Der DUDEN dekretiert zwar, dass man "einzig" nicht steigern dürfe. Wenn jemand es doch tut, gibt es (wie so oft) zwei Möglichkeiten: Entweder wird es aus Gedankenlosigkeit verwendet (wie "optimalst") oder als (bewusst eingesetztes) Stilmittel. Bei Goethe tippe ich auf Letzteres. "Elativ" ist das Stichwort:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elativ"In keinster Weise" (© Heidi, #32) ist auch so ein Fall. "kein" lässt sich logisch betrachtet auch nicht steigern, und der Komparativ *"keiner" existiert tatsächlich nicht, wie übrigens auch der Komparativ *"einziger". Als Stilmittel ist der Elativ aber durchaus erlaubt und sinnvoll, um die Verneinung besonders zu betonen (im Sinne von "beim besten Willen nicht").
Was das mit "Lexikas" und ähnlichen ungrammtischen Bildungen zu tun haben soll, kann ich aber nicht erkennen.
@#5: "Aktuell" kann man m.E. ohne weiteres steigern. Wenn man die Definition des DUDEN zugrunde legt ("im augenblicklichen Interesse liegend") -- warum sollte man nicht sagen können, dass eine Nachricht/Aussage/Information X aktueller ist als Y? Dann kann man auch den Superlativ bilden. Wenn ein Radiosender für sich in Anspruch nimmt, er habe die "aktuellsten" Verkehrsmeldungen, dann verstehe ich das zwanglos als die Alleinstellungsbehauptung, dass er schneller als alle anderen die Verkehrsmeldungen anbietet, die im augenblicklichen Interesse liegen.