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    Land und Leute

    Austauschjahr in den USA - Nachteil in anderen Fächern im Abitur?

    Betrifft

    Austauschjahr in den USA - Nachteil in anderen Fächern im Abitur?

    Kommentar
    Hallo,
    ich gehe gerade in die neunte Klasse Gymnasium und habe vor in der Klasse 11 einen Austausch zu machen,am liebsten in den USA. Mein Problem: Ich habe von meiner Englischlehrerin ein Informationsblatt über das Austauschprogramm der YFU bekommen. EIn Austausch dort würde ein Jahr lang dauern. Meine Englischkenntnisse werden dann bestimmt sehr gut sein, aber wie sieht es mit anderen Fächern aus? Ich muss schießlich noch Kurse wählen etc.. Ein Jahr ist recht lang, ein Jahr auf eine andere Schule zu gehen, wobei der Stoff nicht abgestimmt ist. Habt ihr damit Erfahrung? Habe ich dann Nachteile im Abitur?
    Liebe Grüße,
    Sandra
    VerfasserSandra03 Mai 07, 12:27
    Kommentar
    Soweit ich weiß, muss man das Schuljahr, welches man durch den Austausch versäumt, wiederholen. So läuft man dann nicht Gefahr, den Anschluss zu verlieren.
    #1VerfasserSeute Deern03 Mai 07, 12:38
    Kommentar
    Hallo, Sandra,

    als ich noch zur Schule ging (bald 20 Jahre her), hatten wir 13 Schuljahre, und der Stoff der Stufe 11 war nicht direkt Abi-relevant. Die Mitschüler, die in der 11 ein Austauschjahr gemacht hatten, mussten natürlich ggf. etwas aufholen, aber wenn sie irgendeine Lektüre nicht gelesen hatten, war das unproblematisch, da diese nicht in der Abi-Prüfung abgefragt werden konnte. Wie das jetzt mit 12 Stufen, Zentralabi usw. ist, weiß ich natürlich nicht.

    Allgemein kann ich Dir aber sagen, dass jeder, der ein Austauschjahr (ob USA, Kanada oder Australien) gemacht hat, das als Bereicherung empfand. Einige, gerade die, die vorher schon keine besonders guten Schüler gewesen waren und zumindest die Englischnote durch den Auslandsaufenthalt etwas aufpäppeln wollten, haben nach ihrer Rückkehr ein Schuljahr wiederholt, die guten Schüler sind dagegen in der Regel in ihre alte Stufe zurückgekehrt, einer dieser guten Schüler hat in unserem Jahrgang das beste Abi abgelegt und hinterher erfolgreich studiert.
    Aber auch die "Wiederholer" haben es nicht bereut. Man muß sich natürlich auf ein fremdes Land, eine fremde Familie, fremde Sitten und Gebräuche, fremde Eßgewohnheiten usw. einlassen können, und wenn es gar nicht paßt, muß man sich auch trauen, den Mund aufzumachen und notfalls die Gastfamilie zu wechseln. Und natürlich gibt es in den USA wie auch in Deutschland gute und schlechte Schulen mit guten und schlechten Lehrern.

    Viel Spaß auf jeden Fall!
    #2VerfasserDragon unplugged03 Mai 07, 12:43
    Kommentar
    hallo sandra,
    ich wuerde so ein austauschjahr auch definitiv als extra jahr nehmen. da kannst du entspannter and englisch-lernen gehen und in ruhe land und leute erkunden, ohne angst zu haben wegen der anderen faecher.
    ich habe mein auslandsjahr an der uni (von halle/saale nach glasgow) auch extra genommen - habe mich also 2 semester lang beurlauben lassen und trotzdem auslandsbafoeg bekommen.
    #3Verfasserleseratte (312963) 03 Mai 07, 12:43
    Kommentar
    Mein Sohn und meine Tochter haben beide das 11. Schuljahr in den USA verbracht. Sie haben beide dieses Jahr in Deutschland nicht wiederhaolt.
    Das einzige Fach, in dem es evtl. zu Problemen hätte kommen können, war Mathemtik, und da habe ich ihnen die notwendige Nachhilfe gegeben. In allen anderen Fächern war das völlig unproblematisch. Auch die Schule hat keine Schwierigkeiten gemacht.
    Ich würde deshalb kein zusätzliches Jahr dranhängen.
    #4VerfasserRe03 Mai 07, 13:06
    Kommentar
    Vielen Dank für eure Antworten. Ich möchte unbedingt an einem solchen Austausch teilnehmen, aber ich mache mir immer Sorgen um mein Abi. Ich bin ziemlich gut in der Schule und ein halbes Jahr würde ich bestimmt locker aufholen können, aber ein ganzes? Gerade in der 11, wenn ich noch die Kurse für Klasse 12 und 13 wählen muss. Ich weiß dann doch gar nicht, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Dann müsste ich wohl ein Jahr "einschieben" oder anders ausgedrückt, die 11 wiederholen, oder?
    #5VerfasserSandra03 Mai 07, 16:37
    Kommentar
    Ich weiss nicht, ob solch ein Ding in Deutschland moeglich ist oder nie, aber ich habe mein Austauschjahr nach meinen Schulabschluss gemacht, um meine Diploma Leistungen nicht zu schaden. Danach ging ich direkt zu die Universitaet. Es hat mir gut gepasst, weil ich noch gerade 17 war, als ich mein Abschluss gemacht hat. Vielleicht geht das bei Dir nicht, aber es ist eine andere Idee.

    Oder wenn deine Englisch schon gut ist, glaube ich, koenntest Du weitergehen ohne ein Jahr weiderzuholen. In diesem Fall gibt es vielleicht Probleme (gross oder nur sehr klein, weiss ich nicht) mit der unterschiedlichen Natur der Bildungsysteme, aber ich glaube, dass es warscheinlich noch moeglich ist, besonders wenn Du, als Du gesagt hast, gut in der Schule bist. Aber vielleicht verstehe ich nicht deine Sorgen mit der Kurswahl. Wenn ich mein Austauschjahr frueher gemacht haette, wuerde ich sicher noch Chemie statt Physik gewaehlt habe usw.

    Auf jeden Fall empfehle ich Dir ein ganzes Jahr fuer deine Austauscherfahrung zu nehmen. Nur nach mehrere Monate beginnt man sich wirklich zuhause im Ausland zu fuehlen und eine tiefere Erlebnis der Kultur zu machen.
    #6VerfasserJones03 Mai 07, 23:49
    Kommentar
    Ich habe, vor vielen Jahren, nach der Klasse 10 einen Schüleraustausch in die USA gemacht (mit YFU). Nach dem Austauschjahr habe ich in Deutschland in Klasse 11 weitergemacht. Das Gymnasium hat die Leistungen der amerikanischen High-School (dort Klasse 12!) nicht anerkannt. Geschadet hat mir dieser "Einschub" im Leben nicht. Eine andere Kultur mal von innen, und die heimische Kultur mal von aussen, betrachten zu koennen erweitert den eigenen Horizont gewaltig. Letzendlich hat mir dieses Austauschjahr auch den Weg zu meiner jetzigen Karriere geebnet. Fragen beantworte ich gerne per Email.
    #7Verfasser Norbert Juffa (236158) 04 Mai 07, 06:34
    Kommentar
    Wie Jones schon sagt, kannst du auch ein Auslandsjahr nach der Schule machen, Stichwort Aupair. Kann ich sehr empfehlen :)
    In diesem Fall kannst du erst in Ruhe die Schule beenden und danach etwas "abschalten", bevor du zum Beispiel studierst. Mir hat das Jahr sehr viel gebracht, auch wenn nicht immer alles super lief. Außerdem hatte ich noch etwas mehr Zeit, mich für einen Studiengang zu entscheiden. Dank Internet überhaupt kein Problem.
    #8Verfasser(petite)04 Mai 07, 07:14
    Kommentar
    In Baden-Württemberg gibt es nur noch G8. Da wird es sicherlich künftig schwierig oder gar unmöglich sein für Schüler in der 11. Klasse eine Zeit im Ausland zu verbringen, da die Kurse in letzen beiden Schuljahren der Abiturvorbereitung dienen und alle Punkte direkt in die Abinote einfließen.

    #9VerfasserMike04 Mai 07, 07:55
    Kommentar
    Das Jahr zu wiederholen halte ich für Zeitverschwendung, wenn du eigentlich gut in der Schule bist.
    Du müsstest also vorher mit deinem Gymnasium genau abklären, ob und was sie dir vom US-Jahr anerkennen würden, welche Kurse du dort wählen müsstest, und in welchen Fächern du hintennach eine Prüfung machen müsstest. (Ein Mitschüler von mir war in der 10. Stufe in den USA und musste nur höchst lächerliche Prüfungen in Geschichte, Chemie etc. machen, um dann in die 11. zu kommen. Aber in Österreich gibt/gab es auch kein Zentralabitur und keinen Numerus Clausus.)

    Ansonsten finde ich auch den Vorschlag gut, nach der Schule ein Jahr in die USA zu gehen, allerdings macht es natürlich einen großen Unterschied, ob du als Schülerin dort hingehst oder als Au Pair. Würde dich Kinderbetreuung überhaupt interessieren?
    #10Verfasser tigger (236106) 04 Mai 07, 08:00
    Kommentar
    Oder nach dem Abitur in die letzte Highschoolklasse gehen und dann die Fächer unabhängig von deren Nutzen wählen?
    #11VerfasserHans04 Mai 07, 08:09
    Kommentar
    Liebe Sandra, ich finde im Prinzip die Idee sehr gut, ein Jahr im Ausland zu verbringen, möchte dir aber doch raten, das Ganze nicht als ein Gastschuljahr zu gestalten, sondern als Auslandsaufenthalt während des Studiums.

    Zweifellos würdest du in deinem Jahr USA dein Englisch durch den Umgang mit den neuen Schulkameraden und deren Familien erheblich 'verflüssigen', neue Freunde finden und eine schöne Zeit haben. Wenn du aber bedenkst, wie viel ein Auslandsjahr kostet, sollte etwas mehr dabei herauskommen als Spaß und ein verbessertes Gebrauchsenglisch.

    Ich habe selbst mit meiner Familie einige Jahre im Ausland verbracht und miterlebt, wie gewinnbringend und karrierefördernd es für die deutschen Studenten war, die bei meinem Mann als Praktikanten gearbeitet haben. Sie waren voll in den Arbeitsablauf integriert, haben ihr Englisch und Französisch gezielt und berufsorientiert ausgebaut und wertvolle Kontakte geknüpft. Und der private Fun kam natürlich auch nicht zu kurz :-) (Noch dazu kann man ein fremdes Land mehr geniessen, wenn man schon 'groß ist' und nicht mehr unter Familienbewachung steht ;-))

    Wenn du schon in der Schule dein Auslandsjahr einschiebst, glaubst du, dass du dann im Studium gleich nochmal für ein Jahr weggehen kannst? Ich denke eher nicht.

    Also überlege es dir gut, für was dein Auslandsaufenthalt gut sein soll. Viel Glück!
    #12Verfasser Birgila/DE (172576) 04 Mai 07, 08:13
    Kommentar
    @Mike: Was ist G8?

    @Sandra: Wie gesagt, einer meiner Mitschüler, der die 11 in den USA verbracht hat, hat nach seiner Rückkehr die Kurse für Stufe 12 gewählt, war weiterhin ein guter Schüler und hat als Jahrgangsbester Abi gemacht. Wieviel er heimlich gepaukt hat, weiss ich natürlich nicht, aber ich glaube, er war nach seiner Rückkehr eher damit beschäftigt, die Folgen exzessiver McD-Besuche an seinem Körper rückgängig zu machen ;o)
    Und wo Deine Stärken und Schwächen liegen bzw. welche Fächer Dir am meisten Spaß machen, weißt Du im Zweifel auch schon vorher. Du kannst bei Deiner Rückkehr höchstens Fächer, die an Deiner Schule erst in der Oberstufe angeboten werden, nicht so gut einschätzen (bei uns waren das z.B. Philosophie, Rechtskunde, Erziehungswissenschaft, an anderen Schulen Psychologie oder Wirtschaftswissenschaften). Aber die mußt Du ja auch nicht als Leistungskurs wählen, da nimmst Du wahrscheinlich Englisch ;o) und ein Fach, das Dir jetzt schon liegt. Und wenn Du unsicher bist, nimmst Du eben nur Fächer, die Du schon kennst, und vielleicht eins aus dem neuen Bereich hinzu, von dem Du glaubst, es könnte Dichinteressieren, man ist ja nicht gezwungen, nur Sachen zu wählen, die man nicht kennt. Vielleicht hast Du ja vor der Kurswahl noch die Möglichkeit, Dir bei Deinen Mitschülern anzusehen, was sie in der Jahrgangsstufe 11 in den Dich interessierenden Fächern gemacht haben, das kann ja eventuell eine Entscheidungshilfe sein; vielleicht hast Du das eine oder andere davon ja auch in Deinem Auslandsjahr gemacht (könnte ich mir beispielsweise in den Naturwissenschaften gut vorstellen).

    Und weißt Du jetzt schon, dass Du unbedingt etwas studieren willst, für das Du ein Abi mit einer 1 vor dem Komma brauchst? Oder darf es auch noch etwas im 2er-Bereich sein? Wenn Du wirklich eine gute Schülerin bist und gewillt bist, Dich notfalls am Anfang ein bißchen mehr auf die Hinterbeine zu setzen, sollte es kein Problem sein, ein anständiges Abi hinzulegen (rückblickend kann ich sagen, sooo schwer ist das auch nicht, das ist durchaus eine schaffbare Aufgabe, Uni-Prüfungen sind im Zweifel härter).

    Aber es gibt sicher auch Organisationen, die einen Austausch für ein halbes Jahr ermöglichen, eine meiner Mitschülerinnen war ein halbes Jahr in Kanada und eine andere in den Staaten. Vielleicht solltest Du Dich noch einmal umschauen, wenn Du Dir gar zu unsicher bist. Im Zweifel wirst Du Dich allerdings im Nachhinein ärgern, dass Du nicht das ganze Jahr genommen hast ;o)
    #13VerfasserDragon unplugged04 Mai 07, 08:16
    Kommentar
    Mein Sohn hat vor einem Jahr (übrigens auch im Programm von YFU) ein Auslandsjahr in den USA abgeschlossen und hat nach der Rückkehr problemlos in seiner "alten" Klasse, sprich: Jahrgangsstufe 12, weitermachen können.
    Was die Vergleichbarkeit des Lehrstoffes angeht: Mathematik (calculus AP) war dort deutlich anspruchsvoller, er zehrt hier immer noch davon, (Amerikanische) Geschichte war eine Bereicherung, selbst wenn er hier einiges nachholen mußte, Französisch war dort erheblich laxer, da war der Nachholbedarf größer, aber auch nicht so gravierend, daß es nicht durch einige Wochen intensiven Büffelns aufgeholt werden konnte. In den Fächern Biologie und Deutsch (in denen eben das Auslandsjahr Pause war) kommt es hin und wieder vor, daß er auf ihm unbekannte Themen stößt, aber das macht das Mitkommen in keiner Weise unmöglich.
    Also: Nur Mut, das wirst Du schon schaffen! Zitat eines von ihm befragten Lehrers: "Ein Schüler, der etwas will, kann alles schaffen." Und dem mehrfach geäußerten Rat, Dich mit der Schule und Lehrern Deines Vertrauens zu besprechen, kann ich nur zustimmen.
    #14Verfasser Peter <de> (236455) 04 Mai 07, 08:21
    Kommentar
    Hallo Sandra,
    ich kann Dir im Gegensatz zu einigen anderen hier ein Schuljahr in den USA nur empfehlen. Ich selbst war nach der 10. Klasse für ein Jahr in den USA (mit experiment e.V.) und dann auch im Studium noch mal für ein Jahr und ich muss sagen, dass mir "sprachen- und kultur-technisch" das erste Jahr viel mehr gebracht hat.
    Bei mir war es so (und das mögen andere wohl anders empfinden), dass ich durch den Familienaufenthalt und die Schule viel mehr gezwungen war, Englisch zu sprechen als hinterher auf der Uni, wo viel mehr andere deutsche waren und alles viel lockerer gesehen wurde. Es war an der Uni viel einfacher, andere Austauschstudenten mit auch nicht so tollen Englischkenntnissen kennen zu lernen als Muttersprachler, während bei mir in der High School höchstens noch 2 andere Deutsche waren, die ich aber fast nicht gesehen habe.
    Ich habe, was die Sprache betrifft, in dem High-School-Jahr also viel mehr gelernt (vor allem, was Alltagsvokabular angeht).
    Allerdings habe ich dann hier die 11. Klasse "wiederholt" (war in den USA teilweise in der 11, teilweise in der 12), weil das an meiner Schule nicht anders ging. Ich fand das aber überhaupt nicht schlimm und das Jahr, das ich so "verloren" habe, hat auch nie irgendjemanden (Arbeitgeber oder so) gestört. Ich kenne aber auch sehr viele, die direkt weitergegangen sind und auch keine Probleme hatten.

    Insgesamt ist so ein High-School-Austauschjahr eine super Erfahrung (nicht unbedingt nur positiv), auch für die Entwicklung, Selbständigkeit und die Schule (ich war hinterher viel besser in der Schule und auch viel gelassener).
    #15VerfasserMC04 Mai 07, 08:54
    Kommentar
    @dragon unplugged

    G8 heisst 8 Jahre Gymanasium statt vormals 9 Jahre. d.h jetzt besuchen die Schüler nur noch 12 statt vormals 13 Jahre die Schule bis zum Abitur. In der 10 Klasse ins Ausland zu gehen ist schwierig, da die Zentralen Klassenarbeiten anstehen (mittlerer Abschluss ) und danach kommen in der 11. und 12 die Kurse als Vorbereitung auf das Abitur. Wenn mann ein Jahr im Ausland verbringen würde, müßte man auf alle Fälle ein Jahr wiederholen.
    #16VerfasserMike04 Mai 07, 09:07
    Kommentar
    In Hessen wurde G8 erst in den letzten 2 Jahren flächendeckend eingeführt. Mein Sohn fliegt jetzt in Sommer für ein Jahr (10.Klasse), und muss voraussichtlich (lt. Aussage von 2 Rektoren, da er anschließend das Gymnasium wechseln möchte) keine Klasse wiederholen. Es gibt in Hessen keine zentrale Abschlußprüfungen an GYMNASIEN in der 10. Klasse, nur an Haupt- und Realschulen. Wie das in Zukunft mit G8 wird, weiß der Teufel.
    #17VerfasserSally04 Mai 07, 09:21
    Kommentar
    Ich habe nach der 10. Klasse ein Jahr in den USA verbracht (vor mittlerweile auch schon wieder 8 Jahren) und konnte danach in die 12. Klasse in Deutschland gehen, das war aber mit meiner Schule auch so abgesprochen. Ich musste allerdings in den Fächern, die meine Mitschüler in der 11. Klasse hatten und ich in der 12. Klasse NICHT besuchen wollte (ich habe Latein und Kunst abgewählt) eine Prüfung machen, damit ich eine Abschlussnote für diese beiden Fächer habe (die steht glaub ich auch auf meinem Abi-Zeugnis).
    Probleme hatte ich eigentlich keine besonders großen, lediglich in Mathe musste ich doch ein wenig mehr Lernen (ich habe mir über die Sommerferien von der Schule einfach das Mathe-Buch der 11. Klasse ausgeliehen). Englisch war natürlich danach super, Deutsch verpasst man meines Erachtens in der 11. Klasse nichts, Geschichte ging bei uns in der Kollegstufe ohnehin wieder von vorne los (zumindest keinerlei Bezug zur 11. Klasse), Chemie war schon vor meinem Austausch nicht mein Ding, ging aber einigermassen.
    #18VerfasserMartin04 Mai 07, 09:24
    Kommentar
    Ob Du Nachteile im deutschen System haben wirst, wird sehr von den Kursen abhaengen, die Du in den USA waehlst. Insbesondere in Mathe kann ich nur zu dem bereits erwaehnten AB Calculus raten - Du wirst dann zwar zumindest in einem Fach in den USA schwer zu schuften haben, bist aber nach Deiner Rueckkehr Deinen Mitschuelern um einiges voraus.
    #19VerfasserIo04 Mai 07, 09:28
    Kommentar
    Stimme lo zu - die Fächerwahl in den USA ist schon recht wichtig. Der Mathekurs bei mir war ziemlich gut und fordernd, allerdings ging der nur ein halbes Jahr, und zwar das erste Halbjahr. Danach hatte ich kein Mathe mehr gewählt (war ein Fehler) und musste deshalb in Deutschland einiges Nachholen. Auf jeden Fall fand ich den Anspruch der Schule ziemlich gut. Ich hatte davor natürlich Vorurteile, dass die Schule dort so einfach sei - aber das stimmt nur in sehr wenigen Fällen. Das meiste war wie gesagt durchaus anspruchsvoll. Der Physik Grundkurs war für mich dort eher einfach (ich war im Mathematischen Zweig auf dem Gymnasium), der fortgeschrittene Kurs aber dann schon wieder recht gut - und teilweise sehr unterhaltsam :-)
    Das dürfte aber von Staat zu Staat und Schule zu Schule (wie hier auch) unterschiedlich sein. Insgesamt war ich auf jeden Fall positiv überrascht vom Niveau, bzw. habe viele meiner Vorurteile über den Haufen geworfen.
    #20VerfasserMartin04 Mai 07, 10:19
    Kommentar
    @Birgila: Was einen zweiten Auslandsaufenthalt nach der Schuke angeht, bin ich anderer Meinung. Ich war selbst waehrend der Schulzeit fuer ein Jahr weg (allerdings Lateinamerika und nicht USA), und im Studium noch einmal 1,5 Jahre. Inzwischen gibt es derartig viele Kooperationen, Foerdermoeglichkeiten, etc., dass dieses durchaus moeglich ist (auch ohne reiche Eltern oder sich zu verschulden).

    Ich bin auch der Meinung, dass ein einjaehriger Schueleraustausch eine Moeglichkeit ist, die man so wohl kaum wieder bekommt (zumindest war das meine Erfahrung). Durch das Leben in einer einheimischen Familie, die Schule, das Umfeld, etc. taucht man denke ich wesentlich tiefer in das Leben und die Kultur ein als bei einem spaeteren Uniaustausch zum Beispiel.

    Ich selbst habe die Klasse wiederholt als ich zurueckkam (ich hatte allerdings auch nicht die Wahl), und habe das ueberhaupt nicht bereut.

    @ Sandra: Viel Spass und Erfolg!
    #21VerfasserLunita04 Mai 07, 11:35
    Kommentar
    Hallo,
    ich hatte nicht erwartet, dass ich noch so viele Antworten und Ratschläge bekomme! Nun ja, ich möchte ein solches Austauschjahr unbedingt machen, da es ja zum einen meine persönliche Entwicklung und zum anderen meine Englischkenntnisse sehr stark fördert. Dennoch habe ich "Angst" (nicht wirklich Angst, eher ein mulmiges Gefühl) vor der neuen Schule (dann in Deutschland). Zwar wird in der 11 sehr viel wiederholt, aber andererseits gibt es mir die Möglichkeit mich auf neue Lehrer einzustellen (ich werde die Schule nach der 10ten wechseln müssen, da es in dem Gymnasium, das ich besuche, keine Oberstufe gibt). Ich denke, dass es bei der Wahl der Kurse eine wichtige Rolle spielt, welche Lehrer man bekommen wird (was bringt es mir, wenn ich mich z.B. für Biologie interessiere, der Lehrer aber nicht "gut" ist). In Englisch würde ich bestimmt keine Probleme haben und in Mathe auch nicht (Deutsch ebenfalls, denke ich). Es ist ja nicht so, dass ich dann an der anderen Schule nichts lerne, aber die Lehrpläne sind nun einmal nicht aufeinander abgestimmt.
    Wahrscheinlich habt ihr schon bemerkt, dass ich einfach nur Angst habe, mir meinen ABi-Schnitt in irgendeiner Weise zu vermasseln.
    Ich habe auch schon von einem Projekt gehört, bei welchem man für ein halbes Jahr nach Kanada gehen kann, und wollte in der Zehn teilnehmen, war aber noch zu jung.
    Vielleicht wäre das für mich dann besser, nur ein halbes Jahr nach xx (England/USA oder Kanada) zu geehen. Ein Auslandsstudium mache ich auf alle Fälle!
    Ich habe auch schon mehrmals mit meinem Englischlehrer darüber geredet und er ist der Ansicht, dass ich ein Jahr aufholen könnte, besser wäre es aber vielleicht, ein Jahr einzuschieben bzw. die 11 zu wiederholen.
    Hmm, ich muss mir alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen!
    Aber danke nochmal!
    Liebe Grüße,
    Sandra
    #22VerfasserSandra04 Mai 07, 15:25
    Kommentar
    Ich war mit einem Mädel in der Oberstufe, das nach der 10 auch für ein Jahr in die Staaten gegangen ist und bei der "Wiederintegration" absolut null Probleme hatte. Inwiefern ihr Auslandsjahr mit der Schule abgesprochen war, kann ich leider nicht sagen, würde aber auch auf jeden Fall wie die anderen Forums-Teilnehmer dazu raten. Das Mädel hat ihr Abi dann letztendlich mit einer 1,1 abgeschlossen. ;-))

    Nunja, ich hatte in der 11 auch komplett andere Lehrer als in der 12, zumindest in den Fächern, die ich als Leistungskurse gewählt habe (Englisch + Geschichte). Von den Lehrern solltest du deine Entscheidung nicht abhängig machen.

    Ich wünsche dir noch viel Glück und vor allem viel Spaß bei deinem Auslandsjahr. :-))

    #23VerfasserOreo04 Mai 07, 15:57
    Kommentar
    Auch auf die Gefahr hin, zu wiederholen, was schon mehrmals gesagt wurde... Mach' es! Du schaffst das bestimmt auch ohne das Jahr zu wiederholen.
    In meinem Jahrgang (Abi 2002) waren zirka zehn Leute fuer ein ganzes Jahr im Ausland und keiner hat die 11. wiederholt. Die, die vorher gut waren, waren es auch danach und die anderen mussten halt ein bisschen ackern. In Niedersachsen ist es auf jeden Fall von Schule zu Schule verschieden, ob man in die 12. aufgenommen wird. Wir hatten dann sogar ein paar neue Schueler in der 12. die an ihrer alten Schule das Jahr wiederholen haetten muessen und deswegen gewechselt haben.
    Ein halbes Jahr halte ich fuer eine nicht so gute Idee, wenn schon, denn schon. Du profitiert sicher viel mehr, wenn du ein ganzes Jahr da bist.
    Viel Erfolg!
    #24VerfasserBettina04 Mai 07, 16:25
    Kommentar
    Hallo Sandra,

    auch ich kann nur wiederholen, was hier schon so viele Leute geschrieben haben: Mach es! Es ist wirklich eine super Chance. Ich selbst war nach der 10. Klasse ein Jahr als Austauschschülerin in den USA. Ich habe die 11. nachgemacht, war also dann 1 Jahr älter als der Rest, empfand dies aber überhaupt nicht als nachteilig. Im Gegenteil - ich hatte einen super Abi-Schnitt, habe dann studiert, und aus mir ist auch was geworden ;-) Und was macht schon ein Jahr, wenn man dadurch sein Leben verändern kann?? Davon abgesehen, kenne ich genügend Beispiele von Austauschschülern, die die 11. nicht nachgeholt haben, und auch erfolgreich Abi gemacht haben.
    Und es stimmt nicht, dass man sich entscheiden sollte zwischen Austausch als Schülerin ODER als Studentin. Im Gegenteil - wenn man so früh schon für ein Jahr ins Ausland geht, bekommt man erst so richtig Lust aufs Abenteuer, und baut Ängste ab, wieder mal ins Ausland zu gehen. Ich war später während meines Studium nochmal ein Jahr als Austausch-Studentin in Australien, und habe schließlich mein Studium in England abgeschlossen. Heute sitze ich an dem Ort und in dem Beruf, den ich schon immer wollte, und ohne meinen USA-Aufenthalt damals wäre ich wohl nie hier gelandet. Deshalb kann ich nur sagen: es lohnt sich!
    #25Verfasservoyageuse04 Mai 07, 17:19
    Kommentar
    Hallo Sandra,

    auch ich kann nur wiederholen, was hier schon so viele Leute geschrieben haben: Mach es! Es ist wirklich eine super Chance. Ich selbst war nach der 10. Klasse ein Jahr als Austauschschülerin in den USA. Ich habe die 11. nachgemacht, war also dann 1 Jahr älter als der Rest, empfand dies aber überhaupt nicht als nachteilig. Im Gegenteil - ich hatte einen super Abi-Schnitt, habe dann studiert, und aus mir ist auch was geworden ;-) Und was macht schon ein Jahr, wenn man dadurch sein Leben verändern kann?? Davon abgesehen, kenne ich genügend Beispiele von Austauschschülern, die die 11. nicht nachgeholt haben, und auch erfolgreich Abi gemacht haben.
    Und es stimmt nicht, dass man sich entscheiden sollte zwischen Austausch als Schülerin ODER als Studentin. Im Gegenteil - wenn man so früh schon für ein Jahr ins Ausland geht, bekommt man erst so richtig Lust aufs Abenteuer, und baut Ängste ab, wieder mal ins Ausland zu gehen. Ich war später während meines Studium nochmal ein Jahr als Austausch-Studentin in Australien, und habe schließlich mein Studium in England abgeschlossen. Heute sitze ich an dem Ort und in dem Beruf, den ich schon immer wollte, und ohne mein Jahr in den USA wäre ich wohl nie hier gelandet. Deshalb kann ich nur sagen: es lohnt sich!
    #26Verfasservoyageuse04 Mai 07, 17:20
    Kommentar
    Von Sandra zu Sandra :-)
    Also ich war auch ein Jahr in den USA nach der 10. Klasse und habe die 11. Klasse nicht nachgemacht. Ich musste schon sehr viel Stoff nachholen und die 12. Klasse hat dann doppelt gezählt (damals wurde bei uns nämlich gerade von 13 auf 12 Jahre verkürzt), aber es hat sich gelohnt, ich habe ein ziemlich gutes Abi gemacht. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, hätte ich die 11. Klasse besser nachmachen sollen. Was ist schon ein Jahr. Ich habe mich damals auch nur dafür entschieden, weil ich unbedingt mit meinen Freunden zusammen Abi machen wollte, aber letztlich ist das wohl eher unwichtig:-)
    Übrigens nochmal etwas ganz anderes, du solltest dir auf alle Fälle auch Unterlagen von AFS besorgen, ist neben YFU meiner Meinung nach die beste Organisation. Ganz viel Glück bei deinem Vorhaben. Liebe Grüße
    #27Verfassersandra05 Mai 07, 13:16
    Kommentar
    liebe sandra, zu aller erst wünsche ich dir viel erfolg bei deiner entscheidung, ob du diesen auslandsaufenthalt in angriff nimmst oder nicht :-)
    ich habe mir nicht die 27 oder 26 bisherigen antworten durchgelesen, daher tut es mir leid, falls ich etwas äußere, was schon vor mir genannt worden ist.

    ich kann deine angst natürlich verstehen und möchte dir von zwei beispielen berichten, die ich während meiner schulzeit (ebenfalls auf einem gymnasium) erlebt habe.

    es betraf die jahrgangsstufe 11, nicht stufe 12. da wurde uns angeboten, ein halbes oder ein ganzes jahr im ausland zu verbringen. zwei meiner guten freundinnen wagten sich, diesen schritt zu gehen. beide waren nicht gerade sehr leistungsstark in der schule, ihre englischnoten lagen so zwischen 3-4 und der gesamte notendurchnitt ca. 2,7-3,4. die eine entschloss sich von vornherein, ein ganzes jahr zu bleiben, die andere wollte für nur ein halbes jahr rüber, eben genau aus dem grunde ANGST, zu viel und vor allem zu viel wichtiges für die oberstufe zu verpassen. wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich ihnen ALLE UNTERRICHTSMATERIALIEN zukommen lassen würde, so nahm ich also alle arbeitsblätter und aufgaben dreifach mit nach hause und heftete sie ab, kopierte meine gesamten unterrichtsmitschriften und hausaufgaben, fügte klausuren und lösungen hinzu (von ALLEN FÄCHERN) und schickte die materialien im abstand von 1-2 monaten in großen päckchen rüber ins ausland. nachdem das erste halbe jahr vorüber war, entschloss sich auch die andere freundin, ein GANZES jahr dort zu verbringen. sie hängte also ein weiteres halbes jahr dran und nahm wohl deshalb das wiederholen des unterrichtsstoffes, welches ich ihr zukommen ließ, nicht mehr ganz so ernst. anfang der 12. kamen sie beide zurück. beide selbstverständlich mit einem verbesserten englisch, keine frage.
    eine davon schaffte die 12 mit großen mühen und einem verbesserten notendurchschnitt als zuvor (also VOR ihrem auslandsaufenthalt), sie war plötzlich ein ehrgeiziger mensch, viel selbstbewusster durch ihre jetzigen englischkenntnisse und sagte, dass sie auch während ihrer zeit im ausland alle materialien versuchte, nachzuvollziehen und zu lösen. die andere hingegen scahffte das 12. schuljahr nicht. sie hatte zu viel grundkenntnisse verpasst, da sie sich erstens weniger mühe mit dem selbstständigem lernen und nachholen gab und zweitens, weil ihr curriculum im ausland wenig auf das unsere abgestimmt war. sie weiderholte die 12, was dennoch nicht ihre defizite aus dem verpassten gesamten 11 jahrgang deckte. sie blieb erneut kleben. wiederholte die 12 ein zweites mal und schaffte es wieder nicht. mit noch nicht mal einem fachabitur verließ sie das gymnasium und das ist wirklich eine sehr sehr traurige geschichte.
    möchte dich nciht abschrecken, jeder mensch ist da gewiss anders und wer weiß, ob ihr auslandsaufenthalt wirklich der einzige grund für ihr doppeltes schulversagen war. und siehe da, im anderen fall ging es doch gut. sie "erfolgreiche" schülerin verbesster nicht nur ihr englsich, sondern ihr gesamtes notenbild, sie entwickelte einen größeren druck, ehrgeiz und selbstbewusstsein. beide machten eine erfahrung für's leben. es ist IMMER ein vorteil, ins ausland zu gehen, die sprache dort zu lernen, zu intensivieren und stärken. es ist eine lebenserfahrung, die kann dir NIEMAND nehmen. sie ist so wichtig für deine persönlichkeit.

    was ich dir zum abschluss mit auf den weg geben möchte: trau dich ruhig. allein die tatsache, dass du dich mit diesen ängsten hier beschäftigst, zeigt, dass es dir nicht scheiss egal ist, was nach deiner rückkehr passiert. du musst dir bewusst sein, dass es sicherlich kein zuckerschlecken wird, wenn du nach einem halben oder gesamten jahr zurückkehrst und in den deutschen schulalltag einsteigen musst, mit eventuell weniger basiskenntnissen. wenn du DAS weißt, dann wirst du dich auch im ausland bemühen, auf dem laufenden zu bleiben. veranlasse deine beste freundin dazu, dir alle sachen zu schicken und gehe sie am wochenende durch, nehme gegebenfalls nachhilfeunterricht, wenn du wieder in deutschland bist, aber lasse dir deine chance wegen diesen ängsten NICHT ins ausland zu gehen, nicht entgehen. wenn's wirklich so schlimm ist mit deinen bedenken, dann geh doch echt erstmal nur für 6 monate weg und entscheide dann und bedenke: später im studium oder so, kannst du IMEMRNOCH ins ausland umsiedeln.

    alles gute.
    #28Verfassernixnutze (314952) 05 Mai 07, 15:24
    Kommentar
    Hallo Sandra! Du Glueckspilz! Wenn Du die Chance hast, greif zu! So einfach ist das...

    Nein, ehrlich, ich verstehe, dass Du Dir Gedanken machst - und das ist auch gut so. Aber wie all die anderen vor mir kann ich nur sagen: Mach's trotzdem! Es ist eine wunderbare Gelegenheit, und sie kommt nicht wieder.

    - ein Jahr oder ein halbes: Hat wohl beides Vorteile. Ich war in der 11 ein halbes Jahr in den USA (weil privat, und der Gastfamilie war ein halbes Jahr einfach lieber), Schulkameraden waren ein halbes oder ein ganzes Jahr da. Der Vorteil eines ganzen Jahres ist natuerlich, dass Du dann einen US-Abschluss machen kannst (wuerde ich notfalls vorher abklaeren, aber bei mir waere es damals problemlos moeglich gewesen - einfach die Kurse fuer die 12 besuchen, habe ich eh grossenteils gemacht). Den Abschluss "brauchst" Du zwar nicht unbedingt, aber es kann auf Lebenslaeufen nur vorteilhaft sein.

    - Wiederholen oder nicht: Mit einer Ausnahme wollte bei uns damals niemand das Jahr wiederholen, und alle haben das dann auch genau so gemacht. Problemlos. Und ich persoenlich wuerde Dir ganz extrem raten, *nicht* zu wiederholen, wenn Du's nicht unbedingt brauchst. Falls Du eine Abinote fuer Dein Traumstudium haarscharf brauchst - vielleicht. Ansonsten: Wieviel Unterschied wird es auf die Note machen? Wenn Du z.B. in einem Fach genau 2 Punkte schlechter stuendest, die ganze 12. Klasse hindurch, wuerde das aller Wahrscheinlichkeit sich nicht einmal im Durchschnitt niederschlagen. Und bei zwei Faechern? Auch noch nicht sicher... usw. Und falls Dein Abschluss tatsaechlich 0,1 schlechter werden sollte - ueberleg Dir, ob sich's lohnt. Denn der Nachteil ist einfach, dass Du fuer Arbeitgeber eines Tages ein Jahr aelter bist. Das klingt jetzt banal, aber so etwas zaehlt hinterher oft mehr. Und wenn Du das Jahr "uebrig" hast, kannst Du ja immer noch spaeter ein Jahr um die Welt reisen, in Chile jobben oder in Sierra Leone bei einem Workcamp mitarbeiten. Dein US-Jahr wird nicht schoener oder schlechter, wenn Du Dir die "Ehrenrunde" sparst...

    - es sei denn (vielleicht), Du willst Dir wirklich den Stress antun, alles sofort nachzuarbeiten. Das hoert sich fuer mich nach ziemlicher Tortur an. Vermutlich lohnt sich's, um ein Jahr zu sparen (s.o.) - aber ist es wirklich noetig, um den Anschluss zu schaffen? Wie andere schon gesagt haben: Informier' Dich! Bei uns war es seinerzeit *absolut* unnoetig, aber das war NRW und ist ein paar Jahre her.

    - Achja, Lehrer aussuchen? Ganz ehrlich, da ist ein-Jahr-Wegsein nur vorteilhaft! Ich habe damals ein Fach ganz bewusst *nicht* gewaehlt, weil die Lehrerin katastrophal war. Stattdessen habe ich ein anderes interessantes Fach gewaehlt. Kurz: In der Zeit, in der Du weg bist, machen Deine Freunde schon Erfahrungen. Die solltest Du nach Deiner Rueckkehr (oder wann immer Du Faecher festlegen musst) unbedingt anzapfen und dann wirklich die Faecher waehlen, die Dich interessieren *und* Dir etwas bringen (= gute Lehrer) *und* keine Horrorfaecher (= *zu* anspruchsvoll) sind. Zumindest bei uns war das damals kein Problem (wir sollten vor dem Auslandsaufenthalt angeben, was wir waehlen wollten, aber wir konnten alles spaeter noch aendern).
    #29VerfasserAuf die Plätze, fertig, ... 05 Mai 07, 21:54
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    - Noch ein ganz anderer Tip, weil jemand vom Englisch-LK sprach: Vermutlich ist das eine gute Idee - aber ueberleg' Dir auch das (wenn Du wiederkommst). Eine Freundin von mir hat nach einem Jahr USA Englisch-LK gewaehlt und war kreuzungluecklich. Sie war halt in den Naturwissenschaften viel, viel besser. Da Du in Deutsch offenbar gut bist, duerfte Dir das wohl anders gehen. Aber ueberleg' es jedenfalls. Ich wiederum habe damals keinen Englisch-LK gewaehlt - es hat mir nicht geschadet (ausser, dass wir leider nie Shakespeare gelesen haben, grummel-grummel), und ich habe dafuer zwei interessante andere Faecher belegt.

    - Aber warum eigentlich... - Da Du so fest von USA sprichst, hast Du *das* vermutlich schon entschieden... trotzdem wuerde ich Dir auch empfehlen, das Zielland und vor allem die Sprache noch einmal zu ueberdenken. Nichts gegen die USA!! Aber heute beneide ich diejenigen, die ein Land kennen, das nicht so "mainstream" ist! Ein bisschen US-Kenntnisse hat jeder ueber die Popkultur - nicht unbedingt richtige, aber doch mehr als Null. Ueber andere, ebenso spannende Laender wissen wir dagegen viel weniger oder nichts! Und wieviel beneide ich heute erst diejenigen, die eine andere Sprache gelernt haben!!!!! Denn Englisch kann nachher jeder, mehr oder weniger. Das zaehlt nicht viel (im Berufsleben wird es heute eh oft vorausgesetzt). Dein Auslandsjahr wird Dir enorm helfen, ganz klar. Aber in einer anderen Sprache wuerde es Dir *noch viel* mehr helfen. Gut, das haengt auch von Deinem Berufsziel ab. (Wenn Du Anglistik studieren willst, ...) In meinem Studium war jedenfalls Englisch die Wissenschaftssprache, die lernte eh jeder, ob er wollte oder nicht. (Ich wollte.) Und *egal*, welche Fremdsprache Du lernst, Du lernst auch ein bisschen uebers Fremdsprachenlernen. (Meine anderen Sprachkenntnisse sind durch den USA-Aufenthalt in der Tat besser, nicht schlechter geworden - ich habe halt gelernt, mich effizienter durchzuschlagen, nicht nur auf englisch.)

    Aber stell Dir mal vor, Du koenntest nach einem Jahr passables Franzoesisch, Spanisch, Portugiesisch, Schwedisch, Italienisch... oder besser noch, Chinesisch, Russisch, Japanisch oder Arabisch!! Je nach Berufsziel hast Du *damit* wirkliche Vorteile. Aber das ist noch das Unwichtigste, denn vor allem hast Du eine *wirklich* andere Kultur kennengelernt und fuehlst Dich in ihr jetzt vielleicht ein bisschen zu Hause! Und auch die Sprache - Du kannst in einem Jahr (selbst als Bisher-Anfaenger) mehr an Sprachkenntnissen herausschlagen, als Du vermutlich in Deinem ganzen Studium noch lernen kannst.

    Von Lebenserfahrung mal ganz zu schweigen: Denn die sammelst Du in den USA, ja okay, aber doch noch viel mehr anderswo!! Und als Rausschmeisser-Argument: Wenn Du planen solltest zu studieren und dann noch einmal ins Ausland gehst (kann ich nur empfehlen!) - dann sind die Chancen je nach Fach und Austauschvereinbarung gross, dass Du wieder bei Englisch landest. Sei es in England, in den Niederlanden, in Schweden, (...) oder eben wieder in den USA (was manche Leute wegen der Universitaeten dort zu recht sehr reizt). Vielleicht hast Du mit Erasmus Glueck und schaffst etwas anderes... vielleicht willst Du aber auch einfach an eine gute, spannende Uni, und je nach Studienziel liegt die oft in einem englischsprachigen Land. Dann haettest Du zwar einen Vorteil, weil Dein Englisch bereits besser ist... aber andererseits hast Du dann die Chance vertan, noch eine andere Sprache gut zu lernen. Und eine andere Kultur zu schnuppern!!! Und jetzt, in der Schulzeit, koenntest Du problemlos auch in ein Land gehen, in das Du im Studium nie moechtest (z.B., weil die Unis dort nicht gut sind, weil Dein Studienfach dort fast nicht oder gar nicht angeboten wird, weil Du die Sprache nicht genug kannst usw.).

    Kurz: Du bist im beneidenswerten Alter, in dem Du ein Jahr "alles" machen darfst, und niemand wird spaeter fragen: Aber Frau Sandra X, was wollten Sie denn da? Und hat das so geklappt, wie Sie geplant haben? Sondern allenfalls: Cool ~neidischer Blick~, wie bist Du nur auf *die* Idee gekommen?!

    So, tut mir leid, ist eh schon viel zu lang geworden (ja, schoenes Thema :)), jedenfalls nimm Dir mal irgendwann einen ruhigen Moment und ueberlege, warum es USA sein soll. Wie gesagt, ist ein tolles Land (finde ich), aber es gibt in der Welt einfach noch so viel spannendere Laender - und *jetzt* hast Du die Gelegenheit, sie aus einer Gastfamilie von innen kennenzulernen! Marokko? Thailand? Island? Ecuador?... oder wenn's dann unbedingt englisch sein soll: Indien? Kenia? Suedafrika? ... Das alles ist moeglich!! Und oft sogar noch billiger als die USA... und spannender...
    #30VerfasserAuf die Plätze, fertig, ...05 Mai 07, 22:15
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    Hey,

    meine Cousine war auch ein Jahr in Neuseeland. Ihr hat es super gefallen. Sie ist danach in Englisch, logischerwiese, besser geworden. Hat so jetzt auch keine Großen Probleme. Sie muss natürlich noch ein bisschen mehr lernen als die anderen schafft es aber trotzdem locker. Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis wert.

    Wenn du gehst: Viel Spaß!!!
    #31Verfasser???18 Apr. 08, 15:47
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    Hi!!
    So weit ich das bis jetzt gelesen habe,(habe nicht alles gelesen. Ist mir zu viel) hat noch keiner erwähnt, dass man nicht ein ganzes Jahr machen muss. Ich bin jetzt seit fast 3 Monaten in Südafrika und werde noch 2 Monate bleiben(die Zeit fliegt). Ich habe das Problem, das das G8 unter mir ist und ich deshalb, falls ich durchfallen sollte, von der Schule gehen muss. Ich will dir eines sagen: GEH AUF JEDEN FALL. Die Zeit die ich bis jetzt hier verbracht habe, war die beste Zeit meines Lebens und ich hab so viele Dinge gelernt. Inzwischen bin ich in meiner (Englischsprachigen-) Klasse, klassen-beste und jeder sagt, das ich wie eine Muttersprachlerin klinge. Außerdem habe kann ich jetzt eine neue Sprache(Afrikaans) einigermaßend fließend sprechen.
    Ach ja, was ich eignetlich sagen wollte, es ist schon besser ein ganzes Jahr zu machen(was bei mir wegen meiner Schule nicht möglich war), aber ein halbes Jahr reicht völlig um die Sprache perfekt zu lernen(bei mir auf jeden Fall).
    Aber deinen Entschluss nach USA zu gehen würde ich noch mal überdenken. Ich fand USA einfach zu langweilig, weil das entzwischen jeder macht. Am besten finde ich NATÜRLICH SÜDAFRIKA aber es gibt auch noch viel andere tolle Länder, wie Neuseeland, Australien oder Canada!!! Aber das muss jeder für sich selber wissen.
    Ein letzter Tipp noch: Gehe nicht mit der Organisation Eurovacances, die haben mir nur Probleme bereitet, anstatt zu helfen. Am Besten sind naürlich AFS oder YFU. Aber da muss man so viel ausfüllen, das war mir zu viel. Ich bin ein weeeeenig faul;)
    PortElizabeth
    #32VerfasserPortE (433532) 19 Apr. 08, 12:25
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    Hallo Sandra,
    von mir noch ein Tipp bezüglich der Organisation:
    AIFS (www.aifs.de) ist auch eine alteingesessene Organisation. Auf der Website gibt es ein Forum für Highschool Schüler (unter "AIFS lounge"); dort kannst du dich mit Schülern austauschen, die jetzt gerade in den USA sind, und auch mit welchen, die wie du gerade im Entscheidungsprozess sind. Außerdem bieten die auch ein halbjähriges Programm für USA an. Ich persönlich würde allerdings schon zum ganzen Jahr raten, das halbe ist viel zu schnell um!
    #33Verfasser Goldammer (428405) 19 Apr. 08, 17:13
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    Nur mal so als Info: Der Faden ist ein Jahr alt. :)
    #34Verfasser Ninquelote (274086) 19 Apr. 08, 18:25
     
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