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    Land und Leute

    Sollen Jugendliche in der Schule Markenkleidung tragen dürfen? Ja oder Nein?

    Betrifft

    Sollen Jugendliche in der Schule Markenkleidung tragen dürfen? Ja oder Nein?

    Kommentar
    hi liebe Leos ich bräuchte dringeng eure Meinung und Argumente... wäre euch sehr dankbar!!!
    ggggglg
    Verfassermoi17 Apr. 08, 23:01
    Kommentar
    Steht morgen eine Englischarbeit an?
    #1Verfassereastworld17 Apr. 08, 23:15
    Kommentar
    @ eastworld: Scheint fast so.

    @ moi: In der anderen Rubrik hat dir doch schon jemand einen passenden Link empfohlen.
    www.cleanclothes.org

    Kannst du auch ein bisschen selbst recherchieren, Argumente finden, eine eigene Meinung bilden oder müssen das nur andere für dich machen?
    #2Verfasser ray-c (408594) 17 Apr. 08, 23:20
    Kommentar
    Nein!
    #3Verfasser Wolfman (236211) 20 Apr. 08, 00:20
    Kommentar
    Wer will 'moi' den da einen Vorwurf machen, dass er/sie keine Lust hast, selber zu denken? Die Lehrer scheinen sich ja auch keine neue Aufsatzthemen einfallen zu lassen. ;-))

    Oder hat irgendjemand genau diese Thema nicht schon vor Jahren in der eigenen Schulzeit durchgekaut?
    #4VerfasserSimon A. (367790) 20 Apr. 08, 19:22
    Kommentar
    Oder hat irgendjemand genau diese Thema nicht schon vor Jahren in der eigenen Schulzeit durchgekaut?

    *aufzeig* Nope, nie. Könnte aber daran liegen, dass es bei uns damals noch nicht ganz so wichtig war. Nostalgie!!
    #5Verfasser Ninquelote (274086) 20 Apr. 08, 19:40
    Kommentar
    Na ja, früher wurde wohl auch eher die Frage nach dem Für und Wider des Tragens von Schuluniformen gestellt, die Angelegenheit also von der anderen Seite her aufgerollt . . .

    Tja, und ist 'Designerkleidung' es auch dann noch, wenn das Label entfernt oder unkenntlich gemacht wurde?

    Und fallen auch Imitationen unter den Begriff Markenkleidung oder dürften die dann, da Fälschungen und eben nicht vom Designer, getragen werden ?? . . . ;-)))
    #6VerfasserDaddy20 Apr. 08, 19:59
    Kommentar
    Ich stamme auch noch aus der "SchulunuformdebattenZeit". Ich finde man könnte die gleichen Argumente verwenden, da Markenkleidung mitlerweile, zumindest in einigen Schulen, oder noch besser gesagt in den Unterstufen, zu einer Art Schuluniform geworden ist.

    Ps: Was wir unter Deignwerkleidung verstehen, ist zeitlich begrenzt, was heute als "in" gilt, kann morgen aus der ode kommen, genau das wird von vielen missachtet. Natürlich klann es sein das ein Schhuh von Adidas zum Kult wird, aber wer kann sich, außer einem extremen AdidasFanatiker, an das Modell vor 10 Jahren erinnern? Ich nicht. Eine Marke sollte uns zwar das Gefühl der Wichtigkleit vermitteln, aber oft hat man Angst schhon bald aus der Mode zu kommen.
    #7VerfasserDW20 Apr. 08, 20:24
    Kommentar
    Stimmt, ihr habt recht, das Aufsatzthema hiess auch bei mir "Sollen Schuluniformen eingefuehrt werden?" Aber das Standardargument war damals, dass das den aermeren Schuelern ersparen wuerde, fuer ihre Nicht-Marken-Kleidung ausgelacht zu werden.

    Also ziehe ich die Behauptuing zurueck, mois Lehrer lasse sich nichts Neues einfallen. Er/Sie hat das Thema immerhin andersherum aufgezogen. ;-)
    #8VerfasserSimon A. (367790) 20 Apr. 08, 21:02
    Kommentar
    Also nun meine Meinung. (Ich bin noch ein Jugendlicher)

    Also bei mir ist es so, dass ich durchaus Markenkleider trage.
    Und ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich sie nicht wegen der Marke kaufe, sie sind einfach speziell. Ich weiss nicht ob Ihr euch auskennt, aber z.B: ein Quicksilver-Shirt ist speziell. Das Muster, das Material.
    Ein T-Shirt aus dem H&M trägt jeder Zweite an unserer Schule, deshalb bin ich dagegen.

    Ich denke jeder will sich indentifizieren (weiss nicht, ob ich das richtige Wort getroffen hab). Jeder will ein wenig anders sein, und selbstverständlich will man dem anderen Geschlecht auch gefallen. So ergeht es mir zumindest.

    Ich finde es ist einfach, dass man anders sein will. Ein wenig speziell.

    Aber bei unserer Schule wird jetzt auch niemand ausgegrenzt wegen seinen Nicht-Markenkleidern.
    Ich finde wenn man Markenkleider verbietet, dann darf man auch nicht die Frisur haben, die man will. Denn es gibt ja überall "Andere". Man kann die Menschen auch wegen ihrer Herkunft (wie es bei uns manchmal der Fall ist) diskrimminieren.

    Und was will man eigentlich entgegen setzen? Schuluniform nehme ich an.
    Damit könnte jetzt ICH durchaus leben, da cih auf einer Bank arbeite. Allerdings denke ich nun an Mädchen (was ich nicht bin ;-)) und die haben ja dann gar keine Auswahl mehr, was ihnen sicher zu schaffen macht.
    Und auch ich überlege gerne was ich anziehen soll =)


    Bin gespannt auf andere Argumente =)
    #9VerfasserScouser21 Apr. 08, 11:27
    Kommentar
    Hallo, ich gehe in die neunte Klasse eines Gymnasiums.
    Bei uns tragen die meisten Markenklamotten, z.B. Quiksilver,
    Hilfiger, Nike, Adidas. Ich selbst stehe allerdings auf Hugo Boss
    und setze mich dadurch etwas von den anderen ab.
    Zum Beispiel trage ich nur Anzüge, manchmal allerdings auch Calvin Klein.
    Wenn andere Eltern haben, die sich das nicht leisten können, ist das natürlich
    schade, aber so ist die Welt nunmal. Es gibt immer Gewinner und Verlierer.
    Ich fände es schade, wenn wir Uniformen tragen müssten. Wir sind doch keine
    Eisenbahnschaffner.
    #10VerfasserRobin21 Apr. 08, 12:30
    Kommentar
    Der Kommentar von Robin macht deutlich, dass das Gefälle zwischen arm und reich auch an unseren Schulen immer deutlicher zu Tage tritt. Wenn Schüler Anzüge im Wert mehrerer hundert Euro tragen müssen, um sich von anderen abzugrenzen, dann sollte man sich die Einführung von Schuluniformen ernsthaft überlegen.
    #11Verfassermic9721 Apr. 08, 12:48
    Kommentar
    Gott, in der 9. Klasse Boss zu tragen ist doch ne blamage!
    ich glaube der Junge ist ein snob und das in diesem Alter!
    #12Verfasserbelze21 Apr. 08, 12:54
    Kommentar
    Welche Eltern finanzieren denn einem Neuntklässer Anzüge von BOSS?

    Ich denke das relativiert sich eh alles, sobald man selber für seinen Lebensunterhalt aufkommen muss. Da überlegt man sich schon 2-mal, ob eine Jeans wirklich 300€ kosten muss oder ob's einen für 70€ oder eine vom H&M nicht auch tut.

    Das Argument, H&M tage jeder und alle sehen gleich aus ist mE nicht haltbar, da man durch Accessoires und dergleichen auch solche Kleider zu sehr individuellen Outfits zusammenstellen.
    #13Verfasser bienchen (de) (236808) 21 Apr. 08, 13:00
    Kommentar
    Wobei die individuellen Outfits von H&M ja von flinken Kinderhänden in Bangladesh und Indien zusammengenäht werden.
    #14VerfasserBedenkenträger21 Apr. 08, 13:04
    Kommentar
    Das Problem ist einerseits, dass man durch Kleidung klar seinen Status ausdrückt:

    Reichensöhnchen und superangepasster Oberstreber? Auch bei uns in den 80ern gab's solche Angeber wie Robin, aber meist nur an bestimmten Schulen.

    Kind armer Leute? Die sich für sportlich haltende Lacostefraktion, die Hilfigerproleten [Sorry, aber bei DEM Style hab ich echt kein Mitleid], Pseudopunk, Bill-Style-Fan, Krocha? Mit Kleidung drückt man - zunehmend - aus, wer und was man ist.

    Wer dies nicht glaubt, möge die Bahnstrecke Venlo-Krefeld ein paarmal im Anzug und ein paarmal mit zerfledderter Lederjacke und löchriger Jeans befahren, und dabei auf die Blicke der anderen Fahrgäste (und der Zivilbeamten) achten.

    IMO macht es wohl viel Sinn, an der Schule Uniformpflicht einzuführen - gerade weil der peer-group-Druck zu bestimmten Marken sehr groß zu sein scheint, wohl auch weil die Jugendlichen von der Werbung besonders leicht beeinflussbar sind und nicht ausreichend klar zwischen dem Sein und dem äußeren Schein trennen: Du bist, als was du dich kleidest. Anstatt Krocha, Außenseiter, Möchtegernrebell, Reichensöhnchen und so weiter gäbe es in Uniform v.a. den _Schüler_. So würden sich die Jugendlichen vielleicht eher aufs Lernen stürzen, statt auf den Außenseiter mit den falschen Turnschuhen.

    Andererseits - wenn man Uniformen ausgibt, benutzen die Kids wohl andere Mittel, um ihren Status oder ihre Gruppenzugehörigkeit zu bekennen; seien es Schmuckstücke oder Piercings oder Buttons etc.

    #15Verfasseryx21 Apr. 08, 13:23
    Kommentar
    http://www.ruetli-oberschule.de/projekte/ruet...

    Bei Schuluniformen macht sich der Geldbeutel der Eltern in der Regel in der Qualität bemerkbar, aber im Zeitalter des Markenwahns sehe ich eine Menge Vorteile für die Schüler - nicht nur die mit wenig Geld, sondern es ist für die mit mehr ja vielleicht ganz gut mal zu lernen, wie man durch Persönlichkeit auffällt statt durch Klamotten.
    #16VerfasserCJ unplugged21 Apr. 08, 13:40
    Kommentar
    Also ich muss mich noch ein wenig genauer ausdrücken...

    Ich bin nun in einer weiterführenden Schule. Im 1. Jahr.
    Und frührer habe ich nur Markenkleider getragen, aber jetzt wo ich das Geld selber verdiene muss ich *** (weiss nicht wer das geschrieben hat, und bin zu faul, um nachzusehn :-P) recht geben. Denn jetzt kaufe ich nur noch Markenhosen, da diese mit Abstand (!) am bequemsten sind.
    In meinem Falle Dickies, ich trage nie Jeans.

    Und ja, also das mit den Anzügen finde ich ehrlich gesagt ein wenig sehr übertrieben.
    Bei mir in der Schweiz, nähe des Bodensees ist es nicht so extrem.

    Und apropos H&M: DIe Qualität lässt zu wünschen übrig.

    ach ja, und als ich in London war, kaufte ich auch sehr billige Sachen, nur der Unterscheid ist, dass es niemand hat. Weil es aus London ist, und darum (weil es eben darum geht, Indiviualität auszustrahlen) kann man auch günstige Sachen, die niemand hat, kaufen.
    #17VerfasserScouser21 Apr. 08, 14:01
    Kommentar
    Natürlich ist die Qualität bei Ketten wie H&M nicht so toll, aber für Sachen, die man nur eine Saison trägt, tuts das schon, finde ich. Auch so Basics wie Hemdblusen finde ich qualitativ nicht sooo schlecht. Da kann man für etwa gleiche Qualität, sagen wir bei Esprit (die mE in den letzten Jahren qualitativ extrem nachgelassen haben), locker das Doppelte ausgeben.

    Aber zurück zum Thema Markenkleidung an Schulen. Ich bin durchaus eine Befürworterin von Schuluniformen, da dadurch das stundenlange Styling mancher Teenies morgens vor der Schule etwas in die Schranken gewiesen wird und es den Geldbeutel der Eltern durchaus schon.
    #18Verfasser bienchen (de) (236808) 21 Apr. 08, 14:09
    Kommentar
    Markenkleider, who knows, but some sort of dress code seems to be a must these days. I have a male friend who is a teacher, and he ends up looking at the tops of his female pupil`s heads when talking to them when they are seated, since to look lower would be to view cleavage and other undesirable body areas apparently out there for the looking.
    #19Verfasser Selkie (236097) 21 Apr. 08, 14:12
    Kommentar
    Also ich finde es ist total egal, bzw. es kann den Eltern total egal sein, wie lange die Jugendlichen vor dem Spiegel stehen.
    Und ehrlich gesagt finde ich, die Kinder, die ihre Kleider immer bekommen, sehr verwöhnt.
    #20VerfasserScouser21 Apr. 08, 14:25
    Kommentar
    moin also ich muss etz ma meine meinung kund tun. bei uns an der schule tragen nua ca 5 leutz markenglammodden. und keiner wird gemobbt maximal die die glamodden anhaben weil se keiner mag^^ aba sons haben mia en tohles klima an unserer schule also in diesem sinne hf gl un ein schönes leben noch.....
    #21Verfasserjandl21 Apr. 08, 14:33
    Kommentar
    Scouser, widersprichst Du dir da nicht selbst, wenn Du einerseits als Pro argument fuer Markenklamotte, deren hoehere Qualitaet anfuehrst und dann im naechsten Satz sagst, dass Klamotten, die man anderswo kauft ja ruhig auch billiger (->qualitaetsaermer) sein duerfen, weil sie niemand anderes hat?

    Persoenlich kann ich dem Qualitaetsargument nichts abgewinnen, ich hatte schon gute und schlechte Qualitaet bei H&M, aber auch bei sogenannten Marken wie Esprit, S.Oliver, Boss. Erscheint das uebrigens nur mir so, dass Esprit frueher zwar gehobene Preise, aber doch noch im Rahmen hatte, und die letzten Jahre versucht sich mit deutlich hoeheren Preisen als "Marke" zu qualifizieren?
    #22VerfasserStarfisch777 (421121) 21 Apr. 08, 14:58
    Kommentar
    Nicht nur die offensichtlichen wie Lakotz oder Benetton sind "Marken".

    Auch die Jugendkulturen, die sich als revolutionär oder gegen das System gerichtet gerieren, tragen solche - Doc Marten's, Pitbull Germany, Lonsdale, usw sind "Marken", die eine deutliche Aussage über ihren Träger bzw. bestimmte politische Haltungen des Trägers machen.

    Stil ist eben bis zu einem gewissen Grad politisch; einerseits reizen Jugendliche aus, wie weit sie gehen können und welche Konventionsbrüche noch zulässig sind; andererseits drückt man eben über Kleidung Zugehörigkeit aus.

    Hemd und Krawatte? Sagt IMO sowas wie Verlässlichkeit, Oberschicht, Schreibtischjob, Verantwortung; zu meiner Unizeit ist die halbe BWL-Fraktion im hellgelben Sakko mit Aktenköfferchen herumgelaufen, wenig später war man ohne Mobiltelefon kein richtiger Wirtschaftsstudent *schüttel*

    Jandl: Bei euch in der Schule tragen vielleicht nur 5 "Markenklamotten" von großen Firmen; aber meiner Vermutung nach kann man viele zu irgendeiner Art von Gruppe zählen, und dies an der Kleidung ablesen. Oder?
    #23Verfasseryx21 Apr. 08, 15:01
    Kommentar
    @ Scouser: Hast du Kinder? Eher nicht, oder? Warte mal, bis du morgens verzeifelt vo dem Bad stehst weil du zur Arbeit willst, weil eine Teenager das Bad seit 2 Stunden blockiert....*grins*
    #24Verfasser bienchen (de) (236808) 21 Apr. 08, 15:08
    Kommentar
    Also mein Traum-Schuluniform war immer ein FDJ-Hemd mit einer HJ-Hose. :-)
    und nein, umgekehrt sieht es nicht gut aus.

    Außerdem können doch alle einfach des "Kaisers neue Kleider" tragen. Sind keine Markenklamotten und Waffen, Handy und Spikzettel hätte auch keiner direkt am "Mann/Frau".

    SCNR.
    #25Verfasserhemdsärmlig21 Apr. 08, 15:26
    Kommentar
    @starfisch777

    Ja das habe ich so geasgt, allerdings meine ich, die Kleider von London hat garantiert keiner meiner Schulkollegen, deshalb ist dort der "Special-Faktor" entscheidender als der "Qualitäts-Faktor"
    Das mit der Qualität ist ein Vorwand für die Eltern, aber teilweise stimmt es ;-)


    @ bienchen (de)

    Ne hab ich nicht. Aber ich gehe eh später oder früher arbeiten als die Kinder. =)
    (und ausserdem möchte ich ein Haus mitm ehr als nur einem Bad)
    #26VerfasserScouser21 Apr. 08, 15:49
    Kommentar
    Sollte oder darf sich denn eine schule zu dem Markenwahnsinn positionieren?
    Ich mein, da arbeiten jede Menge Lehrer die sich wie auf der Mailaender Modewoche vorkommen muessen (ok .. so geschmackvoll wirds in der Schule nicht zugehen).

    Warum unterhält man sich denn nicht mal mit den Schuelern, über Marketing, Psychologie und ..? Oder .. oder ist das vielleicht wirtschaftsschädigend? :)
    #27Verfasser la.ktho (236390) 21 Apr. 08, 16:00
    Kommentar
    Bei uns damals war`s so, dass nicht die Doc Martens an sich eine politische Aussage hatten; es kam auf die Schnürsenkel an, die man seinen Doc Marten`s verpasste (rot = links; weiß = rechts). Extrem albern alles! Ich trug auch eine Zeit lang Doc Martens-Halbschuhe mit "normalen" Schuhbendeln, ohne jeden politischen oder weltanschaulichen Hintergedanken, einfach weil`s aus meiner Sicht sehr gute Halbschuhe sind (haltbar, strapazierfähig, bequem). Ich finde, man sollte nicht zu viel in Kleidung hineininterpretieren. Ich denke, es ist zu kurz gegriffen, als Ursache für Mobbing die Kleidung verantwortlich zu machen. Ich denke, das ist nur ein Anlaß. Verbietet man Markenklamotten oder führt Schuluniformen ein, werden halt andere Anlässe/Gründe gesucht und gefunden, andere zu mobben. Schade ist, dass es so scheint, als ob Jugendliche heute mehr denn je meinen, das "Spezielle" an ihnen hauptsächlich durch Kleidung oder sonstige Äußerlichkeiten ausdrücken zu können.
    #28VerfasserSille7421 Apr. 08, 16:03
    Kommentar
    Früher war ein Argument _gegen_ Schuluniformen, dass diese teuer sein. Heutzutage ist ein Argument _für_ Schuluniformen, dass diese billiger sind als das Markenkleidungs-Wettrüsten der Schüler. So ändern sich die Zeiten.
    #29Verfasser Chris (AT) (237739) 21 Apr. 08, 16:56
    Kommentar
    Do you really think Robin's comment was meant seriously?? It sounds so stereotypically snobbish that I really can't imagine anyone writing it and meaning it...
    #30VerfasserAlice21 Apr. 08, 17:48
    Kommentar
    Es gibt immer Gründe jemanden zu mobben. Ich halte Kleidung da sogar für sekundär, auch wenn es durchaus ein Faktor ist.
    Ich glaube, dass Mobbing an Schulen mit Schuluniformen nur unwesentlich abnehmen würde.
    Ich war bis zur 6. Klasse einschließlich immer recht beliebt, trug unter anderem die "richtigen" Marken und hatte keinerlei Probleme. Habe mich dann mit einer Außenseiterin angefreundet und war schon mit ein Opfer, dass man nach Belieben fertig machen konnte. An meiner Kleidung hat sich da nicht viel verändert. Ich bin sogar wegen guter Noten beleidigt worden. Oder auch, wegen nicht so guter Noten. Fehler im Unterricht wurden aufgegriffen und unsportlich zu sein, hilft auch nicht.
    Das schlimmste für mich war, dass die Lehrer nicht wirklich dazwischen sind. Mein Französischlehrer hat mich vor gesammelter Mannschaft in der 10 als "dumm" betitelt und gemeint, ich solle lieber eine Ausbildung bei dm machen, denn Abitur würde ich ganz bestimmt nicht schaffen (ich möchte betonen, dass ich dabei bin ein Abi an einer anderen Schule von ca. 2,2 zu machen). Mein Sportlehrer war auch nie eine Unterstützung und hetzte auch mehr auf.
    So viel dazu, dass es um Kleidung geht bei sowas. Mir fällt an sich nicht ein Beispiel ein, bei dem es um die Kleidung gegangen wäre.
    Ich jedenfalls hätte mir mehr Unterstützung von Lehrerseite gewünscht. Das sehe ich als das eigentliche Problem an.

    Dennoch befürworte ich Schuluniformen persönlich. Es stärkt vielleicht das Gefühl von Zusammengehörigkeit an der Schule und unterbindet möglicherweise einen kleinen Teil an Mobbing.
    Ich hätte gerne ein T-Shirt oder ähnliches, das mich als meiner Schule zugehörig kennzeichnet bzw. hätte ich das gerne gehabt (Jetzt habe ich mein Abi-T-Shirt). Man ist ja schon irgendwo stolz auf seine Schule.
    Allerdings sehe ich da Konflikte mit anderen Schulen, die es auch so schon gibt.
    #31Verfasser summerly (396910) 21 Apr. 08, 18:30
    Kommentar
    Korrektur: Ein S zu viel...
    "...ein Opfer, das man..."
    #32Verfasser summerly (396910) 21 Apr. 08, 18:34
    Kommentar
    @la.ktho: You advocate talking to young people? Wow, that's a new idea. It might not work as well in the short term as a ban on name brand clothing, but it might work better in the long run, assuming the teachers are trying to educate the children and not just dictate to them.

    #33VerfasserAmy-MiMi21 Apr. 08, 22:41
    Kommentar
    Und was lernen wir daraus?


    Doc Martens sind stabil und bequem und Esprit haben in den letzten Jahren stark nachgelassen.
    Qualität von H&M? Unterirdisch. Boss? Was für Streber und Kinder reicher Eltern.
    Bleibt noch Hilfiger. Prollig bis hiphoppig.


    Knut Kiesewut
    #34VerfasserKnut Kiesewut22 Apr. 08, 10:40
    Kommentar
    Knut: Dann könnte man zB Amateur-Kulturarchäologie betreiben und deine Aussage als typisches Weltbild heutiger Jugendlicher betrachten - und dies dann etwa mit dem Weltbild eines Jugendlichen vergleichen, wie es in Jugendromanen aus dem letzten Jahrhundert vorkommt.

    Auch da waren Marken schon verbreitet, klar; auch las man vieles an der Kleidung ab -- aber da zählte eher der Schnitt, in Zeiten größter Not auch die verwendete Stoffmenge, und AFAIK nur bei höchstwertigen Produkten das aufgenähte Etikett des Herstellers.

    Beispiel? Im WWII gab es - trotz akuter Lebensgefahr - eine gegen die HJ gerichtete Gegenbewegung, die "Swing-Jugend" oder Schlurfs. Kennzeichen waren u.a. zu weit geschnittene Kleidung (und das mitten in all der Not!), ein Hang zu verbotener Jazzmusik, und harmlose Protestaktionen gegen HJ-Konzerte und dergleichen. [Wobei die HJ mit staatlicher Unterstützung und Billigung der Lehrer systematisch die Schulen und Städte terrorisierte und alles, was ihr nicht passte, krankenhausreif schlug.]


    Wir lernen also ...
    Jugendkulturen und Gegenkulturen sind nix Neues,
    Sie drücken ihre Zugehörigkeit immer schon mit Kleidung aus;
    Nicht immer ist das so unsubtil wie bei den roten und blauen Klamotten in Los Angeles (bloods vs crips),
    und nachdem Marken (sowohl Nobelmarken als auch Billigmarken) immer mehr die selbstgenähte Kleidung verdrängen, nehmen diese wohl an Bedeutung zu.
    #35Verfasseryx22 Apr. 08, 11:07
    Kommentar
    Sille: Ich haette sicherlich links rot und rechts weisse schnuersenkel getragen und vllt noch veruscht nen gruenenunterzu bringen .. das haette die schubladendenker sicherlich schwer irritiert :o)

    amy ?? .. ist das nicht eine ganz logische schlussfolgerung? .. ich mein wenns das schon nicht von den eltern lernen ..schande ueber alle eltern! ;) .. wozu haben des den sozialkunde 7 ehink whatever unterricht? ..

    und wenn man dann das ganze noch so froehlich gestaltet .. dass mann die wertvoll wichtigen bedeutenden marken der laecherlich preis gibt .. hmm .. ich denk dann kommt eher ein komisches gefuehl auf .. so dumm zu sein und marken grundlos zu tragen ..

    das einzige wofuer ich gutes geld zahl .. sind outdoor klamotten .. aber eben aus dem grund .. dass es mir egal sein kann .. wie das wetter in den bergen ist .. oder wird ..
    hab naemlich mal festgestellt .. berge sind dr00m zum wandern .. dummerweise muss man zu fuss wieder ganz runter .. wenn man was vergass *gg*
    #36Verfasser la.ktho (236390) 22 Apr. 08, 11:27
    Kommentar
    Hallo YX,

    weiter oben hast Du festgestellt: "Auch die Jugendkulturen, die sich als revolutionär oder gegen das System gerichtet gerieren, tragen solche - Doc Marten's, Pitbull Germany, Lonsdale, usw sind "Marken", die eine deutliche Aussage über ihren Träger bzw. bestimmte politische Haltungen des Trägers machen."
    Welche deutliche Aussage kann über die Träger von Lonsdale Klamotten getroffen werden?
    #37VerfasserLeon Traceut22 Apr. 08, 11:28
    Kommentar
    Auch wenn Jugendliche normalerweise kein SUV haben.
    Aber was soll den ein riesiges großes Auto, mit dem niemand ins Gelände will und kann?

    Diesem Wahnsinn kann man ja mal in der Schule behandeln. Anyway. Bigger is better.
    #38Verfasser la.ktho (236390) 22 Apr. 08, 11:38
    Kommentar
    @Knut (#34): ;-)

    @la.ktho (#36):

    "Ich haette sicherlich links rot und rechts weisse schnuersenkel getragen und vllt noch veruscht nen gruenen unterzubringen .. das haette die schubladendenker sicherlich schwer irritiert"

    Ui, das wär mal interessant gewesen. Ich fürchte nur, die Irritation hätt` nicht lange angehalten und Du hättest von beiden Gruppen Keile bekommen ;-)


    @ Leon (#37): Träger von Lonsdale-Klamotten steckt man gerne in die Schublade "rechts/Neonazi" (keine Ahnung, ob das tatsächlich so zutrifft)
    #39VerfasserSille7422 Apr. 08, 14:14
    Kommentar
    @Sille: Diese subkulturellen Codes unterschieden sich anscheinend je nach Region; unstrittig ist wohl nur, dass es vor Ewigkeiten mal ein paar kommunistische, antirassistische "Sharp"-Skinheads gab.

    [Persönlich halte ich davon gar nichts: Wer sich wie ein Nazi kleidet und rasiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ihn für einen hält; zudem werden die Redskins IMO meist von Jugendlichen als Ausrede gebracht, im ihren eigenen schlechten Geschmack bei der Auswahl ihrer Saufkumpanen zu verbergen: "Ja, die haben schon kurze Haare, aber vor 20 Jahren in Frankreich gab es 4 antirassistische Skinheads also sind die heutigen Glatzen sicher voll okay, oder?".]

    Meine Halbgeschwister etwa meinten, dass "rote Schnürsenkel" bedeuten würden, dass dieser Rassekrieger Blut vergossen hat (also einen Ausländer verdroschen oder abgestochen); dies scheint auch in den USA die gängige Interpretation zu sein.

    Rot sei dann bei Punks die Anarchie, behauptet Wikipedia, und Rot/Schwarz Anarchie, was IMO jedoch inhaltlich falsch ist, und Gelb für irgendeine seltsame illegale Politsekte.
    Nach der mir bekannten politischen "Farbenlehre" steht jedoch Rot für Kommunismus, Schwarz für Anarchismus, Rot/Schwarz AFAIK für die kaum mehr bekannten [Anarcho-]Syndikalisten.

    Dürfte aber wenig Unterschied machen - ich bin zutiefst skeptisch, was Punk und "Politik" angeht, seit ich eine "politische" Streiterei zwischen Punkgruppen mithören musste. (So viel Dummheit auf einmal *heul*)
    Ist aber bei Skins wohl auch nicht viel anders: Die kapieren bloß nicht, dass sie unter echten Nazis die ersten wären, die auf Kosten der eigenen Familie hingerichtet würden.
    So hab ich auch wenig Mitleid mit Redskins, die von Braunskins verdroschen werden und dergleichen: Wer sich kleidet wie gewalttätiger Pöbel, sollte auch einstecken können wie gewalttätiger Pöbel.
    #40Verfassergrünerschnürsenkel22 Apr. 08, 15:08
    Kommentar
    Ich finde es ist auch wichtig was man unter Uniform versteht.

    So wie summerly das gesagt hat mit dem T-Shirt. Das ist für mich bei weitem noch keine Uniform.

    Uniform für mich:

    Mädchen:
    Eine oder halt zwei Blusen
    Eine Hose
    Strümpfe
    Rock


    Männer:
    T-Shirt
    Hose
    Krawatte



    so würde dass bei mir aussehen. (ich habe einiges vergessen, einfach "in Schale" müssen sie mit der Uniform sein)
    #41VerfasserScouser22 Apr. 08, 15:13
    Kommentar
    @ #40: Ich glaube, das muss jetzt höhere Farbenlehre sein, da komm` ich nicht mehr ganz mit ...

    #42VerfasserSille7422 Apr. 08, 15:20
    Kommentar
    T-Shirt und Krawatte, aber kein Hemd? Eigenartige Uniform, das. Entweder T-Shirt, dann aber bitte auch für die Mädchen, oder Oberhemd + Krawatte für die Jungs ("Männer" gab es zu meiner Zeit unter der Schülerschaft ganz bestimmt nicht) und Bluse für die Mädchen. Und wieso zwei Blusen? Dass man mehrere Uniformteile zum Wechseln hat, sollte eh selbstverständlich sein, oder trägst Du eine Woche lang dasselbe T-Shirt?

    #43Verfasser Dragon (238202) 22 Apr. 08, 15:29
    Kommentar
    @Scouser: Für mich ist ein T-Shirt auch keine Uniform in dem Sinne. Ich hätte das von dir beschriebene auch nicht schlecht gefunden.
    Das T-Shirt diente als Beispiel. Und wenn schon keine Uniform, dann würde ich das T-Shirt dennoch gut finden.
    Gar nicht mal auf der verplichteten Ebene.
    Geht es also wirklich um Schuluniformen, die eingeführt werden sollten, wäre ich auch für etwas das etwas mehr förmlich ist, als ein T-Shirt. Ich bin aber auch generell für etwas mehr Disziplin und Autorität und der Schule. Klingt komisch, wenn man bedenkt, dass ich ja schon eher die Schülerseite vertrete, aber ich bin schon immer mit den strengen Lehrern besser klar gekommen und habe bei diesen auch mehr gelernt.
    #44Verfasser summerly (396910) 22 Apr. 08, 15:30
    Kommentar
    @ grünerschnürsenkel
    Du beurteilst Leute nach ihrem Äußeren und findest auch Gewalt gegenüber Trägern eines bestimmten Kleidungsstils durchaus gerechtfertigt? Dir ist schon klar, dass Du Dich damit auf eine Stufe mit den von Dir anscheinend gehassten Nazis stellst? Die tun nämlich nichts anderes - die verurteilen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Du aufgrund von Klamotten und Frisuren.

    »Nicht nur bei der Darstellung in den Medien werden, wenn die Rede von faschistischen Gewalttätern ist, die Begriffe Skinheads und Nazis gleichgesetzt. Das bedeutet eine pauschale Diffamierung einer der ältesten Jugend- und Subkulturen, und ist schlichtweg falsch..."
    (Quelle: Info-Zentrum für Rassismusforschung an der Universität Marburg)

    mehr zu diesem Thema:
    http://du-sollst-skinheads-nicht-mit-nazis-ve...
    #45VerfasserLeon Traceut22 Apr. 08, 16:28
    Kommentar
    Jetzt weiß ich wieder, was ich an der Idee von Schulunimormen daneben fand. Die Gefahr der Nebenbei-Einführung einer klassisch konservativen Kleiderordnung, in der Mädchen Blusen und *würg* Röcke tragen *müssen*.
    Dass führt zu der praktischen Frage nach mehreren Hosenschnitten, die für Menschen mit unterschiedlichen Körperproportionen geeignet sind. Gleiches gilt für Jackets/Blazer.
    Bei Röcke-tragen-müssen wär ich unter die Schulverweigerer gegangen.
    #46VerfasserCJ unplugged22 Apr. 08, 17:17
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    Leon: Die Botschaft ensteht beim Empfänger.

    der grüne schnürsenkel wollte nicht mehr sagen als, dass statisten kurze haare londsdale klamotten und springerstiefel als nazi / skinhead /idioten symbole verstehen ..

    und der traeger trotz aller verbuergten freiheiten ein hoeheres risiko des "betroffenseins" verspüren könnte .. materiell gesehen :)

    für dich noch mal ganz einfach .. wer als hirsch verkleidet .. durch den wald spaziert .. wird unter umstaenden dem jaeger nie erklaeren koennen .. dass er kein hirsch war ..

    Ich würd ja auch gern hakenkreuze tragen .. tief spirituell im buddhismus verankert .. dummerweise wissen das die deutschen eben nicht ;(
    #47Verfasserla.ktho22 Apr. 08, 17:18
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    @ CJ: ;-) ... Röcke sind ja schön und gut, aber solche Röcke (sprich: Schuluniformröcke) ... und wenn ich dann noch an die Kniestrümpfe denke, die es bei mancher Schuluniform dazugibt *schüttel*
    #48VerfasserSille7422 Apr. 08, 17:37
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    Ich habe jetzt gerade keine Zeit zu suchen aber vor 1-2 Jahren hat sich irgendeine Schule in D selbst Schuluniformen verpasst.
    Allerdings keine Röcke, Anzüge etc. sondern Jeans/Hosen(?), t-shirts, Sweatshirts und Röcke. Die Schüler haben das Design der Kleider selbst mitbestimmt und standen anscheinend auch voll hinter dem Konzept.
    #49Verfasser dj05 (236413) 22 Apr. 08, 18:17
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    Ich habe vor einigen Jahren für eine Privatschule (Klasse 1-11) die Schulkleidung entworfen. Jeans und Chinos in Blau, Beige, Khaki für alle, zusätzlich Jeansröcke (Knielänge bis Knöchellänge erlaubt) für die Mädchen. Dazu eine Auswahl an T-Shirts, Sweat-Shirts, Hoodies und Hemdblusen in einander ergänzenden Farben.

    Zuerst ging ein Aufschrei durch die Schule. Die Schüler waren sowieso total dagegen, die Eltern waren seeeeehr skeptisch. Nach einem Jahr gab's eine Evaluation und siehe da: alle ganz entspannt. Die Eltern waren happy, weil sie deutlich weniger Geld für Kleidung ausgeben mussten, weil sie ihren Kinder in der Grundschule nicht mehr mit vielen Diskussionen und Kämpfen die Klamotten für den nächsten Morgen zurecht legen mussten und weil ihre Großen nicht mehr bauch- und hinternfrei in die Schule latschten. Und leichter zu waschen waren die Klamotten auch. Alles trocknergeeignet und bügelfrei.

    Die Schüler fanden es ganz okay, weil die Kleidung "nicht direkt uncool" ;-) war. Und viele Mädchen zeigten sich erleichtert, weil die Einteilung nach "hip" und "nicht hip" innerhalb der Klassen nicht mehr aufgrund der Kleidung stattfand.

    Die Lehrer waren erstaunt, dass die "Arbeitskleidung" die Atmosphäre an der Schule positiv beeinflusst hat. Und obwohl die Kleidung vereinheitlichend wirkt, so haben die Kinder schnell herausgefunden, wie sie sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln trotzdem einen individuellen Touch zurechtstylen können. Die sind ja nicht auf den Kopf gefallen :-)

    Ich würde eine Schulkleidung (nicht -uniform) an den öffentlichen Schulen sehr begrüßen.
    #50Verfasser Birgila/DE (172576) 22 Apr. 08, 18:36
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    Ich gehe mal davon aus, dass, wenn sich Schüler in ihrer Schule wohlfühlen, sie auch bereit sind, sich mit ihrer Schule zu identifizieren. Das heißt, sie werden auch gerne eine sogenannte "Schuluniform" tragen (und stolz darauf sein).
    Aber nur dann!
    #51Verfasser Wolfman (236211) 22 Apr. 08, 23:17
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    Just wanted to report that I spent 4 months last autumn back in the UK where my kids attended the local village primary school - and wore school uniform. As a parent, it was great. Grey trousers, white shirts or polo shirts, plus sweatshirt in the school colour with printed school logo. The trousers (or skirts if the girls preferred), shirts and polos were all available at Woolworths at exceptionally good prices. Quality OK, but kids grow so fast anyway that they don't need clothing that will last forever.
    Gone were the what-to-wear arguments in the morning, and the kids were proud of the uniform as an identifier and a symbol of "belongingness". I heard absolutely no complaints from any of the kids, mine or others. Oh, for the same in Austria...!

    #52Verfasservienna girl28 Apr. 08, 11:09
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    The idea is currently being taken under advisement in HH`s schools. An outfit like Birgila is already in use in two schools I know of here, and perhaps with more to come. It would be lovely, imho.
    #53Verfasser Selkie (236097) 28 Apr. 08, 11:27
    Kommentar
    #54Verfasser Selkie (236097) 28 Apr. 08, 11:44
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    @birgila
    sounds brilliant - can't you get a job at my son's school - I absolutely hate it when he comes home and has again been picked on because he is not wearing whatever is in this week. Schulkleidung makes life easier for everyone and makes you look at personality and not portemonnai.
    At my school I (daughter of two teachers) was best friends with the daughter of a millionaire and the daughter of a family who lived on the dole - we learnt to like each other without knowing what our family backgrounds were!!
    #55Verfasserconfused gb unplugged28 Apr. 08, 11:44
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    Most schools in Asia, in which I believe resulting from colonial history had school uniform. Personally I think uniform is good idea bacause everyone in the school wear the same thing, regardless whether you are millionare's daughter or just a clerk's daughter. It also solved the problem of being teased for not wearing something that is 'cool', 'branded' or 'in' by mean and nasty kids.
    #56Verfasserm.s28 Apr. 08, 13:25
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    @Scouser : Sag mal wo bekommst du denn noch Dickies her?
    Die haben sie doch schon vor ein paar Jahren aus dem Sortiment genommen( in Hamburg jedenfalls ) um Platz fuer all die BaggyPants ( Southpole, Hilfiger...) zu machen.
    Waere wirklich dankbar fuer ne Tip wo ich ein paar neue kaufen koennte.
    PS Ich will die nicht aus Ammiland importieren!
    #57Verfasserdarealnordlicht (425641) 28 Apr. 08, 14:28
    Kommentar
    @45: Mach dich nicht lächerlich.

    Miese Flashanimationen als "Beweis" dagegen, dass die Skinheadszene zum überwiegenden Großteil aus versoffenen, gewalttätigen, bildungsfernen, kulturlosen Nazischwachköpfen besteht, sind einigermaßen lächerlich.

    Wenn du jemanden im HSV-T-Shirt siehst, hältst du ihn dann für einen Fan des TSV 1860 München?

    Wenn du jemanden in Naziklamotten siehst, der Uniform der brutalen und oft genug mörderischen Schläger, die u.a. immer dort auftauchen, wo Verfassungsfeinde sich treffen, bei NPD-Aufmärschen und FPÖ-Heldengedenkfeiern und Burschenschaftsbesäufnissen und braunen Sonnwendfeiern, dann hältst du ihn für einen harmlosen Jugendlichen, der von der proletarischen Skin-Subkultur im England der 60er Jahre geprägt ist?

    Leon, wenn du das ernst meinst: Geh zum Psychiater.
    #58Verfassergrünvorärger28 Apr. 08, 14:51
    Kommentar
    "Oder hat irgendjemand genau diese Thema nicht schon vor Jahren in der eigenen Schulzeit durchgekaut?"

    *aufzeig* Nope, nie. Könnte aber daran liegen, dass es bei uns damals noch nicht ganz so wichtig war. Nostalgie!!


    ich schließe mich mit einem nostalgisch angehauchten Seufzer Ninquelote an ^^
    #59Verfasserblackcoffee (439139) 28 Apr. 08, 15:02
    Kommentar
    Und alle, die Hoodies tragen, sind Hiphopper, und alle Fussballfans sind Hooligans und alle Vegetarier sind Ökos und alle Jugoslawen sind kriminell und alle Brillenträger sind intellektuell und alle mit Pickeln sind Informatiker....

    Ach, das Leben ist so schön einfach.
    #60VerfasserTrogdor (417735) 28 Apr. 08, 15:03
    Kommentar
    @Trogdor:

    a) Erspar dier die Polemik, denk lieber.

    Du vermischst Zeichen, die man auswählt, mit angeborenen oder aufgezwungenen Signalen. Ich halte das für extrem geschmacklos:

    Kleidung als gewähltes Zeichen zeigt etwas nach Außen an. Man trägt sie zum Teil, weil dieses Kleidungsstück zu einem Event "passt" bzw eine Aussage über den Träger macht.

    Brillen können etwas aussagen, etwa wählt man deren Form. Jemand mit pinker kreisrunder John-Lennon-Brille hat uU ein anderes Selbstbild als jemand mit verspiegelter Fliegersonnenbrille, oder?

    Selbst gewählte Zeichen mit Haut oder Herkunft gleichzusetzen, ist dumme bösartige Polemik, die vermutlich zur Zementierung deiner Reaitätsverweigerung dient?

    Es ist aber IMO pure böswillige Polemik, mir aufgrund dieser Aussage diesen unsäglich dummen Rassismus vorzuwerfen: Brille, schwarze Haut, Land der Geburt usw sind doch für den Einzelnen nicht änderbar, wie sollen sie etwas aussagen?

    b)
    Wer ein Hoodie trägt, weiß idR, dass dieses einen Status als eines von vielen Erkennungszeichen von Hiphoppern hat.

    Wer sich ins Fußballstadion begibt, weiß, dass geschätzte 80% der Anwesenden volltrunken und bildungsfeindlich sind, und dass viele von ihnen sich dort prügeln werden.

    Wer eine bestimmte Art von Kragen trägt, einen langen Rock und einen bestimmten Hut, gibt sich als Priester zu erkennen. Kannst du noch folgen?

    Wer auf einer Demo eine rote Flagge schwenkt, setzt ein bestimmtes Zeichen.

    Wer nachts an bestimmten Straßenecken übertrieben gefärbte, zu enge Kleidung trägt, gibt Käuflichkeit zu erkennen.

    Und wenn sich jemand in den Klamotten junger Nazischläger kleidet?

    "Nein, um Himmelswillen, nicht alle die am CSD mitmarschieren, dabei Frauenkleider tragen und Regenbohnenflaggen schwenken, sind schwul. Viele davon sind überzeugte Schwulenhasser! Vor 30 Jahren in Frankreich gab's nämlich eine Handvoll Leuten, die in Frauenklamotten Tunten klatschen waren, das hat also voll die Tradition... "

    wwww.du-sollst-nicht-jede-transe-für-schwul-halten.de
    www.du-sollst-nicht-jeden-Penner-fürn-Alki-halten.de
    www.du-sollst-nicht-jeden-Skin-fürn-Nazischwachkopf-halten.de
    www.du-sollst-nicht-etc?
    #61Verfasserseltsame Logik28 Apr. 08, 15:47
    Kommentar
    und trotzdem gibt es auch in Deutschland eine Skin-szene, die sich nicht aus Nazis zusammensetzt. Die sehen für Uneingeweihte zwar gleich aus, ich würde aber wetten, dass die sich gegenseitig erkennen. Die (paar) Skins, die ich so kennengelernt habe, tragen jedenfalls alle "Nazis raus"-buttons und Aufnäher. Um die zu sehen, muss man sich aber erst mal näher rantrauen...

    Und dass 80% von Fußballspielbesuchern alkoholisierte, bildungsferne Schläger sind, halte ich auch eher für übertrieben. Es sind sicher nicht wenig, aber in einem 50.000 Zuschauer fassenden Stadion werden wohl nicht 40.000 "Idioten" sitzen.
    #62Verfasserweder Skin noch Fußballfan28 Apr. 08, 17:09
    Kommentar
    "Wer sich ins Fußballstadion begibt, weiß, dass geschätzte 80% der Anwesenden volltrunken und bildungsfeindlich sind, und dass viele von ihnen sich dort prügeln werden."

    Ich glaube, da hat einer ein Dauerabo der "BILD".

    Ich war vor ca. 5 Wochen zum ersten Mal bei einem Fußballspiel im Stadion. Ich interessiere mich zwar überhaupt nicht dafür, bin aber meinem Freund zuliebe mal mitgegangen. Zugegeben, alkoholisiert waren einige der 74.300 Besucher, aber von Schlägerei keine Spur... dafür viele Familien, Kinder, ... es war eine sehr angenehme Atmosphäre, so angenehm, das ich im Mai wieder mit zu ´nem Spiel gehe.

    Ach ja... mein Freund, den ich oben erwähnte, trägt Glatze und Lonsdale Klamotten... ist Ausländer... engagiertes SPD Mitglied und ehrenamtlicher Mitarbeiter in einem Infozentrum (in dem u.a. auch Opfer rechter Gewalt betreut werden)

    #63VerfasserLeon Traceut28 Apr. 08, 17:24
    Kommentar
    Nicht alle Skins sind Nazis. Wir haben's jetzt kapiert. Und? Was soll diese langweilige Diskussion jetzt wieder? Leon Traceut, du bist ein Troll.
    #64VerfasserTante Jemine28 Apr. 08, 18:06
    Kommentar
    Also Robins Antwort macht deutlich wie weltfremd manche Kinder und Jungendliche erzogen werden. Man kann diesen Kindern nicht einmal einen Vorwurf machen, schuld sind eindeutig die Eltern die durch ein solches Verhalten wohl offensichtliche Erziehungsdefizite kompensieren wollen. Vielleicht wäre es sinnvoller solchen Kindern mal einen besseren Umgang mit Geld zu vermitteln und auch wenn die Eltern es sich leisten können sollte man seinen Kindern nicht so einen blödsinn finanzieren.

    ERGO Schuluniformen undbedingt JA!!!!!
    #65Verfasserwonderboy29 Apr. 08, 16:59
    Kommentar
    Mich hat Robins Antwort echt traurig gemacht. Es gibt Kinder, die mit ihren Eltern zur "Tafel" (unentgeltliche Essensausgabe) gehen müssen und auch ihre Kleidung von karitativen Einrichtungen bekommen. Wenn dann jemand der reiche Eltern hat - also für seinen Wohlstand nicht selbst gearbeitet hat - sagt, die anderen "hätten Pech" gehabt, frage ich mich, in was für einer Gesellschaft wir leben.
    #66VerfasserJuliaa (95069) 29 Apr. 08, 17:15
    Kommentar
    also ich trage eigentlich nur markenklamotten...eigentlich trage ich sie nur um mich von den anderen abzuheben die nur h&m tragen. ich finde es schon gut wenn die anderen mich beneiden. xD
    #67Verfasserjanine30 Nov. 08, 14:18
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    janine, warum sollte dich wohl jemand beneiden, wo du doch offensichtlich oberflächlich und bescheuert bist? Du hebst dich allein schon deswegen von anderen ab, da brauchst du gar keine Markenklamotten.
    #68VerfasserDumme-Zicken-Hasser30 Nov. 08, 19:29
    Kommentar
    Ich habe mal eine Doku über ein Internat mit "Schulkleidung" gesehen.
    Da gab es Hosen für beide Geschlechter, für die Mädchen auch Röcke, dazu T-Shirts und Poloshirts, Hemden, Blusen, Pullover, Pollunder, Westen....
    Also die volle Bandbreite an Kleidungsstücken, nur eben alles in der Schulfarbe blau, aber auch da gab es eine hellere und eine dunklere Farbe, die Hosen auch in beige oder weiße Blusen, die man unter der blauen Weste tragen konnte.

    Die Schüler sahen bei Weitem nicht alle gleich aus, da konnte ja jeder nach seinem Geschmack kombinieren.

    Auf dieser Ebene finde ich Schulkleidung gut, eine feste Uniform, auch wenn es das festgelegte T-Shirt ist, dagegen finde ich total daneben. Die Schüler sollen ja auch ihren Geschmack ausleben dürfen. Denn wenn sich einer in Sweatshirt außerhalb vom Sportunterricht total unwohl fühlt und lieber Hemden trägt, dann ist das seine Sache.
    Durch Farben und /oder Schullogo auf den Klamotten entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl, es bleibt aber noch Raum für individuelle Vorlieben.
    #69VerfasserDani30 Nov. 08, 19:49
    Kommentar
    1. Zusammengehörigkeitsgefühl lässt sich nicht erzwingen.
    In meiner Sekundarschulzeit vertrug sich unsere Klasse überhaupt nicht gut. Die von der Paralellklasse haben fast geheult bei den grossen Ferien, wir waren direkt froh einander mal nicht sehen zu müssen.

    2.Wenn irgendwelche Leute schon nicht damit umgehen können, dass andere Leute die besseren Klamotten haben, wie werden sie dann damit umgehen, dass andere Leute die geileren Handys, die teureren Uhren, die schnellern Autos, die krasseren Villen, das grössere Motoroot, das tollere WasWeissIch haben?
    hm? Kommunismus einführen? Wenn dein Nachbar keinen Ferrari hat, darfst du auch keinen haben, weil ihn dein Reictum sonst trauig stimmen könnte?
    Ich meine, versteht mich nicht falsch, aber man sollte mal damit umgehen lernen, dass man halt nicht alles haben kann.
    Besser in so etwas wie Selbstbewusstseinkampagne oder so was investieren als in Schulkleidung.

    3.Was für Freunde sind denn Freunde die dich nur aufgrund deiner Adidas Klamotten mögen? Hm?

    4. Nein, ich habe keine Gucci-Socken. Ich mag meine H&M Klamotten.

    5. Der Thread ist schon relativ alt.
    #70Verfasser Snowflake (260254) 30 Nov. 08, 23:52
    Kommentar
    *Kommatanachstreu*
    *EinpaarfehlendeBuchstabeneinsetz*
    #71Verfasser Snowflake (260254) 01 Dez. 08, 00:47
    Kommentar
    Well, kids should be naked in school.
    Then they are easier to check for weapons and "Spicker".

    #72VerfasserRalf01 Dez. 08, 07:53
    Kommentar
    1. Zusammengehörigkeitsgefühl lässt sich nicht erzwingen.
    Schulkleidung hat auch nicht zum Ziel, dass sich alle Kinder einer Klasse plötzlich lieben sollen. Es geht um das Zugehörigkeitsgefühl zur Schule, also zur großen Gemeinschaft. Innerhalb einer Familie kann man ja auch nicht alle Onkels und Tanten leiden :-)

    2. Erwachsene können besser damit umgehen, dass andere meh rhaben als sie selbst (und selbst das mach tSchwierigkeiten). Kinder leiden viel mehr darunter, wenn sie von den Cooleren abschätzig behandelt werden. In dem Alter helfen diese Alibi-Selbstbewusstseinskusse gar nichts.

    3. Ich habe an einer Auslandsschule die Einführung einer Schulkleidung (nicht Uniform) erlebt und war sehr positiv überrascht, welche Wirkung das hatte. Viele Eltern und nochmehr Schüler waren anfangs strikt dagegen. Das hat sich jedoch innerhalb von zwei Jahren völlig gelegt.
    #73Verfasser Birgila/DE (172576) 02 Dez. 08, 17:02
    Kommentar
    @ Snowflake: Hast recht und auch wieder nicht.

    Das wirkliche Problem scheint hier vielen (allen?) egal - daß nämlich Leute, die weniger haben/aus einer niedrigeren Bevölkerungsschicht stammen, sich dafür schämen, während die reicheren Leute/aus einer oberen Bevölkerungsschicht stolz darauf sind.
    Die Kinder machen das den Erwachsenen doch nur nach - die gesamte Gesellschaft findet es doch irgendwie in Ordnung, daß der Müllarbeiter/Trödler/einfache Arbeiter sich für Arbeit/Gehalt/Vermögen schämt, wenn jemand mehr hat/einen "besseren" (=?) Job macht usw.

    Einerseits ist sozialer Ehrgeiz prima, und ich gönne es ja jedem, eines Tages mehr Geld zu verdienen und den "sozialen Aufstieg zu schaffen usw. Aber das ist alles nur um Haaresbreite vom Herabsehen auf die anderen entfernt. Und das Problem werden leider auch Schuluniformen nicht lösen, sondern allenfalls mildern können.

    Insofern hast Du recht, Snowflake - wir sollten wirklich (nicht nur) die Klamottenfrage stellen, sondern auch an Einstellungen etwas ändern. Aber das ist nicht etwa nur das Selbstbewußtsein der Verspotteten, sondern vor allem die Ideologie der Erwachsenen, die den Kindern vorleben, man könne auf Leute mit weniger Geld, "schlechterer Herkunft", weniger "Stil" usw. herabsehen.
    #74Verfasserfür Toleranz04 Dez. 08, 03:51
    Kommentar
    Wenn die Kinder für ihre Markenklamotten auch selber arbeiten gehen, seien sie ihnen erlaubt. Ansonsten koennen sie ja nur durch Mamas/Papas Scheckbuch beeindrucken:)
    #75Verfasserlala04 Dez. 08, 07:58
    Kommentar
    Einen weiteren Aspekt möchte ich noch hinzufügen:
    Mich graust es immer, wenn ich die Damen und Herren Lehrer meiner Kinder sehe, die wie die letzten Heckenpenner in die Schule kommen. Damals zum Dienstantritt in den Siebzigern ein mal eingekleidet und bis heute keines dieser Kleidungsstücke ersetzt.
    Oder betont jugendlich, kaum von den Schülern zu unterscheiden. Wir wissen alle, dass sich die Jugendlichen auch durch ihren Kleidungsstil von den Erwachsenen unterscheiden wollen. Und wenn die LehrerInnen halt so lumpig rumlaufen, können sich die Schüler durch Markenkleidung sehr gut abgrenzen.

    In Ländern mit Schuluniform fällt mir auf, dass dort sowohl Lehrer als auch Schüler sehr viel "gepflegter" aussehen.
    #76VerfasserTurkishcat04 Dez. 08, 12:17
    Kommentar
    @76:
    > Und wenn die LehrerInnen halt so lumpig rumlaufen, können sich die Schüler
    > durch Markenkleidung sehr gut abgrenzen.

    Braucht man jetzt Markenkleidung, um gepflegt auszusehen? Dass ich nicht lache.
    #77Verfasser TTMM (236247) 04 Dez. 08, 12:23
    Kommentar
    @Turkishcat: Wenn die Lehrer Deines Erachtens in Kleidungsstücken aus den Siebzigern "lumpig rumlaufen", könnte es vielleicht damit zu tun haben, dass die Lehrergehälter doch nicht so üppig ausfallen, wie die Neidgenossenschaft der Lehrerhasser ("die kriegen soviel bezahlten Urlaub!") annimmt, oder?
    #78VerfasserMary nz/a (431018) 04 Dez. 08, 12:31
    Kommentar
    Und wenn es Schuluniformen gibt, hat jedes kind nen neuen Ipod, das teuerste und beste Cellphone und so weiter. Und nach der Schule gibt es dann noch Armani und co. Competition bleibt, mit oder ohne Uniform.

    Was ich allerdings gut finde an Uniformen ist die einfachheit die Kinder morgens loszuschicken, 5paar graue Socken, 5 Shorts, 5 weisse Hemden und schwarze Schuhe, fertig ist die Klamottenauswahl für die Woche.
    #79VerfasserBerliner04 Dez. 08, 14:10
    Kommentar
    allerdings können die Schüler ihre i-pods und cellphones aber auch den ganzen tag im Ranzen lassen. Immerhin ist Schule :o)
    #80Verfasser la.ktho (236390) 04 Dez. 08, 14:50
    Kommentar
    hahaha, lange nicht in der Schule gewesen, wa?
    In den Pausen geht es dann rund mit Mix it, SMS, Internet usw.
    #81VerfasserBerliner04 Dez. 08, 14:57
    Kommentar
    Ich fand Schuluniform gut-

    Bei uns war sah das so aus: schwarze Schuhe, dunkle Socken, graue Hose, weisses Hemd, Schulschlips & blauer Schulblazer. In den beiden letzten Klassen konnte man statt grauer Hose & Blazer auch einen Anzug tragen.

    Was ich daran ganz gut fand, war dass man sich einfach daran gewöhnt hat, dass es völlig normal ist Hemd & Schlips zu tragen ohne sich irgendwie komisch zu fühlen (im Gegensatz dazu sieht man in DE gerade jungen Leuten oft schnell an wie unwohl sie sich in ihrem schlecht sitzenden Anzug fühlen).

    Allerdings hindert das einen natürlich nicht daran, in der Freizeit die entsprechende Markenkleidung zu tragen.

    Ich bin ein Verfechter von Markenkleidung aus Qualitätsgründen- ein Paar Schuhe von Church's, z.B., die ich mir 1993 noch zu Schulzeiten geleistet habe, trage ich noch immer regelmäßig. Insofern hat sich der Kauf nicht nur finanziell gerechnet, die Schuhe sehen wesentlich besser aus (immer noch) als billigere Schuhe und sind noch dazu unheimlich bequem. Ebenso fühle ich mich in einem Anzug von Ede & Ravenscroft wohler als in einem Polyestersack von C&A. Zwar bevorzuge ich es, wenn die Marke nicht in Form eines auffälligen Logos auf der Kleidung prangt, allerdings habe ich auch zu Schulzeiten lieber Levis getragen als andere Jeans (wobei da natürlich auch eine Grundsatzdebatte zwischen Levis & Diesel Jeans befürworten geführt wurde).

    Wie schon ganz richtig bemerkt wurde, ein Verbot von Markenkleidung würde nicht zur automatischen Harmonie führen, ebensowenig wird die Erlaubnis dazu unweigerlich zu neidgrünen oder depressiven Mitschülern führen.


    Um zurück zur Ausgangsfrage zu kommen, sollten Jugendliche Markenkleidung tragen sollen? Ja. Schuluniform von mir aus auch.
    #82Verfasser Richard (236495) 04 Dez. 08, 16:39
    Kommentar
    Markenkleidung ist schön und sitzt oft besser, nicht immer.
    Und wenn die Eltern bezahlen ist es noch schöner. Meine Kinder tragen keine Markenkleider, die wachsen viel zu schnell wieder raus, was für eine Geldverschwendung.

    Trägt Mann nur gelegentlich einen Anzug reicht auch einer von Charme und Anmut ( english: cheap and awful)oder C&A. Wird aber täglich das Geschmeide verlangt lohnt sich was schickes und gut sitzendes.
    #83VerfasserBerliner04 Dez. 08, 17:38
    Kommentar
    Schlips und Co.? Und in den letzten beiden Jahren auch noch Anzug? Bitte-bitte-bitte nicht!!! Ich finde den Markenwahn schwachsinnig, aber ihn mit Piekefein ersetzen zu wollen - das sind mir Teufel und Beelzebub. Wenn das eine reiche Privatschule für Oberschichtskinder machen möchte - vielleicht noch. Aber für Kinder aus der Unterschicht finde ich so etwas einfach grob daneben.

    Von dem Unsinn, sich mit Kleidung so herausputzen zu müssen, mal abgesehen. Das mache ich genau dann, wenn mir danach zumute ist. Kommt im Beruf eh schon oft genug, verschonen wir bitte die Kinder.
    #84Verfasserfür Toleranz07 Dez. 08, 11:47
    Kommentar
    @ die Toleranz,

    Wieso setzt Du "Schlips & Co [u]nd ...auch noch Anzug" mit "Piekefein" gleich, bzw. wieso ist dies so ausschließlich negativ bewertet?

    Weshalb sollte dies für "eine reiche Privatschule für Oberschichtskinder" vertretbar sein, für "Kinder aus der Unterschicht" (sic) jedoch grob daneben?

    Preislich gesehen ist es fast bestimmt günstiger eine Schuluniform zu besorgen (6 weisse Hemden, 1-2 Blazer, 2 Paar Hosen, 2 Paar Schuhe, 1 Schlips- insgesamt ca. £150 - £200) die dann einige Jahre hält (die guten, stabilen Polyesterblazer z.B. sind ziemlich unkaputtbar), als verschiedenste Designer Schuhe, T-shirts, Jeans, etc. zu kaufen.

    Was "...verschonen wir bitte die Kinder" angeht, so sehe ich diesen Kommentar eigentlich genau als die Bestätigung für meine Ansicht- für Dich ist es offensichtlich ein Gräuel, wenn Du Dich 'herausputzen' musst- Dich also unwohl und verkleidet fühlst. Für die meisten Leute die eine Schuluniform hatten, ist dies nicht der Fall. Hemd und Schlips werden eben gerade nicht als eine Verkleidung exklusiv für besondere Anlässe gesehen, sondern als ganz normale Kleidungsstücke in denen man sich genauso wohl fühlen kann wie in Jeans & T-shirt.

    In Bezug auf die Kinder der 'Unterschicht' (wobei ich diesen Begriff für etwas unglücklich gewählt halte) würde ich Dir dann Recht geben, wenn ich davon ausginge, dass Unterschichtskinder natürlich auch nie einen Beruf ergreifen, oder zumindest nie einer Tätigkeit nachgehen werden, die anspruchsvoller ist als Putzfrau oder Müllmann.

    Nachdem ich es aber durchaus für möglich halte, dass auch "Kinder aus der Unterschicht" Berufe ergreifen können wo man eventuell im Anzug auftreten muss, halte ich es gerade dort für hilfreich, wenn ihnen bewusst wird, dass man keine besondere Qualifikation benötigt um einen Anzug tragen zu können, bzw. wenn sie in Vorstellungsgesprächen den richtigen Eindruck vermitteln können.
    #85Verfasser Richard (236495) 07 Dez. 08, 13:39
    Kommentar
    ICh war auf einer Privatschule im Ausland und fand die Schulkleidung okay. Man war morgens schnell angezogen, und wenn jeder das gleiche anhat, macht man sich wirklich weniger GEdanken ums Outfit. Meine Eltern fanden es auch okay, weil die SChulklamotten billiger kamen als die "echte" Kleidung. Wir hatten allerdings keine Blazer und SChlipse, sondern Polohemden und Pullis. SChlips find ich unpraktisch, weil er einem immer in den Teller hängt :-)

    Für mich war die Schulkleidung wie Arbeitskleidung. ICh find's gar nicht schlecht, wenn man zwischen Freizeit und Rumhängen und Schule und Arbeiten unterscheidet.
    #86VerfasserNicht Schulkeidungsgeschädigt07 Dez. 08, 14:47
    Kommentar
    Ich bin 14 Jahre alt und ein Mädchen (!!)und hätte nichts gegen Schuluniformen. Ich bin nicht so ein Fashion-Victim, dass jeden Morgen 2 Stunden braucht um ein passendes "Outfit" zu finden (obwohl es davon an meiner Schule auch genug gibt, und die würden sich über diese Einschränkung in ihrem Styling sicherlich nicht freuen).
    Ich muss aber auch sagen, dass Schuluniformen an meiner Schule nicht unbedingt nötig wären: Soweit ich weiß wird dort keiner wegen seinen Klamotten gemobbt; ich trage auch öfters total billige Jeans, einfach weil sie mir gefallen und gemütlich sind, und ganz ehrlich, wenn auf den Kleidern nicht ganz groß Picaldi oder Tommy Hilfiger steht, sieht man doch oft gar keinen Unterschied zwischen Marken- und nicht-Markenkleidung.
    Markenkleidung an Schulen zu verbieten fände ich aber etwas übertrieben: entweder sollte man gleich Einheitskleidung für alle einführen, oder jeden tragen lassen, was er will. Und was zählt denn als "Marke"? Sind Klamotten ab einem bestimmten Preis plötzlich besser als andere?
    #87VerfasserRo_777 (415697) 07 Dez. 08, 15:42
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    @robin
    "Hallo, ich gehe in die neunte Klasse eines Gymnasiums.
    Bei uns tragen die meisten Markenklamotten, z.B. Quiksilver,
    Hilfiger, Nike, Adidas. Ich selbst stehe allerdings auf Hugo Boss
    und setze mich dadurch etwas von den anderen ab.
    Zum Beispiel trage ich nur Anzüge, manchmal allerdings auch Calvin Klein.
    Wenn andere Eltern haben, die sich das nicht leisten können, ist das natürlich
    schade, aber so ist die Welt nunmal. Es gibt immer Gewinner und Verlierer.
    Ich fände es schade, wenn wir Uniformen tragen müssten. Wir sind doch keine
    Eisenbahnschaffner."

    Muahaha! WANN hast du das geschrieben? von vor 10 Jahren für das Drehbuch einer mießen Soap?- das ist doch total 90er...tztz ^^



    Des Weiteren halte ich persönlich ÜBERHAUPT NIX von Schuluniformen - Man zwingt Kinder in Sachen rein, die man selber grade mal zum Kartoffeln-im-Keller-zählen anziehen würde... Kinder und Jugendliche XD sind doch keine Idioten, die man mittels restrektivem Verhaltenskodex "zum eigenen Wohl" in ein Schema pressen muss oder der "Feind" der erst zivilisiert gehört!

    Kleine Jungs im Anzug sind doch echt ein Fall für den Kinderschutzbund und über Kleine Mädchen in kurzen Röckchen und mit Kniestrümpfen, die dann im Bus am Frühabend neben geifernden alten Säcken sitzen, möcht´ich garnicht erst anfangen!

    Anzüge waren übrigens auch mal vor 100- 150 Jahren eine Modeerscheinung...




    #88VerfasserJaneLane07 Dez. 08, 18:00
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    JaneLane, wer sagt denn, dass heutige Uniformen noch so aussehen müssen?

    In der Variante "Jungs mit Schlips, Mädchen mit Rock" fände ich Schuluniformen ebenfalls schlimm.
    Das wäre gekünstelt und nicht wirklich kindgerecht, zumal die Eltern ja auch alles bügeln müssen.

    Aber zumindest in Deutschland ist Schulkleidung, wo es sie gibt, moderner. Das kann dann durchaus ein Sweatshirt sein oder T-Shirts/Poloshirts... Kurz: schöne, moderne, praktische Klamotten.

    Oft gibt es auch verschiedene Varianten, die nur das Schullogo und die Schulfarben gemeinsam haben. Da bleibt dann noch Raum, so dass jeder sich so anziehen kann, wie er sich wohlfühlt. Das ist kind-/jugendgerechte Kleidung, die Raum für Individualität lässt, aber nicht ausarten kann.
    Daneben kann es von mir aus auch schickere Varianten für besondere Anlässe geben (etwa Auftritte des Schulchors, da kann es dann auch was Anzugähnliches sein).
    Jugendliche wie Robin würden diese dann jeden Tag tragen, andere würden immer im Sweatshirt rumrennen.

    Und das finde ich wesentlich besser, als wenn schon 8-jährige Mädchen im Minirock und bauchfreien Tops rumlaufen und sich wer weiß wie aufbrezeln oder Teenager, die den Lehrern zu viele Einblicke gewähren.
    Da kann man durchaus gegensteuern und angepasste Kleidung vorschreiben.
    #89VerfasserDani07 Dez. 08, 19:56
    Kommentar
    Dann plädiere ich aber auch für die Einführung von Alltagsuniformen für mündige Staatsbürger- in ausgewählten, individuellen Farben^^

    Wenn schon, denn schon.
    #90Verfasser4zyszh07 Dez. 08, 21:43
    Kommentar
    the chairman had the answer... Mao that is...
    #91Verfassernoli (489500) 07 Dez. 08, 22:03
    Kommentar
    "the chairman had the answer... Mao that is..."

    Yoda- is this you ?
    #92VerfasserFuk3bf07 Dez. 08, 22:28
    Kommentar
    4zyszh, so ist das nicht gemeint!

    Meine Meinung habe ich mir gebildet, seitdem ich einmal eine Doku über ein Internat gesehen habe. Da gab es eine Schulkleidung, die mir vom Konzept her sehr gut gefallen hat, eben weil sie Raum für Individualität lässt, aber trotzdem noch klar zur Schule zuzuordnen ist. Zum Beispiel findest du
     hier  auch Bilder von Schülern, die zwar alle Schulkleidung tragen, aber nicht alle das Gleiche. Leider habe ich kein Bild gefunden, auf dem das gesamte Sortiment abgebildet ist, da gibt es noch mehr Varianten, aber für einen Eindruck sollte es reichen.

    Es kann durchaus Röcke, Stoffhosen und Jeans oder Hemden/Blusen und Sweatshirts geben, aber es ist klar zur Schule, weil die Farben zum Beispiel gleich ist (wie oben in den Bildern von Salem Blau), auch wenn es den Schülern überlassen ist, ob sie den dunkelblauen Pullover oder das hellblaue Hemd tragen wollen.

    Wenn es in einer Gegend Probleme mit Kleidung gibt, dann kann Schulkleidung ein sinnvolles Mittel sein. Aber es sollte keine Vereinheitlichung stattfinden, deshalb schreibe ich auch ganz bewusst über Schulkleidung, nicht über Uniform!
    #93VerfasserDani08 Dez. 08, 00:12
    Kommentar
    In meiner Schulzeit waere ich dem Thema Schuluniform relativ neutral gegenueber gestanden. Mag heissen, ich haette nichts dagegen gehabt, haette mich dennoch gefragt welche Absicht dahinter steckt.
    Es gab in meiner Schule keine Ausgrenzungen wegen altmodischer, billiger oder einfach nur schlechter Kleidung. Im Gegenteil: Es wurden Versuche unternommen, offenstichtliche Aussenseiter (die sich selbst von der Masse abgegrenzt haben) zu integrieren. Wenn selbst das nicht gelingt, kann mit Sicherheit auch eine Schuluniform nicht dazu beitragen, eine Einheit zu formen.
    Ein weiteres Argument fuer Schuluniformen koennte die Identifikation mit der eigenen Schule sein, welche versucht wird kuenstlich (!) zu erschaffen. Wenn eine Identifikation mit der eigenen Schule nicht gegeben ist, wird diese auch nicht durch ein Logo, das auf dem T-Shirt abgedruckt ist, entstehen. An meiner Schule gab es freiwillig Pullover mit dem Logo der Schule zu kaufen. Man sah desoefteren Schueler damit herumlaufen. Allerdings war das nichts besonderers, sondern gehoerte vielmehr zum Alltag.
    Man koennte jetzt natuerlich behaupten, dass eine erzwungene Schuluniform irgendwann in den Alltag integriert wuerde. Das ist durchaus moeglich. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Schuler, die, bevor die Schuluniform eingefuehrt wurde gemobbt wurden, ploetzlich in Ruhe gelassen werden, nur weil sie das gleiche anhaben. Es gehoert einiges mehr dazu, gemobbt zu werden, als nur die falschen Klamotten zu tragen (Verhalten, Aufgeschlossenheit in Verbindung mit Kommunikation etc.).
    Wenn es an einer Schule derartige Verhaltensauffaelligkeiten gibt, sollte Aufklaerungsarbeit geleistet werden. Aufklaerungsarbeit in Form von anderer/besserer Erziehung, die den Jugendlichen vermittelt, ihre Mitschueler als "gleichwertig" anzusehen. Wenn dieser Schritt verpasst wird, kann keine Schuluniform auf der ganzen Welt Mobbing verhindern.

    Danke fuer die Aufmerksamkeit...
    #94Verfasser Coachie (521719) 08 Dez. 08, 09:17
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    Das zeigt doch nur wieder, wie unseriös es hier zugeht! Bei ernsthaften Fragen seid ihr euch zu schade, von euren Erfahrungen zu erzählen, aber wenn jemand zu faul ist, seine Hausaufgaben selbst zu machen, redet ihr euch den Mund fusselig!
    #95VerfasserLaura08 Dez. 08, 10:11
    Kommentar
    Aha, um 8:16 schreibst du deinen "letzten Beitrag hier bei leo" und um 10:11 bist du wieder da. Hast uns wohl vermisst, oder?

    moi hat seine Hausaufgaben vermutlich schon vor über 6 Monaten abgegeben. Warum sollen die Leute also nicht weiterdiskutieren, wenn es ihnen Spaß macht?
    #96VerfasserauchLaura08 Dez. 08, 10:24
    Kommentar
    Also, ich muss zugeben, dass ich mir die ganzen Beiträge nicht durchgelesen habe mangels Zeit, aber dennoch würde ich gerne meine Meinung zu dem Thema kundtun ;)
    Ich bin jetzt 19 und mache jetzt eine Ausbildung, gehe also nicht mehr jeden Tag zur Schule. Ich habe nie Markenklamotten gekauft um mich von anderes abzugrenzen o.Ä. Ich habe immer nur das gekauft und getragen, was mir gefallen hat. Ob es nun von Kik oder Zara war, war und ist mir total egal. Man sieht den Unterschied ja meistens nicht einmal! Heute z.B. habe ich an:
    Hose von Kik
    Pulli von Zara
    Schuhe vom Türken in Kreuzberg für 10€ (und sie halten schon ne ganze Weile! ;)
    Schal vom Ramschladen
    Haarreif ausm Schlecker
    Gürtel von Esprit
    Daran zeigt sich denke ich recht deutlich, das ich wirklich einfach das trage, was mir gefällt. Egal welche Marke es ist.
    Ich stand damit in der Schule irgendwie meistens ziemlich allein. Es gab welche, die haben nur Hugo Boss u.Ä. getragen, andere liefen nur in Ed Hardy rum, die nächsten konnten sich aber eben "nur" H&M und Kik leisten. Die mit den Markenklamotten schauten dann meist auf die "anderen" herab, machten sich lustig, etc. Ich fand das immer ziemlich unfair.. Nur weil sie kein Tshirt mit nem fetten "Dolche & Gabbana" Schriftzug trugen, wurden sie ausgegrenzt - ich mein, hallo?
    Daher würde ich generell sagen, keine Markenklamotten in Schulen. Aber wenn man das mal tiefergehend betrachtet, ist es eigentlich doch wieder eine unsinnige Idee. Dann müsste man auch sagen: keine Markenautos (1er BMW etc), keine Markenschultaschen (Dakaine und was es da alles gibt), keine Markenstifte, Füller, und so weiter, das kann man ewig weiterspinnen... ;)
    #97VerfasserStella08 Dez. 08, 14:38
    Kommentar
    @Laura,

    Wo genau liegt denn Dein Problem?

    1) Darin, dass hier in der Kategorie "Land & Leute" Themen diskutiert werden die sich durchaus mit kulturellen Unterschieden befassen (in UK ist Schuluniform üblich, in DE nicht)?

    2) Darin, dass bei Deiner Anfrage wo denn der Unterschied zwischen Diplom & staatlich geprüft liege niemand sofort hellseherisch wusste, dass Du Dich damit nicht auf den Übersetzer Beruf, sonder auf etwas anderes bezogst?

    3) Darin, dass eine Anfrage, die eventuell mal als Schulaufgabe gedacht war, 6 Monate später noch diskutiert wird, Du aber nicht innerhalb von einer halben Stunde 100 Beiträge zu Deinem Thema hattest?

    4) Oder vielleicht darin, dass diejenigen die hier freiwillig und unentgeltlich (!) schreiben, zu den Themen schreiben die sie interessieren, bzw, wo sie eigene Erfahrungen einbringen können?


    Was Deinen Kommentar von "unseriös" angeht, bin ich mir nicht sicher, ob Du verstanden hast was das hier für ein Forum ist. Es handelt sich nicht um eine bezahlte Dienstleistung, die den Anspruch erhebt jede gestellte Frage möglichst schnell und gründlich zu beantworten, unabhängig davon ob sie einen thematischen Bezug hat, sondern es ist eine Möglichkeit Fragen zu stellen. Wenn man Glück hat, bekommt man nützliche Antworten. Wenn man Pech hat, dann sind andere Themen interessanter, oder es findet sich keiner mit einer passenden Antwort. Das als "unseriös" zu bezeichnen halte ich gelinde gesagt für befremdlich.
    #98Verfasser Richard (236495) 08 Dez. 08, 14:49
    Kommentar
    @ Richard # 85:

    Daß Kinder der "Unterschicht" (ja, auch ich finde den Begriff schwierig, kenne aber bisher keinen besseren) lernen können, sich in Schlips und Kragen wohlzufühlen, ist bestimmt ein Vorteil solcher Schuluniformen. Da gebe ich Dir recht (!!).

    Zugleich wird aber suggeriert, bestimmte Kleidung sei "besser", "ordentlicher" usw. als andere. Wenn die Eltern (die ja die Schicht der Kinder bestimmen) bestimmte Kleidung tragen, sollte den Kindern nicht anhand einer Schuluniform mitgeteilt werden, das wäre doch (überspitzt formuliert) "minderwertig" oder "nicht gut genug".

    Im übrigen: Ja, Schlips & Co. finde ich "piekefein" - und da geht's mir nicht ums Geld. (Meine "anständige" Kleidung hat sehr viel weniger gekostet als das, was viele Kinder zur Schule tragen, wenn sie "abgerissen" gehen wollen.) Nein, da geht es mir um die Einstellung. Schlips und Kragen, womöglich noch gewisse vorgeschriebene Röcke für die Mädchen signalisieren in der deutschen Kultur (und von der allein spreche ich) eine gewisse Bevölkerungsschicht und/oder gewisse Berufe. Was aber ist falsch daran, Uniformen der Kleidung der BMW-Technikerin oder des Friseurs nachzuempfinden? Teurer ist das übrigens auch nicht.

    Was persönliche Vorlieben angeht - ja, für mich ist "piekefein" (wie der leicht polemischen Bezeichnung wohl unschwer zu entnehmen) kein Ideal. Es ist etwas, das ich gerne hin und wieder mal, aber sehr ungern auf täglicher Basis, anziehe. Und warum auch? Für mich ist das eine (oft buchstäbliche) Einengung, die für mich nicht mit dem Ideal harmoniert, Kindern möglichst viele Freiheiten zu lassen und Herumtoben - speziell heutzutage! - möglichst zu begünstigen.

    Bleibt die Frage: Werden Kinder "bessere" Kinder, wenn man sie früh dahingehend sozialisiert, intellektuelle Aufgaben (inkl. Schule) mit bestimmter Kleidung zu verbinden, die bei ihnen zu Hause niemand trägt? Erleichtert es ihnen den sozialen "Auf-"stieg? Und falls ja: Ab welchem Alter müssen sie dafür "piekefein" zur Schule gehen?
    #99Verfasserfür Toleranz11 Dez. 08, 00:58
    Kommentar
    @für Toleranz - Ein teurer Seidenschlips ist piekefein, ein billiger Polyesterschlips ist nicht piekefein. Schlips an sich ist einfach "offiziell", "formal" und (in den meisten Fällen) "ordentlich".

    Weiter oben hat jemand sinngemäß gesagt, die Schulkleidung und die Freizeitkleidung würden eine andere Arbeitshaltung versinnbildlichen. Ein guter Gedanke. So wie die Sprache das Denken beeinflusst, kann auch die Art der Kleidung Einfluss auf das Befinden haben (hat jeder schon an sich erlebt. In abgerissenen Jeans fühle/bewege/verhalte ich mich anders als im Frack)

    Es ist sicherlich eine gute Sache, wenn Kinder und Jugendliche schon in der Schule lernen, dass es für die verschiedenen Anlässe angemessene Kleidung gibt. Schlips in der Schule halte ich dabei für übertrieben, aber es gibt ja heutzutage bessere Formen der "Schularbeitskleidung".
    #100Verfasser Birgila/DE (172576) 11 Dez. 08, 14:06
    Kommentar
    Definitely for uniforms! Coming from the UK, and having worn one for 12 years myself, I've never really understood the problem Germans seem to have with school uniforms. It's just not a topic in the UK, not for kids, not for parents. The argument that uniforms suppress individuality and that people should be free to express their personality through their clothes is utter drivel. What are you going to do, impress me with your trousers? Big thrill! And when you take 'em off, how will you impress me then, huh? How pathetic and underdeveloped must your personality be if you have to bolster yourself with bling and expensive 'designer' stuff to lend you some presence? And how sick to watch kids do the same and find it acceptable. Furthermore, school uniforms have nothing to do with communism, mind control, military etc. etc. as I have often heard people in DE claim. In a country that has such fab Zunfthosen/-hemden/-hute for carpenters and masons and so on, you'd think that people would understand the concept of work clothes.School uniforms aren't meant to suppress anything/anyone or express some political ideal. They're practical, hard-wearing clothes which allow the kids to move freely. They're comfortable, cheaper than buying a whole heap of 'civvies', it doesn't matter if they get dirty and you just. don't. have. to. think. about. what you're wearing at school. P.S. Oh, and by the way, in most UK schools that I know of, the kids aren't allowed to take mobile phones and ipods in with them or wear jewellery apart from ear studs - rightly so, IMO - so all that competition is removed as well. Longest comment ever for me. Phew!
    #101VerfasserLolo unplugged11 Dez. 08, 16:09
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    Ich halte das Argument, dass Schuluniformen gut für den Geldbeutel sind, für nicht haltbar!

    Es ist doch keinesfalls so, dass die Jugendlichen nach der Schule weiter die Uniformen tragen. Vielmehr ziehen sie sich dann ihre "normalen" Klamotten an. D.h., dass die Schuluniformen zusaetzlich zu den normalen Klamotten gekauft werden müssen, was den Geldbeutel ganz bestimmt nicht schont. Es sind somit um einiges mehr Kleider im Schrank als ohne "Uniformen", da die Schüler normalerweise ihre Klamotten, die sie in der Schule anhaben auch nach der Schule weitertragen würden.
    #102Verfasser Coachie (521719) 12 Dez. 08, 07:48
    Kommentar
    Das was die Kinder vorallem benötigen, ist eine höhere Bildung.

    Mit einem klaren Exkurs ins Marketing und einem Grundkurs Psychologie zur Gruppendynamik sollte den meisten Kindern sicher geholfen sein.

    Wenn ich hier allein schon die Meinungen pro Markenkleidung höre,
    scheinen auch im LEO verschiedenste Personen da noch schwere Defizite zu haben.

    Generell denke ich, fehlt den Kindern heutzutage eine medienpolitische Bildung.
    Das die Musikkanäle Handyklingelton-Werbung den ganzen Tag bringen und nachts noch ein paar Pornographieeinlagen bringen, halten Kinder für ganz normal.
    Wenn man sie aber fragt, warum dass so ist, sticht man häufig in eine Seifenblase.

    @Coachie: Nach der Schule kann jeder tun und lassen was er will. Und sich treffen mit wem er will.
    Vielleicht sei angemerkt, dass andere Länder längere Schulzeiten haben.
    Und in anderen Ländern trägt man die Schulkleidung auch nach der Schule.

    Aber da könnte man seine teuer bezahlte Markenkleidung ja fast gar nimmer tragen!:)
    #103Verfasser la.ktho (236390) 12 Dez. 08, 08:18
    Kommentar
    Ich lebe momentan in China und auch hier gibts es vorgeschriebene "Schuluniformen". Diese Schuluniformen haben allerdings nicht im geringsten etwas mit piekfein zu tun, denn es sind eher Trainingsanzüge. Mir kann niemand weismachen, dass die Jugendlichen, wenn sie nach der Schule noch irgendwohin gehen, nicht ihre Klamotten wechseln. Genauso kann mir auch keiner weismachen, dass sie nicht ihre Anzüge gegen Jeans eintauschen werden.
    Zumindest 95% der Schüler würden so handeln!!!
    #104Verfasser Coachie (521719) 12 Dez. 08, 08:34
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    Coachie, ich hatte zwei Kinder an einer Schule, an der Schulkleidung getragen wurde und kann bestätigen: es schont den Geldbeutel enorm. Man braucht tatsächlich deutlich weniger Freizeitkleidung, auch wenn die Kinder sich nach der Schule umziehen.

    Es scheint so zu sein, dass besonders Mädchen, wenn sie wissen, sie werden in oder nach der Schule ihre Freunde treffen, sich gerne sehr abwechslungsreich anziehen -> man braucht viele Hosen, Röcke, Blusen, Sweatshirts
    Wenn aber in der Schule sowieso Schulkelidung angesagt ist, und an den Nachmittagen gerade kein Freundesbesuch ansteht, tut es plötzlich dieselbe Jeans an mehreren Tagen hintereinander und statt vier Shirts und drei Blusen reichen zwei Shirts und eine Bluse.

    Ich kann auch bestätigen dass die Schulkleidung super zu waschen/trocken und dazu sehr robust war. Es hat sich bald ein reger Second-Hand-Markt an der Schule etabliert, wo man noch einmal gut Geld sparen konnte. Wirklich eine gute Sache
    #105Verfasser Birgila/DE (172576) 12 Dez. 08, 09:08
    Kommentar
    Wenn du statt 4 shirts nur noch 2 und statt 3 blusen nur noch eine brauchst, musst du trotzdem noch mindestens 3 oder 4 komplette schuluniformen kaufen!!! dann hast du doch wieder mehr Kleidungs als vorher...selbst wenn du die Kleidungs billiger bekommst, kann sich das nicht rechnen...
    #106Verfasser Coachie (521719) 12 Dez. 08, 09:38
    Kommentar
    Die Schulkleidung war billiger als normale Kleidung.(Und wie gesagt, second-hand ging prima)

    In der Schule gab es im ersten und zweiten Jahr nach Einführung der Schulkleidung eine Elternumfrage unter anderem auch was die Kosten betraf. Der überweigende Teil der Eltern gaben an, dass die Ausgaben für Kleidung gesunken sind, der Rest fand, die Kosten seien etwa gleich geblieben. Keiner (!) fand es teurer.
    #107Verfasser Birgila/DE (172576) 12 Dez. 08, 09:45
    Kommentar
    Was ich hier in London mitbekomme, ist die Schuluniform eher ein "dresscode".
    Die teureren Schulen haben wohl richtig einheitliche Kleidung, aber für die staatlichen Schulen heißt es nur: Schuhe, Socken Hose, Blazer (in Schwarz oder Dunkelblau), weißes Hemd/Bluse, Pullover in dunkelgrün oder blau.
    Wo man die Sachen kauft ist egal und man kann sogar die Klamotten (ohne Schuhe) alles für 20£ bekommen.
    #108Verfasser PiPaPo (314298) 12 Dez. 08, 10:08
    Kommentar
    I'm an English "Nachhilfe" teacher, and since it just so happens thatz yesterday, one of my students had to write about exactly that topic, I have just read ALL the comments here... (GOD, I must be bored...!)

    Well, anyway, I just wanted to write two short comments:

    1. I never wore designer clothes, because my parents didn't have the money and, what's much more important, I just didn't care! (And I still don't.) The jeans I'm wearing right now are from H&M, I've had them for more or less 6 years now, they probably cost like 30.- Euros... Same with my shoes - oh, no, wait, I've just realized, they actually ARE kind of designer shoes, if NIKE is considered a brand... But anyways, I've had them for 4 years, so they are certainly no longer "in", and I've been wearing them almost on a daily basis... Only thing that might be considered "special" about my style is my T-shirts: I like wearing T-shirts with fun prints or logos, most of them are from Sardinia, where my sister-in-law lives; they got prints like (the one I'm wearing today) a bunch of sheep wearing sunglasses, and amidst them, a camel... and below it says: "Climate Changes - Sardinia". I think it looks nice and fun, and since I'm a nice and fun person I like such T-shirts... Anyways, to cut a long story short: Would that be considered "Markenkleidung" - and would that be forbidden then??? I'd be strongly against that!!! I mean, give me any convincing reason why I shouldn't be allowed to wear my fun shirts?

    Which brings me to my next point: Someone in this threat said school uniforms were good so that kids could get used to wearing suits and stuff and actually feeling comfortable in it - they might need it for their later life... well, I can just speak from my own experience: I've always hated suits and "fine clothes" - not even for my Matura (in DE: Abi) did I wear a suit (and imagine! I still passed it excellently, in jeans and a T-shirt! so obviously the argument that "upper class" clothes support your learing is not true - at least not for me). In fact, the only time I did wear a suit and actually felt comfortable in it was my wedding! (And I must admit, it was a designer suit, just don't ask me which designer, I'm not good with names... and I actually just don't care either)
    And as for the argument: You must wear suits if you want to get a decent job... I say NO! Well, it might be true for some jobs, but in the end I think it's your decision. When I teach (and I do quite a lot of it, plus I think you might not consider teaching English a low-class job, really) I wear my fun T-shirts and jeans or other pants I bought at H&M; when I translate (which IMHO is also quite a decent job) I wear the same. And should I ever be in the situation to apply for a job where suits are a must, I'll have to figure out a way how to convince my superiors that I work better when I feel comfortable, and I feel more comfortable when I war T-shirts than when I wear a suit...

    OK, hope I haven't been too boring...

    OH, yeah: The essence of it is: I think kids at school should be allowed to wear whatever they want, but I also think that I should be allowed to laugh at kiddies who think they are cool just cause they wear some expensive clothes - I think this is just ridiculous!!! And I think if more people just laughed at the superficiality of those kiddies, they'd eventually realize and recognize that it's just plane stupid to define yourself merely by the clothes you wear...

    greetz!
    #109Verfasserbernie_c_c12 Dez. 08, 12:20
    Kommentar
    "I mean, give me any convincing reason why I shouldn't be allowed to wear my fun shirts?"bernie_c_c - solange du nicht als erwachsner Mann gesehen und entsprechend ernst genommen werden willst, ziehe deine lustigen T-Shirts ruhig immer und überall an. Ich war etwas erstaunt zu lesen, dass du schon verheiratet bist, denn bis zu dem Punkt hatte ich gedacht, du bist noch in der Mittelstufe.
    #110VerfasserFormalist12 Dez. 08, 12:32
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    LOL, bernie, ich seh ja ein, dass man nicht für jeden Beruf Anzug und Krawatte braucht, aber jemanden, der seine "Klimawechsel in Sardinien"-T-Shirts auch bei Kunden, in business meetings, oder bei offiziellen Dolmetsch-Terminen trägt, könnte ich auch nicht ernst nehmen. Alles zu seiner Zeit.
    #111Verfasser Birgila/DE (172576) 12 Dez. 08, 12:36
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    Also jetzt muss ich mich auch einmischen...
    Es wurden ja viele gute pro/contra Argumente geliefert,aber
    @Birgila: Man kann auch trotz Jeans und T-Shirt mit Fachkenntnis beeindrucken, und da kann mir keiner was anderes erzaehlen!
    Heisst das jetzt, nur weil ich einen anderen Stil habe nimmt mich keiner Ernst? Oder andersrum, weil ich einen Anzug anhabe macht mich das zum Manager? Dass es nicht total unangemessen sei sollte ist dabei auch klar...
    Ich bin momentan in England, und ich finde die Uniformitaet,vor allem an der Schulen hier nicht gut.Es sollte einem schon erlaubt sein,auf eine Art und Weise seine Individualitaet auszudruecken,und hier werden ja schon Schueler mit gefaerbten Haaren suspendiert.
    Unnoetige Betonung von Markenklamotten finde ich persoenlich albern, und wer sich darueber profilieren muss scheint irgendetwas damit wettzumachen zu haben-und wenn es das ansonsten fehlende Selbstvertrauen ist. Ich glaube (oder zumindest hoffe) dass die meisten Jugendlichen da irgendwann herauswachsen und erkennen, das andere Dinge viel mehr zaehlen.
    Ich musste arbeitsmaessig eine Uniform tragen und habe es gehasst,schon weil die Dinger immer bloed sitzen-warum auch immer.
    #112VerfasserMartina12 Dez. 08, 18:07
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    1. Natürlich kann man auch in Badehose mit Fachkenntnissen beeindrucken. Was mich aber nicht beeindurckt ist, wenn jemand nicht erkennt, wann welche Sprachebene, wann welches Verhalten und wann welche Kleidung angebracht ist.

    2. Individualität drückt sich durch Geist und Persönlichkeit aus, nicht durch die Klamotten. Nur weil jemand total voll originell angezogen ist, heißt das noch nicht, dass er/sie auch out of the box denkt.

    3. Es gibt kaum etwas Unindividuelleres als einen Haufen Jugendlicher in ihrer Jeans-Freizeituniform. Schau mal Schüler auf Klassenausflug an, die sehen vom Stil her doch alle gleich aus.
    #113Verfasser Birgila/DE (172576) 12 Dez. 08, 19:00
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    "Heisst das jetzt, nur weil ich einen anderen Stil habe nimmt mich keiner Ernst?"

    Genau. Wenn ich ein Rudel Juristen in einem Bundesministerium unterrichten soll, und die erscheinen sämtlich in Anzug und Kostüm, dann nehme ich mir ein bißchen (bis sehr viel) von meiner Autorität (die ich durch meinen Wissensvorsprung habe), wenn ich in Jeans und Strickpulli erscheine. Ich muß die Leute dann erstmal überzeugen, dass ich sie ernstnehme. Erscheine ich auch im Kostüm, können wir gleich loslegen mit der Wissensvermittlung. Das sind (meine) Erfahrungen aus der Praxis.

    Allerdings habe ich im Sommer 2003 auch schon Rudel von Shorts- und T-Shirt-Trägern unterrichtet, bei über 30 Grad Raumtemperatur. Ich habe dann trotzdem auf Shorts und T-Shirt verzichtet und mir eine Art Shalwar Kamiz aus Leinen zugelegt (http://de.wikipedia.org/wiki/Shalwar_Kamiz).
    #114Verfasser GuggstDu (427193) 13 Dez. 08, 16:56
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    "Heisst das jetzt, nur weil ich einen anderen Stil habe nimmt mich keiner Ernst?"

    Nicht, wenn/weil du einen anderen Stil pflegst, wirst du nicht ernstgenommen, sondern weil du nicht erkennst, was wann angemessen ist. Dass du den in einer bestimmten Situation allgemein gepflegten Stil aus falsch verstandendem Revoluzzertum oder aus Faulheit oder schlicht Ahnungslosigkeit nicht annimmst, sendet eine Botschaft an die anderen. ("Ich bin ein Revoluzzer", "ich bin faul", "ich bin ahnungslos"). Und dementsprechend wirst du eingeordnet, Fachwissen hin oder her.
    #115Verfasser Birgila/DE (172576) 14 Dez. 08, 11:43
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    Stop.

    Wenn jemand seine Mitmenschen der Kleidung wegen "nicht ernst" nimmt, finde ich das genauso peinlich, als wenn jemand Nicht-Markenkleidungsträger "nicht ernst" nimmt oder sie anderweitig herabwürdigt. Denn ob der Kleidungsnormenbrecher respektiert wird oder nicht, liegt ganz allein in der Verantwortung des Beobachters (!!!).
    Wir sollten da zweierlei trennen: Wollen wir eine Kleidervorschrift (z.B. im Beruf, in der Schule, in der Freizeit)? Und wie wollen wir mit denen umgehen, die sich - bewußt oder ahnungslos - brechen?

    Meiner Meinung nach sollte es für bernie_c_c (den ich übrigens sofort für einen Erwachsenen gehalten hatte) ebenso einen (respektierten) Platz in unserer Gesellschaft geben wie für Schlipsträger, Schuluniformbefürworter oder Markenkleidungsablehner.

    Das Problem ist natürlich, daß die Befürworter restriktiver Vorschrift wünschen, daß sich alle daran halten, während die Vorschriftengegner gern tolerieren, was die Befürworter (anziehen) wollen, solange man auch ihre eigene freie Wahl toleriert. Ganz uraltes Problem (und Diskussionen über das Recht auf Abtreibung, Homoehe usw. lassen grüßen). Und schwups, sind wir doch bei eienr Kollektivismus/Individualismus- oder auch Konservativ-/Progressiv-Debatte.

    Ob es nun ein "Recht" auf freie Kleidungswahl gibt, ob sich Kleidungs-Freigeister von allen konservativen Bürojobs fernhalten müssen usw., kann man trefflich diskutieren. Vielleicht finden wir ja demokratisch heraus, daß die meisten die freie Kleidungswahl à la bernie_c_c - z.B. im Beruf - nicht tolerieren wollen.
    Was ich aber übel finde ist, wenn wir unsere Ablehnung durch Geringschätzung (nicht "ernst nehmen", Fachwissen absprechen usw.) ausdrücken. Das ist pubertäres Markenkleidungs-Schulhofniveau.
    #116Verfasserfür Toleranz15 Dez. 08, 04:52
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    "Was ich aber übel finde ist, wenn wir unsere Ablehnung durch Geringschätzung (nicht "ernst nehmen", Fachwissen absprechen usw.) ausdrücken. Das ist pubertäres Markenkleidungs-Schulhofniveau."

    Das ist zu simpel gedacht. Lies dazu doch bitte noch mal die #115 von Birgila.
    Übrigens fühle ich mich persönlich auch besser, wenn ich im Anzug vor einer Horde Anzugträger stehe. Das gibt mir ein bisschen Rückgrat, wenn du so willst. Und als jemand, der sich täglich einer neuen Gruppe Unbekannter (mit genauso unbekannter Einstellung dir gegenüber) zum Fraße vorwirft, kann man jede psychologische Unterstützung brauchen... Allerdings bin ich auch schon trotz Anzug von Gruppen zur Schnecke gemacht worden. Aber da spielen dann andere Gründe eine Rolle, die mit Kleidung oder mit meiner Person nichts zu tun haben (kundeninterne Probleme, Gruppendynamik).
    #117Verfasser GuggstDu (427193) 15 Dez. 08, 09:06
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    für Toleranz, mach doch mal deinem Namen Ehre und lies die Beiträge unvoreingenommen und ohne sie in plumpem Schwarz-Weiß zu malen.

    Nochmal, es ist nicht die (lockere/formale/flippige/schlampige) Art der Kleidung, die ausschlaggebend ist. Es ist die Tatsache, ob und wie jemand auf seine Umgebung und die dort herrschenden Regeln eingeht. Wer unempfindliche ist gegen die feinen Nuancen gesellschaftlicher Umgangsformen, der wird auch entsprechend eingestuft. Wer zum Vorstellungsgespräch in Shorts und Jesuslatschen auftaucht, weil er sich im Privatkampf gegen Konformismus und restriktive Kleidungsvorschriften befindet, ja nun, der bekommt eben die Rechnung. Darüber dann zu jammern, DAS ist pubertäres Schulhofniveau.,

    Sich allgemein herrschenden Regeln anzupassen, heißt nicht, sie bedingungslos und unreflektiert anzunehmen, sondern es bedeutet, Respekt gegenüber der Allgemeinheit zu zeigen. Man kann etwas respektieren, ohne es für richtig zu halten. Wenn ich im Iran Urlaub mache, trage ich Kleidung, wie sie dort als angemessen empfunden wird, auch wenn ich weibliche Ganzkörperverhüllung im Prinzip nicht gutheiße. Wenn ich in einer Firma arbeite, deren Kunden Anzug und Krawatte tragen, trage auch ich das schicke Kostümchen. Wer sich unbedingt gegen Gesellschaftsregeln auflehnen möchte, sollte sich das für den Privatbereich aufsparen. Da darf schließlich jeder tragen was er will, auch das lustige bedruckte Lieblings-T-Shirt von 1986.
    #118Verfasser Birgila/DE (172576) 15 Dez. 08, 12:03
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    Bitte, auf die beleidigende Ebene müssen wir noch nicht abdriften, oder? Ich lese jeden Beitrag so sorgfältig ich es kann - vielleicht aber lest auch Ihr in meine manches hinein, was da nicht steht? Beispielsweise kann von "Schwarz-Weiß" nicht die Rede sein, wenn ich es ausdrücklich der demokratischen Abstimmung überlasse, was für Kleiderordnungen sie möchte. Auf Probleme erlaube ich mir trotzdem hinzuweisen.

    Birgila: ja nun, der bekommt eben die Rechnung. Darüber dann zu jammern, DAS ist pubertäres Schulhofniveau., (...)
    Wer sich unbedingt gegen Gesellschaftsregeln auflehnen möchte, sollte sich das für den Privatbereich aufsparen.

    Genau das ist eben Geschmackssache. Ich finde "Rechnung bekommen" ein widerliches Verhalten (oder Denken). (Und bevor Du mir jetzt wieder an die Kehle möchtest - keine Ahnung, ob Du's wirklich so gemeint hast. Aber wenn ich mich umsehe, sehe ich es zumindest bei manchen Zeitgenossen sehr oft.) Die Einstellung, daß Auflehnen gegen gesellschaftliche Regeln mit Geringschätzung geächtet wird, finde ich ganz und gar verkehrt. Das zeigt für mich schlicht, daß sich jemand nicht mit anderen Gedanken und notfalls auch mal unberechtigter "Kritik" an der eigenen Art und Weise auseinandersetzen mag. Menschen, die außer der Reihe denken, handeln usw., muß man nicht mögen. Ihre Gedanken und Handlungen schon gar nicht. Aber man muß diese Menschen auch nicht abwerten. Und ja, das ist für mich Toleranz.
    #119Verfasserfür Toleranz18 Dez. 08, 19:32
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    Gerade die Menschen, die sich demonstrativ gegen gesellschaftliche Regeln auflehnen, und sei es gegen so etwas Läppisches wie Anzug-Tragen, sind doch in Wahrheit die echten intoleranten. Sie stilisieren sich als die Individualisten, die kritischen Hinterfrager, die Erleuchteten, die kapiert haben, dass es doch die inneren Werte sind, die zählen. Find ich zum Kotzen.

    Inhalt hat seinen Sinn, Form aber auch. Und dass sich eine Gesellschaft auf gemeinsame Regeln verständigt hat, erleichtert das Zusammenleben, weil die sozialen Codes von allen verstanden werden. Deshalb sollten sie auch von allen respektiert werden.
    #120VerfasserJeans in BaWü18 Dez. 08, 22:34
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    Oh Gott wie langweilig solche Themen doch sind. Der einzig interessante und richtige Ansatz zu diesem Thema wäre entweder ein philosophischer Diskurs oder eine sozialpsychologische Analyse, aber kann man von einem Schüler sowas abverlangen in Englisch? Einfach nur ein paar Pro und Contras aufzählen, ist doch letztlich zu wenig.
    #121Verfasserjoe19 Dez. 08, 07:17
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    Zurück zum Thema:

    Ja - alles andere wäre für mich ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre.
    Wie die Schüler damit umgehen bleibt ihnen überlassen, gutes soziales Training :)
    Es sei denn es gibt eine Schuluniform. (Dann stellt sich die Frage nicht.)
    #122VerfasserKing Rollo19 Dez. 08, 10:05
    Kommentar
    @King Rollo

    Die Frage es sozialen Trainings stellt sich auch dann, wenn es eine Schuluniform gibt- allerdings etwas modifiziert. In der Freizeit werden Kinder immer noch tragen was sie wollen, und auch bei Schuluniformen kann man Unterschiede feststellen (man kann z.B. ein weisses Hemd zu £5 oder £60, oder Schuhe für £20 oder £300 tragen). Ebenso hat man immer die Möglichkeit gewisse Besonderheiten zur Schau zu stellen- sei es Schmuck, Ipod, teurer Füller, etc.

    Die Vorteile der Schuluniform sehe ich nicht in der absoluten Gleichmacherei (die sowieso nicht funktioniert) sondern eher in anderen Aspekten.

    Allerdings stimme ich Dir zu, dass ein sporadisches (und im Zweifel auch noch schlecht definiertes) Verbot von "Markenkleidung" ein zu großer Eingriff in die Privatsphäre wäre.
    #123Verfasser Richard (236495) 20 Dez. 08, 14:44
     
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