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  • Betrifft

    Merry Weihnachten

    Kommentar
    When the snow falls wunderbar
    And the children happy are,
    When the Glatteis on the street,
    And we all a Glühwein need,
    Then you know, es ist soweit:
    She is here, the Weihnachtszeit

    Every Parkhaus ist besetzt,
    Weil die people fahren jetzt
    All to Kaufhof, Mediamarkt,
    Kriegen nearly Herzinfarkt.
    Shopping hirnverbrannte things
    And the Christmasglocke rings.

    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...

    Mother in the kitchen bakes
    Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
    Daddy in the Nebenraum
    Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
    He is hanging auf the balls,
    Then he from the Leiter falls...

    Finally the Kinderlein
    To the Zimmer kommen rein
    And es sings the family
    Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"
    And the jeder in the house
    Is packing die Geschenke aus.

    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...

    Mama finds unter the Tanne
    Eine brandnew Teflon-Pfanne,
    Papa gets a Schlips and Socken,
    Everybody does frohlocken.
    President speaks in TV,
    All around is Harmonie,
    Bis mother in the kitchen runs:
    Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

    And so comes die Feuerwehr
    With Tatü, tata daher,
    And they bring a long, long Schlauch
    And a long, long Leiter auch.
    And they crying "Wasser marsch!",
    Christmas is - now im - Eimer...

    Merry Christmas, merry Christmas,
    Hear the music, see the lights,
    Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
    Merry Christmas allerseits...
    VerfasserThe Weihnachtsman19 Dez. 08, 10:24
    Kommentar
    Das Gedicht haben sich die Werbetexter für einen Mobiltelefontarif(?) wohl zum Vorbild genommen:
    Merry Weihnachten et une bonne new Jahr!
    #1VerfasserDKJN4419 Dez. 08, 10:35
    Kommentar
    Fröhliche Festtage....

    Sauerkraut hilft in der Not

    Weihnachten naht, das Fest der Feste –
    Das Fest der Kinder – Fest der Gäste –
    Da geht es vorher hektisch zu ........
    Ein Hetzen, Kaufen, Proben, Messen –
    Hat man auch Niemanden vergessen ...?

    So ging's mir – keine Ahnung habend –
    vor ein paar Jahren – Heiligabend –
    der zudem noch ein Sonntag war.
    Ich saß grad bei der Kinderschar,
    da sprach mein Mann: "Tu dich nicht drücken,
    Du hast heut' noch den Baum zu schmücken!"

    Da Einspruch meistens mir nichts nützt,
    hab kurz darauf ich schon geschwitzt:
    Den Baum gestutzt – gebohrt – gesägt –
    und in den Ständer eingelegt.
    Dann kamen Kugeln, Kerzen, Sterne,
    Krippenfiguren mit Laterne.
    Zum Schluss --- ja Himmeldonnerwetta ---!
    Nirgends fand ich das Lametta!

    Es wurde meinem Mann ganz heiß
    und stotternd sprach er: "Ja, ich weiß;
    Im letzten Jahr war's arg verschlissen –
    Drum ham wir's damals weggeschmissen.
    Und – in dem Trubel dieser Tage,
    bei meiner Arbeit, Müh' und Plage,
    vergaß ich, Neues zu besorgen!
    Ich werd' was von den Nachbarn borgen!"

    Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
    Die hatten kein Lametta über!
    Da schauten wir uns an verdrossen,
    die Läden sind ja auch geschlossen...

    So sprach ich denn zu meinen Knaben:
    "Hört zu! Wir werden heuer haben
    einen Baum – altdeutscher Stil,
    Weil ... mir Lametta nicht gefiel...!"
    Da gab es Heulen, Schluchzen, Tränen---
    Und ich gab nach den Schmerzfontänen.
    "Hör endlich auf mit dem Gezeta –
    Ihr kriegt ´nen Baum – mit viel Lametta!"

    Zwar konnt' ich da noch nicht begreifen,
    woher ich nehm' die Silberstreifen...,
    doch gerade, als ich sucht' mein Messa –
    da les' ich: HENGSTENBERG MILDESSA" ---
    Es war die Sauerkrautkonserve....!
    Ich kombinier' mit Messers Schärfe;
    Hier liegt die Lösung eingebettet---,
    das Weihnachtsfest, es ist gerettet!

    Schnell wurd' der Deckel aufgedreht,
    das Kraut gepresst, so gut es geht –
    Zum Trocknen – einzeln – aufgehängt –
    und dann geföhnt, -- doch nicht versengt!
    Die trocknen Streifen sehr geblichen
    mit Silberbronze angestrichen –
    Auf beiden Seiten Silberkleid!
    Oh freue Dich, Du Christenheit!

    Der Christbaum ward einmalig schön,
    wie selten man ihn hat gesehn!
    Zwar roch's süßsauer zur Bescherung;
    Geruchlos gab's ne Überquerung,
    weil mit Benzin ich wusch die Hände,
    mit Nitro reinigte die Wände;
    Dazu noch Räucherkerz und Myrte –
    der Duft die Menge leicht verwirrte!
    Und jedermann sprach still, verwundert:
    "Hier richt's nach technischem Jahrhundert!"

    Ne Woche drauf! ... Ich saß gemütlich
    im Sessel, las die Zeitung friedlich,
    den Bauch voll Feiertage-Rester –
    s' war wieder Sonntag – und Sylvester.

    Da sprach mein Mann: "Du weißt Bescheid?
    Es kommen heut' zur Abendzeit
    Schulzes, Lehmanns und Herr Meier
    zu unserer Sylvesterfeier ...
    Wir werden leben wie die Fürsten –
    s' gibt Sauerkraut mit Wiener Würsten!

    Ein Schrei ertönt! - Entsetzt er schaut:

    "Am Christbaum hängt mein Sauerkraut...!
    Ich hab vergessen, Neues zu besorgen!
    Ich werd was von den Nachbarn borgen!

    Die Nachbarn – links, rechts, drunter, drüber –
    die hatten – leider – keines über!
    Da schauten wir uns an verdrossen,
    die Läden sind ja auch geschlossen...

    Und so ward wieder ich der Retta;
    Nahm ab vom Baume das Lametta!
    Mit Terpentinöl und Bedacht
    hab ich das Silber abgemacht.
    Das Kraut dann gründlich durchgewässert,
    mit reichlich Essig noch verbessert;
    Dazu noch Nelken, Pfeffer, Salz
    und Curry, Ingwer, Gänseschmalz!
    Dann, als das Ganze sich erhitzte –
    das Kraut, das funkelte und blitzte –
    da konnt’ ich nur nach oben fleh’n,
    lass diesen Kelch vorübergeh’n...!

    Als später dann das Kraut serviert
    ist auch noch folgendes passiert:
    Da eine Dame musste niesen
    sah man aus ihrem Näschen sprießen
    tausend kleine Silbersterne...
    "Mach's noch einmal; Ich seh’ das gerne"...

    So rief man ringsum, hocherfreut –
    Die Dame wusste nicht Bescheid!

    Franziskas Lehmann sprach zum Franz:
    "Dein Goldzahn hat heut Silberglanz!"

    Und einer, der da musste mal,
    der rief: "Ich hab'nen Silberstrahl...!"

    So gab's nach dieser Krautmethode
    noch manche nette Episode!

    Beim Heimgang sprach ein Gast zu mir:
    "Es hat mir gut gefallen hier,
    doch wär’ die Wohnung noch viel netta,
    hättest Du am Weihnachtsbaum Lametta!

    Ich konnte da gequält nur lächeln
    und mir noch frische Luft zufächeln.
    Ich sprach – und klopfte ihm aufs Jäckchen:
    "Im nächsten Jahr, da kauf ich hundert Päckchen!!
    #2VerfasserAutor unbekannt19 Dez. 08, 10:49
    Kommentar
    "Zu Weihnachten will mir mein Mann ein Schwein schenken."
    "na das sieht ihm ähnlich!" –
    "Wieso, haben Sie es schon gesehen?"
    #3Verfasser;)19 Dez. 08, 13:12
    Kommentar
    ja!!! Vielen Dank!
    #4Verfasserzacha (301229) 22 Dez. 08, 16:53
    Kommentar
    sauerkrautgedicht fand ich suuuuuuuuuuuuper
    #5VerfasserGloria23 Dez. 08, 16:32
    Kommentar
    Falls es Euch interessiert:
    "Merry Weihnachten" (.. if the snow falls wunderbar...)
    hat Udo Jürgens 2006 oder 2007 als satirisches Weihnachtslied veröffentlicht.

    Letzte Woche gehört:
    "Merry CRISIS and a happy new FEAR!"

    @#2: Vielen Dank für diese "Lachnummer"! Köstlich!
    #6Verfasser Leseratz (238114) 25 Dez. 08, 20:51
    Kommentar
    Geniel diese Merry christmas gedicht! Echt zum lachen
    #7VerfasserIch.26 Dez. 08, 17:46
    Kommentar
    Und der Allzeit-Klassiker:

     Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den tunklen Tann ein warmes Licht.

    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!

    Verfasser: LORIOT
    #8Verfasser judex (239096) 26 Dez. 08, 20:46
    Kommentar
    Noch eins:

    Forschers Weihnacht -
    ein Weihnachtsgedicht


    Ein besinnliches Weihnachtsgedicht aus den stillen Weiten des Institus:

    Es ist schon still im Institut,
    sogar das Telefax jetzt ruht.
    In sanftem Licht bei schwachem Scheine
    stehen die Terminals alleine.

    Schneeflocken fallen leis' und sacht',
    weil das der Bildschirmschoner macht,
    ganz lautlos über'n Monitor.
    Kein Druckerschnarren dringt an's Ohr,
    nur die Standby-Diode brennt
    und flackert leicht. Es ist Advent.

    Da schließt der Forscher ohne Eil'
    g'rad' noch sein letztes Backupfile.
    Und als er legt die Akten hin,
    geht ihm so manches durch den Sinn.
    Er denkt an die Vergangenheit:
    "Von wegen gute alte Zeit!

    Manch' Stund' hat man mit Zeug verbracht,
    das heut' der Rechner ruck-zuck macht."
    Er denkt mit mitleidsvoller Mine
    an Blaupapier und Schreibmaschine
    und an das Warten auf die Post -
    wochenlang von West nach Ost.

    Heut' mit dem Fax, da geht das fix,
    und E-Mail erst: null-komma-nix,
    schon sind die Daten über'n Bus.
    So kommt er zu dem festen Schluß:
    "Heut' hat man's besser, keine Frage!"
    Und jetzt geht's in die Feiertage.

    Er hatte sich fest vorgenommen,
    nicht allzu spät nach Haus zu kommen.
    Heiligabend muß vor allen Dingen
    ihm Ruhe und Erholung bringen.
    Doch als er sich zum Heimgeh'n wandt',
    fällt ihm sein Schlüssel aus der Hand.

    Und als er sich nach diesem bückt,
    hat er ein Blatt Papier erblickt,
    das unabsichtlich offenbar
    zu Boden scheint's gefallen war.
    "Ach Gott," sagt er nach kurzem Lesen,
    "das hatte ich total vergessen."

    Da geht's - er hat es gleich gecheckt -
    um irgend so'n EU-Projekt,
    das lange schon mal ausgeschrieben.
    Die Bewilligung war ausgeblieben,
    doch nach Protesten und Beschwerden
    kann es nun neu beantragt werden.
    Ganz unten steht noch: "Just remember:
    Deadline: 24th December!"

    Zwar war im das nicht angenehm,
    doch im Prinzip auch kein Problem.
    Da er's schon mal beantragt hatte,
    ist es gewiß noch auf der Platte.
    Schnell raus mit E-Mail oder Fax.
    Termineinhaltung ist ein Klacks.

    Eine Kopie vom Erstantrag
    noch in der Aktenmappe lag.
    So denkt er: "Da mach ich mir's leicht!
    Der wird einfach nochmal eingereicht.
    Nur's Datum ist nicht aktuell.
    "Na, kein Problem, das hab'n wir schnell!"

    Trotzdem faßt er noch den Entschluß,
    daß er zu Haus Bescheid sag'n muß:
    'ne halbe Stund' er später käme,
    mehr Zeit das nicht in Anspruch nähme.
    Das Telefon zu Haus belegt,
    was unsern Forscher nicht erregt.

    So schickt er halt' ne Mail, ok,
    an frau.forscher@t-online.de.
    Nun froh an's Werk, jetzt wird sich g'sputet,
    mit frohem Pieps der Rechner bootet
    und schon geht's rund, schnell wie ein Pfeil:
    DOS, Windows, Word und Open File.

    Doch eines ist jetzt schon fatal:
    Wie hieß denn die Datei noch mal?
    Schau'n wir mal, was es da gibt.
    Abkürzungen sind ja sehr beliebt:
    wrzlbr.fmt und knrad.txt
    es ist schon manchmal wie verhext.

    Und man vernimmt ein leises Fluchen:
    "Ja Sakrament, da muß ich suchen."
    Nach einer Stunde, in der Tat,
    er die Datei gefunden hat.
    Sie hieß 'test.doc', es ist zum Flennen,
    das hätt' er sich ja denken können.

    "Na bitte," dachte er, "das paßt!
    Nur noch 'ne Kurzmessage verfaßt,
    das File als Anhängsel attached
    und dann ins Internet gequetscht.
    Vorher wie immer den Login,
    dann kriege ich das schnellstens hin."

    Doch kommt es nicht ganz, wie er meint.
    Denn was am Bildschirm da erscheint,
    das hätt' ihn beinah' umgehaun.
    Es steht da "LOCAL NETWORK'S DOWN!"
    Rasch die Hotline angewählt.
    "Das krieg'n wir schon!" - doch weit gefehlt:
    das Rechenzentrum menschenleer,
    am Heiligabend ist da keiner mehr.

    Dann klingelt noch das Telefon.
    Seine Frau mit lautem Ton
    entfacht 'ne Diskussion sofort,
    die schließlich endet mit dem Wort:
    "Dann heirat' nächstens dein Büro!"
    Das stimmte ihn jetzt auch nicht froh.
    Darauf versucht er einmal noch
    den Login, denn vielleicht geht's ja doch.

    Nach 10 Versuchen schmeißt er's hin:
    "Das hat doch alles keinen Sinn.
    Dann eben nicht mit Internet,
    das macht das Kraut jetzt auch nicht fett.
    Stattdessen drucke ich es aus
    und dann geht es per Fax hinaus."

    Doch wieder unser Forscher irrt.
    Er blickt den Ausdruck an verwirrt
    und er muß zugeben, daß man
    die Formeln nicht entziffern kann.
    Den Grund dafür, den kennt er schon:
    Das liegt sicher an der Word-Version.

    Der Text mit WinWord 2 geschrieben
    ist nicht ganz up-to-date geblieben.
    Dies Manko wird eliminiert,
    indem man Filter installiert,
    ein paar Fonts zusätzlich lädt,
    darauf in die win.ini geht,
    dort zwei drei Einträge editiert
    und dann reg.dat modifiziert.

    Zuletzt dann schließlich dreimal booten,
    das dauert nur ein paar Minuten.
    Nach drei Stunden hin und her
    lief dann überhaupt nichts mehr:
    Kein Word, kein Windows und kein DOS.
    Frustriert der Forscher d'rauf beschloß,
    den Rechner nunmehr abzuschalten
    und zu versuchen, nach der alten
    Tippex- und Schreibmaschinenweise
    den alten Antrag still und leise
    zu retouchier'n und wegzuschicken.
    Das sollt' ihm heute doch noch glücken.

    20 vor zwölf war es geschafft.
    Der Forscher völlig abgeschlafft,
    mehr wankt er schon, als daß er geht,
    schnurstracks bis zum Faxgerät.
    Den Antrag in den Einzugschacht,
    gewählt, doch - wer hätt' das gedacht -
    hört er nur das Besetzt-Signal
    und's Display zeigt: "ERNEUTE WAHL".
    Und so probiert erneut er 's wieder,
    die Laune ist total darnieder.

    Beim zehnten Anlauf endlich dann
    springt die Übertragung an.
    Dem Forscher geht nur durch den Sinn:
    "' s ist zwei vor zwölf, das haut noch hin!"
    Wie er sich freut, nah'zu unbändig,
    zeigt's Display: "SENDUNG UNVOLLSTÄNDIG".

    Es kracht die Faust, die keiner hält,
    zack-bumm auf das Bedienungsfeld.
    Und bei diesem Faustschlag im Affekt
    ist's Faxgerät total verreckt.
    Es trifft dies unsern Forscher schwer:
    Jetzt ist es aus, jetzt geht nichts mehr!

    Am Boden liegend sieht er dann
    das Blatt Papier, mit dem's begann.
    Fast rasend schnaubt er: "Just remember:
    Deadline 24th December!"
    Als er das Blatt zerreißen will,
    wird er mit einem Male still.
    Da sieht er, daß es in der Tat
    auch rückseits noch was stehen hat.
    Da steht - das sieht er jetzt ganz klar -
    "Wiederholungsanträge bis Ende Januar."

    Perplex steckt er nun den Antrag
    einfach in einen Briefumschlag,
    Adresse d'rauf und, ohne Drang,
    ab damit in den Postausgang.
    Schwer hat der Abend ihn geplagt,
    doch jetzt scheint's endlich abgehakt,
    und er tritt unverzüglich dann
    den wohlverdienten Heimweg an.

    Busse fahr'n zwar längst nicht mehr,
    doch nimmt der Forscher das nicht schwer
    und er beschließt zu Fuß zu laufen,
    um gute, frische Luft zu schnaufen.
    Ganz still ist es um diese Zeit,
    die Landschaft liegt im Winterkleid,

    Schneeflocken fallen sacht und leis',
    rings um ihm her nur tiefes Weiß.
    Man hört nichts Lautes, und im Dunkeln
    vereinzelt ein paar Sterne funkeln.
    Auf seinem langen Weg nach Haus'
    kramt manch' Erinnerung er aus.
    Viel fällt ihm ein, während es schneit,
    aus der guten alten Zeit.


    (Gerhard Frank)
    #9Verfasser judex (239096) 26 Dez. 08, 21:20
    Kommentar
    iiiiih ;-)
    #10Verfasser Snowflake (260254) 26 Dez. 08, 21:21
    Kommentar
    #10 @ #8

    #11Verfasser Snowflake (260254) 26 Dez. 08, 21:29
     
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