03
    Kommentar

    NB. Er ist einer.

    #51Verfasser mbshu (874725) 08 Okt. 22, 08:53
    Kommentar

    #48 Wer, wenn nicht die so Bezeichneten haben die Deutungshoheit?!


    Nimm den Satz (Ihr Männer müsst uns Frauen hier bitte glauben, dass "Schlampe" von vielen Frauen nicht als milde empfunden wird) und ersetze Männer mit Weiße, Frauen mit Schwarze und "Schlampe" mit Neger ... und sag jetzt, dass man wohl kaum den Schwarze die Deutungshoheit über das Wort Neger geben darf.


    #47 Re Preißnbeidl - nein, nein. Es ist nur nicht sinnvoll. Bei Lügen-/Sprüch-/Witzbeuteln ist das Bild, meiner Meinung nach wenigstens, dass der so Bezeichnete eben wie ein Beutel voller Lügen, Sprüche, Witze ist. Übertragen auf Preußenbeutel wäre das ein Beutel voller Preußen - nicht sinnvoll, oder? Und den Beidl allein wie oben genannt sich einfach nur als irgendeinen Beutel vorzustellen ist auch nicht sinnreich.

    #52Verfasser Selima (107)  08 Okt. 22, 09:44
    Kommentar

    Re #50


    @Pottkieker, danke für deine Spiegelung (völlig ironiefrei).


    Doch möchte ich mich (hoffentlich kurz) erklären, weil ich hier niemanden vor den Kopf stoßen wollte (außer Rominara in meiner #49, aber das war mir seine #48 wert), und schon gar nicht die männlichen Poster hier, die sich im Sinne der 'Schlampe ist rüde/sexuell konnotiert'-Meinung geäußert haben.


    Und ich kann und möchte mich auch bei dir (und vorsorglich Stravinsky sowie kikært) entschuldigen, weil mir durch deinen Kommentar #50 bewusst geworden ist, dass ich mich nicht klar und eindeutig ausgedrückt habe, als ich von "ihr Männer" sprach. Ich habe euch ""andere" tatsächlich gar nicht gemeint, sehe aber ein, dass du (Mann) es so hättest auffassen können.


    Wenn ich eindeutig "du" (= mbshu) geschrieben hätte, hätte es wahrscheinlich keine Missverständnisse gegeben. Mein wirklich nett und freundlich gemeintes "müsst uns bitte glauben", hat sich auf den Kurzdialog

    "Schlampe ist in meinem Sprachgebrauch deutlich milder konnotiert." (@mbshu #42)

    "Du wirst vermutlich auch nicht so genannt. Deswegen mein Rat: Wegpacken, das Wort." (@grinsessa #43)

    bezogen, und ich wollte grinsessa damit beipflichten -- dass mbshu ein Mann ist, wusste ich.


    kikærts Aussage zum Thema fand ich übrigens angenehm unkompliziert: Wort bisher arglos benutzt, jetzt mitbekommen, dass es für andere anders koonotiert sein kann, versuche, es mir zukünftig zu verkneifen.


    Also: Bitte nichts für ungut, Pottkieker (und alle anderen, die sich ebenfalls zu Unrecht angesprochen fühlten).




    Zu #52

    Danke für die Erläuterung! 😉


    #53Verfasser karla13 (1364913)  08 Okt. 22, 10:59
    Kommentar

    Ich halte es jedenfalls mit dem DWDS:


    1. [derb, Schimpfwort] ...

    a) [verächtlich] sexuell aktive oder als sexuell leichtfertig angesehene Frau

    b) sexualisiertes Schimpfwort für eine Frau

    2. [salopp, abwertend] schlampige, ungepflegte Frau oder Person


    #54Verfasser mbshu (874725) 08 Okt. 22, 15:03
    Kommentar

    Ich halte es mit mbshu und DWDS.

    #55Verfasser manni3 (305129) 08 Okt. 22, 15:12
    Kommentar

    Re #54, 55


    Ich halte es auch mit dem DWDS -- und dann sind wir uns ja eigentlich alle einig. Allerdings hatte ich dich, @mbshu, in #42 anders verstanden:


    Schlampe empfinde ich übrigens als sehr heftiges Schimpfwort,... #41 grinsessa

    Schlampe ist in meinem Sprachgebrauch deutlich milder konnotiert. #42 mbshu


    "'Milde' konnotiert" würde ich nicht mit "derbe, verächtlich, sexualisiertes Schimpfwort, abwertend" gleichsetzen.

    #56Verfasser karla13 (1364913) 08 Okt. 22, 15:25
    Kommentar

    DWDS 2. salopp, abwertend = milder als sehr heftig.


    Daß man DWDS 2. meint und gemäß DWDS 1. verstanden wird, ist ein Risiko, vor dem man in der OP-Situation durchaus warnen sollte. Das erkenne ich an.


    Bei den norddeutschen Schimpfworten fehlt natürlich noch der Torfkopf / Torfkopp.

    #57Verfasser mbshu (874725)  08 Okt. 22, 15:36
    Kommentar

    #57


    Daß man DWDS 2. meint und gemäß DWDS 1. verstanden wird, ist ein Risiko, vor dem man in der OP-Situation durchaus warnen sollte. Das erkenne ich an.

    SUPI !


    Bei den norddeutschen Schimpfworten fehlt natürlich noch der Torfkopf / Torfkopp.

    Stimmt, den kenne ich auch. Wird in die immer umfangreicher werdende Liste aufgenommen.


    [Mal rein interessehalber, @mbshu: Ich hatte dich als im Süden wohnend verortet, aber du stammst aus dem Norden, richtig? Bitte Frage einfach ignorieren, wenns zu neugierig nachgefragt ist.]

    #58Verfasser karla13 (1364913) 08 Okt. 22, 15:49
    Kommentar

    @ 57 ... fehlt noch der Torfkopf / Torfkopp und Fischkopp ;-)

    #59Verfasser manni3 (305129)  08 Okt. 22, 16:28
    Kommentar

    @karla13: geboren in Hamburg, seit 1/21 in Bayreuth ... siehe auch mein Profil ... you are shooting at a moving target ...

    #60Verfasser mbshu (874725) 08 Okt. 22, 16:35
    Kommentar

    Bei den norddeutschen Schimpfworten fehlt natürlich noch ...


    ... der Smeerlapp und die Rappelsnuut, um mal einen Anfang zu machen.


    Schlampe hab ich eigentlich für veraltend gehalten, seit die Bildzeitung das (Boxen-)Luder eingeführt hat.


    PS. Das Waterkant-Äquivalent zum -beidl wäre wohl der -baddel/-büdel. Dösbaddel, Tranbüdel.

    #61Verfasser Kapustiner (1229425)  08 Okt. 22, 18:39
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    re #42, hier im Südwesten hätten wir dazu noch den Hose(n)schisser ...

    #62Verfasser no me bré (700807) 08 Okt. 22, 21:05
    Kommentar

    #61

    Schlampe hab ich eigentlich für veraltend gehalten, seit die Bildzeitung das (Boxen-)Luder eingeführt hat.

    HARR HARR


    ... der Smeerlapp und die Rappelsnuut, um mal einen Anfang zu machen.

    Den Schmierlappen oder kurz Schmierie kennen die Berliner ooch. Rappelsnut dagegen... grübel...

    Ähm: Jemand, der viel redet?


    #62

    Hose(n)schisser heißen in B profan Hosenscheißer.

    #63Verfasser karla13 (1364913) 08 Okt. 22, 21:21
    Kommentar

    Jemand, der viel redet?


    Exakt. Auch Rappelgatt genannt. Das ist wohl ein Luk, wo die Klappe nicht richtig festgemacht wurde und im Wind rappelt. 😉

    #64Verfasser Kapustiner (1229425) 09 Okt. 22, 09:36
     
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