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    Namensänderung bei Heirat

    Kommentar
    Hallo ihr Lieben,

    mir ist in Italien auf (nur) zwei Klingelschildern aufgefallen, dass sowohl der volle Name des Mannes als auch der Frau, die zusammen verheiratet sind, ihren eigenen Namen angegeben haben, also zum Beispiel:

    "Hier wohnen Marco Polo und Pauline Gucci." (Mir fallen jetzt keine besseren Namen ein *g*)

    Jedenfalls habe ich mir dann die Frage gestellt, wie das üblicherweise in Italien ist.
    Heutzutage ist (zumindest in Deutschland) ja fast alles möglich, ist das in Italien auch so?
    Übernimmt generell die Frau den Nachnamen des Mannes, kann sie ihren Namen behalten und einen Doppelnamen annehmen oder behält jeder seinen eigenen Namen - wie auf den Klingelschildern.
    Mich wundert es nur, weil ich gleich zwei Klingelschilder von verheirateten Paaren gesehen habe, bei denen jeder seinen eigenen Namen angegeben hat und diese Paare auch nicht zu der so jungen Generation gehören...

    Würde mich über ganz viele Antworten freuen! :)
    VerfasserWoopsy10 Dez. 08, 09:23
    Kommentar
    Die einzige Möglichkeit, die im italienischen Gesetz vorgesehen wird, ist, dass jeder seinen eigenen Namen behält. Im Gebrauch wird oft noch gesagt "Maria Rossi in Bianchi" (Maria Rossi verheiratet Bianchi, also, genau umgekehrt als in Deutschland, wo das "geb." steht), ist aber nicht "offiziell". Ich kenne auch Fälle von Frauen, die sich mit den Namen des Mannes vorstellen, wenn der Mann irgendwie "bekannt" oder "mächtig" (...) ist (umgekhert habe ich das noch nicht erlebt). Dies ist aber auch nicht vom Gesetz vorgesehen, es ist ein Usus (und ich finde es auch ziemlich doof...)
    #1VerfasserLuca (LEO-Team) (419155) 10 Dez. 08, 09:51
    Kommentar
    Das finde ich ja irgendwie schade.

    Wie heißen denn dann die aus dieser Familie hervorgehenden Kinder? Nehmen die dann den Namen des Vaters oder der Mutter an oder liegt das in der freien Entscheidung der Eltern oder sind da Doppelnamen möglich?
    #2VerfasserWoopsy10 Dez. 08, 10:04
    Kommentar
    Soviel ich weiß kommt das darauf an, ob der Vater die Kinder anerkennt :) Dann bekommen sie den Namen des Vaters, und das wird auch in den meisten Familien so gehandhabt. Wieso ist das schade, Woopsy? Eigentlich ist es doch genauso schade, wenn eine Frau ihren Nachnamen abgeben "muss", wenn sie heiratet... (ich kenne kaum Männer, die das gemacht haben, vielleicht ein oder zwei). Und Doppelnamen sind so furchtbar sperrig! Außerdem ist es ja auch ganz praktisch, was den Wiedererkennungswert betrifft.. Wenn jemand 28 Jahre als Maria Kleinert gelebt/gearbeitet/publiziert/verkauft usw. hat, um dann zur Maria Lange zu werden, dann ist das doch eigentlich eher verwirrend..
    #3Verfasser julihellgruen (470365) 10 Dez. 08, 10:13
    Kommentar
    Die Kinder nehmen den Namen des Mannes an...
    #4Verfasseramica10 Dez. 08, 10:14
    Kommentar
    Ja, die Kinder nehmen den Namen des Vaters an, sie nehmen den Namen der Mutter nur dann an, wenn der Vater sie nicht anerkennt. Das kann zu Problemen bei Mischehen, wenn das deutsche Recht angewandt wird, weil die Kinder in Italien in der Regel eben wie der Vater heißen, und wenn sie in Deutschland den Namen der Mutter angenommen haben, dann haben sie in Italien und Deutschland zwei unterschiedliche "Benennungen" (war vor einigen Monaten im italienischen Konsulat wegen was anderen und habe mir das Telefongespräch zwischen der Angestellten und einem verzweifelten italienischen Vater angehört, weil seine Kinder für Deutschland einen Nachnamen hatten, für Italien einen anderen...). Wie julihellgruen sagt, finde ich auch äußerst komisch (und sehr gewöhnungsbedürftig), dass jmd. seinen eigenen Namen "aufgibt"... aber ich verstehe auch den Einwand, dass die Mütter nach italienischem Recht namentlich nichts mit den Kindern zu tun haben, und dass dann auch für sie komisch ist...
    #5VerfasserLuca (LEO-Team) (419155) 10 Dez. 08, 10:31
    Kommentar
    Totale Verwirrung: Ich habe in Deutschland geheiratet, also Nachnamen meines Mannes, Staatsexamen eben unter seinem Nachnamen; Umzug nach Italien: Im ersten Ort wurde akzeptiert wie es in der Heiratsurkunde steht, also Steuernummer auf den Nachnamen meines Mannes; dann im neuen Ort - italienisches Recht, also Personalausweis auf meinen Mädchennamen. Demzufolge in der Bank z. B. immer Schwierigkeiten wegen "nicht-Übereinstimmung" der Dokumente. Am Ende: Krankenkasse auf einen Namen und Nachnamen, Steuernumemr auf einen anderen Namen und Nachnamen, italienischer Personalausweis auf wieder eine andere Kombination von Namen und Nachmanen, deutscher Pass wieder anders. (Denn auch mit mehreren Vornamen halten es die it. Bürokraten anders als in Deutschland). Die ganze Verwirrung war nur durch Scheidung zu lösen.
    #6Verfasserela10 Dez. 08, 12:08
    Kommentar
    Danke erst einmal für eure vielen Antworten! :)

    @julihellgruen:
    Ich finde es ein wenig "schade", weil ich es persönlich "schön" finde, wenn die Frau den Namen des Mannes annehmen könnte, weil das ja auch ein besonderer Ausdruck der Bindung sein kann, die man eingegangen ist, eine Möglichkeit das "Zusammensein" auch über den Namen ausdrücken zu können und was eine spätere Familie angeht, sich über einen Nachnamen auch über einen gemeinsamen Familiennamen identifizieren zu können. Und wie es schon angesprochen wurde, wirkt es auf mich auch etwas befremdlich, wenn die Frau ihren Namen behält, gemeinsame Kinder aber den Namen des Mannes annehmen (können).
    Umgekehrt wäre es natürlich auch möglich, dass der Mann den Namen der Frau annehmen könnte...

    @ela:
    Ist dein Mann Italiener? Und meinst du, dass die Bürokratie eure Ehe, also auch eure Beziehung zerstört hat oder habt ihr euch scheiden lassen, um den Papierkrieg zu entgehen und seid immer noch zusammen - wenn maan das fragen darf?
    #7VerfasserWoopsy10 Dez. 08, 13:04
    Kommentar
    Bürokratie und Ehe sind sicher zwei getrennte Angelegenheiten. Ich wollte damit nur sagen, dass das offensichtlich, ohne dass das eine mit dem anderen zu tun hätte, die einzige Möglichkeit war, aus diesem Chaos herauszukommen, da auch das Konsulat nichts hat ausrichten können. Es verbleibt übrigens imemr noch ein schwieriger Teil, der sich zeigen wird, sollte ich einmal eine Altersversorgung beantragen und dann unter all den verschiedenen Namen und Zunamen prüfen lassen muss, was mir vielleicht zusteht.
    Ich teile übrigens deine Meinung: Auch ich hatte den Zunamen meines Mannes aus diesen Gründen und trotz Emanzipation angenommen. Ich fand das schön und eigentlich sehr klassisch.
    In der Tat war es dann auch komisch, wenn ich meinen Töchtern Entschuldigungen für die Schule schrieb, und immer wieder auf diese Differenz der Namen stieß.
    #8Verfasserela10 Dez. 08, 13:35
    Kommentar
    @woopsy
    Ich wollte da jetzt keine Lanze für den Feminismus brechen :) EIN Familienname ist natürlich ganz schön, das ist mir auch klar, aber es ist eben nur eine Möglichkeit unter vielen. Ich persönlich würde die Entscheidung über den Namen immer konkret fällen - wenn der Mann den ich heiraten möchte einen furchtbaren Nachnamen hat, würde ich auf jeden Fall für meinen Nachnamen plädieren bzw. mich für getrennte Namen aussprechen. Ganz pragmatisch :)
    #9Verfasser julihellgruen (470365) 10 Dez. 08, 13:56
    Kommentar
    @juli:Hab's auch nicht so verstanden! ;o)Emanzipation hört auf, wo Romantik anfängt... ;)
    #10VerfasserWoopsy10 Dez. 08, 14:07
    Kommentar
    Also ich bin Halbitalienerin und heiße Sofia Libera, habe also somit den Namen meines Vaters und bin in Italien geboren.
    #11VerfasserSofiaCaro16 Dez. 08, 20:41
    Kommentar
    @ela: Wir haben auch in Deutschland geheiratet, nach dt. Eherecht. und ich habe den Namen meines Mannes angenommen. Jedoch habe ich in Italien oder beim Konsulat deswegen Schwierigkeiten gehabt. Unsere Kinder tragen selbstverständlich den Namen meines Mannes. Aber ich habe sämtliche Urkunden als internationale Ausfertigung erhalten. Vielleicht ist das der Unterschied. Auch mein Codice fiscale läuft unter meinem Namen
    (Name meines Mannes). Das tut mir wirklich leid, welche Probleme Ihr hattet.
    #12VerfasserBarese12 Jan. 09, 21:42
    Kommentar
    @ela: Entschuldigung ich wollte sagen, dass ich keinerelei Schwierigkeiten hatte.
    #13VerfasserBarese12 Jan. 09, 21:43
    Kommentar
    ich finde die italienische Regelung bezueglich des Namens der Frau gut, ich haette keine Lust gehabt, meinen Namen zu aendern, und habe bei unserer Heirat in Deutschland die Moeglichkeit ausgenutzt, dass jeder seinen Namen behaelt.
    Allerdings schlaegt das Patriarchat bei den Namen der Kinder brutal zu:
    sind die Kinder innerhalb der Ehe geboren, geht kein Weg am Namen des Vaters vorbei: unsere Kinder, die in D mit meinem Namen registriert wurden, mussten dann in I hochoffiziell den Namen aendern, mit in der Zwischenzeit hochkomischen aber auch sehr liebenswerten anekdoten, wie z.b. der Impfauffoderungen, die an den Vater gerichtet wurden, mit dem Namen Mueller, der einzige von uns vieren der nun wirklich nie Mueller hiess... aber sie waren so elastisch, dass ich sie nicht zwei mal, ein mal fuer jeden Namen, impfen musste, denn die erste Impferei viel genau in die Phase der Namensaenderung...
    #14Verfassermeghi26 Jan. 09, 15:58
    Kommentar
    Meine Güte...
    Ich habe auch eine kleine Geschichte zum Thema Namen und deutsch-italienische Heirat zu bieten:
    Eine italienische Freundin hat vor über 20 Jahren ihren deutschen Mann in Deutschland geheiratet. Sie wollte einen Doppelnamen - möglich war allerdings (nach deutschem Recht) nur, ihren Nachnamen VOR den des Mannes zu stellen, nicht umgekehrt (weshalb auch immer). Sie lief über 20 Jahre lang mit diesem Doppelnamen auf ihrem italienischen Pass herum. Vor einigen Jahren hat das italienische Konsulat dann darauf bestanden, nur den Mädchennamen anzuerkennen. Seither ist sie den Doppelnamen los (ohne Scheidung!), wobei natürlich alle möglichen deutschen Unterlagen noch unter dem Doppelnamen laufen...
    #15Verfasseres lebe die Bürokratie21 Mai 09, 00:11
    Kommentar
    @# 13, Baresa: Ich wuerde gerne mehr Informationen bekommen ueber die int. Dokumente, die Du in Italien bekommen hast mit Deinem "neuen" Namen.

    Mir steht das sicher auch demnaechst bevor. Wir haben im Ausland geheiratet, also weder in Deutschland noch in Italien, aber beide Laender haben die Eheschliessung offiziel anerkannt. Ich habe dann meinen Nachnamen geaendert und auch mein Sohn hat den allg Famileinnamen. Noch leben wir im Ausland, aber wenn wir in Europa sind, dann leben wir in Italien und der ganze buerokratische Salat muss mal in Ordnung gebracht werden, spaetestens ab Jan.

    Also, nach welchen Dokumenten muss ich fargen, dass alles seine Ordnung hat und ich aber trotzdem meine neune Nachnamen, also den meines Mannes, benutzen kann, ganz offiziel?

    Vielleicht ha ja auch jemand anders Erfahrunge damit!

    Vielen Dank und einen schoenen Tag!

    Sabina
    #16VerfasserSabinaCi11 Sep. 09, 05:42
    Kommentar
    Welche Dokumente Du brauchst, kann ich Dir leider auch nicht sagen, aber mein Tipp: Du musst jemanden finden, der der Bruder von jemandem ist, der jemanden auf der Comune kennt, sonst kannst Du's wahrscheinlich gleich vergessen :-)

    Ich (D) habe außerhalb von Europa einen Italiener geheiratet und in Deutschland haben wir das deutsche Namensrecht gewählt und seinen Namen zum Ehenamen gemacht, d. h. ich habe jetzt den Namen meines Mannes. Der steht natürlich auch im Pass und Perso. Als wir in Italien ein Mini-Ferienhäuschen gekauft haben, gab es den oben schon beschriebenen Namenssalat sowohl bei der Beantragung des Codice Fiscale als auch bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags beim Notar. Das Ergebnis: Ich habe ein Haus unter falschem Namen gekauft -- alles mit meinem Mädchennamen unterschrieben. Ich freue mich schon drauf, das Haus irgendwann zu verkaufen oder an unsere Kinder zu vererben: Dann wird bestimmt die Unterschrift bzw. das Testament nicht anerkannt, weil mein Name ja ganz anders lautet. Seufz.

    Trotzdem werden wir das Problem nicht durch Scheidung lösen.
    #17VerfasserHäuschen17 Sep. 09, 14:39
    Kommentar
    Ich hab ein kleines Gedankenspiel:

    Nehmen wir mal an, dass wir ein deutsch-italienisches Paar haben. Sie ist Deutsche, er ist Italiener, beide leben in Deutschland. Laut dem deutschen Staatsangehörigkeitsgesetz StAG §10 und §12 Absatz 2 kann der Italiener als EU-Bürger die deutsche Staatsangehörigkeit annehmen, ohne dass er seine italienische Staatsangehörigkeit verliert. Nun heiraten die beiden und zwar nach deutschen Recht. Da ja beide nun auch Deutsche sind, kann doch auch das deutsche Namensrecht verwendet werden (wäre jedenfalls logisch). Nun entscheiden sich die beiden den Namen der Frau anzunehmen (was ja nach italienischen Recht nicht geht). Was machen dann die italienischen Behörden? Erkennen sie dann den Namen der Frau als alleinigen Familiennamen an? Wäre interessant dies zu erfahren. Von dem was ich gelesen habe, würde das ein ganz schöne Caos ergeben.
    #18VerfasserMitleser18 Sep. 09, 08:47
    Kommentar
    Ach ja, und hier der Link zum StAG (sollte jemand nachlesen wollen):

    http://bundesrecht.juris.de/rustag/index.html...
    #19VerfasserMitleser18 Sep. 09, 08:50
    Kommentar
    Hey, ich hab die Diskusion hier gelesen, (wurde mir dann doch etwas zu viel )
    Und Meine eigendliche Frage ist: Kann ich als halb Italiener denn Namen meiner Mutter behalten?
    Weil jetzt war ich mit meiner Mutter auf dem Italienischen Konsulat und die meinten ich könnte den Nachnamen meiner Mutter nicht behalten. Und müsste denn von meinem Vater annehmen. Der ist aber wiederum Deutscher! (Mama Italienerin/ Papa Deutscher )
    Ich = Mischling ;)
    Das wiederum ist eine total beschissene Lage für mich, 1. Ich bin mit dem namen meiner mutter aufgewachsen und so steht es auch überall geschrieben (sportverein, schule, tunieren, bewerbungen etc.)
    Und er klingt auch einfach viel besser. ( wie viele schäfer gibt es in deutschland...das is dann ja nichts individuelles mehr xD )
    #20VerfasserMaravich31 Mär. 10, 14:05
    Kommentar
    @Maravich:
    Ich kann dir leider nicht helfen, aber auch mich hat nun bei deiner Geschichte die Neugierde gepackt.
    Deine Mom ist Italienerin und dein Dad ist Deutscher. Dann hast Du also die Deutsche und Italienische Staatsbürgerschaft, richtig? Ich dachte, wenn man beide Staatsbürgerschaften hat, dann sollte man es sich aussuchen können, welches Namensrecht (deutsches oder italienisches) Anwendung findet.
    #21VerfasserAlias01 Apr. 10, 09:02
    Kommentar
    Genau richtig :)
    Aber es hat sich jetzt auch geklärt, es ist so, da ich schon von geburt an denn mädchen namen meiner Mom habe, darf ich ihn behalten, egal was der Italienische staat vorschreibt. bisschen dubiose sache mit denn Italienern :D aber ja. Normaler weise muss man denn nachnamen seines Vaters annehmen, also in italien.
    #22VerfasserMaravich01 Apr. 10, 17:59
    Kommentar
    @sabinaci: Entschuldige , dass ich erst jetzt auf Deine Frage antworte. Unsere Gemeinde in Italien verlangte int. Doks. und daher habe ich dieses bei der Trauung
    am dt. Standesamt verlangt und mir wurden diese ohne Probleme ausgehändigt. Auf unserer Gemeinde (Italien) habe ich aus Interesse gefragt, ob die Doks bei ihnen
    identisch wären und man sagte mir nur "Selbstverständlich".

    BUONA PASQUA! :)
    #23VerfasserBarese02 Apr. 10, 20:03
    Kommentar
    Hallo zusammen, ich hoffe ich weiche nicht zu sehr vom Thema ab. Aber es geht dennoch ums Heiraten. Mein Freund (ital.; katholisch) und ich (deutsch; evangelisch) haben vor in näherer Zukunft zu heiraten. Wie genau (also ob katholisch oder evangelisch) ist noch unklar. Nun weiß ich, dass wenn wir katholisch heiraten würden, er gefirmt sein muss. Ist er aber nicht. Kriegen wir da Probleme kirchlich (in Deutschland) zu heiraten? Wie ist das, wenn wir evangelisch heiraten würden? ... wäre toll wenn das jemand wüsste :-) Vielen Dank schonmal.
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Süden.
    #24VerfasserLady aus dem Süden06 Apr. 10, 09:42
    Kommentar
    Also ich weiss, dass egal in welchem Land Du heiratest eine Erlaubnis der kath.
    Kirche vorliegen muß, sobald der andere Ehepartner eine anderen Religion angehört.
    Auch wenn es sich um einen Evangelischen Partner handelt. Bei uns gab es wegen der
    Firmung keine Probleme. Selbst bei der Hochzeit meines Schwagers (in Italien, Puglia) beide Italiener und katholisch wurde die fehlende Firmung "schnell" nachgeholt.

    #25VerfasserBarese06 Apr. 10, 13:01
    Kommentar
    wie italienische Behoerden auf auslaendisches Namensrecht reagieren, habe ich bei meinen Kindern erlebt (siehe oben), die in Deutschland geboren sind und nach deuteschem namensrecht meinen Namen (Mutter) erhalten haben. bei unserer Ankunft in Italien gab es keine Diskussion, als italiener die innerhalb einer Ehe geboren wurden ging nur der Name des Vaters, jetzt haben sie im deutschen pass einen anderen nachnamen als im italienischen...
    #26Verfassermeghi23 Apr. 10, 16:23
    Kommentar
    Hallo,
    Meine Mutter hat mich mit meinem Italienischen namen angemeldet, und jetzt können sie ncihts machen, und ich bekomme, bzw habe einen italienischen ausweiß mit dem namen meiner mutter. :)

    Mfg

    maravich
    #27VerfasserMaravich28 Apr. 10, 23:15
    Kommentar
    Wenn eine Frau in Italien heiratet, behält sie ihren Mädchennamen auf Paß, Personalausweis, usw. mit dem Vermerk "coniugata", d. h. "verheiratet". Ich heiße z. B. Paola Rossi, heirate Herrn Bianchi, ich werde weiterhin Paola Rossi heissen. Im Büro bleibe ich Paola Rossi, aber in der Schule der Kinder, die den Namen Bianchi tragen, werde ich mit Frau Bianchi angesprochen. Die Familie heißt "Bianchi!" An der Tür stehen immer zwei Familiennamen, beide Personen müssen erreicht werden. Die Frau bekommt Post von der Sozialversicherung oder von den Behörden im allgemeinen, dann muss sie erreichbar sein.

    Noch was, in Italien haben wir auch Doppelnamen: ich wäre Paola Bianchi Rossi, in Deutschalnd ist es umgekehrt, ich wäre Paola Rossi-Weiss!
    #28VerfasserPaola Bianchi Rossi/Rossi-Weiß30 Mai 10, 15:25
    Kommentar
    Hallo!

    Mein Freund und ich (habe doppelte Staatsangehörigkeit it./dt.) werden in 3 Wochen standesamtlich heiraten :-) Ich habe einen it. Nachnamen und mein Freund einen Nachnamen, der aus Ostpreußen kommt und daher "polnisch" klingt.
    Wir werden in ein paar Monaten nach Italien umziehen und möchten daher (und da meinem Freund sein eigener Nachname nicht besonders gefällt, aber nicht wenig genug, um meinen Nachnamen anzunehmen), dass zukünftige Kinder - sofern wir mal welche haben sollten - meinen Nachnamen bekommen.
    Ist das nach it. Recht überhaupt nicht möglich oder wird das dann viel zu kompliziert (wir werden dann höchstwahrscheinlich in Italien leben)?

    Vielen Dank!

    #29VerfasserGianna85 (582814) 11 Jun. 10, 09:17
    Kommentar
    Gianna85: Wir haben seinerzeit nach dem dt. Recht geheiratetund ich habe den Namen meines Mannes angenommen. Auf unserer Gemeinde (Italien) ist das auf dem Standesamt in der Heiratsurkunde vermerkt und ich habe nie Probleme gehabt.

    Erkundige dich auf dem Konsulat, welches für euch zuständig ist. Ich verstehe doch
    richtig, das ihr in Deutschland heiratet? Wir hatten damals aber noch zwei Wohnsitze und waren im System A.I.R.E registriert. Ich weiß leider nicht, ob unser Fall damit zusammenhängt.
    #30VerfasserBarese11 Jun. 10, 14:36
    Kommentar
    halli hallo,

    ich habe ein großes problem. mein freund, deutscher und ich, italienerin wollen in zwei jahren heiraten und haben nur probleme mit den namen. ich heisse wie mein vater, der allerdings ist gestorben. meine mutter hat einen neuen mann. ich wollte eigentlich den namen meines freundes annehmen. das problem ist allerdings das seine erste frau den namen nicht hergeben mag und ich nicht heissen will wie seine ex.
    was für möglichkeiten gibt es denn? kann ich den mädchennamen meiner mama annehmen? kann er meinen nachnamen annehmen, auch wenn mir dieser ja nicht so zusagt?

    wie ist das eigentlich? ich bin katholisch, er evangelisch. wir wollen bei standesamtlich nach deutschem recht und kirchlich in italien heiraten. geht das oder gibt es da probleme?

    vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen. das scheint doch schon alles sehr kompliziert zu sein.

    noch dazu zu sagen wäre das wir nach der kirchlichen hochzeit in italien leben wollen nicht mehr in deutschland.

    vielen lieben dank
    #31Verfasserstellina30 Aug. 10, 11:23
    Kommentar
    ich bin Österreicherin und seit 15 Jahren mit einem Italiener verheiratet. wir haben in Ö geheiratet und ich habe den italienischen Familiennamen meines Mannes angenommen. aber :-) ich denke, dass bekommt man in italienische Köpfen nicht so leicht hinein. einige ital. familienangehörige denken noch immer ich hieße noch immer wie vor der Ehe und sage quasi nur anders. so zum Spaß.
    Ich bin aber sehr froh darüber, dass wie alle 3 (inkl. unseres Sohnes) nur 1 Familiennamen haben, weil ich kenne das Problem, wenn man in Ö mit einem Kind ins Krankenhaus (oder zu einer anderen Behörde) muss und das Kind dann anders heißt als die Mutter. das ist Knochenarbeit...
    #32Verfassersab69 (725738) 30 Aug. 10, 22:20
    Kommentar
    Ciao Stellina,
    wie gut, dass ihr erst in 2 Jahren heiraten wollt. Denn da scheint ihr noch einiges vor euch zu haben. Ich (deutsche; evangelisch) heirate im Oktober meinen Freund (Italiener; katholisch). Gerade heute morgen waren wir im ital. Konsulat um unser Ehefähigkeitszeugnis zu bekommen. Und es hat wahrhaftig geklappt... Also was ich damit eigentlich sagen will: Ihr habt einen steinigen Weg vor euch. Bei dem Thema "Name" weiß ich nur so viel: Wenn wir nach dem deutschen Recht in einem deutschen Standesamt heiraten, darf ich heißen "wie ich will". Entweder sein Name oder meinen Namen behalten oder Doppelname (Reihenfolge egal). Hätten wir standesamtlich in Italien geheiratet, hätte ich meinen Namen behalten MÜSSEN. Im dt. Standesamt sagte man uns erst letzte Woche, dass sogar italienische Frauen ihre Namen behalten MÜSSEN wenn nach dem ital. Recht geheiratet wird. Aber erkundige dich am besten mal in einem Standesamt in deiner Nähe. Die erklären das ganz genau (auch telefonisch). Wo ihr standesamtlich heiratet und wo kirchlich ist eigentlich egal. Das hängt nicht zusammen oder voneinander ab. Man sollte sich nur entscheiden ob man katholisch oder evangelisch in der Kirch heiraten möchte. Wir heirate nächstes Jahr kirchlich und würden gerne einen ev. Pfarrer und einen kath. Priester dabei haben. Ob das geht, wissen wir noch nicht.

    Also ich rate dir, dich früh genug über alles zu informieren. Es gibt so viele Dinge die man vorher berücksichtigen muss - wie auch Unterlagen die man aus Italien braucht - da ist es mit Spontan-Hochzeit niemals getan ;-)

    Liebe Grüße
    Kitty
    #33VerfasserKitty31 Aug. 10, 11:47
    Kommentar
    Ciao Kitty,
    piano, piano.... secondo me stai esagerando un po'

    Also mein Bruder katholisch ist verheiratet und meine Schwägerin ist evangelisch.
    Die Abwickling der Dokumente, etc. war absolut unproblematisch. Als der Dispenz der kath. Kirche vorlag ging alles ganz einfach und auch dieser wurde ausgestellt.In Italien ist es völlig normal das die Ehefrau ihren Namen behält. Als ich meinen Freundinnen erzählt habe, dass die meisten Frauen in Deutschland den Namen des Ehemannes annehmen, waren diese entsetzt. Das wäre ja die reinste Unterwerfung für eine Frau. Also alles Ansichtssache. Ich habe vor vielen Jahren in Deutschland geheiratet und wie in einem anderen Kommentar erklärt hat unsere
    italienische Gemeinde kein Problem damit. Andere Länder, andere Sitten.
    Ihr müsst nur nicht immer alles so kompliziert machen und ein wenig lockerer angehen.

    #34VerfasserBarese31 Aug. 10, 19:44
    Kommentar
    Hallo Barese,
    meine "Kritik" sollte nicht dahin gehen, dass es absolut unmöglich ist wenn ev. + kath. heiraten will ;-) Mit meinem Eintrag wollte ich Stellina nur nahebringen, dass es so oder so einiges zu klären gibt. Naja und wenn zwei verschiedene "Nationalitäten" heiraten wollen, ist es meiner Meinung nach niemals schnell erledigt. Beispiel: Das dt. Standesamt möchte von meinem Zukünftigen einen Auszug aus dem Geburtenregister aus Deutschland (er ist in D. geboren). Das Konsulat möchte von ihm einen Auszug aus dem Geburtenregister aus Italien. Für mich ist das völlig unlogisch - aber ok: Sie habens bekommen. Das sind so Dinge, mit denen man nicht rechnet bevor man heiratet ;-) Wir haben uns das leichter vorgestellt. Aber bald ist es geschafft und ich hab meinen Italiener *hihi* Schönen Tag noch allerseits!
    #35VerfasserKitty01 Sep. 10, 09:06
    Kommentar
    Liebe Kitty und ihr vielen anderen Leoniden, darf ich euch um einen Gefallen bitten? Wir finden es immer furchtbar, wenn man von meinem "Italiener" spricht. Wir
    sind doch keine Objekte. Ich habe noch nie gehört, dass jemand endlich sein/e "Deutsche/r" hat. Klingt doch blöd, oder?
    Wäre dein Verlobter in Italien geboren, so hätte er auch noch eine Bescheinigung
    benötigt, dass er nicht schon in Italien verheiratet ist und den Congedo militare, sollte er in Italien Wehrdienst geleistet haben.


    Ich wünche euch eine schöne Hochzeit.
    #36VerfasserBarese01 Sep. 10, 12:50
    Kommentar
    @ Barese: Dein Einwand mag aus der Sicht berechtigt sein, aber ich glaube, um der Sache auf den Grund zu gehen, warum oft "vom Italiener" gesprochen wird, müsste man weit ausholen. Aber dass es sich NICHT um ein Objekt handelt, das ist allen klar und soll auch nie ausgedrückt werden...
    Und in Deutschland ist man von Italienern meistens besonders angetan und es heißt zum Beispiel auch immer: "Gehen wir zum Italiener? Lass uns zum Italiener gehen..." Und damit ist gemeint, dass man in ein italienisches Restaurant geht. Genauso wie: "Gehen wir zum Griechen, Chinesen, Türken..." Das ist mittlerweile "Umgangssprache", wenn man so will und wenn man genau hinhört, dann steckt in jedem "mein Italiener" immer ein ganz besonderer Hauch von Liebe, Schwärmerei, Sehnsucht, Freude, Stolz...
    Das ist halt so und ich glaube, man kann nicht erwarten, dass sich das jeder Einzelne abgewöhnt.
    Und ich muss dir sogar widersprechen:
    "Mein Italiener" sagt zu mir oder gegenüber anderen auch manchmal "meine Deutsche", in Verniedlichung "la mia tedescina"... Ich finde, da ist nichts dabei... :)

    Und zur aktuellen Hochzeitsproblematik: Ich würde in den Vorbereitungen auf jeden Fall Zeit einplanen, denn die Bürokratie kann sehr langsame und umständliche Mühlen haben und ehe die in Gang gesetzt werden... Manchmal bereitet es schon Probleme, wenn zwei Deutsche in Deutschland standesamtlich heiraten wollen, nur eben nicht im Zuständigkeitsbereich ihres Standesamtes (zum Beispiel: Berlin), sondern meinetwegen in München... Da kommen dann auch Gebühren hinzu, von denen man nicht ahnte, dass es sie geben würde!
    Und im kirchlichen Recht kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass es da einige Hürden zu überwinden gibt - so oder so und bei einer Kombination, bei denen mehrere Staaten involviert sind, erst recht... :)
    Also Geduld und Nerven, aber letztendlich nicht den wahren Grund für die Heirat vergessen! Dann wird schon alles gut! ;)
    #37VerfasserWoopsy01 Sep. 10, 13:10
    Kommentar
    Danke Woopsy - du sprichst mir aus der Seele :-)
    Ich LIEBE meinen "Italiener" und die ganze Familie und das
    Land und meine ital. Freunde! Ich hatte niemals den Gedanken, dass das negativ aufgefasst werden könnte.
    Entschuldigung, wenn das blöd rüber kam!
    Tanti saluti - aus dem momentan sonnigen Schwabenland!
    #38VerfasserKitty02 Sep. 10, 07:49
    Kommentar
    Cara Kitty, sei innamorata e mi fa veramente piacere. Tuo fidanzato è nato in Germania forse è cresciuto anche li e si sente comunque italiano. Allora gli fa
    piacere quando tu dici "mio italiano". Però mi sembra eccessivo. Lasciamo stare,
    ognuno di noi pensa al modo suo.

    Wichtig ist ja auch nur, dass ihr euch gut versteht. Vielleicht neige ich selbst
    zu übertreiben. ;-)

    Also nochmals viel Spaß bei den Vorbereitungen eurer Hochzeit, wenn es auch stressig ist (und man heiratet nur einmal) so macht es jedoch auch viel Spass alles
    vorzubereiten.



    #39VerfasserBarese02 Sep. 10, 14:59
    Kommentar
    Ich bin zwar nicht angesprochen, aber ich denke, Kittys Freund ist genauso wenig in Deutschland geboren, noch ist er dort aufgewachsen... Das behaupte ich jetzt jedenfalls einfach einmal so. Meiner ist es auch nicht und nennt mich trotzdem "la mia tedescina" und ich ihn manchmal "il mio italiano".
    Na ja, das führt zu nichts darüber zu diskutieren und ist auch nicht eigentliches Thema hier.
    #40VerfasserWoopsy02 Sep. 10, 15:38
    Kommentar
    Infatti ho scritto: lasciamo stare e ognuno di noi pensa al modo suo. Ho confuso
    Stellina e Kitty per quanto riguarda i fidanzati.

    Non volevo neanche litigare! Chiedo scusa.


    NB: Tedeschina, hai scritto tedescina, :)
    #41VerfasserBarese02 Sep. 10, 20:46
    Kommentar
    @Barese: Ah, danke, dummer Fehler von mir mit "tedeschina". ;o) Und "chiedo scusa" ist nicht notwendig. ;) Hab' dich verstanden. :)
    #42VerfasserWoopsy03 Sep. 10, 08:32
     
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