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    Land und Leute

    Unkraut vergeht nicht + Wenn man vom Teufel spricht, kommt er.

    Betrifft

    Unkraut vergeht nicht + Wenn man vom Teufel spricht, kommt er.

    Kommentar

    Hallo!


    Ist "Unkraut vergeht nicht." positiv, negativ oder neutral?


    Wenn einer den kranken Lehrer besucht, diese Redewendung verwendet um ihn zu trösten,

    ist die Pointe gelungen oder versetzt er den Lehrer in Verlegenheit?


    Ist die Anwendung dieser Redewendung von Region zu Region unterschiedlich?

    Kann man den Satz nur selbst schätzhaft sagen, aber nicht von anderen, insbesonder nicht als Schüler

    zu Lehrer bzw. nicht als Mitarbeiter zu seinem Chef?


    Wie ist es mit "Wenn man vom Teufel spricht, kommt er."

    Ist diese Redewendung positiv, negativ oder neutral?


    Danke!

    Verfasser wani (641043) 20 Jan. 24, 19:27
    Kommentar

    Wenn du dich im Büro mit Kollegen über deinen Chef unterhältst und plötzlich kommt er ins Büro, solltest du nicht sagen: „Wenn man vom Teufel spricht“. Ihr seid keine Kumpel. Gleiches gilt für „Unkraut vergeht nicht“ Beide Sprüche würde ich nur in einem guten freundschaftlichen oder familiären Umfeld benutzen, das diese Aussage richtig einzuschätzen weiß.


    „Unkraut vergeht nicht“ benutze ich, wenn ich von mir spreche.

    Beispiel: Ich war krank und werde gefragt, ob es mir besser geht. Da würde ich z.B. antworten: „Ach du kennst mich doch, Unkraut vergeht nicht.“



    #1Verfasser cassandra _1 (1375961) 20 Jan. 24, 20:12
    Kommentar

    Ja zu #1 ... ich kenne beides vornehmlich aus dem familiären Umfeld ...

    #2Verfasser no me bré (700807) 20 Jan. 24, 20:17
    Kommentar

    Vielen Dank!

    #3Verfasser wani (641043) 20 Jan. 24, 20:43
    Kommentar

    #0:


    Kann man den Satz nur selbst schätzhaft sagen,...


    Du hast doch bestimmt scherzhaft gemeint. 😄

     

    Und ganz humorlos: Wenn man jemand als Unkraut oder Teufel bezeichnet, sind das schlimme Beleidigungen. Dann gibt's in der Schule Klassenbucheintrag oder Schulverweis bzw. bei der Arbeit eine (fristlose) Kündigung. Mindestens.

    #4Verfasser Analphabet (1034545) 21 Jan. 24, 01:18
    Kommentar

    Oh Jemine!


    Ich muss nun nach einer neuen Stelle suchen. 😓

    #5Verfasser wani (641043) 21 Jan. 24, 09:14
    Kommentar

    "Unkraut vergeht nicht" sagt man nur über sich selbst oder allenfalls noch über eine Gruppe, zu der man selbst gehört und innerhalb derer leichte Frotzeleien möglich sind; zum Beispiel, wenn eine Krankheit gleich die ganze Familie erwischt hat. Zum Adressaten der Aussage muss ein Verhältnis bestehen, das eine leicht flapsige Antwort zulässt. Im Berufsumfeld kann man das wohl zu einem Vorgesetzten sagen, mit dem man auch sonst einen lockeren Umgangston hat, wenn die Situation danach ist, aber in ernsten Situationen oder gegenüber Personen, zu denen das Verhältnis distanzierter ist, sollte man eine andere Antwort wählen.


    "Wenn man vom Teufel spricht..." geht nur innerhalb einer Gruppe, die gegenseitige Frotzeleien zulässt, ansonsten kann man damit in der Tat böse anecken, auch wenn eine klar scherzhaft gedachte Bemerkung hoffentlich nicht gleich zur Kündigung führen wird.

    #6Verfasser Pottkieker (871812) 21 Jan. 24, 11:08
    Kommentar

    Stimmt! Wenn einer "Danke!" sagt, bedeutet nicht immer seine Dankbarkeit.


    Zwei deutsche Sprichwörter sind hilfreich.


    • „Mit dem Hut in der Hand, kommt man durch das ganze Land.“


    • "Der Ton macht die Musik."
    #7Verfasser wani (641043) 21 Jan. 24, 12:22
    Kommentar

    "Mit dem Hut in der Hand, kommt man durch das ganze Land.“

    Kenne dieses Sprichwort nicht. Was soll das aussagen?

    #8Verfasser eastworld (238866) 22 Jan. 24, 12:28
    Kommentar

    #8 Es bedeutet, dass Höflichkeit einem alle Türen öffnet.

    Wer den Hut in der Hand hat, hat ihn gezogen (alte Höflichkeitsgeste).


    #7

    Mit dem Hut in der Hand, kommt man...

    Nach "Hand" kommt kein Komma.

    #9Verfasser Möwe [de] (534573)  22 Jan. 24, 12:32
    Kommentar

    #4 Wenn man jemand als Unkraut oder Teufel bezeichnet, sind das schlimme Beleidigungen. Dann gibt's in der Schule Klassenbucheintrag oder Schulverweis bzw. bei der Arbeit eine (fristlose) Kündigung. Mindestens.


    Das ist meiner Meinung nach maßlos übertrieben, zumindest im Kontext der beiden Redensarten, um die es geht. "Wenn man vom Teufel spricht" habe ich schon oft benutzt. Natürlich ist das leicht flapsig, aber ich würde das je nach Kontext auch im Büro sagen, wenn der Chef oder ein Kollege reinkommt, zum Beispiel so: [lächelnd] "Ah, wenn man vom Teufel spricht! Gut dass Sie da sind, wir haben gerade über Ihre letzte Mail geredet und waren uns nicht ganz sicher, wie der letzte Satz der Arbeitsanweisung zu verstehen ist: ..."


    Edit: Weil das bisher nicht direkt gesagt wurde: Ich zumindest kenne die erste Redensart nur verkürzt, also "Wenn man von Teufel spricht ...", und so wurde sie ja auch von allen anderen Antwortenden hier verwendet. Vielleicht macht man das so, um noch weniger den Eindruck zu erwecken, man würde den anderen wirklich als Teufel bezeichnen.

    In der ursprünglichen Bedeutung der Redensart ging es vermutlich um den Aberglauben zum "Beschreien" (Siehe auch: verschreien).

    #10Verfasser Mattes (236368)  22 Jan. 24, 13:21
    Kommentar

    "Unkraut vergeht nicht" sage zumindest ich nur über mich selber oder über Gruppen, zu denen ich gehöre oder eine sehr intensive, intime Beziehung habe. Über einen Kollegen oder gar den Vorgesetzten sollte man so nicht sprechen.


    "Wenn man den Teufel nennt, kommt er gerennt" kann in der verkürzten Fassung, so wie von Mattes beschrieben, verwendet werden. Ich wäre allerdings auch hier vorsichtig und würde es eher nicht gegenüber Vorgesetzten verwenden, auch wenn es nur die Einleitung für eine Frage ist.

    #11Verfasser AGB (236120) 22 Jan. 24, 14:13
    Kommentar

    Praktischerweise heißt mein Chef Teufel mit Nachnamen, da wird das dann leicht abgewandelt: Wenn man von Herrn Teufel spricht.. 😉 und gibt auch keine Abmahnung..

    #12Verfasser drkimble (463961) 24 Jan. 24, 09:53
    Kommentar

    Ich würde keinesfalls zu einen Chef oder auch nicht zu einem Arbeitskollegen sagen "wenn man vom Teufel spricht ....", eigentlich vermeide ich diesen Spruch generell.


    Da wird bei uns die freundlichere Variante "Wenn man von der Sonne spricht, geht sie auf" verwendet.


    #13Verfasser senseless.at (777729) 24 Jan. 24, 10:47
    Kommentar

    Ich sag immer, wir haben gerade von dir gesprochen. Dann ich zu meinem Gesprächspartner: Was wolltest du noch sagen, dein letztes Wort war Trottel....


    #14Verfasser Hawkace (237330) 25 Jan. 24, 09:41
    Kommentar

    Und das sagst du bei deinem Chef? Ich würde das generell nicht empfehlen.

    #15Verfasser Gibson (418762) 25 Jan. 24, 18:32
    Kommentar

    There seems to be a giant gap by using "Wenn man vom Teufel spricht..." and "Speak of the devil...".


    I'm curious to know what people of English as mother tongue think about it. To me it's just an

    unexpected appearence neutrally, without any moods or attitude of haste or disklike as explained by

    https://www.merriam-webster.com/ idiom, informal, used in speech to say that someone one has been

    talking about has unexpectedly appeared "Well, speak of the devil! We were just talking about you!"


    "eigentlich vermeide ich diesen Spruch generell" ist für mich ein guter Tipp aber zugleich ein Versagen mit dem Sprachlernen. Da kann einer nie darauf kommen, dass man zum Englischen auch ein deutsches Pendant hat, obwohl die Situation und die Folge der Anwendung des Sprichwortes völlig anders wäre.

    #16Verfasser wani (641043)  27 Jan. 24, 15:43
    Kommentar

    OT und der Vollständigkeit halber: Wenn man den Esel nennt, kommt er gerennt.

    #17Verfasser Selima (107) 28 Jan. 24, 10:29
    Kommentar

    Danke fürs Hinzufügen! Gleich mit zwei Fragen.


    • Ist gerannt statt gerennt auch richtig?


    • Im deutschsprachigen Raum ist das Tier stur und zickig. In manchen Kulturkreisen ist Esel u.a. auch als ein dummes Zeug gemeint. Sind diese Sinn und Bedeutung auch im Deutschen spürbar?
    #18Verfasser wani (641043) 28 Jan. 24, 10:50
    Kommentar

    "gerannt" ist die standardsprachliche Variante, "gerennt" ist Dialekt (bzw. dem Reim geschuldet).


    "Esel" ist im Deutschen durchaus ein Schimpfwort und steht für Dummheit.

    #19Verfasser penguin (236245) 28 Jan. 24, 11:05
    Kommentar

    Danke!


    Hoffentlich sind "Das wäre eine Eselsbrücke für Sie." oder "Da kannst du eine Eselsbrücke bauen."

    nicht als Schimpfwort oder Beleidigung zu verstehen.

    #20Verfasser wani (641043)  28 Jan. 24, 12:41
    Kommentar

    #20: nein 🙂

    siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Merkspruch

    Außer schon angeführten, gibt noch weitere Bedeutungen:

    • hat dich der Esel im Galopp verloren? (Herkunft)
    • wird es dem Esel zu wohl, geht er aufs Eis Tanzen (Übermut)
    #21Verfasser lg_straight (1021555) 28 Jan. 24, 20:28
    Kommentar

    Werden "hat dich der Esel.. " und "wird es dem Esel zu wohl" nicht persönlich genommen? Beides klingt's nah als Beleidigung.


    Schau mal wie du die Kuh vom Eis kriegst. 😉


    #22Verfasser wani (641043) 28 Jan. 24, 20:46
    Kommentar

    #16: There does indeed seem to be a big difference in effect between the German and English phrases!

    I grew up in the US and always experienced the term as pretty harmless. It could sound a bit negative, but was generally understood to be only jokingly so.


    I vaguely remember a time when the person unexpectedly entering looked slightly put out at being termed a "devil", but then the speaker switched the ending: "Speak of the devil ... and an angel walks in!"


    Auntie Wiki says:

    '"Speak of the devil" is the short form of the English-language idiom "Speak of the devil and he doth appear" (or its alternative form "speak of the devil and he shall appear"). The form "talk of the devil" is also in use in the United Kingdom. It is used when an object of discussion unexpectedly becomes present during the conversation. It can also be used about a topic that quickly becomes relevant, such as the onset of rain or a car breaking down. Used in this sense it can be seen as an alternative to the phrase "tempting fate".

    'The phrase may be traced back to the 16th century and for a long time it implied the prohibition of mentioning the devil. In the modern times it has lost its sinister meaning.'


    #23Verfasser Liz (ae) (1404333)  28 Jan. 24, 21:03
    Kommentar

    There are so many false friends, e.g.


    https://insights.gostudent.org/false-friends-...

    https://www.englisch-hilfen.de/en/words/false...


    The idiom of devil is for me a false friend as well.

    #24Verfasser wani (641043) 28 Jan. 24, 21:22
    Kommentar

    Die unterschiedliche Bedeutung und Verwendung begründet noch keinen falschen Freund, dafür müsste es sich auch noch gleich oder sehr ähnlich schreiben (schau mal in deinem eigenen Link auf die Beispiele).

    #25Verfasser penguin (236245) 29 Jan. 24, 09:35
    Kommentar

    Meiner Ansicht nach muss "Wenn man vom Teufel spricht..." im Deutschen nicht beleidigend sein, und in den meisten Fällen ist es auch weder despektierlich gemeint, noch wird es so aufgefasst. Es kommt eben darauf an, wie man es sagt (Ton, Mimik, Körpersprache).


    Typischerweise wendet man sich dem Eintretenden zu, lächelt und sagt "Aaah, wenn man vom Teufel spricht....". Mich würde das nicht verletzen, und meinen Chef auch nicht, denke ich. Man kann sich natürlich auch seinem Nachbarn zuwenden und raunen "Wenn man vom Teufel spricht... (der hat uns gerade noch gefehlt)", aber ich würde mal vermuten, dass das mit "speak of the devil" auch funktioniert. Es kann natürlich sein, dass sich der Gebrauch im Deutschen auch anglisiert.


    Bei dem Esel aus #17 hingegen würde ich zusammenzucken - kann aber auch daran liegen, dass das nicht so häufig verwendet wir.

    #26Verfasser grinsessa (1265817) 29 Jan. 24, 10:38
    Kommentar

    Das Problem ist das stumme Beleidigtsein, das oft bei sprachübergreifenden Missverständnissen entsteht. Also unbedingt immer thematisieren!

    #27Verfasser penguin (236245) 29 Jan. 24, 10:43
    Kommentar

    Ich finde 'Wenn man vom Teufel spricht' auch überhaupt nicht beleidigend, aber es ist sehr locker. Wenn ich generell einen lockeren Umgangston mit dem Chef habe und man auch mal frozzelt, ist der Satz okay. Wenn die Chefin eher etwas distanziert ist und die Kommunikation rein professionell, würde ich es nicht tun. Es hängt bei solchen Sprüchen sehr von der Beziehung der Leute ab, finde ich, so dass man dazu schlecht allgemeine Aussagen treffen kann.


    #28Verfasser Gibson (418762) 29 Jan. 24, 12:18
    Kommentar

    #22: glücklicherweise ist hier das Eis gerade geschmolzen 😉

    aber ja, ist schon nah dran an Beleidigungen;

    "... im Galopp verloren" kenne ich aber auch scherzhaft, z.B. Person paßt nicht zu anderen in der unmittelbaren Umgebung; oder in der Ichform, wenn man sein Geburtsdatum nicht preisgeben möchte;

    #29Verfasser lg_straight (1021555) 29 Jan. 24, 13:52
    Kommentar

    Für einen kühl-professionellen Austausch ist so ein Spruch sicher nicht geeignet. Offenbar arbeite ich in einem lockeren Umfeld 🙂

    #30Verfasser grinsessa (1265817) 29 Jan. 24, 16:31
    Kommentar

    Das Sprichwort:

    "Wenn dem Esel zu wohl ist, geht er auf´s Eis"

    kenne ich nicht in einem persönlichen Zusammenhang, sondern als Warnung für eine eher riskante oder unbedachte kommende Handlung. Hat für mich keinerlei beleidigenden Beigeschmack.

    Das hängt wohl davon ab, von wem man ihn gelernt hat.


    Und "Unkraut vergeht nicht" sagt man wohl am ehesten von sich selbst.

    #31Verfasser ursus maritimus (1364942)  01 Feb. 24, 13:36
    Kommentar

    #31 +1

    Sehe ich genauso. Den Spruch mit dem Esel kenne ich auch in diesem Sinne und ich würde auch nie jemand anderen als "Unkraut" diffamieren.

    #32Verfasser Progad (1278851) 01 Feb. 24, 15:02
     
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