| Kommentar | @Anita, auch auf die Gefahr hin, dass meiner in den Unmengen anderer Beiträgen untergeht, möchte ich Dir Deine Frage trotzdem gerne beantworten.
Denn ich muss zugeben, ich mag "eigentlich" auch keine Kinder! Ausnahme: meine eigenen. Auch ich wollte damals nicht zwingend Kinder haben. Aber ich hatte genau den richtigen Mann gefunden, der gerne Kinder wollte und auch dafür zuhause bleiben wollte. Gesagt, getan. Heute sind sie 13 und 15 Jahre alt, ich arbeite nach wie vor Vollzeit. Hätte ich Karriere machen wollen, wäre es kein Problem gewesen. Ich muss dazu sagen, ich wollte auch Kinder, eben unter der Voraussetzung, dass ich weiter arbeiten konnte. Damals gab es noch weniger Möglichkeiten, Teilzeit zu arbeiten, als heute, Erziehungs"urlaub" war noch mager etc.
Ehrlich gesagt, mir gingen Kinder immer schon auf die Nerven. Und natürlich gilt das manchmal auch für meine. Aber meistens eben nicht, weil es meine sind und nicht irgendwelche fremden, knatschigen Rotznasen! Aber ich weiß noch gut, dass ich immer extrem genervt war, als sie noch klein waren, wenn ich von der Arbeit kam und irgendwelche "Gastkinder" waren noch da. Eben andere Rotznasen, die natürlich ihre eigenen Macken mitbrachten. Und auf die ich gar keine Lust hatte, einzugehen. Aber die eigenen Kinder, die wachsen doch mit einem auf, die passen ja auch zu einem und zum eigenen Leben. Das ist mir im gesamten Bekanntenkreis immer aufgefallen, dass die Kinder sich extrem auf die eigenen Eltern einstellen. Die tun schon ganz viel dafür, dass man sie einfach lieben muss!
Für mich ist die Zeit, als ich mit so ganz kleinen Kindern umgehen können musste, zum Glück vorbei. Langsam geht es schon los, dass wir unsere Zweisamkeit zurück haben. Sie wollen kaum noch mit uns weg, oder zumindest nicht beide gleichzeitig. Heute fällt mir extrem auf, dass mir Kindergeschrei oder auch kreischende Schulkinder in der U-Bahn auf die Nerven gehen. Es gab Zeiten (Krabbelgruppe!), da fand auch ich es toll, mich mit anderen Müttern auszutauschen, während unsere quengelnden Babies dazwischen brabbelten und man eigentlich keinen Satz zu Ende bringen konnte. Heute muss ich das definitiv nicht mehr haben, zum Glück gibt es keine "späten Eltern" im näheren Freundeskreis! Ich war übrigens 28 und 30 bei den Geburten, das war "damals" auch schon nicht mehr jung. Lag aber nicht am Studium, sondern daran, dass ich den Vater erst mit 26 kennen gelernt habe.
Auch ich kann nur sagen, dass Kinder auf jeden Fall das Leben bereichern. Und auch einiges zur eigenen Entwicklung beitragen! Und so ganz nebenbei sind Kinder auch wichtig für unsere Zukunft, nicht nur in Bezug auf die spätere Rente.... Trotzdem muss natürlich jeder selbst wissen, ob er/sie Kinder möchte. Es gab ja mal diesen Slogan "Jedes Kind hat das Recht, erwünscht zu sein", den finde ich immer noch passend. Aber wenn man sich dagegen entscheidet, sollte man sich auch Gedanken über den eigenen Beitrag für die Gesellschaft machen.... |
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