| Kommentar | Ich glaube Ex-Wirbelwind bestätigt meine Befürchtungen.:
"Where beachbar?" "German cars better, no?" "You come my room?"
Wenn dir diese lieblose Herangehensweise an eine Sprache ausreicht, schön. Mir wäre dieses stümperhafte Pidgin English peinlich. Was ich damit meinem Gegenüber vermittle ist Unwissenheit, Desinteresse bis zu einem Gewissen Grad an Faulheit, sich mit der Sprache auseinander zu setzen. (Ich spreche hier nicht von Anfängerfehlern.) Wo kommt dieser Drang nach Mittelmäßigkeit her? Überall mittelmäßig sein aber nirgendswo gut. (Juchu, ich spreche 10 Sprachen, keine richtig, aber mein Gegenüber muss eben genau zuhören.) Ich bleibe dabei: Nicht die Masse macht es, sondern Qualität.
Ich finde nicht, dass man beim Lernen Altersunterschiede machen sollte. Kinder müssen das Falschgelernte auch wieder umlernen, genauso wie ich in meinem Leistungskurs, hätte ich die Lehrerin aus dem Nebenkurs erwischt. (Gott bewahre!) Wer glaubt, dass ein Kind an ein paar Grammatikkorrekturen zerbricht, der hat wohl schon lange keine richtige Schule mehr von innen gesehen.
Ich habe selbst zwei Jahre lang als Au-pair zwei Kinder in GB betreut, was mir die Augen geöffnet hat. Meine Anweisungen waren von Anfang an beide Kinder FÜR ALLES zu loben auch beim Deutschvokabeln lernen. Fehler wurden nicht korrigiert. Das Ergebnis waren zwei sehr, sehr selbstbewusste Kinder, die überhaupt keine Selbsteinschätzung in Bezug auf ihre Fähigkeiten besaßen. Da sie immer gleich Alles auf Anhieb richtig konnten, haben sie sich irgendwann auch keine Mühe mehr gegeben, da das Ergebnis ja sowieso immer super, toll und klasse war. Ohne auch mal eine Hürde überwinden zu müssen und den harterarbeiteten Erfolg zu genießen, ließ dann auch das das Interesse am Lernstoff in Mitleidenschaft geraten.
Wenn mir meine Englischlehrerin am Montag sagen würde: "Pass mal auf deine guten Noten, die du bis jetzt bekommen hast, waren nur dazu da um dein Ego zu stärken, damit du nicht gleich am Anfang aufgibst. Jetzt wird's aber Zeit, dass wir mal mit richtigem Englisch anfangen..." dann würde ich ihr mein Englischbuch um die Ohren hauen und das Fach so schnell wie möglich abwählen.
Ich habe nicht nur Spaß am Erfolg beim Lernen, sondern auch beim Lernen selbst und am Allerwichtigsten beim Anwenden des Gelernten. Und dabei möchte ich die Gewissheit haben, dass ich meine eigenen Fähigkeiten aufgrund des Feedbacks von meiner Umwelt, richtig einschätze. Auch Kinder haben das Recht darauf zu wissen wo sie zwischen den Anderen stehen. Mit Kritik kann man wachsen, ohne lebt man in seiner eigenen Fantasiewelt. Lernspaß kann man auch anders und besser fördern als offensichtlich Falsches stehenzulassen. |
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