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    Sprachlabor

    Ärgerliche Fehlübersetzungen in Büchern

    Betrifft

    Ärgerliche Fehlübersetzungen in Büchern

    Kommentar
    Täusche ich mich, oder passieren immer häufiger Fehler bei Buchübersetzungen, die einfach nicht sein dürften (oder lese ich die falschen Bücher)

    Kinder, die nachts ins "herrschaftliche Schlafzimmer" (master bedroom) ihrer Eltern kommen, Gäste, die sich um die "Feuerstelle" (fire place) versammeln, Menschen die sich auf einen "Stuhl mit Bastsitzfläche" (was war da wohl der Ausgangsbegriff?) setzen - solche Dinge regen mich einfach auf. Gibt es eigentlich keine Lektoren mehr auf dieser Welt?

    Habt ihr auch ein paar Schoten auf Lager?
    VerfasserFedex24 Okt. 06, 09:17
    Kommentar
    Das liegt tatsächlich daran, dass anständige Übersetzung und Lektorat als zu teuer angesehen werden und alles nur mehr hingepfuscht wird in den Verlagen. Wer hat zuletzt einen neueren Roman aus einem angesehenen Verlag ohne Druckfehler gelesen?
    #1Verfassertigger24 Okt. 06, 09:24
    Kommentar
    Juhuu, der Faden, auf den ich gewartet habe!

    In "Der Dritte Polizist" von Flann O'Brien (übersetzt von Freund Rowohlt, glaub ich) wird der Protagonist von einem Polizisten etwas gefragt, und im Original antwortet er darauf "Search me." Im Deutschen wurde daraus tatsächlich - na was wohl - "Durchsuchen Sie mich". Ohne Worte.

    Das war der größte Hammer, an den ich mich so erinnere.
    #2VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 09:25
    Kommentar
    Oh ja. In einem Krimi von Jonathan Kellermann, ging der Held mit seiner Freundin einmal in ein "indianisches" Restaurant. Ich dachte noch beim Lesen, na ja, ist ja L.A., multi-kulti, warum nicht indianische Küche? Aber: im Lokal waberten Curry-Schwaden und es wurde irgendwas eindeutig indisches verspeist. Bis heute frage ich mich, ob der Fehler aus Dämlichkeit gemacht wurde, oder um den Lektor zu testen.

    #3VerfasserJule (236478) 24 Okt. 06, 09:27
    Kommentar
    @ tigger, da hast Du Recht! Und ich dachte immer bei mir, "sei nicht so pingelig", wenn ich irgendwo nen Druckfehler entdeckt habe. Aber vier, fünf, bis zu zehn? In einem Buch? Das finde ich wirklich den Hammer. Wenn wir so arbeiten würden, dann wären wir doch schon längst rausgeflogen?!
    #4VerfasserKatharina24 Okt. 06, 09:29
    Kommentar
    Zu Übersetzungsfehlern in Büchern, Filmen und sonstigen Medien hatten wir schon diverse Fäden, aber es ist immer wieder schön.

    Keep them coming ...

    P.S. Schoten? Ich eile ...
    #5Verfasser Jalapeño (236154) 24 Okt. 06, 09:30
    Kommentar
    Katharina, in Verlagen gibt es einfach niemanden mehr, der diese Arbeit überhaupt macht - außer der popligen Rechtschreibprüfung von MS Word -, daher kann keiner rausfliegen.
    #6Verfassertigger24 Okt. 06, 09:34
    Kommentar
    die Obstmaschine in "Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" ist auch nur für die des Englischen Kundigen überhaupt verständlich.
    #7Verfassertanja124 Okt. 06, 09:34
    Kommentar
    tigger, umso schlimmer - findest Du nicht?? Wenn ich mir den Preis ansehe, den Bücher heute so kosten. Und dann wird einfach schlampig gearbeitet! :-( *pout*
    #8VerfasserKatharina24 Okt. 06, 09:35
    Kommentar
    Obstmaschine!!! *auf dem Boden wälz* nein, wie Klasse..... Merken diese Leute eigentlich noch, was sie da manchmal für nen Mist zusammenkloppen??
    #9VerfasserKatharina24 Okt. 06, 09:37
    Kommentar
    Wie heisst denn "Obstmaschine" im englischen Original?

    Bin neugierig....
    #10VerfasserJule (236478) 24 Okt. 06, 09:48
    Kommentar
    @ Jule: fruit machine, und das sind die Dinger, die bei uns 'einarmiger Bandit' heißen, oder einfach Glücksspielgeräte. Fruit machines, weil in den drei Feldern in der Mitte meist irgendwelche Obstsorten abgebildet sind.
    #11VerfasserKatharina24 Okt. 06, 09:50
    Kommentar
    *vorsichtig nachfrag* Ist mit "Obstmaschine" ein Spielautomat gemeint? (Einarmiger Bandit zum Beispiel)
    #12Verfasser Birgila/DE (172576) 24 Okt. 06, 09:50
    Kommentar
    Danke, Katharina! Das ist ja wirklich eine Fehlleistung par excellence!

    Habe gerade verärgert "Gebrauchsanweisung für Paris" gelesen. Da wird doch tatsächlich Ludwig XIV mit Marie-Antoinette verheiratet!
    #13VerfasserJule (236478) 24 Okt. 06, 09:54
    Kommentar
    Letztens hatte ich ein Buch von Stephen Fry über seine Jugend in der Hand (weiß den Titel leider nicht mehr), da war vom ersten Schultag im Internat und von Kreissägen die Rede. Da wäre ja wohl wirklich eine Fußnote angebracht gewesen!
    #14Verfassertigger24 Okt. 06, 09:55
    Kommentar
    Aber "Kreissäge" ist durchaus bekannt, wenn auch etwas veraltet.
    #15VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 09:56
    Kommentar
    tigger, die besagten Strohhüte heißen im Deutschen tatsächlich Kreissägen. Der Begriff dürfte eigentlich immer noch verständlich sein, auch wenn man solche Hüte gewöhnlich nicht mehr trägt.
    #16Verfasser Birgila/DE (172576) 24 Okt. 06, 09:58
    Kommentar
    Also ich kannte das nur aus einem anderen englischen Jugendbuch. Schuluniformen mit Hüten gibt es doch in Deutschland nur mehr, wenn überhaupt, höchst selten.
    #17Verfassertigger24 Okt. 06, 10:05
    Kommentar
    Ich kenne den Kontext nicht, aber ich halte die Übersetzung mit "Obstmaschine" im Allgemeinen für gar nicht so abwegig. Schließlich war es ja auch im Englischen eine ursprünglich ironisch gemeinte Wortschöpfung, und einen Hauch Ironie trägt sie immer noch in sich. Es muss natürlich aus dem Kontext hervorgehen, woher der Name kommt.

    Poppidirk, mit dem von dir hier gelieferten Kontext könnte die Übersetzung "Durchsuchen Sie mich." doch durchaus korrekt sein. :-)
    #18VerfasserSophil <de> (239990) 24 Okt. 06, 10:25
    Kommentar
    @poppidirk
    Kannst du das nochmal erläutern? Ich hätte gedacht das "to search s.o." tatsächlich bedeuten kann, dass man jemanden durchsucht.
    #19VerfasserNetzspannung24 Okt. 06, 10:26
    Kommentar
    Sophil, ja, könnte, war sie aber nicht, weil es nicht um eine Leibesvisitation ging. Ich hab das Buch vor 10 Jahren das letzte Mal gelesen, deshalb weiß ich es nicht mehr genau. Es hat mich nur geägert, gerade weil es fast gepaßt hätte, aber eben nur fast.

    Aber mal ehrlich, ganz generell finde ich die Leistung von literarischen Übersetzern einfach bewundernswert. Vor allem bei der dürftigen Bezahlung. Ich wär auch gern so sprachbegabt ...
    #20VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 10:28
    Kommentar
    Im deutschen AuelBoard gibt es einen langen Faden mit dem Titel "Übersetzungsfehlersammlung". Ich habe selber die deutschen Übersetzungen der Ayla-Bücher nicht gelesen, aber besonders schön in der Sammlung fand ich diese:

    "They were not supposed to see me." - "Sie durften mich nicht mehr besuchen." Es geht hier aber tatsächlich wortwörtlich ums Sehen, nämlich darum, dass eine verfluchte Person vom Rest ihres Clans nicht mehr gesehen wird.

    Über einen Löwen, der statt mit anderen Löwen mit Menschen aufgewachsen ist:
    "People were his pride." - "Menschen waren sein Stolz." (statt "Rudel").

    Anscheinend ist besonders die Übersetzung des ersten Bandes grottenschlecht, und es hat sogar jemand eine Diplomarbeit darüber geschrieben.

    Irritierend finde ich es auch, wenn eine Reihe zusammenhängender Bücher von unterschiedlichen Übersetzern übersetzt werden und sich dann Ungereimtheiten einschleichen. Ich habe mal ein paar Bände der italienischen Ausgabe der Cadfael-Bücher gelesen, da haben sich Cadfael und Hugh in einem Band geduzt und im nächsten gesiezt (geihrt?). Ich finde, bei sowas sollte der Übersetzer in die vorigen Bände wenigstens mal reingucken, oder es sollte Vorlagen vom Verlag geben.

    Noch was: Warum müssen eigentlich Namen übersetzt werden? Ich habe in grauer Vorzeit mal einen Roman von Barbara Cartland ("rotwerd*) gelesen, da war die Übersetzung des Namens der Hauptperson so fehl am Platz, dass ich mich noch heute daran erinnere. Die Romanheldin hieß Vesta, und es wurden mehrmals auf die römische Göttin gleichen Namens hingewiesen (ich glaube, das war sogar irgendwie wichtig für die Handlung). Warum also hieß die gute Frau in der deutschen Übersetzung Vera?
    #21VerfasserAika (236276) 24 Okt. 06, 10:29
    Kommentar
    Netzspannung, "search me" wird sinngemäß auch für "Ich habe nicht die geringste Ahnung" verwendet, und genau dies wäre die richtige Antwort gewesen ...
    #22VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 10:29
    Kommentar
    Zwar nicht aus einem Buch, sondern aus einer E-Mail von einem bekannten, eigentlich englischsprachingen Buchversand:

    "Wir danken Ihnen für Ihre Reihenfolge"...




    no comment
    #23Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 10:29
    Kommentar
    @ Richard: 'order', oder?? Aua, aua, aua.
    #24VerfasserKatharina24 Okt. 06, 10:36
    Kommentar
    Aus einer Stephen-King-Kurzgeschichte (die Übersetzung ist schon mindestens fünfzehn Jahre alt):
    Da heißt es sinngemäß: "Er glaubte das alles, er glaubte auch, dass die amerikanische Regierung irgendwo in einem Geheimlabor einen Ausländer auf Eis liegen hatte."
    Gut, da war der Begriff "Alien" vielleicht noch nicht so gebräuchlich, aber ein Ausländer war's trotzdem nicht.
    Seitdem les ich dann, wenn möglich, lieber das Original ...
    #25Verfassermodemuffel24 Okt. 06, 10:36
    Kommentar
    @ Katharina

    :)
    #26Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 10:40
    Kommentar
    Poppidirk
    > ja, könnte, war sie aber nicht

    Das war mir schon klar, daher der Smiley. :-)
    #27VerfasserSophil <de> (239990) 24 Okt. 06, 10:40
    Kommentar
    @poppidirk
    The dialogue in the Third Policeman is written in an exaggerated, archaic, literal manner. "Durchsuchen Sie mich" was probably the translator's attempt to reproduce this tone. It is just the sort of line that would fit in well into the original.
    I think you should make more allowance for the translator's freedom of interpretation.
    #28Verfassermartin24 Okt. 06, 10:47
    Kommentar
    Ich las mal, dass die Hauptfigur Lucy aus den Kate Charles-Krimis mit "Artistin" statt "Künstlerin" übersetzt wurde. Dabei ging aus dem Text deutlich hervor, dass sie Zeichnungen und Malereien anfertigt.
    #29VerfasserMelrose24 Okt. 06, 10:49
    Kommentar
    Mein Favorit ist in "Vom Winde verweht" zu finden:
    Scarlet hat sich extra aus ihren Vorhängen ein Kleid genäht, um Rhett im Knast besuchen zu können, steigt aus der Kutsche und was passiert? Sie steht "bis zu den Enkeln" im Schlamm!!!
    #30VerfasserNelly24 Okt. 06, 10:51
    Kommentar
    Noch viel ärgerlicher als (unbeabsichtigte) Übersetzungsfehler in Büchern finde ich die (absichtlichen) seltsamen "Übersetzungen", um nicht zu sagen Enstellungen, von Buchtiteln. (Bei Filmen ist das noch viel schlimmer, aber das ist keine Entschuldigung.) Natürlich können Buchtitel oft nicht wortwörtlich übersetzt werden, aber manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass der deutsche Titel rein gar nichts mit dem Buch bzw. der Intention des Autors zu tun hat, sondern einer vermeintlich besseren Vermarktbarkeit geschuldet ist. Als Beispiele fallen mir spontan ein (Originaltitel in Klammern):
    Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi)
    Martin Amis: 1999 (London Fields)
    Ursula K. Le Guin: Rückkehr nach Erdsee (The Other Wind)
    Douglas Adams: Einmal Rupert und zurück (Mostly Harmless)
    (Warum die jedem Leser der anderen Hitchhiker-Bände bestens bekannte Wendung "Größtenteils harmlos" zum selten dämlichen Titel "Einmal Rupert und zurück" wurde, weiß wohl nur der Heyne-Verlag allein...)
    #31Verfasser RE1 (236905) 24 Okt. 06, 10:55
    Kommentar
    HA. Ich lese gerne Tom Clancy. Da kann man sich stundenlang über die Übersetzungen aufregen.

    Am härtesten waren die "A/C-130 Kampfhubschrauben", die in "großer Höhe kreisten" und mit ihren "150 Zoll Haubitzen schossen".

    (Für die nicht militärisch interessierten: eine A/C-130 ist ein "Gunship". Allerdings kein "Helicopter Gunship" wie der russische Hind oder der amerikanische Apache, sondern eine umgebaute C-130 Transportmaschine, die unter anderem ein Artilleriegeschütz in der Seitenwand eingebaut hat. Diese Maschinen kreisen dann über dem Zielgebiet, immer linksrum, und beschiessen dann Bodenziele mit diesen Geschützen in der Seitenwand. Und die Geschütze sind, wenn überhaupt, 150mm, nicht Zoll. Aber darauf seid ihr wahrscheinlich selbst gekommen.)

    Außerdem kriegen die Übersetzer es häufig nicht hin, Kaliberangaben korrekt zu übersetzen. ".50" ist eben kein Kaliber von 50mm.
    #32VerfasserSid2K624 Okt. 06, 11:01
    Kommentar
    @ RE1

    "manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass der deutsche Titel rein gar nichts mit dem Buch bzw. der Intention des Autors zu tun hat"

    Manchmal?!? Ich finde die Titel der meisten Krimis grottenschlecht. Kaum je wird sich die Mühe gemacht, den Originaltitel auch nur ansatzweise zu übersetzen. Wenn ich an all die Elizabeth George- und Deborah Crombie-Krimis mit diesen schwülstigen "Denn sie... "-Titeln denken!

    "Denn sie betrügt man nicht", "Denn bitter ist der Tod", "Denn nie bist du allein", "Denn keiner ist ohne Schuld" usw. usf. Aah, da könnte ich schreien, so grässlich finde ich das!!!
    #33VerfasserMelrose, der Krimifan24 Okt. 06, 11:03
    Kommentar
    @Nelly:

    Zu Enkel siehe

    #1, #8, #37 und #314 in diesem Faden.

    Der verlinkte Faden ist der letzte große "Übersetzungsfehler"-Faden, den wir hatten. Auch dort finden sich einige schöne Beispiele.
    #34Verfasser Jalapeño (236154) 24 Okt. 06, 11:03
    Kommentar
    Schon vor mehr als 30 Jahren schaffte Goldmann es, den Bruder von Lord Peter Wimsey vor eine Gericht von Pears zu stellen.

    Dann muß wohl eine steinzeitliche Rechtschreibkorrektur Amok gelaufen sein.

    Die Fehler, die mir bei Lesen aufstoßen, sind zu zahlreich, um si ealle aufzuzählen. Deswegen lese ich gerne das englische Original, wenn es sich denn auftreiben lässt.

    BTW: Titel werden in D immer vom Verlag festgelegt, auch bei Originalausgaben in Deutscher Sprache. Da ist dann die Marketingabteilung schuld, warum auch immer sie glauben, ihre Idee würde die Verkaufszahlen erhöhen. Richtig ärgerlich machen mich aber die Neuveröffetlichungen von (weiterhin fehlerhaften) Übersetzungen unter neuem Titel.
    #35Verfasser CJ de (236383) 24 Okt. 06, 11:04
    Kommentar
    Richtig ärgerlich daran ist ja, dass jemand wie ich, der eben nicht richtig Englisch kann, das überhaupt nicht merkt. Den Originaltitel kann ich auf der Innenseite lesen, und sehe, wie er übersetzt ist, gut oder schlecht, oder auch nur einfach ganz anders.

    Aber mir fehlt das Sprachgefühl, um so Sachen wie das "Gericht von Pears" (was war hier der Fehler?) und "Search me" zu merken. Das ärgert mich dann im Nachhinein sehr, wenn mich jemand darauf aufmerksam macht. Dass ich einfach zu dumm bin, um ein Buch SO zu lesen, wie es eigentlich vom Autor gemeint ist.

    Ich habe mich schon so geärgert, dass in den Wunderlich-Ausgaben der Inspektor-Jury-Krimis von Martha Grimes teilweise ganze Personen und Szenen unterschlagen wurden. Da kam mir echt die Galle hoch, weil ich es nur durch Zufall gemerkt habe, als ich mal ein englisches Original in die Hände bekam! Ich frage mich immer, ob deswegen der deutsche Verlag geändert wurde. Aber merkt jemand wie Martha Grimes so etwas überhaupt?
    #36VerfasserMelrose24 Okt. 06, 11:19
    Kommentar
    @ Melrose: Du bist mit Sicherheit nicht 'zu dumm', ein Buch im Original zu lesen. Es mag ja sein, daß Dein Englisch vielleicht nicht gut genug dafür ist. Aber da hilft doch Üben. Und das ist jetzt überhaupt nicht böse gemeint. Denkst Du denn, alle Leute hier konnten schon immer perfekt Englisch? (Von den Engländern jetzt mal abgesehen *duck*). Wir haben doch alle irgendwann mal mit Lernen angefangen, haben Sachen nicht verstanden und uns gewundert. Ein Beispiel: ich war vor Jahren mit meiner Mutter in London. Wir sitzen beim Essen, und die Kellnerin fragt uns, ob wir vegetables dazu haben möchten. Ich so: "Hä? Was für'n Tisch??" Ich kannte das Wort einfach bis dahin nicht. Oder, als ich nach dem Abitur in Australien war - meine Güte, ich dachte, ich spreche halbwegs vernünftiges Englisch, schließlich hatte ich LK mit allem Zipp und Zapp - ich komm dahin und vestehe keinen Menschen!! Ich dachte ja, ich bin im falschen Film!
    Also, nicht ärgern, sondern lernen :-)
    #37VerfasserKatharina24 Okt. 06, 11:26
    Kommentar
    @Melrose
    "Gericht von Pears" würde entweder implizieren, dass 'Pears' ein Eigenname ist (etwa ein Ort, o.ä.), oder man geht davon aus, dass das englische Wort 'pears' gemeint ist, was dann ein Gericht aus Birnen bedeuten würde (ich habe ja nichts gegen einen Birnenkuchen, aber das war wohl nicht gemeint).

    Gemeint war wohl ein "Tribunal of Peers"- sprich ein Gericht seiner gleichen- eine Jury

    #38Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 11:26
    Kommentar
    @Katharina

    Die Australier versteht man aber auch nicht wenn man aus England kommt. Und nicht nur die Sprache...

    ;)
    #39Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 11:27
    Kommentar
    Kann Katharina nur unterstützen. Ich fragte mal in London nach dem nächsten Supermarkt und bekam irgendwas mit "safe way" zur Antwort. Natürlich nahm ich an, daß die Dame meinte, das sicherste sei, da lang zu gehen, weil da einer sei. Woher sollte ich denn wissen, dsß "Safeway" eine Supermarktkette ist?

    Also, lesen, sprechen, dann kommt's von allein.
    #40VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 11:29
    Kommentar
    *LOL* Danke, Richard & poppidirk! Und ich bin sicher, jeder Zweite hier hat solche GEschichten erlebt...
    #41VerfasserKatharina24 Okt. 06, 11:31
    Kommentar
    @ Katharina

    Danke, das war ermutigend!
    #42VerfasserMelrose24 Okt. 06, 11:35
    Kommentar
    In einem Stephen King Roman (War es "Friedhof der Kuscheltiere?) hatte eine Katze den Namen "Kapitän Rinderherz". Hätte nicht geschadet, wenn der Übersetzer gewusst hätte (oder ihm jemand gesagt hätte), dass Captain Beefheart ein berühmter Musiker ist.
    #43VerfasserMichael24 Okt. 06, 11:37
    Kommentar
    Gemeint war natürlich die "Jury of peers", auf die ein Mitglied es Hochadels in den 1920gern noch Anspruch hatte. Daß daraus in der Übersetzung Birnen wurden war doch irgendwie erheiternd - aber ein so dämlicher Fehler, das es fast Absicht gewesen sein könnte.
    #44Verfasser CJ de (236383) 24 Okt. 06, 11:41
    Kommentar
    Ich habe mich auch schon oft ueber schlechte oder wenig gelungene Uebersetzungen geaergert, aber man muss doch sagen, dass es auch gut gibt. Ich finde se z.b. bewunderswert, dass sich jemand ueberhaupt traut terry PRatchett zu uebersetzen, und das gar nicht mal so schlecht, auch wenn nichts dem Orginallesen gleichkommt. Man muss sich halt durchbeissen und dann wirds mit der Zeit immer besser, habe selber auch so angefangen.

    Manchmal haben aber auch Uebersetzer Sternstunden und uebertreffen gar das orginal: z.B. der sorting hat aus Harrz potter wird in der Frz. Ausgabe zum choixpeau (bin mit der Schreibweise nicht mehr sicher), das ist einfach genial
    #45Verfasseruke24 Okt. 06, 11:42
    Kommentar
    Dr Desmond Morris is well-known in England for his book on body language "Manwatching"

    This, for reasons best known to the publisher, was translated into German as:
    Der Mensch, mit dem wir leben ...
    ISBN:3426036592

    A publisher, by the way, published a later book of anecdotal type by the same author, called "The Naked Eye" in English, in German under the title (yes, you've guessed it!!):

    "Manwatching - Reisen zur Erforschung der Spezies Mensch"
    ISBN:0091878675

    go figure...
    #46Verfasserodondon irl24 Okt. 06, 11:44
    Kommentar
    Da kann ich Richard nur zustimmen.

    An und für sich verstehe ich alles im englischen, aber wenn man dann in einem fremden Land unterwegs ist, versteht man halt doch nicht alles auf Anhieb. So wie es Poppi mit dem Safeway ergangen ist, ging es mir in Australien im Supermarkt, als mich der Kassierer fragte ob das alles ist.
    Meine Antwort darauf "Klar ist das viel, aber die Preise hier sind so günstig, da muss man zuschlagen".

    Wer schon mal da war, weiss, was der Kassierer fragte... *g*
    #47VerfasserPaluda (236253) 24 Okt. 06, 11:47
    Kommentar
    Der nervigste Übersetzungsfehler ist immer noch:

    Here comes ...
    --> Hier kommt... *argh*
    #48VerfasserBronchipret (236310) 24 Okt. 06, 11:48
    Kommentar
    Nein, "once more" mit "einmal mehr" zu übersetzen ist schlimmer.
    #49VerfasserPoppidirk [de] (236088) 24 Okt. 06, 11:50
    Kommentar
    @Paluda: Erklärst du es auch denen, die noch nicht da waren?
    #50Verfasser Jalapeño (236154) 24 Okt. 06, 11:50
    Kommentar
    @Jalapeno - I assume the question asked was something like: "is that the lot?"
    #51Verfasserodondon irl24 Okt. 06, 11:56
    Kommentar
    @ Jalapeño
    Na weills du bist.

    Die Fragen da "is that the lot", und danke dem Genuschel des Herren hatte ich nur sowas wie "that is a lot" verstanden...
    Nach dem dritten mal in verschiedenen Supermärkten wars dann auch mir klar.
    #52VerfasserPaluda (236253) 24 Okt. 06, 11:56
    Kommentar
    @uke (#45):

    Die TP-Übersetzung sind tatsächlich außergewöhnlich. Vor allem scheinen der/die Übersetzer sich dahingehend geeinigt zu haben, daß das gelegentliche, unübersetzbare Wortspiel einfach übersetzt und das Original in einer Fußnote erklärt wird.

    Und ich finde den Ansatz gut, da ja auch die Originale vor humorvollen Fußnoten strotzen.

    Ich hätte allerdings die Namen nicht übersetzt, sondern beibehalten. Allerdings sind die teilweise so hintergründig, daß einige Witze verlorengingen.

    Ich lese jedenfalls die Originale. Auch wenn mir da vielleicht auch der eine oder andere Witz entgehen.
    #53VerfasserSid2K624 Okt. 06, 12:05
    Kommentar
    Poppidirk, ich hab die Stelle aus "Der Dritte Polizist" auch noch im Ohr. Was Harry Rowohlt sich da gedacht hat, weiß ich auch nicht. Flann O'Brien ist aber auch nicht gerade einfach zu übersetzen. Ganz schlimm fand ich die Übersetzung "At swim two birds" (die Übersetzerin fällt mir jetzt nicht ein) in "Zwei schwimmende Vögel".
    #54Verfasser lyri (236943) 24 Okt. 06, 12:07
    Kommentar
    Nochmal ich, gerade nach ca. 12-stündigem Flug in Australien gelandet, an der Kaffeebar im Flughafen: "One cup of tea, please." Der Mensch hinter der Theke: "White?" Ich: Sorry?" Er: "White?" Ich (gucke mittlerweile recht sparsam): "Eh.. sorry..?" Er: "Would - you - like - MILK - in - your - tea?"

    (Klar Mensch, rede doch mit mir als ob ich nen IQ von 12 habe! Ich bin gerade 19 geworden, frisch aus der Schule, und kenne die Bezeichnung 'white' für Milch im Tee nicht... VERZEIH MIR!!! ES TUT MIR LEID!!!)
    #55VerfasserKatharina24 Okt. 06, 12:07
    Kommentar
    bronchipret, poppidirk, mein rotes Tuch ist "nicht länger" für "no longer", wie schon anderswo erwähnt...und, was mal als Übersetzung anfing aber inzwischen "richtiges" Deutsch ist: Superlativ+aller Zeiten. Alles Hellseher oder wie?
    #56Verfassertanja124 Okt. 06, 12:31
    Kommentar
    oder an der Supermarktkasse in Canada: Sie: do you have a nickle? Ich: A what? (zu mir: Also, sie meint bestimmt eine Sorte Kleingeld, aber welche?) Sie: A nickle! Ich: I don't know. sie: I want a Nickle, so I can give you a dollar (or whatever) Ich zu mir: Ja klar, das habe ich schon verstanden aber wieviel zum Teufel ist ein Nickle? Ich habe ihr dann einfach meine Handvoll Kleingeld gezeigt. Ich weiß bis heute nicht welches Geldstück gemeint ist... Und warum konnte sie nicht einfach sagen soundsoviel cent?
    #57Verfasserfd24 Okt. 06, 12:32
    Kommentar
    @Melrose und Richard: In Dorothy L. Sayers Clouds of Witness (dt. diskrete Zeugen) wird Lord Peters Bruder, der Herzog von Denver, des Mordes beschuldigt und vor dem Oberhaus angeklagt. Im Oberhaus sassen Adelige, als seinesgleichen, deshalb seine "peers".
    #58VerfasserJule (236478) 24 Okt. 06, 12:32
    Kommentar
    Ist ein Nickel 20 / 25 Cent? Ist jetzt so dahin geraten, cih war noch nie in Kanada oder den USA :-D
    #59VerfasserKatharina24 Okt. 06, 12:33
    Kommentar
    5 Cent: http://en.wikipedia.org/wiki/Nickel_%28Canadi...

    25 Cent sind ein Quarter.
    #60Verfasser Jalapeño (236154) 24 Okt. 06, 12:34
    Kommentar
    Was mir noch einfällt ist die Übersetzung von Julia Cameron.
    Unter anderem wird da aus

    I am willing ...
    Ich will ...

    @Jule: Danke, ich hab's so klar im Kopf, das meine Erklärungen nicht-Sayers-Lesern nicht weiterhelfen.
    #61Verfasser CJ de (236383) 24 Okt. 06, 12:42
    Kommentar
    Yes, and 10 cents are a dime.

    A bit off-topic, but a nice "money" anecdote:
    Once when I was in the US, I absentmindedly said something like "Wait, I think I have 2p somewhere" at a till (the price was $6.02 or something). The saleslady looked at me as if I were a complete nutter. My (American) grandmother, who was with me at the time, later told me that the woman had probably thought I had told her I needed to pee. How embarrassing! Since then, I am very careful about getting currencies right...
    #62Verfasser dulcinea (238640) 24 Okt. 06, 12:49
    Kommentar
    dulcinea, it takes me (German) aaages to get the currencies right when I am in the UK - even more so since we've had the Euro! I can't get used to the fact that the Pfennige are now called cents! And prices in pound sterling...? In my head I go "thirty pounds is ninety marks, so that's 45 euros..." Silly, I know, and completely off-topic!
    #63VerfasserKatharina24 Okt. 06, 12:54
    Kommentar
    That's hilarious, dulcinea. Ich glaube, mich würde man auch komisch ansehen, wenn ich in Deutschland der Kasse sagen würde "Warten Sie kurz, ich glaube, ich muss kurz irgendwo hinpinkeln" ... :-)
    #64Verfasser Jalapeño (236154) 24 Okt. 06, 12:56
    Kommentar
    @Jule

    And a jury of peers is still possible (the highest court in the land being the house of lords, where the peers sit- and theoretically, it is still possible for a trial to be heard by the entire house, although that has not happened in over a century).

    Peers does have the dual meaning of nobility and equals. Being judged by your equals is a concept that is still very much alive in England, in the form of jury trials.

    #65Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 12:59
    Kommentar
    To stay off-topic with the currencies; are the 10 cent pieces in Germany referred to as Groschen at all? Or did that term die with the DM?
    #66Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 13:02
    Kommentar
    Während meiner Schulzeit durfte ich noch mit farthing, halfpenny, twopence, half a crown etc. rechnen.
    #67VerfasserHans24 Okt. 06, 13:03
    Kommentar
    @ Richard, no, I have not heard anyone say that since we've had the Euro. Have you ever lived here in Germany if I may ask? (Getting more and more off topic now, sorry everyone)
    #68VerfasserKatharina24 Okt. 06, 13:04
    Kommentar
    Get a (chat)room!
    :)

    Schlimm finde ich, wenn die Übersetzungen von Büchertiteln, die sehr auf den Inhalt bezogen sind, nicht "schön" oder gar falsch übersetzt werden. (z. B. Hitchhikers Guide to the Galaxy - Per Anhalter durch die Galaxie").

    Noch schlimmer ist es bei Titeln, die vom englischen eingedeutscht werden, aber totzdem noch "englisch" sind. leider kommen mir da grade nur Filme in den Sinn (Matchstick men - Tricks, Bend it like beckham - Kick it like Beckham, etc.)
    #69VerfasserPaluda (236253) 24 Okt. 06, 13:13
    Kommentar
    @lyri:
    So then tell me please - what's your 100% correct translation for "At swim two birds" then? How would you have done it better?
    #70Verfassermartin24 Okt. 06, 13:21
    Kommentar
    #71Verfasser Richard (236495) 24 Okt. 06, 13:22
    Kommentar
    "Auf Schwimmen-Zwei-Vögel" - es geht nämlich um die Insel "Swim-Two-Birds", soweit ich weiß.
    #72VerfasserPoppidirk [de] nicht eingeloggt24 Okt. 06, 13:23
    Kommentar
    Thanks Richard!

    @ Paluda: I've got my own chatroom! And you haven't! :-D
    #73VerfasserKatharina24 Okt. 06, 13:28
    Kommentar
    Zu Antwort 30 - "bis zu den Enkeln im Schlamm" -- das ist, glaube ich, ein norddeutscher Regionalismus. Kenne jemanden aus Bremen, der das auch immer sagt (für Knöchel), und die Person war sich überhaupt nicht bewusst, dass das für den Rest Deutschlands wie ein lachhafter Fehler klingt. In Bremen ist das wohl normal.
    #74VerfasserAndreaP24 Okt. 06, 13:32
    Kommentar
    @Katharina

    Jetzt bin ich aber neidisch ;)
    #75VerfasserPaluda (236253) 24 Okt. 06, 13:40
    Kommentar
    @Paluda (#69): Was hast du an "Per Anhalter durch die Galaxis" auszusetzen? Wortwörtlich übersetzt würde es einfach nicht besonders gut klingen. "Der Anhalter-Reiseführer für die Galaxis?" "Der Reiseführer für Anhalter durch die Galaxis"?
    Ich weiß nicht, ob der "Hitchhiker's Guide to Europe" (der ja namensgebend für Douglas Adams' Buch war) jemals auf Deutsch erschienen ist, aber auch da wäre meiner Meinung nach "Per Anhalter durch Europa" der griffigere Titel...
    #76Verfasser RE1 (236905) 24 Okt. 06, 13:41
    Kommentar
    Also mich nerven immer mehr die schlampigen "Übersetzungen" von Dialogen in Filmen oder Serien. Jüngstes Beispiel: In der Serie "American Chopper" gibt es mal wieder einen heftigen Streit zwischen Vater und Sohn. Letzterer fängt an mit: "Aber sonst sagst Du doch immer...", worauf der Vater antwortet: "Don't go there!" Ratet mal, wie das übersetzt wurde ... Am schlimmsten aber finde ich, wenn in einem Krimi im Original ein "caucasian male" gesucht wird und die deutsche Version die Polizisten tatsächlich nach einem "kaukasischen Mann" suchen läßt. Da frage ich mich immer, ob das denn nicht zumindest die Sprecher aufhorchen läßt, aber offensichtlich denken die sich auch nichts dabei, einen "Kaukasier" zur Fahndung auszuschreiben...
    #77VerfasserKahana24 Okt. 06, 13:43
    Kommentar
    Liebe Diskutanten, Richard war so freundlich, im Quasselzimmer einen neuen Faden aufzumachen. Bitte diskurtiert also hier weiter.
    #78VerfasserWerner (236488) 24 Okt. 06, 13:44
    Kommentar
    diskutieren sollt Ihr, bitte. Das war hoffentlich der letzte Beitrag hier.
    #79VerfasserWerner (236488) 24 Okt. 06, 13:45
    Kommentar
    @ RE1

    Naja, der deutsche Titel ist ja nicht schlecht, mir ist einfach kein besseres Beispiel eingefallen...
    Wie hiess denn der Reiseführer im Buch drin, wurde der im Deutschen auch nur "per..." genannt?

    Gut, hier ein anderes Beispiel:

    Die Bücher von Dan Brown:
    "The Da Vinci Code" - "Das Sakrileg"
    "Angels and Demons" - "Die Illuminati"

    Sind zwar auf Deutsch starke, tolle Titel, dennoch ist es komplett was anderes.
    #80VerfasserPaluda (236253) 24 Okt. 06, 13:47
    Kommentar
    @Werner: Aber der Faden im Quasselzimmer ist doch nur der "Off-topic overflow" aus diesem Faden (für die Währungsfragen). Warum gehört Deiner Meinung nach ein Faden über ein sprachbezogenes Thema (was Fehlübersetzungen m.E. sind) nicht ins Sprachlabor?
    #81VerfasserAika (236276) 24 Okt. 06, 13:54
    Kommentar
    Flann O'Briens Titel heißt auf Deutsch "In Schwimmen-zwei-Vögel", es gibt auch eine gute Harry-Rowohlt-Übersetzung. Es ist aber keine Insel, sondern ein Dorf.
    Außerdem gibt es einen höchst merkwürdigen Film dazu, muss eine österreichische Produktion sein, weil das halbe Burgtheater mitspielt.
    #82Verfassertigger24 Okt. 06, 13:56
    Kommentar
    @Paluda: Ja, auch der Reiseführer selbst heißt im Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Das ist schon konsistent.
    #83Verfasser RE1 (236905) 24 Okt. 06, 14:42
    Kommentar
    tigger, die Rowohltsche Version ist mir wohl bekannt. Es gibt aber auch eine andere Version, da wird schon im Titel klar, wie armselig die Übersetzung ist. Mich schüttelt es immer wieder, wenn ich daran denke.
    #84Verfasser lyri (236943) 24 Okt. 06, 14:43
    Kommentar
    Poppidirk, es gibt auch die Version Inschwimmen zwei Vögel. Das erinnert mich an das autobiografische Büchlein von Harry Rowohlt im Gespräch mit Ralph Sotscheck "In Schlucken zwei Spechte".
    #85Verfasser lyri (236943) 24 Okt. 06, 14:50
    Kommentar
    Dan Brown: The Da Vinci Code

    Hab ich in Deutsch gelesen und dabei sind mir auch 2 oder 3 sehr fragwürdige Übersetungen aufgefallen..leider hab ich das Buch nicht zur Hand (auch nicht irgendwie auch nur in der Nähe..), aber vielleicht erinnert sich jemand von euch oder jemand kann nachschauen.
    Eins war als die Hauptperson in den Louvre geht (soweit ich mich erinnere), aber mir will die Wendung einfach nicht einfallen..hab mich auf jeden Fall tagelang furchtbar darüber aufgeregt...;)
    #86Verfassercre24 Okt. 06, 14:54
    Kommentar
    Woran erkennt ihr eigentlich immer, dass etwas falsch übersetzt wurde (bzw. was im Original stand). Lest ihr beide Versionen? Oder sind die Fehler so offensichtlich?
    #87Verfassergrippie24 Okt. 06, 15:07
    Kommentar
    @grippie: manchmal liest man einen Satz und weiß bei entsprechender Sprachkenntnis sofort was da im Original stand - und dass das auf Deutsch so gar nicht geht...
    #88Verfasser107624 Okt. 06, 15:10
    Kommentar
    Vor allem bei schlechten Übersetzungen stolpert man einfach drüber, weil's auf deutsch irgendwie komisch klingt, und wenn man's dann à la Babelfish ins Englische übersetzt, wird ein Schuh bzw. ein korrekter englischer Satz draus. Das funktioniert sogar bei mir, obwohl ich nicht so super Englisch kann.
    #89Verfassertigger24 Okt. 06, 15:14
    Kommentar
    Manches ist auch einfach so offensichtlich, dass man es als deutscher Leser sofort merkt: wenn z.B ein Auto nach rechts dreht statt rechts abbiegt ist das schon ziemlich offensichtlich.
    #90Verfasseruke24 Okt. 06, 15:28
    Kommentar
    Hab ich gerade auf der Hugendubel-Website gefunden, Rubrik "Kult-Korner" http://www.hugendubel.de/Leseecke/KultKorner.aspx :

    Was mich auch wirklich aufregt, sind diese schrecklichen Fisch-Aufkleber auf Autos. Damit zeigen die Leute, dass sie Christen sind. Aber nicht unbedingt nette Gläubige, die den Obdachlosen helfen, sondern gerne mal solche, die der unabänderlichen Meinung sind: Die Wissenschaft ist Teufelswerk und ihr werdet alle in der Hölle rotten!
    #91VerfasserCat Fud24 Okt. 06, 15:32
    Kommentar
    Ich wollte neulich Stephanie Kleins Buch "Straight Up and Dirty" in der deutschen Version verschenken. Und wie heißt es hier? "Die Dating-Queen. Die Männer, Manhattan, Martinis und ich". Gruselig! Und dann gibt's als Zugabe noch ein kitschiges Cover mit Cocktail-Glas. Für welche Zielgruppe ist das denn bitte übersetzt?
    #92VerfasserNia24 Okt. 06, 15:39
    Kommentar
    Zoologische Fehlübersetzungen:
    Direkte Übersetzung englischer Namen obwohl es deutsche Namen gibt.
    Angeblich gibt es García-Márquez-Übersetzungen wo Tiger durch den kolumbianischen Dschungel schleichen, anstatt korrekt Jaguare (spanisch beidesmal "tigre", aber Tiger kommen in Südamerika gar nicht vor).
    #93Verfasserholger (236115) 24 Okt. 06, 15:40
    Kommentar
    @grippie..ja wie schon von 1076 gesagt, manchmal erkennt man einfach auf den ersten Blick die englische Wendung und weiss, dass man es im Deutschen nicht unbedingt so ausdrückt...

    Und kann mal bitte jemand in dem Buch Sakrileg nachschauen was ich meine..es war glaub ich eine Beschreibung im Museum..ach wenn ich mich nur erinnern könnte..thanks ;)
    #94Verfassercre24 Okt. 06, 16:30
    Kommentar
    Oh, das gibts bei chemischen Begriffen auch. Da ist dann immer wieder die Rede von irgendwelchen Sodiumverbindungen, obwohl es das Element Sodium gar nicht gibt (auf Deutsch).

    Passiert übrigens oft auch den sogenannten "Wissenschafts"redaktionen von Tageszeitungen. Zumindest von denen würde ich mir schon erwarten, dass sie zumindest die Namen der Elemente kennen.
    #95Verfasserkqvc324 Okt. 06, 16:34
    Kommentar
    To:Katharina(55)
    I don't understand your problem... you don't know these expressions (white, nickle, etc.) and then get upset at other people?
    "rede doch mit mir als ob ich nen IQ von 12 habe!"... what is the other person supposed to do?
    #96Verfasserklick24 Okt. 06, 16:54
    Kommentar
    Im Privatfernsehen kam mal eine komplette Sendung über das "Guinea-Schwein" - da werden 45 Minuten voll durchsynchronisiert, dazu hüpfen Meerschweinchen übers Bild, und weder Redakteur, noch Aufnahmeleiter, noch Sprecher denken sich was dabei. Ich würde diese Leute eine Woche lang am Marktplatz an den Pranger stellen.
    #97VerfasserGinnipick24 Okt. 06, 17:32
    Kommentar
    Ginnipick, da kann ich nur eins sagen: LOL!!!
    (in Anlehnung an einen anderen Faden)
    #98Verfasserhappp24 Okt. 06, 18:01
    Kommentar
    "Chaos" is a popular science book by James Gleick about chaos theory. At one stage he refers to a torus, and explains that this is something shaped like a doughnut. The German translator expressed this as "hat die Form eines Berliners", which unfortunately misses the crucial fact that a torus has a hole in the middle, and so makes the explanation utterly useless.
    #99VerfasserPhilip (BE) (236286) 24 Okt. 06, 18:20
    Kommentar
    mince pies hat mich immer amüsiert. Mince pies kommen oft in betulicheren englischen Krimis vor und werden immer als 'Fleischpastete' übersetzt.
    #100Verfasserrosanna (242941) 24 Okt. 06, 18:28
    Kommentar
    @rosanna: Nur mal interessehalber, weil ich's gerade selber in einem Krimi hatte - wie würdest du denn "mince pies" übersetzen?
    #101VerfasserAndres24 Okt. 06, 19:08
    Kommentar
    Aber Philip, Berliner HABEN doch ein Loch (das allerdings mit Marmelade gefüllt ist) ;-))))
    #102VerfasserKrapfen24 Okt. 06, 20:35
    Kommentar
    Re mince pie:
    The origin of the word 'mincemeat' is often of interest, especially as it does not appear to contain any meat whatsoever. Up to Victorian times, the mince(meat) pie would have actually have been a spiced meat pie with some dried fruit. It has evolved to the point where the only meat in the pie is in the form of suet, a historical throwback. The filling is nowadays made from fruit mincemeat (fruitmince to North Americans) containing dried fruit such as raisins, currants, cherries, apricot, candied peel; spices such as cinnamon or nutmeg; nuts such as walnuts or chopped almonds; suet; and some kind of alcohol, usually either brandy or rum. Although no longer a meat pie, the mince pie is suitable for vegetarians only if the suet is replaced by vegetable fat.
    (http://en.wikipedia.org/wiki/Mince_pie)

    Also "Fruchtpastete"?
    #103VerfasserMattes fett24 Okt. 06, 20:56
    Kommentar
    Oje, Paluda, sich über angeblich falsche Übersetzungen aufregen und dann "galaxy" mit "Galaxie" übersetzen ... "Der Pott ruft den Kessel schwarz." kann ich da nur sagen. :-) ...
    #104VerfasserSophil <de> (239990) 24 Okt. 06, 20:59
    Kommentar
    Drei Beispiele aus der Übersetzung eines Romans von Marion Zimmer Bradley:

    junge Pferde einbrechen (to break in young horses)

    Schmerztöter (= üaonkiller)

    Babys werden oft in Klumpen geboren (= Babies are born in clusters)
    #105Verfasser MiMo (236780) 24 Okt. 06, 21:14
    Kommentar
    @Sophil
    Bitte laß mich nicht dumm sterben.
    Abgesehen davon, daß Paluda den deutschen Titel nicht korrekt wiedergegeben hat: Was ist falsch an galaxy - Galaxie?
    Danke.
    #106Verfasser BOF (237892) 24 Okt. 06, 21:26
    Kommentar
    Die Milchstraße (also das Sternensystem, in dem wir uns befinden) heißt auf deutsch "Galaxis". Die Galaxis ist eine von Millionen Galaxien.

    "Per Anhalter durch die Galaxie" zu schreiben ist in etwa so, als ob man einen Wanderführer für die Pyrenäen mit "Per pedes durch das Gebirge" zu betiteln.
    #107VerfasserSophil <de> (239990) 24 Okt. 06, 21:55
    Kommentar
    Ich vermag immer noch nicht ganz zu folgen.
    Mir ist bekannt, daß Galaxis der Milchstraße entspricht. Mir ist weiter bekannt, daß eine Galaxie im allgemeinen Sprachgebrauch ein 'außermilchstraßliches' Sternsystem bezeichnet. (Wobei der Duden Galaxie - zwar als veralt. gekennzeichnet - noch mit Galaxis auf eine Stufe stellt.)
    Von daher wäre doch der falsch zitierte Titel eigentlich sogar richtiger. Denn Arthur, Marvin, Ford, Trillian und Zaphod haben sich doch kaum in unserer Galaxis herumgetrieben.
    Still confused.
    #108Verfasser BOF (237892) 24 Okt. 06, 22:32
    Kommentar
    Ähm, so weit ich das Buch jetzt in Erinnerung habe (ist schon 'ne Weile her), haben sie die Milchstraße im ersten Band nie verlassen.

    Aber das ist eigentlich sowieso egal, denn es dreht sich schließlich um diesen Reiseführer, und der behandelt nur unsere Milchstraße. Sonst hieße er ja "The Hitchhiker's Guide to the Universe" oder "The Hitchhiker's Guide to the Galaxies" oder "The Hitchhiker's Guide to Andromeda" oder wovon auch immer er handeln mag.
    #109VerfasserSophil <de> (239990) 24 Okt. 06, 23:39
    Kommentar
    Schlimm finde ich auch, wenn falsche bzw. schludrige Übersetzungen langsam in den deutschen Sprachgebrauch einfließen. Z.B. fällt mir bei der Synchronisation von Filmen immer wieder die Übersetzung "sag hallo..." auf, die anscheinend langsam auch im Deutschen akzeptabel wird.
    Aber man soll ja nicht nur Negatives sagen. Ich habe gerade von Umberto Eco "Quasi dasselbe mit anderen Worten. Über das Übersetzen" gelesen. Da kann man dann auch sehen, wieviel Mühe und Gedanken hinter einer sorgfältigen Übersetzung stecken können; interessant fand ich dabei auch, wie eng die Kommunikation zwischen Autor und Übersetzer teilweise sein kann.
    Ich hoffe, das führt hier nicht weg vom eigentlichen Thema
    #110VerfasserPeter25 Okt. 06, 02:16
    Kommentar
    @ Peter

    Schlimm finde ich auch, wenn falsche bzw. schludrige Übersetzungen langsam in den deutschen Sprachgebrauch einfließen. Z.B. fällt mir bei der Synchronisation von Filmen immer wieder die Übersetzung "sag hallo..." auf, die anscheinend langsam auch im Deutschen akzeptabel wird.

    Wie wir vom Zwiebelfisch wissen, u.a. die Wendung "das macht Sinn". Fällt mir tatsächlich kaum noch auf, so oft höre ich das.

    #111VerfasserMelrose25 Okt. 06, 06:15
    Kommentar
    Die härteste Nummer von "das macht Sinn" durfte ich mir erst in der letzten Woche von meinem Chef anhören: ein Kollege machte in einer Besprechung einen Vorschlag und auf mein "das ist sinnvoll", nickte mein Chef kräftig und sprach: "Das ist nicht nur sinnvoll, das macht richtig Sinn!"

    Aua!

    Und ihr verlangt gute deutsche Übersetzungen ... ;)

    Meinen Gesichtsausdruck hätte ich gerne gesehen. Ich muss ziemlich blöd geguckt haben.
    #112Verfasserhs1968 (243630) 25 Okt. 06, 06:29
    Kommentar
    @ hs1968

    Au Backe!

    :-D
    #113VerfasserMelrose25 Okt. 06, 06:41
    Kommentar
    Na, dit is'n Brüller, hs 1968. Und ich hatte mich nicht getraut, "macht Sinn" hier anzuführen, weil's mir schon ZU abgedrochen erschien ...
    #114VerfasserPoppidirk [de] (236088) 25 Okt. 06, 08:07
    Kommentar
    @Melrose:
    Genau, wir wissen es nun mal nur aus dem Zwiebelfisch!
    Die Sinn-Mach-Verweigerung kommt mir allmählich etwas
    eigenartig vor. Ich kann nicht nur syntaktisch nichts besonders "undeutsches" erkennen,
    es gibt ihn auch seit mehr als 35 Jahren!
    Wer von uns hier ist eigentlich älter als dieser Audruck (im Deutschen)?
    Ich schätze: Höchstens die Hälfte der aktiven Schreiber, unter den Mitlesern deutlich
    weniger. Man kann sich auch anstellen! ;-)

    #115Verfasserwilli_winzig25 Okt. 06, 08:07
    Kommentar
    @Sophil:
    Offenbar wurde der Fehler später zurückgenommen:
    Ich kenne das Buch auf deutsch nur unter dem Titel
    "Per Anhalter durch die Galaxis".

    Und übrigens: Auf deutsch heißt die Galaxis eigentlich "Milchstraße" ...
    #116Verfasserwilli_winzig25 Okt. 06, 08:13
    Kommentar
    Ich hab da noch etwas, und hoffe es ist nicht allzu off-topic, weil es einen Film und kein Buch, betrifft. Aber ich habe zu wenig Ahnung, um zu wissen, ob ich da richtig liege, frage mich das jedoch seit Jahren:

    kennt jemand die Originalfassung des Films "Women love Women"? In der mittleren Folge der Trilogie schnorrt sich die Femme bei der Butch (Chloe Sevigny) eine Zigarette und will sich das Feuerzeug nehmen, um sie anzuzünden. Die Butch händigt ihr das Teil jedoch nicht aus, sondern gibt ihr stattdessen damit Feuer, und fragt in der deutschen Fassung "Gerafft?"

    Das stört mich unheimlich, ich finde, es passt nicht, oder nur ein bisschen. Klar, man könnte es so interpretieren, dass sie fragt, ob die Femme gerafft hat, dass es sich hier in DIESER Bar nicht um die "normale lesbische jede-ist-gleich-Szene" handelt, sondern dass eine Butch ein Gentleman ist, der/die der Femme Feuer gibt.

    Ich glaube jedoch, dass sie im Original sagt "Got it!" mit einem leicht anzüglichen Tonfall (ähnlich wie man heute so gerne "okay" sagt), sodass sich das fast wie eine Frage anhört ("got it?"). Ich denke, sie will aber sagen "ich hab's schon".

    Na gut, es ist nicht die wichtigste Frage aller Zeiten, aber mich würde doch interessieren, ob ich richtig liege. Weiß also jemand, wie es im Original heißt?
    #117VerfasserMel25 Okt. 06, 08:28
    Kommentar
    @ willi winzig

    Wer von uns hier ist eigentlich älter als dieser Audruck (im Deutschen)?

    Ich! *meld*

    Aber der Zwiebelfisch scheint dann ja wirklich nicht die ultimative Kompetenz zu sein, wenn ich an "zeitgleich/gleichzeitig" in dem Metaphorik-Faden denke. Erstaunlich. Ich bin zu unsicher in solchen Fragen, und nahm halt alles hin, was Bastian Sick sagt.
    #118VerfasserMelrose25 Okt. 06, 08:32
    Kommentar
    @MiMo: Das mit den Pferden "einbrechen" kann durchaus richtig sein. Wenn es die typische "Cowboymethode" ist (drauf auf junges Pferd und irgendwie obenbleiben, während es sich ausbuckelt), würde ich auch von einbrechen reden. (Auch wenn das dann wohl auch direkt aus dem Englischen übernommen wurde). Aber zum Glück werden Pferde in Deutschland meist vorsichtig angeritten...
    #119VerfasserThea25 Okt. 06, 08:34
    Kommentar
    @ willi winzig: Wer von uns hier ist eigentlich älter als dieser Audruck (im Deutschen)?

    Ich auch! *meld*

    Und wahrscheinlich bin ich auch deshalb in manchen Fragen etwas zu empfindlich, was die Verunstaltung der deutschen Sprache betrifft.

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass mir manches erst auffällt, seitdem ich regelmäßig den Zwiebelfisch lese. Sensibilisierungsmassnahme?! ;D
    #120Verfasserhs1968 (243630) 25 Okt. 06, 08:42
    Kommentar
    @ willi winzig: Wer von uns hier ist eigentlich älter als dieser Audruck (im Deutschen)?

    *auchaufzeig*

    Was mich in Anwaltskrimis oft nervt (bei Grisham ist mir das z.B. mehr als einmal aufgefallen, da nicht nur im Buch, sondern auch in der Synchronfassung eines Films), dass die (Wirtschafts-)Anwälte immer im "Körperschaftsrecht" tätig sind. Das sagt auf deutsch kein Mensch.

    Im Original sind das "corporate lawyers", die "corporate law" machen. Ich bin selbst ein corporate lawyer, mache auf deutsch aber "Gesellschaftsrecht".
    #121Verfasser neutrino (17998) 25 Okt. 06, 09:05
    Kommentar
    Diese ständige "Sinn-machen"-Kritik geht mir langsam auf den Keks. Offensichtlich hat der Sick den Schwachsinn jetzt auch schon übernommen. Ich halte die Ablehnung für völligen Blödsinn, der vor allem dazu dient, die "Ich-weiß-was-was-der-Plebs-nicht-weiß"-Attitüde zu befriedigen, aber bei genauerer Betrachtung jeglicher Grundlage entbehrt. Aber ich habe keine Lust, mir hier ein weiteres Mal die Finger wundzutippen.

    Im übrigen wurden hier im Forum schon mal Quellen genannt, die deutlich älter als 35 Jahre waren.

    @willi winzig, #116: Da hast du irgendwas an meinen Beiträgen falsch verstanden. Das Buch hatte niemals "Galaxie" im Titel.
    #122VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 09:18
    Kommentar
    Ich schließe mich Sophil und willi winzig an, was "Sinn machen" angeht. Ich möchte noch ergänzen, dass es mich wahnsinnig macht, wenn Leute auf Biegen und Brechen versuchen, "Sinn machen" zu vermeiden und daher ständig "Das ergibt doch keinen Sinn" sagen, auch wenn das in der jeweiligen Situation überhaupt keinen Sinn ergibt.
    #123Verfasser Jalapeño (236154) 25 Okt. 06, 09:30
    Kommentar
    Ich hab' letzte Woche auch nicht so sehr wegen des Ausdrucks "Sinn machen" blöd geguckt, das benutze ich ja selber auch mal. Nur die Verwendung von "sinnvoll" und "richtig Sinn machen" in einem Satz und dann auch noch in der Form, hat mich umgehauen.

    Und nu' werdet wieder friedlich und haut euch nícht, bitte! Hauen macht nämlich weder Sinn noch ist es sinnvoll. ;)
    #124Verfasserhs1968 (243630) 25 Okt. 06, 09:35
    Kommentar
    Idiotischte Fehlübersetzung in Filmuntertiteln:
    Schlussszene von Yentl. Yentl steht auf dem Schiff nach Amerika und sing mal wieder ihren Vater an. Letzter Satz: "Watch me fly!!!!!!!"

    Was machte der Untertitel daraus?
    "Beobachte mich und fliege"

    Heutzutage würde ich Babelfish verdächtigen, damals muss es ein Mensch verbrochen haben.



    @MiMo: Gildenhaus Thendara?
    (Zimmer-Bradley Übersetzungen, insbesondere die frühen, sind gruselig)

    #125Verfasser CJ de (236383) 25 Okt. 06, 09:39
    Kommentar
    Vorsichtige Frage an Jalapeño (ständig "Das ergibt doch keinen Sinn" sagen, auch wenn das in der jeweiligen Situation überhaupt keinen Sinn ergibt.)

    Wo siehst du den Bedeutungsunterschied zwischen "Sinn machen" und "Sinn ergeben"? Ich habe bisher nie einen empfunden.

    Wenn ich aber jetzt darüber nachdenke, komme ich darauf, dass sich "Sinn machen" vielleicht eher auf eine (zukünftige) Strategie/einen Vorschlag bezieht ("Das ist sinnvoll"), während "Sinn ergeben" vielleicht eher für eine Erklärung gebraucht wird. Aber in diesem Fall muss ich sagen, dass ich "das ist sinnvoll" für schöner halte als "das macht Sinn"...
    #126Verfasser dulcinea (238640) 25 Okt. 06, 09:48
    Kommentar
    hs1968, vielleicht hat er ja einen ganz subtilen Bedeutungsunterschied zum Ausdruck bringen wollen? Für mich klingt das so, als wolle er sagen, dass er eine tiefere Bedeutung oder einen über die gegenwärtige Betrachtung hinausgehenden Nutzen erkannt habe.

    "Das ist sinvoll." bedeutet für mich einfach nur, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen. "Das macht Sinn." hingegen, dass sich eins zum anderen fügt und dadurch etwas entsteht, was mehr ist als die Summe seiner Teile.

    Aber es kann natürlich auch nur gedankenloses Gerede gewesen sein. Ich kenne den Kontext ja nicht.
    #127VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 09:50
    Kommentar
    @Mel: kenn den Film leider nicht. Kann mir die Szene aber gut vorstellen. Ist die Frage an der Stelle nicht eher vordergründig
    "Ist die Zigarette an?", hintergründig "Hast Du die Regeln verstanden?", was ein entsprechende betontes "Got it?" durchaus ausdrücken könnte? Entsprechend wäre ein "Hast Du's?" nicht genial, aber brauchbar.
    #128Verfasser CJ de (236383) 25 Okt. 06, 09:57
    Kommentar
    @Melrose:
    Ich wollte nicht behaupten, dass Sick da unrecht hat.
    Es ist ja tatsächlich ein Anglizismus, aber irgendwie ein guter,
    und auch nicht mehr der allerjüngste. "Denn aus Gemeinem
    ist der Mensch gemacht, und die Gewohnheit nennt er seine Amme."

    Aber nicht alles, was alt ist, ist gut:
    Kein echter Anglizismus, aber doch eine Tendenzverschiebung
    nach englischem Vorbild, ist der inflationäre Gebrauch des Wortes
    "töten", besonders in Film und Fernsehen. Fast immer habe ich
    den Eindruck, dass "umbringen" viel besser gepasst hätte.





    @Sophil: Nachgelesen und verstanden.
    Darf ich Dich als Wiedergutmachung zu einem Milky Way einladen? ;-)
    #129Verfasserwilli winzig (236294) 25 Okt. 06, 10:03
    Kommentar
    @ CJde

    Danke!, für den Erklärungsansatz. Dann wäre das "gerafft?" für dich nicht falsch, oder?

    Lag ich doch daneben ;-)
    #130VerfasserMelrose25 Okt. 06, 10:06
    Kommentar
    Mein Lieblingsübersetzungsfehler stammt aus einer deutschen Übersetzung eines französischen Romans. Da steht was von "die Schöne im schlafenden Wald"... - und das ist wörtlich im Französischen "La belle au bois dormant" - deren Version des deutschen Märchens "Dornröschen"....
    #131VerfasserChaja (nicht eingeloggt)25 Okt. 06, 10:15
    Kommentar
    @ CJ de

    Nachtrag: mein Englisch ist ja nicht das beste, aber über "Papa, watch me fly" und den falschen Untertitel hätte ich mich schon damals im Kino kringeln können.

    @ willi winzig

    Es deprimiert mich nur, dass ich es eigentlich lassen kann, Englisch verstehen zu wollen, gerade wenn ich die Diskussionen um klein(st)e Bedeutungsunterschiede verfolge, die ich so nie gesehen hätte. Wenn ich Bastian Sick lese, stelle ich nämlich fest, dass ich nicht mal richtig Deutsch kann :-( und das ist echt niederschmetternd.
    #132VerfasserMelrose25 Okt. 06, 10:17
    Kommentar
    Dulcinea, ich habe solche Situationen eines unapssenden "Sinn ergeben", vermutlich zur Vermeidung von "Sinn machen", auch schon erlebt. Ich würde den Unterschied wie folgt sehen:

    Sinnvoll sein: Eine Maßnahme / Lösung hat viele Vorteile und ist daher empfehlenswert

    Sinn ergeben: Mehrere scheinbar widersprüchliche Dinge passen letztlich doch zusammen; der Widerspruch löst sich auf.

    Sinn machen: Kombiniert "sinnvoll sein" mit "Sinn ergeben": Die Dinge fügen sich so zusammen, das etwas Nützliches entsteht. Je nach Kontext kann es aber auch nur "sinnvoll sein" oder "Sinn ergeben" bedeuten.

    Beispiel: Ein Mitarbeiter stellt seinem Chef ein neues Konzept vor.
    Chef:
    - "Das ist sinnvoll." = Ja, wir sollten es umsetzen. (Vielleicht habe ich gar nicht verstanden, wie es im Inneren funktioniert, aber das Ergebnis ist nützlich.)
    - "Das ergibt Sinn." = Das Konzept ist nicht trivial, aber wenn man drüber nachdenkt, in sich schlüssig. (Ob wir es umsetzen sollten, weiß ich aber noch nicht.)
    - "Das macht Sinn." = Ein schlüssiges Konzept, das uns nützen wird. Wir sollten es umsetzen.

    So ist zumindest meine Lesart.

    A: "Mein Auto muss zum TÜV, und die notwendigen Reparaturen würden mich 2000 Euro kosten. Ich sollte das Auto wohl besser verschrotten."

    Welche Antwort würdest du hier vorziehen "Ja, das ergibt Sinn." oder "Ja, das macht Sinn."? ("Ja, das ist sinnvoll." lassen wir als schönste Variante mal außen vor. ;-)
    #133VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 10:22
    Kommentar
    This is off-topic, as it doesn't concern literary translation, but I just found this little gem and wanted to share without opening a new thread or reviving yet another ancient one:

    "Rooms with private bath, Direct-dial telephone, colour TV set and no rumor windows"
    http://www.laterooms.com/de/hotel-reservation...
    For those of us who really hate all that gossiping going on across hotel windows.
    #134VerfasserAika (236276) 25 Okt. 06, 10:24
    Kommentar
    @dulcinea:

    Eine fiktive Situation: Zwei Freunde haben ihre S-Bahn verpasst. Die nächste Bahn fährt in 10 Minuten.

    Freund A: "Komm, wir fahren mit dem Taxi!"
    Freund B: "Das macht doch keinen Sinn, die nächste S-Bahn kommt gleich."

    Hier würde ich "Das ergibt doch keinen Sinn, die nächste S-Bahn kommt gleich" für verkehrt halten.
    #135Verfasser Jalapeño (236154) 25 Okt. 06, 10:25
    Kommentar
    @ Aika

    Irritierend finde ich es auch, wenn eine Reihe zusammenhängender Bücher von unterschiedlichen Übersetzern übersetzt werden und sich dann Ungereimtheiten einschleichen. Ich habe mal ein paar Bände der italienischen Ausgabe der Cadfael-Bücher gelesen, da haben sich Cadfael und Hugh in einem Band geduzt und im nächsten gesiezt (geihrt?). Ich finde, bei sowas sollte der Übersetzer in die vorigen Bände wenigstens mal reingucken, oder es sollte Vorlagen vom Verlag geben.


    Stimmt, das habe ich mal bei den Alex-Delaware-Krimis (von Jonathan Kellerman) und auch bei den Inspektor-Jury-Krimis (von Martha Grimes) gesehen, das mit dem Duzen und Siezen. Sehr ärgerlich immer, so etwas. Bei Kellerman war es sogar noch so, dass die Freundin namens Robin in einem Buch mit "Ruth" übersetzt wurde, und ich im nächsten gar nicht wusste, wer das eigentlich ist. Vielleicht dachte der Übersetzer, dass Robin nicht eindeutig genug ist, um sofort als Frauenname identifiziert werden zu können? Kann man aber im englischen Sprachraum doch auch nicht, so what?

    Das mit den Fenstern verstehe ich (also inwiefern das nur falsch sein kann, mit dem gossip), aber mir fehlt das Sprachgefühl um zu verstehen, wie die Fenster eigentlich hätten heißen müssen.
    #136VerfasserMelrose25 Okt. 06, 10:37
    Kommentar
    @Melrose (äh Mel=Melrose?):
    Nee, gerafft ist Schwachsinn, denn damit fällt die Butch aus der Rolle, das ist viiiiiel zu unhöflich. Das Doppeldeutige ist ok, vordergründig bleibt sie Gentleman.
    #137Verfasser CJ de (236383) 25 Okt. 06, 10:38
    Kommentar
    @ CJde

    Entschuldige, ich werde versuchen, nicht mehr unterschiedlich zu unterschreiben. Ich dachte, das sei offensichtlich *rotwerd*
    #138VerfasserMelrose25 Okt. 06, 10:41
    Kommentar
    Bei irgendeinem Band der Xanth-Saga von Pierce Anthony, erzählt der Übersetzer im Vorwort, das ihm ein ganz toller Auftrag angeboten wurde:
    Fantasy, viele Wortspielereien und Kalauer, es gibt schon 10 oder so Bände, und keine Terminologieliste der Vorübersetzungen.
    Toller Auftrag

    Seitdem heißen im Deutschen also diverse Dinge in Xanth anders als gewohnt weil es nicht mit vertretbarem Aufwand machbar war, alle Begriffe aus den vorhandenen Bänden zu extrahieren.
    Aber die Fans waren zumindest gewarnt.
    #139Verfasser CJ de (236383) 25 Okt. 06, 10:46
    Kommentar
    @Sophil
    Ok, das ergibt Sinn, obwohl ich den von dir empfundenen Unterschied zwischen "Sinn machen" und "sinnvoll sein" nicht wirklich für sinnvoll halte. :-)

    @Jalapeño
    Wenn ich Freund B wäre, würde ich sagen: "Spinnst du? Die nächste S-Bahn kommt doch gleich!" ;-)

    Danke euch beiden!
    #140Verfasser dulcinea (238640) 25 Okt. 06, 10:48
    Kommentar
    @ Sophil

    man möge mir den Ausrutscher mit Galaxie und Galaxis verzeihen...
    Ich lese halt wann immer möglich die englische originalfassung und kenne kaum die deutschen Titel. Deshalb fallen mir solche komischen Übersetzungen meist nur bei gerade populären Büchern auf, die viel in den Medien sind.

    Im übrigen würde Galaxie aber auch passen, bzw. auch Galaxis nicht, denn im Buch resien Sie ja durch alle Galaxien und sogar durch die Zeit. (und ja, ich sehe das als 1 Buch mit Kapiteln, nicht als einzelne Bücher)
    #141VerfasserPaluda (236253) 25 Okt. 06, 12:15
    Kommentar
    @Melrose: Die Fenster sind im italienischen Original "finestre antirumore" = "soundproof windows" = "Lärmschutzfenster". (rumore = Geräusch, Lärm)
    #142VerfasserAika25 Okt. 06, 12:26
    Kommentar
    ohhh, jetzt hatte ich endlich die Zeit, den "no rumor windows" auf den Grund zu gehen - "finestre antirumore"
    "Lärmschutzfenster"...in Roms Innenstadt angemessener als anti-gerüchte-fenster .-) fein, fein, wieder was für meine Sammlung "falsche Freunde weltweit"...

    #143VerfasserAnne BHX FRA25 Okt. 06, 12:48
    Kommentar
    @Sophil, Posting 122: die Plebs.

    ;-))
    #144Verfassertigger25 Okt. 06, 13:20
    Kommentar
    @tigger: Du kommst aus AT, oder?

    Duden.de:

    Plẹbs, der; -es, österr.: die; - (bildungsspr. abwertend): die Masse ungebildeter, niedrig u. gemein denkender, roher Menschen.
    #145Verfasser Jalapeño (236154) 25 Okt. 06, 13:22
    Kommentar
    zu 91: Was haben denn die Fisch-Aufkleber mit dem Faden hier zu tun? Das ist doch ein Symbol mit einer tollen Geschichte und dazu ein schönes Akrostichon. Ausnahmen bestätigen sicher auch hier die Regel.

    Und noch was, ich kann mich überhaupt nicht mit dem "Sinn machen" anfreunden und zwar nicht wegen Herrn Sick, sondern weil es für mich keinen Sinn ergibt, dass eine Sache (es) etwas erschaffen (machen) kann. Eine Tatsache ergibt Sinn, hat Sinn oder ist sinnvoll. Alles andere ist für mich Wortklauberei...aber es ist doch schön, dass das jeder halten kann, wie er will. Mich überrascht nur etwas der missionarische Eifer, mit dem hier einige argumentieren ;-)

    Ach ja, die Terry Prattchett-Übersetzungen find ich klasse, grade die Namensübersetzungen. Es gibt inzwischen sogar ein deutsches Theaterstück zu MacBest, klasse.
    #146VerfasserKatrin (236635) 25 Okt. 06, 13:40
    Kommentar
    Jalapeno: Allen Ernstes, plebs darf auch "der" heißen? Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen, weil doch lat. plebs, plebis ein Femininum ist. Sic transit gloria mundi. Tsss.
    #147Verfassertigger, enttäuscht vom Duden25 Okt. 06, 13:43
    Kommentar
    "überrascht nur etwas der missionarische Eifer, mit dem hier einige argumentieren ;-)"

    Zum Beispiel Herr Sick? ;-)

    Zu den Fischaufklebern: Es ging vermutlich um den Anglizismus "in der Hölle rotten" am Ende des Zitats.
    #148Verfasser Jalapeño (236154) 25 Okt. 06, 13:46
    Kommentar
    > ich kann mich überhaupt nicht mit dem "Sinn machen" anfreunden [...]
    > weil es für mich keinen Sinn ergibt, dass eine Sache (es) etwas erschaffen (machen) kann.

    Das macht mich traurig, dass dir "Sinn machen" keinen Spaß macht. Und es macht mich nachdenklich, wenn Herr Sick seine Leser (nicht dich, ich weiß) glauben macht, "es" könne im Deutschen nichts machen. Macht es denn sprachlich einen Unterschied, ob etwas Krach macht, satt macht oder Sinn macht? Aber was hat es für einen Zweck, weiter dagegen zu argumentieren. Das macht einfach zu viel Arbeit.
    #149VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 14:20
    Kommentar
    Hmm, Dir ist schon klar, dass machen transitiv ist, das heißt, es macht mir Spaß, aber es "macht" den Spaß nicht. Es macht dich traurig, aber es "macht" keine Traurigkeit usw. Insofern gibt es hier schon ein paar sprachliche Feinheiten, aber es bleibt ja wie gesagt jedermanns Sache, ob er sie beachten will oder nicht. Es arbeitet ja auch nicht jeder mit Sprache...
    #150VerfasserKatrin (236635) 25 Okt. 06, 14:50
    Kommentar
    transitiv?

    "es macht Krach" - macht es etwa mir Krach, nein es macht ganz allgemein Krach...
    #151VerfasserKrachmacher25 Okt. 06, 15:00
    Kommentar
    Ähhh, aber bei "Sinn machen" wird es doch ebenfalls transitiv verwendet. Wen oder was macht es? "Sinn"/"Spaß".

    Das Vorhandensein eines Dativobjekts spielt doch keine Rolle, das kann man ja jeweils weglassen oder nicht: "Skifahren macht Spaß.", "Ein Garten macht viel Arbeit."

    Aber wir sind uns ja einig, dass es jedem freigestellt sein sollte, ob er "Sinn machen" oder irgend etwas anderes sagt. :-)
    #152VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 15:05
    Kommentar
    Niemand kann Sinn "machen", weder ein es, noch ein er oder sie. Sinn kann einfach nicht gemacht werden. Ein Kuchen kann gemacht werden, Krach kann gemacht werden. Sinn ENTSTEHT oder wohnt bestenfalls inne. Es wäre natürlich schön, wenn wir Sinn tatsächlich 'machen' könnten (bei Spaß oder Arbeit ist das etwas anderes, das zu machen haben wir die Macht :-)), aber vorerst können wir Sinn nur erkennen - oder auch nicht.

    "Das ist sinnvoll" oder "Das ergibt Sinn" bzw. "hat Sinn" deckt jede Spielart ab, die man ausdrücken möchte. "Das macht Sinn" wird in den meisten Fällen für "Das leuchtet mir ein" oder "Das ist sinnvoll (zu tun)" verwendet, kaum jedoch für "Das ergibt Sinn" - so jedenfalls meine Beobachtung. Umgekehrt ist "Das macht doch keinen Sinn" synonym zu "Das ist doch unsinnig" oder "Das ist doch sinnlos".

    Es lohnt sich nicht, sich über diesen neudeutschen Begriff aufzuregen. Wer sich gerne präziser/variantenreicher ausdrücken möchte, benutzt ihn eben nicht. Es wäre nur schade, wenn die bisherigen Begriffe verdrängt würden. Mehr ist mir lieber als weniger :-)
    #153VerfasserBirgila/DE25 Okt. 06, 15:11
    Kommentar
    Ich schließe mich Birgila vollinhaltlich an. "Sinn machen" ist nichts anderes als eine Primitivübersetzung des englischen "to make sense". In "Sinn machen" noch irgendwelche Bedeutungsnuancen hineinzuinterpretieren, ist wirklich die Krönung des Ganzen.
    #154VerfasserIngrid25 Okt. 06, 15:26
    Kommentar
    Einer der schönsten Übersetzungsfehler, die ich kenne (leider weiß ich nicht mehr in welchem Buch): In einem Science Fiction (so aus den 50er/60er Jahren und wohl auch in dieser Zeit übersetzt) fliegt ein Raumschiff durch das All und sendet einen Notruf aus: "Maitag! Maitag!"

    Ich habe mich gekringelt vor Lachen.
    #155VerfasserSus25 Okt. 06, 15:30
    Kommentar
    Manchmal werden so englische Wörter eingedeutscht. Zum Beispiel "giggeln" statt kichern in Harry Potter, und "wispern" statt flüstern in "Die Welle". Ich reg' mich auch sehr über so Faulheit auf. Manchmal werden auch die berühmten false friends genommen.
    #156Verfasserts25 Okt. 06, 16:00
    Kommentar
    @Katrin (146): Es geht mir nicht um die Fischaufkleber, sondern um das allerletzte Wort des Zitats.
    #157VerfasserCat Fud25 Okt. 06, 16:00
    Kommentar
    Ich habe auch einen selten dämlichen Ü-Fehler beizusteuern: in "i robot" von Asimov legt das kleine Mädchen in der Übersetzung ihre "Vorderarme" um den Hals des Robots. Da hats mir den Nucki rausgehauen. Das Buch ist schon recht alt, 1970, und das die Lektoren _das_ nicht bemängelt haben, schüttelt mich. Die ganze Übersetzung ist holprig, die verleidet's einem richtig. Schade.
    #158VerfassersRaz25 Okt. 06, 16:19
    Kommentar
    @ts:
    GICKELN, vb., leise lachen, kichern; spotten. lautmalendes wort wie die unter gicheln angeführten, vgl. engl. to giggle, das jüngere gicken ohne l-suffix und WILMANNS 2, 100 f.; hauptsächlich westmd. bis ins alem. reichend:

    ein touber spottet oft eines stummen,
    ein alter tôre eines jungen tummen,
    ein lamer gickelt ûf den krummen
    HUGO VON TRIMBERG renner 16137 Ehrismann;

    in den südwestlichen maa. mit g, gg: gigelen kichern STAUB-TOBLER 2, 148, MARTIN-LIENHART 1, 203b; giggele SCHÖN Saarbr. 82; gicklen hell auflachen FOLLMANN 205; gickeln JOS. MÜLLER rhein. 2, 1218; CRECELIUS oberhess. 421; gickeln kindlich lachen JUNGANDREAS schles. zeitwortbild. 65. literar. selten: ihr armen seelen, die ihr so geneigt seyd, eure kleinen sarkasmen für einfälle zu halten, sobald ... ein primaner darüber gickelt LICHTENBERG aphor. 2, 133 lit.-denkm.
    http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/wo...

    WISPERN, v.
    lautwort, parallelbildung mit anderem suffix neben 2wispeln (s. d.), vgl. ags. ...
    1) von der menschlichen stimme, 'flüstern, zischeln', vgl. wisperen, pfisperen ... ...
    2) von naturlauten. säuselndes geräusch: des höchsten höchste bäum, mit wisperendem lust, mit erquickendem safft ...
    3) gelegentlich für 3wispeln sich rasch bewegen: dunkle mädchen wisperten hierhin ...
    http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/wo...

    ... soll nicht die "Faulheit" des Übersetzers entschuldigen, sondern nur darauf hinweisen, daß es die beiden Wörter auch im Deutschen (und in der nämlichen Bedeutung) gibt.
    #159VerfasserPeter <de>25 Okt. 06, 16:20
    Kommentar
    @ts, die von dir beanstandeten Wörter sind vollwertige deutsche Ausdrücke (und recht alte noch dazu), auch wenn es ähnliche Wörter im Englischen gibt (was ja für Haus/house, fish/Fisch, dring/trinken etc. auch gilt - oder sind das auch "faule" Übersetzungen? ;-))
    #160Verfasserwispert Birgila/DE :-)25 Okt. 06, 16:26
    Kommentar
    dring = drink (o mann...)
    #161VerfasserBirgila/DE25 Okt. 06, 16:27
    Kommentar
    @Peter
    Giggeln habe ich noch nie einen Deutschen sagen hören, Kichern aber sehr wohl. Mag sein dass es Giggeln "gibt", es ist aber sehr unüblich.
    Wispern gibt es zwar, aber wenn der eine dem anderen etwas zuflüstert sagt man flüstern.

    Deshalb ist es Faulheit, whisper mit wisper und giggel mit giggeln zu übersetzen, auch wenn es vom Sinn her so ~einigermassen~ hinkommt.
    #162Verfasserts25 Okt. 06, 16:31
    Kommentar
    ts, da ich kein HP-Leser bin, kenne ich den Kontext nicht (ist der z.B. irgendwie umgangsprachlich/dialektgeprägt, so hielte ich 'giggeln/gickeln' sogar für eine _gute_ Übersetzung), und da Du von "wispern statt flüstern" und nicht von 'zuflüstern' geschrieben hast, sehe ich ebenfalls keinen Grund, von meiner Auffassung abzuweichen, daß beides vollgültige Entsprechungen _sein können_. Birgilas Unterstützung sehe ich da mit großer Freude (ohne zu gickeln ;-).
    #163VerfasserPeter <de>25 Okt. 06, 16:41
    Kommentar
    "Giggeln habe ich noch nie einen Deutschen sagen hören, Kichern aber sehr wohl. Mag sein dass es Giggeln "gibt", es ist aber sehr unüblich. - Unsinn. Ich kenne das Wort gut und höre es ab und zu - wenn auch nicht in der "Hochsprache". Du bist wohl aus dem Norden? Dein Argument kommt mir so vor, als würde ein Bayer behaupten, "klönen" sei aber sehr unüblich - nur weil es in seiner Umgebung keiner sagt.

    "Wispern gibt es zwar, aber wenn der eine dem anderen etwas zuflüstert sagt man flüstern. " - Wer ist "man"? Du? "Wispern" ist ebenfalls ein geläufiges Wort, und es wird zu 99 Prozent gebraucht, wenn es um die besonders leise Kommunikation zwischen zwei oder mehr Menschen geht - wer wispert oder flüstert denn, wenn er allein im Raum ist?!
    #164VerfasserMarc25 Okt. 06, 16:48
    Kommentar
    *peterfestweiterstütz*

    :-)))
    #165VerfasserBirgila/DE25 Okt. 06, 16:50
    Kommentar
    Mich nunmehr zweiseitiger Unterstützung erfreuend kann ich ja beruhigt in den Feierabend ziehen ...
    #166VerfasserPeter <de>25 Okt. 06, 16:59
    Kommentar
    jaja geh nur, und lass uns hier die ganze Arbeit machen ;-)
    #167VerfasserMarc25 Okt. 06, 17:02
    Kommentar
    LOL

    ... winke, winke!!
    #168VerfasserPeter <de>25 Okt. 06, 17:05
    Kommentar
    "giggeln"/"gickeln" kenne ich zwar nicht, aber "wispern" ist ganz normales Deutsch. Es ist in meiner Empfindung noch etwas zarter/leiser als "flüstern".

    Insofern darf sich Peter auch meiner Zustimmung gewiss sein. :)

    Nicht alles, was im Englischen ähnlich aussieht, ist ein Anglizismus oder eine schlechte Übersetzung.
    #169VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 17:10
    Kommentar
    Gickeln oder giggeln ist für meine Begriffe ein stinknormales deutsches Wort (wispern ebenso). Für mich beschreibt es am allerbesten dieses Kichern, das bei Mädchen im Alter von 11 bis 16 so typisch ist. Die kichern eben nicht, sondern giggeln.
    #170VerfasserZoi25 Okt. 06, 17:19
    Kommentar
    Zoi, genau daran mußte ich auch denken ... Wobei das sicher schon früher anfängt ;-)
    #171VerfasserPoppidirk [de] (236088) 25 Okt. 06, 17:22
    Kommentar
    On 2nd thought - ich kenne "giggeln" doch, genau in dem von Zoi beschriebenen Kontext: alberne weibliche Teenager.
    #172VerfasserSophil <de> (239990) 25 Okt. 06, 17:55
    Kommentar
    Teilt denn gar keiner meine Meinung? Kommen niemandem diese Wörter seltsam/unüblich vor?
    #173Verfasserts25 Okt. 06, 19:27
    Kommentar
    Also mir nicht - ich kenne beide Wörter schon seit meiner Kindheit ;-)
    #174VerfasserPoppidirk [de] (236088) 25 Okt. 06, 20:11
    Kommentar
    @ts
    Zu deiner Beruhigung: Auch ich hätte giggeln für einen eindeutigen Übersetzungsfehler/Anglizismus gehalten. Ich habe das Wort nie gehört. Für mich heißt das auf Deutsch 'kichern'.
    Wispern kenne ich vor allem als eine Art 'Hintergrundrauschen', weniger als ein 'Zuflüstern'. Also etwa: Das Wispern der Pappeln im Hintergrund, ein leises Wispern in der Nacht; oder auch ein allgemeines Wispern (von Menschen) in einem Raum - etwa: Das Wispern im Saal hörte auf, als...
    Ich vermute aber, dass es bei Harry Potter eher im Sinne von Flüstern gebraucht wird ('Tu das nicht', wisperte sie), und da würde ich immer flüstern verwenden.
    #175Verfasser Nica (de) (236745) 25 Okt. 06, 23:57
    Kommentar
    Genau Birgila, das mit dem Sinn hast Du sehr schön erklärt. Und was giggeln und wispern angeht...klar sind das alte deutsche Wörter, wäre doch schade, wenn es nur "flüstern" gäbe oder nur "kichern" und keinerlei Abstufungen. Sehe das genauso wie Zoi und sophil (sind wir uns ja wenigstens da einig ;-)
    #176VerfasserKatrin (236635) 26 Okt. 06, 09:33
    Kommentar
    Habe neulich gelesen "Er war der Sohn des späten Herrn Brown."
    #177Verfassered26 Okt. 06, 09:47
    Kommentar
    Giggeln kommt mir auch schräg vor. Gickern ja, gickerig immer, würde ich jederzeit für normales Norddeutsch halten. Aber giggeln? Näh.

    Wispern dagegen finde ich ein ganz normales Wort, ein sehr leises, fast lautloses Flüstern. Bäume können es, Menschen halt auch. Es hat eine andere Atmosphäre als flüstern. Ob die Verwendung passt, kommt auf den Kontext an.
    #178Verfasser CJ de (236383) 26 Okt. 06, 09:51
    Kommentar
    Ergänzung: Könnte es sein, dass es sich bei "giggeln" um eine regionale Ausprägung handelt? Es gab doch schon mal einen Faden, in dem es um "dopsen" und die verschiedenen Bedeutungen bzw. regionalen Bezeichnungen ging. Schaut man nämlich in Word nach den Synonymen für "kichern" kommt u.a. "gibbeln" und das kommt mir (Pfalz) wiederum seltsam vor.
    #179VerfasserKatrin (236635) 26 Okt. 06, 09:54
    Kommentar
    Giggeln kannte ich (vom Niederrhein) bisher ebenfalls nicht als deutsches Wort und stimme auch sonst zu 100 Prozent mit Nica (#175) überein.
    #180Verfasserheinz26 Okt. 06, 10:05
    Kommentar
    Und hier meldet sich mal wieder die Quotenschweizerin:

    Bei uns ist "gigele" (ausgesprchoen ungefähr: geeegelä, das e etwas mehr als i betont als als e) ein weit verbreitetes Wort.
    Die kleinen Kinder gigeln sehr häufig, aber auch Teenies und Erwachsene können das noch.
    #181VerfasserPaluda (236253) 26 Okt. 06, 10:07
    Kommentar
    @ Katrin & Birgila:
    > Genau Birgila, das mit dem Sinn hast Du sehr schön erklärt.

    Hmmm. Tut mir Leid, aber ich habe arge Schwierigkeiten, Birgilas Argumentation auch nur in Ansätzen nachzuvollziehen. Aber keine Sorge, Birgila, bei dem Versuch, mir das begreiflich zu machen, sind schon einige andere gescheitert. Stets wurde krampfhaft versucht, das Wort "machen", ausgerechnet dieses in seine Anwendung doch so breite Wort, auf seine ursprünglichste, engstmögliche Bedeutung einzugrenzen, um (mit selbst dann immer noch schwachen Argumenten) darzulegen, warum das nicht gehe. Bei einer so restriktiven Auslegung kann ich nahezu jedes Idiom demontieren.

    Ein paar Beispiele aus Birgilas Beitrag, mit einer ebenso eingeschränkten Sichtweise interpretiert:

    > Sinn ENTSTEHT oder wohnt bestenfalls inne.
    Sinn kann nicht "wohnen". "Wohnen" können nur Menschen, vielleicht noch Tiere.

    > Es wäre natürlich schön, wenn wir Sinn tatsächlich 'machen' könnten.
    "Natürlich" bedeutet "der Natur entsprechend", "mit Natur zusammenhängen". Welcher Natur soll hier etwas entsprechen?

    > ... deckt jede Spielart ab, die man ausdrücken möchte.
    Hier geht es nicht ums Spielen.

    Ihr seht, wie absurd solche Begründungen sind. Wörter sind in der Praxis sehr flexibel, es bilden sich ständig Idiome, die sie ihrer originären engen Bedeutung entrücken. Wenn man all diese mit der Begründung verbieten wollte, sie entsprächen nicht der wahren bedeutung der verwendeten Wörter, wäre unsere Sprache ziemlich schnell ziemlich arm.


    Und zu guter letzt:
    > (bei Spaß oder Arbeit ist das etwas anderes, das zu machen haben wir die Macht :-))

    Das verstehe ich nun gar nicht. Wir können Dingen auch einen Sinn geben, ebenso, wie etwas Spaß oder Arbeit machen kann, ohne dass ein Mensch dafür einen Finger krümmt. Wo also ist der Unterschied?

    <zu mir>
    eigentlich wollte ich das Thema doch gar nicht mehr diskutieren ...
    </zu mir>
    #182VerfasserSophil <de> (239990) 26 Okt. 06, 10:13
    Kommentar
    Hah! Schönes Thema!

    Im Letzten Mohikaner (Film mit D. Day-Lewis) schaut er Cora an (war es Cora? Egal, das Mädel, eben!), und sie sagt sinngemäß: Who are you looking at? und er antwortet: "I'm looking at you, miss."
    Im Deutschen wurde daraus: "Bin ich eine andere als gestern?"
    Er: "In meinem Inneren vielleicht!"
    Herpes hätt ich kriegen können. Oh Schwülst!!!

    Und zum Thema schlechtes Lektorat: In einem Dhana-Band (Im Englischen "Daine"... warum muß man überhaupt Namen verändern?) von Tamora Pierce lächelt jemand auf Deutsch, nachdem er eine Ohrfeige bekommen hat, "zufrieden". Im Englischen steht da (kontext-gerecht) was von "contempt"

    AUA!!! Und das beim Arena-Verlag. Den ich immer für etwas hochwertiger hielt. Ich habe sie auch angeschrieben, weil das nicht der einzige Fehler war (ach ja, "winking" wurde mit ...? Na? Irgendwer? JA! Mit "winken " übersetzt!)
    Geändert haben sie es, selbst als das Buch dann als Taschenbuch herauskam, natürlich trotzdem nicht.

    sehr traurig, das!
    #183Verfasser easy (238884) 26 Okt. 06, 10:43
    Kommentar
    Mein "liebster" Übersetzungsfehler fand sich im Buch über die Luftbrücke von Leon Uris (den aktuellen Titel habe ich gerade nicht parat): Die Rosinenbomber flogen um die Uhr herum.

    Gut, dass sie dennoch in Berlin angekommen sind.
    #184Verfasser Karin H. (236988) 26 Okt. 06, 10:43
    Kommentar
    Wieso dann trotzdem, sophil? Aber wenn Du meinst:

    "inne wohnen" bedeutet etwas anderes als "wohnen"

    natürlich bedeutet laut Bertelsmann: [...] selbstverständlich, klar; die ~ste Sache der Welt; das ist doch ganz n. 5 ungezwungen, einfach, unverbildet; ~e Anmut; ein ~es Wesen haben II [Adv. ] 1 gewiss, selbstverständlich; er hat es n. gewusst; du hast n. Recht 2 wie erwartet, wie gewöhnlich; er hat die Verabredung n. wieder vergessen 3 zwar; du kannst ihn n. anzeigen, aber nützen wird es nichts

    und

    Spiel|art [f. 10] Abweichung innerhalb einer Art, Sonderform; eine S. des Sozialismus

    Und zu guter letzt ein nettes Zitat:
    "Die Angelsachsen machen neben dem Sinn so einiges: sie machen Geld, Freunde und Liebe. Nichts von diesen Dingen machen die Teutonen. Geld wird verdient, Freunde werden gewonnen und Liebe wird errungen. Wieviel poetischer ist doch unsere Sprache, wieviel Raum zu differenziertem Ausdruck bietet sie dem, der ihre Kleinode zu verwenden weiß." Und genau die Sache mit der Liebe ging mir gestern durch den Kopf....
    #185VerfasserKatrin (236635) 26 Okt. 06, 10:50
    Kommentar
    Also bei mir heißt "to make love" etwas anderes als "Liebe erringen". Is that my dirty mind? :-)
    #186VerfasserNetzspannung26 Okt. 06, 11:01
    Kommentar
    @Netzspannung: What's dirty about making love? Aber es IST etwas anderes, als Liebe erringen.

    @easy: Wenn die englischen Ausgabe nicht immer so teuer wären ...
    Ich warte drauf, daß die AGB was aus den neueren Serien anschafft.
    #187Verfasser CJ de (236383) 26 Okt. 06, 11:12
    Kommentar
    Hat jemand die neusten Intel-Plakate gesehen?
    "Multiplizieren Sie alles, was Sie an Technologie lieben".

    Irgendwie habe ich sofort an Stilabzug im Lateinunterricht
    wegen zu wörtlicher Übersetzung gedacht ...


    @Katrin:
    Liebe geht im Deutschen durch den Kopf?
    Ich dachte, durch den Magen ...
    ;-)
    #188Verfasserwilli winzig (236294) 26 Okt. 06, 11:22
    Kommentar
    Ich glaube nicht, dass dies der richtige Ort ist näher auf deine durchaus nicht uninteressante Frage einzugehen. :-) Allerdings bin ich froh, dass mein Sprachgefühl mich nicht getäuscht hat.

    Im Deutschen kann man sich doch auch Freunde (und Feinde) machen? Ist das auch ein Anglizismus?
    #189VerfasserNetzspannung26 Okt. 06, 11:23
    Kommentar
    @Netzspannung:
    Ja, man kann sich Freunde/Feinde machen, aber ohne "sich" findet man eher Freunde.
    Ich "finde" das schöner als "machen", aber ob das so viel poetischer ist ... naja ...
    #190Verfasserwilli winzig (236294) 26 Okt. 06, 11:33
    Kommentar
    Ganz fiese Übersetzungsfehler gab es auch im Kinderbuch "Arthur Unsichtbar" (einige wurden glaube ich in der zweiten Auflage verbessert). Aus dem "schmutzigen Weg" im Wald hat mich das englische "dirt road" = "Feldweg" geradezu angeschrieen.
    Oder wird es doch immer schlimmer mit der Umweltverschmutzung? :-))
    #191Verfasserzwieselhaar26 Okt. 06, 11:40
    Kommentar
    Dann möchte ich auch noch eine Fehlübersetzung beitragen, die ich allerdings eher schön als ärgerlich fand. Im Jahr 2003 wurden zwei Nobelpreise (Physik und Medizin/Physiologie) für Leistungen verliehen, die im Zusammenhang mit der Kernspintomographie standen. In der deutschen Version der offiziellen Pressemitteilung der Schwedischen Akademie der Wissenschaften stand vorübergehend irrtümlich Magnetkamera, das ganz normale schwedische Wort für Kernspin- bzw. Magnetresonanztomograph. Daraufhin tauchte dieses Wort für kurze Zeit auch auf deutschen Nachrichtenseiten auf, z. B. bei tagesschau.de, bis der Fehler bemerkt wurde. Ich finde Magnetkamera ausgesprochen treffend und elegant, besonders im Vergleich zum so sperrigen deutschen und englischen Wort. Wo kann man eigentlich einen Antrag auf Einführung in den deutschen Wortschatz stellen?
    #192Verfasserheinz26 Okt. 06, 11:41
    Kommentar
    Katrin, du hast mich offensichtlich missverstanden. Die drei Argumente, die du hier zu widerlegen versuchst, waren bewusst absurd. ich will damit sagen, dass ein Wort mehr als nur die originäre Bedeutung haben kann.

    Das Bertelsmann-Wörterbuch führt in 23 Unterpunkten 35 verschiedene Bedeutungen für "machen" an, und ihr argumentiert immer nur mit zwei bis drei davon (herstellen, verursachen, bewirken) und schließt alle weiteren als unzulässig aus (unter anderem auch die dort aufgeführte Bedeutung "ergeben; das macht zusammen 15 €; drei mal fünf macht fünfzehn").

    Meinst du nicht auch, dass eine solche Argumentation ziemlich abstrus ist?
    #193VerfasserSophil <de> (239990) 26 Okt. 06, 11:42
    Kommentar
    @sophil: " (...) unter anderem auch die (für "machen", die Red.) aufgeführte Bedeutung "ergeben"; das macht zusammen 15 ¤; drei mal fünf macht fünfzehn"

    Mist, dieses Argument ist gar nicht mal so schlecht....
    #194VerfasserBirgila/DE (wankend)26 Okt. 06, 12:18
    Kommentar
    "Mist, dieses Argument ist gar nicht mal so schlecht...."

    Du meintest doch sicher: "Dieses Argument macht irgendwie Sinn ..."

    *duckundweg*
    #195Verfasser Jalapeño (236154) 26 Okt. 06, 12:28
    Kommentar
    @Birgila/DE (wankend):
    Ich stelle mir gerade vor, wie ein unbegabter Übersetzer wohl "Birgila/DE (wankend)" ins Englische übersetzt....
    *hüstel* ;-))
    #196VerfasserMerl 26 Okt. 06, 12:35
    Kommentar
    @Merl: Geh da nicht hin.
    #197Verfasser CJ de (236383) 26 Okt. 06, 12:44
    Kommentar
    Ich sage nur: May the fourth be with you.
    #198Verfassereastworld26 Okt. 06, 12:52
    Kommentar
    Kennt jemand den Film Space Jam mit Michael Jordan? Da gibt es im Original einen Satz "Do you know the DREAM Team? We're the MEAN Team!"
    In der deutschen Synchronisation wurde daraus:
    "Kennst Du das DREAM Team? Wir sind das FIESE Team!"
    Ok, vielleicht nicht unbedingt eine falsche Übersetzung, aber es ist doch gut, dass es DVDs gibt und man sich die Filme so auch im Original ansehen kann!!!
    Zum Thema Ändern von Namen: In dem Buch "The Generals Daughter" heißt die Titelfigur Ann Campbell. Leichter geht es ja eigentlich nicht. Wieso wurde im Film der Name in Elisabeth (!) umgeändert???? (Zumindest in der deutschen Fassung, habe die englische nicht gesehen.)
    #199VerfasserRuby26 Okt. 06, 13:26
    Kommentar
    Ha, jetzt weiß ich, warum wir aneinander vorbeireden, sophil. Für mich ist das Wort "Sinn" und seine Bedeutungen hier entscheidend und für Dich offensichtlich "machen". Für mich kommt es auf die Fügung an und nicht nur auf die Bedeutung des einzelnen Wortes. Insofern sind wir wieder da, wo wir waren, nämlich bei dem "es sei jedem selbst überlassen".
    #200VerfasserKatrin (236635) 26 Okt. 06, 13:56
    Kommentar
    Kürzlich stieß ich im TV zufällig auf die deutsche Fassung von "The Mexican" mit Brad Pitt und Julia Roberts. Die Synchro hat aus "cloak and dagger" operation doch tatsächlich "Mantel und Degen" gemacht!

    In "Dogma" mit Matt Damon und Ben Affleck wurde aus "worked for Moses" (was bedeuten sollte, "bei Moses hat's funktioniert") "Ich habe mal für Moses gearbeitet"!

    Üble Beispiele finden sich auch im Star Trek-Universum. In einer Next Generation-Folge, in der Dr. Crusher in einer "Warpblase" gefangen ist, sieht sie Nebel vor den Fenster der Enterprise vorbeiziehen und fragt, "Computer, what's that mist out there?" Die deutsche Synchronfassung - Ihr werdet es erraten - lautet glatt, "Was ist das für ein MIST da draußen"!

    Bei Deep Space Nine wurden die Texte von einem gewissen Boris Teschmann übersetzt, der an Inkompetenz kaum zu überbieten ist. Der Mann war gleichzeitig die deutsche Stimme von Dr. Bashir. In einer Folge erzählt Bashir von einem Tennisturnier, an dem er als Student teilgenommen hat. Dabei fällt der Satz, "I had my final against a Vulcan". Auf deutsch: "Ich hatte mein Endspiel gegen einen VULKAN!" Der Übersetzer und Sprecher war zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren mit der Serie beschäftigt. Trotzdem wußte er nicht, daß es dort Vulcans, also Vulkanier gibt, die Typen mit den Spitzen Ohren? Auch wußte er offenbar nicht, daß das englische Wort für Vulkan volcano lautet? Und auch wenn einem all das nicht auffällt, hätte er nicht spätestens beim Sprechen des Satzes merken sollen, daß man gegen Berge nicht Tennis spielen kann?

    Beim Proofreaden von Texten habe ich auch ein paar schöne Beispiele gefunden: In der Beschreibung eines Lokal hieß es auf deutsch, "Diese Kneipe ist fest in den Händen der Gruftie-Szene." Die englische Übersetzung lautete, "mainly frequented by senior citizens!"

    Die Überschrift "Berlin - Zentrum der Macht" hatte der deutsche Autor (und Star Wars-Fan!) gleich selbst ins Englische übersetzt. Da stand, "Berlin - center of the force!" Als ich dort war, habe ich den großen Jeditempel allerdings nicht gefunden....
    #201VerfasserSGM26 Okt. 06, 14:29
    Kommentar
    @SGM:

    Dürfte dir gefallen: Aus Deep Space Nine, glaube ich. Zwei Figuren haben eine kleine Auseinandersetzung, der eine fragt "You want a piece of me?", also quasi "Willst du dich mit mir anlegen/prügeln/willste ein paar auffe Fresse?". Übersetzt wurde mit "Willst du ein Stück von mir?".
    #202Verfasser Jalapeño (236154) 26 Okt. 06, 14:39
    Kommentar
    Klar ist das ärgerlich, wenn man bei Filmen auf solche "Fehlübersetzungen" stößt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es vielleicht in einigen Fällen sogar gewollt ist, weil es dann besser auf die Lippenbewegung passt, oder weil der Satz sonst zu lang würde. Ich sehe mir Filme auch lieber im Original an, dann kann man sich auch sicher sein, dass es genau so gemeint ist und nicht irgendein Übersetzer den Sinn verdreht hat. Trotzdem, ich denke, die Leistung beim Anfertigen einer Synchronisation sollte man nicht unterschätzen.
    Ähnliches gilt beim Untertiteln von Filmen. Es ist oft verdammt schwer, die korrekte Zeichenanzahl einzuhalten und den Filmtext einigermaßen gut zu übersetzen...
    Na ok, einige der genannten Beispiele waren wirklich unentschuldbare Übersetzungen ;)
    #203VerfasserCath (nicht eingeloggt)26 Okt. 06, 14:45
    Kommentar
    @ SGM

    "Mantel und Degen" ist doch ein vollkommen gebräuchliche deutsche Wendung für Geschichten und Filme nach Art "Drei Musketiere" oder "Robin Hood", wo die Helden tatsächlich lange Mäntel tragen und mit Degen fechten.

    Ich finde es schon komisch, dass jeder der irgendwas nicht kennt, sofort die Anglizismuskeule rausholt und sich damit als unglaublich intellektueller Sprachwahrer ausplustern kann.
    #204VerfasserHotto26 Okt. 06, 14:53
    Kommentar
    SGM, "cloak and dagger" bedeutet aber gerade nicht "Mantel und Degen", sondern - tja - eher was in die Richtung "verstohlen, heimlich" - mir fällt grad keine gute deutsche Entsprechung ein. Spionagefilme werden glauch ich teilweise als "cloak and dagger" bezeichnet. Hat mit d'Artagnan nicht viel zu tun ;-)
    #205VerfasserPoppidirk [de] (236088) 26 Okt. 06, 14:56
    Kommentar
    Oh weh, Hotto, das geht nach hinten los ... "cloak and dagger" ist ein Spionagefilm, -roman, oder was auch immer.
    #206Verfasser Jalapeño (236154) 26 Okt. 06, 14:57
    Kommentar
    'tschuldigung, meinte Hotto, nicht SGM ...
    #207VerfasserPoppidirk [de] (236088) 26 Okt. 06, 14:57
    Kommentar
    P.S. Es *kann* sich auch auf Abenteuerfilme beziehen, da gebe ich dir Recht, Hotto. Aber dein Beitrag war etwas zu kategorisch ... Genau wie meiner.

    :-)
    #208Verfasser Jalapeño (236154) 26 Okt. 06, 14:59
    Kommentar
    Ich denk schon immer: Nix is geiler als schlechte (also extreme Hirnwichse) Übersetzungen in Gebrauchsanweisungen für Elektrogeräte,welche ihre Prod.-Stätte in Fernost haben. Natürlich nicht bei den größeren, bekannten Marken.
    Aber wenn aus "[...] on-button [...] "an Bauchnabel wird... Hey, ich weiß nich wie eure HiFi aussieht, aber da sind auf jeden Fall keine Nabel am gerät.
    #209VerfasserDoC26 Okt. 06, 15:00
    Kommentar
    kennt wer "Das Rad der Zeit"?
    seit (deutschem) Band 11 nur noch im Original zu ertragen..
    Aus dem "Gleeman", der da wohl ein Gaukler war, 11 Bände lang, wird plötzlich ein "Feuerwerker" übersetzt...
    Unterhalten sich 2 Frauen über Probleme mit Männern, wird aus "things are never easy when men are involved" ein "es ist nie einfach, wenn menschen betroffen sind"... u.v.m.

    Das Ende von "Hannibal" ( Th. Harris") wurde, zum. in der deutschen erstausgabe völlig verändert...
    #210VerfasserMalkieri26 Okt. 06, 15:32
    Kommentar
    Sehr beliebt ist auch, probe = Sonde mit Probe zu übersetzen.

    Oder die Pferdemenschen in einem Fantasyroman (Titel vergessen). Da könnten Zentauren ja durchaus vorkommen, aber dann stiegen sie ab und es wurde klar, daß es im Original wohl horse men, also Reiter, waren.
    #211VerfasserLena26 Okt. 06, 15:40
    Kommentar
    cloak-and-dag·ger adjective
    Definition:
    full of secrecy: involving secrecy or intrigue, often as part of an espionage operation
    [Translation of French de cape et d'épée "of cape and sword," symbols of the rank of characters in dramas of intrigue]
    {Encarta}

    Main Entry: cloak-and-dagger
    Function: adjective
    : dealing in or suggestive of melodramatic intrigue and action usually involving secret agents and espionage
    - cloak-and-dagger noun
    {m-w.com}
    #212VerfasserSophil26 Okt. 06, 16:03
    Kommentar
    Auch LEO hat "cloak-and-dagger": Siehe Wörterbuch: cloak-and-dagger
    #213Verfasser Mattes (236368) 26 Okt. 06, 16:20
    Kommentar
    Grmpff..."Mantel und Degen" Filme war mal die deutsche Bezeichnung für Piratenfilme, die mit Errol Flynn oder Burt Lancaster - und ausschließlich für diese; von "Nacht und Nebel" Filmen habe ich nie gehört.

    Aber so kam dann vielleicht dieser "falsche Freund"
    zustande, den es schon sehr lange gibt...
    #214VerfasserAnne BHX FRA26 Okt. 06, 17:34
    Kommentar
    Dass es für "silicon" im Deutschen einen Unterschied zwischen Silizium und Silikon gibt, hat sich auch in Redaktionen von Fachzeitschriften noch nicht weit herumgesprochen. Das eine ist ein chemisches Element, kommt reichlich in Sand vor und man kann Computerchips draus machen. Das andere ist eine Paste, die dauerelastisch aushärtet und die man im Badezimmer in die Fugen schmiert oder sich unter die Haut drapieren lässt.


    Siehe auch:

    http://uebersetzungsfallen.de/stilblueten.html

    »Deinen Job macht jetzt ein Stück Silikon, wen juckt das schon.« Klaus Lage, Monopoly
    #215Verfasser Harald S (236719) 27 Okt. 06, 14:03
    Kommentar
    Mein Favorit ist der "Stationswagen". (Sorry falls der schon vorkam, ich hab nicht den ganzen Faden durchgeschaut.)

    In einem Fachbuch (!): "er ist mit der Feder ausgerutscht" für "slip of the pen"!
    #216VerfasserFerenczi27 Okt. 06, 14:06
    Kommentar
    Ich weiß, daß der Faden alt ist, aber da ich dringend was loswerden muß, reanimiere ich ihn mal, sind ja noch über 80 Plätze frei :-).

    Ich habe gerade Ice Ship von Preston & Child auf Deutsch als Hörbuch gehört und ein Fehler tat so weh, daß ich ihn behalten habe. Expedition an die Südspitze Südamerikas, alle stecken in dicken Schneeanzügen. "XY öffnete den Reißverschluß ihres Overalls, holte ein Schmuckkästchen heraus, klappte es auf und entnahm ihm zwei CD-Roms." Argh! Der/die Übersetzer/in scheint es auch sonst nicht so mit Technik zu haben, die CDs verwandeln sich noch in Disketten und zurück in CDs.
    #217Verfasser Russisch Brot (340782) 24 Nov. 08, 17:57
    Kommentar
    Da der Faden schon wiederbelebt ist, möchte dann doch meine liebste Übersetzung beitragen:

    Vor vielen Jahren gab es mal so etwas wie ein Kultbuch. Es hieß

    Die schönste/beste? Art Oliven zu essen.

    Darin gab es auch ein Kapitel "Wie sage ich es meinem Kinde?" nach dem üblichen Frage und Antwortschema.

    Sohn fragt: "Kann ich mein Ding auch in ein Eselsloch stecken?"
    #218Verfasserthe devil is an ass24 Nov. 08, 18:55
    Kommentar
    Nun ja, Sodomie deckt beides ab ;-).
    #219Verfasser Russisch Brot (340782) 24 Nov. 08, 19:01
    Kommentar
    Russisch Brot,

    aber doch nur im Englischen?!
    #220Verfasserthe devil ...24 Nov. 08, 19:36
    Kommentar
    Ich habe neulich in einem Buch gelesen, dass "gestandene" Kerle nach getaner Arbeit Likör getrunken haben - Eierlikör vielleicht???
    #221VerfasserDJV - unplugged24 Nov. 08, 22:29
    Kommentar
    Danke fürs Ausgraben. Die Horrorbeispiele sind auch beim zweiten Lesen noch gut :-)
    #222Verfasser Birgila/DE (172576) 24 Nov. 08, 22:47
    Kommentar
    Mein liebstes Ätschibätsch Erlebnis:
    Harry Rowohlt hat ein Wortspiel nicht erkannt, aber ich!
    In David Sedaris' Buch "Me talk pretty one day" gibt es ein Kapitel, das im Deutschen "Die Jugend in Asien" betitelt ist. Darin geht es um die schmerzliche Trennung der alten Eltern, vor allem des Vaters, vom betagten Familienhund. Fällt jemandem was auf?
    #223Verfasser Lady Grey (235863) 25 Nov. 08, 01:22
    Kommentar
    I have thoroughly enjoyed this thread!

    ladygrey - Euthanasia! wonderful.

    Just so I can add something. This comes not from a professional translation but one of the gaffes that my students make:

    Er hatte ein Polohemd, Sandalen und Kurzschlüsse an."
    #224Verfasser Robert -- US (328606) 25 Nov. 08, 05:36
    Kommentar
    ladygrey, vielleicht war das einfach ein unübersetzbares Wortspiel, zumal Euthanasie ja auch in der Geschichte vorkommt, oder zumindest klar wird, was eigentlich the youth in Asia sein soll. Oder wie hättest du das gemacht?
    (OT: darf ich an dieser Stelle nochmal Reklame für den Podcast von Chicago Public Radio namens "this American life" machen, daher kenne ich nämlich diese Geschichte? Sehr zu empfehlen, gerade auch wenn man wie ich eigentlich gar nichts über besagtes American life weiß).
    #225Verfasserspinatwachtel25 Nov. 08, 08:33
    Kommentar
    In einem Frauenkrimi (Kay Scarpetta oder so?) bekam die Protagonistin morgens von ihrer Mutter Hafermehl vorgesetzt. Staub. Prust.
    #226Verfasser Corduli [de] (7520) 25 Nov. 08, 08:52
    Kommentar
    In einem Buch über die Geschichte der Physik heißt es, Werner Heisenberg musste sich nach Helgoland zurückziehen, um dort sein "Heufieber" zu kurieren.
    #227VerfasserPhysikus25 Nov. 08, 09:05
    Kommentar
    Corduli, wie süß! ging es vielleicht um Pferde? Oder starb das Opfer im Krimi an vorsätzlicher Staublunge, weil ihr die Mutter jahraus, jahrein die Atemwege mit lungengängigem Hafermehl verklebt hat? The mind boggles...
    Heufieber ist auch schön.
    #228Verfasserspinatwachtel25 Nov. 08, 09:08
    Kommentar
    Ich kann mich nicht mehr an den Titel des Buches erinnern. Es spielte irgendwo im Mittleren Westen wo:

    Die Kälber für 2 Jahre bei ihren Müttern blieben
    und man mit Tarragon würzte. Und das sind nur 2 Beispiele aus einer unglaublich schlechten Übersetzung!
    Das ist so grottig, dass man glaubt es wäre ein Übersetzungsprogramm....
    #229Verfasseraje25 Nov. 08, 09:28
    Kommentar
    Lieblingsversion:

    To Cascade Down als würden Kaskaden jemals hochfließen.
    Cascade Up nennt man in korrekter Übersetzung PUMPEN
    #230Verfasseraje25 Nov. 08, 09:29
    Kommentar
    Habe letztens "Wurzelbier" gefunden
    #231VerfasserJendi25 Nov. 08, 09:32
    Kommentar
    Eine der größten Fehlübersetzungen in Filmen war wohl der "Eispickel" in Basic Instinkt. Ein Eispickel ist immer noch ein Sportgerät, das man zum Eisklettern benötigt, und nicht dieses schraubenzieherartige Gerät zum Zerkleinern von Eisbrocken für den Whisky.

    Beispiel: http://www.bergfreunde.de/eis+schnee/eispicke... (soll keine Werbung sein)

    Ich bin wegen dieser dämlichen Fehlübersetzung den halben Film lang völlig in die Irre geführt worden. :(
    #232Verfasser Chris (AT) (237739) 25 Nov. 08, 09:48
    Kommentar
    Bonusmaterial der DVD von "Reservoir Dogs", Interview mit Quentin Tarantino: zum Schluß sagt er sinngemäß etwas wie: "I had finally found my goal in life. And it was gonna be good."
    Untertitel: "Ich hatte endlich meinen Lebenssinn gefunden: gut zu sein."

    #233Verfassereastworld25 Nov. 08, 10:00
    Kommentar
    Zwei Hammer aus Rowohlt-Krimis (aus dem USamerikanischen übersetzt)

    1.) Zwei-Kreis Motor (sollte wohl ein Zweitakt-Motor (kleiner Generator) sein

    2.) und ausserdem ist der/die ÜbersetzerIn nicht auf die Idee gekommen, dass "(pick-up) trucks" keine "Lastwagen" sind, sondern eben Pick-ups
    #234VerfasserFischkopp25 Nov. 08, 10:36
    Kommentar
    @Chris (AT): Was, wie??? Das war gar kein Eispickel?? Ich habe den Film nicht gesehen, nur Berichten entnommen, dass die Protagonistin ihren Liebhaber mit einem Eispickel umbringt oder so. (Auch wenn mir nicht ganz klar war, warum sie einen Pickel dabei hatte, aber vielleicht war sie ja Bergsteigerin...) Und jetzt sagst du, das war gar kein Eispickel, sondern irgendein läppisches Ding zum Zerkleinern von Eiswürfeln??
    #235Verfasser RE1 (236905) 25 Nov. 08, 10:45
    Kommentar
    @235
    die Dinger sind ja in erster Linie Mordwaffe und erst in zweiter Linie Werkzeug zum Zerkleinern von Eiswürfeln...hab ich immer den Eindruck :D
    #236VerfasserKing Rollo25 Nov. 08, 10:48
    Kommentar
    Super Faden!
    Aaalso: Da ich eigentlich keine englischen Bücher im Original lese (sollte vielleicht damit anfangen) und auch kein gelernter Übersetzer bin, muss ich doch mal meinen Senf dazu geben: Die Sache mit der künstlerischen Freiheit des Übersetzers z.B. ist mir ein Dorn im Auge. Wenn der Übersetzer künstlerisch tätig sein will, soll er selbst ein Buch schreiben. Der Autor wird sich schon was dabei gedacht haben, wenn er etwas so und nicht anders schreibt. Ausser es handelt sich um Wortspiele, die sich im Deutschen sonst nicht erschliessen würden, da müsste man dann sehen...

    Zum "Enkel": bin aus dem Münsterland, und wusste bis zur Einschulung nicht, dass man zum Enkel auch Knöchel sagt...

    Ich weiß leider nicht mehr,in welchem Buch das war, aber da stolperte ich immer über die Tatsache, dass einer der Protagonisten sich ein "Stäbchen" zwischen die Lippen schob, wenn er rauchte...
    #237VerfasserEnerwe25 Nov. 08, 10:50
    Kommentar
    #234 "Fischkopp": "2.) und ausserdem ist der/die ÜbersetzerIn nicht auf die Idee gekommen, dass "(pick-up) trucks" keine "Lastwagen" sind, sondern eben Pick-ups"

    Und auf das gute deutsche Wort "Pritschenwagen" ist sie nicht gekommen?
    #238Verfasser Chris (AT) (237739) 25 Nov. 08, 10:54
    Kommentar
    #225, Spinatwachtel:
    Einfach ist das nicht, das ist mir schon klar. Ich denke ich hätte mich in dem Fall für die Kapitelüberschrift "Euthanasie" entschieden. Dann fiele zwar das nette Aha-Erlebnis weg. Aber ich denke das "Aha" ist in dem Fall wichtiger als die Verwunderung über einen völlig aus der Luft gegriffen wirkenden Titel.

    #237, Enerwe: einer der Protagonisten
    Es kann nur einen geben! :-)
    #239Verfasser Lady Grey (235863) 25 Nov. 08, 11:18
    Kommentar
    "It's got a cop motor, a four hundred and forty cubic inch plant, it's got cop tires, cop suspension, cop shocks, it was a model made before catalytic converters so it'll run good on regular gas." Blues Brothers (1980)

    Übelsetzt wurde das in "...es wurde von katalytischen Konvertern gebaut und fährt mit Normalbenzin."

    Bwahahahaha!!! Seitdem heißt bei mir alles, was nur noch von Rost zusammengehalten wird: "Das wurde wohl von katalytischen Konvertern gebaut??"

    Zur Zeit lese ich gerade Jane Austens "Emma" in deutscher Übersetzung (Aufbau-Verlag (DDR) 1976). Dabei habe ich bisher keinmal das Gefühl gehabt, eine Übersetzung zu lesen... -stilistisch gelungen! (Jaja, früher war alles besser ;-) ).

    Wohingegen ein bestimmter DVD-Produzent besser die Finger von britischem "period drama" lassen sollte: In dem Haus wird der Salon (drawing room) durchgängig und mittlerweile in mehreren Filmen mit "Zeichenraum" übersetzt...
    #240Verfasser GuggstDu (427193) 25 Nov. 08, 11:37
    Kommentar
    GuggstDu, wie jetzt, du hast etwa keinen Zeichenraum in deiner Wohnung? Gleich neben dem Lebensraum und dem Sitzraum? Wo in Deutschland gibt es denn noch sowas?
    #241Verfasserspinatwachtel25 Nov. 08, 11:40
    Kommentar
    GuggstDu, "Zeichenraum", das kann ja nicht wahr sein! Müssen die armen Synchronsprecher das auch noch sagen, oder kommt das "nur" in Untertiteln vor?
    Was hätten die erst bei einem noch älteren Buch aus dem "withdrawing room" gemacht. Einen "Entzugsraum"?
    #242Verfasser Lady Grey (235863) 25 Nov. 08, 11:51
    Kommentar
    Klar habe ich einen Zeichenraum. Da sammle Verkehrschilder, Sternzeichen, alte Tastaturen. So'n Zeug eben.
    #243Verfasser Jalapeño (236154) 25 Nov. 08, 11:54
    Kommentar
    Gestern habe ich mir die Serie „Wildboyz“ auf Englisch mit deutschen Untertiteln angeschaut. Die Untertitel waren teilweise der Brüller. Meine Lieblings-Fehlübersetzung dabei: Chris und Steve-O trafen einen Rapper namens „Juvenile“… ratet mal, wie der arme Mann in den Untertiteln hieß: „Jugendlicher“ xD Aus der Kette von Juvenile wurde folgerichtig „die Kette des Jugendlichen“. Aua, aua.

    Manchmal gaben sich die Autoren der Untertitel aber auch Mühe, Wortspiele zu übersetzen… z.B. gab es eine Szene mit einem „Kinkajou“, „the kinkiest animal in the world” … Schwer zu übersetzen, denn auf Deutsch heißt das Tier “Wickelbär”. Aber immerhin haben sie es versucht, indem sie den Wickelbär als das Tier bezeichneten, welches sich am schnellsten entwickelt… :P naja lustig war’s dann auch nicht mehr^^

    „It’s a sperm whale. He’s extremely dangerous, because he destroys ships and swallows sea men.” *riesenzwinker*
    Solche Sachen kann man einfach nicht übersetzen ;)
    #244Verfasserpaganblood (nicht eingeloggt)25 Nov. 08, 12:00
    Kommentar
    @ ladygrey, 242: Aus withdrawing room wird dann bestimmt der Rückzugsraum...
    #245VerfasserAM<de>25 Nov. 08, 13:29
    Kommentar
    AM: eins schlimmer als das andere. Aber angeblich verdienen Synchronübersetzer sehr schlecht, stehen unter großem Zeitdruck und haben alle möglichen Maßgaben zu erfüllen. Da wundert es einen nicht...
    #246Verfasser Lady Grey (235863) 25 Nov. 08, 13:39
    Kommentar
    Huah, UNTERTITEL!

    In den wunderschönen neuen Jane Austen BBC Verfilmungen (Mansfield Park und Co), sind die deutschen Untertitel nicht ausblendbar bei englischer Tonspur. Und dann wird da auf Englisch gefragt, ob Fanny morgen reiten gehen will, und als Untertitel steht da: Verlässt du uns morgen? Und das ist nur eines der Beispiele, an die ich mich gerade erinnere, aber es waren verdammt viele Fehler.
    ARGH!
    Wenn man das schon gar nicht überlesen KANN, also gezwungen ist, diese Untertitel eingeblendet zu haben, was kein Mensch wollen kann, dann sollten sie verdammt nochmal RICHTIG sein
    *rantscreambangheadagainstwall*
    #247Verfasser easy (238884) 25 Nov. 08, 14:06
    Kommentar
    Untertitel sind ein eigenes Kapitel. Ich habe oft den Eindruck, dass die Untertitelersteller das Drehbuch gar nicht vorliegen haben, sondern das nach Gehör machen (müssen) - da schleichen sich dann leicht Missverständnisse ein. In Blade Runner werden z.B. aus "C beams" in den spanischen Untertiteln "rayos del mar" ("sea beams")...
    #248Verfasser RE1 (236905) 25 Nov. 08, 14:10
    Kommentar
    Zwar kein Englisches Buch, aber in einem Mankell-Krimi war mal die Rede von Finnländern, zwar kein Beinbruch, aber ich hab mich geärgert, ich würde nämlich eher Finne sagen.
    #249VerfasserX-toph25 Nov. 08, 14:22
    Kommentar
    @X-toph: Das muss aber nicht unbedingt falsch sein. Finnländer gibt es, und es ist nicht synonym mit Finne:
    Finn|län|der, der; -s, -: →Finne mit schwedischer Muttersprache.
    Quelle: Duden - Deutsches Universalwörterbuch, 6., überarbeitete Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 2007.
    http://www.duden.de/duden-suche/werke/fx/000/...
    #250Verfasser RE1 (236905) 25 Nov. 08, 14:28
    Kommentar
    oh, das wusste ich nicht, (zwar dass es schwedische Muttersprachler in Finnland gibt und vice versa), wusste aber nicht, dass die "schwedischen Finnen" Finnländer heißen - Aber trotz allem, in der betreffenden Stelle ging es um einen Südafrikaner, der mehrere Pässe besaß und laut einem Pass war er Finnländer (ich glaub nicht, dass damit die "echten" Finnländer gemeint waren) - trotzdem interessanter Hinweis, danke
    #251VerfasserX-toph25 Nov. 08, 14:37
    Kommentar
    Gesehen in dem Abba-Musical "Mamma Mia!". Auf der Bühne wird im englischen Original der Titel "One of us" gegeben, auf Leinwänden rechts und links der Bühne der übersetzte Text (was ich ja für nicht-Englisch-Kundige einen netten Service finde).

    Auf der Bühne singt die Protagonisten "One of us is lying [Pause] in her lonely bed"
    Auf der Leinwand "Eine von uns lügt [neues Bild] in ihrem einsamen Bett" *ggg*

    Achja - don't get me started about Titelübersetzungen überhaupt. Eines der schlimmsten Beispiele m.E.: Terry Pratchetts "The Last Continent". Zu (nicht ganz so) gut Deutsch "Heiße Hüpfer". Häh? Zuviel Softerotikfilmchen gesehen? Oder zuviele kleine alkoholische Getränke konsumiert? Was wäre schlimm an "Der ketzte Kontinent" gewesen? *GAH*
    #252VerfasserDerfel (474076) 25 Nov. 08, 14:38
    Kommentar
    don't get me started about Titelübersetzungen überhaupt

    Oh und wie!!!
    Wollte gerade schon tief Luft holen und loslegen, lass es aber doch lieber

    (Jane Austen's "Persuasion", zu Deutsch "Verführung". NOPE!)
    #253Verfasser easy (238884) 25 Nov. 08, 14:46
    Kommentar
    "Sense and Sensibility" = "Sinn und Sinnlichkeit"?? IBYFP???
    #254VerfasserBacon [de] (264333) 25 Nov. 08, 14:47
    Kommentar
    ...jaja, die Untertitel werden eindeutig von katalytischen Konvertern gemacht...
    #255Verfasser GuggstDu (427193) 25 Nov. 08, 15:43
    Kommentar
    ROFL @GuggstDu
    #256VerfasserDerfel (474076) 25 Nov. 08, 15:45
    Kommentar
    #242, ladygrey: "GuggstDu, "Zeichenraum", das kann ja nicht wahr sein! Müssen die armen Synchronsprecher das auch noch sagen, oder kommt das "nur" in Untertiteln vor?"

    Ich weiß nicht, ich habe mich noch nicht getraut, die deutsche Fassung anzusehen... (*startet Selbstversuch heute abend, huaaaah*)
    #257Verfasser GuggstDu (427193) 25 Nov. 08, 15:47
    Kommentar
    #247 @easy: Die Untertitel kann man also wirklich nicht ausblenden? Mist, ich hatte es befürchtet! Und die DVDs daher immer stehengelassen obwohl ich sie gerne hätte. Da hilft dann nur noch ein Direktimport aus GB.
    #258Verfasser Russisch Brot (340782) 25 Nov. 08, 16:26
    Kommentar
    Ladygrey, sie haben's getan... *ächz*
    ...das mit dem Zeichenraum... *schnell wieder umschalt' auf Englisch*
    (Und jetzt nenn ich doch mal Ross und Reiter: "Jane Eyre" (BBC-Serie von 2006) aus dem Hause KSM)
    #259Verfasser GuggstDu (427193) 25 Nov. 08, 18:42
    Kommentar
    Hab mal vor Jahren, als ich noch korrekturgelesen habe, den schönen Satz gefunden: Der Patient war an einen Ventilator angeschlossen. (Leider habe ich das korrigiert, so daß es der Nachwelt nicht erhalten blieb. Wenn ich diesen Faden lese, tut es mir fast leid)
    #260Verfasser Gibson (418762) 25 Nov. 08, 19:49
    Kommentar
    Ohje, GuggstDu! Das ist schlimm. Kaufst Du auch nur die Version mit Deutsch, weil man es dann ja auch mal mit Freunden/Kindern gucken könnte, die nicht gut genug Englisch können? Aber momentan steht der Euro gut zum Pfund, da kannst Du Dir ja die Direktimporte schnell bestellen. ;-)
    Ansonsten versuch' mal, sie am Computer anzuschauen, da kann man die Untertitel manchmal trotzdem wegschalten, auch wenn es theoretisch nicht gehen sollte.
    #261Verfasser Lady Grey (235863) 25 Nov. 08, 20:43
    Kommentar
    Ach ihr Lieben,

    haut nicht so ganz gewaltig auf die Übersetzer ein. Da gibt es auch noch Herausgeber und solche Leute, die es "besser wissen" als der Übersetzer und die das letzte Wort haben.

    Habe vor langen Jahren mal ein Buch übersetzt, das die dt. Herausgeber so versaubeutelt haben, dass ich mich geschämtt habe, dass mein Name als Übersetzer genannt wurde.

    Nur ein Beispiel: Aus "farmhands", das ich mehr oder weniger korrekt übersetzt hatte, machten die Herausgeber "Farmhände". Und aus jedem British, das ich mit britisch übersetzt hatte, machten sie kritisch. Und das waren noch die leichten Fälle. Das Buch wimmelte nur noch von den Vergewaltigungen der Übersetzung durch die Herausgeber.

    QED. cum grano dalis
    #262Verfassercum grano salis25 Nov. 08, 22:37
    Kommentar
    @'254 - Bacon:

    Die deutschen Titel zu Jane Austens Büchern stammen - wie bei vielen Werken der Weltliteratur - von deren allerersten Übersetzungen ins Deutsche und wurden immer wieder übernommen, da sie sich beim Publikum über die Jahrzehnte bereits eingebürgert hatten. Im Falle von 'Sense and Sensibility' wollte man zudem nicht mehr auf die einprägsame Alliteration verzichten.

    Wie kommt es eigentlich, dass vor allem in deutschen Übersetzungen fremdsprachiger Kinder- und Jugendbücher einfach die Namen der Figuren geändert oder Beschreibungen "eingedeutscht" werden, sodass zum Teil nur noch Nachdichtungen, aber keine Übersetzungen mehr dastehen?? Beispiel - aus dem Gedächtnis - gefällig?
    Im englischen Original trägt ein Mädchen eine Schuluniform, bestehend aus einem braunen Kleid mit weißer Bluse und brauner Jacke, dazu Gürtel und Halstuch in den Schulfarben. In der deutschen Übersetzung wird daraus ein dunkelblauer Faltenrock und Blazer mit gesticktem Schulwappen, dazu eine weiße Bluse und schwarze Schnürschuhe.



    #263Verfasser Leseratz (238114) 25 Nov. 08, 22:38
    Kommentar
    Eine seltsame Übersetzung habe ich doch noch - nicht aus einem Buch, sondern kürzlich in einer großen Tageszeitung entdeckt:
    Auf einem Foto waren Brotlaibe und Fladenbrote zu sehen, auf die man für den US-Wahlkampf ein Portraitfoto von Barack Obama gedruckt hatte. Die Bildunterschrift lautete
    "Sogar auf Laiben von Brot wird mit dem Bild des Kandidaten Wahlwerbung gemacht."
    Da hatte wohl jemand "loafs of bread" 1 zu 1 übersetzt und keiner hat's gemerkt.
    #264Verfasser Leseratz (238114) 25 Nov. 08, 22:43
    Kommentar
    In einem aus dem Englischen übersetzten "Lexikon der Päpste", in der mit großem Respekt von der "aggressiven" Vorgehensweise eines Heiligen Vaters gesprochen wurde, (ja, wer war es denn nun, ich vergaß!).

    Ein vielleicht wichtigeres Beispiel fällt mir jetzt noch ein: In einer aus dem Amerikanischen übersetzten Quelle aus der Nachkriegszeit war sinngemäß die Rede von einer "eventuellen" Wiedereingliederung Deutschlands in die Gemeinschaft der Völker. Das sah der Verfasser des Originals ja wohl eher etwas optimistischer!
    #265Verfasser maxxpf (361343) 25 Nov. 08, 23:54
    Kommentar
    und wer ist nicht schon einmal in einem Text über Wasserlilien gestolpert...
    #266Verfasser Lady Grey (235863) 26 Nov. 08, 00:32
    Kommentar
    @ladygrey
    Die können einen aber auch echt zum Stolpern bringen! Ich kann mich noch gut erinnern, was für Probleme ich hatte, als ich meiner Familie Kew Gardens und speziell das Seerosenhaus gezeigt habe. Ich habe glaube ich in jedem zweiten Satz statt Seerosen Wasserlilien gesagt :) Ich will gar nicht wissen, wie das auf den Zuhörer wirkt, wenn man scheinbar von zwei unterschiedlichen Pflanzen redet und doch dasselbe meint.
    #267VerfasserNica (de)26 Nov. 08, 00:48
    Kommentar
    In Brasilien werden die meisten Filme im Original mit Untertiteln gezeigt, so dass man simultan vergleichen kann, wie schlecht die Übersetzung ist.
    Ein Beispiel aus Natürlich blond (Originaltitel: Legally Blonde):
    Das Handy des Bräutigams (ein Professor) läutet während der Vorlesung den Hochzeitsmarsch und er erklärt seinen Studenten, dass seine Braut den "ring"(tone) gewechselt hätte. Auf dem Untertitel wurde the ring mit "anel" = Fingerring Übersetzt.
    #268Verfasser CARIOCA (324416) 26 Nov. 08, 03:58
    Kommentar
    @ladygrey, Nica:
    So ganz kann ich euch nicht folgen. Was habt ihr denn gegen Wasserlilien?
    Siehe Wörterbuch: wasserlilie
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserlilie
    #269Verfasserdirk26 Nov. 08, 07:42
    Kommentar
    Ich übersetze keine Literatur und lese keine Übersetzungen, aber die geballten Beispiele in diesem Faden geben mir doch ein sehr ungutes Gefühl, was die Qualität von Übersetzern angeht.

    Beauftragen eurer Erfahrung nach die Verlage inzwischen hauptsächlich Amateure, nach dem Motto "Kommt nicht so drauf an, und Englisch kann eh jeder"?
    #270VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 26 Nov. 08, 07:48
    Kommentar
    @Mr. Chekov: Ich glaube, ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Es ist bloß so, dass man sich die schlechten Beispiele eben merkt. Wenn ein Buch gut übersetzt ist oder zumindest so übersetzt ist, dass man nicht aufgrund irgendwelcher offensichtlicher Fehlübersetzungen merkt, dass es übersetzt ist, dann wird das auch nicht weiter erwähnt.
    Ich habe nur selten ein Buch, das ich in einer Sprache gelesen habe, später auch in einer anderen Sprache gelesen, so dass mir z.B. Nacherzählungen, wie von Leseratz beschrieben, oder Erlebnisse der Art "im englischen Text stand doch etwas ganz anderes" noch nicht begegnet sind, und mir diese Bücher folgerichtig auch nicht unbedingt als "schlecht übersetzt" auffallen würden. Von den vielen Büchern, die ich schon gelesen habe, zu denen auch einige Übersetzungen zählen, sind mir nur wenige als "schlecht übersetzt" oder zumindest als "ein oder zwei grobe Übersetzungspannen enthaltend" in Erinnerung geblieben. Zig andere waren (übrigens unabhängig von ihrem literarischen Wert) gut übersetzt, soweit ich das beurteilen kann, aber da gute Übersetzungen nicht das Thema dieses Threads sind, tauchen sie hier auch nicht auf.
    Und natürlich sind Übersetzer auch nur Menschen, und auch den Stars der Zunft kann an einem schlechten Tag ein Wortspiel nicht auffallen oder ein anderer Lapsus passieren. Wie irgendwer hier schon sinngemäß schrieb, die Übersetzer arbeiten ja auch nicht im luftleeren Raum, sondern es gibt Lektoren, Herausgeber und wasweißichnoch für Menschen in den Verlagen, die so etwas auch merken und den Fehler vor Veröffentlichung ausbügeln sollten.

    Aber hier noch ein Beispiel für einen mir in Erinnerung gebliebenen Übersetzungsfehler:
    In "Der englische Patient" war an einer Stelle von "Artischocken aus Jerusalem" die Rede. Jede Wette, dass im Original "Jerusalem artichokes" stand, und das ist Topinambur, keine Artischocken. Für den Fortgang der Geschichte nun wahrlich nicht entscheidend, welches Gemüse es nun war, aber es ist mir eben aufgefallen und hat mich geärgert.
    #271Verfasser Dragon (238202) 26 Nov. 08, 09:35
    Kommentar
    Ich bin ja nicht nur Übersetzerin, sondern auch Dolmetscherin, und bei vielen übersetzten Büchern könnte ich praktisch simultan mitdolmetschen, was für mich immer ein Zeichen ist, dass es wohl nicht so sorgsam übersetzt ist.
    Ein Buch, wo mir das nicht bei einem einzigen Satz gelang, war die deutsche Übersetzung von "Jonathan Strange and Mr. Norrel" von Susannah Clark. Jetzt wollte ich mal Namen nennen und eine gute Übersetzerin loben, aber siehe da, der deutsche Wiki-Artikel über das Buch erwähnt die Übersetzerin mit keinem Wort. Dabei trug sie doch mit ihrer Arbeit ganz erheblich zum Lesegenuss bei - wir hatten auch die englische Ausgabe im Haus, und mir fällt das Lesen englischer Bücher nun überhaupt nicht schwer und ich lese Bücher auch lieber im Original, aber bei diesem Buch (und dieser Übersetzung) war ich nicht im Mindesten versucht, es beiseite zu legen und zum Original zu greifen.
    #272Verfasserspinatwachtel26 Nov. 08, 09:42
    Kommentar
    Das, was spinatwachtel in 272 anspricht, ist mir - obwohl ich weder Übersetzer bin noch due deutsche oder die englische Sprache für mich ausreichend beherrsche, letztens beim Lesen von "Der automatische Detektiv" aufgefallen: teilweise wörtliche Übersetzungen, aus denen das Original noch deutlich herauslesbar war. Andererseits hat der Übersetzer auch lichte Momente gehabt (es geht um einen Roboter, der als Privatdetektiv tätig ist), und auf die Frage, ob er schwer verletzt sei, antwortet er "es tut nur weh, wenn ich rechne" ...

    Insgesamt trotzdem ein empfehlenswertes Buch ...
    #273VerfasserBacon [de] (264333) 26 Nov. 08, 09:53
    Kommentar
    @spinatwachtel 272:

    Bei amazon.de werden die Übersetzer meistens genannt. Bei "Jonathan Strange" scheinen sogar zwei Damen zusammengearbeitet zu haben, was es aus meiner Sicht noch erstaunlicher macht, dass die Übersetzung anscheinend so gut gelungen ist:

    Rebekka Göpfert (Übersetzer), Anette Grube (Übersetzer)
    #274Verfasser Jalapeño (236154) 26 Nov. 08, 10:08
    Kommentar
    Ach ja, der Link: http://www.amazon.de/Jonathan-Strange-Mr-Norr...

    Und zu Mr Chekovs Frage aus 270:

    Ich vermute, dass das oft einfach eine Frage des Geldes ist. Literaturübersetzer werden notorisch schlecht bezahlt, gerade bei Büchern, bei denen eher mit einer kleinen Auflage zu rechnen ist. Ich wette, dass sich da oft keiner die Mühe macht, die Übersetzung noch einmal zu lektoreren ...

    Ein ganz heißes Thema in den letzten Jahren, übrigens, die Vergütung von Literaturübersetzern. Infos für Interessierte unter http://www.literaturuebersetzer.de/
    #275Verfasser Jalapeño (236154) 26 Nov. 08, 10:11
    Kommentar
    tja, da wundert man sich doch, warum es so schwierig ist, in dieses Tätigkeitsfeld hineinzukommen, fast so, als wolle man in der Bundesliga mitspielen oder bei Tokio Hotel...
    #276Verfasserspinatwachtel26 Nov. 08, 10:21
    Kommentar
    Die schlechte Bezahlung führt natürlich oft dazu, dass die Texte quasi blind herunterübersetzt werden, jedenfalls dann, wenn man vom Übersetzen von Literatur leben muss. Nähmen Übersetzer sich mehr Zeit für Recherche und das Ausfeilen von Formulierungen, müssten wahrscheinlich viele verhungern.
    #277VerfasserIngrid26 Nov. 08, 10:31
    Kommentar
    @dirk
    Gegen Wasserlilien habe ich, dass sie in Deutschland - zumindest da, wo ich herkomme - nicht als Sammelbegriff verwendet werden. Da sagt man immer Seerosen. Ich habe noch nie in einem botanischen Garten etwas von Wasserlilienteich oder Wasserlilienhaus gehört (vielleicht gibt es das, wenn wirklich nur diese speziellen Pflanzenarten drin sind, aber wenn ein Mix von Seerosen drin ist, heißt es normalerweise Seerosenteich/-haus).
    #278VerfasserNica (de)26 Nov. 08, 10:31
    Kommentar
    Ich möchte hier nicht versäumen zu erwähnen, dass es auch hochbegabte Übersetzer gibt. Der weltweit meistverkaufte brasilianische Schriftsteller der Gegenwart Paulo Coelho hat wohl einen ganz erheblichen Teil seines Erfolgs seinen Übersetzern zu verdanken... Böse Zungen sagen sogar, dass sein Werk auf französisch viel besser gelungen wäre als im Original!
    Es ist in der Tat extrem schwer, ein literarisches Werk zu übersetzen. Es geht nicht nur um das korrekte Übertragen der Sprache, sondern um das vermitteln des Gefühls, und dafür braucht der Übersetzer literarisches Talent. Zu diesen Talenten gehört die Dichterin Lya Luft http://de.wikipedia.org/wiki/Lya_Luft
    die Tomas Mann, Hermann Hesse, Günter Grass u.a. ins Portugiesisch übersetzt hat.
    #279Verfasser CARIOCA (324416) 26 Nov. 08, 15:06
    Kommentar
    And here's a new one: Feuerfliege for "firefly". It isn't my discovery though:
    Siehe auch: Norwegische Feuerfliege
    #280Verfasser Robert -- US (328606) 27 Nov. 08, 07:35
    Kommentar
    Was ich am meisten gehasst habe bei Harry Potter:
    "Er setzte sich an den Tisch und tat sich Kartoffeln auf." Das kam in einem Band mehrmals so vor.
    Dieser Übersetzer mag englisch können, aber er kann sicher kein deutsch. Das ist doch Umgangsprache, oder?
    #281VerfasserFrau S27 Nov. 08, 09:41
    Kommentar
    Was ich am meisten gehasst habe bei Harry Potter:
    "Er setzte sich an den Tisch und tat sich Kartoffeln auf." Das kam in einem Band mehrmals so vor.
    Dieser Übersetzer mag englisch können, aber er kann sicher kein deutsch. Das ist doch Umgangsprache, oder?
    #282VerfasserFrau S27 Nov. 08, 09:41
    Kommentar
    Ich würde "sich auftun" eher als gehoben einstufen ... Oder im Zweifel als Norddeutsch ... ;-)
    #283Verfasser Jalapeño (236154) 27 Nov. 08, 10:00
    Kommentar
    Frau S, kennst Du nicht den "Auftu'-Löffel", mit dem man sich Essen auf den Teller tut?

    SCNR ;)
    #284VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 10:02
    Kommentar
    Siehe auch: Nervige Schreibweisen, Teil II

    Da ging es schon einmal um das Thema ...
    #285Verfasser Jalapeño (236154) 27 Nov. 08, 10:06
    Kommentar
    Siehe auch: Nervige Schreibweisen, Teil II - #11

    Stimmt, und ich hab's anders geschrieben. Peinlich ...
    #286VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 10:09
    Kommentar
    Au ja, Jalapeno - anstatt "das ist sicher Österreichisch" sagen wir künftig bei komischen Ausdrücken "muss Norddeutsch sein" ;-)

    Wobei mir "tat sich Kartoffeln auf" ganz normal vorkommt.
    #287VerfasserGaleazzo27 Nov. 08, 10:12
    Kommentar
    Mir auch (Herkunft Westfalen).
    #288VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 27 Nov. 08, 10:19
    Kommentar
    Au ja, Jalapeno - anstatt "das ist sicher Österreichisch" sagen wir künftig bei komischen Ausdrücken "muss Norddeutsch sein" ;-)

    Ich als Süddeutscher mach das schon immer so ... :-)

    Und Westfalen ist jawohl eindeutig Norddeutschland. Quod erat demonstrandum.
    #289Verfasser Jalapeño (236154) 27 Nov. 08, 10:22
    Kommentar
    "Westfalen ist jawohl eindeutig Norddeutschland" - wie bitte? Norddeutschland hört an der Elbe auf; danach beginnt der tiefste Balkan ;-)
    #290VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 10:23
    Kommentar
    @Bacon: An der Elbe? Norddeutschland beginnt am Main! :o)
    #291Verfasser RE1 (236905) 27 Nov. 08, 10:26
    Kommentar
    Wenn man von unten guckt, meinetwegen. Wenn man an de Waterkant s-teht, s-pätestens südlich von Hamburch ;-)
    #292VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 10:28
    Kommentar
    Irgendwie brauchen wir ein Wort für den Teil von Deutschland, den die Bayern für Nordeuschland, die Schleswig-Holsteiner und Hamburger aber für Bayern halten.
    #293VerfasserCJ unplugged27 Nov. 08, 10:30
    Kommentar
    Hessen, CJ, Hessen... ;-)
    #294Verfassermuzu27 Nov. 08, 10:45
    Kommentar
    Fly-over-States.
    #295VerfasserMr Chekov (DE) (522758) 27 Nov. 08, 10:46
    Kommentar
    Durchfahrtgebiet - fahren Sie nicht langsamer, halten Sie NICHT an und kurbeln Sie auf keinen Fall die Fenster herunter ;-)

    Obwohl, das gilt für einige Gebiete im Bundesland Bayern auch ...
    #296VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 10:47
    Kommentar
    RE1, (291) - vergiss es. Das versuche ich diesem Herrn schon ewig klarzumachen, aber er glaubt's einfach nicht.

    muzu - und wozu gehört dann z.B.Thüringen?
    #297VerfasserSüddeutsche27 Nov. 08, 10:49
    Kommentar
    muzu, ich dachte eher ans Saarland, die sind auch linguistisch gesehen kurioser als die Hessen...Obwohl, das Saarland ist schon eine Maßeinheit für die Ausbreitung von Waldbränden, vielleicht kommt es dann zu Verwechslungen, wenn es auch noch als Ort, dem man linguistisch alles zutraut, herhalten muss.
    #298Verfasserspinatwachtel27 Nov. 08, 10:50
    Kommentar
    Galeazzo (287), das mit dem "Österreichisch" gab es glaube ich in aller Ausführlichkeit schon hier: Siehe auch: Leo Dictionary of Translation

    Ich möchte hier mal eine Lanze brechen für den (die) Übersetzer(in) des "Hitchhikers through the Galaxy" - das war mit Sicherheit nicht einfach, und es ist nach meinem Gefühl sehr gut gelungen!
    #299VerfasserVH27 Nov. 08, 11:04
    Kommentar
    VH: Und nebenbei ist Benjamin Schwarz auch noch ein äußerst angenehmer Zeitgenosse ;-)

    *lichtaus*
    #300VerfasserBacon [de] (264333) 27 Nov. 08, 11:05
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