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    Mit oder ohne "es"

    Kommentar
    Wer meint, dass [es] die simpelste Lösung sein könnte, radikal mit alten Mustern zu brechen, irrt.

    Immer wieder kommen mir beim Korrekturlesen Sätze wie der obige ohne das eingeklammerte "es" unter. Jedesmal habe ich das Bedürfnis dann ein "es" wie oben einzufügen. Warum ich dieses Bedürfnis habe, ist mir aber völlig unklar. Meiner Meinung nach geht der Satz nicht ohne. Aber warum nicht, Grammatik, Stilistik? Keine Ahnung. Oder geht es doch ohne?
    VerfasserSarah25 Jul. 06, 12:00
    Kommentar
    Meiner Meinung nach geht beides, aber mit "es" ist es etwas flüssiger zu lesen/verstehen und von daher wird es auch häufiger so verwendet.
    Ich versuche mal eine Erklärung (ohne den Sprachwissenschaftlern vorgreifen zu wollen):
    Mit es: "es" ist Subjekt mit der Erweiterung "die s. Lösung".
    Ohne es: Subjekt ist der folgende Nebensatz "radikal [...] brechen".
    HTH
    #1Verfasserchristiane <zz>25 Jul. 06, 12:15
    Kommentar
    Meinem Sprachgefühl nach muss hier das "es" stehen. Es wird nur umgangssprachlich gern weggelassen.
    #2VerfasserIngrid25 Jul. 06, 12:20
    Kommentar
    Für mich hört es sich ohne "es" nicht so umgangssprachlich an - "more sophisticated".
    Aber beide Versionen klingen für mich einwandfrei.
    #3VerfasserIngrid (AT) 25 Jul. 06, 12:24
    Kommentar
    Es geht auch ohne "es". Aber wenn schon ein "es", dann auch ein "der" (vor irrt) einfügen.

    Ich weiß, dass die Puristen unter den Leoniden mich jetzt schlagen werden... aber ohne das "es" würde ich den erweiterten Infinitiv vermutlich nicht mit einem Komma abtrennen.
    #4VerfasserBarhocker25 Jul. 06, 12:24
    Kommentar
    Wer meint, es könnte die simpelste Lösung sein...
    #5VerfasserSimplicissimus25 Jul. 06, 12:25
    Kommentar
    Wer meint, die simpelste Lösung könnte sein, radikal mit alten Mustern zu brechen, der irrt.
    Oder - um einen oder mehr Nebensätze los zu werden:

    Wer die simpelste Lösung darin vermutet, mit alten Mustern zu brechen, der irrt.

    Wer es für die simpelste Lösung hält/erachtet, mit alten Mustern zu brechen, der irrt.

    Wer die simpelste Lösung im Brechen alter Muster vermutet, der irrt.
    #6VerfasserSue25 Jul. 06, 12:35
    Kommentar
    Wer meint, die simpelste Lösung sei der radikale Bruch mit alten Mustern, der irrt.

    Wer die Meinung vertritt, es könnte die simpelste Lösung sein, dass man radikal mit alten Mustern bricht, der irrt insofern, als ein solches Satzungetüm herauskommt.
    #7Verfassergerm25 Jul. 06, 12:40
    Kommentar
    Sei? Wäre hier nicht "wäre" richtiger?
    #8VerfasserSelima25 Jul. 06, 12:43
    Kommentar
    Mit oder ohne, beides ist standardsprachlich richtig!

    Ellipse, die: [...] 2. (Sprachw., Rhet.) a) Ersparung von Redeteilen (z.B. (ich) danke schön!); b) Satz, in dem Redeteile erspart werden, Auslassungssatz
    Duden, das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden.

    Hab ich in der Schule gelernt. Sonst noch wer? *leicht verwundert bin*
    #9Verfassertigger25 Jul. 06, 12:48
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    @Selima:
    Auch in der Schule gelernt, diesmal sogar in der Grundschule:
    Der Konjunktiv I wird (hier) verwendet, um indirekte Rede darzustellen. Sind die Formen von Konjunktiv I und Indikativ gleich, kann zur Verdeutlichung des Konjunktivs der Konjunktiv II verwendet werden.
    #10Verfassertigger, die sich ungemein obergescheit vorkommt :)25 Jul. 06, 12:50
    Kommentar
    Im Prinzip ja. So hab ich das auch gelernt. Aber der Konj. II drückt ja eine nicht existente Sache aus. Und der Meinende irrt ja. Das verwirrt mich jetzt etwas.

    Und zur eigentlichen Frage: Wenn das, was ich in der Schule gelernt habe, stimmt, sind in der Tat beide korrekt. Was mich am Satz enorm stört, ist das "können".
    #11VerfasserSelima25 Jul. 06, 12:57
    Kommentar
    Selima

    mein Deutschlehrer auf dem Gymnasium ist da ziemlich drauf rumgeritten (35 J her und trotzdem noch drin).

    Für die indirekte Rede (was ja hier der Fall ist) wird der Konjunktiv Präsens verwendet. Den Konjunktiv Imperfekt hat man zwar auch damals in der Umgangssprache häufig dafür verwendet, uns jedoch wurde er als Fehler angestrichen.
    #12Verfassergerm25 Jul. 06, 12:59
    Kommentar
    *überdenk*
    Ach ja, Selima, der ursprüngliche Satz mit dem "sein könnte" drückt eigentlich Unsicherheit beim Meinenden aus. Und wer unsicher ist, kann doch nicht irren... oder?
    Dann bin ich auch für germs ganz einfachen Satz mit "sei".
    #13Verfassertigger25 Jul. 06, 13:01
     
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