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    Land und Leute

    Künstlersozialkasse - recommended or not?

    Betrifft

    Künstlersozialkasse - recommended or not?

    Kommentar
    I am a freelance translator resident in Germany and at the moment I pay my own health insurance directly (which is not exactly cheap). I believe that I fulfil all the conditions for joining the "Künstlersozialkasse". However, I am hesitating to do so because I'm unsure of whether the disadvantages (compulsory payment into the German state pension scheme) perhaps outweigh the advantages (having half of my health insurance paid for me).

    I realise that if I qualify to join, then in fact I MUST join. But nevertheless I am still wavering and wonder if I should just let sleeping dogs lie.

    Has anyone got any advice on the topic?
    VerfasserMs. Freelancer27 Jan. 09, 22:07
    Kommentar
    Ich wollte auch gerade sagen: wenn Du die Anforderungen erfüllst, führt eigentlich kein Weg dran vorbei. Das heißt, wenn Du Deinen Hauptwohnsitz in Deutschland hast.
    #1Verfasser Lady Grey (235863) 27 Jan. 09, 22:17
    Kommentar
    Ladygrey, aber es muss doch nicht jeder freiberufliche Übersetzer in D in die Künstlersozialkasse, oder habe ich was Wichtiges verpasst? Nicht jeder Übersetzer versteht sich als Künstler (ich mich nicht ...)
    #2VerfasserPiz Sorega27 Jan. 09, 22:38
    Kommentar
    Ich glaube nicht, dass das was mit Künstlerstatus zu tun hat. Ein freiberuflicher Journalist oder Sachbuchautor... muss sich auch nicht als Künstler verstehen, um sich über die KSK zu versichern.
    #3Verfasser Lady Grey (235863) 27 Jan. 09, 22:53
    Kommentar
    Wenn du eine ordentliche Sozialversicherung brauchst, ist die KSK unbedingt zu empfehlen. Du zahlst vom einkommensabhängigen Beitrag für Renten- und Krankenversicherung jeweils die Hälfte, die andere Hälfte trägt der Bund. Du musst allerdings nachweisen, dass du im weitesten Sinne künstlerisch arbeitest, übersetzen erfüllt nicht in jedem Fall die Bedingungen. Guggstdu http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/i...
    #4Verfasser Miss Take (399408) 27 Jan. 09, 23:06
    Kommentar
    Ach ja, du musst natürlich nicht eintreten.
    #5Verfasser Miss Take (399408) 27 Jan. 09, 23:08
    Kommentar
    I tried to join a few years ago but was turned down by an advisor on the gorunds that what I translate (business & law etc.) had nothing to do with art. (True.) Anybody know any other way of getting in?
    #6Verfassersilverfern28 Jan. 09, 03:45
    Kommentar
    Hier kannst du dich informieren:
    http://www.kskforum.de/
    #7Verfassernichtinksk28 Jan. 09, 08:11
    Kommentar
    #8Verfassernichtinksk28 Jan. 09, 08:31
    Kommentar
    Die KSK ist sehr zu empfehlen, nimmt einen allerdings nur, wenn man überwiegend literarische Übersetzerin ist. Lies dir die Infos auf der Webseite gut durch und du weißt Bescheid. Wenn sie dich nehmen, solltest du dich freuen.
    #9VerfasserElfriede28 Jan. 09, 09:02
    Kommentar
    I joined the KSK nearly 3 years ago, on the grounds that everything I translate is 'publizistisch'. I had to show examples of published work and give a (true) statement that I don't translate business letters or internal company documents and the like. I would strongly recommend getting help for the application, as you have virtually no chance of getting in by yourself. I used an agency called the Medien und Künstler Beratung:

    http://www.bmkb.de/v1/xmlParser.php4

    They looked over the application before it was sent off and gave me some valuable tips. The entire Beratung (for a successful application) cost 125 euros and was money well spent. Maybe there are other agencies of this nature in Germany.

    I've since heard on proz.com that the KSK is now even more reluctant to accept translators than a few years ago, but I don't know if that's true. It is however true that they do regular checks on existing members to confirm that they really are mainly involved in this 'artistic' activity. The KSK is obsessed with 'Trittbrettfahrer'.

    Best of luck with an application, if you decide to go ahead with it.
    #10Verfasser yackydar (264012) 28 Jan. 09, 09:05
    Kommentar
    Ms. Freelancer: "compulsory payment into the German state pension scheme"

    Nicht unbedingt von Übel. Wenn du EU-Bürger bist, kannst du meist die erworbenen Rentenansprüche in dein Heimatland "mitnehmen", und erhältst dann die Rente über das staatliche System dort ausgezahlt. Wenn nicht, kann die Rente aus Deutschland gezahlt werden. Oder du läßt dir die erworbenen Ansprüche auszahlen.
    Genaueres müsstest Du zum Beispiel bei der Auslandsberatung der Arbeitsagentur erfahren können.
    #11Verfasser GuggstDu (427193) 28 Jan. 09, 09:25
    Kommentar
    I should point out that the agency I mentioned will not help you if you don't fulfil the conditions - they're not interested in lying for people, just in helping 'artists'.

    Elfried said only literary translators count - if that is true the situation has changed since 2006, when all published material was permitted.

    One disadvantage of the KSK, as a filmmaker friend once told me. It's great when you're tootling along with your regular, average income. But then you write a bestseller and become rich, and your KSK contributions go through the roof. She claimed it was difficult to leave at that point (the KSK loves a rich artist). But we translators are hardly likely to attain those dizzy heights of wealth, are we?
    #12Verfasser yackydar (264012) 28 Jan. 09, 09:27
    Kommentar
    @yackydar: Ich wage zu bezweifeln, dass die Beiträge bei hohen Einkommen durch die Decke gehen, denn es gibt die gleichen Höchstbeträge wie bei angestellten Pflichtversicherten auch. Sie gehen zwar an die Decke, aber dort bleiben sie auch bei Höchsteinkommen und sinken, wenn dein Einkommen mal wieder weniger wird.
    Der Vorteil liegt vor allem im Zuschuss, den die KSK analog zum Arbeitgeberanteil spendiert
    #13Verfasser Miss Take (399408) 28 Jan. 09, 10:19
    Kommentar
    Yackydar, kann es sein, dass die KSK bei Nicht-Deutsch-Muttersprachlern genauer hinschaut, weil es weniger wahrscheinlicher ist, dass für den deutschen Markt künstlerisches/publizistisches ins Englische übersetzt wird, und Du als Nicht-Muttersprachlerin kaum Aufträge für Literarische Übersetzungen ins Deutsche erwarten kannst?

    Ich habe noch nie etwas von einer Agentur gehört, die einem beim KSK- Beitritt hilft, obwohl ich mich schon mit einigen literarischen Übersetzern darüber unterhalten habe. Die Tätigkeitsnachweise sollten eigentlich reichen, und die KSK ermutigt einen ja sogar, den Prozess schon als Berufseinsteiger ins Rollen zu bringen, die Nachweise kann man sogar nachreichen.
    #14Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 10:43
    Kommentar
    Ladygray: Wir sind ein freies Land. Da darf man auch in englisch, chinesisch, schwäbisch oder einer anderen Fremdsprache schreiben.
    #15Verfasser la.ktho (236390) 28 Jan. 09, 12:12
    Kommentar
    la.ktho - man darf machen was man will, aber die KSK nimmt nur Leute, die mir ihrer Arbeit auch Geld verdienen. Ich versuche nur, mich in die KSK hineinzuversetzen. Und deren Regel besagt nun einmal, dass man nur als Übersetzer für "veröffentlichtes" Material aufgenommen wird. Da es aber naturgemäß wenige englischsprachige Verlage in Deutschland gibt, und englische Muttersprachler öfter als technische Übersetzer in der Wirtschaft eingesetzt werden ... Du verstehst.
    #16Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 12:19
    Kommentar
    Ähm: Du musst Deinen Kunden drauf aufmerksam machen, dass Sie in die KSK einzahlen müssen, wenn ich das System richtig verstanden habe:
    "Die andere Beitragshälfte tragen die „Verwerter“ von künstlerischen Leistungen in Form der pauschal umgelegten „Künstlersozialabgabe“, welche im Jahr 2008 4,9 % (2007: 5,1 %; 2006: 5,5 %) aller Honorarzahlungen an einen Künstler oder Publizisten beträgt; ferner gibt es einen Zuschuss des Bundes."

    Wird nach Auskunft einer mir bekannten Künsterlerin zunehmend geprüft, ob das getan wird (und da es viele nicht wissen, gibt es gern Ärger.)

    Ansonsten schaut die KSK heutzutage bei allen verdammt genau hin und wirft Leute raus, die nicht genug Gewinn erwirtschaften, oder hauptsächlich von nicht-künstlerischer/publuzistischer Tätigkeit leben.
    #17VerfasserCJ unplugged28 Jan. 09, 12:27
    Kommentar
    Ich bin auch in der KSK und finde es sehr lohnenswert. Man muss zwar einiges nachweisen, um aufgenommen zu werden, aber dafür braucht man keine Agentur, die Formulare kann man auch gut allein ausfüllen. Du kommst natürlich nur rein, wenn deine Übersetzungen veröffentlicht werden (sprich Bücher oder Artikel). Ja, die Kunden (Verlage) müssen was an die KSK zahlen, aber du als Übersetzer bist nicht dafür zuständig, sie darauf aufmerksam zu machen, darum kümmert sich die KSK.
    #18VerfasserBarb (236336) 28 Jan. 09, 13:18
    Kommentar
    Barb, ist es nicht bei den Verlagen Standard, dass sie KSK-Abgaben zahlen? Gibt es da tatsächlich welche, die Aufträge bevorzugt an freelancer vergeben, die NICHT über die KSK versichert sind, und würde der Verlag sich damit wirklich etwas sparen?
    #19Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 13:57
    Kommentar
    Nicht nur Verlage, auch Werbeagenturen und alle möglichen sonstigen Firmen, die freiberufliche Künstler beschäftigen (zum Beispiel auch Grafiker), müssten theoretisch KSK-Beiträge zahlen. Da viele das aber gar nicht wissen oder einfach nicht tun, ist die KSK in den letzten Jahren vermehrt dazu übergegangen, solche Firmen aufzuspüren und ordentlich Geld von ihnen einzufordern. GEZ lässt grüßen.
    #20Verfasser Jalapeño (236154) 28 Jan. 09, 14:23
    Kommentar
    @ladygrey: Die andere Beitragshälfte tragen die „Verwerter“ von künstlerischen Leistungen in Form der pauschal umgelegten „Künstlersozialabgabe“ (#17). Das heißt, die Verlage zahlen sowieso, unabhängig von einzelnen Aufträgen
    #21Verfasser Miss Take (399408) 28 Jan. 09, 14:23
    Kommentar
    #22Verfasser Jalapeño (236154) 28 Jan. 09, 14:27
    Kommentar
    ladygrey, I don't translate primarily for the German market, and I really don't think the KSK was taking the language pair as a consideration one way or the other. Most of my clients are German companies, institutions etc, who want to publish their books in more than one language (eg exhibition catalogues). Believe me, there's plenty of demand. In fact we find that there's far more demand than for English-German. After all, an English company looking for a translation into German will probably look for a German translator in Britain first.

    From talking to friends, the KSK didn't give me any more grief than is standard - everybody gets put through the mill a bit, including Germans, musicians, painters etc. And I have never heard of the KSK encouraging anybody to join, whether Berufseinsteiger or not. CJ is right - they're far more concerned with throwing people out for earning more than 50% from a non-artistic activity.
    #23Verfasser yackydar (264012) 28 Jan. 09, 14:32
    Kommentar
    Miss Take: Danke, das dachte ich doch. Hatte #17 nicht genau gelesen.
    Yackydar: mein "ins Deutsche übersetzen" bezog sich auf Belletristik. Für Webseiten und andere Publikationen mit internationaler Reichweite sieht das natürlich anders aus, das ist mir klar.
    Ausstellungskataloge und Ähnliches zu übersetzen erkennt die KSK also auch an - gut zu wissen. Ich bin nämlich gerade dabei, mich dort vorzustellen.
    #24Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 15:21
    Kommentar
    #21: Satz vollständig lesen: in Form der pauschal umgelegten „Künstlersozialabgabe“, welche im Jahr 2008 4,9 % (2007: 5,1 %; 2006: 5,5 %) aller Honorarzahlungen an einen Künstler oder Publizisten beträgt;
    D.H. sie zahlen dass Künstlerhonorar und müssen zusätzlich einmal im Jahr X% auf alla gezahlten Künstlerhonorare abführen. Wer kein Verwerter ist, zahlt auch nix.
    #25VerfasserCJ unplugged28 Jan. 09, 15:30
    Kommentar
    Hi,
    für Deine Auftraggeber ist es gleich, ob Du in der KSK bist oder nicht, da sie für alle Leistungen an Freiberufler, in KSK-pflichtigen Berufsgruppen, KSk-Gebühren von z.Z. 4,4%
    an die KSK abführen müssen.
    Daher ist es sinnvoll KSK-Mitglied zu sein, da Du dann nur ein Teil der Beiträge selber trägst.
    #26Verfasserkaos28 Jan. 09, 15:40
    Kommentar
    @ladygrey: nur zur Klarstellung: Ja, die Verlage zahlen sowieso pauschal (bzw. sollten es), daher spielt es für die Auftragserteilung keine Rolle, ob ein Übersetzer in der KSK ist oder nicht. Ich wollte nur sagen, dass ich als Übersetzer nicht dafür zuständig bin, den Verlag auf irgendetwas hinzuweisen (da es ja auch gar nichts mit mir als konkreter Einzelperson zu tun hat).
    #27VerfasserBarb (236336) 28 Jan. 09, 16:00
    Kommentar
    Interesting thread as I'd never even heard of the KSK before. Am I right in thinking that translations of financial reports for US/UK shareholders do not count as "künstlerisch/publizistisch" but that translations of websites, for example, do?
    #28VerfasserLayman28 Jan. 09, 17:11
    Kommentar
    @Layman: wenn die KSK eine Chance sieht, Geld von Auftraggebern einzutreiben, die derartige Übersetzungen in Auftrag geben, dann trifft für die KSK das Stichwort "künstlerisch/publizistisch" zu (ob sie dies bei Antragstellung eines neuen Mitglieds auch so sieht, kann ich aber nicht beurteilen). Die Auftraggeber sind natürlich anderer Meinung und ich weiß zumindest von einem Fall, in dem das Gericht für den Auftraggeber entschieden hat.
    #29Verfassernichtinksk28 Jan. 09, 17:23
    Kommentar
    Habe ich das richtig verstanden: man sollte sich nur über die KSK versichern, wenn man erwartet, überwiegend mit Auftraggebern zusammenzuarbeiten, die mit der KSK und ihren Forderungen vertraut sind.

    Wenn man aber zwischendurch für kleine Autraggeber arbeitet, bei denen man vermutet, dass sie von der KSK noch nie etwas gehört haben (wenn man z.B. eine Webseite für einen Kunsthandwerker übersetzt), sollte man diesen dann warnen, dass man KSK-Mitglied ist, weil Nachforderungen auf ihn zukommen könnten?
    #30Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 17:38
    Kommentar
    ladygrey: Der Hauptpunkt ist, ob deine Arbeitgeber deine Arbeit publizieren, deine Arbeit also unter die KSK-Richtlinien fällt. Ob und was deine Auftraggeber über die KSK wissen, ist nicht dein Bier. Ich arbeite v.a. für kleine Verlage und bin mir auch nicht sicher, ob die wirklich alle von der KSK wissen. Aber das ist Sache der KSK, nicht meine. Wenn der Verlag KSK-Beiträge abführen muss, dann sowieso und unabhängig, ob er KSK-ler beschäftigt oder nicht. Du darfst ja einen geringen Anteil deines Einkommens (ich glaube fünf Prozent) aus anderen Quellen, d.h. nicht künstlerisch-publizistisch, beziehen. Das wären dann so Sachen wie Briefe, Broschüren etc.
    #31VerfasserBarb (236336) 28 Jan. 09, 17:48
    Kommentar
    Ich muss mir jetzt nochmal genau durchlesen, wie die "publizistisch" definieren. Danke schonmal, Barb, für Deine Geduld!
    #32Verfasser Lady Grey (235863) 28 Jan. 09, 17:56
     
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