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  • Betrifft

    oben ohne und fkk

    Kommentar
    In unserem letzten Urlaub in Italien vor gut zwei Jahren ist mir was denkwürdiges passiert: Ich war mit meiner Tochter (damals 8) am Strand und sie spielte fleißig vor sich hin als ein Mann mittleren Alters auf mich zugestürmt kam und mir äußerst aufgebracht etwas klarzumachen versuchte. Dank der Sprachbarriere hat es einige Zeit gedauert bis ich (so glaube ich) verstanden habe, was ihn so aufgeregt hatte: Meine Tochter hatte keinen Badeanzug, sondern nur eine Badehose an...
    Für dieses Jahr überlegen wir uns ob wir nach Frankreich oder Spanien fahren wollen und ich frage mich, ob uns da wohl ähnliche Merkwürdigkeiten passieren können. Auf Rügen, wo wir die letzten Jahre häufig waren war das Baden oben ohne und selbst fkk nie ein anstößiges Thema. Haben wir in Italien einfach nur Pech gehabt oder sieht man außerhalb von Deutschland nackte Haut als so unanständig an?

    VerfasserLady_Gwen (410425) 14 Feb. 08, 22:13
    Kommentar
    Ich glaube, da hast du einfach Pech gehabt. Als Knirps bin ich öfters mit meinen Eltern in Italien gewesen, und mit meinem Schwesterchen (damals ebenfalls immer zarte 6-10) gab's da nie Probleme auf Grund von "inadäquater Kleiderordnung" am Strand ;-)
    #1VerfasserMaxi (de) (415499) 14 Feb. 08, 22:40
    Kommentar
    http://www.mein-italien.info/wissenswertes/ve...
    Hier schon mal ein Hinweis zu Italien. Soweit ich weiß, ist es fast nirgendwo an den Stränden so 'freizügig' wie in D'land
    #2Verfasser Miss Take (399408) 14 Feb. 08, 22:41
    Kommentar
    Ja, sie gucken schon blöd, wenn 5 bis 6-jährige "ohne" baden.
    #3Verfasser judex (239096) 14 Feb. 08, 22:57
    Kommentar
    I can't speak about Europe, but in much of the United States it's against the law unless the beach or pool is specifically designated for nude bathing.

    The details of what is prohibited, and for what age, usually depend on the wording of the local law, which can vary even from city to city. But just as a cultural custom, girls are pretty much expected to stop going topless as soon as they're out of diapers, and children are not expected to be without clothes in any public place.
    #4Verfasser hm -- us (236141) 14 Feb. 08, 23:08
    Kommentar
    It seems to be ok on the beach in Spain,bbut only on the beach as far as I am aware.In Franco's day even undressing on the beach was not permitted.
    #5VerfasserJGMcI (349178) 15 Feb. 08, 01:35
    Kommentar
    In den meisten Ländern ist das oben ohne Baden (ausser für sehr kleine Kinder) als etwas unsalonfähig angesehen. Deutschland ist in diesem Bereich die große Ausnahme.


    Waiting for comments about "prude Americans"

    ...3 ...2 ...1
    #6Verfassernycjpm (364345) 15 Feb. 08, 02:12
    Kommentar
    Unsere Nachbarin in Kanada hat in unserem ersten Sommer unseren "European style" erwähnt. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich verstanden hatte, was sie meinte: unsere Kinder (damals eineinhalb und dreieinhalb Jahre alt) saßen nackig im Plantschbecken :-) War für die Nachbarn aber kein großes Problem, es hat sie einfach amüsiert. Im darauffolgenden Jahr wollten meine Kinder von selbst etwas "bedeckter" sein, weil die anderen Kinder auch alle etwas mehr anhatten. Meine nunmehr neunjährige Tochter findet es (im Gegensatz zu mir) grundsätzlich peinlich, wenn Grundschulmädchen nur Badehosen ohne Oberteil anhaben.
    #7Verfasser Birgila/DE (172576) 15 Feb. 08, 08:05
    Kommentar
    @nycjpm
    If the shoe fits, wear it!
    I am American, and I remember incidents when I was attending college in the south:
    a) girls in the female only sauna wearing bikinis!
    b) housemates (women) who would lock their bedroom door while changing (she still had on a bra and panties and she turned her back and squealed so I couldn't see her!
    And yes, my son was stared at at the beach when I let him run around naked at the age of 3. But after living in Germany for 20 years, I just ignored the stares.
    #8Verfasserwitch (345248) 15 Feb. 08, 08:17
    Kommentar
    It always makes me sad to think that we (in the US) teach 6-year-olds that they have breasts that need to be covered up. Talk about projecting our own values... But it is comforting to know that we are not the only insane nation on this point.
    #9Verfasser Selkie (236097) 15 Feb. 08, 08:39
    Kommentar
    Owei! Wir mussten in der DDR zu Schwimmunterricht, und da MUSSTE man nackt antreten. Wir waren 8-10 Jahre alt und ein paar Sitzenbleiber sogar älter.
    Und wenn man bedenkt, dass manch 12jährige schon voll entwickelt ist .....

    Außerdem finde ich es auch im Nachhinein immer noch etwas bedenklich, wenn man bedenkt, was für Bewegungen man beim frosch-style Brustschwimmen machen muss, und dass (meist männliche) Schwimmlehrer einen gehalten haben.
    *grusel :-((
    #10VerfasserAnjaF (384742) 15 Feb. 08, 08:59
    Kommentar
    Ich weiß ja nicht, ob das alles ein rein amerikanisches oder neueres Phänomen ist: Ich hatte meinen "ich will ein Bikinioberteil-Moment" vor ca 30 Jahren mit 6 oder 7, als ich in einer Großstadt in Westdeutschland ohne im Schwimmbad war und mir unbekannte gleichaltrige Mädchen auf mich zeigten und kicherten (ist die ein Junge?) etc.

    Anja, das finde ich auch gruselig.
    #11Verfasser Spinatwachtel (341764) 15 Feb. 08, 09:04
    Kommentar
    Anja, da wird mir ganz anders. *schauder*

    Was die Sitten in Italien angeht, kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, dass es im Norden manchmal Strände gibt, wo man auch Frauen oben ohne sieht (es sei denn, das hat sich in letzter Zeit wieder geändert), v.a. wenn es in Touristenhochburgen ist. Im großen und ganzen ist es allerdings nicht so gerne gesehen, im Süden gar undenkbar. Dass man allerdings bei einem achtjährigen Mädchen Mätzchen macht, finde ich auch dort seltsam, wenn ich es mir allerdings recht überlege, haben auch die Kinder in Italien meistens Badekleidung an, eben auch, weil auf Kleidung generell viel Wert gelegt wird, denke ich, und die kleinen Mädchen unbedingt einen Bikini oder Badeanzug haben WOLLEN (wie die großen). Aus welchem Grund auch immer ist es aber in Italien meiner Beobachtung nach einfach unüblich.
    #12Verfasser ray-c (408594) 15 Feb. 08, 09:41
    Kommentar
    Sorry, ich meinte: ... ist es einfach unüblich, dass Mädchen nur Badehosen anhaben, es sei denn, es sind Kleinkinder ...
    #13Verfasser ray-c (408594) 15 Feb. 08, 09:42
    Kommentar
    Hallo Anja,

    wann war das denn? Bei uns im Schwimmunterricht gab es das aber auch schon vor der Wende nicht mehr (so ca. 1987/1988). Da wäre keiner auf die Idee gekommen die Kinder nackt antreten zu lassen.

    Generell finde ich diese Prüderie absolut furchtbar. Wir sind als KInder im Sommer auch nackt im Garten unter dem Sprenger rumgelaufen oder waren mit unseren Eltern mal am FKK Strand. Ich habe noch Fotos von mir und meiner Schwester, da war ich ca. 8 oder 9 und rannte auch nur in Badehose rum. Da sehe ich gar kein Problem bei. Ich weiß, dass das gerade in religiösen Gegenden immer noch ein Problem ist (und das im 21. Jahrhundert!), aber dass es da sogar in Italien Probleme geben kann (vor allem bei einem Kind in dem Alter) ist schon erschreckend. Demnächst müssen wahrscheinlich schon Babies im Bikin rumlaufen.

    Kopfschüttelnde Grüße
    #14Verfasser anodien (296585) 15 Feb. 08, 10:17
    Kommentar
    Ich kann aus Dänemark (westlich vom Ringkjöbing Fjord) melden, dass wir alle, Erwachsene und Kinder, immer nackt ins Wasser gehen. Da es aber meistens so kalt ist, dass man sich schon allein deswegen draußen anzieht, ist FKK bei Spielen kein Thema ... wenn das Wetter aber gut ist, laufen alle so rum, wie sie wollen (unser Strand ist allerdings ziemlich einsam).
    #15Verfasser Corduli [de] (7520) 15 Feb. 08, 10:35
    Kommentar
    @anodien: Wir fanden das als Kinder auch schrecklich und haben uns sehr geschämt; manche weinten sogar. Aber es hieß mit Schwimmkleidung könnte man sich nicht richtig frei bewegen; leichter ließe es sich nackt lernen. (???)

    Das war etwa 1982 im Raum Jena.
    Wir waren auch in der 9. Klasse während der Klassenfahrt am FKK (nur die Mädchen). Das ist in dem Alter auch irgendnwie unpassend. Welche 15jährige fühlt sich schon wohl mit sich und ihrem Körper und dann noch Nacktheit in der Öffentlichkeit ....
    #16VerfasserAnjaF (384742) 15 Feb. 08, 11:55
    Kommentar
    Hallo Anja,

    da stimmt, das hätte ich dann auch als unpassend empfunden. Irgendwann so mit 12, 13 Jahren war das ja dann auch vorbei. Das ist dann ja auch normal, wenn man das irgendwann nicht mehr möchte.

    Aber das mit dem Schwimmunterricht ist schon heftig. Da schüttelt es mich.
    #17Verfasser anodien (296585) 15 Feb. 08, 12:33
    Kommentar
    Hab das mit dem "Schwimmunterricht nackt" nochmal gegoogelt und musste mit Entsetzen feststellen, dass es vielen so ging. Ob das alles nur im Osten war, konnte ich nicht ersehen.
    Einer schrieb sie mussten außerhalb des Beckens die Froschbewegungen üben, wobei der Schwimmlehrer die Beine führt, und das von hinten ...
    Schlimmer gehts nimmer!

    Und das Argument, dass man sich ohne Dress freier bewegen könne, wird ja schon dadurch entkräftet, dass wir uns ja durch die ganze Peinlichkeit völlig unnatürlich und verkrampft bewegt haben.

    Naja, Nacktschwimmunterricht wird heut hoffentlich nirgendwo mehr praktiziert.
    #18VerfasserAnjaF (384742) 15 Feb. 08, 13:50
    Kommentar
    Boah, AnjaF, ein echtes Kindheitstrauma...
    Aber mit dem Untergang des real existierenden Sozialismus wird's das wohl auch gewesen sein mit dem schulischen Extrem-FKK, weil die ganze "Freikörperkultur" doch ein typisch sozialistisches Alltagsphänomen war.

    (Die Nordkoreaner haben wahrscheinlich andere Probleme und die total kinderlieben Kubaner lassen ihre kleinen Kinder sowieso viel nackt rumlaufen.)
    #19Verfasser tigger (236106) 15 Feb. 08, 14:14
    Kommentar
    Poor AnjaF. That could turn anyone off swimming. As to the "moving more freely", had they planned to bung you all in in your clothes otherwise?
    #20Verfasser Selkie (236097) 15 Feb. 08, 14:27
    Kommentar
    Frag nicht, Selkie... Ideologie ist nicht logisch. :-)
    #21Verfasser tigger (236106) 15 Feb. 08, 14:29
    Kommentar
    tigger, vielleicht war das ja auch eher wirtschaftlich motiviert - irgendjemand hat Badehosen auf dem Zehnjahresplan glatt vergessen, oder zur Herstellung von Stoffen für Badebekleidung brauchte es nur im Westen erhältliche Materialien?

    mich schüttelt es ja immer noch ob der Vorstellung. Wie konnten das die Eltern nur zulassen?
    #22Verfasser Spinatwachtel (341764) 15 Feb. 08, 15:03
    Kommentar
    Ähm, Spinatwachtel, die Eltern wurden bei sozialistischen Erziehungsprinzipien nicht gefragt. (Und auch sonst nicht... was ja u.a. dazu führte, dass in DDR-Spätzeiten die Leute immer weniger Kinder bekamen.)

    Ansonsten ist alles eine Frage der Gewohnheit. Es ist ja z.B. schon auffallend, wie große FKK-Bereiche es auf der Donauinsel gibt, weil FKK im "roten Wien" nach wie vor viele Anhänger hat. Das zieht sich richtig durch die Familientradition aufrechter Sozis.
    #23Verfasser tigger (236106) 15 Feb. 08, 15:19
    Kommentar
    @tigger,

    siehst du da wirklich eine Art politische Linie nebenbei? Also neben FKK Anhängern? Oder meintest du das jetzt auf die Gewohnheit bezogen? Ich denke mal, dass ist alles eine Frage der Einstellung und Erziehung.

    Ich bin in einem liberalen Elternhaus groß geworden und habe da als Kind nie Probleme mit gehabt. Natürlich kam dann irgendwann das Alter, ab dem wir nicht mehr nackt rumgelaufen sind (außer in der Sauna) oder unbedingt am FKK Strand waren. Auch heute brauche ich das nicht unbedingt, amüsiere mich aber immer über manche prüde Menschen, die dann beispielsweise in der Sauna in Badesachen rumlaufen (was ja mittlerweile zum Glück oft untersagt ist).

    Wenn man halt in der Familie schon so groß wird, dass Nacktheit was Unnatürliches ist, dann gibt man das so weiter. Meine Freundin beispielsweise schafft es bis heute nicht sich im Schwimmbad in einer Sammelumkleide vor anderen umzuziehen. Sauna geht da gar nicht. Und ihre Kinder haben das übernommen, selbst der kleinste schon in allerjüngsten Jahren.
    #24Verfasser anodien (296585) 15 Feb. 08, 15:31
    Kommentar
    anodien, richtig ist auf jeden Fall, dass Freikörperkultur/FKK in der sozialistischen Ideologie ihren Platz hat. (Ohne mich um ganz korrekte Begrifflichkeiten zu kümmern, besteht jetzt bitte nicht auf perfekte Formulierung.)

    Aber das heißt natürlich nicht, dass nur "die Sozis" nackt am Strand rumrennen. :-)
    #25Verfasser tigger (236106) 15 Feb. 08, 15:34
    Kommentar
    zur Ausgangsfrage:

    "In Deutschland wird öffentliche Nacktheit gelegentlich als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld belegt, während sie in skandinavischen Ländern und neuerdings auch Spanien an allen öffentlichen Orten implizit (durch ein fehlendes Verbot) oder sogar explizit erlaubt ist."
    http://de.wikipedia.org/wiki/FKK
    #26Verfasser tigger (236106) 15 Feb. 08, 15:41
    Kommentar
    Also bei dem verodneten Nacktschwimmuntericht wird mir auch ein bischen mulmig, das sollte doch wenn schon denn schon freiwillig sein oder?

    @Corduli, ist das nacktbaden oder zumindest oben ohne in Dänemark üblich, oder zumindest geduldet? Oder ist das auf ausgewiesene Strände beschänkt?

    Ich kann ja verstehen, wenn das geregelt ist, an was für Strandabschnitten das gewünscht ist und an anderen nicht. Und wie sieht das mit den Kindern aus? Ich meine meine kleine Tochter war zu ihrer Zeit noch nicht so weit, als daß sie irgendwas hinter einem Bikini hätte verstecken müssen. (Und sie war auch nicht so daß sie sich irgendwie geschämt hätte, ihr war wohl in ihrer Haut und ihrer Badehose - nicht daß irgendjemand sie gezwungen hätte 'topless' herumzulaufen.)
    Es interessiert mich einfach, wie die Sitten in anderen Ländern sind, nicht daß wir wieder aus Unwissenheit irgendwelche Grenzen überscheiten...

    Ich für meinen Teil setze auch gerne mal meinen ganzen Körper der Sonne aus, Ich würde nur gerne wissen wo ich damit die einheimischen 'Moralgrenzen' überschreiten würde. Wir wollen hier ja niemanden in irgendeiner Form zu nahe treten.
    #27VerfasserLady_Gwen (410425) 17 Feb. 08, 21:32
    Kommentar
    @tigger, #25: "...richtig ist auf jeden Fall, dass Freikörperkultur/FKK in der sozialistischen Ideologie ihren Platz hat"

    Ist das irgendwie belegbar? Eine (schnelle) Google-Suche brachte dazu nichts zutage - außer, dass es in der DDR FKK-Strände gab (Aber das wusste ich auch so).

    Meine persönlichen Erfahrungen sind eher gegenteilig:
    - bei meinen fünf bis zehn Besuchen (in den sechziger und siebziger Jahren) am FKK-Strand am Keutschacher See in meiner Heimat Kärnten traf ich in erster Linie auf "gutbürgerliche Mitglieder" der Kärntner Gesellschaft - möglich, dass einige von ihnen Sozialisten waren - aber am FKK-Strand waren sie sicherlich nicht aus ideologischen Gründen...
    - als mich meine damalige Freundin 1976 im Urlaub nach Sylt "verschleppte", war das Bild ähnlich: durchwegs gutbürgerliches Publikum, hauptsächlich aus der BRD.
    - Da ich Verwandte in der DDR hatte, die ich alle paar Jahre mal besuchte, wurde ich von meinen Verwandten auch ein paar Mal an FKK-Strände an der Ostsee mitgenommen. Natürlich maße ich mir nicht an, daraus ein Urteil über die "Beweggründe" ableiten zu können, aus denen meine Verwandten die FKK-Strände aufsuchten; trotzdem war mein Eindruck, dass man fand, dass textilfreies Baden "einfach Spaß machte"...
    - und schließlich - auch wenn ich selbst nie einen dieser Strände besuchte - bezweifle ich doch auch stark, dass die FKK-Badestrände an der französischen Mittelmeerküste "sozialistischen Ursprungs" waren.

    Natürlich ist es unbestrittene Tatsache, dass es etliche FKK-Badestrände in der DDR gab - aber da mir ein Zusammenhang zwischen sozialistischer Ideologie und FKK bisher gar nicht aufgefallen ist, würden mich diesbezügliche Informationen/Quellen schon interessieren.
    #28Verfasser Ulrich05 (236177) 17 Feb. 08, 23:18
    Kommentar
    Die DDR wollte in ihrer Ideologie freie offene moderne Menschen erziehen, also diesen ganzen eingefahrenen Kirchenkram, der die Leute in ihrer freien Entfaltung ja extrem eingeschränkt hatte in den Jahrhunderten vorher.
    Mann wollte bewusst und sichtbar ein Gegenstück zum alten Muff schaffen.
    Es gab auch äußerst offenherzige Filme, Bücher und Zeitschriften in der DDR, aber alles "fortschrittlich voran" und nicht etwa schlüpfrig und heimlich.
    D.h. aufreizende Posen gab es nicht wirklich, sondern eher so eine natürliche Unschuld in den Abbildungen.
    Also hat das Regime in gewisser Weise die FreiKörperKultur propagiert. Allerdings absolut nicht in der Schmuddelrichtung, bzw. um gerade diese Richtig zu vermeiden. Denn schmuddelige und heimliche Nacktheit/Sexualität hatte natürlich nur der Westen.

    Die Fotos von Nackten in den Zeitschriften waren immer äußerst geschmackvoll und künstlerisch von Wert; die Posen glichen denen von alten Aktgemälden, also alles andere als die Praline z.B.
    #29VerfasserAnjaF (384742) 18 Feb. 08, 09:04
    Kommentar
    Das schöne am FKK-Strand ist für mich die Ruhe. Sehr selten gesehen sind dort pubertierende Minderjährige:o)
    #30Verfasser la.ktho (236390) 18 Feb. 08, 09:32
    Kommentar
    Ich habe am Wochenende einen deutschen Erstehilfekurs gehabt. Ich habe einen ähnlichen Wiederbelebungskurs 7 mal in den USA gemacht. Und zum ersten mal wurde es hier in Deutschland gesagt, dass man den Oberkörpre des Opfers ausziehen sollte. Ob das auch auf ähnliche kulturelle Unterschiede hindeutet? Ich vermute schon, und, ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob ich einen Fremden ausziehen würde, hätte ich die Gelegenheit, dieses Wissen zu nutzen. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es mit T-Shirt nicht geht, auch wenn unser Lehrer (ein Bekannter von uns) sagte, man würde rutschen und dass nach einer Zeit der Stoff scheuern würde.
    #31Verfasser German Tarheel (EY) (147393) 18 Feb. 08, 09:58
    Kommentar
    @EY
    Ja, es geht mit T-Shirt, aber
    1) ohne geht es besser, denn ein T-Shirt rutscht
    2) was passiert, wenn das Opfer einen Wollpullover anhat
    3) je nach Körperbau und Kleidung kann bei Frauen das Verbindungsteil des BHs genau im Druckbereich liegen, vielleicht sogar mit einem Vorderverschluss :-(
    4) die Folgen einer Wiederbelebung können nicht nur das Opfer beeinträchtigen, sondern auch den Helfer und zehn Minuten können ganz schön lang werden

    Insgesamt gilt für mich in diesem Zusammenhang: Da stirbt ein Mensch und ich würde ALLES tun, um das zu verhindern
    #32VerfasserReinhard de (342124) 18 Feb. 08, 11:59
    Kommentar
    @Lady_Gwen: Ich weiß nicht, wie Nacktbaden in Dänemark gesetzlich geregelt ist, aber es ist ja bekannt, dass in Skandinavien sowieso nicht so ein Prüderie-Heckmeck gemacht wird.

    FKK-Kinder: Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der Mädchen, die noch nichts zu verstecken haben, am dänischen Strand negativ aufgefallen wären.

    FKK-Erwachsene: Die Grüppchen am Strand in Dänemark liegen oft mindestens 300 m auseinander, oft noch viel, viel weiter. Das macht laissez-faire leichter. In Rimini läge der nächste Nackedei dann auf Tuchfühlung ... brrr!

    Fazit für andere Länder: Vielleicht hängt es auch mit der Belegdichte und dem Charakter des Strandes zusammen:
    City-Strand, Handtuch an Handtuch: Vorsicht.
    Strand außerhalb, Familienbelegung, mehr Platz: sicher kein Problem.
    #33Verfasser Corduli [de] (7520) 18 Feb. 08, 13:43
    Kommentar
    In unserer Badeanstalt gab es auch viele junge Kinder, die halb- oder ganz nackt gebadet haben, ohne dass jemand daran Anstoss genommen hätte.

    Dass mit dem Nacktschwimmen höre ich zhier um ersten Mal und bin froh, dass ich das nicht mitmachen musste.

    Wer die Doku "Liebte der Osten anders" auf Phoenix gesehen hat, dem es vieles klarer.

    In den 50er Jahren war es im Westen üblich, dass die Frau sich um den Haushalt kümmerte, während der Mann für den Unterhalt der Familie zuständig war.
    Es herrschten traditionelle Rollen vor. In manchen Fällen bedeutete dies , dass der Mann "im Bett" das Sagen hatte bzw. auf die Wünsche und Belange einer Frau keine Rücksicht genommen wurde. Die sexuelle Revolution kam im Westen ja erst gegen Ende der 60er Jahre.

    Im Osten war es anders. Die Frau war nicht zuhause. Es gab immer Arbeit und für die Unterbringung der Kinder war von staatlicher Seite auch gesorgt.
    Frauen haben zwar etwas weniger als die Männer verdient. Sie waren aber von anfang an (in der neuen Republik) als Staatsbürgerinnen neben den Männern gleichberechtigt.

    Aufgrund dieser sicherlich auch "staatlich verordneten" Gleichberechtiung war die Frau nicht gezwungen in die traditionelle Rolle einer Frau zu schlüpfen, sondern auch ihre (sexuelle) Freiheit auszuleben.

    Schon früh, und zwar früher als im Westen, wurde staatliche Aufklärungsarbeit betrieben. Anfang der 60er Jahre gab es sogar schon die erste TV-Sendung, die dieses Thema behandelt hat. "Sexualität" wurde darin sehr offen und ohne "schlüpfrigen" Charakter behandelt.

    Im Westen durfte "Sexualkundeunterricht" anfangs nur mit Genehmigung der Eltern erteilt werden.

    Ende der 60er Jahre hatte ein ostdeutsches Mädchen im Durchschnitt mit 17 Jahren ihr erstes Mal - im Westen zu Zeiten der Kommune usw war jede 5 Studentin mit 20 noch Jungfrau (laut Doku).

    Was in gewisser Weise widersprüchlich ist: Im Osten waren Porno´s verboten und im Westen ab anfang der 70er erlaubt.
    Nur das "Magazin" - eine im Osten beliebte Kultur- und Literaturzeitschrift - druckte ästhetische Nacktbilder ab.

    Im Gegensatz zum Westen hatten die Ossis kein Schönheitsideal, dass sie nacheifern "mussten".
    Auch der sogenannte "Orgasmuskult" - die Suche nach dem ultimativen Orgasmus - fand im Osten nicht statt.
    Der allgemeine DDR-Bürger musste quasi selbst ausprobieren und konnte (zum Glück?) nicht nachahmen, was irgendwo abgedruckt bzw "propagiert" wurde.

    Aufgrund dieser Entwicklungen war Sexualität im Osten nichts besonderes, sondern etwas ganz normales.

    Dass das FKK Baden besonders im Osten Deutschlands sehr verbreitet ist, ist daher nicht verwunderlich.
    Nach der Wende gab es auch eine kurze Diskussion darüber, wie man mit dieser "kulturellen Besonderheit" umgehen sollte. Zum Glück wurde dabei auf die "Ossis" Rücksicht genommen und den FKK Freunden "Rückzugsgebiete" zugestanden.

    Bei einer Jubiläumsparade in Berlin 1987 führte sogar ein Zug mit "Nudisten" am damaligen Staats- und Parteichef Erich Honecker und seiner Frau Margot vorbei. Beide winkten lächelnd den nackten Leuten zu.
    Im Westen zu dieser Zeit (und vermutlich auch heute noch) nahezu undenkbar.

    Ich hoffe, dass ich nciht zu weit ausgeholt habe und etwas zum Thema beitragen konnte. Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr, da ich diese hauptsächlich aus der Doku übernommen habe.

    Für evtl. Korrekturen zu meinen Aussagen bin ich natürlich jederzeit offen :-)






    #34Verfasserrawsmack (408129) 18 Feb. 08, 14:39
    Kommentar
    #34: Es ist ja so schade, dass die DDR untergegangen ist...
    #35Verfasser MiMo (236780) 18 Feb. 08, 16:24
    Kommentar
    Ach, MiMo, soooo schwärmerisch finde ich #34 nicht. Das ist doch nur die Zusammenfassung einer Dokumentation... die allerdings etwas rosa färbelt bei der Emanzipation der Frau. Eine hohe Frauenerwerbsquote und viele Ingenieurinnen geben noch keine Gleichberechtigung, auch wenn sie irgendwann in den 70ern als erreicht propagiert wurde, soweit ich mich an eine meiner Seminararbeiten erinnere.
    #36Verfasser tigger (236106) 18 Feb. 08, 16:36
    Kommentar
    @Reinhard:

    Ich erinnere mich an den Erste-Hilfe-Kurs zur Führerscheinprüfung (1988), in dem wir natürlich alle aufhorchten, als der Trainer erklärte, man solle störende Kleidungsstücke vor der Wiederbelebung entfernen. Er gab uns tatsächlich den Rat dazu, der Wiederbelegenden erst eine Ohrfeige zu verpassen und - erst wenn sie darauf nicht reagiert - die Kleider vom Leib zu reißen. Ansonsten würde man riskieren, etwa eine bloß Betrunkene zu entblößen und danach mit Erklärungsnot darzustellen. Ob und inwieweit dies ernst gemeint war - keine Ahnung.
    #37Verfasseryotix (271058) 18 Feb. 08, 16:43
    Kommentar
    Danke, Anja!
    Ich habe mich schon häufiger gefragt, ob das mit dem Schwimmunterricht ohne Badezeug (aber mit Badekappe) nur bei uns an der Schule (1985 - hielt sich auch nur ein halbes Jahr) so war, weil ich hüben wie drüben immer nur verständnislose Blicke geerntet hab, wenn ich davon erzählt habe.
    #38Verfasser skye (236351) 18 Feb. 08, 16:52
    Kommentar
    @yotix
    Ohrfeige? Genial, aber eher unkonventionell

    Konventionell:
    Ansprechen, (vorsichtig) schütteln, Kopf überstrecken, Atemkontrolle, evtl. Rachenraum säubern, Pulskontrolle, dann geht’s los (hier ist das Bild dazu: http://www.drk.de/frameset.htm?http://www.drk...)
    #39VerfasserReinhard de (342124) 18 Feb. 08, 16:57
    Kommentar
    Bei der von Reinhard (#39) verlinkten Seite ist besonders zu beachten, dass die Brust zur "Atemspende" wieder bedeckt wird ;-)
    #40Verfasser Udo(de) (58) 18 Feb. 08, 17:02
    Kommentar
    Will nicht unbedingt der Besserwisser hier spielen, aber habe am Wochenende gelernt, dass man bei der Ersten Hilfe den Puls gar nicht mehr kontrolliert. Sobald der Opfer nicht atmet, fängt man mit der Wiederbelebung an. Das war mir auch neu, und hat mich auch überrascht, da früher immer gesagt wurde, es sei gefährlich, jemanden "wiederzubeleben," dessen Herz noch schlägt.

    Na ja...live and learn. Die haben jetzt entschieden, dass den Puls kontrollieren eine Zeitverschwendung ist, gerade wo jede Sekunde zählt.
    #41Verfasser German Tarheel (EY) (147393) 19 Feb. 08, 10:13
    Kommentar
    @mimo,

    kann deinen Beitrag nicht wirklich einordnen, hoffe aber, dass du rawsmack nicht unterstellen wolltest, er/sie trauere der DDR nach.

    Es ist nun einmal ein Fakt, dass die Rolle der Frau in der DDR eine andere war, als zu gleicher Zeit im Westen. Ob das nun eine wahre Gleichberechtigung war, ist sicher eine andere Frage. Aber die Frauen sind nun einmal in der Regel voll arbeiten gegangen. Sicher blieb beispielsweise die Hausarbeit oft auch an ihnen hängen und es gab sicher auch Familien mit eher traditioneller Rollenverteilung.

    Meine Eltern waren beide berufstätig. Ich bin es gewöhnt, dass beispielsweise der Mann im Haushalt mithilft – ich kenne das nicht anders! Und ich hätte nie meinen Vater als wichtigeren Entscheidungsträger betrachtet als meine Mutter. Auch die Aufklärungsarbeit war, wie in der Zusammenfassung beschrieben eine ganz andere. Sexualität war nie ein Tabuthema, weder zu Hause noch in der Schule. Deswegen kann ich damit auch heute ganz ungezwungen umgehen.

    Mittlerweile lebe ich in Westdeutschland und die Familie meines zukünftigen Mannes ist auch hier groß geworden. Da prallen Welten aufeinander. Am WE hatte ich gerade wieder eine Diskussion mit Schwimu zum Thema Rolle der Frau und Kinder. Ich vertrete dazu eine ganz klare Meinung, nämlich dass ich nicht zu Hause bleiben werde. Für sie gehört die Frau zu den Kindern.

    Egal wie sauer es allen aufstößt – in diesem Bereich war es nun einmal in der DDR offener. Was viele vergessen ist, dass es zwei verschiedene Kulturen gab – die in der DDR und die in Westdeutschland. Und dass es sicher Gemeinsamkeiten gab (wie größtenteils die Sprache) aber eben auch tiefgehende Unterschiede wie beispielsweise die Einstellung zu Sexualität, die Rolle der Frau und der Stand der Kirche (letzteres mehr oder weniger zwangsverordnet in der DDR). Die Einstellung zu solchen Fragen wie Sexualität, Rolle der Frau, berufstätige Mütter etc. resultiert einfach aus der Gesellschaft und dem Umgang der Gesellschaft mit solchen Themen. Und ich denke auch, dass gerade die Rolle der Kirche in Westdeutschland in diesem Fall von Bedeutung ist. Eine Rolle die sie in der DDR eben nicht gespielt hat. Und natürlich hat man dann ein anderes Verhältnis zu diesen Themen. Deswegen ist man aber nicht automatisch Kommunist, Sozialist oder trauert dieser Zeit nach.

    Sorry für die Off-Topic Thematik, aber mich nervt das schon gewaltig auch heute manchmal noch als jemand hingestellt zu werden, der einfach nur im falschen Sinne erzogen wurde. Der halt nicht weiß was gut für ihn ist. Der halt ein vollkommen falsches Bild hat. Aus dem ja nichts werden konnte, weil er in den Kindergarten ging (Ausspruch meiner Schwimu zwar nicht auf mich bezogen aber auf eine Nachbarsjungen, über den sie sich wundert, dass so etwas aus ihm geworden ist – trotz Kindergarten). Als jemand der rechtsradikal ist. Als jemand für den man beten muss. Als Heide (so nannte mich ein Nachbar an Silvester weil ich ja von "drüben" komme). Usw. Sucht euch was aus. Und bloß weil jemand dann solche kulturellen Unterschiede wie rawsmack beschreibt, will derjenige dann die Mauer zurück. Oder ist ein Kommunist. Oder wählt die Linke. Oder verherrlicht die damalige Zeit.

    Die DDR war ein Regime und ich würde niemals die Mauer zurückwollen. Generell fühle ich mich wohl hier wo ich bin als auch zu Hause. Aber manchmal fühle ich mich hier auch fremd, eben weil mir bestimmte Dinge unbekannt sind, weil ich so nicht groß geworden bin. Dazu gehört eben beispielsweise die Einstellung zur Kirche (ich wohne auf dem Land, da ist das noch etwas stärker aber auch ansonsten sind zumindest fast alle hier getauft), die Rolle der Frau (z.B. Problem der Kinderbetreuung, das ja jetzt angegangen wird) aber auch solche Themen wie der Umgang mit Sexualität (Einstellung zu FKK, Sauna, Körpergefühl, Schönheitsempfinden). Aber warum darf ich diesen Teil meiner Kultur nicht behalten, der ja auch mich als Person ausmacht. Warum wird so etwas immer so schnell politisiert, wenn man über diese Zeit spricht?
    #42Verfasser anodien (296585) 19 Feb. 08, 11:10
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    Die Bescheidenheit eines Geistes drückt sich in seinen worten aus.
    was das nun wieder heissen soll ...
    #43Verfasser la.ktho (236390) 19 Feb. 08, 11:27
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    Nochmal zu Italien: Ich finde das im ersten Beitrag beschriebene Erlebnis eher merkwürdig. War das vielleicht in Süditalien? Hier in der Toskana kann ich mir das nämlich nicht vorstellen.
    Ich habe vor zwei Monaten die Aufenthaltsregeln eines toskanischen Campingplatzes übersetzt, und an einem Punkt stand:
    Es ist ausdrücklich verboten, sich nackt oder "oben ohne" in der Anlage aufzuhalten; Kinder dürfen die Geschäfte, Restaurants und Bars nicht nackt betreten.
    Mit anderen Worten: Kinder dürfen im Rest der Anlange auch nackt rumlaufen, und am zugehörigen Strand ist gar nichts geregelt (wenn sich im Rest des Dokumentes Regeln auch auf den Strand beziehen, wird das ausdrücklich erwähnt).
    Zufällig war ich letzten Sommer auf dem direkt daneben liegenden Campingplatz. Ein zehnjähriges Mädchen in unserer Gruppe hatte auch nur eine Badehose ohne Oberteil an, und es hat sich niemand daran gestört, jedenfalls nicht lautstark. Es ist allerdings wahr, dass "oben ohne" bei älteren Mädchen (so ab etwa 5-6 Jahren) hier eher unüblich ist.
    #44VerfasserAika (236276) 19 Feb. 08, 11:28
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    @la.ktho

    Ich danke bescheiden... ;-)
    #45Verfasser anodien (296585) 19 Feb. 08, 11:41
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    Speaking of the children naked topic:

    When I was a child visiting my grandparents in Germany, I was not allowed to run around naked at the beach. It didn't have anything to do with showing skin, but with hygiene. This was because the beach we would go to had a small playground, with a slide and swing-set. The other children were all running around naked and using the slide and swing-set...that really grossed my grandmother out!
    And the old men who would lay naked -spread-eagle- on their beach towels would also gross her, my mother, and I out!

    But that story from Anja really made me shudder...that anyone would do that to children! How awful!
    #46Verfasser miamibremen (279037) 19 Feb. 08, 18:33
    Kommentar
    Danke für eure Antworten, es scheint, daß meine Erfahrung doch ein unerfreulicher Einzelfall war und hoffe euch passiert nie etwas ähnliches.
    #47VerfasserLady_Gwen (410425) 27 Feb. 08, 21:48
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    @ EY (41)
    Da möchte ich doch noch mal nachfragen, wegen des erste Hilfe Kurses. Ist das heute wirklich so, daß der Puls gar nicht mehr gefühlt wird? Das kann ich mir nur schwer vorstellen.
    Ich habe ein paar Kurse gemacht (der letzte ist allerdings schon ein paar Jahre her) und da war es Pflicht den Puls zu fühlen. Es hieß, die Herzmassage sei gefährlich wenn der Puls noch da ist, das Herz könnte dadurch sogar aussetzen.

    Ich hab das noch so gelernt:
    1: Ansprechen/schütteln wenn die Person nicht reagiert, dann
    2: Atem kontrollieren. Atmung da: Stabile Seitenlage, Atmung nicht da: 2 Mal Mund zu Nase Beatmen.
    3: Puls kontrollieren. Puls vorhanden: Beatmung weitermachen. Puls nicht da: 5 mal Herzmassage - 2 mal Beatmen im Wechsel. Ca alle 1-2 Minuten wieder Puls und Atmung prüfen.

    Wie wird das denn heute gelehrt?
    #48VerfasserLady_Gwen (410425) 28 Feb. 08, 20:28
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    Das ist doch sehr einfach:
    Wenn der Puls ok ist (ja, den muß man prüfen) läßt man die Herzmassage weg.
    Man kann sich dann auf die Beatmung konzentrieren.
    Scheint logisch, oder?
    Allerdings muß ich zugeben, ich hätte Bedenken in den USA jemand die Kleider vom Leib zu reißen...
    #49VerfasserGladiusDei (420998) 03 Mär. 08, 02:03
    Kommentar
    umm- Anmerkung, nachdem Korrekturen nicht möglich sind:
    Ich hab das vor 2 Jahren auf einem Medizinlehrgang für Taucher gelernt.
    Bzw. was heißt gelehrnt- es wurde mir wieder bestätigt.
    #50VerfasserGladiusDei (420998) 03 Mär. 08, 02:06
    Kommentar
    "In 2005, new CPR guidelines were published by the International Resuscitation Councils, agreed at the 2005 International Consensus Conference on Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency Cardiovascular Care Science."
    "A pulse check is not required in basic CPR since it is so often missed when present, or even felt when absent, even by health care professionals."

    --> Nein, den Puls sollte man nicht mehr prüfen. Als Laie kann man das eh nicht, und es vergeht extrem(!) wertvolle Zeit:
    "Research has shown that lay personnel cannot accurately detect a pulse in about 40% of cases and cannot accurately discern the absence of pulse in about 10%."

    Auch die Anzahl der Herzmassagen hat sich geändert, sie liegt jetzt bei 30:2 und wird vielleicht sogar noch mal erhöht:
    "Recently published research by the Washington Hospital Center has shown that a compression to ventilation ratio of 50:2 significantly increases survival rates. According to EMS Magazine, when this was put into practice in Kansas City, Missouri in 2006, the cardiac arrest survival rate went up 23%."

    Alle Zitate von http://en.wikipedia.org/wiki/Cardiopulmonary_...

    Bestätigt von meiner Erfahrung: Ich muss am Arbeitsplatz jedes Jahr einen Defibrillator-Kurs mitmachen, bei dem natürlich auch die manuelle Wiederbelebung geübt wird. Seit 2006 wird 30:2 und 'keinen Puls checken' gelehrt.

    Alle aktuellen Webseiten beschreiben es auch so.
    http://www.notfallmedizin.de/download/ehskript.pdf
    http://www.noezsv.at/wissenhilft/lebensretten...
    #51Verfasser Nica (de) (236745) 03 Mär. 08, 02:50
    Kommentar
    Moechte nochmal zur Ehrenrettung des DDR-Schwimmunterrichts anmerken, dass bei mir (1988) ein generelles Nacktschwimmgebot voellig undenkbar gewesen waere. Es hat, auch mit Kleidung an, sowieso schon alles gekichert und gegackert. FKK waere der Lernerfolg aufs aeusserste gefaehrdet gewesen, ganz zu schweigen von diversen Eltern, die sich dann bei entsprechenden Stellen sicherlich ganz aufgebracht beschwert haetten, wenn klein Susi sich zu Hause ueber den Schwimmunterricht ausgeheult haette.
    Hoere auch zum ersten Mal von dieser Geschichte - ich hoffe also auf Einzelfaelle. Und ja, stellt euch vor, liebe Onkels aus dem Westen, das bisschen Erdoel fuer die drei Quadratdezimeter Badehose hat uns dann doch noch der grosse Bruder geliefert...
    #52Verfasserfully headless nick (410684) 03 Mär. 08, 09:54
    Kommentar
    Das mit dem Nacktschwimmunterricht scheint es wirklich nur in Jena gegeben zu haben, kenne es selber und habe von anderen Städten sowas nicht gehört.

    MFG
    #53VerfasserTopic16 Jun. 08, 08:07
    Kommentar
    Aus eigener Erfahrung muss ich dem wiedersprechen, ein kleines verschlafenes Nest im jetzigen Land Brandenburg hat das auch gemacht. Horror, ich weiß es noch genau! (kur vor der Wende)
    #54Verfassernööö16 Jun. 08, 13:01
    Kommentar
    @42 anodien.
    Zum Glück denken aber nicht alle so wie Deine zukünftige Schwiegermutter. Ich für meinen Teil kann sagen, dass in Norddeutschland (zumindest aus der Stadt, aus der ich komme) arbeitende Mütter normal sind. Ich lebe allerdings seit 5 Jahren in der Pampa Ostwestfalens (ziemlich katholisch) und bilde mir manchmal ein, die Leute finden es komisch, dass ich mit 34 noch nicht verheiratet bin und Kinder habe. Ich glaube daher, die Einstellung ist auch regional-, orts- (Stadt/Land) und altersbedingt.
    Ich drücke Dir die Daumen, dass Deine Schwiegermutter irgendwann mal einsichtig wird.
    #55Verfasser Rose1973 (441542) 16 Jun. 08, 13:18
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    Sorry, habe diesen Thread gerade erst "entdeckt" und vielleicht nicht alle Beiträge ganz genau gelesen ...

    Finde es aber auch absolut interessant, wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Thema doch sind.

    Sicher wird auch heute noch in bestimmten Ländern "Nacktheit" (bzw. das, was man eben als solche definiert) generell als "anstößig" bzw. "ungehörig" empfunden.

    Im heutigen Deutschland scheint mir das nach eigener Erfahrung doch individuell sehr unterschiedlich zu sein - je nachdem eben, "was man von zuhause gewohnt ist" bzw. "wie man erzogen wurde" ...

    Andererseits habe ich eine gute Bekannte (Ende 20), die sich nie oben ohne an einen (belebten) Strand legen würde und auch nur relativ ungern in die öffentliche Sauna geht - während ihre Eltern (Mitte 50 und nicht in der DDR aufgewachsen) jedes Jahr mit Freunden in den FKK-Urlaub fahren.

    Katarina Witt, die ja allgemein recht selbstbewusst ist, hat in einem Fernseh-Interview mal erzählt, dass FKK für sie früher ganz selbstverständlich war - bis sie entsprechend bekannt und demzufolge auch erkannt wurde.

    Das Skurrilste, was ich selbst mal erlebt habe:
    An einem "offiziellen" FKK-Badesee hier in Bayern wurde ein Pärchen von einer Aufsichtsperson höflich aufgefordert, doch ca. einen Meter weiterzurücken, da just an dieser Stelle der "Textilbereich" beginne ... jaja, Ordnung muss sein!

    :-)
    #56Verfasserwoody16 Jun. 08, 14:05
    Kommentar
    Meine Familie hat den Urlaub immer auf FKK-Campingplätzen in Kroatien verbracht - einfach, weil meine Eltern festgestellt hatten, dass diese viel schöner waren, als die Textilplätze.

    Da gab's dann manchmal penible Ordnungshüter, die streng darauf achteten, dass niemand zuviel anhatte. Z. B. wurde meine Mutter zurechtgewiesen, weil sie es gewagt hatte ein Höschen zu tragen, was zu Zeiten, als Tampons noch nicht so weit verbreitet waren aber durchaus einen Sinn. Ebenso schien es ein Problem zu sein, als mein großer Bruder mit 11 oder 12 plötzlich anfing, sich zu genieren, und nicht mehr ohne Badehose unterwegs sein wollte. Meine Eltern haben sogar von Plätzen erzählt, wo in der Platzordnung festgelegt war, ab welcher Temperatur es kalt genug war, dass man sich etwas anziehen durfte. Soviel also zum Thema "Freie" Körperkultur.

    Aber eigentlich habe ich nur positive Erinnerungen an diese Urlaube, und das wundervolle Gefühl, wenn man nach der langen, heißen Autofahrt einfach die Kleider vom Leib reißen konnte, ohne erst die Badesachen zu suchen, vielleicht auch weil die Kroatienurlaube aufhörten, bevor ich in die Pubertät kam. Und so habe ich auch heute noch kein Problem mit Nacktheit, auch nicht mit der anderer Leute. Wenn ich den Anblick von Schwabbelbäuchen in der Sauna unappetitlich finde, schaue ich einfach nicht so genau hin (gehört sich ja sowieso nicht).
    #57VerfasserGerbera16 Jun. 08, 15:02
    Kommentar
    Vor zwei oder drei Jahren war ich mit meiner Tochter (damals 6 Monate), meiner Freundin und ihren zwei Mädchen (damals 3 + 5) am Badesee. Wir hatten nicht geplant, baden zu gehen, doch es war so herrlich warm, dass wir spontan hingefahren sind und die beiden Mädchen haben einfach nackt plantschen lassen. Da waren noch einige andere Kinder die auch nichts anhatten und so im Uferbereich spielten.
    Wir hatten gerade gepackt, als auf einmal zwei Polizisten dastanden und uns baten, noch kurz dazubleiben. Dann gingen sie auf einen Jungen Mann zu, der etwas weiterweg im Rasen lag und die ganze Zeit über gelesen hatte. Es hat sich dann rausgestellt, dass der Typ die ganze Zeit Fotos von den Kindern gemacht hatte. Einem Bademeister war der Typ schon am Tag vorher aufgefallen und als er sich an diesem Tag weiter etwas merkwürdig benahm hatte er ihn beobachtet. Dabei fiel ihm auf, dass der Typ sein Handy im Buch versteckt hatte und im passenden Moment Fotos gemacht hatte.
    Ich habe meine Tochter deshalb NIE in der Öffentlichkeit nackt baden lassen. Und eigentlich finde ich das schade.
    #58VerfasserKerstin16 Jun. 08, 15:13
    Kommentar
    @Gerbera: Du sagst es ... :-)

    Meiner Meinung nach hört auch hier die "persönliche Freiheit" (spätestens) da auf, wo andere sich gestört fühlen - ist eben letztendlich eine Frage der beiderseitigen "Toleranz" bzw. Rücksichtnahme ...
    #59Verfasserwoody16 Jun. 08, 15:13
    Kommentar
    Curiously, my first (public) FKK experience was, in all places, in Canada. After that I realized that in most German bathing lakes and beaches it's pretty normal, and as Kerstin reports above, the police direct their attention to voyeurs or flashers, not nude bathers, as I've witnessed at our local lake, where, on one occasion when there was a police "presence", conversations with them showed them to be remarkably supportive (of the bathers).
    #60Verfasser escoville (237761) 16 Jun. 08, 18:13
    Kommentar
    Ich bin schockiert über die Erzählung von AnjaF, wonach Mädchen zum Nacktschwimmen vor männlichen Lehrern gezwungen wurden. Vermutlich haben letztere auch diese Unsitte (im wahrsten Sinne!) angeordnet.

    Das Schlimmste, was ich in dieser Richtung erlebt habe, war wie die Nonne uns die nassen Badesachen vom Leibe gerissen und uns auf die nasse, nackte Haut heftig mit der Handfläche geschlagen hat, weil manche von uns (wie ich und meine Schwestern) uns dezent hinter dem vorgehaltenen Handtuch ausziehen wollten, wie es uns die Eltern beigebracht hatten. Der Nonne ging das zu langsam und sie hat sich noch über uns vor den anderen Kindern ob unserer "Prüderie" lustig gemacht. Das passierte allerdings in der Umkleidekabine für Mädchen. Zumindest meistens. Manchmal hat sie das auch draußen vor dem Pool gemacht. (Das war in der Grundschule.)
    #61VerfasserMary nz/a (431018) 16 Jun. 08, 18:40
    Kommentar
    Ich habe beim Lesen des Threads immerzu genau an das gedacht, was endlich Kerstin #58 zur Sprache brachte: dass es immer irgendwelche krummen Typen gibt, die sich beim Anblick nackter Kinder sexuell erregen...
    Da ich eine Heidenangst davor habe und das vviiiiiiiiiiiiiiiel häufiger vorkommt als man sich denkt, habe und hätte ich nie meinen Sohn in aller Öffentlichkeit nackig gelassen...
    Etwas Lustiges: Eine extrem kurzsichtige deutsche Freundin von mir hat ihren Mann auf eine Geschäftsreise nach NY begleitet. Während er Brötchen verdiente, wollte sie sich in der gemischten Hotelsauna etwas entspannen. Sie zog sich in ihrem Zimmer aus, den Hotelbademantel an, Badelatschen...
    Vor der Saunatür nahm sie dann die starke Brille ab, zog den Bademantel aus und ging - blind wie ein Maulwurf- rein. Sie fand einen Sitzplatz, arrangierte das Handtuch und setzte sich darauf... Sie wollte grad die wohlige Wärme geniessen, als sie irgendwie spürte, dass alle Blicke auf sie gerichtet waren. Sie kneifte die Augen, um ein bisschen besser zu sehen... und konnte vage erkennen, dass ALLE Badesachen anhatten! Nur sie war splitternackt. Sie wickelte sich im Badetuch ein, schlich sich raus... und liess sich dort nie wieder Blicken!
    #62Verfasser CARIOCA (324416) 16 Jun. 08, 23:08
    Kommentar
    @CARIOCA:
    Warum unterwirst Du Dich Beschraenkungen, nur weil andere ein in Deinen Augen krankhaftes Verhalten an den Tag legen? Dieses Verhalten ist ausserdem auch durch die Gesellschaft nicht akzeptiert, sondern gilt allgemein als falsch. Es gibt also keinen Grund, warum Du Dich und Deine Kinder einschraenken solltest.

    Wie oft sogenannte Spanner sich tatsaechlich am Anblick von nackten Kindern sexuell erregen, ist m.W. nicht statistisch erfasst. Ich glaube, dass da inzwischen oft vorzeitig Beschuldigungen ausgesprochen werden. Das hat wohl mit der Sexualisierung unserer Umwelt zu tun. Und letztere sorgt leider dafuer, dass bald alle Welt nur noch die sexuelle Interpretation kennt, und das auch fuer Dinge, die auch nicht-sexuelle Interpretationen zuliesen.
    #63Verfasser AGB (236120) 16 Jun. 08, 23:49
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    Ehrlich gesagt, AGB, mir fällt es schwer, eine nicht-sexuelle Interpretation dafür zu finden, wenn jemand im Gebüsch liegt und betont heimlich Handy-Fotos von nackten Kindern macht.

    Dass das Verhalten in der Gesellschaft allgemein als falsch gilt, ändert doch nichts an seinem verletzenden Charakter, dem man ausweichen möchte. Diebstahl gilt auch allgemein als falsch: Trotzdem schließe ich meine Tür ab wenn ich gehe und verlasse mich nicht auf die abschreckende Wirkung der Gesellschaft im Allgemeinen.
    #64VerfasserAdonis17 Jun. 08, 00:17
    Kommentar
    Jetzt muss ich doch noch mal meine Anekdote von Jim und Linda (wohnhaft auf der Upper East Side NYC) loswerden:

    Die hatten einen halbwüchsigen Sohn und buchten mit ihm eine Kreuzfahrt. Es war ein französisches Schiff. An Bord merkten sie mit Schrecken, dass die Französinnen oben ohne am Pool saßen, und nach kurzem Familienrat wurde beschlossen, dass der Sohn die Kreuzfahrt komplett unter Deck verbringen mußte.
    #65Verfasserny_addict17 Jun. 08, 11:46
    Kommentar
    Tja, bei manchen "Geschichten" zu dem Thema kann man sich ein Lächeln kaum verkneifen - bei anderen hingegen vergeht einem glatt das Lachen!

    Man kann eben grundsätzlich nie vorsichtig genug sein - vor allem aber sollte man meiner Ansicht nach auf "typisch landesspezifische" Gepflogenheiten bzw. Mentalitäten auf jeden Fall Rücksicht nehmen (sofern diese bekannt sind, versteht sich)!

    Zum Glück sind meine eigenen Erfahrungen in Bezug auf hüllenloses Badevergnügen ganz überwiegend positiv :-)

    #66Verfasserwoody17 Jun. 08, 11:59
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    @Adonis:
    Wenn jemand im Gebuesch liegt und betont heimlich etwas tut, dann weiss er oder sie im allgemeinen, dass das, was er oder sie tut, gesellschaftlich in diesem Rahmen nicht anerkannt ist.

    In dem geschilderten Beispiel lag dieser jemand aber nicht im Gebuesch, sondern recht offen auf dem Rasen mit einem Buch vor der Nase da. Das Handy mit Photo war durch das Buch verdeckt. Mehr Heimlichtuerei war nicht dabei. Wer halbwegs aufmerksam war, konnte sehen, dass der junge Mann das Buch als Tarnung fuer etwas anderes nutzte. Deshalb fiel er ja auch dem Bademeister auf.

    Ausserdem kann ich mir mindestens zwei oder drei Szenarien vorstellen, die dies durchaus harmlos erklaeren koennen.
    * Kunststudent, der Kinder beim Baden und im Wasser Spielen studieren moechte. Die Bilder sind als Hilfe fuer sein Gedaechtnis gedacht. Waere er mit Papier und Bleistift zugange, fiele das sehr viel mehr auf, als mit Photohandy aus dem Buch heraus. Wahrscheinlich waere er mit Papier und Bleistift bereits am ersten Tag entsprechend verwiesen worden.
    * Professioneller oder kuenftiger, professioneller Photograph, der momentan Badeszenen von Kindern studiert. Photohandy wird eingesetzt, weil es kleiner ist und fuer die Motivauswahl ausreichende Aufloesung liefert.
    * Wette zwischen Saufkumpanen, wielange er Photos aufnehmen kann, bevor er erwischt wird. Es muessen Menschen auf den Bildern sein, sonst zaehlen sie nicht. Landschaftsaufnahmen koennen schliesslich offen gemacht werden.
    In allen drei Faellen waere die Heimlichkeit der Aufnahme selbst mit der erwarteten Reaktion der Umwelt begruendet. Nur beim dritten Szenario geht es explizit um einen Tabubruch, allerdings immer noch ohne sexuelle Konnotation.

    Was mich an der Geschichte am meisten schockiert, ist, dass fuer so etwas die Polizei gerufen wurde und nicht etwa der Bademeister den jungen Mann selbst zur Rede gestellt hat.
    #67Verfasser AGB (236120) 17 Jun. 08, 13:47
    Kommentar
    Habe mal im Fernsehen nebenbei gehört, dass man nicht einfach so Fotos von leuten (dazu zählen wohl auch Kinder, oder?) machen darf, ohne deren Einwilligung.
    Das heißt, auch ohne sexuelle Motivation ist ein Vergehen/Straftat/Wasauchimmer.

    Als Student hätte er sicher fragen können, und Bilder zeichnen würde ich sogar als viel weniger Problematisch ansehen, da 1. in der Menge viel begrenzter und 2. (allgemein) unpräzieser. Außerdem kann das schon als Kunst gewertet werden, wobei ich das bei einem Handy-Schnappschuss eher bezweifle. (Fragen sollte man aber auch fürs Zeichnen besser Fragen, denke ich.)
    #68VerfasserKlorix17 Jun. 08, 13:56
    Kommentar
    Was mich an der Geschichte am meisten schockiert, ist, dass fuer so etwas die Polizei gerufen wurde und nicht etwa der Bademeister den jungen Mann selbst zur Rede gestellt hat.

    Ich finde das ganz richtig. Schließlich kann es sich um einen vorbestraften Sexualtäter handeln. Und wenn die öfter mal überprüft werden, ist das besser als gar nicht.
    #69VerfasserNicki17 Jun. 08, 13:57
    Kommentar
    @AGB: ich glaube nicht, dass es mir gefallen würde, Fotos von meinem nackten Kind auf pädophilen Seiten im Internet wiederzufinden...
    #70Verfasser CARIOCA (324416) 17 Jun. 08, 14:01
    Kommentar
    AGB, das meinst Du jetzt aber nicht ernst, oder? Ich bin auch dafür, dass man vor der Hexenjagd innehält und hinterfragt, was man gerade tut, aber Deine Szenarien sind IMHO hanebüchen. Das heimlich Fotografieren von Menschen, egal welchen Alters und ungeachtest dessen, ob sie etwas anhaben ohne nicht, ist ein absolutes Unding, und wenn nackte Kinder die "Opfer" sind, durchaus ein Grund, die Polizei einzuschalten. Die kann sich dann gerne die Erklärungen anhören und wenn sie überzeugend sind, den Fotografen ja auch mit einer Ermahnung ziehen lassen, aber was soll ein Bademeister denn bitte tun? Er kann doch noch nicht mal die Herausgabe der Personalien veranlassen (was ich wiederum völlig in Ordnung finde).
    #71VerfasserKathrin17 Jun. 08, 14:02
    Kommentar
    Cameras on or near clothing-optional beaches must of course be used with extreme sensitivity and in some places, I am told, (e.g. Wreck Beach in Vancouver) you can reasonably expect to get lynched if you produce one. Which does not stop people (mostly couples) sometimes asking you to photograph them (together).

    As for the matter of voyeurs taking photographs of children: as a father of two I would remonstrate (possibly violently) with anyone I actually discovered doing this, but I wouldn't otherwise worry about it. If the voyeur doesn't know who the children are, and the latter are blissfully unaware, I can't see that any harm is done. (It would be a foolhardy type who tried to upload them.) Who knows what mischief these people might get up to if their relatively harmless pursuits are frustrated?
    #72Verfasser escoville (237761) 17 Jun. 08, 14:02
    Kommentar
    @ AGB

    Also ich finde deine Ansichten reichlich naiv. Wenn ich fremde nackte Kinder fotografiere, will ich Fotos von fremden nackten Kindern haben. Und das ist schon mal an sich nicht recht.

    In Zeiten von Internet und Digitalkameras ist es ein leichtes, diese Bilder dann auch noch gegen Fotos von fremden nackten Kindern zu tauschen, die andere Leute geschossen haben. Tut mir leid, aber wenn ich mich dieser Dinge nicht verdächtig machen will, dass nehme ich auch gar nicht erst die Fotos auf.

    #73Verfassereszett.de (374487) 17 Jun. 08, 14:09
    Kommentar
    @AGB
    Weder ein Kunststudent noch ein Fotograf noch ein anderer Künstler hätte die Kinder ohne unsere Erlaubnis fotografiert. Und selbst wenn deine 3. Möglichkeit stimmt (Wette) weiß ich noch immer nicht, weshalb es unbedingt nackte Kinder auf dem Foto sein mussten. Warum nicht einfach in der Stadt so tun als beantworte man SMS.
    Es ist mir als Mutter lieber, es kommt einmal zuviel die Polizei, als wenn eines Tages von den Kindern Fotos im Internet als W...-Vorlage umherschwirren.
    #74VerfasserKerstin17 Jun. 08, 14:35
    Kommentar
    Entschuldige bitte, AGB, aber das ist falsch. Das Recht auf das eigene Bild hat jeder Mensch, d.h. bei Einzelaufnahmen muss er vorher gefragt werden. Das gilt umso mehr für Kinder.

    Gerade ein Berufsfotograf würde niemals ohne zu fragen nackte Kinder fotografieren. (Und außerdem kein Handy zum "Vorfotografieren" verwenden, die Qualität ist nach wie vor viel zu schlecht, es gibt viel brauchbarere Kompaktkameras.)
    #75Verfassertigger17 Jun. 08, 14:42
    Kommentar
    Ich bin schockiert das einige mitschreibene es anzweifeln das dieser Mensch nicht Pädophil ist (Der die Photos im Freibad geschossen hat ). Es ist die Pflicht eines jeden, Kinder in der ganzen Welt zu Schützen. Wenn selbst Priester und Pfarrer in dieser Welt kinder missbrauchen sollte man keinem Menschen in dieser Hinsicht trauen. Ein Mensch mit gesunden Verstand wird wohl auch keine Bilder von nackten kleinen Kindern machen ohne vorher die Eltern zu fragen.
    #76VerfasserBerliner17 Jun. 08, 15:08
    Kommentar
    Das fotografieren fon nakten Kindern ist einfah nur Krank, und Gott sei dank ist die Polizei verstaendigt worden, auch wenn selbstjustiz in solchen faellen gerechtfertigter waere!
    #77Verfasserfothy (454063) 17 Jun. 08, 15:17
    Kommentar
    Danke, escoville.

    An alle anderen:
    Ich habe das Photographieren nicht gut geheissen. Ich habe lediglich mehrere Szenarien aufgezeigt, die die von vielen hier automatisch implizierte sexuelle Konnotation nicht aufweisen. Mir ging es nicht darum, ob geheimes Photographieren richtig ist, sondern, dass - auch bei geheimen Kinderphotos - es nicht immer um Kinderpornographie in allen ihren Auspraegungen gehen muss, sondern es auch andere Motive geben kann.
    Dass das Recht am eigenen Bild jegliche Veroeffentlichung dieser Aufnahmen ohne Einverstaendnis der Photographierten oder ihrer gesetzlichen Vertreter verbietet, ist selbstverstaendlich, gilt aber fuer alle Bilder - auch wieder voellig ohne sexuelle Konnotation.
    #78Verfasser AGB (236120) 17 Jun. 08, 16:00
    Kommentar
    @77:
    "Selbstjustiz"-Geschwafel mag cool wirken, vor allem wenn man gerade schwachsinnige vigilante-Streifen mit Chuck Norris oder Charles Bronson geguckt hat. Ist es aber nicht.
    In der Realität führt Selbstjustiz / Lynching viel zu oft dazu, dass ein Unschuldiger zum Krüppel geschlagen wird, oder dass ein weitgehend harmloser Mensch wegen einer Nichtigkeit gehängt wird ... und schließlich, dass der Vigilante selbst - zu Recht - wegen Mordes vor Gericht kommt.

    Dazu kommt: Wenn du ihn "nur" schlägst, riskierst du angezeigt zu werden oder zum Mörder zu werden. Rufst du die Polizei, besteht zwar die Möglichkeit, dass der Täter wieder frei kommt; er ist dann aber AFAIK auf jeden Fall polizeibekannt.
    #79VerfasserNuck Chorris17 Jun. 08, 16:16
    Kommentar
    @ Nuck Chorris
    Ich verstehe deine Meinung und ja in vielen Faellen ist die selbstjustiz uebertrieben, doch sobald es um meine naechsten geht, habe ich kein verstaendniss mehr. Und was bringt es mir wenn jemand bei der Polizei bekannt ist aber Fotos von kleinen nackten Kindern im Internet herum gehen?
    #80Verfasserfothy (454063) 17 Jun. 08, 16:23
    Kommentar
    Vielleicht ganz gut zu wissen, wovon gesprochen wird. Wie man sieht, in Deutschland schützt das Recht am eigenen Bild vor der Veröffentlichung eines Bildes, nicht aber davor, fotografiert zu werden und dann auch nicht immer.

    KUG § 22
    1Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.
    2Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt.
    3Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten.
    4Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.

    § 23
    (1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
    1.Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
    2.Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
    3.Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
    4.Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
    (2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.
    #81Verfasser Pachulke (286250) 17 Jun. 08, 16:42
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    @Lady_Gwen#27
    Ich hab' nie festgestellt, daß es in Dänemark am Strand eine bestimmte "Kleidervorschrift" gab. Es soll (auch rund um den Ringkjöbing Fjord) wohl "textilfreie Strände" geben...
    An allen anderen Stränden trägst Du einfach das, was Dir gerade passend erscheint
    - wenn's Dir zu kalt ist, ziehst Du den Pullover oder die Windjacke an
    - wenn Du ins Wasser willst, ziehst Du alles aus, was Du hinterher
    nicht von Sand befreien willst
    - wenn Du einen Sonnenbrand nahen fühlst, ziehst Du Dein T-Shirt an

    Kein Mensch guckt jemals danach, was Du gerade trägst (oder auch nicht). Ich finde das sehr schön in Dänemark, Du kannst am Strand tragen, was immer Dir richtig oder passend erscheint.

    Üblicherweise würde ich in Europa immer davon ausgehen, daß, je katholischer, desto mehr Klamotten (oder so).
    #82VerfasserFenlika07 Okt. 08, 01:09
    Kommentar
    quote rawsmack#34 nur auszugsweise... 
    In unserer Badeanstalt gab es auch viele junge Kinder, die halb- oder ganz nackt gebadet haben, ohne dass jemand daran Anstoss genommen hätte.
    Gab es hier in Hamburg auch...Hat keinen wirklich interessiert.

    Dass mit dem Nacktschwimmen höre ich zhier um ersten Mal und bin froh, dass ich das nicht mitmachen musste.

    Jupp, ich auch, klingt irgendwie pädophil...Ewwww!

    Wer die Doku "Liebte der Osten anders" auf Phoenix gesehen hat, dem es vieles klarer.

    In den 50er Jahren war es im Westen üblich, dass die Frau sich um den Haushalt kümmerte, während der Mann für den Unterhalt der Familie zuständig war.


    Hing natürlich von dem Mann ab, aber daß ist selbstverständlich eines der Probleme...

    Es herrschten traditionelle Rollen vor. In manchen Fällen bedeutete dies , dass der Mann "im Bett" das Sagen hatte bzw. auf die Wünsche und Belange einer Frau keine Rücksicht genommen wurde. Die sexuelle Revolution kam im Westen ja erst gegen Ende der 60er Jahre.

    Im Osten war es anders. Die Frau war nicht zuhause. Es gab immer Arbeit und für die Unterbringung der Kinder war von staatlicher Seite auch gesorgt.
    Frauen haben zwar etwas weniger als die Männer verdient. Sie waren aber von anfang an (in der neuen Republik) als Staatsbürgerinnen neben den Männern gleichberechtigt.
    ??? Wie geht Gleichberechtigung, wenn für gleiche Arbeit weniger gezahlt wird, abhängig vom Geschlecht des Lohnempfängers?

    Aufgrund dieser sicherlich auch "staatlich verordneten" Gleichberechtiung(Frauen waren offenbar nicht gleichberechtigt, sie mußten nur auch arbeiten gehen, um den Familienunterhalt zu erwerben.) war die Frau nicht gezwungen in die traditionelle Rolle einer Frau zu schlüpfen, sondern auch ihre (sexuelle) Freiheit auszuleben.Sie waren gezwungen ihre sexuelle Freiheit auszuleben???

    Schon früh, und zwar früher als im Westen, wurde staatliche Aufklärungsarbeit betrieben. Anfang der 60er Jahre gab es sogar schon die erste TV-Sendung, die dieses Thema behandelt hat. "Sexualität" wurde darin sehr offen und ohne "schlüpfrigen" Charakter behandelt.

    Aber auch ohne jede Erotik, es hatte den Charakter einer Mathematik-Vorlesung (und ich habe nichts gegen Mathematik...)

    Im Westen durfte "Sexualkundeunterricht" anfangs nur mit Genehmigung der Eltern erteilt werden.

    Ende der 60er Jahre hatte ein ostdeutsches Mädchen im Durchschnitt mit 17 Jahren ihr erstes Mal - im Westen zu Zeiten der Kommune usw war jede 5 Studentin mit 20 noch Jungfrau (laut Doku).

    Was in gewisser Weise widersprüchlich ist: Im Osten waren Porno´s verboten und im Westen ab anfang der 70er erlaubt.
    Nur das "Magazin" - eine im Osten beliebte Kultur- und Literaturzeitschrift - druckte ästhetische Nacktbilder ab.


    Das Geheimnis (des anderen oder begehrten Geschlechts) war hier mehr vorhanden? Möglicherweise wurde auch der Spaß daran leichter gesehen/gefunden?

    Im Gegensatz zum Westen hatten die Ossis kein Schönheitsideal, dass sie nacheifern "mussten".

    Es gibt (anthropologisch gesehen) immer ein Schönheitsideal, dem alle (Anhänger dieser Kultur) nach streben.

    Auch der sogenannte "Orgasmuskult" - die Suche nach dem ultimativen Orgasmus - fand im Osten nicht statt.
    Der allgemeine DDR-Bürger musste quasi selbst ausprobieren und konnte (zum Glück?) nicht nachahmen, was irgendwo abgedruckt bzw "propagiert" wurde.

    Die Frauen dort mußten darauf warten, daß ungeschickte Männer 'rausfanden, wie sie zu befriedigen sind? Arme Frauen...

    Aufgrund dieser Entwicklungen war Sexualität im Osten nichts besonderes, sondern etwas ganz normales.

    Dass das FKK Baden besonders im Osten Deutschlands sehr verbreitet ist, ist daher nicht verwunderlich.
    Nach der Wende gab es auch eine kurze Diskussion darüber, wie man mit dieser "kulturellen Besonderheit" umgehen sollte. Zum Glück wurde dabei auf die "Ossis" Rücksicht genommen und den FKK Freunden "Rückzugsgebiete" zugestanden.

    Bei einer Jubiläumsparade in Berlin 1987 führte sogar ein Zug mit "Nudisten" am damaligen Staats- und Parteichef Erich Honecker und seiner Frau Margot vorbei. Beide winkten lächelnd den nackten Leuten zu.
    Im Westen zu dieser Zeit (und vermutlich auch heute noch) nahezu undenkbar.

    Ich hoffe, dass ich nciht zu weit ausgeholt habe und etwas zum Thema beitragen konnte. Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr, da ich diese hauptsächlich aus der Doku übernommen habe.

    Für evtl. Korrekturen zu meinen Aussagen bin ich natürlich jederzeit offen :-)



    Ich hab' hier keine "Vorschau" gefunden, ich hoffe nur, ich hab die Tags nicht verdaddelt.

    Grüße
    Fenlika
    #83VerfasserFenlika07 Okt. 08, 01:49
    Kommentar
    quote anodien#42 so ungefähr...
    @mimo,

    kann deinen Beitrag nicht wirklich einordnen, hoffe aber, dass du rawsmack nicht unterstellen wolltest, er/sie trauere der DDR nach.

    Wenn ich mimo richtig verstanden habe, war das einfach nur eine schnelle Reaktion. Aus dem Bauch heraus, sie hat sich einfach nur über die idealisierte Sichtweide der Rolle der Frau in der DDR gewundert.

    Es ist nun einmal ein Fakt, dass die Rolle der Frau in der DDR eine andere war, als zu gleicher Zeit im Westen. Ob das nun eine wahre Gleichberechtigung war, ist sicher eine andere Frage. Aber die Frauen sind nun einmal in der Regel voll arbeiten gegangen.
    Ökonomische Gründe??? Sicher blieb beispielsweise die Hausarbeit oft auch an ihnen hängenRollenverteilung??? und es gab sicher auch Familien mit eher traditioneller Rollenverteilung.

    Meine Eltern waren beide berufstätig.
    Meine auch, ich bin allerdings im Westen aufgewachsen, das zählt dann nicht? Ich bin es gewöhnt, dass beispielsweise der Mann im Haushalt mithilft
    ich auch, es geht an der Stelle darum, daß man möglichst viel Zeit gemeinsam verbringen kann, hat was mit Logik zu tun...
    – ich kenne das nicht anders!

    Ich auch nicht, soll ich jetzt weinen?
    Und ich hätte nie meinen Vater als wichtigeren Entscheidungsträger betrachtet als meine Mutter
    Ich schon, mein Vater war für mich (da ich eine Tochter war) extrem wichtig.
    . Auch die Aufklärungsarbeit war, wie in der Zusammenfassung beschrieben eine ganz andere.

    Nun, ich war aufgeklärt, bevor das in der Schule statt fand.
    Sexualität war nie ein Tabuthema, weder zu Hause noch in der Schule. Deswegen kann ich damit auch heute ganz ungezwungen umgehen.

    Mittlerweile lebe ich in Westdeutschland und die Familie meines zukünftigen Mannes ist auch hier groß geworden. Da prallen Welten aufeinander. Am WE hatte ich gerade wieder eine Diskussion mit Schwimu zum Thema Rolle der Frau und Kinder. Ich vertrete dazu eine ganz klare Meinung, nämlich dass ich nicht zu Hause bleiben werde. Für sie gehört die Frau zu den Kindern.
    Dein Problem klingt füt mich mehr wie Stadt gegen Land, nicht so sehr wie Ost gegen West.

    Egal wie sauer es allen aufstößt – in diesem Bereich war es nun einmal in der DDR offener. Was viele vergessen ist, dass es zwei verschiedene Kulturen gab – die in der DDR und die in Westdeutschland. Und dass es sicher Gemeinsamkeiten gab (wie größtenteils die Sprache) aber eben auch tiefgehende Unterschiede wie beispielsweise die Einstellung zu Sexualität, die Rolle der Frau und der Stand der Kirche (letzteres mehr oder weniger zwangsverordnet in der DDR). Die Einstellung zu solchen Fragen wie Sexualität, Rolle der Frau, berufstätige Mütter etc. resultiert einfach aus der Gesellschaft und dem Umgang der Gesellschaft mit solchen Themen. Und ich denke auch, dass gerade die Rolle der Kirche in Westdeutschland in diesem Fall von Bedeutung ist. Eine Rolle die sie in der DDR eben nicht gespielt hat. Und natürlich hat man dann ein anderes Verhältnis zu diesen Themen. Deswegen ist man aber nicht automatisch Kommunist, Sozialist oder trauert dieser Zeit nach.

    Sorry für die Off-Topic Thematik, aber mich nervt das schon gewaltig auch heute manchmal noch als jemand hingestellt zu werden, der einfach nur im falschen Sinne erzogen wurde. Der halt nicht weiß was gut für ihn ist. Der halt ein vollkommen falsches Bild hat. Aus dem ja nichts werden konnte, weil er in den Kindergarten ging (Ausspruch meiner Schwimu zwar nicht auf mich bezogen aber auf eine Nachbarsjungen, über den sie sich wundert, dass so etwas aus ihm geworden ist – trotz Kindergarten). Als jemand der rechtsradikal ist. Als jemand für den man beten muss. Als Heide (so nannte mich ein Nachbar an Silvester weil ich ja von "drüben" komme). Usw. Sucht euch was aus. Und bloß weil jemand dann solche kulturellen Unterschiede wie rawsmack beschreibt, will derjenige dann die Mauer zurück. Oder ist ein Kommunist. Oder wählt die Linke. Oder verherrlicht die damalige Zeit.

    Die DDR war ein Regime und ich würde niemals die Mauer zurückwollen. Generell fühle ich mich wohl hier wo ich bin als auch zu Hause. Aber manchmal fühle ich mich hier auch fremd, eben weil mir bestimmte Dinge unbekannt sind, weil ich so nicht groß geworden bin. Dazu gehört eben beispielsweise die Einstellung zur Kirche (ich wohne auf dem Land, da ist das noch etwas stärker aber auch ansonsten sind zumindest fast alle hier getauft), die Rolle der Frau (z.B. Problem der Kinderbetreuung, das ja jetzt angegangen wird) aber auch solche Themen wie der Umgang mit Sexualität (Einstellung zu FKK, Sauna, Körpergefühl, Schönheitsempfinden). Aber warum darf ich diesen Teil meiner Kultur nicht behalten, der ja auch mich als Person ausmacht. Warum wird so etwas immer so schnell politisiert, wenn man über diese Zeit spricht?
    #84VerfasserFenlika07 Okt. 08, 02:17
     
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