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    Sprachlabor

    "given name" nicht gleich "Vorname"!?

    Betrifft

    "given name" nicht gleich "Vorname"!?

    Kommentar
    In einem Kommentar zu dem Begriff "given name"
    habe ich folgendes gelesen:

    Given name (don't call it "first name" since
    given names do not always come first)

    Es wird damit darauf hingewiesen, daß nicht in
    allen Kulturen der Vorname vor dem Familiennamen
    steht. Wie übersetzt man dann aber "given name"
    korrekt, ohne das evtl. irrführende Wort
    "Vorname" zu benutzen?

    Eine Frage an die Gender-Spezialisten...
    VerfasserDetlef Kraska14 Nov. 01, 21:43
    Kommentar
    Auf Anhieb fällt mir nur "Rufname" ein.
    #1VerfasserRainer15 Nov. 01, 09:48
    Kommentar
    Eventuell wäre auch "Taufname" passend.
    #2VerfasserRainer15 Nov. 01, 09:49
    Kommentar
    Das dürfte der Rufname sein, auch ich habe das Problem, zwei Vornamen zu haben, von denen der zweite mein Rufname ist.
    #3Verfasser(Jan) Alexander Dreyer15 Nov. 01, 11:20
    Kommentar
    Hm, der Rufname ist aber etwas anders. Wenn
    jemand mehrere Vornamen hat, ist der Rufname
    der, der bevorzugt wird. Die Diskussion
    "given name" vs. "first name" verweist aber
    darauf, daß z.B. bei asiatischen
    Namen teilweise der "Vorname" nach den
    Familiennamen gestellt wird, also eigentlich
    der "Nach"-Name ist. Ich suche das deutsche
    Äquivalent für "given".

    "Taufname" ist schon mal kein schlechter
    Vorschlag.
    #4VerfasserDetlef Kraska15 Nov. 01, 14:26
    Kommentar
    Wobei 'given name' aber weltanschaulich neutral ist, während ein 'Taufname' ja klar einen kultischen Akt, eben eine Taufe, impliziert. Das Deutsche kennt, meine ich, hier nur den Begriff 'Vorname'. Dieses Wort wird übrigens auch im tiefsten Bayern verwendet, obwohl es dort durchaus üblich ist, in schriftlicher und mündlicher Kommunikation Personen zuerst mit ihrem Nachnamen, und dann mit ihrem Vornamen zu bezeichnen: "Wo is der Maier Schorsch?"
    #5VerfasserMarkus15 Nov. 01, 15:35
    Kommentar
    Als ich meinen Pass letztes Mal hier in England verlaengert habe wurde ich nach meinem Rufnamen gefragt, da ich ebenfalls zwei Vornamen habe und der Name wurde dann unterstrichen. Vielleicht sieht die Botschaft das as den "given name" an.

    Gibt es nicht auch noch das Wort Taufname?
    #6VerfasserKarin15 Nov. 01, 16:58
    Kommentar
    "Christian name" bedeutet "Vorname", ist wohl ähnlich wie Taufname, setzt aber nicht voraus, dass jemand getauft worden ist.
    #7VerfasserGhol15 Nov. 01, 18:13
    Kommentar
    Personally, I don't see the problem with Rufname. How else would you explain the phenomenon? It's certainly better than Taufname, which, in German, sounds very Catholic and is not used like the English "Christian name". But that's my own personal opinion.

    And btw, contrary to what you quote, the OED claims that a "given name" is "the name given at baptism, the Christian name".
    #8VerfasserDoris L15 Nov. 01, 18:48
    Kommentar
    I think on a lot of US government forms they will ask for Name and then Family Name. That way it is clear, but only because of the context. (Of course there are also people who are given or use only one name.) Family name is usually unambiguous.


    On the other hand, I have friends who are from Spanish speaking families, who have two family names (e.g. Castillo Hidalgo). Since their names aren't hyphenated (mit Bindestrich geschreiben), people seem to randomly pick which family name to use, so they are end up being two different people on paper (e.g. Raul Castillo and Raul Hidalgo). Fun.
    #9VerfasserRoy15 Nov. 01, 21:16
    Kommentar
    Ich sehe überhaupt kein Problem darin, Vorname zu benutzen, da für jeden Deutschsprachigen klar ist, was damit gemeint ist, und das "Vor-" darin gar nicht als solches wahrgenommen wird. "Vorname" ist m. E. kein Widerspruch dazu, daß der Name nachgestellt ist.
    Bei Taufname hättest du ja auch, wie schon erwähnt, das gleiche Problem, nämlich dass derjenige vielleicht gar nicht getauft ist
    #10VerfasserChristina23 Nov. 01, 13:09
    Kommentar
    Ich glaube, bei den Bezeichnungen für die verschiedenen Vor-, Nach-, Taufnamen etc. zeigt sich halt ziemlich die Dominanz bestimmter westlicher Kulturen, z.B. unserer. Eine Freundin von mir hat einen Tibeter geheiratet, der zwei Namen hat, aber keiner davon ist ein "Familienname", einer ist zwar der Rufname, aber es sind in unserem Sinne beides Vornamen.
    Formularkram bei der deutschen Verwaltung zwang ihn nun, den einen Namen (den Nicht-Rufnamen) als "Familien-" bzw. "Nachnamen" anzugeben. Damit hat er nun offiziell also einen Nachnamen erhalten, den u.U. auch seine Frau und Kinder in die Nachwelt tragen werden, obwohl seine Eltern ihn nur eben so genannt hatten. Die hießen selbst ganz anders.. ----- so viel zu unkompatiblen kulturellen Praktiken (abschweif...)
    #11VerfasserMichaela25 Nov. 01, 22:33
    Kommentar
    Wenn wir schon beim Abschweifen sind: ein Kollege von mir ist Inder und hat eigentlich nur einen Namen (in der einen Haelfte Indiens ueblich, ich weiss nicht mehr ob Norden oder Sueden). Als er eine Deutsche geheiratet hat, musste er fuer die deutschen Behoerden einen zweiten Namen angeben. Also hat er als "Vornamen" den Namen seiner Mutter hergenommen. Es lebe die deutsche Behoerdenflexibilitaet!

    Vorname als Uebersetzung von given name im Gegensatz zum Familiennamen finde ich auch ok. Denn auch in Asien ist der eine Name (eben der Familienname) ein anderer als der persoenliche. Und in Deutschland ist in offiziellen Dokumenten entweder der Vorname vorne (bzw. die Vornamen), oder er kommt nach dem Nachnamen, ist dann aber durch ein Komma getrennt.
    #12VerfasserDietmar09 Jan. 03, 15:20
    Kommentar
    Als ich im September auf Bali war, habe ich gelernt, das Balinesen bei ihrem
    Vornamen nur durchnummeriert werden, das erste Kind heißt eins, das zweite zwei,
    das dritte drei, das bierte vier und das fünfte wieder eins usw.
    Der Nachname ist dann ein Phantasiename.
    Und jetzt lass mal eine Familie mit fünf Kindern die Deutsche Staatsbürgerschaft annehmen...
    Dann heißen plötzlich zwei Kinder gleich und vielleicht sogar die Eltern!
    #13VerfasserKarsten <de>09 Jan. 03, 16:20
    Kommentar
    Anmerkung zum "spanischen System"
    Bei der Geburt erhalten Kinder üblicherweise 2 Vornamen und 2 Nachnamen. Die 2 Nachnamen sind jeweils der erste Nachname des Vaters und der erste Nachname der Mutter.
    Hinzu kommt auch noch, dass die Frau bei der Heirat ihren zweiten Nachnamen abgibt und den ersten Nachnamen ihres Mannes mit "de" anhängt.
    Das führt dazu, dass die Kinder jeweils die gleichen Nachnamen haben, die Eltern aber unterschiedliche.
    Üblicherweise wird aber der erste Nachname des Vaters benutzt, der bei allen Familienmitgliedern vorhanden ist.

    Um also obiges Beispiel aufzugreifen:

    Vater: Castillo Hidalgo

    Mutter: Martínez Domingo
    wird nach der Heirat dann zu: Martínez de Castillo

    Kinder: Castillo Martínez


    Verwirrung jetzt komplett? *grins*
    #14VerfasserFE09 Jan. 03, 16:44
    Kommentar
    Und nun nach Island: dort bekommen die Kinder als Nachnamen den Vornamen de Vaters +son für Söhne oder +dottir für Töchter. Bei einer Heirat behalten die Partner ihren jeweiligen Namen.
    Beispiel (frei erfunden, ich kann kein isländisch):
    Vater: Sven Jansson
    Mutter: Björk Einarsdottir
    Sohn: Karl Svensson
    Tochter: Inger Svensdottir
    #15VerfasserFrank09 Jan. 03, 21:48
    Kommentar
    Hans hoast er, da Weber is er und Kammerlohr schreibt er sich. Bairische Logik.
    Hans entspricht dem Vornamen
    Weber dem Hofnamen und
    Kammerlohr dem Nachnemen
    Fragen?
    #16VerfasserWH - BY09 Jan. 03, 22:17
    Kommentar
    'Vorname' bezeichnet im deutschen klar und deutlich was im englischen mit 'Christian name', 'first name' oder 'given name' etc. bezeichnet wird.
    #17VerfasserKarsten K10 Jan. 03, 05:16
    Kommentar
    Roy--US forms don't ask for "Name and Family Name" but First (or Given) Name and Last (or Family) Name.

    Any form here that asked for "Name" would end up with the person filling in BOTH first and last name in that space, and if the next box says "Last Name" the erasures or crossing out will begin.

    This used to happen to me all the time with French forms translated into English, which would do exactly that: have "Name" and then (too late!) "Family Name" in a separte box, the form having been translated by a French person who knows some English but not enough.

    Try any US govt site. The IRS form 1040 (the principal form for reporting income to the federal government for tax purposes) has two boxes: "Your first name and initial" and "Last name": http://www.irs.gov/pub/irs-pdf/f1040.pdf (pdf, 35k).

    The INS application for US citizenship has both styles, with one set in parens: "Family Name (Last Name)" and "Given Name (First Name)": http://www.ins.usdoj.gov/graphics/formsfee/fo... (pdf, 41k)
    #18VerfasserPeter <us>11 Jan. 03, 23:57
    Kommentar
    @WH - BY: Das System mit Hofnamen und Familiennamen kenne ich auch aus Ost-Westfalen wo ich als Kind aufgewachsen bin.

    Siehe z.B.
    http://www.physiomagnus.de/amshausen.de/in/rw...

    Interessant ist auch die traditionelle Handhabung von "Familiennamen" in Ostfriesland, siehe: http://www.genealogie-forum.de/ostfrld/tipps.htm

    Man sieht hier, dass der "klassische" Familienname auch in Deutschland teilweise erst im Zuge preussischer Gesetzgebung entstanden ist.
    #19VerfasserNorbert Juffa12 Jan. 03, 02:19
    Kommentar
    Ich denke mal, bei einer Übersetzung muss "Vorname" und "Nachname" (was bei und klar ist, denke ich doch) mit dem entsprechenden Namensteil in der entsprechenden Sprache (oder Kultur) "gleichgesetzt" werden, damit der richtige Bezug hergestellt wird. Man soll ja nicht eine Sprache oder Kultur so verbiegen, dass sie auf die andere passt. Klappt sowieso nicht.
    #20VerfasserKlaus12 Jan. 03, 17:51
     
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