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  • Betrifft

    Leben

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    In meiner letzten Biologiestunde ist die Diskussion aufgekommen, ab wann man zu einer Sache sagen kann "Das da lebt!". Diverse Biologiebücher behaupten, etwas, das lebt, müsse einen Stoffwechsel haben, wachsen , sich vermehren und auf Einwirkungen der Umwelt reagieren können, anpassbar sein, Beziehungen zu anderen Organismen aufbauen und sich bewegen können (dies sei nur häufig ein Charakteristikum). Könnte man nicht einfach sagen, dass etwas, das lebt, mindestens eine Zelle sein muss?

    Vielen Dank im Voraus!!!
    VerfasserPauline15 Aug. 06, 20:23
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    Wenn man Viren und Prionen als "lebendig" betrachtet, nein.

    Natürlich müsste man zuerst "Zelle" definieren.

    Tatsächlich eher eine liguistische als eine biologische Frage.
    #1VerfasserMike E.15 Aug. 06, 21:25
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    Viren wuerde ich nicht als lebendige Organismen einstufen (nur ein bisschen DNA oder RNA mit Verpackungsmaterial), Prionen erst recht nicht.
    #2Verfasserholger15 Aug. 06, 22:44
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    Ich würde tatsächlich sagen, dass etwas eine Zelle sein muss. Viren werden oft nicht als Lebewesen bezeichnet; sie bilden einen Grenzbereich. Die klassische Einteilung der Lebewesen kennt Eukaryota (Zellkern, Zellmembran), Bakterien (kein echter Zellkern) und Archaea (ähnlich den Bakterien). Es gibt kein eigenes Reich für Viren, Viroide, Prionen etc.
    #3VerfasserNica (de)15 Aug. 06, 22:45
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    Ich will hier auf keine Fall holger widersprechen, der ist schließlich Experte auf diesem Gebiet. Aber die von dir angesprochenen Kriterien sind tatsächlich Bestandteil der üblichen Biologiebücher. *michvonferneerinnere*

    Immerhin die Kriterien "sich vermehren und auf Einwirkungen der Umwelt reagieren können, anpassbar sein" treffen auch auf Viren zu.

    Ich würde ganz und gar nicht sagen, daß das eine linguistische Frage ist, vielleicht noch nicht mal eine biologische sondern evtl. eine philosophische.

    Das erinnert mich an ähnliche Fragen in der Physik. Die Physik kann erklären _wie_ unser Universum ist, aber nicht _warum_ es so ist, das ist eine Frage, die von den in diesem Universum lebenden Organismen grundsätzlich nicht zu klären ist; weil sie eben nicht "von außen" auf dieses Universum schauen können. Vielleicht trifft das ja in analoger Weise auch auf die Definition von "Leben" zu.
    #4VerfasserFriedemann16 Aug. 06, 00:08
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    Aber Friedemann, das ist doch gerade das Besondere bei Viren, daß sie sich nicht alleine vermehren können, sondern auf die Replikationsmaschinerie lebender Zellen angewiesen sind. Das ist einfach parasitäre DNA oder RNA, die halt eine eigenständige Existenz teils auch außerhalb von Zellen führt. Im Gegensatz zu Transposonen, F-Elementen, und was es da alles gibt (vergessen und keine Lust zum Recherchieren) hat ein Virus halt noch eine Hülle. Aber leben tut er selbst nicht, auch aktiv auf Umwelteinflüsse reagieren kann er nicht.
    #5Verfasserholger16 Aug. 06, 02:04
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    Holger:
    Parasiten können sich üblicherweise auch nicht ohne einen Wirt vermehren.
    z.B. Bandwürmer.
    Viren werden sind lebende Organismen.
    Die Samen einer Pflanze können auch erst austreiben, wenn sie auf den passenden Boden gefallen sind.
    Prionen sind keine Lebewesen.
    #6VerfasserHans16 Aug. 06, 06:12
     
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