| Kommentar | Ein Gedicht und seine Parodie. Zunächst mal das Original von J.W.v.G.:
Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll, ein Fischer saß daran, sah nach der Angel ruhevoll, kühl bis ans Herz hinan. Und wie er sitzt und wie er lauscht, teilt sich die Flut empor. Aus dem bewegten Wasser rauscht Ein feuchtes Weib hervor.
Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm: "Was lockst du meine Brut mit Menschenwitz und Menschenlist hinauf in Todesglut? Ach, wüsstest du, wie's Fischlein ist so wohlig auf dem Grund, du stiegst herunter, wie du bist, und würdest erst gesund.
Labt sich die liebe Sonne nicht, der Mond sich nicht im Meer? Kehrt wellenatmend ihr Gesicht nicht doppelt schöner her? Lockt dich der tiefe Himmel nicht, das feuchtverklärte Blau? Lockt dich dein eigen Angesicht Nicht her im ew'gen Tau?"
Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll, netzt' ihm den nackten Fuß. Das Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll wie bei der Liebsten Gruß. Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm, da war's um ihn gescheh'n. Halb zog sie ihn, halb sank er hin und ward nicht mehr geseh'n. |
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