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    Familienplanung

    Kommentar
    Ich habe interessehalber mal eine vielleicht ungewöhnliche Frage. Es ist ja realistisch gesehen so, dass wir Frauen bis etwa 30 Jahren unseren Kinderwunsch erfüllt haben sollten. Ich bin 28 und bin zweifache Mutter.

    Leider habe ich den Eindruck, dass viele Frauen, obwohl sie sich eigentlich Kinder wünschen, durch äußere Zwänge (z. B. Studium) und Illusionen viel zu spät mit der Familienplanung befassen. Es ist ja in Deutschland normal, dass man bis Ende 20 studiert. Viele Frauen, so mein Eindruck, gehen dann unüberlegt in den Beruf, weil sie glauben, dass sei der übliche und gewollte Weg. Kinder, so die Frauen, bekommt man später noch. Doch wann später? Die biologische Uhr tickt. Wir wissen ja leider inzwischen, dass 80 % der Akademikerinnen sich Kinder wünschen, jedoch 42 % kinderlos bleiben.

    Ich frage also mal in die Runde: Haben die Frauen unter Euch, die vielleicht noch studieren oder unter 30 sind schon konkrete Vorstellungen, wann sie ihr erste und wann ihr zweite Kind bekommen wollen? Noch während des Studiums oder direkt danach, noch vor dem Beruf? Würde mich wirklich brennend interessieren.
    VerfasserHanne21 Jan. 06, 02:07
    Kommentar
    I waited to finish my studies, then started having kids (we now have two). I really wanted to have them while I was young, before I got too involved in a career and it became more difficult to take time off. (At the time, I was thinking of teaching, which is a hard field to get a permanent position in. Once you get one, you don't want to leave it.) Translation has been a good field in that respect; in-house positions have high turnover, it's understood that people move around, and you can always freelance.

    That said, there are things I wish we'd done before having kids, because they would have been easier then. For example, lots of our travel plans have to be postponed until the kids are older (and can handle the vaccinations necessary for some of our hoped-for destinations). It was also hard to pay off my education while I was only working part-time, but we managed it. And moving abroad becomes challenging once there's mandatory schooling involved, particularly if your children's language skills aren't up to par -- which my older one's decidedly are not.

    The decision also depends to a certain extent on your personal expectations about, and attitude toward, "being at home." I, for example, am not at all cut out for the life of a homemaker. I'm happy to mother the children and do fun things with them, but have no desire whatsoever to deal with housework, don't get a sense of accomplishment or fulfillment from it, etc. To that end, I actually work a couple extra hours a week so we can hire it done. Everyone's much happier that way.

    We also have plenty of friends who planned their families the other way, getting their trips to Nepal and Peace Corps service done early, getting established in their careers, and then taking time off to have families, and it seems to work fine for them. We only know one who wishes she'd started earlier so that she could have had more than one child (she had her first at 42 and there were some complications). It should also be said that for those who have trouble conceiving (or don't have a male involved; we have lots of lesbian friends), later is often pretty much the only option, because they have to save enough to pay for either fertility treatments or the costs of adopting.

    My mother, of course, is an old-school bra-burner and was horrified that I would even consider a "return to the Fifties" by having kids so early. She waited until she was 35.
    #1VerfasserKathleen (US)21 Jan. 06, 02:54
    Kommentar
    Ich habe auch zuerst mein Studium abgeschlossen. Danach haben wir Reisepläne realisiert, die mit Kindern nicht möglich gewesen wären. Ich habe dann aber bewusst keine Stelle in meinem Beruf angenommen, sondern nur einen Temporärjob als Datatypistin. Jetzt sind die Kinder schon recht gross und besuchen das Gymnasium in Zürich. Ich arbeite viel freiwillig und ehrenamtlich und werde nächstens entscheiden, ob ich versuchen will, in meinen Beruf einzusteigen, oder ob ich eine ganz andere Arbeit suchen will. Meine beste Freundin hingegen hat gleich nach dem Studium eine Stelle gesucht und gefunden und hat jetzt - viele Jahre später - mit 42 ein Kind bekommen. Ich bin froh, dass ich die Kinder hatte, als ich noch jünger war (zwischen 28 und 30) - man stelle sich vor, wie alt ich sonst wäre, wenn die Kinder so richtig saftig in der Pubertät sind! Auch durchwachte Nächte muss ich jetzt nicht mehr haben.
    #2Verfassermammut21 Jan. 06, 10:35
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    Hallo,

    Ich passe absolut in dein Schema der Akademikerinnen :-)
    Ich werde 28, bin Ingenieurin und Kinder sind noch nicht geplant. Das Problem faengt damit an, das mein freund und ich momentan in unterschiedlichen Laendern wohnen (berufsbedingt bin ich ins Ausland gegangen). Und er hat nun ein grosses Problem damit, das ich erfolgreicher bin als er. In der unizeit war das noch nicht so abzusehen, da er auch Ingenieur ist. dementsprechend das erste grosse Problem: wer weiss ob es haelt? Auch nur sehr wenige meiner freundinnen von der uni haben lange und glueckliche Beziehungen, da die Maenner frueher oder spaeter Komplexe kriegen.

    das zweite Problem ist die unzureichend angebotene Kinderbetreuung in deutschland: Verstehe mich bitte nicht falsch, ich moechte Kinder nicht jeden Tag solange abschieben aber es kann passieren das ich spontan von 7 Uhr morgens bis 7 uhr abends arbeiten muss. In Deutschland wollen die meisten Kindergaerten, das die Kinder um fuenf abgeholt werden. Das ist bei meinen arbeitszeiten utopisch! Da meine Eltern beide arbeiten ist von der seite auch nichts zu erwarten.

    Im europaeischen Ausland ist das uebrigens weniger problematisch. In Holland ist es z.B. kein problem einen Kindergartenplatz zu bekommen, der das erfuellt. Und sie nehmen auch 3 Monate alt Babies auf. Natuerlich kostet das, aber das waere ja okay. Tagesmutter ist fuer mich keine Alternative, denn was passiert, wenn die mal krank wird?

    Bei mir sieht die Lebensplanung so aus, das ich entweder mit mitte oder ende 30 Kinder kriege oder garnicht. Ich wuerde gerne Karriere mit Kindern machen aber wenn ich mich zwischen einem erfuellenden Berufsleben und Familie entscheiden muss, wird wohl ersteres gewinnen. Ein Funken Hoffnung besteht noch, wenn mein Freund die Elternzeit uebernimmt. Er hat es angedacht aber wohl doch ein Imageproblem damit.
    #3Verfasserk21 Jan. 06, 11:00
    Kommentar
    Hanne, I didn't start having children until I was 28, and it wasn't because I was "unüberlegt", under illusions or because I thought it was "üblich" to get a job. I thought about what I wanted to do in life, decided I wanted to get a job so as to have better self-esteem and more money (the latter has gone downhill since the childre appeared!), and to be honest I felt as if the way I chose was "unüblich" as many of my friends chose a different way.

    Why are you so concerned about what other people choose to do, anyway?
    #4VerfasserArchfarchnad -gb-21 Jan. 06, 11:52
    Kommentar
    Ich finde es sehr schade, dass in Deutschland Frauen von Frauenbewegung auferzogen bekommen haben, sich wie Männer zu verhalten. Es besteht inzwischen ja schon Emanzipationszwang, alles Weibliche wird skeptisch beäugt. Ich finde es zwar toll, dass man im Prinzip seinen Lebensweg selbst entscheiden kann, ich fürchte aber, dass viele Frauen den vermeintlich männlichen Karriereweg nehmen.

    Ich habe das auch erst gemacht und dann mit 35 noch ein Kind bekommen. Leider war meine biologische Uhr für ein zweites Kind danach abgelaufen, es hat einfach nicht mehr geklappt. Ich bin aber sehr glücklich die Muttererfahrung nun wenigstens für mein eines Schätzchen machen zu dürfen. Muttersein gibt mir das, wonach ich in meiner gesamten Berufszeit gesucht habe: Erfüllung. Jemand der keine Kinder bekommen hat, kann es sich nicht vorstellen wie toll das ist. Hätte ich noch mal die Wahl hätte ich wohl heute 5 Kinder, vorher war ich skeptisch, ob ich überhaupt eins will.

    Mein Tipp an alle Unentschlossenen: Gebt im Zweifel den Kindern den Vorrang. Beruf und Karriere sind ja schön und gut, aber sie ersetzen nicht die Geborgenheit, die Kinder einem geben. Der Gesellschaft muss man mit seinem Beruf nix beweisen.
    #5VerfasserKathrine21 Jan. 06, 12:00
    Kommentar
    Kinder kriegen kann man aber wirklich nicht so leicht planen. Ich bin sowieso noch (mE) zu jung dafuer (19), aber ich wuerde nicht sagen, dass ich mit 24 mein erstes Kind kriegen will. Weil das von vielen Faktoren abhaengig ist--Wie K gesagt hat, muss man (frau;)) erstmal den Mann fuers Leben finden. Ausserdem sind nicht alle mit 25 oder so reif dafuer: viele meiner Freunde sind ungefaehr in diesem Alter, und ich weiss, dass sie im Moment noch nicht bereit dafuer sind.

    Hauptsache ist, man kann sich gut um die Kinder kuemmern. Junge Leute sind oft sehr ich-bezogen, eigentlich etwas zu egoistisch dafuer...und man will ja ein eigenes Leben fuehren, bevor die Kinder kommen. Wie kann man sonst was vom Leben erklaeren, wenn man's nicht wirklich erlebt hat??

    Wenn ich MICH bereit dafuer fuehle, werde ich Kinder haben, und nicht vorher. Es ist eine ganz persoenliche Entscheidung, und ich glaube, niemand kann anderen sagen, was fuer sie das Richtige ist.
    #6VerfasserLena21 Jan. 06, 12:24
    Kommentar
    Ich habe mal gelesen, dass der beste Zeitpunkt zum Kinderkriegen mit 27,5 Jahren ist. Die Untersuchung hat biologische, soziale und ökonomische Aspekte untersucht. Wenn man das auf Akademikerinnen bezieht, hieße das, dass man direkt nach der Uni das erste Kind bekommen sollte. Da auch ich aber glaube, dass man auch als Frau ja nicht umsonst studieren will, ist es meist wohl besser, das Kind während des Studiums zu bekommen, da man dann direkt nach dem Studium arbeiten kann und die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Ein Bekannte von mir hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht, ihr Freund hatte sie sehr dabei unterstützt.
    #7VerfasserJan21 Jan. 06, 12:44
    Kommentar
    @Lena - du wärst Dich wundern, wie SCHNELL Dein Egoismus aus dem Fenster fliegt, wenn ein Kind erst da ist! Da entdeckst Du in Dir noch ganz ungeahnte Fähigkeiten! Habe meine beide Kinder mit 23 und 25 Jahre bekommen, bin mit 51 Jahren seit fast 4 Jahre stolze Oma. Meine Freundin hingegen, bekam mit 43 ihr erstes Kind, ziemlich zeitgleich mit meiner Tochter. Sie ist verunsichert, überfordert und geht lang nicht so natürlich mit ihrem Kind um, wie meine Tochter. Könnte aber vielleicht auch einfach ihre art sein.
    #8VerfasserCarly21 Jan. 06, 14:24
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    @Carly
    Das kann ich mir schon vorstellen, dass es mit 23 einfacher ist als mit 43. Auch, weil man mit 43 nicht so viel Energie hat...Meine Mutter ist 44 (ich bin wie gesagt 19), sie hat mir gesagt, dass sie sich nicht vorstellen koennte, jetzt wieder ein Kind zu haben, weil's fuer sie zu viel waere, sie haette einfach keine Lust darauf sich immer um ein kleines Baby kuemmern zu muessen--nicht, dass es nicht das erste Mal schoen war *g*

    Und dass man schnell lernt, Egoismus zu vergessen, glaube ich auch...aber man will ja auch Spass haben, und nicht zu Hause bleiben muessen, waehrend all die Freunde ausgehen oder so.

    Wenn man Kinder haben WILL, dann soll man es auch. Aber ich kenne auch viele Leute, die ihre Schwangerschaften nicht geplant haben, und obwohl sie mit Ruecksicht froh sind, ihre Kinder zu haben, war es erstmal viel schwieriger fuer sie, damit umzugehen.
    #9VerfasserLena21 Jan. 06, 16:08
    Kommentar
    @Lena - du hast vollkommen recht - es ist eine sehr persönliche Entscheidung, die man mit 19 noch nicht treffen muss! P.S. Mit Kinder kann man aber so viel Spaß haben, vorallem, weil man die Welt wieder durch ihre Augen neu entdeckt.
    #10VerfasserCarly21 Jan. 06, 16:18
    Kommentar
    Ich hab 9 Monate vorm Uni-Abschluss beschlossen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, an Kinder zu denken. 8 Monate danach war ich endlich schwanger. Fehlgeburt in der 9. Woche. Das ist 4 Jahre her. Seitdem nicht wieder schwanger geworden. Das ganze Projekt abgeblasen, weil's mir zu blöd geworden ist. Persönliche Entscheidung? Planbar? Redet man den Mädels in der Schule immer gern ein.

    Nett waren übrigens auch die Vorstellungsgespräche: Warum haben Sie so viel Zeit verstreichen lassen nach Ihrem Abschluss?
    Ich hab noch nicht in meinem Beruf arbeiten können.
    #11VerfasserX21 Jan. 06, 16:42
    Kommentar
    Von meiner alten Schulclique (inzwischen alle 33-35) haben zwei (von 6) Kinder (davon eine glücklich verheiratet, Kinder gewollt, die andere alleinerziehend, Kind passiert), zwei wollen Kinder, aber haben keinen Freund, eine hat keinen Freund (und will keine Kinder), eine ist verheiratet, aber kann keine Kinder bekommen.
    Übrigens hat die glücklich verheiratete Mutter als einzige NICHT studiert.

    @ Lena - so richtig bereit dafür wird man sich niemals fühlen.
    #12Verfasser3 Kinder auf 6 Frauen 21 Jan. 06, 17:06
    Kommentar
    Ich bin 21 und habe vor (wenn man das so sagen kann), mit 27/28/29 mein erstes Kind zu bekommen. Ich habe mich dazu entschlossen, in England zu studieren, weil das im Vergleich zu Deutschland einfach viel kuerzer ist und ich dadurch in der Lage bin, beides, Karriere und Kinder, zu verbinden, weil mir naemlich beides sehr wichtig ist. Naechstes Jahr im Juli mache ich meinen Abschluss und kann mich dann erstmal auf die Karriere konzentrieren. Wie lange, das kommt natuerlich darauf, wie gut mir der Beruf gefaellt, wie es finanziell so hinhaut usw.
    Ich finde es echt schade, dass in Deutschland die Studienzeit immer noch so lange ist. 7 Jahre oder mehr passt einfach nicht mehr in die heutige Welt. Ich mache im Moment einige Praktika und habe gemerkt, dass man in der Praxis automatisch viel mehr lernt und einem das 1000x mehr bringt als jedes Seminar. Natuerlich braucht man eine Basis, die einem nur die Uni vermitteln kann, aber 5,6,7 Jahre finde ich einfach uebertrieben und das ist einfach nicht flexibel genug, gerade fuer Frauen.
    #13VerfasserMagu21 Jan. 06, 17:09
    Kommentar
    Ich bin jetzt 25 und stehe gerade direkt vor meinem ersten Staatsexamen für Englisch und Geschichte (Sek I und II). Ich möchte zwar Kinder, aber nicht jetzt. Immerhin habe ich sechseinhalb Jahre meines Lebens in mein Studium investiert, mein Latinum an der Uni nachgemacht, einen 20-Stunden/Woche-Job gehabt und mich wirklich reingehägt. Wenn ich jetzt Referedariat und Jobsuche für ein Kind hintenan stellen würde, käme ich mir vor, als hätte ich das alles umsonst gemacht. Denn wer weiß, ob man sich wirklich überwinden kann, nochmal in die die Ausbildung zu gehen, wenn man mehrere Jahre pausiert hat. So wie es jetzt aussieht, werde ich wohl mindestens Anfang 30 sein, wenn ich Mutter werde und hoffe darauf, dass bis dahin dann auch die Kinderbetreuung etwas besser geregelt ist. Denn - was noch dazu kommt - meine Studienfächer sind auch meine Leidenschaft, und diesen Teil meines Lebens ganz aufzugeben, könnte ich mir ohnehin nicht vorstellen.
    #14VerfasserNia21 Jan. 06, 17:09
    Kommentar
    Habe mit 28 mein Studium abgeschlossen und danach im In- und Ausland gearbeitet und mit 32 und 34 Kinder bekommen. Dabei hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass dieser Prozess "mit 30 abgeschlossen" sein sollte. Meine besten Freundinnen aus Schul- und Studienzeiten waren übrigens alle noch 3 bis 5 Jahre später dran als ich und hatten auch erst Zeit, beruflich Fuß zu fassen und ein bisschen zu reisen. Und wenn man im Beruf erst mal etabliert ist, wird's mit der Kinderbetreuung auch einfacher (mehr Geld da + Firma eher bereit, flexible Teilzeitangebote zu machen, weil man schon länger unter Beweis gestellt hat, dass man's wert ist).
    Bloß keine Panikmache wegen der "biologischen Uhr".
    Allerdings finde ich es auch schade, dass sich immer mehr Frauen anscheinend gegen Kinder entscheiden, weil sie Probleme oder Nachteile im Beruf fürchten.
    #15VerfasserAndreaP21 Jan. 06, 17:35
    Kommentar
    @ Magu
    Genau. Schule muss überall auf 12 Jahre gekürzt werden und Uni straffer organisiert. Ich hatte semesterweise jeweils nur 3 Vorlesungen (mehr wurden für meine Richtung oft nicht angeboten) -- und von denen haben sich mit Sicherheit auch noch 2 überlappt (oder waren an unterschiedlichen Enden der Stadt, mit 1h Bus, S-Bahn, Bus dazwischen) Außerdem war es bei uns so üblich, dass nur Di bis Do Vorlesung angesetzt wurden -- Montag und Freitag gehörten zum "langen Wochenende". Ich bin schier verrückt geworden. (Ich wohnte natürlich viel zu weit von zuhause weg, um das WE zu nutzen...)

    Eine Bekannte, die Biologie in Marburg studiert hat, hat erzählt, das bei ihr jeden Morgen bis 13:00 fester Stundenplan für alle war, nachmittags die Leute sich dann ihr Labor einteilen konnten. Sie fand das gut -- aber wenn ich in Stuttgart das nur mal erwähnt habe, waren alle Studenten empört -- nein, sie wollen keine "verschulte" Uni, sie wollen ihre Vorlesungen frei wählen! (In meinem Studienfach war die Auswahl eh so gering, dass mit wenigen Ausnahmen eh alle das gleiche nehmen mussten, die einen ein Semester früher, die anderen eins später...)

    Uni war die ganz, ganz große Zeitverschwendung.

    #16VerfasserAnja -- CL21 Jan. 06, 17:43
    Kommentar
    Ich habe mal gelesen, dass immer mehr Frauen fruehzeitig ihre mid-life crisis kriegen, und zwar zwischen 25 und 35. Als Hauptursache dafuer wurde die Entscheidung zwischen Kind und Karriere genannt!
    Ich finde es schade, wie abwertend manche Menschen reagieren, wenn man sagt, dass man trotz Studiums sich durchaus vorstellen koennte, spaeter mal Mutter und Hausfrau (zumindest fuer ein paar Jahre) zu sein. Man profitiert durch seine Ausbildung doch schliesslich auch auf persoenlichem Level (also so empfinde ich zumindest mein Studium) obwohl sie natuerlich vorrangig den besseren Karrierechancen dient.
    Mir wurde in meinem Au-pair Jahr bewusst, dass mich kein Job in der Welt gluecklicher machen koennte, als meine Kinder heranwachsen zu sehen. Meine Gastmutter dort versucht (nach wie vor) Kinder und Karriere als Unternehmerin unter einen Hut zu bringen, leider nicht besonders erfolgreich, denn sowohl die Kinder als auch sie selbst leiden darunter, dass sie abends gerade rechtzeitig nach Hause kommt, um die Kinder ins Bett zu bringen!
    Wie Magu habe ich mich auch fuers Studium in England entschieden, aus aehnlichen Gruenden. Im Juni werde ich 24-jaehrig mein Studium abschliessen, kann dann erstmal einige Jahre arbeiten und so mit 30 die Familienplanung in Angriff nehmen (und ich bin ueberzeugt davon, dass man mit 35 eine genauso gute Mutter sein kann wie mit 25!)Meine Schwester hingegen hat mit 27 endlich ihr Medizinstudium abgeschlossen, arbeitet jetzt als Assistenzaerztin und braucht bis sie in ca. 4-5 Jahren ihren Facharzt hat an Familie gar nicht zu denken. Kinderfeindliche Strukturen in einem Land in dem der Kindermangel zum Problem werden wird!
    #17VerfasserKathrin21 Jan. 06, 17:51
    Kommentar
    Ich bin 48 Jahre alt. Als einzige Tochter meiner Eltern habe ich selbstverständlich den familiären Betrieb übernommen. Ich habe aus beruflichem Eingespanntsein nie an Kinder denken können und bin heute sehr unglücklich darüber, nie Kinder bekommen zu haben. Es wäre zwar falsch, dafür meine Eltern oder die Gesellschaft verantwortlich zu machen. Aber heute sehe ich die Sache doch ganz anders. Es ist wirklich in meinem Leben der größte Fehler gewesen, mich für Karriere und gegen Kinder zu entscheiden. Ich bereue das regelrecht. Ich habe auch Angst vor einem einsamen Lebensabend ohne Familie in dem ich mich sicher noch hundertfach Fragen werde, wie ich am Anfang meines Lebens einmal so naiv sein konnte.

    Ich denke auch, dass die Gesellschaft und Rollenbilder vorschreibt, die unnatürlich sind. Man studiert und wird regelrecht von Kindern entwöhnt, weil man so viel lernt und arbeitet, dass man an Kinder gar nicht denkt. Was zählt ist Karriere, Geld, Lifestyle.

    Nennt mich konservativ, aber Frauen haben durch die Emanzipation Freiheiten gewonnen, mit denen sie nicht umgehen können: Sie wollen alles, ein bisschen studieren, ein bisschen Kind, ein bisschen Arbeiten, ein bisschen weiterbilden, ein bisschen feiern; doch das geht nicht. Man muss sich entscheiden. Es ist ein Mythos, Karriere und Kind zu vereinigen. Gelegentlich mag das klappen, doch in der Mehrzahl wird doch der Mann sich in der Firma durchsetzen, sobald eine Frau ein halbes Jahr Pause machen will. Ich würde in meinem nächsten Leben ganz auf Karriere verzichten.
    #18VerfasserHilke21 Jan. 06, 19:12
    Kommentar
    Ich wuesste gern, ob ich als Mann hier auch etwas sagen darf.
    Ich warte mal auf Eure Reaktion, bevore ich drauflos schreibe
    #19VerfasserRex21 Jan. 06, 19:19
    Kommentar
    @Rex
    Ich warte schon die ganze Zeit darauf, dass sich hier auch mal ein Mann zu Worte meldet!
    #20VerfasserKathrin21 Jan. 06, 19:21
    Kommentar
    Ich bin erst mit 39 Vater geworden, weil meine erste Frau sich nicht gegen die Karriere entscheiden wollte. Ich selbst wollte aber auch nicht auf meine Karriere verzichten und wir beide nicht auf die Annehmlichkeiten eines doppelten Einkommens.
    Eine Entscheidung, die jede Frau/jedes Paar ganz allein treffen muss. Trifft man dann die Entscheidung fuer die Karriere, kann es passieren, dass es wie bei Hilke irgendwann einfach zu spaet ist.

    Bedauerlich daran ist nachwievor, dass es die Gesellschaft nicht schafft, adaequate Kinderbetreuung fuer berufstaetige Muetter (das gilt nicht nur fuer Akademikerinnen) zu gewaehrleisten.
    Bedauerlich ist ausserdem, dass wir es immer noch nicht geschafft haben, uns von den alten Rollenbildern zu loesen.
    #21VerfasserRex21 Jan. 06, 19:36
    Kommentar
    Als "junges Ding" wollte ich nie Kinder haben (habe ich jedenfalls immer behauptet). Mit Anfang/Mitte 30 hatte ich m.E. den richtigen Mann - das hilft ja auch -und so bekam ich in glücklicher Beziehung (viel Kultur, Reisen, etc.) immer wieder (1x / 2x im Jahr) eine Baby-Krise. Mein Freund konnte mir so viel Gründe gegen ein Kind in unserer Beziehung auftischen, dass ich nach den Tränen wieder "vernünftig" wurde, und doch alles einsah.
    Aber dann kam es, dass ich doch schwanger wurde. Wie gesagt, ich war nicht so dagegen und rechnen können wir ... ??1?
    Als sich unsere Tochter anmeldete, war ich 37 und der Vater 46. Er musste sich erstmal hinlegen, und nach ein paar schrecklichen Tagen haben wir uns doch für das Kind entschieden. Gerade heute haben wir (Kind+Mutter+Vater) uns für eine weiterführende Schule für diese angehende junge Dame entschieden (auch hart!). Die letzten 10 Jahren sind verpufft, aber mit vielen schönen Erfahrungen und Erinnerungen.
    Klar, "ältere" Eltern machen vieles über den Kopf und nicht wie die 20-somethings, aber man bekommt auch eine Menge zurück. Der Freundes- bzw. Bekanntenkreis erweitert sich auch ungemein, und natürlich hat man eine Menge "stories" zu erzählen: Nach dem Motto "Mama, erzähl doch noch was mit dem Fußballspielen im Schweinestall"...

    Kinder sind ein Herausforderung, egal wann sie kommen, aber was ganz Wunderbares. Ich glaube, im Alltag (Beruf, Haushalt, Schule, Organisation - wo bleibt Genuß?) geht aber dieser Gedanke ein bisschen unter. Ich wünschte mir manchmal auch ein bisschen mehr Muse und Zeit für meine Tochter, aber objektiv betrachtet kommt sie ziemlich gut weg.

    Learning to enjoy life and cope alone (or with friends) is immportant, too.



    #22VerfasserTete21 Jan. 06, 19:42
    Kommentar
    Nur weil es oben glaube ich einmal falsch verstanden wurde: Ich habe nicht vor, irgendwem meine Lebensplanung aufzuzwingen. Meine These ist jedoch, dass viele junge Frauen zwar ihr Berufsleben frühzeitig planen (ab der ersten Klasse richtet sich ja das ganze Leben nach dem Beruf), jedoch nicht, wann sie sich dann noch ihren Kinderwunsch erfüllen wollen.

    Obwohl man m. E. am besten während des Studiums Kinder bekommt, schieben viele Frauen die Familienplanung auf bis es zu spät ist, nur um unbedingt in ihrem Beruf zu arbeiten. Letztlich kann natürlich jeder machen was er will. Ich weiß nur nicht, ob das was die Medien einem vermitteln unbedingt im Nachhinein das ist, was die meisten eigentlich in ihrem Innern wollen.

    Arbeiten hatte früher einmal den Zweck, seine Familie zu finanzieren. Es war ein Hilfsmittel, um sich viele Dinge zu leisten, jedoch nicht mehr. Heute scheint Arbeiten, Karriere nicht mehr Mittel zum Zweck zu sein, sondern für viele Frauen Lebensziel, dem alles nachgeordnet ist. Jede wie sie mag, aber ich halte das für eine ungewöhnliche Entwicklung und Hilke hat ja beschrieben zu was das führen kann.

    Bei all den Karriereplanungen verkennt man auch, wie toll es auch sein kann, zu Hause zu sein, welche Freizeiten man hat, welche Freude mit den Kindern, welche intellektuelle Bereicherung beim Lesen. Ich denke, dass Männer es im Leben früher weit schwerer hatten als Frauen, eben weil sie arbeiten mussten. Ausgerechnet das hat die Frauenbewegung als Lebensinhalt ausgesucht, statt die Weiblichkeit stärker von Männern abzugrenzen, so wie etwa in Frankreich, wo man heute immerhin 2 Kinder pro Paar bekommt. Hier trägt man Hosenanzüge und trägt Kurzhaarfrisuren.
    #23VerfasserHanne22 Jan. 06, 12:06
    Kommentar
    das klappt alles ganz wunderbar, wenn nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater emanzipiert ist - wieso ist es um so vieles verwerflicher, wenn Frauen an Karriere denken als bei Männern?
    Und dieser Quatsch immer mit "aber er verdient halt mehr, deshalb geht er wieder 1 Woche nach der Kindsgeburt 10 Stunden am Tag ins Büro", als ob an den 300 Euro Verdienstunterschied das ganze Lebensglück hinge...
    Das muss man dann halt als Frau auch vom potenziellen Vater der Kinder ganz selbstverständlich einfordern - man glaubt gar nicht, wer alles so Teilzeit arbeiten darf, wenn er nur fragt...
    (die Beiträge hier hören sich alle so an, als ob die noch-nicht-Mütter planten, alleinerziehend (in all but name) zu sein, das ist mit dem richtigen Mann und der eigenen Entschlossenheit nun wirklich gar nicht mehr nötig.)
    #24Verfassertanja122 Jan. 06, 12:23
    Kommentar
    Hanne - kann ja sein, dass manche Frauen, die sich dazu entscheiden, keine Kinder zu bekommen, es später bereuen. Den umgekehrten Fall gibt es aber auch: Meine Mutter hat nach dem Studium nur kurz gearbeitet, ist dann meinem Vater (seines Berufes wegen) in ein anderes Land gefolgt, hat drei Kinder bekommen und hat erst 20 Jahre später wieder angefangen zu arbeiten. Sie hat zwar das Kinderkriegen selbst nie bereut, ist aber doch ziemlich verbittert, dass sie als intelligente und unabhängige Frau in eine Hausfrauenrolle gedrängt wurde, die sie nie wirklich wollte.
    #25VerfasserClaire22 Jan. 06, 12:47
    Kommentar
    Mangels Partner fiel die Kinderfrage bisher für mich (35) bisher sowieso flach. Sonst hätte ich vielleicht so mit Anfang 30... aber richtig "reif und gelassen" etc. dazu fühle ich mich noch nicht.
    #26Verfassereastworld22 Jan. 06, 13:12
    Kommentar
    @Hanne: Theoretisch mag es wie eine gute Idee erscheinen, schon während des Studiums Kinder zu bekommen, aber wenn man nicht gerade sein Studium von seinen Eltern finanziert bekommt oder bereits einen gut verdienenden Mann an seiner Seite hat, halte ich diesen Plan für ziemlich utopisch. Ich bin jedenfalls genug damit beschäftigt mir neben meinem Studium irgendwie meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit Kind hieße es in dieser Situation: Irgendwie eine (möglichst kostengünstige) Rundum-Betreuung fürs Kind organisieren oder auf Sozialhilfe umsteigen. Beides ist wohl nicht gerade ideal.

    Und auch dein Argument bzgl. der Arbeit/Karriere, die immer mehr zum Lebensziel wird statt Mittel zum Zweck zu bleiben, trifft wohl nur auf einen kleinen Teil der Bevölkerung zu. Ich denke, in einem Großteil der Familien arbeiten Frauen nicht, um sich in der Berufswelt zu verwirklichen, sondern weil das schmale Familienbudget es nicht zulässt, dass nur der Herr des Hauses verdient. Diese Entwicklungen entspringen somit meines Erachten eher wirtschaftlicher Notwendigkeit als dem Wunsch dem medialen Bild der emanzipierten Frau gerecht zu werden.

    Zwar glaube ich auch, dass es toll wäre sich (zumindest eine Zeit lang) ausschließlich der Familie zu widmen, aber ich würde auf Dauer doch nicht auf meinen Beruf verzichten wollen (selbst wenn mein Schatz genug für uns alle verdienen würde). Gerade die intellektuelle Bereicherung würde mir, glaube ich, allein mit Kind(ern) sehr abgehen. Da bin ich eher bereit den Spagat zu wagen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen - und bin bis jetzt auch optimistisch, dass das mit Hilfe meines ebenfalls emanzipierten Liebsten auch irgendwie machbar sein wird.
    #27VerfasserNia22 Jan. 06, 13:14
    Kommentar
    Ich habe im Wartezimmer mal in einer führenden deutschen Frauenzeitschrift geblättert -- in der Einleitung wurde etwas in der folgende Art behauptet: Bei Männern (in Deutschland) korreliere Intelligenz in der Regel auch mit Erfolg im Beruf und Gehalt (will sagen: intelligente Männer haben automatisch bessere Jobs und Gehälter), bei Frauen sei man noch weit davon entfernt. Es sei erschreckend, wie viele intelligente Frauen es noch gäbe, die ihre Kinder selbst erziehen.

    Was soll man dazu bitteschön noch sagen?
    #28VerfasserAnja -- CL22 Jan. 06, 13:26
    Kommentar
    @ Anja -- CL
    Dazu kann man nur eins sagen: Gott sei Dank gibt es noch Frauen, die ihre Kinder selbst erziehen. Vielleicht zeichnet ja gerade das die intelligenten Frauen aus...

    Ich finde es ja eher erschreckend, wie selbstverständlich es heute ist, die Kinder bei einer Tagesmutter oder in einem Kindergarten "abzugeben". Die Erziehung der Kinder obliegt mE der Familie (d.h. beiden Partnern) und sollte nicht in die Hände des Outsourcing fallen...
    #29VerfasserTomT22 Jan. 06, 13:50
    Kommentar
    Ich möchte alle hier in diesem Thread versichern, Frau verdummt NICHT wenn sie sich die Kindererziehung widmet - es gibt kaum ein größere intelektuellen Anreiz als ein Kind auf dem Weg zu einem mitdenkende, mitfühlende, sozial eingestellten Mensch zu begleiten. Ich hatte nicht nur meine beide Kinder bei mir zu Hause, sondern die Kinder aus der Nachbarschaft, dessen Eltern zu sehr damit beschäftigt waren, sich zu verwirklichen, als sich mit ihren Kindern zu beschäftigen - nein, ich war keine Tagesmutter, sondern ein Hafen der Geborgenheit.
    #30VerfasserCarly22 Jan. 06, 14:27
    Kommentar
    Ob man verblödet, wenn man sich ausschließlich der Kindererziehung widmet, kann ich nicht beurteilen - ich bin 24 und habe keine Kinder. Ich weiß aber, dass es Frauen gibt, die das subjektiv so empfinden. Mir persönlich würde definitiv etwas fehlen, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben dürfte.

    Der anscheinend vorherrschenden Meinung, dass Kinder gefälligst 24 Stunden am Tag von den Eltern betreut werden müssen und auf keinen Fall in eine Kindertagesstätte o.Ä. gesteckt werden dürfen, kann ich mich auch nicht anschließen. Solange die Eltern sich trotzdem für das Kind Zeit nehmen, ist das doch in Ordnung. Ist es nicht auch für ein Kind das beste, wenn die Eltern glücklich sind und neben der Kindererziehung ihr eigenes Leben führen? Einige meiner Freunde (vor allem Einzelkinder) haben jetzt mit Müttern zu kämpfen, die sich selbst nie verwirklicht haben und deren Leben immer vollkommen auf das Kind ausgerichtet war - jetzt fällt es ihnen schwer zu akzeptieren, dass ihre Kinder erwachsen und unabhängig sind. Das kann doch auch nicht gesund sein, oder?
    #31VerfasserClaire22 Jan. 06, 15:01
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    Wenn man irgendwo "verdummt", dann doch im Beruf. Dort wird man einseitig auf bestimmte Themen fixiert.

    Als Mutter erst hatte ich das Gefühl, fast nebenbei, mich mit den großen Philosophen, mit der Volkswirtschaftslehre und anderen Themen, die mich interessiert haben, zu befassen, während die Kleinen um mich herum spielten. Dass man also gerade durch das Muttersein intellektuell unterfordert wird bezweifel ich also gerade.
    #32VerfasserIrina22 Jan. 06, 15:06
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    When I was at university (I left age 22) it would have been a real disaster to have got pregnant. It happened to a friend of mine and she wasn't able to take the final exams as there were complications. I was definitely not ready to have a child (OK I was younger than some German students) and most of the young men I knew were less than suitable for fatherhood. We spent a lot of the time learning about different types of alcohol and lived in a damp, cold student house which was knocked down shortly after we left. We had no money; I was lucky as I didn't have to work at MacDonalds like some of my friends. Things must be very different at German universities if they make a good place to have children :-)

    My mum was 21 when she had me. She divorced at 25 then was a single parent for 5 years; I had to spend half the time at a childminder's while she worked for a pittance, and shared a bunk bed with her in our single room at my grandad's house. She remarried and had two more children at 32/33. They grew up in a normal family and took riding lessons. ("Heart-breaking" - The Independent)

    The moral is: the best-laid plans of mice and men....
    #33VerfasserArchfarchnad -gb-22 Jan. 06, 15:09
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    Ich tue es mal dem Rex gleich und melde mich hier als Mann (hoffe es ist immer noch ok?)

    Meine Partnerin und ich werden dieses Jahr beide 32 Jahre alt. Wir sind seit 10 Jahren gluecklich zusammen, und wir wollen auch Kinder haben. Das deutsche Problem (Kindergarten-Probleme, etc.) ist uns fremd, da wir in New Zealand leben und es hier (kostenplichtige) Kindertagesstaetten wie Sand am mehr gibt, so dass es prinzipiell kein Problem ist, Beruf und Kinder unter einen Hut zu bringen.

    Also kurzum, die Rahmenbedingungen sind eigentlich gar nicht so schlecht um Kinder zu haben, also wo ist das Problem?

    Soll ich ehrlich sein? Wir haben beide Angst davor. Die "Kosten" eines Kindes schrecken mich absolut ab (sorry, wenn ich hier mit Kosten als erstes anfange). Wenn ich meine Kollegen sehe, die Kinder haben, dann ist es wirklich nicht (mehr) einfach. Die Kindergarten Kosten fressen locker 1/3 bis 1/2 vom (einfachen) Gehalt auf.
    Anderes Dillemma: Wohnungssuche. Wir haben vor erst einem Monat eine Wohnung gesucht, und wir sind auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt, weil wir einen Hund haben und viele Vermieter keine Haustiere moegen (was ich aber verstehen kann). Bei der Wohnungssuche ist mir eines aufgefallen. Wir sagten dem (potentiellen) Vermietern, dass wir einen Hund haben.
    Die neachste Frage war: Habt ihr Kinder?
    Antwort: Nein.
    Reaktion: Ja, dann ist es ok, dann koennt ihr die Wohnung haben. Bitte fuellt die Bewerbung aus.
    (Hallo, bin ich im falsche Film, oder was ist los hier?)

    Hoffentlich sind unsere Erfahrung auf dem Wohnungmarkt eine unglueckliche Kombination von Einzelfaellen.

    Kurzum, wir haben vor der Verantwortung und dem komplizierterem "Leben danach" ein wenig Angst. Momentan sind wir eher in dem Prozess uns mit dem Gedanken vom Kinderhaben anzufreunden, und ich bin mir sicher, dass ich mir in 3-5 Jahren denke, ich war ein Idiot so viele Probleme zu sehen.

    Das ganze hoert sich fuer Euch Muetter und Vaeter wahrscheinlich saudumm an, aber es sind die ehrlichen Gedanken eines "Anfang 30 Paares", die sich nun ernsthaft mit dem Kinderkriegen auseinandersetzen.

    Bin fuer jede Ermutigung und Ernuechterung von Euch dankbar
    #34VerfasserMarc22 Jan. 06, 21:21
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    Also ermuntern kann ich sofort: Es ist doch paradox, dass gerade in den reichsten Ländern der Welt, ob nun Deutschland oder Spanien oder auch Neuseeland, die Leute finanzielle Ängste vorm Kinderkriegen haben. Das ist zwar sicher teilweise verständlich, aber schaut mal, wie es in weit ärmeren Ländern aussieht. Da bekommen die Menschen trotzdem viele Kinder, etwa in der arabischen Region oder Südamerika. Bei uns wird immer alles viel zu genau abgewogen.

    Oder schaut mal unsere Elterngeneration an: da war die Welt noch viel ärmer und unsicherer als heute, etwa auch nach dem Krieg, und trotzdem hatten die Leute teilweise 5 Kinder.

    Den Spaß und die Freude den Kinder einem bereiten kann man doch gar nicht gegen Geld aufwiegen. Fangt lieber heute als morgen mit dem Kinderkriegen an, besser werden die Zeiten auch nicht und letztlich kriegt man so oder so alles unter einen Hut. Man muss nur wollen und es finden sich immer nette Arbeitgeber, die einem eine Halbtagsstelle anbieten etc. Die Welt besteht eben nicht aus Raubtierkapitalisten, wie einem manche TV-Sendungen suggerieren. Seid aber auch selbst keine und denkt nur ans Geld und nicht an das wahre Leben!
    #35VerfasserHanne22 Jan. 06, 22:29
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    Ja, ich weiss dass es paradox ist und wie ich schon geschrieben habe ist es wahrscheinlich saudumm, aber solche Gedanken hat man eben.
    Wenn ich meine Schwester mit ihrem 3-jaehrigen sehe, oder meine Freunde mit ihrer 7-jaehrigen, und/ oder wenn wir mal babyisitten, mit den Rackern an den Strand oder ins Schwimmbad gehen, dann sehe ich und weiss, dass es sehr sehr schoen ist, mit Kindern umzugehen (wenn auch anstrengend und erschoepfend!), und dass man es nicht mit Geld aufrechnen kann. Wie gesagt, ich weiss es, aber ich kann mich trotzdem nicht gegen die anderen Gedanken wehren.

    Wahrscheinlich haben wir den Luxus, dass wir Familie planen koennen (zumindest zum bestimmten Grad) und dann evtl. uns zuviel Kopf machen und uns auch "verplanen".

    Bin ich der Einzige, der sich verkopft, oder gibt es da draussen im Cyberspace noch andere, die sich zu viel Kopf machen?
    #36VerfasserMarc22 Jan. 06, 22:39
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    Ich habe in einer österreichischen Frauenzeitschrift einen Artikel zu diesem Thema gelesen, in dem Männer (etwa 28 - 40) befragt wurden, weshalb sie keine Kinder wollten. Einer wurde zitiert: "Kinder sind wie kleine Vampire. Sie kosten Unmengen von Geld und zerstören die Beziehung" (Ein 32jähriger).

    Daraufhin haben aber erstaunlicherweise einige Frauen in Lesebriefen geantwortet, wie toll es sei, dass es doch auch Männer im entsprechenden Alter gäbe, die _keine_ Kinder wollen...
    #37VerfasserMary (nz/A)22 Jan. 06, 22:56
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    Als ich noch in der Schule war, waren sich die meisten Mädels bei uns einig: in diese schreckliche Welt sollte man eh besser keine Kinder setzen; da muss man quasi noch ein schlechtes Gewissen dafür haben, ihnen so etwas anzutung -- ungefähr so wie für umweltfeindliches Verhalten...
    #38VerfasserAnja -- CL22 Jan. 06, 23:27
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    Ähm, es ärgert mich wirklich, wenn ich höre, dass man ein erfülltes Leben haben kann, nur wenn man Kinder hat.
    Es ist doch völlig ok, keine Kinder zu wollen. Und wer Kinder nicht mag/will, würde die Arbeit mit nicht so viel schaffen wie die, die es wollten.
    Und in früheren Zeiten war die Situation wirklich etwas anders. Meine Urgroßmutter hatte 12 Kinder, aber das, weil sie sehr streng katholisch war und Behütung nicht in Frage kam. Und sie hatten nicht so viel Geld, es wäre bestimmt viel einfacher wenn sie weniger Kinder gehabt hätten. Aber es gibt auch Vorteile, ich liebe all meine Großtanten und -onkel.:)
    #39VerfasserLena23 Jan. 06, 00:05
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    1/2
    Es sind so viele Aspekte, die hier diskutiert werden, da weiss ich gar nicht, wo ich anfangen/weitermachen soll.
    @Marc
    Es heisst uebrigens "Sand am Meer", aber das nur nebenbei.
    Die gleichen Gedanken wir ihr hatten wir seinerzeit auch (ich bin jetzt 45).
    Es geht ja nicht nur um Geld, es geht auch um das, was man in der jeweiligen Situation als Lebensqualitaet bezeichnet. Freizeit, Wochenenden, Urlaub etc. pp. Mal eben spontan nach London jetten ist dann eben nicht, ohne umstaendlich rechtzeitig geplant die kids bei den Grosseltern abzuladen. Abends mal eben schnell spontan mit Freunden beim Italiener treffen, wer kommt als Babysitter infrage ? Am Wochenende mal fix das Motorrad oder Cabrio aus der Garage geholt und 'ne Spritztour ? Geht nicht, Kind stoert da einfach. Das wollten meine erste Frau und ich uns nicht antun. Und das ist ja auch ok. Wie gesagt, das muss jedes Paar aber auch jeder einzelne fuer sich entscheiden. Schwierig wird es dann, wenn sich ueber die Jahre bei dem Einen der Kinderwunsch anders entwickelt, als bei dem Anderen. Fuer uns Maenner ist es ja noch relativ einfach, aber bei den Frauen tickt nun mal die Uhr bis zum Klimakterium etwas schneller. Egal wie, ich wollte Kinder, meine Frau nicht. Das war der Hauptgrund, warum wir uns trennten.

    Aber wie soll man es anders machen ? Frauen haben nunmal nicht mehr nur die Aufgabe Kinder zu bekommen und ich kann es keiner Frau uebel nehmen, dass sie sich in ihrem Beruf verwirklichen will. Desweiteren gibt es auch die gute alte Grossfamilie nicht mehr, wo die Kinderbetreuung ja sehr oft durch die Grosseltern miterledigt wurde. Und sind wir doch ehrlich, auch frueher war es schon so, dass aeltere Geschwister eingespannt wurden, um fuer Entlastung der Muetter zu sorgen.
    Die Grosseltern von heute leben werweisswieweit weg, mehr als 2 Kinder gilt schon als asozial, und eine Frau, die sich direkt im Anschluss ans Studium fuer Kinder entscheidet, wird zumindest mitleidig belaechelt.

    Ich habe keine konkrete Loesung parat, aber die Gesellschaft als Ganzes hat eine Aufgabe, fuer entsprechende Rahmenbedingungen zu sorgen. Machen wir uns aber nichts vor, jeder Einzelne von uns ist ein Teil dieser Gesellschaft, ob nun in Deutschland, in Neuseeland oder hier in den USA, wo ich jetzt lebe. Und jeder Einzelne muss frueher oder spaeter eine Entscheidung treffen, ganz fuer sich.
    #40VerfasserRex23 Jan. 06, 01:06
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    Ich bin froh, mich fuer Kinder entschieden zu haben, ob nun als Vater meiner Tochter, die bei ihrer Mutter in Deutschland lebt, oder als Stiefvater der beiden Soehne meiner zweiten Frau. Mir macht es Spass, meine Freizeit im Sommer als Zuschauer bei den Baseball-Spielen der Little League des 11jaehrigen zu verbringen oder dem 16jaehrigen beim Basketball-Spiel seiner Highschool Mannschaft zuzuschauen. Gemeinsam gehen wir dann zum Eishockey oder machen Musik. Der Kleinere geht ungeheuer gern zum Angeln oder ich fahre ihn zum Skateboardpark. Mit dem Grossen quatsche ich ueber sein Auto, seine Band oder seine neueste Eroberung.
    Es ist lauter und hektischer als es jemals war, und manchmal gehen mir die MTV Videoclips mit den immer wieder gleichen Raps gewaltig auf den Zeiger, aber alles in allem ist es eine Bereicherung und ich freue mich auf jeden neuen Tag, selbst wenn es mal Aerger in der Schule gibt oder die Ordnung in den Zimmern nicht so ganz meinen Vorstellungen entspricht.

    Ganz ehrlich, ich kann mir ein Leben ohne Kinder nicht mehr vorstellen. Ich habe mich vor langer Zeit gefragt, worin der eigentliche Sinn meines Lebens besteht und ich habe mich gefragt, was denn bleibt, wenn der Ruhm der beruflichen Laufbahn verklungen und das jahrzehntelang hart erarbeitete Geld fuer den Ruhestand zusammengespart ist .... nichts, ausser die Kinder und vielleicht die Enkelkinder.
    Mein Name taucht auf keiner Nobelpreistraeger-Liste auf, ich bin nicht als Bestseller gelistet, auch habe ich niemals irgendeinen sportlichen Rekord gebrochen. Daher wird von mir in der Zukunft nichts ueberdauern, ausser meine Kinder und Enkelkinder. Und weil ich so egozentrisch bin, habe ich mich fuer den Nachwuchs entschieden. Die Nachwelt moege mir das verzeihen.
    #41VerfasserRex23 Jan. 06, 01:07
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    Rex: Danke fuer Deinen ausfuehrlichen Kommentar!
    #42VerfasserMarc23 Jan. 06, 04:03
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    Hallo, jetzt will ich mich doch auch mal zu dem Thema äußern. Zuerst: Ich habe nicht studiert, sondern Realschule gemacht, Lehre angehängt und dann berufliche Weiterbildung nebenbei gemacht. Das Thema Kind ja/nein und wann ist nicht unbedingt eines, das von einem Studium abhängt. Auch wenn du arbeiten gehst, musst du dir überlegen, wann schaffe ich den Absprung und sage ja zu einem Kind oder eben nicht! Bei mir war es so, dass die Weiterbildung ziemlich regelmäßig stattgefunden hat und immer voll von der Firma übernommen wurde. Man bekommt hier schnell ein "schlechtes Gewissen", obwohl das natürlich auch Quatsch ist. Ich habe meinen Sohn mit 28 Jahren bekommen (bin jetzt fast 36), war danach ein ganzes Jahr zuhause und bin dann - dank meiner Eltern - wieder voll in den Beruf eingestiegen. Wie vorher schon von anderen geschrieben sind Betreuungsplätze, noch dazu für unregelmäßige Arbeitszeiten (meistens eher länger als kürzer und auch Geschäftsreisen), in Deutschland schwer bis gar nicht zu finden.

    Ich habe es nicht bereut, dass ich mich für ein Kind entschieden habe. Man sieht die Welt mit anderen Augen durch das Kind und ich könnte es mir ganz ohne Kind (es sei denn, es hätte nicht sollen sein) auch nicht vorstellen. Allerdings bin ich auch nicht der Typ, der "nur" (ich weiß, dass das nur nicht stimmt - es gibt da genug zu tun) zuhause bleibt der Kinder wegen und in dieser Aufgabe total aufginge.

    Ich hatte das Glück, dass meine Eltern in der Nähe wohnen und meine Mutter mir schon immer angeboten hatte, mir mit einem Kind zu helfen. Nur so war es mir möglich wieder in den Beruf einzusteigen.

    Und ich bin der Meinung, dass es heutzutage wirklich ein seltenes Glück ist, wenn beide Partner eine Arbeit haben und nach Möglichkeit nicht im gleichen Unternehmen. Ich kann viele verstehen, die sich auf Grund der Arbeitsmarktlage doch gegen ein Kind entscheiden!
    #43Verfasserzotti23 Jan. 06, 07:32
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    "bis etwa 30" war ich noch an der Uni, denn ich habe Chemie studiert und, wie es in diesem Fach nun einmal dazugehört, auch noch promoviert. Da man in diesem Fach eigentlich ständig irgendein Praktikum hat und auch die Doktorarbeit auf den Ergebnissen eigener Laborversuche beruht, ist dieses Studium nun gerade nicht dazu geeignet, "nebenbei" ein Kind zu bekommen, es sei denn, man möchte mindestens ein Jahr aussetzen, länger, wenn man das Kind stillt. Ich kenne nur eine Frau, die während des Studiums Mutter wurde und danach das Studium mit dem Diplom abgeschlossen hat, während mehrere meiner männlichen Kommilitonen Vater wurden. Mit Mitte 20 wäre ich auch überhaupt noch nicht bereit gewesen, Kinder zu bekommen, dafür fühlte ich mich noch viel zu jung, ebenso mein Partner.
    Ich bin auch keineswegs "unüberlegt in den Beruf gegangen", und ich glaube, das tun die wenigsten Akademikerinnen. Es ist doch so: Man hat jahrelang studiert. Das Fach habe ich mir ausgesucht, weil es mich interessiert. Dann ist der Abschluß da. Soll man nun erst einmal eine Familie gründen und dann in ein paar Jahren, wenn die Kinder "aus dem Gröbsten heraus" sind (also zum Kindergarten oder vielleicht sogar zur Schule gehen) versuchen, einen Job zu bekommen? Welche Arbeitgeber kennt Ihr, die dann sagen "Hm, wir nehmen mal die Bewerberin, die seit 3 (oder 6 oder noch mehr) Jahren sich unseres Wissens nicht mit ihrem Studienfach befaßt hat, sondern Vollzeit-Hausfrau und Mutter war, und stellen dafür nicht die Frau/den Mann ein, der frisch von der Uni kommt, noch voll in seinem Fach drin und auf dem aktuellen Stand ist, natürlich auch 3 (oder 6 oder noch mehr) Jahre jünger und damit vermutlich lernfähiger ist"? Wie unrealistisch ist das denn, bitte? Wenn man das Studium nicht nur als Selbstzweck betreibt oder als Lückenbüßer zwischen Schulzeit und Kinderkriegen, sondern aus echtem Interesse und mit dem Ziel, einen mit diesem Studium irgendwie verknüpften Beruf zu ergreifen, dann wird man natürlich nach dem Studium zunächst einmal versuchen, beruflich Fuß zu fassen, denn wenn man erst einmal eine Stelle hat und dort ein paar Jahre gearbeitet hat, ist man auch einmal bereit, einige Zeit auszusetzen. So haben das die meisten Frauen aus meinem (Akademiker-und speziell Chemiker-lastigen) Freundes- und Bekanntenkreis gemacht. Ich glaube, auch wenn die Mütter dann eben bei der Geburt "schon" zwischen 33 und 38 sind/waren, ist es gut für die Kinder, da die Mütter mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Hätte ich dagegen nach der Uni keinen Job gefunden, dann hätte ich wohl die Familienplanung vorgezogen. Das war aber wirklich nur Plan B, und ich bin froh, daß ich ihn nicht umsetzen mußte. Jetzt ist es soweit, daß wir demnächst mal probieren werden, ob's mit dem Kinderkriegen klappt. So shcnell läuft die "biologische Uhr" nun auch nicht ab.
    #44VerfasserDragon23 Jan. 06, 09:15
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    Ich habe gestern zufällig in einem der ARD-Zusatzprogramme einen Bericht (die sind immer so 15 Minuten lang, dann gibt es ein anderes Thema) gesehen über 'späte Mütter', d.h. über 40, ein der gezeigten Frauen war sogar 45, als sie das Kind bekam..

    Das mit der biologischen Uhr sah der behandelnde Gynäkologe etwas anders als man das landläufig tut. Späte Mütter sind - nach seiner Aussage - die besseren Mütter, angefangen mit Erscheinen zu allen Vorsorge-Untersuchungen, etc.

    Eine der späten Mütter hatte ein Buch geschrieben, leider weiss ich den Titel nicht mehr. Aber wen's interessiert...
    #45Verfassercara23 Jan. 06, 09:43
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    My life has become one big clock. I hear that clock ticking in the background with every decision I make, and I am close to that early mid-life crisis someone else wrote above, for the same reasons.
    I was with my ex for 9 years and broke up with him when I realized I was settling and not in love. A three year engagement was a sign he was the wrong one. Well, I tell myself THANK GOD I didn't have a child with him. But now I have met the love of my life and want to marry him and have children with him. We are a relatively new couple (1 1/2 years together with the first year long-distance relationship). I left my old life in the USA behind and moved to Germany. The big problem is now I have to go back to the University to complete certification to teach. I was already in my profession in the States and now I have to start anew here. And I know a person is basically unhireable in Germany after 40, so what do I do? And my boyfriend feels too young to become a dad, but he does want to have children one day. He is 2 1/2 years younger (29) than I am (31 with 32 closing in on me). And all I hear is tick-tock, tick-tock.
    My mom ist still in the States, and she would have loved to help me out with occasional babysitting. I am not so sure about his mom.
    Life certainly throws curveballs!
    #46Verfassermiamibremen23 Jan. 06, 09:57
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    Ich habe mein erstes Kind mit 30 Jahren bekommen, da habe ich nach dem Studium bereits vier Jahre lang in meinem Beruf gearbeitet, davon 1,5 Jahre im Ausland. Ich dachte, dass es vorher nicht möglich gewesen wäre, diese Ansicht vertrete ich nicht mehr. Inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht, dass man gerade während des Studiums gut Kinder bekommen kann. Mutter und Vater können ohne Probleme jeweils ein Kinderbetreuungssemester machen, anschließend kann das Kind sehr gut in einer KITA betreut werden, die meisten Unis haben eigene KITAs oder arbeiten mit ortsansässigen zusammen. Unser Sohn kam auch mit einem Jahr in eine KITA, wir sind sehr zufrieden mit dieser Art der Betreuung. Leider gibt es zuwenige Betreuungsplätze für kleine Kinder, daher sind wir sehr froh, dass wir die Möglichkeit dazu haben. Während des ersten Lebensjahres unseres Sohnes haben wir uns die Betreuung geteilt, ich arbeite teilzeit und mein Mann war noch Student. Aber auch unser zweites Kind (geplant) werden wir im ersten Lebensjahr gemeinsam betreuen, wir werden uns ein Jahr Elternzeit teilen. Länger als ein halbes Jahr möchte ich nicht mit der Arbeit aussetzen. Drei Jahre zuhause, dass wäre nichts für mich......
    #47VerfasserKatja23 Jan. 06, 10:15
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    @miamibremen:
    It's funny, but I tend to give you all kinds of advice that you didn't ask for. If you want to teach in a Realschule or Gymnasium this may be for you: I heard in the news that there is a shortage of about 10.000 in Lower Saxony and ... I don't remember. I know for sure that have offered a number of shortcuts for qualified people. A patient of mine, a physicist, became a high school teacher at the age of 45 after six month (maybe more) of fully paid supervised teaching. My second son who is a studied architect is considering to do this. He'd be a great teacher anyway. This may require you to move to a different Bundesland.
    #48VerfasserAndreasS23 Jan. 06, 10:16
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    a word of warning to the not-yet-parents - the only thing you can possibly control about children is when NOT to have them. This whole term "Familienplanung" suggests otherwise, but there is no guarantee you will have children when you want to, only that you won't when you don't want to...
    also, there never seems to be a right time for someone being totally dependent on you, taking over your whole life and turning it upside down.
    As for the money/cost question - THAT will in all likelihood be the very least of your problems, really and truly.
    Miamibremen, 31? That's quite young for first mothers these days anyway, so no need to worry...If, however, you have always seen yourself as a future mother of at least 4, then you might want to get a move on, as it were. Otherwise you still have plenty of time.
    #49Verfassertanja123 Jan. 06, 10:23
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    Ich bin zwar ein Mann, gebe aber trotzdem meinen Senf dazu:

    Es hängt nicht zuletzt von der gewünschten Anzahl der Kinder ab, wann man spätestens anfangen sollte. Wenn man fünf Kinder will, sollte man definitiv nicht warten, bis frau 40 ist.

    Meine Frau und ich haben im Jahr 2000 geheiratet. Ich bin 40, meine Frau 39, wir haben zwei kerngesunde und sehr liebe Kinder im Alter von dreieinhalb Jahren und 15 Monaten.

    Damit das jetzt nicht allzu idyllisch wird: wir sind gerade dabei, uns scheiden zu lassen. Auch das kann passieren - in jedem Alter.
    #50VerfasserChris_791 (AT)23 Jan. 06, 10:26
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    Im Prinzip ist es doch so, daß es den "richtigen" Augenblick für Kinder sowieso nicht gibt. Irgendetwas ist immer, daß dagegen sprechen könnte. Ich denke, jeder muß für sich selbst den richtigen Zeitpunkt herausfinden.
    Ich studiere selbst noch, habe bereits einen Bachelor-Abschluß und arbeite nun an meinem Master. Um ehrlich zu sein, ich hatte während meines Studiums bisher nicht wirklich Zeit, um an Kinder zu denken. Ich finde es toll, wenn andere das organisiert bekommen, aber wenn ich fünf Tage lang im Durchschnitt von acht bis fünf in der Uni war, dann hätte ich für ein Kind sehr wenig Zeit gehabt. Auch ich möchte später ein Kind haben, aber ich habe sicherlich nicht viel Zeit und Arbeit in mein fünfjähriges Studium gesteckt, um dann womöglich nie in meinem Berufsfeld gearbeitet zu haben. Alles hat seine Vor- und Nachteile, jüngere Mütter verfügen über andere Qualitäten als ältere. Es ist alles eine Frage dessen, was man aus einer gegebenen Situation macht. Von der ersten Klasse an war ich morgens zum Beispiel die letzte, die das Haus verlassen hat, und die Verantwortung, nochmal nachzuschauen, ob alle Fenster zu sind und die Tür abzuschließen hat mir nicht geschadet. Ein andere Mutter kann sich das vielleicht nicht vorstellen und wird versuchen, es anders zu machen. Jeder muß seinen eigenen Weg finden.
    Alles in allem werde ich am Ende meines Studiums 24 sein, dann möchte ich gerne 3-4 Jahre arbeiten und dann anfangen, konkret über Kinder nachzudenken. Aber wie man bei anderen Beiträgen schon lesen konnte, Pläne sind auch nicht alles, und vielleicht ist dann alles ganz anders.
    #51VerfasserJeanne23 Jan. 06, 10:32
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    "Familienplanung" ist ja schön und gut. Auch wenn Frau _jetzt_ bereit ist, Mutter zu werden aber kein geeigneter Vater "griffbereit" ist wird da alles nix.... Ich hatte zwar im Laufe der Jahre den einen oder anderen Freund aber mit keinem von denen hätte ich ein Kind haben wollen. Es passte einfach nicht. Ich bin jetzt Ende 30 und zZ ist kein möglicher Vater auf der Bildfläche. Ich gehe davon aus, dass für mich das Mutterwerden abgehakt ist. Ist zwar schade aber wenn ich überlege, ich hätte mit einem meiner Ex ein Kind... nee....

    Wenn Mütter meinen ich (und andere Nicht-Mütter) hätten das eigentlich Ziel das Lebens verfehlt (nämlich Kinder zu bekommen) werde ich sauer. Oftmals wird dann nicht darüber nachgedacht, dass nicht jede/e in einer tollen Beziehung ist und man ein Kind haben kann/möchte, sondern dass man nicht mit jedem x-belieben ein Kind in die Welt setzt, nur um ein Kind zu haben. Auch spielt es eine Rolle ob einer in der Partnerschaft vielleicht kein Kind zeugen kann, bzw. die Frau eine Fehlgeburt (nach der anderen) hat. Oftmals wird dann einfach verurteilt ohne den Hintergrund zu kennen. Ich unterstelle jetzt niemanden genau das mit ihren/seinen Beiträgen, sondern beziehe mich auf Situationen, die ich ausserhalb von Leo erlebt habe.
    #52VerfasserLiv23 Jan. 06, 11:03
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    Zunächst einmal möchte ich anmerken, daß das ganze eher in den Chatroom gehört, aber ein derart wichtiges gesellschaftspolitisches Thema ist (meiner subjektiven Meinung nach) ausnahmsweise sehr gut bei 'General Discussions' aufgehoben.

    0) Man (und Frau) wird sich glaube ich nie alt / reif genug für ein Kind fühlen. Eigentlich fühle ich mich mit 30 Jahren immer noch so wie mit 20 Jahren ;-)

    1) Ich halte es für wünschenswert, daß die Großeltern wieder vermehrt helfen, aber das ist aufgrund der heutigen Entfernungen zwischen Eltern & Großeltern wohl eher illusorisch.

    2) Nicht nur die Studien-, sondern die Ausbildungszeiten allgemein müssen verkürzt werden. In anderen Ländern machen die Schüler mit 17, 18 Jahren Abitur und haben mit 24 Jahren ihren Uni-Abschluß (Master!). Logisch, daß diese dann genügend Zeit haben, um ihre Karriere voranzutreiben und Weltreisen zu unternehmen bis sie mit 30 Jahren seßhaft werden und Familien gründen. In Deutschland läuft das anders: Die Ausbildung ist erst mit 28 Jahren beendet, dann muß man sich erst 3-4 Jahre im Beruf profilieren, will noch etwas von der Welt sehen und schwup-di-wupp ist man 35 Jahre alt... Vielen Dank !

    3) Krass fand ich ein Gespräch mit einem 36-jährigen Freund: Doktor-Ingenieur, verheiratet, seine Frau ist 40 Jahre, die beiden Kinder 7 bzw. 2 Jahre. Er erzählte, daß er am nächsten Abend zur Elternversammlung des Großen müße und dort wieder die ganzen alten Eltern sehe. Auf meine Frage, wieso denn alte Eltern, ihr beide seid doch schon alt, antwortete er, ich solle mal ein paar Strassen weiter schauen, dort stehen die ganzen großen Häuser von den Leuten, die erst mit Anfang 40 ihre Kinder bekommen haben.... Ja, nochmals Vielen Dank !

    4) Was das finanzielle anbelangt: Ich bin jetzt 30, meine Frau 28 Jahre, unsere kleine Tochter bald 1 Jahr alt. Eines weiß ich ganz genau: Irgendwann muß meine Frau wieder arbeiten gehen ! Es ist mir vollkommen unverständlich, wie eine Familie mit nur einem arbeitenden Mitglied finanziell über die Runden kommen kann. Dieses alte Rollenmodell kann man komplett vergessen. Zum Beispiel ist es z.Zt. so, daß ich jeden Tag 70 km mit dem Auto zurücklege, nach nur 4-5 Jahren wird die Karre somit ihre 150.000 km runterhaben und wir benötigen ein neues. Nur dummerweise bleibt am Monatsende gar kein Geld über, das wir dafür sparen könnten. Von Sachen wie Geld sparen für ein eigenes Haus oder die spätere Rente ganz zu schweigen ! (okay, war halt eine blöde Idee studieren zu wollen)
    #53VerfasserChefkoch23 Jan. 06, 11:24
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    @ Chris_791
    I feel for you and hope that the sadness you feel only lasts a short time...

    @ tanja1
    In the States (or al least south Florida) there is the frame of mind that having children after 35 is unhealthy, biologically. At 27 or younger people constantly ask when you are going to have children already. That's hard to get out of your head. Thanks for your comment.

    @ AndreasS
    Yes, you have helped quite a bit! The positive thing is that even with the high unemployment rate, I do hear much about the shortage of teachers. It is good to know that they have shortcuts. The advisor at the university did mention that as well. I am hoping my studies won't take much time.

    @ Hilke
    I understand how you feel. Hopefully you will find something in life that will end those thoughts of "if only I had..." since that is just one part of life. I am also an only child and am terrified of being alone when my parents are gone. But there are so many other individuals who also do not have children.

    @ all
    It really is up to the individual and no one really knows whether they are the family type or the career type. There are so many happy childless couples, and so many happy with children. There are also many who are unhappy. You never really know. I had a coworker who has three grown children. She told me if she could do it again, she would not have children at all since all of her children have difficult personal problems (abusive spouses, etc). She says she spent her entire life worrying about them and is always stressed. But then there was my other coworker, in her 60's and childless. She says to this day she has no patience for children and is happy she never had any. She is not lonely at all and spends her off-time going out with her friends and traveling. Or the other lady I know, got pregnant at 19 (oops baby) but loved being a mother so much she had two more children before she turned 30. You never really know what type you are until the unexpected happens. And even then you might even change your mind after a few years.
    #54Verfassermiamibremen23 Jan. 06, 11:26
    Kommentar
    Ja, das mit der "Planung" ist so eine Sache. Ich war 13 Jahre mit meinem Ex zusammen, davon 3 Jahre verheiratet und wir hatten alles genau durchgeplant. Erst hab ich mein Studium beendet, dann 2 Jahre gearbeitet, dann einen "teilzeit-kompatiblen" Job gesucht, Haus umgebaut, großes Auto gekauft. Dann die Pille abgesetzt und...zum Glück NICHT schwanger geworden. Denn nach 5 Monaten "ohne Pille" hat sich mein Mann von mir getrennt, er war sich nicht sicher, ob das schon "alles" war in seinem Leben. Wir waren sehr jung, als wir zusammen kamen, ich war 16, er war 18.
    Wie gesagt, ich bin jetzt natürlich sehr froh, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht schwanger war, denn das hat die Trennung etwas "erleichtert".

    In ein paar Wochen werde ich 30 und habe seit 2 Monaten einen neuen Partner. Ich bin mir 100% sicher, dass er wirklich der richtige ist und wir sind uns auch sicher, dass wir zusammen eine Familie haben wollen. Aber es ist mir schon klar, dass es Wahnsinn wäre, sich jetzt überstürzt an die Familienplanung zu machen. Aber manchmal ist es schon ein komisches Gefühl, wenn ich irgendwo ein besonders süßes Baby sehe... Aber die nächsten 2 Jahre wird das ganz sicher nicht zur Debatte stehen.

    Gleichzeitig habe ich die Chance, in etwa 1 bis 1 1/2 Jahren beruflich ins Ausland zu gehen, da wäre aber dann mit Kinder kriegen erstmal erst recht nix drin.
    #55Verfasserpebbles23 Jan. 06, 11:37
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    @liv: Das stimme ich dir voll zu: Die Basis für eine Familie ist eine stabile Partnerschaft. Mein Mann und ich sind schon lange ein Paar, wie hätten also schon zu Studienzeiten Kinder bekommen können.
    #56VerfasserKatja23 Jan. 06, 11:43
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    Liv, ich kenne das auch nur zu gut, kaum hat jemand im Bekanntenkreis das erste Kind, meinen sie, alle müssten nachziehen und es wird dauernd nachgebohrt.
    Und hat man dann endlich glücklich das erste Kind produziert, ist es auch nicht gut, da kriegt man (als Frau) ein halbes Jahr Schonfrist, und dann wird nach dem zweiten gefragt...
    Ich finde es auch immer wieder unglaublich, wie sich Hinz und Kunz da immer in so etwas persönliches meinen reinmischen zu können, (Nachbarin: "na, und, wann kommt das nächste?" - "naja, vielleicht wenn ich mich von der letzten Fehlgeburt erholt habe und mein Mann und ich wieder nicht mehr so viel streiten...oh, zuviel Information??"
    #57Verfassertanja123 Jan. 06, 11:51
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    @everybody:
    ich versteh euer problem nicht, warum überhaupt so viel darüber diskutieren??
    alles was ohne kind möglich ist, ist es auch mit kind. vonwegen *reiseerfahrungen, die ohne kind nicht möglich gewesen wären...*
    ich bin der meinung das man kinder und beruf sehr wohl gut unter einen hut bringen kann. würde nicht jeder drüber nachdenken, sondern einfach welche in die welt setzen hätten wir nicht das problem, dass in dtld so wenig nachkommen auf die welt kommen. ist meiner meinung nach purer egoismus dieses ganze thema. wo einer groß wird werdens auch 2, und diese ganze story mit:dem kind was bieten, genug geld etc. halte ich für schwachsinn.- ein kind braucht keinen luxus, ein kind braucht geborgenheit, und die kann es von nem mittellosen studenten genausogut wie von nem reichen professor bekommen. das wichtigste ist doch immernoch, das das kind in eine funktionierende partnerschaft geboren wird, in dem beide eltern für das kind sorgen
    #58Verfasserrsg23 Jan. 06, 11:55
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    rsg, "alles was ohne kind möglich ist, ist es auch mit kind " - darf ich mal raten, du hast keine Kinder? oder du bist männlich und glaubst das deiner Frau, dass sie das alles problemlos wuppt?

    (nurmal so ein Beispiel aus dem eigenen Leben - Weiberfastnacht mit 2 jährigem - oder noch schöner und lebensechter, einem 2 und einem 5-jährigen? theoretisch schon möglich, klar, aber will man das?)
    #59Verfassertanja123 Jan. 06, 12:00
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    das mein ich ja mit egoismus. es geht hier doch eigentlich nur darum, das man angeblich weniger spaß hat mit kindern. und das mag stimmen, natürlich kann sich eine mutter nicht jedes wochenende dem vollrausch hingeben und ihre kinder allein lassen. als eltern hast du dann eben andere präferenzen, und andere dinge die spaß machen. kinder machen doch viel glücklicher als weiberfastnacht, oder??
    ich finde es eben schade, das aufgrund der heutigen *spaßgesellschaft* viele leute kinderlos bleiben.
    ...du hast recht ich hab selber keine kinder, aber ich bin die älteste von 6 geschwistern, meine mutter schliesst gerade ihr 2. studium ab. ich hab bis zu meinem 6. lebensjahr in brasilien, dtld und den usa gelebt,(aufgrund der reiselust meiner eltern) und deshalb weiß ich aus eigener erfahrung das eben doch so einiges auch mit kind möglich ist.
    #60Verfasserrsg23 Jan. 06, 12:09
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    @pebbles: vergiss das mit den kindern, wenn du jetz schon so ne einstelliung hast: mit ausland +kind das wird nix und so. dann solltest du lieber echt keine kriegen, oder willst du ernsthaft mit 40 noch schwanger werden??
    #61Verfasserdfg23 Jan. 06, 12:24
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    @dfg: Ich wäre mit solchen aussagen ein wenig Vorsichtig, wenn du jemanden nicht persönlich kennst. Ich werde hier nicht ins Detail gehen, aber mit der Einschätzung die in Deinem Beitrag mitschwingt liegst du bei pebbles meilenweit daneben.
    #62VerfasserMarkus<de>23 Jan. 06, 12:27
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    rsg, keine Angst, man hat definitiv nicht weniger Spaß mit Kindern als ohne - z.B. Schneespaziergang mit 2 Kleinkindern ist doch wirklich viel lustiger als nur mit Freund.
    Und man kann sogar Weiberfastnacht mit besagten 2 Kleinkindern feiern - ganz einfach, der Vater hütet, das Weib feiert ...
    pebbles, Kinder kann man wirklich in jedem Land haben.
    #63Verfassertanja123 Jan. 06, 12:30
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    @ rsg
    But there is nothing wrong with the "spaßgesellschaft" if that is what you are all about. Luckily there is the option for women today to remain childless if they choose to do so. A few decades ago this was not the case and many women were stuck in unhappy marriages and were unhappy with their role as mother. Look at Charlotte Perkins Gilman, she left her family (in the 1800's) to persue her dream because society did not allow for women working outside of the home.
    http://www.kirjasto.sci.fi/gilman.htm
    Live and let live.
    #64Verfassermiamibremen23 Jan. 06, 12:31
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    rsg, ich glaube, Du hast das Thema dieser Diskussion leicht und den Beitrag von tanja1 arg missverstanden. Niemand spricht hier davon, dass man mit Kindern weniger Spaß hat als ohne. Außerdem entscheidet man sich im Allgemeinen nicht gegen Kinder um mehr Spaß im Leben zu haben. Faktoren, die einem in Deutschland heutzutage das Kinder haben sehr erschweren, sind: das liebe Geld (vernünftigerweise setzt man erst dann ein Kind in die Welt, wenn man es sich leisten kann und nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist bzw. an allen Ecken und Enden sparen muss), der Verlust des Arbeitsplatzes (es wird einem vom AG durch die Blume oft mitgeteilt, dass man zwar auf Papier Anrecht auf Erhalt des Arbeitsplatzes hat, man aber innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Erziehungsurlaub gekündigt wird, da die Kapazität beim AG nicht ausreicht), die Nicht-Existenz, das Sich-noch-nicht-bewährt-haben bzw. das Scheitern einer Partnerschaft in den fruchtbaren Jahren.
    Natürlich kann man (während des Studiums/der Ausbildung) Kinder kriegen, sie alleine großziehen weil die Partnerschaft scheitert, deshalb seinen Abschluss nicht machen bzw. nie im Berufsleben Fuß fassen, alles mit staatlicher Unterstützung oder mit finanzieller Hilfe der eigenen Eltern schaffen, ins Ausland gehen, und und und - aber ob man es sich und den Kindern damit leichter macht, ist die Frage. Ich glaube nein, und deswegen gehe ich für mich so rational wie möglich vor.
    Ich bin bald 31, habe ein abgeschlossenes Studium, arbeite seit Jahren in fester Anstellung, lebe seit 4 Jahren in einer Partnerschaft, die schon einige Höhen und Tiefen durchmachte und sich dadurch festigte, lege Geld zur Seite wann immer es geht, habe mich in jeder Hinsicht ausgelebt, das Rauchen aufgehört, übe meine Mutterqualitäten schon mal an einem Hund ;-) und warte auf den (längst überfälligen) Heiratsantrag. Dass wir Kinder möchten, steht fest, und sie werden - so Gott will und nichts dazwischenkommt, etwas, womit man immer rechnen muss - in fünf bis acht Jahren kommen. So kann ich für mich am besten sicherstellen, dass es meinen Kindern einmal so ergeht, wie ich finde, dass es für meine Kinder am besten ist. Wenn es dann anders kommt - shit happens, aber dann habe ich Geld auf der hohen Kante, einen festen Arbeitsplatz, an den ich zurückkehren kann, und ein Alter, in dem ich schon die eine oder andere Krise gemeistert habe und Erfahrung mitbringe.
    #65VerfasserRiKo23 Jan. 06, 12:42
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    @dfg: Entschuldige mal, ich weiß echt nicht, warum du mich hier so anmachst.

    @tanja1: klar kann man Kinder in jedem Land bekommen, aber wenn ich das mit dem Ausland wirklich mache, dannn bin ich dort durch den Job so eingespannt, dass ich nicht "nebenher" noch ein Kind bekommen will. Ich will mich die ersten Jahre meinem Kind mehr widmen können als nur am WE und es wäre utopisch zu glauben, dass das bei dem Job anders möglich wäre. Das ist auch der Grund, warum ich mir das mit dem Ausland sehr genau überlege, ob es mir das wirklich wert ist. Denn eigentlich finde ich Kinder für mich persönlich wichtiger als die Karriere.
    #66Verfasserpebbles23 Jan. 06, 12:56
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    Kind mit 22./Studium parallel bis Ende Kindergarten/dann berufstätig mit steigender Stundenzahl ... alles kein Problem! Schon gar nicht finanziell und "erleben" kann ich jetzt immer noch jede Menge. Vielleicht mehr als als Studentin ;-)

    Kindergartenbetreuung ist im übrigen ein Segen für die persönliche Entwicklung des Kindes, gerade bei Einzelkindern unverzichtbar. Großelternbetreuung dagegen im seltensten Fall...und da spreche ich aus Erfahrung...
    #67VerfasserKatrin23 Jan. 06, 13:26
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    Hier nochmals ein Mannen-Votum: Als Grossvater habe ich die Freude zusammen mit meiner Frau meinen studierten Schwiegertoechtern von Zeit zu Zeit ein bisschen ueber die Runden zu helfen ... Kinder uebernehmen, auch ueber ein Wochenende, einen finanziellen Zustupf fuer die Ferien, usw. Ich denke mir, Kinder zu haben ist nach wie vor eine Riesen-Abenteuer, aber Hausfrauenarbeit wie Putzen, Waschen, usw. ist nicht jedersfrau Lieblingsbeschaeftigung. Hier liegt in meinen Augen eines der grosses Problem der Frauen mit einer akademischen Ausbil- dung. Und auch hier koennen wir Grosseltern helfend beistehen (aber uns nicht ausnuetzen lassen), z.B. und falls finanziell ueberhaupt mit einem Beitrag an eine Putzfrau.
    #68VerfasserGrossvater23 Jan. 06, 13:41
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    Ich bin mit 21 Jahren Mutter von Zwillingen geworden. Musste meine Ausbildung abbrechen, war alleinerzeihend, habe 2 Jahre von Sozialhilfe gelebt und dann angefangen als Zimmermädchen in einem Hotel zu arbeiten. Puh und, ich wage es kaum zu sagen, ich bereue nichts. Nein, ehrlich wir hatten immer unseren Spaß, auch wenn das Geld knapp war, ich die Kleidung für meine Kinder immer aus 2. Hand kaufen musste und wir nie verreist sind. Heute sind meine Zwillinge 17 Jahre alt und erinnern sich gern an ihre Kindheit. Sie waren vollständig in meinem Freundeskreis integriert, waren auf jeder Party dabei, sogar wenn wir im Hamburger Stadtpark die Nächte durchgemacht haben. War ganz einfach: Isomatte und Schlafsack waren immer dabei, so konnten sie immer und überall schlafen und große Trinkgelage haben wir eh nie veranstaltet, man muss halt wissen wo die Grenzen liegen. In den Ferien haben wir Hamburg und Umgebung mit Bus und Bahn erforscht, es gibt hier ja so viel zu entdecken.
    Übrigens habe ich meine Ausbildung später nachgeholt(mit 34), klar nichts akademisches, aber jetzt mit 39 habe ich einen anspruchsvollen Job und verdiene gut. Ich arbeite mit vielen Frauen zusammen, die sich bewusst oder unbewusst gegen Kinder entschieden haben oder bei denen es aus verschiedenen Gründen einfach nicht geklappt hat. Ich habe kein Problem damit und sie auch nicht mit mir. Das muss ja schließlich jeder selbst wissen. Aber ich weiß eines ganz genau, es sind nicht Geld, teure Kleidung oder super Reisen, die Kinder brauchen, es sind viel mehr Dinge wie Liebe, Zuwendung, Zeit und eine Menge Ideen. Auch das Alter spielt nicht unbedingt eine Rolle, es ist die innere Bereitschaft sich auf ein Kind einzulassen die zählt. Manche haben die schon in jungen Jahren, bei anderen lässt sie halt ein wenig auf sich warten... Es gibt so viele verschieden Lebensmodelle und das ist auch ganz gut so.
    #69VerfasserGoldie23 Jan. 06, 14:04
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    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass diese Statistiken in Sachen "kinderlose Akademikerinnen" schief sind, weil dabei als Altersgrenze 35 angenommen wird (wer mit 35 noch kinderlos ist, wird als "entgültig kinderlos" geführt) und die meisten Akademikerinnen heute eben erst danach mit dem Kinderkriegen anfangen.

    Ehrlich gesagt bin ich es ziemlich leid, dass mir dauernd ein Problem eingeredet wird. Selbst meine Schwester in der Kleinstadt war mit 32 eine der jüngsten in ihrer Vorbereitungsgruppe. In Großstädten ist doch alles unter 40 normaler Durchschnitt.
    Meine eine Oma hat mit 44 (anno 1945) ihr erstes (und einziges) Kind bekommen, die andere hat mit 30 angefangen (auch irgendwann in den 1940ern) und noch 5 hinterher bekommen ... es hat also immer schon "Spätgebärende" gegeben. Wenn die das konnten, können wir das doch erst recht.
    #70Verfassersasch23 Jan. 06, 14:04
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    "The two big advantages I had at birth were to have been born wise and to have been born in poverty."
    - Sophia Loren
    #71Verfassermiamibremen23 Jan. 06, 14:09
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    Hach ja, diese ganzen Gedanken kommen mir ja sooo bekannt vor...

    Ich bin 26, gerade mitten in der Doktorarbeit, lebe im Ausland, waehrend mein Freund (auch 26) in Deutschland etwa seit einem Jahr arbeitet.
    Gut, wir moegen beide (fuer heutige Verhaeltnisse anscheinend) noch recht jung sein, aber mit den Gedanken an Kinder fangen wir doch langsam an.
    Er moechte naemlich Kinder, mindestens drei, aber ich nicht.

    Naja. Nicht unbedingt jedenfalls. Nachdem er mir droht, sich eine andere zu suchen, wenn ich ihm keine Kinder in die Welt setze... ;-) Und sagen wir mal: ich koennte es mir ganz nett vorstellen, 60 zu sein und dann 30jaehrige Kinder zu haben, die ab und zu mal zu Besuch kommen.
    Aber kleine Kinder grossziehen muessen? Um Gottes Willen. Die regen mich ja schon in der U-Bahn auf, wenn sie staendig rumplaerren oder rumrennen muessen. Suess? Niedlich?? Also, die Gefuehle kenne ich jedenfalls ueberhaupt nicht, wenn ich ein Kind sehe.

    Stattdessen mache ich, wie erwaehnt, gerade Doktorarbeit in einem Beruf, der mir riesig Spass macht (Astrophysik), ich bin extra dafuer ins Ausland gegangen, kann, wenn ich zurueck komme, wahrscheinlich ordentlich Englisch, bin jetzt schon am Veroeffentlichungen schrieben und hab spaeter wohl nicht die allerschlechtesten Chancen im Beruf. Nur sollte ich aber am besten gleich nach dem Doktor mit dem Kinderkriegen anfangen - bin dann ja immerhin schon 28. Oder eben hoechstens zwei, drei Jahre arbeiten. Eine alte Mutter moechte ich naemlich nicht werden (da fehlt mir ja erst recht die Energie).
    Damit hab ich an sich ja auch nicht so das Problem: das Kinderkriegen kann mein Freund mir ja nicht abnehmen, also setz ich ihm halt welche in die Welt, von mir aus. Er will sie - also soll er sich auch drum kuemmern.
    Nur leider sehen das die Maenner ja gerne anders. Fuer die ist das ja alles furchtbar bequem. Fuer die aendert sich gar nichts, ausser dass sie halt abends nicht nur der Frau, sondern auch dem fertig gewaschenen, gefuetterten und gluecklich ins Bett gebrachten Kind ueber den Kopf streichen koennen, waehrend das duftende Abendessen schon in der frisch geputzten Kueche auf dem Tisch steht. Ja, schoen, aber ich stell mir das halt auch so vor! Wenn ich abends heimkomm, von meiner Arbeit!! Wieso, in Gottes Namen, muss das immer an der Frau haengen bleiben? Aber der Job eines Mannes ist ja anscheinend mehr wert. - Ist ja wohl wirklich so, wenn man sich die Gehaelter in gleichen Positionen anschaut - aber das ist eine andere Geschichte.
    Und meine Forscherkarriere kann ich natuerlich vergessen, wenn ich drei Kinder aus dem groebsten rausgebracht habe. Erfuellung durchs Kinderkriegen? Wuerde ich darin meine Lebensaufgabe sehen, haette ich Erzieherin gelernt, nicht Physik studiert. Tut mir leid, das kann ich mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen.

    - Gibt es denn welche unter Euch, denen es genauso ging, die dann aber - als die Kinder da waren - doch noch einen tief verborgenen Mutterinstinkt entdeckt haben? Die Theorie hab ich naemlich schonmal gehoert, aber ich kann's mir bei mir einfach nicht vorstellen. Und beim Gedanken an Hausarbeit fuer den Rest meines Lebens wird mir schlecht.
    #72VerfasserAnita23 Jan. 06, 14:15
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    Marc .. auch wenn ich keine Kinder hab:)
    von allen Freunden die ich kenne .. weiss ich .. dass wenn du erstmal ein paar mehr Neueltern;) kennengelernt hast .. und dich mit denen gut verstehst .. sollte es keine probleme mit den Kindern geben. Es findet sich immer etwas.

    Ausserdem kenne ich auch viele Frauen die auf irgendetwas gewartet haben, dass es passt, jetzt aber tottraurig dastehen weil sie keine kinder haben.

    Also machts einfach *sfg*.


    Und ich denk auf Reisen verzichten zu muessen, ist ganz sicher kein Problem.
    Was hat man schon von weit entfernten Straenden (Illusionen:). wennn man das öfter macht bleibt auch nur ein fader beigeschmack.
    #73Verfasserla.ktho23 Jan. 06, 14:17
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    @Anita: Ich habe zwei mittlerweile erwachsene Söhne (20/23), bin 45 Jahre alt (im Osten fing man halt zeitig an) und kann mir - für mich - ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Ich habe aber immer parallel gearbeitet, war nur bei dem jüngeren ein Jahr zu Hause, der Große kam schon während des Studiums. Dass das relativ problemlos ging, war einer der wenigen Vorteile der DDR.

    Aber zu Deiner Frage: ich glaube nicht an einen Mutterinstinkt, und wenn ich schon höre: "na, wenn es erstmal da ist, wirst Du es schon lieben" könnte ich die Wände hoch gehen. Denn: was, wenn nicht? Beispiele dafür gibt es genug in den Medien. Meine Beiden waren geplant und gewünscht, aber schon die nicht ganz einfachen Schwangerschaften hätte ich mir ohne vorbehaltlose Freude nicht vorstellen mögen. Die Entscheidung für ein Kind ist m.E. so weitreichend (auch und vor allem für das Kind!), dass ich denke, ohne ein Ja ohne Einschränkung sollte man es vielleicht lieber lassen. Und ich glaube auch nicht, dass man nur mit Kind ein erfülltes Leben führen kann.
    #74VerfasserRieke23 Jan. 06, 14:33
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    @ Anita: Kann ich vieles gut verstehen! Vor allem das mit der Hausarbeit (auch wenn ich jetzt allein lebe und sie ja doch irgendwann machen muss ;-) Nur eins vielleicht noch: das eigene Kind ist immer was anderes, "süß" ist meines Erachtens kein Mensch und Arbeit macht ein Kind auf keinen Fall so viel wie oft von "Supermuttis" behauptet wird. "Rund-um-die-Uhr-Betreuung" ist nämlich mit das Schlimmste, was man ihm antun kann. Man muss es einfach als Teil des Lebens und wichtigen Mitbewohner (wohlgemerkt nicht als wichtiger als sich selbst) aktzeptieren.
    #75VerfasserKatrin23 Jan. 06, 14:34
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    @Katrin: 100% Zustimmung!
    #76VerfasserRieke23 Jan. 06, 14:36
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    @Anita: Ich respektiere deine Ansicht, ich war eigentlich genauso. Ich fand Kinder, vor allem laute, in der U-Bahn schrecklich. Inzwischen habe ich einen Sohn und finde laute Kinder in der Bahn immer noch schrecklich. Allerdings bin ich selber gerne Mutter und sehe meinen Sohn mit Freude aufwachsen. Das ist was ganz anderes. Hausarbeit mochte ich noch nie, aber die fällt (leider) immer an, ob man nun Kinder hat oder nicht.
    Nur weil man Mutter ist wird man nicht automatisch zur Hausfrau. In Deutschland wird das zwar oft gleichgesetzt, berufstätgie Mütter kleiner Kinder werden gerne Rabenmütter genannt. Dem ist aber nicht so, schon kleine Kinder können gut von professionellen Tagesmüttern oder besser in Kindertageseinrichtungen betreut werden. Mein Sohn (2 Jahre, ein Jahr in der Krippe) profitiert sehr davon.
    #77VerfasserKatja23 Jan. 06, 14:56
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    ... wenn die letzten 4 Beiträge auch im Westen allgemeiner gesellschaftlicher Konsens wären, wäre ich wahrscheinlich schon längst Vater ...
    #78Verfassernoch kinderlos, m, 3123 Jan. 06, 15:01
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    Ich bin zwar ein Mann, muß Anita aber zustimmen: Die Frau bringt das größere 'Opfer'. In der Öffentlichkeit wird immer der emanzipierte Mann zitiert, der zu gleichen Teilen die Erziehung übernimmt, doch in der Praxis sieht das ganz anders aus. Und wenn ich ehrlich bin, käme ich nie auf die Idee auch nur ein Vierteljahr zuhause die Kinder zu hüten. Ob das gerecht ist ? Mit Sicherheit nicht, aber wahrscheinlich ehrlicher als die ganzen Männer, die immer 'Klar unterstütze ich die in jeder Hinsicht' schwafeln, im entscheidenden Moment jedoch den Schw** einziehen.
    Und wer so abhebt und mit 26 Jahren einen Dr. in Physik macht, ist tatsächlich mehr auf den Beruf geeicht. Wer so früh, so weit ist, wie weit wird derjenige erst mit Ende 30 sein ? Wenn das so weiter läuft, bist Du bis dahin Prof. Kinder & Job bekommst Du wahrscheinlich auf dieselbe Art und Weise unter einen Hut wie es die meisten 'Besserverdienenden' tun: Frau setzt max. ein halbes Jahr aus, danach kümmert sich ein Au-Pair um die Kleinen. In meinem Bekanntenkreis wurden damit sehr positive Erfahrungen gemacht, nur kann sich nicht jeder ein Au-Pair leisten.
    #79VerfasserChefkoch23 Jan. 06, 15:07
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    Eine Freundin bekam ihren Sohn ungewollt und trotzdem gern schon mit 20 Jahren.
    Sie schleppte sich dann mit Kind und kegel durch ein ganzes Studium, arbeitet danach 2 Jahre extrem unterzahlt und schloss daran noch ein Masterstudium im Ausland an.

    Das war alles andere als leicht. Aber es hat sich defintiv gelohnt. Sie ist stolz und gluecklich auf und ueber ihren Sohn und kann seine Dummheiten mit ihren 30 Jahren noch gaaanz locker wegstecken. Und mit Einschraenkungen musste sie nur relativ geringfuegig leben, wenn frau dies als Mutter ueberhaupt so empfinden wuerde.

    Sie kann sich allerdings nicht vorstellen mit 30 ein Kind zu bekommen, weil sie einfach zu viel zu tun hat, um nochmal so eine geduldige fuersorgliche Mutter zu sein. Speziell da sie grosse Teile der Zeit alleinerziehend war ;)
    #80Verfasserla.ktho23 Jan. 06, 15:09
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    Oh je, wie mich dieser Faden deprimiert, ich wusste noch gar nicht, dass ich mit 36 als endgültig kinderlos geführt werde, hatte mir eigentlich vorgenommen, spätestens mit 38 loszulegen und habe, bevor ich diesen mitleidgefluteten Faden gelesen habe, auch kein Problem damit gehabt. Sicherlich ist es wahr, dass diese Verschiebung es wohl an meiner beruflichen Ausbildung liegt, andererseits liebe ich meine Freiheit, meine Arbeit, das einzige, was mich wirklich nervt, sind mitleidige Blicke, und das Gefühl, man wird als Frau von Frauen mit Kindern nicht als vollwertig angesehen, ich fühle mich nämlich sehr wohl vollwertig, also verschont mich bitte!
    #81Verfasserklara23 Jan. 06, 15:12
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    gern. habe von mitleid noch nix bemerkt... kann doch jeder sein leben leben, oder?
    #82VerfasserMaja23 Jan. 06, 15:14
    Kommentar
    *********************************************

    Mal eine Frage zwischendurch:

    Finden Diskussionen wie diese bei Euch im Freundeskreis überhaupt statt ?

    Im Bekanntenkreis meiner Frau und mir reden wir über Urlaubserlebnisse,
    Dummheiten der Kinder, neue Wohnungseinrichtung usw., aber ernsthafte
    Themen wie Politik, Hausbau, Kinderbekommen... werden ausgelassen.

    Wenn aber niemand über so heikle Themen redet und somit keine gemeinsamen Lösungsvorschläge erarbeitet und Erfahrungen austauscht, dann wundert es mich wenig, daß viele Bürger so unsicher durch die Gegend laufen.

    #83VerfasserChefkoch23 Jan. 06, 15:17
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    Hm, entschuldigung, ich wollte eigentlich gar nicht so grob werden, aber fast alle meine Freundinnen haben bereits Kinder, und ich werde ständig in derartige Diskussionen verstrickt, und mir wird auch überhaupt nicht mehr geglaubt, dass ich momentan eigentlich ganz glücklich bin, daher mein kurzer Ausraster, entschuldigt bitte, das ist sonst gar nicht meine Art...
    #84Verfasserklara23 Jan. 06, 15:26
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    Zum Glück reden meine Freunde und ich sehr oft über solche "ernsten" Themen!!!
    #85Verfasserbabs23 Jan. 06, 15:26
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    @Chefkoch: Bislang ja. Aber vorwiegend mit kinderlosen Paaren. Die mit Kindern sind zu beschäftigt, die neuesten Versprecher, Streiche, Fotos und Zensuren ihrer Kleinen zum Besten zu geben, als dass man im Laufe eines Abends noch auf tiefsinnigere Themen kommen könnte. Sehr frustrierend. Ich hoffe, ich werde mal anders sein.
    #86Verfasserauch kinderlos23 Jan. 06, 15:26
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    Aber nochmal eine Frage an Hanne: Warum ist es "realistisch gesehen so, dass wir Frauen bis etwa 30 Jahren unseren Kinderwunsch erfüllt haben sollten." Wer schreibt das vor? Ich bin in der Lage, bis in einem Alter von über 40 Jahren Kinder zu bekommen?
    Ich habe schon das Gefühl, dass du sehr stolz bist, es mit 28 "geschafft" zu haben... Aber deshalb musst du die "Anderen" doch nicht gleich verrückt machen... :-)
    #87Verfasserjo23 Jan. 06, 15:34
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    @kinderlos: Sei sicher, es geht auch anders. Was meine Tochter so macht, ist ja nichts, was ich ständig mit meinen Freunden breit treten muss. Soll sie bei ihren ja auch nicht mit dem, was ich so tue ;-))
    #88VerfasserKatrin23 Jan. 06, 15:34
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    Die Diskussion, wie Anita erwähnt hat, kenne ich mit meinem Freund auch. Für ihn ändert sich ja kaum etwas, wenn ein Kind da ist, für mich hingegen ändert sich so einiges. Ich bin freiberufliche Dolmetscherin und liebe meinen Beruf und möchte ihn auch nicht aufgeben - auch wenn ein Kind da ist. Für meinen Freund kommt es bis jetzt zumindest nicht in Frage, mal ein halbes Jahr Auszeit zu nehmen, immerhin bin ich als Freiberufler ja viel flexibler als er als Angestellter (zumindest seiner Meinung nach). Wenn er in seinem konservativen Unternehmen eine Auszeit nehmen würde, könnte er die Karriere wohl vergessen, zumindest behauptet er das. Vielleicht hat er damit sogar recht. Und ich glaube das ist auch genau das Problem - irgendjemandem macht man es immer nicht recht.
    Studiert man, arbeitet dann und ist in einem gewissen Alter, wird man doof angeguckt, weil man ja "karrieregeil" ist. Kriegt man dann Kinder und geht in die Arbeit, ist man eine "Rabenmutter". Nimmt der Mann Elternzeit, wird er von den Kollegen schief angeguckt. Ist doch eigentlich schade. Wieso kann sich nicht jeder so entscheiden, wie er es für richtig hält?

    Ich bin jetzt fast 30, habe eine stabile Partnerschaft und wir möchten jetzt Kinder. Mal sehen, ob es klappt - das ist ja wirklich kaum planbar. Meinen Beruf will ich trotzdem nicht aufgeben (schon allein des zweiten Einkommens wegen), und ich hoffe, daß das mit einem flexiblen Partner, einer Oma vor Ort, ein paar Freunden und irgendwelchen Betreuungseinrichtungen auch möglich ist.
    #89VerfasserEni23 Jan. 06, 15:37
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    @Katrin: :-))) Dann wäre es mit Dir vermutlich weitaus leicher auszuhalten, als mit einigen Eltern in meinem Umfeld. Manche scheinen es schon als persönlichen Angriff zu begreifen, wenn man das dritte Fotoalbum oder das Video von der Kindergartenaufführung dann doch nicht SO dringend sehen will.
    #90Verfasserauch kinderlos23 Jan. 06, 15:42
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    @Chefkoch: danke fuer Deine ehrliche Ansicht. Es ist leider wirklich so, dass viele Maenner sich leicht reden in Sachen volle Unterstuetzung und blabla - aber ich kenne noch niemanden, der das wirklich durchgezogen hat und die Frau so unterstuetzt, dass die Arbeit wirklich geteilt wird.
    Kannst Du von den positiven Erfahrungen mit Au-Pairs etwas mehr berichten? Das hab ich naemlich durchaus in Erwaegung gezogen, vor allem da mein Freund nicht schlecht verdient (und er will ja seinen Job nicht aufgeben...) und ich nach dem Doktor hoffentlich auch einen halbwegs ordentlichen Job bekomme (den ich ja, wie gesagt, auch nicht aufgeben will). Aber dann weiss ich wieder nicht, wie gut das fuer das Kind ist, wenn die Eltern nie da sind... ich will es ja dann doch nicht ganz fremderziehen lassen.

    Ansonsten kann ich mir schon vorstellen, dass ein eigenes Kind was anderes ist als das Balg neben mir in der U-Bahn. Aber, wie Rieke schon erwaehnte: was, wenn nicht?? Was, wenn die tollen Muttergefuehle dann immer noch nicht kommen? Und, ehrlich gesagt: eine Mutter mit meiner (momentanen) Einstellung moechte ich einem Kind nicht antun. Mal ehrlich: entweder haette ich das Gefuehl, ich hab meinen Berufstraum "nur wegen dem Kind" aufgegeben (ganz toll fuer das Kind, wenn es das staendig zu hoeren bekommt). Oder andererseits denke ich, ich hab "nur wegen der Karriere" mein Kind nicht vernuenftig erzogen. Fazit: in beiden Faellen hab ich Schuldgefuehle und das Kind einen Knacks.

    Ist ja traurig, aber vielleicht sollte ich es dann wirklich lieber bleiben lassen? - Oder mach ich mir schon wieder viel zu sehr einen Kopf und sollte argumentieren "in der Nachkriegszeit z.B. ging's den Kindern ja noch schlechter... so schlecht wird's ihnen bei ihren arbeitenden Eltern ja nicht gehen"? - Aber wie war das: Kinder brauchen kein Geld und teure Reisen, sondern Liebe und Geborgenheit...
    #91VerfasserAnita23 Jan. 06, 16:31
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    @auch kinderlos: Das kenne ich nur zu gut. Schön ist auch immer, wenn die Frage nach dem Befinden der Eltern immer nur damit beantwortet wird, was denn die lieben Sprößlinge in letzter Zeit so alles gemacht haben. Rückfrage "Und wie geht es DIR?" -Antwort "Hach ja - Du, gestern waren wir beim Babyschwimmen/ beim Kinderarzt/ im Zoo,..." Man spricht mit ihnen, und noch ehe der erste Satz fertig ist, merkt man, mein Gegenüber hört mir gar nicht zu, sondern schaut sich schon wieder um, wo das Kind nun gerade wieder hingekrabbelt ist. Ich kenne glücklicherweise auch ein paar Leute, bei denen es anders ist, denn bei manchen artet es derart in eine komplette Aufgabe der eigenen Persönlichkeit und Interessen aus, daß mich das einfach nur abschreckt.
    @liv, jo: Das kann ich nur unterstreichen, hätte ich in meinem ersten Beitrag auch so schreiben wollen. Natürlich steigt ab einem gewissen Alter das Risiko von Trisomie, von Komplikationen oder auch von Mehrlingsgeburten, aber, wie schon jemand geschrieben hat, die "späten Mütter" gehen dafür oft viel verantwortungsvoller an die Schwangerschaft heran, gehen zu jeder Vorsorgeuntersuchung usw. Und ohne eine stabile Partnerschaft könnte ich es mir nicht vorstellen, Kinder zu bekommen, leider sind aber immer noch viele Männer nicht selbstbewußt genug, eine Partnerin zu akzeptieren, die eine ebensogute oder bessere Ausbildung hat, einen sehr guten Job hat und mehr Geld verdient. Daran gehen einige Beziehungen kaputt, die über die mageren Studentenjahre ganz wunderbar gehalten haben. Dann steht man mit Anfang bis Mitte 30 auf einmal allein da. Und schließlich gibt es genug zeugungsunfähige Männer und Frauen, ebenso wie Frauen, denen wegen eigener gesundheitlicher Probleme vom Kinderkriegen abgeraten wird. Da muß man sich nun wahrlich nicht hinstellen und behaupten "Es ist ja realistisch gesehen so, dass wir Frauen bis etwa 30 Jahren unseren Kinderwunsch erfüllt haben sollten". Ehrlich gesagt, mit 30 hatte ich noch keinen akuten Kinderwunsch und fand mich noch nicht alt genug dafür. Der Gedanke "irgendwann möchte ich Kinder" war schon da, bloß "irgendwann" zu definieren... Jedenfalls gibt es genug Beispiele von Frauen, die jenseits der 35 oder sogar jenseits der 40 Kinder bekommen haben.
    #92VerfasserDragon23 Jan. 06, 16:35
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    Und auch Anita kann ich nur recht geben: Warum soll es immer an den Frauen hängenbleiben? Auch ich bin kein großer Freund der Hausarbeit und würde sie sicher nicht lieber haben, wenn ich den ganzen Tag daheim wäre. Und Kinderbetreuuung sollte man sich auch aufteilen können. Oft ist es aber so: Wenn ein Mann mal etwas früher Feierabend macht, weil er zum Fußballturnier von Sohnemann will, schmelzen die Kolleginnen dahin, was für ein toller Papa das ist, und die Kollegen und die Bosse nicken sich anerkennend zu, weil sie ja so eine familienfreundliche Atmosphäre pflegen. Bei einer Frau ist das selbstverständlich, da klopft ihr keiner anerkennend auf die Schulter und sagt "Toll, wie du das machst, mit den Kindern und so", eher wird hinter dem Rücken darüber gelästert, daß sie ja neulich früher nach Hause fuhr, weil der Kleine Fieber hatte, und die letzten zwei Powerpoint-Charts vom Kollegen allein fertiggestellt werden mußten. Und leider ist es vielfach noch so, daß Männer schräg angesehen werden, wenn sie mit dem Kind zu Hause bleiben und der Frau eine Rückkehr in den Beruf ermöglichen. Umgekehrt - kein problem, im Gegenteil: berufstätige Mütter werden gern als "Rabenmütter" dargestellt, einige scheinen wirklich kein Verständnis dafür zu haben, daß auch Frauen gern zur Arbeit fahren und Gespräche führen, die über "oh, ich glaube, da machen wir Dir mal eine frische Windel" hinausgehen. Das wird langsam besser, zumindest in großen Firmen und unter jüngeren Mitarbeitern, aber in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die von patriarchalischen Chefs geleitet werden, sollte man als Mann oft besser nicht den Wunsch nach Erziehungsurlaub äußern.

    #93VerfasserDragon23 Jan. 06, 16:36
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    das muss ich noch loswerden:

    kinder haben aber kein geld zu haben verträgt sich nicht! meine eltern haben früh geheiratet mit 18 und 21 mit 19 kam das erste mit 21 das zweite und mit 24 das dritte(ich) mein vater hat während dessen studiert und meine mutter auf uns aufgepasst danach war mein dad arbeitlos weil überqualifiziert(er hatt wohl zuviel studiert...)
    naja egal meine ganze kindheit wusste ich wir hatten kein geld und ich habe darunter furchtbar gelitten! ich hatte immer das gefühl dass ich zu kurz kam nicht gegenüber meinen geschwistern sondern gegenüber allen anderen kindern. nach jeder geburtstagsfeier zu der ich eingeladen habe habe ich geheult ich hab die welt nicht verstanden... wir haben zu 5t auf 60 qm gewohnt zu dritt in einem kleinen zimmer und die eltern im wohnzimmer... ich hab mich nie getraut jemand einzuladen und auch panische angst davor gehabt dass mich jemand gefragt hat was meine eltern den arbeiten
    an liebe hat es nie gefehlt aber an allem anderen...

    ich mache meinen eltern keine vorwürfe, trotzdem bin ich der meinung dass sich kein geld und kinder haben nicht verträgt!

    meine mutter ist auch seitdem sie arbeiten kann wieder viel glücklicher und bereut es selbst nicht studiert zu haben...

    ich bin jetzt 21 und mit 22 bin ich mit meinem studium fertig und dann mal sehen, aber bevor ich nicht gearbeitet und geld verdient hab werde ich sicher keine kinder bekommen denn liebe allein reicht einfach nicht ich will meinen kindern was bieten können!
    #94Verfasserme23 Jan. 06, 16:46
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    Zum Thema "Au-Pair" und "Fremderziehung" kann ich die Erfahrung beisteuern, dass es nicht schlimm ist, seinem Kind auch einem anderen als dem eigenen Einfluss auszusetzen.
    Auch berufstaetige Eltern oder Alleinerziehende koennen sich Zeit fuer ihr Kind nehmen, vielleicht etwas weniger aber dafuer dann auch zu 100% und nicht zwischen zwei Terminen eingeschoben, mal eben zwischen Tuer und Angel abgefertigt.
    Ich persoenlich halte nichts von 24/7 rundum sorglos Betreuung, ein bisschen Eigenstaendigkeit schadet keinem Kind. Und Kinder sollten auch lernen, sich allein zu beschaeftigen, spielend oder lesend.
    #95VerfasserRex23 Jan. 06, 17:02
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    Also - ich bin Einzelkind und wollte immer eine große Familie haben. Dafür hätte ich jede Karriere der Welt an den Nagel gehängt.

    Im Studium habe ich dann einen Partner kennengelernt, der auch viele Kinder wollte. Mit 27 war ich mit dem Studium fertig. Er hat drei Jahre länger studiert. Danach war der Berufseinstieg ein Problem: Befristete Verträge, freie Mitarbeit, Bezahlung auf Provisionsbasis. Der Arbeitsort wechselte dauernd, finanziell war an eine Familie nicht zu denken. Durch das ganze Hin und Her wurde unsere Beziehung so belastet, dass wir uns nach einigen Jahren trennten.

    Nun bin ich mit 35 Jahren Single und kinderlos. Es ärgert mich, wenn in den Medien so häufig der Gegensatz Mutter / kinderlose Karrierefrau beschworen wird. Nicht jede kinderlose Frau hat freiwillig auf Nachwuchs verzichtet - es ist nur einfach irgendwann zu spät. Um eine Familie zu gründen, braucht es mehr als nur den Wunsch dazu. Kürzere Studienzeiten, eine halbwegs gesicherte finanzielle Basis und nicht zuletzt die Möglichkeit, als Familie zusammen zu wohnen gehören auch dazu.
    #96Verfasserruth23 Jan. 06, 17:14
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    @me: Wäre es dir lieber es gäbe dich gar nicht? Dann könntest du aber nicht im Leo-Forum von deiner objektiv nicht leichten Kindheit posten. Also entscheide dich.
    #97VerfasserChris23 Jan. 06, 17:17
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    karriere und kinder das geht wohl nicht...
    aber eigentlich für beide nicht...sowohl mann als auch frau.
    wer kinder hat, weiß, dass sie beide brauchen.
    denn kinder kosten nicht nur geld, sondern auch zeit.
    denn kinder wollen und sollen gefördert werden, nicht nur von außen.
    natürlich kann einer von beiden karriere machen, aber der andere bestimmt nicht.
    ilosorisch sind normale arbeitszeiten ja nur, wenn man eine bestimmte position haben möchte. wer normal arbeitet, der hat eben keine karriere vor sich, kann aber geld verdienen.
    natürlich ist es schwierig gar kein geld zu haben, aber wer sagt, dass kinder alles haben müssen? sind sie dann wirklich glücklicher?
    warum treffen sich wohl kinder eher in häusern von mehrkinderhaushalten als in einzelkinderhaushalten?
    #98Verfasseranders 23 Jan. 06, 17:31
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    illosorisch mit zwei l... ich weiss...
    #99Verfasseranders23 Jan. 06, 17:32
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    @liv und ruth: Danke für Eure treffenden Beiträge. Man kann es sich eben nicht einfach "aussuchen", ob man Kinder bekommt oder nicht, genausowenig wie man einen partnerschaftsbereiten Mann für die Kinderaufzucht einfach "bestellen" kann.

    Wenn das möglich wäre, würden die Statistiken ganz anders aussehen.

    Und schließlich sind es zum Großteil die Männer, die keine Kinder wollen, weil sie auch ansonsten nur auf ihren eigenen Vorteil achten - Kinder und die Verantwortungen einer Partnerschaft gehören einfach nicht dazu.

    Es ist eben sehr kränkend, wenn die Leute gedankenlos annehmen, man wollte (oder möge!) keine Kinder, nur weil man mit 40 noch kinderlos ist (ja, könnte das nicht mit 10 Jahren Partnerlosigkeit zusammenhängen? Oder sollte man sich in der Disko einen beliebigen Samenspender angeln?). Und vor allem die zynische Annahme, daß man wohl abgetrieben hätte, wenn man von den erfolglosen Schwangerschaften in der vorigen Partnerschaft spricht...
    #100Verfasserbig sister23 Jan. 06, 17:37
    Kommentar
    Nur zur Klarstellung "me" ist nicht "me1".

    Zum Thema "Familienplanung" moechte ich mich nicht aeussern.
    #101Verfasserme123 Jan. 06, 18:32
    Kommentar
    @ anders: nicht ilosorisch, auch nicht illosorisch, sondern ill*U*sorisch :)
    #102Verfassersmile23 Jan. 06, 18:33
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    @ me: "trotzdem bin ich der meinung dass sich kein geld und kinder haben nicht verträgt!" - da bist du echt eine der wenigen, die so denken. Wie viele Leute bekommen Kinder und denken, ach der Staat zahlt schon! da kommen dann Kindergeld, Sozialhilfe, Wohngeld,..... alles schön jeden Monat aufs Konto, ohne daß man einen Finger rühren muss. ist doch genial, oder?????????
    #103Verfasserlittle sister23 Jan. 06, 18:46
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    @big sister: mit 40 kinderlos und seit 10 Jahren keinen Partner gehabt? Und das ist nicht deine Schuld wenn du deswegen kinderlos bist? Träum weiter, dein Mann muss noch gebacken werden.


    #104VerfasserChris23 Jan. 06, 20:34
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    @Anita, auch auf die Gefahr hin, dass meiner in den Unmengen anderer Beiträgen untergeht, möchte ich Dir Deine Frage trotzdem gerne beantworten.

    Denn ich muss zugeben, ich mag "eigentlich" auch keine Kinder! Ausnahme: meine eigenen.
    Auch ich wollte damals nicht zwingend Kinder haben. Aber ich hatte genau den richtigen Mann gefunden, der gerne Kinder wollte und auch dafür zuhause bleiben wollte. Gesagt, getan. Heute sind sie 13 und 15 Jahre alt, ich arbeite nach wie vor Vollzeit. Hätte ich Karriere machen wollen, wäre es kein Problem gewesen. Ich muss dazu sagen, ich wollte auch Kinder, eben unter der Voraussetzung, dass ich weiter arbeiten konnte. Damals gab es noch weniger Möglichkeiten, Teilzeit zu arbeiten, als heute, Erziehungs"urlaub" war noch mager etc.

    Ehrlich gesagt, mir gingen Kinder immer schon auf die Nerven. Und natürlich gilt das manchmal auch für meine. Aber meistens eben nicht, weil es meine sind und nicht irgendwelche fremden, knatschigen Rotznasen!
    Aber ich weiß noch gut, dass ich immer extrem genervt war, als sie noch klein waren, wenn ich von der Arbeit kam und irgendwelche "Gastkinder" waren noch da. Eben andere Rotznasen, die natürlich ihre eigenen Macken mitbrachten. Und auf die ich gar keine Lust hatte, einzugehen. Aber die eigenen Kinder, die wachsen doch mit einem auf, die passen ja auch zu einem und zum eigenen Leben. Das ist mir im gesamten Bekanntenkreis immer aufgefallen, dass die Kinder sich extrem auf die eigenen Eltern einstellen. Die tun schon ganz viel dafür, dass man sie einfach lieben muss!

    Für mich ist die Zeit, als ich mit so ganz kleinen Kindern umgehen können musste, zum Glück vorbei. Langsam geht es schon los, dass wir unsere Zweisamkeit zurück haben. Sie wollen kaum noch mit uns weg, oder zumindest nicht beide gleichzeitig. Heute fällt mir extrem auf, dass mir Kindergeschrei oder auch kreischende Schulkinder in der U-Bahn auf die Nerven gehen. Es gab Zeiten (Krabbelgruppe!), da fand auch ich es toll, mich mit anderen Müttern auszutauschen, während unsere quengelnden Babies dazwischen brabbelten und man eigentlich keinen Satz zu Ende bringen konnte. Heute muss ich das definitiv nicht mehr haben, zum Glück gibt es keine "späten Eltern" im näheren Freundeskreis! Ich war übrigens 28 und 30 bei den Geburten, das war "damals" auch schon nicht mehr jung. Lag aber nicht am Studium, sondern daran, dass ich den Vater erst mit 26 kennen gelernt habe.

    Auch ich kann nur sagen, dass Kinder auf jeden Fall das Leben bereichern. Und auch einiges zur eigenen Entwicklung beitragen! Und so ganz nebenbei sind Kinder auch wichtig für unsere Zukunft, nicht nur in Bezug auf die spätere Rente.... Trotzdem muss natürlich jeder selbst wissen, ob er/sie Kinder möchte. Es gab ja mal diesen Slogan "Jedes Kind hat das Recht, erwünscht zu sein", den finde ich immer noch passend. Aber wenn man sich dagegen entscheidet, sollte man sich auch Gedanken über den eigenen Beitrag für die Gesellschaft machen....
    #105VerfasserWanda.de23 Jan. 06, 20:42
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    @Chris: So eine gefühllose Antwort kann man natürlich nur von einem Mann erwarten...

    Mich kotzen auch die Leute an, die meinen "Jeder ist seines Schicksals Schmied", "Das Opfer ist schuld" usw. Dem ist nicht so. Man kann nur höchstens teilweise sein Schicksal beeinflüssen. Gratuliere jedem, der meint, sein Schicksal und die gesamte Umwelt jederzeit im Griff zu haben und für sich funktionieren zu lassen. Der muß ja ein Gott sein...
    #106Verfasserbig sister23 Jan. 06, 20:48
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    So entmündigt man sich selber. Der Mensch als hilfloser Spielball äusserer Einflüsse.
    #107VerfasserChris23 Jan. 06, 21:37
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    Ich bin eigentlich erschüttert was ich hier teilweise lese. Einige Benutzer zeichnen sich ja fast durch Kinderfeindlichkeit aus. Verstehe teilweise nicht, wie man so geldgeil und gefühllos durchs Leben wandeln kann. Glück findet man so nicht.
    #108VerfasserIris23 Jan. 06, 22:14
    Kommentar
    Really sweet...and interesting in the light of this discussion:
    www.amalah.com.
    (great website in general too).
    #109VerfasserLena23 Jan. 06, 22:52
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    Ich habe mit 29 mein erstes Kind bekommen, mittlerweile sind es 5, zwischen 3 und 12 Jahren (daher der Name ...). Ich habe 'nebenbei' noch promoviert (Ingenieur) und bin seit fast 10 Jahren selbstständig. Einiges habe ich vor den Kindern absolviert, Auslandsstudium, die eine oder andere Reise, aber irgendwann war ich einfach 'reif'.

    Da wir auch mit den Kindern noch Auslandsreisen machen (geht besser als mancher meint, die Kinder müssen allerdings ein gewisses Maß an Erziehung besitzen), ist mir der Unterschied zu Spanien, Frankreich und vor allem den USA auch schon aufgefallen. Wenn wir hier in eine Restaurant gehen, verlangen drei Gäste nach der Rechnung, vorausgesetzt, man lässt uns überhaupt rein (in Österreich passiert, dabei hatten wir damals erst 2 Kinder...).

    Als wir nach der Geburt der Jüngsten das Krankenhaus verließen, die Großen hatten sich das Vergnügen natürlich nicht nehmen lassen, sagte die Putzfrau hinter mir, sie könne sich nicht daran erinern, jemals eine deutsche Frau mit 5 Kindern das Krankenhaus verlassen gesehen zu haben! Dabei ist diese Geburtsklinik unter den obersten 10 was die geburtenzahlen angeht, in Deutschland.

    Ich denke, solange sich in den Köpfen nichts ändert, werden wir Deutsche immer weniger werden, das ist irgendwie auch ein Selbstregulativ der Natur, wie mir scheint. Mit staatlichen Mitteln ist da nichts zu machen. Wobei ich selbst auch einen gewissen Horror vor unerzogenen Blagen verspüre...
    #110Verfasserkrazy_mom (D)23 Jan. 06, 22:57
    Kommentar
    I don't believe in this "you will discover your mother's instinct" business either, but I agree with Wanda (was it?) that other people's children are *not* like your own. (warning: don't take the following too seriously)

    Other people's children look funny - their eyes too far apart, ears too big, etc; your own children are beautiful - they have your own narrow face and hubby's cute pointy ears.

    When you look after other people's children they go wild and roll on the floor - your own don't bother as what's exciting about mum looking after you?

    When you tell someone else's child "can you keep quiet please?" they jeer at you rudely - when you tell your own to "pipe down!" they might, especially as you said you might take them swimming.

    Other people's babies screech their heads off as soon as you look at them - your own baby falls asleep if you rock her in that particular way.

    When other people's children shout in the tram, you look at them through narrow slitty eyes as you were trying to read a book - when you're wih your own children you'd hardly be reading a book, would you? You hiss "keep quiet, you're annoying that lady!" and count the stops til you get off.
    #111VerfasserArchfarchnad -gb-23 Jan. 06, 23:21
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    @krazy_mom (D): Right on!

    Ich überlege schon seit Tagen, was ich hier mal beitragen könnte. Mir ist aufgefallen, dass zwei Dinge in der Diskussion fehlen:

    -- Das Hohelied auf die Großfamilie. Wir (w64, m62) haben vier Kinder (m35, m33, m31, w27). Zu m33 gehört noch w1,5, wir hoffen es werden mehr, und sind glücklich, dass wir es so gemacht haben.

    -- Die Geburtenverweigerung als demografisches Problem.

    Ohne dass ich mir je anmaßen möchte, Entscheidungen und Handlungen im Einzelfall, den ich gar nicht kenne, zu kritisieren, halte ich es doch für einen Jammer, dass die Verzagten mittlerweile die Meinungsführerschaft erlangt haben.
    #112VerfasserAndreasS23 Jan. 06, 23:30
    Kommentar
    Ach ja, seit 15 Jahren führen wir eine Wochenendehe, da mein Mann an den verschiedensten Orten Deutschlands arbeitet...

    Die erste Frage in meiner Doktorprüfung war übrigens, wo meine Kinder seien (ob meine männlichen Kollegen das wohl auch gefragt wurden??) und die Reaktionen, wenn ich mit meiner Kinderschar unterwegs bin, sind manchmal auch haarsträubend. Einmal gingen wir alle eisschleckend durch die Stadt und eine Frau ging an uns vorbei und sagte laut und vernehmlich zu ihrem Partner: Hast du das gesehen - die arme Frau! Was sollen eigentlich meine Kinder von mir denken??

    Sehr interessant war auch ein Zwischenfall bei einem Bewerbungsgespräch, es war eine ziemlich große Runde und ich wurde gefragt, wie alt meine Kinder seien, woraufhin ein Mann(!) hochging und sagte, das sei kein einziger männlicher Mitbewerber gefragt worden, das ginge so nicht usw.

    Auffällig ist, dass selbst die Leute, die eine gewisse Anerkennung für so viele Kinder zeigen, immer(!!) auf die viele Arbeit, die so viele Kinder mit sich brächten, zu sprechen kommen, wirklich immer.

    Abschließemd möchte ich sagen, dass ich ganz gerne so lebe, von 7 bis 19 Uhr im Büro oder auf der Baustelle wäre nicht meine Welt - und ich hege die Theorie, dass man so flexibel bleibt, weil das Leben nicht in eingefahrenen Gleisen verläuft (nur wer an einem Samstagmorgen von einem panischen Kind unsanft aus dem Bett gerissen wird, weil der Kater vom Auto angefahren wurde und innerhalb von 25 Minuten alle Kinder in den Klamotten hat, selbst geduscht und vollständig bekleidet mit 4 Kindern von 3 bis 10 (und dem Kater natürlich) im Auto in Richtung auf die Tierklinik sitzt, weiß wovon ich spreche ...)

    Natürlich geht es uns finanziell deutlich schlechter als ohne Kinder, aber wenn man ein schmusendes Kleinkind auf dem Schoß hat, ist das irgendwie alles zweitrangig - für mich glaube ich, dass mir eine Radtour mit den Kindern durch die Lüneburger Heide mehr Spaß macht als ein Strandurlaub in Thailand. Statistisch kostet ein Kind 125 000 Euro bis zum 18. Geburtstag, macht bei uns zusammen also eine tolle Villa in guter Lage aus, aber ob ich da alleine glücklicher wäre als mit allen Kindern im Reihenhaus?
    #113Verfasserkrazy_mom (D)23 Jan. 06, 23:30
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    @Iris: Wo bemerkst du denn hier Kinderfeindlichkeit? Ich finde diesen Thread eher amüsant, im positiven Sinne, denn er ist ehrlich, und alle Seiten kommen zu Wort. Ich bin (35, weiblich:-) auch noch kinderlos, und habe auch so einige Freundinnen mit Kindern, und ich erlebe auch Dinge, die ich nur schwer nachvollziehen kann. Letztes Wochenende erst war ich bei meiner langjährigen Freundin, die ein Kind hat und so sehr darin aufzugehen scheint, dass sie zum Frühstückstisch mit einem Winny-Pooh-Schlafanzug erschien... Ich war ernsthaft geschockt, und ihr Mann machte auch nicht gerade den zufriedensten Gesichtsausdruck... :-)
    #114Verfasserjo24 Jan. 06, 08:43
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    Um jetzt doch noch meinen Senf dazuzugeben:
    Ich bin w, 25 und mache gerade Diplomarbeit (Ing.). Kinder möchte ich erst nach mind. 2-3 Jahren im Job, obwohl ich den geeigneten Freund (seit längerer Zeit) hab. Die Kinderbetreuung wird geteilt. Mein Freund ist auch Ing. und ist bereit, auch halbtags zu arbeiten (er würde sogar gern Hausmann machen, aber nur Geld beschaffen wäre dann doch nicht so mein Traum). Wie ich Studium mit Kind hätte hinbekommen sollen, weiß ich nicht. Generalisierende Aussagen wie "während dem Studium ist der beste Zeitpunkt" sind ganz sicher falsch. Wieviele Zwerge ich mal haben will, weiß ich noch nicht, aber in ein Auto sollten sie schon noch passen - wenigstens in nen 9-Sitzer ;-)
    #115Verfasserrd24 Jan. 06, 11:02
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    @großvater, da wird den "Schwiegertöchtern" geholfen, das ist aber nett...die Söhne kriegen das also ohne Hilfe hin? Oder sind die an der Kindererziehung gar nicht beteiligt?
    Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer, das ist eben nicht nur Frauensache, und da kommen auch mehr und mehr Frauen drauf, dass sie das allein nicht können/wollen, und in Ermangelung eines potentiellen Vaters, der wirklich die Hälfte der Arbeit übernimmt, wird dann lieber kinderlos geblieben.
    Ich denke manchmal, das ist ein neuer Evolutionssprung, Männer, die ihre "Gene weitergeben" wollen, müssen umschulen von Großverdiener auf 'richtiger' Vater, sonst werden sie mehr und mehr Mühe haben, eine einigermaßen ausgebildete Frau zu finden, die das gerne alles allein übernimmt.
    Übrigens: man nimmt eine Auszeit vom Job, um ein Kleinkind zu betüdeln, und nicht, um Hausarbeit zu machen, oder? Das eine hat doch mit dem anderen gar nichts zu tun.
    #116Verfassertanja124 Jan. 06, 11:10
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    @tanja1: Eigentlich wollte ich nichts dazu sagen, jetzt aber doch - Deine Reaktion war auch meine erste auf den Beitrag von Großvater. Aber wenn Du nochmal überlegst, ist es vielleicht gar nicht so falsch. Durch die Gesellschaftsstruktur ist es doch so, daß es meistens an den Frauen hängenbleibt. Also sind es zur Zeit die Frauen, die solche Hilfe nötig haben, um endlich mal nicht mehr die Hauptlast zu tragen, wenn sie auch berufstätig sein wollen. So gesehen finde ich die Aussage, den "Schwiegertöchtern zu helfen" schon irgendwie passend.

    @all: Hängt Euch jetzt bitte nicht an "hängenbleiben" oder so auf, das ist einfach etwas salopp formuliert.

    #117Verfassereine, die ihren Beruf gerade wegen der Kinder ni… 24 Jan. 06, 11:22
    Kommentar
    @tanja1: Jetzt habe ich mir Großvaters Beitrag auch noch einmal angeschaut:
    "Als Grossvater habe ich die Freude zusammen mit meiner Frau meinen studierten Schwiegertoechtern von Zeit zu Zeit ein bisschen ueber die Runden zu helfen ..." In der Tat, wo sind denn die Söhne? Helfen die auch den "studierten Schwiegertöchtern", oder gehören sie eher zu der von Anita beschriebenen Sorte?
    "Hausfrauenarbeit wie Putzen, Waschen, usw. ist nicht jedersfrau Lieblingsbeschaeftigung. Hier liegt in meinen Augen eines der grosses Problem der Frauen mit einer akademischen Ausbil- dung." Auch hier die Frage: was ist mit den Männern, ob nun mit oder ohne akademische Ausbildung? Verursachen die keinen Dreck? Müssen die nichts essen? Haben sie nur bügelfreie Einmal-Kleidung, oder muß da eventuell auch mal etwas gewaschen werden? Davon abgesehen: Ich glaube nicht, daß das unbedingt mit einer akademischen Ausbildung zusammenhängt. Es gibt bestimmt auch genug Frauen, die nicht studiert haben, aber dennoch im Fensterputzen und Toilettenschrubben nicht ihre Erfüllung finden, sondern auch noch einen Beruf haben, den sie gern ausüben.

    Und wie Du schreibst, tanja1, Kindererziehung und Haushalt sind eigentlich 2 verschiedene Paar Schuhe, oder sollten es zumindest sein. Klar, wenn eine/r wegen der Kinder zu Hause bleibt, kann er/sie sich vielleicht verstärkt um den Haushalt kümmern, aber das heißt nicht, daß der arbeitende Partner nicht auch, zumindest am Wochenende, zupacken kann.
    #118VerfasserDragon24 Jan. 06, 11:29
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    Oftmals geht es doch auch gar nicht darum, berufstätig bleiben zu "wollen". Ich habe eine feste und sehr gutbezahlte Anstellung, mein Freund hingegen ist freiberuflich, und obwohl es zur Zeit gut bei ihm läuft, ist es keine feste Basis, gerade weil es sich um die Werbebranche handelt, in der du mit 40 schon zum alten Eisen gehörst. Somit wären wir, wenn wir ein Kind bekommen würden, darauf angewiesen, dass ich meinen Beruf auch weiterhin ausübe. Allerdings würde ich von meinem Partner nie verlangen, dass er seinen Job aufgibt, also müssen andere Lösungen her, unter denen aber weder das Kind noch die Partnerschaft leidet, und das ist gar nicht so einfach...
    #119Verfasseranka24 Jan. 06, 11:30
    Kommentar
    @Tanja1:

    > Männer, die ihre "Gene weitergeben" wollen, müssen umschulen von
    > Großverdiener auf 'richtiger' Vater, sonst werden sie mehr und mehr Mühe
    > haben, eine einigermaßen ausgebildete Frau zu finden, die das gerne alles
    > allein übernimmt

    Irrtum, viele gutausgebildete Männer suchen sich einfach 'schlechter' ausgebildete Frauen. In meinem zu großen Teilen aus Ingenieuren bestehenden Kollegenkreis ist jeder Mann mit einer Krankenschwester, Krankengymnastin oder Grundschullehrerin verheiratet, aber nur wenige mit einer Juristin oder Ärztin. Und wenn ich mich im Bekanntenkreis meiner aus Südamerika stammenden Frau umschaue, sieht es nicht anders aus: Nahezu jede ihrer Freundinnen ist mit einem Informatiker, Ingenieur, Versicherungskaufmann o.ä. verheiratet.
    Willkommen in der (harten und traurigen) Wirklichkeit.
    #120VerfasserChefkoch (der sich vermutlich gerade arg unbelie… 24 Jan. 06, 11:37
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    chefkoch, das widerspricht aber meiner Theorie/Beobachtung nicht. Denk doch mal nach...
    #121Verfassertanja124 Jan. 06, 11:49
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    @Archfarchnad: ;-) Stimmt alles!
    @krazy_mom: Finde Deine Beschreibung herrlich! Macht mich regelrecht neidisch (ach nein, der Zug ist abgefahren - es bleibt bei 2). Der Zwischenfall beim Bewerbungsgespräch gefällt mir als arbeitende Mutter besonders!
    @anka: Mir ging es genau so, wie Du es beschreibst. Gutbezahlte Festanstellung. Allerdings galt das damals auch noch für meinen Mann, aber wir haben das 2. Kind nicht innerhalb seiner Erziehungszeit "geschafft". Dadurch hat er gekündigt, jetzt ist er freiberuflich. Und dazu noch mit Familienpause, ganz schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt!
    Erstaunlich fand ich immer, dass mich jeder anfangs darauf ansprach, dass ich "nur" Sekretärin war und keine Karriere gemacht habe. Als Frau, die trotz Kindern arbeitet, schien das selbstverständlich. Aber umgekehrt wirft keiner einem Mann, der arbeitet und Kinder hat, vor, dass er keine Karriere macht!

    Bei uns ist es übrigens so, dass ganz selbstverständlich beide den Haushalt erledigen (oder liegenlassen ;-) ). Und erste Bezugsperson für kranke Kinder ist mein Mann - aber er kann sich auch leichter frei nehmen.
    Und in den ganzen Jahren bin ich nie für ein krankes Kind zuhause geblieben!
    #122VerfasserWanda.de24 Jan. 06, 11:54
    Kommentar
    bei der ingenieursschwemme, die uns in unseren betrieben begegnen, bei dieser berufssparte von überdurchschnittlich ausgebildet zu schreiben, erscheint mir etwas hochgegeriffen. berufe nur anähernd abzuwerten in besser oder schlechter qualifiziert ist einfach nicht gefragt, da so einfach nicht möglich.
    auf mein argument, dass die väter, die nicht nur ihre wahnsinnig tollen gene, sondern ihrem nachwuchs auch ein bisschen mehr mitgeben wollen, zeit für ihre kids benötigen, genauso wie mütter, ist hier nicht eingegangen worden.schade.
    #123Verfasseranders24 Jan. 06, 11:59
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    @chefkoch: seit wann ist eine Grundschullehrerin nicht Akademikerin? ;-)
    oder kann man diese Ausbildung mittlerweile auch im Quelle-Katalog bestellen? Das wäre mir neu. Und Physiotherapeuten (wenn du sie schon als schlechter ausgebildet bezeichnest, wollen wir ihnen wenigstens ihre korrekte Berufsbezeichnung lassen *g*) lernen auch nicht gerade wenig in der Ausbildung. Ich würde dich gerne sehen, wie du die einzelnen Knochen in Latein widergibst... Etwas mehr Achtung vor Nicht-Ingenieuren wäre schon schön... :-)
    Btw: als ob eine kaufmännische Ausbildung (siehe Versicherungskaufmann) schwieriger wäre als ein Lehramtsstudium...
    #124Verfasserpuck24 Jan. 06, 12:02
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    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich finde diesen Faden ganz toll, weil mich das Thema seit einiger Zeit auch ziemlich beschäftigt.

    Ich bin 26, habe vor 2 Jahren mein Studium zur Dolmetscherin und Übersetzerin abgeschlossen und arbeite auch seitdem. Allerdings immer nur befristete Arbeitsverträge oder Zeitarbeit. Momentan bin ich Teamassistentin über ZA. Mein Freund und ich sind jetzt seit knapp 2 Jahren zusammen und kennen uns seit ca. dreieinhalb Jahren. Wir verdienen netto fast das gleiche, und das ist nicht besonders viel als einfaches Gehalt. Momentan leben wir noch in verschiedenen Wohnungen.

    Mein Freund ist in allem ein ziemlicher Spätzünder gewesen, und obwohl er dieses Jahr 30 wird, kann er noch nicht mit Sicherheit sagen, ob und wann er mal Kinder will. Ich weiß mittlerweile, dass ich Kinder will. Was ist, wenn mein Freund mir in 4 Jahren eröffnet, dass er keine will? Dann bin ich 30, muss mich von ihm trennen und in Windeseile einen Mann finden, der mir noch vor 35 das erste Kind "beschert". Oder so ähnlich. Oder ich juble meinem Freund einfach eins unter und hoffe, dass er es dann trotzdem liebt und bei mir (uns) bleibt.

    Selbst wenn wir uns einig werden und in - sagen wir mal - 4 Jahren unser erstes Kind bekommen, wird sein Gehalt alleine wohl nicht ausreichen, um uns auf lange Sicht zu ernähren, das heißt, ich muss hoffen, entweder bis dahin einen festen Job ergattert zu haben, bei dem ich in Mutterschutz gehen kann, oder nach der Schwangerschaft einen Teilzeit-Job zu finden. Oder so ähnlich.

    Das alles sind Dinge, die man nicht vorhersehen kann, und wenn es schlecht läuft, stehe ich vielleicht auch einmal mit 35 ohne Kinder da. Obohl ich welche wollte. Eigentlich wollte ich meine Kinder immer relativ jung bekommen (das erste spätestens mit 28, das letzte spätestens mit 30), weil ich keine alte Mutter sein will. Aber das kann ich jetzt wohl schon mal vergessen.

    Ich denke, dieses Thema ist von Mensch zu Mensch, von Paar zu Paar und von Situation zu Situation so individuell und unterschiedlich zu bewerten, dass es unmöglich ist, allgemeine Aussagen zu treffen.
    #125VerfasserRosie24 Jan. 06, 12:15
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    Grundschullehrer studieren zwar, aber nur 3,5 Jahre... Selbst befreundete Grundschullehrer bezeichneten mir gegenüber dies nur als eine Art 'besserer Ausbildung'. Physiotherapeut stell mir da tatsächlich anspruchsvoller vor.
    Um mich als Ingenieur aber einmal selbst vom hohen Sockel zu holen, möchte ich auf einen anderen Punkt eingehen: Die Karriere. Heutzutage spricht jeder Sepp davon, daß er seine 'Karriere' nicht zugunsten von Kindern aufgeben wolle. Wie definiert Ihr eigentlich Karriere ? Also als ganz normaler Ingenieur würde ich meine berufliche Laufbahn längst nicht als Karriere bezeichnen und auch bspw. die Bankkauffrau, die sich nebenberuflich zur Betriebswirtin weitergebildet hat, würde ich nicht als Karrierefrau bezeichnen.
    Karriere, und damit einen Beruf, wo die Kinderbetreuung ernsthafte Probleme bereitet, sind für mich Lebensläufe wie die von Anita (weiter oben): Dr.-Ing. Physik, die später als Abteilungsleiterin ihre 60 Stunden abreißt und 70k Euro im Jahr verdient. Oder der/die Arzt/in mit der eigenen Praxis oder sowas in der Art. Oder der Unternehmensberater, verheiratet mit einer Anwältin.
    Bei solchen Leuten kann ich es verstehen, daß sie ihre Karriere Kindern gegenüber vorziehen, aber die Probleme hat ein Normalsterblicher in dem Umfang gar nicht. Vielleicht auch besser so.
    #126VerfasserChefkoch24 Jan. 06, 12:15
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    My MIL told my DH (secretly) that she thought I should iron all the children's clothes. I was shocked - what, did she think that I ironed *any* clothes?! Hang them out to dry right and they need no ironing at all - DH gets only non-iron shirts, of course. My MIL is a doctor, her hubby a teacher :-) yet she does all the housework herself while my FIL does all the manly carpentry and gardening. Typical old-fashioned Rollenverteilung but they seem to like it... good for them if they do, but a shame they don't trust their own son to pick up an iron.

    These poor engineers, rejected by all the intelligent women - what a sad story ;-)
    #127VerfasserArchfarchnad -gb-24 Jan. 06, 12:24
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    @Chefkoch: Deine Meinung kann ich nicht so ganz teilen. Ich habe einen Vollzeitjob als Übersetzerin, verdiene gutes Geld und liebe meine Arbeit. Warum sollte es mir weniger Probleme bereiten, meinen Job für ein Kind aufzugeben? Ich habe viel für diesen Job getan, Studium, Auslandsaufenthalte usw.. Nur weil ich nicht die typische Karrierefrau bin, die du dir vorstellst, würde es mir trotzdem schwerfallen, nach vielen Berufsjahren zuhause bleiben zu müssen.
    #128VerfasserLaralo24 Jan. 06, 12:26
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    Muß nochmal kurz den Zusammenhang zwischen meinen beiden vorangegangenen Artikeln erläutern: In der Tat kommt es nicht darauf an, ob jemand studiert oder eine andere Art der Ausbildung durchlaufen hat. Doch bei den von mir genannten Berufen wie Krankenschwester, Physiotherapeutin, Grundschullehrerin und vergleichbares kann Mann davon ausgehen, daß die liebe Frau keine Karriere im eigentlichen Sinne anstrebt. Stattdessen wird Frau im Falle einer gewollten Berufstätigkeit morgens zur Arbeit gehen und abends wiederkommen. Das ganze in einem berechenbaren Zeitschema, so daß Mann sich in sicherem Glauben wiegen kann, daß Frau die Kinderbetreuung sehr viel eher sicherstellt als es eine Ärztin oder Anwältin mit 60-Stunden-Woche vermag.
    Der einzige, tatsächlich erzielte Fortschritt ist, daß Mann sich heutzutage mehr an den Haushaltsarbeiten beteiligt (ist zumindest meine Beobachtung). Bei der Kinderbetreuung sehe ich bestenfalls homöophatische Fortschritte und bezweifle, daß sich das jemals ändert.
    #129VerfasserChefkoch24 Jan. 06, 12:31
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    @chefkoch: einen 'Abteilungsleiterposten' streben Grundschullehrerinnen, Krankenschwestern und Physiotherapeuten wohl nicht an. Wenn ich aber bedenke, dass Krankenschwestern auch gerne Nachtdienste schieben und viele Physiotherapeuten eine eigene Praxis aufmachen, sehe ich da keinen großen Unterschied zu der ach so karrieregeilen Ärztin. ;-)
    Aber die Einblicke in deine ach so harte Wirklichkeit sind interessant :-)
    btw: ich kenne dr. ing. verheiratet mit dr. med; dr. phys. mit dipl kaufmann, und nochmal dipl.ing mit dipl. Dein Bekanntenkreis spiegelt sich nicht unbedingt mit meinen Erfahrungen :-)
    #130Verfasserpuck24 Jan. 06, 12:40
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    chefkoch, dann guckst du aber nicht richtig hin, oder bewegst dich in extrem renitenten Kreisen... Als ich Kind war, wurden praktisch alle meine Freunde/Freundinnen von nicht berufstätigen Müttern (gerne auch mit abgebrochener Ausbildung) aufgezogen, die außerdem alle mit vollbeschäftigten Männern verheiratet waren.
    Die Freunde/Freundinnen meiner Kinder hingegen haben fast alle berufstätige Mütter, mit oder ohne Mann, und bei zweien davon ist sogar der Papa daheim. Das wäre doch vor 30 Jahren vollkommen unerhört gewesen.
    Jedenfalls, ich will mal unzählige Enkelkinder, und dazu muss ich wohl meinen Söhnen beibringen, dass Kindererziehung Elternsache und nicht Müttersache ist. Durchs eigene Vorleben, natürlich...
    #131Verfassertanja124 Jan. 06, 12:41
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    @Laralo:

    Selbstverständlich sollst Du Deine Berufstätigkeit nicht aufgeben ! Das geht heutzutage gar nicht anders, daß beide Elternteile arbeiten, lebt eine vierköpfige Familie mit einem Gesamteinkommen von 30.000 Euro/brutto doch quasi auf Sozialhilfe-Niveau. Arbeitet also nur ein Elternteil bei einem Verdienst von 40.000 Euro/brutto ist das unterm Strich nicht wesentlich mehr. Was ich behaupte, ist schlicht, daß Mann die Frau zwar gerne (wieder) zur Arbeit schickt, sie das Problem der Kinderbetreuung jedoch weiterhin alleine lösen muß.
    'Politisch korrekt' sind meine Überlegungen nicht und unter den Männern wird es nur wenige geben, die sich eingestehen, daß sie (unbewußt) ähnlich handeln. Aber: Wo sind denn die mit einer Unternehmensberaterin verheirateten Handwerker ? Klar, die von Puck aufgeführten Beispiele kenne ich auch, wo Dr. ing. und dr. med zusammen sind oder Dr. phys. mit Dipl kaufmann oder Dipl.ing mit dipl (da kommt dann ein Au-Pair zum Zug). Ich kenne halt auch die von mir genannten Paare, wo er mehr und sie weniger verdient und somit von vornherein klar ist, wer im Falle von Nachwuchs zuhause bleibt. Nur den umgekehrten Fall, er verdient wenig, sie verdient viel, ist mir kaum bekannt. Um es mit einem Klischee zu sagen: Ärzte verheiratet mit einer Krankenschwester gibt es viele, Ärztinnen verheiratet mit Krankenpfler eher weniger.
    #132VerfasserChefkoch24 Jan. 06, 12:54
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    Ich hoffe, dass ich mir jetzt nicht den Zorn aller Beteiligten zuziehe, aber ich finde, dass nicht jeder die Hälfte aller Tätigkeiten erledigen muss, sondern man sollte da durchaus nach Neigung und Fähigkeit verfahren. Mir gehen zum Beispiel alle buchhalterischen Tätigkeiten völlig ab, Rechnungen bezahlen, Kontoauszüge prüfen, Steuererklärung machen usw. Da finde ich es doch prima, dass mein Mann da gar keine Berührungsängste kennt - dafür sauge ich gerne jeden Tag Staub und hänge die Wäsche auf!

    Auch mit Rasenmähen, Badezimmer fliesen und Wände abschleifen habe ich es nicht so, dafür kann ich viel besser kochen als mein Mann. Auch, wenn sich so eine irgendwie traditionelle Rollenverteilung eingebürgert hat (die Spülmaschine und den Staubsauger repariere übrigens ich, die Waschmaschine und den Wäschetrockner er - weiß der Kuckuck, wie das entstanden ist), bin ich damit drastisch zufriedener als wenn ich auf dem Dach lose Teile wieder befestigen müsste und mir zum Dank 'sein' Essen gönnen müsste...

    Ich denke, bei Partnerschaften gibt es keine festen Regeln, man muss nur mit dem zufrieden sein, was man hat und tut.

    Kleines Beispiel, meine Große hatte eine Freundin, deren Eltern aus Asien stammen und deren Rollenverhalten auch so ist. Nach 10 Jahren in Deutschland, angespornt durch die damals 11-jährige Tochter, hat die Mutter dann einen Deutschkurs gemacht und den Führerschein - der Vater war sehr dagegen. Meine Tochter betrachtete das Ganze sinnierend und befand dann, dass ihrem Vater (also meinem Mann) eine so unselbstständige Frau nicht gefallen hätte, weil er dann vieles selber hätte erledigen müssen, womit er sich eigentlich gar nicht gerne abgibt (soviel zu Einblicken in die Ehe der Eltern aus der Sicht einer 11-jähigen)
    #133Verfasserkrazy_mom (D)24 Jan. 06, 13:17
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    Chefkoch,
    That is true (Nur den umgekehrten Fall, er verdient wenig, sie verdient viel, ist mir kaum bekannt) but changing. It certainly is in the US. But that also will be the case with my boyfriend and I when I finish my German studies.
    I can just hope that he will enjoy the role of house-husband...
    :-)
    #134Verfassermiamibremen24 Jan. 06, 13:18
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    @alle: Ihr habt ja alle Recht, nur werde ich mich hueten, irgend einem erwachsenen Mann (und sei es mein Sohn) noch beibringen zu wollen, wie er seine Frau unterstuetzen soll. Die Beiden sollen das gefaelligst untereinander ausmachen. Bin nach wie vor der Meinung, dass Grosseltern helfen koennen und sollen, sich in die Familieninternas einzumischen, finde ich keine gute Idee !

    Uebrigens bezueglich spaetem Nachwuchs empfehle ich das Tages-Anzeiger-Magazin (Samstag Beilage, Schweiz) vor ca. 3-4 Wochen !
    #135VerfasserGrossvater24 Jan. 06, 13:21
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    @Großvater: Weiter so, viele Großeltern mischen sich nur ein und helfen nicht, also, bitte weiter mit gutem Beispiel vorangehen, ich bin mir sicher, die Schwiegertöchter werden es zu schätzen wissen!
    #136Verfasserkrazy_mom (D)24 Jan. 06, 13:31
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    Also, ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll und dann doch nicht meine Lebensgeschichte erzähle.

    Vielleicht ist das am Wichtigsten, was ich an me (ohne 1) zu sagen habe:

    Ich kenne dieses Gefühl des "zu kurz gekommen seins". Das liegt aber nicht am Geld alleine. Meine Eltern hatten in für beide zweiter Ehe 5 Kinder, ich war die jüngste. Uns fehlte es auch oft an allen Ecken und Enden, vor allem, wenn die Eltern dann auch noch meinten, die Fassade der ehemaligen Großkaufläuete (für die Kleinstadt in der ich aufwuchs) aufrecht erhalten zu müssen.

    Als meine Tochter zur Welt kam, warf sie auch mein Leben über den Haufen, vor allem weil ihr Vater zwar ein Kind wollte, aber "Verantwortung für die Familie" ein Fremdwort für ihn war. So warf ich ihn lieber raus, bevor ich meinem Kind ewigs Streitszenen vorspielte.
    #137VerfasserKarin H.24 Jan. 06, 13:38
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    @ krazy_mom: Ich glaube auch, dass jeder sein eigenes "Verteilermodell" finden muss. Wie gesagt haben wir zwar noch keine Kinder, aber bei uns hat sich auch schon ne gewisse Aufteilung herausgestellt: Ich bügle und mein Freund putzt dafür Bad und Toilette. Ich schlage Nägel in die Wand, wechsle Glühbirnen und mein Freund spült und trägt den Müll runter. Ich hoffe mal, dass sich das nicht allzu sehr verschiebt, wenn mal Kiddies da sind. Da wir aber beide dann halbtags weiterarbeiten wollen, denke ich, dass wir dann immer noch die Waage halten können.

    Ich selber wurde übrigens von einer "waschechten" Hausfrau aufgezogen, die Dipl-Physik studiert hab und fand's immer toll, dass jemand da war, wenn ich von der Schule kam. Deshalb will ich meinen Kids auch mal ne 24/7 Betreuung angedeihen lassen, aber eben nicht nur von mir allein sondern da darf Daddy schon auch mal daheim sein :)

    Sagt mir ruhig, dass man in meinen jungen Jahren noch Illusionen haben darf ;)
    #138Verfasserrd24 Jan. 06, 13:39
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    Die ersten Jahre lebte ich von der Sozialhilfe, danach schloss ich (endlich!) ein Studium an. Wir hatten also praktisch kein Geld, bis meine Tochter aufs Gymnasium kam.

    Allerdings nahm ich jedes Wort ernst, das meine Tochter zu mir wegen irgendwelcher Kümmernisse von wegen Geldmangel (und nicht nur diese) zu mir sagte. Und wisst ihr, was ich erst letztes Jahr "zu Weihnachten" bekam? Wir saßen am Tisch und ratschten. Und meine Tochte schwärmte mir in den höchsten Tönen vor, dass sie nie das Gefühl gehabt hätte, ich sei ihr ungelegen gekommen oder unerwünscht gewesen. Auch die Fähigkeit, sich noch über Kleinigkeiten zu freuen statt alles für selbstverständlich zu halten, weiß sie zu schätzen.

    Ich hingegen hab meine Tochter einfach lieb, bin manchmal betrübt, dass ich nur eine habe (die Machos, die meinten, eine Alleinerziehende müsse doch froh sein, wenn sie noch einer nimmt, erschienen mir nicht als geeignet für die Rolle des Zweitvaters und Vaters weiterer Kinder).
    #139VerfasserKarin H.24 Jan. 06, 13:43
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    Was ist denn eigentlich mit den Frauen, die sich über das Thema eigentlich gar keine Gedanken machen wollen? Ich (34) empfinde das so, dass ich von allen Seiten her den "Babyblues" eingeredet bekomme. Ich wollte nie Kinder, aus verschiedenen Gründen. Ich wollte auch keine Karriere machen. Ich wollte einfach nur mein Leben nach meinen Vorstellungen gestalten (wie egoistisch!). Bin ich deshalb unnormal? Ich weiß es nicht. Manchmal kommt es mir so vor. Und dann habe ich ein schlechtes Gewissen, weil mir jeder erzählt, das gehöre doch zum Frau-Sein dazu, dass man sich tief in sich drin doch ein Kind wünscht. Das Fatale ist einfach, dass ich Kinder wirklich liebe und auch ganz gut mit ihnen umgehen kann, nur eigene möchte ich nicht.
    #140VerfasserSharon24 Jan. 06, 13:47
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    @ Sharon: Was ist denn schon "normal"? Du kannst genauso sagen, dass alle Leute, die Kinder in die Welt setzen, unverantwortlich sind, weil es ja eh schon viel zu viele Menschen auf der Welt gibt...

    Ich denk, jede(r) muss für sich selber wissen, was er/sie eigentlich will. Ob's dann auch so klappt wie gewünscht, das steht nochmal in nem ganz anderen Kapitel, siehe oben...
    #141Verfasserrd24 Jan. 06, 14:06
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    Ohne allzu sehr in Romantik verfallen zu wollen, kann ich ( ♂ von 1956) aber doch beisteuern, dass ich zwar in jüngeren Jahren nicht so furchtbar viel mit meinen 3 Sprösslingen anfangen konnte, sie aber jetzt als Teenager (15 bis 19) bei aller "Kompliziertheit" sehr liebe (zum Glück auf Gegenseitigkeit) und in ihnen deutlich mehr Sinn meines Lebens sehe als z. B. in meinem (doch auch guten und gern ausgeübten) Beruf.

    Meine Frau hat es sehr anstrengend gefunden, weil wir die 3 ziemlich rasch hintereinander hatten, und sie hat ihren Beruf zunächst (nach dem Studium) hintangestellt. Sie hat in den beiden letzten Jahren ihren Abschluss (Referendarzeit) nachgeholt und jetzt auch eine Stelle bekommen. Das mit dem Lebenssinn sieht sie ähnlich.

    Aber es ist wirklich Einstellungssache - ich respektiere jeden, der aus irgendwelchen Gründen keine Kinder haben möchte.

    Dass Menschen mit Kindern finanziell immer wieder benachteiligt sind, steht auf einem anderen Blatt. Die Politik (in Deutschland) beginnt ja gerade, es mit Ausgleichsmaßnahmen zu versuchen - Pflegeversicherung für Kinderlose ein bisschen teurer als für Eltern. Ein (erster) Schritt in die richtige Richtung, IMHO.
    #142VerfasserAJD24 Jan. 06, 14:18
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    Meine Eltern waren auch "schon" Mitte dreißig, als die Kinder kamen. Eigentlich hatten sie zu diesem Zeitpunkt schon schriftlich, dass Kinderkriegen für sie überhaupt nicht möglich ist. Naja, kommt halt meistens alles anders. Sie haben übrigens beide studiert und beide trotz Kinder Vollzeit gearbeitet.

    Ich bin 25 und seit einem halben Jahr Dipl.Ing. Seitdem arbeite ich und will das auch noch eine Weile weitermachen. Vor allem fehlt mir der Mann, mit dem ich mir ein oder mehr Kinder vorstellen kann. Und diese Basis sollte meiner Meinung nach vorhanden sein.

    Kinder passen vermutlich nie wirklich in die Lebensplanung. Aber ob man lieber früher oder später oder überhaupt und wenn ja wie viele Kinder haben will, kann man nur für sich alleine (bzw. zu zweit) entscheiden. Und sollte sich da auch von nix unter Druck setzen lassen.

    Würde es nach meiner Oma gehen, hätte ich vor sechs Jahren das erste bekommen und seitdem jedes Jahr eines. Nur weil sie gerne Ur-Oma wäre.





    #143Verfasseraha24 Jan. 06, 14:33
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    Buchtipps

    Voss, Angela: Ein Baby - jetzt, später oder nie? Das Dilemma der flexiblen Frau (Hoffmann und Campe) ISBN 3-455-09432-5 Gebunden, ca. 250 Seiten EUR 17,90

    Ritzinger, Petra / Weissenbacher, Ernst R : Später Kinderwunsch - Chancen und Risiken (Zuckschwerdt) ISBN 3-88603-814-9 Paperback, 192 Seiten, 9 Abbildungen
    EUR 17,50

    #144Verfasserc24 Jan. 06, 15:00
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    Meine Mutter war 40 und mein Vater 47 als ich zur Welt kam. Das hat sich aber ganz schön bemerkbar gemacht. Sie waren wesentlich ängstlicher und vorsichtiger, als die jungen Eltern meiner Freunde, und vieles durfte ich nicht mitmachen. Besonders schlimm war es, als ich in der Pubertät war, über viele Dinge konnte ich nicht mit ihnen sprechen und ich musste selbst mit 17 noch um 19:00 zu Hause sein. Versteht mich nicht falsch, ich liebe meine Mutter wirklich sehr, aber ihre Ängstlichkeit hat mir manchmal wirklich jeglichen Nerv geraubt. Und auch heute schlägt ihr Alter mächtig zu Buche. Meinen Vater hat meine Kleine nie kennengelernt und meine Mutter ist schon lange nicht mehr in der Lage mit meiner Kleinen etwas zu unternehmen. Wenn man jung ist, weiß man noch nicht, dass man sich tatsächlich verändert. Man kann es sich einfach nicht vorstellen. Aber ich sehe das selbst ganz deutlich; der Altersunterschied zwischen meinen Töchtern beträgt fast 10 Jahre und ich merke, dass ich selbst in diesen 10 Jahren schon ängstlicher geworden bin. Viele Dinge die für meine Großen selbstverständlich waren, kommen für die Kleine nicht mehr in Frage, einfach weil ich sie als zu gefährlich erachte. Aber ist die Welt in den letzten 10 Jahren wirklich so viel gefährlicher geworden? Nun, ich denke nicht, es ist vielmehr mein Blickwinkel, der sich verändert hat.
    #145VerfasserGoldie24 Jan. 06, 15:28
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    Bei uns war's eher so, dass meine 2 Jahre ältere Schwester sich alles erkämpfen musste und ich einfach gesagt hab: "Das durfte meine Schwester in meinem Alter aber auch!" Wobei ich dazu sagen muss, dass meine Schwester viel mehr ausgegangen ist, gefeiert und mit Jungs rumgemacht hat als ich... Jetzt ist sie verheiratet und voll "bodenständig". Wenn ihr das mal jemand vor 10 Jahren gesagt hätte :)
    #146Verfasserrd24 Jan. 06, 16:14
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    Pfff, wie gemein! Ich hatte 3 ältere Geschwister und durfte vieeel weniger als die, schmoll.

    rd. das ist doch meist so... Als Jugendliche war ich unglaublich unordentlich und heute nerv ich meine Teenager mit meinem ewigen Aufräumfimmel...
    #147VerfasserGoldie24 Jan. 06, 16:19
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    Ne Kollegin hat auch schon erschrocken festgestellt, dass sie sich bei ihren Stiefkindern manchmal so anhört wie ihre eigene Mutter. Aber was willst machen. Die Zeiten ändern sich und man wird älter. Ich merk schon jetzt ab und zu, dass ich genau den gleichen Satz zu meinem Freund sag wie meine Mutter zu meinem Vater. Dabei sind meine Eltern seit über 30 Jahren verheiratet und ich bin mit meinem Freund gerade mal (oder immerhin schon) 3,75 Jahre zusammen... Vielleicht liegt's eben doch an dem recht geringen Altersunterschied zwischen meiner Schwester und mir, dass sich meine Eltern noch an die erlaubten und verbotenen Sachen erinnern konnten. Wobei zwei Jahre schon echt viel sind, wenn Schwester 14 und die "Kleine" erst 12 sind...
    #148Verfasserrd24 Jan. 06, 16:24
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    Ja, da magst Du recht haben. Meine Geschwister sind 17, 16 und 13 Jahre älter...

    Ich finde es manchmal echt gruselig, wenn ich so red wie Mutti - schauder. Hatte ich mir nicht geschworen nie, nie, nie so zu werden? Naja, glücklicher Weise sind es bisher nur Kleinigkeiten... Wenn ich z. B. sehe wie meine 17 jährigen bei -7°C im String und bauchfrei rumlaufen, muss ich immer daran denken, wie ich mit offener Jacke durch den Winter ging und meine Mutter sagte: "Kind, wenn Du schon keine Mütze aufsetzt, dann mach doch wenigstens die Jacke zu, du holst dir noch den Tod". Noch halt ich wenigstens in der Öffentlichkeit dezent den Schnabel, aber wie wird das wohl sein, wenn meine Kleine in 10 Jahren so weit ist? Ob ich dann wohl genau wie meine Mutter Liebestöter kaufe, die man bis zum Busen hochziehen kann und die irgendwo in den Kniekehlen aufhören?? Oder alle "Miniröcke" (gingen bis zum Knie!!) und al Pumps mit mehr als 3 cm Höhe in die Mülltonne schmeiß? Oh nee, lieber nicht darüber nachdenken...
    #149VerfasserGoldie24 Jan. 06, 16:52
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    hallo!
    interesssantes Thema!
    ich bin fast 22 und stehe kurz vor dem abschluss meines studiums. ich habe den richtigen Partner an meiner seite und trotzdem planen wir kinder erst in 5-7 jahren, denn ich möchte unbedingt meine berufserfahrung ausweiten und mich beruflich weiterentwickeln. danach ist immer noch zeit für kinder. ich denke wer sich früh kinder wünscht ( so mit mitte 20) und trotzdem das studium beendet haben möchte, der sollte einfach das studium streng durchziehen. dann kann man das alles unter einen hut bekommen. nach der elternzeit kann man als frau dann auch wieder prima ins berufsleben zurückkehren.
    #150Verfasserangi24 Jan. 06, 16:53
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    @ Goldie: Vielleicht kannst ja dann den Thread wieder aus dem Archiv graben, wenn deine Kleine so weit ist :) Und Strings hat meine Ma nie zu Gesicht bekommen. Wenn sie gefragt hat "Hast du auch ne lange Unterhose an?", hab ich immer brav ja,ja gesagt ;)

    @ Angi: Ich denk, es kommt auch auf das Berufsfeld an. So kann ich mir gut vorstellen, dass man z.B. (nur ein Beispiel!!) als Lehrer nach mehreren Jahren wieder einsteigen kann (wie meine Mutter nach 25 Jahren Auszeit - jetzt arbeitet sie allerdings unter ihrer Qualifikation - "nur" 5./6. Klasse, statt alle Klassen des Gymnasiums). In sich schnell weiterentwickelnden Bereichen (z.B. technische Optik?) kann das mit dem Wiedereinstieg nach längerer Babypause glaub schon schwierig werden...

    U.a. ist das auch ein Grund dafür, dass ich eigentlich keine komplette Pause einlegen will, sondern in Teilzeit mir die Kinderbetreuung mit meinem Partner teilen - aber wie gesagt, vielleicht bin ich einfach noch jung und hab Träume. Ob's nachher wirklich so läuft, weiß ja eh niemand...
    #151Verfasserrd24 Jan. 06, 17:10
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    PS: Meine Ma arbeitet freiwillig in der 5./6. Klasse. Sie wollte nicht mehr so viel aufwärmen nach der langen Pause. Wiedereinstieg hat halt auch deshalb geklappt, weil akuter Lehrermangel geherrscht hat/herrscht. Sie war nie verbeamtet
    #152Verfasserrd24 Jan. 06, 17:15
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    Ich finde, in Deutschland benötigen wir eine Diskussion, die Kinderlosigkeit ächtet. Hiermit meine ich jetzt nicht die Ächtung der Entscheidung Einzelner, sich gegen Kinder zu entscheiden, jedoch die Ächtung im Sinne einer Gesamtbetrachtung der Bevölkerung. Wenn die Bevölkerung keine Kinder mehr bekommt schadet sie sich selbst, ihrem Rentensystem, dem Gesundheitssystem. Auch werden traditionelle gesellschaftliche Lebensformen zerstört.

    Eine Gesamtbetrachtung lässt nämlich erkennen, dass das Gemeinwohl zerstört wird, wenn man dem Individuellen Vorrang gibt. So krass das klingen mag, aber der Staat sollte hier gegensteuern, etwa indem er Kinderlosigkeit verteuert (sehr viel höhere Steuern etc.).

    Momentan ist ja noch kaum absehbar, wie es in nur wenigen Jahren in diesem Land aussehen wird. Wie teuer dann der Arztbesuch wird, wie wenig Rente man dann bekommen wird. Wie lange man dann arbeiten muss. Wie durchkapitalisiert das Leben dann wird, um das Wirtschaftssystem noch zu retten. Schuld sind alleine demografische Fehlentwicklungen, seien sie nun in der Pille zu suchen oder - wahrscheinlicher - in der Emanzipation.

    Wenn jetzt nicht eingegriffen wird, wird man sich in wenigen Jahren ja nachweislich umkucken. Die Politik ist vielzu langsam aufgewacht.
    #153VerfasserInes Kaiser, Soziologin24 Jan. 06, 18:15
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    Zu diesem Thema kann man wirklich viel sagen, aber ich möchte es nicht zu lang werden lassen. Eine stabile Partnerschaft ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Ohne den richtigen Partner möchte ich keine Kinder haben. Und ein Leben als Hausfrau kann ich mir auch nicht vorstellen. Finanziell abhängig sein von (m)einem Mann - nein danke! Was ist, wenn er arbeitslos wird oder die Ehe kaputtgeht?
    #154VerfasserMomo24 Jan. 06, 18:47
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    ich blicke seit einiger Zeit etwas weiter. Habe mit knapp unter 30 ;o) meine beiden Kinder bekommen. Davor Studium mit Magisterabschluß. Mann Dipl.Ing. Häufiger Fragen dieser Art: Warum wollen Sie mit 2 Kindern denn arbeiten, wenn ihr Mann gut verdient? Ja, warum eigentlich? Entschuldigung, dass ich mich beworben habe!
    Mit Kindern und Aupair-Hilfe immer wieder zwischen befristeten Jobs, zeitweiliger Selbständigkeit und wiederum Angestelltenverhältnissen (alle befristet: das letzte endete mit: Also ehrlich FrauXXX, dass Sie das mit 2 Kindern so hinbekommen, hätte ich am Anfang nicht gedacht, meine Frau konnte sich das überhaupt nicht vorstellen, als ich ihr das erzählt habe. Sie haben ja nie wegen der Kinder gefehlt!)zwischendrin Arbeitslosigkeit und ZA-Jobs. Zweites Studium gemacht als Fernstudium in einem nicht ganz so brotlosen gesiteswissenschaftlichem Bereich. Mittlerweile viele Erfahrungen, nicht ein schlechtes Arbeitszeugnis, überqualifiziert und wieder befristet (Bildungsbranche ist dafür leider prädistiniert). Letztens bekam ich meinen Rentenzwischenbescheid oder wie das heisst von der BFA. Wenn ich so weiter arbeite wie bisher, bekomme ich mit 65 Jahren voraussichtlich 136 € Rente. Da kann ich nur hoffen, dass mich mein Mann in seiner midlife-Krise nicht gegen eine jüngere austauscht wie bei einigen Bekannten bereits erlebt und anschliessend wieder heiratet. Dann sehe ich nämlich ziemlich alt aus, wenn ich nicht noch einen Versorger finde ;o)

    Klingt rabiat, ich weiss..... aber wenn Frau wegen der Kinder beruflich zurücksteckt oder zurückstecken muss, ist sie ziemlich darauf angewiesen, dass ihr Familienleben recht dauerhaft und beständig verläuft, wenn sie nicht im Alter von staatlicher Unterstützung leben will.

    Das ist meines Erachtens ein großes Manko in der Planung. Alles läuft gut, wenn die Frau sich um die Kinder kümmert, der Mann gut verdient und beide fürs Alter vorsorgen, gemeinsam alt werden und statistisch gesehen, sie noch ein paar Jahre Witwenrente bekommt. Aber, was, wenn nicht?

    Meine Kinder werden bald ihr Studium selber finanzieren müssen, werden eigene Kinder haben (denk ich mal), werden mehr "Eigenverantwortung" für Ihre eigene Alters-,Sozial-und Krankenversicherung übernehmen müssen. Ob sie da so viel überhaben, um der alten Mutter ein menschenwürdiges Alter (keine Rentnerkreuzfahrten!)zu ermöglichen?

    *manchmaldüsteregedankehabendesaba*
    #155Verfassersaba24 Jan. 06, 19:06
    Kommentar
    Kinderlosigkeit "ächten", was ist denn das für ein Mist? Wird mir bald ein K für "Kinderlos" oder "Karrieregeil" (ho ho ho) eingebrannt?
    #156VerfasserNicht-Mutterkreuzträgerin24 Jan. 06, 20:13
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    <<...aber der Staat sollte hier gegensteuern, etwa indem er Kinderlosigkeit verteuert (sehr viel höhere Steuern etc.). ...>>

    Das ist ja wirklich pervers und hört sich fast faschistisch an! Es ist bereits teuer genug, alleine zu leben, ohne dass man auch noch höhere Steuern zahlen muss, für etwas wofür man gar nichts kann....

    @Ines Kaiser: Wollen Sie damit sagen, dass alle, die Fehlgeburte hatten, unfruchtbar oder partnerlos sind - ganz abgesehen von denjenigen, die bewußt keine Kinder haben wollen, was auch nicht unbedingt mit finanziellen Vorteilen zu tun hat - dafür durch noch höheren Steuern (nochmals) bestraft werden sollten (und sich vielleicht gerade dadurch niemals in der Lage sein werden, sich eine Familie (abgesehen von Fruchtbarkeitsbehandlungen usw.) leisten zu können?

    Oder will Ihre Politik da etwa unterscheiden können - zwischen "guten" und "bösen" Kinderlosen?
    #157Verfasserbig sister24 Jan. 06, 20:53
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    @big sister: Das ist ein wirklich heikles, aber wichtiges Thema.
    Einerseits kann ich Ines Kaiser verstehen. Viele Leute bleiben kinderlos, weil es einfach bequemer ist. Die Probleme koennen ja wirklich abschrecken: Job aufgeben, oder Job und Kinder, halbtags arbeiten, Mutterpause, spaeter nicht mehr reinkommen in den Job, Hungerlohn als Rente und blabla. Da mach ich doch lieber 40 Jahre Beruf, krieg nachher (wenigstens theoretisch...) halbwegs Rente und hab meine Ruh.
    Kein Wunder, dass keiner mehr Kinder will, bei der Situation! Der Staat sollte unbedingt zukuenfige Muetter und Vaeter unterstuetzen.

    Andererseits hast Du vollkommen recht. Es sucht sich ja nicht jeder aus, dass er kein Kind bekommt. Wenn ich mit 40, nach zehn Jahren Singledasein, endlich einen Mann gefunden habe und dann feststelle, dass ich unfruchtbar bin... dann kann ich grad noch einen Staat brauchen, der die Hand aufhaelt, weil ich ja mit meinem Dasein der Gesellschaft schade. Aber natuerlich kann man nicht jeden zur Fruchtbarkeitsuntersuchung schicken, bevor ich die Steuererklaerung abgebe. (GOTTSEIDANK!!!)

    Meiner Meinung nach waere der richtigere Ansatz eher Unterstuetzung der potentiellen Familien (bessere Kinderbetreuungsmoeglichkeiten etc.) anstatt Bestrafung der Kinderlosen.
    Aber ich rede mich natuerlich leicht. Es ist halt alles nicht so einfach.

    - Wenn ich es mir so ueberlege: an Stelle des Arbeitgebers wuerde ich jemanden wie mich in zwei Jahren (dann 28, frisch den Doktor gemacht, aber dann eben hoffentlich auch frisch verheiratet...) auch nicht einstellen, wenn ich einen gleichwertigen maennlichen Bewerber habe. Einfach weil die Frau mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit, kaum dass sie den Job hat, schwanger wird und Kindspause macht. Und wer zahlt? Ich, als Arbeitgeber. Ich bekomme das gerade im Kleinunternehmen meines Vaters mit: die Dame hat zwar gut gearbeitet, aber das, was er jetzt wegen der Schwangerschaft - ohne Gegenleistung - zahlen muss, hatte sie vorher nie reingearbeitet. Bei einem Mann passiert einem das halt einfach nicht. Traurig, aber wahr.
    #158VerfasserAnita24 Jan. 06, 21:31
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    Müssten nicht eigentlich die Einstellungschancen steigen, wenn man als Frau bereits 2 oder 3 Kinder hat, wenn man sich bewirbt? Dann könnte der Arbeitgeber sich denken: "Die hat ihre Familienplanung schon beendet und stört nicht mehr durch Mutterschaftsurlaub -- die Stelle ich ein!"

    Demnach wäre es ja wieder gut, möglichst früh Kinder zu bekommen. Bei all der Diskussion sollten wir aber nicht die Lebensziele vergessen: Ich kriege ja einen Job, um meine Familie zu finanzieren und nicht umgekehrt kein Kind, damit ich einen Job finde. Zumindest ist das für mich die normale Auffassung. Wenn der Job die erste Priorität bekommt macht man irgendwas in seinem Leben falsch.
    #159VerfasserJan25 Jan. 06, 01:13
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    "Kein Wunder, dass keiner mehr Kinder will, bei der Situation! Der Staat sollte unbedingt zukuenfige Muetter und Vaeter unterstuetzen."


    @Anita: Von welcher Situation redest du denn? Glaubst du wirklich, es liegt an der "mangelnden" staatlichen Unterstützung, dass immer weniger Kinder geboren werden? Glaubst du, die Unterstützung in anderen Ländern ist besser? Wenn man zum Beispiel im nächsten Jahr als berufstätige Mutter ein Kind bekommt, erhält man 65% seines Bruttogehalts weiter, ist das nichts?
    Ich glaube tatsächlich, und darüber führe ich schon seit Jahren erbitterte Diskussionen mit meinem Vater, der sich ärgert, noch kein Enkelkind von mir zu haben :-), dass es an der Gleichberechtigung liegt, Frauen können die gleichen Ziele erreichen wie Männer, Frauen können ihr Abitur machen und Bildung genießen, sich selbst verwirklichen. Ich weiß noch wie stolz mein Vater war, als ich mein Diplom in der Hand hielt, und genau an diesem Punkt empfindei ich ihn als schizophren, denn er erwartet beides von mir, gute Bildung und Enkelkind. Ich kann aber nicht beides gleichzeitig liefern, sondern muss das Kind nach "hinten" verschieben. Ich finde, Männer haben es heutzutage leichter...
    #160Verfasserjo25 Jan. 06, 07:59
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    Also, ihr macht mir tatsächlich etwas Angst... Ich finde es überhaupt nicht unnormal, mit über 30 noch Kinder zu bekommen, alle Frauen in meinem Freundeskreis haben erst mit 33/34 angefangen, und ich sehe da überhaupt keine Probleme. Eher im Gegenteil, da sie schon viel im Leben erlebt und gesehen haben, sind sie weniger ängstlich und können ihrem Kind viel mehr geben. Und sie haben nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ich bin Mitte 30 und möchte natürlich auch ein Kind, aber ich lasse mich da überhaupt nicht verrückt machen, ich denke, ich habe noch zwei Jahre Zeit :-)
    #161Verfasserzoe25 Jan. 06, 08:09
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    @zoe
    Klar hast Du Zeit. Deine Kinder werden halt immer eine alte Mutter haben und deine Enkelkinder wirst Du sowieso nicht mehr erleben. ;-)

    Btw, bekennende Kinderlose sollten soviel Einkommen haben wie die einzelnen Familienmitglieder einer durchschnittlichen Familie mit vergleichbaren Einkommen der Verdiener. Also Familieneinkommen geteilt durch die Anzahl der Familienmitglieder. Außerdem sollten finanzielle Vergünstigungen wie z.B. verbilligte Urlaubsreisen ausserhalb der Saison gestrichen werden.
    Dann würden sich diese Leute aber wundern, mit wie wenig Geld manche Familien auskommen müssen! :-o
    #162VerfasserHK25 Jan. 06, 08:38
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    @ HK: Das glaub ich gern, aber denkst du, dass nach solch aufmunternden Worten mehr Leute Lust haben oder es wagen, Kinder zu bekommen??
    #163Verfasserrd25 Jan. 06, 08:59
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    @HK: Nun, eine "alte Mutter" werde ich sicher nicht, denn ich denke, ich bin mit meinen 35 Jahren jünger als manche 25-jährige.
    Und im Übrigen, da wir schon beim Finanziellen sind: Ich drücke als unverheiratete Kinderlose mehr als genug Steuern ab, und rate mal, wer davon profitiert?? Also erspare dir diese albernen Aufrechnungen...
    #164Verfasserzoe25 Jan. 06, 09:05
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    @zoe: Bedenke bitte auch, dass eine späte Schwangerschaft nicht einfach sein muss. Alleine die Fragestellung der Pränataldiagnostik und deren mögliche Konsequenzen kann sehr zu schaffen machen. Darüber sollte man sich schon im Vorfeld Gedanken machen, ansonsten fällt es schwer sich darüber eine objektive Meinung zu bilden.
    Das ist natürlich kein Grund, davon abzuraten, man kann schwanger werden, bis es zu Menopause kommt. Die wenigsten Kinder leidern unter alten Eltern, gerade reife Eltern haben sich das Kind gewünscht und verfügen über eine entsprechende Lebenserfahrung, die auch den Kindern zu Gute kommt.
    #165VerfasserKatja25 Jan. 06, 09:21
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    Freunde von mir haben erst mit 39 (sie) ihr erstes Kind bekommen. Sie sind sehr liebende Eltern - das Kind war sehr gewünscht und nicht mehr wirklich erwartet, weil sie während der Jahre vorher ohne Erfolg waren. Ängstlich sind die Eltern gar nicht, das Kind ist ausgeglichen, ruhig und fröhlich. Die Eltern teilen sich die Betreuung und sind beide voll zufrieden.
    #166Verfasserrd25 Jan. 06, 09:44
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    @zoe:
    Wichtig ist nicht wieviel Steuern du zahlst, sondern wieviel Geld dir zum Leben bleibt. Und das wird deutlich mehr sein wie ein vergleichbares Einkommen eines Familienverdieners, dess Einkommen sich auf alle im Haushalt lebende Personen verteilt. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es sicher viel mehr Kinder! ;-)

    Ob man spät oder früh Kinder bekommen sollte, bleibt jedem überlassen. Ich bin froh, mit 45 drei erwachsene Kinder zu haben. Meine Frau und ich sind noch jung genug, uns wieder an das Leben zu zweit zu gewöhnen.

    Unsere Gesellschaft, die schließlich NUR durch Nachkommen fortbestehen wird, sollte endlich soziale Gerechtigkeit zwischen kinderlosen und kinderreichen Familien herstellen, bevor es zu spät ist!
    #167VerfasserHK25 Jan. 06, 09:44
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    Bei Vorschlägen wie Kinderlose mit Steuern usw. zu "bestrafen" bekomme ich jedesmal einen dicken Hals.
    Unverheiratet und ohne Kinder

    - arbeite ich normalerweise ein Leben lang und zahle deswegen 40 Jahre Einkommenssteuer
    - kann ich mich nicht bei einem Partner umsonst krankenversichern, sondern zahle brav 40 Jahre meine Beiträge
    - zahle ich 40 Jahre in die Rentenkasse ein
    usw.

    Ich glaube, das hebt günstigeren Urlaub in der Nebenzeit deutlich auf...

    #168VerfasserSimsala25 Jan. 06, 09:48
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    Also ich habe nicht das Gefühl, dass meine Freunde mit Kindern Not leiden. Während ich immer noch in einer Mietwohnung hause und kein Auto besitze, haben sämtliche Familien um mich herum Einfamilienhäuser und zwei Autos, außerdem fahren sie zweimal im Jahr in den Urlaub. Sooo ungerecht kann die Verteilung nicht sein, vielleicht ist das auch nur wieder eine typische negative Sichtweise... :-)
    #169Verfasserjo25 Jan. 06, 09:49
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    Ich als nichtvater .. würde mich fuer die gruende der bewusst nichtkinderbekommenden frauen interressieren.

    Welche Gründe habt ihr für euere Entscheidung?

    Es soll auch niemand bekehrt werden, oder sich ans Kreuz schlagen lassen.
    Es ist eher aus Interesse.
    #170Verfasserlala25 Jan. 06, 09:50
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    Für mich sieht es so aus als ob es so ist, dass die Frauen, die unter schwierigen Umständen (während des Studiums/der Ausbildung etc.) ein Kinder/Kinder bekommen haben und diese(s) dann mit all den finanziellen Einbußen und Einschränkungen anderer Natur, die alle schon erwähnt wurden, alleine großgezogen haben, niemals eingestehen würden, dass es in jedem Fall klüger und für alle Beteiligten vorteilhafter gewesen wäre, sie hätten tatsächlich überlegt gehandelt (fertiges Studium/fertige Ausbildung, Festanstellung, lange, erprobte Partnerschaft, Lebenserfahrung, finanzielle Reserven). Anstatt dessen kommen dann Standardkonter à la 'späte Schwangerschaft ist ein Risiko, alte Mütter taugen weniger, etc pipi'.
    Jeder soll es doch so machen, wie er meint, dass es richtig ist.
    Wer sich gerne von Vater Staat unterstützen lassen möchte und gerne das Risiko eingeht, langzeitarbeitslos zu werden, wer meint der zweite Elternteil ist nicht so relevant, der kann doch gleich mit 20 ohne Ausbildung loslegen. Wenn alles gut geht, dann hat man mit 28 bereits drei Kinder von drei Vätern, ein abgebrochenes Sozialpädagogikstudium, keine Arbeit, aber Stütze und Alimente. Immer noch besser als eine verheiratete oder in einer langjährigen festen Partnerschaft lebende schwangere Enddreißigerin, die im Berufsleben lange etabliert ist und über Reserven verfügt. So klingt das hier.
    #171VerfasserRiKo25 Jan. 06, 09:51
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    @Simsala: Du sprichst mir aus der Seele...
    #172Verfasserzoe25 Jan. 06, 09:52
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    Die individuellen Begründungen, weshalb man Kinder erst später bekommen möchte, kann ich nachvollziehen und in vielen Fälle halte ich sie sogar für verständlich. Aber eigentlich ist das Hinausschieben des ersten Kindes keine Lösung, wie soll das funktionieren ? Vor 100 Jahren kam das erste Kind mit 20 Jahren, vor fünfzig Jahren mit 25, heute sind die Eltern beim ersten Kind 30 Jahre alt und in nochmal fünfzig Jahren bekommen wir das erste Kind mit 40 oder gar 50 Jahren ??
    Außerdem ist es vollkommen bescheuert, daß sich eine Bevölkerung quasi selbst zum Aussterben verurteilt, darauf laufen die abnehmenden Geburtenraten in den westlichen Industriestaaten letztlich hinaus. Wo ist denn da die Logik ?? Wir bauen uns alle tolle Einfamilienhäuser, fahren BMW und sind immer und überall erreichbar dank Handy, nur ist am Ende keiner mehr da, der all die tollen Sachen nutzen kann ??
    #173VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 09:54
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    @jo

    So ist es in meinem Bekanntenkreis auch.
    Die Familien können sich deutlich mehr leisten als ich. Großes Haus, zwei Autos, auch mit den Kindern in den Urlaub (es darf aber schon Dem.Rep oder Thailand sein - nichts mit "Billigurlaub") usw.

    @lala

    Ich habe keine Kinder, weil dazu der potentieller Vater fehlt (mein langjähriger Partner wollte keine Kinder, bei dem jetzigen Partner ist die berufliche Situation zu unsicher).
    #174VerfasserSimsala25 Jan. 06, 09:57
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    @ Chefkoch

    Du musst aber in diese Berechnung auch einbeziehen, dass die Menschen auch immer älter werden. Während vor 100 Jahren die durchschnittliche Lebenserwartung bei 50 Jahren war, sind es heute schon rund 80 Jahre.
    #175VerfasserSimsala25 Jan. 06, 09:59
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    Wow .. kochrezepte fuer familien, da nehm ich doch lieber schnell eine prise koks .. damit ich auch morgen noch laecheln kann.

    Wann frau kinder bekommt, ist pechsache :o) .. vielleicht kennt das jemand .. manche menschen sind mit 30 schon vollkommen ueberfordert vom leben .. manche noch nicht mal mit 50 :o) koennte also sein das eine gute mom 30 oder 50 ist .. und eine schlechte genauso ..

    es kommt eben auf jede frau selbst an .. was sie kann ..


    ich faende es schoen .. wenn familie mit kind gut unterstuetz wird .. geld ist dabei eher zweitranig .. aber ganztagsbetreuung sollte zumindest moeglich sein .. und ich finde es stimmt schon .. dass familien weniger geld in der tasche haben .. wenn ich meinen kontoauszug jeden monat sehe .. koennte ich glatt nochmal nach amsterdam fahren um mir ein bisl mehr koks zu holen ;)

    #176Verfasserlala25 Jan. 06, 10:00
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    Komisch, als Single blieben mir jeden Monat fast 700 Euro übrig, die ich entweder sparen oder auf den Kopf hauen konnte. Als Ehemann und Vater einer Tochter bin ich froh, wenn ich 200 Euro im Monat für ein neues Auto zurücklegen kann. An Urlaub ist gar nicht zu denken. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wo viele jungen Familien das Geld für ein eigenes Haus herhaben; vermutlich helfen die Großeltern mit der notwendigen Anzahlung aus, etwas was ich von meinen Eltern partout ablehne.
    #177VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 10:01
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    @simsala:
    Ich finde deine Aussage nicht in Ordnung: Ich habe trotz Kind meine Berufstätigkeit nicht unterbrochen, ich zahle Krankenkassenbeiträge, Steuern und Rentenbeiträge. Ich bekomme Kindergeld und muss davon mein Kinder ernähren, kleiden und KITA-Beiträge zahlen....
    Ich mache es trotzdem gerne, ich habe es mir so ausgesucht. In 20 Jahren ist mein Sohn hoffentlich ein gesunder, junger Mann, der in der Lage ist sein eigenes Leben zu leben, Steuern und Abgaben zu entrichten und selber eine Familie zu gründen.
    #178VerfasserKatja25 Jan. 06, 10:02
    Kommentar
    kenn mich mit deiner berechnung nicht so aus .. aber bei mir bleiben 1000+ als single uebrig .. und das bringt mich dauernd zum lachen ;o)
    #179Verfasserlala25 Jan. 06, 10:02
    Kommentar
    @jo: Wir leben in einer Mietwohnung, haben einen Kleinstwagen (den haben wir schon etliche Jahre vor der Geburt unseres Sohnes gekauft) und machen einmal im Jahr Ferien an der Nordsee in der Jugendherberge - Änderungen sind nicht in Sicht.
    Ich kenne viele Familien, denen es so geht.
    Ein Eigenheim in der Stadt ist unbezahlbar, auf dem Land braucht man zwei Autos und die Mutter bleibt daheim, weil es keine Ganztagskitas gibt. Super, aber nichts für uns.... Und frage mal die Familien, die du kennst, wieviele Schulden sie haben!
    #180VerfasserKatja25 Jan. 06, 10:07
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    @lala: Es gibt viele Gründe. Irgendwie war das bei mir Einstellungssache, ich habe schon als Teenager gesagt, dass ich keine Kinder haben möchte und das hat sich bis heute nicht geändert (obwohl ich kein Kinderhasser bin!). Ich bin mit 34 auch schon ziemlich alt und befürchte, dass ein Kind behindert sein könnte. Die Verantwortung ist mir ganz einfach auch zu groß. Und mal ehrlich, wenn ich sehe, wie sich unsere Berufswelt entwickelt und die Jugendlichen am Kämpfen um einen Ausbildungsplatz sind, vergeht mir die Lust auf Kinder völlig und ich bekomme Angst. Ich bin in 3 Monaten übrigens arbeitslos und ob mein Partner einen sicheren Arbeitsplatz hat, weiss man heutzutage auch nie. Auch in seiner Firma wird alle halbe Jahre mal mit Entlassungen gedroht (die dann - Gott sei Dank - doch nicht passieren).
    #181VerfasserKinderlose25 Jan. 06, 10:09
    Kommentar
    Alle die soooo laut schreien Männer kümmern sich nicht:
    Der Mann geht 8 Std. zur Arbeit. Die Arbeit der Frau ist es dann sich um das Baby zu kümmern. 8 Std vs. 8 Std. Wenn der Mann dann abends Heim kommt will er wohl sein Kind sehen - oder? (oder umgekehrt Mann bleibt zu Hause , Frau arbeitet, wäre dann ja auch so).
    So und jetzt? Was sagt ihr denn wenn der Mann sagt, ok ich bleibe 3 Jahre zu Hause und die Mama geht gleich nach dem Mutterschutz zurück zur Arbeit? Dann sagen alle Frauen hier ok ja klar kein Problem ich freue mich? Oder hat Mama dann doch das Gefühl lieber selbst das Baby in den ersten Monaten aufzuziehen? Mal ganz ehrlich!
    #182Verfasserman&#64;papaschaftsurlaub25 Jan. 06, 10:23
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    Lasst mich zu der "Wohnungsfrage" mal anmerken, dass Familien mitunter -so komisch sich das anhören mag- gar keine andere Wahl haben als ein Haus zu kaufen, zu bauen oder wenigstens zu mieten. Schon mal als Familie mit Kindern eine Mietwohnung gesucht ? Guckt doch mal in die Kleinanzeigen... Ich selbst habe das am eigenen Leib erfahren dürfen.

    Dazu kommt, dass in Deutschland bis vor kurzem beim Hauskauf oder -bau eine recht großzügige öffentliche Förderung ("Baukindergeld") noch auf die Eigenheimzulage draufgesattelt wurde - und das finde ich auch in Ordnung angesichts der Probleme, günstige große Mietwohnungen zu bekommen.

    Andererseits waren auch "nur" Jugendherbergsurlaube (1 pro Jahr) drin, und unseren 22jährigen VW Passat hab ich erst vor 2 Jahren TÜV-bedingt abgeben müssen...



    #183VerfasserAJD25 Jan. 06, 10:26
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    @Jo:
    Hast du dir schon mal überlegt, dass ein 4 oder 5 Personenhaushalt eher ein Haus und 2 Autos benötigen würde als ein 1 oder 2 Personenhaushalt?
    Soll ich dir jetzt Beispiele von Singles nennen, die ein Haus für 2 Personen und natürlich jeder für sich ein Auto benötigen? Nee, das ist mir zu müßig. ;-)
    Meine Erfahrungen decken sich mehr mit denen von Chefkoch und Katja. Vielleicht liegt das daran, dass wir bereits Kinder haben und wissen wovon wir sprechen? ;-)

    @Kinderlose
    Ich würde nie jemanden verurteilen weil er kinderlos ist. Manche Leute können aus unterschiedlichen Gründen gar keine Kinder bekommen. Ich bin nur für soziale Gerechtigkeit.
    Aber schlechte Zeiten gab es schon immer. Denke doch nur an die beiden Weltkriege...
    #184VerfasserHK25 Jan. 06, 10:29
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    Hallo Papa in Elternzeit, ich finde es gut. Leider hat Vater in Elternzeit viele Probleme wie z.B. Ablehnung und Ausgrenzung in Krabbelgruppen. Wir haben uns bei unserem ersten Sohn die Elternzeit geteilt, ich arbeite teilzeit, er war noch Student, daher konnte mein Mann bereits solche negativen Erfahrungen sammeln. Bei unserem zweiten Kind wird mein Mann von den geplanten 12 Monaten Elternzeit 8 Monate zuhause bleiben, ich die ersten vier Monate (ich zuerst wegen Stillen und Umstellung auf Pulvermilch innerhalb der ersten Monate).
    #185VerfasserKatja25 Jan. 06, 10:32
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    Ist mir nicht ganz klar simsala, wieso du meinst du würdest abgefettet als Kinderloser durch höhere Steuern etc. Ist dir nicht klar, dass Leute mit Kindern signifikant schlechter gestellt sind als du, das bisschen mehr Steuern macht das eben NICHT wett.

    Deswegen unterstütze ich eine finanzielle Schlechterstellung von Leuten ohne Kinder. Ich sage absichtlich Schlechterstellung und nicht Besserstellung von Leuten mit Kindern. Ich habe übrigens auch keine Kinder, sehe aber wohin diese Gesellschaft gehen wird wenn immer weniger Kinder auf die Welt kommen. Wenn schon es nicht mehr selbstverständlich ist Kinder zu bekommen, dann muss man am einzigen Hebel drehen der anscheinend funktioniert - dem Geld.

    Natürlich kann man sagen, dass man a) medizinisch nicht in der Lage wäre, b) keinen Partner hätte, c) unsichere Arbeitsplatzlage , d) wasauchimmer um seine Kinderlosigkeit zu rechtfertigen entweder moralisch vor allen, vor sich selber, oder vor einem Staat der Geld für Kinderlosigkeit abknöpfen will.

    Ich kann herzzerreissende Geschichten erzählen von meinem persönlichen Unglück, das von Punkt a) bis Punkt d) gehen kann und in meiner eigenen Sicht immer ausreichend Grund ist warum ich keine Kinder habe. Das ändert am Endergebnis herzlich wenig, und an dem sollte gemessen werden denn es geht hier um eine Existenzbedrohung für unsere Gesellschaft wenn man es zu Ende denkt. Noch ist es nicht soweit, aber man sollte das auch mal ins Blickfeld nehmen und in letzter Konsequenz sehen. Hoffentlich kommen wir mit leichteren Massnahmen aus, die zu einer Bewusstseinsveränderung führen.







    #186VerfasserChris25 Jan. 06, 10:35
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    Die größte Existenzbedrohung ist die *Überbevölkerung*!
    #187VerfasserNicht-Mutterkreuzträgerin25 Jan. 06, 10:53
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    @Nicht-Mutterkreuzträgerin:
    Dann hattest du großes Glück, dass deine Eltern nicht genauso dachten...! ;-(
    #188VerfasserHK25 Jan. 06, 10:55
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    Am Geld oder den steuerlichen Vor- und Nachteilen liegt es doch meist gar nicht, daß sich Leute für oder gegen Kinder entscheiden. Ein Partner sollte nunmal schon da sein, zum Kindermachen braucht man eben doch noch zwei. Und man will ja auch nicht von jedem Dahergelaufenen ein Kind haben.
    Bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder - das würde wirklich helfen und einen Anreiz bieten. Oder vielmehr, dann würde man sich nicht mehr so viel Gedanken machen, wie man Beruf und Kinder unter einen Hut kriegen kann.
    Außerdem wird ständig mit den Fingern auf andere gezeigt, weils die immer anders machen, als man selbst. Guck mal die, die ist schon Mitte 30 und hat keine Kinder, wie asozial, die tut ja gar nichts für die Gesellschaft. Und die geht trotz 2 Kindern arbeiten, was für ne Rabenmutter! Und der macht Elternzeit, na der wirds in seinem Beruf aber auch nicht weit bringen!
    Wenn man seine Lebensweise vielleicht nicht ständig verteidigen müßte, würde die Entscheidung bestimmt auch leichter fallen.
    #189VerfasserEni25 Jan. 06, 10:59
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    @HK: 4- oder 5-Personenhaushalt? Die Regel sind ja wohl mitterweiler eher 3-Personenhaushalte... Ich weiß natürlich, ich weiß nicht, wovon wir sprechen, weil ich keine Kinder habe :-) Ich spreche aber trotzdem aus Erfahrung, weil mein gesamter Freundeskreis Kinder hat, und keiner sich finanziell beklagt, was natürlich aber auch daran liegt, dass die Frauen erst eine gute Ausbildung gemacht haben, erst mit Anfang/Mitte 30 Kinder bekommen haben, und nun auch wieder mitarbeiten können.
    #190Verfasserjo25 Jan. 06, 10:59
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    @ HK: Aber global betrachtet hat die Nicht-Mutterkreuzträgerin doch recht! Es gibt immerhin schon über 6Mrd Menschen auf der Welt und es werden immer mehr. Bloß die Bewohner der Industrienationen werden immer weniger... Ob bei der Planung des persönlichen eigenen Familienglücks oder -pechs die globale Entwicklung berücksichtigt wird, halte ich dann bei den meisten Menschen für unwahrscheinlich - ich mach's übrigens auch nicht, sonst würd ich auch nicht mehr Auto fahren, sondern viel mehr für Projekte in den armen Ländern spenden.
    #191Verfasserrd25 Jan. 06, 11:00
    Kommentar
    Mutterkreuztraegerin .. hehe .. nun beruhig dich mal .. nur weil du von irgendwelchen leuten vollgeschwaffelt wirst doch (berechtigterweise! *laaach*) dein kind endlich zu kriegen .. erwartet von uns das niemand hier ..

    du musst also niemanden beissen und dich auch nicht gegen menschen verteidigen die dich nicht mal angreifen ..

    der schwindende bevoelkerungszuwachs ist auf jeden fall ein problem ..
    und da ein kind nicht unbedingt in armut aufwachsen sollte waere es schon schoen wenn es moeglichkeiten geben wuerde ..

    eine frage .. siehe oben ..

    Welche gruende hast du .. dass du kein kind willst?
    #192Verfasserlala25 Jan. 06, 11:00
    Kommentar
    @Nicht-Mutterkreuztraegerin:
    Es hat hier ja auch keiner was davon gesagt, in Indien oder Afrika ein Kind zu bekommen. Das sind doch zwei Paar Stiefel !!




    #193VerfasserMagu25 Jan. 06, 11:01
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    Magu .. so billig sind kinder nun auch wieder nicht .. nicht mal in afrika oder indien!
    #194Verfasserlala25 Jan. 06, 11:04
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    @Kinderlose: Und woher hast du eigentlich den Unsinn, dass du mit 34 zu alt bist, und das Kind behindert sein könnte? Ich kenne bestimmt 10 Frauen, die mit 33 ihr erstes Kind bekommen haben, weitere sind gefolgt, also lass dir doch nicht solche Horrorgeschichten einreden!
    #195Verfasserzoe25 Jan. 06, 11:05
    Kommentar
    @Nicht-Mutterkreuztraegerin:

    Überbevölkerung auf der Welt ist ein Problem, aber sich hinzustellen und sagen: 'Ey Leute, wir sind so ein nettes Volk und bringen uns für euch um, hoffentlich hilft's' ist ja wohl voll der Käse.

    Dieses lineare Denken, daß das ganze Leben durchplant, ist übrigens typisch deutsch. Funktionieren tut es nur in den allerwenigsten Fällen, zuoft geht der Plan 'Schule-Ausbildung-Geld ansammeln-Kinder kriegen-weiter arbeiten' aus verschiedenen Gründen nicht auf und dann schieben die Deutschen sofort Panik. "Oh nein, etwas unvorhergesehenes ist in meinem Leben passiert. Was mach ich denn jetzt bloß...?"
    Ansonsten stimme ich Enis Vorschlägen 100% zu
    #196VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 11:08
    Kommentar
    @lala:
    davon redet doch keiner... hab ich was von billig gesagt???
    #197VerfasserMagu25 Jan. 06, 11:19
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    Wäre Mutterkreuz' Aussage nicht so traurig hätte ich jetzt beinahe gelacht. Soetwas Absurdes habe ich noch nie gehört. Hier kann ich nur zustimmen: Kollektiver Suizid zugunsten anderer ist völliger Unfug. Es gibt nun einmal keine völlige Freizügigkeit auf der Welt, somit kann man nicht für jeden Asiaten einen Europäer sterben lassen.
    #198VerfasserTilman25 Jan. 06, 11:20
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    @zoe: Na ja, ich werde bald 35 und da bekommst Du von jedem Frauenarzt vorgebetet, dass Du dann eine Risikoschwangere sein würdest usw. Ich nehme mir so etwas schon zu Herzen und als Raucherin habe ich dann natürlich ein doppelt schlechtes Gewissen.
    #199VerfasserKinderlose25 Jan. 06, 11:26
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    maggu .. war ein scherz .. *maggu streichel* :)

    mutterkreuztraegerin scheint schon mehrere jemand-.sagt-ich-soll-kinder-haben-traumas erlebt zu haben ..
    #200Verfasserlala25 Jan. 06, 11:27
    Kommentar
    liebe kinderlose .. einziges was du entscheiden musst ..
    ist ob du ein kind willst oder nicht .. der rest ist gottes sache :)

    ein freundin .. mit 27 erstes kind jetzt zweites kind .. leidet unter multipler sklerose .. sie hat gute chancen zu sterben bevor ihr kind erwachsen ist ..
    warum tut sie das dann nur ??? *sfg* .. weils schoen ist ..
    #201Verfasserlala25 Jan. 06, 11:31
    Kommentar
    papaschaftsurlauber, bei uns war es so: Beim ersten Kind hatte ich noch ein paar Monate ERziehungszeit, danach mein Mann. ER hat dann auch seinen Job gekündigt, um für die Kinder zuhause zu bleiben. Unser Lebensmodell sah vor, dass wir später mal beide halbtags arbeiten würden. Hat so nicht geklappt, er ist heute Freiberufler. Leider reicht das Geld von 2 halben Stellen definitiv nicht für eine Familie mit Kindern, und wir machen seit Jahren nur Camping-Urlaub! Etwas anderes könnten wir uns in der Hochsaison gar nicht leisten.

    Eine Bestrafung Kinderloser fände ich auch nicht gut. Aber für soziale Gerechtigkeit bin ich trotzdem. Insofern fände ich einen Ausgleich gut. Ich sehe wirklich nicht ein, weshalb Eltern einen Kindergartenbeitrag bezahlen müssen, während Nicht-Eltern sich überhaupt nicht an den Kosten der Aufzucht ihrer zukünftigen Rentenzahler beteiligen müssen! Ich meine nicht unbedingt, dass Kinderlose direkt die Eltern finanzieren sollen. Aber das Geld, das in der Staatskasse fehlt, wird seit Jahren an den Kindern gespart. Alle stöhnen über die Pisa-Studien, aber hat sich mal jemand die baufälligen Schulgebäude angeguckt? Die Stadt hat kein Geld mehr für die Renovierung, also sind es auch wieder die Eltern, die ihre Freizeit dafür opfern. Wobei ein bisschen Farbe an der Bausubstanz ja auch nichts ändert. Da müsste man doch mal ansetzen, um eine Gerechtigkeit herzustellen! Ich gönne jedem sein doppeltes Gehalt, aber das Gestöhne, dass man ja soviele Steuern bezahlt als Kinderloser, und damit die Kindergartenplätze unserer Kinder finanziert (muss ich mir regelmäßig anhören!!!) geht mir echt zuweit! Aber: wenn schon mehr Steuern für Kinderlose, dann doch bitte diese Steuern auch für Kinder ausgeben - und nicht zur Rückfinanzierung eines maroden Staatshaushaltes! Weshalb solch ein Modell eine Bestrafung für die Kinderlosen sein sollte, leuchtet mir nicht ein. Es geht ja nicht darum, jemanden für eine evtl. ungewollte Kinderlosigkeit zu bestrafen, sondern einfach um einen gerechten Ausgleich, egal, weshalb jemand keine Kinder hat.

    Und wie jemand weiter oben schon geschrieben hat, als Eltern, die teilweise Pausen in den Berufszeiten hatten, wird man am Ende auch noch bestraft, indem man weniger Rente kriegt. Während die Kinderlosen die ganze Zeit Karriere machen und gut verdienen konnten, um dann diese gute Rente für ihre Selbstverwirklichung auszugeben. Irgend etwas stimmt bei diesem System nicht.
    #202VerfasserWanda.de25 Jan. 06, 11:34
    Kommentar
    @Nicht-Mutterkreuzträgerin:
    > Die größte Existenzbedrohung ist die *Überbevölkerung*!

    Das mag im weltweiten Maßstab zutreffen, obwohl es absehbar erscheint, dass das Wachstum der Weltbevölkerung ebenfalls allmählich zum Stillstand kommt.

    Aber im lokalen Maßstab (Deutschland, Europa) ist das himmelschreiender Unsinn. Die Reproduktionsrate der Bevölkerung in Deutschland beträgt seit Mitte der 80er Jahre ca. 0,65 (65 Prozent), wobei 1,0 (100 Prozent) eine stable Reproduktion der Bevölkerung bedeuten würde. Es fehlen, um das einmal so auszudrücken, in jeder Generation ein Drittel Geburten!

    Das Problem ist, dass wir (als Menschheit) seit Menschengedenken Bevölkerungswachstum praktiziert und erlebt haben und wissen, wie das funktioniert und was dabei alles schief gehen kann. Wir wissen aber nicht genau, wie "Schrumpftum funktioniert". Das Tückische ist, dass die Effekte sich sehr allmählich einstellen, weil das Fehlen von ein paar Kindern zunächst gar nicht bemerkt wird. Das ist m.E. der Grund dafür, dass eine politische und wissenschaftliche Diskussion über die neu zu entwickelnden Paradigmen nicht stattgefunden hat.

    Um nur ein paar Dinge anzudeuten, die mit dem "Schrumpftum" verbunden sind:
    -- Die Produktionsausfälle durch mangelnde Arbeitskräfte können zwar durch Verlagerung ins Ausland und die immer weitergehende Automatisierung einigermaßen ausgeglichen werden, was aber ist mit den Dienstleitungen? Ich kann mir schon ein Europa vorstellen, in dem 50 Prozent des Bruttosozialprodukts in Altenpflegeleistungen bestehen wird.
    -- Es wird zu einem dramatischen Preisverfall bei Grund und Boden und bei Immobilien kommen. Wer sich jetzt eine kapitalgedeckte Altersversorgung aufbaut, kann erwarten, dass diese irgendwann nicht mehr viel wert ist, weil die wertdefinierende Knappheit fehlt.
    -- Die Verstädterung, die in Deutschland glücklicherweise noch nicht so weit fortgeschritten ist, wie in anderen Ländern, wird ebenfalls dramatisch zunehmen.
    -- Die kulturellen Folgen in einer Gesellschaft von "alten Egoisten" wage ich mir gar nicht auszumalen. Es gibt ja heute schon ganze Ortschaften, in denen nur noch Leute über 40 wohnen.

    Wenn der Stand der Bevölkerung gehalten werden soll und nach und nach wieder eine intakte Bevölkerungspyramide entstehen soll, muss jede Familie, die nicht durch Unfruchtbarkeit daran gehindert ist, im Durchschnitt drei Kinder großziehen (die genaue Zahl weiß ich nicht). Zwei Kinder pro Paar reicht jedenfalls nicht.

    Der einzige Ausweg ist, dass man aktive und kinderreiche Familien aus der ganzen Welt einlädt, nach Deutschland einzuwandern. Ich kann mir schon vorstellen, dass man irgendwann nur noch Leute anwandern lässt, die unter 35 sind und bei Einwanderung schon vier Kinder *mitbringen*.

    Oder man beauftragt ein kompetentes Forschungsinstitut (think tank) damit, Vorgehensweisen zu entwickeln, wie das "Schrumpftum" organisiert werden soll, und leitet eine breite politische Diskussion ein. Aber ich bin skeptisch. Das funktioniert ja nicht einmal, wenn man so ein lächerliches Problem wie die Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen will. Auch die klügsten Köpfe fallen immer wieder auf die alten Denkgewohnheiten herein ("paradigm paralysis" nenne ich das).
    #203VerfasserAndreasS25 Jan. 06, 11:36
    Kommentar
    @kinderlose: Die Wahrscheinlichkeit ein Kind mit einem Chromosomenfehler zu bekommen steigt mit dem Alter an, da hast du Recht. Mit Hilfe der Pränataldiagnostik kann man einen Teil dieser Chromosomenfehler vorher feststellen (Trisomien z.B.). Es gibt aber noch viele andere Behinderungen, die weitaus wahrscheinlich sind und in jedem Alter auftreten können (z.B. Hirnfehlbildungen, Frühgeburten, Sauerstoffmangel während der Geburt, Unfall). Man kann immer ein behindertes Kind bekommen. Die Pränataldiagnostik gaukelt einem vor, dass man ein gesundes Kind bekommt. Leider verstehen es nur wenige Gynäkologen, wenn man diese Art der Diagnstik ablehnt.
    PS: Gebe das Rauchen auf, es schadet dir und vor allem deinen Mitmenschen.
    #204VerfasserKatja 25 Jan. 06, 11:37
    Kommentar
    Katja ..lol :) wegen dem rauchen aufgeben :)

    AndreasS: es gibt auch schon architekten die sich mit schrumpfung befassen .. in meinem wunderschoenen bereich ostdeutschland schrumpfte eine stadt von ueber 300 000 einwohnern auf knappe 200 000 zusammen .. die allerdings genauso verstreut leben.. lebten wie zu frueheren zeiten .. die ganze infrastruktur kostet unsummen .. ein gezielter rueckbau wird gerade in angriff genommen .. da sonst die stadt zusammenbricht :o)

    aber ich nicht so schlimm .. ich wollt eh schon immer meine 2 wohnung muenchen haben *gg*
    #205Verfasserlala25 Jan. 06, 11:42
    Kommentar
    @lala: Habe keinen Partner, sonst hätte ich mir evtl. vor ein paar Jahren mal drüber Gedanken gemacht. Eigentlich bin ich unentschieden. Natürlich macht es für die deutsche Bevölkerung oder die Weltbevölkerung keinen großen Unterschied, ob ich nun 0 oder 5 Kinder habe, das war eher ironisch gemeint. Es stinkt mir nur, wenn hier von "Abstrafen" der Kinderlosen die Rede ist und man sich dafür noch rechtfertigen soll. Als ob die sich lieber alle ein paar Ferraris kaufen... niemand soll doch dem anderen seine Sichtweise aufzwingen, ich tu's doch (hoffentlich) auch nicht, will dann aber auch kein Geheule von Eltern hören, als ob ich ihnen was schuldig wäre. Außerdem sind viele Kinderlose verantwortungsbewußter als welche, die (auf deutsch gesagt) zu doof oder faul zum Verhüten sind. Aber das ist schon ein anderes Thema.
    So long
    #206VerfasserNicht-Mutterkreuzträgerin25 Jan. 06, 11:43
    Kommentar
    Mutterkreuzträgerin: du scheinst mir irgendwie gaaanz sauer zu sein .. :)
    ich denke was die meisten meinen .. ist eher .. dass vorallem familien unterstuetzt werden sollten .. und nicht den kinderlosen sklavenarbeiten aufgebrummt werden muessen ..

    ich versteh defintiv die familien .. die sich ueber kinderlose beschweren .. weil kinderlose der meinung sind sie haetten viiiel geld .. was bei den meisten nicht stimmt .. und zumindest bei den familien .. die wirklich unter der finanzellen belastung leiden sollte man helfen duerfen ..

    (erinnerung an bloedsinnsspiegelreportgae zur stuererhoehung .. ein mann beschwert sich dass er jetzt 1200 euro mehr steuern im jahr zahlt .. bei 6000 euro netto .. solche vollidioten mein ich ja gar nicht;)

    ich wuensch dir auf jeden fall noch auf der suche nach deinem restlebensbegleiter .. und wer weiss :o)

    #207Verfasserlala25 Jan. 06, 11:51
    Kommentar
    @Nicht-Mutter...

    Okay, du bist halt verantwortungsbewusst. Zumindest redest du dir das ein. Irgendwann wenn du im Altersheim hockst und dich keiner besucht und du den Mindetspflegesatz bekommst, siehst du dein verwantwortungsbewusstes und geplantes Leben vielleicht etwas anders, vielleicht hättest du dann früher doch etwas verantwortungloser sein sollen. Zu spät.

    #208VerfasserChris25 Jan. 06, 11:52
    Kommentar
    @Katja: Dein Beitrag bestätigt mich nur weiter darin, gar nicht erst über's Kinderkriegen nachzudenken! So viele Risiken. Ein ängstlicher und verantwortungsvoller Mensch wie ich lässt sich von so etwas natürlich leicht beeinflussen. Und was heißt denn da "pränatale Diagnostik"? Da wäre ja dann schon das nächste Problem bzw. Thema: wenn ich mit einem behinderten Kind nicht umgehen könnte, dürfte ich das dann überhaupt abtreiben???? Und schon hätten wir den nächsten Schlammassel.... So sehe ich das.
    #209VerfasserKinderlose25 Jan. 06, 11:52
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    @Chris: Was sollen diese 'Drohungen' nun schon wieder? Schon schlimm, daß ich mir unter einem Vater für mein Kind mehr vorstelle als einen Samenspender... ich habe mir mein Leben auch mal anders vorgestellt!

    @lala: Danke ;-)
    #210VerfasserNicht-M.25 Jan. 06, 11:58
    Kommentar
    @Wanda: Ist dir eigentlich klar, dass ich (Steuerklasse 1) das Kindergeld mitfinanziere??? Und von welcher Rente sprichst du eigentlich? Wenn ich 67 bin, werde ich aller Wahrscheinlichkeit nur noch ein Almosen bekommen...
    #211Verfassersh25 Jan. 06, 12:00
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    Kinderlose: Na, das ist aber dann auch komisch - aus Angst vor einer möglichen Behinderung kein Kind kriegen! Du bist doch noch keine 45, oder? Dann dürfte man sich auch aus Angst vor einem Unfall kein Auto kaufen! Sieh es doch mal andersrum: Was, wenn du ein wunderschönes, gesundes Kind kriegen würdest, das nur deswegen nicht auf die Welt kommt, weil du Angst vor einer Behinderung hattest?

    P.S.: Ich bin mir selbst ziemlich sicher, dass ich mit einem behinderten Kind nicht umgehen könnte und vertraue darauf, dass ich in so einem Fall abtreiben dürfte.

    Und bitte bitte, damit will ich jetzt keine neue Diskussion über das Leben mit behinderten Kindern und die Legitimation von Abtreibungen lostreten - es ist lediglich meine Meinung, und es ist auch nur eine Vermutung, da man natürlich nie weiß, wie man in einem solchen Fall tatsächlich reagiert.
    #212VerfasserRosie25 Jan. 06, 12:01
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    chris .. wenn du unsere mutterkreuz.. nicht dauernd verbal in die brust beissen wuerdest waere sie vielleicht auch geneigt dich ernst zu nehmen ..

    was mich manchmal traurig macht .. das spezielle frauen keine kinder wollen ..
    von denen ich genau weiss .. dass ein kind sehr viel von ihnen bekommen koennte ;(
    #213Verfasserschade oder ..?25 Jan. 06, 12:02
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    Drohung? Zukünftige Realität, die man jetzt nicht sehen möchte.
    #214VerfasserChris25 Jan. 06, 12:09
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    @Kinderlose: Die meisten Kinder, die geboren werden, sind nicht behindert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass du ein gesundes Kind bekommen würdest. Außerdem sind behinderte Kinder genauso liebenswert wie gesunde. Vor allem Kinder mit Down-Syndrom (Trisomie 21) können oft als Erwachsene ein fast eigenständiges Leben führen.
    #215VerfasserKatja25 Jan. 06, 12:09
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    Vielleicht bin ich ja mit meiner Einstellung etwas altmodisch, aber wer wirklich den Wunsch nach eigenen Kindern hat, der wiegt doch nicht permanent alle "Pros" und "Contras" für/gegen Kinder ab (vorausgesetzt die anderen "Faktoren", wie Partner etc. passen ;-)).
    Ich möchte gerne einmal Kinder haben, und würde auch meine Arbeit dafür unterbrechen (bin männlich), na und? Urlaub auf dem Campingplatz mit Kindern? Viel lieber als nur zu zweit in der Karibik!

    Klar kann viel passieren (Arbeitslosigkeit, etc.). Ich könnte auch morgen gegen einen Baum fahren und dann ist alles vorbei! Was soll also das Gezaudere?
    Wer keine Kinder möchte, klar, das muß jeder für sich wissen. Aber diese Aussagen wie "hab keine Kinder weil zu teuer, weil dies, weil jenes" verstehe ich nicht. Wenn man sich einen Wunsch erfüllen möchte, dann geht man dafür (meiner Meinung nach) auch ein Risiko ein! Würde man im Beruf doch auch machen, oder?

    #216Verfassergrippie25 Jan. 06, 12:09
    Kommentar
    @ lala "ein freundin .. mit 27 erstes kind jetzt zweites kind .. leidet unter multipler sklerose .. sie hat gute chancen zu sterben bevor ihr kind erwachsen ist .. "

    Darf ich fragen warum deine Freundin daran sterben sollte? Ich habe selber MS (und bin schwanger) und auch wenn man bei MS nie weiß wie es weiter geht und wie sich die Krankheit entwickelt so ist sie doch eher selten tödlich. Wenn man natürlich schon vorher weiß das der eigene Krankheitsverlauf so extrem ist...na ich zumindest hätte mir das mit dem Schwangerwerden dann doch noch mal überlegt.


    #217VerfasserSands25 Jan. 06, 12:16
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    ich habe diesen Faden nun mit großem Interesse verfolgt. Hätte man mich mit Anfang 20 nach meinem Kinderwunsch gefragt, so hätte ich entschieden mit nein geantwortet (ohne jedoch irgendjemand die erhöhte Steurklasse I vorzuwerfen, btw das finde ich echt arm). Ich war mir auch immer sicher, dass ich ohne den 'richtigen Partner' (sofern man das 'richtig' überhaupt für den Rest seines Lebens wissen kann - ein bisschen Hoffen ist doch immer dabei) kein Kind haben wollte, weil ich selbst in einer klassischen Familie mit funktionierender Ehe der Eltern groß geworden bin. Ich war mir auch immer sicher, dass ich arbeiten will (ob Vollzeit oder halbe Stelle egal). Eine klassische Karriere in Form von Führungsposition (die meiner Meinung nach eine Menge Ellenbogen verlangt), passt nicht zu mir, weil ich dazu wohl immer zu sozial eingestellt bin und manch notwendige, harte Maßnahme sicher nicht über Herz brachte. Also eben einfach berufstätig sein (wie dies wohl die meisten hier im Faden). Außerdem wollte ich noch so viele Dinge tun, so viel von der Welt sehen und kam mit Kindern eigentlich auch nie so gut zurecht.
    #218Verfasserpuck25 Jan. 06, 12:27
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    Nun bin ich ein paar Jahre älter, habe meine Ausbildung abgeschlossen, haben den Partner (hoffentlich fürs Leben) gefunden, arbeite und mache mir Gedanken über die weitere Zukunft. In der Zwischenzeit bin ich mir sicher, dass ich Kinder haben möchte (eigentlich stellt sich eher die Frage nach der Anzahl) und mit diesen sicher auch gut umgehen kann. Irgendwie hat die Natur das wohl ganz gut eingerichtet mit dem Pflegeinstinkt der Eltern, denke ich. Man sollte darauf einfach vertrauen, schließlich haben diese Instinkte die Menschheit bisher vor dem Aussterben 'bewahrt'. Auch die Panik vor einem behinderten Kind finde ich übertrieben. Auch ich bin (oft zu) ängstlich und ein vorsichtiger Mensch. Aber wenn ich nun anfange, mir deswegen jedes nur ansatzweise mögliche Horrorszenario auszumalen, kann ich mich ersten gleich beim Psychiater anmelden und werden zweitens niemals ein erfülltes Leben führen. Also sage ich mir: auch davor keine Panik. Ob es leicht wird, nach dem Kinder kriegen wieder in den Beruf einzusteigen, weiß ich nicht. Ob ich aber ohne Kinderwunsch in 10 Jahren noch meinen Arbeitsplatz hätte, weiß ich genauso wenig. Ich werde dies also auch auf mich zukommen lassen müssen, und versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen.
    #219Verfasserpuck25 Jan. 06, 12:27
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    Ich als kinderlose (und früher auch absolut überzeugte Kinderlose) möchte hier aber auch mal eine Lanze für die Familien schlagen. Ich glaube nicht, dass die Standardfamilie finanziell besser gestellt ist, als ich Alleinstehende. Und so flexibel wie ich sind sie allemal nicht! Außerdem würde ich als Rentner gerne wenigstens einen Bruchteil meines für die heutigen Rentner in die Rentenkasse eingezahlten Geldes auch wiederbekommen. Einfach um meinen Gerechtigkeitssinn zu befriedigen. Das geht jedoch nur mit Hilfe der Kinder aus den heutigen Familien.
    Auch zu denken gegeben hat mir die Frage nach dem, was nach mir sein wird. Das einzige, was ich der Nachwelt hinterlassen kann, sind Menschen, die mein Andenken wahren und die meine Wertvorstellungen übernehmen können. Diese Vorstellung finde ich sehr schön.
    #220Verfasserpuck25 Jan. 06, 12:28
    Kommentar
    sands .. es war auch eher so gemeint .. das ihr egal ist was spaeter .. viel spaetermit ihr passieren wird .. sie wollte kinder haben .. hat dazu den richtigen partner .. klar ist ja auch mein freund ;o)

    ich muss dann immer laecheln wenn es um gefahren und schwere gruende gibt die abzuwaegen sind .. wichtig ist vorallem in sich selbst zu horchen ob frau mann will .. oder eben nicht ..
    #221Verfasserlala25 Jan. 06, 12:56
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    sollte nicht jeder wissen was er aus seinem eigenen Leben machen möchte?! Ob nun Kinder oder nicht.... die Entscheidung liegt doch bei jedem Einzelnen. Kinder - nein - weil zu teuer, Kinder - ja - weil sie die Zukunft sind. etc. etc. ALLES Gute Argumente! Finde ich! Ich persönlich will keine Kinder, da ich Kinder nicht mag, ich liebe meinen Beruf und kann mir auch nicht vorstellen, Zuhause zu sitzen, in Babysprache auf das Kind einzureden und hoffen dass es irgendwann mal "mama" sagt. Und was die Rente angeht: das Geld, was man in 20 Jahren für das Kind ausgibt (Schule, Kleidung, Auto, Essen, Taschengeld....) kann ich genauso gut auf ein eigenes Konto legen. Einen Partner für's Leben habe ich auch, und wir haben gerade erst 14 Tage Traumurlaub auf einer Insel verbracht... Sind erholt! Mit Kinder unvorstellbar.
    #222VerfasserSpringbokkie25 Jan. 06, 13:16
    Kommentar
    @Springbokkie:
    Ist doch gut, dass sich manche Leute nicht reproduzieren wollen.
    Ich danke dir dafür! :-)

    Schade nur, dass deine Eltern keine so Egos waren wie du...
    #223VerfasserHK25 Jan. 06, 13:23
    Kommentar
    @puck -

    "Auch zu denken gegeben hat mir die Frage nach dem, was nach mir sein wird. Das einzige, was ich der Nachwelt hinterlassen kann, sind Menschen, die mein Andenken wahren und die meine Wertvorstellungen übernehmen können. Diese Vorstellung finde ich sehr schön."

    Das hast Du sehr schön geschrieben. Ich sehe das auch so - das "ewige Leben" der Bibel kann jeder nur in seinen Nachfahren erreichen. Mir selbst traue ich ewiges Leben nicht wirklich zu...

    #224VerfasserAJD25 Jan. 06, 13:23
    Kommentar
    @HK: Bist du eigentlich frustriert, dass du die Leute mit einer anderen Meinung hier so blöd anmachen musst??
    #225VerfasserHD25 Jan. 06, 13:25
    Kommentar
    Die Gründen eines Einzelnen gegen Kinder sind ja verständlich, trotzdem schadet es langfristig der Gesellschaft. Man muß sich nur einmal überlegen, wie es aussähe, entschieden sich alle Menschen gegen Kinder....
    #226VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 13:32
    Kommentar
    @HD - Danke :-) ich hätte es nicht besser sagen können...

    @HK - warum werde ich verurteilt weil ich keine Kinder haben möchte? Was ist denn so schlimm daran das ich mein Leben mit meinem Partner (alleine) verbringen möchte? Wieso ist es so schlimm keine Kinder haben zu wollen? Darauf, liebe(r) HK, hätte ich bitte von dir eine Antwort (jedoch - wenn möglich - bitte ohne neuen Ansturm von Beleidigungen)
    #227VerfasserSpringbokkie25 Jan. 06, 13:35
    Kommentar
    Die Erde würde lächeln Chefkoch.

    Aber wirklich bemerkenswert ist die menschliche Intelligenz.
    Erst die Evolution und der damit verbundene Zuwachs an Wissen,
    ermöglicht es der menschlichens Rasse, sein eignes Aussterben auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen
    #228Verfasserlala25 Jan. 06, 13:37
    Kommentar
    @HD
    Nein ich bin nicht frustriert, warum? Frustrieren können hier nur manche blöde Äusserungen.
    #229VerfasserHK25 Jan. 06, 13:39
    Kommentar
    @Springbokkie
    Du wirst von mir weder verurteilt, noch finde ich etwas an deiner Lebensplanung schlimm. Du sollst dich lediglich angemessen an den gesellschaftlichen Aufgaben beteiligen. :-)
    #230VerfasserHK25 Jan. 06, 13:46
    Kommentar
    @HK: Dennoch beantwortest du Springbookies Frage nicht, aber es wundert mich ehrlich gesagt auch nicht.
    Und was die Gesellschaft angeht: Es sind immer wieder Gesellschaften verschwunden und neue entstanden, das ist doch kein Grund, nun panisch Kinder in die Welt zu setzen...
    #231VerfasserHD25 Jan. 06, 13:47
    Kommentar
    @sh: Ist Dir eigentlich klar, dass ich auch Steuern bezahle? Und das nicht zu knapp! Es ist eine Tatsache, dass an Kindern gespart wird. Und meine eigene Einkommenssteuer ist ein mehrfaches, als wir an Kindergeld bekommen! Dafür haben wir aber die Ehre, u.a. den Kindergartenplatz selbst - aus unserem bereits versteuerten Einkommen - zu bezahlen, nur in der Hochsaison Urlaub machen zu können, freiwillige Elternarbeit in der Schule zu leisten - während andere als Doppelverdiener die Probleme, die Eltern haben, gar nicht kennen. Wir bezahlen mit unseren Steuergelder auch die Schulausbildung unserer Kinder - um dann entweder abends die Aufgaben der Lehrer zu übernehmen, oder teuer Nachhilfe zu bezahlen. Alles, was sich Alleinstehende leisten können, muss ich - wenn ich es auch tun will - gleich x4 rechnen - und es dann meistens lassen! Auch nur Essen gehen ist als Familie unbezahlbar geworden.
    Ach ja, und die Rente: noch gibt es das System. Ich selbst habe auch jahrelang eingezahlt, habe fast immer gearbeitet. Und weiß selbst auch noch nicht, wieviel Rente ich bekomme. Im Gegenteil, mein Mann war für die Kinder zuhause - und bekommt deshalb wahrscheinlich nur einen Minimalbetrag! Natürlich gehe ich dabei vom jetzigen System aus. Keiner weiß, wie sich das entwickelt.
    #232VerfasserWanda.de25 Jan. 06, 13:47
    Kommentar
    @HK: Was war an Springbokkies Äußerung blöde? Es ist das gute Recht eines Jeden, Kinder nervig zu finden. Man muß nicht, nur weil es "PC" ist, Kinder "süß" finden. Du darfst selbstverständlich jeden, der/die wie Springbokkie denkt, bemitleiden, wenn du der Meinung bist er/sie verpasse etwas wichtiges/schönes. Du darfst auch unbequeme Fragen über die Verantwortung des Einzelnen für die Gesellschaft und ihrer Zukunft stellen. Aber du darfst nicht unter die Gürtellinie schlagen - und das hast du getan. Beim ersten Einwand habe ich aber Zweifel ob er treffen wird, weil du von der völlig falschen Vorraussetzung ausgehst, man könne ohne Kinder nicht glücklich sein. Was den zweiten Einwand angeht liegen die Dinge anders - aber ob Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft eine hinreichende Grundlage für die Elternschaft sein sollte?
    #233Verfasserkinderlos und glücklich25 Jan. 06, 13:47
    Kommentar
    @ RiKo, was soll das denn?! Hast Du Dir schon mal überlegt, dass Du während des Studiums wesentlich flexibler bist als als Berufstätige/r? Ich konnte morgens ganz locker auch mal daheim bleiben und eine Vorlesung ausfallen lassen, wenn die Kleine krank war....mein Chef hätte da heute wesentlich weniger Verständnis. Klar hatte ich das nicht von Anfang an geplant, aber letzten Endes hat es sich tatsächlich als sehr praktisch erwiesen, Kind und Studium zu vereinbaren. Wir haben im Familienwohnheim auf dem Campus gelebt, der unieigene Kindergarten war gleich nebenan und um uns herum lebten nur Familien im gleichen Alter und der gleichen Situation. Wir haben uns ausgetauscht und gegenseitig auf die Kinder aufgepasst. War echt klasse. Das böse Erwachen kam erst nach dem Studium mit der Grundschule, denn da war plötzlich Sense mit Gleichgesinnten und Betreuung. Ich hatte Glück, ich habe einen Hort gefunden (für ein Einzelkind einfach genial). Mit der Betreuung nach den Kiga hapert es hierzulande nämlich noch gewaltig.
    #234VerfasserKatrin25 Jan. 06, 13:53
    Kommentar
    @HK: anstelle mich mit Windeln, Kinderkrankheiten und "ausgeflippten" Teenagern zu beschäftigen, arbeite ich für mein Geld, liege nicht den Steuerzahlern in den Taschen weil ich Arbeitslosengeld bekomme (was ja eigentlich auch ein ganz anderes Thema ist). Das sehe ich auch als "angemesse Beteiligung der Aufgaben der Gesellschaft". Du nicht? :-)
    #235VerfasserSpringbokkie25 Jan. 06, 13:58
    Kommentar
    @kinderlos und glücklich

    Ich frage mich, wen ich beleidigt haben soll?
    1. Ich habe Springbokkie zu seiner/ihrer Einsstellung beglückwünscht.
    2. Ich habe Springbokkies Eltern bedauert, nicht die gleiche Einstellung wie Springbokkie gehabt zu haben. Da Springbokkie seine/ihre Einstellung richtig findet, was ist dann an dieser Feststellung beleidigend?

    Wo geht da etwas unter die Gürtellinie?

    Ich muss jetzt noch etwas arbeiten. Meine Kinder studieren und brauchen vieeel Geld! :-)

    Wenn sie fertig studiert haben, bin ich steuerrechtlich auch wieder Kinderloser...
    #236VerfasserHK25 Jan. 06, 13:59
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    @ lala "ich muss dann immer laecheln wenn es um gefahren und schwere gruende gibt die abzuwaegen sind .. wichtig ist vorallem in sich selbst zu horchen ob frau mann will .. oder eben nicht .."

    Da stimm ich dir 100% zu, wie gesagt, ich habe selber MS, bin schon 36 und wollte eigentlich NIE Kinder aber irgendwann hat sich das dann geändert und dann interessiert es eben auch nicht mehr ob man dann weniger Geld zu Verfügung haben wird oder was in X Jahren mit der MS ist (ich kann auch morgen vom Bus überfahren werden).. wie du schon geschrieben hast, ...entweder man will oder eben nicht....


    Daher ist es eigentlich auch unsinnig jemanden davon überzeugen zuwolllen wie "wichtig" oder "störend" Kinder sind, das wird schon jeder selber für sich wissen.

    #237VerfasserSands25 Jan. 06, 14:01
    Kommentar
    @AndreasS: Du hast, glaube ich, nicht weit genug gedacht. Wir sollten unsere Forschungsmittel für eine "Baby/Menschen-Produktionsanlage" einsetzen. Dann kann der Staat die Menge Menschen produzieren, die gerade notwendig sind, und jeder darf kinderlos bleiben. Es ist schon erstaunlich wie vorausschauend manche Science-Fiction Autoren waren bzw. sind. (Aldous Huxley: Schöne neue Welt).

    Und außerdem, wenn Gleichberechtigung der Frau bei Job und Karriere, dann doch auch für den Mann: Migräne, Schuhtick, Kinderkriegen und stillen.
    Das ist nun mal der Grund warum Gleichberechtigung niemals funktionieren wird, und warum ich manchmal Frauen beneide.

    Und nein, ich habe keine Kinder, leider keine Partnerin, aber ein Einkommen mit dem mich meine Eltern groß gezogen haben, ohne sich über die Kosten Gedanken zu machen. (Danke Mama!)
    #238Verfasserkd25 Jan. 06, 14:05
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    @HK: Wenn du selbst deinen eigenen Sarkasmus nicht erkennst, dann lass mal gut sein...
    #239VerfasserHD25 Jan. 06, 14:05
    Kommentar
    @Katrin: Vielleicht hat RiKo sich eben überlegt, daß sie im Studium nicht flexibler war als als Berufstätige. Je nach Studienfach ist ein Kind nebenbei nicht drin. Je nach Uni gibt es keine Kinderbetreuung.
    Als Berufstätige hast Du einen gesetzlichen Anspruch auf Zeiten zur Betreuung kranker Kinder. - Ja, das ist aufwändig, wenn man das so durchsetzen will, aber es geht.
    Als Studentin wird Dir je nach Professor mal eben das Praktikum nicht anerkannt, weil Du zweimal gefehlt hast wegen eines kranken Kindes. Und im nächsten Semester darfst nicht nur diesen Teil nachholen, Du müßtest das Praktikum komplett neu machen.
    Das Praktikum geht bis 17 Uhr. Die einzige Möglichkeit nachmittäglicher Kinderbetreuung in der ganzen Stadt macht um 16 Uhr zu.
    - Es gibt sicher Fächer und Konstellationen, in denen ein Kind während des Studiums geht. Und es gibt Fächer und Konstellationen, in denen es schlicht und einfach nicht geht. - Es sei denn, man knebelt das Kind morgens, damit die Nachbarn es nicht schreien hören, solange man sich um die eigene Ausbildung kümmert.
    #240VerfasserEine, die das Studium mit Kind hätte abbrechen m… 25 Jan. 06, 14:09
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    HD
    Was heißt hier Sarkasmus? Es ist nun mal so, dass wir alle nicht da wären ohne unsere Eltern. Darüber muss man sich im klaren sein.

    Tschüss
    #241VerfasserHK25 Jan. 06, 14:10
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    @kd:
    Schuhtick habe ich keinen (kannste jeden, der mich kennt fragen :-))

    Migräne: darum brauchst Du mich zumindest nicht beneiden - ich trete sie gerne an Dich ab *schniefgrins* Sie ist nämlich lästig...

    Kinderkriegen: Irgendwer hat mal gesagt, wenn die Männer die Kinder kriegen würden, würde es in jeder Familie max. 1 Kind geben... :-) :-) Aber wenn Du möchstest, darfst Du das mitsamt dem Stillen übernehmen :-) :-)
    #242VerfasserCooke25 Jan. 06, 14:11
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    Sands .. wenn ich mal in deiner gegend vorbeikommen .. soll ich dich vielleicht ein stueck .. "mitnehmen"??*gg*

    .. auch als drogenfrei lebender .. bin ich der meinung .. man sollte hier oefter einen joint rauchen .. etweder lacht man dann .. oder liegt flach in der ecke ..
    das hier ist eine forum .. wo man im wesentlichen worte tippen kann ..
    und da hier fuer niemanden das leben entschieden wird .. gibts es also auch kein grund sooo nachdruecklich zu sein ;o)

    #243Verfasserlala25 Jan. 06, 14:11
    Kommentar
    Migräne und Schuhtick habe ich nicht, aber die Menstruation würde ich gerne den Männern überlassen!! >:-)
    #244VerfasserPMSically challenged25 Jan. 06, 14:14
    Kommentar
    @PMSically challenged: wie konnte ich DIE nur 'vergessen'???? :-) DIE dürfen die Herren der Schöpfung auch haben....
    #245VerfasserCooke25 Jan. 06, 14:15
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    @eine, die das Studium...: Genau das habe ich irgendwo weiter oben auch gesagt. In meinem Chemiestudium wäre es eben nicht gegangen, mal nebenbei ein Kind zu bekommen. Vorlesungen kann man als Schwangere ja noch besuchen, aber die Pflichtpraktika im Labor gehen schon nicht mehr. Wenn das Kind dann da ist, sollte man es am besten gar nicht erst anfangen zu stillen, ansonsten verliert man noch ein weiteres Semester, weil auch das sich mit den Chemikalien, mit denen man hantiert, nicht so toll verträgt. Und dann braucht man eine Kinderbetreuung ab morgens 8 (Vorlesungen) bis abends 18 Uhr (Praktikumsende), manchmal auch länger (wissenschaftliche Vorträge). Wie gesagt, ich kenne eine einzige Frau, die während des Studiums ein Kind bekam und das Studium danach nicht abgebrochen, sondern mit dem Diplom beendet hat. Vermutlich ist die Situation zumindest bei den Pharmazeutinnen, Verfahrenstechnikerinnen und Biologinnen ähnlich. Allgemein sind die naturwissenschaftlichen Studiengänge ja stärker verschult, mit vielen Pflichtvorlesungen und Pflichtpraktika, da ist man nicht wesentlich flexibler als ein Berufstätiger. Zumal es zumindest zu meiner Zeit immer noch genug Profs gab, die mit Frauen in ihrem Fach so ihre Schwierigkeiten hatten, die wären bestimmt nicht sonderlich entgegenkommend, wenn man wegen einer plötzlichen Krankheit des Kindes öfter als erlaubt gefehlt hätte o.ä. Und mit dem Kind in die Vorlesung, wie in den Geisteswissenschaften gesehen, und dort am besten auch noch stillen? Vergiss es!
    #246VerfasserDragon25 Jan. 06, 14:29
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    @Dragon: Unsere KITA hat von 6 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Es ist allerdings zu bedenken, ob für ein Kleinkind eine Betreuungszeit von 8 Uhr bis 18 Uhr sinnvoll ist. Unser Sohn (2) ist von 8 Uhr bis 16 Uhr dort, das ist lang genug.
    #247VerfasserKatja25 Jan. 06, 14:40
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    @Katja: Wenn Du bei einem Zweijährigen schon 8 bis 16 Uhr als "lang genug" bezeichnest, würdest Du bestimmt ein noch jüngeres Kind nicht von 8 bis 18 in die KITA bringen wollen, selbst wenn es denn ginge. Wie gesagt, Vorträge gingen länger (Ende selten vor 19 Uhr), und Einrichtungen, die so kleine Kinder und zu solchen Zeiten nehmen, sind nun mal auch in Universitätsstädten nicht flächendeckend und mit ausreíchenden Kapazitäten vorhanden. Andererseits kann man, wie gesagt, nicht jedes Studium halbtags erledigen, während berufstätigen Müttern und Vätern mittlerweile schon einige Möglichkeiten gegeben werden. Q.e.d.
    #248VerfasserDragon25 Jan. 06, 15:02
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    Keiner wünscht sich, während der Ausbildung oder des Studiums schwanger zu werden. Ich denke doch mal, da sind wir uns einig. Was aber, wenn es doch passiert?
    #249VerfasserGoldie25 Jan. 06, 15:08
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    Das find ich ne gute Frage! Arrangiert man bzw. frau sich dann?

    Was sagen die, die keine Kinder wollen? Falls doch schwanger: Abtreiben? Will keine Hexenjagd veranstalten - das interessiert mich halt...
    #250Verfasserrd25 Jan. 06, 15:10
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    Frauen, die ungewollt schwanger werden, können alles mögliche machen.

    Meine Frau und ich haben uns nach langen Diskussionen für das Kind entschieden, obwohl das für sie (wahrscheinlich) den Abbruch des Studiums bedeutet.
    Ursprünglich war geplant, daß sie zu Ende studiert und ich, beruflich bedingt, in eine von ihrem Studienort 45 Fahrminuten entfernte Kleinstadt ziehe. Jetzt mußte sie wohl oder übel mit in die Kleinstadt ziehen. Zwar versucht sie weiterzustudieren, aber das mehr schlecht als recht: Netterweise kann man Kinder nur in der Stadt zur Kita / Kindergarten bringen, in der man auch wohnt, sprich seine Steuern zahlt. Aber es wäre halt besser, sie könnte mit dem Kind in die Großstadt fahren und dort in die Kita geben. Stattdessen müßte sie das Kind erst hier zur Kita bringen, und dann 45 Minuten fahren, die Vorlesung besuchen und wieder 45 Min zurückfahren. Ein Großteil der Betreuungszeit ginge nur für die Fahrzeit drauf. Ist aber eh egal, weil es nämlich keinen freien Kita-Platz gibt :-(
    #251VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 15:34
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    @Chefkoch:
    erstmal: schoen, dass Ihr Euch fuer das Kind entschieden habt! (Und das sag gerade ich...)
    Meine ganz spontane Reaktion: warum bleibt Ihr nicht im Studienort Deiner Frau wohnen?? Dann muesstest halt Du die 45 Minuten jeden Morgen und abend fahren, aber das waere fuer Dich ja nicht so ein Problem wie fuer Deine Frau. - Oder??
    Ein Bekannter von mir ist jeden Tag(!) von Regensburg nach Muenchen gependelt, und zurueck, weil die Mutter mit ihren vier(!) Kindern eben in Regensburg eine Stelle hatte. Sie ist Doktor im Gesundheitsamt, er Ministerialrat. Klar, dass da keiner den Job aufgeben wollte - und: sie haben es geschafft!
    #252VerfasserAnita25 Jan. 06, 15:44
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    @lala
    Warum ich keine Kinder habe/will? Anfang 20 wollte ich keine. Dann hatte ich nie den richtigen Partner und habe mir auch keine Kindererziehung zugetraut. Ich weiß nicht, was ich mit einem trotzigen, brüllenden Kleinkind gemacht hätte, das sich nicht beruhigen läßt. Als ich dann mal mit 30 einen Partner hatte und wir uns über Kinder Gedanken gemacht haben, waren wir beide nicht sicher, welche zu wollen. Die Beziehung hat leider nicht lange gedauert. Jetzt bin ich in einem Alter, wo es mittlerweile endlich vorbei ist, daß ich noch auf Kinder angesprochen werde, zumal ich weiterhin Single bin. Der passende Vater fehlt ja auch, und jetzt könnte ich es mir noch weniger vorstellen, ein Kind zu erziehen.
    #253VerfasserJolande25 Jan. 06, 15:49
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    @rd
    Ich wurde während meiner Ausbildung schwanger. Das war der totale Horror für mich (komm mir jetzt bitte nicht damit, daß ich hätte verhüten müssen). Ich habe mich gegen ein Kind entschieden, d.h. Abbruch. Der Mann wollte nicht, meine Eltern wußten von nichts und ich habe es mir allein auch nicht zugetraut (alleinerziehend mit Kind, ohne Ausbildung? Meine Freundin, die es gemacht hat, lebte vom Wohlwollen anderer und wenig Sozialhilfe). Geplant war das nicht, würde es auch nicht empfehlen.
    #254Verfassernein, diesmal nicht25 Jan. 06, 15:53
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    @ nein, diesmal nicht: Ich werd dir garantiert nicht mit Verhütung kommen - wie gesagt bin ich einfach neugierig und hab nicht vor, das Verhalten von anderen zu verurteilen... Ich war -zum Glück- noch nie so einer Entscheidung ausgesetzt...
    #255Verfasserrd25 Jan. 06, 15:55
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    @Anita:

    Warum wir nicht im Studienort meiner Frau wohnenbleiben ? Weil die Kleinstadt, in der wir jetzt leben genau in der Mitte zwischen ihrem Studienort und meiner Arbeitsstelle liegt - die Entfernung zwischen beiden beträgt ca. 80 km, was auch die Fahrzeit wäre: 80 Min. für eine Fahrt.
    #256VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 16:00
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    Was mir in der Diskussion fehlt ist, dass die Abtreibungsquote in Deutschland bei immerhin 7,6 % liegt. Abtreibung ist in meinen Augen Mord aus Eigennutz. Ich finde Abtreibung ist eine Schande. Wenn weniger karrieregeile Deutsche abtreiben würden, wäre schon viel getan. Hier ist Aufklärungsarbeit nötig. Ein Leben in Armut ist besser als gar kein Leben.
    #257VerfasserKarla25 Jan. 06, 16:02
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    @Karla:
    Das Thema 'Abtreibung' würde den Rahmen dieses Fadens endgültig sprengen, weshalb wir bei den drei wichtigsten Teilthemen bleiben sollten:
    1. Fehlende Unterstützung der Frau durch Mann & Gesellschaft
    2. Immer ältere Eltern
    3. Immer weniger Kinder
    #258VerfasserChefkoch25 Jan. 06, 16:07
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    @karla: und ein Leben mit einer Mutter, die Dich nicht leiden kann, einem Umfeld, dass Dir ständig klarmacht, dass Du nicht erwünscht bist ist ganz besonders toll.
    #259Verfasserauch ich diesmal nicht25 Jan. 06, 16:09
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    Ich denke es liegt nicht an Punkt 1, sondern daran, dass wir Frauen immer mehr wollen und immer weniger unter einen Hut bekommen. Man kann nicht Arbeiten, Kinder haben, Hobbys nachgehen, Studieren, Tanzen, Partner ständig wechseln. Das alles zusammen ist illusorisch. Die Frauenbewegung hat uns Frauen und die Gesellschaft zerstört. Das ist Fakt. Wer es doch alles verbindet, der zolle ich Respekt.
    #260VerfasserKarla25 Jan. 06, 16:10
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    @karla: darf ich Dich fragen wie alt Du bist?
    #261VerfasserRieke25 Jan. 06, 16:16
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    @Karla: und wenn Du, wie einer Freundin von mir geschehen, aus einer Vergewaltigung schwanger würdest - würdest Du das Kind kriegen?
    #262Verfasserausnahmsweise ohne25 Jan. 06, 16:20
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    Ich habe zwar mit 25 mein Ing.-Studium beendet, aber auch erst mit 32/35 meine Kinder bekommen. Ich habe bei beiden nach einem halben Jahr wieder angefangen, stundenweise zu arbeiten. In der Zeit hat der Vater auf sie aufgepasst, z.T. haben wir auf dem Parkplatz die Kinder getauscht. Mit zwei Jahren zur Tagesmutter, mit 3 Jahren in die Kita. Ich arbeite 6/7 (dh. 30h), mein Mann voll. Die Betreuung teilen wir uns so, daß abwechselnd einer sehr früh beginnt um die Kinder rechtzeitig abzuholen, der andere macht das Morgenprogramm und darf dann länger arbeiten. Das bedarf einer guten Abstimmung und Organisation. Bei ganz engen Sachen (längere Dienstreise) hilft dann schonmal sehr, wenn ein Kind von einer anderen Mutter mit zur Musikschule genommen wird (was wir dann umgekehrt auch tun).
    Wir zahlen also auch unsere Steuern, die Rente für unsere Elterngeneration und zusätzlich die Betreuungskosten etc. - und ziehen dazu noch zwei Kinder groß, ohne die wir nicht sein wollen.
    Wüßte ich meine Kinder nicht gut betreut, mir käme öfter mal das Rabenmuttergefühl hoch. Ach noch was - meine Karriere (im Sinne wie von Chefkoch definiert) war nach dem zweiten Kind definitiv beendet. Glücklich kann man bestimmt auf verschieden Weise werden - ich bin es so.
    #263VerfasserNina25 Jan. 06, 16:30
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    "Man kann nicht Arbeiten, Kinder haben, Hobbys nachgehen, Studieren, Tanzen, Partner ständig wechseln. Das alles zusammen ist illusorisch" Warum? Männer können das doch auch?
    Wenn eine Frau für sich entscheidet, dass sie Kinder haben möchte und dafür nicht arbeiten gehen möchte, keine Ausbildung braucht und auch sonst ihre Erfüllung nur im Mutterglück findet, wie du das ja anscheinend propagierst - schön, dann soll sie so leben. Das aber als alleinseligmachendes Modell für alle Frauen anzunehmen und den Mann aussen vor zu lassen, halte ich für verkehrt.

    Abgesehen davon glaube ich nicht, daß Abtreibungen nur an "karrieregeilen Deutschen" durchgeführt werden, das sind vermutlich die wenigsten. Und ich glaube auch, die wenigsten Frauen machen sich die Entscheidung leicht, und mit dem Wissen, abgetrieben zu haben, zu leben, fällt vielen sicherlich auch schwer. Frauen deswegen pauschal zu verurteilen, finde ich unverschämt. Wäre ich nach einer Vergewaltigung geschwängert worden, so wäre es vermutlich das Letzte, was ich wollte, 9 Monate lang die Erinnerung daran mit mir herumzutragen. Wenn ich selbst gesundheitliche Probleme hätte, die eine Schwangerschaft für mich lebensgefährlich machen könnten, wäre ich wohl auch so egoistisch, diese abzubrechen. Und wenn ich wüßte, das Kind wird mit sehr schweren Missbildungen zur Welt kommen, vermutlich nicht lange leben usw., dann könnte es auch sein, daß ich mich dagegen entscheiden würde, vielleicht aber auch dann gerade nicht. Ich weiss es nicht. GsD war ich nie in dieser Situation und werde es hoffentlich auch nie sein.
    #264VerfasserDiesmal nicht25 Jan. 06, 16:38
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    Äh, Goldie, hatte ich das nicht schon erwähnt....meiner Meinung/Erfahrung nach ist das kein Beinbruch.
    Ok, als Alleinerziehende in einem naturwissenschaftlichen Studium wäre es wohl schwieriger mit Kind. Ich habe als Geisteswissenschaftlerin meine doch recht umfangreiche Auswahl an verschiedenen Seminaren in meinen drei Fächern auf den Stundenplan meines Partners, der ein "verschultes" FH-Studium machte, abgestimmt. Das heißt, einer von uns war da, das Kind war im Kindergarten oder, wenn alle Stricke rissen, bei Mitstudentenfamilien, die wie wir auf dem Campus wohnten. Für das Kind hatte das nebenbei den Vorteil, dass beide Elternteile gleich präsent waren...jetzt sind wir beide in der Werbe- bzw. PR-Branche und da wäre es auf jeden Fall schwieriger mit kleinem Kind.
    #265VerfasserKatrin25 Jan. 06, 16:49
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    Männer kommen in der Diskussion aber nicht gut weg: die Frauenbewegung hat ihnen alle Sicherheiten geraubt. Heute können sie sich nicht mehr darauf verlassen, dass die sich zuhause langweilende Frau nicht doch noch mit einem Diskotänzer davon macht. Der Mann muss trotzdem von 7:30 bis 18:00 Uhr arbeiten. Er hat die schlechteren Karten.
    #266VerfasserKarla25 Jan. 06, 17:02
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    Zum Glück gibt es ja noch ein paar, die sich für Kinder entscheiden...

    Habe diesen Faden heute erst entdeckt und den ganzen Nachmittag mit großem Interesse alles durchgelesen. Manche Argumente kann ich nachvollziehen, andere brüskieren mich. Es sei jedem selbst überlassen, wie er sich entscheidet.

    Ich selbst (w/42) weiß seit frühester Kindheit, daß ich keine Kinder haben möchte. Das hat mit der klassischen Rollenverteilung bei meinen Eltern zu tun. Mein Vater ging arbeiten, tat ansonsten, was ihm Spaß machte (Hauskauf und - umbau) und meine Mutter hatte uns Kinder "an der Backe" und mußte dafür sorgen, daß alles reibungslos lief und mein Vater nur ja mit nichts behelligt wurde. Das stand für mich jenseits jeglicher Diskussion. Mit keinem meiner früheren Partner hätte ich Kinder haben wollen, weil entweder zu unreif oder zu verantwortungslos. Kurz, die Frage hat sich nie wirklich gestellt. Seit 7 Jahren habe ich keinen festen Partner mehr. Das, was sich mir an potentiellen Partnern in diesen Jahren angeboten hat, habe ich meist schnell wieder ad acta gelegt. Keinen Bock auf verantwortungsunwillige, beziehungsunfähige Männer, die dann auch noch häufig 2-3 Kinder aus ihrer scheiternden/gescheiterten Ehe im Schlepptau haben.

    Übrigens: die Ehe meines Bruders (40, 10 Jahre verheiratet, 2 Kinder 4 + 7) droht an einer Wiederholung oben geschilderter Muster zu zerbrechen. Wie soll er es auch besser wissen, wo mein Vater ihm doch das klassische Rollenbild vorgelebt hat? Der feine Unterschied liegt darin, daß meine Schwägerin im Gegensatz zu meiner Mutter, die Konsequenzen zieht. Und warum? Weil sie eine Berufsausbildung und einen Teilzeitjob hat, wohingegen meine Mutter mangels Berufsausbildung nie alleine 2 Kinder hätte durchbringen können. Das nennt man Abhängigkeitsverhältnis. Das Risiko, alleinerziehende Mutter zu werden, ist mir wahrlich zu groß. Da lob ich mir doch meine finanzielle Unabhängigkeit.
    #267Verfasserunbemannt, kinderlos und alles andere als unglüc… 25 Jan. 06, 17:07
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    Aeh - Karla, wie bitte?!?
    Wer garantiert mir denn, dass mein Mann nicht auf der Dienstreise die Sekretaerin vernascht, waehrend ich daheim seine Socken buegle?
    Wer gibt denn uns Frauen Sicherheiten??
    Ich wuerde liebend gern von 7:30 bis 18:00 arbeiten duerfen und daheim einen Mann haben, der mir Haushalt macht und "Sicherheit" gibt. Noch lieber habe ich aber einen Mann, der auch Job und Ausbildung hat und mit sich und seinem Leben zufrieden ist. Denn die wenigsten sind mit nur Hausarbeit ihr Leben lang gluecklich.

    Glaubst Du ernsthaft, die ganzen Frauen vor 100 Jahren waren gluecklich? Nein - die hatten nur keine andere Wahl.
    #268VerfasserAnita25 Jan. 06, 17:18
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    Und noch was, ganz kurz, zum Thema Abtreibung (obwohl ich das hier nicht weiter breittreten moechte):

    Mein Cousin und seine Frau - beide Mitte dreissig - haben vor zwei Jahren ein Kind adoptiert.
    Sie haben es jahrelang mit dem Kinderkriegen probiert - es klappte einfach nicht. Sie hat sich unzaehligen Fruchtbarkeitsbehandlungen, kuenstlichen Befruchtungen etc. unterzogen; nichts zu machen. Es stellte sich heraus, dass beide zeugungsunfaehig sind und es also nichtmal mit dem leiblichen Kind wenigstens eines Elternteiles klappen koennte. Bis zu dieser Erkenntnis uebrigens ist fuer die ganzen Behandlungen schon ein kleines Vermoegen draufgegangen.
    Es blieb schliesslich also die Adoption. Allerdings: ein europaeisches ("weisses") Kind zu bekommen, geschweige denn ein deutsches, heisst viele Jahre Wartezeit und vor allem ein weiteres Vermoegen. Das war fuer die beiden nicht zu machen - ausserdem wollten sie nicht noch laenger auf ihr Kind warten. Meine Grossnichte ist jetzt also eine kleine Thailaenderin. Die beiden Eltern sind total gluecklich, und die Kleine hat wahrscheinlich das Glueck ihres Lebens gefunden (man moechte ja nicht wissen, aus welchen Verhaeltnissen sie kam, wenn sie bis nach Europa "abgeschoben" wurde).

    Nur mal so am Rande, falls Ihr nicht wisst, was Ihr mit Euren ungewollten Kindern machen sollt.
    #269VerfasserAnita25 Jan. 06, 17:29
    Kommentar
    @Dragon: Ich fürchtete fast, schon Gesagtes zu wiederholen. Und Du hast mir was voraus - ich kenne keine, die in dem Bereich das Studium mit Kind geschafft hat.
    Die Profs waren sich teilweise auch nicht zu schade, Mütter mit Kleinkind (schlafend im Buggy, hat keinen Mucks von sich gegeben!) rauszuwerfen.
    #270VerfasserEine, die ...25 Jan. 06, 18:12
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    Ich studiere noch (bin 25). Ein befreundetes Pärchen (beide Studis) sind gerade das erste Mal Eltern geworden. Studium und Kind geht also. Übrigens nervt es die beiden, dass sie von allen Seiten gefragt werden, ob das Kind ein Unfall war. War es nicht. Aber das muss man sich mal vorstellen: die müssen sich ja fast rechtfertigen, dass sie ein Kind haben. Das zeigt wo unsere Gesellschaft angelangt ist. Das eigentlich normale ist plötzlich zu einer Ausnahmeerscheinung geworden.

    Etwas boshaft möchte ich hinzufügen, dass so auf Dauer wenigstens die herzlosen Karrieremenschen aussterben. Denn aus Geldgeilheit keine Kinder zu bekommen ist wenigstens ein Selektionsmechanismus, der das "kinderlieb"-Gen auf Dauer in die gesamte Gesellschaft verteilt.

    Wer das nicht glaubt: es gibt bereits Untersuchungen, die zeigen, dass in Indien die Mütter mehr Mädchen als Jungen bekommen. Genetiker führen das darauf zurück, dass in Kinder so viele Mädchen abgetrieben werden (mehrere Millionen pro Jahr). Damit dennoch gleich viele Mädchen und Jungen geboren werden lässt die Natur sich da also ganz automatisch etwas einfallen. So wird es in wenigen Generationen hierzulande vielleicht auch sein. Allerdings sind dann vermutlich 80 % der Bevölkerung Moslems (das ist nicht unrealistisch).
    #271VerfasserAndreas25 Jan. 06, 18:22
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    Bei unserem Klassentreffen 20 nach dem Abi war die Mischung sehr interessant: einige hatten Babys, andere kleine Kinder, andere schon Teenager. Das waren die, die nicht studiert hatten. Wir hatten im Grunde alle Versionen: Kind während oder nach Studium, vor oder nach Ausbildung oder eben gar keine Kinder - ob mit oder ohne Studium!! Es war Klassentreffen, alle mit ihren Sonntagsgesichtern, die meisten erzählten, daß sie glücklich wären mit der von ihnen gewählten Lebensform. Eine war allerdings dabei, für die es jetzt zu spät ist und die den "richtigen" Zeitpunkt verpaßt hat. Sie ist der Meinung, ein Kind paßt _nie_ (in die eigene Lebensplanung/Karriere), also kann man es auch gut während des Studiums bekommen, denn später ist es beim Berufsanfang noch schwieriger.
    #272VerfasserJolande25 Jan. 06, 19:08
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    Allen Kinderlosen sei an dieser Stelle gesagt, dass Kinder wirklich viel Gled kosten, wesentlich mehr als durch Kindergeld bzw. gewisse Steuervorteile wieder hereinkommen. Das nehme ich auch gerne in Kauf, aber bei dem Gedanken, dass meine Kinder eines Tages die Rente der Kinderlosen zahlen und die sich jetzt darüber auch noch aufregen, steigt mir doch der Blutdruck.

    Jeder soll seinen Lebenstil pflegen, aber ohne unser aller Kinder gibt es für uns keine Zukunft und wer da auf die Solidargemeinschaft baut, sollte vielleicht mit denjenigen, die dafür sorgen, dasse s auch in der nächsten Generation noch eine Solidargemeinschaft gibt, etwas solidarischer umgehen!
    #273Verfasserkrazy_mom (D)25 Jan. 06, 20:31
    Kommentar
    @krazy_mom: Jedem seine persönliche Lebenslüge. Oder etwas netter ausgedrückt, jeder soll seine persönliche Interpretation haben.
    #274VerfasserChris25 Jan. 06, 23:53
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    Ich möchte an dieser Stelle mal anmerken, dass mir dieses Gejammere in einigen Kommentaren über die so unglaublich gemeinen, rücksichtslosen und egoistischen Männer dieser Welt echt nervt.
    Wer wirklich einen solchen Neandertaler zuhause hat, muß doch auch irgendwas falsch machen. In meinem Freundes - und Bekanntenkreis, sowie an meinem Arbeitsplatz ist es völlig normal für die Männer eine "Auszeit" zu nehmen, solange die Kinder klein sind. Da meckert übrigens auch keiner über die Frauen,... die freuen sich, Zeit für ihr Kind zu haben (und das sollte doch eigentlich jedem so gehen)!
    #275Verfassergrippie26 Jan. 06, 07:59
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    Allen, die sich hier mehr oder weniger vehement dafür aussprechen, ein Kind während des Studiums zu bekommen, stelle ich hiermit die Frage, wer denn die dadurch anfallenden Mehrkosten finanziert? Die Großeltern des Kindes, die Gemeinschaft gleichgesinnter Kommilitonen oder der Staat? Konkret interessieren mich auch die Vorteile für das Kind, wenn es bereits im Säuglingsalter täglich von morgens bis abends von anderen Personen als seinen eigenen Eltern betreut wird?
    Weiterhin möchte ich gerne wissen, wie es möglich sein kann, 'überraschend' oder ungeplant schwanger zu werden. Das habe ich nämlich noch nicht herausgefunden.
    #276VerfasserRiKo26 Jan. 06, 08:27
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    @RiKo: Pille vergessen, Kondom geplatzt - soll vorkommen. Oder "im Suff" ohne Verhütungsmittel, weil man nicht mehr klar genug denken konnte, vielleicht gar beim One-Night-Stand. Und egal wie der Pearl-Index ist: 100% sicher ist kein Verhütungsmittel außer Enthaltsamkeit. Bei Teenie-Schwangerschaften kommt evtl. auch noch fehlende oder falsche Verhütung infolge fehlender Aufklärung in Frage.
    Also: Eine ungeplante/ungewollte Schwangerschaft kann schon vorkommen. Nobody is perfect.
    #277VerfasserDragon26 Jan. 06, 08:40
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    @RiKo: Da hast du wohl eine typisch deutsche Meinung, dass kleine Kinder nur von den Eltern betreut werden sollten. Auch Erzieher und Tagesmütter können vollwertige Bezugspersonen schon für Säuglinge sein. Es handelt sich dabei um einige Stunden des Tages, in denen die Eltern Geld für den Lebensunterhalt verdienen und / oder ihre Ausbildung fortführen.
    Die ehemalige Familienministerin Schmidt hat einige Studien durchführen lassen, dabei wurde in einer festgestellt, dass gerade berufstätige Eltern (Eltern in Ausbildung eingeschlossen) genauso viel sinnvolle Zeit mit ihren Kinder verbringen wie Kinder von Vollzeitmüttern und -vätern. Wichtig ist die Qualität der verbrachten Zeit und nicht die Anzahl der Stunden. Ich kann dies nur bestätigen, man hat nämlich nach einem Arbeitstag richtig Lust zu spielen! Die bleibt bei Vollzeitmüttern öfter mal aus....
    #278Verfasserberufstätige Mama26 Jan. 06, 09:15
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    @Berufstätige Mama: Nein, ich habe keine 'typisch' deutsche Meinung. Wenn du dir diesen Faden durchgelesen und meine vorigen Beiträge angeschaut hast, dann wirst du erfahren haben, dass ich der Fraktion 'überlegt, finanziell abgesichert und geistig 'gereift' Kinder kriegen, aber trotzdem beruftstätig bleiben' angehöre. Allerdings besteht für mich ein Unterschied darin, ob ich ein Baby von Anfang an von früh morgens bis spät abends an verschiedene Personen abgebe, damit ich meinen Verpflichtungen nachkommen kann, oder ob ich mir einen festen Ansprechpartner (Tagesmutter etc.) suche, der für eine fixe Zeit in der Woche mein Kind ab etwa dem sechsten Lebensmonat oder ab dem ersten Lebensjahr nimmt (vormittags oder nachmittags). Ullas Studien sind für mich nicht relevant, ich vertraue auf meinen gesunden Menschenverstand.
    #279VerfasserRiKo26 Jan. 06, 09:48
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    @RiKo: Von morgens bis abends ist auch zuviel. Eine volle Berufstätigkeit beider Elternteile ist illusorisch und bringt alle an den Rand der Kräfte. Eine Unterbringung in einer guten Krippe oder bei einer kompetenten Tagesmutter kommt für uns auch frühestens mit 9 Monaten in Frage. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass ich 1. keine Vollzeitmutter sein möchte und 2. unsere ganze Familie von unserem Lebensmodell profitiert (wir arbeiten beide nicht voll, haben eine sehr gute Krippe, unser Sohn ist sehr gerne dort). Am späten Nachmittag kommen wir wieder alle zusammen und haben richtig Spaß. Wenn man den ganzen Tag zusammenhängt und nebenbei den Haushalt schmeißen muss ist das was ganz anderes. Dann ist Vollzeitmutter bzw. -vater froh, wenn der Partner heimkommt und das Kind beschäftigt.
    #280Verfasserberufstätige Mama26 Jan. 06, 10:01
    Kommentar
    @krazy-mom

    Ich habe keinen passenden Parnter für ein Kind, bin Mitte 30.
    Wenn ich mir deinen obigen Beitrag nun zu Herzen nehmen, soll ich mir folglich deiner Meinung nach noch schnell einen Kerl schnappen, schwanger werden, vorerst mal von Sozialhilfe leben (Vater ja nur ein ONS, Großeltern zu weit weg - da ist an Vollzeitjob erstmal nicht zu denken), nur um einen potenziellen (!!) Rentenzahler zu produzieren. Da ja ein potenzieller Rentenzahler ja statistisch gesehen nicht reicht, soll ich dann in ein paar Jahren nochmal schnell einen Kerl suchen, um nochmal einen Rentenzahler zu produzieren.


    Auch eine Meinung.... *kopfschüttel*
    #281VerfasserSimsala26 Jan. 06, 10:31
    Kommentar
    @Simsala: Klar! Lass uns heute abend gemeinsam um die Häuser ziehen und Väter für unsere Kinder suchen :-)
    #282VerfasserLiv26 Jan. 06, 10:36
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    Vielleicht erbarmt sich ja Christian!
    #283Verfasserauchaufsamenspendersuche :-P26 Jan. 06, 10:47
    Kommentar
    *sich kurz umschaut*
    *lächelt*
    ihr koenntet ja bei leo .. nachfragen ob ...
    #284Verfasserlala26 Jan. 06, 10:50
    Kommentar
    pssst, RiKo, Ulla Schmidt war/ist Gesundheitsministerin, die Familienministerin hieß Renate...
    ("Ullas Studien interessieren mich nicht"...)
    #285Verfassertanja126 Jan. 06, 10:52
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    Simsala, je nachdem wie verzweifelt Du bist, kann ich Dir die Adresse eines Freundes nennen, der mit 31 Jahren noch immer Jungfrau ist.
    Letzten Herbst als im Kino der Film "40 Jahre, Jungfrau, ledig sucht..." lief , mußte ich ständig an den armen Hund denken...
    #286VerfasserChefkoch26 Jan. 06, 10:53
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    chefkock .. ein wahrlich guter katholik ..
    und besucher der oertlichen videothek?
    *gg* nur so meine erfahrung ..
    #287Verfasserlala26 Jan. 06, 10:56
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    Salü an alle Mütter, Väter, die, die es werden wollen, die, die es nicht sind, die, die es nicht werden wollen, und die, die es nicht werden können!

    Ich bin jetzt 25 Jahre alt, habe mein Studium mit 24 abgeschlossen und bin jetzt freiberufliche Übersetzerin.

    Ich habe keine Kinder, aber ich will! Auch ich bin in diesem typischen Zwiespalt zwischen Karriere und Kind. Problematisch ist auch bei mir (erschreckenderweise) das Geld: Ich verdiene wirklich so wenig, dass ich gerade ganz knapp nicht ins "Minus" gerate, von Sparen, Altersvorsorge, Ferien, Amusement o.ä. keine Rede, und das bei diesem Leistungsdruck! Manchmal muss ich sogar irgendwelche Tätigkeiten annehmen, für die ich eigentlich überhaupt keine Zeit mehr habe, oder auch am Sonntag arbeiten. Ein Auto habe ich nicht mehr. Und dafür soll man studiert haben?

    Mein Freund ist einiges jünger als ich und noch mitten im Studium. Das heisst, ein bisschen Studienbeihilfe und mein Einkommen finanzieren 2 Personen.

    Eine meiner besten Kolleginnen ist schon während der Schulzeit schwanger geworden und hat ihre Tochter direkt nach der Matura bekommen. Zwei Jahre später hat sie einen Sohn geboren.

    Sie ist alleinerziehend, hat weder studiert noch eine Ausbildung gemacht, und ist einfach "nur" Mutter. Damit möchte ich auf keinen Fall das Muttersein abwerten, es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der sie sich wirklich mit allem Elan widmet.

    Mein Problem ist: SIE kann sämtliche Lebensmittel im Bioladen kaufen, verreist mit Kollegin & Kindern, bewohnt eine 100 m²-Wohnung, ich hingegen geh zu Aldi oder Coop und habe das letzte mal vor 3 Jahren eine kleine Reise gemacht (Dienstreisen sind ja eher weniger amüsant).

    Wo ist da die Gerechtigkeit? Klar sollen alleinerziehende junge Mütter bzw. Familien mit wenig oder keinem Einkommen unterstützt werden, aber was ist mit all denen, die hart arbeiten und unterm Strich noch weniger haben? Die mit ihrem popligen Einkommen diejenigen finanzieren, die nichts zu dem "Sozialtopf" beitragen? Wir beschäftigen uns in unserer Freizeit nicht mit angenehmen Kinderspielchen oder gehen mal in den Zoo, nein, wir beide müssen mit aller Kraft arbeiten/lernen, planen, kalkulieren und LEISTEN. Wenn ich nicht arbeite, gibts nichts zu essen. Punkt.

    Tagesstätten sind eine teure Angelegenheit, Plätze bekommt man in ländlichen Gegenden schwer, und meine Eltern sind mit unter 50 Jahren natürlich noch beide berufstätig. Ich müsste also mit einem Kind zu hause bleiben bzw. mein Freund sein Studium unterbrechen, und dazu sind wir weder bereit noch in der Lage.

    Fazit: Keine Kinder? Es wäre zu schade, für uns beide. Aber es ist immer noch besser, keine Kinder zu haben, als nicht für sie sorgen zu können. Ein Kind leidet unter dem Stress, den die finanziellen Sorgen den Eltern bereiten!
    #288VerfasserCHuckie26 Jan. 06, 11:11
    Kommentar
    Vielen Dank, dass ihr so fürsorglich seid.

    Ich versprech, ich werd mein bestes geben, einen Samenspender zu finden *rofl*
    #289VerfasserSimsala26 Jan. 06, 11:11
    Kommentar
    naechstes leo treffen in muenchen ..!
    #290Verfasser*kicher* lala26 Jan. 06, 11:15
    Kommentar
    @ Nina - was ist ein Quotenmann? Ich habe von Quotenfrauen gehört, begegnet bin ich noch keiner, aber Q-mann?
    #291Verfasserkrazy_mom (D)26 Jan. 06, 11:19
    Kommentar
    @Chuckie

    Und woher hat sie soviel Geld (deine Freundin)?
    #292Verfassergrippie26 Jan. 06, 11:29
    Kommentar
    die beiden väter ihrer beiden kinder zahelen unterhalt :o)
    #293Verfasserlala26 Jan. 06, 11:32
    Kommentar
    freundin bekam von einem latino ein heiratsantrag ..
    bis sie ihm erklaerte dass er auch unterhalt zahlen muesste ..
    wenn sie sich mal trennen sollten ..
    erst verstand er nicht ..
    und nachdem er verstand ..
    sind es die besten ..
    freunde *gg*
    #294Verfasserlal26 Jan. 06, 11:33
    Kommentar
    CHuckie: Das würde mich jetz aber auch mal interessieren, woher deine Freundin das Geld nimmt.
    #295VerfasserRosie26 Jan. 06, 11:34
    Kommentar
    @grippie: Ich habe in meinem Bekanntenkreis auch einige alleinerziehende Mütter, unverheiratete Paare mit Kind(ern) und Eheleute mit Kind(ern). Diejenigen, bei denen ich mir denken würde, dass das Geld passt, müssen seltsamerweise am meisten sparen, und diejenigen, bei denen ich mich frage, wie sie ihr Leben überhaupt finanzieren (ohne Mann, Job, aber mit zwei Kindern im angesprochenen Fall), da steht ein Neufahrzeug in der zur 4-Zimmer-Wohnung mit Garten gehörigen Garage, da ist Markenkleidung für alle drin, da ist regelmäßig lecker Essen gehen/Kino/Urlaub/etc. locker drin. Ich habe einmal gefragt, wie das geht, die Antwort war: Alimente von zwei Männern für die Kinder, Kindergeld, und man müsse halt einfach nur wissen, wo man seine Kreuzchen auf den diversen Formularen der verschiedenen Ämter setzen muss. Die in diesem konkreten Fall Verfügbare Kaufkraft (nach Miete, Versicherungen, Vorsorge etc.) einer nicht-berufstätigen, alleinerziehenden Mutter zweier Kinder, die nur ein abgebrochenes Sozialpädagogikstudium vorweisen kann (abgebrochen wegen Schwangerschaft): 1600 Euro.
    Noch Fragen?
    #296VerfasserRiKo26 Jan. 06, 11:38
    Kommentar
    @CHuckie: Ich bin selber aus armem Haus. Ich denke, dass das überbewertet wird. Auch in armem Haus kann man glücklich sein.

    Ich weiß ja nicht, was Dein Freund studiert, aber vielleicht hat er nach seinem Studium ja einen Job, mit dem er 2 Kinder finanzieren kann? Immerhin gibt der Staat ja ein wenig dazu. Das Kindergeld könnte zumindest bis zum Berufseinstieges die Babynahrung finanzieren.

    Wenn Du eh so einen stressigen Beruf hast, wäre es da nicht logischer, früher oder später auf Halbtags umzusatteln und Dich um die Kinder zu kümmern während Dein Mann arbeitet? Als Frau hat man ja das Glück, dass man von beidem etwas haben kann. Der Mann muss ja immer arbeiten, zumindest meistens.
    #297VerfasserIrene26 Jan. 06, 11:42
    Kommentar
    @RiKo

    Das ist zwar Mist, aber (sorry) "Sozialschmarotzer" gibts in allen Klassen, jung, alt, mit Kindern und ohne Kinder.
    Da muß man sich über alle aufregen und es sind definitiv die Ausnahmen.
    #298Verfassergrippie26 Jan. 06, 11:46
    Kommentar
    irene .. wenn du arm ausgewachsen bist .. hast du aber auch einfach eine andere lebenseinstellung ,.. du kannst viel leichter auf dinge verzichten .. die du frueher auch nicht hattest und selbst heute nicht zu schaetzen weisst .. weil sie dir vielleicht wirklich egal sind ..

    wenn du aber weniger arm und gut gesichert aufgewachsen bist .. kann dich sowas in schwere verzweiflung stuerzen .. :O)
    #299Verfasserlala26 Jan. 06, 11:46
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    "Wenn Du eh so einen stressigen Beruf hast, wäre es da nicht logischer, früher oder später auf Halbtags umzusatteln und Dich um die Kinder zu kümmern während Dein Mann arbeitet? Als Frau hat man ja das Glück, dass man von beidem etwas haben kann. Der Mann muss ja immer arbeiten, zumindest meistens" - Und solange es immer noch so viele Frauen gibt, die so denken, wird sich daran auch nichts ändern.
    Andererseits, CHuckie, Du bist erst 25! Vermutlich bist Du dann immer noch keine 30, wenn Dein Freund fertig studiert hat, dann kann man ja immer noch sehen, wie Eure finanzielle Situation dann ausschaut.
    #300VerfasserD26 Jan. 06, 11:48
    Kommentar
    @grippie: Abgesehen von den "Kreuzchen an den richtigen Stellen" von denen RiKo sprach, hat das nichts mit Sozialschmarotzertum zu tun, sondern einfach nur damit, dass Frauen nach einer Scheidung den Mann ausnehmen können wie eine Weihnachtsgans. Wer als Mann heute noch trotz gehobenem Einkommen und vorhandenem Vermögen ohne Ehevertrag heiratet, ist aber auch echt selbst schuld ...
    (Wohlgemerkt: Ich rede NICHT von der Unterstützung der gemeinsamen Kinder, die finde ich - in vernünftigem Maße - völlig in Ordnung)
    #301Verfasserverheiratet, 1 Kind26 Jan. 06, 12:00
    Kommentar
    Mmmh, Scheidung und Ehegattenunterhalt sind ein Thema für sich.

    Was Chuckies alleinerziehende Mutter von zwei Kindern betrifft: Wenn diese tatsächlich von zwei Vätern zwei Kinder hat, sich aber bei keinem der Väter zu einer Heirat oder einer längeren Partnerschaft entscheiden konnte, dann ist das keine Frau oder Mutter, sondern schlicht eine Schlampe.
    Tschuldigung, aber wenn eine Frau quasi absichtlich ein Kind mit einem Mann bekommt, von dem sie eigentlich nur Unterhaltszahlungen erhofft, dann ist diese in meinen Augen nicht besser als all die Männer, die Unterhaltszahlungen für ihre Ex und vor allem für ihre Kinder verweigern.
    #302VerfasserChefkoch26 Jan. 06, 12:05
    Kommentar
    >>sondern einfach nur damit, dass Frauen nach einer Scheidung den Mann ausnehmen können wie eine Weihnachtsgans.<<

    Das geht aber auch andersrum. Denn wenn die Frau mehr verdient als der Mann ist auch sie ihm gegenüber zu Unterhalt verpflichtet!!
    #303Verfasserneko26 Jan. 06, 12:06
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    @verheiratet, 1 Kind


    Mir ging es genau um die "Kreuzchen". Alles andere läßt sich im Vorfeld ja nun einigermaßen regeln.
    Und mal davon abgesehen: diese Diskussion ist doch echt ziemlich lächerlich,... mittlerweile sind Mütter ja jetzt (zumindest teilweise) in dieser Diskussion zu Abzockern mutiert. Da fehlen mir langsam die Worten,...
    #304Verfassergrippie26 Jan. 06, 12:08
    Kommentar
    @neko: Das ist völlig richtig, aber auf wieviele Scheidungsfälle trifft das tatsächlich zu? Ein guter Freund von mir ist Anwalt für Familienrecht und der hatte neulich den dritten(!) Fall seiner Karriere, bei dem das tatsächlich so war. Und nein, er arbeitet nicht erst seit letztem Sommer in dem Beruf ;)
    #305Verfasserverheiratet, 1 Kind26 Jan. 06, 12:09
    Kommentar
    @ verheiratet, 1 Kind
    ich sagte nicht das das öfter vorkommt, dass es dies nicht tut ist mir klar, habe auch lange Zeit beim Anwalt gearbeitet, aber es geht und daher finde ich diese Aussagen wie "Frauen zocken die Männer bei der Scheidung ab" nicht ok!

    Ich denke dass es immer noch viel zu ist, dass der Mann für die Frau zahlt, da die Frauen in der Ehe (spätestens wenn ein Kind dazukommt) meistens ihren job aufgeben und dadurch kein eigenes Einkommen haben oder nur ein geringes durch z.B. einen Halbtagsjob. Aber wenn z.B. der Mann den "Mutterschutz" macht könnte die Situation andersherum sein oder wenn z.B. ein Partner arbeitslos wird nach der Scheidung. Der Möglichkeiten gibt es heutzutage viele.
    #306Verfasserneko26 Jan. 06, 12:15
    Kommentar
    Just a comment from an "Ausländer"
    I find it sad (for me and my future, not sad as a whole) that many Germans do not want to get married because the man (generally, sometimes the woman) has so much to lose in the event of a divorce. I am American and marriage is the goal of most in the US. Here there are so many couples with children who are unmarried and I think, why don't they just get married? But at the same time I can understand the men who are petrified of marriage.
    In the USA the government does not give you money for having children, nor do they pay for childcare. Daycare centers start at $100 per WEEK for childcare. The only advantage for individuals with children is once a year at tax time. But there is no issue concerning too many childless individuals. The US is, as a whole, child-friendly. But I suppose the US has to be, if they do not provide adequate sex education. Don't get me started on that one!
    Just an interesting comparison between countries, and by no means a statement as to which country has it better.

    BTW, reproduction is an extremely personal decision and people who verbally attack others over their personal choices need to remember that.
    For the person who stated that those "greedy" people who don't have children are doing the world a favor since their "greedy" genes will die out, please get a grip. Greed is a learned trait and not an inherited one. Sounds just like the old eugenics movement in the US in the early 1900's where some people advocated sterilization of criminals so as not to produce more criminals.
    #307Verfassermiamibremen26 Jan. 06, 12:38
    Kommentar
    @krazy_mom:
    ein Quotenmann ist ein ganz seltenes Exemplar, daß Kinder nicht nur will sondern sich um diese und den Haushalt mit dem gleichen Zeitaufwand kümmert wie die Frau. Der bis zum 2. Lebensjahr seiner Töchter jeweils seinen Jahresurlaub damit verplempert hat, einen Tag ganz zu Hause zu sein, damit ich arbeiten konnte. Ich glaube daß solche Männer eine geringe Quote darstellen, sonst würde es manche Frau leichter haben. Ich kenne genug Kollegen, die nach der Geburt der Kinder erstmal richtig beruflich durchgestartet sind, trotz gegenteiliger Bekundungen zuvor.
    #308VerfasserNina26 Jan. 06, 13:21
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    @neko, ich dachte du hättest beim anwalt gearbeitet...
    die realität ist, dass frauen bei der scheidung haltlos raffgierig werden, und das zu 90 %, vor allem wenn sie sich beruflich unterlegen fühlen.
    beispiel: habe 4 kids, habe immer unterhalt für alle 4 bezahlt.
    2 sind letzthin zu mir "übergelaufen". ich zahle immer noch für zwei.. und die beiden überläufer müssen nun gerichtlich gegen ihre mutter vorgehen.
    und das ist der normalfall. väter dürfen zahlen, mütter auf keinen fall???
    ich kenne nur solch geartetetn fälle. klar gibts auch die Väter, die nicht zahlen, aber gegen die gibts eine sehr harte wenn auch neue rechtssprechung.

    #309Verfasseranders26 Jan. 06, 13:23
    Kommentar
    Erst mal noch mal: Studium mit Kind geht in vielen Fällen und es gibt ne Menge Frauen, bei denen das gut geht, fragt doch mal an der Uni. Und von wegen Mehrkosten....wie ist das denn mit den hochqualifizierten Frauen, die sich vom Staat eine Ausbildung und/oder ein Studium finanzieren lassen und später, weil sie ja "ihre Kinder nicht bekommen, um sie von Fremden betreuen zu lassen" (kein Scheiß, hab ich neulich so zu hören bekommen) nichts, aber auch gar nichts über Steuern/Abgaben an die Allgemeinheit zurückgeben wollen. Besagte aprobierte Apothekerin (also durchaus teilzeitfähig) nannte dann auch noch eine kinderlose, arbeitstätige Freundin von mir "Sozialschmarotzer"....ohne Worte, aber man sieht: einseitig kann man das Ganze nie sehen.
    #310VerfasserKatrin26 Jan. 06, 13:27
    Kommentar
    @ anders: Ich kenne es auch anders *g*
    nämlich dass die Mutter zahlen musste weil der Mann arbeitslos war und sie ne Stelle hatte oder anderer Fall, weil sie einfach mehr verdiente als er!
    Das diese Konstellation rel. stelten ist, sagte ich bereits aber es gibt sie und dass Frauen bei der scheidung raffgierig werden ist eine Verallgemeinerung die man diskutieren könnte aber nicht muss! "...einige Frauen" wäre in diesem Fall korrekt gewesen!
    #311Verfasserneko26 Jan. 06, 13:32
    Kommentar
    @anders: das mag zwar der Normalfall sein, aber ich kenne auch einige Fälle in denen die Frau für den Mann Unterhalt zahlen muss...
    #312VerfasserCooke26 Jan. 06, 13:36
    Kommentar
    Zum Thema Scheidung und Unterhalt: ich kenne ausschließlich Fälle, in denen die Zahlungspflicht nicht davon abhängt, welches Geschlecht/welchen Beruf das Elternteil hat, sondern wer das Sorgerecht hat bzw. bei wem das Kind lebt. Als sich mein Onkel und meine Tante scheiden ließen, lebte mein Cousin zunächst bei seiner Mutter, und mein Onkel musste dementsprechend Unterhalt an sie zahlen. Mit 14 ist er dann zum Vater "übergelaufen", und seitdem zahlt meine Tante meinem Onkel Unterhalt!

    Das Argument, nur Männer müssen zahlen ist daher m.E. Quatsch.

    Wenn das unterhaltspflichtige Elternteil arbeitslos oder verschuldet ist, sieht es natürlich wieder ganz anders aus, auch diesen Fall kenne ich aus meinem Umfeld.

    Ich finde, wie bei allen Punkten in dieser Diskussion bringt es auch hier nichts, so brutal zu verallgemeinern. Es gibt Paare, da quetscht die Frau den Mann aus, Paare, wo der Mann den Unterhalt bekommt, Paare, da versucht der Mann mit allen Mitteln, um die Zahlung herumzukommen oder den Betrag zu drücken, Paare, da versucht ein Elternteil es mit Betrug oder mit Erpressung oder beidem, und es gibt Paare, die regeln das alles ganz vernünftig, usw usw usw.
    #313VerfasserRosie26 Jan. 06, 13:50
    Kommentar
    @Rosie: Seltsam ... ICH kenne aus meinem Bekanntenkreis nur Fälle, in denen die Frau die Kinder zugesprochen bekam - klar, der Mann mit dem höheren Einkommen musste ja die Familie versorgen und hatte deswegen angeblich eine schwächere emotionale Bindung zu seinen Kindern - der Mann aber zahlen durfte und dafür dann alle 14 Tage mal seine Kinder zu sehen bekam. Und das, obwohl in zweien dieser Fälle die Frau die Trennung wollte.
    Ergebnis: Der Mann hat von seinem ehemals guten Einkommen nur noch den gesetzlichen Selbstbehalt, wird dafür bestraft, dass er seinen Kindern früher einiges ermöglicht hat (die Höhe des Unterhalts richtet sich nämlich u.A. nach dem Lebensstandard zu zeiten der Ehe, den es aufrecht zu erhalten gilt), ist seine Frau UND seine geliebten Kinder los - na vielen Dank auch!
    #314Verfasserverheiratet, 1 Kind 26 Jan. 06, 14:14
    Kommentar
    Meine Lieben,

    ihr bringt da was durcheinander. Es gibt einerseits den Ehegattenunterhalt und andererseits die Alimente (Kindesunterhalt). Die beiden Dinge haben miteinander nichts zu tun.

    Der Ehegattenunterhalt ist eine monatliche Zahlung, die man an seine/n Ex zahlen muss oder eben nicht. Bei einer einvernehmlichen Scheidung besteht normalerweise kein Anspruch auf Unterhalt, bei einer schuldigen normalerweise schon. Der Ehegattenunterhalt ist ein Einkommen des Ex-Ehepartners.

    Die Alimente betreffen die Kinder (auch uneheliche). Zahlen muss die Alimente der Elternteil, bei dem das Kind _nicht_ wohnt. Die Alimente sind ein Einkommen des Kindes. Wohnt das Kind bei Dritten, müssen beide Elternteile Alimente zahlen.

    Das ist zumindest die Rechtslage in Österreich.
    #315VerfasserChris_791 (AT)26 Jan. 06, 14:16
    Kommentar
    @Chris_791 (AT): Das ist doch genau meine Rede - im Normalfall hängt die Unterhaltszahlungspflicht davon ab, wo das Kind lebt!

    Ich habe übrigens nur vom Unterhalt für Kinder gesprochen. Ich selbst kenne keine geschiedene Ehe, bei der der Mann zur Zahlung von Unterhalt für seine Frau verpflichtet ist.
    #316VerfasserRosie26 Jan. 06, 14:20
    Kommentar
    @Rosie: ich hoffe, das bleibt so. Meine Frau hat mich vor wenigen Tagen auf Scheidung einschließlich Ehegattenunterhalt geklagt. Ich halte dich auf dem laufenden.
    #317VerfasserChris_791 (AT)26 Jan. 06, 14:24
    Kommentar
    @ verheiratet, 1 Kind
    der Kindesunterhalt richtet sich nicht nach dem Lebensstandart der Kinder vor der Scheidung sondern immer nach dem Gehalt! Es gibt dazu eine Liste in der die Werte abgelesen werden können.
    #318Verfasserneko26 Jan. 06, 14:26
    Kommentar
    Das mit dem Unterhalt für den Ehegatten habe ich ehrlich gesagt noch nie begriffen. Wird ein Ehepartner, bzw. Ex-Ehepartner auch dann bezahlt, wenn keine Kinder da sind?
    #319Verfasserjo26 Jan. 06, 14:28
    Kommentar
    @Rosie: Ich schon. Sie hat einen Top-Job und verdient um einiges mehr als er und sie muß ihn nun unterstützen.
    #320VerfasserCooke26 Jan. 06, 14:29
    Kommentar
    Den sogenannten Ehegattenunterhalt gibt es auch fuer nichtverheiratete Ex-Partner.
    In dem Moment, wo zB die Frau wegen des gemeinsamen Kindes nicht arbeiten kann (idR die ersten 3 Jahre), zahlt der nichtverheiratete Vater des gemneinsamen Kindes nicht nur Kindesunterhalt, sondern sorgt eben auch fuer die Mutter des gemneinsamen Kindes. Schliesslich ist er ja dafuer mitverantwortlich, dass die Frau nicht am Erwerbsleben teilnehmen kann.
    Das ist zumindest deutsche Rechtssprechung anno 1999
    #321VerfasserRex26 Jan. 06, 14:34
    Kommentar
    @ jo! Im Normalfall ja, aber da gibt es noch Abwandlungen.
    Früher war der Ehegattenunterhalt aus dem Grund eingeführt worden, weil die Frau mit der Heirat ihren Job verlassen hat und nur noch Hausfrau (und später Mutter war). Um die Frau dann für die "vergeudete Zeit" während der Ehe zu entschädigen, musste vom Ehemann Ehegattenunterhalt gezahlt werden. Sozusagen als nachträglichen Lohn fürs Kochen, Backen und Saubermachen.

    Da sich aber mittlerweile alles geändert hat muss auch die Frau an den Mann bezahlen wenn Sie ein zu hohes Einkommen hat!
    #322Verfasserneko26 Jan. 06, 14:34
    Kommentar
    @jo: ja. Der Ehegattenunterhalt hat mit der Anzahl oder der Existenz von Kindern überhaupt nichts zu tun.

    Während _aufrechter_ Ehe hat der Ehepartner, der weniger verdient, Anspruch auf Unterhalt nach folgender Formel: 0,4*(Summe beider Nettoeinkommen)-niedrigeres Nettoeinkommen. (kommt bei dieser Bereechung eine negative Zahl raus, ist das gleichbedeutend mit "Null".

    Wird die Ehe schuldig geschieden, hat der unschuldig geschiedene Teil Anspruch darauf, dass es finanziell soweiterläuft, als wäre er nicht geschieden worden. Das heißt, der schuldig geschiedene Teil muss den nach obiger Formel berechneten Betrag weiterblechen!

    Bei einer einvernehmlichen Scheidung oder bei einer streitigen Scheidung mit gleichteiliger Schuld besteht normalerweise kein Anspruch auf Eheagttenunterhalt.
    #323VerfasserChris_791 (AT)26 Jan. 06, 14:35
    Kommentar
    @chris_791(at)
    Das Schuld-Prinzip gibt es im deutschen Scheidungsrecht schon lange nicht mehr.
    #324VerfasserRex26 Jan. 06, 14:38
    Kommentar
    Mal eine ganz dumme Frage: was ist denn eine schuldig geschiedene Ehe? Ist das, wenn ein Ehepartner den anderen misshandelt oder betrogen hat und deswegen ein handfester Grund für die Scheidung vorliegt?
    #325VerfasserRosie26 Jan. 06, 14:40
    Kommentar
    @Rex: Mann, habt ihr's gut

    @Rosie: hier sind die Scheidungsgründe, gefunden auf http://www.steinhausen.at/Eherecht/Inhalt.htm:

    Welche Scheidungsgründe gibt es?

    Eine schwere Eheverfehlung kann nach der Rechtssprechung jedes Verhalten sein, dass sich gegen das Wesen der Ehe und die damit verbundenen Pflichten richtet und so gravierend ist, dass dem anderen Ehepartner die Fortsetzung der Ehe unerträglich gemacht wird.

    Schwere Eheverfehlungen sind beispielsweise:

    Ehebruch
    körperliche Misshandlung
    schwere Kränkungen und Psychoterror
    unbegründeter Auszug aus der gemeinsamen Wohnung (böswilliges Verlassen)
    Verletzung der Unterhaltspflicht
    grundlose Eifersucht
    Zanksucht, Hysterie
    Vernachlässigung der Haushaltsführung
    Verletzung der Pflicht zur gemeinsamen Haushaltsführung, wenn beide Ehegatten berufstätig sind
    andauerndes liebloses und feindseliges Verhalten oder beharrliches Schweigen
    grundlose Verweigerung des Geschlechtsverkehrs
    übermäßige geschlechtliche Anforderungen an den Ehepartner
    Verletzungen des Einvernehmlichkeitsgebots, wie heimliche Abhebungen vom Konto, heimliche größere Investitionen, Verschweigen des Einkommens oder der Ersparnisse, heimlicher Schwangerschaftsabbruch ...
    Verletzungen der Pflicht zur anständigen Begegnung, wie Alkoholismus, liebloses und feindseliges Verhalten gegenüber dem Partner, Ausgrenzung des Partners von den Freizeitaktivitäten ...
    Anzeige des Ehepartners beim Finanzamt
    Aussperren aus der Wohnung oder dem gemeinsamen Schlafzimmer
    .........................
    #326VerfasserChris_791 (AT)26 Jan. 06, 14:42
    Kommentar
    @ Rosie das gabs vor zig Jahren mal:
    Schuldig geschieden heißt z.B. ein Ehepartner ist fremdgegangen.

    Dieses Scheidungsprinzip gibt es in Deutschland aber schon lange nicht mehr. Mittlerweile ist der Scheidungsgrund egal, hauptsache die Trennungszeit wurde eingehalten so dass davon ausgegangen werden kann, dass das Eheverhältnis zerrüttet ist! Wer daran Schuld ist oder nicht ist dem Scheidungsrichter egal.

    Bzgl. Unterhalt dazu gibt es, wie schonmal gesagt, eine Tabelle in der abgelesen werden kann, wieviel Unterhalt bei welchem Einkommen gezahlt werden muss.
    #327Verfasserneko26 Jan. 06, 14:45
    Kommentar
    Hier ist die reguläre Trennungszeit in der die Ehe für endgültig zerrüttet angesehen werden kann 1 Jahr. Dazu gibt es noch sog. Härtefallscheidungen bei der die Trennungszeit nicht eingehalten werden muss.
    #328Verfasserneko26 Jan. 06, 14:46
    Kommentar
    Das Schuldprinzip gibt es in Deutschland schon lange nicht mehr, das ist richtig. Ansonsten erhält der Ehegatte, der weniger verdient, vom Mehrverdienenden pro Monat die Hälfte der Nettodifferenz zwischen den beiden Einkommen und zwar so lange (also unbefristet), bis er oder sie wieder eine Ehe eingeht oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt. Und das hat nichts mit dem Unterhalt für eventuelle Kinder zu tun.
    #329VerfasserKatrin26 Jan. 06, 14:48
    Kommentar
    P.S. Natürlich nur bei Ehen ohne Ehevertrag.
    #330VerfasserKatrin26 Jan. 06, 14:49
    Kommentar
    @Rex, neko: Aha, deswegen war mir das nicht bekannt, weil es das in D gar nicht mehr gibt! Bin nämlich selbst Scheidungskind und habe viele Geschiedene in der Familie, hätte mich schon gewundert, wenn mir das einfach so entgangen wäre.

    @Chris: hi hi, da sind ja teilweise richtig mittelalterliche Gründe dabei, findest Du nicht?

    Zanksucht, Hysterie?
    Vernachlässigung der Haushaltsführung?!
    #331VerfasserRosie26 Jan. 06, 14:52
    Kommentar
    @neko: Nein, das stimmt leider nicht. Die Düsseldorfer Tabelle hat nur den Charakter einer Empfehlung. In der Regel orientieren sich die Gerichte daran, insofern hast du Recht, aber in einem mir bekannten Fall musste der Vater dem einen Kind ein teures Hobby weiterfinanzieren, weil es das Kind ja von vorher so gewohnt war und es durch die Scheidung der Eltern nicht schlechter gestellt werden darf. Die Summe um die es dabei ging, ging weit über den Tabellenwert hinaus. Neulich ging ein ähnlicher Fall durch die Presse, in dem es eine Mutter geschafft hat, den Vater auf Zahlung der Internatskosten zu verklagen, weil ältere Geschwister auch schon auf dem Internat waren und es dem Kind daher nicht zuzumuten gewesen wäre, als einziges Kind auf eine öffentliche Schule zu gehen.
    #332Verfasserverheiratet, 1 Kind 26 Jan. 06, 14:53
    Kommentar
    @Rosie: ich habe diese Gründe nicht erfunden. Andererseits sind sie auch eine Chance für mich: "Zanksucht" (u. a.) ist genau das, was ich meiner Frau vorwerfe. Sie kann problemlos jedes Lebewesen in den Wahnsinn nörgeln.
    #333VerfasserChris_791 (AT)26 Jan. 06, 14:54
    Kommentar
    Dieser Faden ist schon viel zu lang! Ich habe deshalb einen neuen eröffnet, diesmal im "richtigen Forum" (Quasselzimmer):

    https://dict.leo.org/cgi-bin/dict/forum.cgi?a...
    #334VerfasserRosie26 Jan. 06, 15:02
    Kommentar
    eine berufstätige dame in einem meiner Weiterbildungskurse hat mir Ihre Situation folgendermaßen geschildert:
    Beide waren berufstätig, dann hat sie der Kinder wegen ausgesetzt. Irgendwann kam es zur Scheidung und der Mann begann einen kleinkrieg, weil er zwar für die kinder, nicht aber für sie zahlen wollte und meinte, sie könne doch wieder arbeiten gehen. Die Kinder waren im Grundschulalter. Da bot sie an, ihm gegen eine Besuchsregelung das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu überlassen, sich wieder eine Arbeit zu suchen und die Kinder alle 14 Tage am Wochenende und zeitweilig in den Ferien zu sich zu nehmen. Ruckzuck zahlte er freiwillig ;o))) Und im Bekanntenkreis eine zog eine Mutter mit ihren vier Kindern aus der gemeinsamen Wohnung aus. Er machte einen Riesenkrawall, sie bekäme keinen Pfennig und er würde ihr die Kinder wegnehmen und so weiter..... als Sie anbot, er müßte die Kinder gar nicht wegnehmen, sie könnten gerne weiterhin bei ihm wohnen und sie käme am WE zu Besuch und würde unter der Woche für ihr eigenes Einkommen sorgen, verflüchtigten sich alle Schwierigkeiten recht schnell.
    #335Verfassersaba29 Jan. 06, 12:37
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