parac, Du hast nicht unrecht mit der Bemerkung #12, aber: soweit ich sehe, ist bei 'eintanzen' und 'einspringen' (wenn dort nicht das Ausfüllen einer plötzlich entstandenden Lücke gemeint ist) der Gebrauch immer reflexiv, im Sinne von 'eine Tätigkeit aufnehmen, um sich vorzubereiten, um in Schwung zu kommen', vgl. auch 'sich einspielen', 'sich einlesen'. Das aber wäre bei einem hypothetischen 'sie tanzen dich ein' nicht gegeben.
Thierry, Du hast völlig Recht mit Deinem Hinweis auf Schleppe, vgl.
2) gewundenes, geschlungenes, geflochtenes, gewickeltes: kauuâti fuaჳჳes suueif .. kaliziun, indumenta pedum, pedules et caligas GRAFF 6, 901 (benedictinerregel 55), vgl. umbisuueift, perizomata, femoralia 902, altn. sveipr, faltung, umwicklung, ags. swæpelse, amictus.
besonders von dem besatz, der den rand eines kleidungsstückes umschlingt, dann überhaupt eines kleides; in späterer zeit entwickelt sich schärfer der begriff des g e s c h l e p p t e n saumes, der schleppe unter deutlicher einwirkung der von schweif angenommenen bedeutung cauda: ir sult daჳ rehte wiჳჳen,
daჳ der mantel sînen sweif
vil eben umbe ir lîp begreif.
KONR. V. WÜRZBURG Part. 8723;
unden umme her zu howene sweiffe (an den ärmeln). zeitschr. f. d. alterth. 8, 319; die gebreme (die vorstösze) die borten, die fransen, die schweiffen, die faseln. COMENIUS sprachenth. übersetzt von DOCEMIUS (1657) 518; instita, das gebrehm, der schweiff oder beleg an einem kleid, was oben druff steht, auff den zeug genehet ist. CORVINUS fons latinit. (1660) 636b; schweif, fimbria, instita, am kleide SCHOTTEL 1412; syrma der schweif oder schwantz an einem weibes kleid, die schleppe, die man hinten nach sich zeucht. CORVINUS a. a. o. 687a; schweif, etiam est syrma, et peniculamentum STIELER 1963; ein langer schweif an kleidern, einem den schweif nachtragen. KRAMER deutsch-ital. dict. (1702) 2, 707a; der schweiff am kleide, vestis fimbria, syrma STEINBACH 2, 539; schweif, an einem langen kleid, die schleppe, syrma FRISCH 2, 245a, ebenso bei ADELUNG und CAMPE: den schweyf der langen röck. apophth. 4, 227 (1683); (ein frauenoberkleid hat) einen kurtzen angesetzten geschobenen und in falten gelegten zuweilen auch gantz glatten leib, desto längern aber und weiten, schief und unten spitzig zu lauffenden schurtz oder schweif. A. SCHULTZ alltagsleben 45; von einem solchen angehängten mantel ist der schweif heraufgenommen und unter den gürtel gesteckt. WINCKELMANN werke (1812) 5, 32; es rauschte durch's vorgemach der schweif eines seidenen gewandes. MUSÄUS volksm. 4, 60 Hempel; als kleiner abbé hielt er den hut unterm arm, das brevier in der linken hand, mit der rechten trug er den schweif seines mantels. GÖTHE 3, 145. in der modernen sprache wird in gewöhnlicher rede schweif in diesem sinne nicht mehr gebraucht. vgl. schwanz 2, a sp. 2258.
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/wo...Trotz der abschließenden Bemerkung der Grimms paßte die Bedeutung 'lange Mantelschleppe' also sehr gut, allerdings war das offene, lange Haar ja das Zeichen des freien Mannes (s. z. B. Dürer, Selbstbildnis), insofern darf man wohl beides in Betracht ziehen.