| Kommentar | Zur Ansprache: Für den ersten Kontakt bleibe ich (naturwissenschaftlicher Dr., mitte 30) in Deutschland immer sehr höflich und formell, zumindest wenn nicht klar ist was der Empfänger wünscht bzw. ich nicht weiss welcher Generation er angehört: "Sehr geehrter Herr Professor XY". Selbstverständlich Prof. auch nicht abgekürzt. Dann unterschreibe ich das Dokument entsprechend meinen Wünschen der Anrede, also normal auf jeden Fall ohne Dr.. Wenn formell, mit abgekürztem Vornamen X. YYYYY, wenn weniger formell mit vollem Vornamen und Nachnamen oder gleich nur mit Vornamen. Der Doktor, der manchmal sicher nötig ist um die Anfrage richtig einzuschätzen, steht sowieso im Briefkopf oder der Signatur des E-mails, das reicht. Geht der Empfänger auf das Spiel ein, Spricht er mich im nächsten Mail so an wie er es sich von mir wünscht: "Sehr geehrter" mit oder ohne Titel, "Lieber" Herr Name oder nur Vorname. Normal verläuft diese "Deeskalation" in einem Schritt, manchmal nähert man sich aber auch über mehrere Stufen an. Wenn mein Gegenüber zu vertraulich das Du und den Vornamen verwendet obwohl ich denke dass eine gewisse, professionelle Distanz nötig ist (Leute die mir etwas verkaufen wollen, Studenten die von mir geprüft werden etc.)stört mich das nicht weiter, ich werde aber stur in der von mir gewünschten Form antworten: Für eine Studentin die ich nicht näher kenne also "Sie" und "Liebe Frau XY". In Amerika ist die Schwelle zum Vornamen erfahrungsgemäss viel schneller überschritten und symbolisiert auch nicht die gleiche Intimität. Für den konkreten Fall im Faden: Man richtet sich nach dem wie man selbst angesprochen wird und wie der Betreffende unterschreibt. Ist mir das aber zu privat (z.B. Gleich der Vorname) setze ich durch meine Anrede und meine Unterschrift das Niveau hoch. |
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